Hebamme ab wann suchen

Ab wann sollte man eine Hebamme suchen?

Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für diese Betreuung durch eine Hebamme – auch parallel zur ärztlichen Vorsorge. Gerade in der Frühschwangerschaft haben viele Frauen Probleme: Typisch sind zum Beispiel Übelkeit, Kreislaufprobleme, Stimmungsschwankungen oder auch Rückenschmerzen. Ihre Hebamme kann Ihnen bei solchen Beschwerden sehr gut mit alternativen Methoden zur Seite stehen. Dazu gehören etwa Akupunktur, Homöopathie, Taping (gezielt angelegte Klebeverbände, zum Beispiel bei Verspannungen) oder auch bestimmte Tees. Meiner Erfahrung nach hilft schwangeren Frauen oft auch schon ein Gespräch, das sie beruhigt.

Es ist dabei sehr wichtig, dass Sie eine Hebamme finden, bei der Sie sich wohl fühlen. Zwischen Ihnen beiden sollte die Chemie stimmen: Schwangere Frauen haben meistens viele Fragen – und die können auch mal sehr persönlich sein. Wenn es optimal läuft, finden Sie vielleicht sogar eine Hebamme, die in der Schwangerschaft, bei der Geburt und im Wochenbett für Sie da ist. Das ist allerdings inzwischen leider selten geworden. Aber auch, wenn Sie erst für die Nachsorge/Wochenbettbetreuung eine Hebamme suchen, ist es sinnvoll, das schon in der Schwangerschaft zu tun. Am besten treffen Sie sich dann mal vorab mit der Hebamme. Dieses Vortreffen bezahlt ebenfalls die Krankenkasse.

Hebammen bieten übrigens auch verschiedene Kurse an, zum Beispiel zur Geburtsvorbereitung. Diese Vorbereitungskurse sind meistens schnell voll, also am besten um die 18. Schwangerschaftswoche herum anmelden. Dann können Sie den Kurs ganz entspannt rechtzeitig vor dem errechneten Geburtstermin beginnen.

Viele schwangere Frauen stellen sich die Frage: ab wann sollte ich mir eine Hebamme suchen? Ab wann eine Hebamme sinnvoll ist, hängt jedoch von der Person selbst ab und ob man die Hebamme für die Vorsorge oder nur für die Nachsorge haben möchte.

Einige Frauen suchen die Hebamme erst sehr spät. Das kann jedoch zu dem Problem führen, eventuell keine mehr zu bekommen. Es ist deshalb grundsätzlich ratsam eine Hebamme vor der 20. Schwangerschaftswoche (SSW) zu suchen. Denn gute Hebammen sind schnell ausgebucht.
Da zur Zeit ein Babyboom herrscht, ist es nicht verkehrt sogar direkt nach der 12. SSW auf die Suche zu gehen. Nach den ersten 12 Wochen ist die kritische Phase nämlich vorbei.

Eine Hebamme bereut nur eine bestimmte Anzahl von Frauen. Hat sie ihre Kapazitäten erreicht so kann sie keine weitere Frauen annehmen.

Wenn man sich bei der Hebamme früh meldet, wird man meistens auf eine Liste gesetzt und wird gebeten sich in ein paar Wochen nochmal zu melden. So kann die Hebamme besser planen, falls es sich jemand doch anders überlegt hat.

Die richtige Hebamme finden

Eine gute Hebamme ist Gold wert. Besonders wenn man im Sommer oder in der Ferienzeit entbindet.

Manche Hebammen machen Geburtsvorbereitungskurse, Akkupunktur und Babymassagen. Doch in erster Linie sollte man sich sympathisch sein.

Eine gute Hebamme macht folgendes aus:

  • Sie ist für dich da und man kann sie um Rat fragen
  • Bei Fragen kannst du sie jederzeit anrufen
  • Sie kommt nicht nur zur Nachsorge. Sondern macht auch die Vorsorge. D.h. sie ist alle 14 Tage vor der Geburt für dich da
  • Sie gibt dir Ernährungs- und Gymnastik-Tipps
  • Sie hört die Herztöne des Baby ab und bereitet dich körperlich und mental auf die Geburt vor
  • Zum Ende der Schwangerschaft schaut sie nach ob das Baby richtig liegt
  • Wenn das Baby da ist, kommt sie jeden Tag und kontrolliert ob man beim Stillen das Baby richtig anlegt und mit der neuen Situation klar kommt

Wo kann man eine Hebamme suchen?

