Impfungen pro contra

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Impfungen für Kinder – eine Entscheidungshilfe

Die Frage „Impfen, ja oder nein?“ wird in Österreich heiß diskutiert, denn eine Impfpflicht besteht hierzulande nicht. Jeder kann, ohne Angabe von Gründen, eine Impfung für sich oder sein Kind ablehnen. Den Eltern obliegt es, die Schutzimpfungen bei ihren Kindern rechtzeitig vornehmen zu lassen.

Hinweis Entsprechend der UN-Konvention vom 20. November 1989 haben Kinder das Recht auf die beste Gesundheitsversorgung. Dazu gehört auch der Schutz vor Erkrankungen, die durch Impfung vermeidbar sind.

Beim Thema Impfen geistern viele Informationen und Halbwahrheiten herum. Viele Eltern sind daher schnell verunsichert. Schadet die Impfung Kindern nicht mehr, als sie nutzt? Warum soll ich mein Kind gegen Infektionskrankheiten impfen lassen, die bereits ausgerottet sind? Sind Impfungen wirklich sicher? Das Robert-Koch-Institut hat gemeinsam mit dem Paul-Ehrlich-Institut die häufigsten Einwände gegen das Impfen harten Fakten gegenüber gestellt. Die Antworten sollen helfen, die Behauptungen einzuordnen und sich vom Nutzen des Impfens ein Bild zu machen. Die wichtigsten Diskussionspunkte sind hier zusammengefasst und ergänzt:

These 1: Impfungen schützen nicht langfristig

Ob eine Impfung wiederholt werden muss oder nicht, ist von Impfstoff zu Impfstoff unterschiedlich. Je intensiver das Immunsystem sich mit einem Erreger auseinandersetzen muss, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser bei einem späteren Eindringen vom Abwehrsystem des Körpers wiedererkannt wird. Vor allem Impfungen mit Lebendimpfstoffen prägen das Immunsystem ähnlich stark wie eine überstandene Infektion, jedoch ohne den Menschen den Risiken der Krankheit auszusetzen. Wenn beispielsweise ein Kind zweimal eine Kombinationsspritze gegen Masern-Mumps-Röteln (MMR) erhält, geht man davon aus, dass der Immunschutz ein Leben lang währt. Anders verhält es sich bei Wundstarrkrampf (Tetanus), Diphtherie, Kinderlähmung oder Keuchhusten. Die Impfung gegen diese Infektionskrankheiten bietet nur für einige Jahre Schutz und sollte entsprechend der nationalen Empfehlungen regelmäßig aufgefrischt werden.
Aufgrund der zeitlich begrenzten Wirkung eines Impfstoffes ist jedoch nicht von einer geringeren Wirksamkeit auszugehen, so lange man sich innerhalb der empfohlenen Intervalle bewegt. Impfungen sollten entsprechend der Empfehlungen aufgefrischt werden. Wird eine Auffrischungsimpfung versäumt, so soll jede Impfung ehestmöglich nachgeholt werden.

Hinweis Auch Personen, die bereits eine Infektionskrankheit überstanden haben, sind – in Abhängigkeit von der Erkrankung – mitunter nicht dauerhaft gegen diese Krankheit immun! Zum Beispiel kann man mehrmals im Leben an Keuchhusten erkranken.

These 2: Wir Eltern haben als Kinder diese Krankheiten auch durchgemacht und gut überstanden

Es stimmt, dass Infektionskrankheiten folgenlos ausheilen können. Jedoch können auch vermeintlich „harmlose“ Kinderkrankheiten in bestimmten Fällen sehr dramatisch verlaufen. Bestes Beispiel sind Masern oder Mumps: Ungefähr bei einem von 1.000 Kindern, die an Masern erkranken, entwickelt sich eine Masern-Encephalitis

(Entzündung des Gehirns). Diese führt häufig zu bleibenden Hirnschäden und verläuft bei etwa jedem vierten Fall sogar tödlich. Dazu kommt als seltene Spätfolge (1 Fall pro 5.000 – 10.000 Infektionen) die immer tödlich endende subakut sklerosierende Panenzephalitis (SSPE). Erkranken Kinder bis zum fünften Lebensjahr, so ist das Risiko, später eine SSPE zu entwickeln, stark erhöht (17-fach). Es liegt dann bei 1:1.700 bis 1:3.300 Maserninfektionen. Das höchste Risiko, mit etwa 1:600 haben Kinder, die im ersten Lebensjahr an Masern erkranken. Zudem verursachen Masern durch Schwächung des Immunsystems ein mehrere Jahre anhaltendes erhöhtes Risiko, an anderen Infektionskrankheiten zu sterben.

Eine Mumpserkrankung bei Jungen kann als Komplikation eine Hodenentzündung verursachen, in dessen Folge eine Fruchtbarkeitsstörung auftreten kann. In fünf bis zehn Prozent der Mumpserkrankungen treten ebenfalls Entzündungen von Gehirnhaut/Gehirn auf, die bleibende Schäden verursachen können. Durch eine Impfung können diese Komplikationen in den meisten Fällen verhindert werden.
Röteln können bei Schwangeren, die nicht gegen diese Infektionskrankheit immun sind, schwere Fehlbildungen des Ungeborenen verursachen, auch hier sind Impfungen effektiv in der Vorbeugung.

Hinweis Eine Impfung bietet die Möglichkeit, das Immunsystem an einem ungefährlichen Gegner zu trainieren. Infektionen dagegen können gesundheitliche Komplikationen verursachen und sogar zu Todesfällen führen. Des Weiteren muss auch berücksichtigt werden, dass es früher die Möglichkeit einer Schutzimpfung für viele Infektionskrankheiten noch nicht gab.

These 3: Gestillte Kinder müssen nicht geimpft werden, da sie die Abwehrstoffe mit der Muttermilch erhalten

Tatsächlich werden schon während der Schwangerschaft über den Blutkreislauf Antikörper auf das ungeborene Kind übertragen, weshalb es sinnvoll ist, bereits vor einer eintretenden Schwangerschaft den eigenen Impfstatus zu aktualisieren („prepare for pregnancy“). Mit der Muttermilch erhält das Baby weitere Abwehrstoffe. Man spricht vom sogenannten Nestschutz, der jedoch nur in den ersten Lebensmonaten eine Stütze für das kindliche Immunsystem ist. Er ist allerdings nicht umfassend genug, um gegen bestimmte Infektionen geschützt zu sein.

Hinzu kommt: Die Mutter kann auch nur jene Antikörper gegen Krankheiten weitergeben, die sie entweder selbst durchgemacht hat oder gegen die sie geimpft ist. Zusätzlich ist die Impfung der Mutter während der Schwangerschaft gegen Influenza ausdrücklich empfohlen sowie ein aktueller Impfschutz gegen Pertussis.

Hinweis Nestschutz ist insbesondere bei Frühgeborenen nur schwach ausgebildet, sodass diese Kinder besonders von Impfungen profitieren.

These 4: Das Immunsystem des Kindes wird durch die vielen Impfungen und Mehrfachimpfungen überfordert

Viele Eltern befürchten, dass das kindliche Immunsystem durch Mehrfachimpfstoffe (Kombinationsimpfstoffe) belastet werden könnte. Tatsächlich werden die Kinder heute im Vergleich zu früher mit deutlich weniger Impfantigenen konfrontiert. Impfantigene sind Bestandteile der Impfstoffe, gegen die letztendlich die schützenden Antikörper gebildet werden. In den 1980er Jahren wurden Kindern mit den damals verwendeten Impfstoffen etwas mehr als 3.000 Antigene verabreicht, 2015 sind es durchschnittlich etwas mehr als 200 Antigene in den heute verwendeten Impfstoffen. Wenn man von der durchschnittlichen Anzahl von B-Zellen im Blut, die an der Immunantwort auf Impfstoffe maßgeblich beteiligt sind, ausgeht, so könnte das Immunsystem kapazitätsmäßig auf 10.000 Impfstoffe gleichzeitig effektiv antworten und eine Schutz bilden.

