Hebamme suchen wann

Wann muss ich eine Hebamme fürs Wochenbett suchen?

Antwort: Möglichst früh, jedoch spätestens 6-8 Wochen vor der Geburt.

Da seit der Einführung der DRG fast alle Frauen sehr früh (das heisst am 3. bis 4.Tag nach der Geburt) aus dem Spital entlassen werden, hat die Anzahl der Betreuungsanfragen bei den Hebammen rasant zugenommen. Freipraktizierende Hebammen gibt es nicht sehr viele und oft sind die Anfahrtswege zu den Familien zeitaufwändig. Die Geburtstage der Kinder sind (in der Regel…) nicht planbar. Oft gibt es in den ersten Tagen nach der Geburt Stillschwierigkeiten oder Stimmungsschwankungen, was häufigere Wochenbett-Besuche nötig macht. Dies alles sind Gründe, dass Hebammen nicht beliebig viele Frauen für Wochenbett-Begleitung annehmen können.

Suchen Sie also möglichst frühzeitig eine Hebamme in unserer Umkreissuche.

Hinweis: Tipps & Tricks von hebammen.ch sollen eine Unterstützung sein. Sie ersetzen keineswegs eine Untersuchung, Diagnose oder Behandlung durch medizinische Fachleute. Wenn es Fragen, Unklarheiten oder Beschwerden gibt, wenden Sie sich an eine Hebamme, Ihren Arzt oder eine entsprechende Fachperson. „Viele Wege führen nach Rom“. Babypflege und Wochenbettberatung gibt es in verschiedenen, korrekten Arten. Unsere Tipps & Tricks sind aus langjähriger Erfahrung und Hebammenwissen zusammengetragen. Wir geben hier eine Auswahl von Tipps und Hilfestellungen, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat. Gerne nehmen wir Ihr Feedback zu Inhalten von Tipps & Tricks entgegen.

Die häufigsten Fragen zur Hebammensuche lauten in etwa so: „Ab wann sollte man sich eine Hebamme suchen – welche Schwangerschaftswoche (SSW) ist die richtige? Wonach suche ich eine Hebamme aus? Und vor allem: Wie finde ich die für mich passende Hebamme für die Zeit der Schwangerschaft, der Geburt und des Wochenbetts?“
In diesem Artikel erwarten dich praktische Tips zur Hebammensuche, die dir dabei helfen werden, die für dich wirklich passende Hebamme zu finden – und für Newsletterabonnenten ist eine kleine Arbeitshilfe mit Checkliste inklusive.

Wie finde ich die für mich passende Hebamme?

Als erstes recherchierst du Hebammen, die bei dir in der Nähe arbeiten und das Leistungsprofil haben, welches dich interessiert und rufst sie einfach an. Du findest diese Auskünfte entweder in den örtlichen Hebammenlisten, die in Arztpraxen und Ämtern ausliegen, oder über eine Hebammensuche im Netz, z.B. beim Hebammenverband oder auf hebammensuche.de .
In der Regel sprichst du dann erst mal mit einigen Anrufbeantwortern, da die meisten Hebammen tagsüber unterwegs bei Hausbesuchen, Kursen, etc. sind. Wenn du mehrere Anrufe tätigst empfiehlt es sich, eine einfache Liste anzulegen: Wen hast du erreicht, auf den AB gesprochen, oder wer steht noch aus. Da die Hebamme um deinem errechneten Termin herum verfügbar sein muss und Hebammen auch immer nur ein bestimmtes Kontingent an Frauen annehmen können, solltest du also besser gleich mehr als eine kontaktieren.

Mein Buch „Das Geheimnis einer schönen Geburt“ begleitet dich mit Tipps, Arbeitshilfen und gebündeltem Hebammenwissen auf dem Weg zu deiner persönlichen Traumgeburt.

