Kerzenständer aus beton

Keine Frage, Beton ist seit einiger Zeit als Bastelmaterial voll im Trend. In unserem DIY-Ratgeber erklären wir Ihnen, wie das kreative Schaffen mit dem Baustoff funktioniert. Zudem präsentieren wir Ihnen fünf tolle Ideen, die Sie als Inspirationen nutzen oder genauso nachbasteln können!

Bevor wir Ihnen eine Reihe kreativer Ideen zum Basteln mit Beton vorstellen, möchten wir Ihnen einige allgemeine Hinweise zum Arbeiten mit dem speziellen Material liefern – im Sinne eines FAQ-Ratgebers.

Was ist Beton?

Beton ist ein wichtiger Baustoff, der – wie Sie in diesem Artikel detailliert erfahren werden – nicht nur für Straßen, Tunnel, Brücken und Häuser wertvolle Dienste leistet. Darüber hinaus kann er nämlich auch zum Basteln schöner Dekorationselemente verwendet werden. Beton setzt sich aus einem bestimmten Bindemittel und einer Gesteinskörnung zusammen. Zu den potenziellen Bindemitteln zählen:

  • Bitumen
  • Kalk
  • Ton
  • Zement

Die wesentlichsten Gesteinskörnungen für die Zubereitung von Beton sind Kies und Sand. Erst durch die finale Verbindung der beiden Elemente mit Wasser entsteht das harte Gestein, das wirklich jeder aus eigener Erfahrung kennt. Schließlich genügt in der Regel schon der Gang aus der Haustür, um direkt mit dem Baustoff in Berührung zu kommen.

Hinweis: Oft taucht die Frage auf, was der Unterschied zwischen Beton und Estrich ist. Kurz und knapp: Estrich präsentiert sich gemeinhin feinkörniger und trocknet schneller als Beton. Der Hauptverwendungszweck von Estrich ist der Ausgleich von Höhendifferenzen. In Bezug auf das Basteln stellt die Tatsache, dass Estrich im Gegensatz zu Beton bereits fertig gemischt daherkommt, das bedeutendste Unterscheidungsmerkmal dar.

Beton herstellen

Will man klassischen Beton zum Basteln verwenden, braucht man ein Bindemittel, eine Gesteinskörnung und Wasser. Am besten sind Zement als Bindemittel und Sand als Gesteinskörnung geeignet. Alternativ können Sie statt Zement und Sand auch Estrich verwenden.

Tipp: Durch den Trend, den das Basteln mit Beton ausgelöst hat, gibt es inzwischen auch schon sogenannten Bastel- oder Kreativbeton zu kaufen.

Unterschiede zwischen Beton und Bastelbeton

Worin liegen die Unterschiede zwischen „normalem“ Beton und Bastelbeton?

Sowohl Bastel- als auch herkömmlicher Beton sind mit Vor- und Nachteilen verbunden.

Pro und Contra von Kreativbeton:

+ fertig gemischt (es muss nur noch Wasser hinzugefügt werden)
+ leicht zu verarbeiten
+ staubarm
+ witterungsbeständig
– teurer als normaler Beton

Pro und Contra von normalem Beton:

+ erheblich günstiger als Kreativbeton
– schwieriger zu verarbeiten (das Finden der richtigen Mischung ist etwas knifflig)
– staubt ordentlich

Kosten

Für eine 25 Kilogramm schwere Zementpackung bezahlen Sie knapp drei Euro. Hinzu kommen ungefähr sieben Euro für 25 Kilogramm Quarzsand. Bastelbeton gibt es nicht in derartig großen Füllmengen. Das Maximum sind gemeinhin fünf Kilogramm. Dafür legen Sie circa 20 Euro hin.

Man muss nicht groß rechnen, um zu erkennen, dass man für die selbständige Herstellung von Beton weit weniger ausgeben muss und erheblich mehr basteln kann. Überlegen Sie sich, ob Sie vorerst nur ein einziges Betonbastelprojekt starten wollen oder anstreben, viele (größere) Dekorationselemente aus dem Material zu zaubern. Im erstgenannten Fall raten wir Ihnen zu Kreativbeton, ansonsten jedoch zu der etwas komplizierteren, aber erheblich günstigeren Alternative mit den Einzelzutaten.

Wo gibt es Beton zu kaufen?

Die Einzelzutaten (Zement und Sand) finden Sie in jedem Baumarkt – ob online oder vor Ort. Für Kreativbeton schauen Sie sich am besten in gut sortierten Bastelshops um. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit, im Internet fündig zu werden, in der Regel höher.

Beton anrühren

Bei der Zubereitung klassischen Betons werden Zement und Quarzsand weitestgehend den Herstellerangaben entsprechend angerührt. Doch Vorsicht: Nicht immer ist das vorgeschlagene „Rezept“ auch zu 100 Prozent richtig. Aus Erfahrung raten wir Ihnen dazu, immer etwas weniger Quarzsand als angegeben zu nutzen. Ist davon zu viel enthalten, neigen die Ecken der fertigen Dekorationsartikel zum Bröseln. Zudem sind die Stücke dann nicht sehr robust.

Beispiel: Lautet das empfohlene Verhältnis 1:2 (Zement: Quarzsand), nehmen Sie lieber nur 1 ¾ oder gar 1 ½ Einheiten des Sandes. Hier ist es am besten, einfach ein bisschen zu experimentieren. Spätestens nach dem dritten oder vierten Anlauf sind Sie gewiss schlauer, was das optimale Mischungsverhältnis betrifft!

Das Mischen selbst ist im Grunde genommen ein Kinderspiel: Nehmen Sie einen alten Eimer zur Hand und geben die beiden Zutaten in der adäquaten Menge hinein. Mixen Sie das Ganze mit einem Spaten, einer Maurerkelle oder zur Not auch mit einem stabilen Löffel gut durch. Anschließend gießen Sie nach und nach Wasser hinzu. Während Sie dies tun, rühren Sie kräftig weiter, bis sich die perfekte Konsistenz ergibt. Die perfekte Konsistenz lässt sich am besten mit der eines cremigen Joghurts vergleichen.

Tipp: Ist die Mischung zu trocken, fügen Sie mehr Wasser hinzu. Ist sie zu flüssig, brauchen Sie mehr Zement und Sand.

Mit Kreativbeton gestaltet sich die Vorgehensweise ganz ähnlich. Nur brauchen Sie da den ersten Schritt – also das Mischen von Zement und Sand – nicht durchzuführen. Der Bastelbeton ist soweit bereits fertig. Er muss demnach nur mit Wasser angereichert werden. Der Rest funktioniert genauso wie bei der klassischen Variante.

