Hund und familie

32 beliebte Hunderassen für Kinder und Familien

Wir stellen dir 32 der beliebtesten, kinder- und familienfreundlichen Hunderassen vor. Zu jeder Rasse gibt es einen Steckbrief mit Größe, Charakter, Merkmale, Verhalten, Wesen, wie viel sie haaren, alles über die Fellpflege, wie viel Auslauf sie benötigen und vieles mehr.

Hunderassen wie Golden Retriever, Cavalier King Charles Spaniel, Dalmatiner, Beagle und Border Collie gelten als besonders kinderfreundlich, als liebe und süße Hunderassen. Sie eignen sich wunderbar als Familienhunde und sind wunderbare Hunde für Anfänger. Genau solche Hunde stellen wir dir in unserem Lexikon vor. Es enthält 32 Hunde-Steckbriefe, in denen du alles über das Aussehen, die Bedürfnisse und die Besonderheiten der jeweiligen Hunderasse erfährst.

Was du auf keinen Fall vergessen darfst: Jede Hunderasse hat eigene Anforderungen an sein Herrchen. Es gibt ruhige Hunderassen, aber auch Hunde, die besonders viel Auslauf brauchen und andere wiederum eine aufwändige Fellpflege. Intelligente Hunde benötigen eine herausfordernde Beschäftigung, weil sie sich sonst langweilen. Über die jeweiligen Anforderungen sollte man sich vor dem Kauf eines Hundes im Klaren sein.

Alle Hunderassen im Überblick:

Bitte beachte: Jeder Hund hat eine eigene Persönlichkeit, daher können die Beschreibungen der Hunderassen letztlich grob charakterisieren. Sie sind nicht als hundertprozentige Aussagen zu verstehen.

Warum stellen wir hier nur 32 Hunderassen vor?

Es gibt schließlich viel mehr als nur 32, nämlich weit über 200 (manche sagen, es wären sogar um die 800 Hunderassen!). Das mag sein, aber nicht alle sind als Haustier geeignet. Es geht nicht nur darum, ob ein Hund besonders niedlich aussieht oder einen besonderen Look hat. Oder besonders intelligent ist. Sondern, ob er auch so viele Freundlichkeit und Gelassenheit hat, dass er in hektischen Situationen ruhig bleibt und zu jeder Zeit sein Rudel respektiert.

Außerdem kommt es auch auf den natürlichen Lebensraum und die Bedürfnisse eines Hundes an. Hütehunde sind daher zum Beispiel nichts für Stadtbewohner. Und manche Hunderassen so exotisch, dass es nur wenige (erfahrene, vertrauenswürdige) Züchter gibt. Wir wollen Hunde vorstellen, für die man nicht mehrere hundert Kilometer fahren muss.

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Was macht einen Familienhund aus?

Ein typischer Familienhund sollte bestenfalls belastbar, ausgeglichen, verspielt, kinderlieb, friedfertig und verschmust sein. Aggressives Verhalten ist ein no go. Alle Familienmitglieder, vor allem kleine Kinder, sollten sich mit dem Hund sicher und wohlfühlen. Darüber hinaus sollte ein Familienhund keinen überdurchschnittlich ausgeprägten Bewegungsdrang haben, denn für tägliche, mehrstündige Spaziergänge bleibt neben Job, Kindern und dem Haushalt nur sehr selten Zeit. Wichtig sind auch Faktoren wie die Beschaffenheit des Fells sowie die Länge der Haare. Je nach Hunderasse können diese Eigenschaften großen Einfluss auf die Sauberkeit im Wohnraum und die Zeit, die es für den Pflegeaufwand braucht, nehmen.

Jede Familie hat individuelle Anforderungen an den perfekten Familienhund. Es gilt also herauszufinden, welche Hunderasse am besten zum individuellen Lebensstil und Tagesablauf passt.

Welcher Hund passt zu meiner Familie?

Bei der Wahl des passenden Familienhundes spielt der Lebensstil Ihrer Familie eine entscheidende Rolle. Folgende Fragen können Ihnen helfen, den richtigen Hund zu wählen.

  • Wie aktiv ist Ihre Familie? Unternehmen Sie viele Ausflüge in die Natur, ganz unabhängig von der Jahreszeit oder bleiben Sie eher zu Hause? Wenn Sie nicht allzu aktiv sind, passt ein sehr aktiver, lauffreudiger Hund eher nicht zu ihnen.
  • Wie wohnen Sie? In einer Wohnung oder in einem Haus mit Garten? Für manche Hunde ist eine Wohnung absolut ausreichend. Andere brauchen viel Platz, um sich auszutoben.
  • Wie alt sind Ihre Kinder? Einige Rassen sind kinderlieber als als andere.
  • Wie viel Zeit haben Sie? Können Sie täglich mehrere Spaziergänge unternehmen? Hunde benötigen Aufmerksamkeit, Auslauf und Pflege. Je nach Länge des Fells kann Letzters auch einen großen Teil Ihrer Zeit beanspruchen kann.
  • Wer übernimmt die Verantwortung? Sind die Kinder alt genug, um bereits einen Teil der Verantwortung zu tragen? Der Familienhund muss bei jedem Wetter an die frische Luft. Die Aufgabenverteilung sollte vor der Anschaffung geklärt werden.
  • Gibt es Allergiker in der Familie? Testen Sie vor der Anschaffung eines Hundes dringend, ob Sie selbst, Ihr Partner oder die Kinder eine Tierhaarallergie haben.

Hunde und Babys

Wenn es um die Frage geht, ob Hund und Kleinkind unter einem Dach leben können, gehen die Meinungen schnell auseinander. Die meisten Hundehalter würden sagen, dass ihr Vierbeiner kinderlieb und ungefährlich ist. Nichtsdestotrotz kommt es immer wieder zu gefährlichen Zwischenfällen zwischen Hund und Kleinkind. Um diese zu vermeiden, sollten Eltern mit Hund und Baby folgende Ratschläge beherzigen:

  • Sie sollten Ihren Hund auf den Nachwuchs vorbereiten, indem sie ihm bereits vor der Geburt etwas weniger Aufmerksamkeit schenken und die Spaziergänge weniger zeitintensiv gestalten.
  • Ist der Nachwuchs da, sollte der Familienhund das Baby untersuchen dürfen, indem er es beschnuppert. Wichtig ist, dass der Hund von alleine zum Baby geht.
  • Vergessen Sie nicht, dass ihr Hund auch weiterhin genügend Ruhe und ein Plätzchen im Haus braucht, das alleine ihm gehört.
  • Richten Sie Tabuzonen für den Vierbeiner ein. Das Baby-Bett sowie der Wickeltisch sollten unbedingt dazu gehören.
  • Lassen Sie Baby und Hund nie alleine.

Hunde und andere Haustiere

Ob ein Hund für das Zusammenleben mit anderen Haustieren geeignet ist, hängt von Rasse und Charakter ab. Damit keiner Schaden nimmt, müssen Tiere verschiedener Arten aneinander gewöhnt werden.

Hunde und Katzen

Durch die unterschiedliche Körpersprache können beide Tierarten die Signale des anderen schnell falsch deuten. Während bspw. Schwanzwedeln beim Hund Freude bedeutet, weist ein umherpeitschender Katzen-Schwanz auf eine Konfliktsituation und evtl. auf einen Angriff hin. Wachsen Hund und Katze zusammen auf, lernen sie in aller Regel sehr schnell, die Signale des anderen richtig zu deuten. Treffen die beiden Vierbeiner im Erwachsenenalter aufeinander, müssen sie dies erst lernen. Zudem steht der starke Jagdtrieb des Hundes, vor allem bei Jagdhunden und Terriern, einem harmonischen Zusammenleben oft im Wege. Die Größe des Hundes spielt dabei allerdings keine Rolle, denn viele Katzen kommen mit großen Hunden besser zurecht als mit kleinen, hektischen Hunden.

Kommt ein Hund zu einer erwachsenen Katze dazu, wird die Katze in den meisten Fällen zunächst das Weite suchen oder sich dem Eindringling mit Fauchen und ausgefahrenen Krallen entgegenstellen. So kann es schnell zu einem blutigen Angriff auf den Hund kommen. Um das zu vermeiden, sollten Begegnungen in den ersten Tagen nur kontrolliert im Beisein des Tierhalters stattfinden.

Verhält sich der Hund der Katze gegenüber freundlich, sollte er Lob erhalten und auch die Katze sollte im Beisein des Hundes eine Futterbelohnung erhalten, so dass auch bei den wenig zu beeindruckenden Katzen ein positiver Eindruck zurückbleibt. Wie das Kennenlernen abläuft, ist von Fall zu Fall unterschiedlich und vom Temperament der Beteiligten abhängig. Zwei ausgeglichene, friedfertige Vierbeiner können sich sehr schnell und stressfrei aneinander gewöhnen, während dominante oder ängstliche Tiere einen längeren Prozess durchlaufen. Der Besitzer kann zur erfolgreichen Zusammenführung beitragen, indem er beiden gleich viel Zuwendung schenkt und in angespannten Situationen ruhig reagiert.

Kommt eine Katze zum hündischen Bewohner dazu, gestaltet sich die Vergesellschaftung oft einfacher als im umgekehrten Fall. Um schlechte Erfahrungen zu vermeiden, muss der Besitzer darauf achten, dass die Katze nicht gejagt oder beim Spielen verletzt wird. Zudem sollte sie jederzeit an einen sicheren Ort flüchten können.

