Hausmittel gegen kratzen im hals

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Sanfte Hausmittel, wenn es kratzt

Es beginnt meist mit einem Kratzen im Hals und endet mit Schluckbeschwerden und Heiserkeit: Halsschmerzen. Zu trockene Luft oder das Schlafen mit offenem Mund können für das unangenehme Kratzen verantwortlich sein. Doch nicht immer ist gleich ein Arztbesuch notwendig. Sanfte Hausmittel können helfen.

Ruhe und Entspannung

Halsschmerzen werden oft von Erkältungsviren hervorgerufen. Darum ist es wichtig, sich viel Ruhe zu gönnen und ausreichend zu trinken, vor allem Tee und Wasser. Das spült die Keime weg und befeuchtet die Schleimhäute, die für die Abwehr von Keimen und Viren verantwortlich sind. Zu trockene Luft in der Wohnung wirkt sich ebenfalls negativ auf die Schleimhäute aus. Regelmäßiges Lüften beugt dem vor. Eine kleine Schüssel mit Wasser auf der Heizung hilft, die Luft in Ihrer Wohnung zu befeuchten – das ist gut für die Schleimhäute und damit wohltuend für den Hals.

Helferlein aus der Natur

Heißer Tee wärmt den schmerzenden Hals von innen – es kommt aber auch auf die Sorte an. Bestimmten Pflanzen wird eine lindernde Wirkung zugeschrieben. Kamille soll demnach keimtötend und entzündungshemmend sein, Salbeitee wird eine desinfizierende Wirkung nachgesagt, während Fenchel als schleimlösend gilt.

Wärme tut gut

Halswickel und das Inhalieren von Kamillenteedampf sind bewährte Hausmittel bei Halsschmerzen. Die Wärme fördert die Durchblutung – so gelangen die Antikörper dorthin, wo sie benötigt werden. Auch das Gurgeln mit lauwarmem Salzwasser desinfiziert und tut dem Hals deshalb gut. Wem das zu salzig ist, der kann einfach den leckeren Tee zum Spülen benutzen. Das Inhalieren und das Gurgeln befeuchten die Schleimhäute und lösen bei einer Erkältung oder Entzündung den Schleim.

Wohltuende Bonbons

Die meisten Menschen greifen bei Halsschmerzen zu Bonbons. Das Lutschen fördert die Speichelproduktion und ist daher angenehm für den Hals. Spezielle Lutschtabletten gegen Halsschmerzen wirken lokal in Mund, Hals und Rachen und verschaffen so schneller Linderung. Je nach Inhaltsstoffen lindern sie den Schmerz oder haben eine antibakterielle Wirkung. Sprays kommen, ebenso wie Gurgellösungen, weiter in den Rachen und wirken deshalb besser. Bleiben die Halsschmerzen mehrere Tage bestehen oder kommen weitere Symptome wie zum Beispiel Fieber hinzu, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Hausmittel gegen Halsschmerzen: Was hilft wirklich?

Bei Halsschmerzen ist ein Gang zum Arzt meist nicht notwendig. Hausmittel können helfen, die Schmerzen selbst in den Griff zu bekommen. Die besten Tipps, wenn der Hals kratzt und jedes Schlucken wehtut.

Die besten Hausmittel bei Halsschmerzen

Bei Halsschmerzen und Heiserkeit gibt es diverse Hausmittel, die Sie gegen die Schluckbeschwerden, die raue Stimme und das Halskratzen einsetzen können. Ein Überblick:

  • Viel Tee und Wasser trinken: Bei Halsschmerzen ist es besonders wichtig, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Trinken befeuchtet die strapazierte Rachenschleimhaut, sorgt für wohlige Wärme von innen und hilft dabei, die Krankheitserreger auszuspülen. Das beste Getränk bei Halsschmerzen ist warmer Kräutertee. Besonders Ingwer- und Salbeitee wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend. Weitere Teesorten, die bei Halsschmerzen helfen, sind Kamille, Fenchel, Thymian und Lindenblüten.
  • Dieser Fruchtsaft hilft: Auch heiße Zitrone oder heißer, naturtrüber Apfelsaft können die Halsschmerzen stillen.

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Tipp: Wenn Sie mögen, können Sie den Tee mit einem Teelöffel Honig süßen. Honig enthält entzündungshemmende Stoffe und hilft bei der Wundheilung.

  • Selbstgekochte Hühnersuppe: Ein altbewährtes Hausmittel gegen Halsschmerzen und Erkältung ist die selbstgekochte Hühnersuppe aus frischem Geflügel, Suppengemüse und Brühe. Sie führt dem Körper nicht nur genügend Flüssigkeit, sondern auch wichtige Vitamine und Vitalstoffe zu, damit das Immunsystem gestärkt wird.

Tipp: Ein einfaches Rezept für eine schnelle Hühnersuppe finden Sie hier.

  • Gurgeln: Linderung bei Halsschmerzen und Schluckbeschwerden versprechen außerdem Gurgellösungen, die direkt im Rachen angewendet werden. Setzen Sie dabei besonders auf Kamillen- und Salbeitee. Die darin enthaltenen ätherischen Öle helfen gegen Entzündungen im Hals und befeuchten die gereizte Rachenschleimhaut. Auch Salzwasser kann zum Gurgeln benutzt werden: Lösen Sie dazu einen Teelöffel Kochsalz in 250 Milliliter warmem Wasser auf und gurgeln Sie diese Mischung alle zwei Stunden.
  • Warme und kalte Wickel: Halswickel wirken entzündungshemmend und haben schmerzstillende Effekte. Je nach Belieben können Sie sich für einen kalten oder warmen Wickel entscheiden – alternativ dazu können Sie auch einen Wickel aus Kartoffeln oder Zwiebeln zubereiten und diesen mehrmals täglich anwenden.

Selbsthilfe bei Halsschmerzen – was außerdem hilfreich ist

Begleitend zu Hausmitteln gibt es verschiedene Maßnahmen, die Sie durchführen können, um Halsschmerzen zu behandeln. Dafür ist ein Gang zum Arzt nicht unbedingt notwendig. In den meisten Fällen können Sie Selbsthilfe leisten:

  • Trockene Schleimhaut vermeiden: Da Halsschmerzen und die damit einhergehenden Schluckbeschwerden oftmals durch eine trockene Mund- und Rachenschleimhaut ausgelöst werden, sollte die Schleimhaut stets geschützt und feucht gehalten werden. Meiden Sie daher trockene Heizungsluft und Klimaanlagen, da sie das Austrocknen der Schleimhaut begünstigen. Auch Nikotin und Alkohol können zu Halsschmerzen beitragen, weshalb Sie zumindest für eine gewisse Zeit darauf verzichten sollten.
  • Stimmbänder schonen: Reizen Sie außerdem ihre Stimmbänder nicht aus und schonen Sie diese – lange Gespräche sind daher tabu. Sollte Ihnen das aus beruflichen oder anderen dringenden Gründen nicht möglich sein, können Sie kurzfristig auf Lutschpastillen zurückgreifen, die in der Apotheke erhältlich sind.
  • Immunsystem stärken: Um Erkältungen und Halsschmerzen vorzubeugen, sollten Sie auf Ihr Immunsystem achten. Sind Ihre Abwehrkräfte geschwächt, sind Sie nämlich anfälliger für bakterielle Infektionen, die zu Halsschmerzen führen können. Achten Sie deshalb auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung und halten Sie sich stets warm. Außerdem sollten Sie regelmäßig Ihre Hände waschen, damit Bakterien und Viren erst gar keine Chance haben, Ihren Körper zu befallen. Auch Stress kann das Immunsystem schwächen und sollte daher dringend gemieden werden.

Unterstützung aus der Apotheke: Medikamente gegen Halsschmerzen

Sie haben mehrere Hausmittel angewendet, doch die Halsschmerzen gehen nicht weg? Dann kann es ratsam sein, Halstabletten und andere Medikamente einzunehmen.

Halspastillen und Halsbonbons wie Isländisch Moos oder Spitzwegerich-Lutschtabletten sind ideal zur Anwendung gegen Halsschmerzen geeignet. Das Lutschen regt die Speichelproduktion an, sodass die gereizte Schleimhaut befeuchtet wird. Weiterhin können Sie Sprays und Gurgellösungen in der Apotheke erwerben, die die Rachenschleimhaut zusätzlich befeuchten und den Halsschmerz mit oberflächlichen Betäubungsmitteln dämpfen.

Bei sehr starken Halsschmerzen oder Schmerzen in Kombination mit Fieber ist die Einnahme von entzündungshemmenden Schmerztabletten auf der Basis von Ibuprofen oder Paracetamol sinnvoll.