Tipp: Arbeiten Sie mit Kreativbeton, können Sie statt des Eimers auch eine ausreichend große Plastikschüssel verwenden.

Wichtige Fragen

Was muss ich beim Basteln mit Beton beachten?

Wenn Sie sich für die herkömmliche Methode des Betonanrührens entscheiden, sollten Sie mehrere Maßnahmen treffen:

a) Beim Vorgang des Mischens und Anrührens wird es ordentlich stauben. Deshalb raten wir Ihnen, vorab alles weiträumig mit Folie oder Zeitungspapier abzudecken (Möbel, Heizung, Boden etc.), um eine gröbere Sauerei zu verhindern. Noch besser ist es, auf den Balkon, die Terrasse oder in den Garten umzuziehen und dort den ersten (und gleichzeitig größten) Bastelschritt zu erledigen.

b) Beton ist leicht ätzend und kann die Haut angreifen. Aus diesem Grund sollten Sie bei der Mission Betonbasteln unbedingt Handschuhe sowie auch einen Mundschutz tragen.

Hinweis: Diese Maßnahmen sind bei Bastelbeton nicht zwingend erforderlich. Allerdings raten wir Ihnen auch in dem Fall, mindestens Handschuhe anzuziehen. Sicher ist sicher.

Wieviel Zeit sollte man für das Basteln mit Beton einplanen?

Am längsten dauert der Trocknungsprozess – genauer gesagt 48 bis 36 Stunden (also zwei bis drei Tage). Alles andere erfordert nicht viel Zeit. Das Anrühren ist gemeinhin in wenigen Minuten (ungefähr zehn bis 20) geschafft. Daraufhin muss der Beton in Form gebracht werden, was normalerweise auch nicht mehr als 15 bis 20 Minuten in Anspruch nimmt. Nach der Trocknung ist die Frage, ob Sie Ihr Kunstwerk noch weiter verzieren (etwa anmalen) oder so natürlich belassen möchten. Hier können gegebenenfalls also noch einmal fünf bis 60 Minuten hinzukommen, je nachdem, wie umfassend sich die Nacharbeiten gestalten. Daraus ergibt sich also eine aktive Mindestdauer von etwa 25 Minuten. Mehr als 100 Minuten benötigen Sie in der Regel nicht. Und der Rest (die Trocknung) passiert passiv, insofern rechnen wir diese Zeit hier nicht dazu.

Mit Beton basteln: Bastelideen

Was kann man aus Beton basteln?

Eigentlich sind Ihnen kaum Grenzen gesetzt, was das Basteln mit Beton betrifft. Wichtig ist, die grundlegenden Informationen dieses Ratgebers zu berücksichtigen. Darüber hinaus können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen und gerne verschiedene Dinge ausprobieren. Um Ihnen die eine oder andere Inspiration zu liefern, stellen wir Ihnen im Folgenden noch fünf interessante Projekte in Form von praktischen DIY-Anleitungen vor.

Stiefeltopf basteln

Das brauchen Sie:

  • Beton
  • alte Kindergummistiefel
  • Sonnenblumenöl
  • Küchenpapier
  • Plastikbecher
  • Steine
  • Cuttermesser
  • Frischhaltefolie
  • Schmirgelpapier
  • Klarlack
  • Pinsel
  • Kelle
  • kleine Pflanzen

Anleitung

1. Schritt: Beton wie beschrieben anrühren.

2. Schritt: Die Gummistiefel innen mit Öl einfetten. Dazu einfaches Küchenpapier verwenden.

3. Schritt: Die Stiefel zu ¾ mit Beton füllen (mit einer Kelle oder Ähnlichem).

4. Schritt: Den Beton oben mit einem Plastikbecher glätten. Dann den Becher ein Stück in den Beton hineindrücken (mit der unteren Seite).

5. Schritt: Einen Stein in den Becher legen, um diesen zu beschweren.

Tipp: Damit der Becher in der Mitte bleibt, können Sie diesen noch mit Klebestreifen außen am Stiefel befestigen.

6. Schritt: Decken Sie den Stiefel mit Frischhaltefolie ab und lassen Sie den Beton für 24 bis 36 Stunden trocknen.

7. Schritt: Die Stiefel mit einem Cutter aufschneiden und von den Betonstiefeln herunterstülpen. Vorsichtig sein!

8. Schritt: Plastikbecher herausnehmen.

9. Schritt: Mit Schmirgelpapier glätten.

10. Schritt: Den inneren Bereich des Stiefeltopfes mit Klarlack versiegeln (unter Zuhilfenahme eines Pinsels), Beton ist nämlich nicht wasserdicht. Danach trocknen lassen.

11. Schritt: Kleine Pflanzen einsetzen. Fertig!

Betonelemente mit Ausstechformen basteln

Das brauchen Sie:

  • Beton
  • Ausstechform
  • Sonnenblumenöl
  • flache Plastikschale
  • Löffel
  • Halme oder Holzstäbe
  • Schmirgelpapier

Anleitung

1. Schritt: Beton wie beschrieben anrühren.

Tipp: Hier empfiehlt es sich, Schmuckbeton zu verwenden. Dieser ist speziell aufbereitet und deshalb hautfreundlich.

2. Schritt: Die flache Plastikschale auf den Tisch stellen. Die runde Ausstechform innen mit Öl einfetten (mit einem Pinsel) und in die flache Plastikschale legen.

3. Schritt: Mit einem Löffel den Beton in die Ausstechform füllen. Auf eine hohe, ebene Fläche (möglichst ohne Bläschen) achten.

4. Schritt: Entweder Sie stecken nun mit Öl eingefettete Holzstäbe oder Halme in den Beton (etwa einen halben Zentimeter vom oberen Rand entfernt). Dieses Loch dient später dazu, die Kette hindurchzufädeln. Oder Sie belassen die Form so wie sie ist und gestalten auf diese Weise einen Dekostein.

Tipp: Lassen Sie den Strohhalm während der Trocknungsphase stecken, um Verformungen zu vermeiden.

Sie können auch einen Teelichthalter auf diese Weise basteln – dafür drücken Sie lediglich ein Teelicht in den Beton.

5. Schritt: 24 bis 36 Stunden trocknen lassen.

6. Schritt: Das Betonelement aus der Ausstechform herausdrücken, den Halm entfernen. Vorsichtig agieren!

7. Schritt: Mit Schmirgelpapier glätten.

Nach Belieben mit Kreidefarbe bemalen. Um gerade Linien zu erwirken, mit einem Lineal operieren. Natürlich sind auch viele andere Verzierungen möglich.