Hinweis Eine häufige Kritik an der Sechsfachimpfung ist, dass Hepatitis B vorwiegend durch Geschlechtsverkehr übertragen wird. Allerdings kann die Übertragung auch indirekt durch kontaminierte Gegenstände (z.B. bei Säuglingen) erfolgen. Die Übertragung kann auch durch blutige Kontakte – beispielsweise im Rahmen von kleinen Verletzungen und Blutkontakt – erfolgen. Da Hepatitis B bei Säuglingen fast immer einen chronischen Verlauf nimmt (mit dem hohen Risiko, später Leberzirrhose und/oder Leberkrebs zu entwickeln), zählen Kinder zu den besonders gefährdeten Personenkreisen.

These 5: Kinder sollten erst in einem späteren Alter geimpft werden, wenn ihr Organismus stabiler ist

Impfungen können in jedem Alter durchgeführt bzw. nachgeholt werden. Bestimmte Infektionen wie z.B. Keuchhusten treffen Säuglinge schwerer als ältere Kinder, weshalb ein frühzeitiger Schutz besonders wichtig ist. Wenn Kinder bei einer Keuchhusteninfektion jünger als sechs Monate sind, kommt es in rund 25 Prozent der Fälle zu Komplikationen wie Lungenentzündung oder Atemstillständen. Danach sinkt die Komplikationsrate auf etwa fünf Prozent. Auch die Zahl an bakteriellen Meningitiden ist bei Säuglingen am höchsten, weshalb ein frühzeitiger Schutz gegen Haemophilus influenzae B, Pneumokokken und Meningokokken wichtig ist.

Zudem braucht der Aufbau des Impfschutzes seine Zeit. So benötigt ein Baby nach Impfungen eine gewisse Zeit, bei manchen Impfungen sogar mehrere Dosen, bis ein umfassender Impfschutz gegen die entsprechende Erkrankung ausgebildet ist.

These 6: Man kann trotz Impfung erkranken

Das ist richtig. Eine Impfung führt nicht in 100 Prozent der Fälle zu einer Immunreaktion. Ein kleiner Teil der Bevölkerung entwickelt nach einer Impfung keine Immunität. Diese Menschen können daher erkranken, obwohl sie geimpft sind. Allerdings können Impfungen die Erkrankungswahrscheinlichkeit deutlich senken. Sind im Umfeld derartiger Personen aber genügend Menschen geschützt, so profitieren sie vom Gemeinschaftsschutz und erkranken nicht. Darüber hinaus gibt es Impfungen, die besonders schwere Erkrankungsverläufe verhindern.

These 7: Warum soll ich mein Kind gegen Krankheiten impfen, die in unserem Land nicht mehr vorkommen

Es gibt Infektionskrankheiten, die seit vielen Jahren in Österreich nicht mehr auftreten, wie z.B. Kinderlähmung (kurz: Polio). Die Europäische Union wurde 2002 von der WHO für poliofrei erklärt. Allerdings ist dies bereits das Ergebnis von Impfprogrammen. Trotzdem: So lange eine Krankheit nicht weltweit ausgerottet ist, kann sie wieder eingeschleppt werden. Wenn nicht genügend Menschen dagegen geimpft sind, kann sie Epidemien verursachen.
Das zeigte sich im Jahr 2010 in Tadschikistan, wo es zum Ausbruch von eingeschleppten Polio-Wildviren kam. Insgesamt wurden 2010 über 600 Fälle akuter Lähmungen gemeldet, und auch Todesfälle wurden verzeichnet. Trotz Sicherheitsvorkehrungen wurde das Virus in mindestens drei andere Länder weiterverschleppt. Im Zuge solcher Epidemien können durch den internationalen Reiseverkehr Infektionen auch nach Österreich eingeschleppt werden.

Hinweis Zur Ausrottung eines Erregers ist eine sehr hohe Durchimpfungsrate in der Bevölkerung notwendig. Es muss weiter geimpft werden, bis der Erreger vollständig ausgerottet ist, wie dies bei Pocken gelungen ist. Seit 1980 sind Pocken weltweit ausgerottet.

These 8: Impfungen verursachen Krankheiten, gegen die sie schützen sollen

Es stimmt, dass bestimmte Impfstoffe krankheitsähnliche Symptome hervorrufen können. Eine voll ausgeprägte Krankheit entwickelt sich jedoch praktisch nie. Bekanntestes Beispiel sind die sogenannten „Impfmasern“: Da der Masernimpfstoff ein Lebendimpfstoff ist, kommt es selten nach der Impfung zu einem masernartigen Hautausschlag. Eine voll ausgeprägte Maserninfektion oder bekannte Komplikationen wie Lungenentzündung oder Gehirnentzündung sind nach einer Masernimpfung absolute Seltenheit und treten in weniger als einem Fall pro einer Million Geimpfter auf. Bei einer echten Maserninfektion ist jedes tausendste Kind von einer Gehirnentzündung betroffen, und sechs von 100 Kindern leiden an einer Lungenentzündung.

Nach einer Impfung können außerdem Lokal- und Allgemeinreaktionen wie Fieber, Übelkeit, Müdigkeit, Temperaturerhöhung, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Schwellungen oder Rötungen an der Injektionsstelle auftreten. Dabei handelt es sich um Zeichen der normalen Auseinandersetzung des Körpers mit dem Impfstoff. Ein Fehlen von solchen Reaktionen bedeutet jedoch nicht, dass die Impfung keine Wirkung hat.

Hinweis Damit eine Impfung überhaupt zugelassen wird, muss der Nutzen für die Gesundheit erwiesenermaßen deutlich höher sein als die impfungsbedingten Risiken. Die Risiken der Impfung müssen weit geringer sein als die Risiken, die mit Komplikationen bei einer Erkrankung verbunden sind. Sind Impfungen verfügbar, so beurteilen nationale Expertinnen und Experten (Nationales Impfgremium) die wissenschaftlichen Daten zum Impfstoff und die epidemiologische Situation, und letztendlich werden Evidenz-basierte Empfehlungen entsprechend des aktuellen Wissensstand getroffen und regelmäßig überprüft und aktualisiert.

These 9: Impfstoffe enthalten gefährliche Chemikalien

Einige Impfstoffe enthalten neben den abgetöteten oder abgeschwächten Erregern weitere Hilfsstoffe, z.B. Formaldehyd, Aluminium oder Antibiotika, allerdings in äußerst geringen Konzentrationen (weit unterhalb der vorgegebenen toxikologischen Grenzwerte). Der gesetzliche Grenzwert liegt beispielsweise bei Formaldehyd bei 0,2 mg/mL je Dosis. Formaldehyd kommt aber als natürliches Stoffwechselprodukt ständig in Blut (2,5 mg/L), Zellen und Körperflüssigkeiten vor. Täglich werden mit der Nahrung bis zu 14 mg zugeführt, besonders hohen Anteil besitzen Obst und Gemüse. Auch vom eigenen Körper wird Formaldehyd produziert: 878 bis 1310 mg pro Kilogramm Körpergewicht.
Vor einigen Jahren hatten zwei amerikanische Mediziner die These aufgestellt, der in den USA registrierte Anstieg von Autismusfällen hänge mit dem quecksilberhaltigen Konservierungsmittel Thiomersal in manchen Impfstoffen zusammen. Die WHO, das US-amerikanische „Institute of Medicine“ sowie die europäische Arzneimittelbehörde EMA sind inzwischen allerdings unabhängig voneinander zu dem Schluss gelangt, dass die verfügbaren Studien eindeutig gegen einen solchen Zusammenhang sprechen. Gleichwohl haben die Pharmahersteller auf die heftige Debatte reagiert: Für alle generell empfohlenen Schutzimpfungen sind inzwischen quecksilberfreie Impfstoffe verfügbar. Thiomersal wird in Österreich in keinem Routine-Impfstoff mehr verwendet.

Aluminiumsalze verstärken die Immunantwort in Impfstoffen (max. 1,25 mg pro Dosis). Auch hier gibt es eindeutige Stellungnahmen mehrerer Behörden, dass die in Impfstoffen eingesetzten, äußerst geringen Dosen in keiner Weise gesundheitsbedenklich sind.

