J1 untersuchung ablauf

Inhalte

Bei der körperlichen Untersuchung überprüft der Kinderarzt die altersgerechte Pubertätsentwicklung von:

  • Hals-, Brust- und Bauchorganen
  • Muskelskelettsystem
  • Haut
  • Augen und Ohren

Zudem achtet er wieder auf mögliche Haltungsschäden, die meist durch Wachstumsschübe entstehen. Darüber hinaus umfasst die Untersuchung auch die Früherkennung chronischer Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes oder der Schilddrüse. Außerdem misst er die Körpergröße und den Blutdruck und überprüft das Gewicht Ihres Kindes. Bei Auffälligkeiten, wie zum Beispiel Über- oder Untergewicht, gibt er Tipps zur Ernährung und zu einem gesunden Essverhalten. Dabei macht er deutlich, dass dies auch ohne Hilfe der Eltern möglich ist.

Allergietest

Neben einem Hör- und Sehtest umfasst die J2 auch einen Allergietest. Leidet Ihr Kind zum Beispiel unter einer Hausstauballergie und möchte bald mit einer Ausbildung beginnen, wird es nicht jeden Beruf ausüben können. Der Test ist daher besonders für Schulabgänger empfehlenswert. Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Allergien.

Abschlussgespräch

Nach der Untersuchung spricht der Arzt alle Auffälligkeiten und gesundheitlichen Risiken an. Sofern die Jugendlichen einverstanden sind, können auch die Eltern bei diesem Gespräch anwesend sein. So haben Sie noch einmal die Möglichkeit, Fragen oder mögliche Behandlungsmaßnahmen gemeinsam zu besprechen.

J1-Untersuchung: Die 13. Vorsorge­untersuchung zwischen zwölf und 14 Jahren

Nach den zwölf U-Untersuchungen, bei denen zwischen null bis elf Jahren regelmäßig die Gesundheit und Entwicklung eures Kindes gecheckt wurde, folgt nun die erste Jugenduntersuchung, die J1.

Mit zwölf Jahren bewegen sich unsere Kinder rasend schnell auf die Pubertät zu oder stecken gar schon mittendrin. Diese wichtige Zeit des Erwachsenwerdens bringt viele körperliche und mentale Veränderungen mit. Da ist es gut, dass zwischen dem zwölften und 14. Lebensjahr der Termin für die J1 gesetzt ist, bei der euer Kinderarzt oder eure Kinderärztin sich noch einmal ein Bild von der physischen und psychischen Gesundheit eures Kindes machen kann. Gerade in der Zeit des hormonellen Umbruchs und körperlichen Wachstums ist dieses Angebot der Jugend-Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll.

Ist die J1-Untersuchung Pflicht?

Die J1-Untersuchung ist, wie auch alle U-Untersuchungen, keine Pflicht. Vermutlich nehmen deshalb lediglich ein Drittel der Teenager die J1-Untersuchungen in Anspruch. Dabei könnten durch die Früherkennung häufige Probleme wie z. B. Rückenschmerzen durch zu viel Sitzen oder Essstörungen (die in diesem Alter oft ihren Anfang haben) besser vermieden werden. Bei Arztterminen im Krankheitsfall stellt man ganz andere Fragen als bei einem Termin, der sich ganz generell um die aktuell Entwicklungsphase dreht. Wir empfehlen daher: J1 und alle anderen Vorsorgeuntersuchungen nicht verpassen!

Auf einmal ist alles ätzend

Vorpubertät: Keine Lust auf gar nix

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Das wird bei der J1-Untersuchung gemacht

Euer Kind hat bereits das Grundschulalter hinter sich gelassen und kann zur J1-Untersuchung schon alleine gehen, wenn es das denn möchte. Manche Kinder finden es toll, diese Untersuchung wie ein Erwachsener ohne Unterstützung zu meistern, während andere immer noch gerne Mama oder Papa dabei haben. Je nach Situation ist es aber vielleicht ganz gut, wenn der Arzt alleine mit eurem Kind spricht, denn gerade in der (Vor-)Pubertät gibt es Dinge, die euer Kind beschäftigen, die es aber vielleicht ungerne vor euch ansprechen will. Eine neutrale Vertrauensperson wie der Kinderarzt macht es manchen Kindern leichter vermeintlich peinliche Fragen zu stellen. Außerdem werden folgende Untersuchungen bei der J1 durchgeführt:

Körperliche Untersuchung bei der J1

  • Größe und Gewicht werden notiert
  • Blutdruck wird gemessen
  • Hör- und Sehtest
  • Wirbelsäulenkontrolle
  • Urinuntersuchung
  • Check wie weit die Pubertät bereits fortgeschritten ist
  • Untersuchung der Organe und körperlichen Entwicklung
  • Eventuell Blutentnahme und Blutuntersuchung

Seelische Untersuchung bei der J1

  • Gespräch zur schulischen Entwicklung und generell zum Thema Schule
  • Generell Unterhaltung zum aktuellen Leben und Problemen

Impfkalender

Impfkalender: Alle Impftermine für dein Kind

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Beratung und Gespräch zu altersspezifischen Gefahren und Problemen

In Gesprächen versucht der Arzt oder die Ärztin auch wichtige, aber möglicherweise auch heikle Themen wie Mobbing, Ernährung, Medienkonsum, Bewegung und mögliche sexuelle Erfahrungen anzusprechen. Gerade hier ist es wichtig, mögliche Frühwarnzeichen zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu finden.

