Katze mit baby

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Katze und Baby

Kommt menschlicher Nachwuchs ins Haus, ist die Freude natürlich riesig. Doch wie wird Ihre Katze auf den kleinen Neuankömmling reagieren? Und wie stellen Sie sicher, dass sich Katze und Baby gut vertragen?

Wie sie Ihre Katze auf ein Neugeborenes vorbereiten können, erklärt Tierärztin und Verhaltensforscherin Francesca Riccomini:

Für viele Besitzer ist die Katze ein echtes Familienmitglied und als solches im Haushalt gleichberechtigt. Das bedeutet für die Katze, dass sie Aufmerksamkeit einfordert, sobald jemand zu Hause ist. Wie können unter dieser Voraussetzung Katze und Baby miteinander auskommen?

Im Zentrum der Aufmerksamkeit

Es ist nicht unüblich, dass ein Haustier verwöhnt oder sogar verzogen wird und dabei den Platz eines Babys in der Familie einnimmt. In vielen Fällen ist das völlig in Ordnung – es muss eben dem Charakter der Katze und den Bedürfnissen aller Beteiligten entsprechen. Kommt aber „plötzlich“ ein echtes Baby in die Familie, können durchaus Probleme auftreten.

Besonders schwierig kann es werden, wenn die Katze ausgewachsen ist und wenige, bzw. negative Erfahrungen mit Babys und Kleinkindern gemacht hat. Prägende Erfahrungen dieser und anderer Art sammeln Katzen vor allem während der Sozialisierungsphase, zwischen der zweiten und siebten Lebenswoche.

Viele Katzen kommen erst zu ihren Menschen, wenn sie diese Phase lange hinter sich haben oder keine Möglichkeit besteht, die Katzenjungen mit Kleinkindern zusammen zu bringen. Darum fehlt es oft an den wichtigen Begegnungen zwischen Katze und Kind. Natürlich ist es nicht unmöglich, diese mangelnden Erfahrungen im Erwachsenenalter nachzuholen – doch das Beste ist und bleibt, bereits weit vor der Geburt des Babys, die richtigen Vorbereitungen zu treffen.

Verschiedene Katzen – verschiedene Reaktionen

Jede Katze hat ihren eigenen Kopf – wie Ihre Vierpfote auf die Ankunft des menschlichen Nachwuchses reagiert, hängt dabei von genetischen Anlagen (Rasse und Abstammung), Charakter und Erfahrung ab. Und leider sind manche Katzen einfach nicht dafür geeignet, mit Babys und Kleinkindern zusammenzuleben.

Manche Besitzer entscheiden angesichts dieser Probleme, dass sie die Verantwortung für das Verhalten ihrer Katze nicht übernehmen können. In solchen Fällen kann die Folge sein, dass ein neues Zuhause für die Katze gefunden werden muss, um ihren Ansprüchen besser gerecht zu werden.

Leider ist die Entscheidung, ein Haustier abzugeben, nicht immer gut durchdacht. Doch Aggressivität der Katze gegenüber Kindern oder starkes Urinieren – wofür die unvorbereitete Ankunft des menschlichen Nachwuchses ein Grund sein kann – können Ursachen dafür sein, die Katze abgeben zu müssen. Nicht immer kann man dieses traurige Ergebnis verhindern – doch sorgfältige Überlegungen und gute Vorausplanung können helfen, den Verlust zu vermeiden.

Katze und Familie in Harmonie

Sie wollen ein gutes Zusammenleben für Ihre erweiterte Familie? Dann sollten Sie zwei Aspekte besonders berücksichtigen:
Das Umfeld und das Haustier.

Ihre Katze sollte unbedingt ein eigenes Bett, einen Fress- und Trinknapf, Spielzeug, ein Katzenklo und weitere Vierpfoten-Ausstattung haben. Und obwohl diese Dinge an Orten stehen sollten, die für alle Personen im Haus akzeptabel sind, sollten sie vor allem am richtigen Platz für die Katze sein. Das Katzenklo etwa gehört an eine Stelle, die in einiger Entfernung zum Futterplatz und zu belebten Bereichen ist. Der Kratzbaum sollte in der Nähe einer Außentür stehen oder in der Nähe von Orten, die die Katze bereits als ihr Territorium markiert hat.

Wenn möglich, suchen Sie für die Katze zum Essen oder Ausruhen einen erhöhten Platz oder einen Bereich, der mit einem Babygitter abgeriegelt werden kann. Das gibt ihr zumindest die Möglichkeit, vor den Annäherungsversuchen des Babys oder Kleinkindes zu fliehen. Wenn Sie vermuten, dass sich die aktuellen Standorte von Katzenbett, -klo und den anderen Vierpfoten-Utensilien nach der Ankunft des Nachwuchses als ungeeignet herausstellen könnten, verändern Sie bereits vorher deren Position. Vor allem für ältere Katzen ist es jedoch notwendig, dass diese Veränderungen Schritt für Schritt durchgeführt werden.

Ein Ort zum Verstecken

Kommt eine Katze in gefährliche Situationen, zieht sie es vor, sich zu verstecken. Dabei stehen besonders hoch gelegene, dunkle oder zurückgezogene Orte hoch im Kurs. Von hier kann Ihre Vierpfote die Lage zunächst mit sicherem Abstand beobachten.

Solche Zufluchtsstätten können einfach eingerichtet werden: Stellen Sie zum Beispiel Pappkartons oder Körbe auf! Sie sollten allerdings bedenken, dass Unterschlüpfe dieser Art in verschiedenen Bereichen des Hauses aufzustellen sind – vor allem jedoch dort, wo Sie sich häufig mit Ihrem Baby aufhalten. Machen Sie es Ihrer Katze leicht und legen Sie etwa die Lieblings-Katzendecke oder Leckerlis in die neu geschaffenen Rückzugsboxen. Betreten für Katzen verboten

Häufig ist der Raum, der als Kinderzimmer genutzt werden soll, für die Katze frei zugänglich. Es ist daher ratsam, schon lange bevor das Baby dort einzieht, das Betreten dieses Zimmers durch Ihre Vierpfote zu verhindern. Um der so genannten ‚Hindernis-Frustration‘ vorzubeugen, können Sie einen Trick anwenden: Besprühen Sie die Tür und den Türrahmen mit Feliway (Katzenpheromone) oder reiben Sie die Bereiche mit Gesichtstüchern Ihrer Katze ab.

Sie sollten aber stets bedenken, dass Hauskatzen bereits durch kleine Veränderungen ihres Umfeldes stärker in ihrer Lebensweise beeinflusst werden, als Katzen, die freien Zugang nach draußen haben. Bei reinen Stubentigern ist daher besonders sorgfältiges Vorgehen angebracht.

Veränderungen im Katzen-Territorium

Der Geruchssinn unserer Katzen ist sehr empfindlich. Er stellt einen äußerst wichtigen Bestandteil der Kommunikation Ihrer Hauskatze dar. Daher kann jede Störung der vertrauten Gerüche im Umfeld Ihrer Katze einen großen Einfluss haben und sie in Unruhe versetzen. Dieser Umstand wird häufig nicht richtig erkannt – er erklärt aber, warum etwa die neue Babyausstattung ein Ziel für „wildes“ Urinieren sein kann. Mit dem ‚Markieren‘ der einzelnen Teile versucht die Katze im Grunde nur, durch ihren Geruch das eigene Revier abzustecken.

Pheromonpräparate können daher auch bei Neuanschaffungen wie Buggys, Kinderbetten und Hochstühlen sinnvoll angewendet werden. Um Ihre Katze möglichst frühzeitig an die Vielzahl starker Baby-Gerüche zu gewöhnen, ist es hilfreich, sich von Freunden und Verwandten Babyzubehör aller Art zu organisieren. Die Gegenstände mögen für uns nur eine geringe Rolle spielen, aber für die Katze stellen sie einen sehr schwerwiegenden Eingriff in ihr Territorium dar. Wenn Sie diese Dinge Schritt für Schritt in Ihren Haushalt integrieren, reduzieren Sie die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Katze stark ablehnend reagiert. Indem Sie ihr – immer wenn ein neues Teil eintrifft – leckeres Futter geben oder mit ihr spielen, können Sie sogar erreichen, dass Ihre Vierpfote diese Dinge mit positiven Erfahrungen verbindet.

Loben, Spielen, Füttern

Was beim Menschen hilfreich sein kann, bedeutet für Ihre Katze nur zusätzlichen Stress: Die Konfrontation mit Sorgen und Ängsten kann bei Ihrem Haustier sogar bewirken, dass diese nur noch schlimmer werden. Stattdessen sollten Sie den Stressfaktoren durch Loben, Streicheln, Spielen oder leckeres Futter den Schrecken nehmen – ein entspanntes Verhalten der Katze wird so viel eher erreicht.

Mit dem Hörvermögen Ihrer Katze verhält es sich ähnlich wie mit dem Geruchssinn: Es ist wesentlich besser ausgebildet als unseres. Daher hilft es, Baby-Geschrei, -Glucksen oder andere typische Geräusche leise von einer Kassette abzuspielen. Wenn sich Ihre Katze dabei wie gewünscht verhält, gibt es dafür natürlich jeweils kleine Belohnungen. Sobald Ihre Katze anzeigt, dass sie die jeweilige Lautstärke problemlos erträgt, sollten Sie diese regelmäßig anheben.

Die erste Begegnung

Der große Moment will gut vorbereitet sein: Zur Einstimmung auf den Nachwuchs ist es daher hilfreich, Babys und Kleinkinder zu Besuch zu haben. Die Kandidaten sollten Sie jedoch sorgfältig aussuchen – Katzen können es als anstrengend empfinden, wenn Kinder sie verfolgen oder unbedingt berühren wollen. Behalten Sie das Zusammentreffen jeder Zeit gut im Auge und sorgen Sie dafür, dass das Verhalten der Kinder vorsichtig und tiergerecht ist.

So sollte es Kindern nie erlaubt werden, eine Katze hochzuheben, wenn sie diese nicht sicher und bequem halten können. Zeigen Sie ihnen, wie sie das gesamte Gewicht der Katze mit einer Hand unter dem Gesäß abstützen können, ohne dass die Beine der Vierpfote frei herunter baumeln. Und berücksichtigen Sie außerdem, dass manche Kinder die Katze aus Vorsicht zu stark an sich drücken, um sie nicht fallen zu lassen. Die guten Absichten können bei der Katze zu ähnlichen Schmerzen führen wie zu grober oder rücksichtsloser Umgang.

Es ist das Beste, keinen direkten körperlichen Kontakt zuzulassen. Stattdessen können die Kinder mit Angelruten, Bällen oder einer Taschenlampe an der Wand spielen, während Sie selbst ruhig neben der Katze sitzen und sie eventuell vorsichtig streicheln oder kraulen. Loben Sie dabei die Katze oder belohnen Sie sie! So wird Ihre Vierpfote die Anwesenheit von Kindern mit positiven Erlebnissen verbinden.

Man sollte eine Katze niemals dazu ermutigen, mit Fingern, Zehen oder anderen Körperteilen zu spielen – das gilt natürlich auch und besonders für Kinder und Babys. In manchen Fällen kann es dadurch zu aggressivem Verhalten und sogar Verletzungen kommen- auch wenn dies im Spiel und nicht absichtlich geschieht.

Kontinuierliche Veränderung

Die neue Familiensituation bringt große Veränderungen mit sich: War die Beziehung zu Ihrer Katze bisher sehr eng, kann es unter Umständen sehr schwierig werden, die Zeit für das gleiche Maß an Zuwendung aufzubringen, wenn das Baby da ist. Daher ist es durchaus sinnvoll, die Bindung zu Ihrer Katze bereits im Voraus abzuschwächen.

Überlegen Sie sich genau, wie Ihr neuer Zeitplan aussehen wird und legen Sie Abläufe fest, die Sie auch in Zukunft – mit Baby – aufrechterhalten können. Setzen Sie dabei Veränderungen immer Schritt für Schritt um – so minimieren Sie deren Auswirkungen auf Ihre Katze. Wenn Ihre Vierpfote daran gewöhnt ist, Ihre uneingeschränkte Aufmerksamkeit zu bekommen, fahren Sie diese zunächst für kurze Dauer zurück. Wenn Sie damit so früh wie möglich anfangen, hat Ihre Katze Zeit genug, die Veränderungen zu akzeptieren. Sollte Ihre Katze dabei mitmachen, können Sie die Entzugsphasen allmählich verlängern.

Legen Sie Zeiten für das Spielen und die Pflege Ihrer Katze fest, die sich mit Ihrem neuen Tagesablauf vereinbaren lassen. Reagiert Ihre Katze zunächst aufgeregt und gestresst, sollten Sie ihr nicht all zu viel Aufmerksamkeit schenken. Denn dadurch könnte sie noch aufgebrachter werden und sich eventuell sogar Ihnen gegenüber unangenehm verhalten.

Probleme mit dem Benehmen

Die neue Situation macht es übrigens dringend erforderlich, problematische Verhaltensweisen Ihrer Katze anzugehen – auch, wenn Sie diese bislang ‚geduldet‘ haben. Denn durch die Veränderungen und Störungen, die ein kleines Baby mit sich bringt, wird sich das Benehmen Ihrer Vierpfote weiter verschlimmern. Nehmen Sie sich also für das Verhalten Ihrer Katze möglichst weiterhin Zeit, wenn Ihr Baby da ist.

Vorhersehbarkeit ist sehr wichtig für Katzen. Wenn Sie zu beschäftigt sind, um den Ansprüchen von Baby und Katze nachzukommen, laden Sie Freunde oder Familienmitglieder ein, die Ihre Katze kennen, um mit ihr zu spielen und sie zu betreuen.

