Insemination kosten selbstzahler

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Insemination – mit künstlicher Samenübertragung zum Wunschkind

Bei der Insemination werden die Spermien auf künstlichem Weg in die Gebärmutter der Frau eingeführt. Erfahren Sie alles über Ablauf und Voraussetzungen der Insemination.

Wenn der Wunsch nach einem Kind auf natürlichem Weg unerfüllt bleibt, sind oft leicht zu behebende Probleme der Grund. Eine Möglichkeit, die ersehnte Schwangerschaft herbeizuführen, ist eine Befruchtung durch Insemination. Dabei werden die Spermien des Mannes auf künstlichem Weg in die Gebärmutter der Frau eingeführt, um die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Befruchtung zu erhöhen.

Wann ist die Insemination sinnvoll?

Die Insemination gehört zu den am häufigsten angewendeten Formen der künstlichen Befruchtung. Sie kommt hauptsächlich dann zum Einsatz, wenn auf Seiten des Mannes Probleme vorliegen. Beispielsweise wenn eine geringe Fruchtbarkeit des männlichen Samens festgestellt wird, das heißt, wenn im Ejakulat nicht ausreichend bewegliche Samenzellen vorliegen. Eine gute Qualität bei männlichen Samen liegt vor, wenn in einem Milliliter Ejakulat über 20 Millionen Spermien zu finden sind. Davon sollten mindestens 14 Prozent normal geformt und mindestens 50 Prozent gut beweglich sein. Werden diese Werte unterschritten, ist die Zeugungsfähigkeit des Mannes eingeschränkt. Ist der Samen des Mannes komplett unfruchtbar, kann eine sogenannte donogene Insemination mit Spendersperma durchgeführt werden. Eine künstliche Befruchtung kann auch dann durchgeführt werden, wenn bei einem Paar normaler Geschlechtsverkehr beispielsweise bei Erektions- oder Ejakulationsproblemen nicht möglich ist, oder wenn die Weitergabe von Erbkrankheiten oder Infektionen vermieden werden soll.
Sinnvoll ist diese relativ unkomplizierte Methode der Reproduktionsmedizin auch, wenn Fruchtbarkeitsprobleme bei der Frau eine Schwangerschaft verhindern, zum Beispiel aufgrund einer Undurchlässigkeit des Zervixschleims. Normalerweise wandern die Spermien beim Geschlechtsverkehr von der Scheide durch den Gebärmutterhals in die Gebärmutter und weiter bis in den Eileiter. Dort kommt es gegebenenfalls zur Verschmelzung von Ei und Samenzelle. Ist jedoch für die Spermien der Weg in die Gebärmutter durch einen Schleimpfropfen verschlossen, ist eine Befruchtung nicht möglich. Daher werden bei der Insemination die aufbereiteten Spermien zum Zeitpunkt des Eisprungs, meist mithilfe eines Katheters, direkt in der Gebärmutter platziert. Sinn der Methode ist es, den Samenzellen zum optimalen Zeitpunkt den Weg zur Eizelle zu verkürzen und dadurch die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung zu erhöhen.

Kinderwunsch

Die Befruchtung – der lange Weg zum Leben

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Wie erfolgreich ist die Insemination?

Die Erfolgsraten liegen im Schnitt bei etwa 15 Prozent pro Zyklus. Oft sind mehrere Versuche notwendig, doch bei den meisten Frauen klappt die Befruchtung nach drei bis vier Versuchen. Ist eine Frau jedoch nach den ersten vier Behandlungen nicht schwanger, ist leider auch die Erfolgschance bei weiteren Versuchen sehr gering.

Voraussetzungen und Ablauf der Insemination

Hier erfahren Sie mehr über die Voraussetzungen und den Ablauf der Insemination.

Was sind die Voraussetzungen?

Die Grundlage für eine künstliche Befruchtung durch Insemination sind gesunde Eileiter. Mit Ultraschall oder einer Bauchhöhlenspiegelung wird die Durchgängigkeit der Eileiter vor Beginn der Behandlung bei der Patientin geprüft.
Die Befruchtung kann zwar theoretisch im natürlichen Zyklus zum Zeitpunkt des Eisprungs erfolgen, in der Praxis hat sich dies aber als wenig erfolgversprechend erwiesen. Daher wird in vielen Fällen die Reifung der Eizellen durch Gabe eines Hormonpräparates stimuliert. Mit der Hormonbehandlung wird die Reifung mehrerer Eizellen begünstigt. Dadurch steigt zwar die Chance einer erfolgreichen Befruchtung, es erhöht jedoch auch die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft auf zwanzig Prozent.

Ablauf der Insemination

Der Samen für die Insemination wird durch Masturbation gewonnen. Die Spermien werden aufgefangen und mit einem speziellen Verfahren aufbereitet. Dabei wird das Ejakulat so „gewaschen“, dass nur noch qualitativ hochwertige und besonders bewegliche Samenfäden in einer Lösung übrig bleiben. Bei der Aufbereitung können zudem bestimmte Spermien als Überträger von Erbkrankheiten aussortiert werden.
Dann wird das Sperma durch den Gebärmutterhals langsam in die Gebärmutter eingespritzt. Normalerweise ist die Behandlung schmerzfrei und wird ambulant beim Gynäkologen durchgeführt. Nach dem Eingriff bleibt die Frau noch kurz liegen, damit sich die Spermien richtig verteilen können. Angewendet werden in der Praxis vier verschiedene Arten der Insemination. Nach welcher Methode die künstliche Befruchtung durchgeführt wird, entscheidet der behandelnde Arzt individuell zusammen mit dem Paar je nach Erfolgsaussichten:

1) Kappeninsemination:
Das aufbereitete, verflüssigte Ejakulat wird in eine spezielle Kappe gefüllt, die mit Unterdruck am Gebärmutterhals befestigt wird. Die Verflüssigung dient dabei der zusätzlichen Beweglichkeit der Spermien. Die Samenfäden wandern von dort selbstständig über die Gebärmutter zum Eileiter. Nach ein paar Stunden löst sich der Unterdruck und die Kappe fällt von selbst ab. Diese Methode ist die einfachste Form der Insemination, die aber heute nur noch selten angewandt wird.
2) Intrazervikale Insemination (ICI):
Bei dieser Methode haben die Spermien einen deutlich kürzeren Weg zurückzulegen. Das ebenfalls verflüssigte Ejakulat wird dabei mit einer Spritze direkt in den Gebärmutterhals platziert. Bei normaler Spermienqualität und einem definitivem Eisprung sind die Erfolgsaussichten bei dieser Art der Insemination recht gut.
3) Intrauterine Insemination (IUI)
Die Spermien werden mit einem Katheter in die Gebärmutterhöhle injiziert. Bei dieser Methode werden Gebärmutter und Eizellenproduktion im Vorfeld hormonell stimuliert und der Eisprung wird mit Medikamenten, beispielsweise durch die Einnahme von Humanem Choriongonadotropin (hCG) künstlich herbeigeführt. Etwa 36 Stunden nach Verabreichung des ovulationsauslösenden Hormons wird bei der Frau die Insemination durchgeführt.