Für euer Kind ist die J1-Untersuchung eine gute Gelegenheit sich bei einer neutralen, aber kompetenten Person Rat zu holen. Denn gerade im Teenageralter gibt es Dinge, die man nicht unbedingt mit seinen Eltern besprechen will, aber auf die das Kind trotzdem gerne Antworten hätte. Es ist natürlich hilfreich, wenn euer Kind den Arzt, der die J1 durchführt, bereits kennt und mag.

Übrigens ist es für euch und euer Kind interessant zu wissen, dass auch wenn euer Kind noch nicht volljährig ist, der der Arzt der Schweigepflicht unterliegt. Er darf also die vertraulichen Informationen, die euer Kind im anvertraut, nicht an euch weitergeben, wenn euer Kind das nicht will. Ausnahme bestehen nur, wenn das Leben des Kindes in Gefahr wäre.

Impfstatus checken

Wie bereits bei den vorangegangenen U-Untersuchungen wird der Arzt bei der J1 auch wieder einen Blick in den Impfpass werfen und den aktuellen Impfstatus eures Kindes checken. In unserem Impfkalender findet ihr übrigens alle Impfungen im Überblick und könnt bereits vor der J1 checken, ob eventuell eine Impfung ansteht. So könnt ihr euch zusammen mit eurem Kind schon einmal überlegen, ob ihr die Impfung direkt bei der J1 mitmachen oder in eurem Kalender schon einmal einen Termin dafür reservieren und dann mit dem Praxisteam abstimmen wollt.

Kostenübernahme der J1-Untersuchung

Die J1- und auch die J2-Untersuchung zählen wieder zur gesetzlichen Kassenleistung und werden von allen Krankenkassen automatisch übernommen. Noch ein Grund mehr auf diese wichtige Vorsorgeuntersuchung nicht zu verzichten, oder?

Alle Vorsorgeuntersuchungen

U-Untersuchungen: Alle U-Untersuchungstermine auf einen Blick

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Nach der J1 ist vor der J2

Die nächste U-Untersuchung ist die J2, die zwischen 16 und 17 Jahren folgt. Alle Termine für die J- und U-Untersuchungen findet ihr in unserem U-Untersuchungskalender. So verpasst ihr garantiert keinen Termin.

J2: Mit 16 bis 17 Jahren

Kinder- und Jugendärzte bzw. Ärztinnen empfehlen für Jugendliche im Alter von 16 bis 17 Jahren eine zusätzliche Vorsorgeuntersuchung J2.

©oneinchpunch – Fotolia.com

Die Jugendgesundheitsuntersuchung J2 bietet vor dem Erwachsenenalter nochmals die Möglichkeit für einen Gesundheits-Check beim Kinder- und Jugendarzt bzw. der Ärztin. Der Vorsorgetermin kann ohne Begleitung der Eltern wahrgenommen werden. Die J2 wird nicht von allen Krankenkassen erstattet. Bitte fragen Sie bei Ihrer Kasse nach.

  • Bei der J2 erfolgt eine gründliche körperliche Untersuchung. Dabei wird unter anderem auf Haltungsstörungen oder eine Kropfbildung geachtet. Ein weiterer Schwerpunkt sind Pubertäts- und Sexualitätsstörungen.
  • Außerdem erhält der Jugendliche ärztliche Beratung zu gesundheitsrelevanten Themen wie Ernährung, Sport, Unfallvorbeugung, Suchtmittel oder Medienkonsum sowie zur Berufswahl, beispielsweise wenn Allergien vorliegen. Auch Probleme in der Familie oder mit dem sozialen Umfeld sowie Fragen zur Sexualität und Verhütung können vertraulich besprochen werden.

Darüber hinaus ist die J2 eine gute Gelegenheit, nochmals den Impfschutz entsprechend dem Impfkalender überprüfen und wenn erforderlich vervollständigen zu lassen. Der Impfpass sollte daher zum Vorsorgetermin mitgebracht werden. Die Impfungen sind für die Jugendlichen kostenlos.

Der Gesundheits-Check im Teenageralter: die Vorsorgeuntersuchung J1

Wussten Sie, dass die Vorsorgeuntersuchung J1 von weniger als einem Drittel der Jugendlichen in Deutschland in Anspruch genommen wird? Eine Zahl, die sich seit der Einführung der Untersuchung 1998 kaum verändert hat – dabei übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung sogar die Kosten für die Vorsorge. Und die Jugendgesundheitsuntersuchung lohnt sich: Eine Auswertung der KiGGS-Studie des Robert Koch-Instituts zeigt, dass lediglich 30 Prozent aller J1-Untersuchungen ohne therapierelevante Befunde bleiben. Kein Wunder, denn zu Beginn der Pubertät verändert sich der Körper stark. Besonders Krankheiten wie Skoliosen (Wirbelsäulenverkrümmung) und Schilddrüsenerkrankungen können mit der J1 frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Die J1-Untersuchung findet zwischen dem zwölften und vierzehnten Lebensjahr statt. Damit haben Sie die Möglichkeit, Ihr Kind nach einer etwas längeren Pause noch einmal rundum untersuchen zu lassen und an das Vorsorgeprogramm der U-Untersuchungen anzuschließen. Wenn Ihr Kind möchte, kann es den Untersuchungstermin sogar alleine wahrnehmen. Denn neben der körperlichen Untersuchung und einem Impfstatus-Check nimmt sich der behandelnde Arzt viel Zeit, um auch persönliche Fragen Ihres Kindes zu beantworten.