Einseitige Halsschmerzen und deren Ursachen

Einseitige Halsschmerzen werden als Schmerzen bezeichnet, die sich links oder rechts im Hals lokalisieren lassen und aus unterschiedlichen Gründen auftreten. Die häufigste Ursache sind durch Viren oder Bakterien ausgelöste Infektionen. Meist sind die Schleimhäute der Atemwege davon betroffen – wie beispielsweise bei einer Grippe oder Erkältung. Auch der Kehlkopf oder der Rachen können aufgrund von eintretenden Krankheitserregern entzündet sein und Schmerzen im Hals verursachen.

Häufige Ursachen von Halsschmerzen im Überblick:

  • Erkältung (grippaler Infekt)
  • Grippe (Influenza)
  • Mandelentzündung
  • Kehlkopfentzündung
  • Rachenentzündung
  • Schilddrüsenentzündung
  • Erkrankungen der Speiseröhre
  • Allergien
  • Überbeanspruchung der Stimme – zum Beispiel durch lautes Reden, Singen, Schreien
  • Reizung der Atemwege – zum Beispiel durch Rauchen, trockene Luft oder Chemikalien
  • andere Erkrankungen – zum Beispiel Pfeiffersches Drüsenfieber, Mumps, Pseudokrupp

Halsschmerzen und Begleitsymptome

Für Halsschmerzgeplagte haben sämtliche Reizungen ähnliche Symptome zufolge: Es kratzt im Hals, das Schlucken schmerzt und oft kommen noch andere Begleiterscheinungen hinzu. Typisch sind Kombinationen aus Halsschmerzen, Husten, Heiserkeit und Schnupfen bei einer Erkältung oder Grippe. Auch Ohrenschmerzen, Kopfschmerzen und Fieber können mit diesen Beschwerden einhergehen.

Bei einer Mandelentzündung lassen sich außerdem geschwollene Gaumenmandeln sowie geschwollene Lymphknoten am Hals erkennen. Halsschmerzen ohne Erkältung als Auslöser zeigen sich zum Beispiel bei Allergien. Hinzu kommen oft ein trockener Mund- und Rachenbereich, eine laufende Nase und Augenjucken.

Sind Halsschmerzen ansteckend?

Je nach Ursache – im Rahmen von durch Viren oder Bakterien hervorgerufenen Infektionskrankheiten sind Halsschmerzen immer ansteckend. Die Übertragung von Mensch zu Mensch kann durch Speichel oder Nasensekret stattfinden. Bei anderen Ursachen, wie beispielsweise allergisch bedingten Halsschmerzen oder einer überbeanspruchten Stimme, liegen keine Ansteckungsgefahren vor.

Halsschmerzen bei Kindern: Ursache immer abklären lassen

Auch wenn Halsschmerzen bei Kindern meist Folge einer Erkältung sind, sollte beachtet werden, dass auch einige Kinderkrankheiten mit Halsschmerzen einhergehen können.

Leiden Kinder im Spätwinter oder Frühjahr plötzlich unter Fieber mit Halsschmerzen und Belägen auf Mandeln und Zunge, sind häufig Streptokokken die Ursache. Streptokokken sind Bakterien, die Kinderkrankheiten wie Scharlach, sowie Rachen- und Mandelentzündungen auslösen. Sie sind außerdem für etwa ein Viertel der Halsentzündungen bei Kindern zwischen fünf und elf Jahren verantwortlich. Von einer klassischen Erkältung unterscheiden sie sich dadurch, dass Symptome wie Husten oder Schnupfen ausbleiben.

Eine Ärztin untersucht ein Mädchen: Wenn Kinder Halsschmerzen haben, sind häufig Streptokokken die Ursache. (Quelle: Jochen Tack/imago images)

Durch einen Rachenabstrich stellt der Kinderarzt fest, ob das Kind an Streptokokken leidet – ist das Resultat positiv, sollte das Kind so schnell wie möglich mit einem Antibiotikum behandelt werden, damit die Bakterien keine langfristigen Schäden an Herz und Nieren hinterlassen können.

Halsschmerzen und Stillen: Das sollten Mütter beachten

Die Auslöser für Halsschmerzen in der Schwangerschaft und Stillzeit sind meist eine Erkältung oder Grippe. Durch das allgemein geschwächte Immunsystem steigt die Anfälligkeit für Infekte. Schwangeren und stillenden Frauen wird ganz besonders dazu geraten, zu Hausmitteln statt zu chemischen Medikamenten zu greifen. Allgemein sollten sie vor der Einnahme von Tabletten immer Rücksprache mit dem behandelnden Arzt halten – denn alles, was die Mutter isst und trinkt, kommt auch beim Kind an. Hausmittel, die bei Halsschmerzen helfen und das Baby im Bauch nicht gefährden, sind ausreichende Flüssigkeitszufuhr (Wasser und Tee), Lutschpastillen und warme Halswickel.

Doch auch bei so manchen Hausmitteln wird zur Vorsicht geraten: Einigen Heilkräutern sagt man zum Beispiel nach, eine wehenauslösende Wirkung zu erzeugen. Dazu gehört unter anderem Salbei, das in übermäßigen Portionen die Gebärmutter stimuliert und somit unerwünschte und in seltenen Fällen sogar schädliche Nebenwirkungen mit sich bringen kann.

Halsschmerzen: Wann zum Arzt?

Die meisten Halsentzündungen lassen sich mithilfe der oben genannten Hausmittel in wenigen Tagen auskurieren. Wenn die Halsschmerzen nach drei Tagen aber immer noch nicht verschwunden sind und dann auch noch hohes Fieber sowie Schluckbeschwerden hinzukommen, sollten Sie unbedingt zum Arzt gehen. Auch bei starken Schmerzen, Rötungen im Rachen, geschwollenen Gaumenmandeln oder Lymphknoten ist ein Besuch beim Arzt ratsam.

Mediziner unterscheiden – je nach Lage – zwischen drei Arten der Entzündung:

  • Mandelentzündung (Angina tonsillaris oder Tonsillitis)
  • Stimmband-/Kehlkopfentzündung (Laryngitis)
  • Rachenschleimhautentzündung (Pharyngitis)

Wird eine dieser Infektionen diagnostiziert, verschreibt der Arzt meist Antibiotika, damit sich die Bakterien nicht weiter im Körper ausbreiten.

Was ist mit Sport trotz Halsschmerzen?

Erkältungen, die mit Schnupfen, Halsschmerzen und Fieber einhergehen, sollten in jedem Fall zu einer Sportpause führen. Der Körper ist während eines Infekts mit der Abwehr der Krankheitserreger beschäftigt, was ihn viel Energie kostet. Sporteinheiten sind daher zusätzliche Belastungen für das bereits geschwächte Immunsystem. Auch bei Halsschmerzen ohne Fieber besteht bei zu großer körperlicher Anstrengung die Gefahr, dass die Erkrankung länger andauert und verschleppt wird.

Wichtig: Schonen Sie sich lieber und legen Sie eine Sportpause ein, bis die Halsschmerzen verschwinden und der Infekt vollständig auskuriert ist. Danach ist es ratsam, langsam wieder in das Training einzusteigen.

Quarkwickel, Suppen, Tee – das alles sind beliebte Hausmittel gegen Erkältung. Auch Reizhusten und die Übertragung von Erregern sind Themen, die im Zusammenhang mit einer Erkältung häufig aufkommen. Im folgenden Abschnitt unseres Erkältungs-ABCs (Q bis U) erläutern wir Ihnen, was es rund um diese Themen zu beachten gilt.

Q – Quarkwickel

Wer Omas altes Hausrezept lächelnd abtut, irrt sich: Quarkwickel werden auch in Therapiezentren bei Gelenkbeschwerden und Rheuma eingesetzt. Und was auch viele Hausärzte bestätigen, ist, dass Quark eine entzündungshemmende, abschwellende, schmerzlindernde und kühlende Wirkung besitzt. Quarkwickel senken zudem das Fieber und sind völlig frei von Nebenwirkungen und Gegenanzeigen. Im Rahmen einer Erkältung werden Quarkwickel häufig bei Halsschmerzen oder zum Senken von Fieber angewandt.

Quarkwickel können mit der folgenden Anleitung ganz einfach angewandt werden:

  1. Der Quark sollte nicht direkt aus dem Kühlschrank kommen.
  2. Ein Tuch fingerdick mit Quark bestreichen und mit der Quark-Seite auf die betreffende Stelle legen.
  3. Ein zweites Tuch wird darüber gewickelt und wie ein Päckchen an den Seiten eingeschlagen.
  4. Nun den Quark einwirken lassen, bis er trocknet.

Je stärker die Entzündung ist, desto schneller wird der Quarkwickel warm. Je nach Bedarf können dann zwei bis drei Anwendungen hintereinander folgen.

R – Reizhusten

Reizhusten ist unproduktiv, das heißt trocken, und tritt im Gegensatz zum produktiven, also schleimigen Husten, meist am Anfang einer Erkältung auf. Dementsprechend dauert die von Reizhusten begleitete Phase nur relativ kurz, in etwa ein bis drei Tage. Meist muss sich der Betroffene ständig räuspern und ist heiser.