4) Intratubare Insemination (ITI)
Im Gegensatz zur IUI wird hier das aufbereitete Ejakulat unter Ultraschallkontrolle direkt in den Eileiter platziert. So verringert sich der Weg, den die Spermien zur Befruchtung der Eizelle zurücklegen müssen, noch einmal deutlich. Jedoch gibt es keine Studien, die dieser Methode größere Erfolgschancen bescheinigen. Allgemein gilt diese Variante als etwas unangenehmer, da das Vorschieben des Katheters bis in den Eileiter als schmerzhaft empfunden werden kann.
Nach etwa vierzehn Tagen kann mit Hilfe eines Schwangerschaftstests festgestellt werden, ob eine Befruchtung stattgefunden. Tritt während dieser Zeit eine normale Regelblutung auf, war die Behandlung nicht erfolgreich.

Arten der Insemination und Kosten

Bei der Insemination unterscheidet man zwischen homologer und heterologer Insemination.

Homologe und heterologe Insemination

Neben der Art der Behandlungsmethode werden Inseminationen auch noch nach Herkunft des verwendeten Samens unterschieden. Bei der eher üblichen homologen Insemination wird der Frau der Samen des Ehepartners injiziert. Wird, beispielsweise bei Unfruchtbarkeit des Mannes oder bei schweren Erbkrankheiten und Infektionen, ein Spendersamen verwendet, spricht man von heterologer Insemination.
Sicherlich ist die Ausgangslage für eine homologe Insemination sowohl psychisch als auch rechtlich unkomplizierter als bei einer heterologen Insemination. Dennoch ist es Paaren anzuraten, die sich für eine Insemination egal welcher Art entscheiden, die rechtlichen Grundlagen zu beachten.

Rechtliche Voraussetzungen für die Insemination

Neben den körperlichen und gesundheitlichen Voraussetzungen müssen in Deutschland diese gesetzlichen Bestimmungen zur Durchführung einer Insemination erfüllt sein:
➤ Generell ist eine Behandlung mit gespendetem Sperma bei verheirateten Partnern in Deutschland vom Gesetzgeber derzeit nicht eindeutig geregelt, daher gilt der Behandlungsvertrag als rechtliche Grundlage.
➤ Ein Trauschein ist seit Kurzem kein Muss mehr! Zum 7. Januar 2016 öffnete Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig die ursprüngliche Förderrichtlinie “ „Hilfe und Unterstützung bei ungewollter Kinderlosigkeit“ auch für Unverheiratete. Mehr dazu: Bund fördert Babyglück auch ohne Trauschein
➤ Eine Insemination von unverheirateten Frauen mit Spendersperma ist in Deutschland nach einer Richtlinie der Bundesärztekammer aktuell nicht möglich. Jedoch in einigen benachbarten EU-Staaten wie Niederlande, Dänemark und Belgien.
➤ Beide Partner müssen mindestens 25 Jahre alt sein. Das zugelassene Höchstalter der Frau für eine Insemination liegt bei 40 Jahren, das Höchstalter des Mannes bei 50 Jahren.
➤ Beide Partner sind HIV-negativ.
➤ Bei der Frau liegt ein Impfschutz gegen Röteln vor.

Die Kosten einer Insemination und was zahlt die Kasse?

Die Kosten pro Behandlung und Zyklus belaufen sich auf etwa 200 Euro für eine Insemination bei Spontanzyklus oder etwa 1.000 Euro für eine Insemination mit hormoneller Stimulation. Die Preise für die Medikamente sind allerdings nicht mit einberechnet. Aufgrund der Erfolgschancen einer Insemination von etwa 15 Prozent pro Behandlungszyklus können mehrere Versuche notwendig sein.
Ungewollte Kinderlosigkeit wird in Deutschland als Krankheit anerkannt. Daher übernehmen die gesetzlichen Kassen seit 2004 folgende Kosten von homologen Inseminationen zu 50 Prozent, wenn die gesetzlichen Grundlagen eingehalten werden und ein vorheriger Behandlungsplan vom Arzt eingereicht wird:
• Acht Inseminationen ohne Hormonstimulation
• Drei Inseminationen mit vorheriger Hormonbehandlung
Dabei spielt es übrigens keine Rolle, ob aus der gleichen Partnerschaft schon vorher bereits ein Kind hervorgegangen ist oder nicht

Geld sparen für den Kinderwunsch – 6 Tipps für IVF und ICSI Selbstzahler

Kinder machen arm? Bei manchen Paaren fängt das finanzielle Problem schon früher an: das Kindermachen macht arm.
Die Kosten einer ICSI zahlt keiner mal eben aus der Portokasse. Also zumindest keiner, den ich kenne 😃 Freundinnen mussten für ihre Versuche 40.000€ und mehr hinblättern – dagegen war unsere künstliche Befruchtung ein Schnäppchen.

Selbstzahler wie gleichgeschlechtliche Paare und solche, bei denen die Kostenübernahme durch die Krankenkasse nicht möglich ist, stehen vor einer riesigen finanziellen Herausforderung. Aber selbst wenn die Krankenkasse einen Teil der Medikamentenkosten übernehmen, sind die zu zahlenden Beträge nicht zu unterschätzen.
Ich habe mich deswegen auf die Suche gemacht und für euch etwas Tolles zusammengestellt:

Geld sparen für die künstliche Befruchtung – 6 Tipps für IVF und ICSI Selbstzahler

Medikamente für die Kinderwunschbehandlung im EU-Ausland günstiger kaufen

Wichtig!
Dieser Beitrag kann weder die rechtliche noch die medizinische Beratung ersetzen.

Jeder weiß es, keiner spricht darüber: Medikamente können im EU-Ausland erheblich günstiger sein. Hier möchte ich euch beispielhaft drei Medikamente zeigen, die bei einer Kinderwunschbehandlung typisch sind und wie sich ihr Preis von Land zu Land unterscheidet

Die Menge macht’s

Je nachdem was der Behandlungsplan sagt, ist es möglich viel Geld zu sparen, 1000€ und mehr, wenn man seine Medikamente für die künstliche Befruchtung im Ausland bestellt.

Worauf soll ich achten, wenn ich Medikamente aus dem EU-Ausland bestelle?

Wichtig!
Dieser Beitrag kann weder die rechtliche noch die medizinische Beratung ersetzen.

Grundsätzlich dürfen Privatpersonen nach dem deutschen Arzneimittelrecht keine Arzneimittel auf dem Wege des Postversandes aus einem Mitgliedsstaat der EU bestellen.

Es sei denn:

  • die Apotheken wenden dem deutschen Recht vergleichbare Sicherheitsstandards an. Im Moment sind das u.a. Apotheken aus Großbritannien, Schweden (nur für verschreibungspflichtige Medikamente) und den Niederlanden (nur, wenn gleichzeitig eine Präsenzapotheke existiert)
  • die Apotheke ist im Besitz einer Versandhandelserlaubnis nach §11 Apothekengesetz (die z.B. für Apotheken aus Belgien oder Frankreich notwendig ist)

Quelle und weitere Informationen: Zoll

Wer seine Medikamente im EU-Ausland persönlich vor Ort kauft, darf sie nur für den Eigenbedarf nach Deutschland einführen. Darunter versteht man in der Regel einen Bedarf für max. drei Monaten. Ob es eine Einführungs-Grenze für den Wert der Medikamente gibt, kann ich leider nicht sagen. Falls ihr hierzu etwas wisst, würde ich mich sehr über einen Kommentar freuen.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die unterschiedlichen Inhaltsstoffe bzw. die verschiedenen Bezeichnungen von Präparaten. Je nach Land können (auch für Medikamente mit der gleichen Bezeichnung) andere Dosierungen und Inhaltsstoffe gelten oder Zusatzstoffe enthalten sein, die man nicht verträgt.