In der Regel tolerieren die Beteiligten innerhalb weniger Wochen die Anwesenheit des anderen, nicht selten entstehen zwischen Hund und Katze sogar enge Freundschaften. Können sie auch nach Wochen nicht miteinander auskommen oder leidet eines der Tiere unter der Situation, sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden. Allerdings gibt es sowohl Hunde als auch Katzen, die aufgrund ihres Charakters oder durch schlechte Erfahrungen mit Vertretern der anderen Art nicht verträglich sind. Dann ist es besser, eines der Tiere an einen guten Platz abzugeben als beide permanentem Stress auszusetzen.

In jedem Fall sollten die Futterplätze von Hund und Katze getrennt sein, um Futterneid zu vermeiden. Außerdem benötigen beide Tierarten unterschiedliche Nahrung, so dass das Mitfressen am Futter des anderen zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Zeigt der Hund Interesse an der Katzentoilette oder dessen Inhalt, muss er davon ferngehalten werden.

Hunde und Kleintiere

Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Mäuse oder auch Ratten gehören zum Beuteschema des Hundes und lösen durch ihre natürliche Fluchtreaktion seinen Jagdtrieb aus. Das Zusammenleben kann dennoch funktionieren, wenn der Hund über keinen zu ausgeprägten Jagdinstinkt verfügt und gut erzogen ist.

Eine Zusammenführung gestaltet sich meistens unproblematisch, wenn Kleintiere bereits im Haushalt leben und ein Welpe hinzukommt. Beim ersten Kontakt gehört der Hund an die Leine und die Kleintiere in einen sicheren Käfig oder ein Gehege. Der Hund darf sie durch das Gitter beobachten und beschnuppern. Stürmische Annäherung oder Bellen muss der Halter sofort unterbinden. Verhält sich der Hund freundlich und ruhig, verdient er Lob und Belohnung. Sobald der Vierbeiner seine Mitbewohner als Selbstverständlichkeit sieht, sollte er sie unter Aufsicht und angeleint außerhalb des Geheges kennenlernen dürfen.

Bei erwachsenen Hunden sollte man genau auf Anzeichen des Jagdtriebs achten. Zeichnet sich ab, dass der Hund den kleinen tierischen Mitbewohner als zu jagende Mahlzeit betrachten könnte, darf er sich nur unter Aufsicht im selben Raum aufhalten. Auch bei friedfertigen Hunden ist Vorsicht geboten, denn ein quiekendes Meerschweinchen kann schnell den Spieltrieb auslösen und ein spielerischer Pfotenhieb hat für ein Kleintier oft tragische Folgen.

Hunde und Kleintiere können durchaus erstaunlichsten Freundschaften entwickeln, wobei allerdings immer gilt: Sicherheit vor Vertrauen!

Rüde oder Hündin?

Rüden sind nicht automatisch schwieriger oder dominanter als Hündinnen, genauso wie Hündinnen nicht automatisch weicher und folgsamer sind. Alleine das Geschlecht macht nicht den individuellen Charakter aus.

In der Pubertät scheinen Rüden allerdings mehr auszutesten oder vergessen im Hormonrausch bereits erlernte Kommandos. Bei vielen Rassen unterscheiden sie sich häufig äußerlich voneinander – Rüden sind tendenziell größer und schwerer gebaut, bei langhaarigen Rassen auch oft mit mehr Fell.

Eine Hündin ist zweimal im Jahr läufig (bei einigen Rassen nur einmal im Jahr). Dann ist Freilauf über mehrere Wochen kaum möglich, Rüden belagern möglicherweise das Grundstück und einige Hündinnen sind gewillt, auszubrechen, um zu den männlichen Artgenossen zu gelangen. Oft sind Hündinnen während der Läufigkeit besonders zickig gegenüber anderen Hündinnen oder Welpen. Manche sind sensibler sowie anhänglicher als sonst und für Aktivitäten eher weniger zu begeistern. Eine Teilnahme an der Hundeschule, an Turnieren oder Ausstellungen ist in dieser Zeit nicht ratsam und teilweise auch verboten.

Während der Läufigkeit finden Hundehalter nicht selten einige Blutflecken in der Wohnung vor. Ein „Höschen“ kann Abhilfe schaffen. Die erste Läufigkeit tritt meistens im Alter von 7 – 14 Monaten auf. Bei kleineren Hunderassen in der Regel früher als bei größeren.

Etwa 9 Wochen nach einer Läufigkeit (Zeitpunkt, zu dem die Welpen bei vorangegangener Befruchtung eigentlich geboren werden würden) kommt es bei einigen Hündinnen zu einer Scheinschwangerschaft (Scheinträchtigkeit). Die Hündin verhält sich als ob sie trächtig wäre oder Welpen hätte, obwohl sie nicht gedeckt wurde, d. h. sie hortet bspw. Spielzeug, geht nur ungern spazieren, reagiert gereizt oder überanhänglich und produziert manchmal sogar Milch. In extremen Fällen von Scheinträchtigkeit, kann eine Kastration ratsam sein.

Rüden sind dauerhaft an Hündinnen interessiert und reagieren bei Läufigkeit von Hündinnen mit Futterverweigerung, Heulen oder Ungehorsam. Sie markieren zudem deutlich öfter. Dementsprechend ist es vor allem bei Rüden wichtig, innerhalb der Erziehung deutlich zu machen, wo markieren erlaubt ist und wo nicht.

Das Kastrieren des Rüden kann zu weniger Rauflust mit Geschlechtsgenossen, weniger Interesse an läufigen Hündinnen und zu weniger Markieren beitragen. Die Kastration ist jedoch kein Allheilmittel, das den Rüden wie durch Zauberhand in einen fügsamen, gehorsamen, ruhigen Vierbeiner verwandelt. Durch die Hormonumstellung ändert sich allerdings oft die Futterverwertung, so dass die Portionen entsprechend angepasst werden müssen, damit der Hund nicht zunimmt.

Rüden treten fremden Rüden gegenüber oft dominant auf. Hündinnen treten bei Begegnungen mit fremden Artgenossen weniger dominant auf. Falls Hündinnen sich allerdings nicht mögen, fällt die Auseinandersetzung nicht selten härter aus als unter Rüden.

Verhaltensunterschiede zeichnen sich auch gegenüber Welpen ab. Während Rüden im Allgemeinen freundlicher und toleranter im Umgang mit Welpen sind, dulden Hündinnen oft keine fremden Welpen in ihrem Umfeld, da diese Konkurrenz für den eigenen potentiellen Nachwuchs darstellen. Welpenschutz außerhalb des eigenen Rudels existiert nicht.

Welpe oder älterer Hund?

Bei Familien, die kurz vor der Anschaffung eines Hundes stehen, sind Welpen oft die beliebtere Wahl, denn neben ihrer niedlichen Erscheinung, neigen sie dazu, sich sehr schnell in die neue Familie einzufügen. Es kann jedoch genauso viel Freude bereiten, einen älteren Hund aufzunehmen. Beide haben ihre Vor- und Nachteile.

Die Umsorgung von Baby und Welpe gleichzeitig gestaltet sich eher schwierig, es sei denn man hat eine sehr hilfsbereite Familie, in der die Mitglieder viel abfangen können.

Mit Baby werden die Nächte ohnehin meistens kürzer oder gleich zum Tag gemacht, wenn das Baby viel weint. Der Welpe ist zeitgleich noch nicht stubenrein, setzt sein Geschäft in die Wohnung und knabbert Dinge an, die nicht dafür bestimmt sind. Das kann schnell in sehr viel Stress und Überforderung ausarten, was weder Eltern und Kind noch dem Hund gut tut. Daher ist die Anschaffung eines Welpen eher ratsam, wenn das Kind schon etwas älter ist.

Ältere Hunde können sich ebenfalls sehr gut in das Familienleben mit Kindern einfügen. Die Kinder sollten den Hund allerdings vor dem Kauf kennenlernen, um sicherzustellen, dass er friedlich gegenüber den Kleinen ist. Ältere Hunde benötigen normalerweise weniger Zeitaufwand und Geduld als Welpen. Vierbeiner, die vom Vorbesitzer schlecht behandelt wurden, benötigen in aller Regel mehr Eingewöhnungszeit.

Mischling oder Rassehund?

Bei der großen Auswahl an Hunderassen und Mischlingen (Zwei- oder Mehrrassenhunde) ist die Entscheidung oft nicht leicht. Mischlinge können zum einen verschiedene Rassehunde als Eltern haben oder die beiden Elternteile können ebenfalls Mischlinge sein. Dabei können sich sowohl die positiven als auch die negativen Eigenschaften beider reinrassiger Elternteile im Mischling vereinen.

Mischlinge gelten im Allgemeinen als robuster und leben oft länger als Rassehunde. Manche Besitzer befinden auch die Erziehung von Mischlingen für einfacher. Rassehunde gelten aufgrund ihrer zur Züchtung ausgewählten Merkmale und Eigenschaften, im Vergleich zu Mischlingen, als berechenbarer.

Bei Mischlingen ist es schwieriger einzuschätzen, welche Merkmale und Talente sie entwickeln werden und ob diese zur Familie passen. Kennt man die Eltern seines Mischlings, kann man die endgültige Größe nur erahnen. Ein Mischling ist in der Regel beim Erwerb etwas preisgünstiger als ein Rassehund. Pflegeaufwand, monatliche Kosten für Tierarzt, Hundefutter sowie Hundehaftpflichtversicherung und Hundekrankenversicherung sind bei beiden Arten gleich.

Hund aus dem Tierheim?

Wenn man sich einen Familienhund anschaffen möchte, muss es nicht zwangsläufig ein Tier vom Züchter oder aus der Zoohandlung sein, denn im Tierheim warten sehr viele, nicht mehr gewollte Tiere auf eine zweite Chance.