Ausführliche Informationen zu den Impfkontroversen finden Sie auf der Website des Robert-Koch-Instituts (RKI). Ein detaillierter Übersichtsartikel zum „Thema Reaktionen und Nebenwirkungen nach Impfungen“ ist auf der Website des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz abrufbar.

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Im Grunde ist es ganz simpel: Die Impfung ist ein einfacher und sicherer Schutz gegen eine Reihe von ansteckenden Krankheiten, die schwere Folgeschäden haben könnten. Allerdings sind die Impfungen nicht ganz risikolos: Auf gut 100’000 Impfungen kommt eine mit schwerwiegenden Komplikationen. Und das macht vielen Eltern Angst. Die Folge: Das Bundesamt für Gesundheit stellt eine „gewisse Impfmüdigkeit“ fest und ist bestrebt, Eltern wieder vermehrt dazu zu bringen, ihre Kinder impfen zu lassen. Das Argument des BAG:

Die gefährlichen Kinderkrankheiten sind nur dank konsequentem Impfen mit modernen Impfstoffen fast verschwunden. Dem halten kritische Haus- und Kinderärzte entgegen, dass bereits vor dem „Impfzeitalter“ fast alle infektiösen Kinderkrankheiten dank verbesserter Hygiene und Ernährung harmlos geworden sind. Zudem stärken ihrer Meinung nach Kinderkrankheiten das Immunsystem. Doch gegen welche Krankheiten soll überhaupt geimpft werden?

Der Impfplan des BAG sieht folgende Impfungen vor: Masern, Mumps, Röteln MMR

Auch heute sterben in der Schweiz noch Kinder an Masern bzw. erkranken an durch Masern ausgelöste Entzündungen der Gehirns, der Lunge oder der Mittelohren. Mumps kann eine Hirnhautentzündung verursachen und die Hoden befallen. Röteln sind für Schwangere gefährlich, weil sie zu Missbildungen des Fötus führen können. Kritische Ärzte halten dagegen, dass Masern nur ganz selten zu Komplikationen führen. Da Mumps und Röteln vor allem dann gefährlich sind, wenn sie statt im Kindes- erst im Erwachsenenalter auftreten, empfehlen sie, nur junge Männer, die noch nicht als Kinder an Mumps erkrankt sind, zu impfen. Das gleiche gilt für Röteln bei jungen Frauen.

Diphterie, Starrkrampf, Keuchhusten DTP

Diphterie gibt es in der Schweiz schon lange nicht mehr. Eine hohe Durchimpfungsrate soll dafür sorgen, dass es so bleibt, auch wenn die Krankheit aus dem Ausland eingeschleppt wird. Starrkrampf-Bakterien finden sich in der Erde, in Tierkot und Speichel. Die Ansteckung erfolgt bei Verletzungen. Keuchhusten gibt es relativ häufig. Kritische Ärzte empfehlen, die Diphterie- und Starrkrampf-Impfung frühestens im Alter von 6 Monaten machen zu lassen, um das unreife Immunsystem nicht zu sehr zu belasten. Keuchhusten empfehlen sie nur, wenn das Kind in einer kinderreichen Familie auf-wächst, im Heim wohnt oder eine Krippe besucht.

HiB-Hirnhautentzündung

Die Hämophilus-influenzae-Bakterien HiB setzen sich im Rachen fest und können schwere Hirnhautentzündungen auslösen. Bevor es den Impfstoff gab, also vor 1990, erkrankten jährlich etwa 150 Kinder an HiB, heute sind es noch etwa ein Dutzend. Kritische Ärzte weisen darauf hin, dass man über die Langzeit-Nebenwirkungen der Impfung wenig weiss und dass diese gegen die heute immer häufiger auftretenden Hirnhautentzündungen durch Meningokokken unwirksam ist. Impfungen empfehlen sie hautpsächlich für Krippen-Kinder, Frühgeborene und Kinder, die nicht oder nur ganz kurz gestillt wurden.

Kinderlähmung

Ungeimpfte können an Kinderlähmung erkranken, falls das Virus eingeschleppt wird. Kritiker beanstanden, dass das eingeimpfte Poliovirus das nicht ausgereifte Nervensystem des Babys angreift. Sie empfehlen deshalb, die Impfung erst im zweiten oder dritten Lebensjahr vorzunehmen. Die Kontroversen ums Impfen machen den Eltern eine Entscheidung nicht leichter. Die Impffrage sollte deshalb immer mit dem Kinderarzt besprochen werden. Falls Sie sich fürs Impfen entscheiden, sollten Sie darauf achten, dass die Impfungen zeitlich so gestaffelt sind, dass sie den kindlichen Organismus nicht zu stark belasten.

Hier können sich Eltern informieren:

Unter sichimpfen.ch will das Bundesamt für Gesundheit gegen eine Banalisierung der Gefahren von Kinderkrankheiten ankämpfen. Hier finden Eltern einen Impfplan und weitere Informationen. Ausserdem kann man Unterlagen zum Thema anfordern.

Eine schwierige Entscheidung – Impfen birgt auch Gefahren

Das Thema Impfung hat auch eine Schattenseite, auf die Dr Russell Blaylock MD, USA, aufmerksam macht: „Impfungen verursachen chronische Hirnentzündung, was zu ADHD, Autismus, Schizophrenie und später im Leben zu chronischer Hirndegeneration führt. Das ist in der wissenschaftlichen Literatur, besonders in der Neurowissenschaft, ausführlich dokumentiert, jedoch total von den Medien, den Gesundheits- und den Regulierungsbehörden ignoriert. Sie schweigen darüber und halten es von der Allgemeinheit weg, sodass Mütter und Leute welche diese Mehrfachimpfungen zulassen sich der mit dieser Praxis verbundenen Gefahr nicht bewusst sind.“

Impfen oder nicht? Diese Frage müssen sich alle Eltern stellen, denn in Deutschland besteht generell keine Impfpflicht. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allerdings Schutzimpfungen bereits im Babyalter. Und dennoch: Viele Eltern haben Bedenken und verspüren ein großes Unbehagen, wenn es um dieses Thema geht.

Wie funktioniert das Impfen?

Die große Frage: Impfen Ja oder Nein

Beim Impfen bekommt das Kind vom Arzt eine Spritze mit abgetöteten oder abgeschwächten Viren oder Bakterien injiziert. Manche Impfungen enthalten auch nur Teile davon. Nun kommen die Erreger mit dem Immunsystem des Kindes in Kontakt. Die Folge: Es reagiert auf den Impfstoff und bildet Abwehrstoffe. Da der Körper glaubt, einen natürlichen, allerdings aber krank machenden Keim vor sich zu haben, merkt er sich den Eindringling und bildet Antikörper. Kommt es dann später wirklich zu einer Infizierung mit dem Erreger, verläuft die Krankheit wesentlich milder oder bricht gar nicht erst aus.

Argumente für das Impfen

Und genau diese Tatsache ist das wichtigste Argument für Befürworter des Impfens. Impfungen schützen selbst vor Krankheiten, die normalerweise tödlich verlaufen würden. Auch schwerwiegende gesundheitliche Schäden können so in vielen Fällen abgewendet werden.

Werden flächendeckend möglichst viele Menschen geimpft, ist es sogar möglich, Krankheiten komplett auszurotten. Die Pocken beispielsweise, eine hochgradig ansteckende Krankheit mit schwerem Verlauf, konnten ebenso wie Polio (Kinderlähmung) komplett aus Europa verbannt werden. Andererseits kommt es vor, dass Krankheiten in Gebieten mit hoher Impfnachlässigkeit plötzlich wieder ausbrechen.

So sorgte 2006 eine Masernepidemie in Nordrhein-Westfalen für Aufsehen. Mehr als 1.700 Kinder waren betroffen, zwei Kinder starben an den Folgen der bis dahin als ausgerottet geltenden Infektionskrankheit. Infektionsepidemiologen beschäftigten sich anschließend mit dem Fall und stellten fest, dass allein in Duisburg (614 Masern-Fälle) vier der fünf betroffenen Kinder gar keinen oder nur einen unzureichenden Impfstatus aufwiesen.

