Kann ein mensch von einem tier schwanger werden

Wunderliche Geschichte: Frau behauptet, sie sei im 17. Monat schwanger – dann wird sie untersucht

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Haustiere und Schwangerschaft

Wird eine Haustier-Halterin schwanger, kommen auch die Befürchtungen. Muss man das Tier nun abgeben? Darf man fremde Tiere noch streicheln? Welche Krankheiten können Haustiere übertragen, die dem Ungeborenen schaden können?

Nach Meinung der Fachleute müssen Schwangere den Umgang mit Tieren nicht meiden. Es sollten aber allgemeine Hygiene-Regeln eingehalten werden. Werden die Hygiene-Massnahmen vernachlässigt, können Haustiere tatsächlich Krankheiten übertragen.

  • Hunde und Katzen können Band- und Spulwürmer sowie Toxoplasmose übertragen. Toxoplasmose ist eine Infektion, die grippeähnliche Symptome hervorruft und eine lebenslange Immunität hinterlässt. Hat eine Frau bereits vor Beginn einer Schwangerschaft ausreichend Antikörper gegen den Erreger, ist auch das ungeborene Baby geschützt. Infiziert sich eine Schwangere zum ersten Mal, kann es zu einer Fehlgeburt oder schweren Fehlbildungen beim Kind kommen. Vor allem über Berührung von Ausscheidungen der Katze können die Erreger in den menschlichen Körper gelangen. Schwangere sollten deshalb entweder die Finger vom Katzenklo lassen – oder für das Reinigen Einmalhandschuhe tragen.
  • Schlangen, Schildkröten oder Leguane gehören in ein Terrarium. Schwangere sollten mit Reptilien besonders vorsichtig sein. Wo Speisen eingenommen werden, haben Tiere und Terrarium nichts zu suchen. Ausserdem sollte man den Familienstaubsauger niemals zum Reinigen des Terrariums benutzen.
  • Wellensittiche oder Papageien können Salmonellen übertragen. Ausserdem können alle Vögel auch die Papageienkrankheit übertragen. Sie ruft beim Menschen grippeähnliche Symptome hervor und wird über den Kot der Tiere übertragen. Ist er eingetrocknet, können sich Menschen auch über den Staub auf dem Luftweg anstecken. Schwangere solltn den Käfig deshalb nicht säubern – zumindest aber Mundschutz und Einmalhandschuhe tragen.
  • Hamster, Mäuse oder Meerschweinchen können durch Speichel, Urin oder Kot eine LCM (Lymphozytäre Choriomeningitis), eine Gehirnhautentzündung, übertragen. Bei Schwangeren kann dies zu einer Frühgeburt und/oder Organ-Fehlbildungen beim Ungeborenen führen. Auch Hautkrankheiten wie die Kryptokokkose werden durch Nagetiere übertragen, hier sind Schwangere allerdings nicht mehr gefährdet als jeder andere. Die Tierkäfige sollten jedoch grundsätzlich von anderen Familienmitgliedern versorgt werden.
  • Aquarium und Fische: Im Wasser kann das so genannte Mycobakterium marinum, auch genannt Schwimmbadgranulom, vorhanden sein. Hat man kleinste Verletzungen an Hand oder Finger und kommt mit dem infizierten Wasser in Berührung, können sich entzündliche Knötchen bilden. Schwangere sollten den Wasserwechsel möglichst anderen überlassen.
  • Pferde: Beim Umgang mit Pferden und beim Reiten besteht ein hohes Verletzungsrisiko. Die Tiere können scheuen, ausschlagen oder durchgehen und die Reiterin abwerfen oder treten. Experten empfehlen, in der Schwangerschaft besonders vorsichtig mit Pferden zu sein und möglichst sogar einen grossen Bogen um sie zu machen.

Häufige Fragen zum Thema

Ich bin schwanger. Muss ich jetzt meine Katze abgeben?

Die Wahrscheinlichkeit einer Toxoplasmose-Übertragung ist umso grösser, je jünger die Katze ist und je mehr sie herumstreunen darf. Ältere Katzen, die nur in der Wohnung leben und nur Fertigfutter bekommen, übertragen fast nie Toxoplasmose. Grundsätzlich ist die Gefahr, sich über eine Hauskatze mit…

vollständige Antwort lesen Gibt es Krankheiten, die von Haustieren übertragen werden und für Schwangere gefährlich sind?

Katzen können über ihren Kot Toxoplasmose auf Menschen übertragen, und eine Erstinfektion der Schwangeren kann beim ungeborenen Kind schwere Schäden verursachen. Wenn Sie eine Katze haben, sollten Sie nachsehen lassen, ob Sie schon immun sind. Falls nicht, sollten Sie das Katzenklo täglich und nur…

vollständige Antwort lesen Nehmen Haustiere auf Babys immer Rücksicht?

Nein. Den vielzitierten Welpenschutz gibt es eigentlich gar nicht, höchstens eine etwas höhere Toleranzschwelle gegenüber den Tierbabys. Das kann man aber nicht einfach auf Menschenbabys übertragen.

Im Gegenteil: Wenn ein Kind vor einem Hund davonläuft, kann das erst recht seinen Jagdinstinkt…

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Letzte Aktualisierung : 26-01-17, BH

Elefanten: Rätsel um längste Schwangerschaft der Welt gelöst

(idw) Forscher(innen) des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) haben herausgefunden, wie die längste Schwangerschaft der Welt bei Elefanten gesteuert und reguliert wird und berichten darüber in den „Proceedings of the Royal Society B“. Die Embryonal- und Fetalentwicklung der grauen Riesen dauert bis zu 680 Tage. Die Trächtigkeitsdauer ist somit länger als bei jedem anderen Säugetier.

