Helikopter eltern test

Inhalte

  • Eine Helikopter-Mutter ist überfürsorglich und fühlt sich für das Wohlergehen ihres Kindes über die Maßen verantwortlich.
  • Studien weisen darauf hin, dass diese Überbehütung negative Folgen für die Entwicklung des Kindes haben kann.
  • Kinder brauchen Freiräume, um sich auszuprobieren und um aus Fehlern zu lernen.

Es gibt Mütter und auch Väter, die es mit der Fürsorge ihres Kindes etwas zu genau nehmen. Klettern und auf Baumstämmen balancieren? Nein, das Kind könnte fallen! Mit acht Jahren die 500 Meter Schulweg allein zurücklegen? Viel zu gefährlich.

Das Phänomen der Helikopter-Mutter ist immer wieder ein Thema in den Medien und wird von vielen pädagogischen Experten kritisch gesehen. Möchten Sie wissen, wo eine liebevolle Erziehung anfängt und wo die Überbehütung beginnt? In diesem Beitrag erfahren Sie, was eine Helikopter-Mutter ausmacht und wie Eltern ein gesundes Mittelmaß für sich finden.

1. Definition „Helikopter-Mutter“ – was ist das?

Helikopter-Mütter können ihre Kinder nicht loslassen.

Zum ersten Mal wurde der Begriff „Helikopter-Eltern“ wahrscheinlich 1990 von den amerikanischen Psychiatern Foster W. Cline und Jim Fay benutzt. Seither steht er sprichwörtlich für übervorsichtige Eltern, die ständig – wie ein Helikopter – um ihr Kind kreisen. Die Eltern von Maria trauen den Erziehern in der Kita nicht zu, dass sie wissen, was für ihre kleine Tochter gut ist. Dann landet vielleicht eine Anweisung im Kitafach, die auf die Minute genau vorgibt, wie das Kind in den Mittagsschlaf begleitet wird.

Auch in der Schule können Helikopter-Mütter schlecht loslassen und bestehen darauf, mit auf Klassenfahrt kommen zu dürfen, weil der Filius sich sonst allein fühlen könnte.

Sie leben in permanenter Angst, dass ihrem Kind etwas zustoßen könnte, was seine körperliche oder geistige Entwicklung nicht fördern könnte. Dabei haben Sie weder Vertrauen in die zunehmende Selbstständigkeit des Kindes noch in die Fähigkeiten von Pädagogen. In der öffentlichen Wahrnehmung ist vor allem die Helikopter-Mama präsent, das Verhältnis zwischen Vater und Sohn steht selten im Fokus.

Diese allgemeinen Eigenschaften zeichnen Helikopter-Mütter aus:

  • Ständige Nähe: Helikopter-Mütter möchten gern möglichst oft Zeit mit ihrem Kind verbringen. Auch wenn bei jüngeren Kindern Spielfreunde zu Besuch sind, möchten sie gern Teil des Spieles sein oder zumindest dabei sein. Das Abnabeln fällt der Mutter hier schwerer als dem Kind.
  • Kontrolle: Helikopter-Mütter möchten gern die Kontrolle über ihr Leben und das der Kinder haben. Ein Zwang zur Perfektion ist Teil davon: Durch eine möglichst optimale frühkindliche Förderung soll das Kind die besten Voraussetzungen für das Leben haben. Dazu gehört die Wahl des besten Kindergartens und der besten Schule, Freunde aus einem Haushalt mit einem hohen Bildungsniveau und das Auswählen von Hobbys, die einen „Zweck“ haben.
  • Übernahme der kompletten Verantwortung: Indem Helikopter-Mütter die Kontrolle über den Lebenslauf des Kindes haben, verfolgen sie auch den Schulweg des Nachwuchses. Sie fühlen sich dafür verantwortlich, dem Kind den Weg zum schulischen Erfolg zu ebnen.
  • Erhöhtes Sicherheitsbedürfnis: Helikopter-Mütter fühlen sich in jeglicher Hinsicht für die Sicherheit ihres Kindes verantwortlich. Das führt dazu, dass in Deutschland durchschnittlich zwei von drei Kindern mit dem Auto zur Schule gefahren werden, obwohl der Weg auch zu Fuß oder mit dem Rad machbar wäre.

2. Ursachen für das Auftreten von Helikopter-Eltern

Es gibt keine klare Meinung darüber, was die Ursachen für eine Helikopter-Elternschaft sind. Jedoch handelt es sich um ein gesamtgesellschaftliches Phänomen, das immer stärker auftritt. In einer zunehmend komplizierten Welt, die Erwachsenen immer mehr Strukturierung und Leistungswille abverlangt, werden Kinder oftmals als ein weiteres „Projekt“ betrachtet. Dieser Impuls beginnt schon bei Babys und folgt in das Kleinkindalter bis die Kinder erwachsen sind. Selbst dann können diese Eltern oft noch nicht loslassen.

2.1. Elternschaft als Projekt

Dem Projekt „Elternschaft“ soll zum Erfolg verholfen werden, in dem alles für die bestmögliche Entwicklung des Kindes getan wird. Dazu gehört, mögliche „Störfaktoren“ auszuschalten. Bekommt Louis schlechte Noten in Mathe, ist der Lehrer Schuld. Er muss dafür sorgen, dass das Kind bestmöglich gefördert wird, was sich in guten Noten zeigen soll.

Genauso werden Spielkameraden danach ausgesucht, ob sie der Entwicklung des eigenen Kind in irgendeiner Weise zuträglich sind. Deshalb sollte Maria besser nicht mit Laura spielen, die gern rosa trägt und nur mit Puppen spielt. Das passt gar nicht in das Geschlechterverständnis der auf Fortschritt bedachten Helikopter-Mutter.

Der bekannte dänische Familientherapeut Jesper Juul wirft Eltern, die das Sozialleben der eigenen Kinder auf die Art vorselektieren, einen ausgeprägten Narzissmus vor.

2.2. Fehlende Vorbilder in der Erziehung und gesellschaftlicher Druck

Mit der Globalisierung sind immer mehr Familien in der Welt verstreut. Es fehlt das sprichwörtliche Dorf, das zum Erziehen eines Kindes notwendig ist. Eltern fehlt es dann an greifbaren Vorbildern in der Erziehung, die als Orientierung dienen könnten. Sie sind verunsichert und wollen doch nur das Beste für ihr Kind. Dann werden womöglich viele Elternratgeber gelesen, die sehr viele Tipps und Geschichten zur optimalen Erziehung bieten.

Anstatt zu beruhigen, verwirrt diese Literatur noch zusätzlich. Sie nimmt Eltern das natürliche Bauchgefühl, das ihnen sagt, was für das Kind gerade richtig ist. Mütter und Väter sehen dann schnell nur noch die Gefahren und Stolperfallen im alltäglichen Leben.

Zudem bleiben Kinder häufiger Einzelkinder. Das trägt dazu bei, dass Eltern sich auf das Wohl dieses einen Kindes fokussieren. Lebt die Familie dann noch in einer Stadt, sind Eltern noch mehr darauf fokussiert, ihr Kind nicht einer gefährlichen Situation auszusetzen: Die stark befahrene Straße, Müll auf Spielplätzen, die giftigen Unkräuter in der Parkanlage, freilaufende Hunde, unvorsichtige Fahrradfahrer und überhaupt das quirlige Stadtleben werden automatisch zu Bedrohungen für Leib und Leben.

Im Englischen werden Helikopter-Eltern auch „paranoid parents“ genannt. Im Dänischen entwickelte sich aus dem Sport die Metapher „curlingbarn“, weil Eltern wie in der Sportart Curling für ihre Kinder alle Hindernisse „beiseitewischen“.

Helikopter-Müttern und Vätern fehlt dabei das gesunde Maß an Vorsicht und Nachsicht. Dabei sind die Folgen dieser Überbehütung selten förderlich für die Entwicklung von Kindern.

3. Folgen der extremen Überbehütung

Helikopter-Eltern nehmen ihrem Kind alle Verantwortung ab.

Die einen belächeln Helikopter-Mütter, die anderen sind ernsthaft besorgt. Studien weisen darauf hin, dass Helikopter-Mütter der Gesundheit ihrer Kinder genauso schaden wie Eltern, die ihre Kinder vernachlässigen.

Eine der bekanntesten Studien stammt von Nicole B. Perry von der University of Minnesota und ihrem Team. Sie beobachteten unter anderem, dass Kinder von Helikopter-Eltern Probleme haben, ihre Impulse zu kontrollieren. Sie haben teilweise Probleme sich in sozialen Gruppen einzufügen und Leistungsdefizite zu verarbeiten. Wenn Paul von seiner Mutter immer gesagt bekommt, was er machen soll, fehlt ihm ganz einfach die Erfahrung, selbstständig zu handeln. Kinder müssen viele verschiedene Erfahrungen machen und auch einmal Misserfolge einstecken, um ihre sozialen Fähigkeiten zu stärken. Kindern von Helikopter-Eltern fehlt das.