Tipp zu zwei weiteren Ideen: Nach demselben Prinzip sowie mit den mehr oder weniger gleichen Utensilien (die runde Ausstechform entsprechend austauschen) können Sie auch einen hübschen Dekohasen für Ostern oder einen Stern aus Beton für Weihnachten basteln.

Origami-Becher aus Beton

Das brauchen Sie:

  • Bastelvorlage
  • Karton
  • Bleistift
  • Schere
  • Falzbein
  • Klebeband
  • Kreativbeton oder selbst angemischten Beton (Eimer zum Anmischen, Kelle)
  • kleinen Plastikbecher
  • extra Behälter, in den die Form passt
  • Trichter
  • Sand
  • Stein
  • Frischhaltefolie

Anleitung:

1. Schritt: Zuerst drucken Sie sich unsere Bastelvorlage aus. Diese können Sie hier als PDF downloaden:

Vorlage – Origami-Becher

Danach schneiden Sie diese sauber aus und übertragen die Umrisse auf dickeren Karton. Die Grundfläche wird in der Mitte platziert, während das Seitenelement 6-mal darum angelegt wird. Umranden Sie alles mit einem Bleistift.

Anschließend ziehen Sie mit Bleistift und Lineal alle Faltlinien nach. Schneiden Sie nun die komplette Origami-Form aus.

Hinweis: Wir haben zwei Kartons im A3-Format aneinandergeklebt – darauf kann man die Form gut platzieren.

2. Schritt: Daraufhin falten Sie alle Faltlinien sauber nach. Mit einem Falzbein gelingt das am besten.

3. Schritt: Kleben Sie die Origamiform nun zusammen. Dafür bestreichen Sie die Klebelaschen mit Bastelleim.

Wichtig: Achten Sie beim Zusammenkleben darauf, dass die sich die Klebelaschen außen befinden. Würden diese innen sein, hätte die Betonform später Laschen, da es sich ja um ein Negativabdruck handelt. Wie der Papierbecher von außen aussieht, ist demnach vollkommen egal – das Hauptaugenmerk liegt auf dem Becherinneren. Dieses muss ebenmäßig sein und alle Faltkanten müssen gut aufeinanderliegen und erkennbar sein.

4. Schritt: Jetzt umwickeln Sie die Form mehrmals mit Klebeband oder Malerkrepp, sodass diese stabiler wird und keine Löcher zu sehen sind. Die Form muss vollkommen dicht und abgeschlossen sein.

5. Schritt: Füllen Sie den Extra-Behälter nun ein paar Zentimeter mit Sand. Anschließend Geben Sie die Papierform hinein. Diese sollte nun gut erreichbar oben mit dem Rand des Behälters abschließen. Ist das nicht der Fall, müssen Sie etwas Sand nachkippen. Danach geben Sie mit einem Trichter immer mehr Sand hinein bis alles bis zum obenhin gefüllt ist.

6. Schritt: Rühren Sie anschließend den Bastelbeton, wie es in den Herstellerangaben beschrieben wird, an.

7. Schritt: Kippen Sie nun den Beton in die Origamiform. Sobald der Becher ein paar Zentimeter aufgefüllt ist, stecken Sie den Plastikbecher in die Form. Dieser sollte im Durchmesser um einige Millimeter bis Zentimeter kleiner sein als die Form, sonst wird die Wand des Bechers zu dünn. Drücken Sie den Becher in den Beton, dass dieser verdrängt wird und letztlich die Origamiform komplett ausfüllt. Ist das noch nicht der Fall, nehmen Sie den Plastikbecher wieder heraus und kippen Beton nach.

Beschweren Sie den Plastikbecher nun mit Steinen. Dieser sollte von selbst in der Mitte schwimmen. Kommt er dennoch etwas nach oben, können Sie ihn noch mit Klebeband am Rand fixieren.

Tipp: Wenn Sie etwas warten und den Beton antrocknen lassen, können Sie den Becher auch später erst in den Beton drücken. Dabei besteht aber die Gefahr, dass die der Beton verformt wird.

8. Schritt: Decken Sie die Form nun mit Klarsichtfolie ab und warten Sie, bis der Beton vollständig durchgetrocknet ist.

Anschließend können Sie die Papierform einfach auseinander schneiden, den Plastikbecher entfernen und der Origami-Becher ist fertig! Mit Schmirgelpapier können Sie nun die Oberfläche noch ein wenig glätten.

Am besten wirkt der Becher, belassen Sie ihn in diesem Betongrau. Aber wer möchte, kann den Becher nun auch noch bemalen.

Video-Anleitung

Betonvase basteln

Das brauchen Sie:

  • Beton (Eimer zum Anmischen, Kelle)
  • Plastikbecher
  • Glasgefäße (zum Beispiel: Reagenzgläser)
  • Heißkleber
  • Öl
  • Frischhaltefolie
  • Schere oder Cuttermesser
  • Schmirgelpapier

1. Schritt: Zu Beginn bereiten Sie die Form der Betonvase vor. Dafür eignet sich ein Plastikbecher, den man später leicht auseinanderschneiden kann, am besten. Ölen Sie die Form innen komplett mit Öl ein.

2. Schritt: Anschließend werden die drei Reagenzgläser mit etwas Heißkleber im Becher fixiert, da diese sehr leicht sind und auf dem flüssigen Beton schwimmen. Auf diese Weise behalten die Gläser nach dem Einfüllen des Betonn ihren Platz und Sie müssen diese nicht umständlich lang festhalten.

3. Schritt: Nun mischen Sie den Beton nach den Herstellerangaben an. Wenn Sie fertigen Kreativbeton verwenden, müssen Sie lediglich Wasser zum fertigen Gemisch hinzugeben.

4. Schritt: Jetzt wird der Plastikbecher bis zum Rand mit dem flüssigen Beton gefüllt. Anschließend decken Sie den Behälter mit Frischhaltefolie ab und lassen den Beton für etwa 36 – 48 Stunden durchtrocknen.

5. Schritt: Ist der Beton komplett trocken, können Sie den Plastikbecher entfernen. Schneiden Sie den Rand des Bechers dafür ein Stück mit der Schere oder dem Cuttermesser ein. Danach kann der Becher mit den Händen abgerissen werden.

6. Schritt: Nun folgt noch ein bisschen Feinarbeit. Glätten Sie den Beton etwas mit Schmirgelpapier und entfernen Sie mögliche Betonreste am Glas – diese können leicht mit dem Fingernagel abgekratzt werden.

