Kind hat fieber und schmerzen in den beinen

Köln (dpa/tmn) – Wenn das Kind spätabends oder nachts über Schmerzen in den Beinen klagt, können Wachstumsschmerzen dahinterstecken. Morgens ist das Ziehen, Brennen oder Stechen dann aber meistens wieder verschwunden.

Gegen die Beschwerden helfen leichte Massagen der Oberschenkel und Waden, Dehnübungen, Kälte oder Wärmeanwendungen wie ein heißes Bad. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hin.

Betroffen sind oft die Vorderseite der Ober- und Unterschenkel sowie die Kniekehlen und Waden. Es gibt Hinweise darauf, dass bei vermehrter körperlicher Aktivität am Tag Wachstumsschmerzen in der Nacht häufiger auftreten – und das, obwohl die Kinder während des Sports beschwerdefrei waren. Daher empfehlen Experten bei anstrengendem Training Pausen. Auch einseitige Belastungen sollte man nach Möglichkeit vermeiden.

Klagen die Sprösslinge neben Schmerzen auch über Nachtschweiß, Schwellungen, Fieber, Übelkeit, Hautveränderungen oder Gewichtsverlust, können auch andere Gründe dahinterstecken. Diese Symptome gelten nämlich als untypisch für Wachstumsschmerzen. Um andere Erkrankungen wie Rheuma oder eine bakterielle Entzündung auszuschließen, sollten Eltern daher spätestens nach einer oder zwei Wochen mit dem Kind zum Arzt gehen.

Die genaue Ursache für Wachstumsschmerzen ist derzeit noch unklar. Bis zu einem Drittel der Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren ist laut BVKJ davon betroffen (www.kinderaerzte-im-netz.de).

Wachstumsschmerzen

Mein Kindergartenkind klagt nachts oft über Beinschmerzen. Können das Wachstumsschmerzen sein?

Das ist gut möglich. Die stumpfen Schmerzen, die man Wachstumsschmerzen nennt, treten häufig bei Kindern zwischen drei und fünf Jahren und dann noch einmal zwischen acht und 12 Jahren auf.
Meistens spüren Kinder Wachstumsschmerzen in den Beinen, besonders in den vorderen Oberschenkeln, in den Kniekehlen und in den Waden. Sie machen sich oft in den frühen Abendstunden und den ersten Stunden des Schlafs unangenehm bemerkbar.
Der Name Wachstumsschmerzen führt allerdings in die Irre. Es gibt keinen Beweis dafür, dass diese Schmerzen durch wachsende Knochen hervorgerufen werden. Auch Experten kennen die wahre Ursache dieser Schmerzen nicht, es scheint allerdings, dass sie häufiger auftreten, wenn Ihr Kind einen besonders aktiven Tag hatte. Das heißt aber nicht, dass Ihr Kind irgendetwas falsch macht oder passiver werden muss!
Auch komplett gesunde Kinder haben Wachstumsschmerzen. 25 bis 40 Prozent aller Kinder verspüren diesen Schmerz irgendwann in ihrer Kindheit. Wissenschaftler der Universität von Süd-Australien wollen jetzt herausgefunden haben, dass Kinder, die Wachstumsschmerzen haben, im Schnitt 5% schwerer sind als Kinder, die keine Wachstumsschmerzen erleiden.

Woher weiß ich, dass es Wachstumsschmerzen sind und nicht etwas anderes?

Das ist schwer zu unterscheiden. Tatsächlich wird manchmal vermutet, dass ein Kind Wachstumsschmerzen hat, wenn in Wahrheit ein ernsteres Gesundheitsproblem die Ursache dafür ist. Sprechen Sie also auf jeden Fall mit dem Kinderarzt, wenn Ihr Kind unter unerklärlichen Schmerzen leidet. Dieser wird eine Ausschlussdiagnose machen, um sicherzugehen, dass nichts anderes die Schmerzen verursacht. Schmerz in Armen oder Beinen kann auch ein Hinweis auf eine Infektion, eine Fraktur, einen Tumor, Leukämie, Kinder-Arthritis oder andere Gelenkprobleme sein.

Einige Symptome können bei der richtigen Diagnose helfen: Wachstumsschmerzen dauern allgemein nur zwischen 10 und 15 Minuten und betreffen beide Seiten des Körpers gleichermaßen – wenn auch nicht zwingend gleichzeitig. Der Schmerz wird tief im Muskel verspürt, nicht in den Gelenken.
Wachstumsscherzen verursachen kein Fieber, Schüttelfrost, Rötungen, Schwellungen, Hinken oder Gelenkschmerzen.
Die folgenden Symptome verweisen darauf, dass es sich nicht um Wachstumsschmerzen handelt:

  • Ihr Kindergartenkind hat Schmerzen an einer bestimmten Stelle, die so stark sind, dass es davon aufwacht (Ihr Arzt sollte dann eine Röntgenuntersuchung veranlassen, um Knochenentzündungen oder Tumore auszuschließen).
  • Ihr Kind hat Schmerzen und Fieber und es gibt keinen anderen ersichtlichen Grund dafür, wie etwa Grippesymptome oder eine Erkältung. (Durch eine Blutuntersuchung kann eine Infektion erkannt werden.)
  • Der Schmerz sitzt im Gelenk und Ihr Kind hat Probleme beim Bewegen, das Gelenk ist außerdem gerötet oder geschwollen. (Der Kinderarzt wird dann speziell dieses Gelenk untersuchen.)
  • Ihr Kind hat starke Schmerzen in einem Knie, einem Schenkel oder einer Seite der Hüfte. (Ein Röntgenbild kann dann hilfreich sein, um mögliche Brüche zu erkennen.)
  • Der Schmerz hält auch während des Tages an (Suchen Sie auch dann Ihren Arzt auf).