Heißer Tee und Lutschbonbons verschaffen hier etwas Linderung. Pflanzliche Mittel wie Isländisch Moos, Eukalyptusöl, Thymianöl, Anisöl oder Campher dämmen zusätzlich den Reizhusten ein. Viel Trinken erleichtert das Abhusten, zudem sollte man immer auf eine hinreichend feuchte Raumluft achten.

Dauert der Husten jedoch länger als drei Wochen an, muss eine ärztliche Untersuchung erfolgen. Reizhusten kann auch ein Anzeichen einer Lungenerkrankung sein oder Asthma und Allergien zur Ursache haben, denn Staubpartikel oder ähnliches führen zum reflexartigen Hustenreiz.

S – Suppen

Eine heiße Suppe wärmt in den kalten Tagen von innen und wirkt abschwellend auf die Schleimhäute. Der Klassiker schlechthin bei Erkältung und Grippe ist die kräftigende Hühnersuppe. In Amerika ist die Hühnersuppe sogar als jüdisches Penizillin bekannt. Auch die alten Ägypter und die Perser wussten schon um die heilende Wirkung der Hühnersuppe. Wissenschaftler erforschen mittlerweile die Wirkung von Hühnersuppe auf weiße Blutkörperchen, da man einen entzündungshemmenden Einfluss vermutet.

Ein Suppenhuhn mit einer Zwiebel, einer Petersilienwurzel, einer Selleriestange, drei Lorbeerblättern, einem Teelöffel schwarzer Pfefferkörner und Thymian zaubert eine wunderbare Kraftbrühe. Besonders gut machen sich zudem Zutaten wie Ingwer und Chili in der Suppe, denn sie steigern die heilende Wirkung. Eine exotische und leckere Variante ist zum Beispiel die indonesische Basco-Suppe. Für etwas Abwechslung sorgt ebenso eine stärkende Rinderbrühe.

T – Tee

Dass Tee bei grippalen Infekten hilft, wissen wir nicht erst seit der Erfindung von Erkältungstees. Verschiedene Teesorten können gezielt bei unterschiedlichen Beschwerden eingesetzt werden:

  • Salbeitee wirkt entzündungshemmend und hilft gegen Husten und Halsschmerzen.
  • Pfefferminztee befreit die oberen Atemwege.
  • Das gleiche tut Kamillentee, zudem wirkt er krampflösend und antibakteriell.
  • Thymiantee kann nicht nur getrunken werden, sondern hilft auch gegurgelt gegen Halsschmerzen.
  • Ebenso wirkt sich das Gurgeln mit Arnikatee positiv auf Bronchitis und Atemwegserkrankungen aus, denn Arnika wirkt nicht nur schmerzlindernd im Mund- und Rachenraum, sondern hat auch einen positiven Einfluss auf die Durchblutung der Schleimhäute.
  • Während ähnliches für Salbeitee gilt, wird Holundertee besonders als schweißtreibendes Mittel eingesetzt.
  • Hagebutten- und Johannisbeertee (hier macht sich auch gut eine Teemischung aus beidem gut) stärken die Abwehrkräfte und liefern Vitamin C.
  • Ein weiterer Tipp zur Linderung von Erkältungserscheinungen ist der allseits für seine gesundheitsfördernde Wirkung bekannte Grüne Tee.

U – Übertragung

Da Erkältungen Tröpfcheninfektionen sind, kann man sich vor einer Ansteckung kaum schützen. Der Sitznachbar im Bus nießt, die Kassiererin im Supermarkt hustet, dem Geschäftspartner schütteln wir die Hand – und schon kann es passiert sein. Auch durch das Anfassen einer Türklinke können wir uns die lästigen Viren einfangen.

Entgegen aller Erwartungen ist die Ansteckungsgefahr beim Küssen relativ gering, im Gegenteil: Küssen stärkt die Abwehrkräfte und kurbelt sowohl den Kreislauf als auch die Blutzirkulation an.

So simpel es klingt, am besten schützt man sich vor Ansteckung, indem man erkrankte Personen meidet, sich häufig die Hände wäscht und den Kontakt der Finger mit den Schleimhäuten meidet. Sind Sie selbst erkältet, sollten sie fairerweise auf den freundschaftlichen Händedruck verzichten, und nur in ein Taschentuch nießen und husten (und dieses anschließend sofort entsorgen).

Aktualisiert: 03.12.2019 – Autor: Daniela Heinisch

Quarkwickel (Quarkumschläge)

Wie wird ein Quarkwickel angewendet?

Quarkwickel: Anleitung

  • Wickeln Sie die mit Quark gefüllte Kompresse eng um die betroffene Körperstelle (Brust, Knie etc.).
  • Achten Sie darauf, dass der Wickel gut anliegt, aber auch nicht so fest, dass er die Blutzirkulation behindert.
  • Schlagen Sie ein trockenes Tuch (zum Beispiel ein Frottee-Handtuch) um das Quarktuch und fixieren Sie beide Lagen mit einem wärmenden Stoff, zum Beispiel einem Wollschal.

Quarkwickel am Knie mit Frischhaltefolie

Akute Verletzungen, zum Beispiel des Kniegelenks, durch einen Sturz oder einen Sportunfall, können Sie als Erste-Hilfe-Maßnahme gut mit einem Quarkwickel behandeln. Suchen Sie jedoch dringend einen Arzt auf, wenn der Verdacht auf eine ernsthafte Verletzung besteht.

Für den Erste-Hilfe-Quarkwickel benötigen Sie außer Quark Frischhaltefolie. Legen Sie die Frischhaltefolie auf das betroffene Knie. Streichen Sie nun kühlen Quark fingerdick (etwa 0,5 Zentimeter) auf die Frischhaltefolie und schlagen Sie diese einmal um. Lassen Sie den Wickel etwa 20 Minuten lang anliegen. Die Frischhaltefolie hält den Quark länger feucht, so dass er noch stärker abschwellend wirken kann.

Quarkauflage

Anstelle eines Quarkwickels empfiehlt sich eine Quarkauflage zum Beispiel zur lokalen Anwendung bei Hauterkrankungen wie Akne oder Neurodermitis oder bei Insektenstichen. Für eine Quarkauflage verwenden Sie ein fingerdick mit frischem Quark bestrichenes, sauberes Baumwolltuch. Dieses legen Sie auf die betroffene Körperstelle auf (zum Beispiel auf Stirn oder Wangen bei Akne). Auch bei Halsschmerzen kann eine kalte Quarkauflage helfen. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag Halswickel.

Quarkwickel: Wie lange einwirken lassen?

  • Kühle Quarkwickel lassen Sie 20 bis 40 Minuten einwirken. Abnehmen sollten Sie sie, wenn der Quark zu trocknen beginnt.
  • Warme Quarkwickel sollten mindestens 30 Minuten angelegt bleiben, am besten ebenfalls so lange, bis der Quark zu trocknen beginnt.

Den Quarkwickel über Nacht einwirken zu lassen, ist nicht sinnvoll. Denn der Quark trocknet recht schnell und wirkt dann nicht mehr.

Nach dem Entfernen des Wickels sollten Sie die Haut mit lauwarmem Wasser abwaschen und mit einem sauberen Handtuch gut abtrocknen. Anschließend den Betroffenen warm zudecken und etwa 15 Minuten nachruhen lassen.

Sollte der Betroffene den Quarkwickel als unangenehm empfinden, nehmen Sie ihn bitte umgehend ab. Das gilt besonders bei Kindern.

Quarkwickel: Wie oft anwenden?

  • Kühle Quarkwickel können Sie zwei- bis dreimal täglich anwenden.
  • Warme Quarkwickel werden einmal täglich angelegt.

Wirksame Hausmittel gegen Halsschmerzen

Hausmittel zur Selbstbehandlung von Halsschmerzen

Hausmittel können gegen Halsschmerzen eingesetzt werden. Die meisten Formen von Halsweh sind Folge einer Virusinfektion und treten im Rahmen einer Rachenentzündung, Kehlkopfentzündung oder einer einfachen Erkältung auf, die zusätzlich mit Husten, Schnupfen und anderen Symptomen einhergeht. Gegen die Beschwerden gibt es eine Vielzahl von überlieferten Hausmitteln aus der Naturheilkunde, die einfach hergestellt und wirksam zu Hause angewendet werden können.

Inhaltsverzeichnis

Erste Hilfe bei Halsweh: Viel trinken und den Körper schonen

Die Beschwerden werden oft schon durch regelmäßiges Trinken gelindert, denn dieses sorgt dafür, dass die Schleimhäute feucht gehalten und Reizungen abgeschwächt werden. Am besten eignet sich Wasser, das im Wechsel mit verdünnten Fruchtsäften und Kräutertees (zum Beispiel Salbei, Thymian, Kamille) getrunken wird.

