Hausstaubmilbenallergie BEI kindern

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Hausstaubmilben: allergiegefährdete Kinder schützen

Viele Kinder reagieren allergisch auf Hausstaubmilben. Was ihnen dann am besten hilft und wie Sie die Milben weitgehend aus Ihrer Wohnung verbannen können, lesen Sie hier.

In Großaufnahme sehen sie wie Monster aus, doch eigentlich sind Hausstaubmilben harmlos. Sie beißen oder stechen nicht und übertragen auch keine Krankheiten. Doch sie hinterlassen überall ihren Kot – und der macht vielen Menschen schwer zu schaffen. Denn nach den Pollen ist er der zweithäufigste Auslöser für Allergien. Betroffen sind vor allem Kinder.

Fiese Monster: Hausstaubmilben ernähren sich hauptsächlich von Hautschuppen.

Allergie gegen Hausstaubmilben ensteht in den ersten Lebensjahren

„Eine Hausstaubmilben-Allergie entwickelt sich meist früh, in den ersten fünf bis sechs Lebensjahren. Untersuchungen zufolge sind bis zum sechsten Geburtstag fast sieben Prozent der Kinder gegen die Milben sensibilisiert“, erklärt Prof. Ulrich Wahn, Experte für Allergien im Kindesalter. Das bedeutet: Ihr Immunsystem hat die Eiweiße in den Ausscheidungen der winzigen Spinnentierchen bereits als „Feinde“ registriert und Antikörper dagegen gebildet. „Das lässt sich daran erkennen, dass der Allergietest positiv ausfällt, aber noch keine Beschwerden vorliegen“, so der Leiter der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie und Immunologie an der Berliner Charité.

Symptome für eine Allergie gegen Hausstaubmilben

Der Weg zur allergischen Reaktion gegen Hausstaubmilben ist dann nicht mehr weit: Juckende Augen, eine verstopfte oder laufende Nase, Niesanfälle, Husten oder schwere Atemnot – all das können Hausstaubmilben auslösen. Bei kleinen Neurodermitis-Patienten reagiert auch die Haut verstärkt mit juckenden Ekzemen. Anders als beim Heuschnupfen treten die Symptome ganzjährig auf. Besonders schlimm wird es zu Beginn der Heizperiode. Dann stirbt ein Großteil der Hausstaubmilben ab und ihre Körper hinterlassen zusätzliche Allergene, die sich – wie der Milbenkot – mit Staub verbinden und eingeatmet werden.

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Heuschnupfen bei Kindern

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Lieblingsort der Hausstaubmilbe: das Bett

Besonders zahlreich lauern die unsichtbaren Mitbewohner dort, wo es schön warm und feucht ist und Menschen viel Zeit verbringen. Denn ihre wichtigste Nahrungsquelle sind unsere Hautschuppen. Vor allem im Bett tummeln sich Hausstaubmilben gerne. Deshalb sind die Beschwerden nachts und morgens meist besonders stark. Doch selbst, wenn Ihr Kind bislang nur leichte Symptome zeigt, sollten Sie frühzeitig Maßnahmen ergreifen.
„Kein anderes Allergen birgt ein so hohes Risiko, ein allergisches Asthma zu entwickeln und dieses auch lange zu behalten, wie die Hausstaubmilbe“, betont Prof. Ulrich Wahn. Und gerade diesen Etagenwechsel der Beschwerden von den oberen auf die unteren Atemwege gilt es zu vermeiden.

Milbensicher schlafen

Die wirksamste Therapie gegen Hausstaubmilben ist es, den kleinen Krabbeltieren ihren häuslichen Aufenthalt zu verleiden, damit der Allergiker weniger mit ihnen in Kontakt kommt. „Schon dadurch lässt sich oft eine deutliche Erleichterung bei den Beschwerden beobachten, was den Einsatz von Medikamenten hinauszögern oder aber reduzieren kann“, sagt der Kinderarzt und Allergologe.

Vorsicht vor Keimfallen im Kinderzimmer

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Die wichtigsten Sanierungsmaßnahmen in der Wohnung betreffen dabei den Schlafbereich des Kindes. Denn hier, vor allem in der Matratze, finden die Hausstaubmilbenilben nicht nur ideale Lebensbedingungen: Nirgendwo sonst sind sie den kindlichen Atemwegen so nah – und das rund zehn Stunden am Tag. Der beste Milbenschutz für das Bett ist ein spezieller allergendichter Matratzenbezug. Solche „Encasings“ verhindern ein Entweichen des Milbenkots in die Luft. Gleichzeitig schneiden sie die Tierchen von ihrem Futter, den Hautschuppen, ab und dämmen so ihre Vermehrung ein. „Das senkt die Allergenbelastung um 99 Prozent“, so der Experte. Auch Encasings für Kissen und Oberbett können helfen, die Beschwerden zu lindern. „Sinnvoll sind diese Bezüge nur für Federbetten. Bei waschbarer Synthetik-Bettwäsche braucht man sie nicht. Denn eine 60-Grad-Wäsche überlebt die Milbe nicht“, sagt Ulrich Wahn.
Deshalb gilt: Waschen Sie das gesamte Bettzeug regelmäßig heiß – Bettbezüge wöchentlich, Kissen und Decken mindestens alle sechs Wochen, Encasings etwa alle drei Monate.

> Auf der nächsten Seite finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Behandlung Allergie gegen Hausstaubmilben

Hausstaubmilben-Allergie: FAQ zu Vorbeugung & Behandlung

Den Hausstaubmilben den Kampf ansagen: So machen Sie den lästigen Plagegeistern das Leben schwer. Plus: die häufigsten Fragen zum Thema Allergie – beantwortet vom Experten.

Bei Hausstaubmilben-Allergie: Raus mit Staubfängern

Hausstaubmilben sammeln sich nicht nur im Bett. Auch an allen anderen Stellen im Haushalt, wo sich Staub festsetzen kann, sind sie zu finden. Deshalb sollten Sie weitgehend auf offene Regale, Gardinen, Vorhänge, Zimmerpflanzen oder sonstige Staubfänger zu verzichten. Ledermöbel sind besser als Polstergarnituren, glatte Böden besser als Teppich. Zumindest im Kinderzimmer sollte der Boden wischbar sein.
Allerdings wird Staub auf glatten Belägen auch leichter aufgewirbelt. Feucht wischen muss deswegen häufiger sein. Reinigen Sie auch Möbel und Spielzeug regelmäßig mit einem feuchten Lappen und benutzen Sie beim Staubsaugen nur Geräte mit Feinstaubfilter (Hepa-Filter). Schicken Sie Ihr Kind während des Putzens am besten aus dem Raum, um keine Beschwerden zu provozieren.
Ein beliebtes Biotop der Hausstaubmilben sind Kuscheltiere. Die gehören daher nicht ins Bett und sollten alle ein, zwei Monate in einer Plastiktüte verpackt über Nacht in die Tiefkühltruhe gelegt werden. Das tötet die Hausstaubmilben ab. Alternative: Kaufen Sie Ihrem Nachwuchs nur Plüschiges, das sich bei 60 Grad waschen lässt.

Regelmäßiges Lüften gegen Hausstaubmilben

Ganz rausschmeißen lassen sich die ungebetenen Gäste aber selbst durch gründlichstes Putzen nicht. „Der Milbenbefall ist letztlich eine Frage des Innenraumklimas. Optimale Bedingungen finden die Tiere bei einer Temperatur von 22 bis 25 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von etwa 60 Prozent“, sagt Prof. Ulrich Wahn. Lüften Sie daher mehrmals täglich mit Durchzug (sogenanntes Stoßlüften) und verzichten Sie auf Raumluftbefeuchter. Versuchen Sie eher, die Luftfeuchtigkeit etwas zu senken. Im Schlafzimmer sollte die Raumtemperatur nicht mehr als 18 Grad betragen. Das hindert die Hausstaubmilben an der Ausbreitung und Ihr Kind kann besser durchatmen.

