Inhalieren mit salz und kamille

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Inhalieren mit Kamille

Inhalieren wirkt wohltuend bei Erkältungskrankheiten mit Husten und Schnupfen sowie bei Atemwegserkrankungen. Es gibt mehrere Möglichkeiten und Zusätze, für eine Linderung der Beschwerden. Die Inhalation mit Kamille als bewährtes Hausmittel ist eine davon. Welchen positiven Einfluss Kamille hat und wie sie am effektivsten zum Einsatz kommt, soll nachfolgend erklärt werden.

Wie wirkt Kamille?

Kamille ist als flüssiges Extrakt oder als Tee ein wirksames Mittel gegen Schnupfen und Bakterien. Sie hilft festsitzenden Schleim in den oberen Atemwegen zu lösen und lindert darüber hinaus Entzündungen, fördert die Wundheilung und wirkt krampflösend.

Was sind die Anwendungsgebiete für Kamille?

Kamille kann bei vielen gesundheitlichen Beschwerden unterstützend eingesetzt werden. Neben den klassischen Erkältungskrankheiten mit gereizten Atemwegen, hilft sie ebenfalls bei bakteriellen Erkrankungen der Haut und bei Schleimhautentzündungen. Die Inhalation von Kamille mittels Kochdampf wirkt positiv bei chronischen und akuten Nasennebenhöhlenentzündungen, Atemwegsinfektionen wie Husten, Bronchitis und Schnupfen, bei Migräne und anderen chronischen Kopfschmerzarten sowie bei degenerativen Krankheiten der Atemwegschleimhäute.

Wie wird Kamille für die Inhalation zubereitet?

Um auf klassische Weise mit Kamille zu inhalieren wird neben einem Topf oder einer Schüssel mit 3 bis 5 Litern kochendem Wasser ein großes Handtuch oder ein Laken benötigt. Zu dem kochenden Wasser werden entweder vier Beutel Kamillentee, fertig dosierte Kamillenextrakte oder eine Handvoll Kamillenblüten gegeben. Nach dem Aufguss mit heißem Wasser sollte der Sud mindestens 10 Minuten ziehen und heiß gehalten werden. Als Alternative kann ein Inhaliergerät verwendet werden. Für diese Variante bietet sich an, einen Esslöffel Kamillenblüten mit einer mittelgroßen Tasse Wasser zu mischen und zu inhalieren.

Wie wird Kamille inhaliert?

Wenn der Kamillenaufguss durchgezogen ist, sollte eine bequeme Sitzposition in leicht vorgebeugter Haltung vor dem Gefäß eingenommen werden. Dabei sind Kopf und Oberkörper mit einem Laken bzw. einem großen Handtuch zu bedecken. Der Dampf darf nicht nach außen entweichen und ist nun acht bis zehn Minuten lang durch Mund und Nase zu inhalieren. Dabei kann der Dampf mit Hilfe eines Deckels so reguliert werden, dass er als angenehm warm zu empfinden ist. Zu heißer Dampf wirkt eher kontraproduktiv und kann Haut und Schleimhäute reizen. Nach der Inhalation sollten Betroffene ihr Gesicht mit lauwarmem Wasser benetzen. Patienten, die aufgrund von chronischer Anfälligkeit für Nebenhöhleninfekte inhalieren, sollten das Gesicht zum Schluss mit kaltem Wasser abwaschen.

Nach dem Inhalieren sind Aufenthalte in kühler Luft zu vermeiden. Es empfiehlt sich eine Ruhephase von mindestens einer halben, besser noch von einer ganzen Stunde.

Was ist beim Inhalieren von Kamille zu beachten?

Betroffene sollten Körper und Füße während der Inhalation warm halten. Dabei können eine Wolldecke und warme Socken helfen. Bei Kreislaufproblemen besteht durch das Inhalieren mit heißem Dampf die Gefahr einen Kollaps zu erleiden. Bei diesen Personen bietet es sich an, die Inhalation nur unter Aufsicht durchzuführen. Kinder sollten nie alleine inhalieren, da sie sich mit dem heißen Wasser verbrühen könnten.

Bei der Inhalation mit dem Topf ist darauf zu achten, diesen sicher und stabil zu positionieren, damit er nicht umfallen oder vom Tisch kippen kann. Durch das heiße Wasser besteht hohe Verbrühungsgefahr. Durch die heißen Dämpfe ist eine Reizung der Augen möglich, auch wenn diese beim Inhalieren geschlossen sind.

Mit einem Inhaliergerät dringt der Dampf nur in Nase und Mund, da es über einen entsprechenden Aufsatz verfügt. Daher ist die Inhalation mit einem Dampfinhalierer die sicherere Methode und der Topf-Variante vorzuziehen.

Wann sollte eine Inhalation mit Kamille nicht erfolgen?

Es gibt einige Faktoren, die gegen eine Inhalation mit Kamille sprechen. Dazu zählen Krankheiten der Augen wie beispielsweise der Grüne oder Graue Star, aber auch Entzündungen der Schleimhäute oder im Gesichtsbereich. Auch bei vorliegenden Gefäßerkrankungen wie Arteriosklerose oder bei Herz-Kreislaufkrankheiten sollte auf eine Inhalation mit Kamille verzichtet werden. Bei letzteren könnte ein Kollaps die Folge sein. Wenn bei einer Person Allergien gegen Korbblütler, wozu auch die Kamille gehört, vorliegen, scheidet die Inhalation mit Kamille selbstverständlich aus.

Nebenwirkungen sind auch bei Hausmitteln nicht ausgeschlossen und eignen sich nicht für Jedermann. Wenn Allergien oder Überempfindlichkeiten gegen Kamille vorliegen, können Aufgüsse als Tee beispielsweise zu Reizungen der Augen führen. Bevor Kamille zum Einsatz kommt, sollte im Zweifelsfall immer ein Arzt oder Apotheker zu Rate gezogen werden.

Richtig inhalieren mit Salz: Was Sie dabei beachten sollten

Bei Erkältungskrankheiten müssen Sie nicht direkt zur Chemiekeule greifen. Probieren Sie es lieber zunächst mit diesem uralten Hausmittel: Inhalieren mit Salz lindert häufig die Beschwerden und befreit die angegriffenen Atemwege.

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Salzinhalation gegen Erkältung: So geht’s

Viele alte Hausmittel geraten heute in Vergessenheit – zum Beispiel das Inhalieren mit Salz gegen Erkältungen. Auch wenn Sie damit keine Krankheit im Handumdrehen heilen, können Sie zumindest Schmerzen lindern und Ihr Wohlbefinden verbessern.

Zum Inhalieren bringen Sie Wasser zum Kochen und geben pro Liter etwa neun Gramm Salz hinzu. Benutzen Sie dafür einfaches Kochsalz oder Meersalz. Nehmen Sie eine ausreichend große Schüssel zur Hand, deren Rand nicht zu hoch und scharfkantig ist. Zusätzlich können Sie einen Waschlappen oder ein Handtuch auf dem Rand drapieren, auf den Sie Ihre Stirn auflegen können.

Beugen Sie den Kopf über das Gefäß mit dem Salzwasser und legen ein Handtuch über Ihren Kopf, um den Dampf festzuhalten. Atmen Sie fünf bis zehn Minuten lang ruhig aus und ein.

Dampf-Inhalatoren bieten mehr Sicherheit

Neben der haushaltsüblichen Variante gibt es mittlerweile spezielle Geräte für die Inhalation: Dampf-Inhalatoren haben den Vorteil, dass sie handlich sind und nur Nase und Mund bedecken. So kann der Dampf nicht die Augen reizen. Außerdem mindern Sie dadurch das Risiko von Verbrühungen: Eine Schüssel mit heißem Wasser kann schnell umkippen.