Ruhe, Wärme und regelmäßiges Trinken bewirken oft schon eine Linderung der Beschwerden. (Bild: khosrork/fotolia.com)

In der Akutphase sollten Sie möglichst weiche, nicht reizende Kost zu sich nehmen und für ein bis zwei Tage auf körperliche Schonung achten. Wichtig ist es, Zugluft, langes und lautes Sprechen sowie das Rauchen zu vermeiden. Die Wohnräume sollten über genug Luftfeuchtigkeit verfügen.

Halsschmerzen: Wann zum Arzt?

Ärztlicher Rat sollte eingeholt werden, wenn sich die Beschwerden trotz Selbstbehandlung nach drei bis fünf Tagen nicht bessern oder hohes Fieber auftritt. Ein stark zugeschwollener Hals und sichtbare Eiterstippen im Rachenbereich sind als hinreichender Grund für einen Arztbesuch zu verstehen.

Kalter Halswickel gegen Halsschmerzen

Ein kalter Wickel, der länger am Hals verbleibt, nimmt die eigene Körperwärme auf, staut sie und wirkt somit eigentlich wie eine Wärmeanwendung. Über Nacht getragen, vermag er Schmerzen zu lindern und Entzündungen zu hemmen. Zur Herstellung wird ein Leinentuch mit kaltem Wasser befeuchtet, zu einem Schal gefaltet und um den Hals gewickelt. Darüber werden ein weiteres, trockenes Tuch und schließlich ein Wollschal gebunden.

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Quarkwickel, Kartoffelwickel & Leinsamenwickel

Tut der feuchtkalte Wickel für die einen bereits ausreichend Wirkung, so schwören andere traditionell auf das Hausmittel Quarkwickel bei Halsschmerzen. Dazu wird ein feuchtkalter Wickel zusätzlich mit frischem Quark bestrichen und direkt mit der Quarkseite um den Hals gewickelt.

Wer es lieber gleich warm mag, kann gekochte Kartoffeln zerstampfen und heiß in ein Tuch wickeln. Wenn die Masse etwas abgekühlt ist, wird der Kartoffelwickel um den Hals gebunden. Dabei ist – besonders bei kleinen Kindern – darauf zu achten, den Wickel nicht zu heiß anzulegen!

Zur Verstärkung der Wirkung von Halswickeln wird weiterhin empfohlen, Leinsamenmehl aus dem Reformhaus mit einer Handvoll Eibischwurzel in drei Liter Wasser 20 Minuten zu kochen und die Masse dann zu einem Brei zu zerstoßen. Auf ein feuchtes Leinentuch gestrichen und um den Hals gewickelt, wirkt der Brei lindernd bei Halsweh und Heiserkeit.

Gurgeln mit Kräutern und Leinsamen

Bei Halsschmerzen ist die Rachenschleimhaut trocken, gereizt und entzündet. Regelmäßiges Gurgeln, zum Beispiel alle zwei Stunden, befeuchtet die wunde Schleimhaut und bringt die Wirkstoffe aus der Gurgellösung direkt an den Ort des Geschehens.

Die ätherischen Öle von Salbei und Kamille wirken Entzündungen in Hals und Rachen entgegen, vertreiben Viren und Bakterien und fördern die Wundheilung. Zum Gurgeln wird eine Lösung aus einem Teelöffel Salbeiblätter und einem Teelöffel Kamillenblüten mit 0,5 Liter Wasser übergossen. Nach 20 Minuten kann die Flüssigkeit abgeseiht und zum Gurgeln verwendet werden.

Der Lein, wissenschaftlich als Linum usitatissimus bezeichnet, ist eine bis zu 80cm hochwachsende Pflanze, die schmale Blätter und blaue Blüten besitzt. Ihre länglichen, braunen Samen haben eine schleimhautschützende Wirkung, die wir uns bei Halsschmerzen zunutze machen können. Dazu werden ein Teelöffel Leinsamen mit 0,25 Liter kaltem Wasser übergossen und ohne Erwärmung zwanzig Minuten lang stehen gelassen. Die gesiebte Flüssigkeit kann direkt als Gurgellösung verwendet werden.

Salbeitee ist ebenso wie Kamillentee ein wirksames Hausmittel gegen Halsschmerzen. (Bild: B. Wylezich/fotolia.com)

Mit Kräutertee gegen Halsentzündungen

Salbei und Kamille eigenen sich durch ihre entzündungs- und keimhemmende Wirkung als Tee zur inneren Anwendung. Nimmt man Eibischwurzel oder Leinsamen hinzu, wird die Rachenschleimhaut besonders geschützt. Bestehen im Rahmen einer Erkältung auch Gliederschmerzen, kann die Mischung mit Weidenrinde ergänzt werden, deren Wirkstoffe das natürliche Vorbild von Schmerzmitteln wie Aspirin darstellt.

Zur Unterstützung der Selbstheilungskräfte sollten auch schweißtreibende Komponenten, etwa Holunder- oder Lindenblüten, nicht fehlen. Am besten lässt man sich in der Apotheke einen Tee zusammenstellen, der zu den akuten Beschwerden passt.

Bei wiederkehrenden Halsschmerzen durch Mandel-, Rachen- oder Kehlkopfentzündungen kann ein Tee von der Bibernellwurzel, dreimal täglich getrunken, Abhilfe schaffen. Dazu wird ein gehäufter Teelöffel Bibernellwurzel mit einem Viertelliter kaltem Wasser übergossen und langsam zum Sieden gebracht. Nach einminütigem Kochen kann die Flüssigkeit abgeseiht und getrunken werden.

Heilende Beeren gegen Halsschmerzen und Erkältung

Beeren sind vor allem durch ihren Vitaminreichtum seit jeher ein beliebtes Hausmittel bei allen Erkältungsbeschwerden.

So ist es angeraten, bereits in erkältungsreichen Jahreszeiten vorsorglich Brotaufstriche, Dessertsaucen und Säfte auf dem Speisezettel zu haben, die Sanddorn enthalten. Ebenso eignen sich Hagebutten, die Früchte der Wildrose, als Tee oder Marmelade häufig genossen, um ihren natürlichen Vitaminreichtum zur Steigerung der körpereigenen Kräfte zu nutzen. Wie Sanddorn hilft auch Hagebutte, sämtliche fiebrige Erkältungskrankheiten rasch zu überstehen.

Neben der allgemein steigernden Wirkung der Abwehkräfte sollen schwarze Johannisbeeren genau wie frische Brombeeren speziell bei Halsschmerzen, Husten und Heiserkeit gute Dienste tun, indem sie püriert und mit frischem Mineralwasser zu einem köstlichen Getränk aufbereitet und regelmäßig getrunken werden.

Mithilfe von Schüssler Salzen können Halschmerzen auf ganz natürliche Weise behandelt werden. (Bild: Gerhard Seybert/fotolia.com)

Natürliche Behandlung mit Schüssler Salzen

Schmerzen im Hals lassen sich sehr wirksam mit Schüssler-Salzen behandeln. Bei den ersten Anzeichen wie Halskratzen, allgemeinem Unwohlsein, Abgeschlagenheit und rau klingender Stimme ist das Salz Nr.3 (Ferrum phosphoricum) das ideale Erste-Hilfe-Mittel. Denn es unterstützt den Körper bei der Sauerstoffaufnahme ins Blut und kurbelt dadurch den Stoffwechsel an, stärkt die Widerstandskraft und fördert die Ausscheidung von Giftstoffen.

Sind die Schluckbeschwerden bereits stärker ausgeprägt, der Rachen rot und die Zunge belegt, eignet sich das Salz Nr. 4 (Kalium Chloratum). Werden die Schmerzen von schleimigem Auswurf begleitet, können die Nr. 3 und Nr. 4 im Wechsel eingenommen werden.

Im späten Stadium der Entzündung, das heißt wenn das Halsweh bereits länger anhält und eine gelbe Zunge sowie teilweise gelbliche Absonderungen auftreten, kann Kalium sulfuricum (Nr. 6) helfen. Dieses fördert die Sauerstoffübertragung und Zellerneuerung und regt Entgiftungs- sowie Entschlackungsvorgänge an.

Bei stark vergrößerten Mandeln kann das Salz Nr. 5 (Kalium phosphoricum ) zur Linderung der Beschwerden eingesetzt werden.

Tipps zur Stärkung des Immunsystems

In der Naturheilkunde werden verschiedene weitere Maßnahmen empfohlen, die das Immunsystem stärken und so den Krankheitsverlauf abmildern oder in Zukunft vermeiden können. Hierzu zählen beispielsweise Kneipp´sche Güsse, tägliche Bürstenmassagen oder eine individuell abgestimmte Bachblütentherapie.

Ein Glas warmes Wasser mit etwas frisch gepresstem Zitronensaft am Morgen kann dazu beitragen, die Abwehr zu stärken. Wichtige Heilpflanzen, die unterstützend eingesetzt werden können, sind zum Beispiel Echinacea, Purpursonnenhut oder Ginseng.