Reisen für Hausstauballergiker: Wohin in den Ferien?

Fremde Betten sind oft das reinste Milbenbiotop. Schläft ihr Kind auswärts, sollte es seine „encasings“ daher mitnehmen, vor allem im Urlaub. Wer den Plagegeistern einmal wirklich entkommen möchte, fährt am besten ins Gebirge. Ab einer Höhe von 1.000 Metern trifft man die Tiere kaum noch an, ab 1.200 Metern gar nicht mehr. Aber auch die Nordsee hat ein allergenarmes Klima.

Hausstaubmilben & Allergie – FAQ

Die häufigsten Fragen zum Thema kurz und knapp Professor Stefan Zielen, Allergologe und Lungenspezialist am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Uniklinik Frankfurt/Main, beantwortet.
➤ Was soll ich tn, wenn mein Kind typische Symptome einer Hausstaubmilbenallergie zeigt, wie etwa juckende Augen oder eine laufende Nase?
Prof. Stefan Zielen: Sie sollten den Kinderarzt aufsuchen, der dann einen Allergietest veranlasst, in der Regel einen Pricktest. Dabei werden kleine Mengen verdächtiger Allergene unter die Haut gebracht. Bildet sich als Reaktion eine Rötung und Quaddeln, ist das Kind allergisch oder besitzt zumindest die Anlage zur Allergie. Ist eine Testung der Haut schwierig, kann man auch einen Bluttest vornehmen.
➤ Muss eine Milbenallergie immer mit Medikamenten behandelt werden?
Prof. Stefan Zielen: Bei positivem Allergietest empfiehlt man zunächst eine Milbensanierung im Haushalt – auch schon bei bekannter Sensibilisierung. Die meisten Kinder lassen sich dadurch so gut stabilisieren, dass sie keine Therapie brauchen. Zeigt die Sanierung keinen Erfolg, werden gezielt die Beschwerden behandelt, in erster Linie mit Antihistaminika oder kortisonhaltigen Nasensprays. Bei Asthma gibt man Präparate, die die Atemwege erweitern und die Entzündung in den Bronchien lindern.
➤ Wann ist eine spezifische Immuntherapie sinnvoll?
Prof. Stefan Zielen: Wenn der Leidensdruck trotz Medikamenten immer noch groß ist, vor allem bei Asthma. Dann bekommt das Kind die Allergene unter die Haut gespritzt, drei Jahre lang im vier- bis sechswöchigen Abstand. Das soll den Körper an die Allergene gewöhnen, damit er nicht mehr so stark reagiert. Bevor man zu dieser Methode greift, sollte jedoch mittels eines Provokationstests geprüft werden, welche Relevanz das Milbenallergen tatsächlich für die Beschwerden hat.
➤ Wie erfolgreich ist eine solche Therapie?
Prof. Stefan Zielen: Bei 70 Prozent der Behandelten sind die Symptome längst nicht mehr so ausgeprägt. Es geht ihnen viel besser. Eine unserer Studien hat auch gezeigt, dass viele Asthmakinder danach ohne Kortison auskommen oder dieses reduziert werden kann.

Diese sollte man, obwohl sie lustig klingen mögen, durchaus ernst nehmen. Ein harmloses Niesen oder juckende Haut mögen einem zwar nicht dramatisch vorkommen, aber Allergien sind, mit Ausnahme von Kontaktallergien, bei denen nur die Haut reagiert, potenziell lebensbedrohlich.

Wollallergie

Die Wollallergie kann durch die Kleidung ausgelöst werden. Wer also beim Tragen bestimmter Kleidungsstücke Juckreiz verspürt oder über Hautrötungen klagt, kann diese Allergie die Ursache sein. Meist wird diese Allergie zwar durch physikalische Auslöser (z. B. von Natur aus kratzige Wolle) oder Farb- und Konservierungsstoffe in der Wolle ausgelöst, dennoch kann auch eine gesonderte Allergie gegen Wolle auftreten. Bei unbehandelter Tierwolle befinden sich oft noch Reste vom Wollfett, des sogenannten Lanolins im Material, welches die allergischen Reaktionen auslöst.

Symptome einer Wollallergie:

  • Hautrötungen, Ekzeme
  • Jucken der Haut durch Kontakt mit Wolle
  • Raue Hände, Dermatitis
  • Pickel, Pusteln und Bläschen auf der Haut

Was kann man dagegen tun: Wird eine Allergie auf Wolle festgestellt, ist es relativ einfach, den Auslöser zu meiden. Auch Hautpflegeprodukte, die Lanolin enthalten, sollten gemieden werden. Bei akuten Symptomen kann der Arzt eine Salbe mit Cortison verschreiben, die die Symptome lindert.

Daunenallergie

Eine Allergie gegen Daunen ist relativ selten. Meist sind Menschen, die glauben, an einer Daunenallergie zu leiden, eigentlich gegen den Kot der Hausstaubmilben allergisch, die sich gerne in Bettdecken, Kopfkissen und Matratzen absetzen. Allerdings sitzen diese deutlich lieber in Kunstfaserbettwäsche ab als in Daunenbetten. Das liegt am wärmeren und feuchteren Milieu darin. Dennoch kann es auch zu einer Allergie gegen Daunen kommen.

Symptome einer Daunenallergie:

  • Verstopfte Nase, Erkältungssymptome
  • Tränende Augen, wenn man aus dem Bett kommt
  • Husten bis hin zu allergischem Asthma

Was kann man dagegen tun: Bei Daunendecken und -Kissen ist die Anschaffung eines hochwertigen Inletts sinnvoll. Dies ist ein federn- und daunendichter Bezug (ab Nm 100) und bietet einen guten Schutz gegen die Allergie.

Allergie gegen Fisch und Meeresfrüchte

Nahrungsmittelallergien gegen Erdnüsse, welche tödlich verlaufen können, sind bekannt. Weniger verbreitet ist jedoch die Tatsache, dass auch Meeresbewohner eine Nahrungsmittelallergie auslösen können. Fisch und Meeresfrüchte haben sehr stabile Allergene, die weder durch Erhitzen noch durch Magensäure zerstört werden können. Das Eiweiß, auf das Fisch-Allergiker reagieren, nennt sich Parvalbumin. Dabei sind heimische Süßwasserfische wie Barsch, Hecht oder Zander seltener allergieauslösend als Salzwasserfische, Krusten- und Schalentiere.

Symptome einer Fischallergie:

  • Probleme im Magen-Darm-Trakt: Bauchschmerzen, Krämpfe, Durchfall
  • Nesselsucht mit Quaddeln
  • Schwellung von Haut und Schleimhäuten, meist im Gesicht
  • Kann auch zu Atemnot und im schlimmsten Fall einem anaphylaktischen Schock kommen

Was kann man dagegen tun: Da eine Fischallergie sehr gefährlich sein kann, sollte man unbedingt herausfinden, gegen welche Fischarten man genau allergisch ist, damit man diese gezielt meiden kann. Manche Arten kann man eventuell trotz Allergie ohne Probleme genießen.

E-Liquid-Allergie

Wer gerne dampft, dem dürfte eine Allergie gegen PG (Propylenglykol), welches zusammen mit Glyzerin in E-Liquids verwendet wird, nicht gefallen. Die Symptome einer PG Allergie entsprechen im Wesentlichen denen einer Kontaktallergie, allerdings kann es auch zu Symptomen einer Lebensmittelallergie kommen.

Symptome einer E-Liquid Allergie:

  • Entzündungen am oder im Mund und an den Schleimhäuten beim Dampfen von E-Zigaretten
  • Dermatitis und Hautreizungen

Was kann man dagegen tun: Wer das Dampfen nicht aufgeben möchte, der hat zum Glück andere Möglichkeiten, dem allergieauslösenden Stoff aus dem Weg zu gehen. In diesem Fall empfiehlt es sich, gezielt nach E-Liquids mit hohem VG (Vegetable Glycerin) Gehalt zu suchen, da in diesen weniger Propylenglykol enthalten ist.