3.1 Elterntaxi

In den vergangenen Jahren kommt es vor Schulen vermehrt zu Staus und Unfällen, weil Eltern ihre Kinder mit dem Auto bis zur Schule fahren. Einige Schulen haben Bannkreise von 200 bis 300 Meter ausgerufen, damit Schülerinnen und Schüler die letzten Meter des Schulweges selbstständig zurücklegen müssen.
Genau dieses Verwehren von eigenen Erfahrungen ist laut der Studie die Ursache für die Ergebnisse. Darf ein Kind niemals auf einen Baum klettern, weil die Eltern Angst haben, es könnte herunterfallen, wird es weniger Mut entwickeln, sich Herausforderungen zu stellen. Wird ein Kind niemals damit konfrontiert, sich in einer Gruppe beweisen zu müssen, schwächt das seine sozialen Kompetenzen. Genauso müssen Eltern lernen, Kinder allein zu lassen, damit sie auch ohne den direkten Rückhalt der Eltern in Gruppen bestehen können.

Gut zu wissen: WissenschaftlerInnen der University of Toronto und der Bowling Green State University haben mit ihrer Studie bestätigt, dass die ständige Nähe zwischen Eltern und Kind keine förderliche Wirkung hat.

4. Empfehlungen für eine wertschätzende Erziehung

Helikopter-Mütter versuchen auch ältere Kinder zu kontrollieren.

Ob Sie selbst vielleicht zu den Helikopter-Müttern gehören oder tagtäglich als ErzieherIn mit ihnen zu tun haben – es ist wichtig zu wissen, wie eine wertschätzende und ausgewogene Erziehung aussehen kann.

Die Helikopter-Elternschaft stellt ein Extrem der Überbehütung dar und schlägt damit etwas über das Ziel hinaus. Es gibt drei Themenbereiche, in denen Eltern Ihr eigenes Verhalten beobachten und reflektieren sollten.

  • Sicherheit: Alle Eltern möchten ihr Kind in Sicherheit wissen. Das sollte aber nicht bedeuten, dass sie alle brenzligen oder potenziell nicht ungefährlichen Situationen vermeiden. Es geht vielmehr darum, dass Eltern ihre Kinder dabei unterstützen, die notwendigen Fähigkeiten zu erlernen, um sicher durch das Leben zu kommen. Denn: Nicht nur der Fahrradhelm schützt vor Unfällen, sondern vor allem die Kompetenz, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen. Eltern müssen ihren Kindern den Raum für eigene Erfahrungen lassen. Nur wenn sie sich einmal ein blutendes Knie beim Spielen holen, lernen sie, Risiken besser einzuschätzen. Bekommen sie diese Möglichkeit nicht, fehlt ihnen ein gutes Stück Selbsterfahrung.
  • Verantwortung: Wenn ein Kind sehr klein ist, tragen Eltern die Verantwortung für sein Wohlergehen und seine Entwicklung. Aber bereits Kleinkinder unter drei Jahren können Stück für Stück lernen, was es bedeutet, für etwas verantwortlich zu sein. Mit kleinen Aufgaben wie zum Beispiel dem täglichen, selbstständigen Aufhängen der Jacke oder dem spielerischen Ausräumen des Geschirrspülers bauen sie Selbstvertrauen auf und erfahren das Gefühl der Selbstwirksamkeit: Ihnen wird bewusst, dass Sie Ihre Umwelt aktiv mitgestalten können. Nehmen Eltern ihren Kindern alles ab und schützen sie in der Schule vor Konfrontationen mit Lehrern und Auseinandersetzungen mit Mitschülern, lernt das Kind nicht, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen.
  • Geborgenheit: Liebe und Geborgenheit gehören zu den wichtigsten Voraussetzungen für eine gute Kindesentwicklung. Sie zeigt sich aber nicht unbedingt darin, dass Eltern ständig um das Kind schwirren und auf alle Bedürfnisse des Kindes uneingeschränkt und sofort eingehen. Das liebevolle Verhältnis zwischen Eltern und Kind bildet vielmehr den Rahmen für eine Erziehung, die darauf setzt, Kinder zu selbstständigen Personen zu erziehen. Fühlen Kinder sich ständig beobachtet und gegängelt, bekommen sie das Gefühl, nur geliebt zu werden, wenn sie funktionieren. Sie reagieren mit Resignation und die Eltern-Kind-Beziehung leidet.

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Schlimmer als Helikopter-Eltern: Rasenmäher-Eltern schaden Kindern noch mehr

Diese neue Generation von Eltern bezeichnen Experten auch als “Rasenmäher-Eltern”. Sie gehören gewissermaßen zur Familie der “Helikopter-Eltern” : Dieser inzwischen gängige Begriff beschreibt Eltern, die überfürsorglich mit ihren Kindern umgehen und sinnbildlich wie ein Helikopter über ihrem Nachwuchs schweben, um ihn vor potenziellen Gefahren zu schützen.

  • Mehr zum Phänomen Helikopter-Eltern: Das stille Leid der Kinder von überfürsorglichen Eltern

Rasenmäher-Eltern machen ihren Kindern den Weg frei

Der Begriff “Rasenmäher-Eltern” ist dagegen vergleichsweise neu. Er kam auf, nachdem Ende August ein Lehrer, der anonym bleiben möchte, auf der Website Wearetheachers.com über seine Erfahrungen mit Eltern und Schülern berichtet hat.

Er erklärt den Begriff so:

“Rasenmäher-Eltern tun alles, was nötig ist, um ihr Kind vor Rückschlägen, Auseinandersetzungen oder Misserfolgen zu bewahren. Anstatt ihre Kinder auf Herausforderungen vorzubereiten, mähen sie Hindernisse nieder, sodass ihre Kinder sie gar nicht erst zu spüren bekommen.”

Das klingt vielleicht erstmal recht harmlos. Doch der Lehrer erklärt weiter:

“Indem wir Kinder großziehen, die nur wenige Auseinandersetzungen erlebt haben, erschaffen wir keine glücklichere Generation von Kindern. Wir erschaffen eine Generation, die keine Ahnung hat, was sie tun soll, wenn sie tatsächlich mal auf ein Hindernis stößt. Eine Generation, die beim bloßen Gedanken an einen Misserfolg in Panik ausbricht oder komplett abschaltet. Eine Generation, für die Scheitern so schmerzhaft ist, dass sie Bewältigungsmechanismen wie Sucht, Schuldzuweisung und Verinnerlichung benötigt, um damit klarzukommen.”

Auch eine Professorin einer amerikanischen Universität in Pittsburgh berichtet in einem Blogbeitrag anonym über ihre Erfahrungen mit Rasenmäher-Eltern – und beschreibt die gravierenden Folgen des Erziehungsstils für die Kinder:

  • Sie entwickeln keine eigene Motivation und haben keinen eigenen Antrieb, denn sie wissen nur, wie man dem Weg folgt, den die Rasenmäher-Eltern bereits vorbereitet haben.
  • Sie sind nicht in der Lage, große oder kleine Entscheidungen zu treffen, ohne Hilfestellung von anderen.
  • Sie bekommen ständig die Botschaft vermittelt, dass sie nicht gut genug sind, um ihre eigenen Probleme zu lösen.

Kinder von überfürsorglichen Eltern haben häufiger Probleme in der Schule

Lehrer, Erzieher, Professoren und andere Experten beobachten diesen Trend seit Jahren und warnen vor den Folgen. Kinder von überfürsorglichen Eltern haben Untersuchungen zufolge größere Schwierigkeiten, ihre Impulse und Emotionen zu kontrollieren – eine Fähigkeit, die extrem wichtig ist, um sich in sozialen Gefügen zurechtfinden zu können.

Was im Kleinen auf dem Spielplatz beginnt, setzt sich in der Schulzeit fort. Dort kann es für die Kinder dann zur Belastungsprobe werden:

“Kinder, die ihre Emotionen und ihr Verhalten nicht effektiv regulieren können, werden mit größerer Wahrscheinlichkeit im Unterricht stören, mehr Probleme damit haben, Freunde zu finden und häufiger Schwierigkeiten in der Schule haben”, sagte Nicole Perry von der University of Minnesota Twin Cities über die Ergebnisse einer Langzeitstudie bei der die Auswirkungen eines überfürsorglichen Erziehungsstils untersucht wurden.

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Erfolgreiche Kinder um jeden Preis

Nicht nur in den USA, auch in Deutschland sehen Experten die Gefahren eines solchen Erziehungsstils für die Kinder. Immer häufiger wird auch hierzulande darüber berichtet, dass Kinder Aufgaben abbrechen, hinschmeißen, zornig, oder trotzig reagieren, wenn sie auf eine Herausforderung stoßen. Die Angst vor dem Scheitern ist so groß, dass manche Kinder sich gar nicht erst an eine Aufgabe herantrauen.

“Wenn Kinder nie lernen, Enttäuschungen oder Rückschläge hinnehmen zu müssen, werden sie zu schwachen Persönlichkeiten ″, warnte der Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsforscher Klaus Hurrelmann. Kein Kind könne lebenstüchtig werden, wenn man ihm nie gestatte, auch mal ein Risiko einzugehen. Es sei wichtig, auch die Erfahrung zu machen, dass Hindernisse überwunden werden können.

Doch Kinder von “Rasenmäher-Eltern” stoßen kaum einmal auf ein Hindernis. Sie sind es gewohnt, einen vorgegeben Weg zu folgen. Ihre Eltern wollen sie – vermutlich aus falsch verstandener Liebe – vor negativen Erfahrungen bewahren.

