Inkontinenz nach geburt

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Inkontinenz nach der Geburt: „Ich habe mir bei jedem Hustanfall in die Hose gepinkelt.“

Sich vor Lachen einpissen – dieser doch eigentlich lustig gemeinte Spruch mag für die eine oder andere von uns nach der Geburt eine ganz andere Bedeutung bekommen haben. Zack. Bumms. Beckenboden. Inkontinenz. Da war doch was.

Sind wir alle mal ehrlich: Wer von uns besteht den Trampolintest in den ersten Monaten nach der Geburt ohne Malheur? Wer denkt nicht:

„Scheiße, das war doch mal anders. Hilfe, bleibt das so? Ich bin doch keine 80.“

Und selbst ich, Doro, die zwei Kaiserschnitte hatte, wobei ich bei dem einen zumindest schon in den Presswehen steckte, muss zugeben: Ein Hoch auf die Beckenbodenphysio. Die könnt ihr euch alle übrigens verschreiben lassen. Ist zwar grundsätzlich brutal langweilig, aber mit einer lustigen Expertin läuft auch das. Danke, liebe Sonni!

So, ich denke: Wir müssen über dieses Thema reden. Denn bevor wir uns in unseren Kammern verstecken und uns heimlich einpinkeln, für unsere Inkontinenz bis ins Mark schämen, lasst uns doch ein bisschen gemeinsam über unsere undichten Stellen lachen und uns gegenseitig anfeuern:

„WIR MÜSSEN RÜCKBILDUNGSGYMNASTIK MACHEN!“

– denn ansonsten geht es euch so wie der Autorin des folgenden Gastbeitrags. Sie möchte namentlich nicht genannt werden. Verständlich. Sie möchte euch aber ihre Geschichte ans Herz legen, damit ihr euch um euren Beckenboden kümmert.

Kurze Warnung vorab: Spannt ab jetzt den Beckenboden an – nicht, dass ihr euch vor lachen ein…NEIN!

Ist die Hose nass, macht das Leben trotzdem Spaß – oder was?

Wie soll ich es sagen, ich bin nicht mehr ganz dicht. Nach der Schwangerschaft hörte ich von allen Seiten von total wichtiger „Rückbildung“! Ich dachte, Rückbildung sei etwas für Frauen, die verzweifelt um den perfekten After-Baby-Body kämpfen. Ja, lacht nicht so laut, das dachte ich. Da mein Before-Baby-Body schon alles andere als perfekt war, konnte das für mich keine hohe Priorität haben.

Die paar Tröpfchen Urin verbuchte ich unter Geburtsfolgen.

Ich war sogar zu einem Rückbildungskurs angemeldet und da ich direkt nach dem Mutterschutz wieder in die Arbeit einsteigen musste, mein Gehalt war das einzige in der Familie, war mir das doch einfach zu stressig. Rückbildungsquatsch mit 40 Stunden-Woche und Säugling. Was soll man denn noch alles machen? Die paar Tröpfchen Urin, die hier und dort aus mir entwichen, verbuchte ich unter Geburtsfolgen, die sich sicher wieder von alleine erledigten. Außerdem machte ich halbherzig ein paar Übungen in Eigenregie, regulierte das Feuchtigkeitsproblem mit Slipeinlagen. Nach 6 Monaten wurde ich langsam ungeduldig mit diesen paar Tröpfchen jeden Tag, aber war noch nicht besorgt.

Mir wurde bewusster, dass ich in die Hose pinkelte.

Dann erwischte ich ein paar Kinderviren, diese fiesen, kleinen Dinger, die dich auf einen Schlag soviel kränker machen als ein Erwachsener gewöhnt ist. Ich kotzte, nieste und hustete wie ein schwindsüchtiges Pferd und kaufte die ersten Blasenschwäche-Einlagen meines Lebens, weil ich mir natürlich bei jedem Hustenanfall in die Hose pinkelte. Wir reden nicht mehr von ein paar Tröpfchen, wir sprechen von einem Hustenanfall im Supermarkt an der Wursttheke und einer Hose, die anschließend bis zum Knie nass war. Mir wurde von Tag zu Tag bewusster, dass ich nicht nur beim Husten, sondern auch bei normalem Räuspern oder Lachen, beim Tanzen und Hüpfen, schlicht und ganz direkt gesagt in die Hose pinkelte.

Ja, blöd gelaufen.

Mittlerweile bin ich (von ernsthaftem Husten abgesehen) relativ dicht. Mein Geheimrezept?

Ich habe doch noch ernsthaft mit Übungen für den Beckenboden begonnen.

Ich gehe in etwa alle 20 Minuten zur Toilette.

Ich sitze niemals im Schneidersitz.

Wenn ich mich räuspern muss, spanne ich vorher alle edlen Teile an, als wollte ich eine Walnuss mit meiner Vagina zerquetschen. Wenn ich erkältet bin, kaufe ich Binden die groß genug sind um den Abendbrottisch damit abzudecken.

Blasenschwäche ist etwas für alte Frauen.

Aber sauer bin ich. Warum sagt einem das keiner? Warum zum Geier sind nicht alle Muttiseiten voll davon? Wieso war einer interessierten, intelligenten Frau wie mir diese wirklich wichtige Information entgangen? Ich glaube, weil es so peinlich ist. Blasenschwäche ist etwas für alte Frauen. Dabei stimmt das ja gar nicht. Ich für meinen Teil habe 4180 Gramm und 55 Centimeter aus mir herausgepresst. Den Kopfumfang habe ich verdrängt, aber ich sags mal so: der Kindsvater trägt Hutgröße 62. Zumindest die Frauen, die dieses Schicksal teilen, werden ihre Probleme haben.

Darum schreibe ich das hier: Mädels, geht zur Rückbildung! Fangt so früh wie möglich an und trainiert so hart ihr könnt. Den Preis für eventuelle Motivationsschwäche bezahlt ihr sonst ein Leben lang, wie einen Immobilienkredit. Nur das in vollgepissten Hosen keiner wohnen möchte!

Das kann ich nur unterschreiben. Mädels, ich bin es, die MutterKutter-Hebamme und siebenfache Mama Kerstin Lüking. Wie wichtig Beckenboden-Gymnastik ist, das habe ich am eigenen Leib zu spüren bekommen.

Ja, der Beckenboden – das unbekannte Wesen…
…Wer ist er denn eigentlich überhaupt, unser Beckenboden?

Von vielen überhaupt nicht beachtet, da er ja einfach da zu sein scheint. Dass er eine wichtige Haltefunktion für unsere inneren Organe (Harnblase, Darm und Gebärmutter) darstellt, wird vielen erst bewusst, wenn sie schwanger sind oder ein Kind geboren haben.
Aufgespannt wie eine Hängematte, hängt er zwischen Scham- und Kreuzbein befestigt und wird ordentlich strapaziert, wenn sich so eine kleine Walküre durch das Becken bis zum Ausgang rotiert, um geboren zu werden.

Schon in der Schwangerschaft merken viele Frauen, dass sie nicht ganz „dicht“ zu sein scheinen. Beim Niesen oder Husten, geht häufig mal „was“ daneben, was sich dann in der Wochenbett-Zeit nahtlos fortsetzt.

Auch ich hatte nach der Geburt das volle „Ballett“

Von meinen eigenen 7 Kindern, hatten 6 davon ein Geburtsgewicht von 5 kg. Nur eine hatte 1 kg weniger, was eine traumhafte Geburt war. Am schlimmsten war Nr. 2! Da hatten wir das volle „Ballett“. Schulterdystokie, Dammriss 4°, hoher Blutverlust, Schlüsselbeinfraktur bei unserer Tochter und einem völlig traumatisierten Mann, den ich bis dato noch nie habe weinen gesehen. Nach wochenlangem Schonen und einer super Pflege durch meine Familie und meine Hebamme gab es für mich wieder Licht am Horizont. Mit Sorge wurde ich von allen Beteiligten beäugt, als ich nur ein Jahr später mit Kind Nr. 3 schwanger wurde. Mir wurde eine großzügige Sectio- bzw. Dammschnitt Indikation ans Herz gelegt. So ging das nun also weiter bis zu Kind Nr. 6, der zu Hause geboren wurde. Auch hier wieder eine schwierige Geburt, aber nur ein kleiner Riss. Und bei Nr. 7- der Schwersten von allen, eine Mini-Verletzung.

Erst lag der „Schweinehund“ im Weg, dann volle Wäschekörbe.

Die Spannkraft meines Bindegewebes hatte bis dahin schon deutlich abgenommen. Das ist übrigens auch der Grund, warum ältere Schwangere, nicht mehr so häufig Schwangerschaftstreifen entwickeln. Es hat mich immer Überwindung gekostet, wirklich konsequent Gymnastik zu machen. Erst lag der „Schweinehund“ im Weg, dann volle Wäschekörbe. Aber es hat sich gelohnt. Das, was ich meinen eigenen Wöchnerinnen immer gepredigt hatte, habe ich nach unserer letzten Tochter strikt durchgezogen. Zwar jetzt nicht mehr durch Gymnastik-Kurse, sondern durch „Tango“ tanzen. Ein Elternprojekt von meinem Mann und mir. Eine Auszeit, die wir uns gönnen, um dem Alltagsstress „Herr“ zu werden.

Inkontinenz: Wie eine verprügelte Katze habe ich mich vom Platz geschlichen.