Lichtallergie

Unter einer Lichtallergie versteht man eine krankhafte Hautreaktion auf UV-A und UV-B Strahlungen. Je nach Schwere der Krankheit gibt es unterschiedliche Ausprägungen. Weshalb eine Lichtallergie auftritt, ist noch nicht vollkommen geklärt. Fest steht nur, dass rund drei Viertel aller Hautreaktionen durch die UV-A Strahlungen ausgelöst werden. Nur etwa 10 Prozent entstammen den UV-B Strahlen, während der Rest auf einer Kombination der beiden Strahlen basiert. Viele Ärzte vertreten die Meinung, dass der Grund im Immunsystem liegt. Bestätigt ist diese These bisher jedoch nicht.

Symptome einer Lichtallergie:

  • Juckreiz
  • Hautrötungen
  • Brennende Haut
  • Papeln
  • Hautblasen

Die Symptome treten mit Verzögerung auf. Oft können Tage vergehen, bis die Haut tatsächlich auf die Sonnenstrahlung reagiert.

Was kann man dagegen tun: Akute Symptome einer Lichtallergie sind leicht zu behandeln. Wichtig ist, dass man genügend Sonnenschutz verwendet und früh genug in den Schatten geht. Kommt es dennoch zu einer Reaktion, ist die betroffene Hautregion mit einer Lotion oder Salbe zu behandeln, damit die Wunde schneller verheilt.

Es gibt einige Ursachen, die Allergien auslösen können, obwohl man es nicht vermuten würde. Die oben genannten, ungewöhnlichen Allergien sind nur ein kleiner Teil davon, tatsächlich gibt es einige mehr. Daher sollte man auch nicht zögern, beim Verdacht auf eine Allergie zum Arzt zu gehen, auch wenn sich die Ursache dafür noch so lustig anhören mag.

Autor: Dr. Walter Mair ist leidenschaftlicher Apotheker und betreibt seit 2003 die Stadtapotheke in Sterzing in Südtirol. Er legt besonders großen Wert auf Kundennähe, bestmöglichen Service und ein kompetentes Team, das den Besuchern der Apotheke stets mit Rat und Tat zur Seite steht. Im hauseigenen Labor stellt er auch eigene Produkte aus heimischen Kräutern her.

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Allergie und Bettdecke

Eine Allergie ist eine Reaktion des Immunsystems auf einen Kontakt der Atemwege, der Haut oder der Speiseröhre mit einem fremden Stoff (einem Allergen).

Jemand der allergisch ist, reagiert übermäßig auffällig auf einen bestimmten Stoff. Ob es etwas ist, das in der Luft zu finden ist (z.B. Blütenpollen) oder etwas, das sich in der Nahrung befindet (z.B. Gluten): in dem Moment, in dem ein Allergiker mit dem Allergen in Berührung kommt, reagiert der Körper.

Hausstaubmilbenallergie

Eine der häufigsten Allergien ist die Überempfindlichkeit gegen Hausstaubmilben. Die Hausstaubmilbe ist eine kleine Spinne die nur 0,2 mm groß ist. Sie lebt in Textilien wie: Matratzen, Bettwäsche, Kissen oder Tapeten. Das Tierchen kann in vielen Klimazonen überleben, jedoch sind 25 Grad die ideale Temperatur für die Hausstaubmilbe. Am liebsten ernährt sie sich von menschlichen Hautschuppen. Demnach ist das Bett ein idealer Lebensraum für die Milbe. Da diese Allergie durch das Einatmen von allergischem Material verursacht wird, sprechen wir hier von Inhalationallergie.

Sind Sie allergisch?

Über 40 % der Österreicher mittleren Alters gaben an von einer oder mehreren Allergien betroffen zu sein. Es ist eine große Dunkelziffer zu erwarten, da die Beschwerden von Allergien beispielsweise einer Erkältung ähneln. Haben Sie häufig (vor allem im Winter) morgens eine laufende Nase, niesen Sie und bekommen Sie rote oder tränende Augen? Dann ist die Chance groß, das Sie allergisch auf Hausstaubmilben reagieren und die Beschwerden auf eine frühe allergische Reaktion hinweisen.

Sobald Sie vermuten, dass Sie eine Allergie haben, empfehlen wir Ihnen einen Arzt aufzusuchen und einen Allergietest durchführen zu lassen (meistens ein Haut- oder ein Bluttest).

Gehen Sie nicht zu spät zum Hausarzt, denn in einem späteren Stadium werden Sie weitere Symptome bekommen, so wie eine verstopfte Nase, Husten und Asthma oder Bronchitis.

Hausstaubmilben und Daunen

Viele Menschen, die allergisch auf Hausstaubmilben reagieren, schieben ihre Überempfindlichkeit auf Daunen. In der Praxis haben nur wenige Menschen tatsächlich eine Daunen-Allergie. Daher ist es wichtig, bei der Anschaffung eine Daunendecke, eine gute Daunendecke mit einem feinem Bezug zu wählen.

Alle Bettdecken, die wir liefern, sind geeignet für Menschen mit einer Hausstaubmilben-Allergie. Eine Daunendecke verfügt selbst über günstige Eigenschaften um die Hausstaubmilbe zu bekämpfen. Durch die schnelle Verdampfung von Feuchtigkeit bei gutem Lüften, wird für die Hausstaubmilbe eine ungünstiges Klima geschaffen (die Hausstaubmilbe vermehrt sich in einer feuchten Umgebung). Die federn- und daunendichten Bezüge (ab Nm 100) bieten einen guten Schutz gegen Allergie.

Anzahl gering halten

Es gibt einige Möglichkeiten die Anwesenheit von Hausstaubmilben in Ihrem Haus einzudämmen.

    Hygienische Faktoren

  • Nutzen Sie einen geschlossen Überzug über ihre Matratze
  • Lüften Sie das Zimmer und die Bettdecken regelmäßig
  • Waschen Sie die Bettwäsche bei mindestens 60 Grad
  • Waschen Sie Kuscheltiere bei 60 Grad (oder frieren Sie diese 2 Tage ein)
  • Staubwischen und staubsaugen Sie regelmäßig
  • Benutzen Sie einen speziellen Staubsauger mit HEPA Filter (high-efficiency particulate arrestance)
  • Nutzen Sie ein feuchtes Tuch, um glatte Oberflächen abzuwischen
  • Wechseln Sie die Bettwäsche wöchentlich

    Umgebungsfaktoren

  • Halten Sie die Temperatur im Schlafzimmer und im gesamten Haus unter 22 Grad Celsius
  • Kuscheltiere und stoffüberzogene Möbel im Schlafzimmer einschränken
  • Keine Pflanzen im Zimmer (Schimmel ist eine Nahrungsquelle für die Milbe)
  • Sorgen Sie dafür, dass das gesamte Haus gut gelüftet wird
  • Behalten Sie nach dem Kochen die Dunstabzugshaube noch eine halbe Stunde angeschaltet

NOMITE Gütezeichen

Das NOMITE Gütezeichen ist für den Konsumenten eine Garantie dafür, dass das Produkt geeignet ist für Menschen mit einer Hausstaubmilbenallergie. Weiter Informationen über das NOMITE-Zeichen und Hausstaubmilbenallergie erhalten Sie auf der Homepage von NOMITE (www.nomite.de).

Ist Ihnen das Gütesiegel wichtig? Dann wählen Sie eine Bettdecke von Otto Keller, Kauffmann oder Seibersdorfer. Diese Marken führen das NOMITE-Gütezeichen.

Hier finden Sie alle Daunendecken mit NOMITE-Gütesiegel.

Es wird nicht besser?

Um die Folgen einer allergischen Reaktion zu begrenzen, müssen wir zunächst verstehen was die allergische Reaktion genau beinhaltet und ausgelöst hat. Menschen die allergisch sind, produzieren überdurchschnittlich viel Immunglobulin sowie Mastzellen. Bei der Berührung beider werden die Mastzellen zerstört. In diesem Moment werden irritierende Stoffe, darunter Histamin, freigesetzt. Folglich reagiert der Mensch mit Juckreiz und anderen allergietypischen Symptomen.