Elefanten gebären nur ein Jungtier. Ein neugeborenes Kalb wiegt im Verhältnis zur Mutter, die rund drei Tonnen auf die Waage bringt, gerade einmal einhundert Kilo. Das entspricht ca. drei bis vier Prozent der Körpermasse eines erwachsenen Elefanten. Warum ist die Trächtigkeitsperiode so enorm lang und wie erhält eine Elefantenkuh diese über einen fast zweijährigen Zeitraum?

Die IZW-Forscher(innen) konnten mithilfe von Ultraschalluntersuchungen und Hormonmessungen an trainierten trächtigen Elefantenkühen zeigen, dass vor jedem Eisprung, also dem Freisetzen des reifen Follikels, bereits Hilfsgelbkörper an den Eierstöcken angelegt werden. Der Gelbkörper produziert Gestagene, die für den Erhalt einer Trächtigkeit wichtig sind. Normalerweise entsteht der Gelbkörper nur dort, wo der Eisprung stattgefunden hat.

Bei Elefanten reift pro Zyklus nur ein Follikel bis zum Eisprung heran, die Eierstöcke zeigen aber dennoch bis zu zwölf Gelbkörper. Die Hilfsgelbkörper bilden sich durch eine zusätzliche Freisetzung des luteinisierenden Hormons (LH-Peak), wodurch sich mehrere kleine Follikel in Gelbkörper umwandeln, ohne dass es vorher zum Eisprung gekommen war. Ein zweiter LH-Peak löst dann etwa zwanzig Tage später den Eisprung aus. Damit realisieren Elefantenkühe die Versorgung mit den trächtigkeitserhaltenen Gestagenen, wie Progesteron und dessen Metaboliten. Das Set aus einem ovulatorischen Gelbkörper und bis zu elf weiteren Hilfsgelbkörpern bleibt in Größe und Durchblutung bis zum Ende der Trächtigkeit konstant erhalten. Da die Plazenta keine Steroidhormone produziert, kann aufgrund der Ultraschallergebnisse angenommen werden, dass die Ausbildung der multiplen Gelbkörper die Hauptquelle für Gestagene ist.

Elefanten gelten als hochentwickelte Tiere, mit komplexen Sozialstrukturen. Sie sind unsere größten Landsäugetiere, die mit bis zu 65 Jahren äußerst langlebig sind. Die lange Trächtigkeit könnte das Resultat aus mehreren Faktoren sein. Der Transport von Nährstoffen durch die Plazenta und ein langsamer Stoffwechsel sind relevant für die Geschwindigkeit der Fetalentwicklung. Am Bedeutendsten für die lange Tragzeit erscheint jedoch die Gehirnentwicklung. Elefantenkälber sind bei der Geburt bereits voll entwickelt und können ihren Rüssel schon früh gezielt einsetzen. Sehr junge Kälber sind daher fähig, mit der Herde mit zu ziehen. Diese Kompetenzen könnten eine lange intrauterine Entwicklung erfordern und somit einen ausgefeilten und im Vergleich zu bisher studierten Säugetieren einzigartigen Mechanismus zum Erhalt der Trächtigkeit bewirkt haben.

Wie ziehen Elefanten ihre Jungen auf?

Die Geburt eines Elefantenkindes ist etwas ganz Besonderes in der Herde. Kurz bevor das Junge zur Welt kommt, sucht das trächtige Elefantenweibchen ein geeignete Stelle für die Geburt. Schließlich soll das Kleine weich fallen, wenn sie es im Stehen zur Welt bringt.

Babyelefanten genießen den besonderen Schutz der Herde. Neben der Mutter passen auch viele „Tanten“ auf, dass das Kleine wächst und gedeiht.Quelle © Marek Velechowsky,

Schon die Tragzeit einer Elefantenkuh ist etwas Besonderes. 22 Monate dauert es bis das Junge zur Welt kommt. Länger als bei jedem anderen Säugetier. Bei der Geburt ist keine Elefantenkuh allein. Während der Geburt bilden die andern Tiere einen schützenden Kreis. Ein erfahrenes Weibchen hilft der Mutter als eine Art Hebamme. Sie befreit das Elefantenbaby aus der Fruchtblase, wenn es aus dem Mutterleib herausgepurzelt ist. Freudig begrüßen die Elefanten ihren Nachwuchs indem sie es berühren, beschnuppern und leise brummen.

Milch bis zum dritten Lebensjahr

Bereits kurz nach der Geburt versucht das Junge auf seinen Beinen zu stehen. Nach etwa zwei Tagen ist es kräftig genug sich der Herde anzuschließen. In den ersten Jahren saugt das Junge jeden Tag etwa zehn Liter Milch bei seiner Mutter. Mit zwei Jahren hat es gelernt Grünzeug zu fressen, doch meist dauert es noch einmal drei Jahre bis es gar keine Milch mehr trinkt.

Schutz durch die Großfamilie

In der ersten Zeit bleibt das Junge nah bei seiner Mutter, die es umsorgt. Doch zum Glück muss die Mutter nicht allein auf das Kleine achten. Denn bei der Erziehung hilft die ganze Herde mit, wie in einer Großfamilie. Vor allem die Weibchen, die keinen eigenen Nachwuchs haben, unterstützen die Mutter. Wenn Gefahr droht, bildet die Herde einen schützenden Kreis um Babys und Jungtiere, so kann ihnen nichts passieren.