Ich merke, wie gut mir das tut. Meine Haltung hat sich geändert. Auch meine innere.
Man geht plötzlich mit Mitte 40 anders durchs Leben. Irgendwie erhoben, vollgestopft mit Erfahrungen. Wohlwissend, dass man das Beckenbodenthema nicht schleifen lassen darf und am Ball bleiben muss. Was habe ich meine Mutter immer belächelt, wenn sie mir gesagt hat: „Werde Du mal 40. Da ändert sich so einiges im Leben“. „Bla, bla“ habe ich immer gedacht, bis es mich dann irgendwann beim Tennisspielen erwischt hat. Wie eine verprügelte Katze habe ich mich vom Platz geschlichen und innerlich nur „Scheiße“ geschrien. Meine Gymnastikpause hatte sich bitterlich gerächt.

Die Harnblase begann „grinsend“ zu tröpfeln. Meine sich verändernde Hormonsituation hatte ich völlig ignoriert, obwohl sie sich doch schon sichtbar angekündigt hatte. Haut und Haare sahen zunehmend anders aus. Es hatte alles etwas an Spannkraft verloren, von einer gut funktionierenden Optik mal ganz abzusehen. Meine Brille steckte plötzlich mehr in den Haaren, als auf der Nase. Mist, ich werde alt! Aber, dann kam der Tango und wir fegen übers Parkett als gäb´s kein Morgen mehr!

Nehmt dieses Thema ernst.

In diesem Sinne: Frauen, sportelt und tanzt Euch durchs Leben. Seid aufrecht und gerade, Euer Beckenboden freut sich und wird Euch noch lange mit Kraft durchs Leben tragen!
Und vor allem, nehmt dieses Thema ernst. Denkt nicht: „Bla, bla“, wenn eure Hebamme mit diesem Thema um die Ecke kommt. Meldet Euch zu Kursen an und vor allem turnt auch zu Hause, wer sich nur einmal in der Woche auf die Kursmatte „knallt“, kann es auch gleich sein lassen. Die Übungen die Ihr dort bekommt, sind tägliche „Hausaufgaben“!
Und nicht vergessen: Auch ein erfülltes „Liebesleben“ wird durch unseren straffen Beckenboden beeinflusst. Schon wieder so ein „Tabuthema“!

Wenn ihr Hilfe braucht, dann sprecht doch mal eure Frauenärztin an. Fachärzte findet ihr auch hier.

Was hilft bei Blasenschwäche nach der Geburt?

Lachen, Niesen, Husten, Hüpfen – nach der Geburt wird das bei vielen Frauen zum Problem: Desöfteren geht dabei unfreiwillig Urin ab. Was Sie gegen die Blasenschwäche und für Ihren Beckenboden tun können, erfahren Sie in unserem Ratgeber rund ums Thema Inkontinenz nach der Geburt.

Was hilft bei Inkontinenz nach der Geburt

Viele Mütter kennen das Problem nur zu gut: Lachen, Niesen, Husten, Hüpfen – immer wieder hält die Blase nicht ganz dicht und ein paar Tröpfchen Urin landen im Slip. Die Statistik dazu besagt: Rund ein Drittel der Frauen leiden im ersten Jahr nach der Geburt unter einer schwachen Blase. Oft sind es nur kleine Mengen Urin, die unkontrolliert abgehen, teilweise aber auch größere. Wer betroffen ist, leidet. Meist still. Denn allermeist ist den jungen Mamas ihre Blasenschwäche unangenehm. Kate Winslet ist hier jüngst mit viel Offenheit mit gutem Beispiel vorausgegangen: In der Talkshow „The Graham Norton Show“ hat die britische Schauspielerin verraten, dass ihre drei Schwangerschaften nicht spurlos an ihr vorüber gegangen sind. „Ich kann nicht mehr auf Trampolins springen, ich bepinkele mich sonst“. An dieser Stelle: Das war cool, Kate! Danke für so viel Offenheit!

Inkontinenz nach Schwangerschaft und Geburt

Der Grund für die Blasenschwäche heißt meistens „Belastungsinkontinenz“ oder auch „Stressinkontinenz“. Ihre Verursacher: Schwangerschaft, Geburt – dazu kommen eine gewisse Veranlagung und das Alter. Junge Frauen haben selten Probleme mit einer schwachen Blase, mit Eintritt der Menopause steigt der Anteil der Frauen, die unter Inkontinenz leiden.
Die Schwangerschaft und die Geburt sind eine enorme Belastung für den Beckenboden: Das Gewebe wird überdehnt und „leiert aus“. Auch die Schwangerschaftshormone sorgen dafür, dass Bänder und Sehnen weicher und nachgiebiger werden. Und bei der Geburt, wenn das Baby durch den engen Geburtskanal gepresst wird, werden die Muskeln nochmals extrem gedehnt. Die Folge: Die Stützfunktion des Bindegewebes lässt nach, der Verschlussmechanismus der Blase ist geschwächt – und das ein oder andere unfreiwillige Tröpfchen geht ab.

Wie fit ist dein Beckenboden?

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Aber was und wo ist der Beckenboden eigentlich?

Der Beckenboden ist ein Geflecht von Muskeln und Bindegewebe, er spannt sich in drei Schichten zwischen Scham- und Kreuzbein sowie den Hüftknochen. Von außen ist der Beckenboden nicht zu sehen. Seine Aufgabe ist es, die inneren Organe da zu halten, wo sie hingehören. Und: er unterstützt den Schließmechanismus von Blase und Harnröhre. Bei Belastung (beim Husten, Niesen, schwerem Heben etc.) spannt sich der Beckenboden reflexartig an, um zu verhindern, dass Blase oder Darm unkontrolliert Urin oder Stuhl verlieren. Das läuft normalerweise alles ganz automatisch ab, deshalb ist der Beckenboden auch für viele Frauen lange Jahre ein völlig Unbekannter. Erst bei der Rückbildungsgymnastik setzen sie sich das erste Mal mit diesem Körperteil auseinander. Kleiner Tipp, um den Beckenboden zu entdecken: Spannen Sie Ihre Muskeln so an, als würden Sie auf der Toilette den Urinstrahl abstoppen oder einen Pups zurückhalten.

Was hilft gegen Inkontinenz?

Wie so oft im Leben lautet auch hier die Regel: Ohne Fleiß kein Preis! Wer schon während der Schwangerschaft beginnt, seinen Beckenboden zu trainieren, hat danach weniger Probleme. Sollten Sie sechs Monate nach der Entbindung noch immer das Gefühl haben, dass Ihr Beckenboden nicht arbeitet wie er soll, scheuen Sie sich nicht, Ihren Gynäkologen anzusprechen.

Kann mit einem Kaiserschnitt die Blasenschwäche verhindert werden?

Zwar ist die Geburt selbst eine zusätzliche Belastung für den Beckenboden, aber die Hauptursache für die Inkontinenz ist die Hormonumstellung während der Schwangerschaft und das Gewicht des Babys, das im letzten Drittel stark nach unten drückt. Sich aus Angst vor einer eventuellen späteren Inkontinenz für einen Kaiserschnitt zu entscheiden, ist keine Lösung, da sind sich Mediziner einig. Zwar wird der Beckenboden bei einer Kaiserschnittgeburt ein kleines bisschen geschont, er bringt aber die üblichen Probleme und Risiken einer OP mit sich. Und die Vorteile einer natürlichen Geburt für Mutter und Kinder sind deutlich größer als ein leicht reduziertes Inkontinenz-Risiko!

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Liebeskugeln: Stärken den Beckenboden nach der Geburt

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Wie trainiert man die Beckenbodenmuskulatur?

Eines gleich vorneweg: Ja, Beckenbodentraining ist mühsam. Und macht oft keinen Spaß. Und in der Zeit mit Baby gibt’s bekanntlich auch noch ein paar andere wichtige Dinge, um die sich junge Mamas kümmern müssen… Aber – es gibt eine gute Nachricht:

Beckenboden-Training: Die gute Nachricht

Der Beckenboden ist ein Muskel. Und Muskeln lieben Training! Wenn Sie einige Woche nach der Geburt mit der Rückbildungsgymnastik anfangen und fleißig trainieren, bessert sich das Problem der schwachen Blase allermeist schnell wieder. Fleißig heißt in diesem Fall: Zwei Mal täglich üben – und das mindestens ein Vierteljahr. Die Beckenbodenübungen können Sie überall machen: Teilweise sogar in der U-Bahn, im Meeting oder abends im Bett. Voraussetzung ist aber, dass Sie Ihren Beckenboden spüren und gezielt aktivieren können.

Die schlechte Nachricht

Leider erholt sich der Beckenboden nicht bei allen Frauen vollständig. Zu der durch Schwangerschaft und Geburt gedehnten Muskulatur kommt in späteren Jahren das Problem dazu, dass im Lauf der Jahre das Gewebe grundsätzlich schwächer wird, Schwangerschaft hin oder her. Der Tipp von Experten lautet hier: Üben, üben und nochmals üben! Nicht nur drei Monate lang, sondern für immer. Das klingt hart – ist aber oft der einzige Weg, die Blasenschwäche selbst zu therapieren.

Viele Übungen funktionieren am allerbesten unter Anleitung. Deshalb machen Sie unbedingt einen Rückbildungskurs (die Kosten übernimmt die Krankenkasse). Aber auch für zu Hause oder wenn Sie sofort loslegen möchten, gibt es Übungen, die nicht kompliziert sind.

