In die windel

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Babys brauchen keine Windeln!

Immer mehr Familien entdecken auch in den Industrienationen wieder, was eigentlich natürlich und normal sein könnte und was in der sogenannten „Dritten Welt“ vollkommen selbstverständlich ist (und hoffentlich auch trotz „Verwestlichungstendenzen“ in den Oberschichten dort selbstverständlich bleiben wird):
Babys brauchen keine Windeln! Babys geht es ohne Windeln sogar wesentlich besser.
Eltern wissen, wann ihr Baby Hunger hat, sie wissen, wann es müde ist – und sie wissen, wenn sie hinhören, auch, wann das Baby einmal muss. Babys teilen uns das sehr klar mit. Warum sollten wir also dieses Potenzial nicht nutzen und dem Baby statt dessen zumuten, seine Exkremente unbeachtet in eine Windel laufen zu lassen und möglicherweise stundenlang sozusagen mit seiner Toilette am Körper zu verbringen? Nur weil Freud und angestammte Vorurteile behaupten, „zu frühes“ Sauberkeitstraining würde einen Persönlichkeitsschaden hinterlassen?
Tatsächlich hat die Kommunikation mit dem Baby über seine Ausscheidungen – und mittels seiner Ausscheidungen! – mit herkömmlichem „Sauberkeitstraining“ (bis auf das für die Ausscheidungen möglicherweise benutzte Gefäß) nicht viele Gemeinsamkeiten.
Das Ziel unserer Methode ist nicht das möglichst frühe Saubersein des Babys (wobei wir uns natürlich auch darüber freuen, es aber mehr einen netten Nebeneffekt darstellt), sondern die Kommunikation und die Stärkung des Bandes zwischen Kind und Eltern. „Sauberbleiben“, „TopfFit“, „Ausscheidungskommunikation“, „Infant Potty Technique“, „Elimination Communication“, „Natural Infant Hygiene“ – es gibt inzwischen im Westen viele Begriffe für diese sanfte, kooperative und umweltfreundliche Methode, die das Windelproblem auf so elegante Weise löst.
Bei unserer Methode wird nie, nie, niemals Druck auf das Kind ausgeübt, das Kind niemals zum Anhalten gezwungen, der Fokus auf das gezielte Entleeren der Blase gelegt.
In unserer Gesellschaft ist es selbstverständlich geworden, dass Babys signalisieren können, wenn sie Hunger haben. Und vermutlich werden sehr viel mehr Signale als „Hunger“ wahrgenommen, als in Wirklichkeit Hunger ausdrücken.
Ein ganzer Industriezweig lebt davon, diesen als allgegenwärtig wahrgenommenen Hunger zu stillen. Obwohl es ernährungsphysiologisch vollkommen unsinnig ist, wird bei jeder Gelegenheit frühes „Zufüttern“ und bald darauf folgendes Abstillen empfohlen. Mit Babykonserven läßt sich mehr Geld verdienen als mit Muttermilch.
Was das mit Windeln zu tun hat? Nun, mittlerweile gibt es Pampers in Größe 6. Immer längeres Wickeln wird empfohlen und als positiv für das wachsende Kleinkind erklärt – und auch damit läßt sich viel Geld verdienen. Und vermutlich beziehen die meisten Kinderärzte – analog zu den Informationen über Babyernährung – ihre Meinung über die kindlichen Kapazitäten der Schließmuskelkontrolle zumindest indirekt von der Windelindustrie.
Eltern entscheiden sich aus vielerlei Gründen dafür, ihr Baby ohne volle Windeln aufwachsen zu lassen. Einige der Gründe werden einem auch erst in ihrem ganzen Ausmaß klar, wenn man sie erlebt. Positive Aspekte des Lebens mit einem windelfreien Baby sind:

Bonding und Kommunikationsförderung

Dieser erste ist für mich der absolut wichtigste Punkt – und gleichzeitig ist er vermutlich am wenigsten nachvollziehbar, wenn man es nicht selbst erlebt hat: Es ist eine unglaubliche Bereicherung! Das Baby erfährt, dass das, was es empfindet, wahrgenommen und reflektiert wird, dass es eine Antwort auf das bekommt, was es aussendet – und zwar in allen Bereichen.

Beziehungsmesser

Das Leben ohne Windeln ist, besonders bei Babys, die noch nicht mobil sind, ein hervorragender Indikator, ob Mutter und Kind gut aufeinander eingestellt sind und ob es beiden gut geht.

Positives Körpergefühl

Kein Erwachsener würde freiwillig in seinen Exkrementen sitzen. Bei alten Menschen, die nicht mehr für sich selbst sorgen können, reagiert (Gott sei Dank!) jeder empört, wenn sich um ihre Hygiene niemand kümmert. Unseren Babys aber wird genau das selbe tagtäglich millionenfach zugemutet…

Gesundheit

Alles, was ich hier schreibe, beruht auf empirischen Erkenntnissen durch viele Mütter. Mir ist keine offizielle Studie oder dergleichen bekannt, die es untermauern würde – was aber nicht bedeutet, dass das, was wir beobachtet haben, nicht wahr ist… Windellose Kinder haben (logisch!) keinen Windelausschlag und sind nur in seltenen Ausnahmefällen wund. Sie haben wesentlich weniger Koliken (da sie nichts anhalten müssen) und zumeist regelmäßig mindestens einmal pro Tag Stuhlgang.

Würde

Die Entscheidung für ein Leben ohne Windeln hat eine ganze Menge mit der Wahrung der kindlichen Würde zu tun. Windellose Kinder lernen früh, dass sie Meister über ihre Körper und deren Funktionen sind und das Recht haben, über das zu bestimmen, was mit ihnen und ihrem Körper geschieht. Beispielsweise müssen sie sich nicht in der Öffentlichkeit auf den Rücken legen und ihre empfindlichsten Stellen reinigen lassen. Kein Tier würde sich in einer Fußgängerzone diese Blöße geben – aber von unseren Kindern glauben die meisten von uns, dass es sie nicht stört.

Umweltschutz

Wie viele Windeln braucht ein durchschnittliches Windelkind am Tag? Vier? Fünf? Über wie viele Jahre? Zwei? Drei? Vier? Fünf Windeln mal 365 Tage in drei Jahren macht 5475 Windeln. Jede von ihnen braucht, wenn sie nicht verbrannt wird, ca. 400 Jahre, um auf einer Müllkippe zu verrotten. Wie viele Kinder gibt es in Deutschland und in der gesamten westlichen Welt? Es fällt durch Windeln ein gigantischer Berg Müll an. Wir nehmen wenigstens unseren Anteil aus dem Müllberg und der Waschmittelkette heraus.

Finanzielle Einsparungen

Ausgehend von besagten 5475 Windeln, verbraucht eine Familie pro Kind ca. 800-1000 Euro für Windeln. Dafür kann man ziemlich viele Töpfchen, Trainingshöschen und Leggings kaufen. Oder neue Pullover für Mama. Oder es einem guten Zweck spenden. Nicht mit eingerechnet sind dabei der Wickeltisch, die Feuchttücher, der Puder, die Wundcremes, die Wickeltasche usw.
Der oben stehende Text wurde dem Buch „Geborgene Babys“ von Julia Dibbern (siehe unsere Rezension) entnommen und für diese Webseite angepasst. Er unterliegt den Bestimmungen des Copyrights und darf ohne schriftliche Genehmigung der Autorin in keiner Weise vervielfältigt werden.