Weitere Argumente der Impfbefürworter:

  • Schutz vor gefährlichen Krankheiten
  • Nur wenig Nebenwirkungen
  • Todesfälle können verhindert werden
  • Bestimmte Krankheiten treten zum Teil überhaupt nicht mehr auf

Argumente gegen das Impfen

Kritiker bemängeln vor allem, dass die Impfprogramme bereits Babys im Alter von acht Wochen miteinbeziehen. Das Immunsystem sei zu dem Zeitpunkt noch nicht vollständig ausgereift. Die Impfkulturen würden eventuell unvorhersehbare Reaktionen auslösen. Außerdem könne der kindliche Organismus durch allergene Substanzen zusätzlich belastet werden. So fordert der Verband Unabhängiger Heilpraktiker beispielsweise nur dann Impfungen, wenn eine große Gefährdung der Bevölkerung bestünde.

Weiterhin behaupten Kritiker, dass einige Mitglieder der STIKO nicht gänzlich unabhängig von der Pharmaindustrie sind.

Weitere Argumente der Impfgegner:

  • Bei den Impfungen kann es zu schweren Nebenwirkungen kommen
  • Studien werden vorrangig von Impfherstellern durchgeführt und somit nicht zwingend unabhängig
  • Langzeitfolgen von Impfungen sind noch nicht komplett erforscht
  • Alternativen werden nicht ausreichend beachtet

Angst vor Impfschäden

Eltern haben vor allem Angst vor Impfschäden. In zahlreichen Foren wird beispielsweise das Für und Wider von Impfungen diskutiert. Allerdings sieht die Realität so aus, dass Kinder ohne Impfungen einem vielfach höheren Risiko ausgesetzt werden. Allerdings ist auch die Zahl der Impfschäden umstritten. Es ist nicht immer leicht, einen Zusammenhang zwischen einer vorangegangenen Impfung und einer dann auftretenden Krankheit zu beweisen. Doch Befürworter verweisen auf die vermeintlichen Allergien im Zusammenhang mit Impfungen. In der ehemaligen DDR waren die Durchimpfungsraten äußerst hoch. Allergien traten allerdings erst dann vermehrt auf, als es nach der Wiedervereinigung zu stark rückläufigen Zahlen bei den Impfungen kam.

Viele Impfgegner sehen einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Autismus oder Diabetes und Impfungen, doch Studien belegen eher das Gegenteil. So bewies eine Gruppe britischer Wissenschaftler in den 1990er Jahren, dass eine Mumps-Röteln-Impfung nicht wie behauptet Schäden im Darm und damit eine Begünstigung von Autismus auslösen würde. Zehn der 13 Autoren, die damals diese Hypothese aufstellt hatten, sind von ihrer Aussage offiziell zurückgetreten.

Was kann man selbst tun?

An oberster Stelle sollte die Aufklärung stehen. Erst dann sollte man die persönliche Einschätzung vornehmen und das Risiko abwägen. Gerade beim ersten Kind mag diese Entscheidung nicht immer leicht fallen und die Unsicherheit und Angst vor unerwünschten Nebenwirkungen am größten sein. Doch Studien haben bereits gezeigt, dass viele Impfgegner nicht ausreichend über Informationen verfügen. Viele Argumente der Impfgegner werden zudem immer wieder entkräftet. Dennoch gilt: Die Entscheidung, ob ein Kind geimpft werden soll, liegt allein bei den Eltern.”

Kinder-Impfungen: Vor- und Nachteile

Impfungen schützen vor vielen gefährlichen Krankheiten. Nichtdestotrotz wägen viele Eltern die Vor- und Nachteile des Impfens sorgfältig ab. Wir räumen mit Impf-Mythen auf und informieren dich über das Pro & Contra des Impfens.

Impfungen – Schutz vor lebensgefährlichen Krankheiten

Impfungen sind eine hilfreiche, lebensrettende Erfindung! Bei einer kleinen Wunde sind wir dank der Tetanus-Impfung vor Wundstarrkrampf geschützt. Die Hib-Impfung schützt unsere Kinder vor gefährlichen Krankheiten wie der Kehldeckelentzündung und der Hirnhautentzündung. Und viele Krankheiten kennen wir dank der guten Impfquote nur noch vom Hörensagen, so zum Beispiel bei Diphterie und Polio.

Aber: Die Zahl der Impfungen, die Kinder zum Großteil im ersten Lebensjahr erhalten, ist hoch. Auf der Liste der von der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO) empfohlenen Impfungen stehen aktuell 13 Krankheiten, gegen die Babys und Kinder geimpft werden können. Dabei werden Eltern schon früh mit der Impffrage konfrontiert: Die erste Impfung steht bereits im zarten Alter von zwei Monaten an. Für die, die sich fürs Impfen entscheiden bedeutet das: viele Arztbesuche, viele Spritzen. Lässt man sein Kind durchimpfen, kommt man bis zum Ende des 14. Lebensmonats auf 29 Impfungen. Als Leitlinie gelten hier die Empfehlungen der Impfkommission, nach denen sich auch unser Impfkalender richtet:

Impfen: Ja – oder nein?

Nicht wenige Eltern fragen sich: Sollen wir unser Kind überhaupt impfen? Abhängig davon, wen man in dieser Sache um Rat fragt, fallen die Antworten völlig gegensätzlich aus. Impf-Befürworter sind dafür, das ganze Programm zu impfen, gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO). Auch die deutliche Mehrheit der Ärzte empfiehlt, sich an diese Richtlinien zu halten. Impf-Skeptiker weisen dagegen auf die potentiell möglichen Probleme hin, die Impfungen mit sich bringen können. Eltern müssen sich im Dschungel der vielen Meinungen und Informationen zu Recht finden und für ihr Kind entscheiden, ob und gegen welche Krankheiten sie impfen. Wer sein Kind in einer privaten Betreuungseinrichtung unterbringen möchte, steht oftmals gar nicht mehr vor der Frage „Impfen ja oder nein?“ – ein ausgefüllter Impfpass ist hier inzwischen teilweise Voraussetzung für die Aufnahme des Kindes.

Pro und Contra Impfen: Argumente für das Impfen

➤ Das schwerwiegendste Argument für das Impfen ist der Schutz vor gefährlichen Krankheiten und gesundheitlichen Schäden.
➤ Nur wenn der allergrößte Teil der Bevölkerung geimpft ist, kann eine Rückkehr von Krankheiten, die es in anderen Ländern noch gibt, minimiert werden.
➤ Für die Ausrottung einer Krankheit müssen 95 Prozent der Bevölkerung geimpft sein. Bei Pocken ist das in Deutschland in den 70-er Jahren erfolgreich geschehen. Die Krankheit wurde ausgerottet.
➤ Die Impfquoten in Deutschland sind momentan zu niedrig! Diese Impfmüdigkeit kann gefährlich werden: In den letzten Jahren gab es immer wieder Masern-Epidemien – eine Kinderkrankheit, die schon fast als ausgerottet galt. Kinder und Erwachsene mussten in großer Zahl ins Krankenhaus. Auch darüber hinaus steigen sowohl bei Masern wie auch bei Keuchhusten die Zahlen der Erkrankungen wieder.
➤ Mit einer Impfung schützt man nicht nur sich selbst, sondern auch Kinder und Erwachsene, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. So sind zum Beispiel Röteln für Kinder ungefährlich, bei Schwangeren kann eine Erkrankung aber zu einer Fehlbildung beim ungeborenen Kind führen. Eine Masernimpfung, die erst am Ende des ersten Lebensjahres möglich ist, schützt auch Säuglinge, für die Krankheit besonders gefährlich wäre. Impfen hat also etwas mit Solidarität zu tun. „Wer in Anbetracht dessen nun das geringe Impfrisiko für seine Kinder scheut oder schlicht nachlässig wird, erweist sich als moralischer Trittbrettfahrer, der ohne eigenen Einsatz von dem der anderen profitiert“*, so der Dr. Dr. Rainer Erlinge.
➤ Kinderkrankheiten – das klingt ein bisschen nach „Kinderkram“. Viele Krankheiten werden heute unterschätzt, ihre Risiken nicht ernst genommen. Das liegt unter anderem auch daran, dass es heutzutage kaum Todesfälle gibt. Der letzten Epidemie der Kinderlähmung sind 1961 noch mehr als 300 Menschen erlegen.