Generell ist es ratsam, auf eine gesunde Ernährung zu achten. Rote, gelbe, orangene und grüne Gemüse sind besodners reich an Vitalstoffen wie zum Beispiel Beta-Carotin und stärken dadurch unsere körpereigene Abwehr. Greifen Sie daher bevorzugt zu Gemüsesorten wie zum Beispiel Brokkoli, Spinat, Grünkohl, Karotten oder Tomaten.

Beim Obst wirken sich unter anderem Zitronen, Grapefruit, Orangen, Bananen und Beerenfrüchte positiv auf das Immunsystem aus. Empfehlenswert ist es, zur Stärkung der Gesundheit Gewürze wie Ingwer, Kümmel oder Oregano zu nutzen.

Greifen Sie beim Einkauf zu gesunden Nahrungsmitteln, um Ihr Immunsystem zu stärken. Denn umso stärker die Abwehr, desto besser ist der Körper vor einem Infekt geschützt. (Bild: Dar1930/fotolia.com)

Chronischer Stress fördert die Entstehung von Halsschmerzen

Bringen Sie zu viele Kilos auf die Waage, sollten Sie versuchen abzunehmen. Denn Übergewicht ist meist ein großes Risiko für unsere Gesundheit und schwächt die Immunabwehr.

Wichtig ist regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf und die Vermeidung von übermäßigem Stress. Denn wer ständig „auf Hochtouren“ läuft und unter Anspannung steht, produziert zu viele Stresshormone, die langfristig zu einer erhöhten Infektanfälligkeit führen. Entspannungsübungen zum Stressabbau wie zum Beispiel Yoga oder autogenes Training können helfen, mehr innere Ausgeglichenheit und dadurch ein stärkeres Immunsystem zu erlangen. (jvs, nr)

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Quellen anzeigen Autor: Jeanette Viñals Stein Quellen:

  • Heinz Schilcher, Susanne Kammerer, Tankred Wegener: Leitfaden Phytotherapie: Mit Zugang zur Medizinwelt, Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH, 2016
  • Anja Schmidt, Thorsten Doering: Phytotherapie bei Bronchitis und Co., Rosenfluh Publishing AG, Ars Medici Dossier, 11/2017, S. 20-22 (Abruf: 06.09.2019), Rosenfluh.ch
  • Pia Dahlem, Gabi Freiburg: Das große Buch vom Tee, Moewig, 2000
  • Carolin Lockstein, Susanne Faust: Relax! Der schnelle Weg zu neuer Energie. Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München, 2001.
  • Sabine Wacker: Natürlich entgiften mit Schüßler-Salzen, Basenfasten & Co., TRIAS, 2009

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Halsschmerzen bei Kindern: Diese Hausmittel bringen Linderung

Wichtig: Wenn Ihr Kind Halsschmerzen hat

Halsschmerzen treten meist im Rahmen einer Erkältung auf, können aber auch ernsthafte Ursachen haben, die ärztlich behandelt werden müssen. Dazu gehören z.B. die Kehldeckelentzündung oder eine bakterielle Mandelentzündung (Streptokokken-Angina, Scharlach).

Bitte gehen Sie zum Arzt:

  • bei starken Halsschmerzen mit deutlichen Schluckbeschwerden und/oder Speicheln,
  • bei gleichzeitigem Fieber und/oder Ausschlag,
  • wenn sich die Halsschmerzen nicht innerhalb von zwei Tagen bessern.

In den meisten Fällen klingen Halsschmerzen rasch wieder ab. Mit den richtigen Mitteln können Sie eine Heilung des gereizten Halses unterstützen.

Hausmittel für Kinder: warme und kalte Halswickel bei Halsschmerzen

Halswickel sind für Kinder ab zwei Jahren geeignet. Ob Ihrem Kind ein warmer oder ein kalter Halswickel besser hilft, hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Ein kühlender Halswickel ist meist angebracht bei einer akuten Halsentzündung mit Schluckbeschwerden.
  • Ein wärmender Halswickel (z. B. mit warmem Wasser pur oder zusätzlich einem Esslöffel Zitronensaft) hilft vor allem bei schon mehrere Tage bestehenden Halsschmerzen und zur Schleimlösung.
  • Verlassen Sie sich auf das Empfinden Ihres Kindes. Es spürt selbst am besten, was ihm gut tut. Beobachten Sie, ob es sich einen Schal um den Hals wünscht und ob es warme oder lieber kalte Getränke möchte. Fragen Sie eventuell ganz gezielt „Möchtest du etwas Warmes oder lieber etwas Kaltes trinken?“

Hausmittel für Kinder: Halswickel mit Quark gegen Halsschmerzen

Halswickel mit Quark eignen sich vor allem bei geschwollenem Hals und Schluckbeschwerden. Nicht bei Milchallergie anwenden oder wenn Ihr Kind friert!

Das brauchen Sie für das Hausmittel „Halswickel mit Quark“

  • Wickelzubehör mit Innen-, Zwischen- und Außentuch, wobei das Innentuch (besser: Küchenrolle oder Mullkompresse) 3-mal so breit wie der Hals sein sollte und den Hals von einem Ohr zum anderen bedecken sollte
  • ca. 50 g Magerquark (zimmerwarm, ansonsten geschlossene Packung im Wasserbad oder nach Auftragen auf das Innentuch zwischen zwei Wärmflaschen anwärmen!)
  • Heilwolle

So geht’s

  1. Quark etwa 0,5 bis maximal 1 cm dick auf das mittlere Drittel des Innentuches auftragen, dann unteres und oberes Drittel darüber schlagen, sodass sich der Quark wie in einer Tasche befindet. Anschließend das Tuch mit dem Quark so auflegen, dass sich zwischen Haut und Quark nur eine Lage Stoff befindet.
  2. Zwischentuch, Heilwolle und Außentuch anlegen.

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Wie oft/wie lange sollte das Hausmittel „Halswickel mit Quark“ bei Halsschmerzen angewendet werden?

Der Halswickel mit Quark sollte etwa 2 bis 3 Stunden (eventuell auch über Nacht) liegen bleiben, bis er eingetrocknet ist. Ihrem Kind darf am Hals nicht kalt werden – notfalls Halswickel sofort abnehmen. Anschließend halten Sie bitte den Hals Ihres Kindes noch einige Zeit durch einen Schal oder Rollkragen warm. Der Halswickel mit Quark kann 2-mal täglich angelegt werden.

Hausmittel für Kinder: Gurgeln gegen Halsschmerzen

Gurgeln reinigt die Schleimhäute im Rachen, lindert die Entzündung und damit die Halsschmerzen. Lassen Sie Ihr Kind bei Halsschmerzen mehrmals täglich gurgeln. Kinder (ab 12 Monaten), die noch nicht gurgeln können, können mit einem anderen Hausmittel behandelt werden, nämlich mitbekommen einem Tee, den sie esslöffelweise zu trinken bekommen.

Geeignete Tees gegen Halsschmerzen:

  • Salbei- oder Kamillentee (Salbei nicht länger als 3 Tage anwenden)
  • Leinsamenschleim und Zitronen-Honigwasser
  • Halswehtee aus Kamillenblüten, Salbeiblättern und Thymiankraut zu gleichen Teilen (in der Apotheke herstellen lassen); Zubereitung: 1 gehäufter Teelöffel auf 1/4 Liter Wasser, 10 Minuten ziehen lassen

Die Erkältung austricksen mit Zwiebelsocken

Dieses alte, aber sehr wirksame Hausmittel sollte schon bei den ersten Anzeichen einer Erkältung eingesetzt werden. Zwiebelsocken sind für Kinder ab sechs Monaten geeignet und helfen auch bei Fieber und Ohrenschmerzen. Wichtig ist, dass Ihr Kind vor und während dieser Anwendung immer warme Füße hat! Ideal ist zuvor ein warmes Fußbad.

Das brauchen Sie für das Hausmittel „Zwiebelsocken“

  • je nach Größe 1 bis 2 Zwiebeln
  • Mullbinde, am besten elastisch
  • Heilwolle oder Baumwollwatte
  • Wollsocken
  • Wärmflasche

So geht’s

  1. Zwiebel(n) schälen und in Scheiben von gut 5 mm Dicke schneiden. Zwiebelscheiben im Wasserdampf auf einem Dämpfeinsatz (erhältlich in Haushaltswarengeschäften) oder im umgedrehten Topfdeckel über einem Topf mit kochendem Wasser erwärmen.
  2. Ihr Kind liegt im Bett oder auf dem Sofa und hebt nacheinander die Beine hoch, sodass Sie mit den Zwiebelscheiben die gesamte Fußsohle bedecken können (Zehen aussparen). Heilwolle oder Watte auflegen und alles mit der Mullbinde festwickeln, jedoch nicht zu eng, damit die Durchblutung der Füße nicht abgeschnürt wird. Anschließend Wollsocken darüberziehen
  3. Ihr Kind sollte nun mit einer Wärmflasche an den Füßen im Bett oder auf dem Sofa ruhen.

Wie oft / wie lange sollte das Hausmittel „Zwiebelsocken“ angewendet werden?