Ein Inhalationsgerät erhalten Sie ab sechs Euro im Internet oder in der Apotheke.

Inhalieren mit Salz: Vorteile

Durch das Inhalieren mit Salzwasser können Sie Erkältungen schonend lindern: Es befreit, beruhigt und befeuchtet die Atemwege und schützt vor möglichen Ansteckungen. Der Wasserdampf regt außerdem die Bildung von Schleim an, der Gifte bindet, die Sie abhusten. Dadurch können Sie Erkältungskrankheiten vorbeugen.

Anders als in trockenem Zustand haben feuchte Schleimhäute die Fähigkeit, sich selbst zu reinigen und Sie so vor Viren und Bakterien zu schützen. „Die Ausbreitung von Erkältungen lässt sich durch das Inhalieren einer einfachen Kochsalzlösung wirksam bekämpfen“, wird auf der Webseite des „DRK“ erklärt.

Salzinhalation gegen Schlafstörungen

Auch wenn Sie nicht erkältet sind: Haben Sie beispielsweise morgens mit verstopften Atemwegen zu kämpfen, erleichtert Ihnen die Inhalation mit Salz das Durchatmen. Abends wirkt die Methode beruhigend und gegen Schlafstörungen.

Vorsicht: Nachteile beim Inhalieren

Atmen Sie nicht zu schnell oder zu tief ein. „Sonst kommt es zur Hyperventilation und zum Kohlendioxidabfall im Blut, was Krämpfe und Kopfschmerzen beschert“, warnt der Medizin-Professor Jörg Schipper in der Online-Ausgabe der „Welt“.

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  • Wirksames Hausmittel: Wann Inhalieren gegen Husten hilft

Im Fall einer Asthmaerkrankung sollten Sie gänzlich auf die Inhalation verzichten.

Es geht im folgenden um Dampfinhalationen, wie sie zu Hause ohne besondere Hilfsmittel durchgeführt werden können.
In der Praxis arbeiten wir mit einem professionellen Ultraschallvernebler aus dem HNO-Bereich. Hiermit können einerseits hitzeempfindliche Medikamente inhaliert werden und andererseits ist die Tröpfchengrösse im Inhalat so klein, daß ein tieferes Eindringen auch in kleinere bronchiale Verästelungen möglich ist.

Anwendungsgebiete

Schnupfen – Rhinitis
Husten – Bronchitis
Nebenhöhlenentzündungen-Sinusitis
Halsentzündungen

Material

•

Ein Inhalator aus Kunststoff oder eine größere Plastik- oder Porzellanschüssel. Wenn ein Inhalator benutzt wird, sollte er das ganze Gesicht umschließen. Inhalatoren, die nur die Nase umschließen sind wenig sinnvoll.

•

ein großes Handtuch und ca. 1,5 bis 2 Liter kochendes Wasser

• sowie der entsprechende Zusatz. Es kommen eine ganze Reihe verschiedener Zusätze für die Inhalationen infrage. Sie werden je nach Begleiterscheinungen und individueller Reaktionslage ausgewählt.

Inhalationsdauer und -häufigkeit

Die Inhalationsdauer und -häufigkeit ist abhängig von dem Zusatz bzw. davon, wie schleimhautreizend dieser ist. Mit Salz, Tees aus Kamille, Thymian oder Salbei kann 10 -15 Minuten inhaliert werden. Inhalationen mit ätherischen Ölen dürfen nur 5 – 7 Minuten gemacht werden. Es wird 2 mal täglich oder bei Bedarf auch mehrmals täglich inhaliert. Nach der Inhalation ist der Kopf mit einer Mütze oder einem Tuch für 30 Minuten bedeckt zu halten. Halten Sie nach der Anwendung möglichst eine Ruhezeit ein.

Hinweise und Warnhinweise

Der Kopf soll während Inhalationen vollständig mit einem Handtuch abgedeckt werden, so daß der heiße Dampf nicht entweichen kann.
Wenn die Inhalation als zu heiß empfunden wird oder einen Hustenreiz auslöst, wird etwas kaltes Wasser zugefügt.
Kinder nie unbeaufsichtigt Inhalationen machen lassen, da sonst Verbrühungsgefahr besteht!
Wichtig: insbesondere bei Kindern sind bei der Verwendung von ätherischen Ölen oder Mitteln, die ätherische Öle enthalten, die Gegenanzeigen sorgfältig zu beachten! Bei Inhalationen mit Fertigarzneimitteln sind die Angaben des Herstellers zu beachten.

Inhalationen mit Salz

Wirkung:

•

Befeuchtung der gereizten Atemwege bei Husten, Schnupfen und Hals- und Rachenentzündungen .

•

Verflüssigung festsitzendes Sekret bei Nebenhöhlenentzündungen, Husten und Schnupfen.

•

Krampflösung bei krampfartigem Husten.

Es gibt keine Gegenanzeigen für Inhalationen mit Salz. Sie sind auch für Menschen mit empfindlichen Atemwegen und auch für Kleinstkinder geeignet. Bei Kleinstkindern ist die Temperatur der Inhalationslösung entsprechend abzumildern.
Inhalationsdauer und Häufigkeit:
10 -15 Minuten; 2 bis mehrmals täglich.
Menge:
2 gute Eßlöffel Salz oder Meersalz auf 1,5 bis 2 Liter Wasser.

Inhalationen mit Kamille

Wirkung:

•

schleimhautheilend und besonders geeignet, wenn Rachen und Atemwege bereits sehr gereizt und wund sind, z. B. bei Husten, Schnupfen und Hals- und Rachenentzündungen

•

antibakteriell, daher geeignet für alle bakteriellen Atemwegsinfekte

Anwendung und Dosierung:
Für Inhalationen mit Kamillentee 1 Handvoll gehäuf te Kamillenblütentee (Apotheke) auf 2 Liter kochendes Wasser. Für Inhalationen mit Kamillenflüssigextrakt (Apotheke) 10 ml Kamillenflüssigextrakt auf 1 Litei Wasser. Dies entspricht 1 bzw. 2 guter Eßlöffeln Flüssigextrakt auf 1 bzw. 2 Liter kochendes Wasser, bzw. Verwendung nach Angabe des Herstellers. Mehrfach täglich inhalieren.
Gegenanzeigen-Hinweise:
Allergie gegen Korbblütler (gelegentlich allergische Er scheinungen)

Salbeitee als Inhalation

Wirkung:

•

entzündungshemmend und schleimlösend bei Husten, Schnupfen, Nebenhöhlen- und Mittelohrentzündungen

•

antibakteriell und ebenfalls antiviral; daher auch für virale Infekte gut geeignet

•

in der Regel gut verträglich, deshalb für Kinder geeignet

Anwendung und Dosierung:
1-2 gut gehäufte Eßlöffel Salbeitee (Apotheke) auf 1,5 bis 2 Liter kochendes Wasser. Mehrfach täglich inhalieren.

Inhalationen mit Thymian

Wirkung:

•

schleimlösend bei Husten, Schnupfen, Nebenhöhlen- und Mittelohrentzündungen-und Hals- und Rachenentzündungen.

•

krampflösend, daher gut geeignet bei krampfartigem Husten.

Anwendung und Dosierung:
1- 2 gehäufte Eßlöffel Thymiantee (Apotheke) auf 2 Liter kochendes Wasser oder wenige Tropfen Thymianöl (Oleum Thymi) aus der Apotheke auf 1- 2 Liter heißes Wasser; mildes Öl, in der Regel gut verträglich

Inhalationen mit ätherischen Ölen

Wirkung:

•

sind schleimlösend (sekreolytisch), auswurffördernd (expektorierend) und krampflösend

•

finden Anwendung zur Förderung des Auswurfs, insbesondere bei festsitzendem und unproduktivem Husten, d. h. wenn nicht richtig abgehustet werden kann und der Husten gelöst werden soll.