Gleichzeitig haben sie eine sehr hohe Erwartungshaltung an ihre Kinder. Sie greifen auch deshalb so stark in ihr Leben ein, weil sie wollen, dass die Kinder sie sie erfolgreich sehen wollen – ob nun in sozialer oder akademischer Hinsicht.

Wenn Eltern bei Hausaufgaben helfen, üben sie unbewusst Druck aus

“Viele Eltern machen den Fehler, dass sie sich als Partner des Kindes verstehen und alles mit dem Kind zusammen machen. Dabei kann das Kind nicht lernen, auf eigenen Beinen zu stehen und es kann dann auch nicht lernen, mit einer Enttäuschung auf angemessene Weise umzugehen.”

Dies zeige sich dann häufig in der Grundschule, beispielsweise, wenn ein Kind im Matheunterricht Schwierigkeiten hat. Die Eltern wollen verständlicherweise, dass ihr Kind sich verbessert, achten auf die Erledigung der Hausaufgaben, üben zu Hause viel mit dem Kind. Trotzdem gibt es eine schlechte Arbeit nach der anderen. “Das ist etwas, das viele Kinder heute nicht aushalten können ″, erklärte der Forscher. “Das ist für sie einfach unerträglich, weil die Mutter oder der Vater so intensiv mit ihnen gearbeitet haben und trotzdem ist nichts draus geworden.”

Die gut gemeinte Hilfestellung der Eltern wird dann schnell zum Problem. Durch das ständige Üben mit dem Kind haben die Eltern sich stark eingemischt. Vielen ist nicht bewusst, dass dieses Verhalten ein Kind stark unter Druck setzt und ihm das Gefühl vermittelt, dass die Eltern etwas Besseres von ihm erwarten.

“Es ist natürlich eine starke Belastung für ein Kind, wenn die Eltern so hohe Erwartungen haben”, sagte Hurrelmann. “Und es verhindert, dass das Kind sich traut, auch mal einen Fehler zu machen und diesen einzugestehen. Viele haben das Gefühl, dass sie sich keinen Fehltritt leisten dürfen, weil sie sonst ihre Eltern verletzen und enttäuschen könnten.”

Kinder setzen sich selbst herab, um nicht verletzt zu werden

Kinder würden so ziemlich alles tun, um sich die Liebe und Anerkennung ihrer Eltern zu sichern. Aus evolutionärer Sicht haben sie so ihr Überleben sichergestellt. Und dieses Bedürfnis ist Kindern bis heute nicht abhanden gekommen.

Um zu zeigen, was sie drauf haben, sind Kinder sogar bereit, sich richtig zu verbiegen. Wenn sie das jedoch tun, ohne dabei die Anerkennung der Eltern zu bekommen, geht das mit sehr großem Schmerz einher. Manche versuchen diesem Schmerz zu entgehen, indem sie zum Beispiel schon von sich aus sagen: “Ich bin eh schlecht in Mathe.” Auf diese Weise setzen sie sich selbst herab und greifen dem Urteil der Eltern vor.

In Wahrheit schämen die Kinder sich für ihre schlechten Leistungen. Nicht nur vor den Eltern, sondern auch vor Mitschülern und sogar vor sich selbst:

“Die Kinder beteiligen sich nicht am Unterricht, um ihre Unwissenheit vor anderen zu verbergen, und drücken sich vor Hausaufgaben, um vor sich selbst nicht zuzugeben, dass sie den Stoff nicht verstanden haben”, sagte Katharina Melbeck-Thiemann vom Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen schon vor Jahren im Gespräch mit der “Süddeutschen Zeitung”.

Wenn man sich das einmal bewusst macht, ist es unglaublich traurig, was diese Kinder – häufig natürlich unterbewusst – durchmachen. Es ist sicherlich nicht das, was die Eltern durch ihr Verhalten bezwecken wollen. Deshalb ist es wichtig, sich sein Verhalten bewusst zu machen und selbstkritisch zu prüfen, ob man seinem Kind genug Freiräume zur Persönlichkeitsentfaltung einräumt, oder ob man sich vielleicht doch an der ein oder anderen Stelle zu übergriffig verhält.

Anstatt zu versuchen, jede Situation zu kontrollieren, sollten Eltern lieber versuchen, ihrem Kind zu signalisieren, dass sie ihm vertrauen, meint Hurrelmann: “Diese Haltung ist so wichtig, weil sie dem Kind signalisiert, dass es für sich selbst verantwortlich ist.”

Eltern haben mehr Angst als Generationen vor ihnen

Gleichzeitig muss man sich aber auch fragen, wo die Ursache für das eigene Verhalten liegt. Warum fällt es Eltern zunehmend schwer, auf die Kompetenz ihrer Kinder zu vertrauen? Warum haben immer mehr Eltern das Gefühl, die Kontrolle übernehmen zu müssen – etwa, indem sie gemeinsam mit den Kindern Hausaufgaben machen?

Eine Erklärung lautet, dass Eltern heute mehr Angst haben, als die Generationen vor ihnen. Angst vor Gefahren. Angst vor dem Scheitern. Angst vor Ausgrenzung. Vielleicht haben sie selbst schlechte Erfahrungen in der Schule gemacht. Vielleicht wollen sie einfach nur, dass es ihren Kindern in jeder Hinsicht besser ergeht als ihnen selbst.

Wer Kinder hat, kennt diese Angst bestimmt und kann sie nachvollziehen. Doch diese Angst muss überwunden werden. Damit sie unsere Kindern nicht belastet und davon abhält, zu den großartigen Persönlichkeiten heranzuwachsen, die sie sind – ganz ohne unsere Hilfe.

Vielleicht ist das die schwierigste und zugleich die wichtigste Aufgabe, die Eltern haben.

Die Stimme meiner Mutter ist auf der Festplatte meiner frühesten Kindheitseindrücke gespeichert. Sie klingt immer zärtlich und nervös zugleich. In meiner Erinnerung ruft sie mich vom Balkon unseres Reihenhauses in Bonn. Ich hocke im Garten, gegen den Stamm des großen Kirschbaumes gelehnt. Ich sitze da und kritzele auf ein Stück Papier. Meine Mutter fragt nach mir. Intervallartig und immer lauter. In einer ähnlich verzweifelt klingenden Tonlage, in der ich heutzutage wohl eines meiner eigenen Kinder rufen würde, wenn es unauffindbar in einem Supermarkt herumirren würde. An der zunehmenden Lautstärke ihrer Stimme erkannte mein sechsjähriges Ich immer, dass es Zeit war, wieder hochzugehen, ins Haus reinzukommen. „Ach, da bist du“, sagte sie dann. „Ist was?“, fragte ich. „Nein, nichts.“

Ich war wie fast alle Kinder der Babyboomer-Generation ein Wunschkind. Nicht irgendein Wunschkind. Sondern das sinnstiftende, die Ehe reparierende Wunschkind. Meine Mutter wollte Kinder. Davon hing alles ab. Und dann kam ich. Der Sinn, dem alles andere untergeordnet wurde.

Caroline Rosales, geboren 1982 in Bonn, ist Autorin mehrerer Sachbücher, arbeitet als Redakteurin der Funke-Zentralredaktion in Berlin und ist Kolumnistin der „Berliner Morgenpost“. Sie schreibt hauptsächlich über Kultur- und Gesellschaftsthemen. Im Januar 2019 erscheint ihr neues Buch „Sexuell verfügbar“ (Ullstein). Sie lebt mit ihren zwei Kindern in Berlin und ist Gastautorin von „10 nach 8“. © Aram Pirmoradi

„Warum sollte die kleine Caroline nicht genauso viel wie eine Karriere wert sein?“, habe sie sich einmal gefragt. Das erzählte sie mir vor Jahren. Sie fand keine gute Antwort auf die Frage, warum ich nicht das Wichtigste in ihrem Leben sein sollte und blieb zu Hause. Lief mir nach, wischte den Rotz von meiner Kindernase, nahm mich jeden Tag zum Einkaufen mit, backte mir Kirsch-Marzipan-Kuchen, nähte mir rosa-weiß gestreifte Latzhosen mit Schmetterlingen und stickte meinen Namen drauf.

Meine Mutter gehörte zu der Gattung der Helikoptereltern, 20 Jahre bevor es das Wort überhaupt gab. Ich wurde als Kind und Heranwachsende überbehütet, täglich im Auto zur Schule gefahren und abgeholt, frühgefördert, gelobt, vor Fremden und Freunden in Schutz genommen, weil ich für alles beklatscht werden und mich nebenbei frei entfalten sollte, gleichzeitig gehorchen musste und nie alleine war. Wirklich nie. Meinen letzten Babysitter, der mich ins Bett brachte, hatte ich als Teenager, da war ich 14 Jahre alt.

Heute sagen Wissenschaftler, dass Helikoptereltern ihren Kindern schaden. Sie werden von Pädagogen wie dem Kinderpsychiater Michael Winterhoff kritisiert, ihren Nachwuchs zur Unselbstständigkeit zu erziehen. Sie würden Lehrer mit ihren Erwartungen für ihre Zöglinge terrorisieren und ihnen auf diese Weise gute Noten sichern, erklärte der lauteste Kritiker von Helikoptereltern, der Gymnasialdirektor und ehemalige Präsident des Lehrerverbandes Josef Kraus. In der neuen Mocumentary-Serie Andere Eltern des Senders TNT dürfen alle lachen, wenn vier Paare eine Elterninitativ-Kita samt Yoga und Schamane gründen wollen.

