Kann mein kind aufs gymnasium

Schulempfehlung: Was Ihr Kind fürs Gymnasium leisten muss

Übertritt: Welche Regelungen zur Schulempfehlung gelten?

Hier haben wir für Sie die geltenden Regelungen zur Schulempfehlung zusammengefasst. Unsere Checkliste bietet Ihnen die Möglichkeit, die Fähigkeiten Ihres Kindes für den Übertritt aufs Gymnasium zu überprüfen. Außerdem erhalten Sie nützliche Tipps, wie Ihr Kind mit seinem Verhalten die Schulempfehlung noch kurzfristig positiv beeinflussen kann.

Da es in Deutschland kein einheitliches Bildungssystem gibt, sind die Anforderungen für den Übertritt an die weiterführenden Schulen in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich. Teilweise entscheidet der Elternwille unabhängig von den Noten über die schulische Laufbahn nach der Grundschule (z. B. Rheinland-Pfalz oder Niedersachsen). Vielerorts ist ein bestimmter Notendurchschnitt alleinige Voraussetzung für die Anmeldung zum Gymnasium (z. B. Bayern oder Baden-Württemberg). In manchen Bundesländern haben Eltern, die mit der Schulempfehlung nicht einverstanden sind, die Möglichkeit, Ihr Kind zum Probe- oder Prognoseunterricht (z. B. Berlin oder Nordrhein-Westfalen) aufs Gymnasium zu schicken.

  • Mein Tipp für den Übertritt Ihres Kindes:
    Informieren Sie sich am besten schon in der dritten Klasse beim Lehrer Ihres Kindes über den Ablauf des Übertritts in Ihrem Bundesland. So können Sie Antworten auf all Ihre Fragen bekommen, bevor der Leistungsdruck in der vierten Klasse steigt und sowohl Ihr Kind als auch Sie beansprucht. Sollten noch Dinge unklar bleiben, können Sie sich beim zuständigen Staatlichen Schulamt oder beim Kultusminsiterium erkundigen.

Gymnasium: Welche Leistungen zählen bei der Schulempfehlung?

Eltern sind häufig entsetzt, mit wie viel Stress das erste Halbjahr in der vierten Klasse für ihr Kind verbunden ist. Der spielerische Charakter des Lernens, der in den ersten drei Schuljahren im Vordergrund stand, scheint plötzlich wegzufallen. Ihr Kind braucht während der anstrengenden Phase kurz vor der Schulempfehlung Ihre liebevolle Begleitung und Unterstützung. Denn Klassenarbeiten, Referate und auswendig zu lernende Gedichte kommen nun Schlag auf Schlag. Zudem benoten Lehrer Hausaufgaben oder Hefte der Viertklässler. Ist für das Gymnasium ein bestimmter Notendurchschnitt nötig, sind für die Schulempfehlung nur die erbrachten Noten aus dem ersten Halbjahr ausschlaggebend.

  • Mein Tipp: Für eine realistische Einschätzung der Empfehlung sollten Sie die Noten des ersten Halbjahres der vierten Klasse im Vergleich zu denen in Klasse 3 sehen. Gab es Leistungsabfälle, weil Ihr Kind mit dem Stress oder den Lerninhalten nicht klar kam? Hat es zwar eine gute Note erhalten, dafür aber viel zusätzlich geübt? Oder konnte Ihr Kind gleich bleibende oder sogar bessere Noten erzielen? Das alles sind wichtige Gradmesser für den Übertritt aufs Gymnasium, wo Ihr Kind mit deutlich steigenden Anforderungen konfrontiert wird.

Wer entscheidet über die Schulempfehlung?

Vielleicht hat Ihr Kind in allen Fächern seinen Klassenlehrer. Dann trifft dieser allein die Entscheidung über die Noten Ihres Kindes in den für den Übertritt relevanten Fächern Deutsch, Mathe und Sachunterricht . Aus diesem Notenschnitt wird dann die Schulempfehlung abgeleitet. Werden die Hauptfächer von verschiedenen Lehrern unterrichtet, teilen sie sich die Entscheidung über den Notendurchschnitt. Die Schulempfehlung basiert dann auf der Einschätzung mehrerer Lehrkräfte. Die Noten in den Fächern setzen sich aus den Ergebnissen der Klassenarbeiten und Tests sowie aus den schriftlichen Leistungsnachweisen (z. B. Heftnoten, benotete Hausaufgaben) und den mündlichen Leistungen (z. B. Referate, Wortbeiträge im Unterricht) zusammen.

Was beeinflusst die Schulempfehlung sonst noch?

Die Grundvoraussetzungen für eine Schulempfehlung „Gymnasium“ sind erfüllt, wenn Ihr Kind gleichbleibend gute Noten in Deutsch und Mathematik hat. Für eine entsprechende Schulempfehlung ist aber die Gesamtpersönlichkeit Ihres Kindes wichtig. Die Kopfnoten und die Zeugnisberichte geben Ihnen Aufschluss darüber. Die Lernentwicklung während der gesamten Grundschulzeit spielt eine entscheidende Rolle bei der Schulwahl Ihres Kindes. Anders als die Noten ist sie keine Momentaufnahme, sondern spiegelt über die Jahre gezeigte Verhaltensweisen wider. Waren die Leistungen Ihres Kindes konstant, oder schwankten sie stark? Wie leicht fiel ihm das Lernen

Die Arbeitsweise Ihres Kindes ist entscheidend für die Schulempfehlung

Ein weiterer Punkt, der bei der Erstellung der Schulempfehlung berücksichtigt werden muss, ist die Arbeitsweise Ihres Kindes. Im Gymnasium wird eigenständiges, konzentriertes und sorgfältiges Arbeiten vorausgesetzt. Ist Ihr Kind dazu ohne zusätzliche Hilfe durch Lehrer, Mitschüler oder Sie in der Lage? Wertvolle Hinweise auf den weiteren Werdegang am Gymnasium bietet Ihnen die Motivation Ihres Kindes. Zeigt es Desinteresse und Unlust bei höheren Leistungsanforderungen, obwohl es intellektuell dazu in der Lage wäre, spricht das nicht für eine Gymnasialempfehlung. Auch sollte es sich Herausforderungen wie z. B. Knobelaufgaben gerne stellen. Nicht zuletzt gilt es, das Sozialverhalten Ihres Kindes zu betrachten. Kann es problemlos mit wechselnden Partnern zusammenarbeiten und sich auf neue Lehrer einstellen?

Ist Ihr Kind fit fürs Gymnasium?

