Kind 23 monate

Kleinkind-Entwicklung: Das Kleinkind im 23. Monat

Bist du sicher, dass deine Wohnung kindersicher genug ist? Dein kleiner Klettermaxe beginnt nun Werkzeuge und Erhöhungen zu nutzen, um an gewollte (und meist gefährliche) Dinge heranzukommen. Außerdem: Warum Zähneputzen schon in diesem Alter so wichtig ist.

Was dein Kind jetzt kann und womit es gern spielt

Dein Kind ist sicher sehr aktiv, es rennt gerne und geht häufig auf Entdeckungstour. Wenn deinem Kleinkind beim Rennen aber etwas in die Quere kommt, hat es Schwierigkeiten damit, rechtzeitig die Richtung zu wechseln.
Dein Kind klettert wenn möglich überall hinauf, um einen begehrten Gegenstand zu erreichen. Es ist in der Lage, sich dabei mit einem Stuhl, einem Kasten oder ähnlichem zu behelfen. Es kann nun Farben unterscheiden und zuordnen und baut bestimmt gern Türme aus Bauklötzchen.
Zu Musik und wenn du deinem Kind Kinderlieder vorsingst, bewegt es sich vergnügt. Es macht mit und eifert dir nach. Lichtschalter, Schubladen, Schränke, Fernseher und andere Geräte haben eine große Anziehungskraft auf dein Kind. Es freut sich über die Wirkung, wenn es einen Knopf, die Klingel oder den Schalter drückt.
In dieser Phase der Kleinkind-Entwicklung beginnt dein Kind, sich mit Spielkameraden zu beschäftigen. Auch wenn sie noch nicht miteinander sondern nur nebeneinander spielen, fühlt sich dein Kind in Gesellschaft anderer Kinder ganz wohl.

Zähneputzen nicht vergessen!

Wenn du es noch nicht getan hast, wird es höchste Zeit, dass du dein Kind an selbstständige Zahnpflege heranführst. Bestimmt ahmt es dies bereits nach. Zeige deinem Kleinkind, wie die Zähne richtig geputzt werden sollten, um Karies zu vermeiden. Da Karies ansteckend ist, kann ein betroffener Milchzahn die Nachbarzähne anstecken oder schlimmer noch die bleibenden Zähne. Die Milchzähne sollten mindestens zweimal täglich mit einer Zahncreme für Kinder geputzt werden.
Du solltest darauf achten, dass dein Kleinkind eine kindgerechte Zahnbürste benutzt. Sei dem Kind ein gutes Vorbild und nimm dir Zeit beim Zähneputzen. In der Anfangsphase kann es nicht schaden, wenn du für dein Kleinkind die Zähne nachputzt. So lernt es von Anfang an, wie wichtig das Zähneputzen ist.

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Ein Kind im 23. Monat fördern

Sorge dafür, dass dein Kind ausreichend Ruhepausen einlegt. Gönne ihm auch akustische Ruhe, indem du es nicht permanenter Hintergrundbeschallung durch Radio und Fernsehen aussetzt.
Nimm in dieser Phase der Kleinkind-Entwicklung dein Kind bei einem Zahnarztbesuch mit, ohne dass der Zahnarzt das Kind behandelt. So lernt das Kleinkind die Umgebung und den Zahnarzt kennen und die erste Untersuchung wird für dein Kleinkind entspannter sein. Möglicherweise möchte dein Kind auch gleich bei dem gemeinsamen Termin mit dir selbst untersucht werden.
Achte weiterhin auf die Kindersicherheit deiner Wohnung. Denke dabei auch an mögliche Werkzeuge und Tritthilfen, die es deinem Kind ermöglichen könnten, gefährliche Gegenstände in die Hände zu bekommen oder sich beim Versuch an das Drankommen zu verletzen.
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Unser Kleinkind ist 23 Monate alt

Unser Kleinkind ist 23 Monate alt

Wenn mich jemand fragt, wie alt mein Sohn ist, sage ich „fast zwei“. Schon seit einiger Zeit, dabei wird er erst Anfang Juli zwei Jahre alt. Heute ist er 23 Monate. Weil im Juli vermutlich viel los sein wird – das ist ja kurz nach unserem Umzug – will ich heute mal wieder festhalten, was der kleine Mensch schon so alles macht und kann.

Entwicklung: Unser Kleinkind mit 23 Monaten

Viele Mütter wundern sich, ob mit 23-24 Monaten mal wieder ein Entwicklungsschub kommt. Ich wundere mich eigentlich dauerhaft, weil unser Kleinkind nicht nur ein Dauerschub bezüglich seiner Entwicklung zu sein scheint, sondern auch sehr häufig „schwierige“ Phasen hat. Er hat einen sehr starken Willen, enormen Bewegungsdrang und ist immer noch sehr Mama-bezogen.

Körperliche Entwicklung mit 23 Monaten

Bei der U7, die wir letzten Monat hatten, hieß es, unser Kind sei jetzt genau der Durchschnitt, sowohl was Größe, als auch Gewicht anbetrifft. Konkret wiegt er etwa 12,5 kg und ist ca. 88 cm groß. Durchschnitt. Nachdem kurz nach der Geburt der Perzentillen-Rechner immer nur angezeigt hatte „> 99 %“. Trotzdem würde ich seinen Körperbau nach wie vor als kräftig bezeichnen.

Kein Wunder, denn er isst gut und gerne. Vor allem Mittags in der Kita oder wenn es irgendwas mit Kartoffeln oder Nudeln gibt, isst er unglaublich große Portionen. Dafür nimmt er manchmal abends oder morgens kaum etwas zu sich.

Am liebsten ist er in Bewegung. Er läuft schnell, klettert hoch, und fällt sportlich. Wenn er fällt oder sich stößt, weint er fast nie, wenn dann meist nur kurz. Sein Bewegungsdrang geht so weit, dass er mittlerweile sogar lieber im Buggy fährt, als getragen zu werden. Da kann man immerhin noch ein wenig mehr rumzappeln und selbst raus- und reinklettern.

Leider ist er immer noch ein Wenig-Schläfer. 9-10 Stunden reichen ihm nachts, auch wenn er phasenweise dann mal mehr schläft. Tagsüber macht er noch einen Mittagsschlaf, der ist zwischen 45 Minuten und 3 Stunden lang. Meistens eher Ersteres.