Fertig ist die urban schicke Betonvase für drei Blümchen! Das Glasbehälter muss lediglich mit etwas Wasser gefüllt werden und schon findet darin eine Blume ihr neues Zu Hause.

Krempelschale

Das brauchen Sie:

  • Beton (Eimer zum Anmischen, Kelle)
  • Wachstischdecke
  • große Plastikschüssel
  • Handschuhe
  • Frischhaltefolie
  • Pinsel
  • Schmirgelpapier

1. Schritt: Zuerst mischen Sie den Beton aus Zement und Quarzsand an, insofern Sie keinen fertigen Kreativbeton verwenden. Geben Sie zum trockenen Betongemisch nun so viel Wasser hinzu, dass der Beton eine cremige Konsistenz wie ein Paste bekommt.

2. Schritt: Breiten Sie nun die Wachstischdecke mit der Wachsseite nach oben auf dem Tisch aus, diese kann ruhig mehrfach gefaltet hingelegt werden. Geben Sie nun mit Handschuhen den Beton auf die Tischdecke. Der Beton-Fladen muss eine Höhe von etwa 3 cm haben und im Radius um einige Zentimeter größer sein als die Plastikschüssel. Im nächsten Schritt erklärt sich, warum.

3. Schritt: Heben Sie anschließend die Tischdecke an und geben Sie diese mit dem Beton in die Plastikschüssel. Der Beton muss bis nach unten in die Schüssel rutschen. Nun kommt der Rand etwas hoch, daher muss der Radius vom Betonklecks größer sein. Formen Sie mit den Händen nun ein paar Falten aus. Der Beton behält nach dem Trocknen genau diese Form, also probieren Sie ruhig etwas rum. Im Anschluss verpinseln Sie die Innenfläche mit etwas Wasser, dass diese glatter wird.

Hinweis: Achten Sie darauf, dass die Ränder nicht zu dünn werden. Notfalls geben Sie noch etwas Beton darauf und verteilen diesen mit den Händen.

4. Schritt: Decken Sie die Schüssel nun vollständig mit Frischhaltefolie ab und lassen Sie das Ganze für 2 Tage durchtrocknen. Nachdem die Zeit rum ist, können Sie die Folie entfernen und die Beton-Schale aus der Form und von der Tischdecke lösen. Durch die Wachsbeschichtung sollte das kein Problem sein.

5. Schritt: Die spitzen Ränder werden nun etwas mit Schmirgelpapier geglättet. Es kann durchaus passieren, dass einige Stücke abplatzen, weil Sie zu dünn sind. Das ist aber nicht weiter schlimm – die Schale wird dennoch super und einzigartig.

Belassen Sie die Beton-Krempelschale nun so im Betongrau oder Sie malen diese an. Das ist völlig Ihnen überlassen. Doch das schlichte Grau macht schon echt was her!

Wichtige Tipps

  • Statt des Sonnenblumenöls können Sie auch ein beliebiges anderen Speiseöl verwenden. Es geht nur darum, die Formen einzufetten, um das Dekorationselement aus Beton nach dem Trocknen leichter herauszubekommen.
  • Decken Sie die Form mit dem Beton immer mit Folie ab, damit die Flüßigkeit im Beton erhalten bleibt – so trocknet dieser gleichmäßig.
  • Während des Trocknungsvorgangs müssen die jeweiligen Hilfsmittel, in denen der Beton aushärtet (beispielsweise die Schale oder die Ausstechform), beschwert werden. Dies funktioniert am besten mit Steinen.
  • Um schöne Resultate zu erzielen, sollten Sie Ihre Betonfiguren nach dem Trocknen abschmirgeln. Zunächst mit grobem Schmirgelpapier arbeiten, um eine glatte Oberfläche zu erzielen. Danach noch mit feinerem Schmirgelpapier darübergehen.
  • Überstehende Betonreste an der Dekofigur können Sie mit einer Zange vorsichtig wegbrechen.

Foto: Jane Weber

Für so eine wunderschön puristisch schicke Dekoration mit Betonkerzenhaltern, wie ich sie euch gestern vorgestellt habe, möchte ich euch heute die DIY Anleitung geben. Denn die Kerzenhalter und Gefäße aus Beton sind tatsächlich ganz einfach selbst zu machen!

Was ihr dafür braucht:

  • Bastelbeton oder: 2 Teile Quarzsand und 1 Teil Trasszement
  • Wasser
  • Handschuhe
  • einen alten Eimer und Löffel zum Anrühren
  • Unterlage
  • Schüsseln, Backformen, Sandkastenförmchen, Tupperdosen oder Joghurtbecher zum Ausgießen (am besten eignen sich elastische Plastikformen)
  • Salatöl und Pinsel

1. Schritt: Beton mischen und ausgießen

Zieht Handschuhe an, falls ihr nicht möchtet, dass der Beton eure Hände austrocknet. Legt die Unterlage aus und ölt die Formen, die Du ausbetonieren möchtest, ein. So lässt sich der getrocknete Beton später besser aus den Formen lösen. Vermischt 1 Teil Trasszement und 2 Teile Quarzsand in der Schüssel oder dem Eimer (oder nehmt den Kreativbeton). Dann gebt unter Rühren Wasser hinzu, bis eine homogene, cremige, nicht zu flüssige Masse entsteht. Die Masse sollte von der Konsistenz so sein wie ein Pudding oder eine angedickte Sahnesauce. Je flüssiger ihr die Mischung anrührt, desto länger muss sie dann auch trocknen. Anschließend gießt ihr die Zementmischung in die große von innen eingeölte Form.

Ihr könnt natürlich sowohl eckige als auch runde Formen außgießen, je nachdem wie ihr euren Kerzenhalter gestalten möchtet.2. Schritt: Innenform

Damit aus der Betonmasse jetzt aber ein Kerzenhalter wird, müsst ihr eine weitere weitere, kleinere und von außen eingeölte Form in die große Form drücken. Hier eignet sich etwa ein kleiner Joghurtbecher ganz gut. Um sie zu fixieren und zu verhindern, dass sie nach oben geschwemmt wird, müsst ihr sie unbedingt beschweren, indem ihr etwa Wasser eingießt oder Steine einfüllt oder mit einem Buch. Damit die Schale gleichmäßig dicke Wänden erhält, achte genau auf die Ausrichtung der kleinen Form. Und Achtung: Nicht zu weit nach unten drücken, sonst bekommt ihr leider ein Loch! 3. Schritt: Trocknen

Bis der Beton richtig ausgehärtet ist, dauert es Stunden oder Tage – das kommt ganz auf die Menge an Beton an, die ihr verwendet habt. Und ganz wichtig: Baumarktbeton hat eine längere Trocknungszeit als Bastelbeton! Ihr mekrt, dass der Beton richtig trocken ist, wenn er so hell wie auf den Bildern ist und nicht mehr so “nass“ wirkt.