Ihr Kind übt für jede Klassenarbeit, fertigt seine Hausaufgaben gewissenhaft an und bringt meistens gute Noten mit nach Hause? Verständlich, wenn Sie es deshalb gerne auf dem Gymnasium sehen. Versuchen Sie bei allem Ehrgeiz und Ihrem Wunsch nach einem möglichst hohen Bildungsabschluss dennoch, Ihr Kind realistisch einzuschätzen. Nutzen Sie hierzu unsere Checkliste. Sie kann eventuelle Zweifel beseitigen oder Ihnen gegebenenfalls helfen zu erkennen, dass eine andere Schulform für Ihr Kind doch geeigneter ist.

Wie kann Ihr Kind die Schulempfehlung jetzt noch beeinflussen?

Selbstverständlich kann Ihr Kind auf die Schnelle nicht plötzlich seine Noten in Deutsch und Mathematik verändern. Dennoch kann es sein Arbeitsverhalten optimieren, um den Eindruck bei seinem Lehrer noch zu verbessern. Dazu gehören die folgenden Punkte:

  • Pünktliches Erscheinen vor dem Unterricht und nach den Pausen sollte selbstverständlich sein.
  • Hausaufgaben und Arbeitsmaterialien (Stifte, Bücher, Turnsachen usw.) hat Ihr Kind immer parat.
  • Zur Steigerung der mündlichen Beteiligung sollte Ihr Kind sich in jeder Stunde min. 1x melden.
  • Bietet der Lehrer Zusatzarbeiten (z. B. freiwillige Hausaufgaben) an, sollte Ihr Kind bereit sein, sie zu übernehmen.
  • Ihr Kind kann im Unterricht sicherlich mit einer guten Mitarbeit punkten, wenn es zu Hause täglich seine Arbeitsblätter oder Hefteinträge nachliest.

  • Ihr Kind kann zu einem aktuellen Thema passende Bücher oder im Internet gefundene zusätzliche Informationen/Bilder in die Schule mitbringen.
  • Hat Ihr Kind gerade ein interessantes Buch gelesen? Dann soll es seinen Lehrer bitten, eine Buchvorstellung machen zu dürfen.
  • Vielleicht erlaubt der Lehrer Ihrem Kind, zu einem aktuellen Thema ein Referat zu halten.

Checkliste: Ist Ihr Kind fit fürs Gymnasium?

Denkweise Ja / Nein
1. Löst Ihr Kind gerne Knobel- und Denksportaufgaben?
2. Erkennt es Rechenaufgaben in Textaufgaben problemlos?
3. Beherrscht es das Einmaleins und die Grundrechenarten?
Merkfähigkeit Ja / Nein
4. Lernt Ihr Kind Gedichte und Lieder mühelos?
5. Gibt es Inhalte aus Erzählungen oder Büchern korrekt wieder?
6. Kann es auch nach Wochen einmal erlernte Inhalte richtig wiedergeben und anwenden?
Wortschatz Ja / Nein
7. Spricht Ihr Kind in zusammenhängenden, ganzen Sätzen?
8. Kennt Ihr Kind die Grundregeln der deutschen Grammatik (z.B. Wortarten und Satzzeichen)?
9. Spricht Ihr Kind ohne Hemmungen auch vor größeren Gruppen?
Arbeitsweise Ja / Nein
10. Hatte Ihr Kind während seiner Grundschulzeit meistens (sehr) gute Noten?
11. Bringt es begonnene Arbeiten ohne Unterbrechungen zu Ende?
12. Bleibt es beharrlich an schwierigen Aufgaben (z.B. Puzzle mit vielen Teilen)?
13. Legt Ihr Kind Wert auf Ordentlichkeit (z.B. eine lesbare Schrift, Bücher ohne Eseslohren, mit Lineal gezogene Striche)?
Konzentrationsfähigkeit Ja / Nein
14. Beschäftigt sich Ihr Kind längere Zeit eigenaktiv (z.B. lesen, musizieren)?
15. Unterlaufen ihm nur selten Flüchtigkeitsfehler?
Motivation Ja / Nein
16. Fragt Ihr Kind Sie viel und möchte es Erklärungen zu allem Möglichen haben?
17. Liest es Sachbücher, Wissensmagazine (z.B. Geolino) oder die Zeitung?
18. Kann es seine Leistungen realistisch einschätzen und mit Misserfolgen umgehen?
19. Hat Ihr Kind klare Vorstellungen im Hinblick auf die gewünschte Schulreform?
Sozialverhalten Ja / Nein
20. Kann Ihr Kind im Spiel mit anderen Kompromisse eingehen?
21. Findet es leicht Anschluss, wenn Sie z.B. im Urlaub sind?
22. Versucht Ihr Kind, andere zu verstehen, wenn es Streit gibt?
Hausaufgaben / Klassenarbeiten Ja / Nein
23. Kennt Ihr Kind die Inhalte der Hausaufgaben, ohne nachfragen zu müssen?
24. Erledigt es seine Hausaufgaben selbstständig, sorgfältig und recht schnell?
25. Benötigt Ihr Kind nur wenig zusätzliche Übung für Klassenarbeiten?
26. Macht es seine Aufgaben weitgehend eigenverantwortlich ohne Ihre Unterstützung?

Auswertung:

  • Wenn Sie mindestens 18 Fragen mit „Ja“ beantwortet haben, steht einem gelungenen Start Ihres Kindes im Gymnasium sicherlich nichts im Wege.
  • Haben Sie 10 bis 17 Fragen bejaht, sollten Sie Ihre Entscheidung noch einmal überdenken und das Gespräch mit dem Klassenlehrer suchen.
  • Sie haben weniger als 10 Fragen mit „Ja“ beantwortet? Dann ist es nicht ratsam, Ihr Kind an einem Gymnasium anzumelden. So ersparen Sie ihm Überforderung und negative Schulerlebnisse.

Umgang mit Druck, Prüfungsangst und Schulangst

Der Übertritt ins Gymnasium ist geschafft, das neue Schuljahr hat begonnen und erste Noten kommen nach Hause. Für viele Eltern ist diese Zeit mit Hoffnungen, aber auch Ängsten und Sorgen verbunden. Vielleicht wurde viel investiert, um das Kind für den Übertritt fit zu machen – und nun soll bitte, bitte alles gut funktionieren.

Dabei wäre es für alle Beteiligten, Eltern, Kinder und Lehrpersonen, einfacher, wenn wir den sorgenvollen Gedanken „wird mein Kind es schaffen?“ durch eine viel wichtigere Frage ersetzen: „Passt das Gymnasium zu meinem Kind?“

Im Lerncoaching begegnen wir immer wieder Eltern, die sehr viel Druck aufsetzen. Dabei sieht dieser Druck gerade bei gebildeten Eltern heute ganz anders aus als früher. Sie schimpfen und strafen nicht, wenn Kinder mit schlechten Noten nach Hause kommen. Aber sie fiebern mit, leiden mit und geben ihrem Kind unbewusst das Gefühl, dass ihr Elternglück seinen Leistungen abhängt. Diese Eltern haben meist eine sehr enge und gute Beziehung zum Kind. Umso schlimmer ist es für das Kind, wenn es merkt, wie sehr die Eltern seinetwegen unter Druck stehen, wie viel Hilfe sie anbieten und dass sie manchmal fast den Tränen nahe sind, wenn es schulisch nicht klappt.