Kognitive Entwicklung

Unser Kind spricht. Und zwar so, dass wir häufig verstehen, was er meint. Natürlich sind die Wörter nicht immer ganz sauber, aber ich verstehe trotzdem fast alle. Manchmal erzählt er richtige Geschichten, die verstehe ich dann allerdings nicht, weil sie außer ein paar weniger Worte aus „dadada“ bestehen. Die „richtigen“ Sätze sind in der Regel Zweiwort-Sätze wie Wasser gesprungen, Oma Opa lieb oder Tamo Spielplatz. Manchmal baut er aber auch schon drei Wörter zusammen, z.B. Martin Spielplatz Hand. Komplizierte Wörter wie Polizist oder Schwimmbad kann er beim ersten Mal üben (fast) richtig nachsprechen. Er übt und fragt viel, auch wenn er die Wörter schon kann, möchte er sie gefühlt 100 weitere Male von mir hören. Dann zeigt er immer wieder auf den Käfer oder die Fliege im Buch und fragt „Das da?“. Und weil er so lieb fragt, wiederhole ich die Wörter halt 100 Mal.

Unser Sohn kann „meins“ aber nicht „ich“. Vor allem Handy und Brille sind Gegenstände, von denen er gerne behauptet, sie würden ihm gehören („Meine Bille!“ / „Meine Enni!“) und dann bitterlich weint, wenn wir ihm erklären, dass dem nicht so ist.

Er kann mittlerweile Farben meist richtig benennen und unterschieden. Ein langwieriger Prozess nach Monaten des Ratens. Meist war immer alles „blau! gün!“ und wir mussten dann die richtige Farbe sagen.

Er singt Lieder selbständig, wobei auch hier weite Teile durch „dadada“ ersetzt werden. Nach wie vor liebt er Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorad und Die Affen rasen durch den Wald. Diese Lieder werden mich in 20 Jahren noch in meinen Albträumen verfolgen!

Insgesamt aber wird es mit ihm einfach immer schöner und einfacher. Er kann sich jetzt immer länger alleine beschäftigen und ist viel längere Zeitspannen zufrieden und fröhlich. Auch wenn die Fröhlichkeit jetzt schneller ins Gegenteil umschlägt, als früher, habe doch das Gefühl, immer mal wieder tagsüber auch durchatmen zu können.

Er will viele Dinge jetzt selbst machen. Aus Flaschen trinken, ohne dass noch jemand anfasst zum Beispiel oder den Kinderwagen selbst schieben. Das ist irgendwie echt süß und wenn es klappt, sind alle beteiligten so stolz.

Und er hat immer genauere Vorstellung davon, wie Dinge sein sollen und ist SEHR wütend, wenn es nicht klappt – egal, ob er es vergeblich versucht, oder wir etwas verbieten. Sagt ganz oft Neinneinnein.

Ein Beispiel: Wir sind beim Arzt und dort gibt es eine Spielküche mit einem Stuhl. Er und ein älteres Mädchen möchten gleichzeitig auf dem Stuhl sitzen und an der Küche spielen. Es gibt Streit. Also stelle ich noch einen zweiten kleinen Hocker dazu und die beiden spielen friedlich. Zwei Wochen später kommen wir wieder dorthin. Stuhl und Küche sind leer, der Rubbelbatz setzt sich hin und spielt. Ein Mädchen, wieder älter, kommt und möchte mitspielen. Er sagt „Neinneinnein“, alle denken, er möchte sie nicht mitspielen lassen. Aber er holt den Hocker, stellt ihn dazu und die beiden spielen friedlich, bis wir dran sind.

Sozialverhalten beim Kleinkind mit 23 Monaten

Sein Verhalten gegenüber anderen Kindern und Erwachsenen ist und war schon immer sehr offen und kontaktfreudig. Er hat keine Angst vor niemandem und freut sich über jeden Besuch. Richtig gefremdelt hat er nie.

In den letzten Monaten allerdings würde ich sein Verhalten gegenüber (gefühlt) kleineren Kindern aber wohlwollend als etwas ruppig beschreiben. Denn anscheinend ist es sehr spannend, zu sehen, wie alle Beteiligten reagieren, wenn er ein kleines Kind einfach umschubst oder ins Auge piekt oder sich auf ein krabbelndes Kind drauflegt. (Das macht er allerdings mit aller ihm möglichen Sorgfalt. Trotzdem fängt das unten liegende Kind in der Regel zu weinen an.) Das kann wirklich stressig sein, wenn wir mit ihm auf dem Spielplatz oder sonstwo in der Nähe kleinerer Kinder sind. Denn auch wenn sich dadurch nie ein Kind verletzt, sind wir trotzdem sehr darauf bedacht, ihm jedes Mal zu erklären, dass das nicht richtig ist und darauf zu achten, dass er es nicht ein zweites Mal versucht.

Gleichzeitig ist er aber auch wirklich lieb zu anderen Kindern jeden Alters. In der Kita gibt es ein vier Monate jüngeres Mädchen, mit der er sich regelmäßig in den Haaren hat, im wörtlichen Sinne. Sie ist zum Glück auch nicht zimperlich, sodass er mal sieht, dass Kinder sich auch wehren. Und während er sie hinterrücks schubst oder sie ihm das Gesicht zerkratzt, füttern die beiden sich im nächsten Moment am Essenstisch, umarmen sich einvernehmlich und er sagt „Bussi, bussi“. Wenn kleine Kinder weinen, kommt er und bringt Spielzeug oder die Flasche und tätschelt vorsichtig deren Kopf. Auch mit Neugeborenen ist er super vorsichtig.

Windelfrei und Sauberkeits-„Erziehung“

Immer wieder werde ich von anderen erstaunt gefragt, ob er schon auf Toilette / Töpfchen geht. Ich verkneife mir dann zu sagen „Ja, seit mehr als einem Jahr!“. Denn sauber oder trocken ist er deshalb noch lange nicht und wer unser Windelfrei-Thema nicht kennt, könnte das schnell missverstehen als verfrühtes Töpfchentraining. Aber immerhin macht er seit vielen Monaten so gut wie gar kein großes Geschäft mehr in die Windel. Häufig sagt er an, dass er muss, genauso häufig kenne ich aber auch seinen Bio-Rhythmus und frage ihn, ob wir auf Toilette gehen wollen. Wenn er nicht möchte, ist das okay, aber eigentlich mag er das Prozedere ganz gerne. Manchmal fordert er auch die Toilette, obwohl gar nichts kommt. Einfach, weil er gerne da oben sitzt und sich dann immer jemand die Zeit nimmt, neben ihm zu sitzen.

Ich würde sogar sagen, er mag die Toilette etwas zu gern. Wenn wir nämlich auf Toilette wollen, steht er häufig ganz aufgebracht neben uns und will selbst „pullern“. Wenn wir dann nicht schnell Platz machen (und meistens geht das halt nicht so einfach), kullern die dicken Tränchen und er weint ganz herzzerreißend und ruft immer wieder „puuuuullern“! Sogar einen richtigen Pullern-Wutanfall mit auf den Boden werfen und allem, was dazu gehört, hatte ich schon.