Du kannst also nun vorsichtig, mit leichtem Drehen und Ziehen, die Formen vom Beton lösen. Vorsicht bei filigranen oder dünnen Ecken und Formen! Die brechen leicht, wenn Du zu grob vorgehst.Und dann könnt ihr nach Lust und Laune euren Tisch dekorieren! Das Schöne daran: Die Kerzenhalter könnt ihr auch nach der Hochzeit noch für eure Wohnung benützen. Ganz viele liebe Grüße aus meiner kleinen Hochzeitsecke,

DIY: Timo von tisein

Bastelideen mit Beton: Tipps und Tricks zum Betongießen

Euer Spaß am Betonieren ist ungebrochen, wie die vielen wunderbaren Beispiele aus der Community zeigen. Und weil viele von euch es auch mal selbst ausprobieren wollen und sich in euren Kommentaren immer wieder Fragen dazu finden, fassen wir für alle Interessierten einfach mal alle Infos zum Thema Betongießen zusammen. Außerdem zeigen wir die schönsten Beispiele für selbstgemachte Wohnaccessoires aus Beton!

DIY-Idee mit Beton: Ideenpurzelbäume gießt sich einen wunderschönen Betonkerzenständer. Als Form diente eine PET-Flasche! Nach dem Trocknen kann der Beton mit Lackfarbe noch bemalt werden.


Vasen und Kerzenhalter aus Beton selber gießen: Aus Pappe lassen sich schöne Formen basteln, in die später der Beton eingefüllt wird. Nach dem Trocknen kann bemalt werden – mel-roc macht’s vor!

DIY-Liebling Beton: Kosa baut sich aus einem alten Hocker, den sie in den noch nassen Beton gesteckt hat, einen neuen Beistelltisch. Als Form diente ein Servierbrett.

Wohnaccessoires selber basteln mit Beton: Dujuli hat sich ihren Wunschbuchstaben aus Beton einfach selber gegossen (links), Ideenpurzelbäume gießt dekorative Häuschen mit Beton

DIY-Deko aus Beton: Auch Nordzimmers Diamenten sind wunderschön und gar nicht so schwer selbst zu machen!

Nines benutzt verschieden große Plastikbecher und gießt sich selbst Kerzenständer und Vasen aus Beton!

Bei Mintundmeer entstehen tolle Pflanzgefäße und ein schönes Betontablett!

Was eignet sich beim Betongießen als Form?

Das Material der Form sollte stabil sein und kein Wasser saugen, wie unbeschichtetes Papier oder Pappe. Man kann solche Formen aber mit Flüssiglatex abdichten. Beliebt sind PET-Faschen, Tetrapaks, Tupperdosen, Einwegbecher, Kuchenformen aus Metall oder Silikon oder Schüsseln. Mit einem Eimer als Form kann man z.B. einen Hocker oder Beistelltisch gießen. Ihr könnt euch natürlich auch spezielle Formen im Internet bestellen. Vorlagen zum Runterladen, Ausdrucken und selbst Zusammenbasteln, wie unser Mitglied mel-roc das getan hat, gibt’s hier.
Bevor ihr loslegt, solltet ihr die Formen mit normalem Speiseöl einstreichen, damit man sie später leichter entfernen kann.

Welcher Beton ist ideal?

Am einfachsten ist es, wenn ihr fertig gemixten Beton kauft. Stimmen aus der Community raten von Schnellbeton ab, da er zu schnell abbindet. Bestens eignet sich Feinbeton.

Wie mische ich den Beton richtig?

Wieviel ihr braucht, könnt ihr leicht rausfinden, indem ihr die Formen mit Wasser füllt und diese Menge an Wasser im richtigen Mischungsverhältnis (steht auf der Packung) mit Zement mischt. Haltet euch genau an das angegebene Mischungsverhältnis und gebt nicht mehr Wasser dazu, auch wenn euch die Masse zu fest erscheint. Mischt alles gut durch, sodass alles gut durchfeuchtet ist. Die Eimer, die ihr zum Mischen verwendet, sollten so schnell wie möglich saubergemacht werden. Wenn einmal alles ausgehärtet ist, wird’s ne Heidenarbeit.

Los geht’s mit dem Betongießen

Dann ab in die Form damit! Schön darauf achten, dass es in alle Ecken kommt. Mehrmals an die Formen klopfen und rütteln, damit alle Luftblasen rausgehen. Für beliebte Betongießvorhaben wie Vasen, Teelichthalter oder Schalen müsst ihr jetzt (Reagenz)Gläser, Teelichter oder eine zweite Schale in die noch weiche Betonmasse drücken und gegebenenfalls beschweren.
Und nun heißt es: Warten! Die genaue Zeit, die es zum Aushärten braucht, steht auf der Packung. Meistens sollte man sich 2 bis 3 Tage gedulden. Wenn alles ausgehärtet ist, löst ihr eure Kreation aus der Form.

Beton weiter verschönern mit Gold und Farbe

Viele von euch mögen gerade den Betonlook sehr gern, aber man kann sein Stück auch noch bemalen, glattschleifen, polieren oder ölen, oder mit Decoupage verzieren. Viel Spaß dabei!

→ Hier geht’s zu den schönsten Wohnideen mit Beton

Mehr zum Thema Beton: Wohnaccessoires aus Beton | Beton Ciré

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Partner: Zewa // Infos zu Werbung auf mein feenstaub

Machst du gerne Weihnachtsgeschenke selbst? Ich liebe es, Selbstgemachtes zu verschenken, aber ich mache mir meist erst total spät Gedanken darüber und dann ist es schon wieder zu spät, um mit dem Selbermachen zu starten. Ich denke dann auch immer, wenn ich schon was Selbstgemachtes verschenke, muss es auch noch was richtig Tolles sein, weil ja sämtliche Freunde und Verwandten meinen Blog kennen und ich vermute dann eine gewisse Anspruchshaltung. 😀 Also: Am besten rechtzeitig starten, wer Selbstgemachtes zu Weihnachten verschenken mag!