Ein langsames gegenseitiges Kennenlernen des neuen Familienmitglieds ist wichtig, da viele Tiere bereits schlechte Erfahrung mit anderen Haltern gesammelt haben. Nicht jedes Tier passt dabei in eine turbulente Familie mit kleineren Kindern. Im Vorfeld sollten Eltern ihren Kindern erklären, dass Tierheimtiere meistens schon einmal verlassen wurden. Viele von ihnen brauchen deshalb Zeit und Geduld, bevor sie sich neuen Menschen anvertrauen. Kindern müssen dementsprechend viel Rücksicht nehmen und behutsam vorgehen, um den Hund nicht zu bedrängen oder zu überfordern.

In der Regel können Mitarbeiter der Tierschutzvereine detaillierte Auskunft über die einzelnen Tiere geben und evtl. einschätzen, ob sie für die Familie geeignet sind. Interessenten sollten das Gespräch mit den Mitarbeitern suchen und die Empfehlungen ernst nehmen.

Manche Tiere kommen aus Familien und wurden z.B. aus Allergiegründen, wegen Umzug oder Todesfall abgegeben. Diese Hunde sind Familienalltag bereits gewohnt, verhalten sich dementsprechend kinderlieb und fügen sich zumeist problemlos in eine neue Umgebung ein.

Kosten

Vor Anschaffung eines Familienhundes sollten Sie sich gut überlegen, ob Sie über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um einen Verbeiner bei sich aufzunehmen. Je nachdem, ob es sich um einen kleinen, großen oder mittelgroßen Hund handelt, müssen Sie durchschnittlich mit 50 bis 100 Euro im Monat für Futter und Pflege rechnen. Kosten für Tierarztbesuche kommen selbstverständlich auch noch hinzu. Weitere Anschaffungen sind bspw. Fress- und Wassernapf, Leine und Halsband bis hin zu Hundeschule, Versicherungen und Hundesteuer. Kalkulieren Sie von Anfang an ein, dass ein Hund regelmäßig Ausgaben fordert und so auch schnell ein Loch in die Familienkasse reißen kann.

Übersicht Kosten:

  • Anschaffungskosten je nach Rasse und Herkunft: 150 – 2.000 €
  • Erstausstattung: 250 – 300 €
  • Hundefutter: 50 – 100 € pro Monat
  • Gesundheitliche Vorsorgemaßnahmen: 100 – 150 € pro Jahr
  • Versicherungen: 50 – 150 € pro Jahr
  • Hundesteuer: 100 – 200 € pro Jahr (bei Listenhunden 500 – 900 € pro Jahr)
  • Pflegeprodukte: 50 € pro Jahr
  • Hundeschule: 150 – 300 €
  • Kosten für die Kastration eines Rüden: ca. 100 €
  • Kosten für die Kastration einer Hündin: ca. 400 €

Unvorhergesehene Kosten können natürlich jederzeit hinzukommen. Wird der Familienhund krank oder erleidet einen Unfall, werden die Kosten besonders hoch. Eine Hunde-OP kann schnell mehrere Hundert und oft sogar mehrere Tausend Euro kosten. Bedenken Sie bei der Auswahl eines geeigneten Familienhundes auch, dass einige Hunderassen für bestimmte Krankheiten besonders anfällig sind.

Pflegeaufwand

Viele Menschen unterschätzen den Pflegeaufwand, den ein Familienhund mit sich bringt. Ist die Bereitschaft für aufwendige Pflege eher gering, empfehlen sich minimal haarende Hunderassen oder Hunde für Allergiker. Bevor Sie sich für eine Rasse entscheiden, sollten Sie sich über die erforderliche Pflege und den damit einhergehenden, notwenigen Zeitaufwand bewusst sein.

    • Fell-Pflege: Hunde sollten regelmäßig mit Utensilien aus dem Fachhandel gebürstet werden. Je nach Länge des Fells sollte dies in regelmäßigen Intervallen geschehen, um Fell-Verfilzungen vorzubeugen. Kurzhaarige Rassen müssen nur selten gebürstet werden. Langhaarige Hunde sollten vor allem in den Zeiten des Fellwechsels (Frühjahr und Herbst) täglich gebürstet werden, um sie von den „alten“ Haaren zu befreien. Extrem langhaarige Hunderassen sollten für den Sommer geschoren bzw. getrimmt werden. Nach dem Schnitt empfiehlt es sich, den Hund zu baden, so dass lose Haare entfernt werden. Die Frage, wie oft ein Hund gewaschen werden sollte, lässt sich nicht allgemeingültig beantworten. Er sollte in der Regel nur gebadet werden, wenn er übel riecht oder sehr schmutzig ist. Nutzen Sie ein mildes Hundeshampoo und achten Sie darauf, dass kein Wasser in Augen und Ohren des Tieres gelangen. Falls das Trocknen des Fells notwendig ist, schalten Sie den Fön auf die niedrigste Temperatur. Professionelle Geräte aus dem Hundesalon sind dafür allerdings besser geeignet.
    • Krallen und Pfoten-Pflege: Bei den meisten Hunden hält der Abrieb über die tägliche Bewegung Krallen auf natürliche Art und Weise kurz. Sollte dies nicht der Fall sein, können Hundehalter fachmännische Hilfe in Anspruch nehmen. Für Laien ist es schwierig einzuschätzen, wie kurz Krallen geschnitten werden dürfen und im schlimmsten Fall wird der Hund verletzt. Hundehalter sollten zudem regelmäßig überprüfen, dass sich zwischen den Ballen der Pfoten nichts festsetzt. Ist dies der Fall, sind die Pfoten mit Wasser zu reinigen oder das verklebte Fell vorsichtig mit einer Schere zu kürzen. Im Winter können gestreute Wege die Pfoten des Vierbeiners belasten. Reinigen Sie die Pfoten in der kalten Jahreszeit nach jedem Spaziergang mit Wasser. Melkfett, Vaseline oder Pfotenschutzcremes eignen sich, um die Ballen vor Rissen und Austrocknen zu schützen. Auch in der heißen Jahreszeit trocknen die Ballen schnell aus und sollten entsprechend gepflegt werden.
    • Ohren-Pflege: Hunde-Ohren sollten ca. einmal wöchentlich auf Sauberkeit und Milbenbefall kontrolliert werden. Sind sie nicht sichtlich verschmutzt, ist keine Pflege erforderlich. Rassen mit Hängeohren sind allerdings pflegeintensiver, da keine Belüftung der Ohren erfolgt und sich Bakterien und Pilze so schnell ansiedeln können. Bei Bedarf können die Ohren mit einem weichen Tuch oder Pad gereinigt werden. Von Wattestäbchen ist abzuraten. Bei übermäßigem Haarwuchs im Ohr schwören viele Hundehalter auf das Haare-Zupfen, um dem schnellen Nachwachsen entgegenzuwirken.
    • Gebiss und Zahn-Pflege: Tägliche Zahnpflege ist bei Hunden nicht notwendig. Trockenfutter fördert den Abrieb von Zahnbelägen und trägt somit zur Zahngesundheit des Hundes bei. Kontrollieren Sie das Hundegebiss dennoch wöchentlich. Ein übelriechender Atem sowie gelbbraune Ablagerungen können auf Zahnstein hindeuten. Wenn Hunde an Appetitlosigkeit leiden, können schwerwiegende Zahnprobleme eine Ursache sein. Kontaktieren Sie in diesem Fall umgehend den Tierarzt.

Verantwortung

Obwohl ein Familienhund Verantwortung für die ganze Familie mit sich bringt, sollte Eltern bewusst sein, dass Sie als Erwachsene immer selbst für das Wohl und die Erziehung des Hundes verantwortlich sind und nicht die Kinder. Sowohl Eltern als auch Kindern der Familie muss klar sein, dass die Anschaffung eines Hundes eine Entscheidung für die nächsten 8 – 18 Jahre sein kann und das gesamte Leben sowie bisherige Gewohnheiten sich damit ändern.

Vor allem am Anfang brauchen junge Hunde sehr viel Aufmerksamkeit und müssen auch mal nachts raus, was bedeutet, dass Sie wie bei einem kleinen Kind nachts aufstehen müssen. Zu Beginn können die Vierbeiner auch noch nicht so lange alleine bleiben, während Sie kleine Kinder allerdings auch nie mit einem Hund alleine lassen sollten. Somit benötigen Sie enorm viel Zeit. Außerdem wollen die Vierbeiner erzogen werden, damit sie sich ordentlich in die Familie einfügen und das Zusammenleben angenehm machen. Ist der der Hund älter, muss er mindestens drei Mal am Tag vor die Tür und davon mindestens einmal am Tag in Form eines langen, ausgedehnten Spaziergangs, bei dem er sich austoben kann.

Auch wenn ältere Kinder einen Teil der Verantwortung tragen können, bleibt der Hauptanteil letztendlich an den Eltern hängen. Diese sollten sich sicher sein, dass Sie Hund, Kinder, Alltag und Beruf unter einen Hut bekommen. Kinder sind geheime Miterzieher, können aber noch keine konsequente Erziehung gewährleisten. Kinderliebe Hunde betrachten die Kleinen als Spielkameraden und nicht als Rudelchef. Die Erziehung sollte ausschließlich in den Händen der Erwachsenen liegen.

Hund trotz Allergikern in der Familie?

Wird bei einem Familienmitglied eine Hundehaarallergie festgestellt, scheint die Anschaffung eines Vierbeiners zunächst keine gute Entscheidung zu sein. Es gibt jedoch sogenannte anti-allergische Hunderassen. Diese lösen weniger starke Reaktionen aus, können jedoch niemals 100 % frei von Allergenen sein. Hundehaare selbst lösen tatsächlich keine Allergie aus. Es sind die Hautschuppen und der Speichel, der daran klebt. Fallen dem Hund dann Haare aus, verteilen sie sich mitsamt den allergischen Stoffen überall.