•

sind schleimlösend bei Husten, Schnupfen, Nebenhöhlenund Mittelohrentzündungen

•

sind antibakteriell und helfen Bakterien abzutöten

Zusätze:
Am verträglichsten, mit relativ wenig Reizwirkung, und daher gut für Kinder und Menschen mit empfindlichen Atemwegen sind Thymian-, Salbei- und Lavendelöl. Ansonsten eignen sich am besten: Latschenkiefernöl, Fichtennadelöl, Kiefernnadelnöl, Edeltannennadelöl, Eukalyptusöl oder Thymianöl und Mischungen daraus.
Dosierungs- und Anwendungshinweise:
2 bis 6 Tropfen auf 1- 2 Liter kochendes bzw. heißes Wasser. Beginnen Sie mit der geringsten Menge und steigern Sie die Dosierung bei guter Verträglichkeit langsam. 1 bis 2 oder mehr Anwendungen täglich. Bei Kindern sind reizärmere Öle zu bevorzugen bzw. eigens für Kinder geeignete Inhalationen aus der Apotheke zu verwenden. Statt eines Öls können auch einige Zentimeter Salbenstrang einer Erkältungssalbe zur Inhalation verwendet werden (Mengenangabe des Herstellers beachten). Bei fertigen Ölmischungen bzw. Fertigpräparaten aus der Apotheke sind ebenfalls die Dosierungsanweisungen des Herstellers zu beachten.

Vorsichtsmaßnahmen und Gegenanzeigen:
Menthol (auch Pfefferminzöl und Minzöl) und Campher dürfen generell nicht verwendet werden bei Säuglingen und Klein kindern bis zum 2. Lebensjahr; Gefahr: Auslösung von Atemkrämpfen!
Fenchel bzw. Fenchelöl sollte generell nicht bei Säuglingen und Kleinkindern und ebenso nicht bei Schwangeren verwendt werden, außer als Teeaufguß.
Eukalyptus-, Fichtennadel- und Kiefernöle, Terpentinöl und Menthol (auch Pfefferminzöl und Minzöl) dürfen nicht angewendet werden bei Asthma bronchiale, Keuchhusten und Erkrankungen einhergehend mit einer Überempfindlichkeit der Atemwege wie die Neigung zu Pseudokruppanfällen, und spastischer Bronchitis („Krampfhusten“). Eukalyptus-, Fichtennadel- und Kiefernöle dürfen bei Säuglingen und Kleinkindern nicht im Bereich des Gesichtes und der Nase aufgetragen werden. Wird bei Anwendung von Ölen mit wiederholtem starken Hustenreiz oder Atemnot reagiert, ist die Anwendung sofort abzubrechen! Bei bleibender Atemnot ist sofort ein Arzt oder Notarzt zu benachrichtigen!
Ansonsten dürfen ätherische Öle nicht auf offene Wunden und Ausschläge aufgetragen werden.

Inhalieren mit Salzwasser

Das Inhalieren mit Salzwasser ist kostengünstig und erfordert nur wenig Vorbereitung – hat aber zugleich zahlreiche Vorteile. Und das nicht nur bei Schnupfen und Erkältungen, sondern auch bei chronischen Erkrankungen.

Bei der richtigen Anwendung gilt es allerdings einiges zu beachten, denn das Inhalieren mit Salzwasser ist nicht für jedes Krankheitsbild optimal geeignet.

Welche Salzart wählen?

Für die Inhalation über Dampf oder durch Verneblung sollte möglichst unbehandeltes Salz benutzt werden. Jodiertes Kochsalz ist also ungeeignet. Ebenso wie Salze mit anderweitigen Zusätzen. Meersalz, Steinsalz oder spezielles Inhalationssalz kann hingegen problemlos eingesetzt werden. Und auch unjodiertes Speisesalz ist in einer wässrigen Lösung ideal als Inhalat.

Am Sichersten ist jedoch spezielles Inhalationssalz, welches bereits portionsweise abgepackt ist. Für gewöhnlich ist dies sauberer aufbereitet und daher frei von Fremdstoffen. Diese sind bei einer Aufnahme durch den Magen vollkommen ungefährlich – bei einem direkten Kontakt mit empfindlichen Schleimhäuten könnten sie jedoch zu Reizungen führen.

Die Vorteile von Salzwasser

In der richtigen Konzentration wirkt Salzwasser in Form einer Inhalationslösung gleich mehrfach positiv auf die Schleimhäute ein.

Zu diesen Wirkungen zählen:

  • Befeuchtung
  • Desinfektion
  • Beruhigung
  • Anregung der Durchblutung

Aufgrund dieser vielfältigen Wirkungen ist Salzlösung als Inhalat für die Erkrankungen der oberen Atemwege (Mund, Nasenhöhle, Rachen,Kehlkopf) bestens geeignet.

Bei welchen Erkrankungen bewirkt Salzwasser eine Linderung?

Wie bereits erwähnt, eignet sich Salz sowohl für akute als auch chronische Erkrankungen der Atemwege.

Krankheiten im Überblick

  • Schnupfen
  • Erkältung
  • Akute und chronische Entzündungen der Nasennebenhöhlen und der Stirnhöhlen
  • Allergien
  • Mukoviszidose
  • Andere Infektionen des Rachens, der Nase und des Mundraums

Die Effektivität der Behandlung richtet sich jedoch nach der genauen Art der Inhalation

Salzwasser im Topf oder durch den Vernebler?

Wird Salz in warmem oder sogar heißem Wasser gelöst, befindet sich bei der gewöhnlichen, warmen Inhalation nur eine sehr geringe Menge Salz in dem Dampf, da die im Wasser gelösten Substanzen im Topf verbleiben und nicht in den Dampf gelangen, welcher eingeatmet wird. Somit sorgt die Inhalation mit einer Salzlösung lediglich für die Befeuchtung der betroffenen Regionen.

Damit ist diese Form der Behandlung ausreichend für die oberen Atemwege wie Entzündungen der Nebenhöhlen und Stirnhöhlen, Infektionen im Bereich des Mundes, Rachens und Halses. Auch bei Allergien, die sich auf die Schleimhäute der Augen und Nase auswirken, ist der bekannte Topf und ein übergeworfenes Handtuch genug.

Anders sieht es bei tiefer sitzenden Erkrankungen aus, welche sich in den unteren Atemwegen befinden. Hier muss eine andere Form der Inhalation eingesetzt werden. Bewährt haben sich Inhalationsgeräte mit einer Verneblungsfunktion. Dabei werden Wasser und das darin gelöste Salz zu winzigen Tropfen vernebelt, die deutlich kleiner als die im normalen Wasserdampf sind. Durch die geringe Tröpfchengröße und die Aufnahme der Lösung über eine spezielle Maske, können Salz und Wasser tiefer entlang der Atemwege wandern. Dadurch werden nicht nur die Schleimhäute der Nase und des Mundes benetzt, sondern auch die der Bronchien und der Lungen.

Durch die Verneblung bleibt das Salz also nicht im Topf zurück, es wird stattdessen vernebelt und kann effektiver wirken. Daher ist auch nur eine sehr kleine Menge einer speziellen Inhalationslösung nötig. Diese sollte möglichst nicht selbst gemischt werden.

Ratsam ist diese Form der Inhalation bei akuter und chronischer Bronchitis, bei Mukoviszidose, Lungenentzündung, Asthma bronchiale und chronisch obstruktiven Erkrankungen der Lunge.