Ob das jetzt Töpfchen-Training ist oder nicht, kann ich nicht sagen, ich habe mich nie mit der Thematik beschäftigt. Für uns ist es ein spielerischer und einfacher Weg, ihm zu zeigen, wo Ausscheidungen hingehören. Und er versteht es mehr und mehr. Auch wenn er seine Blase nur selten kontrollier (oder kontrollieren kann?). Ich denke, dass irgendwann der Zeitpunkt kommt, an dem er willentlich keine Windel mehr möchte und die Toilette benutzen. Ich habe schon oft gehört, dass Kinder dann sehr frustriert sind, wenn es nicht so richtig klappt. Das hoffe ich unserem Kleinen zu ersparen – denn das technische kann er schon, jetzt fehlt nur noch der Wille.

Phase? Schub? Was ist los mit 23 Monaten?

Hallo Ihr Lieben,
Unsere Tochter ist zur zeit ein richtig schwieriges Persönchen. Klar uns hat die Trotzphase grad frontal erwischt, und dann kommt noch erschwerend hinzu, dass sie 1 1/2 Wochen lang bei meinen Eltern war, weil ich lernen musste und keine Betreuung hatte… Dort ist sie soooo gern und ich hab gemerkt, dass es ihr richtig gut getan hat und sie ausgeglichen und "normal" war. Nun ist es auch völlig in Ordnung, dass sie sich erstmal wieder dran gewöhnen muss, dass hier eben andere Regeln sind als bei Oma und Opa. Es ist auch nicht so, dass sie dort verzogen wird, im Gegenteil, wir gehen konform, was Erziehung und ect. angeht.
Aber was mir eigentlich zu schaffen macht und wo ich jetzt doch mal nachfragen muss, ist etwas anderes:
Sie mutiert grade wieder zum "Baby". Sie will unbedingt wieder ihr Fläschchen, am Liebsten morgens, mittag UND abend und bockt natürlich ordentlich, wenn ich freundlich aber bestimmt sage, dass das nicht geht. Dann fragt sie ständig nach ihrem Schnuller, den es wiederum auch nur im Bett zum Schlafen gibt. Dann hat sie in der letzten Zeit auch gern mal ohne Windel gespielt, das geht im Moment auch nicht, sie fordert sofort ihre Windel. (Nicht dass ich sie trocken legen will, aber ich dachte einfach, wenn sie ohne Windel will, ok…)
Außerdem muss sie ständig auf den Arm und getragen werden.
Ist das irgendne Phase? Das ging schon bei meinen Eltern los. Hat jemand ähnliches erlebt?
Achja, sie wird im August 2.
Liebe Grüße und schönen Abend,
ff

Welche Rolle spielen Farben bzw. das Farben lernen?

In unserem Alltag spielen Farben eine besondere Rolle. Sie können Gefühle bestimmen und Stimmung erzeugen.

Wie bringt man Kindern Farben am besten bei?

Um Farben zu lernen, können Spiele, Bewegungsspiele, Lieder oder Fingerfarben zum Einsatz kommen.

Was kann man bei Lernschwierigkeiten tun?

Suchen Sie das Gespräch bei Ihrem Kinderarzt, wenn Ihr Kind ungewöhnlich lange Probleme damit hat, Farben zu unterscheiden.

Farben bestimmen unser ganzes Leben. Wir wählen unsere Kleidung nach ihnen aus und dekorieren die Wohnung nach unseren Vorlieben. Für Erwachsene ist das Erkennen von Farben selbstverständlich, Kinder müssen jedoch erst lernen, die Farben zu erkennen und zu benennen. Aber ab wann lernen Kinder Farben und welche Angebote zum Thema Farben gibt es?

Wir informieren Sie in unserem Ratgeber rund um das Thema Farben lernen. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihrem Kind die Farben am besten beibringen. Dazu zeigen wir Ihnen viele verschiedene Möglichkeiten auf. Außerdem erfahren Sie, wie Sie bei Ihrem Kind eine Farbschwäche erkennen können.

1. Farben bestimmen unseren Alltag

Bereits Kleinkinder wählen ihre Kleidung nach Farben aus.

Farben spielen nicht nur in der Kunst, sondern auch in unserem Alltag eine große Rolle. Jeder Mensch hat Farbtöne, die er mag und die er weniger mag. Sie geben außerdem viel über unser Gefühlsleben preis. Bereits bei der Wahl der Kleidung lassen wir uns von unserer Stimmung leiten.

Aber auch umgekehrt kann mit bestimmten Farben eine gewünschte Stimmung erzeugt werden. Helle, warme Töne wie gelb oder orange wirken stimulierend, während blau eine beruhigende Wirkung auf uns hat. Viele verbinden Farben auch mit etwas Erlebtem, sodass dadurch bestimmte Gefühle ausgelöst werden können.

Ein neugeborenes Baby kann zunächst nur Kontraste sehen. Erst ab etwa drei Monaten können Kinder alle Farbtöne wahrnehmen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie sie auseinanderhalten und erkennen können. Eltern können ihren Kindern die Farben jedoch ganz einfach im Alltag beibringen. Benennen Sie beispielsweise immer wieder die Farbe des Kuscheltiers, des T-Shirts oder der Hose. Beschränken Sie sich jedoch zu Anfang auf die Grundfarben.

Ab wann Kinder Farben richtig benennen können, hängt natürlich auch stark von der individuellen Sprachentwicklung ab. Während einige Kinder schon mit zwei Jahren Farben eindeutig erkennen und benennen können, haben andere Kinder selbst mit vier Jahren noch kleine Probleme damit.

Generell gilt: Ab einem Alter von etwa drei Jahren sollten Kinder alle Farben korrekt benennen können.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen verschiedene Angebote zum Thema Farben lernen.

2. Spiele zum Farben lernen

Sortierspiele sind bei Kids besonders beliebt und helfen gleichzeitig Farben zu lernen.

Das Thema Farben wird auch im Kindergarten behandelt. So gibt es beispielsweise in der Krippe Fingerspiele zu Farben und verschiedene Projekte zu Farben. Darüber hinaus sollten Sie die Farben mit Ihren Kindern aber auch zu Hause üben.

Im Handel gibt es verschiedene Spiele, mit deren Hilfe Kinder Farben lernen können. Zudem gibt es Bücher, kostenlose Videos auf YouTube und Computerspiele, welche Kleinkindern die verschiedenen Farben aufzeigen und erklären.

Sie können solche Spiele jedoch auch einfach selbst ausdenken und zusammenbasteln. Eine erste Möglichkeit ist es, Bauklötze nach Farben sortieren zu lassen. Dazu legen Sie je einen Baustein pro Farbe mit etwas Abstand voneinander entfernt. Die restlichen Bausteine werden einfach in der Mitte verteilt. Nun geben Sie Ihrem Kind die Aufgabe, die Bausteine gleicher Farbe auf den jeweiligen Stapel zu legen. Benennen Sie dabei auch jedes Mal die einzelnen Farben.