Wer sich dazu entscheidet, seine Medikamente im EU-Ausland zu kaufen, sollte vorab die Bezahlungsart klären. Manche Apotheken nehmen nur Bargeld bei Abholung, bei anderen kann man per Sofortüberweisung oder mit Kreditkarte bezahlen. Bei diesen recht hohen Beträgen kann es sein, dass man die Kreditkarte dafür erst freischalten muss.

Egal wo man die Medikamente kauft, man benötigt immer ein aktuelles Rezept.

Meistens können die (Auslands-)Rechnungen bei Paaren, die von ihren Krankenkassen unterstützt werden, bei diesen eingereicht werden – unbedingt vorab klären!

Lässt man sich die Medikamente schicken (unbedingt Zollbestimmungen beachten!) darf man nicht vergessen, dass die meisten Versandunternehmen nicht garantieren können, innerhalb von 24 Stunden zu liefern. Wird die Kühlkette (die mitgelieferten Kühlakkus halten wohl nicht viel länger) bei den z.T. sehr empfindlichen Medikamenten unterbrochen, kann es sein dass sie nicht mehr verwendbar sind. In dem Fall würde man auf den Kosten sitzen bleiben, da weder die Apotheken noch die Unternehmen dafür haften.

Wichtig!
Dieser Beitrag kann weder die rechtliche noch die medizinische Beratung ersetzen.Bitte bedenkt unbedingt die rechtlichen Aspekte einer Medikamentenbestellung im Ausland.

Weitere Tipps, wie man Geld bei der Kinderwunschbehandlung als Selbstzahler sparen kann

  • einen Plan haben
    lasst euch vor Beginn der Behandlung unbedingt einen Plan geben, wie viele Medikamente ihr für den Zyklus brauchen werdet. So könnt ihr eure Fahrten besser planen bzw. Portokosten sparen (gekühlter, schneller Versand ist teuer!)
  • angebrochene Medikamente kaufen/verkaufen
    Mit diesem Tipp spart ihr zwar kein Geld, aber viel Ärger. Denkt nicht im Traum darüber nach. Abgesehen von einer höchst problematischen Rechtslage reden wir hier über Hormone, die in den Körper gespritzt werden. Man weiß nicht wie sauber und sorgfältig sie gelagert wurden (Kühlung!) und es geht immer noch um viel Geld. Denkt einfach nicht darüber nach. Wirklich nicht 😃
  • auf die Narkose bei der Punktion verzichten
    Autsch. Da wäre ich nicht auf die Idee gekommen… Aber gut. Es soll tatsächlich möglich sein, die Punktion lediglich mit Schmerzmitteln durchzustehen. Ich könnte es nicht. Auch wenn man dabei ca. 200€ bis 300€ sparen kann.
  • die Kinderwunschbehandlung auf Raten bezahlen
    Zugegebenermaßen kann man mit diesem Tipp nicht wirklich sparen. Aber wenn einem die Zeit im Nacken sitzt und das nötige Kleingeld nicht zur Verfügung steht, ist es – vor allem bei den momentan günstigen Zinsen – eine echte Option. Unbedingt Angebote vergleichen (z.B. zu normalen Privatkrediten)
  • die Kinderwunschbehandlung von der Steuer absetzen
    Steuerlich gesehen sind die Kosten für eine Kinderwunschbehandlung Krankheitskosten und somit als außergewöhnliche Belastung absetzbar (gilt auch für Behandlungen, die im Ausland stattfinden).
    Gleichgeschlechtliche Paare können die Kosten für die künstliche Befruchtung NICHT von der Steuer absetzen: hier wurde entschieden, dass frau an der Tragödie „selbst schuld“ ist – auch wenn die medizinische Notwendigkeit für die Behandlung besteht. Es ist aber noch nicht Hopfen und Malz verloren: der Fall ist in Revision und der Bundesfinanzhof darf darüber entscheiden (für die ganz Neugierigen: Aktenzeichen VI R 47/15).

Ich hoffe, ich kann euch mit diesen Tipps weiterhelfen. Ich hätte sie bei meinen vorangegangenen ICSIs gut gebrauchen können…
Wenn ihr mögt, könnt ihr diesen Artikel sehr gerne teilen und noch mehr Paaren dabei helfen, ihren Kinderwunsch zu erfüllen!

Behandlungskosten

Vorab: Sie werden hier keine Euro-Beträge finden, da die Kosten für eine Kinderwunschbehandlung je nach Therapie, Zusatzmaßnahmen, Familienstand, Medikamentenbedarf, etc. stark schwanken können. Wir halten uns bei der Abrechnung strikt an das Sozialgesetzbuch (bei Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung) mit dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab sowie an die Gebührenordnung für Ärzte (bei Selbstzahlern, privat versicherten Patienten und eventuellen Zusatzleistungen), welche Sie in der Praxis einsehen können. Gerne erläutern wir Ihnen die Kosten z.B. im Rahmen Ihres Erstgesprächs.

Die Kosten für die initiale Diagnostik (Erst- und Zweitgespräch) inklusive Blutanalysen oder evtl. notwendiger diagnostischer oder therapeutischer Operationen übernehmen in aller Regel die Krankenkassen.

Seit Inkrafttreten des Gesundheitsmodernisierungsgesetztes zum 1. Januar 2004 werden die Verfahren der assistierten Reproduktion (Intrauterine Insemination, IVF, ICSI) für gesetzlich versicherte Patienten nicht mehr wie im bisherigen Umfang von den Krankenkassen getragen. Wenn die Rahmenbedingungen laut Sozialgesetzbuch (z.B. Alter nicht unter 25 Jahren, Alter der Frau unter 40 Jahren, Alter des Mannes unter 50 Jahren) stimmen, werden von der gesetzlichen Krankenversicherung bis zu drei Behandlungszyklen IVF oder IVF/ICSI auf Antrag zur Hälfte finanziert. 50% der Behandlungskosten müssen die Patienten zur Zeit noch selbst aufbringen. Einzelne gesetzliche Krankenversicherungen übernehmen allerdings mehr als diese 50%. Lesen Sie hierzu unten weiter.

Hinweis für Privatversicherte: Ist der die Sterilität „verursachende“ Partner privat versichert, so sind in der Regel sämtliche Kosten einer Kinderwunschbehandlung von ihrer/seiner privaten Kasse zu übernehmen – auch wenn der andere Partner gesetzlich versichert ist. Lesen Sie aber bitte zuvor genau Ihre Versicherungsverträge durch (eventueller Ausschluß einer Kinderwunschbehandlung?).

Sind beide Partner privat versichert werden üblicherweise 4-6 Versuche der Insemination und 3-4 Versuche IVF oder ICSI in vollem Umfang übernommen.

Evtl. von den Paaren gewünschte Zusatzleistungen (sog. IGeL), wie z.B. Kryokonservierung, Blastozystenkultur, IMSI, etc. müssen allerdings in jedem Fall extra bezahlt werden. Diese Leistungen werden in aller Regel weder von der gesetzlichen, noch von der privaten Krankenversicherung übernommen. Hierüber schließen Sie vor Beginn der Behandlung mit Ihrem behandelnden Arzt eine Individuelle Honorarvereinbarung ab. Lesen Sie hierzu auch einen Artikel im Deutschen Ärzteblatt →.

