Insel der besonderen kindern trailer

Die Insel der besonderen Kinder [Trailer]

4. Oktober 2016 |In media |By Team

Ab dem 06.10.2016 läuft der neue Tim Burton Film in den Kinos und wir möchten euch das Teil hiermit sehr ans Herz legen:

In der Romanverfilmung Die Insel der besonderen Kinder kommt ein Teenager auf eine Insel mit übernatürlich begabten Waisenkindern.

Handlung von Die Insel der besonderen Kinder
In Die Insel der besonderen Kinder verliert der 16-jährige Jacob seinen Großvater durch ein Wesen, dass er immer für eine Erfindung seines Opas gehalten hatte. Um dem Geheimnis auf den Grund zu gehen, beschließt er, den Geschichten seines Großvaters nachzugehen.

Diese führen ihn auf eine Insel mit einem verlassenes Waisenhaus, in dem einst Kinder mit übernatürlichen Kräften lebten.

Hier trifft er auf die junge Emma, die Feuer kontrollieren kann. Die nimmt ihn mit in eine Zeitschleife, welche beide in die 1940er Jahre führt, als das Waisenhaus noch ein Zufluchtsort für begabte Kinder war, die etwa unsichtbar sein können oder andere Superkräfte haben. Geführt wird das Heim von Miss Peregrine, doch auch sie kann die Kinder nicht vor den Hollows beschützen – böse Wesen, die ihnen nach dem Leben trachten.

Hintergrund & Infos zu Die Insel der besonderen Kinder
Die Insel der besonderen Kinder (OT: Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children) basiert auf dem gleichnamigen Jugendbuchbestseller von Ransom Riggs aus dem Jahr 2011. Dieser setzte das Buch, welches ursprünglich als Bilderbuch geplant war, als Montage aus Text und alten Privatfotos diverser Sammler um.

Jane Goldman verantwortete die Drehbuchadaption, eine interessante Entscheidung, da die Drehbuchautorin für Fox auch schon X-Men: Erste Entscheidung und X-Men: Zukunft ist Vergangenheit schrieb. Auf der Liste der Schauspieler im Film stehen unter anderem Trotzdem liest sich die Besetzung recht ordentlich. Eva Green, Samuel L. Jackson, Judi Dench. Nur Burton Kumpel Johnny Depp fehlt irgendwie, spielt er doch in jedme zweiten Film des Regisseurs mit. Dennoch: Nicht schlecht, die Liste der Schauspieler!

Jane Goldman wurde für diesen Job persönlich von Regisseur Tim Burton ausgewählt. Ein bisschen erinnert die Story an das, was X-Men für die Erwachsenen ist. Begabte Kinder, die in einem gemeinsamen Unterschlupf von einer Person geschützt werden und die irgendwann aktiv werden und die Welt retten. So in der Art.