Wie kann ich die Wachstumsschmerzen meines Kindes behandeln?

Sie können Wachstumsschmerzen nicht verhindern, aber Sie können Ihrem Kind mit einem Wärme-Pad, einer Wärmeflasche, Massagen und der richtigen Dosis Ibuprofen helfen (geben Sie Ihrem Kind kein Aspirin, da das zum Reye-Syndrom führen kann, einer seltenen, aber potenziell tödlichen Krankheit).
Und denken Sie daran: Wenn Ihr Kind starke Schmerzen hat, gehen Sie zum Arzt, um ernsthafte Erkrankungen auszuschließen.

Typische Wachstumsschmerzen-Symptome

Bei Wachstumsschmerzen ist das wichtigste Symptom ein ziehender, oft großflächiger Schmerz in den Gliedmaßen, insbesondere in den Beinen.

10 typische Merkmale von Wachstumsschmerzen:

  1. Wachstumsschmerzen treten in der Regel am späten Nachmittag, am Abend und in der Nacht auf – besonders, wenn sich das Kind tagsüber viel bewegt hat.
  2. Wachstumsschmerzen treten nur vorübergehend auf und sind von schmerzfreien Phasen unterbrochen.
  3. Es gibt keine äußere Ursache, wie zum Beispiel eine Verletzung nach einem Sturz.
  4. Häufig leiden die Kinder erstmals im Vorschulalter unter den Schmerzen.
  5. Viele Kinder sind nicht in der Lage, genau zu bestimmen, wo der Schmerz herkommt.
  6. Der Schmerz ist immer beidseitig – wechselt aber unter Umständen zwischen dem rechten und dem linken Bein.
  7. Der Schmerz tritt fast nie tagsüber oder bei Belastung auf.
  8. Am Morgen sind die Schmerzen spurlos verschwunden.
  9. Das Kind kann die schmerzenden Gliedmaßen frei bewegen und humpelt nicht.
  10. Eine Untersuchung beim Kinderarzt liefert keine Hinweise auf eine körperliche Erkrankung.

Da bestimmte Erkrankungen zu ähnlichen Beschwerden führen können, ist es wichtig, die harmlosen Wachstumsschmerzen sorgfältig von Schmerzen mit einer körperlichen Ursache abzugrenzen. Insbesondere, wenn untypische Beschwerden auftreten, ist es immer ratsam, einen Kinderarzt zurate zu ziehen.

Wann sollte ich den Kinderarzt aufsuchen?

  • Das Kind hat anhaltende oder zunehmend starke Schmerzen.
  • Die Schmerzen sind auf eine Körperseite beschränkt.
  • Das Kind hat Schmerzen in den Gelenken.
  • Die Schmerzen dauern bis zum Morgen an.
  • Die schmerzenden Gliedmaßen sind geschwollen oder gerötet.
  • Die Beweglichkeit ist eingeschränkt oder das Kind humpelt.
  • Das Kind hat Fieber, leidet unter Appetitmangel oder verliert Gewicht.

Wachstumsschmerzen sind grundsätzlich harmlos und verschwinden bei älteren Kindern von alleine. Allerdings gibt es einige körperliche Erkrankungen, die zu ganz ähnlichen Symptomen führen können.

Wie kann ich die Wachstumsschmerzen meines Kindes lindern?

Massage: Viele Kinder empfinden es als angenehm, wenn ihre Eltern die schmerzenden Beine sanft reiben oder massieren.

Wärme oder Kälte: Auch eine Wärmflasche kann bei Wachstumsschmerzen gute Dienste leisten. Allerdings unterscheiden sich die Vorlieben der kleinen Patienten stark: Während das eine Kind nach einer Wärmflasche verlangt, möchte das andere die schmerzenden Beine lieber mit einem Cool-Pack kühlen.

Dehnübungen: Das Kind sollte dazu die Oberschenkel- und die Wadenmuskulatur beider Beine einige Male hintereinander im Wechsel für ungefähr 20 Sekunden dehnen und dann wieder entspannen.

Schmerzmittel für die Nacht: Bei starken Schmerzen kann es mitunter sinnvoll sein, dem Kind ein leichtes Schmerzmittel zu verabreichen, damit es in der Nacht Ruhe findet und nicht ständig aus dem Schlaf gerissen wird. In der Regel kommt es nach der Einnahme zu einer raschen Linderung der Beschwerden. Ihr Kinderarzt kann Sie beraten, welches Medikament Sie Ihrem Kind bedenkenlos verabreichen können. Kindergesundheit Leidet mein Kind unter Wachstumsschmerzen?