Immuntherapie oder Symptombekämpfung?

Bei einer Immuntherapie bekommen Sie den allergieauslösenden Stoff injiziert, beispielsweise durch eine Spritze in den Arm. Oder Sie nehmen diesen Stoff oral zu sich. Wenn diese Therapie erfolgreich ist, sind Sie letztendlich gewappnet gegen allergene Stoffe. Eine Immuntherapie kann einige Jahre dauern.

Bei der Symptombekämpfung werden Medikamente eingesetzt, die zu den Antihistaminika, Kortikosterioden und den nasalen Dekongestiva gehören.

  • Antihistaminika: Blockieren die Wirkung von Histamin, wodurch beispielsweise der Juckreiz reduziert wird.
  • Kortikoserioden: Werden auch Entzündungshemmer genannt und unterdrücken den Abwehrmechanismus im Körper.
  • Nasale Dekongestiva: Dies sind Medikamente, die gegen Erkältung eingesetzt werden. So unterdrücken sie z.B. die Schwellung der Schleimhäute. Allerdings lässt die Wirkung im Laufe der Zeit nach und die Schleimhäute werden dünner und schwellen wieder an. Daher wird dazu geraten diese Sprays oder Tropfen nur kurzzeitig zu verwenden.

In vier Schritten zur neuen Daunendecke

Diese Informationen helfen Ihnen beim Entscheiden.

  1. Welche Größe: Einzelbettdecke oder Doppelbettdecke?
  2. Welcher Wärmegrad: Passende Daunendecke für jede Jahreszeit?
  3. Welche Füllkraft: Wie leicht soll die Daunendecke sein?
  4. Welche Qualität der Hülle: Wie fein soll die Hülle sein?

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Das wohl schlimmste Gerücht mit dem eine gute Daunendecke kämpfen muß ist, dass sie nicht gut wäre für Allergiker. Dies stimmt so nicht. Eine Daunendecke enthält nicht mehr sondern eher weniger Milben als eine Synthetikdecke.

Das regelmässige Waschen einer Daunendecke gehört für einen Haustauballergiker genauso dazu, wie das regelmässige Waschen seiner Kleidung, beziehungsweise aller Textilien seiner Umgebung.
Die Milbe ernährt sich nicht von den Daunen und Federn sondern alleine vom Menschen – natürlich nur von seinen Hautschuppen. Glücklicherweise regeneriert sich unsere Haut ständig, verliert aber dabei etwa ca 0,5 bis 1 Gramm feinste Hautteilchen pro Tag. Wenn man bedenkt das 0,25Gramm für mehrere Tausende Milben ausreichen, kann hier ein Buffet für die ungeliebten Tierchene angerichtet sein.

Nur ein verschwindend kleiner Teil der Allergiker ist wirklich auf das Keratin der Federn und Daunen allergisch, meist geht es um die Hausstaubmilbe, bzw. deren Kot. Leider sind auch hier noch nicht alle Ärzte auf dem neuesten Stand der Erkenntnisse.

Inzwischen gibt es sogar die ein oder andere Studie die belegt, dass in Synthtikbetten das Schlafklima weitaus förderlicher für die Milbenpopulation ist. Das liegt an möglicher statischer Aufladung für die Staubbelastung und an dem unvermeidbar feuchteren Mikroklima der Schlafhöhle.
Also: nur wer regelmässig sein Bett wäscht (ob Daunendecke oder Syntethik) hat keine Probleme.
Ausführlichere Texte und Hintergrunddaten finden Sie zweifelsohne im Internet – doch bitte beachten Sie, dass teilweise klar Verkaufsabsichten die Grundlage für die Aussagen sind.

Auszugsweise haben wir für sie zusammengestellt:

Stärkere allergologische Reaktionen wie z. B. ein positiver Reibtest oder auch eine positive inhalative Provokation mit dem Federnantigen sind in der allergologischen Praxis praktisch nicht zu erhalten, Hauttestreaktionen belegen auf der anderen Seite aber nicht die Aktualität des Bettfedernallergens auf dem Niveau der Schleimhäute. Somit kann auf der Grundlage der derzeit existierenden Literatur und aufgrund von eigenen Erfahrungen zweifelsfrei festgestellt werden, dass das Bettfedernantigen (Keratin) für die Auslösung von Atemwegsbeschwerden (Heuschnupfen, chronische allergische Rhinopathie, Asthma bronchiale) praktisch keine Bedeutung hat, da die allergene Potenz des Federnantigens (in der Regel als Mischung von Gans, Ente, Huhn untersucht) als außerordentlich gering bzw. minimal eingestuft werden muss. Diese Beobachtung hat dazu geführt, dass viele Allergologen auch aus Kostengründen das Federnantigen überhaupt nicht mehr in ihrer Testauswahl berücksichtigen. Des Weiteren trägt dieser Tatsache Rechnung, dass bei zahlreichen in letzter Zeit publizierten allergologischen Handbüchern bzw. Lehrbüchern das Federnantigen als eigene Substanz und somit Auslöser von allergischen Erkrankungen kaum noch Berücksichtigung findet, wobei diese Entwicklung weltweit registriert werden kann. Es kann also zusammenfassend festgestellt werden, dass weltweit die Einschätzung besteht, dass das Bettfedernantigen selbst in allergologischer Hinsicht unbedeutend ist.

Aus einer Studie von: Prof. Dr. med. Dietrich Hofmann, Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Zentrum Kinderheilkunde

Quellen für die Hintergrundrecherche:

  • “Gutachten zur Einschätzung der Relevanz der Bettfedern- (Keratin) Allergie”
    Prof. Dr. med. Hofmann, Leiter des Institutes für Kinderheilkunde, Universitätsklinik Frankfurt a.M.
  • “House dust mite allergen in pillows”, Gutachten der Wellington Asthma Research Group,
    Wellington School of Medicine, New Zealand.
  • “Ökologische Untersuchungen zur Hausstaubmilbenallergie”
    Prof. Dr. Dr. H. W. Jürgens, Anthropologisches Institut der Universität Kiel.

Der Erreger der Krätze heisst mit lateinischem Namen Sarcoptes scabiei variatio hominis. Das parasitär lebende Spinnentier ist vollkommen auf den Menschen spezialisiert. Nachdem an der Hautoberfläche die Paarung stattgefunden hat, gräbt sich das weibliche, etwa 0,4 mm kleine Tier in die Hornhaut ein, gräbt dort kleine Gänge und legt Eier ab.

Ausserdem hinterlässt es dort kleine Kotballen, welche eine Reaktion des menschlichen Immunsystems auslösen. Die Haut entzündet sich und es juckt fürchterlich. Aus den Eiern schlüpfen schliesslich Larven, die sich an die Hautoberfläche bewegen. Dort beginnt der ganze Kreislauf von vorn.

Der ausserordentlich starke Juckreiz veranlasst die Kinder zu ständigem Kratzen. Das verstärkt die Hautreizung und es können unter Umständen Bakterien eindringen. Die Folgen sind oft schwerwiegende Infektionen und ein langer, meist mehrere Wochen andauernder Heilungsprozess.

Milben- juckende Mitbringsel von Feld und Wiese

Die winzigen Übeltäter haben regional unterschiedliche Bezeichnungen wie Herbstbeiss, Herbstmilbe, Sendlinger Beiss, Heukrätze, Erntekrätze oder Erntebeiss. Gemeint sind verschiedene Arten von Laufmilben, medizinisch Trombikuliden, lateinisch Trombiculidae. Die in Mitteleuropa häufigste Art ist die eigentliche Herbstgrasmilbe (Neotrombicula autumnalis).