Die Insel der besonderen Kinder

Es ist schon ein Meisterstück, einen Film zu machen, der sich in der ersten Stunde sehr penetrant und redundant selbst erklärt und der es trotzdem schafft, das Publikum am Ende mit der Frage zu entlassen „Worum ging es eigentlich in diesem Film?“. Jake (Asa Butterfield) ist ein Junge mit ignoranten Eltern und einem Großvater, der aus Polen stammt und den Holocaust überlebt hat, weil er nach Wales in ein Heim geschickt wurde. Von diesem Heim erzählt er Jake immer und immer wieder, denn es war ein besonderer Ort. Ein Ort, an dem besondere Kinder leben. So wie Emma (Ella Purnell), die Luft manipulieren kann und ohne ihre Bleistiefel davonfliegen würde. Oder Olive (Lauren McCrostie), die Feuer entfachen kann. Andere Kinder sind unsichtbar oder superstark oder können Pflanzen wachsen lassen. Doch je älter Jake wird, desto klarer scheint ihm, dass all dies nur Hirngespinste waren, mit denen sich der Großvater die Gräuel des Zweiten Weltkrieges erklärt hat. Dann stirbt sein Opa einen gewalttätigen Tod. Jake findet ihn im Wald ohne Augen und sieht ein Monster mit langen Krakenarmen. Von da an leidet er unter einem posttraumatischen Stresssyndrom – sagt zumindest seine Psychotherapeutin, die ihn ermuntert, in Wales nach dem Heim zu suchen, um dort vielleicht zu heilen. Also fahren Jake und sein läppischer Vater nach Wales, und in der Tat findet Jake das Heim, welches von außen zerstört und verwaist aussieht. Doch eigentlich ist es in einer Zeitschleife im Jahr 1943 versteckt, um die Kinder zu schützen. Jake gelingt es, in diese versteckte Welt einzutreten und dort lernt er Miss Peregrine (Eva Green) kennen, die sich in einen Falken verwandeln kann und die Gabe hat, Zeit zu manipulieren. Doch es gibt auch Widersacher, die die besonderen Kinder jagen.
Noch bevor man diese besonderen Kinder trifft, weiß man von ihnen. Der Trailer erzählt es uns. Jakes Großvater am Anfang des Filmes. Und Jake selbst noch einmal. Dann ist schon eine Stunde vergangen und man trifft endlich auf die ewig Eingeführten, die noch einmal von Miss Peregrine eingeführt werden. Burtons Credo ist eindeutig: unbedingt darauf hinweisen, dass diese Kinder besonders sind! Ganz besonders besonders! Auf einzelne Figuren geht der Film indes nicht weiter ein, niemand darf hier über die Besonderheit hinauswachsen und eine mehrdimensionale Figur werden. Denn das ist das Prinzip Burtons, welches sich in den vorigen Jahren etabliert hat. Seine Phantasmagorien enthalten immer noch die gleichen Bestandteile: es sind deliriös entrückte Welten wie Kuriositätenkabinette, stets in der Vergangenheit oder in ganz und gar ausgedachten Universen verortet, hochgestylt und aufgepumpt mit wahnwitzigen Spielereien und Übertreibungen, in denen sich kindlicher Spaß und dunkle Gefahr vereinen. Es sind Orte, an denen Figuren leben, die stets „das Andere“ sind, die nicht der Norm entsprechen, nicht hineinpassen. Doch es scheint, als würde Burton nur noch die Geste dieser Figuren erfassen können. Während die Oberfläche weiter schwarz-grau-bunt glitzert und sie allerlei verrückt-geniale Einfälle enthält, sind ihre Bewohner fahl geworden. Sie sind nur noch die Stellvertreter einstiger fleischig-echter Figuren wie Edward mit den Scherenhänden. Es sind die Geister von Beetlejuice, oberflächliche Beschwörungen, die aber längst keine emotionale Füllung mehr haben. Das Besondere ist ausgelutscht. Die Figuren schweben davon wie Emma, die von Jake an einer Leine gehalten wird als wäre sie ein Ballon.
Wieso ist Die Insel der besonderen Kinder eine ewig redundante Einführung, die faktisch keine rechte Geschichte erzählt, sondern einfach nur ein knappes und aufgeblähtes letztes Kapitel mit einem komplizierten Endkampf gegen den Widersacher anhängt und sich dann hinfort schleicht? Es scheint, als wäre Burtons Kreativität dem Kommerzgedanken gewichen, der sich die Gesten und Eigenheiten des einstigen Meisters des gruselig Kuriosen zu eigen macht und sich überstülpt wie eine Hülle. Doch darunter sind hier ganz eindeutig die Konventionen und der Drehbucheinheitsbrei des momentanen Hollywoodkinos zu sehen, die Die Insel der besonderen Kinder zu einem zombiehaften Film machen, der wie Burton aussieht, aber keineswegs wie Burton schmeckt, riecht und atmet.