Argumente gegen eine Impfung

Zwei Argumente sind hier am häufigsten zu hören: „Krankheiten muss man durchmachen, sie gehören zum Leben dazu.“ – und dann sind da noch die Nebenwirkungen, gerne mal reißerisch als „Impfschäden“ bezeichnet, die immer wieder durch die Medien geistern. Dabei werden Impfungen beispielsweise mit Autismus in Verbindung gebracht. Eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien ist sich aber einig: Dem ist nicht so. Und auch die Behauptung, dass Impfungen Allergien befördern, ist wissenschaftlich höchst umstritten. Es stimmt zwar, dass es heute mehr Impfungen UND mehr Allergien gibt. Aber es spricht vieles gegen einen Zusammenhang der beiden Entwicklungen. So gab es in der ehemaligen DDR eine hohe Impfquote dank der gesetzlichen Impfpflicht – andererseits aber kaum Allergien. Nach der Wende nahmen die Allergien zu – und die Impfrate ab.
Moderne Impfstoffe gelten als gut verträglich und sicher. Bevor sie eingesetzt werden, durchlaufen sie ein aufwendiges systematisches Verfahren und werden auch in der Anwendung laufend überprüft. Nichtsdestotrotz gilt auch beim Impfen: Keine Wirkung ohne Nebenwirkung. Gesundheitliche Probleme nach einer Impfung sind zwar sehr selten – aber es gibt sie. Allermeist sind sie völlig undramatisch. Dadurch dass der Impfstoff die körpereigene Abwehr anregt, kann es zu Reaktionen an der Einstichstelle kommen: Eine Rötung oder Schwellung liegt durchaus im Bereich des Möglichen. Auch können Kinder nach der Impfung Fieber oder Gelenkschmerzen bekommen. Wenn Lebendimpfstoffe geimpft werden, kann eine sogenannte Impfkrankheit ausbrechen: Das geimpfte Kind bekommt die Krankheit, vor der es eigentlich geschützt werden sollte – allerdings in der Light-Variante. Zu dauerhaften Schäden führt das allerdings nicht!

Impfungen können in (extrem seltenen!) Fällen starke Nebenwirkungen, bzw. echte Impfschäden nach sich ziehen. Immer wieder genannt werden hier Auto-Immun-Krankheiten wie zum Beispiel Multiple Sklerose. Aber die Tatsache, dass schwere Komplikationen bei der Krankheit 1000 Mal wahrscheinlicher sind als die Komplikationen nach der Impfung, zeigt: Impfen macht Sinn.

Krankheit durchmachen – oder besser impfen?

Egal ob Windpocken oder Masern: In den meisten Fällen heilen die Infektionen in der Tat ohne Komplikationen aus. Auf der anderen Seite sind da aber auch die Kinder, die beispielsweise nach einer Maserninfektion an einer Gehirnentzündung sterben. Zwar kann es auch nach einer Masern-Impfung zu einer Enzephalitis (Gehirnentzündung) kommen, aber nur bei 1: 1 Mio. Fälle. Bei einer Maserninfektion passiert das mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:1.000. Auch das führt zu dem Schluss: Impfen ist sinnvoll.

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Auffrischen der Impfungen tut Not

Die Tatsache, dass der weitaus größere Teil der an Masern Erkrankten bei den letzten Masern-Ausbrüchen älter als zehn Jahre war, macht das Dilemma der weltweiten Impfstrategie deutlich: Während Babys und Kleinkinder im Rahmen der engmaschigen Vorsorgeuntersuchungen in der Regel noch alle wichtigen Schutzimpfungen erhalten, stellt sich spätestens nach der Einschulung eine gewisse Impfmüdigkeit ein. Kinder brauchen im Alter von fünf bis sechs Jahren und noch einmal zwischen neun und 17 Jahren Auffrischungen, damit die Vakzine ihre Wirkung entfalten können. „Die Erfahrung aber zeigt, dass nur noch jeder zweite bis dritte Jugendliche einen ausreichenden Impfschutz hat“, so Epidemiologin Professor Dr. Christel Hülße. Achte also auch bei Schulkindern darauf, dass alle Impfungen vollständig sind – und unterziehe auch deinen eigenen Impfpass mal wieder einem gründlichen Check. DeinHausarzt hilft Ihnen dabei, eventuelle Impflücken zu entdecken. Eine kleine Anleitung für einen Selbst-Check findest du hier: Selbst-Check „Wie gut sind Sie geschützt?“.

Fazit: Impfen macht Sinn!

Die verständliche Angst vor möglichen Impfkomplikationen lässt viele Eltern zweifeln, ob Impfungen ihren Kindern nicht eher schaden als nützen. So berechtigt alle Gedanken und Zweifel sind, fest steht: Nur den Impfungen haben wir es zu verdanken, dass Krankheiten wie Kinderlähmung und Diphterie heute kaum noch vorkommen. Es ist als großes Glück zu bezeichnen, dass wir die Möglichkeit haben, unsere Kinder vor lebensgefährlichen Infektionskrankheiten schützen zu können. Beginnen wir jetzt, das regelmäßige Impfen und Nachimpfen zu vernachlässigen, besteht die Möglichkeit, dass diese und andere Krankheiten auch bei uns wieder zum Risiko werden. Wenn du dein Kind impfen lassen möchtest, sollte es aber zum Zeitpunkt der Impfung gesund sein. Bei einer fieberhaften Erkältung muss abgewartet werden, bis die Krankheit überstanden ist.

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Hier beantworten wir dir die häufigsten Fragen rund ums Impfen: Welche Impfungen sind am wichtigsten? Was spricht für die Windpocken-Impfung? Und darf ich mich impfen lassen, wenn ich schwanger bin? Hier findest du die Antworten auf die häufigsten Fragen und Vorurteile zum Thema.

* Quelle: http://sz-magazin.sueddeutsche.de

Fragen & Antworten rund ums Impfen

Welche Impfungen sind wichtig? Warum gegen Krankheiten impfen, die es bei uns nicht mehr gibt? Eltern, die sich überlegen, gegen welche Krankheiten sie ihr Kind impfen lassen möchten, haben viele Fragen. Wir haben die Antworten auf die häufigsten Fragen und Vorurteile rund ums Thema Impfen.

FAQs zum Impfen

➤ Warum sollen wir gegen Krankheiten wie Diphterie und Polio impfen, die es bei uns nicht mehr gibt?

Die Tatsache, dass es einige Krankheiten bei uns kaum noch gibt, führt zwangsläufig zu der Frage: Warum sollen wir gegen eine Krankheit impfen, die es bei uns gar nicht mehr gibt? Dr. med. Hedwig Roggendorf vom Institut für molekulare Immunologie am Klinikum rechts der Isar in München erklärt „Diese Erkrankungen gibt es aber nur deshalb nicht mehr, weil geimpft wird. So konnte beispielsweise Polio bei uns ausgerottet werden. Solange eine Erkankung nicht weltweit eliminiert ist, muss konsequent weitergeimpft werden, sonst kann es wieder zu Ausbrüchen kommen.“ Krankheiten wie Diphterie und Kinderlähmung kommen durchaus noch in anderen Ländern unserer Erde vor und können von Urlaubern oder Geschäftsreisenden importiert werden. Am Beispiel Masern zeigt sich: Seit die Impfquoten bei uns zurückgehen, kommt es immer häufiger zu großen Masern-Ausbrüchen. Dabei darf nicht vergessen werden: Masern sind eine potentiell tödliche Krankheit. Weltweit sterben noch immer täglich 400 Menschen an Masern. Laut UNICEF sind die Masern eine der häufigsten Todesursachen in den Entwicklungsländern.