Ginge das so weiter, würde sich auch unsere Gesellschaft wandeln, moniert Kraus. „Lebten in ihr eines Tages nur noch gedrillte, verwöhnte, verschonte und überbehütete Menschen, würde dieses demokratische Gemeinwesen nicht mehr funktionieren, weil dann die tragfähige Basis fehlte“, sagt er. Meine Familie hätte ihm nicht gefallen.

Wir wohnten in einem grünen bewaldeten Teil des Rheinlandes – Parks, Auen und ein Bauernhof waren in Fahrradentfernung. Alleine durfte ich allerdings nicht dorthin. Wenn meine Schulkameradinnen nachmittags klingelten und fragten, ob Caroline zum Spielen rauskommen könnte, schickte meine Mutter sie wieder weg. „Das geht nicht“, sagte sie dann an der Tür. Ich hörte es aus dem Nebenzimmer. Wenn ich wissen wollte, warum ich nicht raus zum Spielen durfte, hieß es, dass unser Garten groß genug sei, dass ich noch Hausaufgaben zu machen hätte, dass ich das Streu des Hamsters wechseln musste, mein Zimmer aufräumen, Geige üben. Mir war nur erlaubt, Dinge im Haus oder im Garten zu tun, bei denen ich mich nicht verletzten konnte.

Der Radius, in dem Kinder sich beim Spielen frei bewegen können, ist extrem geschrumpft. Dazu gibt es eine Studie des Deutschen Kinderhilfswerks. In den Sechzigerjahren konnten sich Kinder etwa zwei Kilometer alleine von ihrem Zuhause wegbewegen, heute beträgt der Abstand 500 Meter. Mein Spielraum damals reichte sogar gerade einmal 100 Meter bis zum Gartenzaun. Als Kind war mir das aber egal. Mein Leben war in Watte gepackt, aber dennoch alles andere als schlecht.

Bist du eine Über-Mutti? 10 Anzeichen, dass du zu den Helikopter-Eltern gehörst

Es ist zwar wünschenswert, dass sich Eltern für ihr Kind interessieren und es unterstützen, doch man kann es leider auch übertreiben. Sogenannte Helikopter-Eltern versuchen, es ihrem Nachwuchs so leicht wie möglich zu machen. Beschützen es, wo es nur geht, bewahren es vor Fehlern … Das Problem: „Die Kinder werden unselbständig, unengagiert und maßlos anspruchsvoll“, so Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes und Autor des Buchs ‚Helikopter-Eltern‘.

Er warnt davor, es den Kindern zu leicht zu machen. Seiner Meinung nach sind Kinder sehr viel widerstandsfähiger als allgemein angenommen wird. Und er betont, dass sie nach schwierigen Erfahrungen häufig neue Stärken entwickeln.

Bist du ganz entspannt, wenn es um die Erziehung deiner Kinder geht oder gehörst du in die Kategorie Helikopter-Eltern? Falls ein Großteil der nachfolgenden Punkte auf dich zutrifft, solltest du vielleicht darüber nachdenken, ob du deinem Nachwuchs nicht ein paar mehr Freiheiten lassen solltest.

Mach den Test: Helikopter-Mama oder total relaxed?

1. Du bügelst jeden Fehler deines Kindes aus

Dein Kind hat beim Spielen die Fensterscheibe der Nachbarn eingeschlagen: Statt es selbst mit einer Entschuldigung rüberzuschicken, übernimmst du das. Genau wie bei allen anderen Missgeschicken und Fehlern, die deinem Kind passieren.

2. Du versuchst, deinem Kind das Leben so leicht wie möglich zu machen

Du fährst es überall mit dem Auto hin, erledigst kleine Dinge, damit sich das Kind voll auf seine Hausaufgaben konzentrieren kann und bist beim kleinsten Hindernis zur Stelle. Helikopter-Eltern setzen außerdem alles daran, dass ihr Kind bloß keine Fehler macht oder falsche Entscheidungen trifft.

3. Du hilfst jeden Tag bei den Hausaufgaben

Hausarbeiten ganz ohne dich? Undenkbar! Du sitzt jeden Nachmittag daneben, hilfst, wo es nur geht. Viele Helikopter-Eltern überprüfen danach auch noch mal ganz genau, ob sich wirklich kein Fehler eingeschlichen hat.

4. Du hast immer ein Auge auf dein Kind, wenn es draußen spielt

Dein Nachwuchs spielt draußen mit Freunden? Das macht dich ganz nervös. Du schaust alle 15 Minuten mit einem fadenscheinigen Grund auf den Lippen nach, ob alles ok ist. Was in Ordnung ist, wenn das Kind nicht älter als sieben ist. Ist es elf, dürfte es bald sehr genervt sein.

5. Du willst immer ganz genau wissen, wo und mit wem das Kind unterwegs ist

Du weißt ganz genau, mit welchen Kindern dein Nachwuchs spielt. Kennst die Eltern, hast den Fußball-Coach genau abgecheckt und deinen Sohn vielleicht in eine andere Mannschaft gesteckt, weil dir der Trainer der ersten Mannschaft nicht sympathisch genug war. Extrem übervorsichtige Helikopter-Eltern haben sogar eine App, mit der sie den Standort ihrer Kinder jederzeit peilen können.

6. Du hast die Laufbahn deines Kindes schon komplett geplant

Macht nichts, dass dein Kind gerade erst in den Kindergarten gekommen ist. Seine Zukunft steht für dich ganz klar fest. Erst die beste Grundschule im Ort, dann das von allen empfohlene Gymnasium einen Ort weiter und später wahlweise ein BWL- oder Jura-Studium. Kommt drauf an, wo man besser einen Job bekommt. Helikopter-Eltern haben das ganz genau im Blick.

7. Du checkst jedes Spielzeug vor dem Kauf genau

Spielzeug kaufen, weil es schön ist? Nicht mit dir! Wenn dein Kind einen neuen Herzenswunsch hat, kontrollierst du erstmal in Foren und ‚Stiftung Warentest‘-Ausgaben, ob dieses Spielzeug pädagogisch wertvoll ist. Auch Freunden gibst du immer genaue Anweisungen, welches Spielzeug sie deinem Kind schenken dürfen.

8. Du hast die Freizeit deines Kindes bis ins kleinste Detail durchstrukturiert

Einfach mal im Dreck spielen, stundenlang rutschen und schaukeln – dafür hat dein Nachwuchs keine Zeit! Neben Sport, Musik und Englisch muss er auch einmal die Woche zu den Pfadfindern (obwohl du das eigentlich viel zu gefährlich findest).

9. Du hast für jede Eventualität etwas in deiner riesigen Tasche dabei

Schicke Handtäschchen sind hübsch – aber nur was für andere Frauen. Als Helikopter-Mama hast du eine halbe Reisetasche dabei, mit allem, was man unterwegs brauchen könnte. Pflaster, Verbandszeug, gesunde Snacks, was zu trinken, das Englisch-Vokabelheft, falls zwischendurch Zeit zum Lernen ist …

10. Dein Leben wäre ohne Kind vollkommen inhaltslos

Selbst wenn Helikopter-Eltern beide berufstätig sind, ihr Leben dreht sich trotzdem zu 100 Prozent um den Nachwuchs. Eigene Hobbys, Interessen – gibt es nicht.

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Tatort Spielplatz. Mütter und Väter können ein Lied davon singen, welche Szenarien sich dort tag täglich zwischen Sandburg, rotzenden Nasen und Spielturm. abspielen. Ein Beispiel: Kind A steigt auf ein Klettergerüst. Mama A sitzt auf der Bank und sieht zu. Kind B steigt auf das gleiche Klettergerüst. Mama B springt in dem Moment hysterisch auf, rennt zu ihrem Spross und fleht ihn förmlich an, nicht zu hoch zu klettern und unter allen Umständen aufzupassen, weil es sich sonst jeden Knochen im Leib einzeln brechen könnte.

Und während Kind A vergnügt und vor allem stolz an der Spitze des Gerüsts angekommen ist und von Mama A ein freudiges „gut gemacht“ hört, steigt Kind B aus oben genannten Gründen von Mama B erst gar nicht weiter nach oben und spielt dann doch lieber auf festem Boden weiter. Wer von den beiden Müttern handelt hier richtig? Welche Erziehungsmethode ist die richtige? Wo hört Vorsicht auf und wo fängt das Helikopter-Eltern-Dasein an? Eine Frage über die seit Jahren hitzig diskutiert und zum Teil auch gestritten wird.

Was sind Helikopter Eltern?

Als Helikopter Eltern bezeichnet man Eltern, bei denen das Bedürfnis, ihr Kind zu beschützen und zu versorgen, übermäßig ausgeprägt ist. Außerdem steht für sie die ständige Überwachung im Vordergrund. Das Kind am Spielplatz einen Moment nicht unter Beobachtung haben? Keine Chance. Kinder die sich alleine mit ihren Freunden treffen, oder den Weg zur Schule alleine oder mit Freunden gehen? Auch das geht für Helikopter Eltern nicht.