Und ganz wichtig: Stellen Sie sich Ihrer Katze niemals in den Weg, wenn sie versucht, vor Ihren Kindern wegzulaufen. Die Flucht ist eine natürliche Reaktion von Katzen auf ungewohnte Situationen. Fühlt sich Ihre Katze in die Enge getrieben oder glaubt sie, die Kontrolle über die Situation verloren zu haben, verursacht das bei ihr Stress und Angst, die in Aggressionen umschlagen können. An einem der von Ihnen eingerichteten Rückzugsplätze wird sie sich aber schnell wieder beruhigen.

Der Einzug des Babys

Der Tag, an dem Sie das Baby das erste Mal mit nach Hause bringen, ist selbstverständlich besonders wichtig und aufregend – das gilt auch für die erste Begegnung mit Ihrer Katze. Wenn Sie die oben beschriebenen Vorbereitungen durchgeführt haben, wird diese dem Nachwuchs gegenüber positiv eingestellt sein. Die Installation von Feliway-Geräten (mit Pheromonen) an verschiedenen Orten in Ihrem Haus – vor allem an denen, die mit dem Baby in Verbindung stehen – sollte in der neuen Situation noch mehr Sicherheit geben. Außerdem können Sie Ihre Katze mit ihrem Lieblingsfutter, das sie nur in Ausnahmefällen bekommt, auf Ihre Seite ziehen.

Manche Katzen haben übrigens größere Probleme mit Kindern, die bereits laufen oder krabbeln können, als mit kleinen Babys. Ein krabbelndes oder laufendes Kind kann eine Katze eher mal überrumpeln und sein Kreischen und Schreien kann zudem sehr Angst einflößend wirken.

Um ein Fazit zu ziehen: Kinder sollten niemals so erzogen werden, dass sie Haustiere als Spielzeuge ansehen und dementsprechend behandeln. Ihnen muss von Anfang an deutlich gemacht werden, dass sie die Katze stets respektieren, sich ihr angemessen nähern und ihr mit Vorsicht begegnen sollen. Die Erziehungsarbeit wird sich lohnen, denn für eine Familie ist es sehr schön, wenn Kinder und Haustiere gut miteinander umgehen und sich beim gemeinsamen Aufwachsen viel Freude bereiten.

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1. Toxoplasmose: Katze abgeben, weil sich ein Baby ankündigt?

Es ist wahr: Sobald eine Schwangerschaft bekannt ist, sollte lieber der Partner, oder eine andere verantwortliche Person die Katzenklos reinigen. Eine Infektion der Mutter mit Toxoplasmose kann für das Ungeborene tatsächlich gefährlich sein.

Übertragen wird der Toxoplasmose Erreger aber nur selten durch Katzenkot, denn hauptsächlich findet man ihn in rohem Fleisch. Es ist also naheliegender, in der Schwangerschaft auf den Verzehr von rohem Fleisch zu verzichten, als seine Katze(n) abzugeben.

2. Katzen legen sich auf Babys und saugen ihnen die Atemluft weg

Es ist ein bis heute recht weit verbreiteter Aberglaube: Katzen, so erzählt man sich, legen sich gezielt auf Babys und kleine Kinder, um ihnen die Luft zum Atmen zu stehlen. Tatsächlich ist bis heute kein Fall belegt, in dem dieses Szenario wirklich geschehen ist.

Ein ähnlicher Mythos geht noch einen Schritt weiter: Er besagt, dass Katzen Babys die Muttermilch aus dem Munde stehlen würden. Wahrscheinlich ist, dass diese Idee in einer Zeit der Hungersnot entstanden ist. Wahr ist sie selbstverständlich nicht.

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3. Schreiende Kinder machen Katzen wahnsinnig – und verleiten sie zu schrecklichen Taten

Wenn selbst die Eltern von ihrem dauerschreienden Nachwuchs an den Rand des Wahnsinns getrieben werden können, warum dann nicht auch Katzen? Im Volksglauben gibt es die Vermutung, dass genervte Katzen in die Wiegen von schreienden Kindern kriechen, um sich auf sie zu legen und sie so für immer zum Schweigen zu bringen.

Viele Katzen mögen den engen Kontakt zu Babys und suchen ihn gezielt. Schreit der kleine Mensch und irritiert das die Katze, möchte sie natürlich wissen, was los ist. Katzen mögen außerdem die Wärme, die von einer Kinderwiege ausgeht. Es kann also vielfältige Gründe haben, wenn Katzen sich zu Babys legen. Etwas Böses haben sie dabei eher nicht im Sinn.

4. Katze gefährlich für Baby? Katzen hassen Babys!

Der Volksmund erzählt sich, dass Katzen sehr eifersüchtig auf Babys reagieren. Kommt ein kleiner Mensch ins Haus, würden sie in ihm einen Konkurrenten sehen und versuchen, ihn mit allen Mitteln zu bekämpfen.

Es ist sicher eine gute Idee, Katze und Baby gerade am Anfang nicht unbeaufsichtigt zu lassen. Doch schon kleinere Kinder können lernen, andere Lebewesen zu respektieren und ihre Grenzen zu achten. Wenn das gelingt, können Kind und Katze die besten Freunde werden!

Hast du zum Beispiel gewusst, dass Verhaltensforscher Katzen als Gefährten für Kinder sogar empfehlen? Gerade für eher ruhigere Kinder seien Katzen besser geeinget als Hunde. Denn Katzen, so heißt es, würden ein Kind weniger stark bedrängen.

Um Katzen die Gewöhnung an ein neues Menschenkind zu erleichtern, gibt es einige Tricks. Welche das genau sind, liest Du hier: Katze an Baby gewöhnen: Mit diesen 5 Tipps klappt es!

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5. Katzen haben Flöhe und eine Übertragung kann für Babys tödlich enden

Mehr als die Hälfte aller rund 15 Millionen Katzen in deutschen Haushalten lebt heute ausschließlich in der Wohnung. Sofern Katzen keinerlei Kontakt zu Katzen haben, die mit Flöhen infiziert sind, können sie selbst auch keine Flöhe bekommen.

Freigängerkatzen sollten vom Tierarzt auf Flöhe untersucht werden, bevor ein Baby ins Haus kommt. Umbringen können Katzenflöhe ein Baby nicht. Ihr Kot kann jedoch starken Juckreiz und Hausausschlag auslösen, der insbesondere für Babys und Kleinkinder sehr belastend werden kann.

Wenn ein Baby geboren wird, dann machen sich Eltern nicht nur Gedanken um die Erstausstattung und wie das Leben mit dem Baby wohl sein wird, sondern auch darum, wie es wohl mit Haustieren funktionieren kann. Denn immer wieder hört man „Schauermärchen“, dass das Baby dann das Katzenfutter gefressen hat oder der Kot dem Baby schaden könnte. Sei beruhigt: Die Geburt eines Kindes ist kein Grund zur Sorge. Du musst dich von deiner Katze nicht trennen.

Katzen: Vorsicht in der Schwangerschaft!

In der Tat besteht von deiner Katze die Gefahr, dass du dich als werdende Mutter mit Toxoplasmose ansteckst. Das kann dir aber auch bei Salami passieren! Bei Toxoplasmose handelt es sich um einen u.a. von Katzen übertragbaren Parasiten, der vor allem in deren Kot auftritt. Beachte daher unbedingt ein paar Hygienemaßnahmen, indem du immer Handschuhe beim Reinigen der Katzentoilette oder der Fressnäpfe trägst. Desinfiziere deine Hände anschließend.

Am besten wäre es, wenn diese Tätigkeiten vorübergehend (bis du nicht mehr stillst) von einem anderen Familienmitglied übernommen werden.

Der Toxoplasmose-Test ist positiv!

Mittels eines Bluttests, der seit 1975 im Mutter-Kind-Pass vorgeschrieben ist wird überprüft, ob du gegen Toxoplasmose immun bist. Meist verläuft eine Toxoplasmose mit grippeähnlichen Symptomen und so weißt du vielleicht gar nicht, dass du schon einmal daran erkrankt bist und damit einen Immunschutz aufgebaut hast. Besteht noch kein Immunschutz, bitte beachte die Hygienevorschriften umso mehr. Deinem Baby zuliebe.

Sollte dein Toxoplasmose-Test positiv sein, muss sich dein Baby nicht automatisch angesteckt haben. Ob dies der Fall ist, wird mittels Ultraschalluntersuchungen und einer Fruchtwasserpunktion festgestellt. Wird eine Ansteckung im ersten Schwangerschaftsdrittel bestätigt, erfolgt eine Therapie mittels Antibiotikum, das die Übertragung des Erregers auf den Fötus. Diese Einzeltherapie erfolgt dann bis zur Geburt. Bei bereits fetaler Infektion wird eine Kombinationstherapie vorgeschlagen, sofern der Ultraschall noch keine schwerwiegenden Missbildungen des Fötus aufweisen könnte. Weitere Vorgehensweisen würde dann dein Arzt mit dir besprechen.

Du brauchst nun keine Angst zu haben. Wenn du einige Hygienevorschriften beachtest, besteht kein allzu großes Risiko einer Ansteckung für dich und dein Baby. Es ist nur wichtig zu wissen, dass Katzen diese Gefahr mit sich bringen und man einen achtsamen Umgang pflegen muss. Das betrifft auch dem Umgang mit rohem Fleisch und einer guten Küchenhygiene, denn auch hier kann es zu einer Übertragung von Toxoplasmose kommen.

Auch Katzen sind eifersüchtig!

Nicht selten reagieren Katzen nach der Geburt eifersüchtig auf das Baby. Gönne deiner Katze ein wenig Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen. Auch für deine Katze bedeutet das Baby eine große Umstellung.

Achte daher schon im Vorfeld darauf, deiner Katze bestimmte Angewohnheiten beizubringen. Deine Katze ist willkommen, aber nicht auf deinem Schoß, sondern auf einem Kissen neben dir. Das ist wichtig, wenn du das Baby stillst oder es viel trägst, dass sich deine Katze nicht einfach auf das Baby legt.

Und auch, wenn die Zeit mit dem Neugeborenen besonders intensiv und schön ist, bitte auch andere Personen, deine Katze zu beachten und zu streicheln. Das tut ihr gut.

Bedenke auch, dass du dein Baby anfangs schützen musst, damit sich deine Katze nicht auf dein Baby legt. Was vielleicht nur lieb gemeint war, kann schnell gefährlich werden für dein Baby, das sich noch nicht wehren kann. Dafür lohnt sich die Investition in einen Stubenwage oder ein Laufstall, den die Katze nicht benutzen darf.

Das mobile Baby und die Katze

Sobald dein Baby mobil wird, musst du einige Regeln aufstellen, damit das Zusammenleben zwischen Baby und Katze auch gut funktioniert. Dazu gehört, dass die Katze nicht an den Haaren oder am Schwanz gezogen wird und dass sich dein Baby nicht auf die Katze legen darf und umgekehrt. Zwar lassen sich einige Katzen viel gefallen, aber eben nicht alles. Du kennst deine Katze am besten und wirst wissen, was sie aushält und was sie nicht möchte. Ebenso sollte dein Baby lernen, dass die Katze beim Fressen und Schlafen nicht gestört wird. Gib deinem Baby Zeit – diese neuen Regeln werden erst nach und nach eingehalten werden.

Du wirst sehen, mit der Zeit wird sich das Zusammenleben zwischen Baby und Katze von selbst einspielen und dein Kind wird einen treuen Spielgefährten gefunden haben. Denn eines ist klar: Haustiere tun Kinder gut.

Wohl jeder Katzenhalter erfreut sich daran, die Entwicklung von Katzenbabies mitzuerleben. Nach der Geburt sind die Jungen blind, taub und hungrig. Sie wiegen etwa 100 Gramm, wobei das Gewicht zwischen 60 bis 140 Gramm variieren kann.

Mit Hilfe des Tast- und Geruchssinns suchen sie die Zitzen ihrer Mutter. Sie gibt ihnen über den Kolostrom, die erste sehr dünne Milch, Immunität durch Antikörper, die sie auf Grund früherer Impfungen und Infektionen gebildet hat. Nach wenigen Tagen wird die Kolostrom-Produktion eingestellt und richtige Milch gebildet.

Katzenbaby zwei Stunden alt | Foto: Petra Hegewald / pixelio.de

Die Aufgaben der Katzenmutter

Die Katzenmutter wählt ihre Körperhaltung so, dass ihr Gesäuge für die Katzenbabies zugänglich ist. Sie hilft ihnen mit sanften Stößen der Nase, an ihre Zitzen zu gelangen. Katzen haben 8 Zitzen, das vorderste Paar produziert oft keine Milch. Die Jungtiere entwickeln bald eine Vorliebe für einen bestimmte Zitze, bei den Mahlzeiten kommt es oft zu Drängeleien. Die Katzenbabies saugen anfangs bis zu 8 Stunden am Tag. Während der ersten 3 Wochen gehen alle Initiativen für das Säugen von der Katzenmutter aus. Die Mutter schnurrt während des Säugens, und die Katzenbabies stimulieren den Milchfluss mit dem Milchtritt.

Die Kleinen sind hinsichtlich Nahrung, Schutz und Körperwärme völlig von ihrer Mutter abhängig. Aber schon nach kurzer Zeit fauchen sie zaghaft, wenn sie berührt werden oder einen bestimmten Geruch wahrnehmen, und schnurren, wenn sie sich an den Körper der Mutter schmiegen. In den ersten Wochen leckt die Mutter die Anal- Genitalregion der Kätzchen, um die Ausscheidung von Urin und Kot zu stimulieren. Die Katzenmutter verlässt ihre Katzenbabies während der ersten Tage kaum oder nur für kurze Zeit, sie verbringt fast ihre ganze Zeit mit den Katzenbabies, bis diese ca. 4-5 Wochen alt sind. Deshalb sollte man Futter, Wasser und Katzenklo in der Nähe der Katzenmutter unterbringen.

Katzenbabies – Wachstum und Entwicklung

Ein ruhiger Platz ist wichtig

Wird die Mutter oft gestört, sucht sie sich einen neuen Platz für ihr Nest. Sie packt dann die Jungen – eines nach dem anderen – am Genick und trägt sie im Maul zum neuen Nest. Der Orientierungssinn ist bei den neugeborenen Katzenbabies noch nicht voll ausgebildet. Entfernt sich ein Katzenjunges aus dem Nest, kann es in den ersten Lebenstagen nur aus einer Entfernung von ca. 50 cm zurückfinden. Entfernt sich das Junge zu weit vom Nest, kann es nur durch sein Schreien auf seine Lage aufmerksam machen.