Eine hohe Durchimpfungsrate ist aber auch aus einem anderen Grund wichtig:„Eine hohe Durchimpfungsrate stellt sicher, dass auch nicht immunisierte Kinder vor einer Erkrankung geschützt sind“, erläutert die Epidemiologin Professor Dr. Christel Hülße das Prinzip der Herdenimmunität: möglichst viele Menschen durch Impfung zu „Nicht-Überträgern“ zu machen und somit die Ausbreitung einer Krankheit zu erschweren.

➤ Welche Impfungen sind besonders wichtig?

Besonders gefährlich sind Keuchhusten, Pneumokokken und Haemophilus Influenza Typ B. Aber auch Masern, Diphterie und Tetanus können zu lebensgefährlichen Komplikationen führen. Dr. Roggendorf empfiehlt hier, sich an die Empfehlunge der STIKO zu halten, auf denen auch unser Impfkalender basiert:

➤ Kann man auf die Windpocken-Impfung verzichten?

Bei der Windpocken-Impfung gehen die Meinungen auseinander: Die STIKO empfiehlt die Impfung, die Experten der Stiftung Warentest raten ab. Ihre Begründung: Der Schutz der Impfung halte nicht unbegrenzt an, damit steige die Gefahr von schweren Verläufen bei Erwachsenen. Laut Stiftung Warentest-Experten kann sich die Häufigkeit von Gürtelrosen erhöhen, wenn aufgrund einer hohen Durchimpfungsrate Erwachsene seltener mit Windpocken-kranken Kindern in Kontakt kommen.

Fakt ist: Der Ausschlag verläuft bei Kindern zwar meist harmlos, der Juckreiz kann jedoch äußerst unangenehm werden. Je älter der Patient aber ist, umso schwerer der Krankheitsverlauf. Wer sein Kind mit einer Impfung vor Windpocken schützt, schützt damit auch Säuglinge und immungeschwächte Kinder und Erwachsene, die nicht geimpft werden dürfen, für die eine Infektion aber gravierend ist. Auch für Babys im Mutterleib kann eine Windpocken-Infektion der Mutter gefährlich werden.

➤ Wie wichtig ist die Impfung zum empfohlenen Termin?

In den ersten Lebensmonaten steht ein Impftermin nach dem anderen an – Eltern fühlen sich hier zuweilen leicht überfordert und schieben die anstehenden Impfungen auf „demnächst“. Die empfohlenen Impfzeiten haben allerdings einen nachvollziehbaren Sinn: Wenn Kinder nicht rechtzeitig vor Krankheiten wie Masern etc. geschützt werden, kann es passieren, dass sie sich in einem Alter infizieren, in dem das Risiko für schwere Krankheitsverläufe erhöht ist.

➤ Können Impfungen zu einer erhöhten Allergieanfälligkeit führen?

Dieser Zusammenhang wird von Impf-Skeptikern immer wieder diskutiert. Da Allergien ganz unterschiedliche Auslöser haben, ist diese Frage nicht zweifelsfrei zu beantworten. Die Tatsache, dass es aber in der der Ex-DDR eine Impfpflicht für alle Kinder bei gleichzeitig deutlich weniger Allergien als in der BRD gab, lässt den Schluss zu: Nein, Impfungen führen nicht zu mehr Allergien.

➤ Was ist der Vorteil von Mehrfachimpfungen?

Eltern fürchten, dass die Mehrfachimpfung (Sechsfachimpfung im Alter von drei Monaten) für Babys des Guten zu viel ist. Die heutige Sechsfachimpfung ist allerdings ein moderner Impfstoff, der besonders gut verträglich ist und die den Organismus von Babys nicht überstrapaziert. Ein weiterer Vorteil: Ein Arzttermin statt vielen – und damit auch nur ein Pieks für das Baby. Noch etwas spricht für Mehrfachimpfungen: Dem Körper werden dabei nur einmal Zusatz- und Konservierungsstoffe (z.B. Aluminium) zugeführt.

➤ Was sind typische Impfreaktionen?

„Typische Impfreaktionen sind eine Rötung oder Schwellung an der Impfstelle, muskelkaterartige Schmerzen oder leichtes Fieber.“, so Dr. Roggendorf. Diese kleinen Komplikationen verschwinden allermeist schnell wieder und sind völlig ungefährlich.

➤ Darf ich mich impfen lassen, wenn ich schwanger bin?

„Grundsätzlich können Schwangere mit Tot-Impfstoffen (Polio, Hepatitis B, Hepatitis A, Influneza, Tetanus, Diphtherie, Meningokokken, Pneumokokken) geimpft werden. Dabei gilt: „So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich.“ Lebend-Impfstoffe (Masern, Mumps, Röteln und Windpocken) sollen in der Schwangerschaft nicht geimpft werden. Allerdings gibt es keine Hinweise auf negative Folgen für das Ungeborene, wenn in Unkenntnis einer Schwangerschaft doch geimpft wurde.“, so Dr. Roggendorf. Wichtig ist für Schwangere der Schutz vor Windpocken, Röteln und Masern, beide Krankheiten können zu Fehlbildungen beim ungeborenen Baby und zu Fehlgeburten führen. Bei Kinderwunsch sollte hier also rechtzeitig der Impfstatus überprüft werden.

➤ Wo kann ich mich rund ums Impfen zuverlässig informieren?

Erster Ansprechpartner sollte Ihr Kinderarzt sein. Seriöse Kinderärzte nehmen sich Zeit für eine individuelle Impfberatung und die Fragen, die Sie bewegen.
Die Internetseite des Robert Koch Instituts (RKI) ist von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als seriöse Informationsquelle zertifziert worden. Auch unter www.impfen-info.de und bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) sind aktuelle und seriöse Informationen zu finden.

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Impfungen für Kinder
 Sollen wir unser Baby impfen lassen – ja oder nein?

Diphtherie
Symptom dieser Krankheit ist Atemnot, die lebensbedrohend werden kann: 1960, vor Beginn der Impfungen, gab es in Deutschland jährlich 5.751 Diphtherie-Fälle mit 101 Toten. Heute kommt die Krankheit hierzulande kaum noch vor. Da aber Diphtherie in anderen Ländern der Welt, vor allem in Osteuropa, noch stark verbreitet ist, kann sie auch in Deutschland jederzeit wieder eingeschleppt werden.
Teil der Sechsfach-Impfung. Empfohlener Impfzeitpunkt: ab Beginn des 2. Monats, dreimal im Abstand von vier Wochen, noch einmal zwischen dem 11. und 14. Monat.

Tetanus (Wundstarrkrampf)
Die Sporen des Wundstarrkrampf-Erregers leben in der Erde und gelangen bei Verletzungen in den Körper. Auch über kleinste Verletzungen, zum Beispiel ein Stich mit einem Holzsplitter oder einem Dorn, kann eine Infektion verursacht werden. Wundstarrkrampf lähmt die Muskeln, 10 bis 20 % der Betroffenen sterben. Weltweit sterben jedes Jahr über eine Million Menschen an dieser Erkrankung, in Deutschland kommt sie wegen sehr hoher Impfraten jedoch nur sehr selten vor.
Teil der Sechsfach-Impfung. Empfohlener Impfzeitpunkt: ab Beginn des 2. Monats, dreimal im Abstand von vier Wochen, noch einmal zwischen dem 11. und 14. Monat.

