Hausmittel BEI läusen

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Egal, welche Methode gegen Kopfläuse zum Einsatz kommt: Das sorgfältige Auskämmen der Haare mit einem besonders feinen Kamm gehört bei allen Behandlungen dazu. Nur so lassen sich die unerwünschten Gäste erwischen und ihre Eier von den Haarwurzeln direkt auf der Kopfhaut lösen.

Während kostspielige Läusemittel aus der Apotheke meist mit chemischen Lösungen arbeiten, die zum Ersticken und dadurch zum Absterben der Läuse und auch ihrer Nissen führen, bewirken die verschiedenen Hausmittel maximal eine vorübergehende Lähmung. So lassen sich die Läuse zumindest vollständig auskämmen und auf diese Weise mechanisch beseitigen.

Hintergrund

Parasiten Kopfläuse: So lästig sind die kleinen Parasiten Zwar sind Kopfläuse meist nicht gefährlich, sondern vielmehr ein unangenehmer Untermieter, dennoch verschwindet der Parasit nicht von alleine. Kopfläuse gehören dabei zur bekanntesten Gattung unter den Läusen.

Läusebekämpfung erfordert Geduld

Das Problem sind die Nissen, also die Eier, die selbst beim noch so sorgfältigen Kämmen häufig auf dem Kopf verbleiben und nach einigen Tagen schlüpfen.

Willst du die Läuse dauerhaft loswerden, kommst du bei Hausmitteln deshalb um häufige Nachbehandlungen nicht herum. Selbst bei Läusemitteln aus der Apotheke empfiehlt sich nach acht Tagen sicherheitshalber eine Wiederholung. Außerdem werden bei dieser zweiten Behandlung die erstickten Nissenhüllen ausgekämmt, die sonst wie weiße Schuppen unschön im Haar hängen.

Läuse bei Kindern Kopfläuse im Kindergarten – so handelst du richtig Läuse sind in der Kita und im Kindergarten ein immer wiederkehrendes Problem. Dabei lassen sich die fiesen Parasiten schnell kleinkriegen – wenn du richtig handelst.

Essig, Öl oder Mayonnaise?

Es gibt verschiedene Hausmittel, mit denen du Kopfläuse bekämpfen kannst. Die angenehmste ist eine Behandlung mit einer herkömmlichen Haarspülung. Damit lassen sich die Haare gut auskämmen, unangenehme Nebenwirkungen gibt es nicht.

Den Nissenkamm solltest du nach jeder Strähne auf einem Küchenkrepp abwischen oder ausspülen. Anschließend den Kamm in einem Topf mit kochendem Wasser desinfizieren. Die Behandlung acht bis neun Tage lang täglich wiederholen.

Ansteckungsgefahr? Kopfläuse – wie groß ist das Risiko für Erwachsene? Liest oder hörst du von Kopfläusen, spielen die Geschichten immer in Schule oder Kindergarten. Wie kommt das? Und ist eine Ansteckung mit Kopfläusen für Erwachsene überhaupt möglich?

Damit du bei deinem Kind oder dir selbst die Läuse zuverlässig bekämpfst, musst du die Larven der Parasiten, die sogenannten Nissen, mit einem feinen Kamm von den Haaren entfernen. So reduzierst du den Laus-Nachwuchs und unterstützt die Behandlung.

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Viel Zeit einplanen

Auch mit Hilfe von Ölen wie Speiseöl, Olivenöl oder Mandelöl lassen sich die Haare gut durchkämmen. Allerdings lässt sich Öl schlechter verteilen als die Spülung, tropft (Handtuch und Duschhaube verwenden) und das Haar muss nach dem Auskämmen sehr gründlich mit Shampoo gewaschen werden. Hinzu kommt die sehr lange Einwirkzeit, empfohlen sind bis zu vier Stunden.

Auch ätherische Öle lassen sich gegen Läuse anwenden. Ob ihre Dämpfe die Tierchen wirklich ersticken, ist aber nicht belegt. Hier sollte die Dauer der Behandlung etwa eine Stunde betragen. Auf 100 Milliliter Wasser sechs bis acht Tropfen Öl geben und Haare mit der Mischung befeuchten.

Auch der Nachweis für die Wirkung von Mayonnaise fehlt. Die Theorie besagt, dass die Läuse durch den luftdichten Einschluss zugleich abgetötet werden.

Gib den Läusen Saures

Aggressiver, allerdings auch für die Kopfhaut, ist Essig als Hausmittel gegen Läuse. Apfelessig ist noch am mildesten. Im Verhältnis von 1:1 mit warmem Wasser mischen und in die Kopfhaut einmassieren, eine Viertelstunde einwirken lassen, mit Shampoo gründlich auswaschen. Speiseessig mit doppelt so viel Wasser verwenden.

Auch Zitronensaft gilt als probates Mittel zur Läusebekämpfung. Ob es hilft, ist allerdings ebenfalls nicht bewiesen. Immerhin riecht es besser, muss aber auch mit Shampoo ausgespült und ein paar Tage lang wiederholt werden.

Lästige Insekten Kopfläuse oder Nissen – das solltest du wissen Kopfläuse treten gerade in Schulen und Kindergärten in steter Regelmäßigkeit auf. Entdeckst du bei der Haarpflege deines Kindes Anzeichen für einen möglichen Befall, heißt das aber noch lange nicht, dass es tatsächlich infiziert ist. Wir verraten dir, worauf du achten musst.

Diese Hausmittel helfen garantiert nicht gegen Läuse

Völlig nutzlos dagegen ist häufiges Haare waschen nur mit Shampoo. Das Kämmen mit einem feinen Nissenkamm gehört zur Behandlung zwingend dazu. Auch starke Hitze durch Saunagänge und heiße Luft aus einer Trockenhaube oder einem Föhn können den Läusen nichts anhaben, deinen Haaren durch häufige Wiederholungen aber schon.

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Kopfläuse behandeln

Pflanzliche Behandlung und Hausmittel gegen Kopfläuse

Sie haben im Internet oder im Bekanntenkreis von natürlichen Läusemitteln gehört und schauen bereits, was der Haushalt so hergibt? Sie wollen Mittel einsetzen, die auch in der Heilkunde Anwendung finden oder mit einfachen Tricks ihr Kind entlausen? Wir klären darüber auf, welche Mittel und Maßnahmen eingesetzt werden können und welche besser nicht.

Rizinus-, Kokos-, Teebaum- und Neemöl

Läusemittel auf rein pflanzlicher Basis enthalten ätherische Öle, teilweise mit pflanzlichen Fettsäuren. Für einige wenige Produkte, die z. B. Neem- oder Kokosnussöl enthalten, konnte eine abtötende Wirkung auf Läuse nachgewiesen werden. Allerdings ist bei sehr vielen Naturprodukten die Wirksamkeit nicht ausreichend untersucht. Für einige ätherische Öle ist zudem bekannt, dass sie allergische Reaktionen auslösen können. Andere wirken hautirritierend.

Laues Essigwasser!

Lauwarmes Essigwasser tötet keine Läuse, kann aber helfen die festklebenden Nissen aus den Haaren zu lösen. Das Essigwasser sollte im Verhältnis 1:2, ein Teil Haushaltsessig und zwei Teile lauwarmes Wasser angesetzt werden. Das Haar wird mit dem verdünnten Essigwasser mehrfach gespült und wirkt dann für ein paar Minuten ein. Anschließend wird der Kopf mit der Methode des feuchten Auskämmens mechanisch behandelt. Somit kann Essig eine Hilfe gegen die lästigen Plagegeister sein. Die Wirksamkeit ist allerdings nicht ausreichend erforscht. Zudem dauert es bis sich die festklebenden Nissen vom Haar lösen.

Unser Tipp: Das Essigwasser kann auch eingesetzt werden, um den Kamm zu reinigen.

Diese Behandlungsmythen helfen nicht!

Kopfläuse einfach auswaschen

Die kleinen Plagegeister schreckt (heißes) Wasser nicht ab. Die Atemöffnungen sind so winzig, dass Wasser aufgrund seiner hohen Oberflächenspannung nicht in die Atemöffnungen eindringen kann. Auch ein Aufenthalt in der Badewanne, unter der Dusche oder im Schwimmbad schafft keine Abhilfe. Die Quälgeister klammern sich bei Kontakt mit Wasser fest ans Haar und halten Aufenthalte unter Wasser sehr lange aus.

Viel shampoonieren hilft gegen Läuse

Mit häufigem „richtigem“ Haare waschen klappt es leider nicht die Kopfläuse loszuwerden: Durch das Waschen werden die winzigen Parasiten lediglich „sauber“ gemacht. Sauberes Kopfhaar ist zudem weniger fettig und die Kopfläuse können sich darin noch besser fortbewegen. Außerdem sollen Läuse frisch gewaschenes Haar sogar bevorzugen.

Die Läuse einfach wegföhnen

Von wegen! Durch das minutenlange Föhnen mit 60°C heißer Luft, kann es zu Verbrennungen der Kopfhaut kommen. Außerdem ist diese Methode aufwendig und für die Therapie nicht geeignet.

Bei Lausbefall – ab in die Sauna oder die Kältekammer

Theoretisch können sowohl hohe als auch niedrige Temperaturen die Kopfläuse schädigen. Bei sehr hohen Temperaturen trocknen die Plagegeister aus. Bei niedrigen Temperaturen können die Läuse-Lebensstadien unterbrochen werden. Viele denken, dass ein längerer Besuch in der Kältekammer oder in der Sauna Abhilfe schaffen würde. Doch weit gefehlt! Bei beiden Maßnahmen werden keine Temperaturen auf der Kopfhaut erreicht, die die Kopfläuse beeinträchtigen würden.

Die besten Hausmittel gegen Läuse

Kopfläuse mit natürlichen Hausmitteln behandeln

In diesem Artikel erfahren Sie, welche Hausmittel bei Läusen helfen. Läuse sind immer noch ein Tabuthema in der Gesellschaft. Schnell werden die kleinen Insekten mit Unsauberkeit in Verbindung gebracht. Dabei sind die Blutsauger weder gefährlich noch übertragen sie irgendwelche Krankheiten. Auch haben sie nichts mit mangelnder Hygiene zu tun.

Um den kleinen Biestern beizukommen, werden meist chemische Mittel angewandt. Alternativ können bewährte Hausmittel auf natürliche Weise Abhilfe schaffen – obwohl deren Anwendung und Wirksamkeit immer noch umstritten ist. Unabhängig davon, welche Maßnahmen ergriffen werden, muss bei Läusebefall immer zwingend eine Behandlung erfolgen, um die Weiterverbreitung einzudämmen.

Inhaltsverzeichnis

Wichtig bei Läusebefall: Die richtigen Vorkehrungen treffen

Mittlerweile ist keine Hysterie mehr nötig, wenn ein Familienmitglied Läuse mit nach Hause bringt. Allerdings sind einige Dinge zu beachten und Vorkehrungen zu treffen: Bettwäsche, Schlafanzug und Handtücher des Betroffenen sind bei mindestens 60 °C zu waschen. Handtücher sollten nicht mit anderen Familienmitgliedern gleichzeitig benutzt werden. Die Gefahr, sich über Gegenstände zu infizieren, ist nicht groß. Trotzdem werden nach der Diagnose am besten auch Mützen und Schals gewaschen und nicht gemeinsam mit anderen genutzt. Kämme und Bürsten sind täglich in heißem Essigwasser oder Seifenlauge zu reinigen und nicht an andere Personen weiterzugeben.

Um eine weitere Ausbreitung der Läuse zu verhindern, müssen Bettwäsche, Handtücher, Kleidung etc. möglichst heiß gewaschen werden. (Bild: TR/fotolia.com)

Lange galt die Meinung, dass Kuscheltiere für ein paar Tage eingepackt in eine Plastiktüte ins Gefrierfach müssen. Den Kindern zu erklären, dass ihr bester Freund ein Zeit lang in die Kältekammer soll, ist nicht einfach. Auf alle Fälle sollte das Lieblingstier jedoch genau untersucht, abgesaugt und eventuell noch gewaschen werden.

Das Haus muss sich keiner Putzkolonne unterziehen. Das Absaugen von Teppichen und Sofas reicht aus. Ein Kind, das an Kopfläusen leidet, darf eine Gemeinschaftseinrichtung, wie zum Beispiel Schule, Kindergarten oder Hort nicht besuchen. Auch muss die Einrichtung darauf hingewiesen werden, dass Läuse im Umlauf sind, um eine Ansteckung zu vermeiden.

Schulen und Kindergärten verteilen in der Regel Merkblätter, auf denen die Verhaltensmaßregeln für den Fall eines Kopflausbefalls nachzulesen sind. Hier ist auch meist erwähnt, dass das Kind, sobald eine Behandlung mit einem behördlich zugelassenen Mittel begonnen wurde, die Gemeinschaftseinrichtung wieder besuchen darf. Hier sind Hausmittel jedoch nicht erwähnt und auch nicht zugelassen. Liegt der Verdacht vor, dass sich eine Person mit Läusen angesteckt hat, aber lassen sich die Biester nicht finden, kann ein Besuch beim Arzt oder Gesundheitsamt helfen.

Natürliche Behandlung bei Läusen

Ob Hausmittel wirklich bei Kopfläusen das gewünschte Ergebnis bringen, ist nach wie vor umstritten. Doch nicht jeder möchte seine Kopfhaut gleich mit chemischen Mitteln behandeln. Produkte mit chemischen Insektenvernichtungsmitteln (Insektizide) werden oft nicht vertragen und dürfen von Kindern sowie schwangeren und stillenden Frauen generell nicht verwendet werden. In solchen Fällen ist die Behandlung mit natürlichen Mitteln also durchaus einen Versuch wert. Bringen diese keinen Erfolg, finden Eltern und Betroffene bei der Auswahl eines geeigneten Läusemittels Beratung in der Apotheke.

Wichtiges Hilfsmittel: Ein guter Kamm

Wichtig ist generell ein guter Läusekamm. Dieser besitzt Zinken, deren Abstand zueinander nicht größer als 0,2 bis 0,3 Millimeter beträgt. Erhältlich ist ein entsprechender Kamm aus Metall oder Kunststoff. Kunststoffkämme sind weicher, schmerzen nicht so sehr beim Durchkämmen und deren Farbe erleichtert das Erkennen von Läusen und Eiern. Dieser sollte täglich zum Einsatz kommen.

Um die flügellosen Insekten besser zu erwischen, werden die feuchten Haare am besten mit einer handelsüblichen Pflegespülung behandelt, was die kleinen Insekten etwas träger macht. Danach werden die Haare gescheitelt und vom Haaransatz aus Strähne für Strähne durchgekämmt und das „Ergebnis“ mit einem Handtuch entfernt. Auf diese Weise lässt sich kontrollieren, ob Läuse und/oder Läuseeier erfasst wurden.

Haarkur mit Essigwasser und Olivenöl

Eine lähmende Wirkung auf die kleinen Insekten hat auch Essigwasser, welches aus einem Teil Haushaltsessig und zwei Teilen warmem Wasser hergestellt wird. Die Mischung sollte zehn Minuten auf dem Haar einwirken, danach erfolgt die zuvor beschriebene Prozedur mit dem Läusekamm. Auf jeden Fall werden die Haare – unabhängig vom gewählten Hausmittel – täglich mit dem Läusekamm durchsucht, solange noch Läuse und Eier gefunden werden. Der Kamm wird anschließend in heißem Essigwasser gereinigt.

Ein weiteres wirksames Hausmittel zur Läuse-Bekämpfung ist Olivenöl. Dies wird zuerst angewärmt und dann großzügig auf Haar und Kopfhaut gebracht. Das Öl kann mehrere Stunden oder sogar über Nacht, eingehüllt in ein Handtuch, einwirken. Anschließend werden mit dem Spezialkamm Eier und Nissen entfernt und dann die Haare mit einem herkömmlichen Shampoo (eventuell angereichert mit ein paar Tropfen Teebaum- oder Lavendelöl) gewaschen. Hilfreich ist ein Haarwaschmittel, das Weidenrindenextrakt und Kokosöl enthält. Dies kann auch zur Prävention verwendet werden.

Vaseline und Mayonnaise sind ebenso dafür bekannt, dass sie zum Ersticken der blutsaugenden Parasiten beitragen. Auch hiermit werden die Haare einbalsamiert, mit einer Plastikhaube abgedeckt und noch in ein Handtuch gewickelt. Diese „Anti-Läuse-Packung“ kann die ganze Nacht über auf den Haaren bleiben.