Daher eignen sich für allergische Menschen Hunderassen, die wenig haaren und gleichzeitig wenig sabbern. Zu ihnen zählen z. B.:

  • Pudel
  • Basenji
  • Yorkshire Terrier
  • Shih Tzu
  • Schnauzer
  • Bichon Frisé
  • Afghanischer Windhund
  • Portugiesischer Wasserhund

Eine Garantie gibt es allerdings nicht. Auch bei diesen Hunderassen können allergische Reaktionen vorkommen.

Welche Versicherungen für den Familienhund?

Hundehaftpflichtversicherung: DFV-HaftpflichtSchutz

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist in einigen Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben. Sie lohnt sich jedoch auch für Hundehalter, die nicht in einem solchen Bundesland ansässig sind, denn jeder Hundebesitzer haftet für Schäden, die sein Vierbeiner verursacht hat, selbst wenn den Hundehalter keine Schuld trifft. Bei einem schweren Sach- oder Personenschaden kann das existenzbedrohend sein. Einfache Blechschäden können bereits mehrere tausend Euro kosten. Werden Personen schwer verletzt, liegen die Schadensersatzforderungen schnell im sechs- bis siebenstellige Bereich. Eine Haftpflichtversicherung für Hunde steht Ihnen dann zur Seite.

Beim DFV-HaftpflichtSchutz können Sie eine Hundehalter-Haftpflichtversicherung für bis zu fünf Hunde integrieren. Unsere Haftpflichtversicherung haftet auch im Ausland für Personen- und Sachschäden, die Sie oder Ihr Hund verursachen.

Krankenversicherung für den Hund: DFV-TierkrankenSchutz

Unvorhergesehene Krankheitsfälle und Unfälle können nicht nur uns Menschen, sondern auch den Vierbeiner treffen. In Deutschland gibt es für Hunde keine verpflichtende Krankenversicherung. Ein Tierarztbesuch kann allerdings sehr teuer werden, wenn sich Ihr treuer Begleiter eine Pfote bricht, etwas Falsches frisst, erkrankt oder eine OP benötigt. Die Hundeversicherung schützt Sie vor diesen finanziellen Risiken. Wir springen für Kosten ein, die beim Tierarzt entstehen.

Mit unserer Hundeversicherung DFV-TierkrankenSchutz ist Ihr treuer Begleiter bestens geschützt. Der Versicherungsschutz gilt zudem auch im Ausland, es besteht eine einfach Gesundheitsfrage und es gibt keine Wartezeit.

Der DFV-TierkrankenSchutz kann für jede Hunderasse abgeschlossen werden. Unsere Hundekrankenversicherung gilt zudem auch für Hunde, die bei Hobbyzüchtern leben und erstreckt sich auch auf Gebrauchs- und Arbeitshunde, die zu bestimmten Zwecken gehalten werden, wie z. B. Polizei-, Dienst-, Therapie- und Wachhunde.

Der DFV-TierkrankenSchutz bietet Ihnen alle Leistungen für veterinärmedizinisch notwendige Heilbehandlungen bei Krankheit oder nach einem Unfall Ihres Hundes. Eingeschlossen sind die ambulante und stationäre Behandlung, Kosten für Medikamente, Verbandsmaterialien sowie Operationen.

Die besten Familienhunde

Welche Hunderasse für Ihre Familie geeignet ist, ist von vielen Faktoren abhängig. Kleiner oder großer Familienhund, kurzhaariger oder haarender Hund, aktiv oder ruhiger? Zunächst gilt es, individuelle Anforderungen zu identifizieren, um sowohl den Bedürfnissen des Hundes als auch denen der Familie gerecht zu werden.

Diese Hunderassen eignen sich bspw. als Familienhunde:

  • Beagle
  • Berner Sennenhund
  • Chihuahua
  • Dalmatiner
  • Französische Bulldogge
  • Labrador
  • Golden Retriever
  • Goldendoodle
  • Labradoodle
  • Malteser
  • Deutsche Dogge
  • Border Terrier
  • Bolonka Zwetna
  • Bedlington Terrier
  • Labrador Retriever
  • Englische Bulldogge
  • Bearded Collie
  • Deutscher Schäferhund
  • Irish Soft Coated Wheaten Terrier

Alle Angaben ohne Gewähr.

Der perfekte Familienhund

zur Übersicht welcher Hund passt zu mir

der perfekte Familienhund

Der perfekte Familienhund: kinderlieb soll er sein, verschmust, folgsam, nervenstark und verspielt…

der perfekte Familienhund?

Um einen solchen Hund zu bekommen, ist es wichtig, die zur eigenen Familie passende Rasse auszuwählen. Denn Rassen, die grundsätzlich und immer perfekte Familienhunde abgeben, gibt es sicherlich nicht. Zu unterschiedlich sind die Ansprüche von Familien an den Hund und auch, was dem Hund letztlich geboten werden kann.

Im Zweifelsfall sind ein eher niedriges Aggressionspotential, nicht zu viel Wach- oder Schutztrieb und eine eher hohe Reizschwelle für einen Familienhund recht empfehlenswert. Sehr sensible Hunde sind in turbulenten Familien oft völlig überfordert, Hunde, die auf jeden kleinen Reiz reagieren, kommen hier kaum zur Ruhe. Schutztrieb dagegen ist in Familien mit viel Besuch oft Stress für Hund und Halter. Zumal der Hund auch auf die Idee kommen kann, die eigenen Kinder im wilden Spiel vor Besucher-Kindern zu schützen.

Sportliche Ambitionen und Bewegungsdrang des Hundes sollten mit dem der erwachsenen (!) Familienmitglieder zusammen passen.

Foto: Simone/flickr wir werden mal ernsthafte Herdenschutzhunde!

In einer Familie mit kleineren Kindern empfiehlt es sich, einen Hund zu wählen, der kein größeres Problem damit hat, wenn er mal einige Tage am Stück zurück stecken muss, falls die Situation es erfordert. Eine eher hohe Reizschwelle und ein ruhiges Grundgemüt passen in dem Fall ebenfalls oft am besten. Große Hunde müssen sorgsam lernen, ihre Kräfte im Umgang mit Kleinkindern einzuschätzen. Vor allem verspielte Junghunde tun sich damit oft schwer. Ein Kleinhund dagegen wird von kleinen Kindern oft nicht ernst genommen, kann im Spiel verletzt werden oder beim tragen fallen gelassen werden. Grundsätzlich sollten Kleinkinder mit Hunden nie alleine gelassen werden.

Bei älteren Kindern kann ein kleinerer, aktiver Hund aber durchaus eine gute Wahl sein. Im Spiel und beim Hundesport ist ein kleinerer Hund von Kindern oft leichter kontrollierbar und auch auf Spaziergängen kann das Kind stärker in die Führung des Hundes mit eingebunden werden.

Hunde, die gut in eine Familie passen können

Hier eine kleine Auswahl an Möglichkeiten (Was als pro oder kontra empfunden wird, hängt natürlich von den eigenen Ansprüchen und Vorstellungen ab und bezieht sich hier auf einen Hund, der als reiner Familienhund gehalten werden soll. Die aufgezählten Rasseeigenschaften sind auch abhängig vom einzelnen Individuum sowie von der Sozialisierung des Hundes):

Beagle:

Beagle-Junghund

für fröhliche Familien, in denen immer jemand Zuhause ist und wo immer etwas los ist. Gut in der Stadt zu halten, vor allem da der Freilauf des Beagles auf Hundewiesen besser funktioniert, als im Wald

pro: Meist sehr verträglich mit anderen Hunden, meist offen und freundlich zu fremden Menschen, insgesamt kaum Aggressionsverhalten. Kaum Wachtrieb. Robust, dennoch handliche Größe. Verspielt und meist gut gelaunt. Geht gerne Spazieren, braucht aber keinen Hundesport.

kontra: Starker Jagdtrieb (Freilauf in wildreicher Umgebung kaum möglich). Sehr eigener Kopf (was die Erziehung schwierig macht). Bleibt als Meutehund eher ungern allein Zuhause. Sehr verfressen (was sich auch auf Mülleimer, Komposthaufen und herum liegende Süßigkeiten bezieht).

Sheltie:

Foto: tsuacctnt/flickr

gut geeignet für eher ruhige Familien mit älteren Kindern, die sich an der Auslastung und Erziehung des Hundes beteiligen möchten

pro: Durch die geringe Größe und das lernwillige, begeisterungsfähige Wesen auch von Kindern schon im Hundesport zu führen, bzw. Kinder können an der Beschäftigung und Führung des Hundes beteiligt werden. Aktiv, verspielt, leicht erziehbar, sanft und anpassungsfähig. Ist gerne immer mit dabei, geht gerne spazieren und ist auch für Hundesport zu begeistern, fordert dies aber nicht. Fremden Hunden und Menschen gegenüber eher reserviert (was man als pro oder contra ansehen kann). In der Regel kaum Jagdtrieb.

contra: Relativ sensibel, weniger für sehr turbulente Haushalte geeignet. Bellfreudig.

Pudel:

Foto: Greg Westfall/flickr

für aktive, fröhliche Familien, die sich nicht an seinem schlechten Image stören

pro: Sehr lernwillig und anpassungsfähig, verspielt und fast immer gut gelaunt. Geringer Wach- und Jagdtrieb. In der Regel freundlich zu fremden Menschen und Hunden. Haart nicht.

contra: Vor allem sein Image als Oma-Hund… Muss regelmäßig zum Hundefriseur, da abgestorbene Haare im Fell hängen bleiben und zu langes Fell verfilzt.

