Kind gesetzlich versichern

Inhalte

Kinder in der PKV

Gibt es spezielle Tarife für Kinder und Jugendliche?

Für jedes privat krankenversicherte Kind müssen die Eltern eine eigene Versicherungsprämie bezahlen. Allerdings gibt es besondere Kinder- und Jugendtarife – sie sind deutlich günstiger als die normalen Tarife in der privaten Krankenversicherung. So ist für die jüngsten Familienmitglieder der private Krankenversicherungsschutz bereits für etwa 100 Euro im Monat zu haben.

Ein Grund dafür: Kinder sind sehr günstige Patienten – außer den Vorsorgeuntersuchungen verursachen sie kaum Kosten. Anders als Erwachsene müssen sie meist nicht zum Facharzt gehen oder regelmäßig Medikamente einnehmen.

Ein weiterer Grund für die günstigen Kinder- und Jugendtarife: Bis zum Alter von 21 Jahren bilden die privaten Krankenversicherer noch keine Altersrückstellungen. Erst bei Erwachsenen erheben sie Zuschläge, um die Beiträge im Alter konstant zu halten. Ein Teil dieser Rückstellungen geht beim Wechsel des Krankenversicherers dann verloren. Bei Kindern und Jugendlichen führt ein Anbieterwechsel dagegen nicht zu zusätzlichen Kosten.

Wie immer in der privaten Krankenversicherung richtet sich der konkrete Beitrag aber auch nach dem medizinischen Risiko, nach dem Eintrittsalter und dem Leistungsumfang des Tarifs. Die Gesundheitsprüfung entfällt allerdings, wenn ein Neugeborenes spätestens zwei Monate nach der Geburt – rückwirkend zum ersten Tag des Geburtsmonats – in der PKV der Eltern versichert wird. Allerdings muss der Vertrag des privat krankenversicherten Elternteils bereits seit drei Monaten bestehen. Die Pflege-Pflichtversicherung wird beitragsfrei vom Krankenversicherer geführt, sofern das Kind nicht über eigene Einkünfte verfügt.

Kinder müssen jedoch nicht zwangsläufig beim gleichen Anbieter versichert werden wie die Eltern. Es gibt auch Krankenversicherer, die Kinder alleine aufnehmen. Allerdings gilt dann unter Umständen eine Wartezeit bevor der Versicherungsschutz greift und die Versicherung verlangt eine Gesundheitsprüfung.

Außerdem gibt es für bestimmte Gruppen Vergünstigungen: So sind für privat versicherte Beamte die Zusatzkosten wegen der staatlichen Beihilfen deutlich geringer. Freiberufler und Unternehmer tragen die Prämie für ihre Kinder dagegen in voller Höhe selbst.

Privat versicherte Angestellte erhalten ebenfalls Unterstützung für die Ergänzungsversicherung ihrer Kinder: So bezieht der Zuschuss des Arbeitgebers zur Krankenversicherung auch das mitversicherte Kind ein. Der Arbeitgeber übernimmt dabei die Hälfte der Kosten für die private Krankenversicherung.

Allerdings nur bis zu einer Obergrenze: So ist der gesamte Zuschuss begrenzt auf den Höchstbeitrag des Arbeitgebers in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), derzeit sind das 351,66 Euro (Stand 2019). Was darüber hinausgeht, muss der Arbeitnehmer selbst aufbringen. Dabei ist es egal, ob die Kosten durch den eigenen Versicherungsvertrag oder den der Kinder entstehen.

Kinder bereichern eine Familie – können aber auch für viele Fragezeichen sorgen. Besonders, wenn es um Versicherungen geht.

Schließlich wollen Eltern nur das Beste für den eigenen Nachwuchs. Doch was lohnt sich mehr – die private oder gesetzliche Krankenversicherung fürs Kind?

Vor-und Nachteile der privaten und gesetzlichen Krankenversicherung

Grundsätzlich sollten Sie vor einer Entscheidung die Vor- und Nachteile jeder Versicherungsart abwägen. Dazu ist es ratsam zu wissen, welche unterschiedlichen Regelungen für die Krankenversicherung gelten. Am besten informieren Sie sich frühzeitig – denn je nachdem wie Sie und Ihr Partner versichert sind, gibt es einiges zu beachten.

Wenn beide Elternteile bereits privat krankenversichert sind, ist das Kind auch automatisch in der privaten Krankenversicherung. Eltern können dann Ihr Kind nicht gesetzlich versichern lassen. Sind beide Eltern dagegen gesetzlich krankenversichert, wird das Kind automatisch mit in die Familienversicherung aufgenommen.

Doch Vorsicht: Kinder dürfen nur bis zum 25. Lebensjahr in der Familienversicherung kostenlos mitversichert werden – solange sie noch eine Schul- oder Berufsausbildung absolviert. Zudem dürfen sie nicht über ein Monatsgehalt von 450 Euro verdienen – im Rahmen eines Mini-Jobs etwa. Ausnahme: Wer in den Semesterferien zwei Monate mehr arbeiten und Geld verdienen möchte, der darf das auch – und bleibt trotzdem weiter familienversichert.

Wenn Sie und Ihr Partner bei verschiedenen gesetzlichen Krankenkassen versichert sind, dann haben Sie freie Wahl. Ihr Kind kann in einer der beiden dann aufgenommen werden. Die kostenlose Familienversicherung können zudem auch Ehepartner nutzen. Allerdings nur, wenn ein Partner selbst bei keiner Versicherung und ebenfalls nur geringfügig beschäftigt ist.

Hier sind Versicherungen übrigens sehr streng: Wenn der kostenlos Mitversicherte nur ein paar Cent mehr verdient – zum Beispiel durch eine hauptberufliche selbstständige Tätigkeit – dann fällt er bereits aus der Familienversicherung.

Was sie über Krankenversicherungen unbedingt wissen sollten

Doch wer gesetzlich versichert ist, hat allerdings zudem die Möglichkeit, sein Kind ab der Geburt dennoch privat versichern zu lassen. Für einige Unternehmen ist das kein Problem – auch nicht, wenn beide Elternteile nicht bei ihnen versichert sind. Die einzige Bedingung ist eine Gesundheitsprüfung des Kindes.

Doch was ist, wenn ein Elternteil privat und der andere gesetzlich krankenversichert ist? Hier haben Sie die Qual der Wahl – das Kind darf gesetzlich oder privat versichert werden. Doch meist wird es bei demjenigen mitversichert, der am meisten verdient. Wenn dieser Elternteil dann noch privat krankenversichert ist und sein Einkommen die Jahresentgeltgrenze (2017: 57.600 Euro) überschreitet, sind Eltern dazu verpflichtet, ihre Kinder privat krankenversichern zu lassen. Allerdings gibt es ein Schlupfloch: Wenn Sie Ihr Kind nämlich unbedingt gesetzlich versichern wollen, müssen Sie eine Beitragsgebühr zahlen, die auch über der Beitragsgebühr für die private Kasse liegen kann. Aber im Zweifelsfall ist das trotzdem günstiger als die private Versicherung,

Wenn Sie sich dafür entscheiden und die Voraussetzungen erfüllen, haben Sie den Vorteil, dass sogar bei schwersten Erkrankungen oder Behinderungen Ihres Kindes die Krankenversicherung die Kosten deckt – sie verlangt weder Risikozuschläge noch Leistungsausschlüsse. Wenn also Ihr Kind krank werden sollte, hat es dieselben Rechte wie Sie. Wenn Sie also mit ihm zum Arzt gehen, sollten Sie diesem im Vorhinein sagen, dass Ihr Kind privat krankenversichert ist.