Nach einem netten Telefonat, kommt die Hebamme dann zu dir zum Vorgespräch. Natürlich muss die Chemie stimmen, aber in meinem Beruf ist es quasi Grundvoraussetzung, dass man sich schnell auf die unterschiedlichsten Menschen einstellen kann. Ich betreue also auch Familien, die ganz andere Vorstellung haben als ich. Ich überrede auch niemanden zu etwas, das er nicht möchte. Ich kläre auf und betreue nach Bedürfnisslage. Ich bin ja auch kein Missionar, dessen Ziel es ist, seinen Glauben anderen Menschen über zu helfen. Mit dieser Einstellung und Haltung habe ich bisher immer gute Erfahrungen gemacht.

Die perfekte Hebamme finden

Ist die Entwicklung, die perfekte Hebamme finden zu müssen, gut oder schlecht? Wer meinen Blog schon eine Weile liest, weiß, dass ich für eine entspannte Grundhaltung mit einer ordentlichen Portion Selbstbestimmung eintrete. Ich finde es also gut, wenn sich Frauen intensiv mit ihrer Schwangerschaft beschäftigen und dabei herausfinden, was sie wollen und was ihnen wichtig ist. Und genau das möchte ich auch mit diesem Artikel weiter unterstützen. Apropos Entspannung: Lasst die Hebammensuche nicht durch falschen Optimierungswahn zum Krampf werden.

Nachtrag 2018: Seit gut zwei Jahren ist es immer schwieriger geworden, überhaupt noch eine Hebamme zu finden, die einen betreuen kann. Das liegt zum Einen an dem derzeitigen Geburtenboom und zum Anderen an den schlechten Arbeitsbedingungen der Hebammen. Viele Hebammen verlassen ihren Beruf oder arbeiten parallel auch noch wo anders.

Ab wann sollte man sich eine Hebamme suchen?

Die Frage, welche Schwangerschaftswoche die richtige ist, ist leicht beantwortet: Es ist nie zu früh, sich eine Hebamme zu suchen! Du hast gerade festgestellt, dass du schwanger bist? Nur zu!
Irritiert? Ich weiß, viele Portale empfehlen die Hebammensuche viel später. Aber gerade in der Frühschwangerschaft gibt es ja bekanntlich schon oft Beschwerden, wie z.B. Übelkeit. Warum sollte man in diesem Fall nicht schon Hebammenhilfe in Anspruch nehmen? Und bestimmte Beratungsthemen sollten auf jeden Fall früh erfolgen. Was nützt es dir in der 20. SSW zu erfahren, dass du besser auf den „Hackepeter“ zum Frühstück verzichtet hättest?

Wonach suche ich eine Hebamme aus?

Der Kontakt zu deiner Hebamme wird im Verlauf der Schwangerschaft vermutlich eng sein. Deshalb ist es wichtig ist, dass du dich bei deiner Hebamme wohl fühlst. Und das führt zur Antwort auf die Frage nach dem Auswahlkriterium Nummer 1: Bauchgefühl!
Darüber hinaus gibt es aber natürlich ganz konkrete Dinge, über die du dir am Besten schon im Vorfeld Gedanken machst und dann auf dieser Grundlage mit der Hebammensuche beginnst:
Was will ich eigentlich? Wie stelle ich mir meine Geburt vor? Worauf lege ich Wert und was will ich nicht? Möchtest du eher eine Hebamme, die handfest, etwas älter und mütterlich ist? Oder lieber eine gleichaltrige Hebamme, die wie eine gut informierte Freundin auftritt? Entbindest du mit einer Beleghebamme in der Klinik, oder zu Hause? Welche Hebammenleistungen möchtest du in Anspruch nehmen? Und so weiter.
Das sind sehr individuelle Fragestellungen, die natürlich in ihren Antworten auch äußerst unterschiedlich ausfallen.