Ätherische Öle sind ein Wunder der Natur und vielseitig als Hausmittel einsetzbar. (Bild: Visions-AD/fotolia.com)

Läuse bekämpfen mit ätherischen Ölen

Läuse mögen den Geruch von ätherischen Ölen, wie Citronella, Lavendel, Rosmarin oder Rosengeranie nicht. Je zwei Tropfen werden mit Soja- oder Kokosöl gemischt, damit die Haare, vor allem im Bereich von Nacken, Schläfen und Ohren, getränkt. Anschließend wird eine Duschhaube darüber gezogen und in ein Handtuch gepackt. Das Ganze sollte mindestens eine Stunde einwirken. Für das Abwaschen wird eine große Menge Shampoo benötigt, dem am besten noch ein paar Tropfen Teebaumöl zugegeben werden.

Die Apotheke hält verschiedene Mittel bereit, die ätherische Öle, Essig, Raps- und oder Kokosöl enthalten. Damit werden Sie Kopfläuse schnell wieder los.

Wirksame Läuse-Behandlung mit Teebaumöl

Um ausgewachsene Kopfläuse zu bekämpfen, hat sich das australische Teebaumöl bewährt, denn es wirkt keimtötend und leicht desinfizierend, hemmt Entzündungen und lindert den Juckreiz. Das Öl kann für alle Varianten der Behandlung eingesetzt werden und hilf so, die Insekten nach und nach auszurotten.

Shampoo

  • Vermischen Sie in der Hand circa 10 Tropfen des intensiv riechenden Teebaumöls mit der üblichen Menge Ihres (ph-neutralen) Shampoos
  • Schäumen Sie das Haar damit ein und lassen Sie die Shampoo-Öl-Kur circa 10 Minuten einwirken

Haarwasser

  • Mischen Sie je 25 Milliliter hochprozentigem Alkohol (50 Prozent) und destilliertes Wasser mit fünf Milliliter Teebaumöl
  • Massieren Sie die Mischung sorgfältig in die Kopfhaut ein und lassen Sie diese am besten über Nacht einwirken
  • Am nächsten Morgen werden die Haare gründlich gewaschen und ausgebürstet bzw. gekämmt

Waschmittelzusatz

  • Da Teebaumöl ein hervorragendes Desinfektionsmittel ist, eignet es sich bei Läusebefall sehr gut zur Behandlung von Kleidung, Bettwäsche, Kissenbezügen etc. in der Waschmaschine
  • Geben Sie hierfür etwa 50 Tropfen Teebaumöl pro voller Ladung Wäsche in den Waschgang

Achtung: Lassen Sie bei der Verwendung von Teebaumöl unbedingt Vorsicht walten und passen Sie darauf auf, dass das Öl nicht in Kontakt mit den Augen und Schleimhäuten kommt! Das Öl sollte nicht in Kombination mit homöopathischen Mitteln eingesetzt werden!

Homöopathische Mittel und Bachblüten können bei Köpfläusen eine große Hilfe sein. (Bild: DoraZett/fotolia.com)

Natürliche Hilfe durch Homöopathie und Bachblüten

Bei Läusebefall kommt in der Homöopathie häufig Graphites (Schwarzer Kohlenstoff) D6 zum Einsatz, um den starken Juckreiz zu lindern. Hierfür eignet sich auch Ledum sehr gut, von beiden Mitteln werden drei Mal täglich je zwei Globuli eingenommen. Sabadilla kann den Körpergeruch des Menschen minimal verändern, sodass die unangenehmen Insekten an einen anderen Ort „vertrieben“ werden. Experten empfehlen davon über maximal drei Wochen hinweg morgens fünf Globuli einzunehmen.

Kinder sind besonders häufig von Läusen betroffen. Werden diese entdeckt, kommt schnell Panik auf – bei dem Kind selbst, aber auch bei Eltern, Geschwistern etc. Plötzlich fangen alle „automatisch“ an zu kratzen und vermuten die kleinen Blutsauger überall. Empfehlenswert ist in diesem Fall die Blüte „Crab Apple“ (Nummer 10) aus dem Bereich der Bachblütentherapie, denn diese hilft besonders gut gegen aufkommende Hektik, Unruhe und Angst. Um die Läuse effektiv behandeln zu können, ist jedoch Ruhe und strukturiertes Vorgehen nötig, daher kann eine solche Zusatzbehandlung aller Beteiligten die Lage erheblich entspannen.

Kopfläuse: Ursachen und Risikofaktoren

Kopfläuse sind Blutsauger, die sich ausschließlich von Blut ernähren. Ohne dieses Nahrungsmittel müssen sie spätestens nach zwei bis drei Tagen sterben. Die zwei bis fünf Millimeter großen Parasiten suchen sich den Menschen als Wirt aus, um dort zu leben – und zwar auf dem behaarten Kopf (Filzläuse bevorzugen hingegen die Schambehaarung). Die Laus braucht vier bis fünf Mahlzeiten pro Tag, das heißt, sie trinkt Blut im Abstand von circa fünf Stunden.

Wenn sich dieses unangenehme Insekt ansaugt, so ist dies schmerzfrei, da dabei ein Betäubungsmittel abgegeben wird. Das Schlimme an der Laus ist deren Fortpflanzung. So legt das Weibchen innerhalb eines Tages zwischen fünf und zehn Eier ab, die sie mit einer klebrigen Substanz am Haar, in der Nähe der Kopfhaut, anklebt. Dieser „Klebstoff“ ist wasserunlöslich, was bedeutet, dass normales Haare waschen den Läusen nichts anhaben kann.

Auf dem Kopf befinden sich zur gleichen Zeit erwachsene Läuse, Lauseier und Larven in verschiedenen Entwicklungsstadien. Aus den Eiern schlüpfen die ersten Tiere nach circa zehn Tagen. Diese werden dann innerhalb von sieben bis zehn Tagen geschlechtsreif. Die weiblichen Blutsauger erreichen ein Alter von dreißig bis fünfunddreißig Tagen, die männlichen Läuse werden circa fünfzehn Tage alt.

Eine weibliche Laus legt in ihrem Leben circa 100 Eier. Im Nacken und hinter den Ohren lassen sich die Insekten am liebsten nieder, da sie dort am leichtesten Nahrung finden. Sie bevorzugen Kinderköpfe im Alter von drei bis zwölf Jahren und befallen Mädchen, da sie in der Regel längere Haare haben, eher als Jungs. Die Blutsauger lieben eine Temperatur zwischen 28 und 32° C und eine Luftfeuchtigkeit von circa siebzig Prozent.

Symptome

Läuse machen sich durch massiven Juckreiz beziehungsweise Kopfjucken bemerkbar – noch bevor sie in den Haaren zu erkennen sind. Dies wird durch den Speichel der Insekten ausgelöst und tritt vor allem nachts im warmen Bett auf, was mitunter sehr schlafraubend sein kann. Bei manchen Betroffenen entwickelt sich zusätzlich ein sogenanntes Läuseekzem im Nacken, das sich durch rote, juckende und schuppende Knötchen bemerkbar macht.

Der Juckreiz muss nicht sofort eintreten, sondern kann auch bei bereits bestehendem Läusebefall erst nach mehreren Wochen einsetzen. Durch intensives Kratzen können sich die betroffenen Stellen entzünden und mit einer Lymphknotenschwellung am Hals einhergehen. Solch eine Infektion gehört in die Hand eines Arztes.

Ein spezieller Läusekamm ist wichtig, um die kleinen Plagegeister im Haar erkennen zu können. (Bild: K. Zernecke/fotolia.com)

Diagnose: So lassen sich Kopfläuse entdecken

Eine direkte Diagnose erfolgt durch Auffinden von lebenden ausgewachsenen Läusen. Diese sind zwar mit dem bloßen Auge zu erkennen, jedoch sind sie so flink, dass etwas Glück dazu gehört, die Parasiten zu entdecken. Je mehr Läuse da sind, desto einfacher ist das Aufspüren, was durch folgenden Trick vereinfacht wird: Die feuchten Haare werden mit einer ganz normalen Pflegespülung einmassiert, denn diese macht die kleinen Biester für kurze Zeit „handlungsunfähig“.

Die Spülung erleichtert das Kämmen mit einem ganz feinen Kamm, einem sogenannten “Läusekamm”. Strähne für Strähne wird durchgekämmt, anschließend wird der Kamm auf einem Handtuch abgewischt. Hierbei können die Insekten zum Vorschein kommen. Sind die Biester getrocknet, so bewegen sie sich wieder in normalem Tempo, es sei denn, sie sind schon abgestorben. Um sicher zu gehen, ob sich auf dem Handtuch wirklich Läuse befinden, hilft Folgendes: Klammert sich das, was sich auf dem Tuch befindet, an einem Haar fest und krabbelt daran, so ist dies mit Sicherheit eine Laus.

Eine weitere Diagnosemöglichkeit ist die indirekte Art, das heißt die Suche nach Eiern oder Nissen. Nissen sind die Hüllen der Eier, aus dem die Larve geschlüpft ist. Eier von Nissen zu unterscheiden, gelingt nur einem Fachmann. Die Eier kleben seitlich an den Haaren, ganz in der Nähe der Kopfhaut. Sie sind bräunlich, gräulich, circa 0,8 mm groß, wie kleine Tropfen am Haar befestigt und lassen sich nicht abschütteln.

Mit Hilfe des Läusekamms, mit dem ganz vorsichtig Strähne für Strähne gekämmt wird, können die Eier entdeckt werden. Haare wachsen einen Zentimeter pro Monat und ein frisches Lausei wird ganz nah an den Haaransatz gebracht, um dort auch Nahrung zu finden. Deshalb ist davon auszugehen, dass diese, wenn sie sich mehr als ein Zentimeter vom Haaransatz befinden, leer (Nissen) sind und somit keinen Schaden mehr anrichten können.

Ein Befall mit Kopfläusen ist besonders häufig bei Kindern festzustellen, doch die lästigen Parasiten springen auch leicht auf Erwachsene über. (Bild: Lars Zahner/fotolia.com)

Übertragungswege

Läuse können weder springen noch hüpfen. Sie sind jedoch Kletterkünstler, und zwar an den Haaren entlang. Demnach muss ein enger Haar- beziehungsweise Kopfkontakt vorherrschen, damit der Blutsauger von Mensch zu Mensch überwechseln kann. Gerade Kinder stecken gerne beim Spielen ihre Köpfe zusammen. Jedoch besitzen nur ausgewachsene Laus-Exemplare die Fähigkeit, den Wirt zu verlassen. Die Laus-Babys sind nicht dazu in der Lage. Die Eier können ebenso nicht als Übertragungsweg dienen, da diese bis zum Ausschlüpfen an den Haaren kleben bleiben. Auch wenn Haare ausfallen, ist dies nicht möglich, da die noch nicht entwickelten Läuse nach dem Schlüpfen sofort Blut benötigen und ohne die Temperatur auf dem Kopf nicht überleben können.

Lange galt die Meinung, dass die Insekten über gemeinsam benutzte Mützen oder Kuscheltiere übertragen werden können. Dies ist jedoch sehr unwahrscheinlich, da die Läuse äußerst ungern freiwillig ihren Wirt verlassen. Über Kämme oder Bürsten jedoch ist eine Übertragung möglich. Denn eine Laus kann beim Kämmen eingeklemmt werden, noch bis zum nächsten Tag überleben und dann auf einem anderen Kopf einen neuen Wirt finden. Wenn die Plagegeister den Kopf des Menschen verlassen haben, werden sie recht schnell langsam und unbeweglich und verhungern innerhalb von zwei bis drei Tagen. (sw, nr)

Quellen anzeigen Autor: Redaktion Heilpraxis.de Quellen:

  • Informationen der Deutschen Pediculosis Gesellschaft e.V. (Abruf: 18.08.2019), Deutsche Pediculosis Gesellschaft
  • Shankar Raghunath Phatak: Homöopathische Arzneimittellehre, Urban & Fischer Verlag München, 5. Auflage, 2013
  • Laura Meister, Falk Ochsendorf: Kopfläuse Epidemiologie, Biologie, Diagnostik und Therapie, Deutsches Ärzteblatt 2016, Deutsches Ärzteblatt
  • Maria Kettenring: Hausapotheke Ätherische Öle: Schnelle Hilfe für jeden Tag, Joy-Verlag (10. Februar 2014)

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Was brauche ich, um Läuse zu entfernen?

  • Läusekamm
  • Läusemittel (Apotheke oder Hausmittel)
  • Shampoo
  • Geduld

Olivenöl gegen Läuse auf dem Kopf

Betroffene können bei einem Kopfläuse-Befall die Haare in Olivenöl tränken. Setzen Sie dazu eine Duschhaube auf und lassen Sie das Olivenöl acht Stunden lang einwirken. Mit einem Nissenkamm können Sie jetzt Strähne für Strähne auskämmen. Anschließend das Haar sehr gründlich, eventuell auch mehrmals waschen, um alle Ölrückstände zu entfernen.

Essigwasser als Läusemittel

Essig wirkt zwar nicht tödlich auf die Parasiten, dafür löst er die klebrigen Nissen aus dem Haaransatz. Mischen Sie lauwarmes Wasser und gewöhnlichen Haushaltsessig im Verhältnis eins zu eins und spülen Sie Ihre Haare mehrfach mit der Mixtur. Lassen Sie das Essigwasser anschließend noch ein paar Minuten einwirken, damit sich der Kleber der Nissen wirklich löst. Kämmen Sie die feuchten Haare mit dem Nissenkamm und waschen Sie die Haare am Ende gründlich mit einem milden Shampoo.

Tipp: Essigwasser eignet sich hervorragend zur Reinigung des Nissenkammes. Einfach in das Wasser tunken, säubern und auf einem Küchentuch trocknen lassen.

Ätherische Öle wirken den Läusen entgegen

Kopfläuse lassen sich auch mit ätherischen Ölen vernichten. Vor allem den Geruch von Citronella, Lavendel, Rosmarin oder Rosengeranie mögen die Plagegeister nicht und werden davon abgehalten, auf den Kopf zu klettern. Mischen Sie für dieses Hausmittel gegen Läuse je zwei Tropfen der ätherischen Öle mit Soja- oder Kokosöl, tränken Sie anschließend die Haare damit, vor allem im Bereich von Nacken, Schläfen und Ohren. Ziehen Sie nun eine Duschhaube darüber und legen Sie ein Handtuch um ihre Haare. Lassen Sie das Ganze mindestens eine Stunde einwirken. Um das Haar gründlich von der Masse zu befreien, brauchen Sie eine große Menge Shampoo.

Tipp: Geben Sie ein paar Tropfen Teebaumöl dazu, damit die Haare sich besser auswaschen lassen.

Bärlapp vertreibt die Läuse

Ein uraltes Hausmittel gegen Läuse ist Bärlapp. Dafür müssen Sie das Kraut zunächst mit kochendem Wasser übergießen. Lassen Sie es abkühlen, bevor Sie damit den Kopf waschen. Spülen Sie die Haare aus und kämmen Sie sie Strähne für Strähne mit dem Nissenkamm aus. Wiederholen Sie den Vorgang unbedingt nach acht Tagen, damit sich ein Erfolg zeigt.

Krankheiten & Behandlung Was sind Läuse?

Wie entferne ich Läuse auf dem Kopf?

Hat man sich mit Kopfläusen angesteckt, dann gibt es nur eine Möglichkeit: die kleinen Plagegeister müssen zeitaufwendig und mühsam entfernt werden. Hausmittel gegen Läuse lähmen die Tiere, sodass sie ganz einfach herausgekämmt oder gezupft werfen können. Nachdem das Hausmittel Zeit hatte, ausreichend einzuwirken, werden die Haare mit einem Nissenkamm sehr gründlich durchgekämmt. Dabei werden die Läuse durch die feinen Verzinkungen des Kammes aus den Haaren gezogen.

Nachbehandlung bei Läusen

Läusemittel entfernen die ausgewachsenen Läuse, nicht aber die Nissen, also die Eier der Tiere. Nach einigen Tagen schlüpfen diese und müssen ebenfalls behandelt werden. Um den Kopf wirklich läusefrei zu bekommen, muss die Behandlung mit dem Läusemittel mindestens einmal, evtl. auch mehrfach, wiederholt werden.