Wenn Sie allerdings gezwungen sind, Ihr krankes Kind zu betreuen und deswegen nicht arbeiten kann, bekomme ich von den meisten privaten Krankenkassen keinen Cent. Die gesetzlichen Kassen zahlen dagegen einen Verdienstausfall von 90% des Nettogehalts. Da kann sich die freiwillige gesetzliche Versicherung ganz schnell rechnen, denn wenn man im Jahr 20 Tage zu Hause bleiben muss, ist schon ein ganzes Monatsgehalt flöten.

Wann ist eine Familienversicherung fürs Kind kostenlos – und wann nicht?

Eine kostenlose Familienversicherung gibt es bei den privaten Krankenkassen auch nicht. Nach der Untersuchung erhalten Sie meist eine Rechnung, die Sie bei Ihrer Privatenversicherung einreichen können. Damit Ihr Kind in die private Krankenversicherung aufgenommen werden kann, empfiehlt es sich, dass ein Elternteil schon mindestens drei Monate lang zuvor bei dem jeweiligen Unternehmen privat krankenversichert ist.

Zudem sollten Sie den Aufnahmeantrag für Ihr Kind innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt stellen – die Versicherung läuft dann rückwirkend. Außerdem empfiehlt es sich, vorher über die speziellen Kinder- und Jugendtarife der Kassen Bescheid zu wissen. Diese verzichten auf Altersrückstellungen und sind deshalb günstiger.

Für Neugeborene gilt allerdings grundsätzlich: Sie sind ab dem ersten Lebenstag automatisch krankenversichert – über die Kasse entscheiden später die Eltern. Dafür bekommen Sie bei der Geburtsanzeige im Standesamt eine Bescheinigung, in der Sie aufgefordert werden, eine Krankenkasse zu wählen.

Solange der Aufnahmeantrag bei einer Krankenkasse geprüft wird, können Sie trotzdem falls nötig einen Arzt aufsuchen. Die Versichertenkarte Ihres Kindes können Sie dann später nachreichen. Und mit diesen Vorkehrungen sollte Ihr Kind einen angenehmen und sicheren Start ins Leben haben.

Von Jasmin Pospiech

Über die Krankenversicherung Ihres Kindes sollten Sie sich schon vor der Geburt oder Adoption Gedanken machen und die notwendigen Informationen einholen. Denn je nachdem, wie die Eltern versichert sind, gelten unterschiedliche Regelungen für die Krankenversicherung von Kindern:

  • Sind beide Eltern privat versichert, kommt auch das Kind in die Private Krankenversicherung. Die Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse ist für das Kind nicht möglich.
  • Sind beide Eltern gesetzlich krankenversichert, kommt das Kind automatisch in die Familienversicherung. Die Eltern können ihr Kind dennoch privat versichern, wenn sie Wert auf eine höherwertige Versorgung legen. Einige Unternehmen bieten einen Versicherungsschutz ab Geburt auch dann an, wenn die Eltern nicht bei ihnen versichert sind. In diesem Fall erfolgt die übliche Gesundheitsprüfung.
  • Ist ein Elternteil privat und ein Elternteil gesetzlich versichert, kann das Kind privat oder gesetzlich versichert werden. Eine beitragsfreie Familienversicherung in der GKV ist allerdings nicht möglich, wenn der privatversicherte Elternteil mehr als der gesetzlich versicherte verdient und ein Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze hat (2020: 62.550 Euro). In diesem Fall muss für das Kind ein monatlicher Krankenkassenbeitrag gezahlt werden. Sind die Eltern nicht verheiratet, gilt diese Einschränkung nicht.
  • Beamte erhalten für leibliche und adoptierte Kinder Beihilfe, die sie mit einer privaten Krankenversicherung ergänzen können.

Was sollte ich beachten, wenn ich mein Kind privat versichern will?

Ihre private Krankenversicherung nimmt Ihr neugeborenes Kind zu erleichterten Bedingungen auf. Es findet keine Gesundheitsprüfung statt. Selbst bei schwersten Erkrankungen oder Behinderungen Ihres Kindes gibt es deshalb weder Risikozuschläge noch Leistungsausschlüsse. Ebenso wenig gelten Wartezeiten, bis die Versicherung in Anspruch genommen werden kann. Für die erleichterte Aufnahme Ihres Kindes sind nur zwei Voraussetzungen zu erfüllen:

  1. Wenn Ihr Kind zur Welt kommt, muss ein Elternteil schon mindestens drei Monate lang bei dem Unternehmen privat krankenversichert sein, bei dem auch das Kind versichert werden soll.
  2. Sie müssen den Aufnahmeantrag für Ihr Kind innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt stellen. Die Versicherung erfolgt dann rückwirkend.

Sie können für Ihr Kind den gleichen Tarif abschließen, den Sie selbst oder Ihr Partner haben, aber auch einen anderen Tarif wählen. Wenn Sie für Ihr Kind einen besseren Versicherungsschutz als Ihren eigenen (z. B. Ein- statt Zweibettzimmer) wünschen, ist für diese Mehrversicherung eine Risikoprüfung notwendig.

Bitten Sie Ihren Versicherer am besten bereits vor der Geburt Ihres Kindes um die entsprechenden Unterlagen.

Adoptieren Sie ein Kind, gelten grundsätzlich die gleichen Regelungen, allerdings darf der Versicherer im Falle eines erhöhten Risikos einen Zuschlag verlangen.

Die erleichterte Aufnahme gilt sowohl für die Krankheitsvollversicherung als auch für die Zusatzversicherung.

Was muss ich bei Krankheit meines Kindes beachten?

Die Private Krankenversicherung funktioniert bei Kindern wie bei Erwachsenen. Wenn Sie mit Ihrem Kind zum Arzt gehen, geben Sie an, dass das Kind privat versichert ist. Der Arzt wird Ihnen nach der Behandlung eine Rechnung schicken, die Sie bei Ihrer PKV einreichen können.

Muss Ihr privat versichertes Kind wegen Krankheit zu Hause bleiben, haben Sie das Recht, es bei laufendem Gehalt selbst zu betreuen. Für 5 Tage im Jahr muss der Arbeitgeber nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts den Lohn weiterzahlen, wenn Ihr Kind jünger als 8 Jahre ist. Voraussetzung ist, dass weder Tarif- noch Arbeitsvertrag eine andere Regelung vorsehen.

Unabhängig davon haben Arbeitnehmer auch bei Erkrankung eines privat versicherten Kindes das Recht auf unbezahlte Freistellung. Für jedes Kind unter 12 Jahren besteht ein Anspruch auf 10 Arbeitstage im Jahr. Insgesamt darf sich jeder Arbeitnehmer aber höchstens 25 Tage im Jahr freistellen lassen. Alleinerziehende haben einen erhöhten Anspruch von 20 Arbeitstagen im Jahr pro Kind bzw. höchstens 50 Arbeitstagen insgesamt.

Wie kann ich mein Kind versichern?