Beckenboden nach der Geburt stärken: 7 Tipps

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Die allereinfachste Übung ist äußerst effektiv:
Setzen Sie sich hin – und stellen Sie sich dann vor, Sie würden auf der Toilette sitzen und den Urinstrahl abstoppen. Halten Sie beim Ausatmen die Muskeln ein paar Sekunden angespannt, beim Einatmen lassen Sie langsam nach. Wichtig: Versuchen Sie dabei auch die Sitzbeinhöcker zueinander zu bewegen. Wenn Sie diese Übung zwei Mal am Tag jeweils zehn Mal durchführen, werden Sie bald merken, wie Sie die Muskeln immer länger anspannen können.

Glücklicherweise sind die Kursleiterinnen in Rückbildungskursen erfinderisch, um das lästige Üben etwas unterhaltsamer zu gestalten. Vielleicht kommen Sie mit diesen Tipps besser zurecht:
“ „Stellt euch vor, ihr wollt einen Tampon ganz nach oben bewegen!“
“ „Stellt euch vor, ihr würdet mit nacktem Po auf der Wiese sitzen und mit eurer Vagina Grashalme ausrupfen!“
“ „Stellt euch vor, ihr würdet eine kleine Tomate in der Scheide rollen, schälen und zerquetschen!“
“ „Sitzhöcher zusammen ziehen und mit dem Po blinzeln!“

Diese Übungen stärken den Beckenboden

Übungen zur Kräftigung des Beckenbodens

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Was, wenn Beckenboden-Gymnastik alleine nicht reicht?

Sollten Sie trotz regelmäßigen Übens auch einige Zeit nach der Geburt noch Probleme mit dem Zurückhalten haben, scheuen Sie sich nicht, einen Urologen aufzusuchen. Er hat bessere diagnostische Möglichkeiten als der Gynäkologe. Neben der Stress- oder Belastungsinkontinenz kann auch eine Drang-Inkontinenz vorliegen, eine Störung des Zusammenspiels von Blase und Gehirn. Diese Form lässt sich – im Unterschied zur Belastungsinkontinenz – meist gut mit Medikamenten behandeln.
Bei mittlerer bis starker Blasenschwäche kann der behandelnde Arzt eine Physiotherapie bei einer speziell ausgebildeten Therapeutin verschreiben. Einige Physio-Therapeuten bieten Elektrostimulation oder Bio-Feedback an.
➤ Beim Biofeedback-Training wird mit Hilfe eines kleinen Geräts trainiert, das anzeigt, ob der richtige Muskel stark genug angespannt wird.
➤ Bei der Elektrostimulation wird der Muskel durch elektrische Stromimpulse aktiviert. Sinnvoll ist diese Methode, wenn die Nervenbahnen geschädigt sind, was beispielsweise nach einer schwierigen Geburt der Fall sein kann.

Zu guter Letzt gibt es auch die Möglichkeit einer Operation. Bei der „TVT-Operation“ soll ein um die Harnröhre gelegtes Nylonband ein Absenken der Harnröhrung verhindern. Die Erfolge dieser neuen Operationsmethode sind erfolgsversprechend, nichtsdestotrotz empfiehlt sich diese Methode erst, wenn alle anderen Therapien nicht helfen und der Leidensdruck wirklich groß ist.

Buchtipps

Beckenboden-Training von Irene Lang-Reeves und Dr. med. Thomas Villinger (mit CD), GU-Verlag, Preis 17,99 Euro
Effektives Training leicht gemacht! Die Kombi Buch und CD ist super: Die Übungen sind gut erklärt und allesamt nicht zu kompliziert. Tipps, wie der Beckenboden im Alltag trainiert werden kann, runden den Multimedia-Ratgeber ab. Das Buch gibt’s bei Amazon.de!

Beckenbodengymnastik – Das Übungsbuch von Heike Höfler, blv-Verlag, Preis: 14,95 Euro
Erstaunlich, wie viele Übungen es für den Beckenboden gibt. Und viele davon kennen Sie vielleicht sogar schon. Dieser Ratgeber sorgt für viele Variationsmöglichkeiten beim Beckenboden-Training und verhindert damit Langeweile und Frust. Verschiedene Schwierigkeitsgrade sorgen dafür, dass jeder die richtigen Übungen für sich findet. Und mit Ball, Band, Holzstab etc. wird das Training gleich noch ein bisschen abwechslungsreicher. Das Buch gibt’s bei Amazon.de!

Tigerfeeling – Das perfekte Beckenboden-Training für Sie und Ihn von Benita Cantieni, erschienen bei Südwest, Preis: 19,99 Euro‘

Schnelles Training, das Spaß macht und bald Wirkung zeigt. Im Mittelpukt steht die Visualisierung des Beckenbodens und die korrekte Anspannung der Muskeln. Wer sich die Übungen zu Herzen nimmt, kann nicht nur seine Blasenschwäche kurieren, sondern auch Rückenprobleme und Orgasmusschwierigkeiten bekämpfen. Da es viel zu lesen gibt, ist ein bisschen Zeit und Motivation allerdings unbedingt Voraussetzung. Das Buch gibt’s bei Amazon.de!

Tiger Feeling – DVD von Benita Cantieni, erschienen im Hans-Nietsch-Verlag, Preis: 24,99 Euro
Passend zu dem Buch gibt es von Benita Cantieni auch eine DVD mit den von ihr entwickelten Übungen – so klappt das Üben gleich viel besser! Unser Urteil: Regelmäßiges Üben verbessert nicht nur Beckenbodenprobleme, sondern sorgt für eine bessere Haltung – und insgesamt ein besseres Körpergefühl. Aber: Auch hier sind Motivation und intensives Training Voraussetzung für ein Besserung der Beschwerden. Die DVD gibt’s bei Amazon.de!

Inkontinenz nach Geburt – was jungen Müttern wirklich hilft

Das Problem kennen viele Mütter: Beim Niesen, Husten, Hüpfen oder Lachen hält die Blase nicht immer dicht und schon landen ein paar Tröpfchen Urin im Slip. Inkontinenz nach Geburt ist ein häufiges Problem von Frauen. Laut Statistik leiden rund 1/3 der Mütter an Inkontinenz nach der Geburt im ersten Jahr. Was hilft Müttern wirklich und mit welchen Therapien und Produkten kann diese behandelt werden?

Inkontinenz nach Geburt – mit Kaiserschnitt verhindern?

Obwohl die Geburt für den Beckenboden eine zusätzliche Belastung ist, ist die Hauptursache der Inkontinenz eher die Größe des Babys, das stark nach unten drückt. Mediziner sind sich einig, dass ein Kaiserschnitt keine Lösung für eine mögliche Inkontinenz nach Geburt darstellt. Bei einer Kaiserschnittgeburt wird zwar der Beckenboden etwas geschont, doch eine solche Geburt bringt auch die üblichen Risiken und Probleme mit sich. Für Mütter und Kinder sind die Vorzüge einer natürlichen Geburt deutlich größer als die Vorteile eines leicht gesenkten Inkontinenz-Risikos.

Inkontinenz nach Geburt – ein unangenehmes Thema

Die Betroffenen leiden meist still, denn ihre Blasenschwäche ist den jungen Müttern häufig sehr unangenehm. Die häufigste Ursache für Inkontinenz nach Geburt ist die Belastungsinkontinenz, häufig auch als Stressinkontinenz bezeichnet. Ihre Verursacher sind also die Geburt und die Schwangerschaft selbst, doch dazu kommen auch das Alter und eine gewisse Veranlagung der Frau. Mit einer schwachen Blase haben junge Mütter in der Regel nur selten Probleme. Der Anteil der betroffenen Frauen steigt mit Eintritt der Menopause. Für den Beckenboden sind die Geburt und die Schwangerschaft eine enorme Belastung, denn das Gewebe wird überdehnt und lockert sich. Auch Schwangerschaftshormone sorgen dafür, dass Sehnen und Bänder weicher und nachgiebiger werden. Wenn das Baby durch den Geburtskanal gepresst wird, werden die Muskeln nochmals extrem gedehnt.

Beckenbodentraining hilft Müttern bei Inkontinenz

Auch hier lautet die Regel: Ohne Fleiß kein Preis! Wenn Frau schon während der Schwangerschaft beginnt, ihren Beckenboden zu trainieren, so wird sie später deutlich weniger Probleme haben. Das Beckenbodentraining macht Frauen häufig keinen Spaß und ist sehr mühsam. Es gibt schließlich noch viele andere wichtige Sachen, um welche sich junge Mütter mit ihrem Baby noch kümmern müssen. Wenn Frau aber auch sechs Monate nach der Geburt das Gefühl hat, dass Ihr Beckenboden nicht entsprechend arbeitet, sollte sie sich nicht davor scheuen, ihren Gynäkologen anzusprechen.

Mittel die Inkontinenz nach Geburt heilen können

Muskeln lieben Training und der Beckenboden stellt einen Muskel dar! Wenn Sie mit der Rückbildungsgymnastik ein paar Wochen nach der Geburt anfangen und fleißig trainieren, kann sich das Problem der Blasenschwäche häufig schnell wieder bessern. In diesem Fall heißt fleißig: Mindestens ein Vierteljahr zwei Mal täglich üben. Sie können die Beckenbodenübungen überall machen – auch abends im Bett oder in der U-Bahn. Die Bedingung ist aber natürlich, dass Sie Ihren Beckenboden gezielt aktivieren und spüren können.