Kopfläuse

Kopfläuse (Pediculosis capitis) sind kleiner als Kleiderläuse und mit stärkerer Einkerbung der Hinterleibsegmente versehen.

Symptome – (klinisches Bild)

Das erste Anzeichen für einen Kopflausbefall ist meist ein ungewöhnlich starker Juckreiz. Wenn der Kopf ständig juckt und man sich häufig kratzen muss, wird es höchste Zeit, das Haar einmal genauer untersuchen zu lassen. Zur Untersuchung scheitelt man das Haar mit einem Kamm (Läuse-(Nissen)-kamm) Strich für Strich auseinander (engl. combing). Die Untersuchung erfolgt am besten gegen den Strich mit Hilfe einer Lupe (Vorsicht: es wird dafür viel Zeit benötigt. Ich habe in meiner Praxis schon mal 30 min benötigt um eine einzige Laus zu finden!). Besonders gründlich sind die Haare in der Schläfen-, Ohren und Nackengegend zu untersuchen. Vor allem bei längerem Haar herrscht hier die optimale Temperatur zur Eiablage.
Häufiger als die Läuse selbst, findet man die Eier (Nissen). Sie sind mit dem Auge als kleine Punkte sichtbar, sind 0,8 mm lang und kleben besonders in der Nähe der Haarwurzel an den Haaren fest und sind durch einen Deckel gekennzeichnet). Lebende Nissen lassen sich nicht so einfach entfernen, wenn die Nissen tot sind, kann man sie leichter herausziehen. Lebende Nissen haben eine weiß, silbriggraue bis gelblich glänzende Farbe. Tote Nissen haben hingegen eine bräunliche Farbe. Nissen sind nicht weich, sondern knacken wenn man sie zerdrückt. Bei hohen Läusebefall verfilzen die Haare durch die zahlreichen Nissen (Weichselzopf).

Die Kopflaus ist 2 bis 3,5 mm lang und von grauer bis rötlicher Farbe. Die Farbe ist von der Hautfarbe des Menschen und der Nahrungsaufnahme der Läuse (Hämoglobin- gehalt) abhängig. Läuse haben drei Paar (Insekten!) sehr kräftige, mit Krallen versehene Beine. Sie müssen ständig Blutsaugen (alle 1-3 Stunden (h)), andernfalls verhungern sie (nach ca. 24 h). Die schmerzlosen Stiche führen zu Rötungen und Schwellungen. Der beim Stich übertragene Speichel führt zum Juckreiz (Puritus). Das Kratzen kann die Wunden vergrößern, wodurch wiederum Bakterien und Pilze in der Haut sich vermehren können, was dann zur Schwellung von Lymphknoten im Halsbereich führt.

Entwicklung der Läuse:

Aus jeder Nisse entwickelt sich eine Laus. Die Läuse schlüpfen nach ca. 8 Tagen aus. Läuse sind getrenntgeschlechtlich und müssen sich fortpflanzen (d.h. es werden dazu Männchen und Weibchen benötigt). Das Läuseweibchen ist nach 3 Larvenstadien innerhalb von 14-21 Tagen geschlechtsreif und klebt die Nissen mit wasserunlöslichem Kitt aus der Anhangsdrüse des Ovars an die Haare (wie eine Perlenschnur). Larven müssen ebenfalls Blut saugen. Je wärmer es ist, desto schneller läuft die Entwicklung ab (ideal 35° C). Bei über 40° C wird es den Läusen aber zu warm. Läuse können sich relativ rasch fortbewegen (bei 20° C ca. 23 cm/min).
Die Lebensspanne der Kopfläuse beträgt 25-30 Tage, pro Tag werden bis zu 14 Nissen abgelegt ( insgesamt pro Weibchen 50 bis 276 Nissen).

Verbreitung:

Da Läuse weder fliegen noch springen können, werden sie hauptsächlich durch direkten Kontakt übertragen, meistens durch die Haare (Köpfe zusammen stecken!). Läuse können aber auch durch Gegenstände auf den Menschen übertragen werden. An diesen Gegenständen müssen nur Haare befallener Menschen stecken (z.B. benutzte Kämme, Haarbürsten, Mützen, Kapuzen, Decken, Kopfkissen und Jacken, auch gepolsterte Sitzlehnen und Kopfstützen im Auto bzw. im Bus, Kuscheltiere. Läuse können auch von Gegenstand zu Gegenstand übertragen werden (z.B. Garderoben im Kindergarten, an denen Jacken und Mützen eng beieinander hängen. Bevorzugte Opfer der Kopfläuse sind 4-10 jährige Kinder. Sie breiten sich besonders in Schulen und Kindergärten aus, da die Kinder häufiger die Köpfe zusammenstecken. Beim gemeinsamen Lesen eines Buches, beim Spielen oder beim Kuscheln mit Freund oder Freundin krabbeln die Tiere von einem Kopf zum nächsten.

Behandlung – Therapie:

Falsche Scham und ungeeignete oder unzureichende Therapie führt zu unnötigen Übertragungen. Es sollte das nähere Umfeld bei einem festgestellten Läusebefall informiert werden. Besonders in Schulen und Kindergärten muss Bescheid gesagt werden. Oft finden sich dort auch Betroffene. Wer wen angesteckt hat, lässt sich sowieso nicht feststellen. Also keine falsche Scham!
Wie gesagt, Läuse bekommen ist keine Schande (es hat nichts mit Unsauberkeit oder mangelnder Hygiene zu tun), behalten sollte man Sie jedoch nicht. Läuse befallen häufiger das weibliche Geschlecht und lieben langes Haar. Im Gegensatz zu früher verliert man heute bei der Behandlung von Läusen nicht mehr seine Haare (aber zugegebenermaßen ist die Kopfrasur eine recht heftige jedoch auch wirksame Methode). Läuse benötigen zum Überleben auf Dauer eine Temperatur von über 20 Grad (Idealtemperatur 35 Grad), je kürzer das Haar, um so geringer die Überlebenschance für die Kopfläuse.

Medikamente:

Es gibt unterschiedliche Wirkstoffe, z.B. Malathion (Organoderm), Allethrin (Jacutin N, Spregal), Pyrethrum (aus Chysanthemen in Goldgeist forte), Pyrethroide, Permethrin (Infectopedicul), Gamma- Hexachlorcyclohexan (=Lindan in Jacutin-Gel). All diese Läusemittel sind giftig (schließlich töten sie Lebewesen)! Deshalb sollte die Behandlung unbedingt unter ärztlicher Aufsicht erfolgen und deshalb wird auf eine Dosisangabe hier auch verzichtet. Das ist ganz besonders wichtig bei Kindern und Säuglingen. Bei aufgekratzten Hautstellen kann das Läusemittel zudem noch in den Körper eindringen. Aus diesem Grund wird z.B. bei Säuglingen eine Totalrasur oder auch oft eine stationäre Behandlung befürwortet.
Das zur Zeit gebräuchlichste Läuse-Insektizid ist das Infectopedicul ® . Es wird in das zuvor gewaschene (s. u. Essigbehandlung!) feuchte Haar nur einmalig einmassiert (appliziert). Die Haare sollten dann 30 min nach der Applikation mit einem Läusekamm ausgekämmt werden und in den 3 Folgetagen nicht gewaschen werden.
Es ist möglich, dass die durch die Nissen geschützten Jungläuse (Embryonen) die Behandlung überleben. Deren Entwicklung (s.o.) dauert 8 Tage, weshalb die Therapie mit dem Behandlungsmittel wiederholt werden sollte. Während der Einwirkzeit sollte eine Badekappe oder eine Plastiktüte über den eingeschäumten Haaren getragen werden, das Mittel kann in der „feuchten Kammer“ besser wirken.

Erste Maßnahmen:

Eine Läusebehandlung kann nur erfolgreich sein, wenn die gesamte Wohngemeinschaft behandelt wird. Also müssen alle Personen eines Haushaltes untersucht werden. Sollte ein Befall bei einem Familienmitglied mit absoluter Sicherheit auszuschließen sein, dann könnte eine zu Medikamenten alternative Behandlungsmethode in Frage kommen (s.u.).
Kleidungsstücke wie Jacken, Mützen Bettwäsche usw. müssen von Läusen befreit werden. Da Läuse hitzeempfindlich sind, wäre eine Wäsche bei 60 Grad über mindestens 10 min. pedikulizid wirksam. Alternativ kann eine Kleidung in einen Plastiksack gegeben werden und mit einem geeigneten Insektizid behandelt werden. Das Insektizid sollte nicht nur die Läuse abtöten (pedikulizid), sondern auch ovozid (Nissen-abtötend) wirken. Nicht waschbare Stofftiere können auch in der Gefriertruhe bei -18° C über 48 Stunden gelagert werden. Sie können Kopfläuse auch „aushungern“. Dazu werden die Gegenstände in einem gut verschlossenen Plastiksack über mindestens 2 Wochen (maximal 4 Wochen) so warm wie möglich gelagert. Das Aushungern der Läuse gelingt um so rascher, je höher die Lagerungstemperatur ist! Bei 25 bis 30° C können die Läuse noch 2 Tage überleben, bei 10-20° allerdings 7 Tage und dabei noch nach 5 Tagen schlupffähige Nissen ablegen.
Befallene Räume wie Schlafräume, Wohnräume, Schulräume etc. sind durch Nichtbenutzen bei gleichzeitiger Überhitzung in wenigen Tagen läusefrei. Eine Raumdesinfektion oder ein Waschen von Gardinen erübrigt sich dann also. Fußböden sollten gründlich gereinigt werden (Staubsaugen und den Staubsaugerbeutel anschließend sofort entsorgen).
Wenn sie nicht betroffen sind, ist die beste Vorbeugung, den Körperkontakt mit Personen zu vermeiden, die Läuse haben. Sie sollten auch keine Gegenstände ausleihen, wie z.B. Mützen, Hüte, Schals, Haarbürsten, Kämme, Handtücher, Bettwäsche etc. Eine Möglichkeit der Vorbeugung wäre eine Haarwäsche mittels Kokosöl (Aesculo®).

Beachten Sie bitte, dass Kinder die Schule, den Kindergarten oder andere Gemeinschaftseinrichtungen erst wieder besuchen dürfen, wenn nach dem Urteil eines Arztes eine Weiterverbreitung der Verlausung nicht mehr zu befürchten ist (§§ 33 – 36 IfSG). Eine solche Bescheinigung wurde früher nach nur einmaliger Anwendung eines auf Läuse einwirkenden Insektizids ausgestellt. Da die Abtötung einer Nisse nur unter einem Mikroskop sichergestellt werden kann (eine tote Nisse ist z.B. an der fehlenden Kappe erkennbar, s. Abbildungen), sollte heutzutage eine Läusefreiheit nur dann bescheinigt werden, wenn nicht nur keine Läuse, sondern auch keine Nissen mehr zu erkennen sind.

Nissenentfernung:

Nissen werden durch Waschen mit warmen Essigwasser (1 Teil 6%iger Speiseessig auf 2 Teile Wasser; Vorsicht: kein Essigkonzentrat!!) mit einer Einwirkzeit von 10 min entfernt und anschließend mit einem feinen „Läusekamm“ (besser aus Metall!) ausgekämmt. Diese Behandlung sollte solange wiederholt werden, bis wirklich restlos alle Nissen entfernt wurden. Die Haare sollten täglich über mindesten 2 Wochen auf Nissen und Läusefreiheit untersucht werden.
Um die Untersuchung für kleinere Kinder erträglicher oder sogar lustig zu machen, ist es möglich ihnen etwas über Affen zu erzählen. Affen suchen bekanntermaßen gegenseitig oft nach Läusen. Wenn sie eine Laus bei einem anderen Affen gefunden haben, essen sie diese auf (was die Kinder aber nicht unbedingt auch nachmachen sollten!). Man kann ein Spiel aus der Untersuchung machen, indem man vorgibt eine Affenmutter oder ein Affenvater zu sein, die bei ihrem Kind nach Läusen suchen möchten. Auch kann man versuchen, die Kinder neugierig zu machen und ihnen erzählen, dass man unbedingt eine Laus finden möchte, damit man sie sich mal in Ruhe ansehen kann. Durch so ein Spiel ist es nicht mehr so schlimm, wenn man eine Laus bei ihnen findet.

Alternativbehandlungen (Vorsicht: zu unsicher!!)

Es gibt eine ganze Reihe von sogenannten Experten empfohlenen Behandlungsmethoden, deren gemeinsamer Nenner leider die allein nicht ausreichende Wirksamkeit ist.

  1. Aloe vera-Extrakte
  2. Neem-Baum-Extrakte
  3. Niemöl – Teebaumöl
  4. Brennesseljauche (Nr. 1-4 ist besser zur Behandlung von Blattläusen (Hemiptera) geeignet)
  5. Natriumbicarbonat
  6. Mischung aus Lavendelöl mit Sonnenblumen-Öl für 20 min unter einer Wärmehaube
  7. Mosquito Spezial Läuse-Shampoo (Soja-Kokusöl-Gemisch s. yopi.de)
  8. Sabadillessig (hanfkorngroßer Samen eines in mexikanischen Höhenlagen wachsenden Zwiebelgewächs, Giftstoff: das Alkaloid Veratrin)
  9. RamifarnExtrakt (aus Tariacetum vulgare-Fam. Asteraceae–also kein Farn!)- giftig, früher gegen Würmer u. Läuse-Krätze eingesetzt)
  10. Sauna -Anwendung oder 45 min unter Schwebehaube bei 45° C.

Biologie:

Für besonders interessierte Leser hier einige Angaben zur Biologie der Läuse.
Läuse sind Insekten (Insecta=Hexapoda d.h. sechsbeinig). Die zoologische Eingruppierung (Taxonomie) lautet: Unterreich Metazoa- Coelomata (Bilateria) davon Protostomia, Articulata (Gliedertiere) – Arthoropoda (Gliederfüßler) – Mandibulata- Antennata-Insecta. Die Insecta werden in die Apterygota (die von vorneherein flügellosen Insekten) und die Pterygota (die mit Flügel, beachte die Flügel der Insekten sind Hautfalten und keine Extremitäten wie z.B. bei Vögeln). Die zu den Pterygote zählende Ordnung der Phthiraptera (=Tierläuse mit ca. 3700 Arten) wird in 3 Unterordnungen eingeteilt: 1. die Mallophaga (Haarlinge, Federlinge mit 3300 Arten , Größe bis 11 mm), 2. Rhynchophthirina (Elefantenläuse mit 2 Arten bis 3 mm lang und nur auf echten Elefanten und eigenartigerweise dem Warzenschwein zu finden) und 3. Anoplura (=echte Läuse, die sekundär flügellos geworden sind, mit ca. 400 Arten).
Kopf- und Kleiderläuse lassen sich fruchtbar kreuzen und haben sich wahrscheinlich in der Lebensweise erst herausgebildest, als die Menschen zur Benutzung von Kleidung übergingen.
Besonders interessant bei den Tierläusen sind die Mundwerkzeuge. Sie haben einen aus dem Mundvorraum weit ausschiebbaren Stachel, der aus 2 untereinanderliegenden Stiletten besteht. Alle 3 Thoraxsegmente sind bei den Tierläusen miteinander verschmolzen (vgl. dagegen Ameisen oder Bienen).
Eine weitere biologische Besonderheit ist deren hohe Veränderung der Mitochondrien 12S rRNA.
Übrigens leben weibliche Kopfläuse 25-30 Tage, männliche dagegen nur 15 Tage.
Parasiten wie Läuse werden auch in anderen Wissenschaften als der Biologie untersucht (z. B. wurden Läuse an Ötzi gefunden; Archaeoparasitologie bzw. Paleoparasitologie) und sogar Astronauten (bei russischen Astronauten war eine 3 wöchige Therapie zur Kopflausbekämpfung nötig) müssen sich damit beschäftigen.