Schon vor der Geburt beschäftigen sich Eltern mit Windeln. Sie richten einen Wickeltisch ein und machen sich Gedanken darüber, welche Windel wohl die beste für ihr Kind ist. Ein bisschen Planung tut auch gut – immerhin verbraucht ein Baby im Schnitt etwa 6000 Windeln bis zu seinem dritten Lebensjahr. Darum ist ein rückenfreundlicher Wickeltisch auch wirklich wichtig.

1) Wie sollte der Wickeltisch sein?

Es gibt verschiedene Variationen. Spezielle Wickelkommoden, selbstgebaute Aufsätze für ein normales Regal oder aber gepolsterte Wickelunterlagen für die Waschmaschine. Alles ist möglich. Wichtig ist die Höhe: Sie sollte so sein, dass Eltern entspannt das Kind wickeln können und sich nicht dabei ständig bücken müssen. Vorsichtig sollte man mit Regalen über dem Wickeltisch sein – die dort stehenden Dinge können auf das Kind fallen!

Auf den Tisch gehört eine abwaschbare Wickelunterlage. Praktisch ist es, darüber ein Handtuch zu legen – so ist es für das Baby kuscheliger und das Handtuch wandert im Falle eines Missgeschicks schnell in die Wäsche.


Eine Wärmelampe ist nicht unbedingt nötig – aber die Raumtemperatur sollte beim Wickeln ca. 21° Grad betragen, denn das Baby muss sich auch nackt wohl fühlen können. Wird in einem selten genutzten Raum (etwa im Kinderzimmer) im Winter gewickelt, sind Rotlichtlampen etc. doch sinnvoll. So muss nicht das ganze Zimmer aufgeheizt werden.

Angenehm für die Eltern ist eine gute Ausleuchtung. Es sollte nicht zu hell und nicht zu dunkel am Wickelplatz sein – denn Babys mögen nicht gern geblendet werden und Eltern möchten natürlich Babys Popo gut sehen können.

Direkt am Wickeltisch solle das Nötigste aufbewahrt werden, frische Windeln und Kleidung, die benötigten Reinigungsmittel. Wichtig: Das Kind nie alleine auf dem Tisch liegen lassen! Am besten legt man sich vor dem Wickeln alles Benötigte bereit, notfalls das Baby auf den Boden legen oder in den Arm nehmen, aber nie unbeaufsichtigt liegen lassen. Selbst Neugebore können unerwartete Bewegungen machen und vom Wickeltisch fallen!

2) Wann muss gewickelt werden?

Als Eltern lernen Sie schnell, wann Sie am besten die Windel wechseln sollten. Eine sehr nasse Windel sorgt dafür, dass sich das Baby unwohl fühlt – und das tut es meist auch laut kund. Ein trockner Po und häufige Windelwechsel sorgen dafür, dass Entzündungen im Windelbereich vermieden werden. Bei einem Neugeborenen werden die Windeln sechs- bis zehnmal innerhalb von 24 Stunden nass – und das ist ein gutes Zeichen, denn es zeigt, dass das Baby die Nahrung gut annimmt. Da Neugeborene noch unausgereifte Blasenmuskeln haben, können sie ihren Urin nicht lange halten. Bei einem Säugling kann man mit einem Verbrauch von vier bis sechs Höschenwindeln oder sechs bis acht Stoffwindeln pro Tag rechen.

Neugeborene haben unausgereifte Blasenmuskeln und können daher den Urin nicht längere Zeit in der Blase halten, sie brauchen oft bis zu zehn frische Windeln am Tag. Später benötigen Babys etwa fünf- bis sechsmal am Tag eine frische Windel. Stoffwindeln müssen etwas häufiger gewechselt werden.

Nachts sollten Babys nur dann frisch gewickelt werden, wenn sie bereits wach sind, wunde Haut haben oder eine sehr volle Windel haben, damit ihr Schlaf nicht unterbrochen wird.

Generell ist es meist praktisch, das Baby während der Mahlzeit (zwischen dem Wechsel der Brust etwa) oder kurz nach einer Mahlzeit zu wickeln. Ist die Windel voll und unbequem, trinken nämlich viele Kinder schlecht.

Je älter das Baby ist, desto seltener muss die Windel gewechselt werden. Meist nach dem Aufwachen oder nach den Mahlzeiten und zur Nacht. Einige Kleinkinder ab einem Jahr signalisieren auch schon deutlich, wenn sie eine frische Windel haben möchten.

3) Was ist drin in der Windel?

Babywindeln sind voller Urin und Stuhl. Und sehr verschieden. Gestillte Babys können mehrmals täglich bis einmal wöchentlich Stuhlgang haben. Manche verwerten die Milch so gut, dass sie nur selten Ausscheidungen haben.

Der Stuhl von Brustkindern ist weich bis dünnflüssig und hellgelb. Manchmal verfärbt er sich auch grünlich, das ist aber harmlos und kein Zeichen für eine Krankheit. Säuglinge, die Pre-Nahrung erhalten, haben einen ähnlichen Stuhl. Der Stuhl von Säuglingen riecht sehr intensiv, aber meist nicht unangenehm.

Da der Stuhl von Neugeborenen schon normalerweise ziemlich flüssig ist, ist Durchfall schwer zu diagnostizieren. Ist der Stuhl allerdings ungewöhnlich häufig oder außergewöhnlich flüssig, sollte der Kinderarzt oder die Hebamme um Rat gefragt werden. Auch wenn der Stuhl plötzlich sehr stinkt, sollte nachgefragt werden.

4) Und wie wird gewickelt? Eine Anleitung

Schon im Geburtsvorbereitungskurs erklärt die Hebamme die wichtigsten Handgriffe. Aber an einer Puppe zu üben ist doch etwas anderes als bei einem zappeligen winzigen Neugeborenem. In der Geburtsklinik zeigen die Säuglingsschwestern den frischgebackenen Eltern gern, man die Kinder vorsichtig festhält. Die wenigsten Babys mögen es, ausgezogen zu werden. Daher am besten möglichst leicht zu öffnende, praktische Kleidung wählen. Je nachdem, ob die Kleidung des Babys auch durchnässt ist oder nicht, muss es beim Wickeln ausgezogen werden.

Das Baby beim Wickeln auf den Rücken legen und die alte Windel vorsichtig öffnen. Ist Stuhl am Po, kann man ihn mit dem trockenen Teil der Windel abwischen. Auch weiches Klopapier ist dazu geeignet, oder einfach weiche Moltonlappen (dazu einfach eine Moltonwindel zerschneiden).

Wenn es nur eine „Pipiwindel“ ist, diese einfach abmachen. Vor der frischen Windel ist es nun wichtig, den Genital- und Analbereich zu säubern. Gut ist dabei eine hüftschonende Grifftechnik: Ein Bein im Oberschenkelbereich anfassen und hochheben. Das zweite Bein liegt auf dem mütterlichen Arm.

Für die Reinigung der zarten Babyhaut reicht lauwarmes Wasser, Seife greift den natürlichen Säuregehalt der Haut an. Feuchttücher sind für unterwegs praktisch, sollten aber zu Hause nicht benutzt werden, damit die Kinderhaut nicht unnötig viel Chemie abbekommt. Günstiger ist die Wasservariante auch. Ist der Po besonders verschmutzt, reichen ein paar Tropfen Öl im Wasser. Auch Molke oder Weizenkleie sind zur Reinigung geeignet.