Die richtige Mischung wählen

Die richtige Mischung entscheidet darüber, ob das Salzwasser befeuchtend wirkt, Schleimhäute befreit und beruhigt oder diese aber zusätzlich austrocknet. Als optimal hat sich eine 0,9%ige Konzentration erwiesen. Um diese herzustellen müssen wahlweise 0,9Gramm in 100 Milliliter Wasser oder aber 9 Gramm in einem Liter Wasser aufgelöst werden. Diese Mengen lassen sich nur mit einer Briefwaage oder einer sehr genauen Küchenwaage abwiegen. Praktischer sind hier fertig portionierte Salzdosen spezieller Inhalationssalze, die in der Apotheke erhältlich sind. Häufig können diese ebenfalls als Spülungslösung verwendet werden. Für die Verneblung gibt es wiederum bereits fertig gemischte Lösungen.

Salzwasser – als Inhalat und Spülung

Die Inhalation von Salzwasser vereint bereits mehrere Vorteile in sich, eine schnelle und gründliche Reinigung der Schleimhäute kann damit jedoch nur eingeschränkt bewirkt werden. Verschiedene Anbieter sind mit speziellen Kochsalzlösungen zum Inhalieren auf dem Markt vertreten.

Besonders bei einer Reizung der Atemwege durch Pollen oder andere Allergene, ist aber eben diese gründliche Reinigung wichtig für eine Linderung der Symptome. Gleiches gilt für infektiöse Erkrankungen. Eine Nasenspülung entfernt hier die Erreger und gibt dem Immunsystem des Körpers Gelegenheit, die Krankheit bei verminderter Keimzahl zu bekämpfen. Und auch festsitzende Entzündungen der Stirnhöhlen oder Nasennebenhöhlen lösen sich bei einer Spülung meist einfacher und schneller auf.

Auch hierzu eignet sich die Salzlösung in gleicher Konzentration wie bei der Inhalation. Vereinfacht wird die Anwendung durch eine Nasendusche aus weichem Kunststoff. An ein Nasenloch angesetzt, tritt das Wasser aus dem freien Nasenloch aus, löst dabei festsitzendes Sekret und schwemmt Reizstoffe sowie Keime heraus.

Schnupfen, Asthma oder Entzündungen des Zahnfleischs – Salzwasser als Inhalat und Spülungslösung wirkt sanft aber effektiv. Solange die richtige Konzentration beachtet und die passende Behandlungsform gewählt wird, sorgt Salz also für eine Linderung der Symptome und eine beschleunigte Heilung.

Das Inhalieren mit Salzwasser oder Kamille ist seit vielen Jahrhunderten eine beliebte Therapie bei Husten, Schnupfen und Erkältungen.

  • Doch wie mischt man eine Salzlösung richtig an?
  • Welches Salz darf man verwenden?
  • Und wie lange muss man inhalieren?

Inhalieren mit Salzwasser – Welches Salz darf man verwenden?

Zunächst sei erwähnt, dass man zwischen bereits fertig angemischten Lösungen, wie etwa der ISOMAR Meersalzlösung, oder einer selbst angemischten Salzwasserlösung wählen kann.

Möchten man das Salzwasser für die Inhalation selber herstellen, sollte man eine dazu geeignete Salz Art auswählen. Jodiertes Kochsalz oder Salz mit anderen Zusatzstoffen sind für die Inhalation nicht geeignet, da sie bei einem direkten Kontakt mit den empfindlichen Schleimhäuten zu Reizungen bis hin zu Atemnot führen können. Die sicherste Wahl ist ein spezielles Inhalationssalz, das Sie bereits fertig abgepackt und portioniert kaufen können. Dieses Salz wird nach strengen Vorgaben gereinigt und aufbereitet. Zudem sind die Portionen perfekt dosierbar, wodurch eine zu hohe Salzkonzentration in der Inhalationslösung verhindert wird.

Ein wichtiger Punkt beim Inhalieren mit Salzwasser bei Asthma oder beim Baby. Aber auch natürliches Meersalz oder Steinsalz kann eingesetzt werden. Die unterschiedliche Bezeichnung ergibt sich durch die Art Gewinnung und Aufarbeitung.

Wie mische ich eine Salzlösung richtig an?

Der entscheidende Punkt für eine erfolgreiche und angenehme Therapie ist die Salzkonzentration in der Inhalationslösung. Sie entscheidet darüber, ob die Schleimhäute befeuchtet und beruhigt, oder gereizt werden. Als optimal gilt eine 0,9%ige Konzentration, die sogenannte isotone Kochsalzlösung, die dem Salzgehalt unserer Körperzellen entspricht (Mehr zum Thema isotone und hypertone Inhalationslösungen erfahren Sie hier)

Um diese selber herstellen zu können müssen wahlweise 0,9 g in 100 ml Trinkwasser oder 9 g in einem Liter Trinkwasser aufgelöst werden. Letzteres ist aufgrund der großen Menge und der eingeschränkten Haltbarkeit kaum empfehlenswert und für 100ml Lösung braucht man eine sehr genaue (Brief-) Waage. Praktischer sind Portionsbeutel mit Inhalationssalz oder bereits fertig angemischte Meersalzinhalationslösungen in hygienischen Einzelampullen.

Inhalieren mit Salzwasser: Wie lange muss ich inhalieren? Und wie inhaliere ich genau?

Das angemischte Salzwasser kann im Wesentlichen auf drei verschiedene Arten verwendet werden: erwärmt in einer Schüssel, als Spüllösung in einer Nasendusche, oder mit einem Inhalationsgerät.

Die klassische Inhalation mit einem Handtuch über einer Schüssel/Dampftopf mit heißem Salzwasser ist überall bekannt. Was weniger bekannt ist, ist dass die Wassertröpfchen eines Dampfbades sehr groß sind und sich eher als Niederschlag auf dem Gesicht wiederfinden. Zudem befindet sich aufgrund des hohen Siedepunktes von Salz nur eine sehr geringe Menge Salz im Dampf.

Eine Heilung der unteren Atemwege durch Dampfbäder ist demnach wissenschaftlich nicht bewiesen. Um die dortige Entzündung zu erreichen benötigt man ein gutes Inhalationsgerät, dass sehr feine Aerosoltröpfchen produziert und dadurch den Wirkstoff in die Lunge transportiert. Für die Inhalation von Salzlösungen mit einem Inhalationsgerät wird empfohlen, bereits fertig angemischte Lösungen zu wählen, die speziell für diesen Zweck geeignet sind. Anderenfalls können die Salzkristalle den Vernebler verstopfen oder beschädigen. Die Inhalationszeit richtet sich dabei ganz nach der gewählten Therapieform und der zu therapierenden Krankheit. Die Inhalation mit einem inhalationsgerät dauert in der Regel zwischen 5-10 min.

Nasenduschen werden bis zu 3x am Tag empfohlen. Dafür kann eine selbst angemischte Lösung, oder eine fertige Salzlösung verwendet werden. Die Nasendusche spült dabei festsitzender Schleim, Schadstoffe und allergieauslösende Pollen von den Nasenschleimhäuten. Das enthaltene Salz löst den Schleim und hilft die Nase zu befreien. Wer die klassischen Nasenduschen als unangenehm oder unpraktisch empfindet kann zu modernen Nasenverneblern greifen.

Salzinhalation: Richtig inhalieren bei Asthma & COPD

Salz ist heute mehr denn je ein therapeutisches Allround-Talent: Als natürlicher Wirkstoff kommt es in vielfacher Form bei der Behandlung verschiedenster Erkrankungen zum Einsatz. Für Atemwegspatienten mit Asthma oder COPD ist vor allem das Inhalieren von vernebelter Salzlösung ein beliebtes Hausmittel.

Das bringt die Salzinhalation bei Asthma und COPD

Der therapeutische Nutzen der Inhalation von 0,9-prozentiger Salzlösung ist bei Atemwegserkrankungen gut belegt:

Heilsam ist zum einen die entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung von Salz, die zum Abschwellen der Schleimhaut und zur Förderung der Durchblutung beiträgt.

