Impfkalender stiko 2015

Welche Impfungen sind wirklich notwendig?

18. August 2015

Hallo,
meine Tochter ist jetzt 10 Wochen alt und nun beginnt so langsam auch die erste Zeit zum Impfen. Ich bin jedoch unsicher welche Impfungen wirklich notwenig und welche eher unnötig sind.
Mein Sohn (6 Jahre) hatte damals alle bekommen, ich war damals auch angstfreier und lockerer. Aber nach fast 7 Jahren beginnt man auch mal Dinge zu hinterfragen, was mich zu diversen Foren brachte in denen ich von „Impfschäden“ und „Ohje die 6-fach Imfung ist viel zu viel!“ las.
Kann man die 6-fach Impfung aufteilen, aber wie am besten ??? Und sind Impfungen gegen Rotaviren und Pneumokokken sehr wichtig ? Von den vielen Arten der Pneumokokken wird ja nur gegen 13 Arten oder so geimpft, was die seltenen Arten wieder umso gefährlicher macht. Ich bin da sehr unwissend und möchte gern einmal ausführlich, sachlich und beruhigend erfahren, was an den ganzen Informationen so dran ist. Man macht sich als Eltern nur noch verrückt, weil man das Beste für sein Baby will, allerdings hat man auch Angst das diese Entscheidungen zu bestimmten Impfungen dann falsch waren, wenn das Kind davon Schaden nimmt.
Man hat irgendwie immer Angst.
Würdige mich über eine baldige Antwort freuen.
Liebe Grüße

Sehr geehrte/r Mutter/Vater,
so gern man es möchte, man kann für die eigenen Kinder keine Welt ohne Risiken schaffen.
Leider ist der Mensch so „gestrickt“, dass er lieber gar nichts tut, wenn er verunsichert ist – aber dies bedeutet im Falle von Impfungen, sich aktiv für das Risiko der Ansteckung zu entscheiden. Sie gehen daher den richtigen Weg, sich weiter zu informieren.
Welche Impfungen „wirklich notwendig“ sind, steht im Impfkalender. Von der Ständigen Impfkommission wird in einem aufwändigen Verfahren monate- bis jahrelang diskutiert bis es zu einer Änderung der bestehenden Empfehlungen für Deutschland kommt (siehe rki.de/…/methoden_node.html).
Grundlage der Diskussion sind die weltweit wissenschaftlich dokumentierten Erfahrungen mit den Impfstoffen und Krankheiten. Die ausführliche Begründung für jede Impfempfehlung kann auf der Website ebenfalls nachgelesen werden. Etwas laienverständlicher haben auch wir auf unserer Website zu jeder Impfung ausführliche Informationen zusammengestellt (siehe „Impfschutz A-Z“).
Die Bedürfnisse des Einzelnen können allerdings von denen der Mehrheit abweichen – manche Eltern entscheiden sich auch für mehr Impfungen als empfohlen. Deshalb ist Ihr Kinderarzt/Ihre Kinderärztin der/die beste Ansprechpartner/in für Ihre Fragen.
Letztendlich ist dies auch eine Frage des Vertrauens. Wie entscheiden Sie sonst in Gesundheitsfragen? „Glauben“ Sie an naturwissenschaftliche Methoden? Welchen Informationsquellen vertrauen Sie sonst?
Zu Ihren Teilfragen: Es gibt noch wenige Kombinationsimpfstoffe mit weniger Komponenten. Allerdings sind die Impfstoffe gegen Keuchhusten und Hib nicht einzeln oder nur aus dem Ausland einzeln erhältlich. Es ist daher sinnvoll, auf Kombinationen zu achten, die diese Komponenten enthalten.
Bitte bedenken Sie auch, dass sich die Anzahl der Injektionen und Arzttermine vervielfacht, wenn Sie teilweise separat impfen.
Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus der Ferne keine individuelle Beratung durchführen können und wenden sich mit Ihren Fragen auch an Ihren Kinderarzt/Ihre Kinderärztin.
Mit feundlichen Grüßen
Ihr Gesundes-Kind Team

Impfung bei Kindern
Soll ich mein Kind impfen lassen? Das sagen die Fakten

Allerdings liegen diese Substanzen nur in winzigen Mengen vor, weit unterhalb der toxikologischen Grenzwerte. In einem Apfel etwa ist schon von Natur aus weit mehr potenziell krebserregendes Formaldehyd enthalten als in einer Impfdosis. Zudem sind die Hersteller dazu übergegangen, das umstrittene quecksilberhaltige Konservierungsmittel Thiomersal vollständig aus ihren Rezepturen zu entfernen. Besorgte Eltern können ihren Arzt fragen, ob er bereits quecksilberfreie Produkte einsetzt. Da Impfstoffe auf das Immunsystem einwirken, liegt für manche Eltern auch die Befürchtung nahe, sie könnten für die Zunahme der Allergien und Autoimmunerkrankungen in den letzten Jahrzehnten verantwortlich sein.

Dafür fehlt indes jeglicher wissenschaftliche Beweis. In der DDR, wo viele Impfungen Pflicht waren, traten Allergien sogar seltener auf als in der Bundesrepublik. Auch der Verdacht, die Masern- Mumps-Röteln-Spritze könne Autismus hervorrufen, gilt mittlerweile als ausgeräumt. Ein britischer Arzt hatte Ende 1998 in der angesehenen Fachzeitschrift „The Lancet“ eine Studie publiziert, die diesen Zusammenhang nahelegte. Mit nur zwölf Kindern war die Probandenzahl allerdings viel zu gering, um eine wissenschaftlich gesicherte Aussage treffen zu können. Größere Untersuchungen fanden keinerlei Hinweise auf ein Autismusrisiko. Nach einigen Jahren stellte sich zudem heraus, dass der Arzt Geld von Eltern autistischer Kinder erhalten hatte, die vor Gericht Schadenersatz erstreiten wollten. Die umstrittene Studie wurde 2010 von den Herausgebern der Zeitschrift zurückgezogen. Die meisten Väter und Mütter wollen ihr Baby durchaus impfen lassen, vielen ist jedoch unwohl dabei, es so früh einem solchen Angriff auf das Immunsystem auszusetzen. Schließlich steht die erste Spritze schon im dritten Lebensmonat an – und es ist ausgerechnet ein Wirkstoffgemisch gegen gleich sechs verschiedene Krankheiten. Einige davon, insbesondere Keuchhusten und Infektionen mit dem Bakterium Haemophilus influenzae, sind allerdings gerade für Babys höchst gefährlich.

