Hormonstatus kosten 2018

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Follikelstimulierendes 
Hormon (FSH): Für die Ei-Reifung

Was ist Follikelstimulierendes Hormon (FSH)?

Follikelstimulierendes Hormon (FSH) kommt aus dem Hypophysenvorderlappen (Vorderlappen der Hirnanhangsdrüse) und wirkt an der Steuerung des Menstruationszyklus mit. Es fördert bei der Frau die Produktion der Östrogene im Eierstock, beim Mann die Spermienbildung.

Die FSH-Ausschüttung aus dem Hypophysenvorderlappen wird wiederum vom übergeordneten Hypothalamus gesteuert. Der Hypothalamus, ein Teil des Zwischenhirns, setzt das Hormon FSH-RH (= Follikelstimulierendes Hormon Releasing-Hormon = Gonadotropin-Releasing-Hormon ) frei. FSH-RH wiederum führt zur Freisetzung von FSH.

Welcher Wert ist normal?

  • In der ersten Zyklushälfte (= Follikelphase) beträgt der FSH-Wert im Blutserum zwischen 2,5 und 10,2 U/l. Zum Eisprung (Ovulation) liegt die Konzentration bei 3,4 bis 33,4 U/l. In der zweiten Zyklushälfte beträgt der FSH-Wert zwischen 1,5 und 9,1 U/l, in der Schwangerschaft liegt er bei unter 0,3 U/l.
  • Frauen nach den Wechseljahren weisen erhöhte FSH-Konzentrationen von 23,0 bis 116,3 U/l auf.
  • Bei Männern liegt die normale FSH-Konzentration bei 1,4 bis 18,1 U/l.
  • Bei Kindern unter 12 Jahren beträgt der FSH-Wert normalerweise maximal 5,0 U/l.

Wann steigt der Wert?

Ein erhöhter FSH-Wert kann unter anderem ein Hinweis darauf sein, dass die Geschlechtshormonbildenden Drüsen (die Eierstöcke bei der Frau, die Hoden beim Mann) nicht richtig funktionieren.

Wann ist der Wert zu niedrig?

In der Schwangerschaft ist der FSH-Wert natürlicherweise erniedrigt. Auch eine hohe Konzentration von Prolaktin im Blut (Hyperprolaktinämie) kann niedrige FSH-Werte bewirken.

Ein niedriger FSH-Wert kann außerdem ein Zeichen dafür sein, dass der Hypothalamus oder die Hypophyse nicht richtig funktionieren – solch eine Fehlfunktion kann zum Beispiel durch einen Tumor, eine Entzündung oder durch Unfälle und Schädelverletzungen bedingt sein.

Kann man einen hohen FSH-Wert senken?

Image credit: jscreations at FreeDigitalPhotos.net

Eine Frage, die ich oft gestellt bekomme ist, ob man einen hohen FSH-Wert senken kann und wenn ja, wie? Bevor ich darauf näher eingehe, möchte ich zuerst eine kurze Zusammenfassung geben, was das Follikelstimulierende Hormon überhaupt ist:

FSH wird von der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) gebildet und ist bei der Frau für die Eizellreifung verantwortlich (und beim Mann regt es unter Mitwirkung vom luteinisierenden Hormon LH die Bildung der Spermien an).

Bei Frauen wird FSH vorrangig am Zyklusanfang ausgeschüttet. Dadurch wachsen zahlreiche Eibläschen heran, die Östrogen produzieren.

Sobald eine bestimmte Konzentration an Östrogen im Blut erreicht wird, bildet die Hirnanhangsdrüse wieder weniger FSH. Auf diese Weise bekommt dann nur noch ein Follikel ausreichend FSH und kann sich weiter entwickeln, während die anderen Eizellen abgebaut werden.

Ist der FSH-Wert verringert, weist dies auf eine Unterfunktion der Hirnanhangsdrüse hin. Das ist aber selten. Was aber dagegen bei Frauen über 35 oft vorkommt, ist ein hoher FSH-Wert. Das ist nicht lustig, da FSH für die Eizellreifung verantwortlich ist.

Jetzt bitte aufpassen, denn gleich kommt eine unbequeme Wahrheit:

Aller Wahrscheinlichkeit nach lässt sich ein hoher FSH-Wert gar nicht therapieren.

Nicht mit Medikamenten und mit natürlichen und homöopathischen Mittelchen schon gar nicht.

Warum?