Oft sagen uns diese Familien „Wir machen gar keinen Druck.“ oder „wegen uns muss es nicht das Gymnasium sein.“ Wenn man die Kinder und Jugendlichen fragt, antworten sie ähnlich: „Meine Eltern machen mir keinen Druck.“ Auf die Frage, was wäre, wenn sie das Gymnasium nicht bestehen, kommen aber Antworten wie: „Meine Eltern haben so viel in mich investiert, ich möchte sie nicht enttäuschen.“

Diese Eltern möchten für ihr Kind nur das Beste. Das Problem besteht darin, dass sie oft sehr genau zu wissen glauben, was das Beste ist – und dabei vergessen, ihr Kind in die Gleichung mit einzubeziehen.

„Mach Abitur (Matura), dann stehen dir alle Wege offen!“

Für viele Eltern, die selbst Akademiker sind, gibt es nur eine Möglichkeit: Das Kind soll Abitur machen. Dahinter steht der Wunsch, dem Kind eine erfolgreiche berufliche Zukunft zu ermöglichen. So hört man von Eltern immer wieder den Satz: „Mach Matura / Abitur, dann stehen dir alle Wege offen!“

Es ist wichtig, darüber nachzudenken, ob das stimmt.

In Seminaren mit Studierenden machen wir immer wieder die Erfahrung, dass der Besuch des Gymnasiums Jugendlichen auch Chancen verbauen kann. Diese Problematik ist Eltern jedoch fast nie bewusst, weil die Probleme erst viel später sichtbar werden. Dann, wenn es schon fast zu spät ist.

Tobias steht stellvertretend für viele Studierende, die uns im Lernccoaching begegnet sind. Seine Lehrerin sprach sich gegenüber den Eltern gegen einen Gymi-Übertritt aus. Die Eltern, beide Akademiker, konnten dies nicht akzeptieren. Dank intensiver Vorbereitung im Lernstudio schaffte Tobias die Aufnahmeprüfung. Die Eltern waren begeistert. Bald mussten sie aber merken, dass es ohne intensive Begleitung und regelmäßige Nachhilfe nicht geht.

Die Eltern machten sich Sorgen und betrieben einen enormen finanziellen Aufwand, um Tobias durchs Gymnasium zu kriegen. Ihr Sohn lernte – wenn auch oft unter Zwang – stundenlang und schaffte durch die intensive Unterstützung seines Umfelds die Matura (Abitur). Die Eltern waren erleichtert.

Nun war es soweit: Tobias hätten nun alle Wege offen gestanden.

Nur haben Tobias und seine Eltern bereits so viel in eine akademische Karriere investiert, dass für alle klar ist: Man macht doch nicht die Matura, um dann eine Lehre zu beginnen… Man studiert!

Tobias weiß nur nicht so recht, was. Schließlich raten ihm sein Vater und sein Onkel dazu, Rechtswissenschaften zu studieren.

Wir lernen Tobias schließlich in einem Kurs zum Thema Aufschieben für Studierende kennen.

Er ist zu diesem Zeitpunkt fast 30 Jahre alt und studiert seit 9 Jahren. Der junge Mann wirkt niedergeschlagen und es mangelt ihm an Selbstvertrauen. Die Prüfungen schafft er meist erst im zweiten Anlauf.

„Was interessiert dich denn an Rechtswissenschaften?“ Daraufhin zuckt er energielos mit den Schultern. Er habe halt mal damit angefangen, jetzt könne er schlecht wieder damit aufhören. Auf die Frage, wo er sich nach dem Studium sieht, lächelt er nur müde: „Als Jurist oder Anwalt sehe ich mich jedenfalls nicht.“

Tobias studiert deshalb weiter, weil er „damit angefangen und schon Jahre in dieses Studium reingebuttert hat“ und er sich „wie der letzte Versager“ vorkäme, wenn er jetzt abbricht. Die Beziehung zu seinen Eltern ist angespannt. Er war schon lange nicht mehr zu Hause, weil „es immer nur darum geht, dass ich immer noch nicht weiter bin.“

Seine Eltern haben vieles ausprobiert, um ihrem Sohn zu helfen. Schließlich glaubte der Vater, dass mehr Druck nützen könnte. Mit dem Satz: „Ich bin nicht bereit, dich noch länger durchzufüttern, wir haben weiß Gott genug für dich getan!“ Strich er ihm die finanzielle Unterstützung. Das war vor zwei Jahren. Seither arbeitet Tobias in einem Café als Kellner sowie Abends in einer Bar. Es gefällt ihm: „Endlich etwas Konkretes, bei dem ich weiß, was ich tun muss, und wobei ich mich wohl fühle.“ Für das Studium zu lernen fällt ihm allerdings immer schwerer.

Im Kurs lernt Tobias verschiedene Strategien kennen, um mit seiner „Aufschieberitis“ umzugehen. Wir sprechen aber auch darüber, wie er sich insgesamt in seinem Leben fühlt. Einmal fällt der Satz: „Ich hätte nie studieren sollen, ich bin einfach nicht dafür gemacht!“ Aber Tobias zieht es tatsächlich durch und schafft den Bachelorabschluss.

Es ist trotzdem keine Erfolgsstory. Er hat für den Bachelorabschluss neun Jahre gebraucht und diesen mit knapp genügenden Noten abgeschlossen. Als ich ihn ein halbes Jahr später im Supermarkt treffe, erzählt er, dass er rasch gemerkt hat, dass er sich „mit diesem Zeugnis nicht zu bewerben“ brauche und fügt an, dass er ja auch niemanden einstellen würde, dem man auf den ersten Blick ansieht, dass ihn dieser ganze Jus-Kram sowieso nicht interessiert. Er jobbt noch immer im Café, aber es fühlt sich für ihn nicht richtig an – schließlich sei es „ja eigentlich nur als Studentenjob gedacht gewesen“.

Theoretisch stünden Tobias noch immer alle Möglichkeiten offen. Er könnte sich in einem anderen Berufsfeld einen Job suchen oder eine Lehre beginnen. Doch die Realität sieht anders aus. Nach 23 Jahren Schule und Studium hat er das Gefühl, in einer Sackgasse zu stecken.