So erleidet jeder vierte Keuchhustenpatient unter sechs Monaten Komplikationen wie Lungenentzündung oder Atemstillstand. Hingegen verstehen selbst manche Impfbefürworter nicht, weshalb Babys gegen Hepatitis B geimpft werden – eine Infektion, die zumeist durch Geschlechtsverkehr übertragen wird (in seltenen Fällen können sich auch Säuglinge infizieren; dann kommt es meist zu einem chronischen Krankheitsverlauf). Hinter der STIKO-Empfehlung steht hier vor allem der Gedanke, dass sich Jugendliche später nicht mehr so leicht zum Impfen motivieren lassen. Eltern, die der Sechsfachimpfung misstrauen, weil die Nebenwirkungen der Kombinationsspritze besonders deutlich ausfallen können, haben auch die Möglichkeit, ihre Kinder nach und nach einzeln gegen die sechs Krankheiten immunisieren zu lassen. Allein dafür müssen sie dann allerdings 21 Termine innerhalb eines Jahres einplanen, denn die empfohlene Grundimmunisierung sieht jeweils drei oder vier Teil-Impfungen pro Krankheit vor, die spätestens bis zum 14. Lebensmonat absolviert werden sollen. Ein weiteres Argument, das Impfgegner ins Feld führen, stellt den Nutzen von Immunisierungen generell infrage. Sie argumentieren, für den heranwachsenden Körper sei es wichtig, Krankheiten durchzumachen, um die Abwehrkräfte zu stärken.

KidsAway – Reisen & Urlaub mit Baby & Kind

Gesund im Urlaub mit KindReisemedizinReiseimpfungen für Kinder – welche sind wirklich nötig?

Impfungen retten Leben und haben viele gefährliche Krankheiten hierzulande fast ausgerottet. Anders sieht es im Ausland aus! Reisende Familien sollten daher ihren Impfstatus genau überprüfen.

Teil 8 von 16 der Serie Gesund im Urlaub mit Kind

von KidsAway-Redaktion

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Impfen gehört zur Reisevorbereitung

© Bernd Rehorst/Fotolia

Gefährliche Infektionskrankheiten wie Polio, Diphterie oder Masern gibt es in Deutschland als Ergebnis jahrelanger Impfkampagnen heute nur noch selten. Das kommt nicht nur den Geimpften zugute, sondern vor allem Neugeborenen und Menschen mit Immunkrankheiten, die nicht geimpft werden können. Der überwiegende Teil der deutschen Kinder wird schon als Baby, entsprechend dem Impfkalender der Ständigen Impfkommission (StIKo) des Robert-Koch-Instituts, „durchgeimpft“ – obwohl es in der BRD, im Gegensatz zur DDR, keine Impf-Pflicht gibt.

Generelle Impf-Empfehlungen der StIKo

Zu den Impfungen, die von der StIKo generell empfohlen werden (Stand August 2014), zählen:

  • Tetanus, Diphterie, Keuchhusten (Pertussis), H. Influenzae Typ b, Kinderlähmung und Hepatitis B (Grundimmunisierung in bis zu vier Sitzungen meist kombiniert in einer Sechsfach-Impfung verabreicht, mit etwa fünf Jahren sind eine bis zwei Auffrischungsimpfungen, sogenannte Booster, nötig, Tetanus anschließend etwa alle zehn Jahre)
  • Masern, Mumps und Röteln (sogenannte MMR-Impfung, wird zweimal verabreicht)
  • Pneumokokken (Auslöser schwerer bakterieller Hirnhaut- und Lungenentzündungen) (ebenfalls viermal)
  • Varizellen, also Windpocken (zweimal)
  • Meningokokken C (Auslöser einer bakteriellen Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung) (eine Impfung)
  • Rotaviren (sehr schwere Magen-Darm-Erkrankung, bis zu drei Impfungen ab der sechsten Lebenswoche
  • HPV (Huma Papilloma-Viren, Auslöser von Gebärmutterhalskrebs bei Mädchen und Frauen, Impfung für Mädchen ab neun Jahren mit bis zu drei Dosen)

Alle diese Impfungen schützen Kinder vor Krankheiten, mit denen sie sich besonders auf Reisen anstecken können – denn in vielen Ländern Osteuropas, in Asien und Lateinamerika sind Krankheiten wie Hepatitis oder Masern verbreitet und werden dann von Touristen wieder nach Deutschland „eingeführt“.

Krankheiten wie Polio, Tetanus oder Diphterie sind sehr gefährlich und kosten in weniger entwickelten Ländern jedes Jahr viele Kinder das Leben – eine Impfung dagegen sollte selbstverständlich sein.