Ursache von Wachstumsschmerzen: Woher kommt der Schmerz?

Bei Wachstumsschmerzen ist die Ursache bis heute nicht eindeutig geklärt, obwohl die Beschwerden besonders bei Kindern im Vorschulalter sehr weit verbreitet sind. Lange Zeit galt das Wachstum als Ursache für die ziehenden Schmerzen in den Gliedmaßen. Und tatsächlich treten die Schmerzen vor allem in einem sehr wachstumsaktiven Bereich auf, nämlich in der Nähe der Wachstumsfugen von Schienbein und Oberschenkelknochen. Dennoch gilt bis heute als umstritten, ob die Schmerzen tatsächlich direkt mit dem Wachstum in Zusammenhang stehen.

Zwar lässt sich bei Wachstumsschmerzen die Frage nach den Ursachen nicht eindeutig beantworten, dennoch gibt es verschiedene Vermutungen, warum es bei Kindern einer bestimmten Altersgruppe so häufig zu diesen Beschwerden kommt.

Ärzte diskutieren verschiedene Wachstumsschmerzen-Ursachen:

  • Überdehnung der Knochenhaut bei schnellem Wachstum
  • verringerte Knochenfestigkeit
  • Überbeweglichkeit der Gelenke
  • übermäßige Belastung von Muskeln und Knochen bei starkem Bewegungsdrang
  • emotionale Belastungen
  • Darüber hinaus gelten auch erbliche Faktoren bei Wachstumsschmerzen als wichtige Ursache: Über 70 Prozent der betroffenen Kinder haben Geschwister oder Eltern, die ebenfalls an Wachstumsschmerzen gelitten haben.

Das sagt die Kinderärztin Dr. Nadine McGowan

„Mitten in der Nacht wird das Kind wach – und zwar vor Schmerz. „Irgendwo in den Beinen“ tut es schrecklich weh. Vor allem bei Kindern im Vor- und Grundschulalter sind diese Schmerzen zu beobachten, seltener aber auch schon bei Kleinkindern zwischen zwei und drei Jahren. Kinderärzte sprechen bei diesen Symptomen von Wachstumsschmerzen. Schuld daran sind Wachstumshormone, die vor allem in der Nacht ausgeschüttet werden. Die plötzliche Beschleunigung des Wachstums verursacht eine Art Spannungsschmerz an der Knochenhaut der Beine, der nicht genau lokalisiert werden kann. Nach wenigen Minuten hört der Schmerz von allein wieder auf. Kommt es jedoch wiederholt zu länger andauernden Schmerzen, sollten Sie Ihren Kinderarzt kontaktieren. Im Zweifel kann ein Röntgenbild oder Ultraschall andere Ursachen ausschließen.“

Diagnose von Wachstumsschmerzen

Bei anhaltenden Beschwerden ist es wichtig, dass der Kinderarzt das Kind gründlich untersucht. Da es keinen Test gibt, mit dem sich Wachstumsschmerzen direkt nachweisen lassen, ist die Diagnose immer eine Ausschlussdiagnose. Das bedeutet, dass der Arzt andere körperliche Erkrankungen ausschließen muss, um bei Wachstumsschmerzen eine sichere Diagnose zu stellen.

Häufig sind Kinder nicht in der Lage, die Schmerzen genau zu lokalisieren und zu beschreiben. Dennoch gibt es einige typische Eigenschaften, die es dem Arzt erlauben, Wachstumsschmerzen von krankheitsbedingten Schmerzen abzugrenzen. Dazu gehört zum Beispiel, dass die Schmerzen fast ausschließlich in der Nacht auftreten, am Tag verschwinden und grundsätzlich beide Körperseiten betreffen. Außerdem treten sie selten bei sehr kleinen oder älteren Kindern auf. Um bei Wachstumsschmerzen die Diagnose abzusichern, werden die schmerzenden Gliedmaßen gründlich auf Anzeichen einer Verletzung oder einer Entzündung sowie auf eine eingeschränkte Beweglichkeit untersucht. Auch ein Bluttest kann unter bestimmten Umständen notwendig sein, um eine Entzündung und andere körperliche Erkrankungen auszuschließen. In manchen Fällen wird der Arzt auch zu einer Röntgen-Untersuchung raten, um bei Wachstumsschmerzen die Diagnose zu stellen.

Schwindel und Übelkeit bei Kindern

Ursachen: Wenn Kinder an Schwindel und Übelkeit leiden

Während der Wachstumsphase leiden Kinder häufig an Übelkeit und Schwindel. In der Regel sind die Ursachen harmlos. Sie hängen mit der Veränderung des Körpers in der Pubertät Deiner Kinder zusammen. Als Vater bist Du bemüht, Deinem Sohn oder Deiner Tochter diese Zeit so angenehm wie möglich zu gestalten. Auch, wenn Beschwerden wie Schwindel und Übelkeit meist normal sind, ist es sicherer, Dein Kind dem Haus- oder Kinderarzt vorzustellen.