Mit 12 Jahren erwachsen

Mit fünf werden die Jungtiere etwas selbständiger. Nun sucht das Jungtier sein Futter selbst und lernt von der Herde alles, was es zum Leben braucht. Erst mit etwa 12 bis 13 Jahren sind die Jungtiere erwachsen. Die Weibchen können jetzt selbst Mutter werden, die Jungbullen verlassen die Herde und beginnen mit ihrer Wanderung.

Noch mehr Spannendes zum Thema erfährst du in WAS IST WAS Band 86 Elefanten. Die grauen Riesen

Elefant

Afrikanischer Elefant (Loxodonta africana)

Die Elefanten sind eine Familie in der Ordnung der Rüsseltiere (Proboscidea) in der Klasse der Säugetiere. Es gibt drei Unterfamilien:

  • Erste Elefanten (Primelephantina) mit der Gattung Primelephas
  • Afrikanische Elefanten (Loxodontina) mit der Gattung Loxodonta
  • Eurasische Elefanten (Elephantina) mit den Gattungen Mammuthus und Elephas

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Übersicht
  • 2 Afrikanischer Elefant
  • 3 Afrikanischer Waldelefant
  • 4 Asiatischer Elefant

Übersicht

Die Elefanten nahmen innerhalb der Rüsseltiere vor ca. 7 Millionen Jahren einen eigenen Weg. Dieser war offensichtlich (aus Sicht der Evolution) erfolgreicher als der Weg der direkten Verwandten (Gomphotherium, Mastodon), die zum Ende der Altsteinzeit bereits ausgestorben waren.

Die Unterfamilie Primelephantina hat nur wenige Arten hervorgebracht, die in Nordafrika und Europa lebten. Bekannt sind heute nur die Arten Primelephas gomphotheroides und Primelephas korotorensis, die beide sowohl am Oberkiefer als auch am Unterkiefer Stoßzähne hatte. Beide Arten sind seit über 5 Millionen Jahren ausgestorben.

Die Unterfamilie Loxodontina hat zwei Arten hervorgebracht, die ausschließlich in Afrika leben. Das ist zum einen der Afrikanische Elefant (Loxodonta africana), zum anderen der Waldelefant (Loxodonta cyclotis).

Die Unterfamilie (Elephantina) spaltete sich 4 Millionen Jahren in die Gattung Mammut (Mammuthus) und Asiatische Elefanten (Elephas). Während bei den vielen Mammut-Arten das letzte (Mammuthus primigenius wrangeliensis) bereits vor 3.700 Jahren ausgestorben ist, konnte sich eine Art der Gattung Elephas bis in die heutige Zeit behaupten: der Asiatische Elefant (Elephas maximus). Die zahlreichen anderen Arten, die in Afrika, Europa und Asien beheimatet waren, starben nach und nach aus. Der letzte lebende Verwandte war der Zyprische Zwergelefant (Elephas cypriotes), der vor ca. 11.000 Jahren verschwand.

Afrikanischer Elefant

Afrikanischer Elefant (Loxodonta africana)
auf Äquatorialafrikanische Staaten: P-3b, 100 FrancsAfrikanischer Elefant (Loxodonta africana)
auf Äthiopien P-10, 100 Thalers

Bis vor kurzem hielt man alle afrikanischen Elefanten für eine einzige Art. Von dieser Meinung ist man am Ende des 20. Jahrhunderts abgekommen, nachdem man das Erbgut von Steppen- und Waldelefanten untersucht hat. Landläufig werden unter der Sammelbezeichnung Afrikanischer Elefant nur noch der Buschelefant (Loxodonta africana africana) und der Steppenelefant (Loxodonta africana oxyotis) zusammengefasst. Bei beiden Unterarten werden die Bullen etwa 3,20 Meter hoch und 5 Tonnen schwer, die Weibchen werden ca. 2,50 Meter hoch und nur knapp 3 Tonnen schwer. Der Afrikanische Elefant ist damit das größte lebende Landtier. Der Nachwuchs kommt nach einer Tragezeit von 22 Monaten zur Welt und wiegt bei der Geburt ca. 100 kg. Schon nach einer halben Stunde können die Jungen stehen. Die Elefanten ernähren sich von Gras, Früchten und allem was die Tiere von Bäumen zu fassen bekommen. Bei nicht allzu dicken Bäumen bleibt nach einer Elefanten-Mahlzeit nichts mehr übrig – weder der Stamm, noch die Wurzel. Dazu brauchen sie pro Tag mindestens 100 Liter Wasser. Bei Afrikanischen Elefanten haben auch die Weibchen Stoßzähne, bei den Bullen sind sie allerdings deutlich größer und wachsen schneller. Die Ohren, die hauptsächlich für die Kühlung der Tiere sorgen, werden bis zu 2 Meter lang. Ihr Lebensraum sind die Steppen südlich der Sahara bis hinunter nach Südafrika. In freier Wildbahn sind die Elefanten in Afrika allerdings so gut wie nicht mehr anzutreffen. Fast alle leben heute in Reservaten und Parks um sie vor Wilderei (wegen der Stoßzähne) zu schützen. Seit 1989 ist der Handel mit Elfenbein stark eingeschränkt worden. Natürliche Feinde haben die Elefanten nur in jungen Jahren, bis zu einem Alter von zehn Jahren können sie Opfer von Raubkatzen werden.