Empfohlene Reise-Impfungen

Neben den genannten Krankheiten, gegen die ein Kind grundsätzlich geimpft sein sollte, gibt es einige, die besonders in beliebten Urlaubsländern auftreten und bei denen ihr eine Schutzimpfung (übrigens auch bei euch!) daher in Betracht ziehen solltet. Dazu gehören vor allem:

  • FSME: In vielen gemäßigten Klimazonen Europas (auch in Deutschland!) und Asiens ist eine Infektion mit der gefährlichen Frühsommer-Meningo-Enzephalitis durch Zeckenbisse möglich. Kinder können ab drei Jahren, nach Abwägung auch schon mit einem Jahr dagegen geimpft werden; zu empfehlen ist die Impfung besonders bei ausgiebigen Aufenthalten in der Natur, etwa auf Wanderurlauben. Die Grundimmunisierung braucht mindestens ein Jahr, der Impfstoff wirkt aber bereits ein bis vier Monate nach der Erstimpfung. Gegen die ebenfalls durch Zecken übertragene Borreliose gibt es keine Impfung!
  • Hepatitis A: Die wichtigste von der STIKO empfohlene Reise-Impfung, zugelassen für Kinder ab einem Jahr. An jedem tropischen und subtropischen Reiseziel besteht prinzipiell ein Risiko, an Hepatitis A zu erkranken. Der Erreger wird über Lebensmittel und Getränke übertragen – auch in schicken Resorts und Club-Anlagen! Jedes Jahr bringen 30.000 Touristen eine Hepatitis A aus dem Urlaub mit. Zwei Impfungen im Abstand von sechs bis 18 Monaten sind nötig, der Schutz tritt aber bereits zwei Wochen nach der Erstimpfung ein – Zeit genug für Last-Minute-Reisen!
  • Tollwut: Die gefürchtete Krankheit kommt heute fast nur noch in Entwicklungsländern vor, wo sie meist von streunenden Hunden übertragen wird. Wegen der hundertprozentigen Tödlichkeit im Fall einer Erkrankung sollte über eine Impfung aber trotz der Unwahrscheinlichkeit einer Übertragung nachgedacht werden – schon ein Kratzer oder Speichel genügen für eine Ansteckung, und in Ländern mit schlechter medizinischer Versorgung kann es für die „postexpositionelle Impfung“ schnell zu spät sein. Geimpft wird dreimal innerhalb eines Monats, ein Booster ist eventuell nach ein bis zwei Jahren, danach alle fünf Jahre nötig.
  • Influenza: Speziell in der typischen Grippesaison und bei langen Reisen zusammen mit vielen Menschen (etwa auf Kreuzfahrtschiffen oder in Reisegruppen) kann eine Impfung gegen Grippe für Kinder und ältere Menschen sinnvoll sein; sie schützt allerdings nicht vor der Vogelgrippe!

Für Reisen in exotische Länder wie einige Staaten Afrikas oder Lateinamerikas können je nach aktueller Lage zusätzliche Impfungen erforderlich oder empfohlen sein. Vor jeder Reise ist daher ein Blick auf die Seiten des Auswärtigen Amtes zu empfehlen. Seid ihr euch unsicher oder reist ihr in tropische Länder, besucht ein Reisemedizinisches Institut in eurer Nähe!

Leserfrage: Gegen welche Krankheiten lasst ihr eure Kinder vor Reisen in exotische Urlaubsregionen und Urlaubsländer impfen? Das volle Programm oder eher etwas weniger?

Rechtzeitig impfen!

Nur ein kleiner Piks

© Sura Nualpradid/Fotolia

Spätestens, wenn ihr den Flug oder die Ferienwohnung gebucht habt, heißt es: Impfpässe prüfen, ob alle Grund-Impfungen auf dem neuesten Stand sind. Viele Eltern achten zwar peinlich auf den Impfstatus ihrer Kinder, vergessen aber ihren eigenen – checkt also auch, ob ihr selbst vielleicht einen Tetanus-Booster (alle zehn Jahre) oder eine Hepatitis-A-Impfung braucht.

Fast jede gesetzliche Krankenkasse übernimmt für Reise-Impfungen die Kosten. Für die von der StIKo empfohlenen Grundimmunisierungen tun das selbstverständlich alle. Fragt bei eurer Krankenversicherung nach!

Für eventuelle Booster und neue Impfungen solltet ihr mindestens sechs bis acht Wochen Vorlauf einkalkulieren. Ideal ist es, wenn alle nötigen Immunisierungen schon zwei Wochen vor Reiseantritt abgeschlossen sind, damit der Körper mit der Anpassungsarbeit fertig ist und auftretende Komplikationen nicht erst im Urlaub auftreten (mitunter kommt es zu Fieber oder Unwohlsein nach Impfungen).

Ihr habt eine Last-Minute-Reise gebucht oder das Thema Impfen ganz vergessen? Eine Immunisierung macht trotzdem Sinn, denn sie kann ja nach der Reise noch abgeschlossen werden. Und die nächste Reise kommt bestimmt auch!

Nützliche Links

Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes

Liste reisemedizinischer Institute

Liste von Krankenversicherungen, die Reise-Impfungen übernehmen

Aktuelle Empfehlungen der Ständigen Impfkommission

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Die komplette Serie Gesund im Urlaub mit Kind

  • Teil 1: So bleiben Kinder auf Reisen gesund – 5 einfache Tipps für eure Familie
  • Teil 3: Krank im Urlaub – was nun?
  • Teil 4: Keine Chance für Schnupfen & Co.: Wie ihr eure Kinder im Winterurlaub gesund haltet
  • Teil 5: 20 wichtige Dinge, die ihr schon vor dem Urlaub beachten solltet
  • Teil 6: So schützt ihr eure Kinder vor Spinnen, Giftschlangen & Co.
  • Teil 7: Die Reiseapotheke für Reisen mit Baby und Kind – was muss hinein?
  • Teil 8: Reiseimpfungen für Kinder – welche sind wirklich nötig?
  • Teil 9: Masern sind keine harmlose „Kinderkrankheit“! Was ihr vor einer Reise wissen müsst
  • Teil 10: Im Urlaub mit Kind zum Arzt
  • Teil 11: Salmonellen: wie ihr eure Kinder auf Reisen davor schützen könnt
  • Teil 12: Medikamente in den Urlaub mitnehmen – was ihr wissen müsst
  • Teil 13: Reisen mit Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten – (wie) geht das?
  • Teil 14: Mit Kind und Kügelchen auf Reisen
  • Teil 15: Tropenreisen mit Kindern und Malaria – was ihr beachten müsst
  • Teil 16: Hausmittel für Kinder auf Reisen
  • Teil 17: Blasenentzündung bei Kindern: So könnt ihr vorbeugen und behandeln