Bei Mädchen sollte der Windelbereich immer von vorne nach hinten gereinigt werden, damit keine Darmbakterien an die Scheide kommen. Auch kleine Jungen sollten von vorne nach hinten gereinigt werden. Auf keinen Fall sollte die Vorhaut zur Reinigung herunter gezogen werden. Sie löst sich nach und nach. Wenn der kleine Junge etwa drei Jahre alt ist, kann die Vorhaut normalerweise vollständig zurück gezogen werden.

Vor allem kleine Jungen, aber auch einige kleine Mädchen, können im hohen Bogen pinkeln. Nicht sehr schön für das wickelnde Elternteil! Daher gut aufpassen. Oft liest man auch den Rat, das frischgewaschene Baby trocken zu föhnen. Auch wenn es der Haut gut tun kann, besteht hier eine Gefahr – wenn der Urinstrahl den Fön trifft. Beim Föhnen also unbedingt den Penis etwas bedecken.

Ist das Baby sauber und abgetrocknet, kann es die trockene Windel bekommen. Nur wenn das Kind einen wunden Popo hat, sind leichte Wundheilcremes (etwa von Weleda) zu empfehlen. Dicke Fettcremes sind unnötig. Puder ist sogar gefährlich, denn es können sich dicke Klumpen bilden und Teilchen eingeatmet werden. Eine offene Puderdose kann eine Gefahr für das Baby sein! Dem Po tut Luftzufuhr gut. Babys sollten öfter „unten ohne“ strampeln dürfen. Die Windel sollte nicht zu locker oder zu fest sitzen, ein Finger sollte immer zwischen Windelabschluss und Beinchen passen.

5) Hautreizungen vermeiden

Das Tragen einer Windel reizt die Haut, da sie wenig Luft bekommt und durch Urin und Stuhl gereizt wird. Wenn Babys Popo sehr rot sein sollte, hat es eine Hautreizung. Es kann sich um eine Windeldermatitis oder um einen Pilz handeln. Auch einige Nahrungsmittel und unelastische Windeln können die Haut angreifen.

Erste Hilfe können spezielle Cremes, etwa Zinkcreme leisten. Ansonsten sollten Hebamme oder Kinderarzt die Haut angucken, damit das Baby richtig behandelt werden kann. Bei einem wunden Po ist besonders häufiger Windelwechsel sehr wichtig, da jede feuchte Windel die Reizung noch mehr fördert.

6) Womit sollte gewickelt werden?

Sowohl Stoffwindeln als auch Wegwerfwindeln haben Vor- und Nachteile. Einmalwindeln sind teurer als Stoffwindeln und ökologisch gesehen im Nachteil. Stoffwindeln müssen häufiger gewechselt werden und sind arbeitsaufwendiger.

Die meisten Eltern entscheiden sich für Wegwerfwindeln. Hier ist es allerdings wichtig, die richtige Größe für das Gewicht des Kindes zu wählen. Nicht jedes Kind verträgt jede Windelsorte. Bei roten Pusteln oder Hautreizungen sollte die Marke gewechselt werden. Einige Windeln sind mit Lotionen getränkt, auf die bestimmte Kinder allergisch reagieren. Hier hilft nur austesten oder erfahrene Eltern oder die Hebamme um Rat bitte. In den deutschen Wegwerfwindeln sind derzeit weder Duftstoffe noch optische Aufheller oder chlorgebleichter Zellstoff vorhanden, die Kontrollen und die Auflagen sind hoch.

Mit Stoffwindeln zu wickeln ist nach derzeit verfügbarer Information wahrscheinlich billiger. Allerdings scheuen viele Eltern die viele Arbeit – ob der Tragekomfort für die Kinder geringer ist, ist umstritten. Praktisch sind sicher Windellieferdienste, die in einigen Städten Eltern das Waschen der Stoffwindeln abnehmen.

7) Was tun, wenn das Baby unruhig ist und auf dem Wickeltisch zappelt?

Hier helfen ein paar Ablenkungsmanöver. Etwa ein schönes buntes Mobile über dem Wickeltisch. Auch ein Lieblingsspielzeug kann unruhige Kleine gut ablenken. Babys mögen es, beim Wickeln eine leichte Massage zu bekommen, gestreichelt zu werden und die Stimme der Eltern zu hören. Das Wickeln kann so auch ein inniges Ritual voller Nähe für Eltern und Kinder werden.

Erstausstattung fürs Baby – was man wirklich braucht

Der Nestbautrieb gepaart mit den unzähligen Angeboten, die werdenden Eltern gemacht werden, sind tückisch. Oft kauft man viel zu viel für den Nachwuchs. Dabei braucht ein Baby am Anfang seines Lebens oft viel weniger als man denkt. Welche Anschaffungen wirklich unverzichtbar sind und was überflüssig ist.

Das Baby braucht zunächst einmal einen Platz, an dem es schlafen kann. Das kann ein Babygitterbett sein, das man bis zum Alter von ca. 3 Jahren nutzen kann. Dabei sollte man darauf achten, dass die Gitterstäbe mindestens 4,5 und höchsten 6,5 Zentimeter auseinander sind, damit der Kopf des Kindes nicht eingeklemmt wird. Ein Himmel ist Geschmackssache, aber er sorgt vielleicht dafür, dass sich das Kind nicht so verloren fühlt.

Ein Platz zum Schlafen

Eine Alternative ist ein meist kleinerer Babybay* (Beistellbett), das ist ein Bettchen, das nur an drei Seiten von Gitterstäben begrenzt ist und direkt an das Bett der Eltern gestellt wird. Das ist nachts sehr praktisch zum Stillen. Alternativ kann man auch einen Stubenwagen nutzen oder eine Babywiege oder das Oberteil des Kinderwagens. Solange sich die Kleinen noch nicht drehen können, können sie tagsüber auch einfach auf einer Krabbeldecke auf dem Sofa liegen oder auf dem Boden.

Je nachdem für welche Schlafgelegenheit man sich entscheidet, braucht man dazu eine passende Matratze sowie zwei passende Leintücher. Decken und Kissen sind vollständig überflüssig, können für das Kleine sogar gefährlich sein. Was man aber braucht, ist ein Schlafsack für Neugeborene*. Statt eines Kissens kann man ein Moltontuch unter das Köpfchen legen, dann muss man das Leintuch nicht so oft wechseln, wenn das Kind mal ein bisschen spuckt, außerdem wird die Matratze so vor Feuchtigkeit geschützt.
Unverzichtbar sind auch sechs bis acht Mullwindeln, die auch Spucktücher genannt werden. Die kann man als Unterlage benutzen, als Latz, wenn das Kind Bäuerchen macht, und später dann als Kuscheltuch. Neben den weißen gibt es sie auch mit Aufdrucken und in verschiedenen Farben.

Rund ums Wickeln

Neben dem Bett braucht man ein Wickelbrett bzw. eine Wickelkommode plus Auflage, das können aber auch alte Handtücher sein. Dazu ein Windeleimer mit Deckel sowie Mülltüten, die dazu passen. Windeleimer-Systeme mit speziellen Nachfüllkassetten wie der Windeltwister sind teurer Unsinn, sie verursachen sehr viel Müll und die Kassetten mit den Tüten kosten ein Vermögen! Hier lest ihr, welcher Windeleimer stattdessen empfehlenswert ist.

Jeder dicht schließende Eimer tut es auch. Gerade Windeln von Neugeborenen stinken viel weniger, als man vielleicht befürchtet. Eine Wärmelampe* bzw. ein Heizstrahler über der Wickelkommode ist kein Muss, vor allem nicht für Kinder, die mitten im Sommer auf die Welt kommen, aber für Winterbabys sehr angenehm. Man kann das Kind dann einfach länger nackt strampeln lassen und muss nicht immer den ganzen Raum aufheizen.