Anamnese: Das ist wichtig!

Vielleicht kennt Ihr Kind das noch von den letzten U-Untersuchungen: Als Erstes müssen die wichtigsten Fragen bezüglich seiner Gesundheit geklärt werden. Der Arzt erkundigt sich nach dem aktuellen Gesundheitszustand des Jugendlichen und kontrolliert den Impfpass, um zu sehen, ob dieser dem Alter entsprechend vollständig ist. Mögliche Impfempfehlungen werden im Rahmen einer Beratung am Ende der Untersuchung ausgesprochen. Bei Mädchen geht es zudem um die erste Regelblutung und eventuelle Probleme damit. Alle Daten werden nach wie vor in das gelbe Kinderuntersuchungsheft eingetragen.

Ist diese Datenaufnahme vollständig, bekommt Ihr Kind in der Regel den Mannheimer Elternfragebogen (MEF) ausgehändigt. Er enthält 59 Fragen zu verschiedensten Themen rund um Ängste, Beziehungen zu Bezugspersonen, das Essverhalten, die Schule und den Umgang mit Suchtmitteln. Hier steht nicht primär die Gesundheit im Vordergrund. Der MEF dient vielmehr als wertvolle Hilfe für eine bessere Einschätzung Ihres heranwachsenden Kindes sowie für die Erstellung einer vollständigen Anamnese. Er liefert vielfältige Informationen. Es gibt den Fragebogen in verschiedenen Ausführungen, manchmal sollen zusätzlich einige Sätze spontan vervollständigt werden. Ein Beispiel finden Sie bei den „Kinderärzten im Netz“. Ist der Bogen ausgefüllt, hat der Jugendliche die Chance, selbst etwas zu erzählen. Wie läuft es zum Beispiel in der Schule? Fühlt Ihr Kind sich dort wohl? Gibt es Probleme innerhalb der Familie oder Streit mit Freunden?

Ermuntern Sie Ihr Kind im Vorhinein, alle seine Fragen zu stellen – besonders in der abschließenden Beratungsphase ist Zeit für ein ausführliches Gespräch, in dem Jugendliche auch weiterführende Informationen erhalten. Der Arzt kann hier über die Vorsorge hinaus Hilfe zu allen Themen bieten. Wenn Ihr Kind möchte, kann es zur Unterstützung auch einen Freund oder eine Freundin mitnehmen.

Info

Manchmal bittet der Arzt Ihr Kind, sich selbst mithilfe von Bildern einzuschätzen. Diese stellen verschiedene pubertäre Entwicklungsstadien dar. Damit kann der Arzt erkennen, ob Jugendliche Probleme mit dem eigenen Körper haben, die Sie selbst nicht ansprechen wollen.

Körperliche Untersuchungen: Ist Ihr Kind rundum gesund?

Genau wie die U-Untersuchungen umfasst auch die J1 eine eingehende Untersuchung von Kopf bis Fuß. So kann garantiert werden, dass Ihr Kind gesund ist. Fehlentwicklungen und Krankheiten können rechtzeitig behandelt werden. Werden Schwierigkeiten bereits in jungen Jahren entdeckt, stehen die Heilungschancen in der Regel besser.

Allgemeiner körperlicher Zustand, Größe und Gewicht

Der Arzt vermisst die Körpergröße und das Gewicht Ihres Kindes. Er stellt fest, ob ein Unter- oder Übergewicht vorliegt. Dies ist sehr wichtig, um bei Bedarf über Themen wie zum Beispiel Magersucht zu sprechen und Jugendlichen dementsprechend Hilfe anzubieten. Er wirft auch einen Blick auf den Hautzustand Ihres Kindes, um eventuelle krankhafte Erscheinungen oder pubertäre Hautunreinheiten festzustellen.

Kopf

Im Rahmen der Vorsorge werden nicht nur Hals und Ohren, sondern auch die Mundhygiene und die Zahnstellung untersucht. Im Bereich des äußeren Halses liegt das Hauptaugenmerk auf der Schilddrüse und einer eventuellen Vergrößerung. Denn die Vorsorgeuntersuchung J1 ist der beste Zeitpunkt, um Schilddrüsenerkrankungen frühzeitig zu erkennen.

Brust- und Bauchorgane

Zunächst werden Herz und Lunge abgehorcht, um Erkrankungen ausschließen zu können. Bei Jungen achtet der Arzt zusätzlich auf die sogenannte Gynäkomastie, eine Brustdrüsenschwellung. Zuletzt tastet er den Bauch ab.

Skelettsystem und Motorik

Die Pubertät ist die Zeit des Wachstumsschubes. Daher wird sich der Arzt besonders auf diesen Bereich konzentrieren und Ihr Kind bei einigen Turnübungen beobachten. Dabei achtet er auf Fehlhaltungen, krankhafte Krümmungen der Wirbelsäule und der Beinachsen sowie Fehlstellungen der Füße. Fein- und Grobmotorik werden dagegen durch das Schriftbild und den Fersengang überprüft.