Aktuelle Umfrage

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Impfplan für Kinder und Jugendliche

Impfplan Österreich 2018 (Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, PDF – 4,9 MB)
Impfempfehlungen 2006 für Fernreisen (PDF – 3,5 MB)
Allgemeine Informationen: Zum Thema Impfungen
Reiseimpfungen bei Kindern 2007

Säuglinge/Kleinkinder:

* 6er-Impfung = Impfung (in 1 Spritze) gegen

  • Wundstarrkrampf (Tetanus)
  • Diphtherie
  • Hämophilus influenzae Typ b (Hib)
  • Keuchhusten (Pertussis)
  • Kinderlähmung (Poliomyelitis)
  • Hepatitis B

Frühgeborene

werden unabhängig von ihrem Geburtsgewicht entsprechend dem empfohlenen Impfalter geimpft. Für Frühgeborene wird zusätzlich die Pneumokokkenimpfung empfohlen (s.u.)

Schulkinder:

Pneumokokken

Bei Kindern mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung (Immundefekte, Milzentfernung vor dem 5. Lebensjahr,…) aufgrund bestimmter Krankheiten und bei Frühgeborenen (unterhalb der 38. Schwangerschaftswoche) sowie bei Neugeborenen mit einem niedrigen Geburtsgewicht (unter 2500g) wird zusätzlich eine Impfung gegen Pneumokokken (können v.a. Hirnhautentzündung, Blutvergiftung u.a. machen) empfohlen. Für Säuglinge im 1. Lebenshalbjahr sind dazu ab 3. Lebensmonat 3 Impfungen im Abstand von jeweils 1 Monat und eine 4. Impfung im 2. Lebensjahr nötig (ältere Kinder nur 3 bzw. 2 Impfungen). Die Impfungen können zeitgleich mit den vier 6er-Impfungen vorgenommen werden. Der Oberste Sanitätsrat rät zur Pneumokokken-Impfung. Experten verweisen daher immer wieder, dass gegen die wichtigsten Pneumokokken – Serotypen mit dem 7-valenten Prevenar® ein sicherer und gut wirksamer konjugierter Impfstoff zur Verfügung steht. Der Impfausschuss des Obersten Sanitätsrats (OSR) hat daher für Österteich die Empfehlung ausgesprochen, die konjugierte Mehrfachimpfung gegen Pneumokokken bereits im Säugiingsalterzu verabreichen (Grundimmunisierung: 3., 5., und 7. Monat, Boosterinjektion im 2. Lebensjahr). Die konjugierte Pneumokokken- Impfung kann gleichzeitig mit der 6-fach- Impfung verabreicht werden.

Windpocken-(Varizellen)

Bei bestimmten Grundkrankheiten (schwere Neurodermitis, Leukämie, Immunsuppression…) und für Jugendliche, die noch nicht an Windpocken erkrankt sind, wird die Varizellen – Impfung empfohlen. Für Kinder ab 9 Monaten bis 13 Jahre reicht 1 Impfung . Jugendliche ab 13 J. und Erwachsene erhalten 2 Impfungen im Abstand von mindestens 6 Wochen.

Hepatitis B bei Neugeborenen

Ist die Mutter HBsAg-(Hepatitis-B-surface-Antigen)-positiv oder ist der HBsAg-Status der Mutter unbekannt, sollten die Kinder bereits als Neugeborene geimpft werden:

  1. Impfung bis max. 12 Stunden nach der Geburt
    (ggf. gleichzeitig mit Hepatitis B-Immunglobulin (=spezielles Serum mit Hepatitis B-Antikörpern)
  2. Impfung 1 Monat später
  3. Impfung 6 Monate nach der 1. Impfung

Keuchhusten für Eltern und Geschwister

Zum Schutz des Neugeborenen und jungen Säuglings sollten enge Kontaktpersonen, insbesondere ältere Geschwister, bis spätestens 4 Wochen vor der Geburt gegen Keuchhusten geimpft werden, falls kein ausreichender Immunschutz durch vorangehende Impfung oder eine durchgemachte eigene Erkrankung besteht. Während der Schwangerschaft darf nicht geimpft werden. D.h. die Mutter sollte ggf. entweder vor einer Schwangerschaft oder in den ersten Tagen nach der Geburt gegen Keuchhusten geimpft werden.

Frühsommermeningoenzephalitis (FSME)

Die FSME-Impfung wird empfohlen für Kinder ab 12 Monaten bei bzw. vor einem Aufenthalt (Wohnort/Urlaub) in einem FSME-Risikogebiet. In „Hochrisikogebieten“ diskutiert man mit dem FSME Impfungsschema schon ab dem 6. Lebensmonat zu starten. 2 Impfungen im Abstand von 1-3 Monaten und eine 3. Impfung 9-12 Monate nach der zweiten Impfung.

Meningokokkenimpfung

Meningokokken sind Bakterien, die sich bei vielen Menschen (durchschnittlich etwa 10-20%) im Nasen-Rachenraum ansiedeln, ohne das diese erkranken. Diese vorübergehende Besiedlung mit verschiedenen Meningokokken führt zu einer natürlichen Immunität. Diese sogenannten gesunden Keimträger können ebenso wie die an einer Meningokokkeninfektion Erkrankten die Erreger weitergeben. Meningokokken gehen außerhalb des menschlichen Körpers rasch zugrunde, weshalb die Übertragung nur direkt von Mensch zu Mensch erfolgen kann. In Österreich registrieren wir etwa einen Fall pro 100.000 Einwohner und Jahr. Menigokokken können eine Blutvergiftung oder eine Gehirnhautentzündung hervorrufen. Gegen Meningokokken bestimmter Serogruppen (A, C, Y, W135) stehen Impfstoffe zur Verfügung. Gegen die in Österreich am häufigsten vorkommende Meningokokken der Serogruppe B (75% aller Fälle) ist derzeit noch keine Impfung möglich.