Ich habe heute gleich drei DIY-Ideen für dich, die du entweder als Deko für dein Zuhause oooder als DIY-Geschenke verwenden kannst – das entscheidest du. 🙂 Aus Zewa-Rollen habe ich süße kleine DIY Kerzenhalter aus Beton gemacht, aus den Zewa-Rollen Sterne gebastelt und aus dem Zewa-Papier hübsche Sterne ausgeschnitten.

  • Zewa-Rolle
  • Kreativbeton
  • Eine Schüssel
  • Ein Messbecher
  • Pappe
  • Paketklebeband
  • Schere
  • Teelicht
  • Bei Bedarf: Acrylspray


1. Schneide die Zewa-Rolle in drei unterschiedlich große Stücke.


2. Befestige an allen drei Rollen ringsherum Paketklebeband und schneide das überstehende Stück im Abstand von 0.5 cm ein.


3. Klebe die Rollen damit auf das Stück Pappe und achte darauf, dass das Paketband dicht ist.

4. Mische den Kreativbeton nach Herstelleranweisung an.

5. Gieße den Kreativbeton in alle drei Rollen bis ca. 2 cm unter den Rand.

6. Drücke die Teelichter hinein.

7. Lasse den Kreativbeton nach Herstelleranweisung trocknen und löse danach die Zewa-Rolle vom Beton.

Wenn du Lust hast, kannst du die Teelichthalter dreieckig mit Klebeband abkleben und darüber Acrylspray in einer beliebigen Farbe sprühen. Ich habe meine drei Beton-Teelichthalter in rosa und gold besprüht und finde, das sieht einfach super aus. 🙂

Und fertig sind deine DIY Kerzenhalter aus Beton! Super schön, oder? Ich liebe solche einfachen Upcycling-Ideen. Übrigens kannst du die Teelichter natürlich ganz leicht wechseln. Ich konnte meine einfach herausnehmen und ein anderes reinsetzen. Dafür musst du einfach nur darauf achten, dass die Teelichter beim Reindrücken nicht ganz versinken, sondern noch etwas rausschauen.

Weiter geht’s mit DIY-Idee Nummer zwei – easypeasy Sterne aus Zewa-Rollen!

DIY-Sterne aus Zewa-Rollen

  • Eine Schere
  • Eine Zewa-Rolle
  • Klebstoff
  • Acrylspray, z.B. in Gold

1. Die Zewa-Rolle platt drücken. Dann mit der Schere im Abstand von 0.5 cm Ringe abschneiden.

2. Fünf Ringe sternförmig anordnen und in der Mitte zusammen kleben.

3. Mit dem Acrylspray von beiden Seiten darüber sprühen.

Die Sterne kannst du dann wunderbar um dein Kerzen-Arrangement dekorieren:

DIY-Idee: Sterne aus Zewa ausschneiden

Uuund wir kommen zur dritten und letzten, und damit auch einfachsten DIY-Idee – so kannst du aus Zewa Wisch&Weg oder Papier ganz einfach süße Sterne schneiden:

  • Zewa-Papier
  • Schere

1. Klappe die Ecke des Zewa-Papiers so um, dass du ein quadratisches Stück erhältst. Schneide dieses mit der Schere ab.

2. Falte das Papier nun dreimal zur Mitte.

3. Jetzt kannst du mit der Schere kreativ werden und das Papier eckig oder rund einschneiden – das ergibt ein tolles Muster, wenn du den Stern wieder auf faltest.

Jetzt bist du bestens mit DIY-Ideen für Deko und Geschenke gewappnet – und das aus Sachen, die man sogar schon zuhause hat! Ich liebe es, nichts neues für meine DIYs kaufen zu müssen. Zewa habe ich quasi immer daheim – und Bastelbeton ebenso. 🙂

Und wenn du noch einen Adventskranz brauchst – wie wäre es mit vier Kerzenhaltern aus Beton in verschiedenen Höhen? Das sähe mit etwas Grünzeug drumherum sicher auch ganz toll aus! 🙂

Gefällt dir die DIY-Idee? Dann nimm sie doch gern mit diesem Bild mit aus Pinterest:

Hab noch einen wundervollen Abend!

Ich bin Lisa – und ich kann nie still sitzen. Auf mein feenstaub blogge ich seit 2013 über meine Leidenschaften: Das sind tolle DIY-Ideen, schickes Design und ganz besondere Illustrationen. Hauptsache selbstgemacht! Mehr über mich.

Feinbeton – 3 Lügen aufgedeckt

Lesetipp: Das Handbuch der Holzverbindungen Das Gießen von Gegenständen aus Beton ist momentan absolut trendy.

Mit Feinbeton selbst die Deko oder aneres für zu Hause herstellen. In Pinterest und unter Freunden grassiert der Feinbeton-Boom.

Aber fragst du dich auch:

Was ist eigentlich der Unterschied zum normalen Beton? Und wozu kann man ihn nutzen?

Beton wie auch Feinbeton kann auch von Heimwerkern wunderbar eingesetzt werden. Und das für Zwecke an die du momentan gar nicht denkst.

In diesem Beitrag erkläre ich dir was Feinbeton eigentlich ist. Außerdem räume ich mit drei Lügen über den Feinbeton auf und erkläre dir, wie du die graue Masse anrühren kannst.

DIY-Ideen findest du beispielsweise in meinem Beitrag: Feinbeton gießen DIY-Designidee Nr.1: Blumenschale.

Inhalt

Zement – Mörtel – Beton – Feinbeton: Was ist was?

Immer wieder in Foren und Beiträgen ein großes Thema: Was ist der Unterschied zwischen diesen Materialien? Oder ist es sogar alles dasselbe?

Also um das Ganze gleich einmal vorweg zu nehmen: Es gibt alle vier Materialien, und alle sind etwas anderes.

Arbeiter mit einem Zementsack auf der Baustelle

Was ist Zement?

Da kommen wir auch schon zu Lüge Nummer 1: Zement ist das gleiche wie Beton.

FALSCH!

Zement unterscheidet sich von allen anderen Materialien.

Warum?

Zement ein graues Pulver. Ein Bindemittel, das alle anderen Mischungen zusammenhält. Es besteht hauptsächlich aus Kalkstein und Ton.

Bei Wasserzugabe verwandelt sich das Zementpulver in Zementleim. Trocknet der Leim, wird dieser steinhart.

Dieser Mischung werden noch Quarzsand und Eisenerz hinzugefügt. Da ganze wird sehr fein gemahlen und bei 1500°C gebrannt. Dadurch entstehen die Zementklinker – kleine harte Kügelchen.

Die Zementklinker werden nochmals mit weiteren Materialien wie Kalkstein und Gips gemischt und nochmals gemahlen.