Die Milben durchlaufen in ihrer Entwicklung mehrere Stadien. Die Laufmilben entwickeln sich aus Eiern, die im Boden abgelegt wurden und wachsen zu Larven heran, die sich an Tiere, z.B. Nager (Mäuse, Maulwürfe), bodenbrütende Vögel, Hunde und Katzen sowie an den Menschen anheften und weite Strecken krabbeln können. Oft findet man sie zu Hunderten auf einer einzigen Maus.

Zur stechenden Plage zwischen Juli bis Oktober werden nur ihre winzigen, 0.2 bis 0.4 mm langen rot-orangen Larven, die auf Gräsern, Sträuchern, Buchenhecken nicht höher als 20 Zentimeter über dem Boden hausen. An warmen Tagen werden sie besonders aktiv, vor allem am Spätnachmittag, etwa zwischen 16 und 18 Uhr. Sie können die spielenden Kinder eines „Waldkindergartens“ ebenso befallen wie Familien, die auf einer Wiese oder einer Parkanlage picknicken.

Wenn sie sich auf den Menschen verirren, legen sie an Armen und Beinen entlang grössere Strecken zurück und stechen dann dort zu, wo ein Kleidungsstück sie an der Fortbewegung hindert. Zum Beispiel beim elastischen Abschluss der Unterwäsche, unter dem Hosengürtel oder am Ende von Söckchen und Strümpfen. Die Stichstellen stehen oft in Gruppen (es können auch 30 bis 50 sein!).

Die Milben sind im Grunde harmlos, da sie keine Krankheiten übertragen. Sie laben sich nicht direkt am Blut, sondern lösen mit ihrem Speichel das Gewebe punktuell auf, so dass sie die entstehende Gewebsflüssigkeit und Lymphe aufnehmen können. Nach dem Saugen, was einige Stunden dauern kann, lassen sie sich abfallen. An der Stichstelle entsteht durch eine ausgeprägte Immunreaktion ein flaches Hautknötchen.

Das grosse Jucken beginnt meist zeitverzögert: Manchmal schon wenige Stunden, meistens aber erst am zweiten Tag nach dem Stich fängt das bedauernswerte Opfer an, sich zu kratzen. Bettwärme verstärkt den Juckreiz, bis es kaum mehr zu ertragen ist. Durch das Kratzen wird die Milbe in der Regel zerstört. Die winzigen Mundwerkzeuge bleiben jedoch meist in der Haut zurück und verursachen eine Fremdkörperreaktion. Dadurch kann der heftige Juckreiz zehn bis 14 Tage anhalten, bis durch die routinemässige Erneuerung der obersten Hautschicht auch die letzten Milbenreste abgestossen werden.

Hat das Kind beim Wandern oder beim Sitzen oder Liegen im Gras Herbstmilben eingefangen, ist schnelles Handeln geboten. Es empfiehlt es sich, nach der Rückkehr nach Hause zu duschen und die Kleider zu wechseln. Zur Linderung des Juckreizes und Verhinderung von Sekundärinfektionen, die meistens für länger anhaltende Reaktionen wie eitrige Pusteln verantwortlich sind, empfiehlt sich das sofortige Einreiben der Stichstellen mit 70-prozentigem Alkohol oder speziellen, Juckreiz stillenden Mitteln aus der Apotheke.

Zur Milbenabwehr im eigenen Garten sollte man den Rasen kurz halten und den Grasschnitt nicht liegen lassen. Der Einsatz von Insektiziden ist weniger ratsam: Sie vernichten auch viele andere Insekten, sind meist wenig erfolgreich und stellen eine unnötige Belastung der Umwelt dar.

Inhaltsverzeichnis

Milben sind eine Unterart der Spinnentiere und gehören mit knapp 50 000 bekannten Arten und 546 Familie zu einer der artenreichsten Gruppe. Beim Menschen können Milben eine allergische Reaktion hervorrufen sowie Asthma und sogar Krätze. Scabies ist der Fachbegriff für diese Problematik. Für den Menschen und die Tiere sind nur wenige Milbenarten gefährlich. Die meist vorkommende Milbe ist die Hausstaubmilbe und die Grasmilbe oder Holzmilbe, die beidermaßen für Mensch und Tier unangenehm werden kann.

Milbenbisse sehen ähnlich aus wie Mückenstiche

Erkennung des Milbenbisses und die Behandlung

Einen Milbenbiss zu erkennen ist oftmals nicht schwer. Milbenbisse durch Grasmilben oder Holzmilben zum Beispiel erkennt man durch kleine gerötete – nicht selten auch pustelige Stellen auf der Haut. Da die kleinsten Milben jedoch nur 0,1 – 0,2 Millimeter groß sind, wird das Erkennen der Parasiten selbst mit einer Lupe kaum möglich sein.

Hausstaubmilben sind keine Parasiten, die die Haut befallen oder gar zubeißen. Sie ernähren sich von Hautschuppen im Bett und auf dem Kopfkissen. Manche Menschen reagieren jedoch gegenüber den Allergenen dieser Milbenart (Dermatophagoides) und insbesondere auf ihre Exkremente allergisch. Ein Milbenschutzbezug kann hierbei wirksame Abhilfe verschaffen.

Im Zweifelsfall sollte man sich an einen Arzt wenden, der die Milben sofort erkennen und die Bisse oder Allergie – je nach Problematik behandeln kann. Es ist bei einem Biss wichtig sofort eine Salbe auf die Haut aufzutragen, die auch gegen Insektenstiche verwendet wird und beruhigend wirkt.

Gegen Hausstaubmilben hingegen kann man einen speziellen Matratzenschoner als Milbenauflage nutzen, um die Parasiten im Bett einzuschränken. Anstelle von Teppichen ist es zudem sinnvoller Holzfußböden in die Wohnung zu legen, da sich die Milben dort nicht einnisten können.

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Symptome

Milbenbisse aus dem Garten können verschiedene Symptome hervorrufen. Hausstaubmilben, die wie erwähnt nicht beißen, können hingegen die klassische Allergie auslösen, bei der die üblichen allergischen Reaktionen zum Vorschein kommen. Brennende Augen und juckende Haut sind nur ein Teil der möglichen Reaktionen.

Juckende Hautreaktionen und schmerzende sowie rötliche, begrenzte Stellen auf der Haut sind allerdings typische Erkennungszeichen eines Milbenbisses, die schnell auftreten können. Milbenbisse machen sich daher schnell erkennbar. Die Symptome sind eindeutig und wie folgt zu deuten:

  • Generelle Symptome von Insektenstichen können hier ebenfalls als Orientierung dienen. Schwellungen, Rötungen, Jucken, Einstichstellen.
  • Οftmals treten auch Schmerzen auf. Starker Juckreiz und Schmerzen an der Einstichstelle.
  • Αuffallender Ausschlag auf der Haut. Charakteristisch ist, dass eher röhrenförmige, große Vesikel auf der Haut zu sehen sind.
  • Krätzeartige Symptome treten, wenn überhaupt oftmals erst nach Wochen auf. Auch ein leichtes Fieber kann Folge des Bisses sein.

Milbenbisse behandeln

Die Bisse (in der Regel Grasmilben oder Holzmilben) gilt es vorsichtig zu behandeln, um weitere Entzündungen zu vermeiden. Eine entsprechende Salbe zum Auftragen kann im Handel oder in der Apotheke erstanden werden. Hochprozentiger Alkohol kann mittels Watte aufgetragen werden, um die Haut zu desinfizieren. Der Saft einer Zwiebel oder Zitrone kann den Juckreiz lindern. Cortisonhaltige Salben sowie Antihistaminikum aus der Apotheke können die Entzündung reduzieren.

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Milben in der Wohnung

Vorab muss man wissen, dass man Milben in einem normalen Haushalt niemals komplett bekämpfen kann. Es ist daher nicht möglich, die Schädlinge dauerhaft zu vernichten. Ob nun in Stoffmöbeln, im Bett oder in Kuscheltieren – die Milben haben überall ihren Platz.