Zum anderen bewirkt das Inhalieren von Salzwasser, dass die Schleimhaut vermehrt Flüssigkeit in den Atemwegen bildet. Dieser Effekt kommt vor allem Asthma- und COPD-Patienten zu Gute, die mit zähem Schleim in den Bronchien kämpfen.

Die regelmäßige Inhalation von Salz

  • schützt die Schleimhaut vor dem Austrocknen
  • regt den Schleimfluss an
  • löst festsitzenden Schleim
  • verbessert den Abtransport von Schadstoffen und Krankheitserregern

Für viele Patienten mit Asthma und COPD ist die Inhalation von Salz also ein geeignetes Mittel, um ihre Symptome zu lindern und akuten Infekten der Atemwege vorzubeugen.

Wie kommt das Salz in die Atemwege?

Grundsätzlich stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: Salzhaltige Atemluft können Sie während eines Kuraufenthalts an Nord- oder Ostsee („Brandungsatmen“) oder bei einem Besuch einer der vielen künstlich geschaffenen Salzgrotten inhalieren.

Einfacher und genauso effektiv ist aber das regelmäßige Inhalieren von Salzwasser mit einem Vernebler.

Richtig inhalieren mit Salz – So geht’s

Für die Inhalation mit Salz brauchen Sie 2 Dinge:

  1. Isotonische Kochsalzlösung besteht aus einer 0,9-prozentigen Salzlösung, also 9 Gramm Salz auf 1 Liter Wasser. Sterile Lösung zum Inhalieren erhalten Sie in kleinen praktischen Päckchen in der Apotheke oder im Internet. Sie können die Lösung aber auch selbst herstellen. Worauf Sie achten sollten erfahren Sie unter inhalation.cc.
  2. Elektrische Vernebler sind Inhaliergeräte, die Kochsalzlösung zu kleinsten Tröpfchen zerstäuben. Eine möglichst geringe Tröpfchengröße ist für die Wirksamkeit der Inhalation entscheidend – denn nur kleinste Tröpfchen (Aerosol) erreichen die Lunge mit ihrem weit verzweigten Bronchialsystem. Das Aerosol inhalieren Sie über eine Atemmaske, die es für Erwachsene und Kinder in verschiedenen Größen gibt.

Wann und wie oft inhalieren?

  • Inhalieren Sie ein- bis zweimal täglich für 6 Minuten, um akuten Infekten vorzubeugen.
  • Bei starker Verschleimung oder während eines akuten Infekts können Sie auch mehrfach täglich inhalieren.
  • Atmen Sie den salzhaltigen Wirkstoffnebel möglichst tief und langsam ein.
  • Wenn Sie vor allem nachts unter produktivem Husten leiden, inhalieren Sie am besten kurz vor dem Schlafengehen.
  • Das Inhalieren von Kochsalzlösung können Sie zusammen mit der täglichen Anwendung von Atemtherapiegeräten wie dem RC-Cornet® PLUS kombinieren. Das spart Zeit und erhöht die Wirksamkeit der Therapie.

Ätherische Öle: Für Babys und Kleinkinder gefährlich

Ätherische Öle können für Babys und Kleinkinder lebens­bedrohlich sein. Schon auf kleinste Mengen der Substanzen aus Eukalyptus, Kampfer und Pfefferminz, die wegen ihrer wohltuenden Wirkung beliebt sind, könne der Nachwuchs sehr empfindlich reagieren, warnte heute die Barmer GEK in einer Pressemitteilung.

Heidi Günther, Apothekerin bei der Krankenkasse, rät Eltern dazu, stets zu prüfen, ob das Präparat speziell für Kinder ausgewiesen ist und wie es verabreicht wird. Generell könne es bei der Anwendung von ätherischen Ölen bei Kindern zu Haut- und Schleimhautreizungen kommen, auch Erbrechen und Bewegungsstörungen seien möglich. Schon wenige Tropfen von einem unverdünnten ätherischen Öl in Mund oder Nase könnten sogar lebensbedrohliche Verkrampfungen des Kehlkopfes hervorrufen und zum Atemstillstand führen. Günther betont: „Wer unsicher ist, sollte vor der Anwendung immer einen Arzt oder Apotheker zu Rate ziehen.“

Ätherische Öle gelangen auf unterschiedliche Weise in den Körper, je nach Applikationsform über die Schleimhäute beim Einatmen, über die Haut beim Einreiben oder über den Magen-Darmtrakt, wenn sie geschluckt werden. Für Kinder bestehe besondere Vergiftungsgefahr, wenn Öle, die zur Inhalation vorgesehen seien, mit Präparaten zum Einnehmen in Tropfenform verwechselt würden, heißt es in der Mitteilung.

„Stark wirksame ätherische Öle aus Kampfer, Eukalyptus, Thymian oder Pfefferminz haben in der Nähe von kleinen Kindern grundsätzlich nichts zu suchen“, betont Günther. Wer auf die Wirkung der Öle bei älteren Kindern und Jugendlichen nicht verzichten wolle, solle „unbedingt die vorgeschriebene Verdünnungsweise einhalten und die Öle nicht direkt auf die Haut, und schon gar nicht im Gesicht, auftragen, weil die Haut dann zu stark gereizt wird“, so Günther. Bei der Aufbewahrung sollten Eltern darauf achten, dass die Öle außer Reichweite der Kinder stehen.

„Lösen ätherische Öle bei einem Kind Atemnot, Krämpfe oder Bewusstseinsveränderungen aus, sollten Eltern sofort den Rettungsdienst rufen“, so Günther weiter. Bei Hautkontakt helfe Abspülen, hat das Kind etwas Öl verschluckt, sollte es möglichst viel trinken, um es zu verdünnen. Am besten eigneten sich Tee, Wasser oder Saft. Danach sollte eine Giftnotrufzentrale kontaktiert werden. „Hat das Kind ein stark wirksames ätherisches Öl wie Kampfer zu sich genommen, sollte ebenfalls viel getrunken werden, allerdings ist dann auch ein Besuch in der Kinderklinik notwendig. Die Ärzte dort können das Kind gegebenenfalls kurze Zeit überwachen, um Komplikationen auszuschließen“, so Günther. (com)

Gefährlich statt heilsam: Ätherische Öle für Babys tabu

Schnupfen, Husten, Heiserkeit: In den nasskalten Monaten haben Erkältungsviren Hochsaison. Balsame, Duftöle und Lösungen zum Inhalieren versprechen Linderung und endlich freies Durchatmen. Doch für Säuglinge und Kleinkinder stellen sie eine große Gefahr dar. „Erkältungs- und Entspannungspräparate enthalten oft ätherische Öle, die für Kinder unter zwei Jahren giftig sein können“, erklärt Dr. Marko Ostendorf, Arzt beim Infocenter der R+V Versicherung. „Wenn einige Tropfen versehentlich in Mund oder Nase gelangen kann sich im schlimmsten Fall der Kehlkopf durch einen krampfartigen Reflex verschließen.“

Besonders empfindlich reagieren kleine Kinder auf typische Erkältungshelfer wie Kampfer-, Eukalyptus-, Pfefferminz- und Teebaumöl. Schon ein paar Tropfen können reichen, um bei den Kleinen lebensbedrohliche Atembeschwerden hervorzurufen. Weitere Folgen können Haut- und Schleimhautreizungen, Erbrechen, Bewegungsstörungen oder sogar Krampfanfälle sein. „Deshalb sollten Eltern die rezeptfreien Mittel bei ihren Kindern nur mit großer Vorsicht oder gar nicht anwenden“, empfiehlt der R+V-Arzt. Dazu gehören zum Beispiel auch Chinaöle, wärmende Balsame und Erkältungsbäder.