Berner Sennenhund:

Berner Sennen-Rüde

für Familien mit Haus und Garten, die einen souveränen, selbstbewussten Hund zu schätzen wissen, der wenig Bespaßung braucht

pro: Robust mit hoher Reizschwelle (lässt sich kaum aus der Ruhe bringen). Guter Wachtrieb, der sich in der Regel auf Beobachten und Melden beschränkt. Kaum Jagdtrieb. Ausgeglichen und eher ruhig, geht gerne Spazieren, verträgt aber auch „Ruhetage“.

contra: Erwachsene Berner sind meist wenig verspielt. Optimal wäre ein Haus mit Garten (zumindest sollte der Berner zur Wohnung möglichst wenig Treppen laufen und braucht natürlich Platz). Ein so großer, kräftiger Hund braucht eine sehr gute Erziehung, um ihn angenehm in der Öffentlichkeit führen zu können. Erziehung und Spaziergänge sind auch durch ein älteres Kind nicht zu leisten. Kann auf seinem Grundstück recht territorial fremden Hunden und Menschen gegenüber sein. Keine besonders gesunde Rasse, mit eher kurzer Lebenserwartung.

Eurasier:

Foto: Family Ralph/flickr

für Familien, die einen selbstbewussten, eher eigenständigen Hundetyp zu schätzen wissen, der dennoch gerne aktiv mit dabei ist. Die Ausgangsrassen der noch jungen Zucht sind Chow Chow, Samojede und Wolfspitz

pro: Mit dem Ziel eines guten „Familienhundes“ gezüchtet worden: robust, nervenstark, anpassungsfähig. Mag lange Spaziergänge, ist durchaus aktiv und ausdauernd, braucht aber keinen Hundesport (und will in der Regel auch keinen). Kaum Jagdtrieb. Fremden Hunden und Menschen gegenüber eher desinteressiert, aber nicht unfreundlich. Wachtrieb auf dem eigenen Grundstück bei vielen Vertretern vorhanden, aber ohne Hang zu Überreaktionen.

contra: Erwachsene Hunde sind meist nur mäßig verspielt. Die Eigenständigkeit und einen gewissen Wachtrieb muss man mögen.

Golden Retriever:

für aktive Familien, die gerne in der Natur unterwegs sind und sich gerne viel mit ihrem Hund beschäftigen

pro: In der Regel offen und freundlich fremden Menschen und Hunden gegenüber, auch als erwachsener Hund noch verspielt. Der Retriever ist eine Jagdhundrasse, die für die enge Zusammenarbeit mit dem Menschen gezüchtet wurde: er bringt entsprechend will to please, Begeisterungsfähigkeit und Arbeits- und Bewegungsfreude mit. Jagdtrieb ist meist gut kontrollierbar. Kaum Wachtrieb. Nervenstark und anpassungsfähig.

contra: Da die Rasse sehr beliebt ist, ist sie leider auch für Vermehrer sehr interessant, die vor allem auf das Geld schauen und nicht darauf, gesunde, wesensfeste Hunde zu züchten. Genau hinsehen bei der Züchterwahl! Liebt Wasser und Matschpfützen und kommt selten sauber vom Spaziergang nach Hause. Braucht möglichst täglich längere Spaziergänge und Beschäftigung.

Boxer:

Foto: Stuart Black/flickr

für aktive Familien mit älteren Kindern, die einen präsenten und beschäftigungswilligen Hund zu schätzen wissen

pro: Sehr robust, verträgt auch mal einen Rempler. In der Regel fröhliche, verspielte Clowns, gut motivierbar, gerne immer mit dabei, Hundesport ist aber nicht unbedingt nötig. Selbstbewusst-souverän, bei passender Sozialisierung sehr umweltsicher. Ein gewisser Wachtrieb ist vorhanden, er lässt sich aber gerne von den guten Eigenschaften Fremder überzeugen. Meist verträglich mit fremden Hunden.

contra: Große und kräftige Rasse, recht wild und körperlich spielender Hund (was durch Erziehung natürlich gelenkt werden kann). Braucht viel Auslastung und eine konsequente Erziehung. Auf die Zucht-Linie achten: es gibt auch recht ernsthafte Vertreter der Rasse.

Bearded Collie:

für aktive Familien, die gerne in der Natur unterwegs sind und sich gerne und viel mit dem Hund beschäftigen möchten

pro: Sehr begeisterungsfähig, aktiv und verspielt, braucht aber nicht unbedingt Hundesport. In der Regel freundlich zu fremden Menschen und Hunden, aber distanzierter, als z.B. Golden und Labrador Retriever (was man als pro oder contra ansehen kann). Geringer Wachtrieb. Geringer Jagdtrieb.

contra: Aufwändige Fellpflege. Braucht täglich Beschäftigung und Spaziergänge, sehr aktive Rasse. Eher etwas eigensinniger, dafür weniger sensibel, als manch andere Hütehundrasse (was man als pro oder contra ansehen kann).

Border Terrier:

Foto: Sam Cockman/flickr

für Familien, die gerne in der Natur unterwegs sind und das kernige Wesen eines Terriers mögen

pro: Sehr robuster und für einen Terrier nervenstarker Hund, dazu verspielt und begeisterungsfähig. Weniger rauflustig als andere Terrier-Rassen, auch eher ausgeglichener und weniger bellfreudig. Aktiv und ausdauernd, ist aber auch ohne Hundesport glücklich. Handliche Größe, auch in einer Stadtwohnung zu halten.

contra: Ein Terrier ist er natürlich trotzdem, bringt einen eigenen Kopf und viel Selbstbewusstsein mit, hat auch Jagdtrieb und meldet Ungewöhnliches. Zumindest täglich längere Spaziergänge braucht er.

Labrador:

für aktive Familien, die einen sehr präsenten, überschwänglichen Hund zu schätzen wissen und eine gewisse Toleranz für nasse, haarende Hunde mitbringen

Foto: fPat Murray/flickr

pro: In der Regel sehr offen und freundlich mit fremden Menschen und Hunden, geduldig und robust mit Kindern, verspielt und nervenstark. Jagdtrieb in der Regel über Erziehung gut kontrollierbar, kaum Wachtrieb. Der Labrador Retriever ist eine Jagdhundrasse, die für die enge Zusammenarbeit mit dem Menschen gezüchtet wurde: er bringt entsprechend will to please, Begeisterungsfähigkeit und Arbeits- und Bewegungsfreude mit.

contra: Kann sehr distanzlos fremden Hunden und Menschen gegenüber sein, was nicht jeder zu schätzen weiß. Hat viel Energie und Arbeitsdrang, was es sehr schade macht, wenn man ihn verfetten lässt und ihn nur über stupides Bällchen werfen im Garten auslastet. Er liebt Wasser und kommt selten sauber vom Spaziergang nach Hause. Als sehr beliebte Rasse ist er leider auch für Vermehrer interessant: unbedingt auf einen guten Züchter achten, damit der Labrador die positiven Wesenszüge mitbringt, die man sich erhofft und dazu auch gesund ist. Vor allem HD und ED (Gelenkfehlbildungen von Hüfte und Ellenbogen) sind ein großes Problem beim Labrador.

Sie denken darüber danach, Ihre Familie um ein vierbeiniges Mitglied zu erweitern? Eine tolle Idee! Der Hund ist seit Jahrhunderten der treuste Freund und Begleiter des Menschen. Doch so schön dieses Vorhaben auch ist, es braucht doch einiges an Vorbereitung und Überlegung. Denn so ein Haustier benötigt weit mehr als ein paar Streicheleinheiten und ab und zu etwas Auslauf. Je nach Rasse werden verschiedene Erwartungen und Herausforderungen an den Besitzer gestellt, über die man sich vorab informieren sollte.

Hunderassen für Familien: Der Labradorwelpe gehört auf jeden Fall dazu. (#01)

Hund ja oder nein?
Zuerst sollten Sie abklären, ob auch alle Familienmitglieder mit der Anschaffung eines Hundes einverstanden sind. Ist nur eine Person von vier bereit, sich regelmäßig um das Tier zu kümmern will, sollte vielleicht doch davon abgesehen werden. Weiterhin ist wichtig zu schauen, ob ausreichen Platz zur Verfügung steht. Ideal ist natürlich immer ein Garten, in dem Hunde sich zwischendurch mal austoben können und genügend Rückzugsmöglichkeiten. Wie viel Zeit können Sie dem Hund widmen?

Gerade am Anfang brauchen junge Hunde sehr viel Aufmerksamkeit. Sie müssen öfters raus, um ein Bächlein zu machen, was bedeutet, dass Sie wie bei einem kleinen Kind nachts kurz aufstehen müssen. Sie können noch nicht so lange alleine bleiben und regelmäßige Spaziergänge, am besten drei Mal täglich, müssen zur Routine werden. Außerdem wollen die Vierbeiner erzogen werden, damit sie sich ordentlich in die Familie einfügen und das Zusammenleben angenehm machen.

Zusätzliche Kosten sind natürlich vorprogrammiert. Futter (manchmal Spezialfutter wegen diverser Allergien oder Ähnlichem), Fress- und Wassernapf, Leine und Halsband bis hin zu Tierarztrechnungen, Hundeschule und Hundesteuer. Es sollte also von Anfang an einkalkuliert werden, dass ein Hund regelmäßig Ausgaben fordert, die man vorher nicht hatte.