Weil ein erhöhter FSH-Wert ein ganz normaler Teil des Älterwerdens ist. Dafür gibt es keine Therapie und es wird so schnell auch keine geben. Es gibt an einem hohen FSH-Wert nichts Pathologisches und die Tatsache, dass Sie gelegentlich in einer Kinderwunsch-Praxis sitzen, bedeutet noch lange nicht, dass Sie krank sind. Ein hohes FSH bedeutet lediglich, dass Ihre biologische Uhr ihre letzten Minuten schlägt, und dass Sie sich beeilen sollten, Ihre restlichen Eizellen noch zu nutzen.

Also, was tun bei einem hohen FSH-Wert?

Ein hoher FSH-Wert weist darauf hin, dass immer weniger gute Eizellen produziert werden, also bereits eine Reduzierung der Eizellreserve stattfindet. Im Allgemeinen ist bei Frauen ab 40 natürlicherweise dieser Wert physiologisch erhöht. In den Jahren vor der Menopause schwankt der FSH-Wert, bis er sich schließlich auf einem höheren Niveau stabilisiert hat (FSH >25 IE/L).

Leider ist es nicht möglich, die Alterung zu stoppen. Dennoch gibt es ein paar Sachen, die bei einem hohen FSH vielleicht ein wenig helfen könnten.

1. Gute Fettsäuren

Fettsäuren sind wichtig für die Herstellung von Hormonen im Körper. Es gibt Hinweise, dass essentielle Fettsäuren oder ihre Stoffwechselprodukte, die Prostaglandine, die Rezeptoraktivität von Progesteron und Östradiol modulieren.

Zu den entscheidenden Fettsäuren zählen Omega-3, Omega-6 und Omega-9, wobei es empfehlenswert ist, quantitativ mehr Omega-3 zu sich zu nehmen, da Omega-6 ohnehin in den meisten industriell hergestellten Ölen enthalten ist, wie z.B. Mais-, Raps- und Sojaöl, und mit sehr vielen verarbeiteten Lebensmitteln aufgenommen wird.

Eine gute Quelle für Omega-3 sind Fischöl, Leinöl und ölhaltige Fische wie Lachs, Hering, Makrele und Sardine.

Lebensmittel, die Omega-9 enthalten sind Sonnenblumenöl, Avocados, Nüsse und Körner.

2. Grünes Gemüse

Grünes Gemüse und Meeresalgen versorgen Ihren Körper mit den notwendigen Vitaminen und Mineralstoffen, die für ein gesundes Hormonsystem erforderlich sind. Dazu zählen:

Grünkohl, Weißkohl, Brokkoli und Spinat. Zu den Meeresalgen gehören Seetang, Wakame, Nori usw. Sie können auch auf Spirulina zurückgreifen, falls Ihnen der Geschmack von Algen nicht so zusagt. Es ist sehr zu empfehlen, mehrmals am Tag diese Nahrungsmittel zu sich zu nehmen, sei es in Form von Smoothies, Salaten oder gedünstetem Gemüse.

3. Maca

Maca, eine Gemüse ähnliche Wurzel, stammt aus den Anden und ist dort seit Jahrtausenden als Fruchtbarkeits- und Stärkungsmittel bekannt. Es gleicht den Hormonspiegel aus und hat somit eine positive Auswirkung auf die Freisetzung von Hormonen. 2000 – 3000 mg ist die empfohlene Tagesdosis.

4. Ginseng

Ginseng wird in der traditionellen Medizin Ostastiens bereits seit über 2.000 Jahren angewendet. Er umfasst ein weites Anwendungsgebiet, u.a. die Unterstützung von Herz-Kreislauf, Magen-Darm etc. und unterstützt die Hirnanhangsdrüse und den Hypothalamus, die beide für die Regulierung von FSH essentiell sind. Es ist wichtig, auf die Qualität zu achten, da es mehrere Arten gibt, aber nur einen „echten“, der besonders wirkungsvoll ist. Es ist der Panaxginseng C. A. Meyer („echter koreanischer“ Ginseng). Sie können ihn in Form von Kapseln zu sich nehmen. Empfohlen werden zweimal täglich zwei Kapseln à 500 mg.

5. Mönchspfeffer (Vitex, Agnus castus)

Mönchspfeffer reguliert den weiblichen Hormonhaushalt und die Herstellung von FSH und LH (luteinisierendes Hormon). Er wird in zahlreichen verschreibungspflichtigen Medikamenten verwendet, die den Zyklus regulieren sollen.