Afrikanischer Waldelefant

Der Waldelefant (Loxodonta cyclotis) ist erst seit Ende des 20. Jahrhunderts eine eigene Art. Zuvor hatte man ihn als Zwergform des Buschelefanten gehalten. Bei dieser Art werden die Bullen etwa 2,40 Meter hoch und 4 bis 5 Tonnen schwer, die Weibchen sind etwas kleiner. Der Waldelefant ist damit das drittgrößte lebende Landtier. Die Waldelefanten ernähren sich von Früchten, Blättern, Zweigen und Baumrinde. Die Stoßzähne zeigen nicht, wie bei anderen Elefantenarten, nach oben, sondern sind nach unten gekrümmt und sind deutlich kleiner als die Stoßzähne ihrer afrikanischen Verwandten. Auch die Ohren sind runder und kleiner. Ihr Lebensraum sind die Regenwälder in Wetafrika und das Kongobecken. Die Elefanten fallen oftmals Baumfällertrupps zum Opfer, die sie auf ihren Holztransportern abtransportieren und Fleisch und Stoßzähne verkaufen. Natürliche Feinde haben die Waldelefanten so gut wie nicht.

Asiatischer Elefant

Asiatischer Elefant (Elephas maximus)
auf Burma: P-36, 10 KyatsAsiatischer Elefant (Elephas maximus)
auf Französisch-Indochina: P-85b, 10 CentsFranzösisch Indochina, P-98 (Vorderseite)

Wenn man vom Asiatischen Elefant spricht, meint man in der Regel den am weitesten verbreiteten Indischen Elefant. Insgesamt umfasst die Art vier lebende Unterarten, von denen alle, bis auf den Indischen Elefanten, vom Aussterben bedroht sind.

  • Indischer Elefant (Elephas maximus indicus)
  • Ceylon-Elefant (Elephas maximus maximus)
  • Sumatra-Elefant (Elephas maximus sumatrensis)
  • Borneo-Zwergelefant (Elephas maximus borneensis)

Der Asiatische Elefant kommt ursprünglich aus Afrika, ist aber vor mehr als 2 Millionen Jahren nach Europa und Asien eingewandert. Die wenigen in Afrika verbliebenen Arten starben nach und nach aus. So ist der letzte Elefant der Gattung Elephas, der in Nordafrika lebte, bereits vor 35.000 Jahren ausgestorben. Bei den Indischen Elefanten werden die Bullen etwa 3 Meter hoch und 5 Tonnen schwer, die Weibchen sind nur unwesentlich kleiner, wiegen aber nur knapp 3 Tonnen. Der Asiatische Elefant ist damit das zweitgrößte lebende Landtier. Der Nachwuchs kommt nach einer Tragezeit von 21 Monaten zur Welt und wiegt bei der Geburt ca. 100 kg. Innerhalb einer Stunde können die Jungen stehen und laufen. Junge Elefanten können ab einem Alter von einem halben Jahr selbsttätig fressen und sind mit etwa 15 Jahren erwachsen. Asiatische Elefanten ernähren sich von Gras, Blättern, Zweigen und Baumrinde, aber auch vor Reiskulturen machen sie nicht halt. Erwachsene Tiere fressen pro Tag mindestens 150 kg Nahrung. Bei allen asiatischen Elefantenarten haben nur die Bullen Stoßzähne. Die Ohren sind deutlich kleiner als die der afrikanischen Verwandten. Der natürlicher Lebensraum des Indischen Elefanten sind die Wälder und waldnahe Graslandschaften in Indien und den angrenzenden Ländern bis hinunter nach Vietnam. Alle andern Arten kommen nur noch in geringer Stückzahl auf den Inseln vor, die ihnen den Namen gaben, und sind streng geschützt. In freier Wildbahn sind Indische Elefanten Herdentiere, doch sind sie nur noch selten anzutreffen. Fast alle leben heute in Reservaten und Parks oder sie wurden gezähmt und dienen als Arbeitstiere. Das Zähmen von Indischen Elefanten geht zurück bis in die frühe Bronzezeit und ist in asiatischen Ländern weit verbreitet. Elefanten sind in asiatischen Kulturen Symbole von Weisheit und sind berühmt für ihr außerordentliches Gedächtnis. Die Lebenserwartung liegt bei etwa 60 Jahren.