Sobald die Familienplanung ein Thema ist, fragen sich viele werdende Eltern, wie bzw. über wen der Nachwuchs krankenversichert sein wird. Grundsätzlich haben auch Kinder die Möglichkeit, privat krankenversichert zu werden. Allerdings offenbart sich hier ein großer Systemunterschied zur gesetzlichen Krankenversicherung, denn dort ist für Kinder (und auch Ehepartner) eine kostenlose Familienversicherung vorgesehen. Eine solche Option gibt es in der PKV nicht: Hier muss für jedes Familienmitglied ein eigener Vertrag abgeschlossen werden, wobei für Neugeborene zahlreiche Vereinfachungen eingeführt wurden. Generell gilt, dass die ‚Mitversicherung‘ von Kindern davon abhängt, wo die Eltern versichert sind und welches Elternteil das höhere Einkommen erzielt. Erwachsene können sich natürlich immer gesetzlich krankenversichern lassen (pflichtversichert oder freiwillig). In die private Krankenversicherung können sie als Selbstständige, Freiberufler und Beamte jederzeit wechseln, als Angestellte müssen sie mit ihrem Gehalt die so genannte Jahresarbeitsentgeltgrenze (2015 sind es jährlich 54.900 Euro brutto) mit ihrem Einkommen übertreffen.

Was Eltern in diesem Beitrag über die Krankenversicherung von Kindern nachlesen können

Typische Fragen wie ‚Muss mein Kind gesetzlich oder privat krankenversichert werden‘ oder ‚Was kostet die Krankenversicherung für Kinder‘ sollen in diesem Beitrag so kompakt wie nur möglich anschaulich beantwortet werden. Neben allgemeinen Hinweisen zur Versicherungspflicht werden in diesem Beitrag verschiedene Szenarien geschildert, die unterschiedliche Lebenssituationen widerspiegeln. So sollte für jeden eine Antwort auf seine Fragen möglich sein. Am Ende werden die wichtigsten Faktoren nochmals zusammengefasst.

Das Gesetz regelt die generelle Versicherungspflicht

Generell gilt in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht, von der natürlich auch Kinder betroffen sind. Der Wunsch der Eltern nach einer optimalen Gesundheitsversorgung ist verständlich, für die letztendliche Entscheidung aber nicht ausschlaggebend. In der Regel ist es so, dass Kinder bei dem Partner versichert werden, der das höhere Einkommen erzielt. Das Kind kommt dann ‚automatisch‘ in die Versicherungsform dieses Elternteils. Sollte der Vater oder die Mutter gesetzlich versichert sein, so wird es das Kind auch. In der privaten Krankenversicherung allerdings wird ein eigener Vertrag fällig, mit entsprechenden Zusatzkosten, die sich auch nach dem konkreten Tarif bzw. dem Versicherungsumfang richten. Eltern, die ihrem Nachwuchs auch in der gesetzlichen Krankenversicherung einen optimalen Schutz bieten wollen, können ggf. über private Zusatzversicherungen nachdenken.

Anmeldung des Nachwuchses in der PKV bzw. GKV

Generell empfiehlt es sich für Eltern, den Nachwuchs bis spätestens 2 Monate nach der Geburt bei der privaten Versicherungsgesellschaft des Vaters oder der Mutter anzumelden. Sofern das zuständige Elternteil mindestens 3 Monate dort versichert ist, wird das Baby rückwirkend ab der Geburt versichert. Es entsteht also zu keiner Zeit eine Versicherungslücke. Zudem wurden die Aufnahmebedingungen dahingehend erleichtert, dass für Neugeborene keine Gesundheitsprüfung erforderlich ist. Dies gilt allerdings nur, wenn der Nachwuchs bei der gleichen Versicherungsgesellschaft angemeldet wird. In der Regel entspricht der Leistungsumfang der Kinderpolice dem Elterntarif, wobei gezielte Anpassungen möglich sind. Durch die flexible Tarifgestaltung ist es in späteren Lebensjahren gezielt möglich, den Versicherungsumfang an die konkreten Bedürfnisse anzupassen. Sofern das Kind bei der gesetzlichen Krankenkasse aufgenommen werden soll / muss, ist dort rechtzeitig bzw. kurz nach der Geburt ein entsprechender Antrag für die kostenfreie Mitversicherung zu stellen. Im späteren Verlauf wird es üblich sein, dass die gesetzliche Krankenkasse die Voraussetzungen für die Familienversicherung regelmäßig überprüft.
Für die kostenfreie Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

  • das zu versichernde Familienmitglied lebt in Deutschland
  • das Familienmitglied darf selber nicht versicherungspflichtig sein bzw. pro Monat nicht mehr als 405 Euro verdienen (bei einem Minijob liegt die monatliche Grenze bei 450 Euro)
  • das zu versichernde Familienmitglied darf nicht versicherungsfrei sein, also kein Beamter oder Arbeitnehmer oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze sein
  • auch eine hauptberufliche Selbstständigkeit mit mehr als 18 Arbeitsstunden pro Woche sind nicht zulässig

Szenarien, die Orientierung schaffen: Wo das Kind mit Blick auf die Situation von Vater und Mutter versichert werden kann

Im Folgenden werden typische Szenarien geschildert, in denen sich die meisten Eltern wiederfinden werden. So soll konkret nachvollzogen werden, wo ein Kind unter welchen Voraussetzungen krankenversichert werden kann.

1. Szenario: Mutter nicht berufstätig, Vater in der GKV pflichtversichert (oder umgekehrt)

Sofern der Vater Alleinverdiener in der GKV ist, werden seine nicht berufstätige Ehefrau sowie das Kind beitragsfrei familienversichert. In einer solchen Konstellation ist es nicht möglich, eine private Krankenversicherung für das Kind abzuschließen. Für Kinder greift die Familienversicherung in der Regel bis zum 23. Lebensjahr, wobei unter bestimmten Voraussetzungen auch Verlängerungen möglich sind.

2. Szenario: Vater und Mutter gesetzlich pflichtversichert

Sind beide Elternteile gesetzlich krankenversichert, so ist das Kind über ein Elternteil kostenfrei mitversichert. In dieser Konstellation ist es nicht möglich, das Kind in der PKV anzumelden.

3. Szenario: Mutter pflichtversichert in der GKV, Vater freiwillig in der PKV versichert

In diesem Fall übersteigt das Einkommen des Vaters die Versicherungspflichtgrenze. Liegt das Einkommen über dem der Mutter, so kann das Kind in der PKV kostenpflichtig versichert werden. Sofern die private Krankenkasse aufgrund einer Erkrankung oder laufenden Behandlung die Aufnahme ablehnen würde (was grundsätzlich möglich ist), so wäre auch eine Versicherung in der GKV über die Mutter denkbar. Sollte der Vater selbstständig sein bzw. sein Einkommen unterhalb der Jahresgrenze liegen, so ist die kostenfreie Familienversicherung über die Mutter möglich.

4. Szenario: Mutter privat versichert, Vater freiwillig gesetzlich versichert (der Vater erzielt das höhere Einkommen)

In diesem Fall wird das Kind kostenfrei in der gesetzlichen Krankenversicherung des Vaters versichert, weil dieser das höhere Einkommen hat. Sofern das Einkommen des Vaters die Jahresarbeitsentgeltgrenze von 54.900 Euro (2015) übersteigt, könnte er sich auch privat versichern lassen, sodass auch der Nachwuchs privat krankenversichert werden könnte.