Mönchspfeffer unterstützt auch den Gelbkörper bei der Hormonproduktion in der 2. Hälfte des Zyklus und hilft bei Menstruationsbeschwerden. Mönchspfeffer (in der Apotheke: Vitex oder Agnus castus) gibt es in Form von Kapseln, die Einnahme kann sich einige Wochen bis zwei bis drei Monate hinziehen, bis erste Veränderungen auftreten.

6. Ein optimaler BMI, Bewegung und Entspannung

Ein gesundes Gewicht ist natürlich sehr förderlich, denn sowohl Unter- als auch Übergewicht können Störfaktoren sein. Ferner sind Bewegung und Entspannung von großer Bedeutung. Um Stress zu verringern, können Sie sich entweder sportlich betätigen oder auch eine für Sie passende Entspannungsmethode auswählen wie z.B. Yoga, Qigong, Meditation, autogenes Training. Auch ein ausgedehntes warmes/heißes Bad mit ätherischen Ölen wie z.B. Lavendel, Melisse oder Ylang-Ylang kann Wunder bewirken. Und außer Frage ist ausreichender Schlaf ein weiteres wichtiges Element, um Stress zu reduzieren. Dabei kann ein geregelter Schlafrhythmus sehr hilfreich sein.

7. Reflexzonenmassage?

Der Fuß wird in verschiedene Reflexzonen eingeteilt, die unterschiedlichen Teilen Ihres Körpers zugeordnet sind. Die Fußreflexzonenmassage soll sich durch die Verbindung der einzelnen Areale mit den jeweiligen Organen und Muskeln positiv auf deren Arbeit und Allgemeinzustand auswirken und etwaige Beschwerden innerhalb der betroffenen Körperteile lindern oder beheben.

Laut Reflexzonenmassage ist der große Zeh mit der Hirnanhangdrüse verbunden. Um diese zu stimulieren können Sie täglich den Ballen des großen Zehs massieren.

Sie haben einen Kinderwunsch? Ich kenne mich mit Vitaminen, Hormonen und Eizellen gut aus und kann Ihnen helfen, Ihre Ernährung und Vitaminpräparate so anzupassen, dass es zu Ihrem persönlichen Hormonbild optimal passt! Verlieren Sie nicht zu viel Zeit, indem Sie alles Mögliche ausprobieren; bereiten Sie Ihren Körper optimal, individuell und in kürzester Zeit auf die Schwangerschaft vor. Das sagen meine Klientinnen nach der Beratung.

NEU (Juli 2019): Wie können Sie Ihren Körper auf die Schwangerschaft vorbereiten? Wie die Qualität der Eizellen auf dem natürlichen Wege verbessern? Was sagen die neuen wissenschaftlichen Daten dazu?

Treffen Sie mich auf folgenden Veranstaltungen (Eintritt immer kostenlos, bringen Sie gern Ihre Freundinnen mit!!)

07. August 2019: 19:00 – 21:00 Hotel Novotel, Fischerinsel 12, Berlin-Mitte (für Snacks ist gesorgt)

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14.09 Dresden – Fortbildungsforum Naturheilkunde – Medfora
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Hormonbehandlung und hormonelle Stimulation

Bei der Behandlung von weiblichen Fruchtbarkeitsstörungen spielen Hormonpräparate eine wichtige Rolle. Auch wenn eine Fruchtbarkeitsstörung beim Mann liegt, greift die Behandlung oft in den Hormonhaushalt der Frau ein.

© BZgA/HN/Eichhöfer

Fruchtbarkeitsstörungen haben bei Frauen häufig hormonelle Gründe. Sie betreffen vor allem die Eizellreifung. Je nach Art der Hormonstörung, ihrem Ausmaß und dem Zeitpunkt, an dem der Monatszyklus gestört ist, kommen verschiedene Hormontherapien infrage.

Eine Hormonbehandlung ist oft langwierig und mit unangenehmen Nebenwirkungen verbunden. Sie sollte deshalb stets so niedrig wie möglich dosiert und genau auf das individuelle Problem abgestimmt sein. Außerdem darf sie nur unter ärztlicher Kontrolle durchgeführt werden. Der Behandlung vorausgehen muss immer eine gründliche Diagnostik, zu der auch die eingehende Untersuchung des Partners gehört.

Diagnostik: Zyklusbeobachtung

Zur Diagnostik von weiblichen Fruchtbarkeitsstörungen und zugleich zur Vorbereitung auf eine mögliche Hormonbehandlung wird häufig zunächst der Zyklus der Frau beobachtet (Zyklusmonitoring). Sein Verlauf lässt sich mit Ultraschall und durch Bestimmung verschiedener Hormonwerte im Blut genau untersuchen. An verschiedenen Tagen im Zyklus überprüft die Ärztin oder der Arzt die Größe des heranreifenden Eibläschens sowie das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut.