  • Der Asiatische Elefant oder Elephas maximus beschreibt eine vier Unterarten umfassende Elefantenart.
  • Oft wird er auch als Indischer Elefant bezeichnet, dieser Name beschreibt jedoch lediglich eine Unterart. Neben dem Indischen Elefanten sind auch der Sumatra-Elefant, der Sri-Lanka-Elefant und der Borneo-Zwergelefant Vertreter dieser Art.
  • Der Asiatische Elefant ist je nach Unterart in Indien, China, Sri Lanka, Nepal, Bhutan und Bangladesch sowie in Thailand, Myanmar, Vietnam, Kambodscha, Laos, Malaysia und Indonesien beheimatet. In vielen Ländern Asiens ist er bereits ausgestorben.
  • Er besiedelt tropische Regenwälder ebenso wie offene Graslandschaften. Da er vom Menschen zunehmend verdrängt wird, ist er heute jedoch fast nur mehr in dichten Wäldern anzutreffen.
  • Der Asiatische Elefant ist von seinem afrikanischen Verwandten durch die kleinen Ohren gut zu unterscheiden. Außerdem ist er mit einer Schulterhöhe von drei Metern auch etwas kleiner als der Afrikanische Elefant.
  • Kühe wiegen etwa 2,7 Tonnen, Bullen können mitunter vier Tonnen auf die Waage bringen.
  • Im Gegensatz zum Afrikanischen Elefanten besitzen beim Asiatischen Elefanten nur die Bullen Stoßzähne.
  • Der Asiatische Elefant ist dämmerungs- und nachtaktiv und muss auf seinen nächtlichen Streifzügen etwa 150 Kilogramm an Nahrung zu sich nehmen.
  • Er ernährt sich von Baumrinden, Zweigen, Blättern und Gräsern.
  • Die Kühe und ihre Jungtiere schließen sich zu Herden zusammen, die von der Leitkuh, dem ältesten Weibchen geführt werden und maximal dreißig Individuen umfassen.
  • Die Bullen schließen sich den Herden nur an, um sich mit Weibchen zu paaren. Konkurrierende Bullen verhalten sich in der Regel friedlich.
  • Nach einer Tragzeit von etwa 21 Monaten bringt die Kuh ein Kalb zur Welt, das bis ins zweite Lebensjahr gesäugt wird, obwohl es bereits im Alter von sechs Monaten feste Nahrung aufzunehmen beginnt.
  • Die Lebenserwartung wildlebender Asiatischer Elefanten beträgt etwa sechzig bis siebzig Jahre. In Gefangenschaft können sie sogar weit über achtzig Jahre alt werden.
  • Da viele Asiatische Elefanten in ihren Heimatländern in menschlicher Obhut leben, kam es zu einer Vermischung der einzelnen Unterarten.

Wie lange sind Rind, Schwein und Schaf schwanger?

Ferkel saugen an der Muttersau
Quelle: James Copeland – Fotolia.com

Die Tragezeit beim Rind dauert durchschnittlich 280 Tage und ist damit nur wenig länger als die des Menschen (im Mittel 266 Tage). Bei Schweinen ist die Tragezeit schon erheblich kürzer: Gemäß der einfachen Formel: drei Monate, drei Wochen, drei Tage kommen Hausschweine im Durchschnitt auf eine Tragezeit von 114 Tagen. Schafe tragen etwa fünf Monate (im Schnitt 150 Tage).

Wann werden die Jungtiere von ihren Müttern getrennt?

Wann die Jungtiere von ihren Müttern getrennt werden, hängt in der Regel von der Haltungsform ab. Kälber von Milchkühen werden meist sofort nach dem Abkalben oder nach kurzer Zeit von der Kuh getrennt, da man ja die Milch verkaufen will. Außerdem entwickelt sich auf diese Weise keine enge Beziehung zwischen Kuh und Kalb. In der Fleischrinderhaltung bleiben die Kälber lange bei den Müttern, denn hier geht es nicht um die Milchgewinnung. Sie werden ganz unterschiedlich – je nach Kalbezeitpunkt – mit sechs bis zehn Monaten von der Mutter getrennt.

Milchproduktion

Kühe erzeugen wie alle Säugetiere, nur dann Milch, wenn sie Nachkommen zur Welt gebracht haben. Sie sind wie Menschen neun Monate lang schwanger und haben einen ähnlichen drei- bis fünfwöchigen sogenannten Brunstzyklus, der dem Menstruationszyklus entspricht.

Aber Milchkühe werden nicht als Lebewesen begriffen, deren Bedürfnisse zählen oder denen der Menschen ähnlich wären, sondern als Produktionseinheiten. Damit sie für die Industrie nutzbar sind, unterliegen sie einem lebenslangem Kreislauf von Trächtigkeit und Laktation. Ab dem zweiten Lebensjahr beginnt für die Kühe die Dauerschwangerschaft. Sie werden jedes Jahr künstlich befruchtet und sind fast ununterbrochen schwanger, damit sie ununterbrochen Milch erzeugen (1).

Haben sie neun Monate Schwangerschaft hinter sich, gebären sie. Die Kälber werden ihnen kurz nach der Geburt weggenommen, was für die sozialen und sensiblen Tiere immer traumatisch ist. Die Kinder dürfen nicht die Milch ihrer Mütter trinken, da ihre Verdauungsorgane nicht auf den hohen angezüchteten Milchfettgehalt der Mütter eingerichtet sind und das Infektionsrisiko zu hoch wäre. Zudem könnte die Milchleistung der Mutterkühe nachlassen und eine erfolgreiche „Anschlussbesamung“ verzögert werden.

Die Kühe werden vom Zeitpunkt nach der Geburt bis wenige Wochen vor der nächsten zweimal täglich an die Melkmaschine angeschlossen. Da die Kuhzitzen empfindlich sind, kann die Melkprozedur im automatisierten Milchbetrieb, in der die Melkmaschinen auch unprofessionell oder zu schnell angelegt werden, oft unter Schmerzen ablaufen.

Ein paar Wochen nach der Geburt werden sie erneut geschwängert, damit sie, wenn ihre Milchleistung abnehmen würde, erneut gebären und in eine neue Laktationsphase eintreten (2).

Würden die Mutterkühe nicht kurz nach der Geburt wieder befruchtet, wären sie nach Ende ihrer Laktationsperiode wirtschaftlich nicht mehr nutzbar.