Milben im Haus bekämpfen

Das Ziel in jedem Haushalt sollte es sein, dass man den Milbenbefall eher gering hält und versucht, den Lebensraum der Tiere so unangenehm und unattraktiv wie möglich zu gestalten. Gerade Allergiker und Menschen mit Haustieren sollten regelmäßig für eine Behandlung der Tiere sorgen – Grasmilben sind hier oftmals ein großes Problem. Es gibt insgesamt 6 klassische Tipps, die man einhalten kann, um die Milben zu bekämpfen.

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Lebensraum der Milben reduzieren: Allergiker sollten Schonbezüge nutzen und generell im Haushalt die Bezüge öfter waschen. Schonbezüge um die Matratze sorgen dafür, dass der Lebensraum der Milben eingeschränkt wird.

Kuscheltiere und Mützen ins Kühlfach: Sollte man bereits von einem Milbenbefall betroffen sein ist es sinnvoll, Kuscheltiere und Mützen in das Gefrierfach zu legen. Alle drei Monate für 12-24 Stunden kann dies bereits die meisten Milben abtöten.

Kein feuchtes, warmes Umfeld: Man sollte nicht den Fehler machen und das Bett sofort nach dem Aufstehen machen. Am besten ist es die Decke umgeklappt zu lassen, damit die angestaute Feuchtigkeit entfliehen kann. Schließlich pflanzen sich die Milben gerade dann gerne fort.

Milben keine Nahrung liefern: Wichtig ist, die Kleidung nicht direkt am Bett oder Sofa zu wechseln, da zu viele Schuppen und Hautpartikel umherfliegen, welche die Milben als Nahrung nutzen.

Regelmäßig neue Matratzen: Man wird es leider nicht verhindern können alle sieben Jahre eine neue Matratze zu kaufen. Dadurch grenzt man den Milbenbefall ebenfalls ein.

Laminat und glatte Böden oft putzen: Wer Bodenbeläge, wie Parkett und Laminat besitzt sollte diese öfter wischen. Die Staubbildung bei solchen Böden ist schließlich höher. Durch das Wischen bietet sich keine Nahrungsgrundlage für die Milben an.

Krätzmilbe bei Kindern – was tun?

Eine spezielle Milben-Art kann bei Kindern Krätze auslösen. Der Parasit verursacht dann eine Hauterkrankung. Die Krätzmilben bohren sich in die äußere Hautschicht. Hier graben sie unter der Haut Gänge und vermehren sich dort. Eine allergische Reaktion auf die Eier und den Kot der Milben kann zu einem Hautausschlag führen. Durch Hautkontakt von einer Person zur anderen kann diese Milbenart (Sarcoptes scabiei – Grabmilben) übertragen werden.

1-2 Wochen nach der Übertragung bildet sich in der Regel ein verstreut-beuliger Hautausschlag. Das Hautbild unterscheidet sich also grundsätzlich von dem eines Milbenbisses. Der Ausschlag findet sich häufig zwischen den Fingern, am Ellenbogen, um das Handgelenk herum und sogar in der Achselhöhle oder an den Genitalien der Kinder. Eine medizinische Betreuung ist in dem Fall unbedingt geraten.

Hausmittel gegen Milbenbisse

Gegen den Juckreiz eines Milbenbisses durch die Grasmilbenlarven können ein paar Hausmittel Linderung verschaffen. Gründliches Duschen ist im ersten Schritt wichtig, um eventuell noch festgebissene Grasmilben zu entfernen.

Milbe aus dem Garten

Anschließend sollte medizinischer Alkohol auf einem Wattebausch zum Abwischen der Haut genutzt werden. Kühlende Umschläge, der Saft einer Zwiebel und Antihistaminika helfen schließlich gegen den Juckreiz. Von Grasmilben befallene Haustiere wie Hunde oder Katzen sollten mit einem Anti-parasitären Shampoo behandelt werden.

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Ein gutes Hausmittel gegen Milben im Bett hingegen soll ätherisches Öl oder alternativ ein Milbenspray aus dem Handel sein. Teebaumöl lässt sich demnach sehr gut als Hausmittel gegen die Milben umfunktionieren. Dazu sollte man eine Sprühflasche mit Wasser und dreißig Milliliter Teebaumöl befüllen und gut schütteln. Die Mischung kann man auf die Haut, Kleidung und die Matratze sprühen.

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Juckende Stiche und Ausschläge: Wenn Flöhe, Wanzen und Milben zuschlagen

von Dr. Maria Niki Aigyptiadou
verfasst am 07.07.2017

Gereizte Haut mit auffälligen kleinen Stellen? Möglicherweise können Kleintiere dafür verantwortlich sein (©Piotr Marcinski – fotolia)Plötzlich juckt es. Und Sie finden kleine Pünktchen auf der Haut, die wie Mückenstiche aussehen. Diese Symptome können die unterschiedlichsten Parasiten, Spinnentiere und Ungeziefer verursachen. Lesen Sie hier alles über Flöhe, Wanzen und Milben und erfahren Sie, wie lange Milbenbisse jucken, wo sich Flöhe in der Wohnung verstecken und was Sie tun können, um Ihre Matratze von Bettwanzen zu befreien.

  • Was kleine Flöhe verursachen können
    • Typische Symptome erkennen
    • Was hilft?
    • Mögliche Komplikationen
  • Taxifahrende Milben und was sie uns antun
    • Symptome der Krätze
    • Wenn Milben Krankheiten übertragen
  • Kuschelnde Wanzen saugen Blut in der Nacht
  • Fazit

Was kleine Flöhe verursachen können

Flöhe sind 2 bis 4 Millimeter große Parasiten, die keine Flügel, aber kräftige Beine haben. Sie können einen Meter weit springen! Ihr Körper ist seitlich abgeplattet, so dass sie sich leicht zwischen den Haaren bewegen können. Mit ihren Krallen halten sie sich an der Kopfhaut fest, so dass sie dem Kamm Widerstand leisten können.

In Wohnungen verweilen sie gern in Teppichen und Polstermöbeln. Sie vermehren sich in Staub und Dreck, in Ritzen und Fugen und stechen mehrmals hintereinander.

Typische Symptome erkennen

Werden Menschen von Flöhen gebissen, was in der westlichen Welt eher selten ist, dann erscheinen stark juckende Quaddeln mit rotem Einstich in der Mitte insbesondere an bedeckten Körperstellen und -falten. Selten äußert sich die Erkrankung mit Fieber und Hautausschlägen. Der Stich ist schmerzhaft und löst einen heftigen Juckreiz aus. Werden die Bissstellen aufgekratzt, kann sich die entstandene Wunde infizierten.

Was hilft?

Gegen den akuten Juckreiz helfen kalte Kompressen mit Ringelblumenextrakt. In der Homöopathie werden Mittel wie Schwefelblüte und Quecksilber verwendet. Flohbisse werden mit folgenden Mitteln behandelt:

  • Zur äußerlichen Anwendung gibt es Isektizide, wie zum Beispiel Fipronil, Imidacloprid, Metaflumizon, Nitenpyram und Selamectin.
  • Zur inneren Anwendung werden die Mittel Fluralaner oder Spinosad in Tablettenform sowie Chitininhibitoren eingesetzt, das die Larvenentwicklung verhindert.
  • Zur Reinigung der Umgebung dienen Mittel zur Flohbekämpfung, wie zum Beispiel Chlorpyrifos, Permethrin, Propoxur, Fenoxycarb und Methopren.

Schwerwiegende Erkrankungen können über die Parasiten übertragen werden (© 4774344sean_iStock)Mögliche Komplikationen

Selten übertragen bestimmte Flöhe, wie der Rattenfloh, die sogenannte Rickettsiose, auch Fleckfieber genannt. Es handelt sich um eine schwere Infektion mit Ausschlag und hohem Fieber, die manchmal tödlich verläuft. Auch die Pest und die Tularämie werden selten von Flöhen übertragen.