Der Bundesfinanzhof hat abschließend entschieden, ob die Kosten für eine Kinderwunschbehandlung als Sonderausgaben oder Aussergewöhnliche (finanzielle) Belastung anerkannt werden:

Liegt die Ursache der ungewollten Kinderlosigkeit bei der Frau, muss das Finanzamt die Kosten anerkennen, soweit sie nicht von der Krankenkasse übernommen werden. Denn die Unfruchtbarkeit einer verheirateten Frau werten BGH und BFH als Krankheit, und die sog. homologe künstliche Befruchtung dient der Heilbehandlung dieser Krankheit (BFH-Urteil vom 18.06.1997, BStBl. 1997 II S. 805). Leider ergeben sich mit den Krankenkassen und Privatversicherern beim Thema „Kinderwunsch“ immer wieder Zuständigkeitsprobleme, wer nun für welche Kosten aufkommt. Die meisten Paar-Konstellationen (ein Partner privat, der andere gestzlich versichert) sind deshalb juristisch/gerichtlich bereits geklärt.

Wir sind Ihnen bei der Klärung dieser Fragen in jedem Fall behilflich und händigen Ihnen entsprechende Anträge aus. Bitte sprechen Sie vor einer Kontaktaufnahme mit einer Ihrer Kassen/Versicherungen mit einem unserer Ärzte oder kontaktieren Sie unsere Verwaltung (z.B. Frau Sternke) unter info(at)ivf-da.de oder telefonisch unter 06151 500 98 100.

Kinderwunsch Kosten – damit müssen Paare rechnen

Kinderwunschbehandlung – Mit diesen Kosten müssen Paare rechnen

Lässt sich der Kinderwunsch nur durch künstliche Befruchtung realisieren, kann das teuer werden. Wie sich diese Kinderwunsch Kosten zusammensetzen, was Paare selbst zahlen müssen und was die Krankenkassen übernehmen, verrät der folgende Ratgeber. Auch wo sich sparen lassen kann, wird beschrieben.

Die Kosten einer Kinderwunschbehandlung

Bevor eine Behandlung in einem Kinderwunschzentrum beginnt, wird zunächst ein individueller Therapieplan erstellt, in dem alle Behandlungsschritte und die jeweiligen Kosten aufgeführt sind.

Von Kinderwunschzentrum zu Kinderwunschzentrum sind die Kinderwunsch Kosten mitunter sehr unterschiedlich. Sie richten sich dabei nach

  • eingesetzten Medikamenten sowie dem Medikamentenbedarf (durchschnittlich ca. 100 bis 2.500 Euro pro Zyklus)
  • Narkose (in den meisten Fällen in der Behandlung selbst inbegriffen)
  • verwendetem Verfahren zur künstlichen Befruchtung

Die Kosten für das jeweils zur Anwendung kommende Verfahren können sich in folgendem Rahmen bewegen, sollten aber immer individuell beim jeweiligen Kinderwunschzentrum erfragt werden:

  • IUI (Insemination – Samenübertragung und Befruchtung der Eizelle im Körper der Frau): 200 bis 1.000 Euro
  • IVF (In-vitro-Fertilisation – Befruchtung der Eizellen im Reagenzglas): 2.800 bis 3.200 Euro
  • ICSI (Intracytoplasmatische Spermieninjektion – Einspritzung der Samenzelle direkt in das Zytoplasma einer Eizelle): 3.400 bis 3.800 Euro

Welche Kinderwunsch Kosten werden von der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung übernommen?

Die Übernahme der Kosten für eine Kinderwunschbehandlung durch gesetzliche und private Krankenversicherung unterscheiden sich deutlich. Auch die dafür notwendigen Voraussetzungen sind mitunter sehr verschieden.

Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung

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Gesetzliche Krankenkassen erkennen eine ungewollte Kinderlosigkeit nicht als Krankheit als solches an. Dennoch werden zumindest Kosten für Diagnostik und für eine medikamentöse Therapie (z. B. zur Stimulation der Reifung der Eizellen) übernommen. Für alle weiteren Behandlungen (IUI, IVF, ICSI) müssen gesetzlich Versicherte zumindest teilweise die Kosten selbst tragen.

Von der Krankenkasse werden üblicherweise die Kosten für Medikamente und Kinderwunsch-Therapie zur Hälfte übernommen.
Es gibt auch gesetzliche Krankenkassen, die mittlerweile eine erweiterte Kostenübernahme anbieten, bei der beispielsweise 75 Prozent der Kosten übernommen werden. Wenige Kassen beteiligen sich zudem mit weiteren Zuschüssen oder erstatten sogar 100 Prozent der Kosten, wenn bestimmte Voraussetzungen vorliegen. Inzwischen gibt es auch Krankenkassen, welche die üblichen Altersgrenzen verändert haben, weshalb Kinderwunsch-Patienten immer bei ihrer Krankenkasse erfragen sollten, welche Kosten der Kinderwunschbehandlung tatsächlich übernommen werden.

Voraussetzungen für die Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung:

  • Sowohl Mann als auch Frau sind mindestens 25 Jahre alt. Zudem darf die Frau das 40. und der Mann das 50. Lebensjahr noch nicht überschritten haben.
  • Eine Kostenübernahme erfolgt nur bei verheirateten Paaren.
  • Sofern in der Vergangenheit aufgrund der Familienplanung eine Sterilisation durchgeführt wurde, werden die Kosten nicht übernommen. Ausnahme stellt eine medizinisch indizierte Sterilisation dar.
  • Nach deutschem Recht muss die geplante Behandlung erlaubt sein.
  • Die Feststellung, dass die Kinderwunschbehandlung Aussicht auf Erfolg hat sowie die Aufklärung über soziale Aspekte muss durch einen anderen als den behandelnden Arzt erfolgt sein.
  • Es liegt von beiden Patienten ein negativer HIV-Test vor.
  • Verwendet werden nur Ei- und Samenzellen des zu behandelnden Paares.

Sofern die Voraussetzungen für die Kostenübernahme vorliegen, bewilligt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten in der Regel für folgende Behandlungen:

  • im normalen oder optimierten Zyklus bis zu acht Inseminationen
  • im stimulierten Zyklus bis zu drei Inseminationen
  • Befruchtung außerhalb des Körpers in insgesamt drei Zyklen

Gezahlt wird dabei nur das Verfahren, das im vorab zu erstellenden Therapieplan aufgeführt ist.
Wird die Befruchtung außerhalb des Körpers durchgeführt, zahlt die Krankenkasse den dritten Versuch jedoch nur, wenn es schon im ersten oder zweiten Zyklus zu einer Befruchtung kam.

Kostenübernahme durch die private Krankenversicherung

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In der privaten Krankenversicherung ist die Kostenübernahme einer Kinderwunschbehandlung oft nicht an viele Voraussetzungen geknüpft. Inwiefern jedoch eine Erstattung der Kinderwunsch Kosten erfolgt, ist vom jeweiligen Versicherungsvertrag abhängig.

In der Regel gibt es in der privaten Krankenversicherung keine Alterseinschränkungen für die künstliche Befruchtung. Wie die Kostenübernahme genau aussieht, lässt sich pauschal nicht beantworten. Einige Versicherer tragen die Kosten komplett, andere nur zum Teil. Die genauen Bedingungen finden sich immer in den Vertragsunterlagen.