5. Szenario: Mutter privat krankenversichert, Vater freiwillig gesetzlich krankenversichert (die Mutter erzielt das höhere Einkommen)

In dieser Konstellation kann das Kind entweder privat (kostenpflichtig) über die Mutter/den Vater oder kostenfrei gesetzlich über ein Elternteil versichert werden. Dieses seltene Szenario kann greifen, wenn ein Elternteil privat krankenversichert ist, obwohl zu wenig Einkommen erzielt wird. Wird ein Befreiungsantrag von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung gestellt, so können Kinder kostenfrei in der gesetzlichen Krankenversicherung des Vaters oder der Mutter versichert werden. Es gibt also auch durchaus Szenarien, in denen eine gewisse Wahl besteht, und zwar dann, wenn beide Elternteile sehr gut verdienen, aber in verschiedenen Versicherungsformen untergebracht sind. Im Einzelfall sind jedoch immer die individuellen Voraussetzungen genau zu prüfen!

Fazit: Die Wahl der Krankenversicherung der Eltern hat einen Einfluss auf die Kinder

Die Szenarien in diesem Beitrag haben verdeutlicht, dass die Krankenversicherung und letztlich die konkreten Einkommensverhältnisse der Eltern entscheidend sind. Eine wirkliche Wahlfreiheit gibt es nur in wenigen Fällen, meistens wird das Kind dem Elternteil mit dem höheren Einkommen zugrechnet, wobei nur in der PKV zusätzliche Kosten entstehen. Somit ist es nicht möglich, beide Systemvorteile gleichzeitig auszunutzen. Wenn der Vater gut verdient und privat krankenversichert ist, die Ehefrau dagegen als Teilzeitbeschäftigte in der GKV ist, so muss das Kind kostenpflichtig über den Vater versichert werden. Generell gilt, dass Privatversicherte für die Krankenversicherung ihrer Kinder mit Zusatzkosten rechnen müssen, wobei sie im Gegenzug einen Zugang zu einer erstklassigen Gesundheitsversorgung bekommen. Daher sollte, sofern möglich, die Wahl einer Krankenversicherungsform langfristig durchdacht werden. In der GKV stellen sich etwaige Kostenfragen nicht, da die Option der Familienversicherung unter den hier genannten Voraussetzungen für Kinder und auch Ehepartner möglich ist.

Krankenversicherung für Kinder: wichtige Informationen in der kompakten Zusammenfassung

  • die Wahl der Krankenversicherung für das Kind hängt von den Versicherungs- und Einkommensverhältnissen der Eltern ab
  • in aller Regel wird das Kind dem Elternteil mit dem höheren Einkommen zugerechnet (dessen Versicherungsform gilt dann auch für das Kind)
  • in der gesetzlichen Krankenkasse werden Kinder bis zum 23. Lebensjahr oder auch länger kostenfrei mitversichert
  • gesetzliche Krankenkassen überprüfen regelmäßig, ob die Voraussetzungen für eine kostenlose Familienversicherung noch vorliegen
  • in der PKV wird ab Geburt ein eigener Beitrag fällig, dessen Höhe sich aber aktiv beeinflussen lässt
  • in der PKV gelten für Neugeborene erleichterte Aufnahmebedingungen (keine Gesundheitsprüfung)
  • der Gesetzgeber will durch die angesprochenen Regelungen verhindern, dass die Vorteile beider Systeme ausgenutzt werden (privat Versicherten mit hohem Einkommen bleibt daher der Weg zur kostenfreien Familienversicherung für Kindern meistens verwehrt)
  • Wie muss ich mein Kind krankenversichern? Die oben aufgeführten Szenarien geben konkrete Antworten mit Blick auf unterschiedliche Lebenssituationen
  • mit privaten Zusatzversicherungen können Eltern das Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenkasse für ihr Kind gezielt verbessern

PKV für Kinder von Beamten

Die Krankenversicherung für Kinder von Beamten bietet gute Leistungen zu günstigen Preisen. Hier wird erklärt, was es bei der PKV für Kinder zu beachten gilt.

Müssen Kinder von Beamten privat versichert werden?

Bei gesetzlich Versicherten ist der Nachwuchs zunächst einmal automatisch über die Familienversicherung abgesichert. Auf Wunsch ist jedoch auch hier eine private Krankenversicherung für die Kinder möglich. Sofern beide Elternteile privat krankenversichert sind, ist es sogar Pflicht, das Kind privat zu versichern.

Kompliziert wird es für die Eltern, wenn ein Elternteil weiterhin Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse ist und der verbeamtete Partner sowohl über der Versicherungspflichtgrenze liegt als auch mehr verdient als der gesetzlich versicherte Partner. In diesem Fall muss das Kind entweder privat versichert werden oder freiwillig gesetzlich. Dies bedeutet, dass für den Nachwuchs die Familienversicherung bei der GKV entfällt und ein Beitrag bezahlt werden muss. In den meisten Fällen ist dieser deutlich höher als eine PKV für Kinder von Beamten.

  • Eine private Krankenversicherung für Kinder von Beamten muss abgeschlossen werden, wenn beide Elternteile privat versichert sind.
  • Das Kind muss privat oder freiwillig gesetzlich versichert werden, wenn ein Elternteil gesetzlich versichert ist und das Einkommen des verbeamteten Partners sowohl höher ausfällt als auch oberhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt.

Was ist die Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkassen?

Die Familienversicherung der gesetzlichen Krankenversicherung ermöglicht es, Angehörige unter bestimmten Voraussetzungen beitragsfrei zu versichern. Kindern stehen die gesetzlichen Grundleistungen der Krankenkassen und mögliche Zusatzleistungen der jeweiligen Kasse zu. Grundsätzlich besteht die Familienversicherung bis zum 18. Lebensjahr. Verdient das Kind weniger als 450 Euro im Monat oder geht keiner Erwerbstätigkeit nach, verlängert sich die Versicherung bis zum 23. Lebensjahr. Bei einer schulischen oder beruflichen Ausbildung, einem Studium, Wehr- oder Sozialdienst kann die Familienversicherung bis zum 25. Lebensjahr aufrechterhalten werden. Die Pflicht zur eigenständigen Absicherung beginnt mit einem höheren Verdienst oder dem Abschluss der Ausbildung.

Innerhalb der Familienversicherung sind Kinder ohne Mehrbeitrag mitversichert. Allerdings stehen ihnen nur die Grundleistungen der Krankenkassen zu. Im Rahmen einer PKV für Kinder von Beamten lässt sich die Absicherung deutlich umfangreicher gestalten.

Wieso lohnt sich die private Krankenversicherung für Kinder von Beamten?

Die Familienversicherung der Krankenkassen bietet den Vorteil, dass alle Kinder beitragsfrei versichert sind. Bei einer PKV müssen die Kinder der Beamten jeweils eigenständig abgesichert werden, zu einem zusätzlichen Beitrag. Allerdings ist die private Krankenversicherung für Beamte und ihren Nachwuchs wesentlich günstiger als für Arbeitnehmer. Grund dafür ist, dass sie durch den Bezug der Beihilfe keinen Volltarif benötigen, sondern lediglich die Restkosten versichern, die nicht vom Dienstherrn übernommen werden. Daher wirkt sich die Mitversicherung der Kinder innerhalb der PKV für Beamte nur gering auf den Beitrag aus.

Leistungsplus der PKV für Kinder von Beamten

Ein weiterer entscheidender Vorteil der privaten Krankenversicherung für Kinder von Beamten ist das umfangreichere Leistungsangebot. Abhängig vom gewählten Tarif können Heilpraktikerleistungen mitversichert werden oder die stationäre Behandlung durch einen Chefarzt. Auch das Anrecht auf ein Ein- oder Zweibettzimmer sowie Krankenhaustagegeld sind möglich. Für Kinder empfiehlt es sich grundsätzlich, kieferorthopädische Behandlungen einzuschließen. Dieser Teil der Zahnmedizin befasst sich mit der Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Fehlstellungen im Kieferbereich. Die Kieferorthopädie ist sehr kostspielig und wird von den gesetzlichen Krankenkassen nur mit geringen Anteilen übernommen.