Hier ist eine kleine Übersicht wo man bei der Suche einer Hebamme anfangen kann:

  • Man kann nach einer Empfehlungen von Bekannten fragen
  • In einigen Städten gibt es Zeitschriften wo alle freiberuflichen Hebammen gelistet sind. Hier steht auch meistens was sie alles machen (z.B. Akkupunktur oder Hausgeburten).
  • Man kann nach einer Hebamme online suchen: www.hebammensuche.de
  • Einige Krankenhäuser vermitteln Hebammen
  • Ein Beleghebamme, findet man im Krankenhaus wo man entbinden möchte. Hier kann man im Kreisssaal einfach anrufen und nachfragen.

Tipp: Vertraue bei der Suche nach einer Hebamme auf dein Bauchgefühl. Hast du eine Hebamme rausgesucht, kannst du sie anrufen und einen Termin vereinbaren.

Hebamme anrufen: Was soll ich sagen?

Viele Frauen sind etwas gehemmt, wenn sie an das Anrufen der Hebamme denken. Doch keine Angst am Telefon. Die Hebamme ist auch nur eine Frau und in den meisten Fällen auch eine Mutter. Sie wird von sich aus die richtigen Fragen stellen und erzählen was man alles machen kann.

Tipp: Falls du auch dich nicht richtig traust die Hebamme anzurufen, schreibe dir einen Termin in den Kalender und nimm es dir fest vor.

Ein Telefonat könnte z.B. so ablaufen:

Hallo. Ich bin die …
Ich bin schwanger und suche eine Hebamme.
Ich bin jetzt in der Schwangerschaftswoche … und mein Entbindungstermin ist am …
Haben Sie noch Kapazitäten frei?

Da die Hebammen täglich solche Anrufe bekommen, wissen sie was sie Fragen müssen und was wichtig ist.

Nach dem Telefonat kommt die Hebamme meist vorbei und stellt sich persönlich vor. Im persönlichen Gespräch merkt man schnell ob die Hebamme zu einem passt oder nicht.

Tipp: Frage deinen Partner, ob er beim Erstgespräch dabei sein will. Denn die Hebamme sollte auch ihm zusagen, falls sie eventuell bei Geburt dabei sein soll.

Einige Hebammen vertrösten einen und sagen, dass man nochmal später in der Schwangerschaft anrufen soll. Das ist meistens ein Zeichen dafür, dass sie schon ausgebucht sind und eigentlich keine Lust haben.

Erstgespräch mit der Hebamme

Eine Hebamme ist viel persönlicher als der Frauenarzt. Deshalb ist es wichtig eine echte Vertrauensbasis zu ihr aufzubauen.

Das Erstgespräch mit der Hebamme ist meistens sehr entspannt und dauert nicht all zu lange. Sie stellt sich vor und erzählt was von sich.

Sie schaut sich den Mutterpass an und stellt dazu ein paar Fragen wie:

  • Verlauf der Schwangerschaft
  • Evtl. Erkrankungen oder Beschwerden
  • Vorherige Geburten (Spontan, Kaiserschnitt, Gewicht, Größe etc.)

Dann erzählt sie wie die Geburt ablaufen kann und gibt Tipps für die Schwangerschaft.

Als nächstes kann man seine Fragen stellen, wenn noch etwas unklar ist.

Tipp: Überlege dir im Voraus, was du von der Hebamme wissen möchtest. Willst du was über Ernährung, Ausstattung, Sport, Geschlechtsverkehr etc. wissen? Sie kann dir bei all deinen Fragen helfen. Und denke daran: Es geht um dich!

Bei weiteren Treffen kann man mit der Hebamme einen Geburtsplan erstellen, um so für sich festzustellen was man bei der Geburt möchte und was nicht in Frage kommt.

Tipp: Damit die Ärzte und Hebammen wissen was du bei der Geburt möchtest und was nicht, solltest du einen Geburtsplan erstellen. Hier eine kostenlose Vorlage.

Was kostet eine Hebamme?

Eine Hebamme kostet gar nichts. Man unterschreibt bei jedem Besuch ihre Anwesenheit und sie rechnet das dann mit der Krankenkasse ab.

Wie viel kostet die Rufbereitschaft einer Hebamme?