Grippevirus (Influenza)

Empfohlen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens, wie z.B. chronische Erkrankung der Atmungsorgane (z.B. Asthma), chronische Herz-Kreislauferkrankungen, Leber- und Nierenerkrankungen, Diabetes, Immunmangelerkrankungen u.a. jährliche Impfung im Herbst mit aktuellem Impfstoff.

HPV (Human Papilloma Virus) – Impfung

Humane Papillomaviren (HPV) sind weit verbreitete Viren, mit denen sich sowohl Männer als auch Frauen infizieren können. Mehr als zwei Drittel der Menschen (Männer, Frauen – auch Kinder) infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit HPV – ohne dass sie es wissen oder bemerken. Die Übertragung von HPV erfolgt am häufigsten durch sexuelle Kontakte. Neben zahlreichen anderen HPVTypen sind in Europa die Typen 16 und 18 die häufigsten onkogenen (krebserregenden) HPV-Typen – die oft auch als „high risk HPV“ bezeichnet werden. Man geht davon aus, dass über 70% aller Gebärmutterhalskrebserkrankungen und deren Vorstufen durch diese beiden HPV-Typen verursacht werden. Für die oben genannte Gruppe bietet die Impfung einen maximalen Schutz gegen die 4 wichtigsten HPV-Typen (6,11,16 und 18) und reduziert somit das Risiko an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken um ca. 70% und an Genitalwarzen zu erkranken um 90%.

Fast alle Eltern in Deutschland entscheiden sich heutzutage dafür, ihr Kind impfen zu lassen. Dies zeigen auch die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen: Rund 95% der Erstklässler haben wesentliche Grundimpfungen erhalten. Vielen jungen Eltern fällt die Entscheidung für Impfungen jedoch keineswegs leicht. Sie fragen sich, wie gefährlich die Krankheiten sind und was an den Berichten über Nebenwirkungen von Impfungen dran ist.

Solche Fragen und Unsicherheiten sind ganz normal. Wenn viele geimpft sind, treten die Krankheiten seltener auf, geraten in Vergessenheit und werden damit als harmlos eingestuft. Die möglichen Nebenwirkungen einer Impfung werden dann kritischer gesehen. Infektionskrankheiten, wie z.B. Masern, Keuchhusten oder Mumps, sind aber alles andere als harmloser „Kinderkram“. Sie sind hochansteckend, können sich sehr schnell ausbreiten und schwere Folgen haben. Um eine weite Ausbreitung in der Bevölkerung zu verhindern, ist es wichtig, dass möglichst viele geimpft sind.

Damit Sie sich als Eltern kompetent entscheiden können, haben wir auf den folgenden Seiten für Sie das Wichtigste über Nutzen und mögliche Nebenwirkungen für die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Impfungen im Kindesalter zusammen gefasst.

Übrigens: Empfohlene Impfungen für Kinder werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Der Schweizerische Impfplan wird von der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (EKIF) – bestehend aus Pädiatern, Allgemeinmedizinern, Internisten, Infektiologen, Epidemiologen und Präventivmedizinern – in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) und Swissmedic ausgearbeitet. Es ist in drei Teile gegliedert:

  • Basisimpfungen
  • Ergänzende Impfungen
  • Risikoimpfungen

Der Schweizerische Impfplan wird regelmässig aufgrund neuer Entwicklungen von Impfstoffen, neuer Erkenntnisse über deren Wirksamkeit und Sicherheit, Veränderungen der epidemiologischen Lage in der Schweiz sowie basierend auf den Empfehlungen der WHO-Experten überarbeitet.

Die in diesem Plan formulierten Impfempfehlungen zielen auf einen optimalen Impfschutz der Bevölkerung und jedes einzelnen Individuums ab.

Eine Impfung wird nur empfohlen, wenn der Nutzen durch verhinderte Krankheiten und deren Komplikationen die mit den Impfungen verbundenen Risiken in jedem Fall um ein Vielfaches übertrifft.

Der Impfplan wird jeweils zu Jahresbeginn neu herausgegeben, unabhängig davon, ob Änderungen vorgenommen wurden oder nicht.

Es gibt Impfempfehlungen für:

  • Säuglingen von 2, 4 und 6 Monaten,
  • Klein Kindern von 12 Monaten und 15-24 Monaten,
  • Kindern von 4 bis 7 Jahren,
  • Adoleszenten von 11 bis 15 Jahren,
  • Erwachsenen,
  • Personen über 65 Jahre,
  • Personen mit erhöhtem Kontaminationsrisiko (Exposition und/oder Übertragung) oder Komplikationen.

Es ist nie zu spät eine oder mehrere Impfungen nachzuholen: zögern Sie nicht Ihren Impfausweis von einem Experten, der Sie beraten kann, überprüfen zu lassen.

PDF – Schweizerischer Impfplan 2020
PDF – Synopsis Schweizerischer Impfplan 2020

PDF – Fakten – Basis Impfplan

PDF – Anpassung des Impfplans für Säuglinge und Kinder bis 2 Jahre: Zusammenfassung und praktische Umsetzung (2019)

Der schweizerische elektronische Impfausweis: www.meineimpfungen.ch
Die Impfausweise können Sie direkt auf der Webseite der Schweizerischer Eidgenossenschaft bestellen, über folgenden Link: Shop Bundespublikationen

Warum Empfehlungen ?

Der potentielle Nutzen der Impfungen für die individuelle und die öffentliche Gesundheit wird von der EKIF in Zusammenarbeit mit dem BAG sorgfältig evaluiert. Dazu dient ein analytischer Rahmen, welcher, unter Einbezug zahlreicher Parameter, Antworten auf zwölf Fragen liefert.