Zur Pflege des Babys braucht man am Anfang ziemlich wenig: Eine Packung Feuchttücher oder alternativ Zellstofftücher/ Einmalwaschlappen/ Mullwaschlappen und eine Schüssel für Wasser, eine Packung Wegwerfwindeln in der kleinsten Größe (oder alternativ Stoffwindeln), außerdem Wundschutzcreme. Mehr Babykosmetik ist am Anfang unnötig, es reicht, das Kind mit Wasser zu waschen.

Notwendig sind außerdem eine Baby-Nagelschere, ein Fieberthermometer und ein Badethermometer. Auf eine Babybadewanne dagegen kann man am Anfang getrost verzichten. Man kann das Baby im Waschbecken, in der Duschwanne (falls die nicht ebenerdig ist) oder in einem Eimer waschen oder mit ihm zusammen in die große Badewanne steigen. Kapuzenhandtücher sind nett (und werden zur Geburt oft verschenkt), normale Handtücher tun es aber auch.

Stillen und Füttern

Wer sein Baby stillt, der braucht sehr wenig dazu. Viele Frauen finden ein Stillkissen* nützlich. Dann braucht man unbedingt Stilleinlagen und zwei Still-BHs. Letztere sollte man allerdings erst am Ende der Schwangerschaft kaufen und sie müssen bis zu zwei Größen größer als die normale Körbchengröße sein. Am besten im Laden oder von einer Hebamme beraten lassen. Spezielle Oberteile zum Stillen braucht man eigentlich nicht. Alles, was nicht zu eng ist und sich gut hochschieben oder weit runterziehen bzw. aufknöpfen lässt, ist geeignet.

Da das Stillen am Anfang oft ziemlich schmerzende Brustwarzen hinterlässt, empfiehlt es sich auch eine Tube Lanolin-Salbe (z.B. von Lansinoh oder Medela) vorrätig zu haben. Die gibt es in Drogeriemärkten und in Apotheken und man muss sie vor dem Stillen nicht entfernen.

Nützlich ist es auch, ein Fläschchen und einen Sauger der Größe 1 anzuschaffen, falls die Gabe von abgepumpter Milch oder Milchnahrung nötig wird. Eine Milchpumpe kann man sich bei Bedarf später noch anschaffen oder erst mal bei der Hebamme oder in der Apotheke ausleihen.

Wer nicht stillen will oder kann, der benötigt vier bis sechs Fläschchen (250ml), dazu drei Milchsauger der Größe 1 und einen Teesauger, außerdem eine Flaschenbürste. Ein Sterilisiergerät* ist sehr praktisch. Es gibt welche für die Mikrowelle und solche, die mit Dampf funktionieren. Die Fläschchen können aber auch einfach in einem großen Topf mit Wasser ausgekocht werden. Außerdem ist ein Flaschen-/Gläschenwärmer zu empfehlen, aber auch hier gilt, dass man die Flaschen ebenso gut im Wasserbad erwärmen kann. Dazu natürlich ein Paket Säuglingsanfangsnahrung, hier steht welche Pre-Milch am besten ist.

Eventuell kann man auch noch zwei Schnuller, auch Beruhigungssauger genannt, in Größe 1, vorrätig haben. Vielleicht verschiedene, weil nicht jedes Kind jeden Schuller akzeptiert.

Wie viele Strampler, wie viele Bodys?

Was zum Anziehen braucht das Neugeborene natürlich auch noch und da macht das Shoppen besonders viel Spaß. Allerdings sollte man zwei Sachen bedenken, bevor man sich dem Kaufrausch hingibt: Babys wachsen am Anfang fast wöchentlich aus ihren Kleidern heraus und man bekommt erfahrungsgemäß viele Anziehsachen zur Geburt geschenkt. Deshalb: Nicht zu viel in der kleinsten Größe kaufen. (Mehr Infos dazu, wann welche Größe passt).

Sinnvoll sind fünf bis acht Bodys in Größe 56 oder 62, je nach Jahreszeit Langarm oder Kurzarm (das ist die Unterwäsche von Babys). Kleinere Größen benötigt man nur für Frühchen. Dazu fünf bis acht Strampler in Größe 56 oder 62 und Baumwollshirts oder dünne Baumwolljäckchen. Alternativ Kombinationen aus Hose (für die ganz Kleinen sind welche mit Füßen praktisch) und Oberteilen (Nickipullover, Jäcken etc.). Außerdem benötigt man zwei bis drei Schlafanzüge und eine Ausfahrgarnitur. Im Sommer reicht ein dünnes Jäckchen, für Winterbabys bietet sich ein Overall aus Fleece, Wolle oder gefüttert wie ein Schneeanzug an. Der allerdings muss keinesfalls wasserdicht sein, das Baby liegt ja noch nicht im Schnee!

Außerdem braucht man zwei Baumwollmützchen, für Winterbabys eines davon aus Wolle, zwei bis sechs Paar Babysöckchen, je nach Jahreszeit aus Baumwolle oder Wolle und für Winterbabys zwei Strumpfhosen und eventuell warme Babyschühchen. Ein Paar Fäustlinge für Winterbabys ist ebenfalls sinnvoll und eventuell dünne Baumwollhandschuhe, falls sich das Baby ständig kratzt.

Für Unterwegs

Zu den teuersten Anschaffungen gehört der Kinderwagen, für den man auch an einen Sonnen- und Regenschutz denken muss. Manche verzichten ganz auf ihn und tragen ihr Baby nur in einem Tragetuch bzw. in einer Tragehilfe herum, für die meisten Eltern empfiehlt sich aber die Anschaffung von beidem. Welche Tragehilfe empfehlenswert ist, lest ihr hier. Für den Wagen braucht man eine Decke oder einen Fußsack, je nach Jahreszeit. Als Decke kann man aber auch ein normales 80×80 Zentimeter großes Kopfkissen benutzen.

Eine Babyschale (für Kinder, die 0-13 Kilogramm wiegen) für das Auto ist für die meisten Eltern ebenfalls unverzichtbar. Lies hier, was man zu Kindersitzen wissen muss und welche empfehlenswert. Und dann benötigt man noch eine Tasche, in die ein paar Windeln, Feuchttücher, ein Ersatzbody und eine Wickelunterlage passen. Wenn man nicht stillt, sollte auch ein Milchfläschchen sowie eine Thermoskanne reinpassen. Es muss keine gesonderte Wickeltasche sein, eine große Handtasche tut es auch.

Hier gibt es die Mamaclever-Checkliste, die ihr euch ausdrucken und abhaken könnt, damit ihr nichts vergesst

Fotos: Mamaclever

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Babys wickeln

© fotolia, JPC-PROD

Neugeborene sollten sieben- bis achtmal am Tag gewickelt werden. Später brauchen Babys etwa fünf Windeln am Tag. Da Babys Haut sehr empfindlich ist und ihr viel Luft gut tut, spricht aber auch nichts dagegen, die Windeln öfter zu wechseln.