Wenn ich mir diesen kleinen Hund so anschau: Dieser treue Blick! Dann ist es unstrittig, er ist auch ein Familienhund. (#02)

Welche Rasse für welche Familie?
Jede Hunderasse stellt andere Anforderungen an sein Herrchen und Frauchen. Da gibt es den eher zurückhaltenden und sensiblen Typ oder den aufmüpfigen und verspielten. Die einer Rasse benötigt viel Auslauf, die andere ist auch mit kleinen Spaziergängen zufrieden. Allgemein kann man für Familienhunde Kriterien wie kinderlieb, verschmust, nervenstark, verspielt und so weiter berücksichtigen. Wer unsicher ist, welche Hunderasse er für geeignet hält, orientiert sich am besten an den Kriterien hohe Reizschwelle, weniger Wach- oder Schutzpotenzial und niedriges Aggressionspotenzial.

Vor allem, wer kleine Kinder hat, muss aufpassen. Werden die Hunde schnell aggressiv oder gereizt, kann es unter Umständen sehr bedrohlich werden! Geht in Ihrem Haus ständig Besuch ein und aus, kann es anstrengend werden, wenn der Hund ein ausgeprägtes Wach- oder Schutzverhalten an den Tag legt. Das kann auch schon verstärkt auftreten, wenn Kinder spielen oder rangeln und der Hund möchte das eine Kind vor dem anderen beschützen. Kleine, süße Hündchen werden von Kindern hingegen häufig nicht ernst genommen und können Verletzungen davontragen, beispielsweise durch ständiges Herumtragen oder Schubsen.

Andererseits sind sie besser unter Kontrolle zu halten. Große Hunde müssen ihre Kräfte im Umgang mit Kindern erst einschätzen lernen, was vor allem für Hunde mit ausgeprägtem Jagdtrieb schwer ist. Generell sollten Kinder niemals mit Hunden alleine gelassen werden, je jünger sie sind, desto gefährlicher kann es sein – für beide Seiten. Der Bewegungsdrang des Hundes sollte mit dem der erwachsenen Familienmitglieder übereinstimmen, denn wahrscheinlich sind diese diejenigen, die im Endeffekt am meisten mit den Vierbeinern rausmüssen.

Dieses Herrchen geht sehr vertraut mit seinem Boxer um, auch er gehört zu Kategorie Familienhund. (#03)

Hunderassen: Vor- und Nachteile

Damit Sie eine Vorstellung der verschiedenen Hunderassen bekommen, finden Sie hier eine kleine Auswahl an Familienhunden zur Orientierung. Größe und Gewicht sind immer an Rüden gemessen, Hündinnen sind in der Regel etwas kleiner und leichter.

Kleine Kinder lieben Hunde: Damit nichts geschieht sollten die Eltern genau überlegen welcher Hund in die Familie darf. (#04)

1. Golden Retriver
Großer (bis zu 60 Zentimeter, 25-35 Kilo schwer) und sportlicher Hund, Lebenserwartung liegt bei zehn bis 13 Jahren.
Der Golden Retriver kommt ursprünglich aus Großbritannien. Er ist ein sehr beliebter Familienhund. Er ist kinderfreundlich aufmerksam und zuverlässig, intelligent und lernfreudig und hat viel Freude an Bewegung. Der Golden braucht also entsprechend viel Auslauf, am liebsten in der Natur. Dabei ist er absolut vernarrt in Wasser, in jede noch so kleine Pfütze springt er freudig hinein, egal ob sauber oder matschig. Dementsprechend kommt er selten sauber nach Hause und benötigt einige Zeit an Pflege und Putzaufwand.

Er ist sehr umgänglich mit anderen Hunden und sein Wachtrieb ist nicht besonders ausgeprägt. Früher wurde er für die Jagd ausgebildet, allerdings nicht für die Treibjagd, sondern für das Heranbringen geschossener Beute auf Befehl. Es besteht daher wenig Gefahr, ihn im Wald zu verlieren. Der Golden Retriver ist sehr stressresistent und daher ein optimaler Familienhund auch für Familien mit kleineren Kindern. Durch seinen sanftmütigen Charakter lässt er sich leicht erziehen. Er wird daher gerne auch als Jagd- oder Blindenhund oder für Turniersport ausgebildet.
Der Nachteil ist, dass diese Rasse vollkommen überzüchtet wird. Seine Beliebtheit führte dazu, dass immer mehr Züchter auf den Plan traten, die nicht unbedingt am Wohl der Tiere und seinem beständigen Charakter interessiert sind. Es gibt mittlerweile schon vereinzelt aggressive Exemplare. Daher sollten Sie unbedingt auf die Wahl des Züchters achten!

Der Jack Russel wird zwar gern auch als Jagdhund genommen, trotzdem ist er auch ein wunderbarer Familienhund. (#05)

2. Beagle
Kleiner Hund (bis zu 40 Zentimeter hoch, Männchen höchstens 18 Kilogramm), Lebensalter elf bis 15 Jahre.
Diese Rasse gehört zu den Schäferhunden. In England halfen sie den englischen Königen bei der Jagd. Daher ist ihr Jagdtrieb ausgesprochen stark! Hat der Beagle einmal eine Fährte aufgenommen, gibt es kein Halten mehr. Daher ist es leichter, ihn auf einer Hundewiese laufen zu lassen, als im Wald. Er eignet sich somit auch für die Stadt. Mit anderen Hunden versteht er sich meistens gut, er ist anpassungsfähig und freundlich zu fremden Menschen.

Als Wachhund ist er weniger geeignet, wahrscheinlich würde er den Einbrecher schwanzwedelnd empfangen. Sein geringes Aggressionspotenzial und verspieltes, fröhliches Wesen, machen ihn zu einem wahren Familienfreund, der auch kleine, patschige Kinderhände akzeptiert. Er ist entschlossen, sanft, intelligent und sehr gut im Umgang mit Kindern.

Achtung: Der Beagle kann ein heftiger Sturkopf sein, was seine Erziehung manchmal etwas schwierig gestaltet. Wenn er keine Lust hat, schaltet er auf Durchzug und macht, was er will. Vor allem problematisch, wenn sein Jagdtrieb geweckt wurde! Er ist ungemein verfressen und probiert wirklich alles, was offen herumliegt, ob Süßigkeiten oder Müll, ganz egal. Als Meutehund ist er nur sehr ungern allein zu Hause und braucht viel Betreuung.

Australian Ridgeback: Was für ein toller Familienhund dieser große Kerl ist, zeigt dieses Bild. (#06)

3. Labrador
Mittelgroßer, sportlicher Hund (bis 57 Zentimeter hoch, bis 38 Kilo schwer), Lebensalter zehn bis 13 Jahre.
Der Labrador Retriever ist ein Alleskönner. Er wird zum Jagd-, Rettungs-, Blinden-, Drogen- und Sprengstoffsuchhund ausgebildet. Er ist ein Hund mit starken Nerven, gutmütig und sanft ebenso wie intelligent und agil. Mit anderen Hunden kommt er in der Regel gut aus und im Umgang mit Kindern ist er geduldig und auch robust, wenn`s sein muss. Ebenso wie der Golden Retriever ist er eine absolute Wasserratte und kommt gerne verschmutzt nach Hause.

Er ist leicht erziehbar und sehr verschmust, regelmäßige Kuscheleinheiten sind also vorprogrammiert. Bei denen kann es durchaus etwas haarig werden, damit sollte man also kein Problem haben. Manchmal geht seine Jagdleidenschaft mit ihm durch und der unersättliche Appetit muss auch konsequent gezügelt werden. Sonst neigen diese Hunde schnell zu Übergewicht und diese schadet ihrer Gesundheit.

Nachteil: Dasselbe Problem wie beim Golden Retriever ist seine Beliebtheit und damit die Überzüchtung. Achten Sie vor allem darauf, dass die Eltern des Welpen HD- und ED- frei sind (das sind häufige Gelenkfehlbildungen der Hüfte und Ellenbogen), sonst ist der regelmäßige Tierarztbesuch sicher. Seriöse Züchter suchen und gut beraten lassen.

Dieser Hundewelpe, kann doch keiner Fliege was zu leide tun. (#07)

4. Shetland Sheepdog
Mittelgroß (bis 41 Zentimeter hoch, bis 12 Kilo schwer), 12-14 Lebensjahre.
Der Sheltie ist ein guter Wachhund. Dafür wurde er schon früher ausgebildet, er hütete Haus und Hof und hielt sein Reich von Ratten und Mäusen fern. Daher ist es nicht verwunderlich, dass er gerne bellt. Er mag Aufmerksamkeit und Beschäftigung, wobei es vor allem darum geht, einbezogen zu werden.

Für Hundesport, Joggingtouren oder eine Runde Radfahren ist er immer zu haben und dabei ein treuer Begleiter. Er verlässt sein Herrchen nur selten und ist daher auch ein guter Spazierbegleiter für ältere Menschen. Shelties lassen sich gut erziehen und sind gehorsam. Trubel mögen sie nur in Grenzen, denn es sind recht sensible Geschöpfe. Ansonsten aber ein sehr unkomplizierter Hund, der jeden liebt, der ihm gebührend Aufmerksamkeit entgegenbringt. Nichts für schroffe Menschen mit einem harten Ton!

Achtung: Neigen zu Hauterkrankungen (Autoimmunerkrankungen) und Augenproblemen. Das Fell sollte regelmäßig gepflegt werden. Manche Rüden haben einen Hodenhochstand, dann sollten sie unbedingt kastriert werden. Achten Sie beim Kauf darauf, dass beide Hoden im Hodensack spürbar sind.