Literatur:

Was tun gegen Kopfläuse? Geniale Hausmittel, die wirklich helfen

Es ist allseits bekannt: Kopfläuse sind hartnäckig. Wenn dieses fiese Ungeziefer sich einmal eingenistet hat, ist es extrem schwierig, es wieder loszuwerden. Hinzu kommt, dass sich diese kleinen Parasiten gerne schnell und weit verbreiten und munter von Kopf zu Kopf wandern sobald sich ihnen die Gelegenheit bietet.
Kein Wunder, dass Läuse bei Kindern der Albtraum aller Eltern sind. Denn gerade in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kita, Kindergarten und Schule ist die Übertragung der kleinen Plagegeister schnell geschehen. Und dann starten die täglichen Kampfaktionen gegen den (fast) unsichtbaren Feind: akribische Kontrolle jedes einzelnen Haars, endloses Haaredurchkämmen, verzweifelte Großwäscheaktionen, …

Das klingt jetzt nach dem reinsten Katastrophenszenario. Aber wir haben eine gute Nachricht für dich: Es gibt Tricks und Mittel, um Kopfläuse wirksam zu behandeln, und das ohne gleich zwangsläufig chemische Produkte zum Einsatz kommen zu lassen, die nicht nur die Parasiten sondern auch die Kopfhaut deines Kindes angreifen.

Was tun gegen Kopfläuse bei Kindern und Erwachsenen? Diese 33 Hausmittel helfen!

Die letzte Instanz beim Kampf gegen die Kopfläuse: der Frisör

1. Haare färben hilft gegen Kopfläuse: Sicher, die Farbe greift auch die Haare an, aber manchmal ist das Haarefärben die letzte Alternative zum Rasiergerät. Die Kopfläuse überleben die Färbeaktion garantiert nicht!

2. Haare mit Henna tönen: Wer nicht zu chemischen Haarfarben greifen möchte, kann den Kopfläusen mit der weniger aggressiven Henna-Farbe den Kampf ansagen. Gut zu wissen: Es gibt auch farblose Henna-Varianten!

3. Haare abrasieren: Das ist die radikalste Lösung, die wirklich nur im äußersten Notfall zum Einsatz kommen sollte. Vor allem bei kleinen Mädchen… Im Winter kann notfalls eine schöne Mütze helfen, den kahl geschorenen Kopf cool zu kaschieren.

Haarpflege: Wie kann ich Kopfläuse behandeln?

4. Ein Mal pro Tag einen elektrischen Läusekamm anwenden, und zwar Strähnchen für Strähnchen. Achtung: Damit diese etwas langwierige Prozedur auch den gewünschten Erfolg erzielt, muss man etwas Zeit mitbringen. Denn nur die regelmäßige Anwendung ist effizient…
Tipp: Auch den Nissenkamm nicht vergessen! Während man mit dem Läusekamm lediglich erwachsene Läuse auskämmen kann, entfernt der Nissenkamm auch die Läuseeier. Oft sind die beiden als doppelseitiger Kombikamm erhältlich: Eine Seite dient als Läusekamm, die andere als Nissenkamm

5. Den Kopfläusen mit dem Glätteisen den Kampf ansagen: Die Wirksamkeit dieser (vor allem für Kinderhaare) etwas aggressiven Methode ist umstritten. Aber wenn alle sanften Versuche erfolglos bleiben könnte das gute alte Glätteisen einen Versuch wert sein.

6. Wolle zwischen die Zähne des Kammes klemmen, in der Hoffnung, dass die fiesen kleinen Parasiten sich daran festbeißen.

7. Die Haare so heiß wie möglich waschen. Vorsicht, diese Methode wird auf KEINEN FALL ALLE Kopfläuse beseitigen. Und natürlich musst du darauf achten, deinem Kind bei der Aktion nicht die Kopfhaut zu verbrennen.

8. Die Haare nach dem Waschen mit einer Zubereitung aus lauwarmem Wasser und Essig ausspülen. Das hilft, die Nissen (Eier der Kopflaus) loszulösen.

9. Haare föhnen vermeiden! Einerseits, weil die Wärme den Kopfläusen generell gefällt, aber vor allem weil sie das Schlüpfen der Nissen begünstigt.

10. Nach dem Shampoo starkes Haarspray benutzen: Kopfläuse hassen das angeblich!

Haarspray, föhnen, schneiden, oder einfaches Auskämmen… Was hilft gegen Kofpläuse?

Wie kann man die Kopfläuse mit Pflanzen bekämpfen?

11. Arnica: Wenn das Kratzen noch keine Schürfwunden an der Kopfhaut verursacht hat, kann man versuchen, den Läusen mit der Sud abgekochter Arnica-Blüten in die Flucht zu schlagen: 10 g Blüten in 1 Liter Wasser geben, 5 Minuten kochen und weitere 5 Minuten ziehen lassen. Die Mischung absieben, um die Blüten herauszufiltern, und die Sud so heiß wie möglich auf die Kopfhaut geben.

12. Lavendelessig: Eine Lotion aus Lavendelessig kann wirksam gegen Kopfläuse sein. Der Nachteil dieser Anwendung ist, dass sie im Voraus zubereitet werden muss: 100 g frischer Blütenspitzen in einen halben Liter Essig geben. Zwei Wochen einweichen lassen und regelmäßig zwischendurch verrühren. Die Mixtur vor der Anwendung durch ein Sieb geben.
Man muss also vorausschauend planen. Kopfläuse kündigen sich zwar nicht im Voraus an, aber wenn man weiß, dass die kleinen Parasiten gerade in Umlauf sind, …

13. Das Pfaffenhütchen ist eine weitere heimische Pflanze, mit der sich Kopfläuse behandeln lassen: 1 Liter Wasser mit 1 Glas Essig und 50 g getrockneter Pfaffenhütchen-Früchte mischen. Erhitzen und 10 Minuten kochen lassen. Die Mixtur vor Anwendung durch ein Sieb geben.

14. Abgekochter Thymian gegen Kopfläuse: 100 g Thymian (frisch oder getrocknet) in 1 Liter Wasser geben und 15 Minuten kochen. Die Mixtur durch ein Sieb geben und nach dem Shampoo wie eine Haarkur anwenden.

15. Auch Rittersporn kann im Kampf gegen die Läuse zum Einsatz kommen: Einfach die befallenen Zonen mit Rittersporn-Pulver bestreuen.

16. Pyrethrum-Pulver hilft ebenfalls gegen Läuse: Es wird wie das Rittersporn-Pulver angewendet.

17. Auch wirksam gegen Kopfläuse: ein Pulver aus Senna-Blättern und den Trockenfrüchten des Spindelbaums. Das Pulver sorgfältig auf die Kopfhaut streuen und anschließend eine Mütze darüber ziehen, damit sich das Pulver nicht verbreitet.

18. Echter Lavendel (Lavendula angustifolia): Bereits Hildegard von Bingen setzte den Echten Lavendel gegen Kopfläuse ein! Dazu die Blüten von Echtem Lavendel in Cidre-Essig ziehen lassen und Haare sowie Kopfhaut nach dem Waschen kräftig mit der Mixtur einreiben.

Welche Ätherischen Öle helfen gegen Kopfläuse?

Zahlreiche Ätherische Öle sind für ihre Wirkung gegen Läuse bekannt: Geranie, Eukalyptus, Lavendel oder Rosmarin… Es bleibt die Qual der Wahl. Letztlich sollt der persönliche Geschmack darüber entscheiden, welche Duftrichtung bei dir zum Einsatz kommt.

19. Ätherische Öle gegen Kopfläuse: Rezept Nr. 1
Für 300 ml Shampoo brauchst du als Zusatz:

  • 10 Tropfen ätherisches Lavendelöl
  • 10 Tropfen ätherisches Geraniumöl
  • 10 Tropfen ätherisches Zitronenöl
  • 10 Tropfen ätherisches Öl Eukalyptus globulus
  • 10 Tropfen ätherisches Teebaum-Öl (Tea tree)

Einfach die Zutaten mischen, zum Shampoo geben, gut schütteln und einige Tage ruhen lassen.
Anwendung: Die Mischung auf den Kopf auftragen und 5 Minuten einwirken lassen. Die Behandlung alle 3 Tage wiederholen. Bei kleinen Kindern besser nur Lavendel und Teebaumöl verwenden!

20. Ätherische Öle gegen Kopfläuse: Rezept Nr. 2
Die folgenden Öle zum herkömmlichen Shampoo geben:

  • 4 Tropfen Eukalyptusöl
  • 4 Tropfen Rosmarinöl
  • 4 Tropfen Lavendelöl

Die Öle gut mit dem Shampoo vermischen und ins Haar einmassieren. Einige Minuten einwirken lassen und ausspülen.

21. Ätherische Öle gegen Kopfläuse: Rezept Nr. 3
Eine Mischung aus Lavendel, Geranium, Lavendelsalbei und/oder Zeder (jeweils 1-2 Esslöffel) in eine Schüssel geben und gut vermischen. In die Kopfhaut einmassieren und mehrere Stunden einwirken lassen, dann gründlich auswaschen. Die Prozedur bei Bedarf mehrmals wiederholen.
Nicht vergessen, die Haare zwischen den verschiedenen Anwendungen mit dem Läusekamm zu kämmen, um die toten Parasiten zu entfernen.

22. Ätherische Öle gegen Kopfläuse: Rezept Nr. 4
10 Tropfen Ätherisches Gewürznelkenöl in eine Schale Olivenöl geben. Die Mischung kräftig in die Kopfhaut einmassieren, den Kopf abdecken und einige Stunden einwirken lassen. Gut ausspülen.

23. Ätherische Öle gegen Kopfläuse: Rezept aus der Apotheke

  • Die folgende Mixtur kannst du dir in der Apotheke mischen lassen:
  • 4 ml lavandula burnatii super (Lavandin super)
  • 2 ml melaleuca alternifolia (Teebaumöl)
  • 2 ml rosmarinus cineoliferum (Rosmarin Cineol)
  • 1 ml cedrus atlantica (Atlaszeder)
  • 1 ml mentha pulegium (Poleiminze)

Einige Tropfen auf die Kopfhaut geben (insbesondere am Nacken und hinter den Ohren). Wie ein Shampoo einmassieren. Die Mixtur regelmäßig anwenden bis die Kopfläuse komplett verschwunden sind.
Achtung: nicht bei Kindern unter 3 Jahren anwenden!

Welche Haushaltsprodukte wirken gegen Kopfläuse?

24. Den Kopf mit Vaseline einreiben, mit einem Tuch bedecken und eine komplette Nacht über einwirken lassen. Morgens die Haare mit Shampoo gründlich auswaschen und mit dem Läusekamm bearbeiten. Die Aktion nach einigen Tagen wiederholen.
Nachteil: Oft sind mehrere Haarwäschen notwendig, um die Vaseline komplett auszuwaschen.

25. Verdünnten Haushalts-Alkohol auf die Haare auftragen. Zum Glück gibt es Produkte mit angenehmen Geschmacksnoten wie Zitrone oder Apfel! Dabei darauf achten, die Augen gut zu schützen: am besten hält dein Kind beim Waschen den Kopf in den Nacken. 15 Minuten einwirken lassen.
Die Prozedur mehrere Tage lang wiederholen.

26. Die Kopfhaut mit Pflanzenöl (Speiseöl, Olivenöl, süßes Mandelöl, …) massieren. Den Kopf anschließend mit einer Duschhaube oder Frischhaltefolie schützen und das Öl so mehrere Stunden (oder die ganze Nacht) einwirken lassen. Die Haare waschen, entwirren und mit einem feinen Kamm kämmen.
Für eine noch bessere Wirkung kann man beim Auswaschen etwas Essig verwenden.
Die Anwendung mindestens 4 Mal innerhalb von 12 Tagen wiederholen.

27. Den Kopf mit Mayonnaise (das ist kein Scherz!) einreiben und diese dann mehrere Stunden einwirken lassen. Den Kopf dabei z.B. mit Frischhaltefolie schützen. Das Haar mit einem feinen Kamm durchkämmen, um die Läuse zu entfernen, und sorgfältig mit Shampoo auswaschen.

28. Natriumbicarbonat (Natron) kann ebenfalls im Kampf gegen Kopfläuse zum Einsatz kommen. Denn es löst den körpereigenen „Klebstoff“ der Nissen auf. Dabei gibt es 2 Möglichkeiten:

  • Das Natriumbicarbonat in eine Schale warmes Wasser geben und den Kamm vor dem Kämmen in die Mischung tauchen.
  • Vor dem Kämmen das Natriumbicarbonat über die Haare pudern. Vorsicht, das Produkt brennt in den Augen!

Das Haar danach jeweils gründlich waschen.

29. Zwei Eigelb verrühren und damit den Haaransatz bepinseln (die Nissen setzen sich vor allem dort fest). Einwirken lassen, gründlich mit Shampoo auswaschen und sorgfältig kämmen. Die Aktion so oft wiederholen bis die Läuse weg sind.

Wie kann ich Kopfläusen vorbeugen?

Den Läusebefall von vornherein verhindern? Mit diesen Tricks kannst du den Kopfläusen vorbeugen!

31. Frischen Thymian in einen Topf Wasser geben und zum Kochen bringen. Durch einen Sieb geben und die Haare mit der Flüssigkeit einreiben.

30. Manche schwören darauf, dass Kopfläuse allergisch auf Haargel reagieren. Vielleicht ist das DIE Gelegenheit, um deinem Spross eine echte Punkfrisur oder ein anderes cooles Hairstyling zu verpassen?

32. Ein paar Tropfen Lavendelöl auf den Hals, hinter die Ohren und auf die Mütze geben: Auch das soll helfen, die Kopfläuse auf Distanz zuhalten.

33. Am besten keine Helme tauschen oder ausleihen: Egal ob Ski, Fahrrad oder Reiten…. Am sichersten fährt dein Kind wenn es seinen eigenen Helm trägt.

Kopfäuse bekämpfen: Was muss ich vermeiden?

Auch wenn die Kopfläuse noch so penetrant sind, diese 3 Dinge solltest du auf KEINEN Fall verwenden:

  • Ammoniak: Er mag effizient gegen Läuse und Nissen wirken, ist aber viel zu aggressiv.
  • Petroleum: Ist sehr schädlich für die Atemwege.
  • Tierprodukte: Was für Miezi, Wuffi und Purzel gut ist kann für den Menschen gefährlich sein!

Die Haare deines Sprösslings sind wieder läusefrei? Dann ist jetzt der richtige Augenblick, um den Sieg mit einer schönen Frisur zu feiern: Lass dich von diesen wunderschönen Kinderfrisuren inspirieren!

Auch auf gofeminin: Für Jungs & Mädchen: Die 30 schönsten Kinderfrisuren

Stiftung Warentest hat die zwölf meistverkauften Mittel gegen Kopfläuse getestet. Shampoos, Sprays und Lösungen wurden bewertet, doch welche Produkte sind am wirksamsten? Wir verraten es.

Diese Mittel wirken effektiv gegen Läuse

Wenn es auf Kinderköpfen krabbelt, sollten Eltern schnell handeln. Doch bei der breiten Auswahl an Produkten sind viele schnell überfordert. Was wirkt wirklich und vor allem schnell? Stiftung Warentest kann drei Mittel uneingeschränkt empfehlen. Alle drei Läusemittel enthalten das synthetisches Öl namens Dimeticon, welches die Läuse sofort erstickt. Die Produkte „Dimet 20“, „EtoPril“ und „Jacutin Pedicul Fluid“ werden von den Warentestern empfohlen. Alle Mittel wirken physikalisch und bekämpfen Läuse effektiv.

>>> Stiftung Warentest: Diese Schmerzmittel wirken am besten

Als „auch geeignet“ wertet Stiftung Warentestzwei Läusemittel, die mit einem chemischen Insektengift funktionieren. Sie haben allerdings den Nachteil, dass immer mehr Läuse immun gegen das Gift werden. Bei den Mitteln die „mit Einschränkung geeignet“ sind schreiben die Tester, das die Wirksamkeit schlechter belegt sei, als bei den anderen Mitteln. Und als „wenig geeignet“ wurden Läusemittel bewertet, deren Wirksamkeit und Verträglichkeit nicht ausreichend belegt wurde. Darunter fielen die meisten Sprays, die zudem die Atemwege reizen können.

Immer genau an die Gebrauchsanweisung halten

Für welches Produkt ihr euch entscheidet, bleibt natürlich euch überlassen. Allerdings solltet ihr die Läusemittel immer streng nach Gebrauchsanweisung verwenden. Unabhängig von der Empfehlung rät Stiftung Warentest dazu, die Behandlung nach acht bis zehn Tagen noch einmal zu wiederholen. Die Eier der Läuse werden nicht immer zuverlässig abgetötet und können nach dieser Zeit nachschlüpfen. Dann würde es zu einem erneuten Lausbefall der Kopfhaut kommen.