Im Bad wickeln spart den Heizstrahler

Der Raum, in dem Sie das Baby wickeln, sollte eine angenehme Temperatur haben – etwa 22 bis 24°C sind ideal. Achten Sie darauf, dass das Fenster geschlossen ist, damit keine Zugluft entsteht. Häufig hat der Wickeltisch seinen Platz aber im Kinderzimmer und hier sollte es – vor allem während der Schlafzeiten – nicht zu warm sein. Eine gute Lösung: Bringen Sie über dem Wickeltisch einen Heizstrahler an. Aber achten Sie auf den nötigen Sicherheitsabstand – für Ihr Kind, aber auch für Ihre Haare. Bitte nur einen Heizstrahler benutzen, keine Infrarotlampe. Denn deren Licht wird viel stärker von der Haut absorbiert und kann vor allem auch die Augen schädigen.

Viele Eltern schwören auf das Badezimmer als Wickelplatz, denn hier ist es im Durchschnitt wärmer als in den anderen Räumen. Und außerdem ist fließendes Wasser griffbereit. Bei einem sehr verschmutzen Po können Sie Ihr Kind auch einmal schnell unter den Wasserhahn halten.

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Alles griffbereit fürs Wickeln

Die Utensilien, die Sie brauchen werden, sollten Sie schon vorab zurechtlegen: eine Schüssel mit handwarmem Wasser (ca. 36°C, ein wenig Baby-Badezusatz ist hilfreich, wenn die Windel ziemlich voll ist), Einmal-Waschlappen, Creme, Öl, Pflegetücher und Watte, Windeln (bei Jungen vorsichtshalber zwei, weil die kühle, frische Luft den Harndrang fördern kann) und frische Wäsche.

Der Wickeltisch sollte eine weiche und warme Unterlage haben und mit Rändern ausgestattet sein, die einen Sturz des Babys verhindern. Zur Auswahl stehen Modelle aus abwaschbarem Plastik und solche, die einen Bezug aus Baumwolle haben. Der Vorteil des Plastikunterlage: geht einmal etwas daneben, lässt sie sich schnell reinigen. Sie sollten Ihr Baby aber nicht direkt auf das Plastik legen, sondern am besten ein Frotteehandtuch unterlegen.

Achtung: Bitte unterschätzen Sie nie die Sturzgefahr! In Erste-Hilfe Kursen für junge Eltern wird es immer wieder betont: Der Sturz vom Wickeltisch ist einer der häufigsten Unfälle im Kindesalter. Die Kraft, die selbst ein Neugeborenes schon entwickeln kann, wird nicht selten unterschätzt. Daher: Lassen Sie Ihr Baby nicht aus den Augen, solange es auf dem Tisch liegt. Die goldene Regel fürs Wickeln lautet: Eine Hand ist immer am Kind!

Jetzt geht es ans Säubern

Soweit es nötig ist, reinigen Sie Babys Po mit dem noch sauberen Teil der benutzten Windel oder mit sauberen Zellstofftüchern vor.

Je nach Größe des Geschäftes benötigen Sie möglicherweise einige davon. Danach säubern Sie den Windelbereich sorgfältig mit Wasser und Einmal-Waschlappen.

Bei Neugeborenen sollten Sie den Bauchbereich bis zum Nabel mit lauwarmem, abgekochtem Wasser reinigen, bis der Nabel verheilt ist. Danach genügt normales Leitungswasser. Säubern Sie auch die Beugefalten an den Beinen – weil Sie das dort mit leichtem Druck machen müssen (übrigens immer vom Körper wegstreichen!), eignet sich hier besonders ein weicher, frischer Wattebausch dazu.

Intimpflege bei Mädchen und Jungen

Beim Mädchen sollten Sie besonders darauf achten, immer zum Po hin zu wischen. So können keine Darmbakterien in die Scheide gelangen. Die Schamlippen außen sowie die Falte zwischen den großen und kleinen Schamlippen säubern. In der ersten Zeit nach der Geburt sind auch die Schamlippen noch von etwas Käseschmiere überzogen. Diese sollten Sie nicht abwischen. Nach einiger Zeit sammelt sich aber eine weißliche Schicht aus Talg, abgestorbenen Hautzellen und Rückständen von Urin, das sogenannte Smegma an. Sie bildet einen idealen Nährboden für Bakterien und sollte deswegen regelmäßig entfernt werden – am besten mit einem dünnen Mulltuch, das sie um den Finger wickeln.

Bei Jungen sollten Sie im ersten Lebensjahr nur die Penisspitze und die Falte an der Vorhaut reinigen. Die Vorhaut ist anfangs noch unelastisch und könnte allzu leicht verletzt werden, wenn Sie sie zurück schieben. Ab dem zweiten, bei manchen Jungs auch erst ab dem dritten Lebensjahr, können Sie dann langsam und vorsichtig versuchen, die Vorhaut etwas zu bewegen. In den meisten Fällen wird das Ihr Kleiner aber schon selbst erledigen. Wenn nicht, dann versuchen Sie es immer mal wieder, vor allem wenn Ihr Sohn badet – das ist der sanfteste Weg.

Achten Sie beim Säubern auf kleinste Reste in den winzigen Hodenfältchen. Auch unterhalb des Penis und des Hodensacks gut trocken tupfen. Keine Sorge, wenn Ihr Kleiner eine rote Penisspitze hat, das deutet auf eine Vorhautentzündung hin und kommt gar nicht so selten vor. Reinigen Sie ihn dann mit starken schwarzen Tee (natürlich abgekühlt). Auch ein Kamillebad kann helfen.

Bevor Sie die Windel schließen, achten Sie darauf, dass die Penisspitze nach unten zeigt, sonst wird es oberhalb der Windel schnell nass.

Luft an den Po lassen

Abschließend immer noch einmal mit klarem Wasser nachwischen. Für hartnäckigere Cremereste eignen sich Einmal-Pflegetücher, die es mit Öl oder Lotion getränkt zu kaufen gibt. Danach sorgfältig trocken, besser tupfend als reibend – besonders auch in den Hautfalten, damit darin keine Feuchtigkeit stehen bleibt, die die Haut aufweichen könnte.

Denken Sie daran, das Baby auch ohne Windel immer wieder einmal für ein paar Minuten strampeln zu lassen. So kommt ausreichend Luft an den Po und die Haut kann sich ein wenig erholen – am besten nach der Reinigung und dem Abtrocknen. Die frische Luft beugt dem Wundwerden vor – und hilft schon geröteter Haut beim Heilungsprozess.

Hat das Baby einen geröteten oder wunden Po, können Sie nun eine Wund- und Pflegecreme auftragen. Calendula ist dann ein guter Wirkstoff. Achten Sie darauf, dass die wunden Stellen bedeckt, aber nicht zu dick zugekleistert sind. Wenn eine im Drogeriemarkt erhältliche Creme nicht hilft, kann Ihnen Ihr Kinderarzt eine geeignete Salbe empfehlen. Aber: Eine reine Zink-Salbe sollten Sie nur bei stark entzündeter Haut anwenden und nicht zur täglichen Pflege hernehmen.

Nachts wickeln?

Soll ich oder soll ich nicht? Diese Frage stellen sich alle jungen Mütter, wenn sie beim nächtlichen Stillen fühlen, dass die Windel ihres Babys schon gut gefüllt ist. Schließlich schläft das Kleine beim Trinken schnell wieder ein. Beim Wickeln hingegen werden viele Babys wach.

In den meisten Fällen gilt: Wenn nur Urin in der Windel ist, können Sie sich das nächtliche Wickeln sparen. Ausnahmen: Die Haut am Po ist wund. Oder Ihr Kind läuft jede Nacht aus. Zum Schutz vor Rötungen können Sie übrigens eine dünne Schicht Wundcreme auftragen.