Die Zyklusbeobachtung kann die Chancen für eine Schwangerschaft verbessern, da mit ihr auch der optimale Zeitraum für eine Befruchtung festgestellt werden kann.

Zu viel Prolaktin

Ein hormonelles Ungleichgewicht kann durch eine Überproduktion des Hormons Prolaktin entstehen (Hyperprolaktinämie). Prolaktin ist ein Hormon, das unter anderem nach der Geburt die Milchproduktion der Mutter anregt und gleichzeitig den Eisprung unterdrückt. Bei nicht schwangeren Frauen kann ein erhöhter Prolaktinspiegel die Eierstockfunktion und damit die Empfängnisfähigkeit entscheidend einschränken.

Mögliche Ursachen für erhöhte Prolaktinwerte sind zum Beispiel Störungen der Schilddrüsenfunktion, die Einnahme spezieller Medikamente (Antiallergika, Antidepressiva u.a.) oder eine Tumorerkrankung der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse). Wenn diese Ursachen ausgeschlossen wurden, kann die Frau prolaktinhemmende Medikamente einnehmen. Sie sollen die Prolaktinwerte normalisieren und einen regelmäßigen Zyklus mit Eisprung wieder ermöglichen.

Zu viele männliche Hormone

Auch Frauen bilden in geringen Mengen männliche Hormone (Androgene), darunter Testosteron und DHEA-S. Sie werden in den Eierstöcken, der Nebennierenrinde und im Fettgewebe produziert. Der weibliche Körper braucht sie für die Bildung von Östrogenen, der wichtigsten weiblichen Hormongruppe. Ein Zuviel an Testosteron und DHEA-S kann jedoch die Eierstockfunktion massiv beeinträchtigen und darüber hinaus zu einigen männlichen körperlichen Merkmalen führen (verstärkter Haarwuchs an entsprechenden Körperstellen, Akne und Haarausfall). Wenn sich außerdem vermehrt Zysten in den Eierstöcken bilden und der Zyklus gestört ist, spricht die Medizin von einem Polyzystischen Ovarialsyndrom (PCO).

Eine Überproduktion von männlichen Geschlechtshormonen tritt häufig zusammen mit starkem Übergewicht auf. Meist wird betroffenen Frauen empfohlen, ihren Hormonhaushalt auf natürliche Weise zu normalisieren, indem sie abnehmen.

In anderen Fällen können Medikamente helfen, sowohl die Bildung der männlichen Hormone als auch ihre Wirkung auf den weiblichen Zyklus zu verringern.

Hormonbehandlung bei einer Eierstockschwäche

Bei der primären Eierstockschwäche (Ovarialinsuffizienz) schüttet der Eierstock weniger Östrogen aus. In der Folge produziert der Körper vermehrt das follikelstimulierende Hormon (FSH) und das luteinisierende Hormon (LH), um die Eierstöcke zu stimulieren. Bei einer Eierstockschwäche ist die Reifung der Eibläschen gestört, sodass kein Eisprung mehr stattfindet und die Menstruation ausbleibt. Die Ursachen können sehr vielfältig sein und bleiben häufig unklar.

Lassen sich in den Eierstöcken mittels einer Gewebeprobe noch genügend entwicklungsfähige Vorstufen von Eizellen finden, können Hormonpräparate die Eierstockfunktion möglicherweise wieder herstellen.

Hormonelle Stimulation

Frauen mit Zyklusproblemen erhalten häufig niedrig dosierte Hormonpräparate, die das Reifen der Eizellen anregen sollen. Ergibt die Ultraschallkontrolle, dass die Eibläschen eine bestimmte Größe und Reife erreicht haben, kann mit einem weiteren Hormon der Eisprung ausgelöst werden. Sodann wird dem Paar empfohlen, zu welchem Zeitpunkt es Geschlechtsverkehr haben sollte.

Stellt die Ärztin oder der Arzt bei der Ultraschall-Untersuchung fest, dass aufgrund der Hormonstimulation zu viele Eizellen herangereift sind, rät sie oder er von einem ungeschützten Geschlechtsverkehr dringend ab. Eine komplikationsreiche Mehrlingsschwangerschaft mit Drillingen, Vierlingen oder gar Fünflingen könnte die Folge sein.