Probleme bei der Kostenerstattung kann es aber unter Umständen geben, wenn ein Partner privat und der andere gesetzlich versichert ist. Begründet liegt dies darin, dass private Krankenversicherer nach dem so genannten „Verursacherprinzip“ erstatten. Liegt also die Ursache für den unerfüllten Kinderwunsch beim privat Versicherten, zahlt auch die private Krankenversicherung – und zwar unabhängig davon, ob der Partner in der gesetzlichen Krankenversicherung ist. Liegt die Ursache beim gesetzlich Versicherten, zahlt die gesetzliche Krankenversicherung. Lässt sich die Kinderlosigkeit auf beide Partner zurückführen, zahlt zudem jede Krankenversicherung entsprechend für den jeweiligen Partner.

Wie lassen sich bei einer Kinderwunschbehandlung Kosten sparen?

Paare, denen kein Zuschuss von der Krankenkasse gewährt wird (z. B. unverheiratete Paare, nach Sterilisation, bei Unter- oder Überschreiten der Altersgrenzen), müssen die Kosten der Kinderwunschbehandlung aus eigener Tasche zahlen. Das kann natürlich teuer werden. Auch gesetzlich Versicherte können den Eigenanteil nicht immer selbst aufbringen.

Deshalb fragen sich natürlich viele Paare, wie sie Kosten sparen können.

Die Möglichkeiten sind dabei nur gering. Vor allem Behandlungen im Ausland können in Betracht gezogen werden, denn sie sind mitunter günstiger als in Deutschland. Sofern die Behandlungen dem deutschen Embryonenschutzgesetz entsprechen, werden sie sogar von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst. Die Kosten der Reise ins Ausland, werden meist nicht erstattet. Eine Nachfrage bei der zuständigen Krankenkasse gibt dazu Aufschluss.

Generell lässt sich auch sagen, dass nicht in jedem Fall eine komplizierte Behandlung notwendig sein muss. Oft ist schon eine Optimierung des Zyklus ausreichend, bei welcher der weibliche Zyklus vom Gynäkologen mittels Ultraschall und Hormonbestimmung im Blut überwacht wird. Unter Umständen ist eine Hormontherapie notwendig, was aber deutlich günstiger als die Verfahren der künstlichen Befruchtung ist.

Wenngleich sich natürlich mit einer Behandlung im Ausland Kosten einsparen lassen, sollte nicht bei allen Dingen gespart werden. Natürlich gibt es bei der Behandlung im Ausland auch Risiken, diese sind aber nicht grundsätzlich größer als bei einer Behandlung in Deutschland. Einzig die Sprachbarriere könnte vielleicht zu Problemen führen.
Abzuraten ist aber von einem Alleingang, wenn es um die Anwendung von unterstützenden Medikamenten geht. Wer sich im Internet beliest, wird vielleicht fündig und „entdeckt“ Medikamente, die beispielsweise im Ausland frei verkäuflich sind und anderen Paaren möglicherweise bei der Erfüllung des Kinderwunsches „geholfen“ haben. Da die genauen Wirkstoffe dieser Medikamente jedoch nicht bekannt sind, sollten Paare diese Form der Hilfe meiden.

Welche Möglichkeiten gibt es noch, wenn es um die Einsparung von Kinderwunsch Kosten geht?

Neben den Zuschüssen durch gesetzliche und private Krankenkassen gibt es noch weitere Möglichkeiten, bei den Kosten der Kinderwunschbehandlung zu sparen.

So ist es für Ehepaare beispielsweise möglich, einen Teil der Kosten für die künstliche Befruchtung als außergewöhnliche Belastung bei der Steuererklärung anzugeben. Eine Geltendmachung dieser Kosten ist nach Auffassung des BGH auch für nicht verheiratete Paare oder bei einer Samenspende möglich.

Eine weitere Möglichkeit ist eine Kostenbeteiligung durch den Staat. So übernehmen einige Bundesländer für die ersten drei Versuche einer IVF– oder ICSI-Behandlung 25 und für den vierten Versuch 50 Prozent des Eigenanteils. Zu den sich beteiligenden Bundesländern gehören Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachen, Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie Thüringen.
Welche Voraussetzungen für die finanzielle Unterstützung erfüllt sein müssen und wie die Richtlinien der einzelnen Bundesländer aussehen, können Paare auf der dafür erstellten Internetseite des Bundesministeriums nachlesen.

Kosten der Insemination

Viele Paare, die ungewollt kinderlos bleiben, haben die Hoffnung, sich den Traum vom eigenen Kind mit Hilfe einer Insemination doch noch erfüllen zu können. Du solltest jedoch beachten, dass bei einer Insemination Kosten anfallen, die nur unter bestimmten Voraussetzungen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.
Wer übernimmt die Kosten der Insemination?

Kosten der Insemination werden teils übernommen

Wenn Du und Dein Partner Euch ein Kind wünscht, aber es auf dem natürlichen Weg nicht mit einer Schwangerschaft klappt, gibt es verschiedene Möglichkeiten der künstlichen Befruchtung, mit denen ihr Euch Euren Kinderwunsch doch noch erfüllen könnt. Die Insemination ist ein Verfahren, das bei einem unerfüllten Kinderwunsch helfen kann, die Befruchtung der Eizelle mittels direkter medizinischer Übertragung des männlichen Samens zu erreichen. Viele Paare machen sich allerdings Gedanken, ob die Insemination Kosten mit sich bringt, die sie nicht tragen können. Zum Teil werden die Kosten der Insemination jedoch von der Krankenkasse übernommen.

Viele Paare machen sich Gedanken, ob die Insemination Kosten mit sich bringt, die sie nicht tragen können.

In welcher Höhe die Krankenkasse die Kosten der Insemination übernimmt, hängt von dem angewandten Verfahren ab. Handelt es sich um eine künstliche Befruchtung mit hormoneller Stimulation, fallen bei der Insemination Kosten an, die zur Hälfte von den Krankenkassen für bis zu drei ärztliche Behandlungen getragen werden. Auch die Hälfte des finanziellen Aufwands für die Medikamente übernimmt die Krankenkasse. Wenn Du eine Insemination ohne hormonelle Stimulation in Anspruch nimmst, werden die Kosten der Insemination ebenfalls teilweise übernommen – hier zahlt die Krankenkasse die Hälfte von bis zu acht ärztlichen Behandlungen im Rahmen der künstlichen Befruchtung sowie die Hälfte der Medikamente. Der Eigenanteil liegt bei der Insemination mit hormoneller Stimulation bei circa 500 Euro pro Behandlung. Bei der Insemination ohne hormonelle Stimulation beträgt der Eigenanteil ungefähr 100 Euro.

Voraussetzungen für die Übernahme der Kosten der Insemination

Doch die Krankenkassen erstatten nicht in jedem Fall einen Teil der Kosten der Insemination. Die finanzielle Unterstützung durch die Krankenkassen hängt von unterschiedlichen Bedingungen ab, die das Paar, das sich ein Kind wünscht, erfüllen muss. Zu den Voraussetzungen für die Teilerstattung der Kosten gehört, dass Du und Dein Partner nicht jünger als 25 Jahre alt sein dürft. Darüber hinaus liegt die Altersgrenze für eine Übernahme der Kosten der Insemination bei Männern bei 50 und bei Frauen bei 40 Jahren. Des Weiteren musst Du einen positiven Röteln-Antikörpertest vorlegen und Ihr beide müsst nachweisen können, dass Ihr nicht mit dem HI-Virus infiziert seid. Die Erstattung der Kosten der Insemination ist auch daran gebunden, dass der behandelnde Facharzt die Indikation zur Durchführung einer künstlichen Befruchtung stellt. Wenn Du und Dein Partner diese Voraussetzungen erfüllt, müsst Ihr noch einen Behandlungs- und Kostenplan der anstehenden Behandlungen bei Eurer Krankenkasse vorlegen. Anschließend sollte der Übernahme der Kosten nichts mehr im Wege stehen.