Eine weitere Möglichkeit ist das bekannte Spiel Ich sehe was, was du nicht siehst. Dazu sucht sich ein Spieler einen Gegenstand im Raum oder im Freien aus. Dieser muss jedoch für alle sichtbar sein. Danach sagt dieser Spieler beispielsweise: “Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist blau”. Daraufhin dürfen die anderen Spieler alle Gegenstände im Umfeld aufzählen, die diese Farbe haben. Wer den richtigen Gegenstand gefunden hat, ist als nächster dran.

3. Bewegungsspiele zum Thema Farben

Das Verknotungsspiel Twister ist sehr gut geeignet, um Farben zu lernen.

Ein sehr bekanntes und beliebtes Spiel für Kinder ist Twister. Bei diesem Spiel steht vor allem der Spaßfaktor im Vordergrund. Gleichzeitig wird jedoch auch der Gleichgewichtssinn und die Gelenkigkeit geschult. Ein Spieler dreht an der Scheibe. Diese zeigt nun an, welches Körperteil auf welche Farbe gesetzt werden soll. So geht es immer reihum. Gewinner ist derjenige, der sich am längsten auf dem Spielfeld halten kann.

Ein weiteres tolles Spiel, mit dem Kinder Farben lernen können, ist Ecken laufen. Legen Sie dazu einige Gegenstände der gleichen Farbe in jeweils eine Ecke. Für kleinere Kinder bieten sich zunächst die Grundfarben rot, gelb, grün und blau an. Bei älteren Kindern können auch Farben wie rosa, türkis oder orange zum Einsatz kommen. Nun wird Musik eingeschaltet, zu der sich die Kinder frei im Raum bewegen können. Sie als Spielleiter stoppen zwischendurch die Musik und rufen eine der vier Farben. Nun müssen alle Kinder schnellstmöglich in diese Ecke laufen. Wer zuletzt ankommt, scheidet in dieser Runde aus.

Tipp: Um das Spiel komplizierter zu machen, können Sie weitere Farben oder sogar Mischfarben mit ins Spiel bringen.

4. Mit Malfarben und Kinderliedern Farben lernen

Fingerspiele bieten sich nicht nur für die Kita, sondern auch für zuhause an.

Natürlich sind auch Malfarben für Kinder und Kinderlieder geeignet, um Kleinkindern die verschiedenen Farben beizubringen. Malfarben stellen dabei eine sehr kreative Möglichkeit dar. Spezielle Kinderfarben bieten zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten. Durch die Vermischung von Farben können Sie Ihrem Kind zeigen, welche weiteren Farbtöne hergestellt werden können. Außerdem können Kinder Gegenstände, die sie in der Natur gesehen haben, in den jeweiligen Farben aufs Papier bringen.

Das Thema Farben wird im Kindergarten häufig mit Fingerspielen behandelt. Eine Möglichkeit ist es, die Finger der Kinder in verschiedenen Farben anzumalen. Zum Beispiel der Daumen weiß, der Zeigefinger rot, der Mittelfinger gelb, der Ringfinger grün und der kleine Finger blau. Daraufhin liest der Erzieher/die Erzieherin eine Geschichte vor. Taucht eine Farbe auf, müssen die Kinder den passenden Finger in die Luft halten.

Ein geeignetes Lied mit Farben ist beispielsweise das Farbenlied. In diesem Lied über Farben werden Kindern verschiedene Gegenstände oder Tiere aufgezeigt, die klassischerweise eine bestimmte Farbe aufweisen. Die Melodie animiert die Kinder dazu, gut zuzuhören und eventuell mitzumachen. Für ältere Kinder bietet sich das Farben-Misch-Lied an. Dieses Farbenlied zeigt auch, was passiert, wenn verschiedene Farben gemischt werden.

5. Eine Farbschwäche oder Farbblindheit erkennen

In den Vorsorgeuntersuchungen bekommen Sie Feedback über das Sehvermögen Ihres Kindes.

Wenn Kinder anfangen, Farben zu lernen, werden diese auch hin und wieder mal vertauscht. Dies ist jedoch kein Grund zur Beunruhigung. Beobachten Sie Ihr Kind einfach und schauen Sie, ob sich dieses Problem nach kurzer Zeit von selbst löst.

Wenn Ihr Kind dauerhaft Probleme hat, Farben zu unterscheiden, sollten Sie jedoch das Gespräch mit dem Kinderarzt suchen. In den beiden Voruntersuchungen U7 und U8 wird außerdem das Sehvermögen getestet, in welchen eine Farbschwäche diagnostiziert werden würde.

Totale Farbblindheit

Bei der totalen Farbblindheit sehen die Betroffenen nur schwarz-weiß. Von dieser Krankheit sind jedoch nur 0,001% der Bevölkerung betroffen.

Eine Farbfehlsichtigkeit ist normalerweise angeboren. Die häufigste Form ist die Rot-Grün-Schwäche. Bei dieser Art der Fehlsichtigkeit können Kinder und Erwachsene die Farben rot und grün sehr schlecht unterscheiden. Die Grünschwäche tritt jedoch wesentlich häufiger auf als die Rotschwäche.

Laut einer Statistik sind in Deutschland etwa 8% der Männer und nur 0,3% der Frauen betroffen. Dieser signifikante Unterschied kommt dadurch zustande, dass die Gene auf den X-Chromosomen liegen und der Defekt ein rezessives Merkmal ist.

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Die geistige Entwicklung

Kinder im vierten Lebensjahr leben in ihrer kleinen Welt und beobachten sehr genau, was um sie herum geschieht. Sie finden Dinge, die Erwachsenen nicht auffallen würden. Ein Stein, eine Feder oder eine Blüte – alles, was ihnen begegnet, wird genau untersucht. Sie erkennen kleine Details, erfassen aber Dinge zunehmend auch in Gesamtheit. So erweitern sie ihr Wissen. Nicht nur die Umwelt, auch die sie umgebenden Menschen werden genau beobachtet.

Was ihm wichtig und vertraut ist, erscheint dem Kind als groß. Sehr schön ist dies an Kindermalereien zu erkennen. Kinder malen nicht, wie es „richtig“ aussieht, sondern nach innerem Erleben. Je nach Bedeutung für das Kind werden Gegenstände oder Personen groß oder klein gemalt. Die vertraute Umgebung nimmt das Kind größer wahr als fremde Umgebung.