Mittlerweile konnte die Laktationszeit von etwa ursprünglich sechs Monaten auf 10 bis 11 Monate ausgedehnt werden. Daher kann davon ausgegangen werden, dass etwa die Hälfte der heute ermolkenen Milch von schwangeren Kühen stammt.

Wenn eine Anschlussbefruchtung funktioniert, ist eine Kuh etwa 75 Prozent ihrer Laktationszeit schwanger (3).

Um einen Liter Milch zu erzeugen, durchfließen das Euter über 500 Liter Blut (4). Die benötigten Nährstoffe für diese enormen Stoffwechselumsätze können selbst durch Kraftfutter nicht geliefert werden, weshalb diese den Körpern der Tiere kontinuierlich entzogen werden. Die damit einhergehende Pansenübersäuerung und anderer Stoffwechselstörungen sowie der Verlust von Kalzium laugt die Kühe daher zusätzlich in wenigen Jahren total aus. Denn dass sie in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Milch erzeugen ist die Grundlage des Profits für die Milcherzeuger_innen. Obwohl Antibiotika auch illegal als Leistungsverstärker eingesetzt wird, lässt die Milchleistung nach wenigen Laktationsphasen nach.

Durch die Haltung, Mangelernährung und die Überbeanspruchung von permanenter Schwangerschaft und Milchproduktion sind die meisten Kühe nach fünf Jahren so „verbraucht“, dass sie „wertlos“ geworden sind.

Da sie dann nicht mehr genug Milch einbringen, um profitabel genug zu sein, werden sie meist in diesem jungen Alter geschlachtet. Eine Kuh, die während ihrer ersten Laktationsphase keine 7.000 Kilogramm Milch gibt, landet anschließend gleich im Schlachthaus, da ihre zukünftige Milchleistung zu gering wäre (5). Ihre natürliche Lebenserwartung läge bei 15 bis 30 Jahren.

1 Maria Rollinger: Milch besser nicht, Erfurt 2004, S. 93.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife tritt bei weiblichen Rindern mit acht bis zehn und bei männlichen Rindern mit neun bis elf Monaten ein. Die Zuchtreife erreichen die weiblichen Tiere mit 18 bis 24 und die Bullen mit etwa 15 Monaten. Rinder tragen im Durchschnitt 280 Tage.

Ein wesentliches Merkmal des Sexualverhaltens ist das gegenseitige Bespringen von brünstigen Kühen. Dies ist eine wichtige und offensichtliche Information für den Bullen, aber auch für den Tierhalter.

  • 70 Prozent der aufspringenden Kühe und 90 Prozent der besprungenen Kühe sind brünstig (auch vom Brunststadium abhängig).
  • Ranghöhere Kühe bespringen öfter, wobei Nichtbrünstige vermehrt auf rangtiefere Brünstige aufspringen, während Brünstige vermehrt auf ranghöhere Nichtbrünstige aufreiten.
  • In der Hochbrunst werden Aufsprünge geduldet.
  • Anzahl des Bespringens während einer Brunst liegt bei fünfzig bis sechzig Mal, aber bei einem Viertel der Fälle sind es weniger als dreißig Mal.

Geburtsverhalten der Kuh

  • Sechs Wochen vor der Geburt ist die Aggressivität stark vermindert. Es finden keine Auseinandersetzung mehr mit Herdenmitgliedern statt, die Kühe fressen alleine.
  • Zwei Wochen vor der Geburt ist bereits eine leicht beginnende Unruhe festzustellen, Auflockerung des Bindegewebes und der Beckenbänder (Erschlaffen 24 bis 48 Stunden vor der Geburt), Anschwellen des Euters und der Vulva.
  • Vor der Geburt sondert sich die Kuh von der Herde ab.
  • Zwei Drittel der Geburten fallen in die Nachtzeit.

Entwicklung des Kalbes

  • Nach der Geburt reißt die Nabelschnur und die Atmung setzt ein.
  • Durch Lecken der Kuh im Anogenitalbereich des Kalbes wird das Koten und Harnen gefördert.
  • Kälber stehen nach etwa 30 Minuten auf (Bullenkälber brauchen teilweise etwas länger).
  • Die Eutersuche erfolgt so lange, bis zufällig eine Zitze ins Maul genommen wird.
  • Rinder sind Ableger-Typen, das heißt die Kälber folgen nach der Geburt nicht der Mutter, sondern bleiben in der Regel abseits der Herde im Schutz des hohen Grases liegen. Ausnahmen sind möglich.
  • In den ersten Tagen erkunden die Kälber ihre Umgebung (Rennen mit wilden Bocksprüngen).
  • Anschluss an eine Jungtiergruppe erfolgt erst nach einigen Tagen.
  • Anfangs fallen die Kälber häufig in einen Tiefschlaf in absoluter Seitenlage.
  • Die Kälber liegen in den ersten fünf Lebenswochen bis zu 90 Prozent der Zeit. In der 21. bis 25. Lebenswoche liegen sie noch 70 bis 75 Prozent der Zeit.
  • Ab der zweiten Lebenswoche nehmen die Kälber Wasser- und vereinzelt Grünfutter auf.
  • Erst mit sechs bis sieben Monaten beginnen Rangkämpfe, aber ohne Ausbildung einer Rangordnung.
  • Nach acht bis zwölf Monaten findet ein natürliches Absetzen statt (bei weiblichen Kälbern etwas früher).
  • Mit Ausbildung des Pansens ruhen die Kälber seltener in Seitenlage.