Kritiker schlagen Alarm

Während die Eltern selbst die Problematik oft gar nicht als solche erkennen, sehen Experten bei dieser Form der Erziehung ganz klare Defizite. Nicht nur dass die Eltern in einem solchen Fall die drohenden Risiken für ihre Kinder fast immer zu hoch einschätzen, der Nachwuchs wird dadurch auch weniger und vor allem erst später selbstständig, als andere Kinder. Denn oft reicht das Helikopter Dasein der Eltern bis ins Erwachsenen Alter der Kinder.

Ein gesundes Mittelmaß

Natürlich sollen Eltern ihre Kinder vor Gefahren schützen. Natürlich soll Kind B nicht auf ein Klettergerüst steigen, von dem es unter Umständen böse stürzen könnte und das es mit den motorischen Fähigkeiten noch nicht erklimmen kann. Natürlich sollten Eltern ihre Kinder aber auch fördern und vor allem fordern. Und dazu gehört es auch, ihnen etwas zuzutrauen. Jeder von uns kennt dieses Gefühl, etwas geschafft zu haben, von dem man nie geglaubt hätte, dass man das wirklich hin bekommt.

Dieses Glücksgefühl etwas aus eigener Kraft erreicht zu haben – herrlich. Auch und vor allem Kinder brauchen diese Momente, um daran und über sich hinaus zu wachsen. Denn aus einem Klettergerüst wird irgendwann vielleicht das Abitur, die Abschlussprüfung, der Führerschein, das Vorstellungsgespräch etc. pp. Und ganz ehrlich: Am sichersten fühlt man sich in diesen Situationen doch immer noch, wenn da jemand ist, der einen auffängt falls es wirklich nicht klappt. Und einem nicht im Voraus schon sagt, dass das vermutlich eh nix wird.

Helikoptereltern – viele lästern, aber das Konzept funktioniert

Gibt es die sogenannte Helikoptererziehung wirklich, ist das ein neues Phänomen und warum bevorzugen Eltern eine Erziehungsform, die zugleich fordernd und bevormundend ist?

Das fragten sich Dr. Matthias Doepke, Professor für Wirtschaftswissenschaften, und Dr. Fabrizio Zilibotti von der Yale University. Anstoß für ihre Forschung war Doepkes Erkenntnis selbst ein Helikopterpapa zu sein. „Meine Eltern erwarteten, dass wir zum Essen auftauchen, zur Schule gehen und vor Einbruch der Dunkelheit zu Hause sind, aber ansonsten hatten wir viel Freiheit“, sagt Doepke. „Die Realität von heute ist so, dass meine Rolle als Elternteil viel intensiver ist. Ich verbringe viel Zeit mit Erziehung, genau wie die meisten anderen amerikanischen Eltern heute.“

Der Druck auf die Kinder wächst, Eltern versuchen, ihren Nachwuchs bestmöglich auf das Leben vorzubereiten und rauben ihnen Freiraum, der früher selbstverständlich war. Doch geht es um die Zukunftschancen der Kids, dann funktioniert die Helikoptererziehung. Das ist die Kernthese ihres Buches „Love, Money and Parenting: How Economics Explains the Way We Raise Our Kids.“ Schon im Titel wird klar, dass es kein Buch über Wohlfühlpädagogik ist. Denn Geld und Ökonomie stehen zumindest gleichberechtigt neben Liebe.

Es gibt viel Kritik an einem Erziehungsstil, in dem die Eltern das Aufwachsen ihrer Kinder wie eine Managementaufgabe organisieren. Auch offene Ressentiments. Etwa gegen Mütter, die ihre Kinder im Riesen-SUV zur Schule fahren. Diese Kritiker nehmen an, dass die Dominanz der Eltern zu trotzigen und verwöhnten Kindern führen wird, denen es später schwerfällt, sich ohne Eltern eigenständig im Leben zu behaupten.

Geld und Erziehung

Doepke und Zilibotti sind diesen Annahmen nachgegangen und haben das Gegenteil festgestellt. Helikoptererziehung funktioniert. Diese bestimmende und energische Auffassung von Kindheit und Erziehung bringt demnach den Kindern lebenslange Vorteile, vor allem wenn es um Bildungschancen und Beruf geht. Für ihre Untersuchung untersuchten die beiden die Leistungstests von 15-Jährigen auf der ganzen Welt. Dann wurden die Ergebnisse mit Berichten von Eltern und Jugendlichen verglichen, wie sie miteinander umgehen. Eine „intensive“ Erziehung führt auch dann zu besseren Leistungswerten der Kinder, wenn die Eltern der gleichen sozialen Gruppe angehören.

Fullscreen

Der Ernst des Lebens beginnt heute im Kinderzimmer.

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Am effektivsten sind Eltern die „autoritativ“, aber nicht diktatorisch vorgehen. Die Wortschöpfung meint Folgendes: Diese Eltern befehlen nicht, sie überzeugen ihre Kinder davon, die Dinge zu tun, die gut für sie sind. Es sei ein Irrtum, den Helikopter-Stil mit Bevormundung gleichzusetzen, so die Autoren. Allerdings kann es Zwischen energischen und gebildeten Eltern und ihren Kindern wegen der unterschiedlichen Fähigkeiten keine wirklich gleichberechtigte Diskussion geben – davor verschließen die Autoren die Augen. Sie glauben, die Eltern fördern Anpassungsfähigkeit, Problemlösung und Unabhängigkeit – allerdings in einer Atmosphäre, in der Leistung einen hohen Stellenwert hat.

Aus Daten aus den USA gewannen sie weitere Schlüsse: Autoritative Helikoptereltern sind besonders gut darin, dafür zu sorgen, dass ihr Nachwuchs universitäre Abschlüsse erreicht. Das ist der Schlüssel zu einer einträglichen Zukunft. Der dominante, dabei aber argumentative Erziehungsstil scheint die Träume von US-Eltern wahr werden zu lassen. Es ist weniger wahrscheinlich, dass diese Kinder Drogen nehmen, Rauchen oder Alkohol trinken. Obendrein warten sie länger mit dem Sex, und wenn benutzen sie Kondome.

Die sorglosen 70er sind vorbei

Warum überlässt man Kindern nichts mehr sich selbst? Fabrizio Zilibotti sagte zu „The Atlantic“, dass die wirtschaftlichen Bedingungen einen großen Einfluss darauf hätten, wie Eltern ihre Kinder erziehen. In den Vereinigten Staaten sei die Anzahl der Stunden, die Eltern damit verbringen, die Aktivitäten ihrer Kinder zu überwachen, dramatisch gestiegen.

„Dieser Trend ist besonders ausgeprägt in Ländern, in denen die wirtschaftliche Ungleichheit am stärksten zugenommen hat, und im Allgemeinen sehen wir dort mehr von dem, was als Helikoptererziehung bekannt geworden ist.“ Der Grund ist ganz einfach: „Eltern wollen, dass ihre Kinder im Leben gut abschneiden und erfolgreich sind. Und in einer Gesellschaft, die sehr ungleich ist, haben Eltern mehr Angst, dass ihre Kinder nicht zu Leistungsträgern werden.“

Anders sieht es aus in Ländern, in denen es wenig Ungleichheit gibt. Dort brauchen Eltern nicht so besorgt sein, weil die Kinder nicht allzu sehr abstürzen können.“ Den Eltern seien auch andere Dinge wichtig, sagte Zilibotti. Etwa dass ihre Kinder glücklich seien oder dass sie ihre Individualität ausdrücken können. Doch diese Dinge würden geopfert, sobald Gefahr für das Ideal „Leistungsträger“ bestünde.

Fortsetzung des Heiratsverhaltens

Letztlich überrascht die Studie über Helikoptereltern wenig. Ihre Ergebnisse schließen an Untersuchungen über das Heiratsverhalten an. Früher war die Heirat über Schichtengrenzen hinweg der mächtigste Motor des sozialen Aufstiegs. Inzwischen steht dieser Aufzug. Wohlhabende Akademiker heiraten ihresgleichen – damit schotten sich die oberen Schichten massiv nach unten ab. In den USA wie in Deutschland ist der soziale Aufstieg durch das veränderte Heiratsverhalten inzwischen praktisch zum Stillstand gekommen.

In dem Helikopter-Stil haben diese Power-Paare offenbar ihre Form der Erziehung gefunden. Damit dürften sich die Kinder der Habenichts-Eltern weiter abhängen. Doepke und Zilibotti glauben, dass dieser Effekt langfristig die Kluft zwischen Arm und Reich weiter vergrößern wird.

Quellen: PDF Version von „Love, Money, and Parenting. How Economics Explains the Way We Raise Our Kids. Matthias Doepke and Fabrizio Zilibotti“

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Helikopter Eltern – Was sich dahinter verbirgt

Der Begriff „helicopter parents“ kam in den 1990er-Jahren auf. Bei uns erlangte er allerdings erst in den letzten Jahren Bedeutung. Derzeit wird das Phänomen in den Medien häufig diskutiert. Als Helikopter-Eltern werden „überfürsorgliche und überängstliche Eltern“ bezeichnet, die ihrem Kind kaum von der Seite weichen und sein Leben bis ins letzte Detail kontrollieren und bestimmen wollen. Wie ein Beobachtungs-Helikopter kreisen sie immer über ihrem Kind und lassen es nicht aus den Augen. Zwei Motivationsgründe spielen dabei eine Rolle: die Angst, dem Kind könne etwas zustossen, und die Angst, das Kind könne ohne eine entsprechende Förderung in der harten Leistungsgesellschaft nicht bestehen.