Das Endergebnis ist Zement – Das Bindemittel für viele Baustoffe.

Mörtel hält die Steine einer Mauer zusammen.

Was ist Mörtel?

Mörtel ist eine Mischung aus Sand, Zement und Wasser.

ermischt man ihn mit Wasser, Sand und Kies, dann erhält man Beton. Lässt man den Kies dagegen weg und fügt nur Wasser und Sand hinzu, dann entsteht Mörtel.

Es gibt allerdings noch weitere Mörtelarten die mit anderen Bindemitteln angemischt werden. Dazu gehören Fliesenmörtel und Putzmörtel.

Querschnitt durch normalen Beton. Gut zu sehen sind die Kies-Steinchen die hier mitgemischt wurden.

Beton besteht aus der selben Mischung wie Mörtel: Sand, Zement und Wasser. Zusätzlich wird allerdings noch Kies dazugemischt.

Der große Unterschied zwischen Mörtel und Beton ist also die Korngröße. Beim Mörtel werden nur Sandkörner bis 4mm Größe mitgemischt. Beim Beton dagegen wird auch grobkörnigerer Kies verwendet.

Was ist Feinbeton?

Die maximale Korngröße von Feinbeton liegt ebenfalls bei 4mm.

Ist Feinbeton dann nicht Mörtel?

Die beiden sind sich ziemlich ähnlich, ja.

Eine Blumenschale aus Feinbeton.

Tatsächlich wird der Feinbeton auch wiederum zu den Zementmörteln gezählt.

Die Unterscheidung ist also nur akademisch. Definitiv ist aber der Feinbeton ein weit leistungsfähigerer Stoff als viele andere Mörtel.

Außerdem wird Mörtel meist noch Kalkhydrat und andere Stoffe hinzugefügt, damit damit Ziegel und andere Steine besser verbunden werden können.

Maschinell angemischter Beton wird auf der Baustelle als Bodenplatte gegossen.

Feinbeton selber mischen

An dieser Stelle kommen wir zu Lüge Nummer 2: Beton kann man nur im Betonmischer auf der Baustelle anmischen.

NEIN!

Jeder kann sich selbst die Zutaten für Beton kaufen und sie selbst mischen. Wie du das machen kannst werde ich dir jetzt einmal erklären.

Am besten mischst du den Beton in einer großen Schale oder einem alten Eimer an.

Du kannst dazu eine Maurerkelle nutzen, oder ihn mit Handschuhen anmischen.

Wusstest du schon?

Beton und Feinbeton in Pulverform können beim Einatmen Ätzungen der Athmungsorgane hervorrufen.
Beim Anmischen mit Wasser entsteht dann eine alkalische Reaktion. Dadurch wird der Beton leicht ätzend.

Deshalb solltest du generell Hautkontakt vermeiden. Am besten trägst du während der Arbeit Handschuhe und einen Mundschutz. Zum Schutz vor Spritzern kannst du auch eine Schutzbrille tragen.

Gebe die trockenen Zutaten alle in den Eimer und vermische diese zuerst.

Danach kannst du nach und nach das Wasser dazugeben. Wenn der Beton einmal zu flüssig ist, ist es sehr schwer ihn wieder fest zu bekommen.

Achte auch darauf, den Beton bis zum Eimerboden gut durchzumischen.

Das optimale Mischungsverhältnis

Das richtige Mischungsverhältnis ist wichtig.

Das Mischungsverhältnis für den Feinbeton ist sehr wichtig.

Die Masse darf nicht zu flüssig sein, sonst befindet sich nach dem Gießen der Zement unten und der Sand oben. Außerdem reißt flüssiger Beton beim Trocknen schneller.

Er darf natürlich auch nicht zu zäh sein, sonst werden nicht alle Ecken und Kanten ausgefüllt.

Das optimale Mischverhältnis wirst du mit der Zeit auch im Gefühl haben. Ich habe die besten Erfahrungen mit folgender Mischung gemacht:

  • 1 Teil Zement
  • 2 Teile feiner Sand
  • Wasser zugeben bis ein zähflüssiger Brei entsteht

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DIY-Designideen: Wo gibt’s Anleitungen?

Und da sind wir schon bei Lüge Nummer 3 angelangt: Kleine Gegenstände aus Beton muss man in einem Ofen brennen, damit sie wirklich hart werden.

Auch FALSCH!

Eben genau das ist das schöne am Feinbeton: es muss nicht gebrannt werden. Deshalb ist Feinbeton auch eine kostengünstige Alternative zu Ton und Keramik.

Die Vorgehensweise beim Herstellen von Gegenständen aus Feinbeton ist immer sehr ähnlich.

Sehr wichtig ist der erste Schritt: die Vorbereitung der Formen und Muster-Einsätze.

Die Vorbereitung der Form

Mit dem Pinsel verstreichen. Mindestens bis auf die Höhe an die der Beton nachher reichen wird.

Dazu kannst du einfach etwas Speiseöl in deine Form geben. Dieses kannst du dann mit einem Pinsel gut verstreichen.

Vergesse nicht die Ecken, sonst löst sich der Beton nachher womöglich nicht aus der Form. Die komplette Fläche, die nachher vom Feinbeton erreicht wird muss mit Öl eingestrichen werden.

Nutzt du zusätzliche Silikonformen oder Muster-Einsätze, müssen auch diese eingeölt werden. Natürlich immer auf der Seite auf der sie mit dem Beton in Kontakt kommen werden.

Der Guss selbst

Auch das Gießen der Feinbeton-Gegenstände ist nicht schwer.

DIY-Ideen und komplette Anleitungen findest du in anderen Beiträgen von mir. Dort habe ich beispielsweise erklärt wie du eine Blumenschale selbst gießen kannst.

Wo kann man den Feinbeton kaufen?

Feinbeton bekommst du in jedem Baumarkt ob Obi, Hornbach, Bauhaus oder Toom. Einen davon wird es bestimmt in deiner Nähe geben.

Auch Sand bekommst du in diesen Baumärkten.

Achte einfach darauf dass es sich um FEINEN Sand und um FEINBeton handelt. Sonst werden die Gegenstände rau und nicht so schön.

Fazit

Feinbeton ist also etwas anderes als Mörtel und Beton der auf der Baustelle genutzt wird. Zement ist sozusagen der Kleber in der Masse.

Wie du gesehen hast ist das Anmischen und Gießen von Beton nicht sehr schwer. Es kommt einfach auf das richtige Mischungsverhältnis an.