Krankheitsgefühl © Alex F – Fotolia.com

Normale Kreislaufschwäche während der Pubertät

Dein Kind erlebt hin und wieder einen Wachstumsschub. Das schnelle Wachsen führt dazu, dass Kinder sehr dünn sind und über einen niedrigen Blutdruck klagen. Dies stellt die Blutversorgung des Körpers nicht durchgehend sicher. Möglicherweise kommt es zu einer Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff. Die Folgen für Deine Kinder sind Übelkeit, Schwindel, Kollaps oder eine kurze Ohnmacht.

Die periphere Kreislaufschwäche bei Jugendlichen in Zusammenhang mit niedrigem Blutdruck äußert sich neben Schwindel und Übelkeit durch Symptome wie:

  • Müdigkeit,
  • Antriebslosigkeit,
  • Blässe,
  • Konzentrationsschwierigkeiten,
  • Kältegefühl,
  • Taubheitsgefühle und Kribbeln in Händen und Füßen sowie
  • Wetterfühligkeit.

Durch das Versacken des Blutes in den Beinen entsteht beim Aufstehen oder bei körperlicher Anstrengung ein Schwindelgefühl mit Flimmern vor den Augen und gegebenenfalls Übelkeit. Schlimmstenfalls kommt es zu einer Ohnmacht. Passiert dies Deinem Kind, bewahre Ruhe. In der Regel ist es nach wenigen Sekunden bereits wieder ansprechbar. Empfehle Deinem Sohn oder Deiner Tochter, nach der Ohnmacht liegen zu bleiben. Hebe die Beine um 30 Zentimeter an. Das hilft gegen das in den Beinen versackte Blut. Etwa 20 Prozent der Kinder sind von Kreislaufproblemen und Hypotonie betroffen.

Das Buch für den Papa: Einfach Vater werden!

Um den Kreislauf anzuregen und den Blutdruck zu erhöhen, ist vor allem ausreichendes Trinken wichtig. Der Genuss einer Tasse schwarzen Tee am Morgen, regt den Kreislauf ebenfalls an. Zeigen Hausmittel und viel Bewegung an der frischen Luft keine Wirkung oder treten Ohnmachten häufiger auf, sucht gemeinsam einen Arzt auf.

Schwindel und Übelkeit als Anzeichen für Migräne

In 50 Prozent der Fälle deuten Schwindel und Übelkeit bei Kindern, die mit Kopfschmerzen einhergehen, auf eine Migräne hin. Der Nachwuchs vermag in jungem Alter Schmerzempfindungen nicht richtig einzuschätzen. Schwindelgefühle und Übelkeit machen sich meist deutlicher bemerkbar. Im Jahr 1994 führte die Arbeitsgruppe um Pothmann in Deutschland eine Studie mit 5.000 Schulkindern durch. Sie ergab, dass 52 Prozent der Schüler unter Kopfschmerzen vom Spannungstyp und zwölf Prozent an Migräne leiden.

Eine solche kündigt sich in der Regel einige Stunden oder Tage durch erhöhte Reizbarkeit, Euphorie oder Stimmungs-Schwankungen an. Hinzu kommen Probleme mit der Verdauung und entweder Appetitlosigkeit oder Heißhunger-Attacken. Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben sind ebenfalls nicht ungewöhnlich.

Dieser Vorphase folgt bei zehn bis 30 Prozent der Betroffenen eine Auraphase, in der vorübergehende neurologische Störungen auftreten. Häufig treten neben optischen Phänomenen wie Lichtblitze, veränderte Farbwahrnehmungen Sprachstörungen oder Missempfindungen auf. In der Hauptphase der Migräne begleiten sie starke Kopfschmerzen Erbrechen, Übelkeit und Schwindel. Kinder erleben anders als Erwachsene die Schmerzen nicht nur in einer Kopfhälfte, sondern in beiden. Ahnst Du, dass Dein Kind an Migräne leidet, gehst Du mit ihm zum Arzt. Dieser stellt eine Diagnose und verschreibt die passenden Schmerzmittel zur medikamentösen Behandlung der Krankheit.

Weitere Ursachen für Schwindel und Übelkeit bei Kindern

Häufig treten Schwindel und Übelkeit als Begleit-Erscheinungen von Krankheiten auf, die den Kreislauf beeinträchtigen. Dazu gehören bei Kindern beispielsweise Grippe oder Durchfall. In diesen Formen sind sie harmlos und gehen mit Ende der Erkrankung vorüber. Achte darauf, dass Deine Kinder ausreichend trinken und sich im Bett liegend schonen.

Nach einer Verletzung tritt möglicherweise Schwindel bei Deinem Kind auf. Bei leichten Blessuren stellt er eine Reaktion des Schrecks dar. Bei solchen mit Blutverlust ist der Schwindel eine Folge dessen. Treten Schwindel und Übelkeit bei Kindern nach einer Kopfverletzung oder einem Sturz gemeinsam auf, ist dies ein Hinweis auf eine Gehirn-Erschütterung. Gehe im Verdachtsfall mit Deinem Kind zum Arzt. Übelkeit und Schwindel nach einem Insektenstich oder dem Verzehr bestimmter Lebensmittel deutet auf eine Allergie hin. Zusätzlich treten Hautrötungen, Juckreiz, Schwellungen der Haut und Atemnot auf. Ist dies der Fall, handelt es sich um einen anaphylaktischen Schock. Rufe umgehend den Notarzt oder verabreiche Notfallmedikamente, falls diese vorhanden sind.