Unverheiratete tragen Kosten der Insemination selbst

Während die Kassen die Kosten der Insemination bei verheirateten Paaren im oben beschriebenen Umfang tragen, ist bei unverheirateten Paaren eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen nicht vorgesehen. Wenn Ihr als unverheiratetes Paar die Kosten selbst tragen müsst, ist es immerhin möglich, dass eine Insemination vorgenommen wird. Dafür müsst Ihr aber wiederum nachweisen, dass Ihr Euch in einer festen und dauerhaften Beziehung befindet und dass keiner von Euch noch ehelich gebunden ist. Auch die Kosten der Insemination mit dem Samen eines Spenders müssen Paare in aller Regel selbst übernehmen, egal, ob sie ansonsten den Kriterien für die Kostenübernahme entsprechen oder nicht. Weitere Ausschlusskriterien für die Erstattung der Kosten durch die Krankenkassen sind die Krankenversicherung beim Sozialamt sowie eine bereits durchgeführte Eileiter- oder Samenleiterunterbindung, und zwar unabhängig davon, ob diese operativ rückgängig gemacht wurde.

Vergleich der Kosten der Insemination und der IVF (In-vitro-Fertilisation)

Dass auch eine IVF ebenso wie eine Insemination Kosten verursacht, ist klar. Doch im Vergleich zu den Kosten, die bei einer IVF (In-vitro-Fertilisation) anfallen, sind die Kosten der Insemination sogar relativ gering, denn eine IVF kostet in Deutschland durchschnittlich etwa 3.000 Euro pro Behandlungszyklus. Was die Kostenübernahme durch die Krankenkassen anbelangt, findet diese nur unter bestimmten Umständen statt. Seit 2004 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen lediglich noch 50 Prozent der Medikamenten- und Arztkosten für drei IVF. Gleiches, was auch für die Übernahme der Kosten der Insemination bei nicht verheirateten Paaren gilt, gilt auch für die Kostenübernahme der IVF: Unverheiratete Paare müssen die Kosten selbst tragen.

Die Kosten der Insemination hängen von der Art des angewandten Verfahrens ab: Während eine Insemination mit hormoneller Stimulation insgesamt ungefähr 1.000 Euro pro Behandlung kostest, fallen bei der Insemination ohne hormonelle Stimulation Kosten in Höhe von circa 200 Euro an. Wenn Du und Dein Partner miteinander verheiratet seid, übernimmt die Krankenkasse die Hälfte der Kosten von bis zu drei ärztliche Behandlungen bei der Insemination mit hormoneller Stimulation und die Hälfte der Kosten von bis zu acht ärztlichen Behandlungen der Insemination ohne hormonelle Stimulation. Auch die Hälfte des finanziellen Aufwands für die Medikamente wird von der Kasse übernommen.

Wie man die Erfolgsrate der künstlichen Befruchtung verbessert

Was ist künstliche Befruchtung?

Künstliche Befruchtung ist eine Fertilitätstechnik, welche die Injektion von Sperma direkt in den Körper einer Frau (Gebärmutterhals, Gebärmutter oder Eileiter) beinhaltet. Die meisten Frauen unterziehen sich einer intrauterinen Insemination (IUI), die von medizinischem Personal durchgeführt wird, bei der das Sperma mit einem dünnen Katheter in die Gebärmutter (intrauterine) eingeführt wird.
Eine andere Methode ist es, eine Insemination zu Hause durchführen, was bedeutet, dass die Befruchtung außerhalb einer Fruchtbarkeitsklinik (in der Regel im Haus der Empfängerin) erfolgt und oft von der Empfängerin selbst oder ihrem Partner durchgeführt wird. Diese Technik beinhaltet die Platzierung der Spermien in der Nähe des Gebärmutterhalses und nicht in der Gebärmutter. Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Insemination zu Hause durchzuführen, wie die Truthahn-Baster-Methode.


Die künstliche Befruchtung muss während der fruchtbaren Phase des Zyklus, d.h. kurz vor und während des Eisprungs, durchgeführt werden. Fruchtbarkeitsmedikamente können verwendet werden, um den Eisprung zu fördern und die Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen. IUI und Insemination zu Hause kann mit dem Sperma oder den Spendersamen des männlichen Partners durchgeführt werden.

Wie hoch sind die Erfolgsraten bei der künstlichen Befruchtung?

Die Erfolgsrate der künstlichen Befruchtung ist abhängig vom Alter der Frau, dem Alter des männlichen Partners / Spenders, ihrer Fruchtbarkeit, der Spermienqualität sowie davon, ob Fertilitätsmedikamente verwendet werden (d.h. Ovulationsinduktion).
Im Allgemeinen sind die Erfolgsraten der künstlichen Befruchtung niedriger als die der In-vitro-Fertilisation (IVF). Die Erfolgsraten von IUI nach einem Zyklus sind wie folgt:
• Frauen unter 35 haben eine Chance von 10-20 Prozent, schwanger zu werden;
• Frauen zwischen 35 und 40 Jahren haben eine Chance von 10 Prozent;
• Frauen über 40 haben eine Chance von 2-5 Prozent.
Wenn Sie über 35 Jahre alt sind, könnte die In-vitro-Fertilisation, abhängig von Ihrer Fruchtbarkeit, eine bessere Lösung sein.
Hinsichtlich der Insemination zu Hause liegen für die Erfolgsraten derzeit keine nationalen Statistiken vor. Die Erfolgsraten hängen vom Alter des Empfängers und des Spenders sowie von der verwendeten Technik ab; ob die Insemination mit der Baster-Truthahn-Methode durchgeführt wird, ob eine Gebärmutterhalskappe verwendet wird, ob Sie frisches oder gefrorenes Sperma verwenden usw.

Wie kann man die Erfolgsrate der künstlichen Befruchtung erhöhen?

Überprüfen Sie zunächst Ihre Fruchtbarkeit

Wenn Sie versuchen, schwanger zu werden (vor allem, wenn Sie älter sind als 35), ist es das Beste, wenn Sie ersteinmal Ihren Hausarzt aufsuchen. Dieser wird prüfen, ob alles in Ordnung ist und ob Fruchtbarkeitsprobleme bestehen. Abhängig von Ihrer persönlichen Situation kann Ihr Arzt eine Behandlung oder die Verwendung von Fruchtbarkeitsmedikamenten empfehlen, um Ihre Chancen auf eine Befruchtung durch künstliche Befruchtung zu erhöhen.

Lassen Sie das Sperma testen

Männer, die Sperma in Samenbanken spenden, werden gründlich überprüft, bevor sie als Samenspender akzeptiert werden. Wenn Sie also einen Spender aus einer Samenbank auswählen, können Sie sicher sein, dass das Sperma von guter Qualität ist.
Wenn Sie einen bekannten Spender auswählen, egal, ob er ein Freund oder Samenspender ist, den du online kennengelernt hast,vergewissern Sie sich, dass die Spermien von guter Qualität sind und keine sexuell übertragbaren Krankheiten, Infektionen oder genetischen Anomalien aufweisen. Am besten bitten Sie sie, Ihnen die Unterlagen zur Verfügung zu stellen, um sicherzugehen, dass sie Ihre Gesundheit und die Gesundheit Ihres zukünftigen Babys nicht gefährden.
Sie müssen auch wissen, wie fruchtbar sie sind. Ein Weg, um dies herauszufinden, ist es, Informationen über potentielle, frühere Spenden zu sammeln, oder darüber, ob sie Kinder haben. Bitten Sie sie zusätzlich, Ihnen einen männlichen Fruchtbarkeitstest zukommen zu lassen, um ihre Spermienqualität zu überprüfen.