Nicht immer sind die Methoden erfolgreich

Nicht bei allen Frauen kann sich der Beckenboden vollständig erholen. In späteren Jahren kommt zu der durch Geburt und Schwangerschaft gedehnten Muskulatur auch ein weiteres Problem dazu, nämlich dass das Gewebe grundsätzlich im Lauf der Jahre sowieso schwächer wird. „Üben und nur üben“ – lauter hier der Tipp von Experten. Für immer und nicht nur einige Monate lang. Obwohl es hart klingt, ist dies häufig der einzige Weg für die Frau, die Blasenschwäche selbst in den Griff zu bekommen.

Was tun, wenn Beckenbodengymnastik alleine nicht genügt?

Haben Sie keine Angst einen Urologen aufzusuchen, wenn Sie trotz regelmäßigen Übens mit dem Zurückhalten Probleme haben, da dieser über bessere diagnostische Möglichkeiten verfügt als ein Gynäkologe. Vielleicht liegt das Problem neben der Belastungs- und Stressinkontinenz auch in einer Drang-Inkontinenz. Es handelt sich dabei um eine Störung des Zusammenspiels des Gehirns und der Blase. Im Unterschied zur Belastungsinkontinenz, lässt sich diese Form mit Medikamenten zwar meist gut behandeln, jedoch nicht ohne Nebenwirkungen.

Der behandelnde Arzt kann bei mittlerer bis starker Inkontinenz eine Physiotherapie bei einer qualifizierten Therapeutin oder einem Therapeuten verschreiben. Bio-Feedback (Lancy Femiscan) oder Elektrostimulation kann bei manchen Physiotherapeuten oder auch diskret zu Hause durchgeführt werden (LANCY Cefar Peristim, LancyCombi+++). Der Muskel wird bei der Elektrostimulation durch elektrische Stromimpulse trainiert. Diese Methode ist besonders sinnvoll, wenn die Nervenbahnen durch eine schwierige Geburt geschädigt wurden, das Gefühl für den Beckenboden eingeschränkt ist oder die Muskeln extrem untrainiert bzw. geschädigt sind.

Dauerhafte Lösungen sind besser.

Bei LANCY haben wir uns dem Ziel verschrieben, dauerhafte Lösungen zu bieten, die ohne ständig zu erneuernde Produkte auskommen.

Eine Übersicht dazu finden Sie hier.

Operative Therapie gegen Inkontinenz nach Geburt

Wenn alle diese Maßnahmen keinen Erfolg zeigen, versuchen Ärzte mit Medikamenten die Blasenschwäche zu kontrollieren. Wirkstoffe wie z. B. Duloxetin sorgen dafür, dass sich der Schließmuskel der Harnröhre zusammenzieht. Das Medikament sollte, wegen möglicher Nebenwirkungen, mit langsamer Erhöhung der Dosis eingenommen werden. In der Apotheke sind ebenfalls Inkontinenztampons, Inkontinenzslips und saugfähige Vorlagen erhältlich. Gynäkologen sind allerdings der Meinung, dass Einlagen auf Dauer keine Lösung sind. In besonders schweren Fällen, wenn keine andere Therapie hilft, kann Frau eine Operation in Betracht ziehen. Bei dieser wird um die Harnröhre oder Blase ein stützendes Kunststoffband gelegt.

Inkontinenz nach Geburt – eine psychische Belastung

Ein weiteres Problem ist, dass Partner ungern über solche vermeintlich unangenehmen Probleme reden. Für Frauen ist der erste Ansprechpartner häufig der Frauenarzt, doch auch manche Ärzte mögen über dieses Thema nicht ausführlich reden. Die beste Lösung für dieses Problem ist meist eine erfahrene neutrale Person oder ein speziell dafür ausgebildetes Team wie Lancy.

Professionelle Hilfe

Zusätzlich kann ein Paarberater Ihnen dabei helfen, etwas auszusprechen, was Sie bisher nicht selbst sagen konnten. Eine Paarberatung ist nicht nur für Paare im Trennungsprozess beabsichtigt. Lösungen werden gemeinsam gefunden, vielleicht in nur wenigen Sitzungen oder in kleinen Schritten.

Postnatale Hosen

Hol dir nach deiner Schwangerschaft mithilfe einer postnatalen Jeans oder Hose von Mamalicious deinen persönlichen Style zurück. Wir möchten, dass du dich hervorragend fühlst. Daher achten wir sorgfältig auf jedes Detail, um sicherzustellen, dass du dich ganz auf deinen Wonneproppen und auf dein Wohlbefinden konzentrieren kannst. Alle Modelle sind aus weichen, atmungsaktiven Materialien mit hohem Stretchanteil hergestellt. Sie verfügen über elastische Tailleneinsätze und werden hinten geschlossen, um Unannehmlichkeiten durch Reißverschlüsse oder Knöpfe an der Vorderseite zu vermeiden. Kombiniere sie mit einem locker sitzenden Stilloberteil oder einer Tunika, coolen Sneakers und deinem Lieblingsschmuck. Wenn du noch nicht für die Jeans bereit bist, dann entscheide dich für ein bequemes Stillkleid. Trage an kühleren Tagen einfach eine Strumpfhose oder eine Radlerhose dazu.

Welche postnatalen Hosen sind am besten?

Wenn dies dein erstes Baby ist, fragst du dich möglicherweise, welche postnatale Hosen du nach der Geburt wählen solltest. Magst du lieber Jeans oder Leggings? Kannst du noch deine Umstandsstrumpfhosen tragen? Oder sind Kleider besser? Das Wichtigste zuerst: Tragekomfort. Egal, wie dein Baby auf die Welt gekommen ist, wirst du für einige Zeit wund sein und heilen. Dein Körper hat in den letzten neun Monaten eine unvorstellbare Arbeit geleistet. Gönne dir also die weichsten Stoffe, die du finden kannst. Wähle eine postnatale Jeans oder Leggings, die genau zu deinem Körper passt. Finde eine Passform, die am Bauch genau richtig sitzt und am Gesäß nicht zu eng anliegt. Ein enger Schnitt kann dazu beitragen, dass du dich in den ersten Wochen nach der Geburt „zusammengehalten“ fühlst. Aber du solltest alles vermeiden, was sich einschränkend anfühlt. Du kannst dich anfangs auch für ein Kleid, einen Rock oder sogar eine Jogginghose entscheiden, damit deine Kleidung nicht das Gefühl der Wundheit verstärkt.

Und ja, du kannst auf jeden Fall die Leggings oder Strumpfhose anziehen, die du während deiner Schwangerschaft getragen hast (zumindest, bis der Bund zu locker wird). Achte aber darauf, dass du Naturfasern wie Baumwolle für Tragekomfort und Atmungsaktivität wählst. Sie sind die perfekten Begleiter unter einem Stillkleid, wenn es für nackte Beine zu kalt ist. Wenn du deine Auswahl an Oberteilen und Unterteilen getroffen hast, dann stöbere durch unser Angebot an praktischen Basics, um für deinen neuen Lebensabschnitt Tragekomfort von Kopf bis Fuß zu gewährleisten.

Mit den richtigen Tricks die Babypfunde verstecken

Lassen Sie sich nicht frustrieren, wenn nach der Geburt nicht gleich alle Babypfunde verschwunden sind. Das zusätzliche Gewicht aus der Schwangerschaft schwindet zwar nur langsam, weil dieser „Babyspeck“ von der Natur als Stillvorrat gedacht ist, aber mit einigen modischen Tricks können Sie auch nach der Geburt schlank wirken. Wir haben Styling-Tipps von Alison Deyette, Amy Tara Koch and Leka Dobbs, die Ihnen sagen, wie Sie Ihre Figur schlank wirken lassen können – nur mit dem, was Ihr Kleiderschrank so hergibt.

1. Schwarz macht schlank

Zwar wird immer mal wieder eine Farbe als das neue Schwarz gefeiert – aber nur Schwarz selbst hat den „Schlank-Faktor”! Egal, ob Ihr Babybauch noch nicht schwinden will oder Ihre hintere Partie noch nicht wieder in Form ist – mit schwarzer Kleidung können Sie einige Babypfunde wegmogeln! Ungeliebte Rundungen werden unsichtbar und Schwarz von Kopf bis Fuß streckt optisch.
Damit das Ganze nicht zu düster aussieht, peppen Sie es mit Accessories auf: gemusterte Schals oder Tücher, auffallende Ketten, schicke, farbige Schuhe und Taschen. Warum zum Beispiel nicht Tasche und Schuhe in Knallrot? Oder ganz edel in Gold?
Oder kombinieren Sie eine dunkle Hose oder Leggings und eine locker fallende, ebenso dunkle Strickjacke mit einem hellen Top. Die dunklen Teile geben dann die Illusion einer langgestreckten Linie. Wenn klassisches Schwarz nicht Ihre Farbe ist, probieren Sie es mit Dunkelbraun, Marineblau oder dunklem Grau – auch damit kann man eine schlanke Silhouette zaubern.

2. Mein Freund, der Schneider

Die beste Grundlage, um nach der Geburt schlank auszusehen, ist perfekt sitzende Kleidung. Kneift die Hose oder sitzt das T-Shirt so eng, dass sich Röllchen abzeichnen, erreichen Sie genau das Gegenteil. Statt nun alles neu zu kaufen, sprechen Sie mit einem guten Schneider. Vielleicht kann er das eine oder andere umändern und Ihrer derzeitigen Figur anpassen.
Die besten Tricks: Wenn die Schwangerschaftshose nun zu groß ist, helfen vielleicht Abnäher. Umgekehrt können bei Hosen, die noch nicht wieder passen, elastische Keile engesetzt werden, die man später wieder entfernen kann. Auch Nähte und Säume können immer wieder geändert werden.