Die Tularämie ist eine ansteckende Krankheit, die durch das Bakterium Francisella tularensis verursacht wird und oft tödlich verläuft. Sie äußert sich unter anderem mit:

  • Fieber
  • Augenentzündungen
  • Lymphknotenschwellungen
  • Lungenentzündungen
  • Geschwüren in der Mundhöhle und im Rachen bei Kindern

Taxifahrende Milben und was sie uns antun

Milben sind kleine interessante Spinnentiere, die noch erforscht werden. Sie haben Beine, bewegen sich aber langsam und daher nutzen sie andere Insekte als Transportmittel. Krätzmilben graben tunnelartige Gänge in die Hornschicht der Oberhaut und ernähren sich von den Zellen der Umgebung. In die Hautgänge legen sie Eier, die sich in 3 Wochen in reife Tiere verwandeln. Sie werden von Mensch zu Mensch übertragen.

Symptome der Krätze

Die Krätzmilbe verursacht die sogenannte Krätze, unter der weltweit rund 300 Millionen Menschen leiden. Die Erkrankung äußert sich mit starkem Juckreiz, der sich nachts durch die Bettwärme verschlechtert und oft unerträglich wird.

Ungefähr 4 Wochen nach dem Befall kommt es zu einem stark juckenden Ausschlag im Bereich der Einstichstellen. Grund ist eine Allergie, die eine Reaktion auf die Parasiten und ihre Ausscheidungsprodukte ist. Die Einstichstellen sind rötlich, geschwollen und überwärmt. Menschen, die besonders empfindlich darauf reagieren, können auch Asthmaanfälle bekommen.

Die am häufigsten befallenen Körperstellen:

  • Bereiche zwischen den Fingern
  • Handgelenke
  • Armbeugen
  • Brustwarzen
  • innere Fußränder
  • Intimbereich

Rücken, Nacken und Kopf bleiben meistens verschont. Bei der Erntekrätze kommt es zu einem pickelartigen Hautausschlag mit Juckreiz.

Auch Magen-Darm-Probleme können die Folge von Infektionen durch Milbenarten sein (© LittleBee80 – istockphoto.com)Wenn Milben Krankheiten übertragen

Einige Milbenarten können gefährliche Krankheiten übertragen, wie zum Beispiel:

  • Fleckfieber
  • Tularämie
  • St.-Louis-Enzephalitis oder andere virale Hirnhautentzündungen
  • Borreliose
  • Krim-Kongo-fieber, das vom Arbo-Virus ausgelöst wird

Das Krim-Kongo-Fieber äußert sich mit Fieber, Schüttelfrost, Reizbarkeit, Kopf-, Muskel-, Glieder- und Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Darüber hinaus schwillt das Gesicht an und bei einigen Fällen treten auch Blutungen auf, die lebensgefährlich werden können.

Die Diagnostik beruht auf den sichtbaren Milbengängen der Haut. Unter dem Mikroskop kann der Arzt die Krätzmilben nachweisen.

Zur Linderung kann er das Mittel Akarazid verschreiben. Außerdem sind strenge Hygienemaßnahmen nötig und die Kontaktpersonen müssen auch untersucht werden.

Kuschelnde Wanzen saugen Blut in der Nacht

Wanzen sind ungefähr 5 Millimeter groß und ernähren sich von Blut. Sie sind lichtscheu und beißen nachts in unbekleidete Hautstellen. Wanzen verbreiten einen typischen süßlichen Geruch, der an die Korianderpflanze erinnert.

Die Symptome sind kleine, tiefrote, juckende Quaddeln und Knötchen in den vom Schlafanzug unbedeckten Körperarealen, die für lange Zeit jucken und oft linienförmig angeordnet sind. Die Ursache des Juckreizes ist die Speicheldrüsenflüssigkeit, die die Ungeziefer beim Biss in die Haut einbringen.

Empfindliche Menschen leiden danach an großflächigen Hautentzündungen, Unwohlsein und Sehstörungen. In den Tropen können sich Wanzenstiche auch mit Fieber äußern. Der Biss selbst verursacht meistens keine Schmerzen.

In den Tropen kann das Rückfallfieber, auch Chagas-Krankheit genannt, durch Wanzen übertragen werden. Dabei handelt es sich um eine Parasitose, die sich mit folgenden Symptomen äußert:

  • Fieber
  • Luftnot
  • Ödeme
  • Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Lymphknotenschwellungen
  • Krampfanfälle
  • Herzvergrößerung

Gute Hygiene ist der wichtigste Schritt um die Insekten loszuwerden! Achten Sie dabei sowohl auf Ihren Körper als auch Ihr Mobiliar (©Gina Sanders)Danach verläuft die Erkrankung chronisch. Wanzen gelten auch als Überträger des Q-Fiebers, das vom Bakterium Coxiella burneti verursacht wird und sich meistens mit grippeähnlichen Symptomen äußert.

Der Juckreiz wird mit Antihistaminika behandelt. Die Umgebung muss außerdem mit Insektiziden gereinigt werden. In der Vergangenheit wurde dazu das Dichlordiphenyltrichlorethan benutzt, das auch als DDT bekannt ist. DDT ist ein umstrittenes Mittel, das in den 1970er Jahren verboten wurde, aber zur Bekämpfung von krankheitsübertragenden Insekten noch zugelassen ist.

Alternativ töten Hitze oder extreme Kälte die Wanzen ab. Zur Hitzebehandlung muss ein Raum auf ungefähr 55 Grad Celsius erwärmt werden. Nach 2 Tagen sterben die Insekten ab. Bettwäsche, die auf 55 Grad gewaschen wird, ist danach ebenfalls wanzenfrei. Für die Kältebehandlung sind ein paar Tage bei -17 Grad Celsius oder weniger nötig.

Flöhe, Wanzen und Milben befallen den Menschen selten, sind aber lästig und in einigen Fällen können sie schwerwiegende Krankheiten verursachen oder übertragen. Gegen alle gibt es wirksame Mittel, mit denen Sie das Ungeziefer loswerden.

Hausstaubmilben-Allergie bei Kindern (Hausstauballergie bei Kindern)

Immer mehr Kinder sind schon in den ersten Lebensjahren von einer Allergie betroffen. ( Elena Stepanova / Fotolia.com)

Eine Hausstauballergie entwickelt sich oft schon im Kindesalter. Auch Kleinkinder können betroffen sein. Je früher sie erkannt wird, desto eher kann sie behandelt und die Symptome gelindert werden.

Sie beißen nicht, sie stechen nicht und übertragen auch keine Krankheiten. Dennoch können Hausstaubmilben für unseren Körper schädlich sein. Denn Hausstaubmilben sind nach den Pollen der zweithäufigste Auslöser für Allergien.

++ Mehr zum Thema: Hausstauballergie ++

Schon bei Kindern können erste Symptome einer Hausstaubmilbenallergie auftreten. In diesem Fall ist es besonders wichtig, die Umgebung des Kindes so milbenfrei wie möglich zu halten.

Wie entsteht eine Hausstauballergie bei Kindern?

Eine Hausstaubmilbenallergie entwickelt sich teilweise bereits sehr früh, in den ersten fünf bis sechs Lebensjahren. Verantwortlich für die Allergie sind bestimmte Eiweißbestandteile im Kot und Körper der Milben, auf die das Immunsystem allergisch reagiert.

Dabei verbinden sich die Milben-Eiweißkörper mit Staubpartikeln in der Zimmerluft, die vom Kind eingeatmet werden. Im Körper angelangt, kommt es schließlich zur Bildung von Abwehrstoffen (Antikörper) gegen diese Eiweiße. Dies führt zu den typischen Allergie-Symptomen wie etwa Schnupfen, tränende Augen oder Atembeschwerden.

++ Mehr zum Thema: Allergischer Schnupfen ++

Wo kommen Hausstaubmilben vor?

Die bis zu einem halben Millimeter großen Milben leben vor allem an Plätzen im Innenraum, wo sich Menschen besonders häufig aufhalten. Denn hier finden sie ihr Haupt-Futter: Hautschuppen. Das Kinderbett ist daher geradezu ein Paradies für Milben. Besonders in der Matratze, auf der Kinder viel Zeit verbringen, finden die Tierchen reichlich Futter.