Zu den weiteren Leistungen einer PKV für Kinder von Beamten gehört in aller Regel der weltweite Versicherungsschutz. Gesetzlich Versicherte benötigen zur Absicherung im Ausland eine zusätzliche Auslandsreisekrankenversicherung.

Beim GKV Spitzenverband finden sich weitere Informationen zu den Grundleistungen der gesetzlichen Krankenversicherer.

Annahmepflicht der Krankenversicherer

Hinzu kommt, dass für Kinder, die denselben Versicherungsschutz wie ihre Eltern erhalten, weder Wartezeiten noch eine Gesundheitsprüfung anfällt. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die Eltern den Nachwuchs innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt beim Versicherer angeben.

Krankenversicherer sind dazu verpflichtet, die Kinder ihrer Versicherungsnehmer aufzunehmen, wenn diese rechtzeitig gemeldet werden. Sie dürfen bei gleichen Vertragsleistungen weder eine Gesundheitsprüfung fordern noch Risikozuschläge verlangen. Wurde bei dem Nachwuchs beispielsweise eine Erbkrankheit nachgewiesen, hat diese keinen Einfluss auf den Versicherungsschutz.

Wer das Kind später als zwei Monate nach seiner Geburt nachversichert oder wenn es einen höheren Versicherungsschutz als der Elternteil bezieht, ist im Regelfall eine Gesundheitsprüfung notwendig.

Alle Vorteile der PKV für Kinder von Beamten auf einen Blick

  • Günstige Beiträge für Kinder
  • Deutlich bessere Leistungen gegenüber der Familienversicherung
  • Meist schnellere Terminvergabe bei Fachärzten
  • Zusatzleistungen wie Chefarztbehandlungen oder Zahnersatz individuell abschließbar
  • Keine Wartezeiten oder Gesundheitsprüfung bei fristgerechter Mitteilung
  • Leistungsstarke und günstige Versicherungstarife für Kinder

Jetzt kostenfrei Infos anfordern

Das kostet die PKV für Kinder von Beamten

Pauschal lässt sich nicht beantworten, was die private Krankenversicherung für Kinder von Beamten kostet. Der Beitrag ist abhängig von den gewünschten Leistungen, dem Anbieter, möglichen Vorerkrankungen (bei verspäteter Anzeige) und dem Alter des Kindes. Grundsätzlich können Beamte mit einem Beitrag zwischen 20 und 40 Euro für eine umfangreiche Absicherung ihres Kindes rechnen.

  • Zum Vergleich: Der Kinderbeitrag bei freiwillig gesetzlich Versicherten liegt 2019 zwischen 180 und 200 Euro.

Leistungen der privaten Krankenversicherung für Schwangere

Die private Krankenversicherung ist nicht nur für Kinder von Beamten sinnvoll. Auch während der Schwangerschaft bietet die PKV gegenüber den Krankenkassen entscheidende Leistungsvorteile: So werden beispielsweise mehr Vorsorgeuntersuchungen bezahlt, als bei gesetzlich Versicherten. Aufgrund der Wartezeiten und der Risikoprüfung durch den Versicherer lohnt sich ein Wechsel in die PKV bei einer bestehenden Schwangerschaft jedoch nur selten. Daher sollten Beamte und gering verdienende Ehepartner mit Kinderwunsch bereits frühzeitig über eine private Krankenversicherung nachdenken.

In Bezug auf die optimale Krankenversicherung für Kinder von Beamten gibt es einiges zu beachten. Nicht nur die Voraussetzungen für den möglichen Versicherungsschutz sind zu prüfen, sondern auch alle Optionen abzuwägen. Als Versicherungsmakler mit langjähriger Erfahrung unterstütze ich meine Kunden, indem ich mit ihnen gemeinsam alle Vor- und Nachteile betrachte und für sie und ihre Familie einen bedarfsgerechten Versicherungsschutz bereitstelle.

Wenn auch Sie sich zum Thema PKV für Kinder von Beamten oder zu allen weiteren Versicherungsfragen beraten lassen möchten – Hier geht’s zum Kontaktformular.

Lehrerkinder – privat oder gesetzlich krankenversichern?vom 15.04.2019

– Wie versichere ich meine Kinder wenn ich verbeamtet bin? (Lesezeit: ca. 3-4 Minuten)


In Lehrerfamilien finden wir häufig folgende Konstellation vor: ein Partner, der Lehrer, ist privat und der andere gesetzlich versichert. Sind verbeamtete Lehrerinnen und Lehrer privat krankenversichert, der Partner infolge eines versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses jedoch gesetzlich, so stellt sich spätestens bei der Verbeamtung oder aber der Geburt des ersten Kindes die Frage, wie das Kind versichert werden soll.

Ist ein Elternteil gesetzlich und einer privat versichert, besteht die Möglichkeit, die gemeinsamen Kinder kostenfrei in die Familienversicherung aufzunehmen oder kostenpflichtig privat zu versichern. Die Kinder wären also krankenversichert, ohne dass Sie als Eltern hierfür zusätzliche Kosten aufwenden müssten.

Aufgrund des Beihilfenspruches für verbeamtete Lehrer, welcher auch für die dazugehörigen Kinder besteht, sind jedoch auch die Beiträge zur privaten Krankenversicherung für Lehrerkinder sehr attraktiv. Für ca. 40€ im Monat bekommt man für sein Kind bereits eine private Krankenversicherung mit hochwertigem Leistungsangebot.

Doch wieso Beiträge zahlen, wenn man eine gesetzliche Krankenversicherung auch völlig kostenlos haben kann?

  • Möchten Sie, dass dem Arzt im Krankheitsfall alle Optionen zur Heilung Ihrer Kinder zur Verfügung stehen und er nicht auf die erfolgversprechendste Behandlung verzichten muss, weil er sie nicht abrechnen kann?
  • Möchten Sie frei entscheiden und wählen können, welchen Ärzten und vor allem Spezialisten in Deutschland und ggf. auch weltweit Sie Ihre Kinder anvertrauen?
  • Wünschen Sie im notwendigen Falle eines Klinikaufenthaltes ihr Kind begleiten und mit ihm ein ruhiges Einzelzimmer beziehen zu können?
  • Sollen zahnärztliche und insbesondere auch kieferorthopädische Behandlungen zu 100% Zuzahlungsfrei ablaufen?
  • Sind Sie an einer Kostenbeteiligung für die Sehhilfen Ihrer Kinder interessiert?
  • Möchten Sie auch nicht verschreibungspflichtige Medikamente für die Behandlung Ihrer Kinder nutzen und diese erstattet bekommen?
  • Sollen Ihren Kindern die modernsten und hochwertigsten Hilfsmittel zur Genesung zur Verfügung gestellt werden, statt lediglich die qualitativ geringerwertige Mindestausführung?
  • Ist es Ihnen wichtig, für Ihre Kinder schnellstmöglich Termine bei erforderlichen Fachärzten zu erhalten?
  • Möchten Sie in der Apotheke Originalpräparate, statt kostengünstigere Generika erhalten?
  • Es erscheint Ihnen sinnvoll, keine extra Auslandsreisekrankenversicherung haben zu müssen sondern alles bei Ihrer eigenen Versicherung abrechnen zu können?