Häufig treten Übelkeit und Schwindel bei längeren Auto-, Zug- oder Busfahrten, im Flugzeug oder auf See auf. Dabei handelt es sich um eine typische Reisekrankheit. Lege Dein Kind hin und lagere den Kopf flach. Leidet es öfter darunter, besuche mit ihm im Voraus den Kinderarzt. Er verschreibt Deinem Sprössling ein Medikament gegen die Übelkeit, damit Eure Reise stressfrei vonstattengeht.

In den meisten Fällen sind Schwindel und Übelkeit harmlos. Treten neben diesen Beschwerden nach und nach zunehmende Kopfschmerzen, Erbrechen am Morgen, erhöhte Reizbarkeit, Leistungsabfall und Ungeschicklichkeit über einen längeren Zeitraum hinweg auf, steht ein Besuch beim Kinderarzt an. Allergische Reaktionen und schlimmere Verletzungen bedürfen ebenfalls einer ärztlichen Untersuchung und Behandlung.

Schwindel und Übelkeit sind meist Begleit-Erscheinungen

Für Schwindel und Übelkeit bei Kindern kommen verschiedene Ursachen infrage. Während der Pubertät führst Du diese Beschwerden auf eine Kreislaufschwäche sowie einen niedrigen Blutdruck zurück. Ursache dafür sind die Veränderungen des Körpers in der Wachstumsphase. Kinder, die schnell wachsen, besitzen ein geringes Körpergewicht, das diese Erscheinungen begünstigt. Bei zu schnellem Aufstehen oder körperlicher Anstrengung versackt das Blut in den Beinen. Schlimmstenfalls kommt es zu einer Ohnmacht. Die Beschwerden gehen vorüber.

Weiterhin weisen Schwindel und Übelkeit auf eine Migräne hin, die sich bereits im Kindesalter entwickelt. Diese bedarf einer medikamentösen Behandlung. Als begleitende Erscheinungen von anderen den Kreislauf schwächenden Krankheiten wie Grippe, Durchfall oder der Reisekrankheit treten die Beschwerden ebenfalls auf.

Bei allergischen Reaktionen auf Insektenstiche oder Lebensmittel stellen sich Übelkeit und Schwindel ebenso ein, wie bei Verletzungen mit einem hohen Blutverlust oder Gehirn-Erschütterungen. Dein Kind benötigt in diesen Fällen dringend eine ärztliche Behandlung. In der Regel sind Schwindel und Übelkeit harmlos für Deinen Sprössling. Treten die Beschwerden über einen längeren Zeitraum hinweg auf, kläre sie mit dem Kinderarzt ab.

Wachstumsschmerzen bei Kindern: Das sind die Symptome

Wenn Kinder nachts aufwachen und über schmerzende Gelenke klagen, kann es sich um Wachstumsschmerzen handeln. Länger anhaltende Gelenkschmerzen sollte allerdings ein Arzt untersuchen, um harmlosen Schmerzen von ernsten Krankheiten des Skelettsystems zu unterscheiden. Worauf Eltern achten müssen.

Etwa 30 Prozent aller Vorschul- und Schulkinder leiden laut Schätzungen an sogenannten Wachstumsschmerzen. Betroffen sind Kinder in den Wachstumsphasen – zwischen dem vierten bis sechsten und dem zehnten bis 16. Lebensjahr. Die Schmerzen treten oft zwei- bis dreimal im Jahr während einiger Wochen auf. Von Wachstumsschmerzen können Sie ausgehen, wenn Ihr Kind über Schmerzen in den Beinen zur abendlichen Zubettgehzeit oder auch mitten in der Nacht klagt.

Die Schmerzen treten vor allem in den Muskeln und Gliedmaßen auf, meistens in den Beinen, aber auch in den Knien, Füßen, Armen, Waden und Schienbeinen. Besonders während der Ruhephase machen sich diese Schmerzen bemerkbar, deshalb treten diese Schmerzen auch am häufigsten abends und nachts auf. Ab und zu können auch akute Muskelkrämpfe vorkommen.

Diese Anzeichen sind typisch für Wachstumsschmerzen

  • Die Schmerzen treten abends oder nachts auf, häufig nach ausgiebiger Bewegung am Tag. Sie werden als ziehend oder brennend beschrieben.

  • Während der körperlichen Belastung selbst hat Ihr Kind keine Beschwerden.

  • Der Schmerz ist nicht exakt lokalisierbar, betrifft hauptsächlich die Waden, Kniekehlen, Schienbeine oder Vorderseiten der Oberschenkel in beiden Beinen gleichzeitig. Gelenke sind eher nicht betroffen.

  • Der Schmerz wandert oder wechselt die Seiten.

  • Die Schmerzdauer schwankt zwischen wenigen Minuten und einer Stunde.

  • Am nächsten Morgen ist Ihr Kind beschwerdefrei.