Der Windelinhalt ist anfangs von großem Interesse. Verstehen können das nur andere Eltern: Wie häufig man am Anfang das Bedürfnis hat, sich über das kleine und vor allem große Geschäft seines Babys zu unterhalten. Das eine Kind hat mehrmals am Tag Stuhlgang, das andere nur zweimal in der Woche. Und dann erst die unterschiedlichen Formen und Farben! Zufüttern oder Zahnen, zu wenig Flüssigkeit oder zu viel Obst – alles kann Einfluss auf den Stuhlgang Ihres Babys, aber auch auf den Urin haben. Worauf Sie unbedingt beim Wickeln achten sollten: bei wiederholtem flüssigen Stuhlgang innerhalb weniger Stunden bitte den Kinderarzt anrufen und Ihrem Baby genügend Flüssigkeit anbieten. Hier erfahren Sie mehr zum Thema Durchfall beim Baby. Auch bei sehr dunklem Urin sollten Sie sicherheitshalber Ihren Arzt fragen.

von Eva Becker

Zuletzt überarbeitet: Februar 2019

Immer gut gewickelt

Der richtige Griff zum Wickeln

Gerade in den ersten Wochen gehört das Wickeln zu den intensiven Momenten, in denen Sie sich mit Ihrem Baby austauschen und es sich mit Ihnen „unterhalten“ kann. Ihr Baby wird es genießen, dabei gestreichelt und liebkost zu werden, nackt oder nur mit einer Windel bekleidet strampeln zu können, mit seinen Füßen und Händen zu spielen und Ihren aufmunternden Worten zu lauschen.

Das Baby kann in Ihr Gesicht schauen, spürt Ihre Zuwendung und reagiert kräftig strampelnd und gestikulierend, bald auch schon munter „brabbelnd“ auf die Beschäftigung mit ihm. Dabei lernen Sie sich gegenseitig immer besser kennen und werden vertraut miteinander. Nehmen Sie sich deshalb immer genügend Zeit zum Wickeln – auch wenn es bei mehr als 2000 Wickelprozeduren im Jahr sicher manchmal auch schnell gehen muss. Das ist kein Problem, wenn es dann beim nächsten Mal auch wieder mit mehr Zeit und Ruhe zugeht.

Damit sich Ihr Baby aber auch beim Wickeln selbst wohlfühlen kann, sollten Sie es zum Wechseln der Windel und zum Säubern fest und sicher anfassen und den Po leicht anheben, indem Sie mit der rechten Hand den linken Oberschenkel des Babys umfassen und im Hüftgelenk beugen, während das andere Bein auf Ihrem Unterarm liegt (mit der linken Hand umgekehrt den rechten Oberschenkel umfassen). Achten Sie dabei darauf, die Wirbelsäule nicht zu stark zu krümmen oder den Nacken des Säuglings einzuknicken.

Alternativ können Sie Ihr Kind auch in Hüfthöhe anfassen und auf die Seite drehen. In dieser Position liegt das Baby bequem, und Sie erreichen problemlos alle zu säubernden Stellen. Legen Sie die Windel anschließend neben das Baby und drehen Sie dieses wieder zurück auf die Windel.

Wickeln in Seitenlage ist besonders bei Babys zu empfehlen, die regelmäßig unter Koliken leiden und daher am Bauch besonders empfindlich sind. Bei dieser Wickelweise wird der Bauch nicht unnötig eingeengt und gekrümmt.

Trocken werden: Ab wann Kinder ohne Windeln auskommen

Viele Eltern fragen sich, wann ihr Kind trocken werden sollte. Generell gilt: Keine Panik. Das richtige Alter gibt es nicht. Wo manche Kinder bereits mit zwei Jahren auf das Töpfchen gehen, kann es bei anderen mehrere Jahre länger dauern.

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Trocken werden: Es gibt kein richtiges Alter

„Das Alter, in dem Kinder beim Wasserlassen die vollständige Kontrolle erreichen, hat eine beträchtliche Spannbreite“, erklärt Kinderarzt Dr. Helmut Niederhoff gegenüber dem Familienportal „familie.de“. „Die meisten Kinder lernen das Trockenwerden zwischen ihrem 3. und 5. Lebensjahr.“ Abweichungen von dieser Regelzeit sind nicht besorgniserregend.

Kinder gewinnen die vollständige Kontrolle über ihre Harnblase durch die Reifung des Nervensystems. Die Fähigkeit der Harnkontrolle beziehungsweise die Fähigkeit den Harndrang bewusst wahrzunehmen, muss erst erlernt werden. Wenn Kinder soweit sind, signalisieren sie diesen Zeitpunkt von selbst, indem sie beispielsweise nervös hin und her laufen, sich unruhig an die Windel fassen oder einfach nur „Pippi!“ rufen.

Gerade der Verzicht auf Windeln in der Nacht dauert meist einige Zeit länger, da beim Nachwuchs die Verbindung zwischen einer vollen Blase und das damit verbundene Aufwachen noch nicht hergestellt werden kann. Erst wenn das Nervensystem dahingehend voll ausgereift ist, kann man die Windel auch nachts weglassen.

Tipps für Eltern: Nicht drängen

Es ist wichtig, dass Sie als Elternteil nicht ungeduldig werden. Eltern können ohnehin keinen Einfluss darauf nehmen, wann ihre Kinder trocken werden. Drängen Sie Ihr Kleines auf keinen Fall – dies wäre ein kontraproduktiver Schritt während des Erlernens der Harnkontrolle. Wenn Sie Ihr Kind dazu erziehen wollen, zu früh auf das Töpfchen zu gehen, werden Sie damit keinen Erfolg haben, warnt Niederhoff. Ihr Kind wird Ihnen zeigen, wenn es soweit ist.

Sobald Ihr Kind Ihnen signalisiert, dass es Wasserlassen muss, sollten Sie unterstützend einwirken. Gehen Sie gemeinsam zum Töpfchen und zeigen Sie Ihrem Kind in Ruhe, wie es funktioniert. Wichtig ist, dass Sie Ihr Kind loben, sobald es sich zum Pippimachen gemeldet hat. Auch nach dem Gang aufs Töpfchen ist freudiges Lob die richtige Reaktion. Die von Ihnen gegebene Motivation sorgt dafür, dass es allen Beteiligten Spaß macht – dies kann den Lernprozess beschleunigen.

Tipp: Seien Sie ein Vorbild, wenn es um den Toilettengang geht. Wenn Sie die Badezimmertür bei Ihrem eigenen Toilettengang offen lassen, kann Ihr Kind beobachten, wie es richtig geht.

Trocken werden – Rückschläge nicht überbewerten

Möchte das Kind keine Windel mehr tragen, sollte man ihm dies auch erlauben, auch wenn es noch manchmal zu kleinen Rückschlägen kommt. Auf gar keinen Fall sollte das Kind geschimpft bekommen, wenn das Bett oder die Hose nass geworden ist. Das hätte nur das Gegenteil zur Folge und würde sich in einem erhöhten Schamgefühl beim Kind manifestieren. Nur wer ganz ohne Druck und mit viel Geduld vorgeht, wird dem Kind am besten beim Trocken werden helfen.

Erst wenn es auch im Schulalter noch häufiger zum Einnässen kommt, sollten Eltern einen Kinderarzt zurate ziehen. Eventuell liegt eine körperliche oder seelische Störung beim Kind vor, die behandelt werden muss.