Sein Beispiel zeigt: es gibt nicht die „beste Schule“ oder den „besten Abschluss“, der garantiert, dass unsere Kinder und Jugendlichen später ein gutes Leben führen werden. Es gibt lediglich die „momentan am besten zum jeweiligen Kind passende“ Schule oder Ausbildung. Doch wie findet man als Eltern heraus, wo sich das Kind wohlfühlt und gut entwickeln kann? Und wie soll man reagieren, wenn das Kind nach dem Übertritt schlechte Noten nach Hause bringt?

Schlechte Noten im Gymnasium: Was ist die Ursache?

Nach dem Übertritt ins Gymnasium verschlechtern sich die Noten bei vielen Lernenden massiv. Kein Wunder – sie sind nun in einer neuen Gruppe mit den jeweils stärkeren Schüler/innen aus verschiedenen Klassen. Was Ihr Kind jetzt braucht, ist eine offene Haltung.

Es könnte beispielsweise sein, dass Ihr Kind:

  • nie gelernt hat, wie man lernt und daher nicht über geeignete Lernstrategien verfügt.
  • gewohnt ist, dass es nicht lernen muss und die Anstrengung scheut.
  • sich aufgrund von Prüfungsängsten nicht auf das Lernen einlassen kann und an Prüfungen Blackouts hat.
  • überfordert und damit schlicht nicht am richtigen Ort ist.

Manche Kinder benötigen nur etwas Zeit

Viele Kinder, denen die Grundschule leicht fiel, haben nie gelernt, wie man lernt. Sie haben sich daran gewöhnt, dass sie ohne Anstrengung gute Leistungen erbringen können. Oft erleben diese Kinder beim Übertritt ins Gymnasium einen kleinen Schock: Plötzlich geht es nicht mehr von alleine. Alles, was sie benötigen, ist genau diese Rückmeldung. Sobald sie bemerkt haben, dass sie nun etwas tun müssen, richten sie sich neu aus: Sie fangen an, sich auf Prüfungen vorzubereiten und schreiben schon bald wieder bessere Zensuren.

Manchen Kindern fehlt es an Lernstrategien

Viele Schüler/innen nutzen „Lernstrategien“, mit denen sie an weiterführenden Schulen zum Vornherein zum Scheitern verurteilt sind. So begegnen uns im Kurs Clever lernen immer wieder Jugendliche, die Texte lediglich mehrmals durchlesen und hoffen, dass dadurch „genügend hängen bleibt“ oder die stupide „Zusammenfassungen“ schreiben, die fast so detailliert ausfallen wie der Originaltext.

Andere Kinder lassen sich von den Tests aus der Bahn werfen. Sie werden bei der Vorbereitung von Ängsten abgelenkt, geraten in Prüfungen unter Druck und können sich daher kaum mehr auf die Aufgaben einlassen. Sie denken nicht mehr über die Prüfungsaufgabe nach, sondern darüber, was passieren würde, wenn sie eine schlechte Note erhalten. Diese Situation spitzt sich zu, wenn es für das Kind und die Eltern besonders wichtig ist, dass das Gymnasium unter allen Umständen bestanden wird.

Für all diese Kinder ist es wichtig, dass sie sich bessere Lernstrategien erarbeiten und lernen, mit Prüfungsängsten umzugehen. Zu beidem finden Sie klare Hilfestellungen in unserem Buch „Clever lernen“. Das Buch richtet sich an Jugendliche ab ca. 11 bis 16 Jahren (mit einem Klick auf das Bild gelangen Sie zur Bestellmöglichkeit):

Es gibt aber immer wieder Kinder, bei denen deutlich wird, dass bessere Lernstrategien oder ein Training gegen Prüfungsängste nicht weiterhelfen, denn:

Für manche Kinder ist das Gymnasium schlicht die falsche Schule!

Im Laufe der Jahre sind uns immer wieder Kinder begegnet, die das Pensum eines Managers zu bewältigen haben: Schüler/innen, die jeweils bis spät in den Abend hinein lernen, am Wochenende gemeinsam mit den Eltern über den Büchern sitzen und in den Ferien ins Lernstudio müssen, um „Verpasstes aufzuholen“.

Manchen Eltern ist das Gymnasium so wichtig, dass sie blind werden für die Bedürfnisse ihres Kindes. Alles wird dem Ziel untergeordnet, das Kind an dieser Schule zu halten – teilweise bis zum Burnout. Oft finden wir bei diesen Eltern etwas, das wir als Machbarkeitsphantasien bezeichnen: Der Glaube, dass alles möglich ist, wenn man nur die richtige Lösung findet, das Kind nur genügend fördert oder sich das Kind nur ausreichend anstrengt.

Diese Eltern möchten ihrem Kind später ein gutes Leben ermöglichen und vergessen, dass dazu vor allem eines nötig ist: Eine Kindheit und Jugend, auf die es später gerne zurückblickt.

Zwei Faktoren müssen Sie als Eltern nach dem Übertritt unbedingt im Auge behalten: Das Arbeitspensum Ihres Kindes und die Gefühle, die es während des Lernens empfindet.

Manche Kinder lernen einfach gerne und viel. Sie möchten alles genau wissen, sind interessiert und freuen sich über gute Noten. So lange es dem Kind dabei gut geht, ist nichts dagegen einzuwenden.

Problematisch wird es, wenn das Kind ständig das Gefühl hat, um seinen Platz kämpfen zu müssen und sich trotz großer Anstrengungen und vieler Hilfe nur gerade knapp im Gymi halten kann. Diese Kinder und Jugendlichen fühlen sich ständig bedroht und bauen die Überzeugung auf, den Erwartungen nicht zu genügen. Mit der Zeit leidet das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. Manche entwickeln psychische oder psychosomatische Symptome: Sie können nicht mehr schlafen, haben keinen Appetit mehr, leiden unter Kopfschmerzen, Bauchweh oder Verspannungen, ziehen sich zurück, wirken antriebslos, gestresst oder traurig.

Vielfach wären diese Jugendlichen sehr talentiert. Vielleicht sind sie künstlerisch begabt, wären gute Verkäufer oder Handwerker, stecken aber in einer Schule fest, die auf diese Begabungen wenig Wert legt. Stattdessen werden sie jahrlang gezwungen, auf ihrem lahmen Bein zu gehen. Oft wissen sie am Ende ihrer Schulzeit nur, was sie nicht mehr wollen und haben keine Ahnung, wer sie sind, was sie gerne tun, gut können und wo sie hin möchten.

Man darf von Kindern und Jugendlichen erwarten, dass sie sich Mühe geben. Und es darf auch im Leben von Jugendlichen stressige Phasen geben. So erläutern wir Lernenden immer wieder in Workshops oder Coachings, dass sie für den Lehrabschluss zwei, drei Monate zurückstecken und am Wochenende lernen müssen.