Unerforscht aber harmlos

Die Ursache der Schmerzen ist bis heute unerforscht. Doch die Schmerzen sind zum Glück meistens harmlos. Als Auslöser wird eine Dehnung von Sehnen und Bändern vermutet, die nicht so schnell mitwachsen, wenn sich die Knochen während der nächtlichen Mini-Wachstumsschübe bis zu 0,2 Millimeter pro Tag ausdehnen.

Es könnte ebenso sein, dass die Knochenhaut unter Spannung gerät, wenn ein Kind wächst. Möglich wäre auch, dass die Knochen beim Wachsen ermüden.

Der Begriff Wachstumsschmerzen ist daher eigentlich falsch gewählt, da das Wachsen an sich nicht weh tut. Was schmerzt, sind die Muskeln und Gliedmaßen.

Doch bei den Schmerzphänomen finden sich keinerlei Veränderungen an den Knochen oder Gelenken in Labortests. Mediziner gehen mittlerweile davon aus, dass die Schmerzen nicht unbedingt vom Prozess des Wachsens hervorgerufen werden, sondern dass sie von einer Überlastung der noch nicht voll entwickelten Muskulatur verursacht werden beziehungsweise einer Kombination aus Wachsen und Überlastung. Deshalb sollte gerade bei sportlich sehr ehrgeizigen Kindern und Jugendlichen darauf geachtet werden, ob die Schmerzen in einer stark trainingsintensiven Zeit auftauchen.

Schmerzen nicht ignorieren

Nehmen Sie Ihr Kind ernst! Meistens sind die Schmerzen real und rühren nicht daher, dass das Kind keine Lust hat zu laufen oder am nächsten Tag in die Schule zu gehen. Wichtig ist, diese harmlosen, wenn auch störenden Schmerzen von gefährlichen Krankheiten des Skelettsystems, wie beispielsweise Knochenentzündungen, rheumatischen Erkrankungen oder gar Knochenkrebs zu unterscheiden. Diese ernsten Erkrankungen im Skelettbereich müssen unverzüglich erkannt und behandelt werden. Deshalb sind Wachstumsschmerzen eine sogenannte „Ausschlussdiagnose“.

Das heißt, dass zuerst andere, ernste Ursachen für die Schmerzen ausgeschlossen werden müssen. Sollten die Beschwerden nach zwei Wochen nicht verschwinden, sollten Sie deshalb unbedingt zum Arzt gehen. Auch, wenn der Schmerz nur an einer Stelle auftaucht und nicht „wandert“ oder Ihr Kind dauerhaft ein Bein nicht belasten kann oder sichtbare oder schmerzhafte örtliche Veränderungen wie Schwellungen und Rötungen zu sehen sind, ist das natürlich ein Grund, unverzüglich den Arzt aufzusuchen.

Bei diesen Symptomen sollte das Kind zum Arzt:

  • Wenn Ihr Kind nicht auftreten kann.

  • Wenn es einen Bluterguss hat, der nicht weggeht.

  • Wenn Ihr Kind über Schmerzen klagt, wenn sein Bein passiv bewegt wird.

  • Wenn ein Gelenk heiß und/oder geschwollen ist.

  • Wenn am Körper Rötungen oder Schwellungen auftauchen.

  • Wenn Ihr Kind dauerhaft über Schmerzen nur an einer bestimmten Stelle klagt.

  • Wenn Ihr Kind im Bein nichts mehr spürt (auch wenn Sie es beispielsweise piksen).

  • Wenn Ihr Kind Fieber hat und/oder über starke Kopfschmerzen klagt.

Wie kann ich meinem Kind bei Wachstumsschmerzen helfen?

Wenn sich die Schmerzen als harmlose Wachstumsschmerzen herausgestellt haben, können Sie die Schmerzen nur lindern. Geben Sie Ihrem Kind viel Zuwendung und beruhigen Sie es. Eine Wärmflasche auf der schmerzenden Stelle oder ein warmes Bad kann gegen die Schmerzen helfen. Reiben Sie die Gelenke mit einem Öl ein (beispielsweise Johanniskrautöl oder eine Sportsalbe) und lesen Sie Ihrem Kind vielleicht etwas vor, wenn es Ihre Nähe braucht.

Sind die Schmerzen sehr stark, kann der Arzt in seltenen Fällen auch ein Schmerzmitteel verordnen.

Sie finden uns auch auf Facebook – jetzt Fan unserer „Eltern-Welt“ werden und mitdiskutieren!

  • Formeln zur Größenberechnung: Unsere Jugend wächst – Wie groß wird mein Kind einmal?
  • Hüftschnupfen: Grippaler Infekt kann bei Kindern Auslöser sein
  • Reizdarm, Blinddarm, Schulstress?: Was hinter Bauchschmerzen bei Kindern stecken kann

Wachstumsschmerzen bei Kindern treten oft ganz plötzlich mitten in der Nacht auf und können geradezu quälend sein, so dass sich viele Eltern nicht anders zu helfen wissen, als ihrem Kind ein Schmerzmittel zu verabreichen. Wenn auch dein Nachwuchs unter wachstumsbedingten Schmerzen leidet, lohnt es sich, einige alternative Methoden auszuprobieren, um die Symptome zu lindern – ohne die möglichen Nebenwirkungen pharmazeutischer Produkte.