Die Zwiebelsocken sollten so lange liegen bleiben, wie sie Ihrem Kind angenehm und seine Füße warm sind, im Allgemeinen 3 bis 4 Stunden. Meist genügt eine Anwendung.

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Halsschmerzen sind oft eines der ersten Anzeichen einer Erkältung, die sich im Laufe der nächsten Stunden oder Tage entwickelt. Für Kinder sind Halsschmerzen besonders lästig, weil damit auch das Trinken verweigert wird – es tut schließlich einfach weh und ist unangenehm. Es spricht zwar nichts gegen ein schmerzstillendes Mittel wenn die Schmerzen zu stark werden, es gibt aber auch ein paar Hausmittel, die zuerst probiert werden können:

Hausmittel gegen Halsschmerzen für Kinder:

1. Topfenwickel: Kühlung von außen tut bei Halsschmerzen gut, im Gegensatz zur Wärmeeinwirkung, die die Entzündung noch verschlimmern kann. Dazu Topfen auf einem Spucktuch verteilen, um den Hals wickeln und mit einem Schal oder einer Halssocke fixieren. Der Topfen kann dabei ruhig 2-3 Stunden einwirken.

2. Wickel mit ätherischen Ölen wie etwa Nadeldüfte (Benzoe, Bergamotte, Niaouli, Sandelholz, Zitrone, Thymian), können ebenfalls unterstützen. Bitte immer einen Trägerstoff wie Öl oder Milch verwenden und die ätherischen Öle nicht einfach so auf das Tuch träufeln. Alternativ kann auch ein Halswickel mit Zitrone hergestellt werden: Dazu den Saft einer halben Zitrone mit Wasser mischen, ein Spucktuch darin tränken und um den Hals legen.

3. Viel trinken: Flüssigkeit hält die Schleimhäute feucht und spült mögliche vorhandene Erreger weg. Kinder sind aber nicht gerade dafür bekannt, dann gerne viel zu trinken, wenn sie es sollten. Daher ruhig einen verdünnten Saft oder Tee anbieten, damit es ein bisschen leichter geht. Denn wer krank ist, darf auch verwöhnt werden.

4. Tee: Mischungen aus Eibisch, Malve und Salbei sind bei Halsschmerzen besonders bewährt. 1-2 Tassen wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd.

5. Gurgeln: Ältere Kinder können überdies mit lauwarmen Salzwasser oder Salbeitee gurgeln. Bitte keinen Kamillentee verwenden, da dieser die Schleimhäute austrocknen kann. Empfohlen wird dies ab etwa 6 Jahren.

6. Inhalieren: Thymian und Teebaumöl als Zusatz im Salzwasser zum Inhalieren sind am dabei besten geeignet. Wem die Verbrühungsgefahr zu groß ist, der kann die ätherischen Öle als Raumduft nehmen oder dem Wickel beimischen und beim Inhalieren auf einen Vernebler umsteigen.

7. Bonbons und Hustenzuckerl tun gut, weil sie die Speichelproduktion anregen und so die Schleimhäute feucht halten. Selbstgemachte Hustenbonbons lösen sich schneller auf und eignen sich auch schon für jüngere Kinder.

8. Schwitzkur: Auch ein heißes Bad in Form einer Schwitzkur wird unterstützend.

9. Birnenkompott: Ein Trick aus der TCM ist ein Birnenkompott, das zur Befeuchtung gegessen wird und so den Schmerz lindert. Und lecker schmeckt es noch dazu.

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5 Hausmittel gegen Halsschmerzen: Die helfen wirklich!

Halsentzündungen treten meist mit Symptomen wie Schluckbeschwerden, einem geröteten Rachen und geschwollenen Schleimhäuten auf. Die Halsschmerzen werden dabei durch Viren oder Bakterien verursacht. Bei leichten Halsschmerzen können verschiedene Hausmittel wie Wickel und bestimmte Lebensmittel eine lindernde Wirkung erzielen. Wir verraten euch die 5 wirkungsvollsten!
Ein Tipp vorneweg: Egal, für welches Hausmittel ihr euch bei Halsschmerzen entscheidet – ihr solltet genug trinkt. Denn so werden eure gereizten Schleimhäute befeuchtet, was natürlich immer gut ist, aber im Speziellen bei Erkältugnen und Halsschmerzen. Dadurch werden die Schmerzen und das Kratzen ein wenig lindert.

1. Honig als Hausmittel gegen Halsschmerzen

Honig ist ein absoluter Alleskönner. Seit der Antike wird das Naturprodukt als Heilmittel angewendet und ist seit jeher ein beliebtes Hausmittel gegen Halsschmerzen. Es gibt zahlreiche Berichte über die positiven Eigenschaften von Honig, so wird ihm sogar eine positive Wirkung auf die Wundheilung zugesprochen. Das deutet darauf hin, dass er auch bei einem wunden Hals Linderung verschaffen kann. Kombiniert mit warmen Getränken wie Tee lindert Honig effektiv Halsschmerzen. Milch sollte man bei Halsschmerzen allerdings besser nicht trinken, da die die Schleimbildung zusätzlich anregen kann. Doch nicht nur das: Eine Studie hat ergeben, dass Honig auch Husten lindert und gegen nächtliche Hustenanfälle genauso gut wirkt wie ein handelsüblicher Hustenstiller.
Damit die gesunden Eigenschaften des Honigs nicht zerstört werden, sollte man zunächst die Milch erhitzen, ein wenig abkühlen lassen und erst dann den Honig einrühren.

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2. Warme Getränke gegen Halsentzündungen

Es ist allgemein bekannt, dass warme Getränke gut gegen Halsweh helfen. Auch hier lohnt es sich, auf die heilende Wirkung von Kräutern wie Salbei und Kamille zu vertrauen. Kamille wirkt gegen Entzündungen und Krämpfe.
​Salbei enthält ätherische Öle und Gerbstoffe, die entzündungshemmend wirken. Zusätzlich wirkt Salbei aktiv gegen die Erreger und unterstützt das Abschwellen des entzündeten Bereichs. Wohltuend sind beide Kräuter in jedem Fall – auch in Kombination. Als warmer Tee mit Honig oder als Spülung zum Gurgeln – die angegriffene Schleimhaut in Hals und Rachen wird befeuchtet und die Erreger werden entfernt.

Selbstverständlich darf bei diesen Hausmitteln gegen Halsschmerzen der Alleskönner Ingwer nicht fehlen. Die Knolle wärmt wunderbar von innen, und das enthaltene Gingerol wirkt gegen die Entzündung im Hals und kann auch bei Erkältungen Schleim in den Bronchien und Nasennebenhöhlen lösen.
Für eine Tasse Ingwerwasser ein paar dünne Scheiben Ingwer schneiden und mit kochendem Wasser übergießen und ziehen lassen. Je länger der Ingwer im Wasser bleibt, desto schärfer wird der Geschmack. Wer mag kann auch noch frische Zitrone und Honig dazu geben.

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3. Heilende Kräuter bei Halsweh

Die Blüten und Blätter der Malve beruhigen und schützen die gereizten Schleimhäute. Es gibt Lutschpastillen mit Malvenextrakt oder auch getrocknete Malve für einen Teeaufguss gegen Halsschmerzen.
Spitzwegerich wirkt ähnlich wie Salbei entzündungshemmend und wie Kamille krampflösend. Das Kraut beruhigt die gereizte Schleimhaut bei Halsschmerzen. Spitzwegerich gibt es als Tee oder Lutschpastillen in der Apotheke. Aufgesetzt und abgekühlt könnt ihr mit dem Heilkräutertee auch gurgeln und so euer Halsweh lindern.
Ebenfalls gute Hausmittel gegen Halsschmerzen: Isländisch Moos oder die eher in Vergessenheit geratene Eibischwurzel. Auch diese gibt es als Tee oder zum Lutschen.
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4. Gurgeln mit Salzwasser lindert Entzündungen

Das Gurgeln mit Salzwasser kann einen wunden Hals beruhigen und die Krankheitserreger bekämpfen. Dazu einen halben Teelöffel Salz in einem Glas mit lauwarmem Wasser auflösen und circa alle drei Stunden damit gurgeln und den Mund und Rachenraum ausspülen. Das günstige Hausmittel gegen Halsweh befeuchtet die Schleimhäute und wirkt antibakteriell.
Ähnlich wie Salzwasser wird auch eine Mischung mit Backpulver empfohlen. Dazu ein Viertel Teelöffel Backpulver und ein Achtel Teelöffel Salz in warmes Wasser geben und auflösen, damit sanft gurgeln.