Der Hebammenbaukasten

Die ganze Hebammenbetreuung ist im Prinzip wie ein Baukastensystem, aus dem man frei wählen kann, was zu einem passt:

Vorsorge

  • ausschließlich von der Hebamme
  • abwechselnd mit dem Arzt
  • nur beim Arzt, aber mit Beschwerden, „Zipperlein“ und allem, was bei den ärztlichen Vorsorgen eher untergeht oder einfach nicht passt, zur Hebamme

Geburtsvorbereitung

  • ein Kurs für Frauen
  • ein Kurs für Paare
  • ein Frauenkurs mit ein bis drei Terminen, bei denen die Partner dabei sind

Geburt

  • Klinik mit Betreuung durch die diensthabende Hebamme (wie 90% der Frauen)
  • Klinik mit einer Beleghebamme
  • Hausgeburt mit einer Hausgeburtshebamme
  • Geburtshaus mit der dort tätigen Hebamme

Wochenbettbetreuung

  • Wochenbettbetreuung von einer freiberuflichen Hebamme

Rückbildung

  • Rückbildungskurs im Krankenhaus, Geburtshaus oder in der Hebammenpraxis

Diese Leistungen werden von der Krankenkasse bezahlt. Die Rufbereitschaftspauschale bei Haus- bzw. Geburtshausgeburt und der Partnerbeitrag beim Geburtsvorbereitungskurs müssen allerdings (meistens) privat bezahlt werden.
Aber, ganz wichtig: Das alles, außer der Klinikhebamme, muss man sich selber organisieren!!!
Einen genaueren Überblick über die gängigen Hebammenleistungen gebe ich in dem Artikel „Hebammenleistungen: Was beinhaltet das?“

Zusatzleistungen
Viele Hebammen bieten zusätzliche Leistungen, wie z.B. Schwangerschaftsgymnastik oder Schwangerschaftsyoga, Schwangerenschwimmen, Massagen, etc. an. Das sind zwar durchaus schöne Begleitmaßnahmen, aber keine offiziellen Hebammenleistungen und werden natürlich nicht von der Krankenkasse getragen.

Das Hebammen-Interview

Mit den Vorüberlegungen von oben bist du nun schon sehr gut für ein Kennenlern-Telefonat, oder, wenn du es so nennen magst, das „Hebammen-Interview“ vorbereitet. Denn du weißt jetzt was du willst.
Aber wie führt man nun so ein Interview am besten? Entweder einfach gerade heraus, also wieder nach Bauchgefühl, oder du überlegst dir vorher einfach ein paar konkrete Fragen, die du im Telefonat „abarbeitest“. Was willst du, neben den harten Fakten, wie z.B. Verfügbarkeit, eventuell von ihr persönlich wissen?
Dies sind ein paar Fragen, die mir häufig gestellt werden:

  • Wie lange bist du schon Hebamme?
  • Hast du Kinder? (Für mich persönlich übrigens kein Kriterium. Es gibt ja auch Männer, die Frauenärzte sind.) 😉
  • Wie stehst du zu ….? (Stillen, Homöopathie, Wunschsectio, …)
  • Wie läuft die Betreuung bei dir ab?
  • Wie oft und wie lange kommst du?
  • Kann ich dich auch zwischendurch anrufen, wenn ich eine Frage habe?
  • Wie erreiche ich dich? (Mail/Telefon/Handy)
  • Hast du eine Vertretung, wenn du mal nicht kannst oder krank bist?
  • Kennst du dich mit Naturheilmitteln/Akupunktur/Homöopathie aus?

Bei so einem Plausch am Telefon, bekommst du auf jeden Fall ein erstes Gefühl dafür, ob es passen könnte, oder eher nicht. Du muss ja nicht gleich einen Termin vereinbaren, und kannst, bei Bedarf, erst mal weiter telefonieren.

Wie tickst Du? – Das gegenseitige Abtasten

Hebammen sind ja in erster Linie für die Begleitung von natürlichen Prozessen da. Wenn du also am Telefon sagst: „Ich will übrigens einen Kaiserschnitt machen lassen und dann auch sofort abstillen“, dann musst du dir auch die Frage nach dem „Warum“ gefallen lassen. Oder stell dich zumindest darauf ein, dass sie kommt.
Ich frage immer nach. Allein schon, weil mir die Antworten viel über die Frau sagen: Vielleicht hat sie einen triftigen Grund einen Kaiserschnitt zu wollen, der dann natürlich auch für meine Betreuungsarbeit wichtig ist. Vielleicht ist sie aber auch völlig unaufgeklärt und will nur mit dem vermeindlichen Trend gehen. Vielleicht hat sie sich aber auch gut informiert und ihre Entscheidung bewusst so getroffen. Das sollte dann von der Hebamme natürlich respektiert werden, ansonsten ist sie die Falsche für den Job. Das Abtasten und Ausloten der jeweiligen Haltungen erfolgt also durchaus auf beiden Seiten. 😉