Je älter das Kind wird, desto ausgeprägter werden seine Fähigkeiten. Es kann sich immer besser ausdrücken, es ist offen für alles Neue, kann sich zeitlich und auch örtlich in begrenztem Rahmen gut orientieren. Der Gang zum Bäcker um die Ecke gelingt bald ohne Probleme.

Zeitverständnis/Gedächtnis
Lernen
Phantasie
Sprachentwicklung

Zeitverständnis/Gedächtnis

Das Zeitempfinden wird genauer. Vierjährige können „gestern“, „heute“, „morgen“ bestimmten Tagen zuordnen. Sie wissen, dass sich Tag und Nacht, die Jahreszeiten oder die Wochentage regelmäßig wiederholen. Sie verstehen, dass sie Kinder sind, aber mit der Zeit größer und erwachsen werden. Sie möchten wissen, wann ihr Geburtstag ist, wann der Urlaub beginnt und so weiter.

Diese Daten helfen, ein feineres Zeitgefühl zu entwickeln. Ebenso wie bei Erwachsenen verläuft in ihrem Empfinden nach ein angenehmer Nachmittag schneller. Langweilige Zeitabschnitte können sich ins Unendliche strecken.

Das Gedächtnis wird sehr gut. Kinder im Vorschulalter können sich lebhaft an eindrucksvolle Ereignisse erinnern. Sie merken sich Reime, Gedichte oder Märchen, wenn sie von ihnen beeindruckt sind. Sie können die Farben unterscheiden.

Auch wenn das Kind nun über ein gutes Gedächtnis verfügt, tauchen gelegentlich Erinnerungslücken auf. Es achtet auf die Dinge, die ihm bedeutsam erscheinen. Andere Begebenheiten können dabei verloren gehen. Es verwechselt unter Umständen die zeitliche Reihenfolge von Ereignissen oder schmückt seine Erzählungen phantasievoll aus.

Es verändert Erinnerungen nach seinen Wünschen und Phantasien. Dabei ist ihm nicht bewusst, dass die Wahrheit ganz anders ausgesehen hat. Von Erwachsenen wird dies oft als Lügen missverstanden.

Lernen

Bisher hat das Kind gelernt, indem es bereits Bekanntes häufig wiederholt hat. Immer wieder das gleiche Spiel machte Spaß, bis es erschöpfend geübt war.

Nun ist es sehr aufgeschlossen für alles Neue. Es erschließt sich seine Welt durch eine große Neugierde. Das zweite Fragealter ist Zeichen dieser Offenheit. Das Kind möchte den Dingen auf den Grund gehen.

Es zeigt großes Interesse für die Umwelt, die die Mitmenschen umgibt. Es tauchen Fragen auf, die sich auf Hintergründe beziehen. „Warum weint das Kind?“ „Hat sich das Kind weh getan?“ Mit den vielen Fragen erweitert das Kind nicht nur sein Wissen, es orientiert sich in seiner Umgebung. Dadurch gewinnt es Sicherheit. Es begnügt sich nicht unbedingt mit dem, was ihm Erwachsene erzählen. Es denkt nach und sucht nach einem eigenen Standpunkt.

Nach wie vor ist Spielen die beste Form zu lernen. Um zu Lösungen zu kommen, beispielsweise einen geformten Holzklotz in die entsprechende Öffnung zu fügen, probierte bisher das Kind alle Möglichkeiten durch. Nun überlegt es, bevor es handelt.

Zunehmend werden Buchstaben und Zahlen interessant. Die Kinder fragen nach neuen Wörtern oder wollen den eigenen Namen malen. Durch ständigen Umgang mit Buchstaben werden sie neugierig darauf. Das bedeutet aber nicht, dass sie schon schreiben wollen. Sie können mit dem neu erworbenen Wissen oft noch nicht umgehen. Manche Kinder kennen die Zahlen bis 20, es gelingt aber noch nicht, fünf Gegenstände abzuzählen.

Die Fähigkeit zu schreiben oder zu rechnen reift langsam heran.

Phantasie

Die Phantasiewelt des Kindes ist sehr reich. Sie ist nicht auf reale Gegebenheiten beschränkt. Das Kind kann Geschichten selbst erfinden und phantasievoll ausschmücken. Die Kinderbilder zeugen von einem Vorstellungsvermögen, das sehr stark mit Gefühlen verbunden ist.

Die Vielzahl der Lösungsmöglichkeiten, die sich ein Kind vorstellt, sind für Erwachsene oft beeindruckend. Das Kind kann im fliegenden Auto vor einem bösen Drachen flüchten, es hat Riesenkräfte oder erfindet Tiere, die es nicht gibt.

Mit der Zeit wird das Weltbild immer vielfältiger und realistischer.

Sprachentwicklung

Das Kind kann sich immer besser ausdrücken. Es kann sagen, was ihm wichtig ist und findet eigene Argumente.

Es erzählt viel, beispielsweise Begebenheiten aus dem Kindergarten. Ärgert es sich, kann es dies deutlich ausdrücken. Schimpfworte werden aufgeschnappt und ausgiebig verwendet. Manchmal werden Redewendungen von Erwachsenen nachgeahmt, die altersunangemessen anmuten. So kann es vorkommen, dass sich ein Vierjährigen nach dem „werten Befinden“ erkundigt.

Im Gespräch mit anderen ist das Kind noch sehr auf sich bezogen. Je mehr es mit anderen Menschen zusammenkommt, lernt es, sich auf die Gesprächspartner einzustellen.

Hat das Kind bisher sein Spiel gerne mit Worten begleitet, führt es seine Aktivitäten zunehmend schweigend durch. Die Sprache dient wie bei Erwachsenen dem Austausch mit der Umwelt.

Der Wortschatz steigt enorm an. Es gebraucht noch gerne die Hände, um etwas zu erklären. Zunehmend versucht es, die Dinge sprachlich zu erklären. Es formuliert eigene Sätze. Es erfindet phantasievolle, treffende Bezeichnungen, wenn es ein Wort nicht kennt. Da kann der Wecker schon mal zum „Wachmacher“ werden.

Das Kind macht noch grammatikalische Fehler. So ist es in den Kindergarten „gegeht“ und nicht „gegangen“. Es möchte aber gern richtig sprechen und korrigiert sich oft selbst.

Mädchen sind den Jungs in diesem Alter im sprachlichen Bereich noch überlegen.

Was kann es Neues?