Kriterien für die Evaluation neuer Impfstoffe zur Erarbeitung gesamtschweizerischer Empfehlungen

    1. Krankheitslast. Rechtfertigt die Krankheitslast die Abgabe einer Impfempfehlung ?
    2. Eigenschaften des Impfstoffs. Erlauben die Eigenschaften des Impfstoffs die Abgabe einer wirksamen Impfempfehlung ?
    3. Impfstrategie. Welches Ziel sollte durch Impfvorschriften erreicht werden ?

      a) Risikominderung bei Angehörigen von Risikogruppen

      b) Allgemeine Förderung der Informationsverbreitung und ergänzende Impfung

      c) Schutz der Gesamtbevölkerung durch eine generelle Impfung

    4. Kosten-Wirksamkeit der Strategien. Ist die Kosten-Wirksamkeit der Strategien akzeptabel und vergleichbar mit anderen Interventionen im Gesundheitsbereich?
    5. Akzeptanz der Empfehlung. Besteht eine erhöhte Nachfrage nach einer Impfempfehlung? Würde eine Impfempfehlung auf hohe Akzeptanz stossen?
    6. Umsetzbarkeit der Empfehlung. Lässt sich die Impfempfehlung umsetzen?
    7. Evaluationsfähigkeit der Empfehlung. Sind die verschiedenen Aspekte der Empfehlung evaluierbar?
    8. Offene Fragen. Gibt es wichtige offene Fragen, die einen Einfluss auf die Umsetzung der Empfehlung haben?
    9. Zugangsgerechtigkeit der Empfehlung. Ist mit der Empfehlung ein gleichberechtigter Zugang zum Impfstoff für alle Zielgruppen gewährleistet?
    10. Rechtliche Erwägungen. Gibt es rechtliche Probleme, die einen Einfluss auf die Umsetzung der Empfehlung haben?
    11. Konformität der Empfehlung. Ist die geplante Empfehlung konform mit solchen an anderen Orten vorgesehenen oder geplanten Empfehlungen?
    12. In Anbetracht all dieser Faktoren, wäre welche dieser Strategien die geeignetste ?
      (Risikogruppen, Impfung auf Option, Impfung der gesamten Bevölkerung, kein Impfen)

Die Beantwortung dieser Fragen ist ausschlaggebend dafür, ob eine Impfung empfohlen werden muss oder nicht, sowie für die Wahl der Impfung.

Zykluskalender zum Ausdrucken – Alles im Blick!

Zykluskalender? So etwas brauchen nur Frauen, die einen Kinderwunsch haben, oder? Natürlich macht es vor allem für Frauen, die schwanger werden wollen Sinn einen Menstruationskalender zu führen. Doch auch für Frauen, die keine Schwangerschaft herbeisehnen, kann die Überwachung des Zyklus von Nutzen sein.

Frauen, die hormonell verhüten, wissen auf den Tag genau, wann sie ihre Abbruchblutung bekommen. Nämlich regelmäßig zwei bis fünf Tage nach Beginn der monatlichen Pillenpause, dem Herausnehmen des Vaginalrings oder dem Absetzen des Hormonpflasters.

Frauen, die auf Hormone verzichten, können sich hingegen nicht an Pillenpackung & Co. orientieren. Hier hilft ein Zykluskalender, den Überblick zu behalten. Lade dir den fem.com-Zykluskalender zum Ausdrucken herunter!

>> Hier geht’s zum kostenlosen Download!

So funktioniert’s: Drucke dir den Regelkalender aus und trage jede Blutung darin ein: Ist sie schwach, gibt es ein Kreuzchen, bei mittlerer Stärke machst du zwei Kreuzchen und bei einer starken Regelblutung trägst du drei Kreuzchen in das jeweilige Datumsfeld ein.

Zykluskalender: Den Zyklus identifizieren

Jede Frau hat einen individuellen Zyklus – das ist jeweils die Spanne vom ersten Tag der Monatsblutung bis zum Tag vor der nächsten Periode. Sobald du einige Monate deine Regel in den Kalender eingetragen hast, bekommst du eine Übersicht, wie lang dein Zyklus im Durchschnitt ist.

Der Zyklus der meisten Frauen dauert rund 28 Tage, möglich ist aber alles zwischen 21 und 35 Tagen. Mithilfe des Zykluskalenders kannst du so nach einiger Zeit im Voraus berechnen, wann die nächste Regel eintreten wird.

Zykluskalender als Hilfsmittel zum schwanger werden

Außerdem kannst du zum Beispiel im Falle eines Kinderwunsches ungefähr ausrechnen, wann deine fruchtbaren Tage anstehen, nämlich etwa sechs bis zehn Tage nach dem Beginn eines neuen Zyklus. Was du außerdem unternehmen kannst, um deine fruchtbaren Tage zu berechnen, haben wir hier für dich zusammengefasst: Fruchtbare Tage bestimmen – Der richtige Zeitpunkt.

Abweichungen im monatlichen Zyklus

Mit einem Zykluskalender kannst du zudem Abweichungen in deinem Zyklus schnell erkennen. Laut dem Medizinportal netdoktor.de seien leichte Schwankungen des Zyklus völlig normal und nur die wengsten Frauen bekämen Ihre Periode auf den Tag genau. Doch können Schwankungen im Zyklus auch auf Krankheiten hinweisen, die ohne Menstruationskalender eventuell unbemerkt bleiben könnten:

Beispielsweise kann ein unregelmäßiger Zyklus auf Zysten oder Entzündungen in Gebärmutter oder an Eierstöcken hinweisen. Auch eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse kann Einfluss auf die Menstruationsblutung haben. Stellst du auffällige Schwankungen in deinem Zyklus fest, solltest du auf jeden Fall einen Gynäkologen aufsuchen und die Gründe dafür abklären lassen.