Zur Stalleinrichtung gehört die Abkalbebucht. Sie bietet der Kuh die notwendige Ruhe vor und bei der Geburt (kein Aufjagen durch andere Tiere) und fördert zudem die Konzentration der Kuh auf die Geburt und das Kalb. Sie sollte der Kuh genügend Platz zur Bewegung, ebenso für die Geburtshilfe bieten.

Anforderungen an eine Abkalbebucht

  • Ausreichendes Platzangebot (mindestens zwölf Quadratmeter pro Tier – günstig wären vier mal vier Meter; bei Gruppenabkalbung acht bis neun Quadratmeter pro Tier).
  • Box sollte sich in der Nähe der Herde befinden und Sichtkontakt zur Herde gewährleisten.
  • Der Boden sollte gut eingestreut sein.
  • Zugluft muss unbedingt vermieden werden.
  • Die Bucht sollte hell und gut zugänglich sein.
  • Ein Warm- und Kaltwasseranschluss sollte vorhanden sein.

Herdenmanagement: Nach Beginn der Geburt sollte kein Ortswechsel mehr erfolgen. Dadurch würde es zur unnötigen Beunruhigung der Kuh kommen und unter Umständen zu nachfolgender Wehenschwäche. Für gewöhnlich wird das Kalb schon recht früh vom Muttertier getrennt. Eine nicht sofortige Trennung des Kalbes von der Kuh hat aber gewisse Vorteile:

  • Belecken des Kalbes dient der Stimulation des Kalbes und der Kuh (weniger Nachgeburtsverhalten).
  • Optimale Kolostrumaufnahme und damit Nährstoffversorgung
  • Bessere Immunabwehr beim Kalb durch ausreichende Kolostrumaufnahme.
Wie lange dauert der Zyklus einer Elefantenkuh?

Der Oestruszyklus einer Elefantenkuh dauert 3-4 Monate. D.h. eine Elefantenkuh ist pro Jahr nur etwa 3- bis 4-mal bereit vom Bullen gedeckt zu werden. Dies ist sehr wenig und macht es umso schwerer in Zoos erfolgreich Elefanten zu züchten.

Gibt es äussere Anzeichen?

Die Elefantenkuh zeigt keine äusseren Anzeichen die auf einen Oestrus hinweisen. Darum ist es wichtig, dass sich die Elefantenkühe und der Bulle täglich für einige Stunden frei treffen können.

Wie oft wird die Elefantenkuh vom Bullen gedeckt?

Wenn die Elefantenkuh ihren Oestrus hat, wird sie vom Bullen während 3-4 Tagen täglich gedeckt. In einem Zoo sollte der Bulle aber nur dann zu den Kühen gelassen werden, wenn er nicht in Musth ist, da er sich sonst unberechenbar benehmen kann.

Maxie und Zella

Idealerweise wird der Elefantenbulle in das Kuhgehege gelassen und die Paarung findet in Anwesenheit der ganzen Familiengruppe statt. Die Paarung ist ein natürlicher Vorgang welcher die ganze Elefantengruppe beschäftigt.

Können Elefanten auch künstlich besamt werden?

Seit einigen Jahren besteht die umstrittene Möglichkeit, Elefanten künstlich zu besamen.
Die künstliche Besamung entspricht aber in keiner Weise einer artgerechten und modernen Elefantenhaltung, da diese Fortpflanzungsmethode oft nur mit tierquälerischen Eingriffen durchgeführt werden kann.
Die Gewinnung des Spermas beim Elefantenbullen und Befruchtung der Elefantenkuh setzen eine harte Dressur und den direkten Kontakt, einen Crush-Cage oder Narkosen voraus.
1999 wurde in Tiergarten Schönbrunn / Wien die erste erfolgreiche künstliche Besamung eines Elefanten in Europa durchgeführt.

Künstliche Besamung in Kalifornien / USA

Wie lange dauert eine Trächtigkeit?

Falls die Paarungen erfolgreich verlaufen, dauert die Trächtigkeit nun rund 22 Monate.
Das ist eine der längsten Tragzeiten im Tierreich. (Blauwal etwa 11 Monate)

Elefanten – Embryo im 12. Monat

Wieso dauert die Trächtigkeit so lange?

Die enorme Grösse und die langsame Entwicklung der Elefanten benötigen wohl diese relativ lange Tragzeit.
In dieser Zeit entwickelt sich ein Elefantenkalb mit einem Geburtsgewicht von etwa 100 bis 150 Kg.

Die Tragzeiten der sechsfachen Elefantenmutter Ceyla betrugen:

678 Tage bei Komali
660 Tage bei Panang
662 Tage bei Upali
657 Tage bei Xian
690 Tage bei Aishu
679 Tage bei Farha

Elefantennachwuchs in Sicht

Der Thüringer Zoopark Erfurt erwartet zum ersten Mal in seiner Geschichte Nachwuchs bei den Elefanten. Nachdem Elefantenbulle Kibo und Elefantendame Chupa schon länger beim Turteln beobachtet worden sind, ist bei Chupa nun eine Trächtigkeit festgestellt worden.
Der langersehnte Nachwuchs wird im Juli/August 2020 erwartet. Mit 22 Monaten ist die Tragzeit beim Elefanten die längste aller Säugetierarten auf der Welt. In dieser Zeit reift ein Elefantenkalb mit einem Geburtsgewicht von etwa 100 bis 150 Kilogramm heran.