Pubertätsstadien

Bei der J1 steht auch die altersgerechte Pubertätsentwicklung und damit eine Untersuchung der Genitalien im Vordergrund. Der Arzt beurteilt den Entwicklungsstand der Schambehaarung und bei Jungen zusätzlich den Penis und die Hoden. Der Arzt empfiehlt zudem ein regelmäßiges, selbstständiges Abtasten der Hoden auf Schwellungen und Veränderungen, um Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen.

Beratung: Wie geht es weiter? Gibt es Fragen?

Wichtigster Bestandteil der J1 ist ein offenes, informatives und vertrauensvolles Beratungsgespräch zwischen Jugendlichen und Arzt. Gerade weil Ihr Kind zum ersten Mal alleine – ohne Beisein der Eltern – zu einer Vorsorgeuntersuchung gehen kann, kann ein vertrauensvolles und intimes Gespräch entstehen. Denn manche Dinge möchten Kinder Ihre Eltern einfach nicht fragen oder sie sind peinlich berührt – bestimmt erinnern Sie sich noch an Ihre eigene Jugend. Der Arzt kann zudem altersspezifisches Wissen und Informationen über Verhütung, Prävention von Geschlechtskrankheiten, Gefahren von Essstörungen oder den Umgang mit Drogen und Nikotin vermitteln. Bei Bedarf gibt er Ihrem Kind weiterführende Informationen und Material zu Beratungsstellen mit. Im Gespräch kann Ihr Kind auch Tipps bezüglich Akne und des Vermeidens der Narbenbildung erhalten.

Impfungen

Der Impfschutz spielt weiterhin eine wichtige Rolle in der Vorsorge und damit für die Gesundheit. Ihr Arzt hat sich bereits zu Beginn der Untersuchung den Impfpass Ihres Kindes angesehen und wird Ihnen sagen, ob er zum jetzigen Zeitpunkt eine Auffrischung des Impfschutzes (z. B. gegen Tetanus, Diphtherie, Kinderlähmung oder Keuchhusten) empfiehlt. Bei Mädchen sollte zudem auf einen ausreichenden Impfschutz gegen Röteln geachtet werden. Außerdem ist die J1 ein guter Zeitpunkt für die HPV-Impfung bei heranwachsenden Frauen. Dabei handelt es sich um eine Impfung gegen die Humanen Papillomaviren, die an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt sind. Diese Schutzimpfung sollte im besten Fall in jungen Jahren, vor dem ersten Geschlechtsverkehr, abgeschlossen sein.

Gut zu wissen: Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten für alle Impfungen, die vom Gemeinsamen Bundesausschuss in die Schutzimpfungsrichtlinie aufgenommen wurden. Damit werden in der Regel alle in Deutschland auftretenden Krankheiten abgedeckt. Die Empfehlung des Zeitpunkts für die jeweiligen Schutzimpfungen richtet sich nach dem Impfkalender der Ständigen Impfkommission des Robert Koch-Instituts.

Zusätzlich zur J1: weitere mögliche Untersuchungen

Im Falle von zusätzlichen Untersuchungen, beispielsweise aufgrund einer Fußfehlstellung, werden in Absprache mit Ihnen der konkrete Zeitplan und entsprechende Termine festgelegt. Außerdem wird Ihr Kind über die nächste und letzte Vorsorgeuntersuchung, die J2, und eine mögliche frauenärztliche sowie dermatologische Untersuchung informiert:

  • Frauenärztliche Untersuchung:

Mädchen sollten bei Problemen mit der Regelblutung, Fragen zum Zyklus, Auffälligkeiten der Brust oder dem Wunsch nach Verhütung Kontakt zu einer Gynäkologin oder einem Gynäkologen aufnehmen. Mit Beginn der Regelblutung kann zudem auch die regelmäßige frauenärztliche Vorsorgeuntersuchung beginnen.

  • Dermatologische Untersuchung:

Bei starken Hautunreinheiten und der Gefahr der Narbenbildung empfiehlt sich der Besuch bei einem Hautarzt. Vor allem, wenn Sie merken, dass Ihr Kind unter seinem Hautbild leidet oder sich deswegen zurückzieht, kann ein Hautarzt weiterhelfen.

Die Vorsorgeuntersuchung J1 auf einen Blick

Quellennachweise

Vorsorge für Teenager: Die J-Untersuchungen

Die Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U11 enden mit dem elften Lebensjahr eines Kindes. Damit Störungen in der Entwicklung auch bei Teenagern rechtzeitig erkannt werden können, wurden zusätzlich die freiwilligen Jugenduntersuchungen J1 und J2 eingeführt. Sind diese Checkups sinnvoll oder nur „voll peinlich“?

BMI-Rechner für Kinder – Ist Ihr Kind zu dick oder zu dünn?

BMI-Rechner für Kinder
Ist Ihr Kind zu dick oder zu dünn?

Mit den Untersuchungen U1 bis J2 soll der komplette Zeitraum zwischen dem ersten Lebenstag und dem Erwachsenwerden abgedeckt werden. Die J1 wendet sich an 12- bis 14-Jährige, die J2 an 16- bis 17-Jährige.