Achtung: Bei Mädchen und jüngeren Frauen ist der Zyklus oft noch sehr unregelmäßig und hat nicht jedes Mal die gleiche Länge. Durch Stress, Schichtarbeit, Urlaubsreisen etc. kann der Zyklus aber auch später immer mal wieder aus dem Takt geraten. Gleiches gilt für Frauen, die vorher hormonell verhütet haben. Hier dauert es nach Absetzen des Verhütungsmittels in der Regel eine Weile, bis sich der Zyklus wieder eingependelt hat. Ein Zykluskalender eignet sich deshalb nicht für die Verhütung im Sinne der natürlichen Familienplanung. (ame/ale)

Zykluskalender hilft, mit dem Rauchen aufzuhören

In einer Studie seien jeweils 34 Männer und Frauen untersucht worden, die täglich mehr als 15 Zigaretten konsumierten. Jene hätten einen Fragebogen ausgefüllt und Gehirnscans vornehmen lassen, während ihnen Bilder gezeigt wurden, die das Verlangen zu Rauchen anregen sollten. „Unsere Daten zeigen, dass das Verlangen nach Nikotin am Anfang der follikularen Zeit, das heißt nach der Menstruation, am stärksten ist.“, zitiert jargan.com Adrianna Mendrek, von der Universität in Montreal, Kanada. Diese Ergebnisse würden es jedoch möglich machen, ein Entzugsprogramm zukünftig auf den Zyklus einer Frau abzustimmen. Der Abstieg der Hormone Östrogen und Progesteron stützen die Zyklus-These zusätzlich, da ein angeregter Nervenkreislauf nach der Periode nach mehr Nikotin verlange, so jargan.com.

>> Sie sind eigentlich auf der Suche nach einem Fruchtbarkeits- bzw. Eisprungkalender? Hier finden Sie einen!

Hier geht’s zum Google+ Profil von fem Gesundheit Google+

Um seinen Zyklus genau zu kennen, ist es wichtig zu wissen, ob die Periode regel­mä­ßig kommt, wie lange der Monats­zy­klus ist und ob es irgend­wel­che Unre­gel­mä­ßig­kei­ten gibt. Auch um den genauen Tag des Eisprungs zu berechnen, ist es wichtig, seine Tage im Blick zu haben. Deswegen findest du hier meinen Zyklus­ka­len­der zum Aus­dru­cken und am Ende des Beitrags kannst du ihn kostenlos als .pdf down­loa­den.

Wie funk­tio­niert ein Mens­trua­ti­on­s­ka­len­der?

Kein Zyklus ist gleich und umso wichtiger ist es, seinen Eigenen zu kennen. Nicht nur bei einem Kin­der­wunsch, wo man den genauen Zeitpunkt des Eisprungs raus­fin­den möchte, ist ein solcher Überblick hilfreich. Auch generell, um Schwan­kun­gen oder Unre­gel­mä­ßig­kei­ten ausfindig zu machen, oder einfach nur um zu wissen, wann die nächste Periode kommt, macht es Sinn, einen solchen Kalender zu führen.

Dabei musst du nichts anderes tun, als deine Tage in den vor­ge­ge­be­nen Kästchen mithilfe von einem Punkt, Kreuz, o. Ä. zu markieren. Der Zeitraum vom ersten Tag deines letzten Zyklus bis zum ersten Tag des Neuen ist dann übrigens deine Zyklus­länge.

Zyklus­ka­len­der zum Aus­dru­cken

Die klas­si­sche Variante ist der Zyklus­ka­len­der zum Aus­dru­cken. Das Blatt kannst du dir dann einfach irgendwo ins Bad hängen oder auch in dein Nacht­käst­chen packen. Jeden Monat trägst du dort ein, wann du deine Regel­blu­tung hast und du kannst diesen Mens­trua­ti­on­s­ka­len­der auch mit zum Frau­en­arzt nehmen, wenn er einen Einblick in deinen Zyklus­ver­lauf benötigt.

Egal ob mit Kin­der­wunsch oder ohne, ich denke, dass jede Frau einen Peri­oden­ka­len­der führen sollte. Denn so lassen sich hor­mo­nelle Schwan­kun­gen viel leichter ausfindig machen und man kann sehen, wenn etwas nicht stimmt. Außerdem hast du so genau im Blick, wann es das nächste Mal so weit sein wird, und bist ent­spre­chend vor­be­rei­tet.

Hier kannst du den Zyklus­ka­len­der kostenlos als .pdf down­loa­den:

Zyklus­ka­len­der down­loa­den

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Zykluskalender

Temperaturkurve führen Seitenanfang

Wünschst du dir ein Baby? Mit unserem Zykluskalender kannst du ganz bequem die Temperaturkurve deiner Basaltemperatur führen und viele weitere Informationen im übersichtlichen Zyklusblatt festhalten. Temperaturkurve, Zervixschleimbeobachtungen, Zyklusangaben, Eisprung – alles Wichtige rund ums Schwangerwerden auf einen Blick!

Trotz aller Planung möchten wir dir aber auch ans Herz legen, der Natur ein wenig Raum zu lassen. Denn selbst unter idealen Bedingungen liegt die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft pro Zyklus lediglich bei etwa 30 Prozent. Eine längere Wartezeit vor der ersehnten Schwangerschaft ist völlig normal.

Dieser Zykluskalender ist nicht zur Empfängnisverhütung geeignet!

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Zykluskalender: Wie funktioniert er?