Wie äussert sich das „Helikoptern“?

Helikopter-Eltern sind immer sofort zur Stelle, um alles Unangenehme und Schlechte von ihrem Kind fernzuhalten. Das beginnt bereits bei den ersten Krabbel- und Gehversuchen und erstreckt sich über die gesamte Kindergarten- und Schulzeit. Doch auch danach ist mit der elterlichen Fürsorge noch nicht Schluss, denn eine freie Studien- oder Berufswahl hat das Kind nicht – schliesslich soll einmal etwas aus ihm werden.

Helikopter-Eltern überlassen nichts dem Zufall und vertrauen niemandem. Das bekommen auch Erzieher und Lehrer zu spüren, die regelmässig ihre Erziehungs- und Unterrichtsmethoden rechtfertigen müssen. Und auch das private Leben des Kindes wird völlig kontrolliert und durchgeplant. Welches Spielzeug hat den grössten pädagogischen Wert? Welches Hobby hat den grössten Nutzen für den späteren Werdegang des Kindes? Wer sind seine Freunde? Nach der Schule geht es zum Klavierunterricht, zum Tennis, zum Chinesischunterricht für Erstklässler und zur Chorprobe – natürlich mit dem Elterntaxi. Zeit zum Toben und freies Spielen gibt es kaum, und wenn doch, spielen Mama und Papa vorsichtshalber mit – es könnte ja etwas passieren.

Die Folgen der Überbehütung

Helikopter-Eltern stehen deshalb in der Kritik, weil sie ihren Kindern keinen Freiraum zur Entwicklung lassen und dadurch mitunter unselbstständige, herrische Tyrannen heranziehen. Ein Kind muss Fehler machen und auf die Nase fallen dürfen, um zu lernen. Es muss selbst ausprobieren können, damit es seine Stärken kennenlernt und seine Schwächen akzeptiert. Es muss auch mal – in gewissem Mass – Leid erfahren haben, um Mitleid empfinden zu können. Und es muss seinen Lebensweg selbst wählen dürfen. Doch dazu sind Kinder von Helikopter-Eltern nicht in der Lage.

Denn dem Kind wurde beständig vorgelebt, dass für seine Fehler jemand anderes verantwortlich ist: der Erzieher, der Lehrer, der Freund, der ein „schlechter Umgang“ war, und so weiter. Es durfte nie selbstständig handeln – etwa den Schulweg alleine meistern – und es hat nie gelernt, mit Frustration umzugehen. Das verursacht nicht selten schwere Entwicklungsstörungen, die sich im späteren Leben des Kindes auf ganz unterschiedliche Weise äussern. Oder das Kind entwickelt sich einfach zu einer für sein Umfeld unangenehmen Person.

Kinder

Helikopter-Eltern sind Mütter und Väter, die es mit dem Wohl ihrer Kinder vielleicht ein bisschen zu gut meinen. Sie behüten ihre Kinder, damit ihnen ja nichts Schlimmes passieren kann. Damit nehmen sie ihren Kindern jedoch oft die Möglichkeit, Fehler oder negative Erfahrungen zu machen und vor allem, aus diesen zu lernen.

Das kann den Kindern im späteren Leben schaden. „In der Folge verpassen sie die Gelegenheit, aus ihren Fehlern Lektionen fürs Leben zu lernen; Lektionen fürs Leben, die ihrer emotionalen Intelligenz zuträglich wären“, erklärte Psychiaterin Marcia Sirota in einem Gastbeitrag für Business Insider.

Wie früh dieses Überbeschützen schon einen negativen Einfluss auf die Entwicklung der Kinder haben kann, zeigt nun eine Langzeit-Studie von Forscherinnen aus den USA und der Schweiz. Das Ergebnis: Kinder, bei denen im Alter von zwei Jahren über-kontrollierendes Verhalten der Mutter beobachtet wurde, wurden im Alter von fünf mit schlechterer Emotions- und Selbstkontrolle in Verbindung gebracht. Dies wurde wiederum mit mehr emotionalen und schulischen Problemen im Alter von zehn in Verbindung gebracht.

Eltern meinen es gut, beeinflussen die Entwicklung der Kinder aber oft negativ

Ihre Ergebnisse haben die Forscherinnen in der Fachzeitschrift „Developmental Pychology“ veröffentlicht. Über einen Zeitraum von acht Jahren haben sie 422 Kinder untersucht, als sie zwei, fünf und zehn Jahre alt waren. Im ersten Test sollten die Mütter unter Beobachtung vier Minuten lang mit ihren Zweijährigen mit verschiedenen Spielzeugen spielen und sie anschließend gemeinsam zwei Minuten aufräumen.

Dabei wurde bewertet, inwiefern die Mutter die Kontrolle über Aufgabe und Kind übernommen hatte. Manche Mütter versuchten ihren Kindern ständig vorzuschreiben, wie sie mit Spielzeugen spielen und wie sie hinterher aufräumen sollten und waren dabei offenbar zu streng oder fordernd.

„Eltern, die über-kontrollieren sind meist sehr wohlmeinend und versuchen ihre Kinder zu unterstützen und für sie da zu sein“, sagte Nicole Perry, Mitautorin der Studie von der University of Minnesota Twin Cities, gegenüber „The Guardian“. „Um emotionale Fähigkeiten und Verhaltenskompetenzen zu fördern, sollten Eltern den Kindern jedoch erlauben, eine Reihe von Emotionen zu erleben und ihnen Raum geben, diese Emotionen selbständig zu üben und auszuprobieren und dann die Kinder führen und ihnen helfen, wenn die Aufgabe zu groß wird.“

Kinder mit über-kontrollierenden Eltern haben später oft Probleme in der Schule

Im Alter von fünf wurden zwei Tests durchgeführt, um die Emotions- und Selbstkontrolle der Kinder zu testen. Mit dem ersten Test sollte Frustration bei den Kindern ausgelöst werden, indem der Versuchsleiter zwischen sich und dem Kind Süßigkeiten unfair aufteilte und anschließend auch die Süßigkeiten des Kindes nahm und aß.

Im zweiten Test wurden den Kindern verschiedene Formen — geometrische Figuren und Tiere — gezeigt. Diese Formen hatten andere, kleinere Formen im Inneren, zum Beispiel ein großer Kreis mit mehreren kleinen Quadraten darin. Die Kinder mussten immer die kleinere Form benennen und durften sich nicht von der größeren Form ablenken lassen.

Zudem wurden die Lehrer der Kinder, einmal im Kindergarten und einmal in der fünften Klasse, zu ihrem Verhalten, ihren schulischen Leistungen und ihren sozialen Fähigkeiten befragt. Im Alter von zehn wurden dann auch die Kinder selbst zu ihren schulischen und emotionalen Problemen befragt.

Die Forscherinnen fanden dabei eine Korrelation zwischen Müttern, die ihre Kinder im Alter von zwei über-kontrollierten und einer negativen Entwicklung der Emotions- und Selbstkontrolle im Alter von fünf. „Unsere Forschung hat gezeigt, dass Kinder mit Helikopter-Eltern möglicherweise weniger in der Lage sind, die anspruchsvollen Anforderungen des Erwachsenwerdens zu bewältigen, insbesondere bei der Navigation in der komplexen Schulumgebung“, sagte Perry in einer Pressemitteilung der American Psychological Association. „Kinder, die ihre Emotionen und ihr Verhalten nicht effektiv regulieren können, werden wahrscheinlicher im Unterricht stören, mehr Probleme haben, Freunde zu finden und Probleme in der Schule haben.“

Es ist schwer zu sagen, wie viel Kontrolle „zu viel“ ist

Es gibt aber auch Kritik an der Studie. Zum einen wurden die Mütter darin nur auf ein überfürsorgliches Verhalten kontrolliert und es wurde nicht untersucht, ob sie unter Angststörungen oder ähnlichem litten und zum anderen erscheint die Untersuchungszeit von insgesamt sechs Minuten im ersten Test relativ kurz.

„Während die Studie eine Verbindung zwischen dem, was sie über-kontrollierende Elternschaft nennen und späteren Problemen zeigt, heißt das nicht, dass dies die Ursache für spätere Probleme sei, es bedeutet, dass es damit einhergeht — und sie beobachteten die Eltern nur für sechs Minuten“, erklärte Janet Goodall von der University of Bath gegenüber „The Guardian“.

Zudem sei es schwierig zu sagen, wie viel elterliche Kontrolle „zu viel“ sei und, dass kulturelle Faktoren, zum Beispiel wie gefährlich die Umgebung eines Kindes ist, miteinbezogen werden sollten, wenn das Verhalten der Eltern beurteilt wird.

Perry erklärte, Eltern könnten ihren Kindern dabei helfen, zu lernen, wie sie ihre Emotionen und ihr Verhalten kontrollieren, indem sie mit ihnen darüber reden, wie sie ihre Gefühle verstehen und ihnen erklären, welches Verhalten aus ihren Gefühlen entstehen kann. Zudem könnten sie ihnen positive Bewältigungsstrategien wie Atemübungen, Musikhören, Malen oder sich an einen ruhigen Ort zurückzuziehen zeigen.