3. Accessoires, die Ihre Figur betonen

Überprüfen Sie Ihre Schmuckschatulle und Schal-Sammlung gründlich. Eine lange, auffallende Kette oder ein zarter, längerer Schal ziehen die Aufmerksamkeit auf sich und lenken von Problemzonen ab. Alle, die Sie sehen, werden eher Ihre schicken Ohrringe oder tollen Armreifen bewundern, als sich Gedanken über Ihre Figur zu machen! Enge Kragen oder sehr eng am Hals anliegende Ketten sind dagegen nicht so günstig, da Sie Ihre Silhouette optisch eher verkürzen.

4. Rüschen tragen dick auf

Zuviel Schnick-Schnack an der Kleidung ist eher kein guter Plan – besonders, wenn er in Ihrer Körpermitte auftaucht. Dinge wie Taschenklappen, Kargo-Hosen, auffällige Druckknöpfe oder Raffungen lassen Ihre Figur eher fülliger erscheinen. Hosen mit klassischen, nicht zu tief sitzenden Taschen machen eine bessere Figur. Auch bei T-Shirts und Blusen sollten Sie sich für schlichtere Modelle entscheiden – üppige Rüschen oder Raffungen sind nicht günstig. Eine kleine Stickerei am Ausschnitt oder eine farbige Einfassung haben dagegen den gleichen Effekt wie Accessoires.

5. Wählen Sie perfekte Länge

Seien Sie eine Perfektionistin im Bezug auf Ihre Hosenlänge. Um die Illusion von endlos langen Beinen zu erzeugen, sollte der Saum Ihrer Hosen bis zur Mitte des Schuhabsatzes reichen. Wenn Sie eine gut sitzende Hose in der richtigen Länge mit Schuhen mit halbhohem Absatz und spitz zulaufend (vorne runde Schuhe können leicht plump aussehen) kombinieren, wirken Sie größer und schlanker. Wenn Sie flache Schuhe bevorzugen, sollten die Hosen zweienhalb Zentimeter über dem Boden enden.

6. Fließende Stoffe verstecken die Babypfunde

Kleidung aus weichem, fließendem Stoff umgibt Ihren Körper lockerer als bauschige oder fest gewebte Materialien. Seidenjersey (oder Seide mit etwas Elasthan), Baumwollstoffe oder locker gewebte Oberteile, die leicht Ihren Körper umspielen, sind besser als eng anliegende oder einengende. Eine dunkle Jeans, kombiniert mit einem locker sitzenden Top ergeben einen tollen Look.

7. Unterwäsche zum Wohlfühlen

Auch wenn Ihre Unterwäsche nur für Sie sichtbar ist, kann sie einen großen Unterschied bewirken – einmal im Aussehen, aber auch im Gefühl und im „Stütz-Faktor“. Es gibt eine große Auswahl an geeigneter Wäsche oder „Shape Wear“: So genannte Pantys, die Oberschenkel und Po formen, manche auch noch den Bauch, Bodys für Büste, Bauch und Hüften und hochgeschnittene Slips. Wenn Sie das nicht mögen, können Sie auch ärmellose Tops, Träger-Tops und T-Shirts mit formendem Effekt bekommen.

8. Betonen Sie Ihren Hals

Jetzt ist die richtige Zeit, um mit V-, U-Boot- oder Rundhalsausschnitt Hals und Dekolletee zu betonen. Der Blick wandert so eher zu den Augen als in untere Regionen, die vielleicht noch ein wenig „Baby-Speck“ aufweisen. Besonders ein V-Ausschnitt schafft eine vertikale Linie und „verschlankt“ optisch.

9. Größer wirken = schlanker wirken

Wenn Sie genug haben von den ewigen Turnschuhen, dann gönnen Sie sich doch ein paar Schuhe, die vielleicht genauso bequem sind, aber einen kleinen Absatz oder eine (gemäßigte) Plateausohle haben. Im Nu fühlen Sie sich größer, schlanker und dünner!
Wedges zum Beispiel sind ideal für ein paar Zentimeter mehr und geben trotzdem Halt – also keine Stolpergefahr wie bei hohen Hacken, was mit Baby auf dem Arm auch nicht zu empfehlen ist. Wenn Sie nicht auf Ihre Turnschuhe verzichten möchten, ist vielleicht ein Modell, das nicht so ganz nach „Ich jogge jeden Tag“ aussieht, sondern vielleicht etwas modischer oder schicker ist, genau das Richtige.

10. Eine bequeme Jeans für nach der Geburt

Wenn Sie gewichtsmäßig genau zwischen Ihrer alten Jeans und dem Schwangerschaftsmodell liegen, ist entweder der Weg zum Schneider angesagt (siehe oben), oder Sie gönnen sich eine Jeans, die jetzt genau passt.
Wie immer ist die Passform entscheidend: Wenn sie zu eng und tief geschnitten ist, werden Ihre Oberschenkel unvorteilhaft eingepressst und Sie müssen aufpassen, dass Sie hinten nicht zuviel zeigen. Zu locker und sehr hoch geschnitten mutet es eher an eine Beutelform und ist alles andere als schick. Wählen Sie ein Paar, das etwa zwei bis drei Zentimeter oberhalb des Nabels endet und Po und Beinen genug Raum gibt, aber trotzdem Ihre Figur betont.

Figurformende Unterwäsche nach der Geburt: Do or Don’t?

Das bestätigte die Hebamme, die den Kurs hielt. Die Organe finden etwas “zusammengeschnürt” leichter an ihren Platz zurück und außerdem hält eine solche Schnürung einfach davon ab, sich zuviel zu bewegen.
In den USA schwören viele Frauen nach der Geburt auf figurformende Unterwäsche. Spanks! Da sagen jetzt sicher viele, dass sie im Wochenbett andere Probleme hatten, ich fand die Idee dennoch spannend und auch die Hebamme Sissi Rasche sprach in unserem Interview ja von diesen kleinen Helfern.

Nun habe ich mich direkt nach der Geburt tatsächlich auch überhaupt nicht nach einengender Unterwäsche gefühlt. Nach ein paar Wochen finde ich es jetzt aber wirklich angenehm, den kleinen Bauch, der noch übrig ist, ab und zu ein bisschen wegzudrücken. Hätte ich bald ein wichtiges Event oder ähnliches, wäre ich sogar sicher richtig dankbar dafür!

Allgemein wird nicht empfohlen, zu enge Figurformer gleich nach der Geburt zu tragen, vor allem die Höschen sind auch sicher alles andere als angenehm. Nach ein paar Wochen kann man sich aber richtig austoben. Nicht nur in den USA, auch in Italien scheint das übrigens Gang und Gäbe zu sein, zumindest hat Marie auch gleich mal ein figurformendes Höschen von der Mutter ihres italienischen Freundes geschenkt bekommen. Genauer gesagt zwei, eines um den Schwangerenbauch zu stützen und eines für danach.

Hier sind unsere Favoriten in Sachen Figurformer!

Retro Sensation Unterkleid von Triumph. Hübsch, mit gezielt eingearbeiteten Shaping-Zonen. Laut Hersteller “mittleres Dehnungsniveau”, ich fand es ganz schön stramm, deshalb aber auch effektvoll. Das Material ist angenehm und relativ luftdurchlässig. Wunderbar unter engen Kleidern und man kann es auch einfach runterziehen zum Stillen, außerdem lassen sich die Träger abnehmen. Kostenpunkt: 74,95 €

Airy Sensation Miederhose, auch von Triumph. Highwaist Panty mit Anti-Rutsch-Silikonband am Saum. Auch hier: schön eng, drückt wirklich Einiges weg! So passt die Lieblingsjeans von früher vielleicht schon ein bisschen eher als sonst. 49,95 €

Von der zweiten deutschen Traditionsfirma Anita gibt es gleich eine ganze Linie speziell für Schwangere und Stillende. Der Klassiker ist die ReBelt Panty. Ein hoch geschnittener Slip mit einer Art formenden Gürtel, den man in der Größe verstellen kann. Außerdem kann man es wie einen Body unten öffnen. Das atmungsaktive, elastische Material fördert die Rückbildung und formt Bauch, Po und Hüften. Nach einem Kaiserschnitt oder einer Bauchoperation soll sich das Tragen zusätzlich positiv auswirken, deshalb kann man sich die Panty sogar vom Arzt verschreiben lassen. Kostet 69,95 Euro. Stolz, aber wird wohl von vielen auch noch lange nach der Geburt gerne getragen.

Velvet Forming String Body von Wolford. Die Wolford Shaping Serie ist purer Luxus, das Material ist weich und formt nur sanft, dafür aber sehr angenehm. Dieser Body eignet sich perfekt für stillende Frauen, da man einen Stil-BH darunter tragen kann. Sanfter Bauch-weg-Effekt bei 100% Tragekomfort. Kostet 125 Euro.

Control Shorts von Wolford. Ich kannte dieses formende Höschen bereits von einer Freundin, die es sich unter ein Kleid für eine Hochzeit geleistet hat. Formt den Bauch und auch den Po, man hat ja in der Regel nicht nur am Bauch zugenommen! Auch hier gilt: tolles Material, tolle Passform, dafür ein recht stolzer Preis: 80 Euro, die aber wie ich finde gut investiert sind!