Verfolgen Sie Ihren Eisprung

Das richtige Timing ist wichtig. Sie müssen genau wissen, wann Sie Ihren Eisprung haben, um die Insemination im optimalen Moment Ihres Zyklus durchzuführen und dadurch Ihre Chancen auf eine Empfängnis zu verbessern.
Um herauszufinden, wann Sie einen Eisprung haben, können Sie zum Beispiel ein Set zur Vorhersage des Eisprungs für zu Hause verwenden. Sie können auch täglich Ihre Basaltemperatur mit einem Thermometer verfolgen.
Sobald Sie mehr Informationen über Ihre fruchtbare Phase gesammelt haben, können Sie die Insemination zeitlich planen und Vereinbarungen mit dem Samenspender oder Ihrem Partner treffen. Darüber hinaus ist es am besten, die Insemination während des Tags des Eisprungs und / oder innerhalb der zwei Tage vor dem Eisprung durchzuführen (Spermien können bis zu 72 Stunden im Körper überleben).

Entscheiden Sie sich eher für IUI als für ICI

Die intrauterine Insemination (IUI) hat höhere Erfolgsraten als die intrazervikale Insemination (ICI), auch intravaginale Insemination genannt. Sperma kommt bei der IUI näher an das Ei (Sperma wird direkt in den Uterus injiziert, nicht nur neben dem Gebärmutterhals).

Entscheiden Sie sich für frisches Sperma

Mehreren Studien zufolge ist frisches Sperma effektiver als Sperma, das gefroren und aufgetaut wurde. Das Einfrieren und Auftauen kann die Spermamembran schädigen. Es ist jedoch zu erwähnen, dass viele Frauen noch immer mit gefrorenem Sperma schwanger werden.
Darüber hinaus beträgt die Lebensspanne von frischem Samen bei vaginaler Befruchtung bis zu 72 Stunden im Körper einer Frau. Dies bedeutet, dass die Chance auf eine Schwangerschaft besteht, auch wenn die Insemination ein oder zwei Tage vor dem Eisprung durchgeführt wird. Im Gegensatz dazu beträgt die Lebensspanne von gefrorenem Sperma bei vaginaler Befruchtung etwa 24 Stunden. Um die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen, ist es wichtig, genau zu wissen, wann Sie einen Eisprung haben.

Fertilitätsfördernde Mittel

Wenn Sie Probleme mit der Fruchtbarkeit haben oder über 35 Jahre alt sind, empfiehlt Ihnen Ihr Arzt möglicherweise Fruchtbarkeitsmedikamente. Deren Zweck ist es, Ihren Eisprung zu fördern, indem die Eizellproduktion erhöht wird und somit Ihre Chancen auf eine Schwangerschaft steigen. Die meisten Frauen, die während der IUI-Behandlung (üblicherweise Clomid) Fertilitätsmedikamente nehmen, werden innerhalb von 4 bis 5 Zyklen schwanger. Wenn Clomid nicht wirkt, könnte Ihnen empfohlen werden, während 3 bis 6 Zyklen der intrauterinen Insemination injizierbare Medikamente zu verabreicht zu bekommen.

Sperma sollte gewaschen werden

Das Waschen und Vorbereiten der Spermien vor dem Gebrauch kann ebenfalls die Erfolgschancen verbessern. Der Zweck dieses Verfahrens ist es, Chemikalien aus dem Sperma zu entfernen, da diese Toxine bei einigen Frauen allergische Reaktionen auslösen können. Außerdem dient das Waschen der Spermien dazu, die schwächeren Spermatozoen von den stärkeren Spermien zu trennen, sowie ein gutes Volumen sicherzustellen.

Ruhen Sie sich nach der Insemination aus

Obwohl Experten dieses Thema weiterhin diskutieren, haben Forscher kürzlich herausgefunden, dass das Ausruhen nach dem Verfahren Ihre Chancen verbessern kann. Die Studie wurde mit 400 Paaren, unterteilt in zwei Gruppen, die das IUI-Verfahren wählten, durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten, dass Frauen, die sich für 15 Minuten nach der IUI ausruhten, eine um 10% höhere Chance hatten, schwanger zu werden, als Frauen, die nach dem Verfahren aufstanden. Die Erfolgsrate der Empfängnis der Frauen, die liegen blieben, stieg auf 27%, während diejenigen, die unmittelbar nach dem Eingriff aufstanden, nur eine Chance von 17% hatten, schwanger zu werden.

Führen Sie mehrere Versuche durch

Es ist überaus wahrscheinlich, dass Sie nicht im ersten Zyklus schwanger werden. Sie werden wahrscheinlich mehrere Versuche durchführen müssen, bevor Sie letzendlich schwanger werden. Wenn nach mehreren Zyklen der künstlichen Befruchtung immer noch keine Anzeichen einer Schwangerschaft vorliegen, ist es am besten, andere Methoden wie IVF auszuprobieren.

Intrauterine Insemination (Spermienübertragung)

Diese Methode wird vor allem dann als Therapie der ungewollten Kinderlosigkeit durchgeführt, wenn die Samenzellen das Problem darstellen, z.B. wenn Zahl und Beweglichkeit der Spermien eingeschränkt sind. Aber auch bei ungünstigen Verhältnissen im Gebärmutterhals kann die Insemination den Weg zur Eizelle verkürzen und Hindernisse umgehen, weil die Spermien zum Zeitpunkt des Eisprungs über einen 1 mm dünnen, biegsamen Schlauch (Katheter) direkt in die Gebärmutter geleitet werden. Leichtere Störungen der männlichen Fortpflanzungsfähigkeit lassen sich auf diese Weise oft gut behandeln.

Mit Ultraschall wird festgestellt, ob bei der Frau das Eibläschen (der Follikel), sprungreif ist bzw. einen Durchmesser zwischen 18 und 20 mm hat. Gibt es mehr als drei Eibläschen, wie dies bei einer hormonellen Stimulationsbehandlung der Frau vorkommen kann, werden die überzähligen durch eine ultraschallkontrollierte Follikelpunktion abgesaugt. So wird verhindert, dass es zu einer hochgradigen Mehrlingsschwangerschaft kommt, gleichzeitig ist aber die Chance auf eine Schwangerschaft nicht vermindert. Dann erst wird der Eisprung mit einer Injektion „ausgelöst“.

Die Gewinnung des Ejakulates erfolgt zum Zeitpunkt des Eisprunges in speziellen, der Situation angepassten und ausgestatteten Räumen, die in der Klinik oder Praxis zur Verfügung stehen (Ejakulatorium). Ist der Wohnort weniger als eine halbe Stunde entfernt, kann das Sperma eventuell in speziellen Gefässen mitgebracht werden. Die Vorausetzungen und hygienischen Bedingungen entsprechen denjenigen bei der Gewinnung von Sperma für das Spermiogramm.