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5. Warme und kalte Halswickel gegen Halsschmerzen

Feucht-warme Wickel für den Hals können die Schmerzen von Außen lindern. Dazu kann man beispielsweise ein Küchenhandtuch in lauwarmen Teeaufguss tauchen, auswringen und um den Hals legen. Mit einem Schal oder Handtuch fixieren.
​Wer mag, kann auch Pellkartoffeln kochen, diese zerdrücken, in ein Handtuch einschlagen und es um den Hals legen. Die Kartoffeln können die Wärme länger speichern und die Halsschmerzen lindern und auch Hustenreiz abschwächen.
Es gibt auch spezielle Körnerkissen, die man sich um den Hals legen kann. Diese werden im Backofen oder in der Mikrowelle erhitzt.
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Viele glauben, dass nur Wärme bei Halsschmerzen hilft, doch ebenso können auch kühle Quarkwickel die Halsschmerzen lindern. Streiche dafür etwas Quark auf ein Küchenhandtuch, schlage es ein, damit nichts ausläuft und lege es um deinen Hals. Mit einem Schal oder Handtuch fixieren. Was für euch besser funktioniert, findet ihr über Ausprobieren heraus.

Wann bei Halsschmerzen zum Arzt?

In der Apotheke kann man viele Kräuter getrocknet kaufen, dort kann man sich auch über die Dosierung und weitere Verwendung beraten lassen. Werden die Symptome von Halsschmerzen nach drei bis vier Tagen nicht besser oder kommen Fieber und bzw. oder geschwollene Lymphknoten hinzu, dann solltet ihr unbedingt einen Arzt aufsuchen.
Achtung: Kleinkinder und Menschen mit Asthma dürfen nicht mit stark ätherischen Mitteln wie Salbei, Minze oder Eukalyptus behandelt werden.

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Hilft Honig gegen Halsschmerzen?

Jeder kennt es, niemand möchte es – das unangenehme Kratzen im Hals, die Heiserkeit, häufig in Verbindung mit Husten, und im schlimmsten Fall steht morgen auch noch eine wichtige Präsentation an. Es gibt viele Hausmittel, die wahre Wunder versprechen in Bezug auf Linderung der Halsschmerzen. Ein besonders bekanntes Mittel ist der Einsatz von Honig gegen Halsschmerzen. Doch in wie weit hilft Honig wirklich?

Honig pur

Honig wird allgemein als eine Art Allheilmittel angesehen. Er enthält eine reiche Palette an Nährstoffen, besonders in seiner unbehandelten Form. Der unbehandelte Honig ist generell gesünder, als geklärter und mit Zucker zugesetzter Honig.
Was Honig als Heilmittel gegen Halsschmerzen qualifiziert, ist seine ummantelnde Eigenschaft. Honig ummantelt die Speiseröhre mit seiner sirupartigen Textur. Er fungiert in der Hinsicht ähnlich einem Hustensaft bzw. Hustensirup und schützt gereizte Stellen im Hals.
Am wichtigsten ist jedoch ein natürlicher Inhaltsstoff des Honigs. Die Bienen, die den Honig produzieren, bringen natürliche Antibiotika in den Honig. Kanadische Forscher um Talal Alandejani von der Universität Ottawa haben in Studien nachgewiesen, dass durch eine Behandlung mit Honig mehr Bakterien abgetötet werden als durch zum Vergleich eingesetzten Antibiotika.
Deswegen hilft Honig auch in anderen infektiösen Krankheitsfällen. Das ist allerdings auch der Grund, weshalb pflanzliche Honig-Ersatzprodukte wie Agavendicksaft oder Dattelsirup nicht so wirkungsvoll sind wie Honig, da sie nur den Hals schonen, nicht aber die Bakterien im Körperinneren bekämpfen.
Das Besondere am Honig ist, dass er in manchen Fällen besser als viele apothekenpflichtige Halsschmerztabletten wirkt. Während Lutschtabletten meist den Schmerz nur betäuben und er dann nach Abklingen der Medikamentenwirkung wieder zurückkehrt, kann der Honig den Schmerz tatsächlich dadurch beseitigen, dass er die bakterielle Infektion bekämpft.

Honig mit Milch oder Tee

Um Honig gegen Halsschmerzen einzusetzen, reicht es im Grunde, diesen teelöffelweise mehrmals täglich zu sich zu nehmen. Allerdings gibt es eine wesentlich wirksamere Methode, die den Honig in seiner besten Eigenschaft dem Körper zuführt.
Das bekannteste Mittel gegen Husten, Halsschmerzen und Heiserkeit ist der in heißer Milch gelöste Honig – und das zurecht. Milch hat von Natur aus eine beruhigende Wirkung auf die Schleimhäute. In Verbindung mit dem Honig hat man gewisser Maßen einen doppelten Effekt. Des Weiteren wirkt auch die Wärme der Milch dem Reiz entgegen und kann akute Linderung des Schmerzens schaffen. Um jedoch die antibiotische Wirkung des Honigs nicht durch die Hitze beim Aufkochen zu neutralisieren, wird von Medizinern empfohlen, zuerst die reine Milch aufzukochen, und dann den Honig hinzuzugeben. So bleiben übrigens auch weitere wertvolle Stoffe im Honig erhalten.
Eine ähnliche Wirkung erzielt ein warmer Tee. Kamillen-, Pfefferminz- und Fencheltee können durch ihre natürlichen Kräuterwirkstoffe den Hustenreiz mildern. Auch hier ist die Wärme des Tees wieder vorteilhaft bei der Bekämpfung der Halsschmerzen.

Bewährte Lebensmittel: Ingwer, Honig & Tee gegen Halsschmerzen

8. November 2017 6 Min.

Bei Halsschmerzen möchte man am liebsten gar nichts mehr essen oder trinken, denn das Schlucken führt oft zu noch mehr Schmerzen. Und doch braucht der Körper die Energie, um gesund zu werden. Die richtigen Getränke und Speisen können sogar die Beschwerden lindern: Honig wirkt beispielsweise beruhigend gegen Halsschmerzen.

Grundsätzliche Tipps: Essen bei Halsschmerzen

Zunächst einmal ist es ratsam, bei Halsschmerzen Speisen und Getränke zu sich zu nehmen, die den Hals nicht weiter reizen. Tabu sind deshalb beispielsweise:

  • säurehaltige und sehr stark gewürzte Gerichte: Diese reizen die Halsschleimhaut noch mehr und verstärken das Brennen.
  • harte Brotrinde und Chips: Sie können durch die scharfen Kanten zusätzliche Schmerzen auslösen.

Besser ist es, im Falle eines Falles weiche oder breiige Nahrung zu sich zu nehmen. Suppen stehen dabei ganz oben auf der Liste, weil sie gleichzeitig viel Flüssigkeit zuführen. Aber auch weiche Kartoffeln oder Gemüsebrei empfinden viele Menschen bei Halsschmerzen als angenehm. Die Nahrung sollte dabei möglichst weder zu heiß, noch eiskalt sein.
Zwar essen viele Menschen bei Halsschmerzen gerne Eis – die Kälte betäubt den Hals ein wenig, was die Schmerzen kurzfristig lindert –, starke Temperaturwechsel sind für die Schleimhäute aber langfristig ein weiterer Reizfaktor. Setzen Sie besser auf angenehm warme Speisen und Getränke.

Ingwer gegen Halsschmerzen

Die Wurzel der Ingwerpflanze ist eine blassgelbe Knolle. Sie wächst vorwiegend in warmen Gebieten wie in Australien, Afrika oder Indien. Als Heilmittel ist Ingwer bereits seit der Antike bekannt: Sowohl in China als auch in Rom wurde Ingwer schon damals nicht nur als Gewürz, sondern auch in der Medizin bei verschiedensten Krankheiten eingesetzt. Die heilende Wirkung des Ingwers konnte in US-amerikanischen Studien teilweise nachgewiesen werden. Darin wurde deutlich, dass Übelkeit und Brechreiz durch Ingwer vermindert werden.

  • entzündungshemmende,
  • antivirale und
  • antibakterielle Stoffe.

Gegen Halsschmerzen wirkt Ingwer am besten als Tee. Dafür gießen Sie zwei Teelöffel gehackten Ingwer mit heißem Wasser auf und lassen ihn einige Minuten gut durchziehen. Der Ingwer hat einen sehr eigenen, intensiven Geschmack. Je länger Ingwertee zieht, desto stärker wird er – außerdem bekommt der Tee eine regelrechte Schärfe; das schmeckt nicht jedem. Die tolle Ingwer-Knolle gegen Halsschmerzen einzusetzen, ist daher ein wenig Gewöhnungssache.

Abwarten und Tee trinken: Tees gegen Halsschmerzen

Generell ist es wichtig, bei Halsschmerzen möglichst viel zu trinken. Die gereizten Schleimhäute brauchen Feuchtigkeit, um sich zu regenerieren. Flüssigkeit befeuchtet die Schleimhäute und sorgt so dafür, dass Keime nicht tiefer eindringen können. Wasser und Kräutertees sind dafür die beste Wahl. Zu den bewährten Tees gegen Halsschmerzen gehören Sorten wie

  • Salbei,
  • Thymian,
  • Malve,
  • Isländisch Moos oder
  • Süßholz.