Eine Rufbereitschaft der Hebamme kostet ca. 250 Euro. Dafür hat sie für 4 Wochen 24 Stunden Rufbereitschaft. Je nachdem wann es losgeht, kommt sie zu erst zu einem nach Hause oder man trifft sich im Krankenhaus. Die Eigentliche Entbindung übernimmt die Krankenkasse.

Keine Hebamme gefunden: was machen?

Hat man keine Hebamme gefunden, kann man seinen Frauenarzt fragen. Vielleicht kann er vermitteln. Sonst im Krankenhaus. Meistens haben die Hebammen die dort arbeiten ein großes Netzwerk.

Nachsorge ohne Hebamme: geht das?

Grundsätzlich braucht man keine Hebamme zur Nachsorge. Ist es jedoch das erste Kind ist es nicht zu empfehlen nach der Geburt ohne Hebamme zu sein.

In den ersten Wochen wiegt die Hebamme das Babys um eine Gewichtszunahme festzustellen. Hat man keine Hebamme zur Nachsorge sollte man das Gewicht des Babys vom Kinderarzt kontrollieren lassen.

6 Wochen nach der Geburt sollte man zum Frauenarzt gehen. Hier wird nochmal kontrolliert, ob alles in Ordnung ist und sich alles zeitgerecht zurückentwickelt hat.

Tipp: Falls du das Gewicht deines Babys selbst kontrollieren möchtest, kannst du gute Babywaagen bei amazon kaufen ().

Eine Frage, die, gerade in Zeiten des Hebammenmangels viele Frauen beschäftigt, ist: Ab wann brauche ich eine Hebamme? Und im Zuge dessen natürlich auch, wann Du bestenfalls mit der Hebammensuche anfangen solltest.

Inhalt

Brauche ich überhaupt eine Hebamme?

Ob Du überhaupt eine Hebamme “brauchst”, musst Du für Dich selbst entscheiden. In meinem Artikel “Nachsorgehebamme – brauchst Du sie wirklich?” gehe ich auf das Thema, welche Aufgaben die Hebamme vor allem in der Wochenbettzeit hat, noch einmal genauer ein. Und erkläre Dir, an welchen Kriterien Du festmachen kannst, ob Du eine Hebamme brauchst.

Wenn Du Dich entschieden hast, Hebammenhilfe in Anspruch zu nehmen und unsicher bist, ab wann Du die Hebamme wirklich brauchst und wie Du die Suche am Besten angehst, möchte ich Dir heute ein paar Tipps geben.

Ab wann sollte ich mit der Hebammensuche beginnen?

Grundsätzlich gilt momentan wirklich: Je eher, desto besser.

Gerade in Großstädten hat die Hebammensuche inzwischen etwas von der Herbergssuche von Maria und Josef. Viele Frauen reagieren genervt oder auch verzweifelt, wenn sie bereits in der 15. Schwangerschaftswoche nur Absagen bekommen. Aber Du musst Dir einfach klar machen, dass eine Hebammenbetreuung einen sehr langen Zeitraum umfasst und auch eine große Flexibilität und Planung der Hebamme erfordert.

Hebammensuche ab der 12. SSW sinnvoll

Selbst wenn Du “nur” eine Hebamme zur Nachsorge im Wochenbett suchst, reden wir von einer gesicherten Betreuung ab vier Wochen vor dem Entbindungstermin bis acht Wochen danach. In dieser Zeit sollte Deine Hebamme im Großen und Ganzen für Euch da sein, d.h. sie hat keinen Urlaub oder längere Fortbildungsreisen geplant.

Und wenn die Kapazitäten erschöpft und die Plätze “voll” sind, dann ist es einfach nicht mehr möglich, noch eine Mama anzunehmen, ohne dass die gute Betreuung leidet.

Aus diesem Grunde würde ich Dir empfehlen, zumindest in Großstädten spätestens mit Abschluss der 12. Schwangerschaftswoche auf Hebammensuche zu gehen.

Berechne hier Deine aktuelle Schwangerschaftswoche:

SSW berechnen

Erster Tag der letzten Periode Tag der Befruchtung Errechneter Geburtstermin Zykluslänge: Berechnen

Wann treffe ich meine Hebamme zum ersten Mal?

Das hängt in erster Linie davon ab, welche Leistungen Du gerne von Deiner Hebamme in Anspruch nehmen möchtest.