Bei Symptomen sofort Notarzt rufen

Wenn ein Säugling oder Kind akute Symptome zeigt, sollten Eltern sofort einen Notarzt rufen. Als Erstmaßnahmen nach Hautkontakt können die betroffenen Stellen mit Wasser abgespült werden. Haben Kinder die naturnahe Arznei in den Mund bekommen, empfiehlt Dr. Ostendorf die Gabe von Tee oder Wasser zur Verdünnung.

Ätherische Öle besitzen vielfältige Heilwirkungen, sie kommen zum Beispiel häufig in der Erkältungszeit zum Einsatz. Doch nicht nur gegen festsitzenden Husten oder eine verstopfte Nase liefern sie die passende konzentrierte Pflanzenheilkraft. Bei zahlreichen anderen seelischen und körperlichen Alltagsleiden können ätherische Öle die Selbstheilungskräfte ebenso unterstützen.

Einfach und vielfältig einsetzbar, eignen sich naturreine Duftöle deshalb auch ganz besonders für die sanfte Behandlung von Kindern, sofern sie behutsam und richtig angewendet werden. So helfen sie, den einen oder anderen Gang zum Arzt oder die Einnahme stärkerer Medikamente mit unerwünschten Nebenwirkungen zu vermeiden. In diesem Beitrag erfährst du, was du beim Einsatz ätherischer Öle bei Kindern unbedingt beachten solltest, und erhältst einen Einblick in das große Anwendungsgebiet der heilsamen Aromen.

Sicherer Umgang mit ätherischen Ölen in der Familie

Neben den allgemeinen Regeln zur Anwendung ätherischer Öle sind bei der Verwendung bei Kindern einige zusätzliche Empfehlungen zu beachten. Denn falsch angewendet machen die Öle dein Kind nicht gesund und können sogar gefährlich werden.

Deshalb empfiehlt es sich, bei der Durchführung einer Aromatherapie mit Kindern, grundsätzlich folgende Hinweise zu berücksichtigen:

  • Ausschließlich hochwertige, naturreine Öle verwenden.
  • Ätherische Öle immer außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
  • Packungsbeilage der Öle beachten, insbesondere Angaben zur altersspezifischen Dosierung (Verdünnung).
  • Nach dem Auftragen photosensitiver Öle, zum Beispiel verschiedener Zitrusöle, die Haut vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.
  • Unverdünnte Öle nie im Gesicht oder in der Nähe der Schleimhäute auftragen.
  • Vor der ersten Anwendung eines Öls die Verträglichkeit mit einer geringen Menge, die mit Pflanzenöl vermischt wurde, an der Innenseite des Unterarms testen.
  • Dafür Sorge tragen, dass kein Öl in die Augen und den Mund des Kindes gelangen kann.
  • Bei Babys und Kleinkindern kein Kampfer, Eukalyptus-, Thymian- und Pfefferminzöl anwenden.

Ätherische Öle für Babys, Kleinkinder und Schulkinder

Insbesondere bei Babys und Kleinkindern ist im Umgang mit ätherischen Ölen Vorsicht geboten. Je älter die Kinder sind, umso eher können ätherische Öle in einer kindgerechten Dosierung zum Einsatz kommen.

Gefahren für Babys und Kleinkinder

Haut und Schleimhäute sind in den ersten Lebensmonaten sehr viel empfindlicher als bei größeren Kindern oder Erwachsenen. Säuglinge und Kleinkinder können schon auf wenige Tropfen unverdünnten ätherischen Öls mit Vergiftungserscheinungen wie Atemnot, Krämpfen oder Bewusstseinsstörungen reagieren. Als absolut tabu in den ersten zwei Lebensjahren gelten in diesem Zusammenhang Kampfer-, Eukalyptus-, Thymian- und Pfefferminzöl. Eltern und andere Personen, die mit einem Baby in engem körperlichen Kontakt stehen, sollten im Umgang mit ätherischen Ölen deshalb besonders vorsichtig sein.

Sanftere Öle, wie zum Beispiel Lavendel, Römische Kamille, Fenchel und Mandarine werden zwar von einigen Aromatherapeuten in entsprechender Verdünnung bereits ab dem vierten Lebensmonat empfohlen. Um sicherzugehen und das Risiko einer Überdosierung, allergischer Reaktionen oder anderer unerwünschter Nebenwirkungen zu vermeiden, empfiehlt sich aber, in den ersten Lebensjahren ätherische Öle sowie Produkte, die ätherische Öle enthalten, nur in Absprache mit dem Kinderarzt oder einem anderen vertrauenswürdigen Experten anzuwenden.

Tipp: Natürliche Hausmittel wie Heilwolle bei Windeldermatitis oder eine leicht herzustellende Erkältungs- uns Heilsalbe für Babys mit frischem Majoran sind in den ersten Lebensmonaten meist die bessere, weil sanftere Methode.

Kinder ab dem 5. Lebensjahr: Milde Öle bevorzugt

Ab dem fünften bis sechsten Lebensjahr (hierzu findet man in der Literatur unterschiedliche Empfehlungen) können in der Regel alle ätherischen Öle zum Einsatz kommen – natürlich in einer entsprechend angepassten Konzentration.

Für die Anwendung bei Kindern zu empfehlen sind insbesondere milde ätherische Öle wie zum Beispiel:

  • Angelikawurzel – krampflösend, entzündungshemmend, körperlich stärkend, beruhigend
  • Fenchel – magenstärkend, gegen Blähungen, schleimlösend, aufbauend
  • Geranium – antiseptisch, entzündungshemmend, erfrischend
  • Römische Kamille – entzündungshemmend, schmerzlindernd, beruhigend
  • Lavendel – angstlösend, stimmungsaufhellend, schlaffördernd
  • Mandarine – verdauungsanregend, kräftigend, entspannend
  • Manuka – antibakteriell, regenerierend, ausgleichend
  • Majoran – schleimlösend, wärmend, beruhigend, schlaffördernd
  • Pfefferminze – kreislaufanregend, schmerzstillend, krampflösend, entzündungshemmend
  • Orange – stimmungsaufhellend, belebend, ausgleichend
  • Rose – harmonisierend, anregend, schlaffördernd
  • Zitrone – blutreinigend, abwehrsteigernd, entzündungshemmend, konzentrationsfördernd

Wenn du ein Öl zum ersten Mal verwenden möchtest, informiere dich am besten in der Packungsbeilage, im Internet oder in einem Fachbuch. Passende Buchtipps findest du am Ende des Beitrags.

Tipp: Als Einschlaf- und Entspannunghilfe kannst du mit einigen der genannten Öle und nur zwei weiteren Zutaten ein Schlafwohl-Spray und ein Anti-Monster-Spray selber machen.

Dosierungsempfehlungen für Kinder

Während für Erwachsene meist eine dreiprozentige Verdünnung empfohlen wird, sollten ätherische Öle bei Kindern bis zum 14. Lebensjahr sehr viel stärker verdünnt werden. Hier gilt als Richtwert ein Anteil von einem Prozent ätherischen Öls bzw. ein Mischungsverhältnis von Trägersubstanz und ätherischem Öl von 99 zu 1.

Als Träger dienen hochwertige (biologisch angebaute, kaltgepresste) Pflanzenöle, wie zum Beispiel Jojobaöl, Mandelöl, Kokosöl, Avocadoöl oder Nachtkerzenöl.

Gib für eine kindgerechte Dosierung 2 Tropfen ätherisches Öl auf 10 ml Trägeröl.

Ätherische Öle im Alltag mit Kindern anwenden

Für zahlreiche körperliche und seelische Wehwehchen können ätherische Öle als natürliches Heilmittel eingesetzt werden. Die folgenden Beispiele stellen lediglich einen kleinen Ausschnitt der Anwendungsmöglichkeiten dar.