Aber Überforderung darf nicht zum Dauerzustand werden. Wenn Sie merken, dass Ihr Kind leidet, weil es ständig am Limit ist, müssen (!) Sie als Eltern verantwortlich handeln und die Notbremse ziehen. Das gilt auch dann, wenn Ihr Kind den Leistungsgedanken bereits so verinnerlicht hat, dass es selbst nicht bereit ist, die Schule zu wechseln.

Wir durften einige Male erleben, wie es Eltern gelungen ist, ihre eigenen Ansprüche zu reflektieren und ihr Kind wirklich wahrzunehmen – mit all dem Druck und all der Angst, die es schon viel zu lange aushalten musste.

Für manche Eltern war es schwer, sich darauf einzulassen. Sie hatten ein Lerncoaching gebucht, weil sie wollten, dass ihr Kind besser in der Schule wird – und sahen sich plötzlich damit konfrontiert, an sich selbst arbeiten zu müssen. Das ist nicht immer leicht. Manchmal müssen sich Eltern in diesem Prozess von Wunschvorstellungen verabschieden, ihr Kind neu kennenlernen und teilweise darum trauern, dass der Weg, den sie für das Kind vorgesehen hatten, nicht möglich ist. Wir rechnen es diesen Eltern hoch an, dass sie erkannt haben: Ich muss mich ändern, ich muss an mir arbeiten – nicht das Kind.

Autorenteam

Fabian Grolimund und Stefanie Rietzler leiten die Akademie für Lerncoaching. Falls Sie an unserer Weiterbildung in Lerncoaching interessiert sind, dann klicken Sie hier.

Das Zauberwort heißt Abitur. Und der Weg zur Hochschulreife führt übers Gymnasium. Weil diese Aussagen für viele Eltern in Stein gemeißelt sind, gibt es alle Jahre wieder Dutzende Erziehungsberechtigte, die ihren Nachwuchs nach der vierten Klasse aufs Gymnasium oder eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe schicken, obwohl ihr Kind von der Grundschule gar keine Gymnasialempfehlung erhalten hat.

Die Zahlen sprechen auch in Gießen für sich. Die integrierte Gesamtschule Gießen-Ost, die drei Gymnasien der Stadt sowie die Ricarda-Huch-Schule als kooperative Gesamtschule wurden in den vergangenen Jahren viel stärker angewählt als die Gesamtschulen in den Stadtteilen, die bis zur Jahrgangsstufe zehn führen oder die Alexander-von-Humboldt-Schule (Mittelstufenschule). „Viele Eltern glauben, dass der berufliche Lebensweg ihres Kindes verbaut ist, wenn es nicht aufs Gymnasium kann“, nennt Antje Mühlhans einen Grund, warum etliche Eltern sich über die Empfehlung der Grundschule hinwegsetzen. Die Direktorin des Landgraf-Ludwigs-Gymnasiums attestiert den Grundschulen einen „sehr guten Blick dafür, welches Kind später auf dem Gymnasium zurechtkommt und welches nicht.“ Dabei gehe es nicht nur um die jeweiligen Noten, sondern auch um die „Leichtigkeit des Lernens“.

Gerade die Kompetenz der Klassenlehrer an Grundschulen wird allerdings in den Beratungsgesprächen, die mittlerweile auch die aufnehmenden Gymnasien bei nicht vorhandener Gymnasialempfehlung mit den Eltern führen, in Zweifel gezogen. „Wir bekommen regelmäßig von Eltern zu hören, dass sie kein Vertrauen in die Beurteilung haben“, beschreiben Direktor Stefan Tross und Silke Brixtel-Fenner von der Herderschule die Differenzen. Häufig bewahrheiteten sich allerdings die Bedenken der Grundschullehrer, sodass es am Ende der Stufe 5 oder 6 zu einer sogenannten Querversetzung in den Realschulbereich komme.

Viele Eltern glauben, dass der berufliche Lebensweg ihres Kindes verbaut ist, wenn es nicht aufs Gymnasium kann

LLG-Direktorin Mühlhans

Dass die Grundschullehrkräfte mit ihren Einschätzungen in den meisten Fällen richtig liegen, unterstreicht auch Dr. Jan-Hendrik Schneider. Der Rektor der Ludwig-Uhland-Schule zeigt aber auch ein gewisses Verständnis für Eltern, die ihr Kind trotz anderweitiger Empfehlung unbedingt aufs Gymnasium schicken wollen. „Das Abitur besitzt als Schulabschluss nach wie vor die größte Anziehungskraft.“ Mitunter werde das Kind auch aus Prestigegründen von den Eltern auf dem Gymnasium angemeldet, ergänzt Schneider und berichtet, dass es an der Grundschule im Südviertel „jedes Jahr eine Handvoll Eltern gibt, die sich nicht an die Empfehlungen halten“. Dass Eltern in solchen Fällen eher „die Umstände“ als Ursache heranziehen als mögliche Defizite bei der Leistung der Kinder ist für Schneider nachvollziehbar. „Eltern haben nun einmal einen verklärten Blick auf ihre Kinder.“

Manche Schüler machten trotz fehlender Empfehlung ihren Weg auf dem Gymnasium, räumt Mühlhans ein. „Es scheitert nicht in allen Fällen, aber für viele läuft es spätestens ab Stufe 7 problematischer“, erklärt die LLG-Chefin. Der Weg bis zu diesem Punkt sei mit vielen unerfreulichen Erlebnissen versehen. Mühlhans: „Das sorgt für Schulfrust.“

Um solche Frustrationserlebnisse zu vermeiden, appelliert der Verband Bildung und Erziehung (VBE) an die Eltern, ihre Kinder nicht zu überfordern. Die Erziehungsberechtigten sollten das Wohl der Kinder im Auge behalten anstatt die Entscheidung von eigenen Träumen und Wünschen zur Zukunft des Kindes abhängig zu machen. „Gut gemeint ist nicht immer gut“, betont Landesvorsitzender Stefan Wesselmann. Kinder, die überfordert seien und eine Reihe von Misserfolgen erlebten, „verlieren oft dauerhaft die Lust am Lernen, sodass sie auch an einer anderen Schule nicht unbedingt einen erfolgreichen Neustart hinlegen“, warnt der VBE-Vorsitzende.