Was sind Wachstumsschmerzen?

Wachstumsschmerzen sind keine medizinische Diagnose. Vielmehr bezeichnen sie unspezifische, häufig abends oder nachts auftretende Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen, die nach Ausschluss anderer Ursachen, als Begleiterscheinung des Wachstums gewertet werden. Am häufigsten sind die Beine betroffen, aber auch in den Armen können Wachstumsschmerzen auftreten.

Wichtig: In seltenen Fällen deuten vergleichbare Symptome auf eine ernsthafte Erkrankung hin. Deshalb empfiehlt es sich, im Zweifel bzw. bei über einen längeren Zeitraum anhaltenden Schmerzen den Kinderarzt hinzuzuziehen, um andere Ursachen auszuschließen.

Zuwendung und Ablenkung können schon helfen

Wenn dein Kind nachts wach wird und über schmerzende Beine oder Arme klagt, können schon ein wenig zusätzliche Aufmerksamkeit und Ablenkung helfen. Ein bisschen zu kuscheln und sich leise im Dunkeln zu unterhalten oder auch ein Buch anzuschauen – all das lenkt ab und kann die Schmerzen in den Hintergrund treten lassen, bis sie wieder abklingen.

Massagen und Dehnungsübungen gegen Wachstumsschmerzen

Schmerzen führen häufig zu Verspannungen in der betroffenen Körperregion. Eine sanfte Massage kann helfen, die Verkrampfungen zu lösen. Fahre dazu mit kreisenden Bewegungen und leichtem Druck über die schmerzenden Stellen. Unterstützend kannst du ein paar Tropfen wärmendes Massageöl, Johanniskrautöl oder ein wenig Arnikasalbe (in der Apotheke oder online erhältlich) auf die Hände geben.

Tipp: Um den nächtlichen Schmerzen vorzubeugen, könnt ihr außerdem vor dem Schlafengehen ein paar einfache Dehnungsübungen durchführen, vor allem für die Waden- und Oberschenkelmuskulatur.

Sowohl Wärme als auch Kälte verschaffen Linderung

Jedes Kind ist anders: Während vielen Kindern eine wärmende Auflage Linderung verschafft, reagieren andere besser auf Kälte. Kalt-Warm-Kompressen mit einer Gelfüllung können sowohl für warme als auch für kalte Auflagen verwendet werden.

Feuchte Wickel, wie sie bei der natürlichen Behandlung von Fieber angewendet werden, helfen auch bei Wachstumsschmerzen. Für wärmende Auflagen haben sich Körnerkissen, zum Beispiel Kirschkernkissen, die du leicht selbst nähen kannst, bewährt.

Kennst du weitere Mittel und Methoden aus der Naturheilkunde, die bei Wachstumsschmerzen Linderung verschaffen? Dann hinterlasse uns einen Kommentar!

Diese Themen könnten dich auch interessieren:

  • Auweh-Stift für Kinder – Erste Hilfe bei kleinen Verletzungen
  • 8 nachhaltige Alternativen für ABC-Schützen
  • Viel besser als das Original: Milchschnitte selber machen
  • Die besten Gerichte zum Vorkochen: Meal-Prep – wenn’s schnell gehen soll

Wachstumsschmerzen bei Kindern

Typische Symptome von Wachstumsschmerzen bei Kindern

  • Wachstumsschmerzen treten üblicherweise bei Kindern zwischen dem Kleinkindalter und der Pubertät auf.
  • In der Regel treten die Beschwerden in der Nacht auf. Häufig sind Beschwerden nach ausgiebiger Bewegung zu beobachten. Die Schmerzen treten jedoch nicht während der körperlichen Belastung auf.
  • In der Regel können Kinder die Schmerzen nicht gezielt lokalisieren. Die Beschwerden sind aber vor allem im Bereich der langen Röhrenknochen (Ober- und Unterschenkel) zu spüren. Selten treten Gelenkbeschwerden auf.
  • Insbesondere zwischen Knie und Knöchel sind Beschwerden zu beobachten. Selten treten sie in den Oberschenkeln und noch seltener in den Händen auf.
  • Die Schmerzen beschränken sich nicht auf ein Bein, sondern können wandern und die Seiten wechseln.
  • Durch Schmerzmittel wie Paracetamol lassen sich die Schmerzen lindern.
  • Die Dauer der Schmerzen liegt zwischen einigen Minuten und einer Stunden. Am nächsten Morgen sind die Schmerzen verschwunden.
  • Typisch für Wachstumsschmerzen ist auch, dass lange Pausen zwischen den Beschwerden vergehen können. Die Pausen können mehrere Wochen oder gar Jahre andauern.

Ursachen für Wachstumsschmerzen bei Kindern

Die Ursachen von Wachstumsschmerzen sind bislang ungeklärt. In der Regel sind die Schmerzen jedoch harmlos. Als eine mögliche Ursache wird die Dehnung von Bändern und Sehnen diskutiert. In der Nacht sollen sich die Knochen in sehr kleinen Wachstumsschüben ausdehnen, während die Sehnen und Bänder diesen Schub nicht mitmachen.