Die Filmstarts-Kritik zu Die Insel der besonderen Kinder

Mit „Batman“ (1989) und „Batmans Rückkehr“ (1992) war er einst selbst der Wegbereiter der düsteren Comicverfilmungen, die Christopher Nolan im neuen Jahrtausend mit seiner „Dark Knight“-Trilogie zur Meisterschaft führte. Mittlerweile werden wir allerdings mit derart vielen gebrochenen Superhelden auf der Kinoleinwand bombardiert, dass es Regisseur Tim Burton nicht mehr gefällt: „Brauchen wir wirklich noch mehr Superhelden-Filme? Es hört nicht auf. Es ist unglaublich, wie lange das schon so geht und es werden mehr und mehr. Irgendwann werden die Leute diese Filme satt haben.“ Während Marvel und Warner CGI-lastige und sich meist stark ähnelnde Comic-Verfilmungen produzieren, bis die Rechner glühen, findet Burton einen eigenen Dreh und zeigt uns, wie sich eine Geschichte mit einem Effektfeuerwerk-Finale und einem mit Superkräften ausgetragenen Kampf zwischen Gut und Böse, auch heute noch mit frischem Schwung und ganz ohne von der Pein ihres Daseins gebeugte Heldenfiguren erzählen lässt. Seine fantasievolle und optisch brillante Bestseller-Verfilmung „Die Insel der besonderen Kinder“ ist ein schwärmerisch-verschrobenes Märchen für Erwachsene, das Einblicke in eine zauberhafte, verrückte und ein bisschen gruselige Welt gewährt.
Der 16-jährige Außenseiter Jake (Asa Butterfield) hat es an seiner Schule in Florida nicht leicht. Sein bester Freund ist sein Opa Abe (Terence Stamp), der ihm zeitlebens schaurige Geschichten von „besonderen Kindern“ in einem Waisenhaus in Wales erzählt. Als Weltkriegsveteran Abe überfallen und getötet wird, glaubt Jake, riesige Monster gesehen zu haben – was ihn in psychiatrische Behandlung bringt. Um das Trauma zu überwinden macht sich Jake mit seinem Vater Franklin (Chris O’Dowd) auf den Weg nach Wales zur Insel der besonderen Kinder, erkundet die zerfallene Waisenhaus-Ruine aber lieber allein. Dort verschlägt es ihn plötzlich in das Jahr 1943, wo Heimleiterin Miss Peregrine (Eva Green) und ihre Schützlinge, darunter Emma (Ella Purnell), Oliver (Lauren McCrostie), Enoch (Finlay MacMillian) und Horace (Hayden Keeler-Stone), in einer selbst konstruierten Zeitschleife leben, in der sich der 3. September ständig wiederholt. Die Kinder, die Jake von Abes Bildern kennt, verfügen über unterschiedliche Superkräfte. Aber gegen den mächtigen Barron (Samuel L. Jackson), der mit seinen unsichtbaren Schattenwesen alle Zeitschleifen zerschlagen will, helfen die nur wenig …

Ransom Riggs‘ Debüt-Roman von 2011 ist das perfekte Material für Tim Burton. Der Fantasy-Maestro legt mit „Die Insel der besonderen Kinder“ seinen besten Film seit dem Grusel-Musical „Sweeney Todd“ (2007) vor. Die Außenseiter-Welten seiner älteren Filme wie „Edward mit den Scherenhänden“, „Beetlejuice“ und „Sleepy Hollow“, finden mit ein bisschen „Harry Potter“-Schulgeschichtenmagie und ein paar Superhelden-Elementen zu einem typischen und zugleich durchaus überraschenden Burton-Film zusammen. Die Geschichte beginnt in der tristen Gegenwart, aber stakkatoartig eingesetzte Fantasy-Einschübe bereiten so elegant den Boden für den großen Sprung durch Zeit und Raum, dass er als logische Konsequenz des Geschehens erscheint. Und wie sich das für einen guten Fantasy-Film gehört, ist die Welt jenseits unserer eigenen weitaus interessanter und faszinierender als diese: Burton und seine Drehbuchautorin Jane Goldman („X-Men: Erste Entscheidung“) enthüllen bis zum großen Finale gekonnt eine Ebene nach der anderen, erhöhen damit schrittweise die Komplexität der Welt (und der Erzählung) und versetzen das Publikum immer wieder ins Staunen.