„Man muss nicht ab Klasse 5 aufs Gymnasium gehen, um später Abitur zu machen“, bekräftigt auch Annette Greilich. Die Leiterin der Wirtschaftsschule am Oswaldsgarten spricht aus Erfahrung, denn die WOS bietet wie andere berufliche Schulen die Erlangung der Hochschulreife über den Besuch des beruflichen Gymnasiums an. Gerade in den Stufen 7 und 8 sei es für viele Jugendliche schwierig, ihr Hauptaugenmerk auf schulische Aufgaben zu konzentrieren. Auf dem beruflichen Gymnasium der WOS könne man nach der Mittelstufe problemlos „in einem etwas kleineren System zur Hochschulreife kommen“, unterstreicht Greilich, dass „viele Wege nach Rom führen“. Sie weiß aber auch, wie schwierig es ist, auf diesem Feld Überzeugungsarbeit zu leisten. „Viele Eltern glauben das einfach nicht.“

Info

Eltern haben freie Wahl

In welchen Schritten der Übergang von Klasse 4 in Klasse 5 verläuft, erläutert Dirk Fredl vom Staatlichen Schulamt: Bis Anfang März müssen Eltern von Viertklässlern an der Grundschule melden, welche weiterführende Schule ihr Kind ab dem Sommer besuchen soll. Grundlage dieser Entscheidung ist die Empfehlung der Grundschule für einen bestimmten Bildungsgang. Das Hessische Schulgesetz garantiert den Eltern dabei die freie Wahl des Bildungsganges. Allerdings wird die Voraussetzung genannt, dass das Kind für diesen Bildungsgang geeignet ist. Empfiehlt die Grundschule den gewünschten Bildungsgang nicht, berät sie die Eltern in der Regel erneut. Halten diese an der Entscheidung fest, so wird das Kind in den gewünschten Bildungsgang aufgenommen, unabhängig von der Empfehlung der Grundschule.

Welche Schule ist die richtige für mich?

Es gibt ein paar wichtige Kriterien für die Auswahl der High School, an der ihr euren Schüleraustausch in Neuseeland machen wollt:

  • gibt es Interessen (Fächer, Sport, Instrumente etc.), für die an der High School in Neuseeland Unterricht oder Training möglich sein muss?
  • welche Fächer müsst ihr während des Auslandsjahrs in Neuseeland belegen, damit die Anerkennung des High School Aufenthalts bzw. die Versetzung nach der Rückkehr durch eure Heimatschule sicher gestellt ist?
  • wollt ihr bestimmte Fächer ausprobieren, die an deutschen Schulen nicht angeboten werden? „Outdoor Education“ bspw. gibt es zwar an vielen Schulen in Neuseeland, aber manche sind sogar darauf spezialisiert.
  • was für eine Schule stellt ihr euch vor? Es gibt große Schulen, kleine Schulen, gemischte Schulen, aber auch reine Mädchen- oder Jungenschulen. Manche Schulen haben nur wenige internationale Gastschüler, bei anderen sind es schon mehr, wobei die aus aller Welt kommen. Außerdem gibt es Privatschulen, davon einige mit Internat.
  • wo möchtet ihr in Neuseeland leben? Auf der Nordinsel oder auf der Südinsel? Lieber in den Bergen oder eher am Meer? Stadt oder Land? Die Schulen in unserem Programm sind geordnet nach Regionen, die wir auf einzelnen Seiten beschrieben haben. Siehe dazu die Links unten im schwarzen Bereich dieser Website.

Schulentscheidungen: Gymnasium ja oder nein?

Soll mein Kind aufs Gymnasium?

Eltern wollen für ihre Kinder das Beste, vergessen dabei aber leicht, nach den Wünschen, Bedürfnissen und auch Fähigkeiten des Kindes zu schauen. Gerade dann, wenn es um den Besuch eines Gymnasiums geht, ist das aber unbedingt zu beachten. Um zu klären, ob diese Schulform die passende für Ihr Kind ist, sollten Sie rechtzeitig vor der Anmeldung folgende Punkte prüfen bzw. abarbeiten:

  • Verschaffen Sie sich einen Überblick und besuchen Sie frühzeitig Informationsveranstaltungen zum Thema Gymnasium. Dazu eignet sich zum Beispiel der „Tag der offenen Tür“, den viele Schulen einmal jährlich anbieten.
  • Was sagen die Lehrer? Halten Sie Ihr Kind für fähig und stark genug, um auf dem Gymnasium zurechtzukommen? Allerdings sollten Sie diesen Einschätzungen nicht blind vertrauen, auch Lehrer sind nicht zwangsläufig objektiv.
  • Wie sind die Noten Ihres Kindes? Beim Übertritt auf das Gymnasium sinkt der Notendurchschnitt in der Regel um mindestens einen Punkt.
  • Fällt Ihrem Kind das Lernen leicht und macht es gerne und sorgfältig seine Hausaufgaben?
  • Wie selbstständig arbeitet Ihr Kind zuhause die schulischen Aufgaben ab?
  • Was will Ihr Kind? Besitzt es genügend Ehrgeiz, um die Anforderungen auf dem Gymnasium zu erfüllen?
  • Was machen sie Freunde Ihres Kindes? Gehen die aufs Gymnasium und Ihr Kind würde darunter leider, von ihnen getrennt zu werden?
  • Sind Sie bereit, Ihr Kind für diese Zeit tatkräftig zu unterstützen und es zu motivieren, das Leistungsniveau zu halten?

Auch wenn Ihr Kind natürlich vom Gymnasium wieder auf eine andere Schule wechseln kann, sollten Sie es nicht auf Verdacht dorthin schicken. Kinder, die sich von den Anforderungen dort überfordert fühlen, bekommen schnell psychische Probleme und können an Minderwertigkeitskomplexen leiden. Dies lässt sich vermeiden, wenn Sie von vorneherein entscheiden, ob das Gymnasium die geeignete Schulform für Ihr Kind ist.

Muss es überhaupt das Gymnasium sein?

Die flexible deutsche Bildungslandschaft erlaubt viele Arten von Schulbildung und Abschlüssen. Selbst wenn Ihr Kind erst einmal die Oberschule oder die Realschule besucht, kann es später noch die Hochschulreife erlangen. Der Besuch einer Fachoberschule führt zur Fachhochschulreife und auch das Nachholen des allgemeinen Abiturs ist über verschiedene Bildungswege möglich. Gerade bei Kindern, die zu den Spätzündern gehören, ist dies oft der richtigere Weg, der den Kindern eine entspannte Kindheit und eine glückliche Schulzeit ermöglicht. Ständiger Druck wirkt sich negativ auf die Lebensqualität aus, das gilt für Kinder noch mehr als für Erwachsene. Wenn ein Kind sich nur mühsam und durch ständigen Druck auf dem Gymnasium hält, kann dies das ganze Familienleben beeinträchtigen und sogar zu Partnerschaftsproblemen führen.