Läuse haben nichts mit mangelnder Hygiene zu tun

Ein hartnäckiges Vorurteil lautet, dass der Befall von Kopfläusen etwas mit mangelnder Körperhygiene zu tun hat. Das ist falsch. Denn Läusen ist es völlig egal, wie oft sich ihre Opfer waschen. Sie legen ihre Eier wahllos auf so vielen Köpfen, wie sie erreichen können. In Kitas und Schulen verbreiten sich Läuse besonders schnell, weil Kinder bei Spielen und Kuscheln viel öfter die Köpfe zusammenstecken als anderswo.

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Es gibt Läusealarm in Schule oder Kita? Nun heißt es cool bleiben und schnell handeln. Der eigentliche Kopflausbefall ist sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene kein Problem. Gegen die Verbreitung sollten Sie jedoch unverzüglich vorgehen. In Apotheken und Drogerien werden Sie natürlich in Bezug auf Anti-Läuse-Mittel fündig, aber ist es wirklich notwendig, gleich die chemische Keule auszupacken?

In der kleinen eurapon Apotheke der Hausmittel erfahren Sie, mit welchen natürlichen Mitteln Sie den Plagegeistern im Haar den Kampf ansagen können.

Was machen Kopfläuse eigentlich in unserem Haar?

Das ist rasch erklärt – sie brauchen unser Blut, um zu überleben. Dazu ritzen sie die oberste Schicht der Kopfhaut leicht an, ihr Speichel sorgt für eine verminderte Blutgerinnung. Alle zwei bis vier Stunden braucht eine Kopflaus „Nahrung“ von uns, ohne diese leben sie nicht länger als einen Tag. Sind die Lebensbedingungen gut, kann eine Kopflaus durchaus einen Monat überleben. Übertragen werden Kopfläuse durch engen Körperkontakt (wie es oft bei spielenden Kindern der Fall ist), gemeinsames Benutzen von Kämmen oder Bürsten oder auch Kopfkissen. Leider gilt es nicht nur den Kopfläusen den Kampf anzusagen, die auf den eigenen Kopf herüberspazieren. Leider sorgen diese auch noch für Nachwuchs. Die Eier, auch Nissen genannt, kleben meist in Kopfhautnähe hinter den Ohren, im Nacken oder im Schläfenbereich.

Habe ich/mein Kind Kopfläuse, was nun?

Hat sich nun durch vermehrten Juckreiz am Kopf, ausgefallene Haare mit sichtbarem Lausbefall (siehe dazu auch im Lexikon der Krankheiten „Läusebefall„) oder sonstige Inspektion der Verdacht bestätigt, dass sich Kopfläuse im Haar befinden, gilt es zu handeln. Übrigens: Häufiges Haare waschen ist kein Hausmittel gegen Kopfläuse, denn durch normales Shampoo und Wasser lassen sich die Nissen nicht entfernen.

Außer dem verwendeten Hausmittel sind noch zwei Dinge wichtig, und zwar einerseits Geduld. Weder mit einer, auch nicht mit zwei oder drei Behandlungen werden die Kopfläuse vollständig verschwinden. Ein tägliches konsequentes Anwenden über rund 2 Wochen ist notwendig, um Lausfreiheit zu erreichen. Eine „Entlausung“ mit einem apothekenüblichen Anti-Läuse-Shampoo dauert nie länger als eine halbe Stunde und die Behandlung muss nach einer Woche nur einmal wiederholt werden. Dies ist ein Vorteil ist, da Kinder erst wieder in den Kindergarten bzw. die Schule dürfen, wenn siedefinitiv läusefrei sind.

Außerdem brauchen Sie einen Läusekamm mit sehr dicht stehenden Zinken aus Metall oder Kunststoff. Bringen Sie diesen Kamm täglich nach der Kopfwäsche zum Einsatz.

Hausmittel aus dem Küchenschrank – Essig und Öl

Essigwasser ist nicht nur geeignet zur Reinigung von Kämmen und Bürsten bei Läusebefall, es hat auch eine lähmende Wirkung auf die kleinen Insekten. Für eine Haarspülung mischen Sie zwei Teile warmes Wasser mit einem Teil Essig. Lassen das Ganze zehn Minuten in den Haaren einwirken. Anschließend sollte mit dem Läusekamm sorgfältig jede Strähne durchgekämmt werden.

Olivenöl hat sich ebenfalls als wirksam erwiesen, am besten erwärmen Sie ein wenig von dem Öl, verteilen es anschließend auf dem gesamten Kopf und durchnässen jede Strähne, wickeln ein Handtuch herum und lassen es über Nacht einwirken. Am Morgen werden die Haare mit normalem Shampoo gewaschen und mit dem Lauskamm gekämmt.

Ein wenig gewöhnungsbedürftig sind die Methoden zur Erstickung von Läusen durch Mayonnaise oder Vaseline, vor allem weil das Reinigen der Haare von der „Packung“ einige Zeit und Shampoomengen in Anspruch nimmt. Hier empfehlen wir, eine Plastikhaube über die Haare zu geben, bzw. das Haar in Frischhaltefolie zu wickeln über Nacht.

Mit Duft den Läusen den Garaus machen

Gottseidank sind Kopfläuse sehr heikel, was Gerüche angeht, und lassen sich mit verschiedenen wohlriechenden ätherischen Ölen vertreiben. Citronella, Lavendel oder auch Rosmarinduft lassen Läuse das Weite suchen, so dass sich durch die Anwendung die Wahrscheinlichkeit eines Läusebedalls verringern lässt. Mischen Sie also 2 Tropfen des ätherischen Öls mit Soja- oder Kokosöl, und tragen Sie es auf die Kopfhaut auf, vor allem dort, wo Nissen sitzen (siehe dazu auch „Hausmittel Kokosnussöl – wertvolles Naturprodukt mit unzähligen Anwendungsmöglichkeiten“ oder generell „Die kleine eurapon-Apotheke der Hausmittel„).

Auch die Homöopathie kennt Mittel gegen Kopfläuse, und zwar die Globuli Graphites D6, sowie Ledum. Die Bachblütentherapie behandelt Läuse mit „Crab Apple“, der Blüte Nummer zehn.

Für weitere Infos zum Thema Kopfläuse empfehlen wir unseren in Kürze erscheinenden Blogartikel, sowie folgende Links:

Hausmittel bei Läusen: Eine gute Alternative?

12. Mai 2016 7 Min.

Kopfläuse sind lästige Parasiten: Zwar übertragen sie zumindest in Europa keine Erkrankungen, jedoch ist das starke Hautjucken äußerst unangenehm. Klar, dass dann schnelle Hilfe gefragt ist. Anstelle von Produkten aus der Apotheke greifen viele Menschen alternativ zu Hausmitteln bei der Bekämpfung von Läusen – in der Hoffnung, dass diese schonender und dabei ebenso wirksam sind. Doch trifft das zu? Und welche Hausmittel gegen Läuse gibt es eigentlich? Erfahren Sie hier, was hilft.

Welche Hausmittel zur Bekämpfung von Läusen gibt es?

Ebenso verbreitet wie Läuse sind verschiedene Tipps und Hausmittel, mit denen die kleinen Blutsauger schnell wieder der Vergangenheit angehören sollen. Der Kreativität scheinen hierbei keine Grenzen gesetzt zu sein. Die Mechanismen der Hausmittel gegen Läuse sollen ähnlich wie bei rezept- oder apothekenpflichtigen Pharmazeutika sein: Sie vergiften oder ersticken die Insekten beziehungsweise beeinträchtigen deren Beweglichkeit. Der Erfolg von derartigen Therapien ist allerdings umstritten und in keiner Studie belegt. Eindeutig erwiesen ist dafür, dass folgende Methoden keinerlei Wirkung auf Kopfläuse haben:

  • langes Duschen
  • intensive Kopfwäschen mit herkömmlichen Shampoos
  • Saunagänge sowie Wärme durch einen Fön oder eine Trockenhaube

Auch der Einsatz von fetter Mayonnaise zum Ersticken der Kopfläuse führt selten zu einem positiven Ergebnis. Den erhofften Zweck erfüllenphysikalische Läusemittel, beispielsweise auf Silikonölbasis, wesentlich besser. Doch wie sieht es mit anderen Hausmitteln gegen Kopfläusen aus? Können Essig, Olivenöl oder ätherische Öle den Blutsaugern tatsächlich den Garaus machen?

Saure Hausmittel gegen Läuse: Kann Essig helfen?

Eines der Hausmittel gegen Kopfläuse ist Essigwasser, das die Beweglichkeit der Insekten einschränken soll. Da das allein noch nicht gegen die Parasiten hilft, muss der Kopf zusätzlich mit einem Läusekamm behandelt werden. Die Anleitung für dieses Hausmittel zum Bekämpfen von Läusen lautet wie folgt:

  • Mischen Sie Essigessenz mit warmem Wasser im Verhältnis 1:2.
  • Diese Mischung tragen Sie auf die Kopfhaut auf und lassen sie circa eine Viertelstunde einwirken.
  • Nach der Einwirkungszeit werden die Haare mit einem normalen Shampoo gewaschen und mit dem Läusekamm Strähne für Strähne gekämmt.1

Die Anwendung sollte an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen stattfinden. Anstelle der Essigessenz können Sie auch den schwächeren Apfelessig verwenden. Zwei bis vier Esslöffel Essig in einer Tasse Wasser reichen angeblich aus, um gegen die Läuse zu helfen.2 Nach dem Einwirken sollte der Apfelessig nicht wieder ausgespült werden. Einen Nachweis dafür, dass Essig wirklich eine lähmende oder sonst eine schädliche Wirkung auf Kopfläuse hat, gibt es bisher nicht. Auch die Nissen lösen sich dadurch nicht leichter von den Haaren. Zudem können die Haare durch den häufigen Kontakt mit dem sauren Essig geschädigt werden. Seltene Erfolge dieses Hausmittels bei Kopfläusen beruhen vermutlich auf der regelmäßigen und gründlichen Anwendung eines Läusekamms.

Helfen einfache Öle gegen Kopfläuse?

Sehr oft werden verschiedene Öle, wie beispielsweise Olivenöl, als Hausmittel gegen Kopfläuse empfohlen. Vermutlich schränkt das Öl die Beweglichkeit der Insekten für eine kurze Zeit ein. Wirklich bekämpfen lassen sich Läuse mit diesem Hausmittel jedoch nicht. Um eine Wirkung wie bei apothekenpflichtigen Substanzen auf Silikonölbasis zu erreichen, fehlt dem Öl die entsprechende Fluidität (Fließeigenschaft). Falls Sie Oliven-, Kokos- oder Sojaöl dennoch ausprobieren möchten, verteilen Sie das Naturöl in ausreichender Menge auf der Kopfhaut und in den Haaren, sodass alles gut benetzt ist. Anschließend ziehen Sie eine Duschhaube oder ein straff gewickeltes Handtuch über den Kopf. Lassen Sie die Packung vier Stunden einwirken.3 Anschließend die Haare gründlich auswaschen und die Läuse mit einem Läusekamm entfernen.

Ätherische Öle als Hausmittel gegen Kopfläuse

Eine positive Wirkung bei einem Kopflausbefall sollen ätherische Öle haben, wie sie beispielsweise in Lavendel, Geranien oder Eukalyptus enthalten sind. Ihnen wird eine toxische Wirkung auf Kopfläuse nachgesagt.

Bedenken Sie vor der Anwendung: Ätherische Öle können bei manchen Menschen allergische Reaktionen hervorrufen. Bei normalem Öl, Produkten aus der Apotheke oder der Verwendung von Essig gegen Läuse ist dies in der Regel nicht der Fall.

Beispielhafte Anleitung für ätherische Öle als Hausmittel bei Kopfläusen:

  • 10 Tropfen Eukalyptus-, 10 Tropfen Lavendel- und 5 Tropfen Rosengeranienöl mit 50 Milliliter Wildrosenöl vermengen.
  • Die Ölmischung in die Haare einmassieren und einwirken lassen.
  • Nach einigen Stunden die Haare auswaschen und mit einem Läusekamm behandeln.4

Wie bei den anderen Behandlungen muss auch diese Anwendung häufiger wiederholt werden. Zudem ist bei ätherischen Ölen als Hausmittel gegen Kopfläuse die Wirksamkeit nicht belegt. Hinzu kommt noch das Risiko einer allergischen Reaktion, was die Anwendung von ätherischen Ölen insgesamt wenig empfehlenswert macht.

Was hilft als Alternative zu Hausmitteln gegen Läuse?

Ob Mayonnaise, Öl oder Essig gegen Läuse — auf Hausmittel mit zweifelhafter Wirksamkeit muss heutzutage niemand mehr zurückgreifen. Im Handel gibt es geprüfte Produkte zum Bekämpfen von Läusen, sowohl auf chemische als auch auf physikalische Weise:

  • Chemische Produkte besitzen eine neurotoxische Wirkung. Das bedeutet, dass sie das Nervensystem der Laus angreifen und sie dadurch abtöten. Hin und wieder rufen diese Inhaltsstoffe jedoch Allergien beim Menschen oder Resistenzen seitens der Kopflaus hervor.
  • Physikalisch wirkende Produkte enthalten in der Regel Silikonöle, die die Laus vollkommen umschließen und in ihre Atemöffnung eindringen können. Auf diese Weise ersticken die kleinen Parasiten. Allergien und Resistenzen sind bisher nicht bekannt.

Als mechanische Methode hat sich zur Ergänzung die Verwendung des Läusekamms bewährt. Er wird meist mit den beschriebenen Pharmazeutika kombiniert.

Wissenswert: Alle Therapieansätze vernichten die Läuseeier nicht mit hundertprozentiger Sicherheit. Es ist immer möglich, dass nach der Erstbehandlung noch Larven nachschlüpfen. Daher ist es wichtig, die Maßnahmen nach acht bis zehn Tagen erneut durchzuführen.5

Hausmittel gegen Läuse: das hilft statt der Chemiekeule

Wenn sich erst die kleinen Biester einnisten, wird man sie nicht mehr so schnell los. Nicht jeder möchte chemische Mittel einsetzen und vertraut eher auf die guten, alten Hausmittel gegen Läuse.

Die Panik steigt, wenn man den Nachwuchs am Kopf kratzen sieht. Kopfläuse will man nun wirklich nicht haben! Aber die kleinen Biester verbreiten sich hartnäckig und so bleibt euch nichts anderes übrig, als ihnen den Kampf anzusagen. Es gibt chemische Mittel, die man sich in der Apotheke besorgen kann, aber wenn ihr nicht mit der Chemiekeule kämpfen wollt, gibt es noch ein paar alte Hausmittel gegen Läuse, die auch ihre Wirkung entfalten können. Ein wichtiger Schritt ist aber auch, in der Kita und in der Schule Bescheid zu sagen, um die anderen zu warnen. Diese Meldung, so unangenehm sie sein mag, ist Pflicht.

Hausmittel gegen Läuse: Ihr braucht Geduld

Für die Beseitigung der kleinen Blutsauger, die zum Glück keine Krankheiten übertragen, sondern einfach nur fiese jucken, braucht ihr gute Nerven und Geduld. Die Kopfläuse legen nämlich noch Eier, aus denen dann die Larven schlüpfen. Die wiederum hinterlassen Nissen – die Eihüllen. Diese Hüllen halten sich ziemlich hartnäckig in den Haaren, weil sie kleben und auch wasserunlöslich sind. Ihr benötigt also Mittel, die nicht nur die Läuse verschwinden lässt, sondern auch die klebrigen Nissen.

Kämmen ist angesagt

Natürlich wäre es schön, wenn man einfach ein Gebräu über den Kopf gießt und dann fallen die lästigen Viecher einfach aus den Haaren. Aber leider ist dem nicht so. Um das Kämmen kommt ihr nicht herum, wenn ihr Kopfläuse entfernen wollt. Dazu braucht ihr einen entsprechenden Läusekamm, denn die Hausmittel töten die Läuse nicht, sondern betäuben sie nur. So betäubt müsst ihr sie dann aus dem Haar kämmen.