Mit 2 Wochen öffnen die Katzenbabies die Augen, richten die Ohren auf und entdecken neue Sinneswahrnehmungen. Sie wiegen nun bereits 200 Gramm. Ab der zweiten Woche widmen sich die Kätzchen der Entdeckung des eigenen Körpers, der Geschwister und der unmittelbaren Umgebung des Nestes. Sie lernen, sich immer schneller und geschickter zu bewegen und bei spielerischen Kämpfen mit den Geschwistern, mit den Pfoten und dem Maul umzugehen. Ebenso erfahren sie, worauf die Artgenossen mit Beißen, Miauen, Flucht und Fauchen reagieren.

Die ersten Wochen nach der Geburt

Ab der 3. Woche werden Katzenbabies aktiver und unternehmen kürzere Ausflüge. Das Junge beginnt nun, mit seinen Wurfgenossen und der Katzenmutter soziale Spiele zu spielen. Frei laufende Katzenmütter fangen nun an, den Jungen selbst gefangene, gerade getötete Beute nach Hause zu bringen. Wenige Zeit später schaffen sie auch lebende Mäuse herbei. Der Katzenforscher Professor Paul Leyhausen konnte nachweisen, dass viele der Verhaltensmuster, die für das Fangen und Töten von Beutetieren erforderlich sind, angeboren sind.

Die Katzenbabies brauchen allerdings Hilfe seitens der Mutter, um die Motivationsschwelle für den Tötungsbiss (Nackenbiss) zu erreichen. Die Entwöhnung von der Milch beginnt etwa in der 4. Lebenswoche und ist in der Regel bis zur 8. Woche abgeschlossen. Erst dann sind die Katzenbabies fähig, von fester Nahrung zu leben – hierbei ist nicht von Bedeutung, ob dabei Mäuse oder von Menschen gereichte Nahrung im Spiel waren. Etwa gleichzeitig mit der Entwöhnung findet eine Reorganisation des Spielverhaltens statt.

Die Katzenjungen können sich stundenlang miteinander beschäftigen, geübt wird nun das Aufrichten zum Sprung, das Anschleichen und das Zupacken. Sie sind sehr neugierig und untersuchen jede Ecke ihres Heims. Die Mutter unterstützt dies, indem sie sie nach drei bis vier Wochen in ein anderes Nest bringt, wo sie mehr Bewegungsfreiheit haben, aber sich nicht zu weit aus dem Kontrollbereich der Mutter entfernen können. Dieser Ort liegt oft in der Nähe des Hauses der Menschen oder auch im Wohnzimmer. Mit einem Monat wiegen die Kätzchen bereits 300 Gramm und beginnen, sich selbst zu putzen und mit Gegenständen zu spielen. Sie können bereits feste Nahrung fressen. Da ihre Mutter sie streng zur Stubenreinheit erzogen hat, können sie in der Regel das Katzenklo selbstständig nutzen.

Die Sozialisierung der Katzenbabies

Jungtiere müssen das ihren Artgenossen gegenüber normale Verhalten erst erlernen (Sozialisierung). Alle Erlebnisse mit Artgenossen, aber auch andere Erfahrungen, die sie während der Sozialisierung sammeln, haben nachhaltige Wirkungen auf spätere soziale Bindungen. Jungtiere, die 10-12 Wochen bei ihren Wurfgenossen bleiben können und mit anderen Katzen in einem sozialen Milieu aufwachsen, sind später Artgenossen gegenüber positiv eingestellt. Die Kätzchen entwickeln ihre Sinne, indem sie vom ersten Lebenstag an stimuliert und angeregt werden. Um sie dabei an Menschen zu gewöhnen, sollten sie aufgehoben und gestreichelt werden. Dabei werden sie auch an den Menschen gewöhnt.

Ein junges Kätzchen, das ohne soziale Kontakt oder mit vorwiegend negativen Erfahrungen aufwächst, tendiert eher dazu, Einzelgänger zu bleiben. Kätzchen die in den ersten Lebenswochen positive Kontakte mit Menschen haben, entwickeln sich zu zutraulichen Tieren. Ohne diesen Kontakt während der ersten Lebensphase bleiben die Tiere den Menschen gegenüber meist scheu und ängstlich.

Eine Jungkatze sollte frühestens ab der 8. Lebenswoche abgegeben werden, eher noch etwas später mit 10-12 Wochen, denn sie lernt immer noch viel Nützliches von ihrer Mutter und den Geschwistern. Das in den ersten 3 Lebensmonaten Erlernte und Erlebte ist also ganz entscheidend für die spätere Entwicklung und das soziale Verhalten unserer Katzen.

In der Entdeckung der Welt sieht man, wie verschieden die Kätzchen ihrem Wesen nach sind. Nach zehn Wochen werden alle Kätzchen vorsichtiger und werden Neuem gegenüber voreingenommener.
Mit zwei Monaten beginnt das Erwachsenwerden, bei in Freiheit lebenden Katzen oft erst mit vier. In dieser Zeit lernt das Kätzchen, sich nach dem Beispiel der Mutter allein zu putzen. Die Jungen folgen der Mutter, die sie streng überwacht und verhindert, dass sie sich zu weit entfernen, auf allen Wegen. Wenn ein Garten zur Verfügung steht, werden sie auch in der Kunst des Jagens unterwiesen. Nun wird das Spielen zur Hauptaktivität der Kätzchen.

Foto: Angeles Katzenhilfe e.V.

Mit drei Monaten klettern die Jungen Vorhänge und Bäume hoch, schärfen ihre Krallen an Gegenständen und springen voller Eifer. So festigen sich die Nervenbindungen, die Muskulatur entwickelt sich und die Bewegungen werden immer präziser. Außerdem fördert und prägt das Spielen das Sozialverhalten. Nach drei Monaten wollen die jungen Katzen nicht mehr saugen und ernähren sich selbständig. Im fünften Monat verlieren sie die Milchzähne und beginnen, ihr Revier zu markieren. Mit sechs Monaten sind sie vollkommen unabhängig von der Mutter.

Thema: Wie lange säugen Katzenmamas

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Tierschutzverein Heilbronn und Umgebung e.V.

Umfassende Katzen-Info

Von Tipps zur Sauberkeit bis zur Aufzucht mutterloser Kätzchen

Ein neues Zuhause

Eine neue Umgebung wird Ihrem Kätzchen zunächst einmal Angst machen. Aber mit ein paar kleinen Vorbereitungen können Sie ihm die Eingewöhnung erleichtern. Ob Haus- oder Rassekatze, Ihre Neue braucht beim Einzug Ihre ganze Aufmerksamkeit. Überlegen Sie einfach, wie Sie sich fühlen würden, wenn Sie in ein neues Haus mit neuen Menschen einziehen würden. So ähnlich ist das auch für Ihre Katze. Einige Vorbereitungen sollten Sie schon getroffen haben, bevor Sie Ihre Katze einziehen lassen. Zum Beispiel den Schlafbereich. Katzen suchen sich zum Schlafen ein warmes, sicheres Plätzchen. Sie können im Zoofachhandel ein Katzenbett oder einen -korb kaufen oder selbst ein Bett für Ihr neues Haustier bauen. Nehmen Sie einen stabilen Pappkarton, schneiden Sie ein katzengroßes Loch als Eingang hinein, und bedecken Sie den Boden mit einer sauberen, waschbaren Decke oder einem kuscheligen Kissen. Sorgen Sie für Ruhe, wenn Sie Ihre Katze oder Ihr Kätzchen holen. Seien Sie nicht enttäuscht, wenn sie anfänglich ein bisschen schüchtern wirkt. Sie wird schon früh genug neugierig. Lassen Sie sie erst zur Ruhe kommen. Sie wird ihre neue Umgebung vermutlich zuerst erkunden, wenn sie alleine ist. Es ist besser, Ihre neue Katze in den ersten Wochen im Haus zu lassen, auch wenn sie später Freilauf genießen darf. In dieser Zeit wird sie mit den normalen Haushaltsgeräuschen und -aktivitäten vertraut. Schließen Sie Ihre Katze nicht aus, wenn Besucher kommen, damit sie zutraulich wird und später nicht fremdelt. Weitere Haustiere sollten dem Neuankömmling langsam und unter Aufsicht vorgestellt werden. Sie können auch ein paar Spielzeuge anschaffen, die auf Ihre neue Katze warten, wenn sie ins neue Zuhause kommt. Katzen sind von Natur aus sehr spielfreudig. Sie wird das zu schätzen wissen, sich entspannen und schneller wohl fühlen.

Sich um eine Katze kümmern

Es gibt viele wichtige Dinge, die Sie über Katzen wissen, damit Sie entsprechend für sie sorgen können. Dieser Artikel stellt Wissenswertes über die Pflege Ihrer Katze und Tipps zu Katzenklos, Freilauf und Duftmarken vor. Katzen sind ganz besondere Tiere. Beachten Sie diese wenigen Punkte, und Sie und Ihre Katze können in Harmonie miteinander leben:

  • Viele Katzen sind Einzeltiere und mögen es, einige Zeit allein zu verbringen.
  • Katzen schlafen sehr viel.
  • Katzen sind Jäger, die die Nacht bevorzugen. Dieser Instinkt ist immer noch präsent, auch wenn sie von Menschen regelmäßig mit Futter versorgt werden.
  • Katzen müssen kratzen, um ihre Krallen kurz und scharf zu halten – sie tun es nicht, um Sie zu ärgern.

Den Instinkten folgen

Lassen Sie es zu, daß Ihre Katze ihr natürliches Verhalten und ihre Instinkte auslebt. Erlauben Sie ihr, allein zu sein, wenn sie es möchte. Stellen Sie ihr ein paar ruhige Ecken in einem lebhaften Haushalt zur Verfügung. Katzen mögen geschlossenen Räume wie Pappkartons oder im Handel erhältliche Katzenbetten. Dort ziehen sie sich zum Ausruhen zurück. Wundern Sie sich nicht über die viele Zeit, die Ihre Katze mit Ausruhen verbringt. Ihre Instinkte sagen ihr, daß sie ihre Energie schonen soll, um spät nachts auf Jagd zu gehen. Erlauben Sie Ihrer Katze, zu jagen. Die Beute muß ja nicht unbedingt ein echter Vogel oder eine Maus sein – Katzenspielzeug genügt. Geben Sie ihr die Möglichkeit, ihr natürliches Jagdverhalten mit einem Sieg zu krönen. Lassen Sie sie also gelegentlich die Spielzeugbeute erlegen. Das Spielen ist besonders für junge Kätzchen wichtig, weil es ihnen hilft, soziale und jägerische Fähigkeiten zu erlernen, die sie für ihr Erwachsenenleben brauchen. Geben Sie Ihrem Kätzchen viele Gelegenheiten, zu spielen. Katzen hinterlassen duftende Botschaften füreinander. Kommunikation über den olfaktorischen Sinn – also den Geruchssinn – ist sehr wichtig für sie. Mitteilungen werden mittels Kratzen und Urinmarken weitergegeben. Das Kratzen hinterläßt außerdem eine sichtbare Botschaft und hilft dabei, die Katzenkrallen schön scharf zu halten. Stellen Sie sicher, daß Ihre Katze eine bestimmte Stelle im Haus hat, wo sie kratzen darf und sogar dazu ermutigt wird. Ein Kratzbaum ist der beste Weg, ihre Möbel zu schonen.

Der Gebrauch der Katzentoilette

Katzen sind von Natur aus reinliche Tiere. Daher ist das Toilettentraining normalerweise sehr einfach. Beginnen Sie, Ihr Kätzchen so bald wie möglich darauf zu trainieren, dass es eine Katzentoilette benutzt – am besten gleich von dem Tag an, an dem Sie es nach Hause bringen. Die Toilette sollte in einer ruhigen Ecke des Hauses stehen, damit die Katze sie ganz ungestört benutzen kann. Sie darf nicht in der Nähe der Freßnäpfe stehen, da Katzen es nicht mögen, ein Gebiet in der Nähe ihrer Nahrung zu verunreinigen. Nehmen Sie einen Behälter aus Plastik, dessen Seiten nicht zu hoch sind, damit das Kätzchen problemlos ein- und aussteigen kann. Er muß aber hoch genug sein, um Streu hineinzufüllen, in die das Kätzchen seinen Kot vergraben kann. Wenn das Kätzchen größer wird, müssen die Seiten der Toilette ebenfalls höher werden. Hohe Seitenwände verhindern, daß die Streu überall hinfliegt, wenn der Kot vergraben wird – und dass die Katze die Toilette „verfehlt“, wenn sie Wasser läßt. Kleine Kätzchen möchten oft urinieren und koten, wenn sie aufwachen und nachdem sie gegessen haben. Wenn Sie die Kätzchen trainieren, setzen Sie sie zu diesen Gelegenheiten in die Toilette, und belohnen Sie sie, wenn sie sich im richtigen Örtchen erleichtern. Sie werden schnell merken, wann Ihre Katze nach einer geeigneten Toilettenstelle sucht. Sie wird anfangen zu schnüffeln, zu kratzen und sich zu krümmen. Passen Sie diesen Moment ab, und versuchen Sie, Ihre Katze auf die Toilette zu setzen. Sollte sie mal einen kleinen „Unfall“ haben und die Toilette nicht finden, ignorieren Sie sie – aber bestrafen Sie sie nicht. Reinigen Sie die beschmutzte Stelle mit einem Mittel, das kein Ammoniak enthält. Katzenstreu sollte saugfähig sein. Viele handelsübliche Streusorten sind zusätzlich mit Duftstoffen versetzt, damit der Geruch der Katzentoilette auf ein Minimum reduziert wird. Diese Duftstoffe mag aber nicht jede Katze. Verschmutzte Streu sollte mindestens einmal am Tag entfernt werden und Kot immer dann, wenn Sie ihn entdecken. Die Streu sollte nach Angaben des Herstellers komplett ausgewechselt und die Toilette sorgfältig gereinigt und desinfiziert werden. Achten Sie darauf, keine Desinfektionsmittel mit Phenol zu benutzen, da sie für Katzen sehr giftig sind. Auch Desinfektionsmittel mit scharfem Geruch können die Katze davon abbringen, ihre Toilette zu benutzen. Denken Sie daran, immer Ihre Hände zu waschen, wenn Sie die Katzentoilette und deren Inhalt angefasst haben. Wenn es zu einem Rückfall im Toilettentraining kommt, gibt es meist einen Grund dafür – z. B. Durchfall oder eine Störung im normalen Tagesablauf der Katze. Sollten ein Kätzchen oder eine Katze ständig falsche Stellen beschmutzen, beachten Sie folgen Maßnahmen:

  • Lassen Sie Ihren Tierarzt prüfen, ob die Katze organisch gesund ist.
  • Stellen Sie sicher, daß die Toilette sauber gehalten wird.
  • Stellen Sie die Toilette in eine ungestörte Ecke, die nicht zu dicht am Fressplatz ist.
  • Überprüfen Sie, ob die Seiten der Toilette nicht zu hoch für ein junges Kätzchen sind.
  • Sucht die Katze besonders gern eine bestimmte Stelle auf, gestalten Sie diese Stelle so unattraktiv wie möglich. Breiten Sie eine feste Plastikfolie darüber. Katzen mögen es nicht, über diese Materialien zu laufen. Alternativ können Sie ihre Fressnäpfe und ihr Bett auf diese Stelle rücken – Katzen wollen nicht die Orte verschmutzen, an denen sie essen oder schlafen.
  • Versuchen Sie, Störungen im Tagesablauf der Katze so gering wie möglich zu halten, und finden Sie heraus, ob es in der Gegend neue Katzen (oder Hunde) gibt.
  • Benutzen Sie eine andere Katzenstreu.
  • Wenn Sie Ihre Katze in flagranti erwischen, versuchen Sie, sie zu erschrecken, indem Sie zum Beispiel eine Wasserpistole benutzen. Lassen Sie sich dabei nicht sehen – sonst wird sie Sie mit dieser unangenehmen Erfahrung assoziieren. Und Sie müssen sie während der Tat überraschen – später wird sie ihre Tat nicht damit in Beziehung setzen.

Sind Katzen bestechlich? Oder sind kleine Leckereien nichts für schnurrende Samtpfoten? Die Antwort auf diese Fragen erhalten Sie hier. Lob und Tadel spielen bei der Erziehung Ihres Kätzchens eine große Rolle. Lob – das können liebevolle Worte sein, ein sanftes Streicheln oder auch kleine Leckereien (denn Liebe geht bekanntlich auch durch den Magen). Im Gegensatz zu einem Hund allerdings werden Sie Ihre Katze durch Leckerbissen nicht dazu bewegen, Kunststückchen zu machen oder einen Gegenstand auf Wunsch zu apportieren. Sie tut es, oder sie tut es nicht. Und sie tut es nur dann, wenn sie will. Denn auch in diesem Fall zeigt sich der starke Hang der Katze zum Individualismus. Schließlich geht sie gern ihre eigenen Wege und läßt sich nicht dressieren. Doch auch kleine Individualisten wissen ab und zu einen Extraleckerbissen zu schätzen. Als kleines Dankeschön zum Beispiel nach einer tollen Spiel- und Tobestunde empfehlen sich vitaminreiche Leckerlis, die in großer Vielfalt von vielen namhaften Herrstellern als leckere und artgerechte Nahrungsergänzung angeboten werden.

Freigang

Wenn Sie sich dazu entschließen, Ihrer Katze Zugang nach draußen zu gewähren, lassen Sie ihr auch Zeit, sich daran zu gewöhnen. Geben Sie ihr zwei oder drei Wochen, um sich an ihre neue Umgebung zu gewöhnen. Lassen Sie Ihr Kätzchen nicht mit anderen Katzen zusammen, bevor es nicht die Impfungen vollständig erhalten hat. Es kann aber in einem bestimmten Bereich Ihres Grundstückes spielen – vorausgesetzt, es wird beobachtet und kann nicht entwischen. Wenn Ihr Grundstück häufig von Nachbarkatzen besucht wird, ist es sicherer, Ihr Kätzchen drinnen zu behalten, bis die Impfstoffe wirken. Ließe man ihnen die Wahl, würden die meisten Katzen ein unabhängiges Leben führen. Ein guter Weg, Ihrer Katze Freiheit zu gewähren, ist eine Katzenklappe. Diese Klappen haben Scharniere, damit die Katze zwischen Haus und Garten hin- und herlaufen kann. Normalerweise besitzen sie einen schwachen Magneten, der die Klappe schließt, nachdem die Katze hindurchgelaufen ist. So wird das Eindringen von kalter Luft in Ihr Haus verhindert. Hat Ihre Katze anfangs Probleme, die Katzenklappe zu benutzen, stellen Sie auf der anderen Seite Nahrung hin – sie ist ein starker Anreiz für die Katze, die Klappe zu nutzen. Je leckerer die Belohnung, desto schneller wird die Katze den Umgang mit der Katzenklappe lernen.

Markieren

Unkastrierte Kater markieren ihr Revier oft durch das „Besprühen“ von Gegenständen mit ihrem Urin, der einen besonders unangenehmen Geruch hat. Zwar ist dies ein absolut normales Verhalten für die Katze, für die meisten Katzenhalter ist es jedoch nicht akzeptabel – besonders, wenn es im Haus passiert. Das Markieren im Haus kann zum Problem werden, wenn die Katze versucht, ihren Platz in der sozialen Rangordnung eines Haushaltes mit mehreren Katzen zu festigen. Oder wenn es dort eine neue Katze oder irgendein anderes Tier gibt. Auch kastrierte Kater und sowohl kastrierte als auch nicht kastrierte Katzen besprühen Gegenstände mit Urin. Sie tun dies jedoch seltener und der Geruch ist nicht so stechend. Eine mögliche Lösung ist die Kastration von Katern. Fragen Sie Ihren Tierarzt aber auch nach hormonellen Behandlungsmöglichkeiten. Weibliche Katzen kann man kastrieren lassen, um das Problem zu beheben.

Kratzen

Es soll Katzen geben, die mit Ihren Krallen Sofas und Vorhänge ruinieren. Mit den entsprechenden Vorsorgemaßnahmen tut Ihr Kätzchen das nicht. Für Ihre Katze ist es äußerst wichtig, einen geeigneten Platz zu haben, an dem sie ihre lästigen abgestorbenen Krallenhüllen abwetzen kann. Am besten eignet sich dafür ein Kratzbaum oder ein Kratzbrett. Besonders für Wohnungskatzen ist der Kratzbaum ein Muss. Hin und wieder kommt es jedoch vor, dass Krazen den ihnen zugedachten Kratzbaum nicht annehmen. Das kann mehrere Ursachen haben: Keine Katze mag es, zum Krallenwetzen aus dem gemütlichen Wohnzimmer in eine Abstellkammer gehen zu müssen. Der richtige Standort ist also von großer Bedeutung. Ein anderer Grund für die Ablehnung kann das Material sein, aus dem der Kratzbaum besteht. Denn Katzen wetzen ihre Krallen am liebsten an Sisal-Säulen. Außerdem dient der Kratzbaum nicht nur zur Maniküre, sondern sollte auch immer eine Liegefläche und gute Möglichkeiten zum Spielen und Klettern bieten. Damit ihre Katze ihre Umwelt gut im Blick hat, sollte sich die Liegefläche möglichst hoch über dem Boden befinden. Und ein Bällchen oder eine andere Spielmöglichkeit machen den Kratzbaum noch interessanter. Katzen sind unabhängige Individualisten, die man nicht so erziehen bzw. „dressieren“ kann wie Hunde. Beim Zusammenleben mit einer Katze ist es am allerwichtigsten, dass man ihre Eigenarten kennt und achtet. Geben sie Ihrem Stubentiger von Anfang an einen Namen. Katzen lernen, darauf zu reagieren. Sie kommen allerdings nur, wenn es ihnen gerade passt. Ein wenig Erziehung darf ruhig sein. Katzen müssen zum Beispiel lernen, dass sie ihre Krallen nicht an Möbeln, Gardinen und Tapeten schärfen dürfen. Unarten wie Betteln am Tisch und auf den Tisch springen sollte man erst gar nicht einreißen lassen. Katzenerziehung erfordert Konsequenz, viel Geduld und Verständnis. Tut Ihre Katze etwas Verbotenes, klatschen Sie in die Hände und schimpfen Sie mit ihr, indem Sie sie beim Namen rufen. Auch ein Nasenstüber, wie Sie ihn von der Katzenmutter kennen, kann hilfreich sein. Manchmal wirken eine kleine Dusche mit der Blumenspritze oder Anpusten der Katze Wunder. Denn beides mag sie nicht. Bei Katzen, die nach draußen dürfen, kann es auch einmal vorkommen, dass sie für einige Tage verschwinden. Man sollte sie dafür nicht bestrafen. Eine Strafmaßnahme würde die Katze nicht mit Fortgehen, sondern mit der Rückkehr in Verbindung bringen.

Ein Wurf Katzen

Wenn Sie Katzenkinder und/oder ihre Mütter pflegen, können Sie in diesem Artikel nachlesen, was die Tiere fressen sollten und wie Sie sie sicher und warm halten. Junge Katzen brauchen mehr Kalorien pro Kilogramm Körpergewicht als normale ausgewachsene Katzen. Muttertiere, die ihre Jungtiere stillen, benötigen bis zu viermal so viele Kalorien, um ihre schnell wachsenden Jungen mit Milch versorgen zu können. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt darüber, wie man einen so hohen Energiebedarf mit einer Spezialdiät decken kann.

Mutterlose Kätzchen

Wenn Sie keine passende Pflegemutter finden, die die Waisenkätzchen aufzieht, müssen Sie dies selbst tun. Sie können Jungtiere unter sechs Wochen mit einem entsprechenden Milchersatz füttern. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt darüber. Sie können Milchersatz auch als Zusatznahrung einsetzen, wenn die Mutter ihren Wurf nicht mit der ausreichenden Menge Muttermilch versorgen kann. Kätzchen unter einer Woche müssen sechsmal am Tag gefüttert werden – alle vier Stunden, und zwar Tag und Nacht. Wenn sie zwei Wochen alt sind, kann dieser Prozeß auf vier Mahlzeiten am Tag, alle sechs Stunden, reduziert werden. Verwenden Sie dazu entweder eine Spritze oder ein Fläschchen. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt zeigen, wie man kleine Katzen füttert. Wenn die Tiere etwa drei Wochen alt sind, können sie einen Milchersatz aus einem Napf lecken und allmählich auch mit dem Fressen von fester Nahrung beginnen. Kätzchen müssen warmgehalten werden. Nutzen Sie Wärmelampen, in Handtücher oder Laken gewickelte Wärmflaschen oder mit Laken bedeckte Heizkissen als Wärmequellen. Achten Sie aber bitte darauf, dass es nicht zu heiß wird. Die Kätzchen krabbeln in den ersten 10 Tagen nach der Geburt meist nicht von der Wärmequelle weg. Ist es zu heiß besteht die Gefahr, dass die Kätzchen zuviel Flüssigkeit verlieren. Kätzchen unter drei Wochen müssen zum Urinieren und Entleeren des Darms angeregt werden. Ihre Mutter leckt sie, um sie zu säubern. Sie können ihr Verhalten nachahmen, indem Sie den Bauch des Kätzchens mit warmer, feuchter Watte leicht massieren.

Kätzchen in der Entwöhnungsphase

In den ersten Lebenswochen ernähren sich junge Kätzchen ausschließlich von Muttermilch. Nach rund vier Wochen beginnen sie, andere Nahrung aufzunehmen. In dieser Zeit können Sie anfangen, sie allmählich zu entwöhnen. Geben Sie ihnen Milchersatz oder Naßfutter in einer flachen Schale. Die Jungtiere brauchen leckere und sehr nahrhafte Kost. Die Mutter säugt ihre Jungtiere bis zum Alter von sechs bis sieben Wochen – danach sind Sie für die Versorgung der Jungtiere verantwortlich.

Entwöhnte Kätzchen

Nach rund acht Wochen können Kätzchen die Mutter verlassen. Bis zum Alter von einem Jahr sollten Sie ihnen soviel Nahrung geben, wie sie möchten. Im Gegensatz zu Hundewelpen neigen die meisten Kätzchen nicht dazu, zuviel Nahrung zu sich zu nehmen. Ihr Kätzchen sollte auf der Grundlage einer ausgewogenen, kalorienreichen Nahrung schnell wachsen, und mit etwa sechs Monaten fast 75 % seines Endgewichts erreichen. Geben Sie Ihren wachsenden Jungtieren mehrmals täglich Nahrung, oder stellen Sie ihnen Trockennahrung hin. Kätzchen wie ausgewachsene Katzen, sollten immer sauberes, frisches Wasser zum Trinken haben. Wenn Ihr Kätzchen älter wird, kann das Trinken von Milch bei ihm Durchfall verursachen.

Wie Sie Ihre trächtige Katze pflegen

Ihre Katze wird während ihrer Trächtigkeit ständig an Gewicht zunehmen. Füttern Sie sie, so oft sie will, und geben Sie ihr entsprechend zubereitete Nahrung. Wenn sie beginnt, ihre Jungen zu säugen, nimmt ihr Nahrungsbedarf entsprechend zu. Sie braucht in dieser Zeit zwei bis viermal soviel Fressen wie sonst, also mehrere Mahlzeiten am Tag. Ihr Tierarzt kann Ihnen eine konzentrierte Diät speziell für Ihre trächtige Katze empfehlen.