Einige der Kräuter wirken entzündungshemmend und keimabtötend, andere beruhigen den gereizten Hals. Am besten bereiten Sie einen Tee gegen Halsschmerzen frisch aus losem Tee zu – Teehandlungen oder Apotheken sind dafür eine gute Anlaufstelle. Auch zum Gurgeln können Sie einige Tees verwenden, beispielsweise den Salbeitee.

Nicht alle Kräutertees sind ein Geschmackserlebnis. Die bittere Note des Thymians beispielsweise ist längst nicht jedermanns Sache, ebenso wenig dessen Schärfe. Mit etwas Honig schmeckt der Tee gleich ein wenig besser. Der zusätzliche Vorteil: Honig wirkt beruhigend und reizlindernd. Deshalb wird Honig gerne gegen Halsschmerzen eingesetzt.
In der Naturheilkunde werden dem Honig noch viele andere heilende Effekte nachgesagt: So findet man im Honig beispielsweise auch antibakterielle und entzündungshemmende Stoffe. Kleinere Wunden und Verbrennungen behandeln manche Menschen darum mit Honig. Doch Vorsicht: Eine Untersuchung der Stiftung Warentest hat ergeben, dass die Anzahl der entsprechenden Enzyme recht gering ist1. Auch gegen Halsschmerzen wirkt Tee mit Honig eher dahingehend, dass er sich wie ein Schutzfilm über die angeschlagenen Schleimhäute legt.

Gut zu wissen: Warme Milch mit Honig ist bei Husten und Heiserkeit übrigens nur bedingt zu empfehlen. Milch sorgt eher dafür, dass der Hals weiter verschleimt.

Dafür können Sie Honig gegen Halsschmerzen im Rahmen einer Erkältung noch in einer weiteren Form anwenden: Zusammen mit Zwiebelstückchen als Sirup. Für den Zwiebel-Honig gegen Halsschmerzen nehmen Sie eine klein gehackte Zwiebel und vermengen diese mit etwa drei Esslöffeln Honig. Diese Mischung lassen Sie nun für etwa sechs Stunden ziehen. Im Anschluss kann die entstandene Flüssigkeit löffelweise eingenommen werden – sie hält im Kühlschrank etwa ein bis zwei Tage.

Aber Achtung:Bei Kleinkindern bis 16 Monate sollten Sie keinen Honig gegen Halsschmerzen einsetzen. Natürliche Stoffe im Honig können einen Säugling krankmachen, da dessen Darmflora noch nicht ausreichend entwickelt ist.

Erkältungshelfer Honig: So gut tut das flüssige Gold

Wenn die Nase läuft und der Hals kratzt, greifen viele intuitiv zu Honig. Er soll besonders gesund sein und zählt wie Zwiebel und Zitrone zu den bewährten Hausmitteln gegen Erkältung.

Bereits die Griechen waren von der Wirkung des Bienen-Erzeugnisses überzeugt. Der Arzt Hippokrates setzte es als fiebersenkendes Mittel und zur Förderung der Wundheilung ein. Laut Mythologie soll das flüssige Gold sogar für die Unsterblichkeit der Götter sorgen.

Doch hilft Honig wirklich bei Husten, Schnupfen, verstopfter Nase, Halsschmerzen anderen Symptome einer Erkältung, oder ist sein Ruf als vielseitiges Erkältungsmittel reiner Mythos? Die Forschung hat sich in den letzten Jahren verstärkt aufgemacht, das Geheimnis des Heilmittels zu ergründen – und ist dabei auf interessante Aspekte gestoßen.

Gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe

Honig besteht aus mehr als 180 verschiedenen Inhaltsstoffen, die wie ein natürliches Antibiotikum schnell für Linderung sorgen. Dazu zählen bestimmte Enzyme, Proteine und sekundäre Pflanzenstoffe (sogenannte Flavonoide). In einem Versuch setzte man das “flüssige Gold” erfolgreich gegen rund 60 Bakterienarten ein. Darunter: Staphylokokken und Antibiotika-resistente Keime.

Doch Honig hat noch mehr gesundheitsfördernde Aspekte:

  • Energielieferant: Das klebrige Superfood besteht überwiegend aus Frucht- und Traubenzucker. Sie liefern uns schnell verwertbare Energie für wichtige Körperfunktionen.
  • Bei Reizhusten hat sich Honig sogar besser bewährt als herkömmliche Hustenmittel. Er regt die Speichelproduktion an und legt sich wie ein dünner Film über die gereizte Schleimhaut. Dies kann die nächtlichen Hustenanfälle lindern und somit für einen ruhigeren und erholsameren Schlaf sorgen.
    Auch Hustenbonbons mit Honig eignen sich gut, um den rauen Rachen zu pflegen oder Hustenreiz wegzulutschen. Gleichzeitig verhindert die zuckrige Schutzschicht weiteren Keimbefall. Sie entzieht den Bakterien Wasser, so dass sie sich nicht weiter vermehren können, und tötet sie ab.
  • Vitamin B1 und Vitamin C
  • Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Natrium und Eisen stärken das geschwächte Immunsystem bei einem grippalen Infekt.
  • Aminosäuren, die kleinsten Bestandteile der Proteine.

Das sollten Sie beachten

So gesund Honig auch ist – es gibt einige Dinge, auf die Sie achten sollten:

Hitze zerstört wirksame Inhaltsstoffe

Tee, heiße Milch oder heiße Zitrone mit Honig eignen sich hervorragend, um den erhöhten Flüssigkeitsbedarf während einer Erkältung zu decken. So kann die angegriffene Schleimhaut der Nase bei Schnupfen gut mit Feuchtigkeit versorgt werden. Sie selbst kann sich dadurch besser regenerieren. Außerdem macht der warme Dampf beim Trinken die oberen Atemwege frei.

Aber: Hitze zerstört die wirksamen Enzyme. Geben Sie den Honig daher nicht sofort in das heiße Getränk. Um die hitzeempfindlichen Enzyme zu erhalten, darf die Temperatur nicht über 40 Grad liegen. Gleiches gilt für jede andere Form von Erhitzen. Honig in Plätzchen oder Kuchen ist daher kein Heilmittel mehr, sondern nur noch Süß- und Aromastoff.

Damit die Inhaltsstoffe des Honigs nicht unter dem Einfluss von UV-Strahlung leiden, sollten Sie ihn außerdem am besten lichtgeschützt lagern.

Für Säuglinge ist das Hausmittel tabu

Säuglingen sollten Sie bei Husten oder Schnupfen keinen Honig verabreichen. Denn er kann Bakteriensporen enthalten, die bei ihnen zu Vergiftungserscheinungen führen können. Der Grund: Die Darmflora der Kleinsten ist noch nicht ausgereift und kann sich deshalb nicht gegen den Erreger wehren. Schlimmstenfalls kann das Lähmungen oder sogar den Tod zur Folge haben. Bei Kindern über einem Jahr und Erwachsenen kann das Bakterium im Darm dagegen nichts mehr anrichten.

Diese Sorten wirken besonders bei grippalem Infekt

Je nach der Zusammensetzung der Inhaltsstoffe wirken bestimmte Sorten bei Erkältungsbeschwerden besonders gut. Berg-, Buchweizen-, Lindenblüten- und Sonnenblumenhonig, aromatische Sorten mit Fenchel, Salbei oder Thymian eignen sich wegen ihrer hohen abwehrstärkenden und entzündungshemmenden Eigenschaften besonders gut gegen Erkältung und Grippe.

Noch wirkungsvoller ist der Manuka-Honig, der in der Medizin als Antibiotikum bei bakteriellen Infektionen verwendet wird.

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Honig mit hoher Qualität kaufen

Beim Kauf sollten Sie auf die Qualität des Honigs achten. Günstige Importware aus dem Supermarkt wurde im Herstellungsprozess meist zu stark erhitzt und vermindert daher den Anteil an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen. Zudem enthalten die billigen Varianten häufig einen höheren Wasseranteil.

Auch gefilterter Honig verfügt nur noch über einen Bruchteil seiner wertvollen Bestandteile. Daher empfiehlt sich der Griff zum Imkerhonig, der strengen Qualitätskriterien unterliegt. Kalt geschleuderte Produkte garantieren, dass die Wirkstoffe aufgrund der fehlenden Hitzebehandlung erhalten sind.

Das Hausmittel Honig hilft gegen trockenen Husten. (c) alexkich / Fotolia

Gesund und gut gelaunt dank Honig

Bevor Sie also bei einer Erkältung zu pharmazeutischen Medikamenten greifen, probieren Sie doch zuerst das goldene Allheilmittel aus der Küche aus. Denn Manuka-Honig und andere Sorten zählen tatsächlich zu den besten Hausmitteln bei Husten, Schnupfen und Co.

Sie lindern nicht nur die typischen Beschwerden und fördern die Genesung und Wundheilung. Noch dazu schmecken sie lecker und machen gute Laune. Gegen diese Medizin dürften sich auch Ihre Kinder nicht sträuben.

> Rettung aus dem Bienenstock: Was Honig noch so gesund macht

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