Die Zucht von Afrikanischen Elefanten ist deshalb so wichtig, weil sie durch die Zerstörung ihres Lebensraumes sowie durch Wilderei als gefährdet gelten. Sowohl für Kibo als auch für Chupa ist es der erste Nachwuchs. Die Eltern beider Tiere stammen aus Afrika, von wo sie als Wildfänge nach Europa gebracht worden sind. Chupa und Kibo sind zoogeborene Elefanten (F1 Generation) und tragen nun beide dazu bei, dass ihre jeweiligen Familien-Gene in zweiter Generation (F2 Generation) weitergegeben werden. So ist diese Trächtigkeit der Erfurter Elefanten auch für das Zuchtprogramm der Afrikanischen Elefanten (EEP) ein wichtiger Meilenstein.

Chupa, die 2003 im französischen Réserve Africaine de Sigean geboren wurde, lebt seit 2013 im Erfurter Zoo. Kibo, 2005 in Wuppertal geboren, kam 2014 aus dem Tiergarten Schönbrunn in Wien dazu. Gemeinsam mit den Elefantenkühen Csami und Safari bewohnen sie die neue Elefantenanlage, die 2014 im Thüringer Zoopark Erfurt eingeweiht wurde.
Auch bei der 24-jährigen Csami besteht noch die Möglichkeit, trächtig zu werden. Bulle Kibo hat auch mit Csami schon fleißig angebandelt. Lediglich Safari ist mit ihren 48 Jahren zu alt für die Mutterrolle, könnte aber eine Tantenrolle übernehmen.

Da unser Elefantenbulle Kibo nun mit der Trächtigkeit von Chupa als erprobter Zuchtbulle gilt, ist die Umsiedlung des Bullen Abu aus Halle nach Erfurt nicht mehr angedacht. Der Bulle Abu wird, in Abstimmung mit dem EEP (Europäisches Erhaltungszuchtprogramm), dann für einen anderen Zoo vorgesehen. Der Zoopark Erfurt bedankt sich beim Zuchtbuchführer Dr. Arne Lawrenz (Zoo Wuppertal) und beim Zoo Halle für die Bereitschaft, Abu nach Erfurt abgeben zu wollen. Nun kann der Bulle Abu in einem anderen Zoo eingesetzt werden.

Ganz besonders bedankt sich das gesamte Team des Thüringer Zooparks beim Chef-Elefantenpfleger des Zooparks Dirk Hebs und seinem Elefantenpfleger-Team für die vielen Mühen und Aktivitäten mit unseren Elefanten, die zu dieser Trächtigkeit der Kuh Chupa beigetragen haben. Elefantenzucht ist keine einfache Sache. Im Thüringer Zoopark ist nun die Elefantenzucht begonnen. Wir drücken Chupa die Daumen und hoffen auch auf Csami.

Facts zur Elefantengeburt

Wann kommt das Elefantenjunge zur Welt?

Die 17jährige Elefantenkuh und ihr Sohn Kibo sind im Dezember des Vorjahres vom Zoo Wuppertal in den Tiergarten Schönbrunn übersiedelt. Damals war Numbi schon trächtig. Wann das Elefantenbaby auf die Welt kommen wird, kann man nicht sagen. Denn: Afrikanische Elefanten haben eine Tragzeit von ca. 630 Tagen mit einer Schwankungsbreite von sechs Wochen. Außerdem wurde Numbi in einem Zeitraum von einigen Wochen mehrfach gedeckt. Der Geburtstermin hätte also schon längst sein können oder es kann auch erst im September soweit sein.

Wie bereitet sich der Tiergarten vor?

Im Tiergarten Schönbrunn ist man auf die Geburt gut vorbereitet. Die Elefantenkuh wird rund um die Uhr videoüberwacht. Ihr Gesundheitszustand wird von den Zootierärzten genau kontrolliert. Die Elefantenpfleger schieben seit Anfang Juli Nachtschichten, um jegliche Veränderung bei Numbi sofort zu registrieren. In regelmäßigen Abständen wird der Elefantenkuh Blut am Ohr abgenommen, um den Progesterongehalt zu bestimmen. Dieses schwangerschaftserhaltende Hormon fällt bei Elefanten vor der Geburt stark ab.

Wird Numbi zum ersten Mal Mutter?

Numbi hat bereits einmal Nachwuchs bekommen. Ihr Sohn Kibo ist im Oktober 2005 im Zoo Wuppertal zur Welt gekommen. Er ist mit ihr im Vorjahr nach Wien übersiedelt. Für den Tiergarten Schönbrunn wäre das Afrikanische Elefantenbaby das dritte in der Geschichte des Zoos. Der Bulle Abu wurde 2001 geboren, das Weibchen Mongu im Jahr 2003. Die Geburt ist bei Afrikanischen Elefanten immer mit einem großen Risiko verbunden. Elefantenmütter gehen oft sehr unsanft mit ihrem Nachwuchs um. Auch Totgeburten sind vor allem bei Erstgebärenden leider häufig.

Warum ist die Elefantenkuh von der Herde getrennt?

Da Numbi erst im Dezember zur Elefantenherde in Tiergarten gestoßen ist, ist ihre Position in der Rangordnung noch nicht gefestigt. Damit sie vor der Geburt Ruhe hat, lebt sie derzeit von der Herde getrennt. Ihr Sohn Kibo ist stundenweise bei ihr. Zu den anderen Elefanten hat sie Sicht,- Geruchs- und Rüsselkontakt.

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