Der Zuschauer erlebt die Geschichte aus der Perspektive des (ahnungslosen) Helden Jake, der nach und nach entdeckt, was die bisherigen 16 Jahre seines Lebens vor ihm verborgen lag. Asa Butterfield („Hugo Cabret“, „Ender’s Game“) gibt dem Außenseiter ein großes Herz und bildet mit der charismatischen Eva Green („Casino Royale“) als resolute, aber gutherzige Waisenbeschützerin Miss Peregrine (eine schaurige Mary Poppins) ein harmonisches Kampfgespann, das sich gut ergänzt. Auch die „besonderen Kinder“ der Insel sind abwechslungsreich gestaltet, die Motive und Hintergrundgeschichten der Bösewichte fallen dagegen sehr konventionell aus. Insbesondere Samuel L. Jacksons Auftritt erweist sich als kleine Enttäuschung: Während der „Pulp Fiction“-Star im großartigen „Kingsman“ (ebenfalls von Jane Goldman geschrieben) bewusst die Grenze zur Karikatur überschritten hat und auf eine ironische Metaebene vorgedrungen ist, gelingt dieser Kunstgriff hier nicht so gut. Seine Figur Barron (im Roman manifestiert als männlicher Psychiater Dr. Golan) ist einfach nur überkandidelt und ständig aufgedreht.
Das Setting im Wales des Kriegsjahres 1943 wirkt schrullig und angenehm altmodisch und die Handlung wird hauptsächlich von jugendlichen Helden bevölkert, aber Burton schlägt einen recht düsteren, zuweilen makabren Erzählton an, der eher an ältere Jugendliche und Erwachsene gerichtet ist. Der Regisseur mixt Motive aus alten Horrorfilmen, Märchen, Fabeln und Superheldengeschichten zu einer unwiderstehlichen und unverwechselbaren Melange à la Tim Burton. Die schwelgerischen, farbenprächtigen Bilder von Kameramann Bruno Delbonnel („Die fabelhafte Welt der Amelie“, „Dark Shadows“) decken das ganze Spektrum zwischen Wärme und Eiseskälte ab – und sorgen mit dafür, dass jede Szene dieses atmosphärisch ganz starken Films (auch das Produktionsdesign und die Musik leisten da ihren Beitrag) eine eigene angemessene Stimmung besitzt. Spezialeffekte setzt Burton dabei ganz behutsam ein, sie treten erst im visuell brillanten Showdown in den Vordergrund und runden den sinnlichen Kino-Hochgenuss spektakulär ab.
Fazit: Tim Burton ist zurück – seine Jugendbuch-Verfilmung „Die Insel der besonderen Kinder“ ist ein atmosphärisch dichtes Fantasy-Märchen mit einer ungewöhnlichen Geschichte, fantastischen Bildern und sorgsam eingesetzten Spezialeffekten.

Tim Burton, Regisseur von „Alice im Wunderland“ und „Beetlejuice“, will seine kleine Durststrecke der vergangenen Jahre mit „Die Insel der besonderen Kinder“ beenden. Die Romanverfilmung handelt von einem Kinderheim, das von Miss Peregrine (Eva Green) geleitet wird. Der Aufenthalt ist dabei Nachwuchs mit besonderen Superheldenkräften vorbehalten. Die Kinder verfügen Beispielsweise über Unsichtbarkeit, die Fähigkeit zu fliegen oder übermenschliche Stärke.

Peregrine hilft den Kindern beim Entwickeln und Kontrollieren ihrer Fähigkeiten. Allerdings wird der Zufluchtsort von Barron (Samuel L. Jackson) bedroht, der einzigen Figur im Film, die ihren Ursprung nicht in der Buchvorlage von Ransom Riggs hat. Der nun erschienene neue Trailer zum Fantasy-Abenteuer entführt den Zuschauer in die wundersame Welt, in der die „Besonderen“ der Gesellschaft zuhause sind. Die Existenz der Kinder wird dabei von einer sich immer wiederholenden Zeitschleife verborgen. Den Trailer könnt Ihr Euch hier anschauen:

Die Geschichte ist unverbraucht, der Look wirkt innovativ und die CGI-Effekte fügen sich gut in das ländliche Idyll ein. Vielleicht schafft Tim Burton so den Sprung aus dem kreative Loch, in das er nach dem ersten Teil von „Alice im Wunderland“ hineingefallen war. Seine darauffolgenden Projekte, „Dark Shadows“ und „Big Eyes“, hatten eher mäßigen Erfolg – trotz guter Besetzung.

Ab dem 6. Oktober 2016 läuft „Die Insel der besonderen Kinder“ in den deutschen Kinos.

In dieser Geschichte:
Eva Green, Peculiar Children, Peregrine, samuel l. jackson, Tim Burton

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.