Die Wärme und leicht feuchte Umgebung im Bett, die durch den Körperschweiß des Kindes hervorgerufen wird, bieten ein ideales Milieu für Milben. Auch Kuscheltiere, Schlafsäcke und Bettdecken zählen zu wahren Milbenherden.

Welche Symptome treten bei einer Haustaubmilbenallergie von Kindern auf?

Da sich Milben gerne in Bettmatratzen aufhalten, treten Symptome einer Haustaubmilbenallergie bei Kindern meist nachts und morgens auf. Die Beschwerden treten meist ganzjährig auf, können sich jedoch mit Beginn der Heizperiode durch die verstärkte Staubaufwirbelung verstärken. Zu den Symptomen gehören unter anderem:

  • Schnupfen, laufende oder verstopfte Nase, Niesen (Allergischer Schnupfen)
  • Tränende, juckende oder gerötete Augen
  • Atembeschwerden/Asthma
  • Hautausschläge, Verschlimmerung von Ekzemen (z.B. bei Neurodermitis)

++ Mehr zum Thema: Allergische Reaktion bei Kindern ++

Häufig werden die Anzeichen einer Allergie mit denen von anderen Erkrankungen, wie etwaErkältungen, grippalen Infekten oder anderen Atemwegserkrankungen, verwechselt. Deshalb ist es wichtig, bei Anzeichen einer Allergie einen Allergie-Spezialisten aufzusuchen, um die genaue Ursache der Beschwerden feststellen zu können und gegebenenfalls rasch eine Therapie beginnen zu können.

Wie wird eine Hausstaubmilbenallergie bei Kindern diagnostiziert?

Besonders bei bereits länger anhaltenden Anzeichen einer Allergie sollten Eltern möglichst schnell reagieren und ihr Kind von einem in Allergien geschulten Kinderarzt untersuchen lassen. Dieser kann mit Hilfe eines sogenannten Pricktests (ein spezieller Hauttest) feststellen, ob eine Sensibilisierung gegen Milben vorliegt.

Bei Kindern wird der Hauttest am Unterarm, bei Kleinkindern oder Säuglingen ev. am Rücken durchgeführt. Dabei werden zunächst kleine Mengen verschiedener Allergenextrakttropfen (z.B. Gräserpollen, Hausstaubmilbe, etc.) auf die Haut aufgetragen und anschließend mit einer Lanzette in die oberste Hautschicht eingebracht.

Je nachdem ob das Kind auf einen der Stoffe sensibilisiert ist, kommt es nach einigen Minuten zu einer Rötung oder Schwellung an der jeweiligen Einstichstelle. Gemeinsam mit den Beschwerden des Kindes kann dann vom Allergie-Spezialisten die Diagnose einer Milbenallergie gestellt werden.

++ Mehr zum Thema: Pricktest ++

Was kann man gegen eine Hausstaubmilbenallergie bei Kindern tun?

Wer die Symptome früh erkennt und rechtzeitig Maßnahmen ergreift, kann das Leben eines allergiekranken Kindes – und das seiner Eltern – erheblich entlasten. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen:

Eine milbenfreie Umgebung schaffen

Wie eingangs erwähnt, halten sich Milben am liebsten in Textilien wie Bettbezügen, Matratzen, Schlafsäcken oder Stofftieren auf. Um Allergene möglichst zu vermeiden, ist es daher wichtig, diese Textilien hausstaubmilbenfrei zu halten bzw. den Kontakt der darin lebenden Milben zum Kind zu minimieren. Damit dies best möglichst gelingt, können folgende Maßnahmen ergriffen werden:

  • Verwenden Sie polyurethanbeschichtete (Allergiker-) Bettbezüge
  • Besorgen sie für Allergiker geeignete Babyschlafsäcke
  • Legen Sie atmungsaktive und schadstoffarme Matratzen aus Schaumstoff in das Kinderbett
  • Waschen Sie die Bettwäsche, den Schlafsack und Stofftiere Ihres Kindes mindestens einmal pro Woche bei mindestens 60 Grad
  • Saugen Sie den Boden, insbesondere Teppichböden, regelmäßig mit einem speziellen Allergiker-Staubsauger gründlich ab (mindestens einmal pro Woche)
  • Wischen Sie glatte Oberflächen und Böden einmal pro Woche feucht ab
  • Waschen Sie Vorhänge regelmäßig oder ersetzen sie durch Rollos
  • Reduzieren Sie den Gebrauch von Staubfängern wie Teppichen, Kissen oder Dekorationsobjekten
  • Lüften Sie die Wohnräume regelmäßig gut durch
  • Verwenden Sie ein spezielles Luftfiltergerät und wechseln Sie einmal pro Woche den Filter
  • Entfernen Sie Stofftiere aus dem Bettbereich bzw. frieren Sie diese regelmäßig für 48 Stunden ein und waschen sie dann in der Waschmaschine.

Erforderliche Medikamente einnehmen

Medikamente wie etwa Antihistaminika oder antiallergische Nasen- und Augentropfen können die Beschwerden wirksam lindern. Spezielle Inhalationstherapien bei Asthma sorgen dafür, dass sich die Atemwege wieder erweitern und das Kind wieder leichter atmen kann. Bitte verwenden Sie nur Medikamente, die Ihnen vom Arzt für Ihr Kind verschrieben wurden.

++ Mehr zum Thema: Behandlung von Allergien ++

Spezifische Immuntherapie (SIT)

Bei der Immuntherapie – auch Hyposensibilisierung genannt – bekommt das Kind das Hausstaub-Allergen in steigender Dosierung unter die Haut gespritzt, oder als Tropfen unter die Zunge verabreicht. Die Injektionen sind zu Beginn wöchentlich, dann monatlich, die Tropfen sind täglich über einen Zeitraum von etwa drei Jahren einzunehmen.

Das Immunsystem des Kindes soll sich auf diese Weise langsam an das Allergen „gewöhnen“ und reagiert folglich nicht mehr so stark darauf. Für Babys ist diese Art der Therapie jedoch nicht geeignet, sie erst ab einem Alter von ca. fünf bis sechs Jahren zugelassen und wird Ihnen vom Facharzt und Allergie-Spezialisten verschrieben.

++ Mehr zum Thema: Hyposensibilisierung ++

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Autoren:
Tanja Unterberger
Medizinisches Review:
Prim. Priv. Doz. Dr. med. Fritz Horak
Redaktionelle Bearbeitung:
Katrin Derler,BA

Stand der medizinischen Information: Juli 2016

Allergien bei Kindern: Hausstaub

Hausstauballergie: Symptome nehmen im Winter zu

„Besonders im Winter machen die Milben den Betroffenen zu schaffen“, sagt Dr. Ernst Rietschel, Kinderarzt am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Köln.

Treten die Symptome vorzugsweise morgens nach dem Schlafen und ­überwiegend in der kalten Jahreszeit auf, ist ­eine Hausstaubmilben­allergie wahrscheinlich. Der Kinderarzt kann mithilfe von Haut- und Bluttests herausfinden, ob Milben schuld an den Beschwerden sind.

Allergie behandeln

Ist das der Fall, sollten Allergiker versuchen, den Milbenkot zu meiden, zum Beispiel indem sie das Bett mit einem milbendichten Laken überziehen. Medikamente sind trotzdem fast immer nötig, denn ganz beseitigen lassen sich Milben in einer Wohnung nie. Welche Präparate in welcher Dosierung infrage kommen, sollte mit dem Arzt abgesprochen werden. Antiallergische Nasen- und Augentropfen lindern die Beschwerden.

„Wer sich nicht behandeln lässt und weiterhin ständig mit dem Milbenkot in Kontakt kommt, nimmt einen Etagenwechsel in Kauf“, sagt Rietschel. Aus Fließschnupfen und Niesattacken entwickelt sich dann ein allergisches Asthma mit Husten und Atemnot, das der Kinderarzt behandeln muss.

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