Im Fokus stehen stets Faktoren, die für die Kindesentwicklung in der jeweiligen Lebensphase wichtig sind. Bei Teenagern gehören dazu auch Mobbing, Sexualität, Drogen, Freundeskreis und Berufswahl. Doch wollen Jugendliche darüber wirklich mit dem Kinderarzt reden?

Es gibt keine Pflicht zur J-Untersuchung

Alle Krankenkassen bezahlen die U1 bis U9 sowie die J1. In einigen Bundesländern wird zentral erfasst, ob Eltern die Termine wahrgenommen haben. Gesetzlich verpflichtend sind sie allerdings nicht. Die Eltern erhalten lediglich Erinnerungsschreiben von der Krankenkasse. Manche Kinderarztpraxen bieten ein Recall-System an und erinnern ihre Patienten rechtzeitig an die anstehenden Untersuchungen..

Spätestens bei der Schuleingangsuntersuchung werden ausgelassene U-Untersuchungen bemerkt. „Rechtliche Konsequenzen gibt es zwar keine, aber bei der Diskussion um eine mögliche Kindeswohlgefährdung werden versäumte Untersuchungen von den Jugendämtern kritisch gesehen“, sagt der Erlanger Kinder- und Jugendarzt Karl-Heinz Leppik im Gespräch mit t-online.de.

„Es gibt keine Abmahnung, wenn man ein Kind nicht zur J1 bringt. Einige Kassen informieren ihre Versicherten, aber es ist ein freiwilliges Angebot“, bestätigt auch Claudia Widmaier vom GKV-Spitzenverband.

Weitere Untersuchungen, die der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte für sinnvoll erachtet, werden nicht von allen Kassen bezahlt. Zum Beispiel die U10, die U11 und die J2. „Aber viele Kassen bieten ihren Versicherten die J2 als freiwillige Leistung an“, sagt Widmaier.

Der Kinderarzt als Vertrauensperson?

Vor allem die J1 wird von den Kinder- und Jugendärzten als wichtig eingeschätzt. Sie ist zwischen zwölf und vierzehn Jahren vorgesehen. Der Blickpunkt liegt nicht nur auf den üblichen Parametern wie Größe, Gewicht, Impfstatus, Blut- und Urinwerten, sondern auch auf der Pubertät mit typischen Schwierigkeiten wie Hautproblemen und Essstörungen.

Man geht davon aus, dass der Kinder- und Jugendarzt seine Patienten von klein auf kennt und damit eine Vertrauensperson ist, mit der der Teenager auch bereit ist, über Sexualität und Verhütung, Drogenmissbrauch, Rauchen und allgemeine Probleme mit der Familie, im Freundeskreis oder in der Schule zu sprechen.

„Das ist alles voll peinlich“

Die 15-jährige Lea hält von J-Untersuchungen gar nichts: „Unser Kinderarzt ist wirklich nett, ich mag ihn, aber ich erzähle ja nicht mal meiner Mutter alles. Da schütt‘ ich ihm ganz sicher nicht mein Herz aus.“

„Ich finde das albern“, sagt Lea weiter. „Ich kenne nur zwei Mädchen, die da überhaupt hingegangen sind. Die wurden von ihren Müttern mehr oder weniger gezwungen. Freiwillig hätten die das nie gemacht. Gesagt haben sie ganz sicher auch nichts. Man geht doch nicht da hin und erzählt, dass man ab und zu heimlich Alkohol trinkt oder nicht weiß, wie es ist, einen Jungen zu küssen. Das ist alles voll peinlich.“

Die J1 kann auch der Hausarzt machen

Valeria ist eines der Mädchen, die die J1 genutzt haben. „Stimmt schon, meine Mutter wollte das. Aber als ich gesagt habe, dass ich nicht mehr zum Kinderarzt will, hat sie einen Termin bei unserer Hausärztin ausgemacht. Die hat mich ohne allzu viele peinliche Fragen durchgecheckt. Das fand ich ganz gut.“

Auch von Kassenseite steht dem nichts entgegen. Alle U-Untersuchungen und die J1 können genauso von Hausärzten durchgeführt werden. Bei der J2 ist das nicht immer so. Die Verträge der gesetzlichen Krankenkassen sind hier unterschiedlich. Teilweise sind hier nur Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin erlaubt, teilweise dürfen auch Hausärzte untersuchen.

Nein sagen erlaubt

Valerias Mutter war ebenfalls beruhigt: „Mir ging es um die körperlichen Aspekte. Eine Bekannte hatte mir erzählt, dass bei ihrer Tochter bei der Jugenduntersuchung ein Schilddrüsenproblem frühzeitig erkannt wurde. Bei den anderen Punkten, die normalerweise bei den J-Untersuchungen abgefragt werden, bin ich mir sicher, dass Valeria eher zu mir käme als darüber mit einem Arzt zu sprechen.“

Aber genau hier sieht sie ganz allgemein das Problem der J-Untersuchungen: „Auf der einen Seite ist es natürlich gut, wenn es das Angebot gibt, auch außerhalb des Elternhauses – in einem geschützten Rahmen – über manche Themen wie Sexualität zu sprechen. Auf der anderen Seite glaube ich nicht, dass Jugendliche von allein zu seiner solchen Untersuchung gehen.“

Jonathan schüttelt sich bei der Erinnerung an seine J2: „Ich bin da eigentlich freiwillig hingegangen, aber als die Ärztin mein Ding untersucht hat, habe ich gedacht, ich muss im Boden versinken. Wenn ich das vorher gewusst hätte, wäre ich da nicht hin.“ Dass er die Möglichkeit gehabt hätte, die Untersuchung abzulehnen, weil sie ihm zu intim ist, hat er erst im Nachhinein erfahren.