Shaping Slip von H&M Eine preiswertere Variante kommt von H&M. Und ist gar nicht mal so schlecht. Das Material ist weich und der Shaping-Effekt eher sanft. Sieht eigentlich sehr schön aus und fühlt sich auch gut an! Im 2er-Pack für 14,95 Euro.

Stuhlinkontinenz / Darminkontinenz: Definition

Eine Stuhlinkontinenz oder auch Darminkontinenz liegt vor, wenn Darmgase, flüssiger oder fester Stuhl unkontrolliert entweichen und der Zeitpunkt der Entleerung nicht mehr zuverlässig selbst bestimmt werden kann. In vielen Fällen liegt bei einer bestehenden Stuhlinkontinenz zusätzlich auch eine Harninkontinenz vor. Beide Krankheiten lassen sich aber gut behandeln.

Darminkontinenz: Symptome

Erste Symptome einer Darminkontinenz liegen vor, wenn immer wieder Darmgase entweichen, ohne dass Betroffene dies bemerken und sie den Abgang der Winde nicht mehr beeinflussen können. Typisches Symptom einer angehenden leichten Darminkontinenz ist, wenn regelmäßig Verschmutzungen der Unterwäsche beobachtet werden, weil kleine Mengen an Darmschleim oder Stuhl unkontrolliert austreten. Besonders deutlich zeigt sich eine Darminkontinenz, wenn flüssiger Stuhl nicht mehr zurückgehalten werden kann. In schweren Fällen von Stuhlinkontinenz kann selbst geformter Stuhl nicht mehr gehalten werden.

Stuhlinkontinenz: Unterschiedliche Schweregrade

Je nachdem, wie stark die Darminkontinenz ausgeprägt ist und welche Symptome auftreten, wird die Stuhlinkontinenz in drei unterschiedliche Schweregrade eingeteilt:

  • Stuhlinkontinenz Grad 1:
    Unkontrollierter Abgang von Winden und Darmschleim mit leichter Wäscheverschmutzung.
  • Stuhlinkontinenz Grad 2:
    Unkontrollierter Abgang von flüssigem Stuhl und von Winden.
  • Stuhlinkontinenz Grad 3:
    Völlig unkontrollierter Abgang von festem Stuhl, flüssigem Stuhl und von Winden.

Stuhlinkontinenz: Ursachen

Da die kontrollierte Ausscheidung von Stuhl ein komplexer Vorgang ist, an dem viele Faktoren beteiligt sind, können ganz unterschiedliche Störungen in diesem Ablauf als Ursache für eine Darminkontinenz in Frage kommen:

  • Muskuläre Störungen:
    Schwächung der Muskulatur, die an der Stuhlspeicherung und -ausscheidung beteiligt ist.
    Mögliche Ursachen: Schädigung des Schließmuskels z. B. durch Dammriss, nachlassende Gewebeelastizität im Alter, Beckenbodenschwäche oder Verstopfung.
  • Neurologische Störungen:
    Fehlende oder unzureichende Übertragung der Nervenimpulse aus dem Darm über den aktuellen Füllzustand des Darms.
    Mögliche Ursachen: Alzheimer, Multiple Sklerose, Schlaganfall, Diabetes oder Querschnittlähmung.
  • Sensorische Störungen:
    Störung der sensiblen Wahrnehmung der Schleimhaut des Analkanals.
    Mögliche Ursachen: Hämorrhoiden, Darmoperationen, Vorfall von Analkanal oder Enddarmanteilen.
  • Störung der rektalen Speicherfunktion:
    Störung der Speicherfunktion der Rektumampulle.
    Mögliche Ursachen: Chronisch-entzündliche Darmkrankheiten wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa und Darmoperationen.

Stuhlinkontinenz bei Männer & Frauen

Darminkontinenz kommt bei Frauen, laut Deutscher Kontinenz Gesellschaft, etwa vier bis fünf Mal häufiger vor, als bei Männern. Schuld an der ungleichen Verteilung von Darminkontinenz bei Männern und Frauen sind die unterschiedlichen anatomischen Gegebenheiten im Beckenraum sowie die Belastung durch Schwangerschaften und Geburten, die Ursache für eine Stuhlinkontinenz sein können.

Stuhlinkontinenz nach der Geburt

Bei Frauen kann es vor allem nach der Schwangerschaft und einer vaginalen Geburt neben einer Stressinkontinenz auch zu einer späteren Stuhlinkontinenz kommen. Beim Durchtritt des kindlichen Köpfchens kann es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Dammriss, d. h. einer Verletzung des Gewebes unterhalb der Scheide, kommen, bei dem auch der nahegelegene Anal-Schließmuskel verletzt werden kann. Eine Darminkontinenz nach Geburt kann aber auch aufgrund des stark geschwächten Beckenbodens auftreten. Der Beckenboden bildet als Muskelgeflecht den Abschluss des Beckens nach unten und trägt die Bauchorgane; der Schließmuskel im Beckenboden dichtet Blase und Anus nach unten ab. Schwangerschaften und Geburten, aber auch Operationen und nachlassende Gewebeelastizität im Alter, schwächen den Beckenboden. Sinkt der Beckenboden ab, wird auch der Ringmuskel um den Anus nicht mehr in seiner vorgesehenen Position gehalten. Der Schließmuskel kann folglich seine Funktion nicht mehr ausreichend erfüllen und dichtet nicht mehr zuverlässig ab. Die Folge ist der unkontrollierte Austritt von Darmschleim und festem Stuhl.

Darminkontinenz nach OP

Auch nach Operationen am Enddarm kann es zu einer Darminkontinenz kommen. Chirurgische Eingriffe in diesem Bereich können zum Beispiel nötig werden, wenn Darmtumore entfernt werden müssen oder auch, wenn sich Analfisteln gebildet haben. Das sind schmerzhafte röhrenförmige Verbindungen, die infolge von Entzündungen, insbesondere bei chronisch-entzündlich Darmerkrankungen, wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, auftreten können. Zwar werden in den letzten Jahren zunehmend schonende Operationsverfahren angewandt, bei denen der Schließmuskel erhalten bleibt. Trotzdem können Vernarbungen in der nahen Umgebung sowie der Verlust von Darmanteilen, die für die Stuhlspeicherung zuständig sind, nach der Operation zu einer Darminkontinenz führen.

Darminkontinenz durch chronische Verstopfung

Chronische Verstopfung gilt ebenfalls als häufige Ursache für eine Darminkontinenz. Sie ist hierzulande mit fünf bis 15 Prozent aller Deutschen weit verbreitet. Bei den meisten beginnt eine chronische Verstopfung schleichend und ist zu Beginn vor allem mit einem unangenehmen Völlegefühl und Blähungen verbunden. Wird die Verstopfung nicht behandelt, verdickt der zu lang im Darm verweilende Stuhl immer stärker, weil der Dickdarm ihm weiterhin Wasser entzieht. Sogenannte Kotsteine entstehen, die eine mechanische Barriere im Enddarm bilden und Druck auf den darunterliegenden Schließmuskelapparat ausüben. Nachkommender Stuhl kann nicht mehr weitertransportiert werden. Um das Hindernis zu umgehen, produziert der Darm wiederum Flüssigkeit, die den nachkommenden Stuhl verdünnt. Dieser läuft an der Blockade vorbei und kann vom geschwächten Schließmuskel nicht mehr gehalten werden. Neben ungewolltem Stuhlschmieren kann es auch zum explosionsartigen Abgang von flüssigem Stuhl kommen, weil der Stuhldrang mitunter plötzlich so stark wird, dass er nicht mehr zu kontrollieren ist. Von den Betroffenen wird dieser Vorgang oft fälschlicherweise als Durchfall wahrgenommen, obwohl es sich eigentlich um eine Verstopfung handelt. Zudem pressen viele Patienten beim Entleeren zu stark, was wiederum zu Verletzungen im Analbereich und zur Ausstülpung von Hämorrhoiden führen kann.

Darminkontinenz bei MS (Multiple Sklerose)

Bis zu 70 Prozent aller MS-Erkrankten leiden an Störungen des Darms. Dazu gehören vor allem Probleme mit Verstopfung. Die Darmtätigkeit wird über Nerven gesteuert. Greift die Multiple Sklerose diese Nerven an, kann das zu einer Verlangsamung der Darmtätigkeit führen. Wenn der Stuhl dadurch zu lange im Darm liegt, kann er verhärten, was zu chronischer Verstopfung und Symptomen von Darminkontinenz führen kann. Darminkontinenz kann bei MS aber auch als direkte Folge der gestörten Nervenimpulsübertragung auftreten, wenn dadurch die willentliche Steuerung der Darmentleerung nicht mehr zuverlässig möglich ist.

Info

Nehmen Sie Hilfe in Anspruch!

Darminkontinenz erzeugt einen immensen Leidensdruck. Aus Angst vor peinlichen Missgeschicken, unangenehmen Gerüchen und Geräuschen ziehen sich Betroffene oft völlig zurück und verlassen kaum noch ihre Wohnung. Lassen Sie sich aus diesem Teufelskreis helfen und vertrauen Sie sich mit Ihrem Problem einem Facharzt für Proktologie oder den Spezialisten in einem Kontinenz-Zentrum an. Adressen von Kontinenz-Zentren in Ihrer Nähe finden Sie z. B. hier.