Das erste Treffen

Wenn das Telefonat gut verlaufen ist, kann aber eigentlich auch gleich das erste Treffen für ein Vorgespräch verabredet werden. Wo das Treffen statt findet hängt davon ab, wie die Hebamme arbeitet: Manche Hebammen kommen zur Familie nach Hause. Andere machen einen Termin in ihrer Hebammenpraxis oder im Geburtshaus aus.
Beim Vorgespräch geht es erst mal darum sich (noch) besser kennen zu lernen: Die Hebamme sieht sich den Mutterpass an, tastet den Bauch ab und stellt Fragen zur Schwangerschaft. Ich frage auch gerne nach Erwartungen und Wünschen, manchmal auch nach Befürchtungen, wenn mir eine Frau z.B. sehr ängstlich vorkommt. Ich erkläre auch kurz wie ich arbeite, damit das Paar eine Vorstellung hat, was auf sie zukommt und lasse viel Raum für Fragen.

Was, wenn es nicht passt?

Wenn man zwar alles richtig gemacht hat, aber nach dem ersten Termin dennoch merkt, dass die Chemie einfach nicht stimmt, dann ist es das Beste, das möglichst sofort zu kommunizieren und getrennter Wege zu gehen.
Bezogen auf die Leistungsabrechnung wird es dann allerdings ein wenig kompliziert. Denn das Gesundheitssystem ist nicht auf ein Hebammencasting eingestellt und bezahlt das Vorgespräch daher auch nur ein Mal!

Kosten für ein Zweitgespräch

Wenn du also eine zweite und dritte…Hebamme kennenlernen willst, geht das auf deine eigene Rechnung. Wenn du der zweiten Hebamme aber verschweigst, dir schon andere angeschaut zu haben, bekommt sie diese Leistung von der Krankenkasse einfach nicht bezahlt. Das kommt leider immer öfter vor und daher reagieren Hebammen schon mal pikiert, wenn sie hören, dass schon jemand vorher da war, oder noch eine kommt. Die Kosten für ein Erstgespräch liegen übrigens aktuell bei 15,- € pro angefangene 15 Minuten. 30 Minuten sind Minimum, plus Fahrtkosten.
Wenn du die Situation aber vorher telefonisch klärst, und vor allem bereit bist den Termin aus eigener Tasche zu bezahlen, dürfte das natürlich kein Problem sein. Denn auch Hebammen sind Dienstleister und haben im allgemeinen Verständnis dafür, wenn es beim Erstgespräch mit der Vorgängerin nicht gepasst hat.

Fazit

Es ist gar nicht mal so selten, dass die „erstbeste“ Hebamme auch gleich perfekt passt. (Und derzeit sind die Wahlmöglichkeiten auch verschwindend gering).
Fragen zu stellen und mit Checklisten zu arbeiten ist gut, aber verlasst euch letzten Endes am besten auf euer Bauchgefühl!

Aus aktuellem Anlass

Was ist, wenn ich keine Hebamme finde?

  • Trag dich auf der Interaktiven Karte des DHV ein, wenn auch du keine Hebamme findest, die dich in der Schwangerschaft, bei der Geburt und im Wochenbett begleiten kann!

Checkliste – Hebammensuche

Als Hilfestellung für alle Newsletterabonnenten, habe ich eine Checkliste für die gut organisierte Hebammensuche erstellt. Darin enthalten sind die Anregungen und Tips aus diesem Artikel, und es gibt genug Platz für deine persönlichen Fragen und Antworten.
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Feedback

So, jetzt bin ich aber neugierig!
Wie habt ihr eure Hebamme gefunden? Musstet ihr wechseln, weil irgendwas gar nicht ging, oder war alles perfekt?
Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen. Habt ihr vielleicht sogar noch einen heißen Tip auf Lager? Ggf. nehme ich ihn dann gerne in die Checkliste mit auf!