Katzen für Kinder: wunderbare Freundschaften fürs Leben

Warum sind Katzen gute Haustiere für Kinder?

Katzen sind, bei aller Eigenwilligkeit, grundsätzlich freundliche und sehr anpassungsfähige Tiere, die sich auf den Umgang mit ihren Menschen „einschwingen“. Werden ihr Charakter und ihre Bedürfnisse respektiert, zeigen sie sich anhänglich und liebevoll. Sie mögen Kinder, sofern sie nicht zu sehr bedrängt werden, und freuen sich über einen jungen Menschen, der ihnen Zeit widmet, mit ihnen spielt und sie streichelt. Die bloße Anwesenheit einer Katze kann schüchterne Kinder aus der Reserve locken und kleine Hektiker beruhigen. Andererseits sind Katzen Tiere, die klare Grenzen setzen und eine respektvolle Behandlung verlangen. Ist das nicht gegeben, spielt die Samtpfote nicht mit. Eine Katze ist somit eine hervorragende Lehrerin, um soziale Kompetenzen wie Rücksichtnahme und Einfühlsamkeit sowie den vorsichtigen Umgang mit anderen Lebewesen zu schulen.

Wichtig: Klären Sie vor Anschaffung des Tieres mit einem Allergietest ab, ob das Kind auf Katzen empfindlich reagiert. Stellt sich eine Unverträglichkeit im Nachhinein heraus, würde dies unweigerlich zu herzzerreißenden Szenen führen. Auch eine Tetanusimpfung für das Kind ist ratsam.

Ab wann kann ein Kind Verantwortung für eine Katze übernehmen?

Die vollständige Verantwortung für eine Katze haben letztendlich immer Sie. Aber die wichtigsten Pflegeschritte – Füttern, Spielen, Bürsten, Katzenklo säubern – kann bereits ein älteres Grundschulkind übernehmen. Und schon die Kleinen können Sie in die Katzenpflege einbinden: Ein Kindergartenkind kann zum Beispiel beim Säubern der Futternäpfe helfen. Schritt für Schritt können Sie die Aufgaben erweitern und Verantwortung übertragen. Komplizierte Maßnahmen wie die Verabreichung von Medikamenten oder die Krallenpflege sollte weiterhin ein Erwachsener übernehmen. Halten Sie stets einen Blick darauf, dass die Versorgung der Katze reibungslos sichergestellt ist.

Worauf sollten Sie beim Zusammentreffen von Katzen und Kindern achten?

Wenn Sie eine Katze neu in den Haushalt aufnehmen wollen und die Kinder noch klein sind, ist eine gewisse charakterliche und körperliche Robustheit von Vorteil für beide Seiten. Kleine Kinder haben noch nicht das Feingefühl oder die motorischen Fähigkeiten, sich einer Katze angemessen zu nähern oder Körpersignale zu verstehen. Da wird schon einmal laut jauchzend auf das Tier zugerannt oder beim Streicheln etwas fester aufs Fell geklopft. Eine Katze, die solche liebevollen Grobheiten nicht krummnimmt und im Zweifelsfall eher ausweicht als die Krallen ausfährt, ist als Gefährtin für die Kleinsten ideal. Etwas älteren und verständigen Kindern können Sie beibringen, wie die Mimik der Katze zu deuten ist, ob das Tier gerade keine Lust aufs Spielen und Streicheln hat und wann man die Katze besser in Ruhe lassen sollte. Trotzdem sollten Sie Kind und Katze nie unbeaufsichtigt miteinander allein lassen.

Um das Zusammenleben mit der Katze zu erleichtern, machen Sie Ihr Kind mit den Grundregeln vertraut:

  • Vorsicht: Eine Katze ist kein Plüschtier. Das ist für sehr kleine Kinder schwer nachzuvollziehen. Erklären Sie dem Kind altersgerecht, dass es die Katze nicht jagen, grob anfassen oder am Schwanz ziehen darf, weil das wehtut.
  • Rücksichtnahme: Das Kind muss lernen, dass die Katze weder beim Schlafen, Fressen noch auf der Toilette gestört werden darf und bestimmte Orte dem Tier vorbehalten sind.
  • Beobachtung: Erklären Sie dem Kind, dass zum Beispiel Fauchen und Buckeln Signale für „schlechte Laune“ der Katze sind, auf die es angemessen reagieren muss.
  • Hygiene: Nach dem Kontakt mit der Katze und vor den Mahlzeiten müssen die Hände gewaschen werden; für kleine Kinder sind Katzenklo und Fressnapf tabu – auch wenn das Trockenfutter verlockend aussieht und das Buddeln in der Streu bestimmt Spaß macht. Behandeln Sie die Katze regelmäßig gegen Parasiten.
  • Ernährung: Wenn das kleine Kind seine Mahlzeiten mit der Katze teilen will, steckt freundliche Absicht dahinter. Bringen Sie dem Kind trotzdem bei, dass die Katze von Menschenspeisen Bauchweh bekommen und krank werden kann.

Gibt es besonders kinderfreundliche Katzenrassen?

Die Kinderfreundlichkeit hängt in erster Linie vom Charakter der Samtpfote ab, nicht von deren Rasse. Selbstverständlich kann auch eine Katze ohne Stammbaum zum besten Kumpel Ihres Kindes werden. Dennoch gibt es eine Reihe von Katzenrassen, zu deren Eigenschaften ein ganz besonders guter Draht zu jungen Menschen gehört:

  • Ragdolls sind sanftmütig, gesellig, sehr verspielt und neigen nicht zum Kratzen oder Beißen. Die flauschigen Ragdolls sind aufgrund ihres freundlichen Wesens besonders geeignete Rassekatzen für einen Haushalt mit Kindern.
  • Maine Coons sind lustig, verspielt und ebenfalls sehr menschenbezogen und geduldig. Ein Vorteil von Maine Coons und Ragdolls ist außerdem ihr großes Format: Liebkosungen von noch ungeschickten Kinderhändchen vertragen sie gelassener.
  • Angorakatzen Attraktiv für Kinder ist ihr ausgeprägter Spieltrieb – eine Rasse, mit der Kinder gut interagieren können, ohne dass es dem Tier zu schnell langweilig wird. Allerdings sollten Sie auch bedenken, dass Langhaarkatzen recht viel Pflege erfordern.
  • Siamkatzen sind echte Action-Fans, die ausgiebige Spielrunden mit ihren Menschen genießen und dabei ausgesprochen sanft und anhänglich sind. Wegen ihrer zarten Gestalt ist aber ein vorsichtiger Umgang wichtig, daher eignen sie sich nicht für ganz kleine Kinder.
  • Somali-Katzen sind temperamentvoll und ausgelassenem Toben mit Kindern nicht abgeneigt. Am besten im Freien: Somalis eignen sich aufgrund ihres großen Bewegungsdrangs nur bedingt als reine Wohnungskatzen.

Birma, Perser und Russisch Blau sind dank ihrer Anhänglichkeit und Spielfreude ebenfalls beliebte Rassen für Haushalte mit Kindern.

Warum Kinder Katzen haben sollten, ist für Katzenfreunde klar: Die Samtpfoten sind natürlich die besten tierischen Gefährten, die es gibt! Doch mehr noch: Wenn Kinder mit Katzen aufwachsen, so kann dies auch ein echter Vorteil für ihr späteres Leben sein.

Kinder lernen im Umgang mit Katzen so Vieles! Vor allem was es heißt, Grenzen zu respektieren. Anders als so mancher Hund lassen sich die freiheitsliebenden Tiere nämlich nicht alles gefallen und zeigen auch schon einmal ihre Krallen, wenn es ihnen zu viel wird.

Doch dazu muss es nicht kommen. Wenn Kinder frühzeitig lernen, wie sie die Zeichensprache von Katzen deuten, so ist das ein erster wichtiger Schritt für ein gutes Gelingen einer guten Beziehung zu ihnen.

1. Früher Kontakt bringt eine lebenslange, innige Beziehung zu Katzen

Ein Beitrag geteilt von ✨?‍?‍??✈️??‍♀️?? (@katrin_gaimakova) am 8. Mai 2017 um 2:45 Uhr

Je früher Kinder mit Katzen in ihrem Leben in Berührung kommen, umso inniger ist ihr Verhältnis zu den Tieren im weiteren Verlauf ihres Lebens. Wenn aber von heute auf morgen ein Baby ins Haus kommt, ist das aus Katzensicht erst einmal auch eine Herausforderung.

Auf gar keinen Fall sollte man die Katze darum unvorbereitet zum Kontakt mit dem kleinen Menschen drängen! Die Katze darf und soll sich zunächst mit dem neuen Mitbewohner vertraut machen und zwar in ihrem eigenen Tempo.

Man kann sie zum Beispiel sanft mit einbeziehen, während das Baby gefüttert oder gewickelt wird. Wenn man während dessen beruhigend mit der Katze spricht und ab und zu Augenkontakt sucht, gewöhnt sie sich schneller an die veränderte Situation Zuhause.

Den Umgang mit dem kleinen Menschen wird sie interessiert beobachten und schon bald neugierig zum Schnuppern kommen. So verliert die Katze langsam ihre Scheu vor dem manchmal doch recht anstrengenden und lauten Wesen. Noch mehr Tipps zum Umgang mit Katzen und Babies gibt es hier.

2. Kleinere Kinder lernen Verantwortung zu übernehmen

Ein Beitrag geteilt von Okyanus Gök (@photographer_grl) am 1. Mai 2016 um 0:38 Uhr

Schon kleine Kinder können in die Pflege der Katzen im Haushalt eingebunden werden. Sie können zum Beispiel die Wasser- und Futternäpfe der Tiere reinigen und neu befüllen. Die meisten Kinder werden ihren Spaß daran haben und insbesondere die Fütterungen genießen – schließlich zeigen sich die meisten Samtpfoten zu diesem Highlight des Tages besonders aktiv.

Katzenklos sollten jedoch erst von Kindern im Teenager-Alter gereinigt werden. Zwar ist die Übertragung von Krankheiten bei Wohnungskatzen eher gering, jedoch sollte man hier besser kein Risiko eingehen.

Schließlich tragen wir mit unseren Straßenschuhen tagtäglich Keime ins Haus und auch eine Infektion mit Toxoplasmose ist somit möglich. Die Gefahr dazu schätzt Dr. Andreas Schwiertz, Leiter am Herbronner Institut für Mikroökologie, aber eher gering ein:

„Die wirklich schlimmen Krankheiten bringen Kinder heutzutage aus dem Kindergarten mit“

3. Warum Kinder Katzen brauchen: Kinder lernen mit Katzen was es heißt, Respekt voreinander zu haben

Ein Beitrag geteilt von Suzie Muis-Kuijpers (@zusanova) am 7. Mai 2017 um 2:52 Uhr

Die Katze hat ihr eigenes „stilles Örtchen“, ihren Wasser- und Fressnapf so wie einen Platz zum Schlafen. Wenn sie einmal eine Pause braucht, zieht sie sich dorthin zurück. Schon Kinder im Vorschulalter sind stille und gute Beobachter. Wenn sie mit Katzen zusammen aufwachsen, lernen sie Vieles über die Bedürfnisse und Grenzen anderer Lebewesen. Dieser Erfahrungsschatz kann ihnen später in Schule und Beruf von Vorteil sein!

Doch wenn Kinder mit Katzen aufwachsen sollen, muss man sie anfangs im Umgang mit ihnen oft noch an die Hand nehmen. Das gilt insbesondere für jüngere Kinder.

Erst wenn sie die Zeichensprache der Katzen verstehen, sind sie zu einem respektvollen Umgang mit den Tieren fähig. Das ist gar nicht so schwierig: Bevor eine Katze ihre Krallen einsetzt, zeigt sie ihren Unmut zuerst durch ein nervöses Hin- und Herbewegen ihres Schwanz. Angelegte Ohren und Fauchen sind weitere Warnzeichen, die man Kindern erklären sollte.

In dem folgenden kurzen Video-Clip, der übrigens auch für Kinder gut geeignet ist, erklärt eine Verhaltensexpertin die wichtigsten Erkennungsmerkmale noch einmal genauer:

4. Besonders für sensible Kinder sind Katzen tolle Gefährten

Ein Beitrag geteilt von Amanda Curtis (@lifeamongmaples) am 2. Mai 2017 um 15:56 Uhr

Mit ihrem Schnurren wirken Katzen vor allem auf solche Kinder beruhigend, die sich schnell ängstigen. Durch ihr eher zurückhaltendes, wenig aufdringliches Wesen, sind Katzen für diese Kinder oft die besseren Partner als Hunde.

Ist eine Katze im Haus, wird sie für das Kind schnell zu einem Seelentröster auf vier Pfoten. Sie hört sich geduldig jeden Kummer an und wenn es ihr doch einmal zu viel wird, verkrümelt sie sich ganz einfach.

5. Katzen fördern die Kreativität

Ein Beitrag geteilt von Rachael Rice (@rachaelrice) am 19. Sep 2017 um 9:57 Uhr

Wer selbst mit Katzen aufgewachsen ist, wird sich bestimmt erinnern: Als Kinder haben wir aus allen möglichen Materialien kleine Spielzeuge für Katzen gebastelt. Gerade junge Stubentiger jagen fast allem hinterher, was sich vor ihren Schnäuzchen in Bewegung setzt.

Bei einem Familienausflug in den nächsten Wald können Kinder auch bewusst dazu angeleitet werden, Materialien aus der Natur für die Mieze daheim zu sammeln. Auf diese Weise lernen sie ganz nebenbei, mit offenen Augen die Natur wahrzunehmen. Eine Feder, gebunden an eine Schnur, ist dabei natürlich nur der Anfang. Kleine Zapfen, Hülsen und Äste machen das Ganze natürlich noch einmal besonders interessant.

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Originally posted 2017-05-08 15:40:03.