Kindheit im 21. Jahrhundert ist gar nicht einfach. Wer auf einen Spielplatz geht, wird bemerken, dass Eltern immer präsent sind. Ein paar Mütter sitzen vielleicht zusammen, doch die meisten Eltern sitzen gemeinsam mit ihren Kindern in der Sandkiste, rutschen und machen Spielangebote. Einfach mal alleine spielen? Das trauen Eltern ihren Kindern oft gar nicht zu.

Helikopter-Eltern – so nennt man übervorsichtige Eltern, die immer um ihr Kind kreisen (© Thinkstock)

Mama und Papa als unbezahlte Kinderanimateure

Erinnern Sie sich noch an die eigene Kindheit? Wie war das, wenn ein anderes Kind zu Besuch war? Heute jedenfalls meinen Mütter, dass sie ihrem Kind und dem Besucherkind etwas bieten müssen. Und zwar nicht nur einen Kakao, sondern noch ein tolles Bastelprojekt oder vielleicht ein Plätzchenbacken? „Kinder bespaßen“ wird das mit einem Schmunzeln genannt. Mama und Papa als Alleinunterhalter. Und das auch schon für die ganz Kleinen. Wenn Zweijährige ihre ersten Verabredungen haben, sitzen die Mütter immer daneben und bieten dem Nachwuchs Spielideen an.

Die Eltern organisieren das Spiel der Kinder, lösen Konflikte, entscheiden das tägliche Programm. Deshalb treffen sich Kinder nicht mehr wie früher auf der Straße oder spielen alleine in der Umgebung. Sie sind beim Kinderturnen, im Musikkurs, lernen Englisch oder werden zum Indoor-Spielplatz gebracht. Mama mutiert zum Taxi und Fachleute schütteln besorgt den Kopf. „Verinselung“ nennen die Soziologen diese Entwicklung, denn die Kindheit findet nur noch auf kleinen ausgewählten Flecken statt.

Eltern, die immer herumschwirren, rauben ihrem Kind Erfolge

Besonders schwierig ist es, dass viele Eltern konstant um ihre Kinder herumschwirren. Sie sind dienstbare Geister, jederzeit bereit einzugreifen oder sich einzumischen. Und damit tun sie weder sich, noch ihren Kindern einen Gefallen. Denn so rauben Sie ihren Kindern auch Erfolgserlebnisse. Obwohl sie eigentlich wissen müssten, wie wichtig es für den Nachwuchs ist, eigene Erfahrungen und Fehler zu machen.


Wieso werden Eltern Hubschrauber?

Die Amerikaner haben den Begriff der „helicopter parents“ – Helikopter-Eltern für diesen Erziehungsstil geprägt. Sie überbehüten und wollen vor Gefahren schützen und organisieren das Leben ihrer Kinder komplett. Aber warum?

Vielleicht weil viele Kinder eben langersehnte Wunschkinder später Eltern sind. Weil moderne Eltern sich eng an ihr Kind binden und es sehr lieben. „Wer über Jahre für sein Baby und Kleinkind da war, dessen Abhängigkeit gespürt hat, sein Bedürfnis nach Nähe, kann das alles nicht so einfach loslassen. Er möchte weiter wachen und über das Wohl seines Kindes bestimmen“, sagt der Entwicklungspsychologe Ulrich Diekmeyer.

Die sehr enge Bindung, Schwierigkeiten beim Loslassen können – und dazu kommt auch noch eine übersteigerte Erwartungshaltung. Wer mag sich schon den Vorwurf gefallen lassen, seinem Kind nicht alles bieten zu können? Und so werden eben Kurse angeboten und eine Animationsprogramm. Auch aus Unsicherheit heraus, denn es gibt immer weniger Kinder und vieles ist deswegen nicht mehr selbstverständlich. Beispielsweise war es in einer kleinen Wohnanlage mit 30 Wohneinheiten vor dreißig Jahren nie langweilig – einfach auf den kleinen Spielplatz gehen und schon fanden sich andere Kinder ein. Heute wohnen in solchen Anlagen einfach nicht mehr genügend Kinder, so dass sich eben auch nicht unkompliziert Spielpartner finden.

Eltern sind zu ängstlich – so lernen Kinder keine Eigenverantwortung

(© Thinkstock)

Viele Eltern fühlen sich auch durch die Medien und schreckliche Geschichten sehr verängstigt. Eine Fünfjährige einfach alleine hinausschicken? Was könnte da alles passieren? Kinder gelten als dauergefährdet und das unbeaufsichtigte Spiel als bodenloser Leichtsinn. Der britische Soziologe Frank Furedi nennt das Eltern-Paranoia. Denn die Bedrohung sei nicht real, das Kind kann nicht so schnell verletzt werden. Es sind die Eltern, die ihre eigenen Sorgen auf das Kind übertragen.

Tatsächlich ist es so, dass die Gefahren für Kinder heute nicht größer geworden sind. Viele Kinder starben im Strassenverkehr – auch weil Eltern ihren Nachwuchs ohne jede Sicherung sogar im Kofferraum eines Kombis transportierten. Heute gibt es die Pflicht, Kinder im Kindersitz mitfahren zu lassen, Herdschutzgitter und diverse andere Sicherheitsmaßnahmen, die Kinder gut schützen. Die Unfallstatistiken zeigen, dass die Zahl der getöteten Kinder deutlich gesunken ist.

Kinder spüren die Ängste der Eltern. Wer permanent kontrolliert, zeigt damit nicht nur die eigene Verunsicherung, er signalisiert dem Kind damit auch: „Ich glaube nicht, dass du das alleine schaffst.“ Damit wird das Kind vielleicht geschützt – vor einer vermeintlichen Gefahr. Es wird aber auch nicht lernen, sich etwas zu zu trauen.

Die Erziehungswissenschaftlerin Prof. Sigrid Tschöpe-Scheffler nennt dies „Krisenklau“. Und erklärt: “Sätze wie ‚Dazu bist du noch zu klein‘ oder ‚Lass nur, ich mach das schon‘ erziehen Kinder dazu, die Verantwortung an andere abzugeben. Sie werden träge, lust- und einfallslos.“

Kinder, die nie alleine spielen können und immer unter Aufsicht sind, lernen nicht, sich selbst zu beschäftigen. Und sie machen nicht die Erfahrung, wie man mit Risiken und Gefahren umgehen kann. Wer selbst keine Fehler machen kann, kann auch nicht lernen, wie man damit umgeht und an ihnen wachsen kann.

Wieviel Überwachung muss sein?

Natürlich sollte man Kinder auch nicht selbst überlassen. Kleinkinder sehen wirklich schlimme Gefahren nicht, können sich mit dem Wasserkocher verbrühen oder in einem Fischteich ertrinken. Sie brauchen unsere Aufsicht – aber nicht unser permanentes Spielangebot. Zweijährige können alleine mit Lego-Duplo spielen. Sie müssen eben auch lernen, sich selbst zu beschäftigen – und das geht nur, wenn Mama eben auch mal nicht mitbaut.

Kinder brauchen Fürsorge, Schutz und auch Kontrolle! Aber damit sie selbstständiger werden können, müssen sie dies auch in kleinen Schritten lernen. Es gibt keine Gebrauchsanweisungen dafür, wie das geht. Jedes Kind ist verschieden, manch Fünfjähriger kann wirklich schon allein mit seinem Freund auf dem Spielplatz spielen – wenn die Mutter in der Wohnung ist und jederzeit geholt werden kann. Andere Gleichaltrige sind vielleicht noch nicht so weit.

Erinnerungen können Eltern helfen – was noch?

Eltern, die ihren Kindern etwas zutrauen, brauchen keine Handys, die per GPS das Kind orten können. Sie wissen, dass sie sich auf ihren Nachwuchs verlassen können. Kinder brauchen Mut und Zutrauen. Das ist nicht einfach für uns Eltern.

Aber vielleicht hilft es, sich an die eigene Kindheit zu erinnern. An die Freude daran, im Garten mit den anderen Kindern eine Hütte zu bauen, an den Ball, der in den Tümpel gerollt war und den man herausfischte – obwohl das verboten war. An viele kleine Krisen, die gemeistert wurden.

Waren unsere Eltern locker, unbesorgter oder unbedarfter? Auf jeden Fall mutiger. Sätze wie: „Ach, mein Kind kann das schon“ waren häufiger. Erstklässler als Schlüsselkinder? Heute undenkbar, vor dreißig Jahren modern und normal.

Es ist nicht einfach, Kindergartenkinder und kleine Grundschüler alleine durch die Gegend stromern zu lassen. Aber vielleicht können wir lernen, wieder weniger Angst zu haben? Mehr Freiraum zu lassen, damit Kinder wieder mehr freie Kindheit erleben können?

Sehen Sie das auch so? Oder ist es vielleicht besser, dass Eltern heute viel vorsichtiger sind als ihre eigenen Eltern?