Die richtige Hebamme finden – aber wie?

Bei der Suche nach der richtigen Hebamme tauchen viele Fragen auf. Wann ist der passende Zeitpunkt, sich auf die Suche zu machen? Was heißt überhaupt „richtige“ Hebamme? Wer passt wirklich zu mir und wie finde ich diese Hebamme? Hier erwarten dich praktische Tipps, die dir dabei helfen werden, die für dich passende Hebamme zu finden.

Wo finde ich eine Hebamme und wann ist der richtige Zeitpunkt?

Als erstes recherchierst du Hebammen, die bei dir in der Nähe arbeiten und das Leistungsprofil haben, das dich interessiert. Diese Auskünfte findet man zum Beispiel beim Hebammenverband oder auf hebammensuche.de. Da die Hebamme um den errechneten Stichtag herum verfügbar sein muss und Hebammen immer nur ein bestimmtes Kontingent an Frauen annehmen können, empfiehlt es sich auf jeden Fall, mehrere zu kontaktieren. Die Frage, welche Schwangerschaftswoche die richtige ist, ist leicht beantwortet: Es ist nie zu früh, sich eine Hebamme zu suchen! Du hast gerade festgestellt, dass du schwanger bist? Nur zu!

Welche Hebamme passt zu mir?

Der Kontakt zur Hebamme wird im Verlauf der Schwangerschaft vermutlich eng sein. Deshalb ist es immens wichtig, dass man sich bei ihr wohl fühlt. Und das führt direkt zur Antwort auf die Frage nach dem Auswahlkriterium Nummer 1: dein Bauchgefühl! Darüber hinaus gibt es aber natürlich ganz konkrete Dinge, über die man sich am besten schon im Vorfeld Gedanken macht und bei der Hebammensuche mit einbezieht: Was will ich eigentlich? Wie stelle ich mir meine Geburt vor? Und so weiter.

Was möchte ich – und was nicht?

Die ganze Hebammenbetreuung kann man als Baukastensystem betrachten, aus dem man frei wählen kann, was zu einem passt:

Vorsorge

  • ausschließlich von der Hebamme
  • abwechselnd mit dem Arzt
  • nur beim Arzt

Geburtsvorbereitung

  • ein Kurs für Frauen
  • ein Kurs für Paare
  • ein Frauenkurs mit ein bis drei Terminen, bei denen die Partner dabei sind

Geburt

  • Klinik mit Betreuung durch die diensthabende Hebamme (wie bei 90% der Frauen)
  • Klinik mit einer Beleghebamme
  • Hausgeburt mit einer Hausgeburtshebamme
  • Geburtshaus mit der dort tätigen Hebamme

Wochenbettbetreuung

  • Wochenbettbetreuung von einer freiberuflichen Hebamme

Rückbildung

  • Rückbildungskurs im Krankenhaus, Geburtshaus oder in der Hebammenpraxis

Diese Leistungen werden allesamt von der Krankenkasse bezahlt. Die Rufbereitschaftspauschale bei Haus- bzw. Geburtshausgeburt und der Partnerbeitrag beim Geburtsvorbereitungskurs müssen (meistens) privat bezahlt werden.

Das alles, außer der Klinikhebamme, muss man sich selber organisieren! Einen genaueren Überblick über die gängigen Hebammenleistungen findet Ihr hier.

Das erste Telefonat

Mit diesen Vorüberlegungen ist man gut für ein Kennenlern-Telefonat vorbereitet. Aber wie führt man nun so ein Gespräch am besten? Entweder einfach gerade heraus oder man überlegt sich vorher konkrete Fragen, die im Telefonat abgearbeitet werden. Was willst du neben den harten Fakten wie zum Beispiel Verfügbarkeit eventuell von ihr persönlich wissen?