Und was kann unser Wölkchen jetzt Neues? Irgendwie ist die Entwicklung ja ein kontinuierlicher Prozess. Jeden Tag zeigt sie neue Fähigkeiten. Nur weil sie 26 Wochen alt ist, kann sie nicht plötzlich, zack, alle oben beschriebenen Sachen.
Was mir jedoch aufgefallen ist: während des Schubes hatte sie sich wieder weniger gedreht und beschäftigte sich auf dem Rücken liegend. Nach dem Schub fing sie plötzlich an sich durch die Gegend zu rollen. Kurz abgelegt, wuff hat sie sich auf den Bauch gekugelt. Nach einer kurzen Stipvisite im Bad beispielsweise fand ich Wirbelwind dann meterweit von ihrer Spieldecke entfernt vor. Nicht sonderlich glücklich, versteht sich, auf dem harten Untergrund.
Zudem interessierte sie sich nun für Details an Gegenständen, insbesondere Etiketten an Kleidung, Tüchern und ihrem Spielzeug haben es ihr angetan. Diese werden nicht nur bestaunt, sondern auch gerne gezutscht. Schon witzig, wenn man sie auf ihrer Decke ablegt, mit Spielzeug beglückt und kurze Zeit später ein heftiges „zutsch, zutsch“ hört. Kleine Sabbermaus!
Auch insgesamt wird Spielzeug nun äußerst interessiert bestaunt, gedreht und betastet, ja sogar geschüttelt, um Geräusche zu erzeugen oder heruntergeworfen, um ihnen interessiert nachzuschauen. Dieses Spiel könnte sie ewig fortsetzen. Mein Rücken findet es allerdings nicht so lustig.
Wenn man sich anders als normal verhält, guckt sie verdattert oder lacht. Als sich letztens ihre Kusine als Katze anmalen ließ, guckte sie zunächst auf die schwarze Nase und lachte dann los.
Und ja, wenn ich aus dem Raum gehe, protestiert sie gut hörbar, zumindest, wenn ich sie dabei anschaue. Wenn ich mal schnell hinaushusche, ohne zurückzublicken, geht es auch ohne jammernde Hintergrundmusik. Viel Zeit bleibt mir allerdings nicht, bis ich zurückkehren muss. Das Kind will ja beschäftigt werden.
Ein paar Dinge von der obigen Liste konnte ich jedoch nicht beobachten, so zum Beispiel, dass sie Dinge hochhebt, um zu sehen, ob sich etwas darunter befindet. Sie versucht keine Schnürsenkel aufzuziehen und zieht sich schon gar nicht an einem Gegenstand hoch. Auch füttert sie mich nicht, aber nun fässt sie ganz interessiert Mund, Augen, Haare, Ohren anderer an. Wenn ich mich mit ihr zum Mittagsschlaf hinlege und als gute Vorzeigemama meine Augen schließe, in der Hoffnung sie tut es mir gleich, kann ich sicher sein, dass kurze Zeit später eine Hand mein Gesicht betatscht. Und da ist sie nicht zimperlich. Aber die Augen sind ja zum Glück zu 😛

Soweit von der Entwicklungsfront. Mehr gibt es dann nächste Woche zum Siebenmonatigen.

Dein Kleinkind mit 23-24 Monaten

Dein Kind wird jetzt immer kreativer. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Körper eingesetzt wird, Buntstifte benutzt werden oder sich die Ideen im Spiel mit neuen Freunden entwickeln. Auch wenn es viel Arbeit bedeutet, ein Kind im 23.-24. Monat mit Buntstiften auszustatten und dann darauf zu achten, dass es nicht die ganze Wohnung bemalt, solltest Du Deinem Kind die Gelegenheit zur Entfaltung seiner Kreativität geben. Du kannst Dir die Arbeit erleichtern, indem Du ihm hierfür große Blätter oder Tapetenstücke zu Verfügung stellst. Ausladende Bewegungen stehen nämlich immer noch hoch im Kurs. Langsam, aber sicher knüpft Dein Kind nun seine ersten Freundschaften. Zwar herrscht noch keine große emotionale Bindung zwischen den Kindern, aber es ist dennoch wichtig, dass sie erste Erfahrungen im Umgang mit Gleichaltrigen machen.

Geistige Entwicklung

Kleine Künstler

Kinder sind kleine Künstler und lieben es, mit Farben zu experimentieren. Am Anfang empfehlen sich ungiftige Fingerfarben und große Blätter. Anschließend können auch Buntstifte und Wachsmalkreiden zum Einsatz kommen. Dein Kind sollte sich beim Malen völlig austoben können. Dafür kann es seinen ganzen Körper einsetzen, denn Füße und Hände erschaffen neue Objekte. Dein Kind entwickelt beim Malen mit 23 und 24 Monaten auf spielerische Weise seine motorischen und koordinativen Fähigkeiten. Freu Dich gemeinsam mit ihm über die bunten Farben, auch wenn das Gemalte zumeist schwierig zu erkennen ist. Neben dem Malen kann auch das Basteln einen großen Reiz auf Dein Kind ausüben. Verschiedene Materialien können sich durch die eigene Kreativität in etwas anderes verwandeln. Dein Kind lernt, wie es Objekte wie zum Beispiel Laternen selbst herstellen kann – ganz gleich, ob es sich bei den Dingen um etwas Nützliches, etwas Schönes oder etwas zum Spielen handelt.

Körperliche Entwicklung

Treppensteigen ist kinderleicht

Wahrscheinlich wirst Du jetzt oft den Satz „Deine Kleine ist aber groß geworden“ hören. Denn Kind ist aber nicht nur gewachsen, sondern hat inzwischen auch gelernt, wie man Treppen steigt und sich dabei am Geländer festhält oder wie man auf Stühle steigen kann. Auch ist es allmählich in der Lage, zu springen und Hindernissen während des Laufens auszuweichen. Diese neue Fähigkeit, eigenständig zu springen, birgt jedoch auch neue Gefahren. So kann es beispielsweise sein, dass der kleine Weltentdecker auf die Idee kommt, vom Sofa zu hüpfen und ihm dabei eine Tischkante in die Quere kommt. Daher solltest Du immer genau aufpassen, was Dein Kind so treibt. Hat es Dir im 23.-24. Monat inzwischen schon einen Turm aus Bauklötzen gebaut, sich alleine angezogen oder mit Deiner Hilfe selbst die Zähnchen geputzt? Prima, denn diese Dinge werden in diesem Lebensabschnitt langsam realistisch. Sei jedoch nicht irritiert, wenn diese Entwicklungen noch nicht eintreten, denn jedes Kind entwickelt sich unterschiedlich schnell. Vielmehr solltest Du Deinem Kind die räumlichen Möglichkeiten schaffen, die es braucht, um seine motorischen Entwicklungen entdecken zu können. Gepaart mit viel Lob wirst Du schon bald kleine Überraschungen erleben. Besonders wichtig bei der grobmotorischen Entfaltung ist die Wahl der richtigen Schuhe. Suche dafür am besten ein entsprechendes Fachgeschäft auf, in dem die Füßchen genau vermessen werden. Idealerweise sind die kleinen Schuhe 1,5cm länger als der Kinderfuß, damit genug Platz zum Abrollen bleibt und Dein Liebling sich so richtig austoben kann.