Eine niedrig dosierte hormonelle Stimulation geht oft einer Samenübertragung in die Gebärmutter (Intrauterine Insemination) voraus, um die Chancen auf eine Befruchtung der Eizelle zu erhöhen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn bei den Voruntersuchungen bei der Frau Veränderungen am Gebärmutterhals festgestellt wurden oder beim Mann die Zahl, Beweglichkeit oder Form der Spermien nicht optimal, aber noch recht gut sind. Für schwere Formen einer gestörten Samenzellproduktion eignet sich das Verfahren nicht.

Hormonelle Stimulation bei IVF oder ICSI

Die hormonelle Stimulation der Eierstöcke ist fester Bestandteil verschiedener Verfahren der künstlichen Befruchtung – selbst wenn die Fruchtbarkeit nicht bei der Frau, sondern beim Partner beeinträchtigt ist. Die hormonelle Stimulation soll dafür sorgen, dass mehrere Eizellen gleichzeitig heranreifen, um sie im Rahmen einer In-vitro-Fertilisation (IVF) oder Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) befruchten zu können.

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Es kommen verschiedene hormonelle Stimulationsverfahren infrage: mit Tabletten oder Spritzen, die jedoch meist kombiniert werden. Oft nimmt die Frau vor der eigentlichen Stimulation der Eierstöcke eine Zeitlang die Pille, um den Zeitpunkt des nachfolgenden Stimulationszyklus besser kontrollieren zu können.

Die Stimulationsbehandlung beginnt in den ersten drei Tagen der nächsten Monatsblutung damit, dass täglich hoch dosierte Hormonpräparate genommen werden. In den darauf folgenden fünf Tagen kontrolliert die Ärztin oder der Arzt die Reifung der Eizellen per Ultraschall und bestimmt die Hormonwerte mit Bluttests. Ziel der Stimulation ist, dass die Eierstöcke mehrere Eibläschen gleichzeitig bilden.

Haben die Eibläschen die bestmögliche Größe erreicht, löst die Ärztin oder der Arzt mit einer Hormongabe den Eisprung aus. Etwa 36 Stunden später erfolgt in örtlicher Betäubung oder einer Kurznarkose die Eizell-Entnahme. Dazu führt die Ärztin oder der Arzt unter Ultraschallkontrolle ein feines Punktionsgerät in die Scheide der Frau ein und entnimmt die Eizellen aus dem Eierstock. Die Eizellen können dann außerhalb des Körpers befruchtet werden.

Risiko der Überstimulation

Eine hormonelle Stimulation birgt Risiken. Es können unangenehme Nebenwirkungen wie Hitzewallungen, Schwindelgefühle und Sehstörungen auftreten. Deshalb bedarf die Behandlung einer sorgfältigen ärztlichen Kontrolle, insbesondere wenn die Frau sich die täglichen Hormongaben selbst spritzt.

In seltenen Fällen kommt es zum sogenannten ovariellen Überstimulationssyndrom (OHSS). Dabei vergrößern sich die Eierstöcke oder es entstehen zu viele und zu große Eibläschen. Ein Überstimulationssyndrom verursacht einen aufgeblähten Bauch, Schmerzen, Übelkeit und Atemnot. Die Ärztin oder der Arzt muss sofort verständigt werden. Bei starken Symptomen kann ein Krankenhausaufenthalt notwendig werden. Im Extremfall kann ein OHSS lebensbedrohlich sein.

Eine sorgfältige Diagnostik im Vorfeld der Behandlung und die engmaschige Kontrolle der Hormonwerte sowie der Eizellreifung können das Risiko eines OHSS senken, aber nicht gänzlich ausschließen.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 28.02.2017

Gynäkologen: 50 Praxen im Beratungstest

Was wird gemacht? Blutentnahme zur Bestimmung der Konzentration verschiedener Hormone in der Phase der Wechseljahre. Preisspanne: Pro Hormon 14,57 bis 23,46 Euro.

Ist der Nutzen wissenschaftlich erwiesen? Die Bestimmung von Geschlechtshormonen, wie follikel-sti­mulierendes Hormon (FSH), Östrogene, luteinisierendes Hormon (LH), ist nicht geeignet

  • zur Feststellung der Wechseljahre,
  • zur Vorhersage des Eintritts der Menopause,
  • zum Ausschluss der Fruchtbarkeit.