Einschlafprobleme kannst du mit Lavendelöl lindern. Gib dafür vier Tropfen Lavendelöl auf 20 ml Pflanzenöl und massiere deinem Kind vor dem Schlafengehen mit der Mischung den Rücken oder die Fußsohlen.

Bauchschmerzen können sehr unterschiedliche Gründe haben. Wenn keine körperlichen Ursachen vorliegen, werden sie bei Kindern häufig durch Angst, Stress oder Überforderung ausgelöst. Eine sanfte Bauchmassage mit ätherischen Ölen hilft, die Anspannung zu lösen. Dazu kannst du ein Massageöl mit Römischer Kamille oder Fenchel herstellen. Für Babys eignen sich auch spezielle Bäuchleinöle wie dieses.

Bei längeren Autofahrten werden viele Kinder von Übelkeit geplagt. Dagegen kann eine Ölmischung mit ätherischem Ingweröl helfen. Einfach einige Tropfen auf ein Stofftuch geben und das Kind daran riechen lassen.

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Erkältungskrankheiten gehören zu den häufigsten Leiden in der Kinderzeit. Mit einem selbst gemachten Atmungsöl kannst du deinem Kind das Durchatmen erleichtern. Gib dazu zwei Tropfen Eukalyptus radiata (eine eher milde Eukalyptus-Variante) auf 10 Milliliter Pflanzenöl und reibe die Brust deines Kindes mit der Mischung ein. Alternativ können auch Majoran, Zypresse und Lavendel Erkältungssymptome lindern.

Bei Insektenstichen kann das Auftragen eines Öls mit Lavendel auf die Schwellung zum Abklingen der Schmerzen und der Entzündung beitragen.

Viele Schulkinder leiden hin und wieder unter Konzentrationsschwierigkeiten. Verschiedene Zitrusöle, Zedernholz und Vetiveröl können die Konzentrationsfähigkeit verbessern und Kinder beim Lernen unterstützen. Stelle dafür eine Ölmischung entsprechend der oben empfohlenen Dosierung her oder verwende eine bereits fertige Mischung wie diese. Mit einer Duftlampe oder einem Aroma-Diffuser (siehe weiter unten) kannst du den anregenden Duft wohldosiert im Raum verströmen lassen.

Wenn du dir unsicher bist, an welcher Körperstelle du das Öl am besten aufträgst, kannst du dich unabhängig von den Beschwerden deines Kindes für die Fußsohlen entscheiden. Sie sind eine der sichersten und effektivsten Körperstellen für die Anwendung ätherischer Öle. Auch photosensibilisierende Öle können an den Fußsohlen angewendet werden, weil sich dort Sonneneinstrahlung leichter vermeiden lässt.

Anwendung mit Aroma-Diffuser und Duftkissen

Statt die ätherischen Öle zu verdünnen und aufzutragen, kannst du sie mit Hilfe eines Aroma-Diffusers leicht dosieren und stark verdünnt über die Raumluft im Kinderzimmer verteilen. Bei einer Erkältung hilft beispielsweise das nächtliche Vernebeln von sechs Tropfen Eukalyptus radiata oder vier Tropfen Eukalyptus radiata und vier Tropfen Zitronenöl, um durch die antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung hartnäckigen Schleim zu lösen. Tagsüber kannst du mit einer konzentrationsfördernden Mischung dein Kind beim Lernen unterstützen.

Wer sich nicht extra ein Gerät anschaffen möchte, kann alternativ eine Wäscheklammer oder einen Holzklotz als natürlichen Duftspender verwenden.

Noch sanfter wirken mit Heilkräutern gefüllte Kissen. Sie enthalten zum Beispiel entspannende, schlaffördernde Kräutermischungen mit Hopfen und Lavendel und geben ihre heilsamen Aromen in sehr viel geringerer Konzentration an die Raumluft ab. Eine ähnliche Wirkung haben sogenannte Zirbenkissen. Ihre Füllung besteht aus Zirbenspänen, deren ätherisches Öl als traditionelles Hausmittel für einen erholsamen und tiefen Schlaf bekannt ist.

In unseren Buchtipps findest du viele weitere Informationen und Rezepte zum Einsatz ätherischer Öle bei Kindern:

Hast du bereits Erfahrung mit der Anwendung ätherischer Ölen bei Kindern gesammelt? Dann hinterlasse uns deine Tipps in einem Kommentar!

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Wie inhaliert man richtig?

Wenn eine Erkältung die Atemwege fest im Griff hat, beginnen viele Menschen zu inhalieren. Immerhin ist diese Behandlung einfach und wirksam, kann die Schleimhäute befeuchten, Schleim lösen und so für schnelle Linderung sorgen. Bei der gezielten Inhalation können aber auch Fehler gemacht werden, die den Zustand verschlimmern, anstatt ihn zu verbessern.

Wie inhaliert man also richtig?

Inhalieren mit dem Kochtopf

Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, Zusatz hinein geben und tief einatmen – klingt einfach. Die Verwendung eines Topfes birgt jedoch einige Risiken und ist daher nicht für jeden ideal. Zum einen können Töpfe relativ leicht kippen oder der heiße Inhalt bei Bewegung herausspritzen. Das kann zu Verbrühungen führen. Der erhitzte Topf an sich kann bei Berührung ebenfalls Verbrennungen erzeugen. Der Wasserdampf tritt aus dem Topf zum anderen breitflächig aus, für ein gezielteres Inhalieren muss daher ein Handtuch über den Kopf gelegt werden. Darunter wird es schnell unangenehm warm und stickig, was wiederum Kopfschmerzen und Schwindel hervorrufen kann. Auch dann kann der Wasserdampf jedoch nicht bis tief in die Bronchien oder die Lunge dringen.

Für die Inhalation mit einem Topf sollte ein möglichst großes Modell gewählt werden, das standsicher ist. Eine bodendeckende Schicht Wasser reicht aus. Vor allem bei Kindern muss auf ausreichend Abstand zum Gefäß geachtet werden. Das Handtuch sollte alle zehn Atemzüge gelüftet werden, um für ausreichend Sauerstoff zu sorgen und Kopfschmerzen sowie Schwindel zu vermeiden.

Spezielle Inhalatoren verwenden

Inhalatoren können meist deutlich weniger Flüssigkeit aufnehmen und bergen daher ein kleineres Verletzungsrisiko. Zudem sind sie mit passend geformten Masken ausgestattet, die den Dampf nur in Mund und Nase bringen.
Genau dieser gezielte Dampfaustritt kann allerdings als unangenehm empfunden werden und erlaubt meist nur kurze Inhalationen. Zudem gestaltet sich die Reinigung der einzelnen Teile in einigen Fällen umständlich. Eine Reinigung des Kunststoffs ist durch den direkten Hautkontakt aber nach jedem Dampfbad notwendig. Anderenfalls werden die Inhalatoren zur Brutstätte.

Geräte mit Verneblerfunktion erzeugen winzige Wassertröpfchen, die in Bronchien und Lunge dringen können. Diese sind allerdings etwas teurer und sollten erst nach Absprache mit dem behandelnden Arzt verwendet werden.

Kochtopf oder Inhalator?

Die klassische Inhalation mit einem Kochtopf oder einer Schüssel gestaltet sich einfach, schnell und ist nicht mit weiteren Ausgaben verbunden. Ganz ohne Nachteile ist diese Variante aber nicht. Spezielle Inhalatoren ermöglichen ein gezielteres Einatmen des Dampfes oder im Falle von Verneblern die Befeuchtung der Lunge und Bronchien. Auch sie kommen aber nicht nur mit Vorzügen daher.

Ob für das Inhalieren ein Topf oder ein Inhalator verwendet wird, ist also abhängig vom Ziel der Behandlung und den persönlichen Umständen.