Viele Frauen wissen – vor allem beim ersten Kind – gar nicht, wie viel die Hebamme auch schon in der Schwangerschaft begleiten und unterstützen kann.

Der Leistungskatalog der Hebamme umfasst nämlich einige Leistungen, die ergänzend (oder auch im Wechsel) mit den Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt erfolgen können.

Beispielsweise:

  • Schwangerenvorsorge
  • Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit, Wassereinlagerungen, Rückenschmerzen etc.
  • Geburtsvorbereitung als Kurs in der Gruppe oder im Sonderfall auch privat bei Dir zu Hause (z.B. bei Liegeschwangerschaft)
  • Geburtsvorbereitende Maßnahmen (Akupunktur, Hilfe bei Lageanomalien wie Beckenendlage…)

Abhängig davon, welche Leistungen Du Dir von Deiner Hebamme wünschst, sollte die Suche entsprechend früh und der erste Kontakt ebenfalls relativ zeitig erfolgen.

Was kann ich tun, wenn ich trotz intensiver Suche keine Hebamme finde?

In vielen großen Städten sind die Hebammen gerade dabei, eine Art zentrales Hebammenregister zu erstellen. In München beispielsweise läuft dieses Projekt meines Wissens nach bereits seit dem Sommer letzten Jahres.

Dort können sich Hebammen registrieren, die noch Kapazitäten haben, Frauen zur Betreuung in Schwangerschaft und/ oder Wochenbett anzunehmen. So soll die Hebammensuche vereinfacht und Engpässe besser abgedeckt werden.

Ansonsten ist es auch immer gut, sich an Hebammengemeinschaften (in Kliniken, Geburtshäusern oder Praxen) zu wenden, weil die ganz häufig relativ gut miteinander venetzt sind und Du so vielleicht doch noch den ein oder anderen “Geheimtipp” bekommst.

Wochenbettambulanz als Alternative

Als letzte Alternative etablieren sich in vielen Großstädten inzwischen sogenannte Wochenbettambulanzen. Hier hast Du die Möglichkeit, mit einer Hebamme einen Termin auszumachen und dann zu diesem Termin mit Deinem Kind hinzufahren. Dadurch geht zwar ein großer Vorteil des häuslichen Versorgung verloren, aber es ist immerhin überhaupt eine Art von Hebammenversorgung gewährleistet. Zumindest kannst Du erste Fragen rund ums Stillen, Nabel oder Gewichtsentwicklung klären.

Wende Dich an Deine Krankenkasse

Zu guter Letzt ist es für uns Hebammen eine große Unterstützung, wenn Du Dich an Deine Krankenkasse wendest und Deine Situation schilderst. Also kurz erläuterst, wie viele Hebammen Du kontaktiert hast, wann Du mit der Suche begonnen hast und so weiter, da der Hauptgrund für den Hebammenmangel die schlechten Arbeitsbedingungen sind.

Die Mitarbeiter der Krankenkasse werden Dir zwar keine Hebamme besorgen, aber Dein Feedback kann die Situation langfristig trotzdem verbessern.

Wir Hebammen haben leider keine besonders große Lobby, auch wenn ich tagtäglich höre, was für einen tollen und wichtigen Beruf ich habe. Aus diesem Grund ist es für uns von großer Bedeutung, dass das Gesundheitssystem erkennt, wie wichtig und angefragt Hebammenbetreuung ist und wie schlecht mittlerweile die Versorgung gewährleistet werden kann.

Erfolglose Hebammensuche: Gib nicht zu schnell auf

Natürlich kannst Du auch ohne Hebamme eine gute Schwangerschaft und ein gesundes Wochenbett erleben. Es gibt ja auch viele Frauen, die sich bewusst dafür entscheiden, auf Hebammenunterstützung zu verzichten.

Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass Ängste und Unsicherheiten schon einen deutlich größeren Raum einnehmen, als man vor der Geburt oder zu Beginn der Schwangerschaft dachte. Und dass es einfach gut tut, jemanden an seiner Seite zu wissen, der einfach mal über die Schulter schaut, bestärkt oder auch mit praktischen Tipps unterstützt.

Deshalb: Wenn Du eine Hebammenbetreuung suchst, wirf nicht zu schnell die Flinte ins Korn.