Dieser Hund wird einfach so als Schosshündchen deklariert. Das sind die Hunde , die man im Körbchen, im Täschchen mit sich trägt. (#08)

5. Bernhardiner
Sehr groß (70-90 Zentimeter, bis zu 120 Kilo schwer), acht bis zehn Lebensjahre.
Dieser Hund ist ein wahrer XXL-Hund! Für diese Rasse benötigen Sie eine Menge Futter und viel Platz! Entsprechend seiner Größe hat er auch eine sehr laute Stimme, was sich die Familie unbedingt vor Augen halten sollte. Ansonsten ist der Bernhardiner ein absoluter Familienhund. Er ist lieb, freundlich und sanft, aber auch wachsam und beschützend.

Wächst er mit Kindern auf, entwickelt er eine tiefe Liebe zu seinen menschlichen Partnern und spielt den großen, starken Beschützer. Das kann sogar gefährlich werden! Deshalb ist eine gute Sozialisation absolut notwendig, um sein sanftes Gemüt hervorzubringen. Das dichte Fell und die Größe wurden angezüchtet, seine Vorfahren waren normalgroße, wendige Rettungshunde mit kürzerem Fell (sonst würden Schneeklumpen hängen bleiben).Um diesen Riesen führen zu können, ist genügend Körperkraft nötig, also nichts für Kinder allein. Da der Bernhardiner hitzeempfindlich ist, sollte er immer ein kühles Plätzchen zum Zurückziehen haben.

Nachteil: Aufgrund seiner Konstitution neigen diese Hunde zu Gelenkproblemen und Herz-Rhythmus-Störungen. Daher werden sie auch nicht so alt.

Da sind Mensch und Tier eins: Keiner kann ohne den Anderen. (#09)

6. Welsh Corgi Cardigan
Ein kleiner Hütehund (bis zu 33 Zentimeter hoch und 17 Kilo schwer) mit einer Lebenserwartung von zwölf bis 15 Jahren. Dieser Hund ist manchmal ein wenig aufmüpfig, testet seine Grenzen gerne aus. Hat er sich etwas in den Kopf gesetzt, lässt er sich so schnell nicht davon abbringen. Ansonsten aber ist er ein super Familienfreund, unkompliziert mit Kindern, sehr aufmerksam und kameradschaftlich. Der Hütehund aus Wales ist aktiv und wendig, musste er doch früher den Hof von lästigem Kleingetier freihalten. Er ist anhänglich und pflegeleicht.

Dalmatiner: Ein Familienhund durch und durch! Wenn ihr euch diese Welpen anschaut, kann man sich doch nur verlieben. (#10)

7. Dalmatiner
Groß (bis 61 Zentimeter, 32 Kilo schwer), zehn bis 15 Lebensjahre.
Der fleckige Naturbursche ist ganz und gar kein Stadthund, wie es der Modetrend suggeriert. Diese Rasse ist ausgesprochen aktiv und ein wahres Energiebündel. Für Kinder ein unermüdlicher Spielpartner. Er ist freundlich gesonnen und intelligent, benötigt aber viel Aufmerksamkeit und muss gut erzogen werden.

Seine Erziehung neben der eines Kleinkindes könnte daher anstrengend werden. Der Dalmatiner ist absolut nicht aggressiv, aber durchaus bereit zu verteidigen, wenn es sein muss. Er ist etwas empfindlich und braucht einen engen Kontakt zur Familie.

Achtung: Neigt zu Hautallergien, die aber mit speziellem Futter in den Griff zu kriegen sind. Außerdem ist diese Rasse öfters taub, weshalb Sie seine Hörfähigkeit vorher testen lassen sollten.

Border Collie: Wie hier in diesem Bericht beschrieben ein wunderbarer Familienhund. (#11)

8. Border Collie
Mittelgroß (bis 56 Zentimeter, 20 Kilogramm), Lebenserwartung zwölf bis 16 Jahre.
Dieser Hund ist nur etwas für sehr aktive Familien! Leider heute zum Modehund degradiert wird diese Rasse unter falschen Erwartungen angeschafft und schnell zum Problemhund. Der Collie ist ein sehr intelligentes, lernfähiges Tier, das immer eine Aufgabe braucht. Er muss beschäftigt werden, braucht immer neue Reize.

Früher als Hütehund gehalten, musste er selbstständig arbeiten und gehorchte aufs Wort oder auf den Pfiff des Schäfers. Trotz seiner umgänglichen und sehr liebenswürdigen Art ist er kein einfacher Hund. Er will sich nützlich machen, ob das nun für sein Rudel, als Rettungshund oder Sporttier gilt. Hauptsache bewegen, arbeiten und ein bisschen denken. Der Border Collie ist sehr kinderlieb und gut verträglich mit anderen Hunden. Sein Fell bedarf der regelmäßigen Pflege.

Achtung: Manchmal treten erbliche Augenkrankheiten auf.

Irish Setter: Ein toller Familienhund, allerdings sagt man sie hätten nicht so ein langes Leben. (#012)

9. Irish Red Setter
Groß und sportlich (bis 67 Zentimeter, bis 32 Kilo), zwölf bis 15 Jahre.
Diese wunderschöne Rasse ist für viele ein Traumhund. Doch hinter der hübschen Fassade steckt ein sportlicher Jagdhund, der eine ordentliche Portion Beschäftigung am Tag braucht. Somit sollten die Besitzer Freude an ausgedehnten Spaziergängen oder sportlichen Einheiten gemeinsam mit dem Hund haben. Der Red Setter liebt Bewegung und aktive Beschäftigung, will aber auch von geistiger Anstrengung nicht befreit sein. Ein paar Denkaufgaben sollten Sie ihm ab und zu bieten können.

Sein sanftes Wesen macht ihn zu einem treuen Partner, er ist kinderlieb und sehr umgänglich. Er braucht engen Kontakt zur Familie und eine sehr gute Erziehung, denn sein temperamentvoller und selbstbewusster Charakter setzt sich gerne über Grenzen hinweg. Daher ist der Red Setter ein sehr anspruchsvolles Haustier. Gemütliches Spazierengehen können Sie, wenn der Hund im Rentenalter ist, vorher nicht.

Achtung: Sie sind tumoranfällig und reagieren sensibel auf die Umstellung von Futter. Bei einer Kastration wird das Fell wollig und unschön, sie neigen zu Übergewicht und Trägheit. Hündinnen werden oft inkontinent. Daher nur im medizinischen Notfall kastrieren!

Kind & Hund

Für Kinder spielen Hunde eine ganz besondere Rolle: Im Umgang mit ihnen lernen sie z.B. Verantwortung, Fürsorge, Freundschaft und Rücksichtnahme. Aber das richtige Verhalten im Umgang mit dem Hund will gelernt sein. Der VDH hat dazu die Broschüre „12 Regeln für den Umgang mit Hunden“ und das Brettspiel „Wir gehören zusammen“ herausgegeben.

Das 32-seitige Übungsheft im DIN-A-5-Format vermittelt nicht nur Wissen, sondern lädt mit vielfältigen Aufgaben zur Reflexion ein. Es richtet sich an Kinder ab 8 Jahren. Von jüngeren Kindern kann das Heft mit Hilfe eines Erwachsenen bearbeitet werden. In der Broschüre ist jede Regel farbig illustriert. Um die Selbsttätigkeit der Kinder zu fördern, gibt es pro Regel eine Aufgabe. Die Methoden umfassen z.B. Beschreiben, Zeichnen, Verbinden, Ankreuzen und die Anleitung zu kleinen Rollenspielen mit einem Partner. Sie regen zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Wissen und ihrem Gefühl an und bieten gute Gesprächsanlässe in der Gruppe. Zur Selbsttätigkeit gehört Selbstkontrolle – am Ende des Übungsheftes können die Kinder deshalb das Erlernte in einem großen Hunde-Quiz testen!

Die Broschüre kann beim VDH unter Shop bestellt werden.

Das Lehrerbegleitmaterial enthält einen Vorschlag für eine Unterrichtseinheit rund um die „12 Regeln für den Umgang mit Hunden“. Umfassendes Hintergrundwissen, ein Postermotiv sowie eine Kopiervorlage sind beigefügt. Die Einheit kann ca. 2 bis 6 Unterrichtsstunden umfassen – je nachdem, ob die Kinder das Übungsheft vollständig bearbeiten oder nur Teile daraus.

  • Übungsheft
  • Expertenkarten
  • Postermotiv

Kinder und Hunde sind die besten Freunde – solange man gewisse Regeln beachtet. Moderator Metty Krings, der mit seinem Li-La-Laune-Bär zwölf Jahre unzählige Kinderherzen erobert hat, stellt in diesem Video auf überaus unterhaltsame Weise die Zwölf Goldenen Regeln im Umgang mit Hunden vor.

Weitere Informationen

Tipps und Regeln, wie Hund und Kind eine enge Freundschaft entwickeln

Wenn die Rute nach unten zeigt … Körpersprache des Hundes und Umgangsformen erlernen

Weder Kind noch Hund möchte lieblos behandelt werden. Leider kann der Hund aber nicht „Lass das!“ sagen und reagiert sehr unterschiedlich auf Stress oder Bedrohung. Der eine will sich zurückziehen, der andere zeigt Zähne. Bei einem gut sozialisierten Hund sind diese Signale (noch) nicht bedrohlich, doch das Kind sollte schnell die Hundesprache und den artgerechten Umgang mit dem Hund lernen. Nur so gewährleisten Sie, dass der Hund nicht gequält wird und die Kinder nicht verletzt werden.