Entscheidend ist, wie wichtig Ihnen der Umfang und die Qualität der medizinischen Versorgung sind. Eine solide medizinische Versorgung gewährleistet in Deutschland selbstverständlich auch die gesetzliche Krankenversicherung. Wenn es an die Wahl der angebotenen medizinischen Produkte, Medikamente und Behandlungsmethoden geht, werden die Unterschiede sichtbar. Um für sich die Frage beantworten zu können, welche Versorgung Sie für Ihre Kinder wünschen, geben wir Ihnen hier ein paar Denkanstöße.

Wenn Sie diese Fragen überwiegend mit „JA“ beantwortet haben, wären Ihre Kinder in der privaten Krankenversicherung richtig aufgehoben. Zwar kostet dies ein paar Euro im Monat, im Ernstfall zeigt sich jedoch schnell, wofür Sie diese investiert haben.

Hingewiesen werden muss an dieser Stelle allerdings auf den Abrechnungsaufwand. Kinder, vor allem Kleine Kinder, sind meist schneller und häufiger krank. Während die Abrechnung in der gesetzlichen Krankenversicherung automatisiert direkt bei der Krankenkasse abläuft, müssen Sie all Ihre Arzt-, Medikamenten- und Behandlungsrechnungen bei Ihrer Privaten Krankenversicherung sowie als Lehrer eben auch bei der Beihilfe zur Abrechnung einreichen. Da die Abrechnung einige Zeit beanspruchen kann, kommen Sie mitunter nicht umhin, die Kosten vorzuschießen.

Auch sollte Ihnen bewusst sein, dass privat versicherte Kinder i.d.R. bis zur Aufnahme einer Ausbildung oder sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung privat versichert bleiben müssen. Entscheiden Ihre Kinder sich im Anschluss an die Schule für ein regulären Hochschulstudium oder eine schulische Ausbildung, wechseln sie in einen eigenen Tarif. Dieser ist teurer, so das monatlich etwa 90€ +/- an Beitrag einzuplanen sind.

Fazit

Aus unserer Erfahrung heraus, entscheiden sich die meisten Lehrer dafür, ihre Kinder ebenfalls in der privaten Krankenversicherung zu versichern. Da die Gesundheit des eigenen Nachwuchses den meisten Eltern über alles geht, nutzen viele die Chance, ihren Kindern die besonders leistungsstarke und hochwertige Versorgung zur Verfügung zu stellen. Bei noch offenen Fragen oder der Suche nach einer geeigneten privaten Krankenversicherung für Ihr Kind unterstützen wir Sie gerne. Nehmen Sie jetzt mit uns Kontakt auf.

“ Jetzt wertvolles Erstgespräch sichern!

Bildquellen: Lizenzfreie Stockfotonummer: 1017018016 (von stockcreations)

Meine VITA: „Robert Peukert ist seit nunmehr 16 Jahren selbstständiger Versicherungs- und Finanzberater und Geschäftsführer der Lieblingsmakler GmbH & Co. KG. Neben dem Fachberater für Finanzdienstleistungen (IHK) ist er qualifizierter Experte für Private Krankenversicherung, betriebliche Altersvorsorge und Baufinanzierung. Mit seinem Unternehmen zählt er u.a. zu den TOP 10 Versicherungsmaklern in Deutschland 2016 und wurde 2018 vom Handelsblatt zu einem der besten freien Berater für Geldanlagen gekürt.“

Kind versichern: Privat oder gesetzlich?

Frischgebackene Eltern mit einer privaten Krankenversicherung haben die Wahl, ob sie ihr Kind mitversichern möchten oder eine gesetzliche Krankenversicherung wählen. Die Entscheidung sollte früh getroffen werden, wobei ein Abwägen der Vor- und Nachteile an erster Stelle steht.

Wann muss ich mich für die Kinderversicherung entscheiden?

Werdende Eltern haben in der Zeit vor der Geburt viele Fragen. Eine davon ist die nach der richtigen Kinderversicherung. Die Entscheidung, ob privat oder gesetzlich muss allerdings nicht sofort getroffen werden, denn Babys werden im Krankenhaus selbstverständlich auch ohne Kinderversicherung behandelt. Es reicht also vollkommen aus, sich nach der Geburt mit der gewünschten Krankenversicherung in Verbindung zu setzen. Je nachdem, wie lange mit der Kinderversicherung gewartet wird, muss dann beim Arzt unter Umständen die Chipkarte nachgereicht werden.

Gesetzlich oder privat: Habe ich die Wahl?

Bei der Entscheidung zwischen einer privaten oder gesetzlichen Kinderversicherung haben Eltern nur bedingt freie Wahl. Sind beide Eltern beispielsweise privat versichert, bekommt auch das Kind eine private Kinderversicherung. Die Möglichkeit, eine gesetzliche Krankenversicherung für das Kind abzuschließen, besteht in diesem Fall nicht. Dasselbe gilt, wenn beide Eltern gesetzlich versichert sind. Dann bekommt das Kind ebenfalls gesetzlichen Schutz, wobei die Eltern zusätzlich eine private Krankenversicherung abschließen können.
Verzwickt wird es, wenn ein Elternteil privat versichert ist und das andere gesetzlich. Dann kann die beitragsfreie Familienversicherung nur in Anspruch genommen werden, wenn das Elternteil mit der Privatversicherung weniger verdient als das andere Elternteil. Zudem darf die Jahresentgeltgrenze nicht überschritten werden. Andernfalls muss ein monatlicher Beitrag gezahlt werden. Eltern, die nicht verheiratet sind, können ohne Einschränkungen wählen, ob sie ihr Kind privat oder gesetzlich versichern möchten.

Welche Vor- und Nachteile hat die private Kinderversicherung?

Die private Krankenversicherung hat diverse Vorteile. So steht den Eltern die Arztwahl frei, wobei es hier auch bei der gesetzlichen Kinderversicherung nur wenige Einschränkungen gibt. Ein weiterer Vorteil ist die hohe Kostenerstattung bei größeren Behandlung. Entscheidend ist hier allerdings der jeweilige Tarif. Auch der weltweite Krankenschutz hängt davon ab, welcher Tarif vereinbart wurde. Zuletzt bietet eine private Versicherung den Vorteil, dass der Schutz individuell auf das Kind abgestimmt werden kann. Dadurch ist eine optimale Behandlung garantiert.
Einer der größten Nachteile der privaten Kinderversicherung sind die höheren Kosten. Zudem werden die Unterkunftskosten für Kuren nicht übernommen und auch der Wechsel der Versicherung gestaltet sich als schwierig. Darüber hinaus können hohe Risikozuschläge oder Ausschlüsse von Leistungen fällig werden, wenn das Kind Vorerkrankungen hat.

Welche Vor- und Nachteile hat die gesetzliche Kinderversicherung?