  • Ratgeber für Eltern: Welche Wickeltasche ist die richtige?
  • Der richtige Zeitpunkt, um auf Windeln zu verzichten
  • Große Auswahl: Windeln kaufen: Das ist zu beachten
  • Kindergartenvorbereitung: Kind zum Trockenwerden motivieren
  • Sauber werden: Wie Kinder sauber werden: So können Sie helfen

Seien Sie gelassen – auch Ihr Kind wird trocken werden

In jedem Fall sollten Sie sich nicht von anderen Eltern, die stolz über ihre trockenen Sprösslinge berichten, unter Druck setzen lassen. Auch Ihr Kind wird trocken werden – das genaue Alter ist nicht so wichtig. Eltern sollten dem Thema stets mit einer gewissen Gelassenheit begegnen.

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Manuela Busse: Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, sprich das Verwenden der richtigen Nachtwindeln für Erwachsene und deren korrekte Anwendung. Oft sind Anwendungsfehler bei den Hilfsmitteln die Ursache für das Problem. Entdeckt man sie, ist die Sache recht schnell behoben und die Entlastung für Angehörige und Pflegebedürftige tritt schnell ein. Für Extremfälle ist eine gesonderte Beratung notwendig.

Was kann man konkret tun?

Manuela Busse: Als erste vorbeugende Maßnahme ist ein Toilettengang kurz vorm zu Bett gehen empfehlenswert. Dann sollte man für die Nacht Inkontinenzprodukte, also Nachtwindeln für Erwachsene, mit besonders hoher Saugkraft wählen und sie dann mindestens ein Mal in der Nacht wechseln.

Welches Inkontinenzmaterial können Sie empfehlen?

Manuela Busse: Sehr gut geeignet sind saugfähige Inkontinenzvorlagen, über die man dann eine Fixierhose oder Netzhose anzieht. Mit dieser Kombination erreichen sie extrem hohe Saugkraft, geringes Auslaufrisiko und idealste Passform. Saugstarke inkontinenzvorlagen gibt es von Hartmann z.B. die MoliCare Premium Form Super Plus (früher MoliForm Premium soft super). Auch Inkontinenzwindeln für Erwachsene wie MoliCare Premium Slip Maxi Plus kann ich empfehlen. Sie haben sich vor allem bei bettlägerigen Patienten bewährt. Für Pflegebedürftige, die noch selbstständig die Toilette aufsuchen können, ist das Modell MoliCare Premium elastic maxi besser geeignet. Weil sie trotz Seitenverschlüsse elastisch genug ist und über die Beine gestreift werden kann. Der einziger Nachteil: Sie sind im Preis etwas teurer. Wer etwas günstigere Nachtwindeln für Erwachsene sucht, dem empfehle ich MoliCare Slip Maxi.

Wie sieht es mit Pants, also Windelhosen, aus? Sind sie genauso empfehlenswert oder sollte man beim Tragen in der Nacht etwas beachten?

Manuela Busse: Pants bzw. Windelhosen sind nur bedingt für die Nachtversorgung geeignet. Sie sitzen nicht so fest, können in der Nacht verrutschen und die Gefahr des Auslaufens vergrößert sich dadurch. Deshalb sage ich oft zu Betroffenen und zu Angehörigen, sie sollen Inkontinenzvorlagen bzw. Nachtwindeln für Erwachsene ausprobieren.

Wie sieht in Ihren Augen eine richtige Nachtversorgung aus?

Manuela Busse: Man sollte immer das Inkontinenzmaterial in zwei Saugstärken parat haben. Mit der Zeit kann man ja die Häufigkeit des Wasserlassens ungefähr einschätzen. Danach richtet sich dann die Tragezeit.

Ein Beispiel: Wenn der Inkontinenzpatient um 20 Uhr fürs Bett fertig gemacht wird, dann steht der Wechselzeitpunkt 3 Uhr nachts an. Für diese erste Periode sollte man ein Produkt mit hoher Saugkraft wählen. Für die Zeit zwischen 3 und 7 Uhr reicht dann mittelhohe Saugkraft. So können sie die Pflege vorausschauend gestalten und Kosten sparen, ohne die Versorgung zu verschlechtern.

Expertin Manuela Busse rät:
Nachtwindeln für Erwachsene – Halten Sie sich zwei Saugstärken parat! Das spart Kosten!

Welche typischen Fehler in der Nachtversorgung gibt es und wie können unsere Leser sie vermeiden?

Manuela Busse: Die meisten Fehler sind leicht zu vermeiden. Zu allererst ein Tipp: Die Inkontinenzvorlage sollte vor dem Anlegen immer in Form gebracht werden, sprich einmal in der Mittel längs kurz zusammendrücken, sodass sich die Seitenbündchen aufstellen. Die Inkontinenzvorlagen sollen immer mittig im Schritt sitzen, also gleichmäßig die Bereiche vorne und hinten abdecken. Viele haben die Angewohnheit, die Vorlage hinten hochzuziehen oder extra nach hinten versetzt zu platzieren. Das sollte man nicht tun.

Wie sieht es mit den Slips also Windeln für Erwachsene aus? Gibt es auch da Verwendungsfehler und wie kann man sie vermeiden?

Manuela Busse: Die Pflegebedürftigen werden meist von Anderen angezogen und oft wissen Angehörige oder das Pflegepersonal nicht, ob und wann die Nachtwindeln für Erwachsene richtig sitzen. Dazu gibt es aber eine Faustregel: Die Nachtwindeln für Erwachsene sitzen richtig, wenn die Seitenverschlüsse seitlich liegen, sich nicht überlappen und auch nicht auf dem Po liegen.

Nicht selten passiert es, dass Angehörige die falsche Größe wählen. Dann sitzen die Slips auch schlecht. Man kann aber leicht erkennen, ob sie die richtige Größe gewählt haben: Die Seitenverschlüsse sitzen seitlich, treffen sich nicht in der Mitte und liegen nicht am äußersten Ende der Windel. Und auch hier gilt: das Inkontinenzprodukt vor der Anwendung in Form bringen und mittig falten.

Was sollten unsere Leser bei der Nachtversorgung bzw. bei Nachtwindeln für Erwachsene noch beachten?

Manuela Busse: Zur zusätzlichen Absicherung sind Krankenunterlagen im Bett hilfreich, falls dennoch einmal etwas daneben gehen sollte. Wichtig ist die regelmäßige und gründliche Hautpflege. Man soll penibel darauf achten, denn das Tragen vom Inkontinenzmaterial ist immer eine Belastung für die Haut. Mit regelmäßigem Wechseln und mit der richtigen Hautpflege können sie Hautirritationen aber gezielt vorbeugen. Achten Sie darauf, milde Waschprodukte zu verwenden und die Haut regelmäßig einzucremen.

Was ist, wenn trotz der genannten Mittel die Nachtwindeln für Erwachsene trotzdem auslaufen?

Dann ist eine gesonderte Beratung nötig. Diese Beratung können Ihnen Pflegefachkräfte und Produktexperten anbieten.

Über Frau Busse

Frau Manuela Busse ist Arzthelferin (medizinische Fachangestellte) und Inkontinenzexpertin. Sie hat über 30 Jahre Berufserfahrung in der Pflege – ambulant als auch vollstationär. Als Inkontinenzexpertin berät sie Betroffene, Angehörige und Familien.

In unserem Expertentipp #2 geht es um Stuhlinkontinenz und was man tun kann.