Keuchhusten
Keuchhusten beginnt harmlos. In den ersten Wochen klingt er wie normaler Husten, selbst Ärzte können ihn in dieser Phase kaum erkennen. Dann werden die Anfälle immer quälender. Die schlimmste Phase beginnt nach etwa vier Wochen: Die Anfälle beginnen mit einem pfeifenden Einatmen, dann hustet der Kranke bis zum Erbrechen und würgt am Ende klaren Schleim hervor. Die Augen röten sich, da Äderchen unter dem Hustendruck platzen, die Schleimhäute von Hals, Mund und Nasenlöchern werden durch das ständige Erbrechen verätzt. Schließlich werden die Anfälle so stark, dass vor allem ältere Menschen sich dabei sogar Rippen brechen. Aber am gefährlichsten ist Keuchhusten für Babys: Sie können nichts mehr bei sich behalten, sind völlig entkräftet und können sogar sterben. Hier mehr zu Keuchhusten bei Kindern.
Teil der Sechsfach-Impfung. Empfohlener Impfzeitpunkt: ab Beginn des 2. Monats, dreimal im Abstand von vier Wochen, noch einmal zwischen dem 11. und 14. Monat.
Kinderlähmung (Poliomyelitis)
Das Poliovirus greift die Nerven an. Polioviren können Lähmungen auslösen, besonders gefürchtet sind Lähmungen der Atemmuskulatur: Die Betroffenen brauchen oft lebenslang künstliche Beatmung. Noch 1961, im ersten Jahr nach Beginn der Massenimpfungen, gab es in der Bundesrepublik 4.673 Polio-Fälle. 305 Kinder starben an der Krankheit. Dank Impfungen konnte die WHO im Jahr 2002 ganz Europa für poliofrei erklären. In einigen Ländern Asiens und Afrikas kommt die Erkrankung aber noch recht häufig vor und kann von dort natürlich auch eingeschleppt werden.
HIB-Impfung (Haemophilus influenzae Typ b)
Das Bakterium Haemophilus influenzae Typ b verursacht Hirnhautentzündung (Meningitis), Kehlkopfentzündung (Epiglottitis) und Gelenkschäden. Hirnhautentzündungen können bleibende geistige Behinderungen nach sich ziehen: Bei fast einem Drittel der Kinder muss mit Sprachstörungen, Hörstörungen und Krampfanfällen gerechnet werden. Die Bakterien werden durch Husten und Niesen übertragen. Eine Übertragung ist auch über Gegenstände möglich. Hirnhautentzündungen zeigen sich in hohem Fieber, Erbrechen, Krämpfen und Kopfschmerzen.
Teil der Sechsfach-Impfung. Empfohlener Impfzeitpunkt: ab Beginn des 2. Monats, dreimal im Abstand von vier Wochen, noch einmal zwischen dem 11. und 14. Monat.

Hepatitis B
Hepatitis B führt zu Leberschäden und Leberkrebs. Sie wird hauptsächlich durch sexuellen Kontakt übertragen, deshalb ist es sehr unwahrscheinlich, dass sich ein Kleinkind damit infiziert. Trotzdem hat die STIKO die Impfung gegen Hepatitis B in die Empfehlungen für Kinder mit aufgenommen. Der Grund: Im Falle einer Infektion liegt die die Gefahr einer chronischen Lebenzirrhose bei 90 Prozent, die Impfung ist dagegen sehr gut verträglich und schützt auch noch im frühen Jugendalter.
Teil der Sechsfach-Impfung. Empfohlener Impfzeitpunkt: ab Beginn des 2. Monats, dreimal im Abstand von vier Wochen, noch einmal zwischen dem 11. und 14. Monat.

Masern
Schon die Erkrankung selbst ist sehr belastend. Schlimmer aber sind die Komplikationen. Zwar heilen Masern in 80 bis 90 Prozent der Fälle ohne Probleme aus. Vor allem Kinder unter fünf Jahren aber und Erwachsene sind von Komplikationen bedroht. Denn: Masern schwächen das Immunsystem für etwa sechs Wochen erheblich, deshalb erkranken die Betroffenen besonders häufig an Mittelohr- und Lungenentzündungen, Bronchitis und schweren Durchfällen. Bei einer von tausend Erkrankungen kommt es zu einer gefürchteten Gehirnentzündung mit Krampfanfällen und Bewusstseinsstörungen bis zum Koma. 10 bis 20 Prozent der Betroffenen sterben daran, weitere 20 bis 30 Prozent erleiden bleibende Schäden. Hier mehr zu Masern bei Kindern.
Teil der MMR-Impfung. Empfohlener Impfzeitpunkt: 1. Impfung 11. – 14. Monat, 2. Impfung 15. – 23. Monat.
Meningokokken
Meningokokken sind weltweit verbreitete Bakterien, die eine bakterielle Hirnhautentzündung und eine Blutvergiftung auslösen können. Erkrankungen sind zwar selten, aber lebensgefährlich. Kinder unter fünf Jahren und Jugendliche zählen zu den besonderen Risikogruppen. Es gibt unterschiedliche Erregertypen, in Deutschland sind es A, B, C, W und Y. Bisher wird nur die Impfung gegen Meningokokken Typ C von der STIKO empfohlen, manche Krankenkassen übernehmen aber auch die Kosten für die Impfung gegen Meningokokken Typ B. Hier mehr zu Meningokokken.
Empfohlener Impfzeitpunkt: ab dem 12. Monat.

Pneumokokken
Von Pneumokokken kann man eine Hirnhautentzündung bekommen, außerdem Bronchitis sowie Entzündungen der Lunge, des Mittelohrs und der Nebenhöhlen. Neben älteren Menschen sind insbesondere Säuglinge und Kleinkinder gefährdet.
Empfohlener Impfzeitraum: 1. Impfung mit zwei Monaten, 2. Impfung mit vier Monaten.
Mumps
Die Ansteckungsrate bei Mumps liegt bei ungefähr 60 Prozent. Die Mumps-Viren werden durch Husten und Niesen übertragen. Bei 30 bis 40 Prozent der Erkrankten kommt eine ein- oder beidseitige Schwellung der Ohrspeicheldrüse hinzu. Da dieses typische Krankheitszeichen nur bei einem Teil der Erkrankten auftritt, wird Mumps häufig verkannt und für einen eher harmlosen Infekt gehalten. Fast zehn Prozent der Erkrankten bekommen in Folge der Infektion eine Hirnhautentzündung. In seltenen Fällen tritt auch eine Bauchspeicheldrüsenentzündung oder eine Entzündung des Hörnervs auf, welche zu bleibenden Hörschäden führen kann. Je älter die männlichen Erkrankten sind, desto häufiger sind sie von einer sehr schmerzhaften Hoden- oder Nebenhodenentzündung betroffen, die zeugungsunfähig machen kann.
Teil der MMR-Impfung. Empfohlener Impfzeitpunkt: 1. Impfung 11. – 14. Monat, 2. Impfung 15. – 23. Monat.
Röteln
Für Kinder sind Röteln eine harmlose Krankheit. Steckt sich jedoch eine Schwangere an, bedrohen Blindheit, Taubheit, Herzfehler und Hirnschäden die Gesundheit des ungeborenen Babys. Deshalb strebt die WHO eine Ausrottung von Röteln durch die Impfung aller Kinder an. Hier mehr zu Röteln bei Kindern und bei Schwangeren.
Teil der MMR-Impfung. Empfohlener Impfzeitpunkt: 1. Impfung 11. – 14. Monat, 2. Impfung 15. – 23. Monat.

Windpocken
750.000 Kinder steckten sich schätzungsweise jedes Jahr mit Windpocken an, als es noch keine Imfung gab. Sie werden extrem leicht übertragen, so dass fast jeder Kontakt mit einem Erkrankten zu einer Infektion führt. Eine Ansteckung erfolgt über Husten oder Niesen, ist aber auch möglich, wenn man die sehr virenhaltige Flüssigkeit aus den Bläschen des Hautausschlags einatmet. Normalerweise verlaufen Windpocken harmlos. Sehr selten kommt es bei Kindern zu einer Lungen- oder Hirnhautentzündung. Lebensgefährlich sind Windpocken allerdings für Neugeborene, wenn die Mutter nicht gegen Windpocken immun ist. Hier mehr zu Windpocken.
Empfohlener Impfzeitpunkt: 1. Impfung 11. – 14. Monat, 2. Impfung 15. – 23. Monat.