Verhalten

Das Sprechen klappt immer besser

Jetzt ist es gut möglich, dass Dein Kind sich bereits richtig mit Dir unterhalten kann. Vielleicht habt Ihr tatsächlich schon das ein oder andere Gespräch miteinander geführt, das über drei, vier Sätze hinausging, denn Dein Kind lernt mit 23 und 24 Monaten neue Wörter kennen und beginnt, die Grammatik richtig anzuwenden. Daher kann es seine Bedürfnisse und Wünsche nun besser zum Ausdruck bringen. Lass Dein Kind auch von sich selbst erzählen. So erfährst Du, was er gerne mag und was nicht. Zeig ihm, das Du Dich für es selbst und seine Interessen interessierst.

Gesundheit

Zahnpflege ist angesagt

Falls Du es bisher nicht getan haben solltest, wird es nun höchste Zeit, Dein Kind an die eigenständige Zahnpflege heranzuführen. Zeige ihm, wie es seine Zähne richtig putzen kann. Schließlich ist die tägliche Zahnpflege wichtig, um Karies vorzubeugen. Dieser ist nämlich ansteckend, sodass ein betroffener Milchzahn auch die anderen Zähne anstecken kann. Daher sollte Dein Kind seine Zähnchen mindestens zweimal, besser dreimal, mit einer speziellen Zahnpasta für Kinder putzen. Wichtig ist überdies, dass die Zahnbürste, die Dein Kind mit 23 und 24 Monaten benutzt, kindgerecht ist. Um ihm die Bedeutung der Zahnpflege zu verdeutlichen, kannst Du Dir auch zeitgleich mit ihm die Zähne putzen. So lernt es von Anfang an, wie wichtig das tägliche Zähneputzen ist.

Essen

Routine schaffen

Du solltest versuchen, feste Zeiten für die Mahlzeiten Deines Kindes einzuplanen. Denn diese Regelmäßigkeit ist für die Entwicklung Deines Kindes und sein späteres Essverhalten von großer Bedeutung. Zwar lassen sich die festen Essenszeiten nicht immer einhalten – etwa wenn ein Termin dazwischen kommt –, Du solltest jedoch versuchen, eine gewisse Routine zu schaffen. Ab und zu ist dann auch mal ein Eis oder eine kleine Süßigkeit erlaubt, solange das nicht zur Regel wird. Ansonsten solltest Du auf eine nährstoff- und abwechslungsreiche Kost bei Deinem Kind im 23.-24. Monat achten.

Schlafen

Den Tagesablauf strukturieren

Ein geregelter Tagesablauf ist jetzt besonders wichtig für Dein Kind. Dazu zählt auch der regelmäßige Schlaf, der für seine gesunde Entwicklung unabkömmlich ist. So ist ein Mittagsschlaf in diesem Alter empfehlenswert. Du solltest dabei jedoch darauf achten, dass dieser möglichst immer zur gleichen Zeit stattfindet, damit Dein Kind im 23.-24. Monat nicht aus seinem Tagesrhythmus gerät. Auch was das Zubettgehen am Abend anbelangt, ist Routine bei den Schlafenszeiten angesagt. Der Rhythmus hilft Deinem Kind dabei, sich auf den Schlaf einzustellen. Probleme beim Einschlafen sind somit seltener.

Spielen

Gemeinsames Spielen mit anderen Kindern

Mittlerweile hat Dein Kind vielleicht schon den ein oder anderen Spielgefährten in seinem Alter. Das Spiel mit anderen Kindern ist wichtig für die soziale Entwicklung Deines Kindes: Hierbei lernt es zum Beispiel, wie bedeutsam Teilen und Einfühlungsvermögen sind. Natürlich bist Du nach wie vor die wichtigste Person im Leben Deines Kindes. Trotzdem kann es jetzt vermehrt vorkommen, dass es mit 23 und 24 Monaten gezielt nach gleichaltrigen Spielkameraden Ausschau hält, mit denen es gemeinsam toben und spielen kann.

Der zweite Geburtstag

Endlich ein Jahr älter

Der große Tag steht vor der Tür. Dein Kind wird bereits zwei Jahre alt. Wenn Du Dich an den letzten Geburtstag zurückerinnerst, wirst Du sicherlich viele Veränderungen feststellen. War Dein Baby damals noch unselbstständig und konnte kaum sprechen, kann es inzwischen schon deutlich sagen, was es möchte. Es ist in der Lage, selbstständig zu sitzen, zu stehen und zu laufen. Es weiß, was es will. Diese Entwicklung sollte auf jeden Fall gefeiert werden. Oft ist den Kindern mit 24 Monaten die ganze Aufmerksamkeit aber viel zu viel. Sie verstecken sich, wollen die Geschenke nicht annehmen und auch keine Hände schütteln. Lass Deinem Kind daher Freiräume. Die ganze Aufmerksamkeit ist ungewöhnlich und verunsichert es. Aber im Laufe des Tages wird Dein Kind auftauen, vor allem auch wenn andere Kinder mit dabei sind. Wenn ein Erwachsener die Kleinen betreut, werden sowohl die Erwachsenen als auch die kleinen Gäste diesen Tag in guter Erinnerung behalten. Nicht die Geschenke sind das Besondere, sondern vielmehr bleibt das Erlebte im Gedächtnis. Sinnvoll sind Geschenke, die die kindliche Fantasie anregen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Tafel und Kreide oder einem Laufrad?

  • Dein Kleinkind mit 21 und 22 Monaten
  • Dein Kleinkind mit 25 und 26 Monaten

Es ist schon unglaublich – jetzt ist Ihr Kind fast zwei Jahre alt! Bedenken Sie nur, wie schnell das ging und was Ihr Kind schon alles schafft und kann! Sie sollten immer daran denken, dass alle Kinder unterschiedlich sind und sich in ihrem eigenen Takt entwickeln. Hier folgt eine Übersicht der Dinge, die Ihr Kind entweder bereits kann oder die es im Moment übt:

Meilensteine

bringt sein Temperament über sein Aktivitätsniveau, seine sozialen Fähigkeiten und seine Aufmerksamkeitsspanne zum Ausdruck
erkennt den Unterschied zwischen verschiedenen Formen (Kreise, Vierecke, Dreiecke)
wünscht sich, unterschiedliche Dinge alleine zu machen, da sein Selbstvertrauen wächst
entwickelt eine Vorliebe für spezielle Arten von Spielen
spricht Wörter aus und wiederholt sie
benutzt rund 50 Wörter
beantwortet Fragen mit Ja oder Nein
läuft alleine wirft einen Ball nach vorne
folgt einfachen Anweisungen wie „blättere die Seite um“
hat weniger Angst vor Fremden zeigt
Interesse an bestimmten Büchern und Bildern
zeigt unterschiedliche Gefühle liebt es, zu spielen und „im Haushalt zu helfen“
holt Dinge, wenn man es darum bittet
isst selbst und trinkt aus der Tasse

Das macht jetzt Spaß

Kleine Kinder lieben es, mit Dingen zu spielen, die unseren alltäglichen Gebrauchsgegenständen ähneln. Geben Sie Ihrem Kind Spielzeug wie Tassen, Teller, Schalen, Spielzeuglebensmittel, Autos, Puppen, Spielzeugtiere, Spielzeugtelefone und Puppenwagen. Sie fördern sowohl seine sozialen als auch seine Alltagsfähigkeiten.