Auch die gesetzliche Kinderversicherung hat ihre Vor- und Nachteile. Ein großer Vorteil ist die Befreiung von Beiträgen bei längerer Krankheit. Auch Mutterschafts- und Erziehungszeiten gehen mit einer Beitragsfreiheit einher. Für das Kind hat eine gesetzliche Versicherung den Vorteil, dass auch bei Vorerkrankungen keine zusätzlichen Kosten für den Beitragszahler entstehen. Zudem geht die Kostenabrechnung deutlich flexibler und einfacher vonstatten. Dasselbe gilt für einen Wechsel der Versicherung, welcher meist ohne Wartezeiten abläuft.
Nachteilig ist allerdings, dass die Behandlung nur durch Kassen- oder Vertragsärzte erfolgt. Auch die Leistungen sind begrenzt und beschränken sich bei stationären Behandlungen auf Regelleistungen. Daneben müssen Zuzahlungen für wichtige Medikamente geleistet werden. Auch Kosten für Krankenhausaufenthalte und Transporte werden nicht immer komplett übernommen. Zuletzt kann der Versicherungsschutz nicht sehr individuell gestaltet werden und auch die Beiträge lassen sich nicht beeinflussen.
Beide Kinderversicherung haben also ihre Vor- und Nachteile. Eltern sollten diese sorgfältig abwägen und auch die individuelle Situation mit einbeziehen. Wenn ein Elternteil privat und das andere gesetzlich versichert ist, sollte die Wahl ebenfalls erst nach Abwägung der Pros und Contras erfolgen.

Immer gut: die privaten Zusatzversicherungen für Kinder

Da die Leistungen in den privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen schlechter oder unbezahlbar werden, ist der Abschluss einer privaten Krankenzusatzversicherung für Kinder absolut ratsam. So deckt zum Beispiel die Zahnversicherung für Kinder Zahnersatz und auch Kieferorthopädie ab.

Nach der Scheidung der Eltern muss häufig auch die Krankenversicherung für das gemeinsame Kind angepasst werden. Die Optionen ergeben sich aus dem bisherigen und womöglich neuen Versicherungsstatus der Eltern. Worauf bei der Familienversicherung für Kinder nach der Trennung zu achten ist.

In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind Kinder in der Regel bis zum 18. Lebensjahr in der Familienversicherung der Eltern ohne Extra-Beitrag mitversichert. Falls die Kinder noch in der Berufsausbildung sind, kann dieser Status maximal bis zum 25. Lebensjahr verlängert werden. In der privaten Krankenversicherung (PKV) müssen für Kinder hingegen stets eigene Versicherungsverträge abgeschlossen werden.

Bei Ehepaaren mit unterschiedlichem Versicherungsstatus richtet sich die Zugehörigkeit der Kinder meist nach der Kassenzugehörigkeit des Hauptverdieners. Bei getrennt lebenden Eltern, kann das gravierende Auswirkungen auf die Krankenversicherung der Kinder haben.

Fall 1: Beide Eltern sind gesetzlich versichert

Sind beide Eltern über die GKV pflichtversichert, so können die Kinder in der kostenfreien Familienversicherung bleiben, falls derjenige Elternteil, über dessen GKV sie mitversichert sind, auch nach der Scheidung in der GKV bleibt und sein Einkommen die Beitragsbemessungsgrenze von derzeit monatlich 0,00 Euro brutto nicht überschreitet.

War jedoch zum Beispiel die Mutter vor der Scheidung ebenfalls in der GKV-Familienversicherung über ihren Ehemann mitversichert, muss sie nach der Scheidung eine eigenständige gesetzliche (oder private) Krankenversicherung abschließen. Wohnen die gemeinsamen Kinder bei der Mutter, so kann sie die Kinder erneut beitragsfrei in der GKV mitversichern.

Versichert sich die Mutter hingegen nach der Scheidung privat, so muss sie entweder für jedes Kind einen eigenen privaten Versicherungsvertrag oder eine freiwillige Mitgliedschaft in der GKV abschließen.

Fall 2: Beide Eltern sind privat krankenversichert

Sind beide geschiedenen Partner in der PKV, so sind die Kinder entweder privat oder über eine freiwillige Mitgliedschaft in der GKV krankenversichert.

Darf das Kind aber nach der Scheidung weiterhin in der PKV bleiben?

Ja, denn hier ändert sich nichts, wenn beide Eltern privat krankenversichert bleiben. Das gilt jedoch nicht, wenn sich der Krankenversicherungsstatus desjenigen Partners ändert, der die Kinder nach der Scheidung betreut.

Grundsätzlich fällt Krankenvorsorge unter die Unterhaltspflicht. So werden in der Regel auch die Kosten für die private Krankenversicherung der Kinder nach der Scheidung zum Unterhalt angerechnet. Ist zum Beispiel der Ex-Ehemann zum Unterhalt verpflichtet und leistungsfähig, muss er dann nach der Scheidung für die PKV der Kinder aufkommen. Denn Kinder, die nicht über die Mutter oder den Vater mitversichert sind, haben einen gesetzlichen Anspruch gegen den unterhaltspflichtigen Elternteil auf Übernahme der Krankenkassenkosten.

In diesem Fall ist der unterhaltspflichtige Geschiedene verpflichtet, eine Krankenversicherung für das Kind abzuschließen und die Beträge zu übernehmen. Der zugesprochene Kindesunterhalt des ehemaligen Ehepartners spielt eine Rolle für die Berechnung der Beiträge für die private Krankenversicherung nach der Scheidung. Auch weitere Einkünfte, zum Beispiel Kapitalrenditen oder Mieteinnahmen aus Immobilien, werden dabei berücksichtigt.

Verdient etwa die Mutter mehr als die Beitragsbemessungsgrenze, dann kann sie nach der Scheidung freiwillig Mitglied in einer Krankenkasse werden, obwohl sie nicht versicherungspflichtig ist. Dadurch können die Kinder in der Familienversicherung der GKV kostenfrei mitversichert werden. Dies ist jedoch dann nicht möglich, wenn der andere Elternteil in der PKV versichert ist und ein Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze hat. Das Kind muss dann zwingend privat versichert werden.

Fall 3: Ein Ehepartner privat, der andere gesetzlich versichert

Ist zum Beispiel der geschiedene Ehemann PKV-versichert und die geschiedene Ehefrau GKV-pflichtversichert, kommt es nach der Scheidung auf den Wohnsitz der Kinder an. Auch in diesem Fall gilt: der geschiedene unterhaltspflichtige Ehepartner ist verpflichtet, die Kosten für die Krankenkassenbeiträge der gemeinsamen Kinder über den Unterhalt mit zu bezahlen.

Wohnen die Kinder in unserem Beispiel bei der Mutter und verfügen noch nicht über ein eigenes Einkommen, so können sie über die GKV der Mutter beitragsfrei in der Familienversicherung abgesichert werden. Leben die Kinder jedoch beim Vater, dann benötigt jedes Kind eine eigenständige private Krankenversicherung.

Gesetzliche oder private Krankenkasse: Wie versichere ich das Kind?

Wenn der Papa privat, die Mama gesetzlich versichert ist, kommt das Kind in die kostenlose Familienversicherung?

Der Nachwuchs ist da und nun stellt sich die Frage, wie er versichert werden soll. Kommt das Kind in die kostenlose Familienversicherung der gesetzlichen Krankenversicherung oder muss man es privat versichern? Oder will man es privat versichern? Es gibt verschiedene Konstellationen, bei denen es sogar nur die einzige Möglichkeit ist.

Private oder gesetzliche Krankenkasse für das gemeinsame Kind?