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Thema: 13 Jährige nässt sich ein…

na ja die Frage mit den Windeln ist nicht wirklich hilfreich gewesen, wobei ich es nicht beurteilen könnte ob Du da einfach unsensibel reagiert hast oder ob es reine Verzweiflung ist und Du einfach nicht darüber nachgedacht hast wie das bei ihr ankommt, da ich Dich nicht kenne.
Alles andere ist extrem schwierig und kann hier keiner wirklich beurteilen was sinnvoll wäre. Das Mädchen hat viel mitgemacht und auch ein Selbstmordversuch kommt nicht von heute auf morgen und Du bist ja schon seit Jahren weg (nehm ich an wenn Deine andere Tochter schon 7 ist). Ob das einnässen nun wirklich erst jetzt passiert oder sie damit ggf. immer wieder zu tun hatte, weiss man nicht. Deine Tochter gibt Dir die Schuld an allem und lebt nicht freiwillig bei Dir/Euch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du derzeit nen wirklichen Zugang zu ihr hast, auch wenn Du Dich bemühst. Wie war Euer Verhältniss denn vorher? War sie regelmässig bei Euch und hast Du Dich immer mit um sie gekümmert, hattet ihr ein Vertrauensverhältniss? Wie nimmt der Rest Deiner Familie sie auf? Ist sie wirklich willkommen und sind alle bereit ihr einen „echten“ Platz in dieser Familie zu geben? Ich weiss hier vertreten immer viele die Ansicht, was geht mich das Kind meines Partners an…..aber ich sehe das nunmal völlig anders und lebe es auch anders (wobei ich auch Glück habe, das bei uns vieles problemlos funktioniert hat). Sicherlich kann und soll Deine jetzige Frau nicht ihre Mutter ersetzen, aber auch sie sollte sie in die Familie mit aufnehmen und zumindest akzeptieren, dass Du Dich nun auch vermehrt um dieses Kind kümmern musst wodurch ggf. auch mal andere zurückstecken müssen. Deine Tochter sollte bei Euch gut aufgehoben sein und sich zu Hause fühlen können, sonst wird es eher weiter schief laufen. Wenn sie überhaupt nicht bei Euch sein will und mit dem Schulwechsel etc. auch nicht einverstanden ist und sie ihr soziales Umfeld (Freunde etc.) auch noch vermisst, werdet Ihr noch weniger Zugang zu ihr finden. Hier sollte man ggf. dann mit ihr zusammen sehen welche Alternativen es gäbe die sie sich auch vorstellen könnte (Pflegefamilie, Oma, Tante oder so). Ohne professionelle Hilfe wird es nicht gehen und die Wartezeiten sind da leider immer so lang aber trotzdem gut das Du es in Angriff nimmst. Die 7 Wochen werdet Ihr wahrscheinlich durchhalten müssen und vielleicht hilft es ihr wenn sie Zeit mit Menschen (Freunde, Verwandte) verbringen kann denen sie vertraut bzw. denen sie sich anvertrauen mag oder je nach dem wie Euer Verhältniss ist wenn Du alleine Zeit mit ihr verbringst. Ist wie gesagt auch schwierig, hier was zu raten. Ich wünsch Euch für Deine Tochter, das ihr geholfen wird.

Problem mit Tochter

Hallo,
ich habe da ein paar Probleme mit meiner 10-jährigen Tochter Nina und hoffe,
dass mir jemand weiterhelfen kann.
Nina hat jetzt seit zwei Tagen Durchfall. Es ging damit los, dass sie letzten Freitag, als sie aus der Schule kam in die Hosen gemacht hatte, sie hat schrecklich geweint und gesagt, dass sie es einfach nicht mehr einhalten konnte. Naja ich hab sie dann erst mal abgeduscht, getröstet und ihr Tee und
Zwieback gemacht, in der Hoffnung dass es bei diesem einmaligen „Unfall“ bleibt
und sich das mit dem Durchfall wieder gibt.
Kurz gesagt das hat es bis jetzt noch nicht !
Noch am selben Tag gab es drei mal eine schmutzige Hosen.
Ich kam mit dem putzen und waschen garnicht mehr hinterher und gegen Abend hats mir dann endgültig gereicht, so dass ich beschlossen habe ihr eine ihrer alten
Windeln anzuziehen. Nina war bis zu ihrem 6. Lebensjahr Bettnässerin und ich
hatte vorsichtshalber noch ein paar Pampers gr. 6 von damals aufgehoben.
Sie hat natürlich gleich ein riesen Theater gemacht als ich mit der Pampers in der Hand zu ihr ins Bad gekommen bin, aber ich habe ihr erklärt, dass es einfach nicht anders geht und ich auch noch was anderes zu tun habe als den ganzen Tag zu waschen ! Sie hat es dann unter widerworten akzeptiert, obwohl es ihr sichtlich peinlich war, wieder gewickelt zu werden.
Aber die darauffolgende Nacht war der reinste Horror. Nachdem ich ihr bis zum
schlafen gehen schon zwei mal frische Windeln angezogen hatte, kam sie von 21 Uhr bis 1 Uhr fast stündlich heulend an mein Bett, ich solle ihr die ekligen Pampers abmachen, sie hätte reingemacht! Das habe ich auch getan, obwohl jedes mal nur ein paar spritzer drin waren. Aber als sie um kurz nach eins schon wieder da war hab ich ihr erklärt, dass das so nicht geht, sie zurück ins Bett getragen und ihr klargemacht, dass es erst am nächsten Morgen wieder frische Windeln gibt. Irgendwie tat es mir ja leid aber ich konnt echt nicht mehr.
Am nächsten Morgen kniete sie dann wie ein häuflein elend auf ihrem Bett und die Pampers war so randvoll, dass sogar etwas ausgelaufen war. Nachdem ich sie frisch gemacht hatte sind wir gleich zum Kinderarzt gefahren. Der konnte aber auch nichts genaues feststellen. Er hat ihr zwei Medikamente gegen den Durchfall verschrieben meinte aber dass es etwas dauern kann bis diese anschlagen. Da er der Meinung war, dass die Pampers, obwohl sie sehr schlank ist, doch ein bisschen zu klein für Nina seien hat er uns noch ein Rezept für größere Inkontinenzslips gegeben.
In der Apotheke habe ich ihr dann die Attends, die Flockenwindeln und zwei PVC
Höschen besorgt und ihr zu Hause gleich angezogen (wir waren 2 Stunden weg und die Pampers war schon wieder ausgelaufen!)Nina war den ganzen Tag nur am meckern und jammern; „die Windel ist so dick, die Plastikhose kneift, ich schwitze, …). Aber das schlimmste ist, dass wenn ich sie gerade frisch gewickelt habe sagt sie dass sie Pippi muß und ich ihr die Windeln wieder ausziehen soll! Das treibt mich noch in den Wahnsinn !! Ich habe noch eine zweite 7-jährige Tochter die meine aufmerksamkeit braucht, aber ich komm zu nix mehr ! O.K. Nina muß viel trinken da ist es logisch dass sie öfter muß, aber es kann doch nicht so weiter gehen!
Soll ich ihr sagen, dass sie ihr Pippi in die Windeln machen soll ?
-dann flippt sie wahrscheinlich ganz aus!
Überhaupt ist das mit dem wechseln ein Problem, ständig kommt sie gerannt und will ne neue Pampers haben und wenn ich sie dann auspack ist (fast) nichts drin!
– Soll ich feste Zeiten einführen zu denen sie gewickelt wird, oder doch jedesmal wickeln wenn ihr gerade danach ist ?
Wann hört das endlich auf, wer kann mir weiterhelfen ?
Gruß
Katja

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