Mit Essig gegen Läuse

Ihr mischt lauwarmes Wasser im Verhältnis 1:1 mit Essig, am besten nehmt ihr Apfelessig, denn das ist der mildeste Essig. Ihr massiert den verdünnten Essig ins Haar und lasst ihn eine Viertelstunde einwirken. Der Essig löst die Nissen. Danach wascht ihr das Haar gründlich mit Shampoo. Nach dem Waschen teilt ihr das feuchte Haar auf und kämmt mit dem Läusekamm die Läuse und ihre Nissen heraus. Den Kamm säubert ihr nach jedem Durchziehen auf einem weißen Küchenpapier. So seht ihr auch am besten, ob ihr die Läuse und Nissen erwischt habt.

Knoblauch und Zitronensaft

Ihr drückt acht Knoblauchzehen zu einer Paste, drückt sie danach noch durch ein Sieb. Ihr fügt den Saft einer halben Zitrone dazu. Diese Masse massiert ihr in das feuchte Haar und lasst es zwei Stunden einwirken. Ihr wascht das Haar und durchkämmt das Haar gründlich mit dem Läusekamm.

Olivenöl

Das ist eine sehr glitschige und langwierige Angelegenheit. Verteilt Olivenöl auf das Haar, setzt dann eine Duschhaube auf den Kopf und lasst es mindestens acht Stunden einwirken. Dann müsst ihr allerdings mehrere Male das Haar waschen, bis alle Ölrückstände draußen sind. Auch hier kommt ihr nicht um das Kämmen herum.

Ätherische Öle

Kopfläuse mögen einige Gerüche so gar nicht. Dies könnt ihr euch zunutze machen. Aber nur, wenn es keine allergischen Reaktionen hervorruft. Ihr fügt ihr sechs Tropfen von Lavendel- oder Teebaumöl in 100ml warmes Wasser, massiert es in die Kopfhaut und lasst es eine Stunde einziehen. Danach wascht ihr die Haare und kämmt sie mit dem Kamm aus. Diese Methode eignet sich allerdings nur für ältere Kinder.

Erwachsene können auch zwei Tropfen von Lavendelöl mit Kokosöl vermischen und dann mit einem Wattebausch die entsprechenden Stellen betupfen und eine Stunde einwirken lassen. Danach die Haare waschen und auskämmen.

In der Wiederholung liegt die Wirkung

Leider ist es mit einer einmaligen Behandlung nicht getan. Da die Läuse ihre Eier gelegt haben, kann euch die ein oder andere Laus entwischt sein. Also müsst ihr für zwei Wochen täglich ran und eure Hausmittel gegen die Biester einsetzen.

Bei den Kopfläusen muss man gründlich vorgehen. Neben der Behandlung solltet ihr auch die entsprechende Bettwäsche und Kleidung bei 60 Grad waschen. Und dann auch die Kämme und Haargummis mit kochendem Wasser oder Essig reinigen.

Habt ihr nun alles versucht und konntet mit dem Hausmittel gegen Läuse keinen Erfolg erzielen, holt euch Rat beim Kinderarzt oder in der Apotheke.

Hausmittel gegen Läuse: Die besten Tipps

Sie gelten als Schrecken in jedem Kindergarten und in der Schule: Läuse. Wenn Kopfläuse im Umlauf sind, geraten viele Eltern regelrecht in Panik und versuchen, ihr Kind vor einem Befall durch die winzigen Insekten zu schützen. Aber selbst wenn Ihr Kind Läuse hat, ist dies kein Grund zur Sorge – so lange Sie schnell eine gezielte Behandlung einleiten, um die rasche Ausbreitung der Parasiten zu stoppen. In diesem Artikel verraten wir Ihnen, was Sie gegen Kopfläuse tun können und welche Hausmittel gegen Läuse sich bereits seit vielen Jahren erfolgreich bewährt haben.

Hinweis: In diesem Ratgeber behandeln wir vorwiegend das Thema „Kopfläuse“, Filzläuse und Kleiderläuse werden in diesem Text demgegenüber vernachlässigt.

Läuse: Was ist das, wer bekommt sie und wie lange leben sie?

Kopfläuse: Winzige blutsaugende Insekten, die am liebsten Kinder befallen

Bei Läusen, deren lateinische Bezeichnung ,,“Pediculus humanus capitis“ lautet, handelt es sich um winzige längliche, flügellose Insekten mit sechs Beinen. Zusammen mit der Filzlaus und der Kleiderlaus bilden sie die Familie der Menschenläuse. Die nur ca. zwei bis drei Millimeter großen Kopfläuse sind blutsaugende Parasiten, welche sich ausschließlich von Menschenblut ernähren und sich daher bevorzugt auf der Kopfhaut – vor allem von Kindern – einnisten.

Dank ihrer speziell gestalteten Beine (auch als Klammergreifer bezeichnet) können sich die Läuse sehr gut an Haaren festklammern und sich wegen ihrer fast durchsichtigen, leicht gräulichen oder rötlich-braunen Körperfarbe (abhängig von der verzehrten Blutmenge) nahezu unbemerkt im Haaransatz verstecken. Meist kleben sie hinter den Ohren, im Nacken oder über den Schläfen. Hinzu kommt, dass sie sehr schnell krabbeln, was ein Erkennen mit bloßem Auge ebenfalls erschwert.

Etwa vier bis fünf Mal pro Tag stechen Kopfläuse zur Nahrungsaufnahme zu und saugen Blut aus der Haut. Zunächst verursacht der Stich keinen Schmerz, weil die Läuse mit ihrem Speichel ein blutgerinnendes Mittel absondern, wodurch die Einstichstelle betäubt wird. Erst später machen sich die Stiche durch teils starken Juckreiz bemerkbar – ein erstes Indiz für Kopfläuse!

Lebensdauer und Übertragung von Kopfläusen

Unbehandelt überleben Kopfläuse ca. drei bis vier Wochen; ohne Nahrung, also Blut von Menschen, leben sie nur ca. einen Tag. Weil Läuse während ihrer gesamten Lebensdauer jedoch bis zu 300 Eier (sogenannte Nissen) ablegen, die sie mit einer wasserlöslichen Substanz nahe der Kopfhaut an den Haaren festkleben, können sie sich mitunter schnell verbreiten. Aus den Eiern schlüpfen bereits nach sieben bis neun Tagen kleine Larven, die sich wiederum nach weiteren acht bis zehn Tagen weiter vermehren können. Die frisch geschlüpften Läuse können wegen ihrer unterentwickelten Beine noch nicht bis in die Haarspitzen krabbeln und bleiben daher meist bevorzugt nahe am Kopf.

Merke: Läuse können weder fliegen noch springen. Nur erwachsene Kopfläuse mit ausgewachsenen Beinen können bis in die Haarspitzen krabbeln und von dort aus bei direktem Kontakt auf die Haare anderer Menschen wechseln.

Ist mangelnde Hygiene für die Übertragung der Kopfläuse verantwortlich?

Auch wenn es häufig behauptet wird, ist unzureichende Hygiene nicht der Grund, warum Kopfläuse von einem auf den anderen Menschen übertragen werden. Ob Sie Ihre Haare häufig oder selten waschen, ob Sie ein natürliches Shampoo verwenden oder nicht, spielt keine Rolle: Jeder kann Kopfläuse bekommen, wenn er mit einem von Läusen befallenen Menschen engen Kontakt hat, die gleichen Bürsten, Kämme, Handtücher oder Kopfkissen benutzt. Da vor allem Kinder beim Spielen, im Kindergarten oder in der Schule häufig ihre Köpfe zusammenstecken, werden die winzigen Tierchen meist von einem Kind auf das andere übertragen, indem erwachsene Kopfläuse auf die Haare des anderen Kindes krabbeln.

Gut zu wissen: Obwohl Kopfläuse lästig und hartnäckig sind, sind sie in der Regel nicht gefährlich für Kinder und Erwachsene. Durch den gehäuften Körperkontakt beim Spielen und Toben werden die Insekten meist von einem Kind auf ein anderes übertragen.

Die besten Hausmittel gegen Läuse im Überblick

Leider reicht es nicht aus, den Kopf ausgiebig mit normalem Shampoo zu reinigen oder die Haare gründlich zu bürsten, um die unerwünschten Kopfläuse und Nissen loszuwerden – dafür sitzen die Tierchen und Eier zu fest. Ebenso wenig soll Hitze wie etwa durch eine Trockenhaube, einen Föhn oder einen Saunagang gegen Kopfläuse helfen.

Trotzdem möchte nicht jeder bei Kopfläusen direkt zu einem aggressiven Läusemittel greifen. Sowohl Haut und Haar als auch der Umwelt zuliebe ist es manchmal besser, zuerst ein mildes Hausmittel gegen Läuse auszuprobieren. Wie praktisch, dass es verschiedene Hausmittel gibt, die sowohl Kindern als auch Erwachsenen im Kampf gegen die hartnäckigen Parasiten helfen können!

In den nachfolgenden Abschnitten zeigen wir Ihnen die besten Hausmittel als mögliche Alternative zum chemischen oder physikalischen Läusemittel auf, sodass Sie bei einem Läusebefall in kurzer Zeit eine Behandlung vornehmen können. Probieren Sie eins der Mittel aus und rücken Sie Kopfläusen und Co. zukünftig auf natürliche Weise zu Leibe!

Wichtig: Durch Hausmittel werden die Kopfläusegetötet oderbetäubt bzw. gelähmt. Während dieser Betäubungsphase müssen die Läuse und die abgelegten, am Haar festgeklebten Nissen dann mit einem sehr feinen Kamm oder im Idealfall mit einem speziellen Nissenkamm aus der Apotheke ausgekämmt werden. Nur so kann die Kopfhaut dauerhaft von den lästigen Parasiten befreit und verhindert werden, dass aus etwaigen noch vorhandenen Eiern nach einiger Zeit weitere Kopfläuse schlüpfen. Aus diesem Grund ist es auch wichtig, die Anwendung der Hausmittel regelmäßig zu wiederholen (über einen Zeitraum von ca. einer oder zwei Wochen), damit keine Nissen oder Läuse im Haarschopf verbleiben.

Normale Haarspülung für ein besseres Auskämmen

Hilfe gegen Kopfläuse kann eine intensive Behandlung mit einer herkömmlichen Haarspülung bieten. Der Hintergrund ist, dass eine Spülung die Haare besser kämmbar und seidig weich macht, sodass sie sich besser mit einem Nissenkamm auskämmen lassen. Wichtig ist, dass der Nissenkamm nach jeder Strähne abgewischt oder ausgespült wird, um die daran haftenden Nissen und Parasiten zu entfernen.

Anschließend sollte der Nissenkamm unbedingt desinfiziert werden – je nach Material des Kamms ist dies beispielsweise in kochendem Wasser oder mit Essigwasser möglich. Wer Spülung als Hausmittel gegen Läuse verwenden möchte, sollte das beschriebene Vorgehen mit Haarwäsche und sorgfältigem Kämmen etwa acht bis neun Tage täglich durchführen.

Essig lähmt die Parasiten

Kopfläuse verabscheuen saure Substanzen, weshalb Essig als bewährtes Hausmittel gegen Kopfläuse gilt. Stellen Sie einfach eine Mischung aus einem oder zwei Teilen warmem Wasser und einem Teil Essig her, arbeiten Sie die Mixtur wie ein Shampoo bzw. eine Spülung in die Haare ein und lassen Sie das Gemisch ca. zehn (bei Verwendung von Apfelessig) bis fünfzehn Minuten (bei Verwendung von Speiseessig) auf der Kopfhaut einwirken. Nun waschen Sie das Haar mit herkömmlichem Shampoo aus und kämmen es mit einem geeigneten Läusekamm durch.

Tipp: Verwenden Sie diese Mischung bei Kopfläusen nicht nur als natürliche Haarspülung bzw. Shampoo, um die Insekten zu bekämpfen, sondern auch zur Reinigung der benutzten Kämme und Bürsten!

Warme Öle helfen als Hausmittel gegen Läuse

Obwohl Öle wie Olivenöl und Mandelöl den meisten Menschen eher im Zusammenhang mit Themen wie Kochrezepten oder Ölziehen bekannt sind, können sie auch zur Behandlung von Kopfläusen zum Einsatz kommen. Dazu wird das Öl am besten abends leicht erwärmt und sanft auf dem ganzen Kopf verteilt, sodass jede Strähne getränkt ist. Anschließend wickeln Sie einfach ein großes Handtuch um den Kopf und lassen das Mittel mindestens vier Stunden (idealerweise über Nacht) einwirken, bevor Sie das Haar mit handelsüblichem Shampoo auswaschen. Danach werden einzelne Strähnen wie oben beschrieben mit einem Läusekamm ausgekämmt.

Ätherische Öle: Schöne Düfte bekämpfen winzige Plagegeister

Ätherische Öle sind überwiegend zur Förderung bzw. zum Erhalt der Gesundheit und des Allgemeinbefindens verbreitet, nicht aber als Mittel gegen Parasiten. Dennoch ist es Berichten zufolge so, dass Kopfläuse durch ätherische Öle erstickt oder vertrieben werden.

Stellen Sie eine Mischung aus zwei Tropfen ätherischem Öl (zum Beispiel Lavendel, Rosmarin oder Citronella, Geranie, Eukalyptus, Rosmarin oder Teebaumöl) und Neem-, Kokos- oder Sojaöl her, geben Sie diese auf den Kopf, massieren Sie das Mittel gründlich in die Kopfhaut ein und lassen Sie es mindestens eine Stunde einwirken. Bereits nach diesem Zeitrahmen soll der Befall von Kopfläusen deutlich nachlassen, da die Tiere wegen des für sie unausstehlichen Geruchs entweder von dannen ziehen oder sogar an dem Mittel ersticken.

Hinweis: Es ist noch nicht nachgewiesen, dass die Insekten tatsächlich durch ätherische Öle ersticken. Wenn die Kopfläuse also nicht getötet werden, stattdessen lediglich weiterziehen und möglicherweise gleich ein anderes Familienmitglied befallen, entspricht dies vermutlich nicht der gewünschten Wirkung. Außerdem können ätherische Öle Hautreizungen und Allergien verursachen, weshalb eine Anwendung gegebenenfalls noch einmal überdacht werden sollte.

Lavendel und Lavendelessig

Auch Lavendelessig soll Hilfe gegen Kopfläuse bieten. Allerdings muss dieses Mittel lange im Voraus zubereitet werden – zwei Wochen braucht der Lavendelessig, um durchzuziehen und seine Wirkung zu entfalten. Wer so viel Zeit hat (etwa, wenn Kopfläuse im Umlauf sind, aber noch kein Befall innerhalb der Familie bekannt ist), kann 100 g frische Blütenspitzen und 500 ml Essig vermischen, dieses Gemisch 14 Tage ziehen lassen und zwischendurch immer wieder umrühren. Vor der Behandlung wird das Essiggemisch durch ein Sieb gestrichen und dann wie die anderen Essigmischungen auf der Kopfhaut angewendet.

Alternativ können Sie echten Lavendel in Cidre-Essig ziehen lassen und nach der normalen Haarwäsche auf dem Kopf verteilen.

Arnica als Hausmittel

Der Sud abgekochter Arnica-Blüten soll Kopfläuse ebenfalls vertreiben. Um die Mischung herzustellen, werden 10 g Arnica-Blüten in einem Liter Wasser fünf Minuten aufgekocht, weitere fünf Minuten ziehen gelassen und schließlich durch ein Sieb abgegossen. Der verbleibende Sud wird noch möglichst heiß in die Kopfhaut einmassiert.

Haare färben oder mit Henna tönen

Was fast zu schön klingt, um wahr zu sein, soll tatsächlich gegen die lästigen Kopfläuse wirken: Haare färben oder tönen. Die chemische Haarfarbe und die weniger aggressiven Henna-Farben, die sogar als farblose Varianten im Handel erhältlich sind, sorgen Berichten nach zuverlässig für das Absterben der Insekten. Dieser Tipp sollte allerdings nur bei Erwachsenen Anwendung finden.

Mayonnaise und Vaseline

Daneben werden teilweise auch Küchenstars wie Mayonnaise oder Kosmetika wie Vaseline zur Bekämpfung der Kopfläuse eingesetzt. Durch das Einreiben mit den fetthaltigen Substanzen sollen die Tierchen erstickt werden. Dazu werden Kopf und Haar zunächst gründlich mit Mayonnaise oder Vaseline eingerieben und danach mit einem Handtuch, einer Duschhaube oder ein wenig Frischhaltefolie abgedeckt, damit das Mittel über mehrere Stunden oder besser noch über Nacht einwirken kann. Nach der Einwirkzeit werden die Haare wie oben beschrieben gründlich gewaschen und mit einem Läusekamm ausgekämmt.