Buchautorin über Kindererziehung“Helikoptereltern sind angstgetrieben“

Sandra Pfister: In vielen Grundschule gibt es elternfreie Zonen. Sie beginnen direkt hinter her Glastür am Eingang: Dass die Eltern ihre Kinder nicht mehr bis ins Klassenzimmer bringen, soll die Abnabelung und die Selbstständigkeit fördern. Die Eltern aber erkämpfen sich ihren Einfluss an anderer Front: Manche gehen vehement gegen schlechte Noten vor, drohen sogar mit dem Anwalt. Carola Padtberg, Redakteurin beim Spiegel und selbst Mutter zweier Kinder, hat mit Lena Greiner zusammen ein Buch geschrieben: „Ich muss mit auf Klassenfahrt, meine Tochter kann sonst nicht schlafen.“

Es ist als Frontbericht angekündigt, und als Realsatire. Im Klappentext heißt es: „Helikopter-Eltern kreisen über ihren Kindern und fliegen ihnen sogar bis in die Uni hinterher. Sie sind ängstlich, ehrgeizig ― und vor allem nervig.“ Carola Padtberg ist also kein Fan von Helikoptereltern. Ich habe sie vor der Sendung gefragt, ob sie uns mal ein paar Beispiele dafür geben kann, was sie daran stört.

Carola Padtberg: Ja, das fängt ja schon im Kleinkindalter an, dass die Eltern anfangen, ihre ganz speziellen Wünsche durchsetzen zu wollen. Wenn die Kinder so klein sind, ist das auch noch fast ein bisschen niedlich, diese Bemühungen der Eltern. Die fordern dann, dass das Eis in der Mikrowelle angewärmt wird, damit es nicht so kalt ist, wenn die Kinder vielleicht eine Erkältung haben, oder sie bitten die Erzieher, zu ihren Kindern das Wort Nein nicht zu benutzen, denn das sei ja ein negatives Wort, und die Kinder sollen nicht mit so viel Negativem konfrontiert werden. Oder eine Mutter bat auch mal Erzieher im Kindergarten, sie mögen sich doch bitte immer auf die Klobrille setzen, um sie vorzuwärmen, denn das sei die Tochter von zu Hause auch so gewohnt. In der Grundschulzeit ist es dann allerdings schon nicht mehr ganz so lustig. Da kommen dann die Eltern in die Schulmensa und wollen ihren Kindern immer noch das Essen kleinschneiden. Oder sie warten in der Garderobe die Schulstunde ab, um das Kind den Pausen trösten zu können, oder sie verstecken sich hinter Büschen auf dem Schulhof, um zu beobachten, ob ihr Kind auch viele Freunde hat und nicht ausgeschlossen wird auf dem Schulhof. Bei einem besonders drastischen Fall in Hamburg hat es sich zugetragen, dass die Eltern nachmittags ihre Kinder abholen wollten, doch in der Nachmittagsbetreuung wurde ein neuer Erzieher eingestellt. Es war dessen erste Arbeitswoche, und der junge Mann spielte mit den Kindern auf dem Schulhof, und die Eltern konnten das Gesicht nicht sofort zuordnen. Statt die anderen Betreuer zu fragen, wer das denn sei, oder den jungen Mann anzusprechen, wählten dann die Eltern sofort die 110. Und dann kam ein Einsatzwagen und durchsuchte den Erzieher vor den Augen der Kinder. Das ist dann natürlich schon schrecklich.

„Eltern machen sich zu Erfüllungsgehilfen ihrer Kinder“

Pfister: Das ist jetzt ein Extrembeispiel, aber die Beispiele vorher waren ja auch sehr sprechend. Was nehmen diese Eltern aus Ihrer Sicht ihren Kindern denn?

Padtberg: Für eine Studie in der Universität Minnesota haben Forscher Helikoptereltern und deren Kinder begleitet, um zu sehen, wie sich denn überfürsorgliches Verhalten auf die Entwicklung auswirkt. Und das Ergebnis war, dass die Entwicklung tatsächlich gehemmt wird. Diese Kinder können ihre Gefühle und Impulse weniger gut regulieren und kommen mit Frust und Enttäuschung oder auch Angst und Neid deutlich schlechter klar, weil ihre Eltern ständig versuchen, negative Empfindungen im Vorfeld abzuwenden. Ich glaube aber auch, dass das Selbstvertrauen der Kinder darunter leidet, wenn die Eltern ihnen nie etwas zutrauen und sie nie etwas versuchen können zu lösen auf ihre Art und Weise, auch wenn sie vielleicht dabei zunächst einmal scheitern.

(imago images / Westend61)“Die deutschen Eltern sind eigentlich immer noch entspannt“
Helikopereltern seien „intensive Eltern“, die sich in die Erziehung ihrer Kinder reinhängten, sagte der Ökonom Matthias Doepke im Dlf. Angesicht der der heute herrschenden Wirtschaftsverhältnisse sei ihr Verhalten angemessen.

Pfister: Ich komme noch mal auf eine kleine andere Definition von Helikoptereltern zurück. Diese andere Form von Helikoptereltern, der sagt man ja nach, dass sie einfach fördern bis zum Umfallen. Das, was Sie jetzt geschildert haben, war so ein bisschen, die beschützen ihre Kinder und hüllen die in so einen künstlichen Kokon ein. Dieses Fördern, Kinder stark machen schulisch, sich bei den Hausaufgaben mit ihnen hinsetzen, mit ihnen den richtigen Studiengang diskutieren, was halten Sie davon?

Padtberg: Es geht natürlich auch um Ehrgeiz, das stimmt. Diese Fürsorge um die Kinder in jungem Alter überdehnt sich dann hin in einen Leistungsgedanken, um die Kinder bestmöglich auf das Leben vorzubereiten. Das geht dann so weit, dass die Eltern zu Hause Hausaufgaben und Referate für die Kinder erledigen. In einem Extremfall haben Eltern die falschen Ergebnisse in einer Klassenarbeit wegradiert, haben das richtige Ergebnis hingeschrieben und sind damit wieder zur Lehrkraft gegangen und wollten eine bessere Note für ihr Kind. Zur Not ziehen Eltern sogar mit Notenforderungen bis vors Gericht. Problematisch ist dabei, dass die Eltern sich dabei zu Erfüllungsgehilfen ihrer Kinder machen. Sie übernehmen die Verantwortung für jede Leistung, die das Kind erbringt, und ich glaube nicht, dass Kinder so lernen, selber Verantwortung zu übernehmen.

„Enttäuschungen sind wichtig für unser Resilienz“

Pfister: Es ist schmaler Grat, wie kriegen Sie das denn selbst hin, Sie sind ja selbst Mutter.

Padtberg: Ja, ich hab selbst drei Kinder, und ich muss schon zugeben, dass ich mich beim Schreiben manchmal ertappt gefühlt habe. Natürlich kenne ich Angst und Sorgen um Kinder und das Bedürfnis, ihnen das Leben so schön wie möglich zu gestalten und Enttäuschungen zu ersparen. Ich muss mich manchmal irre zusammenreißen, um nicht gleich einzugreifen, wenn ich glaube, dass etwas, was eines meiner Kinder vorhat, schiefgehen wird. Vermutlich mache ich einiges richtig mit meinen Kindern und einiges mach ich auch falsch. Ich glaube aber, dass man sich selber als fehlbar begreifen muss, um den Kindern auch zu zeigen, dass man Fehler machen darf und dass es okay ist und dass man aus diesen Fehlern lernen kann. Ich glaube auch, dass überfürsorgliches Verhalten letztlich aus dem Wunsch entspringt, eine perfekte Mutter oder ein perfekter Vater zu sein, und deshalb machen sich diese Eltern zu Freunden ihrer Kinder, um sie niemals zu enttäuschen. Letztlich sind aber Enttäuschungen wahnsinnig wichtig für unsere Entwicklung, denn nur so können wir ja auch Resilienz entwickeln und Durchhaltevermögen.

Pfister: Ich wollte noch mal auf eine Sache zurückkommen, bei der ich finde, dass Helikoptereltern auch so ein bisschen als Kampfbegriff gebraucht wird. Ich habe das Gefühl, – es kam ja auf in Deutschland zumindest, weil Josef Kraus vom Lehrerverband das ins Spiel gebracht hat. Worauf ich hinaus will, ist: Es sind Lehrer, die diesen Begriff ins Spiel gebracht haben, also wie sehr Eltern ihre Kinder gegenüber Lehrern verteidigen oder gegenüber Lehrern beschützen oder wie sie sich über Lehrer beschweren, das fließt da immer mit rein. Eine Soziologin, Désirée Waterstradt, die hat mal gesagt, der Begriff Helikoptereltern, der dient dazu, Eltern auf den Platz zu verweisen. Ist da was dran?

Padtberg: Ja, natürlich werden Eltern damit auf ihren Platz verwiesen. Es heißt ja so schön, man braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen, und das bedeutet ja, dass dieses recht egoistische „mein Kind first“ nicht aus uns gute Menschen macht. Lehrer haben natürlich am allermeisten darunter zu leiden, denn statt guten Unterricht zu machen, müssen die dann Eltern in ihre Schranken verweisen oder vom Schulhof schicken oder dafür sorgen, dass sie nicht die Hausaufgaben für ihre Kinder erledigen. Helikoptereltern sind ja sehr angstgetrieben, auch Angst vor prekären Lebenssituationen, vor Unsicherheiten, vor dieser globalisierten Welt, die kaum jemand überblicken kann. Ja, diese Angst manifestiert sich dann darin, dass sie besonders um ihre Kinder kämpfen und versuchen, denen alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Und manche davon ziehen das ja auch wirklich richtig lange durch. Die sitzen dann noch an der Universität mit in den Vorlesungen und schreiben mit.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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