Gesetzliche oder private Krankenkasse für das Kind: Die verschiedenen Szenerien

Zuallererst die gute Nachricht – in den ersten beiden Monaten ist das Kind automatisch versichert. Nach diesen zwei Monaten muss man sich entschieden haben, wie der Versicherungsschutz für den Nachwuchs aussehen soll. Das entscheidet sich aber oft schon durch die Situation der Eltern. Folgende Szenarien sind möglich:

Beide Elternteile sind gesetzlich versichert

Wenn die Eltern verheiratet und gesetzlich versichert sind, können sie die kostenlose Familienversicherung wahrnehmen und und -falls die Eltern in unterschiedlichen Versicherungen sind – sich entscheiden, welche ihrer Krankenkasse die bessere für das Kind ist. Manchmal unterscheiden sich die Leistungen und es lohnt sich genauer hinzuschauen. Die Familienversicherung gilt bis zum 18. Lebensjahr, kann aber bis zum 23. Lebensjahr verlängert werden, wenn das Kind keinen Verdienst über 425 Euro im Monat hat, ausgenommen sind nur die Minijobs. Sollten die mittlerweile erwachsenen Kinder noch studieren, ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren oder den Wehrdienst leisten, kann die Versicherung bis zum Ende des 25. Lebensjahres gelten.

Ein verheirateter Elternteil ist privat versichert, der andere gesetzlich

Bei dieser Konstellation kann man das Kind nur kostenlos gesetzlich versichern, wenn der privat Versicherte nicht mehr als 4950 Euro brutto im Monat verdient, ansonsten muss das Kind privat versichert werden. Wenn dies nicht der Fall ist und der privat Versicherte regelmäßig mehr als der gesetzlich Versicherte verdient, muss das Kind privat abgesichert werden. Wenn aber derjenige, der in der gesetzlichen Versicherung ist, mehr Geld als der privat Versicherte verdient, kann der Nachwuchs unter die Fittiche der gesetzlichen und beitragsfreien Krankenversicherung genommen werden.

Beide Elternteile sind privat versichert

Hier ist der Fall klar – das Kind wird privat versichert oder kann gegen Kostenzuschlag gesetzlich versichert werden. Geschieht dies in den ersten zwei Monaten seines Lebens, ist auch keine Gesundheitsprüfung seitens der privaten Krankenkasse erforderlich- das kann entscheidend für Kosten und Leistungen sein. Auch kann man sein Kind bei einer anderen Privatversicherung als bei der eigenen anmelden. Nur: In diesem Fall steht eine Gesundheitsprüfung an und wenn es von Anfang an Auffälligkeiten gibt, kann sich diese Privatversicherung weigern, das Kind aufzunehmen oder hohe Risikozuschläge verlangen.

Eltern sind nicht verheiratet

Dann kann das Kind, falls ein Elternteil gesetzlich versichert ist, in die kostenlose Familienversicherung. Es ist dann egal, wie viel der privat versicherte Partner verdient. Sollte man ihn oder sie dann heiraten, gelten allerdings wieder die Regeln für verheiratete Eltern. Übrigens kann auch ein Stiefvater oder Stiefmutter, wenn er oder sie hauptsächlich für den Unterhalt des Kindes zuständig ist und gesetzlich versichert ist, das Kind kostenlos absichern. Gleiches gilt für gesetzlich versicherte Pflegeeltern.

Eltern-Wissen

Betreuung des kranken Kindes: Diese Rechte haben Eltern

Weiterlesen Eltern-Wissen Weiterlesen

Privat oder gesetzlich – was ist besser?

Haben die Eltern die Wahl, müssen sie abwägen, was ihnen wichtig bei der Versicherung ist, da gibt es verschiedene Dinge, auf die man achten sollte:

  • Lohnersatz – bezahlt die Krankenkasse, wenn man zuhause bleibt und das Kind pflegt?
  • Kosten für Hilfsmittel – werden die von der privaten Versicherung übernommen?
  • Kur – bezahlt dies auch die private Krankenkasse?

Für private Krankenversicherungen sprechen, dass sie Kosten von Heilpraktikern oft übernehmen, es viel leichter ist, einen Termin beim Facharzt oder Fachärztin zu bekommen. Kieferorthopädische Behandlungen werden auch eher erstattet als bei einer gesetzlichen. Wenn sich das Kind allerdings einer Gesundheitsprüfung unterziehen muss und Auffälligkeiten festgestellt werden, können sich die Beträge schneller durch die Risikozuschläge erhöhen. Für die gesetzliche Krankenversicherung spricht dagegen die Betragsfreiheit und der Lohnersatz. Kinder sind in der Regel öfters krank und gerade da sollte man schauen, dass es keine Versorgungslücken gibt.

Private Krankenversicherung: Keineswegs für jedermann sinnvoll

Alle Bürger müssen krankenversichert sein. Für einige stellt sich die Frage, ob Krankheit gesetzlich oder privat versichert werden soll. Während die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) – mit wenigen Ausnahmen – grundsätzlich allen offen steht, kann man sich als Arbeitnehmer nur dann privat krankenversichern, wenn man ein Jahr lang die so genannte Jahresarbeitsentgelt-Grenze (JAEG) überschritten hat. Diese liegt 2018 bei 59.400 Euro und 2019 bei 60.750 Euro.

Neben den Voraussetzungen unterscheiden sich die beiden Systeme auch in ihren Beiträgen. Bei der GKV ist der Beitrag vom Bruttoeinkommen abhängig. Wer mehr verdient, zahlt auch mehr – und zwar bis zur Beitragsbemessungsgrenze (2018 jährlich 53.100 Euro und 2019 jährlich 54.450 Euro). Dagegen ist der Beitrag in der privaten Krankenversicherung (PKV) abhängig von Alter und Gesundheitszustand sowie dem gewünschten Versicherungsschutz. Mit dem Abschluss eines privaten Vertrags gehen Kunden quasi eine lebenslange „Zwangsehe“ ein; denn eine Rückkehr in die gesetzliche Kasse ist meist ausgeschlossen oder nur möglich, wenn bestimmte Voraussetzungen vorliegen.

Für Alleinstehende und kinderlose Eheleute, die beide berufstätig sind, kann es unter finanziellen Gesichtspunkten sinnvoll sein, in eine private Krankenversicherung zu wechseln. Doch Achtung: Vorerkrankungen oder auch ein bestimmtes Alter können zu Risikozuschlägen und -ausschlüssen bzw. einem hohem Beitrag führen. Weiterhin können die anfangs niedrigen Beiträge durch Anstieg der Kosten in späteren Jahren empfindlich ansteigen. Das durch die PKV-Beiträge Ersparte sollte unbedingt fürs Rentenalter zurückgelegt werden, da die Beträge auch bei Ausstieg aus dem Erwerbsleben nicht sinken.

Was Sie vor einem Wechsel beachten sollten:

  • Angebotsvergleich: In keinem anderen Versicherungsbereich ist ein Preis- und Leistungsvergleich so schwierig.
  • Übergang: Angebote sollten immer bei bestehendem Krankenversicherungsschutz ohne Zeitdruck eingeholt werden.
  • Lockvogeltarife: Häufig werden gerade jungen Leuten Billigtarife angeboten, in denen viele Leistungen gekürzt sind. Hier ist oft Ärger mit dem Versicherer programmiert. Wer den Magertarif wählen muss, da er sich einen Normaltarif nicht leisten kann, sollte lieber die Finger von der privaten Krankenversicherung lassen.
  • Kinder: Kinder und Lebenspartner ohne Einkommen sind in der privaten Krankenversicherung nicht kostenlos mitversichert. Sie brauchen eigene, beitragspflichtige Verträge.

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.