Dies sind ein paar Fragen, die mir häufig gestellt werden:

  • Wie lange bist du schon Hebamme?
  • Hast du selbst Kinder?
  • Wie stehst du zu ….? (Stillen, Homöopathie, Wunschkaiserschnitt…)
  • Wie läuft die Betreuung bei dir ab?
  • Wie oft und wie lange kommst du zu mir?

Das persönliche Kennenlernen

Wenn das Telefonat gut verlaufen ist, kann das erste Treffen für ein Vorgespräch verabredet werden. Wo das Treffen stattfindet, hängt davon ab, wie die Hebamme arbeitet: Manche Hebammen kommen zur Familie nach Hause. Andere machen einen Termin in ihrer Hebammenpraxis oder im Geburtshaus aus. Beim Vorgespräch geht es erst mal darum sich (noch) besser kennen zu lernen: Die Hebamme sieht sich den Mutterpass an, tastet den Bauch ab und stellt Fragen zur Schwangerschaft.

Irgendwie war’s das nicht!

Wenn man zwar alles richtig gemacht hat, aber nach dem ersten Termin dennoch merkt, dass die Chemie einfach nicht stimmt, dann ist es das beste, das möglichst sofort zu kommunizieren und getrennte Wege zu gehen. Bezogen auf die Leistungsabrechnung wird es dann allerdings ein wenig kompliziert. Denn das Gesundheitssystem ist nicht auf ein Hebammencasting eingestellt und bezahlt das Vorgespräch nur ein Mal! Es ist gar nicht mal so selten, dass die „erstbeste“ Hebamme auch gleich perfekt passt. Fragen zu stellen und mit Checklisten zu arbeiten ist gut, aber verlasst euch letzten Endes am besten auf euer Bauchgefühl!

Kurz und knapp: Checkliste zur Hebammensuche

Als Hilfestellung für die gut organisierte Hebammensuche habe ich eine Checkliste erstellt. Darin enthalten sind weitere Anregungen sowie Tipps und es gibt genug Platz für deine persönlichen Fragen an die Hebamme. Die Checkliste gibt es in einem ausführlichen Artikel zu dem Thema im Hebammenblog.

Über Jana: Die Hebamme Jana Friedrich „verbloggt“ seit knapp fünf Jahren ihr Hebammenwissen rund um die Themen Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Säuglinge auf www.hebammenblog.de. Der Bedarf nach fundiertem Wissen und entsprechenden Ratschlägen ist ganz offensichtlich da: Inzwischen finden über 120.000 Leserinnen Monat für Monat Gefallen an den Beiträgen und Ratschlägen von Jana Friedrich.

Die richtige Hebamme: Darauf sollten Sie bei der Wahl einer Hebamme achten

Wenn Sie sich dafür entschieden haben, sich während Ihrer Schwangerschaft von einer Hebamme betreuuen zu lassen, sollten Sie frühzeitig mit der Suche beginnen.Schließlich sind diese schnell ausgebucht und Sie möchten jemand, der Ihren Ansprüchen gerecht wird. Doch wie findet man die richtige Hebamme?

Verschiedene Hebammen

Es gibt bei Hebammen einige Unterschiede, die Ihre Entscheidung beeinflussen können.

1. Die freiberufliche Hebamme

Freiberufliche Hebammen arbeiten ohne Festanstellung. Sie sind eine gute Wahl, wenn Sie sich eine Hebamme wünschen, die Sie vor und nach der Geburt begleitet. Auch bei einer Hausgeburt ist sie eine gute Wahl.

2. Die Beleghebamme

Auch die Beleghebamme ist freiberuflich tätig. Sie hat jedoch auch einen Vertrag mit Kliniken. Wenn Sie während der Geburt begleitet werden wollen, dann benötigen Sie eine Beleghebamme. Diese muss allerdings ihren Vertrag mit der Klinik haben, in der Sie entbinden wollen.

3. Die angestellte Hebamme

Diese unterstützt Sie lediglich bei der Entbindung. Es ist empfehlenswert, die Vor- und Nachsorge durch eine freiberufliche Hebamme zu sichern.

4. Die Nachsorgehebamme

Wenn Sie keine Hebamme für die Vorsorge wollen, können Sie dennoch eine Nachsorgehebamme in Anspruch nehmen. Sie können auch in der Klinik nachfragen, ob eine Beleghebamme die Nachsorge übernimmt.