Zudem werden die Knochen von einer mit Nerven durchsetzten, sensiblen Knochenhaut umhüllt. Hier könnte durch das Wachsen der langen Röhrenknochen ein Dehnungsschmerz entstehen. Das Schmerzphänomen tritt vornehmlich nachts auf und in der Nacht werden auch vermehrt Wachstumshormone ausgeschüttet.

Ein Zusammenhang zwischen Wachstumshormonen und dem Auftreten der Wachstumsschmerzen wird diskutiert. Bei Untersuchungen lassen sich keine krankhaften Veränderungen an Gelenken und Knochen feststellen. Möglicherweise treten die Schmerzen im Knochenbereich auch auf, weil die noch nicht voll entwickelte Muskulatur überfordert ist.

Da die Schmerzen häufig in Zusammenhang mit körperlicher Belastung beobachtet werden, sollten Eltern darauf achten, dass vor allem sportlich ehrgeizige Kinder moderat trainieren. Auch wenn die Ursachen für Wachstumsschmerzen bei Kindern nicht vollständig geklärt sind, die Schmerzen sind real. Nehmen Sie Ihr Kind ernst und schenken Sie Ihm liebevolle Zuwendung. Die Schmerzen werden nicht erfunden, um etwa nicht laufen oder in die Schule zu müssen.

So schnell wachsen Kinder

Manchmal kommt es Eltern so vor, als würde ihr Kind über Nacht einen Riesensprung machen. Dann wieder scheint es so, als würde sich die Größe des Kindes gar nicht verändern. Wie viele Zentimeter Kinder im Durchschnitt wachsen, zeigt die folgende Übersicht.

  • Im ersten Lebensjahr wachsen Babys etwa 25 cm. Nach dem ersten Lebensjahr wächst das Kind deutlich weniger.
  • Im Grundschulalter wachsen Kinder im Schnitt etwa 4 cm pro Jahr.
  • In der Pubertät gewinnen Jungen etwa 13 cm pro Jahr hinzu.
  • Mädchen wachsen in der Pubertät etwa 7 cm pro Jahr.

Andere mögliche Ursachen von Knochenschmerzen

Nicht alle Schmerzen der Knochen sind tatsächlich auch Wachstumsschmerzen. Wichtig ist, dass Eltern abklären lassen, ob die Beschwerden andere Ursachen haben. Sollten die Schmerzen auch nach zwei bis drei Wochen immer noch anhalten und treffen die typischen Symptome für Wachstumsschmerzen bei Ihrem Kind nicht zu, dann sollte unbedingt kinderärztlicher Rat eingeholt werden.

Bereits bei Kindern im Vorschul- und Schulalter können ernste Erkrankungen im Skelettbereich vorliegen. Die Ursache muss unbedingt geklärt werden, damit dem Kind angemessen geholfen werden kann. Andere, viel seltenere, aber mögliche Ursachen für Schmerzen im Skelettbereich können bei Kindern Leukämien, Knochentumore, Borreliose, kindliches Rheuma, Coxitis fugax und Knochenbrüche sein.

Wenn das Kind nicht schlafen kann

Ihr Kind kann nicht schlafen und es steht fest, dass Wachstumsschmerzen die Ursache der nächtlichen Störungen sind? Bleiben Sie Ihrem Kind zuliebe entspannt und reden Sie ihm gut zu. Das Kind braucht jetzt viel Zuwendung von Mama und Papa, liebe Worte und Ihren Beistand. Viele Kinder lassen sich trotz der Schmerzen durch gutes Zureden beruhigen und schlafen dann auch schnell wieder ein.

Wachstumsschmerzen bei Kindern können auch durch eine sanfte Massage mit einem Körperöl oder einer Bodylotion behandelt werden. Manche Kinder finden es angenehm, wenn der schmerzende Bereich mithilfe eines Coldpacks gekühlt wird. Andere Kinder profitieren mehr von Wärme. Eltern sollten gemeinsam mit dem Kind ausprobieren, was die Beschwerden lindert.

Findet ein Kind gar nicht in den Schlaf oder wacht es immer wieder auf und lässt sich gar nicht beruhigen, können Eltern ausnahmsweise auch mal Schmerzmittel geben. In Absprache mit dem Arzt können dann Saft oder Zäpfchen wie Paracetamol oder Ibuprofen gegeben werden. Daneben können auch homöopathische Mittel gegen dieses Schmerzphänomen sehr wirksam sein. Sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt oder Heilpraktiker über geeignete homöopathische Mittel.

Darauf ist bei Wachstumsschmerzen zu achten

  • Kinder zwischen dem Vorschulalter und der Pubertät sind betroffen.
  • Die Ursachen für Wachstumsschmerzen sind bislang ungeklärt.
  • Halten die Schmerzen lange an oder zeigt sich ein für Wachstumsschmerzen untypisches Schmerzbild, sollte unbedingt der Kinderarzt aufgesucht werden.
  • Wachstumsschmerzen treten gehäuft in der Nacht und nach körperlicher Belastung auf.
  • Massagen, Wärme oder Kälte können helfen.
  • Wachstumsschmerzen gehen in der Regel schnell vorbei, liebevolle Zuwendung beruhigt das Kind.

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.