Rotaviren
Rotaviren sind eine der häufigsten Ursache für Durchfälle und Erbrechen bei Kindern. Da die Viren hoch infektiös sind sind, erkranken fast alle Kinder bis zum fünften Geburtstag – die meisten in den ersten zwei Lebensjahren. Vor allem bei Säuglingen kann ein großer Flüssigkeits- und Salzverlust durch Brechdurchfall schnell zu einer gefährlichen Austrocknung führen. Pro Jahr werden deshalb etwa 20.000 Kinder im Krankenhaus behandelt, etwa 50 müssen auf die Intensivstation.
Empfohlener Impfzeitpunkt: ab sechs Wochen, zwei bzw. drei Mal im Abstand von mind. vier Wochen.

Umfassende Eltern-Infos zum Impfen gibt es auch bei Impfen-info.de.

Impfungen für das Baby: Alles über den „Pieks”

Durch die Einführung von Impfungen für das Baby ist es gelungen, schwere Krankheiten wie Kinderlähmung weitgehend auszurotten. Heute ist die Immunisierung von Kindern medizinischer Standard.

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Impfempfehlungen bei Säuglingen

Mit dem Thema Impfungen für das Baby müssen sich junge Eltern in der Regel bei der Vorsorgeuntersuchung U3 auseinandersetzen. Diese wird in der vierten bis fünften Lebenswoche eines Neugeborenen fällig. Da die erste Impfung für das Baby gegen Rotaviren in der sechsten Woche empfohlen wird, nutzen Kinderärzte die U3 oft für ein Vorgespräch mit den Eltern. Diese erhalten dann auch den Impfpass für ihr Kind, in dem jede Impfung genau dokumentiert wird.

Die Entscheidung, ob Sie Ihr Kind impfen lassen wollen oder nicht, liegt bei Ihnen.

Anders als die „U“-Vorsorgeuntersuchungen, die in vielen Bundesländern obligatorisch sind, ist die Impfung von Babys keine Pflicht. Die Entscheidung, ob Sie Ihr Kind impfen lassen wollen oder nicht, liegt bei Ihnen.

Welche Impfungen für ein Baby werden empfohlen?

Wann, wie und wogegen Impfungen für das Baby sinnvoll sind, wird in Deutschland von der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts entschieden. Dieses Gremium, das aus 12 bis 18 Forschern, Experten und Ärzten besteht, wird alle drei Jahre neu besetzt. Damit die Kinder nicht zu oft gepiekst werden müssen und die Zahl der Arztbesuche sich im Rahmen hält, haben sich Mehrfachimpfungen durchgesetzt. So werden die Impfstoffe gegen Tetanus, Diphterie, Haemophilus Influenza, Kinderlähmung und Hepatitis B als sogenannte Sechsfachimpfung in einer Spritze verabreicht. Das Gleiche gilt für die Impfung gegen die Kinderkrankheiten Mumps, Masern, Windpocken und Röteln. Mehrfachimpfungen sind in der Regel gut verträglich. Eltern, die trotzdem Bedenken haben, sollten das Gespräch mit ihrem Arzt suchen. Viele Impfstoffe der Sechs- und Vierfach-Impfung sind auch einzeln erhältlich.

Um eine wirksame Immunisierung zu erreichen, müssen die meisten Impfungen für ein Baby mehrmals durchgeführt werden. Dabei ist es wichtig, gewisse zeitliche Abstände einzuhalten. Zwischen den beiden Impfdosen gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken sollten beispielsweise vier bis sechs Wochen liegen.

Infokasten

Empfohlene Impfungen für ein Baby in den ersten zwei Lebensjahren gemäß der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts:

6 Wochen

  • Schluck-Impfung gegen Rotaviren (verursachen schwere Brechdurchfälle)

2 Monate

  • Zweite Impfung gegen Rotaviren
  • Sechsfachimpfung gegen Tetanus, Diphterie, Keuchhusten, Haemophilus influenzae Typ B (verursacht Atemwegs- und Hirnhautentzündung), Kinderlähmung, Hepatitis B
  • Impfung gegen Pneumokokken (verursachen Mittelohr-, Lungen- oder Hirnhautentzündungen)

3 Monate

  • Zweite Sechsfachimpfung
  • Evtl. dritte Impfung gegen Rotaviren je nach Impfstoff

4 Monate

  • Dritte Sechsfachimpfung
  • Zweite Impfung gegen Pneumokokken

11 bis 14 Monate

  • Vierte Sechsfachimpfung
  • Dritte Impfung gegen Pneumokokken
  • Impfung gegen Masern, Mumps, Windpocken, Röteln

ab 12 Monate

  • Impfung gegen Meningokokken (verursachen Hirnhautentzündung)

15 bis 23 Monate

  • Zweite Impfung gegen Masern, Mumps, Windpocken, Röteln

Die Vorteile von Lebend- und Totimpfstoffen

Bei einer Immunisierung werden dem Patienten geschwächte oder inaktive Krankheitserreger injiziert, gegen die die körpereigene Abwehr Antikörper bildet. Sollte der Geimpfte später einmal tatsächlich mit dem Erreger in Kontakt kommen, besitzt er bereits die nötigen Antigene, um die Krankheit erfolgreich zu bekämpfen, bevor sie ausbricht.

In der Medizin wird zwischen Lebend- und Totimpfungen unterschieden: Während die Krankheitserreger bei der Totimpfung bereits abgetötet sind und sich nicht mehr vermehren können, werden sie bei der Lebendimpfung nur abgeschwächt.

Der Vorteil von Lebendimpfungen ist, dass die Immunisierung sehr lange bis lebenslang anhält, während Impfungen mit toten Erregern regelmäßig aufgefrischt werden.

Bei Lebendimpfungen kann es vereinzelt zu stark abgeschwächten Ausbrüchen der Krankheit kommen. Es gibt zum Beispiel die sogenannten „Impfmasern“. Dabei reagieren Kinder mit etwas erhöhter Temperatur und kurzzeitigem, leichtem Ausschlag auf die Masern-Impfung. Die Beschwerden sind mit der schweren Kinderkrankheit jedoch nicht zu vergleichen.

Mit Lebendimpfstoffen immunisieren Kinderärzte gegen Masern, Windpocken, Mumps und Röteln, während gegen Pneumokokken und Meningokokken Totimpfstoffe eingesetzt werden.

Bei der Injektion von Lebendimpfstoffen sind Eltern manchmal unsicher, ob sie ihr Baby impfen lassen sollen, wenn dieses einen Infekt hat. Generell gilt, dass Kinder mit einer leichten Erkältung und einer Temperatur von bis zu 38,5 Grad geimpft werden können. Um sicherzugehen, kann der Impftermin aber auch verschoben werden.

Impfen – Pro und Kontra

Das Thema Impfungen für das Baby wird in Deutschland kontrovers und häufig auch emotional diskutiert. Einige Eltern entscheiden sich gegen eine Immunisierung ihrer Kinder, da sie Impfschäden befürchten, also gesundheitliche Beeinträchtigungen als Folge der Impfung.

Tatsächlich sind solche Fälle jedoch sehr selten. Vielmehr ist das Risiko, dass ein Kind durch den schweren Verlauf einer Infektionskrankheit wie Masern geschädigt wird, deutlich größer, als die Nebenwirkungen einer Impfung.

Hinzu kommt, dass ein erkranktes Kind – auch wenn es selbst keinen Schaden durch die Infektion nimmt – unter Umständen eine Gefahr für andere darstellt. Noch ungeimpfte Säuglinge beispielsweise, die sich im ersten Lebensjahr mit Masern anstecken, können eine tödliche Gehirnentzündung entwickeln.

Auch die eigentlich harmlose Infektionskrankheit Röteln gefährdet die erkrankten Kinder nicht – für Schwangere aber kann eine Ansteckung schwerwiegende Folgen haben: Der Erreger der Röteln ruft bei Ungeborenen schwere Missbildungen hervor.

Letztendlich liegt es bei den Eltern, ob sie sich gegen oder für die Impfung ihres Babys entscheiden. In jedem Fall sollte vorher jedoch ein Beratungsgespräch mit einem Kinderarzt stattfinden. Noch besser wäre es, vor der Entscheidung die Meinung mehrerer Experten anzuhören.

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