Wenn die Entscheidung schwer fällt

Wenn Sie selbst nicht zum Schluss kommen, ob nun das Gymnasium die richtige Schulform für Ihr Kind ist, sollten Sie sich an Fachleute wenden, die Sie bei der Entscheidungsfindung unterstützen können. Dies können zum einen die Lehrer in der Schule sein, zum anderen können auch Schulpsychologen, Elternberatungsstellen oder Beratungslehrer hinzugezogen werden. Besonders dann, wenn Ihr Kind in den einzelnen Fächern starke Schwankungen aufweist, ist der Übertritt aufs Gymnasium reiflich zu überlegen.

Thema: Gymnasium ja oder nein?

Hallöchen,
ich bin ganz neu hier und wollte gern mal die Meinungen der erfahreneren Muttis von Gymnasial- und Realschulkindern hören.
Meine Tochter ist in der 4. Klasse. Somit steht nun bald die Entscheidung an: Gymnasium oder Realschule. Meine Tochter möchte unbedingt auf das Gymnasium. Sie war bisher auch immer eine gute Schülerin gewesen – nur Einsen und Zweien aufm Zeugnis und das ohne großes Zutun. Nun, seit ein paar Monaten sind ihre Noten total durchwachsen, sodass sie sogar auch mal eine 4 und eine 5 mit nach Hause gebracht hat. Einsen muss ich im Moment bei ihr suchen.
In Deutsch, Sachkunde und Englisch war sie bisher wirklich gut, versteht es auch schnell und behält es. In Mathe hatte sie schon immer so ihre kleinen Problemchen, manches Mal die Aufgaben beim ersten Lesen zu verstehen (logisches Denken). Wenn ich es ihr dann erklärt habe, konnte sie es dann auch.
Ich muss dazu sagen, dass wir familiär einige Dinge zu verkraften hatten im letzten Jahr (Tod meines Bruders, Tod ihrer einen Omi, Krebserkrankung meiner Mutti…) und sie hat da auch sehr drunter gelitten.
Ich merke, dass sie momentan sehr unkonzentriert ist, voller Selbstzweifel irgendwas zu können und auch manchmal doll gereizt. Im Januar fahren wir auch zur Mutter-Kind-Kur um das Erlebte ein wenig besser verarbeiten zu können. Ich hoffe sehr, dass es ihr hilft.
Sie setzt sich glaube auch unbewusst selbst total unter Druck, weil sie eben unbedingt aufs Gymnasium möchte. Sie erzählte mir, dass sie total aufgeregt war bei der Klassenarbeit (wo sie die 5 bekam) und sich nicht konzentrieren konnte. Naja und anhand der Fehler konnte ich das auch bestätigen, denn es waren sehr viele Luschigkeitsfehler drin, wodurch sie sich die Punkte versaut hat.
Ich bin echt unsicher was wir tun sollen. Aufs Gymnasium schicken, weil sie es gern möchte, um dann evtl. festzustellen, dass sie es doch nicht packt? Auf die Realschule schicken, was sie eigentlich gar nicht möchte und schon gefrustet ist wenn ich nur eine Andeutung darüber mache?
Ich persönlich würde mich schon gern an ihr orientieren und ihr die Möglichkeit geben. Ich denke auch, dass sie im großen und ganzen das Potential dafür hätte und es schaffen kann. Mein Mann dagegen rechnet ihr momentan so gar keine Chancen aufm Gymmi aus, traut es ihr einfach nicht zu.
Bin echt ratlos was die richtige Entscheidung ist. Vielleicht gibt es hier ja Muttis deren Kinder in der 4. Klasse in Mathe und Deutsch auch recht mittelmäßig waren und die dennoch den Schritt aufs Gymnasium gewagt haben und es nicht bereut haben?!
Würde mich über Antworten freuen!

Matheaufgaben Klasse 4 für den Übergang aufs Gymnasium

Übungen Klasse 4 zur Wiederholung oder als Test fürs Gymnasium

Der komplette Stoff der Klasse 4 zusammengefasst in einem Übungsheft. Der Umfang zeigt schon, dass dieses Heft nicht für Übungen während eines ganzen Schuljahres Klasse 4 genutzt werden kann. Es wurde erstellt, um den Einstieg in Klasse 5 am Gymnasium zu erleichtern.

Das ideale Ferienheft für Klasse 5 oder als Wiederholungsheft Klasse 4 in den letzten Ferien vor dem Start am Gymnasium!

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Leseproben aus dem Übungsheft Klasse 4 – Einstieg Klasse 5

„Diese Aufgaben musst du können, egal, ob am Ende der Klasse 4 oder zu Beginn der Klasse 5! Das Heft habe ich extra für den Einstieg und als Test des Wissensstandes in der Klasse 5 konzipiert. Das Heft wird von mir erfolgreich in jeder 5. Klasse als Start für die ersten 1-2 Wochen eingesetzt. Für schwache Schüler eignet sich das Heft auch als Fördermaterial!“
Euer Mathefritz

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Übungsaufgaben Klasse 4/5 – Inhalt des Heftes

Kannst du den Stoff der Grundschule? In diesem Übungsheft findest du Aufgaben zu folgenden Themen:

  • schriftliche Addition
  • schriftliche Subtraktion
  • schriftliche Multiplikation
  • schriftliche Division
  • Textaufgaben zu den Grundrechenarten
  • Rechnen mit Zeiten, Längen, Gewichten und Euro/Cent
  • Aufgaben zur Geometrie: Parallel, Senkrecht, Körper, Symmetrien, Würfelbilder, Flächeninhalte, Rauminhalt

Das Heft deckt das Basiswissen für die Klasse 4 ab. Als umfangreicher Test über den Stoff werden alle Themen in Aufgaben behandelt aber nicht zu sehr vertieft.

Das Heft sollte am Ende der Klasse 4 oder als Start in die Klasse 5 durchgerechnet werden!

Tipp vom Mathelehrer Mathefritz und didaktische Hinweise:

„Dieses Heft eignet sich hervorragend am Ende der Klasse 4 oder zu Beginn der Klasse 5 als Übungsheft. Es zeigt sich gerade in Förderstunden, dass dieses Heft sehr gut eingesetzt werden kann. Je nach Bedarf können die betreffenden Themen in einer Stunde oder Übungseinheit behandelt werden!“

Dieses Heft entstand aus der Motivation heraus, für die neuen 5-Klässler ein gemeinsames Übungsheft zu erstellen, um die Kenntnisse aus der Grundschule zu testen. Während der Arbeit mit diesem Heft zeigt sich sehr gut, wer die Grundrechenarten und schriftlichen Rechenverfahren aus der 4. Klasse der Grundschule beherrscht. Manche Kinder können schon keine schriftliche Subtraktion mehr oder können nicht richtig schriftlich dividieren. Die Arbeitsblätter sind somit eine Wiederholung für 4-Klässler oder ein Test als Einstieg in Klasse 5.