Probleme entdecken und früh genug gegenwirken

Die körperlichen Untersuchungen sind wichtig, aber das Hauptaugenmerk liegt auf der psychosozialen Situation. „Die Pubertät ist häufig durch Identitätskrisen der Jugendlichen gekennzeichnet, hieraus können Probleme mit Eltern, Schule und Peergroup entstehen. Auch Störungen der sexuellen Identifikation können auftreten“, sagt Kinderarzt Leppik.

In seiner Praxis, die er gemeinsam mit Kollegen führt, werden verhältnismäßig viele J-Untersuchungen durchgeführt. „Die Besprechung psychosozialer Themen hängt stark von der Beziehung des Jugendlichen zum Arzt ab. Ob wir immer ehrliche Antworten bekommen, können wir nicht sicher beantworten. Im Rahmen der Vorsorge konnten wir jedoch bei einigen Jugendlichen Probleme aufdecken und notwendige Therapien in die Wege leiten.“

Eltern müssen draußen bleiben

Abgesehen von den Teenagern, die ihre Eltern lieber dabei haben, gilt die Regel: Die Eltern bleiben bei den J-Untersuchungen außen vor. Sie werden aber mit ins Boot geholt, wenn sich Probleme abzeichnen. „Bei Anzeichen für Alkohol- oder Drogenkonsum oder anderem Suchtverhalten versuchen wir in einem Gespräch dem Jugendlichen zu vermitteln, dass er sich damit stark gefährdet und wir die Eltern informieren müssen. Natürlich bieten wir dem Jugendlichen und den Eltern zusätzlich Unterstützung an, und wir sind mit anderen Hilfseinrichtungen gut vernetzt.“

Auch Leppik weiß, dass ein Großteil der Jugendlichen, die zu ihm und seinen Kollegen zur J1 oder J2 in die Praxen kommen, eher der Kategorie „wohlbehütet“ zuzuordnen sind. „Aber unser Ziel ist es, die J1 im Bewusstsein so zu etablieren, dass mehr Jugendliche auch aus Risikogruppen kommen.“

  • Vorsorgeuntersuchungen für Kinder: U1 bis J2 im Überblick
  • Kaum Heilungschancen: Diese “Elternkrankheiten“ plagen Mütter und Väter
  • Formeln zur Größenberechnung: Unsere Jugend wächst – Wie groß wird mein Kind einmal?

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Die J1 Untersuchung

Bei der J1 Untersuchung werden Teenager u.a. aufgeklärt
Foto: © JackF

Inhaltsverzeichnis für diesen Artikel:

  • Wann ist es Zeit für die J1 Untersuchung?
  • Was passiert bei der J1 Untersuchung?

Wann ist es Zeit für die J1 Untersuchung?

Zwischen dem 12. und dem 14. Lebensjahr findet die J1 Untersuchung statt. Sie ist die letzte in der Reihe der Vorsorgeuntersuchungen, welche von jeder Krankenkasse übernommen wird. Einige Kassen erstatten auch die Kosten für die 2. zusätzliche Untersuchung für Teenager, die J2 im Alter von 16 – 17 Jahren.

Bisher waren die Eltern immer gemeinsam mit ihrem Kind im Sprechzimmer des Arztes. Nun kann es jedoch sein, dass der Teenager allein zur Vorsorgeuntersuchung gehen möchte. Das ist völlig in Ordnung – vielen Heranwachsenden fällt es so leichter, mit dem Arzt über mögliche Probleme zu sprechen oder spezielle Fragen zu stellen. Sie als Eltern können sich aber gern im Nachhinein beim Arzt über die Untersuchungsergebnisse informieren.
Im Übrigen geben viele Kinderarztpraxen den Eltern bereits bei der Terminvergabe für die J1 einen umfangreichen Fragebogen mit. Dieser kann ganz in Ruhe zu Hause ausgefüllt und bei der Untersuchung wieder mitgebracht werden.

Was passiert bei der J1 Untersuchung?

Am Anfang der Vorsorgeuntersuchung J1 steht ein gründlicher körperlicher Check. Der Arzt ermittelt die Größe und das Gewicht, misst den Blutdruck und prüft den Urin. Eventuell wird auch das Blut untersucht, um einen möglicherweise zu hohen Cholesterinspiegel rechtzeitig zu erkennen. Das gesamte Skelett wird genau unter die Lupe genommen, da eventuelle Haltungsschwächen hier zu dauerhaften Problemen führen können. Solange sich das Kind noch im Wachstum befindet, lassen sich mögliche Haltungsschäden noch korrigieren. Zu einem späteren Zeitpunkt ist dies leider kaum noch möglich. Auch wenn es vielen Teenagern peinlich ist: der Arzt begutachtet bei der J1 auch die Geschlechtsorgane, um sich ein Bild über die pubertäre Entwicklung zu machen.