Die korrekte Wassertemperatur

Viele Menschen wählen eine viel zu hohe Temperatur des Inhalats. Das zerstört einerseits einige Wirkstoffe und reizt andererseits die Schleimhäute. Die Folge ist nicht etwa Linderung, sondern eine noch schlimmere Schwellung.
Es reicht vollkommen aus, das Wasser auf 50°C bis 60°C zu erhitzen. Hat es bereits gekocht, sollte es für einige Minuten abkühlen.

Die richtige Atmung beim Inhalieren

Während des Inhalierens sollte ganz normal weitergeatmet werden. Ein gelegentlicher Wechsel zwischen Nasen- und Mundatmung kann die Erreger an mehreren Fronten bekämpfen.

Entsteht ein Schwindelgefühl, ist das häufig auf eine zu tiefe Atmung zurückzuführen.

Wie lange und wie oft inhalieren?

Bei einer Erkältung reichen zwei bis fünf Inhalationen pro Tag, mit einer Dauer von jeweils fünf bis zehn Minuten. Siehe hierzu unseren Ratgeber “Wie lange sollte man inhalieren?”, dort wird auch auf die richtige Dauer für Inhalatoren eingegangen.

Eine hartnäckige Nasennebenhöhlenentzündung, eine Bronchitis oder andere Erkrankungen der Atemwege können jedoch auch mehrere oder längere Behandlungen erforderlichen machen.

Als Vorsorge in der Erkältungszeit ist eine abendliche Inhalation empfehlenswert.

Ruhe und Flüssigkeit nach der Inhalation

Wasserdampf, Wirkstoffe und Wärme können zwar für Linderung sorgen, sie sind aber auch eine kurzzeitige Belastung. Vor allem für den Kopf. Setzt der schleimlösende Effekt ein, der sich in Abhusten und häufigem Putzen der Nase äußert, benötigt der gesamte Körper daher Ruhe. Zudem muss dem Organismus Flüssigkeit zugeführt werden, um den Verlust auszugleichen.
Anderenfalls sind Kopfschmerzen, Schwindel, Druck und erneute Reizungen die Folgen.

Vorsicht bei Reizstoffen

Ätherische Öle können lindern, Entzündungen bekämpfen und zähflüssige Sekrete lösen. Sie können jedoch auch die Schleimhäute reizen. Und das nicht nur, wenn sie überdosiert werden. Bei jeder Form von Wirkstoff, selbst bei den pflanzlichen, sollte daher Vorsicht walten. Tritt schon während der Inhalation starker Husten oder heftiges Niesen auf, muss das Dampfbad abgebrochen und der Zusatz gewechselt werden.

Die richtige Hygiene ist wichtig

Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit sind ideale Bedingungen für viele Keime. Daher ist es von immenser Wichtigkeit, alle Inhalationsutensilien nach der Verwendung gründlich zu reinigen. Einfaches Abspülen reicht hierfür nicht aus. Bei sehr infektiösen Krankheiten sollten die Utensilien desinfiziert oder, sofern möglich, abgekocht werden.

Richtig ausgeführt ist das Inhalieren eine wirksame Behandlung von zahlreichen Infekten und Erkrankungen der Atemwege. Gerade Allergiker und Kinder sollten hierbei jedoch äußerst vorsichtig vorgehen, um unnötige Reizungen zu vermeiden. Und trotz der scheinbaren Harmlosigkeit dürfen grundlegende Sicherheitsmaßnahmen keinesfalls außer Acht gelassen werden. Nur dann bringt das Inhalieren wirklich nur Linderung und Erleichterung – ohne unerwünschte Nebenwirkungen.

Womit kann ich bei einer Erkältung inhalieren?

Grundsätzlich gilt: Zusätze sind für eine wirksame Inhalation nicht nötig. Reiner Wasserdampf ist die schonendste Art zu inhalieren. Er befeuchtet die Schleimhäute der oberen Atemwege und hilft, den Schleim zu lösen und abzutransportieren. Wenn Sie mit Zusätzen inhalieren, ist die richtige Dosierung wichtig. Zuviel kann auch bei pflanzlichen Zusätzen den Schleimhäuten schaden statt nutzen. Daher gilt: Wer beim Inhalieren stark husten muss oder eine Reizung spürt, sollte aufhören und den Zusatz oder die Dosierung ändern.
Eine Inhalation mit unbehandeltem Salz (am besten ist Meersalz) ist sehr schonend und auch für Asthmatiker, Allergiker, Schwangere und Kleinkinder geeignet. Sie befeuchtet und reinigt die Schleimhäute und hilft etwa gegen Heiserkeit, aber auch bei Husten und Schnupfen. Wichtig ist dabei die Dosierung von nicht mehr als 9 Gramm Salz pro Liter. Ansonsten trocknet die Inhalation die Schleimhäute aus, anstatt sie zu befeuchten.
Die Zahl an pflanzlichen Zusätzen fürs Inhalieren ist groß. Als Tee eignen sich gegen Husten Thymian oder Fenchel am besten. Der schonendste pflanzliche Zusatz für unsere Atemwege ist Kamille, sie wirkt entzündungshemmend und keimtötend. Eine weitere Alternative für die Inhalation mit Tee als Zusatz ist Salbei. Salbei und Thymian kann man nicht nur als Tee, sondern auch als ätherisches Öl für die Inhalation einsetzen. Zusammen mit Lavendel gehören sie zu den verträglicheren Ölen. An ätherischen Ölen eignen sich außerdem Fichtennadeln, Latschenkiefer oder Eukalyptus. Wegen der intensiven Wirkung der ätherischen Öle sollte die Dosierung nicht mehr als 2-5 Tropfen pro Liter betragen.

Richtig Durchatmen – richtiges Inhalieren

Topf, Inhalator oder Vernebler – was ist sinnvoll?

Die bekannteste Methode zur Inhalation ist wohl der gute alte Topf, gefüllt mit heißem Wasser und Zusätzen, über den der Kopf gehalten wird. Verhüllt unter ein Handtuch atmet man tief durch. Leider ergeben sich bei dieser Methode einige Nachteile. Einerseits besteht immer die Gefahr sich zu verbrennen – vor allem für Kinder ist diese Methode also nicht zu empfehlen.

Außerdem gelangt der Dampf nicht nur in die gewünschten Areale der Atemwege, sondern auch an das gesamte Gesicht. Ätherische Öle können so die Augen und Gesichtshaut reizen. Diese Nachteile können leicht mit einem Dampfinhalator aus der Apotheke umgangen werden. Eine bestimmte Menge an Wasser und Zusätzen wird einfach in das Gerät gefüllt und schon kann man durch einen Mund-Nasen-Aufsatz tief einatmen – ganz ohne gebückte Haltung, Schwitzen und tränende Augen. Auf diese Weise werden ganz gezielt die Schleimhäute im oberen Atemtrakt befeuchtet. Tiefe Bereiche wie die Bronchien können nicht erreicht werden.

Um festsitzenden, zähen Schleim aus den Bronchien zu lösen, braucht man sehr feine Tröpfchen, die in die Lunge gelangen können. Tröpfen in dieser Größe kann man durch Vernebelung mit Ultraschall oder durch spezielle Düsenvernebler erzeugen. Diese gelangen in die Lunge und unterstützen diese in ihrem natürlichen Reinigungsvorgang. Vernebler dienen auch dazu, Medikamente – zum Beispiel gegen Asthma – in die Lunge zu befördern.

Sind die Geräte mit einem Nasenaufsatz versehen, lässt sich mit ihnen auch bestens die Nasenschleimhaut befeuchten. Lassen Sie sich in jedem Fall professionell beraten, damit Sie die richtige Methode für ihren individuellen Bedarf anwenden können.

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