Ein Nachteil bei der Verwendung von Mayonnaise und Vaseline ist, dass sich diese Produkte nur schwer auswaschen lassen und für die Haarwäsche mitunter viel Wasser und Shampoo benötigt werden.

Zu Hause bleiben als Vorbeugung

Zwar handelt es sich bei diesem Tipp nicht um ein Hausmittel per se, doch auf diese Weise können Sie Kopfläusen wohl am besten vorbeugen. Sobald bekannt wird, dass ein Kind oder mehrere Kinder in Kindergarten, Kita, Sportverein und Co. Läuse haben, sollte Ihr Kind möglichst ein paar Tage zu Hause bleiben.

Läusemittel mit Dimeticon oder chemische Behandlung

Wenn keine Hausmittel helfen, die Kopfläuse effektiv zu bekämpfen, sollte ein bewährtes Läusemittel mit Dimeticon (Silikonöl) oder ein chemisches Mittel zum Einsatz kommen.

Dimeticon: Silikonöl gegen Kopfläuse

Mittel mit Dimeticon besitzen eine äußerst niedrige Oberflächenspannung. Dadurch können sie die Tierchen sekundenschnell ummanteln und ihre vierzehn winzigen Atemlöcher durchfluten, sodass die Kopfläuse innerhalb von nur ca. zehn Minuten ersticken.

Chemisches Mittel mit Insektiziden

Durch Läusemittel mit Insektengift (zum Beispiel mit dem Wirkstoff Allethrin, Pyrethrum oder Permethrin) wird das Nervensystem der Kopfläuse angegriffen. Als Folge können sie sich nicht mehr bewegen und sterben innerhalb von 30 Minuten.

Wertvolle Hinweise und praktische Tipps

Obwohl Läusemittel mit Dimeticon sehr effektiv gegen Kopfläuse wirken, stellen sie keine Gefahr für Menschen dar – weder für Kleinkinder noch in der Schwangerschaft oder Stillzeit. Die ungiftigen Silikonöle kommen ohne Insektizide und Nervengift aus und werden nicht von der Haut oder von den Schleimhäuten aufgenommen. Dank der rein physikalischen Wirkungsweise wird zudem verhindert, dass sich Resistenzen gegen Wirkstoffe bilden.

Chemische Läusemittel werden bei richtiger Anwendung normalerweise bestens vertragen. Allerdings muss ein guter Sonnenschutz der Haare sichergestellt werden, sodass Sonne und Föhnen zunächst tabu sind. Darüber hinaus wurden im Ausland vermehrt Fälle von Resistenzen gegenüber einzelnen chemischen Wirkstoffen bekannt.

Damit Sie die Quälgeister endgültig los werden, sollten Sie unbedingt die Packungsbeilage sowie die Einwirkzeit der jeweiligen Mittel beachten und die Behandlung wie angegeben regelmäßig wiederholen (siehe auch nächster Absatz).

Kopfläuse bekämpfen: Anleitung und Tipps

Ob Hausmittel oder chemisches bzw. physikalisch wirkendes Läusemittel, ob Kinder oder Erwachsene: Damit Sie im Fall der Fälle gut gewappnet sind, haben wir nachfolgend eine verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitung sowie praktische Tipps für Sie zusammengestellt, damit Sie den Kopfläusen ein für alle Mal Lebewohl sagen können.

  • Schritt 1: Wenden Sie das Hausmittel Ihrer Wahl an und kämmen Sie die noch feuchten Haare Strähne für Strähne aus.
  • Schritt 2: Nach acht bis zehn Tagen wiederholen Sie die Behandlung aus Schritt 1 mit Ihrem bevorzugten Läusemittel, damit auch nachträglich geschlüpfte Larven ausgekämmt werden.
  • Schritt 3: Weitere vier Tage später sollten Sie die Kopfhaut gründlich nach Insekten absuchen, bevor Sie das Haar erneut gut säubern und feucht auskämmen.

Tipps gegen lausige Plagegeister

  • Besteht der Verdacht auf Kopfläuse, können Sie diesen mit einem Läusekamm überprüfen. Haben sich die Tierchen im Haar eingenistet, bleiben sie am Kamm kleben. Eine Lupe kann weitere Klarheit bringen.
  • Hat sich der Verdacht auf Kopfläuse bestätigt, sollten Sie die Verantwortlichen von Schule, Kindergarten, Kita oder Sportverein informieren, um eine Ausbreitung zu verhindern.
  • Reinigen Sie Ihre Bettwäsche und Handtücher bei 60 Grad und säubern Sie Haarbürsten und Kämme gründlich, damit sich die Insekten nicht von dort aus weiter verbreiten können.
  • Textilien oder Kuscheltiere, die nicht bei 60 Grad gewaschen werden können, legen Sie am besten für einen Tag bei ca. -18 Grad in die Tiefkühltruhe.
  • Verwenden Sie einen Läusekamm ausschließlich in feuchten Haaren und verwöhnen Sie das Haar im Anschluss mit einer guten Haarpflege.
  • Gehen Sie beim Auskämmen gründlich vor: Bürsten Sie die Haare erst grob durch, bevor Sie einzelne Strähnen vom Haaransatz bis zu den Spitzen sorgfältig mit dem Kamm auskämmen.
  • Streichen Sie den Läusekamm nach jeder Strähne auf einem Küchenpapier ab und halten Sie ihn unter fließendes Wasser. Nach der Behandlung sollten Sie den Kamm je nach Material in Essigwasser, mit einer Haarspülung oder in kochendem Wasser (für 10 Minuten) säubern.
  • Schützen Sie die Kleidung beim Auswaschen und Auskämmen mit einem Handtuch oder einem Umhang und reinigen Sie diesen nach Gebrauch.

Blattläuse bekämpfen

Blattläuse bekämpfen

Ihre Pflanzen sind von Blattlaus-Kolonien bevölkert? Mit diesen Hausmitteln und Tipps bekommen Sie die Plage auf natürliche Weise in den Griff.

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Blattläuse: Aussehen, Schadbild und was gegen sie hilft

Zur Familie der Blattläuse (Aphidoidea) gehören zahlreiche Gattungen. Haben sie sich im Garten oder Gewächshaus etabliert, kommt es schnell zu einer deutlichen Vermehrung. Viele Gewächse kann die kleine Laus dann schädigen. Grund genug, sie effektiv zu beseitigen.

In diesem Beitrag erfahren Sie, woran Sie Blattläuse erkennen, was Sie bei der Bekämpfung beachten müssen und wie Sie einem Befall vorbeugen. Außerdem zeigen wir Ihnen elf Hausmittel als wertvolle Tipps gegen Blattläuse.

Aussehen: Daran erkennen Sie Blattläuse

Auf der gesamten Welt gibt es verschiedenste Blattläuse Arten. Etwa 800 von ihnen finden sich auch in Mitteleuropa und machen Gartenfreunden das Leben schwer. Wie eine Blattlaus genannt wird, kann bereits wertvolle Hinweise auf ihr bevorzugtes Wirtsspektrum liefern.

Haben Sie einen möglichen Befall entdeckt, unterziehen Sie die Blattläuse einer Artenbestimmung. So wissen Sie genau, wo sich der Schädling gerne aufhält. Optisch sind die Läuse sehr variabel. Sie werden etwa einen bis zwei Millimeter groß und erscheinen in den unterschiedlichsten Farben. So können schwarze Blattläuse genauso vorkommen wie rote, gelbe, grüne, braune oder weiße Blattläuse. Selbst fliegende Blattläuse treten in unseren Gärten auf.

Die Insekten lassen sich auch daran erkennen, dass sie gerne in Kolonien an Pflanzen auftauchen. Dabei sitzen sie dicht gedrängt an den Trieben, was eine Identifikation umso leichter macht.

Lebensweise der Blattläuse

Diese Laus gehört genau wie Schnecken zu den häufigsten Schädlingen im Garten. Gut also, wenn Sie sich vorab mit ihren Gewohnheiten auseinandersetzen und verstehen, wie sich Blattläuse bei der Vermehrung verhalten. In diesem Blattläuse Steckbrief zur Lebensweise finden Sie alles, was Sie benötigen.

Üblicherweise beginnt die Hauptsaison der Blattlaus im Frühling und endet im Herbst. Gerade die ersten Monate, in denen es langsam wärmer wird, sind für diesen Schädling wertvoll, weswegen es hier häufiger zu einem Befall kommt. Das liegt daran, dass Blattläuse Eier legen, die im Garten überwintern. Das Bemerkenswerte daran: mehr Eier als diese braucht es nicht, um riesige Kolonien zu erzeugen.

Die Blattläuse Fortpflanzung nämlich erfolgt per Parthenogenese. Das bedeutet, dass sich die Weibchen ganz ohne Eiablage klonen können. Bei guten Bedingungen schafft es ein Weibchen pro Tag fünf neue Insekten zu generieren. Die Entwicklung dauert anschließend rund zwei Wochen. Und auch wenn die Winzlinge nur wenige Wochen lang leben, produzieren sie doch viele Nachkommen.

Der Überlebenswille der Schädlinge ist wahrhaft imposant: so ist es diesen sogar möglich, zu mutieren. Aus einem Tier ohne Flügel kann also durchaus geflügelter Nachwuchs hervorgehen. Das Umfeld entscheidet über mögliche Anpassungsleistungen. Und kann der Schädling fliegen, sind schnell neue Pflanzen betroffen.

Schadbild und Folgen eines Befalls durch Blattläuse

Der Befall mit Blattläusen gestaltet sich oft ähnlich: binnen kurzer Zeit gelangen ganze Völker kleiner Tierchen vor allem auf frische und neue Triebe vieler Pflanzenarten, stechen diese an und ernähren sich von dem Pflanzensaft. Der Schaden an sich ist für die Pflanze in der Regel nicht weiter schlimm, allerdings führen Folgeerscheinungen wie Sternrußtau auf den besiedelten Blättern langfristig zum Blattverlust.

Sternrußtau kann entstehen, da Blattläuse Honigtau ausscheiden. Nicht verwerteter Zucker landet dabei auf den Blättern und bildet einen klebrigen Film, auf dem sich Pilze wohlfühlen. Ein weiteres Problem bei einem Befall ist die mögliche Übertragung von Viren. So können das Tabakmosaikvirus oder das Scharka-Virus für unangenehme Folgeschäden sorgen.

Generell verursachen Blattläuse ein Schadbild, das sich sehr vielgestaltig zeigen kann. Klare Hinweise sind außerdem:

  • Kolonien an Blattunterseiten und Trieben,
  • Kümmerwuchs,
  • Kräuselungen der Blätter,
  • Verfärbungen der Blätter,
  • vertrocknete Blätter
  • und Blattfall.

Welche Pflanzen Blattläuse bevorzugt befallen

Da es viele Blattlaus Gattungen gibt, ist auch das Wirtsspektrum recht breit gefächert. Besonders häufig zu finden sind Blattläuse an

  • Rosen,
  • Hibiskus,
  • Holunder,
  • Gartenjasmin,
  • Mangold,
  • Engelstrompeten,
  • roten Johannisbeeren,
  • Schneeball
  • und Chilipflanzen.

Selbst im Nutzgarten kommt die Laus nicht selten vor. Die grüne Salatblattlaus (Nasonovia ribisnigri) mag Salate, die Schwarze Bohnenblattlaus (Aphis fabae) Bohnen und die Möhrenwurzellaus (Dysaphis crataegi) sitzt wiederum mit Vorliebe am Ansatz des Möhrengrüns. Weitere Opfer verschiedener Blattläuse sind Erdbeeren, Himbeeren und sogar Apfelbaum und Kirschbaum.

Unangenehm ist gleichermaßen die Grüne Pfirsichblattlaus (Myzus persicae), die während des Frühlings vornehmlich auf Pfirsichbäumen lebt und sich später neue Wirte sucht. Dabei schätzt sie Gemüsegewächse, weswegen auch Paprika und Zucchini Blattläuse aufweisen können. Gurken sind ebenfalls nicht sicher vor der Plage. Blattläuse an Gurkenpflanzen gehören häufig zur Gattung der grünen Gurkenblattlaus (Aphis Gossypii).

Doch damit noch nicht genug: die Grüne Erbsenblattlaus (Acyrthosiphon pisum) befällt Erbsenpflanzen. Überraschenderweise handelt es sich hierbei oft um rote Blattläuse. Zu guter Letzt kann die Mehlige Kohlblattlaus (Brevicoryne brassicae) im Garten vor allem an Blumenkohl vorkommen.

Eine stark anziehende Wirkung auf die Läuse hat grüne Farbe. Dies ist wichtig zu wissen, wenn es um bevorzugte Pflanzen geht. Somit haben Blattläuse auch

  • Petersilie,
  • Basilikum,
  • Minze,
  • Kapuzinerkresse
  • und Liebstöckel

gerne. Des Weiteren sind Blattläuse an Zimmerpflanzen und im Ziergarten häufiger vertreten. So kann Oleander Blattläuse aufweisen, aber auch an

  • Petunien,
  • Dipladenia,
  • Palmen,
  • Schneeball,
  • Gartenjasmin,
  • Clematis,
  • Orchidee
  • und Bambus

kommen sie durchaus vor. Im Garten kann es hilfreich sein, statt grüner Salate rotblättrige Varianten zu kultivieren. Hier entfällt die anziehende Wirkung. Ferner gibt es verschiedene Gewächse, die eine gewisse Toleranz oder Resistenz aufweisen.

Blattläuse vorbeugen: Das können Sie tun

Präventive Hilfe gegen Blattläuse ist wertvoll. Grundsätzlich gilt: geschwächte Pflanzen sind anfälliger für Erkrankungen und Schädlingsbefall. Gerade bei Ziersträuchern mit üppigem Blütenflor wie Hibiskus, Gartenjasmin sowie Edel- und Beetrosen ist eine ausreichende Versorgung und Pflege essenziell, da sehr viel Kraft in die enorme Blütenpracht investiert wird und es dadurch schnell zu Mangelerscheinungen kommen kann. Wir zeigen acht Maßnahmen zum Blattläuse vorbeugen:

Stämme gründlich säubern

Zum Ende der Saison hin platzieren die Schädlinge ihre Eier gut versteckt an Gehölzen. Vor allem Baumrinde ist ein beliebter Platz. Bürsten Sie die Stämme daher gründlich ab, bevor sie den Weißanstrich vornehmen. So entfernen Sie sowohl Eier als auch überwinternde Exemplare.

Im Winter mit Pflanzenöl spritzen

Setzen Sie pflanzenölhaltige Präparate als vorbeugendes Mittel gegen Blattläuse im Winter ein. Das Öl legt sich wie ein Film auf die überwinternden Eier und unterbindet die Sauerstoffzufuhr. Somit stirbt die nächste Generation ab.

Fachgerecht düngen

Starke Pflanzen haben Schädlingen mehr entgegenzusetzen. Düngen Sie deswegen sorgfältig und fachgerecht. Unerlässlich ist es, auf zu hohe Stickstoffgaben zu verzichten, da das Pflanzengewebe hierdurch weich werden kann, sodass der Saft leichter zugänglich ist. Bei der Düngung sollten Sie die individuellen Bedürfnisse der Gewächse, den PH-Wert des Bodens sowie den passenden Zeitpunkt und die entsprechende Dosierung berücksichtigen.

Mischkulturen anlegen

Welche Pflanzen mögen Blattläuse nicht? Diese Frage ist wichtig, wenn es darum geht, Blattläuse zu vertreiben und abzuhalten. In Mischkulturen können Sie sich den abschreckenden Effekt einiger Gewächse wie

  • Lavendel,
  • Bohnenkraut,
  • Thymian,
  • Rosmarin,
  • Ysop
  • und Salbei

zunutze machen. Auf natürlichem Wege wirken die Pflanzen gegen Blattläuse und können einen Befall somit verhindern.