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Darminkontinenz: Behandlung & Therapie

Zur Behandlung einer Darminkontinenz stehen eine ganze Reihe an Möglichkeiten zur Verfügung:

  1. Stuhlgangsregulierung bei Darminkontinenz
  2. Beckenbodentraining gegen Darminkontinenz
  3. Elektrostimulation und Biofeedback
  4. Operationen bei Darminkontinenz
  5. Sakrale Nervenstimulation
  6. Operationen am Schließmuskel

In den meisten Fällen bringen konservative Therapien bereits sehr gute Erfolge, bei bestehenden Grunderkrankungen müssen zunächst diese entsprechend therapiert werden. In besonders schweren Fällen können auch operative Eingriffe infrage kommen.

1. Stuhlgangsregulierung bei Darminkontinenz

  • Ernährung

Ein wichtiger Schritt bei der Behandlung von Darminkontinenz ist die Regulierung eines geschmeidigen Stuhlgangs, d. h. nicht zu festem und nicht zu weichem Stuhl, und die Regulierung eines regelmäßigen Stuhlgangs. Dazu sollten Betroffene auf eine ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung im Alter achten und mindestens zwei Liter Flüssigkeit täglich zu sich nehmen. Darmreizende Lebensmittel wie Kaffee, Alkohol und alle blähenden Speisen (Bohnen, Kohl, etc.) sollten gemieden werden. Hilfreich ist außerdem regelmäßige Bewegung, wie z. B. Spazierengehen. Stark quellende Getreideschalen oder Saaten, wie etwa indische Flohsamen, sorgen zusätzlich für ein höheres Stuhlvolumen und normalisieren dadurch die Stuhlkonsistenz. Ein Stuhltagebuch kann Betroffenen dabei helfen, die eigenen Toilettengewohnheiten besser kennenzulernen und ein genaueres Gespür dafür zu entwickeln, welche Speisen und Gewohnheiten die Kontinenz fördern bzw. die Beschwerden verschlimmern.

  • Medikamente

Sollte die Ernährungsumstellung allein nicht die gewünschte Wirkung zeigen, können in enger Abstimmung mit dem Arzt auch Medikamente gegeben werden, die je nach Bedarf entweder stuhlerweichend und abführend wirken oder den zu flüssigen Stuhl eindicken. Betroffene sollte hier aber auf keinen Fall selbst zu Medikamenten greifen. Oft verschlimmern sich – gerade durch die ständige Einnahme von Abführmittel – die Beschwerden noch weiter.

  • Gezielte Darmentleerung

Gute Ergebnisse bringt auch die rektale Darmirrigation. Das ist eine einfach selbst durchzuführende Darmspülung mit der der Darm zu Hause, z. B. mit einem Klistier oder mit speziellen Zäpfchen, gezielt entleert werden kann. Täglich vorgenommen müssen Betroffene nur noch selten mit ungewollten Darmausscheidungen rechnen. Die rektale Darmirrigation wirkt zudem aktivierend auf die Darmwand, beseitigt Verstopfungen und schult den oft gestörten Stuhlentleerungsreflex.

Tipp

In allen Phasen der Therapie stehen Darminkontinenz-Patienten eine große Anzahl an diskreten Inkontinenzmaterialien zur Verfügung, die Kleidung und Bettzeug vor möglicher Verschmutzung schützen und in Gesellschaft mit anderen für ein sicheres Gefühl sorgen. Beispielsweise geben spezielle Analtampons Betroffenen für bis zu 12 Stunden Schutz vor ungewollten Ausscheidungen sowie Winden. Erfahren Sie mehr über mögliche Hilfsmittel bei Inkontinenz in der Rubrik Hilfsmittel für Senioren.

2. Beckenbodentraining gegen Darminkontinenz

Eine sehr wirksame Behandlung bei Darminkontinenz ist Beckenbodentraining, das sowohl bei Stuhlinkontinenz als auch Harninkontinenz Behandlungserfolge erzielt und Beschwerden mindert. Dabei wird die erschlaffte Beckenbodenmuskulatur gezielt trainiert und gekräftigt, damit sie ihre Funktion wieder optimal erfüllen kann. Bei Übergewicht sollte außerdem eine Gewichtsreduktion angestrebt werden, was den Beckenboden zusätzlich zu entlastet.

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3. Elektrostimulation

Patienten, die sich schwertun, den eigenen Beckenboden und insbesondere die Schließmuskelspannung selbst bewusst wahrzunehmen, können mit einem Biofeedbackgerät üben. Dazu wird ein kleiner Ballon im Analkanal platziert, der gezielt zusammengedrückt werden muss. Über ein Signal wird angezeigt, wie hoch der jeweilige Kneifdruck ist. Darüber hinaus kann Elektrostimulation auch dabei helfen, die Schließmuskelfunktion wieder zu verbessern. Hierbei wird der Schließmuskel durch Reizstrom passiv angespannt.

4. Operationen bei Darminkontinenz

Wenn konservative Therapien keine ausreichende Verbesserung bringen, können bei Darminkontinenz auch Operationen wieder zu Kontinenz verhelfen.

5. Sakrale Nervenstimulation (sog. „Darm- bzw. Blasenschrittmacher“)

Bei Nervenschäden im Beckenbereich kann die sakrale Nervenstimulation zum Erfolg führen. Bei diesem relativ neuen Verfahren wird ein kleiner Schrittmacher ins Gesäß implantiert, der schwache elektrische Impulse an die sog. Sakralnerven abgibt. Die Sakralnerven sind die Nerven, die Beckenboden, Darm und Blase steuern. Das führt in der Regel wieder zur Kontinenz bei Darmschwäche, kann aber auch bei Blasenschwäche positive Auswirkungen haben. Deshalb spricht man in diesem Zusammenhang auch vom Darm- bzw. Blasenschrittmacher. Zur Stuhlentleerung wird der Schrittmacher einfach abgeschaltet.

6. Operationen am Schließmuskel

Sind Verletzungen am Schließmuskel für die Darminkontinenz verantwortlich, kann man versuchen, den Schließmuskel aus einem körpereigenen Implantat, in der Regel aus einem Muskel des Oberschenkels, zu rekonstruieren. Ist das nicht möglich, kann auch ein künstlicher Schließmuskel eingesetzt werden. Beide Verfahren sind allerdings ziemlich aufwendig und können zu Komplikationen führen.

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Inkontinenz nach der Geburt

Unterschiedliche Arten von Inkontinenz

Es ist ein Leiden, über das man nicht so gerne spricht, daher gibt es auch kaum gesicherte Statistiken, wie viele Frauen wirklich von Harninkontinenz betroffen sind. Schätzungsweise sind es zwischen 30% und 60%. Eine exakte Erfassung ist jedoch schwierig, da sich viele Patientinnen aus Scham gar nicht erst an den Hausarzt oder einen Gynäkologen/eine Gynäkologin wenden. Die Ausprägung der Blasenschwäche variiert von Frau zu Frau. Möglicherweise bestehen Schwierigkeiten, ein paar Tropfen Urin zu halten – genauso gibt es aber auch Inkontinenzformen, bei denen Urin (oder auch Stuhl) schwallartig abgeht (die Betroffenen können nicht mehr rasch genug eine Toilette aufsuchen). Je nach Ausprägung stellt die Inkontinenz eine Belastung im Alltag dar. Menschen mit einer Inkontinenz-Thematik werden unsicher, sie ziehen sich vom sozialen Leben zurück und schweigen, da ihnen die Probleme mit der Blase schlichtweg peinlich sind.

Grundsätzlich unterscheidet man folgende Krankheitsbilder:

Stressinkontinenz

Hierbei handelt es sich um eine sogenannte Belastungsinkontinenz. Urin entweicht unwillkürlich, wenn der Druck auf den Bauchraum erhöht wird. Das ist immer dann der Fall, wenn der Betroffene in Bewegung ist und sich körperlich betätigt. Ein unkontrollierter Harnverlust ist beispielsweise beim Heben und Tragen von schweren Lasten zu beobachten, aber auch beim Niesen, Husten oder Hüpfen in einem Trampolin. Manche Frauen berichten zudem von Problemen beim Radfahren oder beim Tanzen. Die Harnblase ist üblicherweise nicht beschädigt, es geht vielmehr um den Harnröhrenschließmuskel, der eben nicht mehr richtig funktioniert. Die Therapie umfasst Beckenbodentraining, Änderung des Lebensstils (Gewichtsreduktion) sowie die Einnahme von Medikamenten. Operative Eingriffe sind ebenso möglich.

Dranginkontinenz

Diese Form der Erkrankung beschreibt die Überaktivität der Blase. Auch wenn die Harnblase nur wenig gefüllt ist, verspürt der Betroffene unvermittelt einen sehr starken Harndrang. Es fällt schwer, den Harn zu halten, auch Schmerzen/Krämpfe sind möglich. Eine Kontrolle des Harndrangs ist kaum denkbar. PatientInnen, die unter Dranginkontinenz leiden, müssen oft mehrmals pro Stunde auf die Toilette, ebenso wachen sie in der Nacht häufig vom Harndrang auf. Je nach Ursache kann diese Form der Blasenschwäche mit speziellen Trainings für die Blase, Medikamenten oder einer Operation behandelt werden.