Wir Menschen lieben alles, was süß ist. Die Lust auf Süßes wird uns buchstäblich in die Wiege gelegt. Wir müssen am Anfang unseres Lebens ja schließlich von der süßen Muttermilch leben. Danach liegt es an den Erwachsenen, die Einnahme von Süßem, Nährstoffen und die Ernährung im Allgemeinen zu regulieren. Als Sie klein waren, hat niemand davon geredet, dass es gefährlich ist, Zucker zu essen. Heute wissen wir jedoch, dass zu viel Süßes zu Übergewicht, Diabetes in jungen Jahren, hohem Blutdruck und Osteoporose führen kann.

Früh den Grundstein für eine gute Ernährung legen

Je jünger ein Mensch ist, umso empfänglicher sind die Därme sowohl für Zucker als auch für Gifte – und für eine nährstoffreiche Kost. Gute Essgewohnheiten sind wichtig, damit Ihr Kind wächst und sich wohlfühlt. Ab und zu kann es schwierig sein, sich an seine eigenen Regeln und Routinen zu halten, wenn man mit anderen zusammen ist, die andere Regeln haben. Es ist nicht verkehrt, wenn man seinem Sprössling ein Eis spendiert, wenn das Nachbarkind sich gerade in demselben Geschäft ein Eis kauft. Oft möchten die Großeltern den Kleinen etwas Süßes zustecken, vielleicht sogar mehr als Ihnen lieb ist. Sie werden oft mit Situationen konfrontiert werden, in denen Sie eine andere Wahl treffen als andere Eltern.



Babys Entwicklung
im 2. Lebensjahr
mit 13 bis 24 MonatenHallo ich wachse – 23. Monat

© fotolia, Alena Ozerova

Schätzchen, bist du über Nacht gewachsen?

Kommt es Ihnen manchmal auch so vor, als sei Ihr Kind von einem Tag auf den anderen ein ganzes Stück größer geworden? So ganz falsch liegen Sie damit vermutlich nicht. Denn das Wachstum ist kein kontinuierlicher Prozess, bei dem ein Kind jeden Tag Bruchteile eines Millimeters wächst.

Es gibt Phasen, da tut sich kaum etwas, dann wieder legen die Kleinen in recht kurzer Zeit ein gutes Stück zu. Solche Wachstumsschübe kommen z.B. gerade im Frühling recht häufig vor. Sie sind allerdings nicht so extrem, wie später: Mit dem Beginn der Pubertät wird Ihr Kind tatsächlich gleichsam über Nacht in die Höhe schießen. Vorerst jedoch wird Ihre Tochter/Ihr Sohn sich auf einen Zuwachs von etwa sechs Zentimetern pro Jahr beschränken. Individuelle Abweichungen nach oben oder unten natürlich inbegriffen.

  • Apropos Wachstum: Sie tun Ihrem Sohn/Ihrer Tochter einen großen Gefallen, wenn Sie das nicht ständig vor ihm oder ihr zum Thema machen. Natürlich können Sie Ihr Kind knuddeln und bestaunen („Was bist du doch schon für ein großer Junge/ein großes Mädchen geworden“).

Falls Sie sich aber Sorgen machen, dass Ihr Kind zu groß oder zu klein ist, sollten Sie sich vor Ihrem Nachwuchs mit Bemerkungen zurückhalten. Kinder möchten ihren Eltern gefallen und reagieren ziemlich empfindlich darauf, wenn sie das Gefühl haben, deren Erwartungen nicht zu erfüllen. Besprechen Sie Ihre Sorgen lieber erst einmal mit Ihrem Kinderarzt/Ihrer Kinderärztin.

Klacks und Klecks – das macht einfach richtig Spaß!

Ritsch, ratsch, platsch – wenn Ihr Kind malt, geht’s voll zur Sache. Was hinterher auf dem Papier zu sehen ist, interessiert die Kleinen in diesem Alter nur wenig. Sie wollen keine Dinge abbilden oder darstellen. Sondern erleben das Malen als wundervolles Erlebnis, an dem der ganze Körper und alle Sinne beteiligt sind. Interessant, wie der Stift auf dem Papier kratzt! Ob man damit auch Löcher bohren kann? Jetzt noch einmal einen Schwung mit dem Arm – mal sehen, was passiert. Ui, ein dicker roter Streifen… Schön, wenn Ihr Kind diesen Spaß genießen kann.

  • Sorgen Sie für möglichst große Papierbögen und dicke Stifte oder Wachsmaler. Dass das Blatt irgendwo zu Ende ist, lässt Ihre Tochter/Ihren Sohn kalt. Eine üppig bemessene Unterlage, die Möbel oder Boden schützt, ist daher sehr sinnvoll.
  • Ihr Kind malt noch ganz für sich selbst. Und es ist stolz darauf, dass sein Tun eine deutlich sichtbare Wirkung hat. Es ist wunderbar, wenn Sie mit Ihrem Kleinen lachen und sich mitfreuen. Aber bewerten Sie seine Malereien lieber nicht nach dem Motto, „was soll das denn für ein Gekritzel sein?“. Sonst wird Ihr Kind auf Dauer seine Unbefangenheit verlieren, alles „richtig“ machen wollen oder gar nicht mehr malen. Freuen Sie sich auf die vielen Jahre, die noch vor Ihnen liegen: Etappe für Etappe wird Ihr größer und reifer gewordenes Kind von ganz alleine immer genauere und feinteiligere Werke produzieren. Wobei fairerweise gesagt werden muss: Es gibt ausgesprochene Vielmaler und Kinder, die sich lieber ein anderes Ausdrucksmittel suchen. Auch hier gilt also, dass Sie ein Angebot machen, Ihren Sohn/ihre Tochter aber zu nichts zwingen sollten.

Allgemeine Fragen zu Wachstum und Entwicklung können Sie im Forum von Kinderarzt Dr. Busse stellen.

von Anne Malburg, Diplom-Journalistin

Zuletzt überarbeitet: Februar 2017

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