Manchmal ergeben sich auch relativ kurzfristig noch Möglichkeiten, weil ein Baby früher kam und vielleicht die Betreuung schon abgeschlossen ist. Dann ist eine Lücke entstanden, in die Du dann genau reinpasst. Oder die Hebamme hat einen geplanten Urlaub doch noch einmal verlegt. Oder eine Hebamme in Deiner Nähe hat gerade frisch mit der Selbständigkeit angefangen oder ist erst gerade in Deine Stadt gezogen.

Bleib auf jeden Fall dran. Eigentlich sollte jede Frau, die sich Unterstützung durch eine Hebamme wünscht, diese auch bekommen.

Ab wann benötigst du eine Hebamme?

Die Suche nach der passenden Hebamme ist nicht einfach. Vieles muss im Vorfeld geklärt werden. Eine Hebamme hilft dir während der Schwangerschaft, begleitet dich bei der Geburt und während deiner Zeit im Wochenbett. Ab wann solltest du also eine Hebamme haben? So früh wie möglich.

Die vorherrschende Meinung ist, dass eine Hebamme ab der 20. SSW aufgesucht werden sollte, um dich durch die Zeit der Schwangerschaft zu begleiten. Es wird jedoch mancherorts immer schwieriger, eine Hebamme in kurzer Zeit zu finden. Daher ist es besser, wenn du zum frühestmöglichen Zeitpunkt auf die Suche nach ihr gehst.

Sobald du von deiner Schwangerschaft weißt, solltest du dich nach ihr umschauen. Außerdem treten die ersten Beschwerden, die dich die Schwangerschaft über begleiten, oft schon zu Beginn auf. Eine Hebamme kann dir bereits zu dieser Zeit mit guten und erprobten Ratschlägen zur Seite stehen und die Beschwerden, zum Beispiel Übelkeit, lindern.

Wonach solltest du eine Hebamme auswählen?

Es ist wichtig, dass ihr beiden harmoniert. Lass dein Bauchgefühl sprechen und du wirst sicher die richtige Begleitung für die Zeit der Schwangerschaft finden. Mach dir vorher ausreichend Gedanken, was du während der Schwangerschaft, der Geburt und der Zeit im Wochenbett von ihr erwartest. Soll sie ein wenig älter sein und Erfahrung ausstrahlen? Soll sie ein mütterlicher Typ sein? Oder ist es dir lieber, wenn sie gleichaltrig ist und eine gute Freundin verkörpert? Auch die Frage, ob du daheim oder in einem Krankenhaus entbinden willst, solltest du klären. Bei einer Entbindung im Krankenhaus entscheidest du dich für eine Beleghebamme. Sie hat meist eine eigene Praxis und entbindet ihre Patientinnen in der Klinik.

Die Leipziger Begleithebamme Mandy Wassauer hat zu diesem Thema eine eigene Meinung, die sie basierend auf vielen Geschäftsjahren wie folgt äußert:

Man sollte seine Hebamme stets nach Sympathie auswählen. Sicherlich spielen die fachlichen Kenntnisse einer Hebamme sowie die grundlegende Einstellung eine wichtige Rolle, aber als Hebamme begleiten wir unsere Frauen in den intimsten Momenten. Sollte sich also von Beginn an keine rechte Sympathie oder angenehme Gesprächsatmosphäre entwickeln, sollte man das als Schwangere völlig frei raus ansprechen.

In manchen Geburtskliniken arbeiten Hebammen auch festangestellt. Sie begleiten im Schichtdienst den Kreißsaal und betreuen jede Patientin, die innerhalb ihrer Schicht entbindet. Allerdings stehen dir diese Hebammen in der Regel nicht für Vor- und Nachsorge zur Verfügung. Der Kontakt bleibt recht kurz.

Viele Frauen hören sich vorher im Bekanntenkreis nach den Erfahrungen ihrer Freundinnen um. Vielleicht kann auch dir eine junge Mama ihre Hebamme empfehlen.

Was bieten Hebammen?

Hebammen bieten die notwendige Vorsorge während der Schwangerschaft. Diese kann gemeinsam mit deinem Arzt aber auch von ihr alleine vorgenommen werden. Außer Ultraschalluntersuchungen darf eine Hebamme alles durchführen. Ebenso kann sie dir für die kleinen Beschwerden oder für Untersuchungen zur Verfügung stehen, die bei deinem Arzt nicht durchgeführt wurden. Neben der Begleitung bei der Entbindung, der Zeit im Wochenbett und der anschließenden Rückbildung, bietet sie im Rahmen der Geburtsvorbereitung Kurse an, auch gemeinsam für dich und deinen Partner. Die Leistungen der Hebamme werden, bis auf wenige Ausnahmen, von der Krankenkasse übernommen.