Das Thema Sexualität gehört bei der J1 Untersuchung ganz selbstverständlich mit dazu. Im Idealfall kennt das Kind den Arzt schon lange und konnte so im Laufe der Jahre ein gewisses Vertrauensverhältnis zu ihm aufbauen. Eine gute Voraussetzung, um jetzt miteinander ins Gespräch zu kommen. Der Kinder- und Jugendarzt wird den Teenager über Verhütungsmöglichkeiten und sexuell übertragbare Krankheiten aufklären. (Kinder aufklären) Im Rahmen einer gesunden Lebensweise kommt auch die Suchtproblematik ins Spiel (Alkohol, Drogen, Zigaretten, Medienverhalten). Die Pubertät ist eine Zeit, in der viele Jugendliche Probleme mit sich selbst und ihrem eigenen Körper haben. Daher wird der Arzt auch vorsichtig die Themen Magersucht, Bulimie und mögliche depressive Verstimmungen ansprechen. Manche Teenager haben während der Pubertät mit übermäßiger Akne oder sonstigen Hautproblemen zu kämpfen. Der Arzt berät auch hierbei und kann dem Jugendlichen Ratschläge zur Reinigung und Pflege der Haut geben. In schweren Fällen kann eventuell eine Überweisung zum Hautarzt sinnvoll sein.
Bei der J1 wird noch einmal der Impfstatus überprüft. Sind alle Auffrischungsimpfungen erfolgt oder klafft irgendwo noch eine Lücke, die es jetzt zu schließen gilt? Junge Mädchen werden über die Möglichkeit einer Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs informiert. Auch das Thema Röteln ist bei weiblichen Jugendlichen wichtig. Bei der Untersuchung des Blutes wird der Röteln-Titer ermittelt. Ist er zu niedrig, rät der Arzt zu einer Impfung gegen Röteln, da diese Krankheit im Fall einer Schwangerschaft zu schweren Missbildungen beim ungeborenen Kind führen kann. (Impfungen bei Kindern)
Text: K. L. / Stand: 02.02.2020

Video: Ein Mädchen bei einer J1 Untersuchung

In unserem Verzeichnis finden Sie übrigens auch einige Kinderärzte, die Ihnen sicher weiterhelfen können.

Lesenswerte Artikel:

Weitere Gesundheitsthemen

Kinder- und Jugendvorsorgeuntersuchungen verbessert

31.01.2017, Dresden

Neue Bestandteile der U-Untersuchungen im Kleinkindalter sorgen für mehr Sicherheit. Die AOK PLUS bezahlt zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen.

Wir wollen damit nicht nur die Vorsorgelücke schließen sondern auch die Teilnahmequoten erhöhen. Zur J1 geht nach unseren Datenanalysen bislang nur jeder zweite Jugendliche

Zehn medizinische Check-ups stehen von der Geburt bis zum sechsten Lebensjahr auf dem Programm. Diese werden von den meisten Eltern im Interesse ihrer Kinder sehr gut in Anspruch genommen. Mit der U9 endet jedoch die Regelmäßigkeit der Inanspruchnahme dieser von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlten Vorsorge. Zwischen der U9 (im Alter von 60 – 64 Monaten) und der J1 für 12- bis 15-jährige Teenager klafft eine Vorsorgelücke. Viele Entwicklungsstörungen bleiben so möglicherweise unentdeckt.

Um diese Lücke zu schließen, können bei der AOK PLUS versicherte Kinder und Jugendliche mit der U10 (7 bis 8 Jahre), U11 (12 bis 14 Jahre) und J2 (16 bis 17 Jahre) drei zusätzliche Früherkennungsuntersuchungen in Anspruch nehmen. Die Gesundheitskasse übernimmt dafür alle Kosten.

„Wir wollen damit nicht nur die Vorsorgelücke schließen sondern auch die Teilnahmequoten erhöhen. Zur J1 geht nach unseren Datenanalysen bislang nur jeder zweite Jugendliche“ sagt Rainer Striebel, Vorstandsvorsitzender der AOK PLUS.

Neben den Untersuchungen der körperlichen Entwicklung begutachtet der Arzt bei der U10 und U11 auch die psychische Verfassung, das Sozialverhalten, Medienkonsum und Ernährungsverhalten des Patienten. Schwerpunkte der Vorsorgeuntersuchung J2 im Alter von 16 – 17 Jahren sind das frühzeitige Erkennen und Behandeln von Haltungsstörungen, Sozialisations- und Verhaltensstörungen. Darüber hinaus berät der Arzt zu Fragen der Sexualität – auch ohne Anwesenheit der Eltern.

Erinnerungsservice der AOK PLUS
Damit die Eltern keinen dieser wichtigen Termine versäumen, erinnert die AOK PLUS mit jeweils einem Anschreiben an die aktuell fällige Vorsorgeuntersuchung. Bis zur U11 ist mit dem Anschreiben als Anreiz ein Coupon für ein kleines Geschenk verbunden, welches in der Filiale abgeholt werden kann.

Neue Standards und neues Heft
Künftig werden die Früherkennungsuntersuchungen inhaltlich noch erweitert. Neu eingeführt wird ein Screening für die Stoffwechselkrankheit Mukoviszidose bei Neugeborenen und eine verpflichtende Impfberatung. Außerdem wurden neue Standards für Seh- und Hörtests sowie ein verfeinertes Screening von Sprache und Motorik festgelegt. Neu ist auch das gelbe Untersuchungsheft. Es enthält ab sofort eine Teilnehmerkarte, mit der Eltern gegenüber Behörden, Kindertagesstätten, Schulen und Jugendämtern nachweisen können, dass das Kind an den Untersuchungen teilgenommen hat, ohne vertrauliche Informationen offenlegen zu müssen.