Vom Umfang her ist das Heft nicht geeignet, die komplette Übungsphase in der 4. Klasse der Grundschule abzudecken. Hierzu sind die Grundschullehrer deutllich mehr gefordert und Eltern können mit diesem einen Heft nicht erwarten, alles aus Klasse 4 anzudecken.

Bei Fragen zu diesem Material stehe ich euch gerne zur Verfügung. Schreibt mir einfach eine Nachricht über meine Facebook-Seite.

Übungsaufgaben für die Klasse 4 – Das Video zum Heft

In einem kurzen Video stelle ich euch das Heft vor:

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Matheaufgaben Klasse 4 – Bilder und Musteraufgaben aus dem Heft

Für den Unterricht gibt es alle Aufgaben im Format DIN A4 als PDF Dokument.
Diese Aufgabenblätter können über ein Smartboard im Unterricht genutzt werden. Die Schülerinnnen und Schüler können dabei die Lösungen selbst eintragen und vorrechnen.

Deckblatt und Seite 2: Schriftliche Addition

Addiere 2 Zahlen, 3 zahlen, 4 Zahlen. Für Profis:
Erkenne fehlende Zahlen in den Summanden und finde das richtige Ergebnis!

Seite 3 und 4: Schriftliche Addition und Subtraktion

Schriftliche Addition in einer Reihe sowie zwei Rechenmauern zur Addition. Schriftliche Subtraktion von 1 Zahl, 2 Zahlen, 3 Zahlen von einer Zahl.

Subtraktion in einer Reihe

Subtraktion für Profis: Erkenne fehlende Ziffern und finde das richtige Ergebnis!

Seite 5 und 6:

Zahlenverständnis, Zehnersystem

Finde Vorgänger- und Nachfolgerzahl.

Finde Nachbarzehner, – hunderter, tausender.

Schreibe Zahlen als Wort und schreibe die Wörter als Zahl.

Seite 7 und 8: Zahlenverständnis, Anordnen von Zahlen: Größer, Kleiner und Gleich

Ordne Zahlen auf den Zahlenstrahl an: welche Zahlen sind markiert?

Welche Zahlen sind größer, kleiner oder gleich? Hierzu musst du manchmal auch erst etwas ausrechnen!

Seite 9 und 10: Schriftliche Multiplikation

Schriftliche Multiplikation mit einstelligen, zweistelligen, dreistelligen und vierstelligen Zahlen.

Finde die Umkehraufgabe und mache anschließend die Probe!

Seite 11 und 12: Textaufgaben und Schriftliche Division

Textaufgaben zur Multiplikation sowie schriftliche Division einmal ohne Rest und auch einmal mit Rest.

Seite 13 und 14: Textaufgaben und Schriftliche Division

Weitere Aufgaben zur schriftlichen Division und Textaufgaben zur Division. Notiere immer auch die Rechenaufgabe.

Seite 15 und 16: Überschlagsrechnungen und Rechnen mit Zeiten

Überschlagsrechnungen: finde das Ergebnis durch cleveres Nachdenken und nicht exaktes Ausrechnen!

Wir rechnen mit Zeiten – Textaufgaben

Seite 17 und 18: Rechnen mit Gewichten und Längenangaben

Wir rechnen Textaufgaben mit Gewichten und Längenangaben.

Seite 19 und 20: Rechnen mit Geld und Textaufgaben

Wir rechnen Textaufgaben zu Geld und lösen weitere Textaufgaben.

Seite 21 und 22: Geometrie: Formen und Körper, Parallel und Senkrecht

Kennst du diese geometrischen Formen und Körper?

Kennst du den Unterschied zwischen parallel und senkrecht?

Seite 23 und 24: Geometrie: der Kreis und Würfelbilder

Bei einem Kreis gibt es Mittelpunkt, Radius, Durchmesser und Kreislinie. Zeichne diese ein.

Zeichne Kreise mit den angegebenen Maßen.

Erkenne in Würfelbildern die Anzahl der dargestellten Würfel.

Zeichne selbst Würfelbilder 3-dimensional

Seite 25 und 26: Würfelnetze und Symmetrien

Welches sind Würfelnetze und welches sind keine Würfelnetze?

Kannst du Symmetrieachsen erkennen oder Spiegelbilder zeichnen?

Seite 27 und 28: Flächeninhalt und Rauminhalt, Lösungen

Flächeninhalt und Rauminhalt an einfachen Beispielen.

Auf Seite 28 beginnen die Lösungen.

Seite 29 und 32: Lösungen

Wo gibt es das Übungsheft zu kaufen?

Für den Unterricht gibt es alle Aufgaben im Format DIN A4 als PDF Dokument mit unserem online Zugang!

Als Heft im Buchhandel:

Übungsheft Format: DIN A4

Umfang: 32 Seiten mit Lösungen

Nur 3,95 € überall im Buchhandel oder unserem Shop: www.mathefritz-shop.de

ISBN-Nummer: 9783941868182

Jede Buchhandlung sollte das Buch in 1-2 Tagen besorgen können!

Fit in Test und Klassenarbeit – Mathematik 5./6. Klasse Gymnasium

Produktbeschreibung Fit für deinen nächsten Test oder deine nächste Klassenarbeit!
Hast du manchmal Bammel vor deinem nächsten Test oder der nächsten Klassenarbeit?
Mit diesem Arbeitsheft im praktischen DIN-A4-Format hast du die Möglichkeit, dich gezielt auf deinen nächsten Test vorzubereiten und so deine Note zu verbessern.
Die Tests und Klassenarbeiten decken maßgeschneidert alle Anforderungen des Mathematik-Lehrplans bzw. der Bildungsstandards ab und zeigen dir, was bei deiner nächsten Prüfung drankommen könnte.
Durch eine Zeitvorgabe und ein Punktesystem mit Notenschlüssel übst du wie unter Realbedingungen in der Schule. So gewinnst du ganz bestimmt mehr Sicherheit für deine nächste Prüfung!
Nachvollziehbare ausführliche Lösungen (zum Heraustrennen) helfen dir, deine Fehler aufzuspüren und dich zu verbessern.
Folgende Themenbereiche werden u. a. behandelt:
– Addition und Subtraktion (natürlicher, ganzer und rationaler Zahlen, Bruchzahlen)
– Multiplikation und Division (natürlicher, ganzer und rationaler Zahlen, Bruchzahlen)
– geometrische Grundbegriffe
– Größen und Einheiten
– Flächen und Flächenmessung
– Flächeninhalt von Dreiecken und Vierecken
– Körper und ihr Volumen
– Prozentrechnung, Schlussrechnung und Diagramme

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