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Kinder und Katzen können ein super Gespann sein – wenn Sie einige Regeln beachten. Die erste Frage ist: Wer war zuerst da? Derjenige wird in jedem Fall die höheren Rechte für sich beanspruchen wollen. Haben Sie bereits einen Stubentiger und bekommen dann Baby, müssen Sie vor allem der Katze begreiflich machen, dass Ihr Kind kein Eindringling ist, sondern ein neues Familienmitglied.

Tipps: Stubentiger und Kinder

Haben Sie bereits Nachwuchs und möchten sich nun ein Haustier anschaffen, sollten auch die Kinder verstehen, wie Sie mit der Katze umzugehen haben. Klare Regeln sind wichtig. Ihrem Kind sollte vor allem klar sein, dass ein Tier kein Spielzeug ist, sondern ein Lebewesen. Dass es der Samtpfote am Schwanz zieht oder ähnliche Dinge, sollte von vornherein tabu sein.

Auch sollte klar sein, dass das Kind die Katze in Ruhe lässt, wenn Sie beispielsweise gerade schläft oder frisst. Ebenfalls brauchen Katzen ihre Privatsphäre, wenn sie gerade auf der Toilette sind.

So klappt das Zusammenleben mit Katzen

Natürlich soll das Zusammenleben in Ihrer Familie aber nicht nur von Verboten bestimmt sein. Ebenso wichtig ist es, dass Sie Ihre Kinder an den richtigen Umgang mit einem Tier heranführen. Die Kleinen müssen lernen, wie sie die Signale der Stubentiger zu verstehen haben. Die Körpersprache von Katzen richtig zu deuten, ist das A und O für den entspannten Umgang miteinander.

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Bitte beachte: Diese Unterseite wird bald überarbeitet. Es kann sein, dass einzelne Inhaltsteile nicht mehr aktuell sind!

Inhalt zuletzt aktualisiert am: 22.08.2014

Wenn man einige Dinge beachtet, kann das Zusammenleben von Katze und Kind für beide Seiten bereichernd sein. Das Kind lernt bereits früh, verantwortungs- und respektvoll mit Tieren umzugehen. Es lernt, welche Arbeit Tierhaltung macht und welche Regeln zu beachten sind. Das Füttern und Streicheln der Katze kann die Bindung verstärken. Die Katze lernt, dass ein Kind zu einem guten Freund werden kann, vor dem man keine Angst zu haben braucht.

Gemeinsames Spiel lastet Kind und Katze aus und kann zu einem liebgewonnenen Ritual werden. Im Kummer hat das Kind einen Freund, der schweigsam und vertrauensvoll ist, der immer zuhört und keine Vorwürfe macht.

Was sollte ich im Zusammenleben beachten?

Besonders im jungen Alter, wo Kinder noch ungestüm und ungeschickt sind, ist es wichtig, Grenzen zu setzen und dem Kind beizubringen, dass es die Bedürfnisse der Katze zu respektieren hat. Ruhe- und Schlafphasen der Katze dürfen nicht unterbrochen, die Katze nicht beim Fressen gestört werden. Möchte die Katze sich dem Zugriff des Kindes entziehen, so sollten sichere, erhöhte Liegeplätze angeboten werden.

Körperliche Übergriffe (wie etwa das am Schwanz ziehen) sollten sofort unterbunden werden. Andersherum gilt aber auch für die Katze, dass sie Zähne und Krallen behutsam einsetzen sollte. Die Eltern sollten in der ersten Zeit ein Zusammentreffen überwachen und eingreifen, bevor eine Situation eskalieren kann. Niemals darf die Katze zu sehr bedrängt werden, sie sollte sich stets sicher und geborgen fühlen und bei Bedarf den Rückzug antreten können. Die Katze sollte Orte haben, in die sie sich zurückziehen kann, wenn es einmal „zu viel“ wird. Diese Plätze sollten für das Kind unerreichbar sein.

Situationen, in denen die Katze ihre Grenzen durch leichte Bisse und Kratzer selbst setzt, sind durchaus normal und so lange nicht besorgniserrgend, dass solche Übergriffe nicht unbegründet oder zu heftig stattfinden. Dass die Katze sich bei zu viel Bedrängnis auch mal wehrt, kann eine wichtige Erfahrung für Kinder sein und trägt dazu bei, den Respekt vor dem Tier nicht zu verlieren. Katzen sind keine Kuscheltiere, die man bei Bedarf herumzerren oder ärgern kann, das müssen Kinder lernen, um das Zusammenleben für alle angenehm zu gestalten.

Keinesfalls sollte die Katze bestraft werden, wenn sie sich wehrt. Stattdessen sollte man über die Erziehung und Aufklärung des Kindes nachdenken. Eine Katze wehrt sich in der Regel erst dann, wenn Grenzen überschritten werden. Es liegt an den Eltern, dem Kind rechtzeitig klar zu machen, wo diese Grenzen liegen.

Wie gestalte ich das erste Zusammentreffen?

Je nach Alter des neuen menschlichen Familienmitglieds kann das erste Zusammentreffen gestaltet werden. Wird ein Baby nach der Geburt ins neue Zuhause gebracht, so kann man den Tragekorb erst einmal auf den Boden stellen und sich daneben setzen. Die Katzen werden nach einer gewissen Zeit neugierig auf den Korb zugehen und ihn erst einmal beschnüffeln. Bei Bewegung oder Geschrei des Babies werden sie vermutlich „das Weite“ suchen.

Haben die Katzen das Baby erst einmal beschnuppert, also „kennengelernt“, kann man sie in den Alltag des Babies einbinden. Alles sollte dabei so natürlich wie möglich ablaufen: die Katzen dürfen sich dem Kind nähern, beim Windeln-wechseln und Füttern zuschauen und auch daneben liegen. Durch das Sprechen mit der Katze bei der Beschäftigung mit dem Baby kann man sie einbinden und ihnen die Angst vor dem „Bündel Mensch“ nehmen.

Man sollte nicht vergessen, dass das Baby in der ersten Zeit ungewohnt riecht, sich ungewohnt bewegt und vor allem ungewohnte Geräusche von sich gibt. Das kann der Katze Angst machen. Sie sollte nie dazu gezwungen werden, sich dem Baby zu nähern, sondern sollte ihr eigenes Tempo wählen dürfen.

Ebenso verhält es sich beim Zusammentreffen mit älteren Kindern: kommt die Katze von allein, so sollte man sie in den Alltag einbinden. Möchte sie lieber Abstand halten, so ist dies zu respektieren. Gerade ältere Kinder können bewusster mit der Katze kommunizieren. Durch Leckerchen, Streicheleinheiten oder das Übernehmen der Fütterung kann Vertrauen und Nähe geschaffen werden. Lernen Kinder und Katzen die jeweiligen Grenzen des Gegenübers, kann das Zusammenleben harmonisch und friedlich ablaufen.

Wie kann ich Eifersucht vorbeugen?

Eifersucht entsteht in der Regel erst dann, wenn sich seit der Ankunft des Kindes etwas im Verhältnis zwischen Katze und Halter verändert hat. Die Tatsache, dass ein Baby oder Kind viel Aufmerksamkeit und Zeit in Anspruch nimmt, kann so manches „zartes Seelchen“ von Katze schlecht verkraften und reagiert mit Eifersucht. Die Katze versteht einfach nicht, warum sie nicht mehr im Mittelpunkt steht und weniger Zeit mit ihrem Halter verbringen kann. Es ist keine zielgerichtete Reaktion gegen das Kind!

Um Eifersucht schon von Vornherein zu vermeiden, ist es angeraten, die Katze langsam und behutsam auf die Ankunft eines neuen Familienmitglieds vorzubereiten. Der Katze sollte erlaubt sein, sich im neuen Kinderzimmer umzusehen, Spielzeuge und Kleidungsstücke zu beschnuppern. Auch während der Schwangerschaft darf die Katze nicht „zu kurz“ kommen: regelmäßige Spiel- und Kuschelmomente müssen der Katze erhalten bleiben.

Dies gilt ebenso nach dem Einzug des neuen Erdenbürgers. Auch, wenn die Eltern in dieser Zeit kaum Energie und Nerven für andere Dinge haben, sollte der Katze die gleiche Zuwendung zuteil werden wie vor dieser entscheidenden Veränderung. Durch den Einzug des Kindes sollte sich möglichst wenig für die Katze ändern, um Eifersucht vorzubeugen.

Darf die Katze ins Kinderzimmer?

Die Antwort auf diese Frage ist ganz klar eine Ermessenssache. Manche Halter haben kein Problem damit, die Katze ins Kinderzimmer zu lassen, weil sie ihrem Tier vertrauen und es gut einschätzen können. Andere Katzenhalter möchten aus den verschiedensten Gründen nicht, dass die Katze sich im Kinderzimmer aufhält. Hat man diese Entscheidung einmal getroffen, so ist vor allem eines wichtig: Konsequenz. Darf die Katze nicht ins Zimmer, sollten keine Ausnahmen von dieser Regel gemacht werden. Ebenso andersherum. Lässt man die Katze tagsüber ins Zimmer, möchte sie aber nachts aussperren, so kann es Probleme wie lautes Miauen, Türen kratzen oder Unruhe geben. Ist die Katze es gewohnt, Zutritt zu haben, so kann es durchaus vorkommen, dass sie diesen auch bei Bedarf einfordert.

Manche Halter wollen der Katze den Zutritt zum Kinderzimmer verwehren, weil sie Angst haben, sie könne das Kind im Schlaf ersticken. Dieser Mythos hält sich schon lange und hartnäckig. Tatsächlich aber konnte bisher kein solcher Fall beweiskräftig nachgewiesen werden. Vermutlich liegen dieser Legende Fälle von plötzlichem Kindstod zugrunde, die mit dem Aufenthalt der Katze im Kinderzimmer begründet wurden. Auch, wenn solche traurigen Unfälle nicht bewiesen werden konnten, ist eine gewisse Vorsicht natürlich anzuraten.

In der Regel legen sich Katzen zwar gerne ins Kinderbett, wechseln aber sofort bei Unruhe oder Geschrei die Stellung oder verschwinden ganz. Ob man die Katze nun ganz aus dem Kinderzimmer verbannt oder nur besondere Vorsicht walten lässt ist eine sehr individuelle Entscheidung.

Meine Katze beißt/kratzt mein Kind

Dass Katzen Kinder auch einmal beissen oder kratzen ist normal. Dieses Verhalten dient dazu, dem Kind Grenzen zu setzen und sich selbst mehr Freiraum zu verschaffen. Statt die Katze zu bestrafen oder schlecht von ihr zu denken ist es ratsam, die Situationen, in denen solche Übergiffe stattfinden, genau zu beobachten. Manche Kinder haben (aufgrund ihres Alters) keinen Respekt vor den Bedürfnissen der Katze oder können noch nicht begreifen, dass auch eine Katze einmal ihre Ruhe braucht. Es liegt an den Eltern, dem Kind beizubringen, wie man eine Katze behandelt und wann man sie besser in Ruhe lässt.

Dass Katzen Kinder grundlos angreifen, kommt zwar selten vor, ist aber dennoch möglich. Sollte so etwas vorkommen, ist es wichtig, die Gründe der Katze nachzuvollziehen. Schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit mit Kindern, Eifersucht oder aggressive Tendenzen können die Ursache sein. Die Abgabe der Katze sollte der letzte Ausweg sein und ist nicht immer notwendig.

Das Einrichten sicherer, für das Kind unzugängliche Ruheplätze, mehr Spiel- und Streichelmomente, mehr Aufmerksamkeit für die Katze und das Erlernen richtiger Stategien im Umgang mit Angriffen durch die Katze können helfen, solche Situationen in Zukunft zu vermeiden. Mehr dazu im Bereich „Umgang mit verhaltensgestörten Katzen“

Seit das Baby da ist, hat sich meine Katze verändert

Manche Katzen reagieren mit Rückzug, Aggressivität, Unsauberkeit oder Trauer auf den Einzug eines neuen Familienmitglieds. Wenn auch unbewusst, ändert sich für die Katze sehr viel, wenn „plötzlich“ jemand in ihr Revier eindringt, der laut ist, ungewohnt riecht und die volle Aufmerksamkeit des Halters einfordert. Darum ist die richtige „Einführung“ wichtig.

Es sollte sich für die Katze möglichst wenig ändern, wenn das Baby einzieht. Was bedeutet, dass sie ihre gewohnten Streicheinheiten, Spielzeiten und Leckerchen weiterhin erhalten sollte. Sie kann nicht verstehen, warum alles auf einmal so anders ist. Je nach Charakter reagiert die Katze indviduell. Man sollte sich bewusst und ehrlich damit auseinander setzen, welche Veränderungen es seit dem Einzug des Babies gegeben hat und wie man der Katze trotz allem noch die gewohnte Aufmerksamkeit schenken kann.

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Kündigt sich ein Baby an, ist der Kopf der werdenden Eltern voll mit Fragen. Leben dann noch Katzen im Haushalt, kommen noch ein paar weitere hinzu. Als Mutter einer kleinen Tochter kenne ich die Sorgen und möchte dir sieben Tipps mit auf den Weg geben – von der Schwangerschaft bis zum ersten Geburtstag.

1. Toxoplasmose – Männer an die Katzenstreuschaufel!

Toxoplasma gondii, so heißt der allseits gefürchtete Toxoplasmose-Erreger. Manch Katze musste wegen ihm schon ihr Heim verlassen, nachdem der Schwangerschaftstest positiv war. Zu Unrecht! Zwar kann der Erreger dem ungeborenen Baby gefährlich werden – wenn man ein paar Dinge beachtet, passiert aber in der Regel nichts.