Jugendvorsorge J2

Vorsorgeuntersuchung im Alter von 16 bis 17 Jahren

Die Jugendvorsorge J2 als Vorsorgeuntersuchung findet im Alter von 16 bis 17 Jahren statt. Im Mittelpunkt von medizinischer Seite stehen bei der J2 Aspekte wie das normale Wachstum, aber auch gesunde Ernährung und Allergieneigung.

Diese Untersuchung kann ohne die Eltern vorgenommen werden, speziell dann, wenn der Jugendliche eine vertrauliches Gespräch mit dem untersuchenden Arzt wünscht. Im Vordergrund dieser letzten Jugenduntersuchung J2 stehen aber Dinge wie Entwicklung und Ausleben von Sexualität, Sozialisationsverhalten und Berufswahl. Schließlich ist es ein Alter, in dem viele Jugendliche ihren Ausbildungsberuf auswählen. Unter diesem Gesichtspunkt spielen auch Fragen nach Allergien und Allergieneigungen eine Rolle. Nicht jeder Beruf kann mit einer Hausstauballergie ergriffen werden. Der Jugendliche wird außerdem zu den Themen Kropfbildung und Diabetes beraten. Er soll erkennen, welche seiner Verhaltensweisen gesundheitsförderlich und welche gesundheitsschädlich sind.

Jugendliche sollten auch wissen, wie sie sich in Abwesenheit der Eltern gut und sinnvoll ernähren können. Standardmäßig werden bei dieser Untersuchung aber auch die Dinge geprüft, die schon in der vorhergehenden J1 Untersuchung Bestandteil waren. Größe und Gewicht spielen hier ebenso eine Rolle wie mögliche Haltungsschäden, ein Hörtest und ein Sehtest, sowie die Untersuchung von Blut und Urin. Ein Abschlussgespräch mit den Eltern erscheint aber im Rahmen der J2 auf jeden Fall sinnvoll.
Der Jugendvorsorge J2 ist keine gesetzlich vorgeschriebene Krankenkassenleistung. Einige Krankenkassen übernehmen dennoch die Kosten für die J12.
Diese Krankenkassen übernehmen die Kosten für den Jugendvorsorge J2:
Kreuzen Sie in der folgenden Tabelle „Jugendvorsorge J2“ an und klicken auf „Suche starten“. Sie sehen dann, welche Krankenkassen zahlen.

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Die Vorsorgeuntersuchungen für Kinder gehören zu den wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen des Lebens. Doch nach dem sechsten Lebensjahr klafft eine riesige Vorsorgelücke. Das Problem: Viele Entwicklungsstörungen bleiben so möglicherweise unentdeckt.

Erst mit der sogenannten J1, für 12- bis 15-jährige Jugendliche, ist gesetzlich ein weiterer Besuch beim Kinderarzt vorgesehen. Dazwischen liegen also ganze sechs Jahre. Die J1 wird daher nur noch von ca. 44 Prozent der AOK-versicherten Kinder wahrgenommen. Viele Entwicklungsstörungen während des Grundschulalters z.B. Kurzsichtigkeit, Haltungsstörungen, Über- oder Untergewicht bleiben so möglicherweise unentdeckt.

Da die Kinder nicht mehr so anfällig für Infekte sind wie im Vorschulalter, sehen sie oft jahrelang keinen Arzt mehr.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Um diese Lücke zu schließen, können bei der AOK PLUS versicherte Kinder und Jugendliche mit der U10 (7 bis 8 Jahre), U11 (9 bis 10 Jahre) und J2 (16 bis 17 Jahre) gleich drei zusätzliche Früherkennungs-Untersuchungen in Anspruch nehmen.

Die Gesundheitskasse übernimmt dafür alle Kosten. Neben den Untersuchungen der körperlichen Entwicklung begutachten die Kinderärzte bei der U10 und U11 auch die psychische Verfassung, das Sozialverhalten, Medienkonsum und Ernährungsverhalten der Kinder.

Damit Eltern keinen dieser wichtigen Termine versäumen, erinnert die AOK PLUS mit einem extra Anschreiben an alle fälligen Vorsorgeuntersuchungen. Bis zur U11 ist mit dem Anschreiben sogar ein Coupon für ein kleines Geschenk mit dabei, welches in der Filiale abgeholt werden kann.

Von klein bis groß, von eins bis viele : Familien sind bei uns in besten Händen. Mehr Tipps gibt es unter gesundetaten.de/familie.

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AOK PLUS beste Krankenkasse für Familien

Das Magazin ELTERN hat insgesamt 76 bundesweit tätige und regionale Krankenkassen auf ihre Zusatzleistungen getestet. Im Vergleich wurde die AOK PLUS für Sachsen und Thüringen als eine der „Besten Krankenkassen“ für Familien ausgezeichnet. Bewertet wurden sowohl der Leistungsumfang als auch das Preis-Leistungsverhältnis. Welche Vorteile Familien bei der AOK PLUS genießen, gibt’s hier im Überblick oder schauen Sie in unseren Familienkompass rein.

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