Ergänzende Hinweise: In den Wechseljahren unterliegen die Geschlechtshormone erheblichen individuellen Schwankungen. Normale und erhöhte oder erniedrigte Werte wechseln sich ab. Die Diagnose sollte deshalb auf der Basis klinischer Symptome, wie zum Beispiel unregelmäßige Blutung, gestellt werden. Eine Verhütung ist bis zur Menopause erforderlich, da in der Phase der Wechseljahre Zyklen mit und ohne Eisprung wechseln können.

Für wen sinnvoll? Die Bestimmung von Geschlechtshormonen kann bei Verdacht auf Erkrankungen sinnvoll sein, zum Beispiel bei Ausbleiben der Menstruation ohne Wechseljahressymptome.

So berieten die Gynäkologen

Die meisten Ärzte rieten richtigerweise von einer Hormonspiegeluntersuchung ab. Doch nur fünf Gynäkologen informierten gründlich über alle Aspekte der Untersuchung. Immerhin fragten neun Ärzte die Patientinnen auch nach Wechseljahresbeschwerden.

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Warum Hormontests wichtig sind

Hormontests können Ihnen einen Hinweis darauf geben, ob die Hormonspiegel in Ihrem Körper sich im vorhergesehenen Bereich befinden und ob die Hormone ihren Aufgaben uneingeschränkt nachgehen können. Hormone sind Botenstoffe in unserem Körper. Sie wandern mit dem Blut, um chemisch verschlüsselte Informationen von einem Teil des Körpers zu einem anderen weiterzugeben. Je nach Hormon dauert diese Informationsübermittlung unterschiedlich lang, von wenigen Sekunden bis zu mehreren Stunden. Am Ziel angelangt lösen Hormone meist eine komplexe Kette von Reaktionen aus. Auf diese Weise sind sie an zahlreichen Vorgängen im Körper beteiligt.

Drüsen in bestimmten Organen stellen die Hormone her. Adrenalin und Cortisol werden beispielsweise in der Nebenniere gebildet, das Schlafhormon Melatonin in der Zirbeldrüse im Gehirn, das Glückshormon Serotonin im Darm und in Nervenzellen, die Sexualhormone Östrogen und Testosteron vor allem in Eierstöcken beziehungsweise Hoden. Den Spiegel dieser Hormone können Sie mit den cerascreen® Hormontests messen.

Wenn der Hormonspiegel durcheinandergerät

Denn die Konzentration von Hormonen im Körper kann durcheinandergeraten. Entsteht so ein Hormonmangel oder -überschuss hat das mitunter schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit. Die Beschwerden, die damit einhergehen, sind vielfältig und nicht immer leicht zu deuten.

Chronischer Stress kann beispielsweise einen dauerhaft erhöhten Cortisolspiegel mit sich bringen, was das Risiko einer Osteoporose erhöht und vermutlich auch mit Depressionen zusammenhängt. Bei einem zu hohen oder zu niedrigen Spiegel des Schlafhormons Melatonin kommt es zu Schlafstörungen und Schlafmangel. Ist die Konzentration des Glückshormons Serotonin in zu gering, machen sich Antriebslosigkeit, Müdigkeit und gedrückte Stimmung breit.

Auch die Sexualhormone können bedenklich schwanken. Sinken die Östrogenwerte bei Frauen schon vor den Wechseljahren zu stark, bleiben Regelblutungen frühzeitig aus und es kommt im schlimmsten Fall zur Unfruchtbarkeit. Ein Testosteron-Mangel kann unter anderem zu weniger Muskelkraft und körperlicher Leistungsfähigkeit sowie zu Erektionsstörungen führen. Zu viel Testosteron wiederum äußert sich bei Frauen durch eine tiefere Stimme, einen verminderten Sexualtrieb und Störungen im Menstruationszyklus, bei Männern durch Impotenz, Haarausfall und Blähungen.

Hormontests – Hormonspiegel messen

Da die Symptome eines aus dem Ruder gelaufenen Hormonspiegels oft uneindeutig sind, kann es sich lohnen, die Werte zu testen. Zu hohe oder zu niedrige Hormonspiegel geben auch nicht selten Hinweise auf Krankheiten und ungesunde Gewohnheiten, gegen die Sie vorgehen können.