Die Sorge um den ungeborenen Nachwuchs begleitet eine werdende Mutter die ganze Schwangerschaft hindurch. Um sich nicht unnötig Sorgen zu machen, ist es wichtig zu verstehen, wo die Gefahr des Toxoplasmose-Erregers lauert:
Der Krankheitserreger kann sich nur im Darm von Katzen vermehren. Hier werden sogenannte Oozysten gebildet, die im Kot der Katze zu infektiösen Eiern heranreifen. Deswegen machen Schwangere am besten einen großen Bogen um das Katzenklo. Denn dies ist die größte potentielle Gefahrenquelle im Haushalt. Zeit für den Mann, zur Katzenstreuschaufel zu greifen! Wenn das nicht möglich ist, helfen Handschuhe und Mundschutz einer Infektion vorzubeugen. Das Risiko, sich mit Toxoplasmose anzustecken, lauert übrigens auch im Verzehr von rohem Fleisch. Deswegen wird Schwangeren empfohlen, auf den Verzehr zu verzichten.

Nicht selten ist man schon mal mit dem Toxoplasmose-Erreger in Berührung gekommen, ohne es zu wissen. In diesem Fall hat der Körper Antikörper gebildet und es besteht eine Immunität, die auch das ungeborene Baby schützt. Mit einem Toxoplasmose-Test kann dein Frauenarzt schnell herausfinden, ob Antikörper im Blut vorhanden sind.

Tipp: Es gibt keinen Grund, die Katze wegzugeben. Die Katzenklohygiene sollte am besten jemand anderes übernehmen. Ist das nicht möglich, helfen Handschuhe und Mundschutz.

2. Familienmitglied bleibt Familienmitglied

Die Ankunft des neuen Familienmitglieds will gut vorbereitet sein: die Anmeldung zum Geburtsvorbereitungskurs ist ausgefüllt, die Einkaufsliste lang und im Zuhause muss Platz geschaffen werden. Und die Katzen? Die mögen ja bekanntlich Veränderungen nicht so gerne. Kann man seine schnurrenden Mitbewohner auf das, was kommt, vorbereiten? Wichtig ist, dass auch sie Familienmitglieder bleiben. Darüber haben wir uns viele Gedanken gemacht. Hier die Punkte, die uns wichtig waren:

  • Einbeziehen
    Uns war wichtig, dass die Katzen sich nicht ausgeschlossen fühlen. Deswegen waren sie bei allen Veränderungen dabei: sie inspizierten den Kinderwagen, lauschten Spieluhrklängen, beschnupperten alles, was angeschafft wurde und bekamen natürlich die leeren Kartons vom Babyversand.
  • Bewusstmachen
    Dasselbe galt natürlich für die Zeit nach der Geburt. Auch, wenn sich alles ändern würde. Die Katzen sollten sich weiter als Teil der Familie fühlen. Wichtig ist, immer im Kopf zu haben, dass die Katzen, neben der Versorgung ihrer Bedürfnisse, auch noch ihren Teil an Aufmerksamkeit erhalten wollen. Hier kann der Partner viel übernehmen. Als Mutter kann man Ruhepausen für eine Schmuserunde oder ein Extra-Leckerli nutzen. Und wenn man die Hände nicht frei hat, hilft es auch, mit den Katzen zu sprechen. So fühlen sie sich nicht vergessen.

Tipp: Auch, wenn die erste Zeit mit Baby kräftezehrend ist – vergiss deine Katze nicht! Nimm dir, wann immer möglich, kurz Zeit für sie und teil dir die Aufgaben mit deinem Partner.

3. Katzenjammer vor der Schlafzimmertür

Das Bettchen des Babys sollte das erste Lebensjahr im Schlafzimmer der Eltern stehen. Dies dient zum einen der Prävention gegen den Plötzlichen Kindstod, zum anderen hat es aber auch praktische Gründe – Babys schlafen nun mal in den seltensten Fällen durch. Für die Katzen heißt das, das Schlafzimmer wird zur katzenfreien Zone – so schwer, wie das für alle Beteiligten ist. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn fünf Kilogramm Katze auf drei Kilogramm hilflosem Baby liegen.
Das Ziel, die Katzen aus dem Schlafzimmer zu verbannen, verlangt vermutlich nach einer individuellen Lösung. Bei uns hat eine schleichende Veränderung zum Erfolg geführt:
Wir haben uns aufgeteilt. Mein Mann hat im Wohnzimmer auf der Couch geschlafen. So war zwar das Schlafzimmer blockiert und eine Bezugsperson nicht greifbar, die andere war aber bei den Katzen. Das war für sie in Ordnung und sie waren schon mal daran gewöhnt, dass ihnen der Zutritt zum Schlafgemach verwehrt blieb. Nach einer Weile ist mein Mann wieder umgezogen. Es folgte eine anstrengende Nacht und seither klappt es. Ab und zu kommt es immer mal wieder zu Kratzversuchen an der Tür, die aber schnell nachlassen. Man darf nur eines nicht: darauf reagieren.

Tipp: Erkläre das Schlafzimmer noch während der Schwangerschaft zur katzenfreien Zone. Ist das Baby erst da, sorgt es für unnötigen Stress, wenn die Katze nachts vor der Schlafzimmertür sitzt und kratzt.

4. Hallo, wer bist du?

Irgendwann ist er dann da, der Tag der Tage, an dem sich Katze und Baby kennenlernen. Sicher ist man als Elternteil aufgeregt und nervös: Wie wird die Katze auf das Baby reagieren? Wird das Baby beim Zusammentreffen weinen? Wie laut ist Babygeschrei wohl für sensible Katzenohren? Hier hilft nur: Sorgen beiseiteschieben und entspannt an die Sache herangehen.
Nachdem wir mit unserer Tochter aus dem Krankenhaus nach Hause gekommen sind, habe ich erst mal unsere beiden Katzen begrüßt. Währenddessen hat mein Mann die Babyschale samt Kind auf der Couch abgestellt. Unsere Tochter war während der Autofahrt eingeschlafen. So hatten die Katzen Zeit, den Neuankömmling in Ruhe zu beschauen und zu beschnuppern.

Tipp: Du kennst deine Katzen am besten und weißt, wie die erste Begegnung am besten verlaufen wird. Lass nur Katzen und Kind nicht unbeaufsichtigt alleine.

5. Tabuzonen – Konsequenz gewinnt

Katzenerziehung ist ja eine Sache für sich. So sehr man sich bemüht – dreht man den Katzen den Rücken zu, machen sie doch, was sie wollen. In Bezug auf das Baby müssen aber ein paar strengere Regeln sein. Welche Regeln das sind, muss sicher jedes Elternpaar für sich selber bestimmen. Bei einer Sache verstehe ich zum Beispiel keinen Spaß und das ist die Wickelkommode. Auf der haben die Katzen nichts verloren. Ich habe das lange mit unserem Kater Mogli diskutiert und tatsächlich einige Male eine Spritzflasche eingesetzt.

Tipp: Überlege dir bereits vor der Geburt, welche neuen Regeln für deine Katze gelten sollen. Setze diese noch während der Schwangerschaft um. Soll die Katze nicht im Babybett liegen, sollte sie das von Anfang an nicht dürfen. Konsequenz siegt!

6. Da krabbelt jemand

Es dauert nicht lange und das Baby wird mobil. Jetzt steht man als Katzenhalter vor zwei großen Herausforderungen:

  1. Natürlich ziehen die Katzen die Aufmerksamkeit des Babys auf sich. Zu gerne würde es mal anfassen, in das flauschige Fell greifen und das Tier genauestens untersuchen. So, wie es alles untersucht, was es in seine kleinen Finger bekommt. Leider ist es dabei nicht unbedingt vorsichtig, sodass man aufpassen muss. Zum einen soll das Kind der Katze natürlich nicht weh tun und zum anderen besteht das Risiko, dass eine Katze kratzt oder beißt, wenn das Kind zu grob ist.
  2. Das Kind robbt, kriecht und krabbelt auf dem Boden und im Zweifel in jede Ecke. Somit beginnt der tägliche Kampf gegen Katzhaare.

Tipp: Behalte dein Baby und die Katzen immer gut im Blick. Um die Fellberge in den Griff zu bekommen, kümmere dich lieber häufiger um die Bodenpflege und lass andere Arbeiten dafür liegen.

7. Im Katzenklo buddeln nur die Katzen

Dass das Kind im Katzenklo buddelt, ist wohl die Albtraumvorstellung schlechthin. Aber genau das wird das Kind tun, wenn man nicht aufpasst. Es weiß nicht, worin es wühlt – es möchte nur die Welt erkunden. Grenzen und Ekel kennt es noch nicht. Deswegen sollte am besten keine Möglichkeit zur Inspektion der Katzentoilette bestehen.

Tipp: Überleg dir, wie du die Katzenklo-Umgebung kindersicher machen kannst. Vielleicht besteht die Möglichkeit, eine Katzenklappe in die Tür zu bauen oder ein Türgitter zu verwenden.

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Über unsere Gastautorin

Seit 2011 dreht sich bei Revvet alles um Haustiere auf vier Pfoten. Nicole und Sebastian sind die Köpfe hinter dem Blog und Teilen ihre Erfahrungen rund um das Zusammenleben mit ihren kuscheligen Mitbewohnern. Zu denen gehören die beiden Katzen Mogli und Shiva sowie Zwergkaninchen Frodo.

Vorsicht beim Knuddeln: So gefährlich ist es für Ihre Kinder, wenn Sie Haustiere halten

  • Kleinkinder, Schwangere und Ältere stecken sich besonders schnell beim Tier an.
  • Tierhalter sollten auf Hygiene achten.
  • Tiere haben jedoch auch positive Effekte auf die Gesundheit.

Haustiere können zahlreiche verschiedene Krankheitserreger auf ihre Besitzer übertragen. Vor allem kleine Kinder, ältere und kranke Menschen und Schwangere seien durch Infektionen mit Viren, Bakterien, Pilzen oder Parasiten gefährdet, berichten Wissenschaftler aus Kanada und den USA im Fachblatt „Canadian Medical Association Journal“. Für gesunde Menschen sei das Risiko gering, wenn die Tiere angemessen versorgt und Hygiene-Regeln eingehalten werden.

Gefahren unterschätzt

Vielen Haustierhaltern sei aber nicht ausreichend bewusst, dass ihre tierischen Begleiter auch Krankheiten übertragen können, schreiben die Wissenschaftler um Jason Stull von der Ohio State University in Columbus in ihrem Übersichtartikel. Sie hatten die vorhandene wissenschaftliche Literatur nach Studien durchforstet, die sich mit dem Problem beschäftigten. Meist handelte es sich um Einzelfall-Berichte, systematische Studien waren selten.

Bestimmte Risikogruppen

Kinder unter fünf Jahren, Erwachsene über 65 Jahren, Patienten mit einem geschwächten Immunsystem und Schwangere haben demnach das größte Risiko einer zoonotischen Erkrankung, also einer Infektion, bei der der Erreger zwischen Tier und Mensch übertragen wird.

Die Erkrankungen können bei diesen Personengruppen schlimmer ausfallen, Symptome länger bestehen oder Komplikationen auftreten, schreiben die Forscher nach Auswertung der Studien.

Übertragung im Alltag

Die Möglichkeit einer Ansteckung gebe es bei buchstäblich allen Haustieren: Hunden, Katzen, Vögeln, Nagetieren wie Mäusen oder Hamstern, bei Reptilien und Amphibien.

Übertragen würden die Erreger durch Bisse und Kratzer, aber auch beim Kontakt mit dem Kot, beim Saubermachen von Käfigen und Aquarien oder wenn sich Halter von ihren Tieren über das Gesicht lecken lassen.

Resistente Erreger

Hunde und Katzen übertragen demnach zum Beispiel den Durchfall-Erreger Campylobacter jejuni, Katzen geben zudem verschiedene Bartonella-Bakterien weiter, die Fieber und schwere Entzündungen hervorrufen können. Auch resistente Erreger wie ESBL (Extended-Spektrum ß-Lactamase-produzierende Escherischia coli), MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) oder Clostridium difficile können – in beide Richtungen – zwischen Menschen und ihren Haustieren übertragen werden.

Salmonellen-Infektionen

Amphibien und Reptilien wiederum scheinen für eine Vielzahl von sporadischen Salmonellen-Infektionen bei Tierbesitzern verantwortlich zu sein.

Etwa elf Prozent dieser Infektionen bei Patienten unter 21 Jahren gingen einer Studie zufolge auf solche Tiere zurück. Die Autoren der Studie errechneten, dass Reptilien und Amphibien allein in den USA jährlich etwa 74.000 Salmonellen-Infektionen verursachen.

Toxoplasmose-Erreger gefährdet ungeborene Babys

Parasiten wie zum Beispiel Würmer würden vor allem von Hunden und Katzen übertragen. Den Erreger Toxoplasma gondii verbreiteten vor allem Katzen. Eine Toxoplasmose gefährdet in erster Linie ungeborene Kinder und kann bei ihnen schwere Fehlbildungen hervorrufen oder zu einer Fehlgeburt führen.

Hygiene ist wichtig

Um sich zu schützen, sollten Tierhalter gängige Hygiene-Regeln befolgen und sich nach einem Tierkontakt die Hände waschen, lautet die Empfehlung der Autoren.

Beim Reinigen von Käfigen, Aquarien oder Katzentoiletten sollten Handschuhe getragen, die Tiere zudem regelmäßig vom Tierarzt untersucht werden.

Dürfen Schwerkranke Haustiere halten?

Bei einer schweren Erkrankung wie Krebs sollte mit der Anschaffung eines Tieres gewartet werden, bis sich der Körper und das Immunsystem erholt haben, schreiben die Wissenschaftler. Ärzte sollten vor allem sehr kranke Patienten verstärkt auf die Risiken der Haustierhaltung hinweisen.

Diese Ansicht vertritt auch Andreas Sing, Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Vielen Menschen sei die Infektionsgefahr durch Haustiere nicht bekannt. „Wenn man sich ein Haustier zulegt, muss man sich darüber im Klaren sein, dass man sich damit auch ein Risiko einkauft“, sagte Sing.

Keine genauen Zahlen

Derzeit gebe es kaum Zahlen zur Häufigkeit solcher Infektionen – unter anderem, weil es bei einer Erkrankung oft schwierig festzustellen sei, wie die Übertragung stattgefunden hat.