Besondere Leistungen

Oft bieten Hebammen besondere Leistungen an wie Massagen oder Schwangerschaftsgymnastik. Auch Yoga für Schwangere oder ein Babypflegekurs können im Angebot enthalten sein. Diese Leistungen müssen aus eigener Tasche bezahlt werden, da sie nicht von der Krankenkasse übernommen werden. Sie sind jedoch eine angenehme und förderliche Abwechslung während der Schwangerschaft und deshalb durchaus zu empfehlen.

Der erste Termin

Nachdem du deine Prioritäten für die Hebammensuche festgelegt hast, kannst du Kontakt mit Hebammen im Umkreis aufnehmen. Hierfür kannst du unter anderem auf Listen in Arztpraxen oder auf den „Deutschen Hebammen Verband e.V.“ zurückgreifen. Mit einer frühzeitigen Suche kannst du den Stress während der Schwangerschaft reduzieren und hast die Gewissheit, immer gut betreut zu werden. Der erste Kontakt wird oftmals der Anrufbeantworter sein, denn die Hebamme könnte gerade im Kreißsaal sein. Wenn du einen ersten Termin vereinbart hast, machst du dich mit deinem Mutterpass auf den Weg in ihre Praxis. Du kannst dir in Ruhe die Räumlichkeiten anschauen und sie wird dir das weitere Vorgehen erklären.

Kosten für das persönliche Treffen

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für das Vorgespräch bei der ersten Hebamme. Solltest du also nicht die passende Hebamme beim ersten Treffen gefunden haben, müsstest du die Kosten für Vorgespräche mit weiteren Hebammen leider selber übernehmen. Hast du bereits viele Fragen im Vorfeld telefonisch geklärt, ist die Chance groß, dass du auf Anhieb die richtige Hebamme findest. Die Erfahrung zeigt, dass die erste Hebamme oft die Hebamme ist, die dich während der Schwangerschaft begleiten wird.

In meinem Lebenslauf finden sich neben dem Abschluss eines wirtschaftlichen Studiums auch Stationen im Bereich Marketing und Kommunikation. Als mein Kind zur Welt kam, eröffnete sich ein neues Universum. Selbst erschlagen vom Angebot für Eltern und ihre Kinder, hätte ich mir oft einfache Entscheidungshilfen gewünscht. Zusammen mit dem Team von babysicherheit24.de beschäftige ich mich eingehend mit der Materie. Mein Wissen und meine Erfahrungen der letzten 8 Jahre Elternschaft möchte ich nun mit unseren Lesern teilen.

Hebamme: Ab wann ist sie sinnvoll?

  • Da Sie eine Schwangerschaft auch von einer Hebamme feststellen lassen können und auch den Mutterpass von ihr erhalten, können Sie eine Hebamme schon bei einem positiven Schwangerschaftstest aufsuchen.
  • Sollte Ihr Frauenarzt bei Ihnen eine Schwangerschaft festgestellt haben, macht es Sinn, sich möglichst zeitnah nach einer Hebamme umzusehen.
  • Zum einen ist es nicht gesagt, dass Sie gleich eine Hebamme finden werden – dieser Berufszweig ist immer weniger besetzt und es herrscht inzwischen Mangel. Zum anderen wäre es gut, wenn die Hebamme Ihre Praxis in der Nähe hat – so sparen Sie lange Fahrzeiten.
  • Und zu guter Letzt muss die Hebamme auch „passen“. Ist Ihnen jemand von vornherein unsympathisch, leidet auch das Vertrauen darunter.
  • Eine Hebamme kann alle Vorsorgeuntersuchungen durchführen. Die erste dieser Basisuntersuchungen findet zwischen der 9. und der 12. Schwangerschaftswoche statt. Es wäre also gut, wenn Sie bis dahin fündig geworden sind.
  • Besonders Erstgebärende profitieren auch vorher schon von einer Hebamme. Sie gibt beispielsweise Ratschläge, wie Sie mit der morgendlichen Übelkeit besser zurecht kommen und auf was Sie bei der Ernährung achten müssen.

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