Mit den cerascreen® Selbsttests können Sie die Spiegel der Hormone Cortisol, Melatonin, Serotonin, Östrogen und Testosteron messen. Dafür entnehmen Sie eine oder wenige einfache Speichel- oder Urinproben und schicken sie an unser Fachlabor. Sie erhalten daraufhin einen ausführlichen Ergebnisbericht mit Ihren Messwerten und Tipps, wie sich der Spiegel des jeweiligen Hormons in den grünen Bereich bringen lässt. Melatonin-Schwankungen beispielsweise können Sie mit Supplementen oder Lichttherapie entgegenwirken, zu wenig Östrogen mit einer Ernährungsumstellung und einem zu hohen Cortisol-Spiegel mit Stressbewältigung und Entspannungstechniken

Hormonstatus bestimmen: Was heißt das und wer trägt die Kosten?

Es gibt unterschiedliche Gründe, den Hormonstatus von Frauen bestimmen zu lassen. Ein unerfüllter Kinderwunsch ist einer davon. Das solltest du darüber wissen.

Warum wird der Hormonstatus untersucht?

Die Hormone regeln als Botenstoffe viele Stoffwechselvorgänge und beeinflussen Wachstum, Entwicklung, Stoffwechsel und Sexualität. Sowohl bei Frauen als auch bei Männern können sie aus dem Gleichgewicht geraten.

Das kann zu unklaren Beschwerden führen, zum Beispiel Hitzewallungen, Gereiztheit, Leistungsabfall, Stimmungsschwankungen, Libidostörungen und weitere funktionelle Störungen. Oft ist ein unerfüllter Kinderwunsch der Grund, den Hormonstatus zu untersuchen, oder die Frage, ob eine Frau sich bereits der Menopause nähert.

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Hormonstatus bestimmen: So geht‘s

Meist wird diese Untersuchung vom behandelnden Gynäkologen veranlasst. Um den Hormonstatus zu analysieren, wird in der Arztpraxis nüchtern, also vor der ersten Tagesmahlzeit, Blut abgenommen und in ein Fachlabor geschickt. Die Werte, die dort bestimmt werden, sind bei Frauen vor der Menopause folgende:

  • Östrasiol (E2)
  • Progesteron
  • DHEA-S
  • LH
  • FSH
  • SHBG
  • Testosteron
  • IGF-1

In der Menopause sind vor allem Östron (E1), Östradiol (E2) und FSH interessant.

Was lässt sich am Hormonstatus ablesen?

Ein häufiger Grund, warum bei Frauen der Hormonstatus untersucht wird, ist der unerfüllte Kinderwunsch. Die Hormonwerte geben Aufschluss darüber, ob alles so funktioniert, wie es soll.

  • Der FSH-Wert (follikelstimulierendes Hormon) zeigt an, ob die Eizellen in den Eierstöcken optimal heranreifen.
  • Der LH-Wert (Luteinisierendes Hormon) steuert die Funktion der Eierstöcke und kann Aufschluss über den Eisprung geben. Auch Östrogen und Östrasiol werden in den Eierstöcken gebildet. Zu niedrige Werte stehen dem Kinderwunsch im Weg.
  • Progesteron, auch Gelbskörperhormon genannt, bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung der befruchteten Eizelle vor. Stimmt dieser Wert nicht, kommt selbst bei einer erfolgtreichen befruchtung nicht so leicht eine Schwangerschaft zustande.
  • DHEA ist ein bedeutender Vorläufer der weiblichen und männlichen Geschlechtshormone und wird im fortschreitenden Alter immer weniger gebildet.
  • SHBG ist ein Protein, dass Sexualhormone durch das Blut transportiert.
  • IGF 1 steht für insulinähnliche Wachstumsfaktor 1 und gibt Aufschluss über diverse Stoffwechselprozesse.
  • Testosteron ist zwar als männliches Sexualhormon bekannt, kommt aber auch bei Frauen vor – nur der Wert sollte bei Kinderwunsch nicht zu hoch sein.

Außerdem zeigt der Hormonstatus an, in welcher Phase ihrer Fruchtbarkeit eine Frau sich befindet, ob die Wechseljahre bereits vor der Tür stehen oder die Menopause schon begonnen hat.

Hormonstatus bestimmen bei Männern

Auch bei Männern gibt es gute Gründe, den Hormonstatus zu überprüfen. So kommen auch sie in eine den Wechseljahren von Frauen ähnliche Phase, in denen sich Körper und Stoffwechsel verändern. Osteoporose, Adynamie, Libidoverlust und andere Funktionsstörungen sowie psychische Auswirkungen gehören zu den möglichen Folgen.

Wenn ein unerfüllter Kinderwunsch vorliegt und ein Spermiogramm gezeigt hat, dass nur wenige befruchtungsfähige Spermien im Ejakulat zu finden sind, dann kann eine Hormonstatusbestimmung Aufschluss über die Gründe geben. Entsprechend kann möglicherweise eine Hormontherapie oder eine andere Behandlungsform weiterhelfen.