Vorteile überwiegen

Im Allgemeinen, vermutet Sing, überwögen aber die positiven Effekte, die die Beziehung zu einem Tier mit sich bringt, die möglichen Nachteile.

Auf die deuten zahlreiche Studien hin: Vermutet wird etwa ein Schutz vor Allergien und Atemwegsinfektionen bei Kleinkindern, die mit einem Hund im Haus leben. Bekannt ist auch, dass Kinder, die auf dem Bauernhof von klein auf Kontakt zu Tieren haben, seltener an Allergien erkranken. Hinzu kommen positive Effekte auf die Psyche oder auch das Mehr an Bewegung beim Gassigehen mit dem Familienhund.

Kinder und Katzen

…ist mir eine Seite wert.

Oft landen Katzen im Tierheim weil es noch immer viel zu viele Probleme o. Unsicherheiten gibt die im Zusammenleben mit Katzen und Kindern eintreten können. Dabei sind grade Katzen wunderbar geeignet Kindern zu vermitteln, dass sie nach den Regeln von Tieren spielen müssen. Katzen zeigen ansonsten Krallen, zu Recht in den allermeisten Fällen.

Wenn ein Katzenkind ins Haus kommen soll machen Sie bitte vorher einen Allergietest. Denn dann ist die Gefahr schon einmal ausgeschlossen, dass Ihr Kind oder Sie allergisch reagiert und Sie das Kätzchen vielleicht wieder weggeben müssen.

Mein Tipp: Nehmen Sie einige Haare der auserwählten Miez mit nach Hause und legen Sie sie nachts zu dem Kind unters Kopfkissen. Wenn es in den folgenden Nächten nicht zu unangenehmen Symptomen kommt holen Sie das Katzenkind zu sich nach Hause. Einen billigeren Test gibt es kaum und die Wahrscheinlichkeit einer später ausbrechenden Allergie ist gering, wenn auch nie ganz auszuschließen. Ich habe hier inzwischen mehreren Neubesitzern auf diesem Weg zu einer Katze verholfen, dabei waren zwei Haushalte mit Kinder die in den ersten drei Nächten allergisch reagierten und wo dann leider keine Katze einziehen konnte. Natürlich können Sie sich auch bei einem Hautarzt auf eine eventuelle Allergie untersuchen lassen. Es schützt auf alle Fälle vor bösen Überraschungen, denn nichts ist für Kinder schlimmer (und für Sie) einen grade lieb gewonnenen Freund wieder wegzugeben

Viele junge Mütter machen sich Sorgen, ob eine Katze eine Gefahr für das ungeborene Kind darstellen kann. Tatsächlich besteht die Gefahr einer Ansteckung mit Toxoplasmose – einem Parasiten, der durch Katzenkot übertragen werden kann. Deshalb ist es besonders wichtig, dass einige Hygienevorschriften beachtet werden. Eine werdende Mutter sollte Handschuhe tragen, wenn sie die Fressnäpfe und die Katzentoilette reinigt und die Streu wechselt. Besser noch ist es, wenn ein anderes Familienmitglied diese Aufgabe übernimmt, bis das Baby entwöhnt ist. Sagen Sie auch Ihrem Frauenarzt, dass Sie eine Katze haben, wenn Sie schwanger sind. Ein Bluttest kann schnell Gewissheit bringen, ob Sie gegen Toxoplasmose immun sind. Etwa 40 % aller Frauen sind immun dagegen. Sie können davon ausgehen, dass Hauskatzen, die nie nach draußen gehen und nur vorgefertigtes Futter bekommen, in der Regel keine Toxoplasmose übertragen. Denn oft ist rohes Fleisch die Infektionsquelle.
Infektionen während der zweiten Hälfte der Schwangerschaft können für den Fötus gefährlich sein. Aber wenn eine Infektion im Frühstadium erkannt wird, kann sie erfolgreich mit Medikamenten behandelt werden, so dass das Kind nicht in Gefahr ist.
Sie müssen nicht aufhören, Ihre Katze zu streicheln, wenn Sie schwanger sind. Sie sollten jedoch danach sorgfältig Ihre Hände waschen, besonders, bevor Sie Ihr Baby stillen. Abgesehen von Toxoplasmose kann es passieren, dass die Katze eifersüchtig auf das Baby wird, was vollkommen normal ist. Gewöhnen Sie Ihre Katze an die bevorstehende Veränderung, bevor das Baby kommt. Lassen Sie sie zum Beispiel nicht auf Ihrem Schoß, sondern auf einem Kissen in der Nähe liegen. Fordern Sie außerdem Ihren Partner oder andere Personen auf, sich mehr um die Katze zu kümmern. So weiß sie, dass sie noch geliebt wird.

Ist die erste Zeit gemeistert erlauben sie der Katze ruhig gelegentlich sich ins Bett zu legen. So wird das Kind, bzw. dessen bettchen allmählich als gemütliches Schlummerplätzchen akzeptiert und Katze sieht keinen Grund Junior nicht zu mögen.

Keine Katze wird ein Kind ohne Grund kratzen

…und kein Baby wird durch eine im Bett schlafende Katze erdrücktWenn man ein Auge drauf hat wird nie etwas passieren.

Bitte beachten Sie:

Eine Katze ist kein Spielzeug, das man schnell im Laden kauft und später in irgendeiner Kiste verschwinden lässt. Die Katze braucht ein liebevolles Zuhause und muss ihr Leben lang artgerecht gehalten und versorgt werden.

Wichtig ist immer: Auch Sie als Eltern müssen eine Katze haben wollen! Nicht nur dem Wunsch des Kindes nachgeben.

Mit der alleinigen Verantwortung ist ein Kind, auch wenn es schon sieben oder acht Jahre alt ist, überfordert. Das heißt nicht, dass es in diese Verantwortung nicht hineinwachsen kann. Das Kind soll allmählich lernen, mehr und mehr für sein Tier zu sorgen.

Kleine Kinder nähern sich Tieren oft mit hektischen Bewegungen. Das irritiert vor allem Katzen und kann sie auf Dauer scheu machen.

Deshalb sollte ein Kind möglichst früh lernen, richtig mit der Katze umzugehen. Hier ist das Vorbild der Eltern ganz wichtig. Also sich gemeinsam mit dem Kind der Katze nähern und die Entscheidung dem Tier überlassen, ob es gerade spielen möchte oder gestreichelt werden will. Kinder lernen, die Katze zu beobachten und ihre Sprache zu verstehen. Sie gibt Signale, wenn sie schmusen möchte, indem sie beispielsweise auf einen zukommt und zärtlich um die Beine streicht oder mit der Pfote anstupst.

Fast alle Katzen lieben Kinder, wenn sie als Kätzchen ins Haus kommen. Hauskatzen sind in der Regel robuster und pflegeleichter als Rassekatzen. Kastrierte Katzen sind anhänglicher und gehen weniger auf Wanderschaft. Wenn eine Katze neu ins Haus kommt, sollten die Kinder mindestens 3 Jahre alt sein.

Kommt Ihr Kind ins Krabbelalter stellen sie sicher, dass es nicht an Katzenklo oder Futternapf gelangt. Auch sollten Sie weiterhin regelmäßig alle 3 Monaten ihre Katze entwurmen.

Von nun an müssen Sie Ihrem Kind beibringen, dass die Katze ihre Ruhezeiten hat und die Schlafplätze der Katze tabu sind. Auch am Schwanzziehen oder ähnliche Sachen sind zu unterbinden. Beziehen Sie Katze aber ruhig mit ins Spiel ein, aber eben alles unter Ihrer Aufsicht.

Dann steht dem Glück mit Kindern und Katzen zu leben nichts mehr im Weg.

Schwangerschaft mit Katze

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Eine Schwangerschaft mit Katze ist oft ein Grund zur Panik bei den werdenden Eltern: kann die Katze Mutter und Kind schaden? Nicht selten landen Katzen deshalb im Tierheim. Meist ist die Panikmache allerdings unbegründet. Erfahre hier, was du alles zu diesem Thema wissen musst.

Risiko Toxoplasmose

Der Hauptgrund für die Angst vor einer Schwangerschaft mit Katze und das Abgeben der Katze während der Schwangerschaft ist die Angst vor Toxoplasmose, einer Infektionskrankheit, die von der Katze auf den Mensch übertragen werden kann. In einem solchen Falle (wenn die Schwangere nicht immun ist) kann es zu einer Schädigung des noch nicht vollständig entwickelten Embryos kommen.

Erst mal ein paar generelle Informationen zur Toxoplasmose. Der Erreger befindet sich vor allem in rohem Fleisch, auf ungewaschenem Gemüse und Obst und auch in drei bis vier Tage altem Katzenkot. Wegen Geschäften von Freigängern sind deshalb auch häufig Gartenerde und Gras mit den Erregern infiziert. Diese gelangen nur durch den Mund oder eine offene Wunde in den Körper.
Wenn man nicht gerade schwanger ist, dann macht man sich soweit gar keine Gedanken um den Erreger, denn eine Infektion verläuft häufig so ungefährlich wie ein grippaler Infekt. War man einmal mit den Erregern infiziert, ist man fortan immun gegen Toxoplasmose.

Gefährlich wird es dann, wenn die Schwangere noch nicht immun gegen den Erreger ist. Man sollte deshalb zu Beginn der Schwangerschaft durch einen Immun-Test feststellen lassen, ob einen die Toxoplasmose-Thematik betrifft. Ärzte schätzen, dass bereits rund 70% aller Menschen gegen Toxoplasmen immun sind – größtenteils ohne es zu wissen.

Schutzmaßnahmen vor Toxoplasmose

Mit ein paar ganz einfachen Regeln kannst du dich und das ungeborene Baby vor Toxoplasmen schützen, sogar ohne die Katze aus dem Haus jagen zu müssen. Wichtig ist hier vor allem Hygiene, aber der Reihe nach. Das Säubern des Katzenklos und von anderem Katzenzubehör sollte von jemand anderem als der Schwangeren erledigt werden, da somit ein großer Berührungspunkt mit den Erregern ausgeschaltet ist. Wichtig ist außerdem, dass das Katzenklo täglich gereinigt wird. Da die Toxoplasmen erst nach einigen Tagen infektiös sind, wird das Erkrankungsrisiko noch ein ganzes Stück mehr gesenkt.

Ärzte raten dazu, sich nach dem Streicheln der Katze die Hände zu waschen und sich nicht das Gesicht ablecken zu lassen. Auch solltest du in der Schwangerschaft bei der Gartenarbeit feste Handschuhe tragen. Gras und Blumenerde könnte durch Katzenkot kontaminiert sein. Aus diesem Grund sollte auch der Sandkasten bei Nichtbenutzung abgedeckt sein. Darüber hinaus sollte man keine fremden Katzen streicheln. Bei diesen weiß man nie, ob sie mit rohem Fleisch gefüttert werden und so zu einer größeren Wahrscheinlichkeit den Erreger mit sich herumtragen. Daraus ergibt sich, dass man die eigene(n) Katze(n) auf keinen Fall mit rohem Fleisch füttern sollte. Außerdem ist regelmäßiges Händewaschen Pflicht.

Verhaltensänderungen der Katze

Oftmals wird berichtet, dass Katzen während der Schwangerschaft von Frauchen ihr Verhalten ändern. Es kommt sogar vor, dass Katzen noch vor der Frau selbst die Schwangerschaft bemerken. Im Nachhinein kann dann beispielsweise gesagt werden „Meine Katze war vorher nie verschmust.“ „Man hätte die Schwangerschaft allein daran ablesen können, dass sie plötzlich dauernd auf meinem Bauch lag“. Tatsächlich kommen solche Fälle vor, aber woran liegt das?

Während der Schwangerschaft kommt es im Körper der Frau zu einer Veränderung des Hormonspiegels, aufgrund dessen sich auch ihr Geruch ändert. Das ist für uns nicht wahrnehmbar, wohl aber für die feinen Nasen unserer Katzen. Die Reaktion der Samtpfoten auf diese Geruchsänderung kann ganz unterschiedlich ausfallen. Manche Katzen bemuttern die Schwangere richtig, folgen ihr auf Schritt und Tritt und sind viel schmusiger als sonst. Andere Katzen dagegen werden scheu oder aggressiv.

In solchen Fällen ist es wichtig, nicht wütend zu werden und ausfallend zu reagieren. Gib der Katze einfach Zeit, sich an die Veränderung zu gewöhnen. Sie könnte verunsichert sein durch die plötzliche Veränderung ihrer Bezugsperson. Wenn man dem Ganzen mit Ruhe begegnet und die Katze zu nichts drängt, lassen die anfangs heftigen Reaktionen schnell an Intensität nach.

Schwangerschaft mit Katze richtig planen

Setze bereits vor der Geburt Regeln durch. Die Katze sollte nicht mehr, wie vielleicht bisher, ein permanentes Anrecht auf das Schoßsitzen haben. Immerhin wird das Baby dort bald seinen Platz haben. Bringe sie viel mehr dazu, sich neben dich zu kuscheln. Da ist weiterhin immer Platz für sie. Auch sollte die Katze an eine geschlossene (Kinder-)Zimmertür gewöhnt sein, bei der sie nicht dauernd Einlass fordern kann. Darüber hinaus sollte das Kinderzimmer (zumindest in der ersten Zeit) nur in deiner Begleitung für sie zugänglich sein. Dabei kannst du ihr direkt klar machen, dass Kinderbett und Wickeltisch für sie tabu sind.

Zusätzlich sollte man die gut hörende Katze mit einer CD oder anderen Aufnahmen an Babygeschrei gewöhnen und dieses mit Leckerchen oder Spieleinheiten mit etwas positivem verbinden. Generell gilt, die Katze nicht als potentielle Gefahrenquelle für das Kind anzusehen, sondern als Bereicherung. Studien beweisen, dass Kinder, die mit Katzen aufwachsen, kreativer, weniger aggressiv und ausgeglichener sind.

Wenn du alle unsere Tipps befolgst, sollte eine Schwangerschaft mit Katze ganz problemlos sein.

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