Paradoxe Inkontinenz

Bei dieser Form der Inkontinenz ist die Blase maximal gefüllt, der Druck, Wasser zu lassen, entsprechend groß. Die Entleerung der Harnblase ist gestört, also verlieren Betroffene regelmäßig Urin in Form von Tröpfchen, manchmal auch größere Mengen. Die Harnblase dehnt sich mit der Zeit immer mehr aus, da sich darin Urin sammelt. Durch die Ausdehnung wird der Druck größer, Urin geht permanent ab. Ist die Ausscheidung derart gestört, kann dies durchaus zu Komplikationen führen, da die Nieren nicht mehr in der Lage sind, ordentlich zu arbeiten. Bei paradoxer Inkontinenz handeln ÄrztInnen üblicherweise sofort. Neben einem Katheter kann ein operativer Eingriff erforderlich sein.

Inkontinenz-Mischformen

Davon spricht man, wenn sich Dranginkontinenz, Stressinkontinenz und möglicherweise Überlaufinkontinenz miteinander vermischen.

Was hilft bei Blasenschwäche nach der Geburt?

Ob eine Frau Probleme mit ihrem Beckenboden bekommt, hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. „Manche Frauen haben von Natur aus eine ­­schwächere Beckenbodenmuskulatur als andere“, sagt Linda Schendel, Osteopathin mit Schwerpunkt Beckenboden, die eine Praxis in Utting am Ammersee hat. Neben dieser genetischen Veranlagung spielt auch das Alter eine Rolle. „Schon ab dem 20. Lebensjahr geht das Muskelmaterial im Körper zurück“, erklärt Ralf Tunn. „Die Fähigkeit, kontrolliert Urin in der Blase zu halten, nimmt damit allmählich ab.“

Geburt kann Muskeln überdehnen

Eine Schwangerschaft und die Geburt eines Kindes belasten den ­Beckenboden ganz besonders. Das Risiko für eine Inkontinenz steigt, wenn das Kind sehr groß ist und die Austreibungsphase der Geburt länger dauert. Das Gleiche gilt, wenn das Baby mit der Saugglocke geholt wird. „Bei der Geburt kommt es zur Überdehnung von Muskulatur und Bindegewebe“, erklärt Tunn. Dadurch büßt der Beckenboden an Festigkeit ein und kann den Schließmuskel der Harnröhre nicht mehr optimal unterstützen. Die Nerven im Beckenboden leiden vor allem in den letzten vier Wochen der Schwangerschaft. „Das Köpfchen kann bestimmte Nervenfasern abdrücken und beeinflusst auf diese Weise die Weiterleitung der Reize“, sagt Ralf Tunn. Dadurch wird die Beckenbodenmuskulatur schlaffer, und der Schließmuskel reagiert langsamer.

Wer rechtzeitig mit einem Beckenbodentraining beginnt, kann vorbeugen. „Frauen, die vor der Geburt einen starken Beckenboden besitzen, haben auch danach meist weniger Probleme“, sagt Linda Schendel. Am besten sei es daher, ihn schon vor der Schwangerschaft zu trainieren. Während der Schwangerschaft und danach sollte diese Gymnastik sowieso zum Pflichtprogramm gehören. „Das Problem ist, dass viele Frauen gar kein Bewusstsein für ihren Beckenboden haben“, sagt die gelernte Physiotherapeutin. „Sie wissen nicht, wo er liegt, geschweige denn, wie sie ihn anspannen können.“

Auf der Suche nach dem Beckenboden

Manchen Frauen hilft es, wenn der Arzt ihnen bei einer Ultraschalluntersuchung zeigt, wo sich der Beckenboden befindet. Sie können auf dem Monitor sehen, wie Sie die Muskeln anspannen. Wenn eine Frau ihren Beckenboden nicht spürt, kann ein Training bei einer spezialisierten Physiotherapeutin helfen. Sie macht auch ­eine Tastuntersuchung – ähnlich wie beim Gynäkologen – und überprüft, wie gut die Frau ihren Beckenboden gezielt anheben kann. Um den Patientinnen ein Gefühl dafür zu geben, ob sie die Muskulatur richtig anspannen, bekommen viele von ihnen ein Biofeedback-Gerät mit nach Hause. „Das ist eine Elektrode, die in die Scheide eingeführt wird. Mithilfe eines kleinen Monitors gibt sie der Frau eine Rückmeldung darüber, ob sie alles richtig gemacht hat“, sagt Schendel. Hilft das nicht, verordnet der Arzt eventuell eine Vaginalsonde, die elektrische Impulse sendet. Dadurch spannt sich die Muskulatur, ohne dass die Frau ihren Beckenboden spüren muss.

In schweren Fällen hilft eine Operation

Zeigen all diese Maßnahmen – Abnehmen bei Übergewicht inbegriffen – keinen Erfolg, versuchen Ärzte die Blasenschwäche mit Medikamenten in den Griff zu bekommen. Der Wirkstoff Duloxetin sorgt dafür, dass sich die Harnröhre mit ihrem Schließmuskelapparat zusammenzieht. Wegen möglicher Nebenwirkungen sollte das Medikament „einschleichend“, also mit langsamer Steigerung der Dosis, eingenommen werden. In der Apotheke sind außerdem Inkontinenztampons erhältlich, die von der Scheide aus auf die Harnröhre drücken und diese abdichten. Auch saugfähige Vorlagen und Inkontinenzslips können Betroffenen Sicherheit geben.

„Auf Dauer sind Einlagen aber keine Lösung“, sagt Gynäkologe Ralf Tunn. In besonders schweren Fällen und wenn andere Therapien nicht helfen, rät er Frauen daher, sich operieren zu lassen. Bei der Operation legt der Arzt ein Kunststoffband stützend um die Harnröhre. Natürlich gibt es auch bei kleinen Eingriffen Risiken. Aber: „Es sollten alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, einer Frau zu helfen“, meint Tunn. „Schließlich geht es hier um ihre Lebensqualität.“

BIRMINGHAM. Das Inkontinenzrisiko nach Geburten hat ein britisch-neuseeländisches Team um Professor Christine MacArthur von der University of Birmingham bei knapp 8000 Müttern untersucht (BJOG 2015, online 2. April).

Drei Monate sowie sechs und zwölf Jahre nach Entbindung waren die Frauen nach Symptomen einer Harninkontinenz gefragt worden. Nach zwölf Jahren nahm noch etwa jede zweite Mutter teil.

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Insgesamt hatten nach zwölf Jahren 53 Prozent der Frauen eine Harninkontinenz. Bei 38 Prozent ergab sich eine persistierende Inkontinenz, das heißt, die Frauen waren schon bei mindestens einer der vorangegangenen Befragungen inkontinent gewesen.

In 54 Prozent dieser Fälle handelte es sich um eine Stressinkontinenz, in 33 Prozent um eine Mischung aus Stress- und Dranginkontinenz. Eine reine Dranginkontinenz gaben knapp zehn Prozent der Frauen an.

Mehr Geburten, mehr Inkontinenz

Die Rate an persistierender Inkontinenz stieg mit der Zahl der Geburten: von 32 Prozent bei Mütter mit einem Kind auf 42 Prozent bei Müttern von vier oder mehr Kindern.

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Schwierigkeiten mit der Kontinenz, die bereits drei Monate nach der Geburt bestanden hatten, blieben meist erhalten: 76 Prozent der Frauen, die zum frühen Termin an Inkontinenz gelitten hatten, taten dies auch noch nach zwölf Jahren.

Die Inkontinenzsymptome beeinträchtigten die Lebensqualität der Betroffenen erheblich, nur 5,5 Prozent gaben an, keinen Einschränkungen im täglichen Leben zu haben.

Knapp 38 Prozent hatten einen Einschränkungsgrad auf einer aufsteigenden Skala von 0 bis 10 von 5 oder größer.

Von den 204 Frauen, die täglich Inkontinenzprobleme hatten, berichteten nur 18 von einer entsprechenden Behandlung: Sechs hatten eine medikamentöse Therapie und sechs dazu noch eine Physiotherapie erhalten, weitere sechs waren operiert worden.

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Reduziert war das Inkontinenzrisiko bei Frauen mit Kaiserschnitt-Geburten – aber nur, wenn sie alle ihre Kinder auf diese Weise entbunden hatten (Odds Ratio 0,42). Hatte es daneben auch noch Geburten per vias naturales gegeben, fiel der Schutzeffekt fort.

Ohnehin bewahrte die Sectio nur vor Stress- und Mischinkontinenz, nicht aber vor Dranginkontinenz. Weitere Risikofaktoren für persistierende Harninkontinenz waren ein höheres Alter bei der ersten Geburt, eine höhere Zahl von Geburten und Übergewicht.

Großer Schwund bei Teilnehmern

MacArthur und ihre Kollegen weisen darauf hin, dass nach den vorliegenden Studienergebnissen die Sectio einerseits vor persistierender Harninkontinenz schützen könne.

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Doch andererseits sei dieser Schutz nur partiell und müsse zudem gegen mögliche Nebeneffekte wiederholter Kaiserschnitte abgewogen werden.

Die Forscher räumen eine Einschränkung der Studie ein: Nach zwölf Jahren hatten nur noch rund die Hälfte der Frauen auf die Fragen geantwortet. Der Schwund sei zwar vor allem auf Umzüge und Adresswechsel zurückzuführen – „von denen nicht bekannt ist, dass sie mit Inkontinenz oder der Entbindungsmethode zusammenhängen würden“.

Dennoch könnte das Studienergebnis verfälscht sein, weil Frauen mit Inkontinenz-Problemen eher geneigt seien, Fragen nach Inkontinenzsymptomen zu beantworten, so die Forscher.

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