Feinbeton kannst du sehr gut zum Ausbessern von Wänden oder anderen Stellen nutzen. Ein paar kreative Ideen für die Anwendung dieser grauen Masse findest du hier.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinen Beton-Projekten.

Beton gießen in Formen

Die klassische Verarbeitung von Beton

Ob das frostsichere Gießen von Betonfundamenten, der Betonestrich oder die Terrasseneinfassung aus Beton, schon die klassischen Verarbeitungsmöglichkeiten des Kunststeins sind enorm breit gefächert. In den letzten Jahren hat sich das Bewusstsein für Beton stark verändert.

Das veränderte Bewusstsein für Beton

Der Baustoff wird auch in seiner puristischen Ästhetik wahrgenommen und ist ein wichtiges stilsetzendes Element geworden. So sind heute Anwendungen hinzugekommen, die noch vor wenigen Jahren zumindest in der jetzigen Quantität undenkbar gewesen wären:

  • Lampenständer und selbst Lampenschirme aus Beton
  • Schreibtischutensilien aus dem Zement-Gemisch
  • Küchenarbeitsplatten und ganze Küchen aus Beton
  • Waschtischauflagen und Waschbecken aus Beton
  • Wandreliefs, Trittsteine, Pflaster und andere Garten- und Terrassen-Accessoires aus dem Baustoff

Gegenstände und Baumaterialien aus Beton selber in Formen gießen

Besonders die letztgenannten werden von immer weniger Heimwerkern fertig gekauft. Der Trend zum eigenständigen Gießen von Bauteilen und Gegenständen aus Beton oder Zementleim hält nicht nur ungebrochen an, er gewinnt auch immer mehr Anhänger. Inzwischen ist sogar zu beobachten, dass immer mehr Tüftler und Bastler sogar die Silikonformen für das anschließende Ausgießen mit Beton selbst anfertigen.

Das Gießen von Beton in Formen gut vorbereiten

Dabei ist aber bereits das Gießen von Beton in Formen nicht ganz so einfach, wie es so mancher Anbieter von Silikonformen gerne vermitteln möchte. Zunächst einmal kommt es auf die richtige Konsistenz des Betons an. Viele Heimwerker, die erstmalig mit Beton arbeiten, denken dabei, je flüssiger, desto besser. Schließlich lässt sich flüssiger Beton deutlich besser gießen.

Zu viel Wasser ist schädlich

Allerdings kann durchschnittlicher (herkömmlicher) Zement rund 40 Prozent Wasser chemisch und physikalisch binden. Der Rest, das Überschusswasser, muss wieder aus dem Beton. Das ist deutlich zu sehen, wenn der Beton blutet. Dabei bilden sich zahlreiche Kapillarporen im Innern des Betons. Dadurch wird das Material instabiler und mittelfristig anfälliger für äußere Einflüsse (Sauerstoff, Wasser, Schmutzpartikel usw.). Daher neigt zu flüssig gegossener Beton für das Gießen in Formen auch zum Reißen.

Die richtige Konsistenz von Beton für Gussformen

Für die richtige Steifigkeit sollte der Beton eher eine zähflüssige Konsistenz besitzen. Dann ist auch nicht so viel Wasser im Beton und es bilden sich weniger Poren. Das anschließende Austreiben von Luft ist damit dann deutlich einfacher. Auch dieses Verdichten vom Beton unterstützt die Stabilität und damit Langlebigkeit des in Formen gegossenen Betons. Letztendlich werden Sie etwas üben müssen, bis Sie die richtige Konsistenz für sich gefunden haben. Immer wieder sind Vergleiche bei der optimalen Konsistenz mit der von Quark zu hören. Der ist ja bekanntlich ebenfalls eher steig als fließfähig.

Formen mit Trennmittel behandeln

Wichtig ist auch die Verwendung eines Trennmittels, mit dem Sie die Gießform einstreichen. Es gibt spezielle Betontrennmittel, aber auch Kriechöl wie beispielsweise WD40 eignet sich hervorragend. Einzeltstücke, also wenn der Erhalt der Gießform eher sekundär ist, können selbst mit ordinärem Salatöl eingestrichen werden. Letztendlich müssen Sie entscheiden, was für Ihr Vorhaben am besten geeignet ist. Nachdem der Beton dann in die Form gegossen wurde, müssen Sie ihn noch verdichten.

Geräte und Werkzeuge zum Verdichten

Für Formen zum Gießen von Gehwegplatten, Wandplatten, Balustraden, Säulen oder auch kleineren Gegenständen wie Vasen oder Kugeln eignen sich Rütteltische. Sie können aber auch Innenverdichter verwenden, die jedoch in der Anschaffung etwas teurer sind.

Beton weder zu lange noch zu kurz verdichten

Wichtig ist auch hier wieder, die optimale Zeitspanne zum Verdichten zu „erfahren“. Auf der Betonoberfläche darf sich nur eine dünne Schicht Zementschleier bilden. Andernfalls, wenn Sie den Beton in der Gießform zu lange verdichten, können sich schwere Materialien wie Kies nach unten absetzen und es bilden sich unerwünschte Schichten mit schlechten Betoneigenschaften. Je nach Umgebungstemperatur und Aushärtzeit müssen Sie den Beton auch regelmäßig bis zur Entnahme aus der Gießform wässern.

Aushärten bzw. das Trocknen des Betons in der Gussform

Mehr zur Trocknungszeit von Beton erfahren Sie hier. Bei dieser Trocknungszeit, die sich besser als Aushärtzeit beschreiben lässt, kommt es darauf an, dass dem Zement nicht zu viel Wasser durch Verdunstung entzogen wird. Auch das kann sich negativ auf die Stabilität des fertigen Betongussteils auswirken.

Tipps & Tricks Gerade bei Accessoires oder Arbeitsplatten, die Sie in Formen gießen möchten, empfiehlt sich das Ölen oder Wachsen vom Beton. Gießen Sie dagegen Gehwegplatten oder ähnliche funktionale Betonteile, sollten Sie diesen Beton imprägnieren oder versiegeln.

Zum Gießen werden oft Formen aus Silikon oder widerstandsfähigem Kunststoff verwendet. Ebenso können Sie aber auch andere Materialien wie Holz oder Metall verwenden. Jedoch muss bei der Verwendung von Holz die Saugfähigkeit berücksichtigt werden – so, wie auch bei einer entsprechenden Verschalung vom Beton. Zudem müssen Sie das Schwinden des Betons berücksichtigen, wenn Sie komplexe Innenformen bauen wollen.

Autor: Tom Hess

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