Wie findet man die richtige Hebamme?

Nachdem Sie wissen, welche Art von Hebamme Sie sich wünschen, können Sie anfangen, zu recherchieren. Da Hebammen immer nur eine bestimmte Anzahl an Frauen gleichzeitig betreuuen dürfen, sollten Sie am besten gleich mehr als eine kontaktieren. Nach einem Telefonat, kommt die Hebamme dann zu Ihnen zum Vorgespräch.

Es ist nie zu früh, sich eine Hebamme zu suchen! Wenn Sie gerade erst schwanger geworden sind, können Sie schon mit der Suche anfangen. Auch schon in der Frühschwangerschaft, können Sie viele Fragen haben. Was nützt es, wenn sich diese erst in der 20. SSW auflösen?

Das Erstgespräch – eine Frage des Bauchgefühls

Bevor Sie sich mit der Hebamme treffen, können Sie sich selber einige Fragen beantworten. Worauf legen Sie wert? Wollen Sie eher eine ältere, mütterliche Hebamme? Oder liebe eine im gleichen Alter, die wie eine Freundin auftritt?

Das Gespräch

Ziel des Gespräches ist, dass Sie sich besser kennenlernen. Die Hebamme wird Ihren Mutterpass prüfen und schauen, ob mit dem Baby alles in Ordnung ist. Die Hebamme wird Ihnen erklären, wie sie arbeitet und wie die Betreuung nach der Geburt aussieht.

Auswahlkriterien

Sympathie

Die Chemie zwischen Ihnen und Ihrer Hebamme sollte stimmen. Es ist wichtig, dass Sie sich wohl fühlen können.

Angebot

Verschiedene Hebammen bieten verschiedene Leistungen an. Achten Sie darauf, dass die Hebamme auch das anbietet, was Sie suchen.

Behandlungsmethoden

Manche Hebammen kennen sich auch mit alternativer Medizin aus. Wenn Sie wert darauf legen, sollten Sie vorher nachfragen, ob Ihre Hebamme solche Behandlungen anbietet.

Geburtsort

Wenn Sie im Krankenhaus entbinden möchten, sollten Sie eine Beleghebamme wählen.
Für eine Hausgeburt benötigen Sie eine Hebamme, die darauf eingestellt ist.

Praxisverbund oder einzelne Hebamme

Bei einer Praxis, kann im Krankheitsfall eine Kollegin einspringen. Auch dies sollten Sie berücksichtigen.

Entfernung zum Wohnort

Auch die Entfernung der Hebamme zu Ihrem Zuhause, ist wichtig. Falls irgendetwas ist, soll diese schließlich schnell bei Ihnen seien können.

Kursangebote

Viele Hebammen bieten verschiedene Kurse an. Sei es ein Geburtsvorbereitungskurs, Stillberatung, Hypnobirthing, oder ähnliches.

Einstellung

Sie müssen nicht mit Ihrer Hebamme exakt die gleichen Ansichten teilen, doch diese sollte Sie in Ihren Entscheidungen unterstützen. Eine Hebamme sollte Sie informieren und offen für Ihre Wünsche sein.

Preise für Zusatzleistungen

Besondere Kursangebote, werden nicht von der Krankenkasse übernommen. Informieren Sie sich daher vorher über die Preise.

Auf Empfehlungen zurückgreifen

Eventuell gibt es in Ihrem Freundeskreis schon Leute, die Ihnen eine gute Hebamme empfehlen können. Trotzdem sollten Sie sich anschließend noch Ihre eigene Meinung bilden.

Nach dem Gespräch – die Entscheidung

Nach dem ersten Gespräch werden Sie ein Gefühl dafür haben, ob dies die richtige Hebamme für Sie ist. Falls die Hebamme nicht Ihren Erwartungen entspricht, suchen Sie weiter. Wichtig ist vor allem, dass Sie sich wohl fühlen. Schließlich ist die Schwangerschaft auch ein sehr intimes Erlebnis.

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