Danach muss es in einer speziellen Reinigungslösung gewaschen und aufbereitet werden. Hierdurch kann die Qualität der Spermien verbessert werden: Ihre Beweglichkeit nimmt zu, fehlgeformte und unbewegliche Spermien werden durch sanftes Zentrifugieren herausgefiltert. Mit Hilfe eines dünnen, sterilen Katheters wird die verbleibende, aufbereitete Spermamenge (etwa 0,5 ml) in die Gebärmutterhöhle eingebracht. Dieser Eingriff erfolgt ambulant und ist schmerzfrei. Nach der Insemination bleibt die Patientin ca. 20 Minuten liegen.

Da die Erfolgschance pro Zyklus zwischen 5 und 15 Prozent beträgt, sind 3-4 Wiederholungen sinnvoll. Erinnert sei an dieser Stelle noch einmal daran, dass die natürliche Schwangerschaftsrate pro Zyklus bei optimal fruchtbaren Paaren auch nur ca. 20-25% beträgt. Kann mit der Insemination keine Schwangerschaft erzielt werden, sollte ein Gespräch mit beiden Partnern festlegen, wie weiter vorgegangen wird. Je nach Situation können kompliziertere Behandlungsmethoden wie die in-vitro-Fertilisierung (IVF) und die intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) angeschlossen werden.

Ein intratubarer Gametentransfer (GIFT = gamete intrafallopian transfer) ist oft eine gute Möglichkeit für Paare, bei denen eine intrauterine Insemination erfolglos war, und bei denen die Samenqualität des Mannes relativ schlecht ist.

Neben der üblichen homologen Insemination, bei der Samen des Ehemannes in die Gebärmutter eingespritzt wird, gibt es noch die heterologe Insemination mit Spendersamen.

Letzte Aktualisierung : 03-04-18, BH

Die Samenübertragung (Insemination)

Bei der Samenübertragung bringt die Ärztin oder der Arzt befruchtungsfähige Samenzellen in die Gebärmutter der Frau ein. Auf diese Weise sollen sie die Eizelle schneller und in größerer Menge erreichen als nach einem Geschlechtsverkehr.

© BZgA/HN/Eichhöfer

Die Samenübertragung (Insemination) ist eine Kinderwunsch-Behandlung, bei der mit medizinischer Hilfe die Eizelle im Körper der Frau befruchtet werden soll. Am häufigsten werden dafür die Samenzellen des Mannes direkt in die Gebärmutter der Frau übertragen (intrauterine Insemination). Die Insemination ist normalerweise schmerzfrei.

Es gibt zwei Möglichkeiten der Samenübertragung: die Übertragung des Samens vom Partner der Frau und die Übertragung von Spendersamen.

Gründe für eine Samenübertragung

Eine Insemination mit dem Samen des Partners (homologe Insemination) kommt infrage, wenn

  • ein Paar keinen Geschlechtsverkehr haben kann,
  • die Zeugungsfähigkeit des Mannes durch zu wenige oder nicht genügend bewegliche Samenzellen leicht eingeschränkt ist,
  • bei der Frau der Zervixschleim zum Zeitpunkt des Eisprungs so beschaffen ist, dass die Samenzellen ihn entweder nicht durchdringen oder darin nicht überleben können.
  • ein Paar seit längerer Zeit unfruchtbar ist, die Ursache dafür aber nicht gefunden werden kann (idiopathische Infertilität).

Eine Kinderwunsch-Behandlung mit dem Samen eines anderen Mannes (heterologe oder donogene Insemination) ist möglich, wenn

  • der eigene Partner unfruchtbar ist,
  • eine alleinstehende oder lesbische Frau schwanger werden möchte.

Vor einer Samenübertragung sollte überprüft werden, ob die Eileiter der Frau durchgängig sind.

Wie läuft eine Samenübertragung ab?

Am häufigsten wird der Samen direkt in die Gebärmutter übertragen. Die Behandlung geht fast immer mit einer hormonellen Stimulation der Eierstöcke einher. Medikamente in Form von Tabletten und/oder Spritzen regen dabei die Eizellreifung an. Ultraschall-Untersuchungen und Hormonbestimmungen im Blut geben Auskunft über die Größe und die Reife des Eis. Zum entsprechenden Zeitpunkt wird der Eisprung gezielt ausgelöst. Spätestens 36 Stunden danach findet die Samenübertragung statt.

Am Tag der Samenübertragung wird frisches Sperma benötigt. Dazu masturbiert der Mann in einem speziellen Raum des reproduktionsmedizinischen Zentrums. Das Sperma wird sodann im Labor aufbereitet, dabei mit einer speziellen Flüssigkeit vermischt und zentrifugiert. Auf diese Art lassen sich die Samenzellen von der Samenflüssigkeit trennen. Außerdem filtert das Labor möglichst viele befruchtungsfähige Samenzellen heraus.

Die Samenzellen werden dann mit einem dünnen Schlauch (Katheter) in die Gebärmutter eingebracht. Anschließend bleibt die Frau am besten noch eine Viertelstunde liegen. Das erhöht die Chancen auf eine Befruchtung.

Eine Samenübertragung kann grundsätzlich auch in einer Frauenarztpraxis stattfinden. Wird die Frau vorher jedoch hormonell stimuliert, um die Eizellreifung anzuregen, dürfen nur spezialisierte Ärztinnen und Ärzte (mit dem Schwerpunkt „Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin“) sie behandeln.

Möglich ist außerdem, die Spermien in einer Kappe oder einem Becher vor den Muttermund zu bringen. Die Erfolgschancen dieser Methode sind jedoch deutlich geringer. Da die Samenzellen zuvor nicht aufbereitet werden und die Frau nicht hormonell stimuliert wird, kann dieses Verfahren in jeder Frauenarztpraxis angeboten oder zuhause angewendet werden.

Chancen und Risiken einer Insemination

Die Erfolgsaussichten einer Insemination hängen stark vom Alter und den körperlichen Voraussetzungen der Frau sowie von der Anzahl befruchtungsfähiger Samenzellen des Mannes ab.

Ohne vorherige Hormonstimulation sind die Chancen auf eine Schwangerschaft bei Paaren mit eingeschränkter Fruchtbarkeit deutlich geringer als mit einer Hormonstimulation. Studien weisen allerdings darauf hin, dass die Hormonstimulation bei einer Insemination die Chance auf eine Schwangerschaft nur bei Paaren mit unerklärbarer Unfruchtbarkeit erhöht. Ist die Zeugungsfähigkeit des Mannes zu stark eingeschränkt, bleibt sie wirkungslos. Dann kommt vielleicht eine künstliche Befruchtung (In-vitro-Fertilisation oder ICSI) infrage.

Eine Hormonstimulation kann körperlich belastend und mit gesundheitlichen Risiken verbunden sein. In seltenen Fällen führt sie zum sogenannten Überstimulationssyndrom, bei dem der Körper der Frau auf die Hormonpräparate „überreagiert“. Es können dann Bauchschmerzen, Übelkeit, Spannungsgefühle im Bauch sowie Kurzatmigkeit auftreten. Die Ärztin oder der Arzt muss dann sofort verständigt werden. In seltenen schweren Fällen ist eine Klinikbehandlung notwendig.

Reifen durch die Hormonstimulation mehrere Eibläschen heran, erhöht sich außerdem die Wahrscheinlichkeit für eine Mehrlingsschwangerschaft. Sie bringt für eine Schwangere eine deutlich höhere körperliche Beanspruchung mit sich. Auch das Risiko von vorzeitigen Wehen und Frühgeburten ist bei Mehrlingen deutlich erhöht.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 22.02.2017

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