Im urbia Zykluskalender hast du Monat für Monat deinen Zyklus im Überblick und siehst anhand der unterschiedlichen Symbole und Funktionen sofort, wann du fruchtbar bist und somit die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft am höchsten ist. Dafür trägst du zu Beginn das Datum des ersten Tages deiner letzten Periode ein, selber berechnen musst du gar nichts. Stattdessen kannst du täglich deine Beobachtungen eintragen, wie: deine Beobachtungen eintragen, wie:

    • deine Basaltemperatur inklusive der Messzeit
    • ob du dann Sex hattest
    • ob du deine Periode hast
    • wie dein Zervixschleim beschaffen ist
    • ob dein Muttermund weich oder fest ist
    • ob du einen Mittelschmerz hattest
    • ob du Clomifen genommen hast
    • oder Gonadotropine
    • weitere Besonderheiten wie Alkohol-Konsum, Aufregung, Erkältung oder Thermometerwechsel
    • wie viele Zigaretten du geraucht hast
    • das Ergebnis deines Schwangerschaftstests
    • das Ergebnis deines Verhütungscomputers
    • das Ergebnis deines Fertilitätsmonitors
    • das Ergebnis deines Ovulations- und LH-Tests
    • deinen Eisprung
    • Notizen zur Behandlung
    • Fotos

Aus deinen Eintragungen berechnen wir dir deinen ganz persönlichen Kalender, der dir zeigt, wann deine fruchtbaren Tage sind und der Eisprung bevorsteht. Außerdem zeigt er dir den ersten Tag deiner kommenden Periode an. Natürlich musst du nicht jeden Tag alle Punkte ausfüllen. Trage einfach das ein, was für dich am wichtigsten ist. So steht deinem Wunsch nach einem Kind fast nichts mehr im Wege und du siehst zu jeder Stunde, wo du gerade stehst.

Du machst dir Sorgen um deine fruchtbaren Tage und den Eisprung, weil dein Zyklus nicht regelmäßig ist? Schau dir an, was unser Kinderwunsch-Experte Prof. Dr. Georg Griesinger zu einem abweichenden Zyklus sagt:

Wann sind meine fruchtbaren Tage?

Benutzt du den urbia Zykluskalender oder auch den urbia Eisprungrechner, brauchst du nicht selber groß zu grübeln, wann deine fruchtbaren Tage sind. Interessant zu wissen ist es aber natürlich trotzdem: Jeden Monat etwa in der Mitte deines Zyklus findet der Eisprung statt. Jetzt ist die Eizelle ca. zwölf bis 24 Stunden fruchtbar. Dementsprechend sind deine fruchtbaren Tage ca. zwei Tage vor dem Eisprung sowie einen Tag danach. Möchtest du schwanger werden und ein Baby bekommen, solltest du in dieser Zeit Sex haben. Die Spermien deines Mannes können länger als drei Tage in deinem Körper überleben und dementsprechend auch noch zwei Tage später deine Eizelle befruchten und euer Kind zeugen.

Etwa jede vierte Frau spürt ihren Eisprung durch einen ziehenden und einseitigen Schmerz im Unterleib oder durch eine leichte Zwischenblutung. Das nennt man dann Mittelschmerz.

Wie kann ich meine fruchtbaren Tage messen?

Es gibt vor allem drei Methoden, deine fruchtbaren Tage zu messen: Den Persona Verhütungsmonitor (vor allem für die Verhütung), den Clearblue Fertilitätsmonitor (beim Kinderwunsch) und einen Ovulations- bzw. LH-Test. Alle drei Optionen messen das luteinisierende Hormon im Urin der Frau und können so anzeigen, ob sie gerade ihre fruchtbaren Tage hat oder ob eine Schwangerschaft so gut wie ausgeschlossen ist. Der Persona-Computer und der Clearblue-Monitor messen zusätzlich auch noch die Östrogen-Werte. Welche Methode du davon benutzen möchtest, bleibt ganz dir überlassen. Du kannst aber alle drei Ergebnisse in unseren Kalender eintragen und so besser feststellen, wann die Chance, schwanger zu werden, besonders hoch ist.

Sprechstunde beim Kinderwunsch-Experten Dr. Frank Nawroth: Wie funktionieren Ovulationstests und wie zuverlässig sind sie?

Was ist die Basaltemperatur?

Die Basaltemperatur kann Aufschluss darüber geben, ob und wann der Eisprung stattfindet. Der Grund: Die Körpertemperatur der Frau verändert sich im Verlauf ihres Zyklus und steigt in den fruchtbaren Tagen und während des Eisprungs minimal an. Deswegen ist es wichtig, dass du jeden Tag zur gleichen Zeit und vor allem auch mit dem gleichen Thermometer deine Temperatur rektal (im Po) misst. Nur so kannst du die Temperaturabweichungen auch verlässlich dokumentieren. Allerdings kann deine Messung durch andere Faktoren beeinflusst werden, zum Beispiel durch Alkoholkonsum oder Reisen, aber auch durch Stress oder Erkältung. All das kannst du aber auch in den Zykluskalender eintragen.

Was ist der Zervixschleim?

Möchtest du mehr über den Zervixschleim wissen? Dann schau dir doch gerne unser Video von Kinderwunsch-Experte Dr. Frank Nawroth an:

Wie teste ich meinen Muttermund?

Einige Frauen erkennen ihre fruchtbaren Tage auch anhand der Beschaffenheit ihres Muttermundes. Für ein verlässliches Ergebnis muss der Muttermund allerdings tagtäglich abgetastet werden und es muss dokumentiert werden, wie er sich anfühlt – das ist im urbia Zykluskalender natürlich alles möglich. Kurz und knapp: Direkt nach der Periode fühlt sich dein Muttermund hart an wie deine Nasenspitze. Je näher deine fruchtbaren Tage und die Zeit für den Eisprung rücken, desto weicher wird er. Um den Eisprung herum öffnet er sich sogar leicht – auch das kannst du ertasten. Danach schließt er sich wieder und wird hart.

Was ist Clomifen?

Clomifen ist ein Arzneistoff, der bei Frauen mit Kinderwunsch den Eisprung auslösen kann. Er beeinflusst den Hormonhaushalt und wird in Absprache mit dem Frauenarzt in der ersten Zyklushälfte eingenommen.

Was sind Gonadotropine?

Gonadotropine dienen genauso wie Clomifen zur Förderung des Eisprungs. Dafür werden aus der gonadotropinen Gruppe zwei Hormone verwendet – das Hormon FSH, das die Eireifung unterstützt, und das luteinisierende Hormon LH, das den Eisprung auslöst. Beide Hormone werden gespritzt. Sprich am besten mit deiner Frauenärztin über deinen Wunsch nach einem Kind und ob Gonadotropine für dich infrage kommen.

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