Die Rute des Hundes ist ein guter Lernanfang, weil sie ein auffälliges Stimmungsbarometer ist: Fühlt sich der Hund unwohl oder hat er Angst, so zieht er die Rute ein. Freut er sich besonders, so wedelt er. Doch Vorsicht: Eine wedelnde Rute zeigt zunächst nur den Grad der Aufregung und muss nicht Freude bedeuten. Ihr Kind sollte ferner wissen, dass ein Hund sich bedroht fühlt, wenn man ihn anstarrt oder von oben unvermittelt nach seinem Kopf greift. Lehren Sie das Kind, zu respektieren, dass Augen, Nase, Ohren und Rute ganz besonders empfindliche Körperteile des Hundes und keine Haltegriffe oder gar Spielzeuge sind. Wenn Ihr Kind jetzt noch versteht, dass ein fressender oder schlafender Hund nicht gestört werden darf, steht der Hund-Kind-Freundschaft nichts mehr im Wege.

Fürsorge und Verantwortung stärken die Freundschaft

Ein Hund braucht Futter, Wasser, Bewegung, Beschäftigung, Pflege und viel Ruhe. Die Verantwortung dafür kann und darf ein Kind nicht alleine tragen – das bleibt Ihre Aufgabe. Aber ein größeres Kind sollte schon früh mithelfen und nach und nach mehr Aufgaben in der Hundepflege übernehmen. Es kann den Hund unter Ihrer Anleitung bürsten, die Näpfe säubern und füllen, bei Suchspielen die Fundsachen verstecken, Bällchen werfen und vieles mehr mit ihm unternehmen, was die Freundschaft zwischen Hund und Kind stärkt. Bleiben Sie immer in der Nähe, damit Sie Fragen beantworten, Hilfestellung geben und im Ernstfall eingreifen können.

Beachten Sie, dass Kinder nie allein mit dem Hund Gassi gehen sollten. Gefährlich für alle Beteiligten kann es mitunter auch mit einem kleinen Hund im Straßenverkehr werden oder wenn das junge Hund-Kind-Gespann auf einen aggressiven Vierbeiner trifft. In solchen Situationen sind alle Kinder (und Hunde) überfordert und gefährdet.

Auf Sicherheit und Gesundheit achten – vor allem bei Hunden und Kleinkindern

Grundsätzlich gilt: Die meisten Hunde akzeptieren Kleinkinder nicht als Sozialpartner und reagieren sehr empfindlich auf Zwicken und Zwacken. Wenn Kinder und Hunde toben, kann es manchmal ruppig zugehen. Achten Sie darauf, dass die Situation für beide Spielkameraden noch angenehm bleibt. Bei kleinen Malheuren sollten Sie weder Hund noch Kind ausschimpfen, sondern Desinfektionsmittel und Pflaster parat halten und anschließend die Situation mit dem Kind besprechen.

Ganz besondere Fälle sind Welpen und Kleinkinder. Das Spielen mit einem jungen Hund, das ein überaus empfindliches Wesen ist, sollte ausschließlich unter Aufsicht eines Erwachsenen geschehen. Darüber hinaus gehören Welpen nie in die unerfahrenen Hände von Kleinkindern. Schließlich sind die kleinen Hunde selbst noch neu auf der Welt und müssen viel lernen. Unter Ihrer Aufsicht sollte das Spielen und Schmusen mit dem Hund oder Welpen immer erlaubt sein.

Erklären Sie Ihrem Kind, warum Ihr Haustier so gerne Gesichter leckt und warum es für Menschen besser ist, das zu vermeiden, ohne dabei ruppig zum Hund zu werden. Machen Sie nicht viel Aufsehen daraus, wenn es dann doch bei dem eigenen sauberen „Stubenhund“ hin und wieder passiert. Sorgen Sie stattdessen für die Gesundheit Ihres Hundes. Entwurmung, Sauberkeit und regelmäßige Fellpflege und -kontrolle (Flöhe, Zecken, Haarlinge) ist ein Muss zum Wohle des Hundes und der Kinder.

Zum Schutze des Kindes ist weitgehende Aufklärung notwendig

Kinder dürfen niemals einen fremden Hund anfassen, ohne vorher den Hundebesitzer um Erlaubnis gefragt zu haben. Denn es gibt auch Hunde, die auf Kinder mit Abwehr reagieren. Hunde sind sehr lärmempfindlich und können auf hektische, unvermittelte Bewegung mit Bellen, Knurren oder auch Anspringen reagieren. Kinder sollten daher lernen, sich in der Nähe eines Hundes umsichtig zu verhalten und ihr Temperamt dem Hund anpassen (nicht umgekehrt). Das gilt ganz besonders an öffentlichen Plätzen, wo Hunde Auslauf haben. Absolute Tabus für Kinder sind den Hund in die Enge treiben, nach ihm treten oder ihn mit Gegenständen bewerfen!

Die folgende Checkliste richtet sich speziell an Kinder, lesen Sie die einzelnen Punkte vor oder drucken Sie Schulkindern ein Exemplar aus.

Checkliste: 10 Regeln, damit Du und Dein Hund beste Freunde werden!

  • Achte immer auf die Körpersprache des Hundes und lasse ihn in Ruhe, wenn er nicht mit Dir spielen möchte.
  • Starre dem Hund nie in die Augen.
  • Störe niemals den Hund beim Fressen. Ziehe nie Deine Hand weg, wenn Du dem Hund Futter anbietest.
  • Störe den Hund nicht in seinem Körbchen oder beim Ruhen.
  • Mache keinen Lärm und werfe oder trete nie nach dem Hund.
  • Ziehe den Hund niemals an der Rute, an den Ohren oder am Fell.
  • Wenn ein Hund an Dir zerrt oder Dir Angst macht, bleibe ruhig stehen und laufe nie schreiend weg. Drehe Dich einfach von ihm weg.
  • Gehe nie ohne Aufsicht mit dem Hund Gassi.
  • Fremde Hunde sind tabu. Frage erst den Besitzer, ob Du den Hund anfassen darfst, denn es gibt auch Hunde, die Angst vor Kindern haben.
  • Halte Dich fern von raufenden Hunden und gehe nie dazwischen.

Hund

„Mama, ich möchte einen Hund!“ Welche Eltern haben nicht schon ihre vier-, fünfjährigen Kinder so fragen und bitten, drängeln und betteln hören. Doch der Wunsch nach einem Hund, immer tief gefühlt, wird manchmal zum Strohfeuer, das schnell wieder erlischt, wenn andere Wünsche sich entzünden. Deshalb will der Wunsch nach einem Tier sorgfältig geprüft sein.

Denn jedes Tier ist ein lebendiges Wesen mit Bedürfnissen, Gefühlen und Forderungen – und das gilt ganz besonders für einen Hund. Vor allem jüngeren Kindern können deshalb auch Wellensittiche oder Kleintiere den Wunsch nach einem lebendigen, zutraulichen Tier erfüllen.

Ein Hund ist kein Spielzeug

Wenn es aber unbedingt ein Hund sein soll, dann muss die ganze Familie hinter dem Wunsch stehen und sich klar sein: Mit dem Hund wird das Leben der Familie anders. Denn ein Hund ist kein Spielzeug, sondern ein eigenständiges Wesen, das Zuwendung und Fürsorge braucht. Doch mit dieser Verantwortung ist ein Kind im Vorschulalter überfordert. Deshalb ist die ganze Familie gefragt. Und sie ist gerne mit von der Partie. Denn alle profitieren, wenn aus dem Wunsch Wirklichkeit wird.

Über 50 Prozent aller Hunde werden in Familien gehalten, nahezu 90 Prozent aller Eltern betrachten den Hund als willkommenen Miterzieher, um Verantwortungsgefühl zu wecken und soziales Verhalten zu lernen. Kinder sehen zudem in ihrem Hund den Freund, Vertrauten, Tröster, so eine Studie des Tierarztes Dr. Norbert Rehm.

Risiken richtig einschätzen

Doch eine Sorge lässt manche Eltern zögern: Auch wenn der Hund noch so gutmütig, noch so liebevoll erzogen ist – ist es sicher, dass er unserem Sohn, unserer Tochter nichts tut? Aber die Gefahr, dass ein Kind auf dem Schulweg verunglückt oder sonst zu Schaden kommt, ist unendlich viel größer, als dass ein gutmütiger und gut erzogener Hund ein Kind im Spiel zwickt oder gar fester zuschnappt.

Denn Hunde lieben und beschützen ihren kleinen Freund – bedingungslos. Kinder brauchen und genießen solchen Schutz. Denn er gibt ihnen Stärke, Ruhe und Überlegenheit. Trotzdem: Babys und Kleinkinder sollten nie mit einem Hund allein gelassen werden.

Gleichwohl hilft ein Hund dem Kind, mit anderen Kontakt zu finden. Denn wer einen Hund hat, ist beliebt. Besonders gehemmte, kontaktscheue Kinder profitieren davon. Sie können als Hunde-Freunde mitreden, mit anderen Menschen über ihren Liebling sprechen und neue Aktivitäten mit dem vierbeinigen Freund ausprobieren. „Tödliche Langeweile ist heute der größte Risikofaktor für Kinder“, sagt die Psychologin Christa Meves. Sie schlaffen ab, werden lustlos, hocken vor dem Fernseher oder mobilen Geräten.

Brückenschlag durch Hundeliebe

Eine umfangreiche Untersuchung bei Großstadtkindern von Prof. Dr. Reinhold Bergler ergab: Kinder, die einen Hund betreuen, sind sportlich aktiver, leiden weniger unter Einsamkeit, grüblerischen Depressionen, sozialer Isolation.

Kinder brauchen Brücken zu Menschen. Ein Hund kann eine solche Brücke sein. Er ist ein echter Kumpel, zum Spielen, Laufen, Toben, Schmusen bereit, selten beleidigt, nie gelangweilt. Wer Hund und Kind hat, muss allerdings auch doppelt erziehen! Doch das gelingt überraschend gut – mit viel Liebe und Geduld.

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