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Wer bezahlt die Hormonstatusuntersuchung?

Besteht ein medizinischer Grund, den Hormonstatus zu untersuchen, übernehmen die Krankenversicherungen in der Regel die Kosten dafür. Und in den allermeisten Fällen wird es wohl Symptome wie Zyklusunregelmäßigkeiten oder aber ein Problem wie den unerfüllten Kinderwunsch geben, der dazu führt. Im Gespräch mit dem Arzt oder der Ärztin kannst du abklären, ob es sinnvoll ist, den Hormonstatus bestimmen zu lassen. Sollte das der Fall sein, werden die Kosten in der Regel von der Krankenkasse übernommen.

Ultraschall, Krebsvorsorge, Test auf sexuell übertragbare Krankheiten – bestimmte Untersuchungen beim Frauenarzt müssen Patientinnen selbst bezahlen. Viele bringen keinen großen Nutzen. Was Frauen über die IGeL-Zusatzleistungen wissen sollten.

In der Praxis beim Gynäkologen angekommen, gibt es für Patientinnen oft gleich eine Liste von möglichen kostenpflichtigen Extras. Einige Untersuchungen etwa zur Krebsfrüherkennung oder Tests auf sexuell übertragbare Krankheiten übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) nicht. Die individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) müssen Patientinnen selbst zahlen – und entscheiden, ob sie die Leistungen möchten.

Nutzen und Risiken abwägen

Patientinnen sollten sich vorab informieren, was bei einer Untersuchung genau gemacht wird und welchen Nutzen die Untersuchung haben kann, rät Elisabeth Buchinger von der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD). Auch wie gut die Methode geprüft ist, welche Risiken möglich sind und welche Folgen sich aus dem Ergebnis ergeben, sollten sie in ihre Entscheidung einbeziehen.

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Bedenkzeit nehmen und Vertrag abschließen

Generell rät Buchinger, sich nicht zu einer Untersuchung überreden zu lassen. „Es ist immer möglich, eine zweite Meinung von einem anderen Arzt einzuholen.“ Dringend sind IGeL nie. Unbedingt sollte die Patientin vor der Behandlung nach den Kosten fragen und einen schriftlichen Behandlungsvertrag mit dem Arzt schließen, empfiehlt Buchinger.

Weitere Hilfe bietet der IGeL-Monitor

Dort werden auf Grundlage wissenschaftlicher Studien Nutzen und Schaden von Selbstzahlerleistungen bewertet – ein Überblick:

Ultraschalluntersuchung der Eierstöcke

Frauen haben keinen Nutzen davon, wenn sie ihre Eierstöcke ohne konkreten Verdacht per Ultraschall untersuchen lassen, wie Christian Weymayr, Projektleiter des IGeL-Monitors vom Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS), sagt. Dagegen kann der Schaden massiv sein: Frauen werden durch die Untersuchung fälschlicherweise als Krebspatientinnen behandelt.

Laut einer Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften, der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebshilfe sollten auch Frauen mit erhöhtem Risiko keine Untersuchungen zur Früherkennung von Eierstockkrebs durchführen.

ThinPrep-Test

„Der ThinPrep-Test“ (Dünnschichtzytologie) wird vom Berufsverband der Frauenärzte nicht empfohlen, da er keine besseren Resultate zeigt als die konventionelle zytologische Untersuchung,“ sagt Albring. Zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs sei die Dünnschichtzytologie im Vergleich zum herkömmlichen Zellabstrich (Pap-Test) im Nutzen und Schaden gleich, sagt Weymayr.

HPV-Test

Der Test auf humane Papillomviren (HPV), die sexuell übertragen werden und von denen einige Virentypen zur Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beitragen können, habe für Frauen ohne auffälligen Krebsabstrich keinerlei Aussagekraft, sagt Albring.

Hormonanalysen wie Menopausen-Test und Hormonstatus:

Hat die Patientin keine Beschwerden und mit keinen Veränderungen des Körpers wie Müdigkeit und sexueller Unlust zu kämpfen, sei ein Hormontest sinnlos, sagt Albring. Die Probleme, die durch einen solchen Test gefunden werden, seien nur behandlungsbedürftig, wenn die Patientin unter Beschwerden wie Blutungsstörungen und Hitzewallungen leidet. (dpa/tmn)

Volkskrankheit Krebs: Was nach der Diagnose Brustkrebs zu tun ist

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