Abgesehen davon sind Mischkulturen auch für die Pflanzengesundheit von großer Bedeutung. Blattläuse im Hochbeet kommen häufiger vor, wenn zu wenig Abwechslung vorherrscht. Mit abschreckenden Gewächsen in der Mischkultur beugen Sie einem Überlaufen der Laus auf weitere Pflanzen vor. Achten Sie zudem auf große Abstände zwischen Wirtspflanzen und platzieren Sie Reihen nicht mit der Hauptwindrichtung. So können die Tiere nicht mit dem Luftstrom auf andere Gewächse gelangen.

Optimalen Standort wählen

Ein probates Mittel gegen die Schädlinge ist schon die Wahl des Standortes Ihrer Pflanzen. Je wohler sich ein Gewächs in Ihrem Garten fühlt, desto widerstandsfähiger ist es. Sorgen Sie folglich dafür, dass die Bedürfnisse im Hinblick auf Licht, pH-Wert und Bodenbeschaffenheit befriedigt werden. Maßnahmen zur Bodenverbesserung sind ebenfalls ratsam.

Luftfeuchtigkeit erhöhen

Erhöhen Sie zum Schutz die Feuchtigkeit rund um die Pflanzen. Auch im Zimmer können Blattläuse Orchideen weniger wahrscheinlich befallen, wenn Sie diese regelmäßig mit Wasser besprühen.

Für Ordnung sorgen

Zur Überwinterung nutzen die Läuse nicht nur Baumstämme, sondern auch abgestorbene Pflanzenteile sowie Gehölze. Daher sollten Sie die Eier und Blattläuse entfernen, indem Sie Erntereste gründlich beseitigen und Pflanzen im Frühjahr großzügig zurückschneiden.

Schachtelhalm-Extrakt vorbeugend verwenden

Die in Schachtelhalm-Extrakt enthaltene Kieselsäure ist ein beliebtes Stärkungsmittel für Pflanzen. Sprühen Sie gefährdete Gewächse einmal in der Woche damit ein, fällt es den Störenfrieden schwer, an den Saft zu gelangen.

Blattläuse mit Nützlingen natürlich bekämpfen

Wie viele andere Schädlinge haben Blattläuse natürliche Feinde. Bieten Sie diesen ein Zuhause und installieren Sie Nützlingshäuser und Insektenhotels in Ihrem Garten. Wollen Sie Blattläuse bekämpfen, helfen diese fünf Nützlinge:

1. Marienkäfer und dessen Larven

Wir empfehlen Ihnen Marienkäfer gegen Blattläuse einzusetzen, da dieser einen ihrer effektivsten Fressfeinde darstellt. Noch besser gelingt die Bekämpfung, wenn Sie Marienkäferlarven platzieren. Diese fressen pro Tag bis zu 800 der kleinen Läuse, während adulte Tiere „nur“ auf 150 pro Tag kommen.

Tipp: Sollen gegen Blattläuse Marienkäfer zum Einsatz kommen, müssen Sie vorab etwas gegen Ameisen in Ihrem Garten tun. Diese könnten der Bekämpfungsmaßnahme sonst entgegenwirken.

2. Ohrwürmer

Das Anlocken von Ohrenkneifern lohnt sich ebenfalls, wenn Sie Blattläuse natürlich bekämpfen wollen. Stellen Sie mit Holzwolle gefüllte Blumentöpfe mit der Öffnung nach unten nahe betroffener Gewächse auf, danken es Ohrwürmer Ihnen mit dem Verspeisen der lästigen Plagegeister.

3. Florfliegenlarven

Ab einer Temperatur von rund zwölf Grad Celsius lassen sich Florfliegenlarven als Nützlinge gegen Blattläuse einsetzen. Vor allem wenn Sie Blattläuse im Gewächshaus haben, ist diese Maßnahme ratsam, denn die Larven kommen auch in dieser Umgebung bestens zurecht. Sobald sie ausgewachsen sind, fliegen die Florfliegen ins Freie und müssen ersetzt werden.

Das Schöne an Florfliegenlarven ist, dass sie nicht nur für Blattläuse Fressfeinde darstellen, sondern auch Thripse, Wollläuse und Spinnmilben vertilgen.

4. Schlupfwespen

Sollen Schlupfwespen gegen Blattläuse helfen, müssen sie den Gattungen Aphidius colemani oder Aphidius ervi angehören und bei Temperaturen ab 15 Grad Celsius eingesetzt werden. Weibliche Tiere parasitieren die Schädlinge, indem sie ihre Eier direkt hineinlegen. Nach etwa zwei Wochen schlüpft die adulte Schlupfwespe und kann erneut gegen die Plage vorgehen. Eine Wespe reicht aus, um rund 200 Blattläuse zu vernichten.

5. Gallmücken

Blattläuse beseitigen Sie an Dauerkulturen im Gewächshaus besonders effektiv mit der Gallmücke. Das Gewächshaus ist deshalb ein guter Ort, da die Nützlinge es gerne hell und feucht haben. Die Puppen bringen Sie unkompliziert aus. Sie gelten als besonders effektiv gegen grüne Blattläuse, die gerne an Gurken sitzen.

Gut zu wissen: Nützlinge sind hervorragende natürliche Mittel gegen Blattläuse. Daher tun Sie gut daran, Ihren Garten möglichst naturnah zu gestalten (passende Pflanzen für Ihren persönlichen Naturgarten finden Sie in der verlinkten Rubrik). Durch das Anlegen von Totholzecken und ein artenreiches Blühpflanzenangebot gewährleisten Sie optimale Bedingungen für eine stabile Population.

Blattläuse bekämpfen: Die 11 besten Hausmittel

Hat sich die Plage erst einmal etabliert, sollten Sie Blattläuse bekämpfen. Zur Chemiekeule müssen Sie jedoch nicht greifen, da es viele gute Hausmittel gegen Blattläuse gibt, deren Einsatz leicht gelingt. Wir stellen Ihnen elf Maßnahmen vor:

1. Knoblauch

Knoblauch gegen Blattläuse können Sie auf unterschiedliche Weise einsetzen. Bei einem leichten Befall genügt es, eine Zehe in geschältem Zustand bis zur Hälfte in die Erde nahe des Pflanzenstiels zu stecken. Die Tiere vertragen die enthaltenen Öle nicht. Hat sich der Befall bereits verstärkt, sprühen Sie die Pflanze mit Knoblauchsud ein.

Rezept für Knoblauchsud

Geben Sie drei geschälte und gewürfelte Knoblauchzehen in ein verschließbares Gefäß und füllen Sie dieses mit einem Liter Wasser. Anschließend muss der Sud rund zwei Wochen lang ziehen. Mit einer Sprühflasche benetzen Sie die Pflanze nun großzügig und sollten dabei vor allem die Unterseiten der Blätter sowie die Stielansätze behandeln.

2. Oregano-Sud

Oregano gegen Blattläuse zeigt ebenfalls in Form eines Suds seine Wirkung. Rund zehn Gramm des getrockneten Krauts vermischen Sie hierfür mit einem Liter aufgekochtem Wasser. Nach dem Abkühlen filtrieren Sie den Sud und verdünnen ihn im Verhältnis 1:3 mit Wasser. Diese Mischung sprühen Sie gründlich auf die Pflanze auf.

3. Milch-Wasser-Gemisch

Möchten Sie mit Milch gegen Blattläuse vorgehen, mischen Sie diese im Verhältnis von 1:2 mit Wasser und sprühen es auf die Pflanze. Doch warum tötet Milch Blattläuse? Grund für diese Wirkung ist die enthaltene Milchsäure. Sie greift den Körper der Schädlinge an und führt so zu deren Tod.

4. Kali-Seifenlauge

Bei Kaliseife handelt es sich um eine Art Schmierseife, die gegen Blattläuse hilft. Damit das klappt, müssen Sie zunächst eine Lauge ansetzen und diese auf die betroffenen Stellen sprühen. In der Seife enthalten sind Leinöl sowie Kaliumhydroxid, die gemeinsam antiparasitär wirken. Größeren Insekten schadet sie aber nicht.

Vorsicht: Empfindliche Pflanzen mit feinem Laub können durch die Behandlung mit Seifenlauge gegen Blattläuse geschädigt werden. Testen Sie das Mittel daher vorab an einer kleinen Stelle auf Verträglichkeit.

Rezept für Kali-Seifenlauge

Ein natürliches Mittel gegen Blattläuse bereiten Sie aus 20 Gramm der Seife und einem Liter lauwarmem Wasser zu. Die Mischung muss gerührt werden, um die Seife zu lösen und steht danach sofort zum Auftragen bereit.

5. Zwiebel-Sud

Als bestes Mittel gegen Blattläuse bei Rosen gilt Zwiebel-Sud. Er tötet die Schädlinge und erweist sich als angenehm schonend für die Pflanze. Die Brühe sprühen Sie nach der Zubereitung flächig und nicht zu sparsam auf die Pflanze auf und benetzen vor allem die begehrten Lausverstecke.

Rezept für Zwiebel-Sud

Eine Gemüsezwiebel schneiden Sie zunächst in Würfel und kochen diese mit etwa einem Liter Wasser gut auf. Sofort nachdem das Wasser zu kochen beginnt, stellen Sie die niedrigste Temperatur ein und geben dem Sud etwa 30 Minuten Zeit. Durch behutsames Köcheln lösen sich die wertvollen Stoffe aus der Zwiebel. Ist die Brühe abgekühlt, entfernen Sie die Zwiebelstücke und verwenden die Flüssigkeit unverdünnt.

6. Brennnessel-Sud

Sowohl die Duftstoffe als auch weitere Substanzen aus Brennnesseln wirken der Plage entgegen. Brennnesseljauche oder Brennnesselsud gegen Blattläuse eignet sich für den Einsatz an Zier- sowie Nutzpflanzen. Sie können damit Blattläuse an Tomaten genauso bekämpfen wie an Oleander oder Schneeball.

Rezept für Brennnessel-Sud

Pflücken Sie etwa einen halben Eimer voll frischer Brennnesselblätter und übergießen Sie diese mit frischem Wasser. Der Sud muss nun etwa 48 Stunden an einem schattigen und nicht zu warmen Platz ruhen. Um Verunreinigungen zu vermeiden, schützen Sie die Öffnung mit einem Netz. Nach dem Ziehen wird die Flüssigkeit von den Blättern getrennt und unverdünnt weiterverwendet. Brennnessel gegen Blattläuse sprühen Sie am besten vollflächig auf.

7. Schwarzer Tee

Als ohnehin bewährtes Hausmittel hilft auch Schwarzer Tee gegen Blattläuse. Die enthaltenen Gerbstoffe kosten den Schädlingen zügig das Leben. Alles, was Sie tun müssen, ist zwei Teebeutel in einem halben Liter Wasser aufzukochen und etwa eine Viertelstunde lang ruhen zu lassen. Nach dem Abkühlen sprühen Sie ihn auf die Pflanze. Die Blattläuse tötet Schwarzer Tee, Pflanzen jedoch kann er nichts anhaben. Daher können Sie empfindlichere Gewächse ebenso damit behandeln.

8. Rapsöl-Gemisch

Ein probates Mittel gegen Blattläuse ist Rapsöl. Das Öl wirkt auf zweierlei Weisen: einerseits sorgt es dafür, dass die Quälgeister den Halt verlieren, andererseits legt es sich auf deren Atemöffnungen und erstickt sie. Pur anwenden sollten Sie Rapsöl gegen Blattläuse aber nicht.

Vorsicht: Das Blattläuse Bekämpfen mit Rapsöl gelingt zwar gut, wird allerdings nicht von allen Pflanzen vertragen. Vor allem empfindliche Exemplare sollten deswegen zuvor an einer kleinen Stelle testweise mit dem Mittel benetzt werden. Warten Sie vor der weiteren Behandlung, ob sich Schäden zeigen.

Rezept für Rapsöl-Gemisch

Auf fünf Liter frisches und kaltes Leitungswasser geben Sie für dieses Hausmittel gegen Blattläuse etwa 90 Milliliter Rapsöl. Um das Emulgieren zu erleichtern, fügen Sie außerdem etwas Spülmittel hinzu und rühren kräftig durch. Mit einer Pflanzenspritze tragen Sie die Mixtur dann auf. Eine Wiederholung nach etwa einer Woche bietet sich an, wenn Sie nicht alle Blattläuse mit dem Rapsöl Rezept erwischt haben.

9. Spülmittel

Spülmittel gegen Blattläuse zu nutzen, ist ein cleverer Schachzug. Es macht die Oberfläche der Pflanzen so rutschig, dass die Läuse herunterfallen und erstickt sie zusätzlich. Als vergleichsweise schonendes Mittel eignet sich Spüli gegen Blattläuse auch für den Einsatz an Rosen und Orchideen.

Um Blattläuse mit Spülmittel zu beseitigen, mischen Sie fünf Milliliter Spüli mit 500 Millilitern kaltem Wasser und vermengen beides durch kräftiges Rühren miteinander. In eine Sprühflasche gefüllt lässt sich die Lösung leicht auf die Pflanze auftragen. Eine Wiederholung nach wenigen Tagen kann nötig sein.

9. Kartoffelwasser

Beim Kochen von Kartoffeln fällt üblicherweise Kochwasser an. Dieses schütten Sie besser nicht weg, denn mit ihm können Sie Blattläuse biologisch bekämpfen. Vor allem im Gewächshaus empfiehlt sich diese Maßnahme, wenn der Befall noch nicht zu stark ist. Pflanzen werden rundum mit dem Wasser eingesprüht, eine Wiederholung nach wenigen Tagen ist risikofrei möglich.

10. Rhabarberblatt-Brühe

Hat sich die Schwarze Bohnenlaus in Ihrem Garten breitgemacht, hilft Rhabarberblatt-Brühe. Den fertigen Sud sprühen Sie einmal pro Woche auf die betroffenen Pflanzen und kontrollieren den Erfolg zwischendurch gründlich.

Rezept für Rhabarberblatt-Brühe

Kochen Sie ein halbes Kilogramm Rhabarberblätter in drei Litern Wasser auf und lassen die Mischung etwa eine halbe Stunde lang köcheln. Im Anschluss trennen Sie die Blätter von der Flüssigkeit und sprühen diese nach dem Abkühlen auf die befallenen Gewächse.

11. Essig-Mischung

Haben Ihre Rosen Blattläuse, hilft Essig. Ihn sollten Sie jedoch vorab verdünnen, da er sonst zu aggressiv für die Gewächse ist. Vermengt werden 0,5 Liter Branntweinessig mit 4,5 Litern Wasser. Etwas Spülmittel fördert die Effektivität der Lösung zusätzlich. Ist der Befall sehr stark, sollten Sie Essig gegen Blattläuse nach einer Wartezeit von höchstens drei Tagen erneut anwenden. An Jungtrieben verwenden Sie am besten nur die Hälfte der empfohlenen Essigmenge, um diese nicht zu schädigen.

Sich beim Blattläuse Bekämpfen Hausmitteln zu bedienen, lohnt sich. Mit der von uns gezeigten Auswahl sind Sie gut gerüstet gegen die Plagegeister. Weitere Mittel wie Teebaumöl, Neem, Spiritus, Backpulver, Nikotin oder auch Kaffeesatz gegen Blattläuse werden zwar ebenfalls empfohlen, deren Wirkung können wir allerdings nicht mit eigenen Erfahrungswerten untermauern. Stattdessen haben wir noch drei weitere Tipps für Sie:

Abspülen und Aufsammeln

Die Winzlinge können sich nur bedingt an Pflanzen festhalten. Mit einem Wasserstrahl lassen sie sich gut entfernen. Nach der Behandlung sammeln Sie die kleinen Tiere auf und entsorgen sie im Hausmüll. Mit dieser Methode können Sie bei einem geringen Befall Blattläuse loswerden.

Triebspitzen entsorgen

Da sich die Läuse gerne an Trieben und noch jungen Blättern aufhalten, können Sie diese zur Bekämpfung abschneiden. Das Schnittgut beseitigen Sie anschließend im Hausmüll.

Zimmerpflanzen abduschen

Blattläuse auf Zimmerpflanzen lassen sich bei einem geringen Befall gut abduschen. Hierfür schützen Sie die Erde und den Topf mit einer Plastiktüte und bringen die Pflanze in die Waagerechte. Anschließend brausen Sie die Blätter mit einem nicht zu harten Wasserstrahl ab, sodass die Läuse von der Zimmerpflanze fallen. Sollten sich am Folgetag immer noch Schädlinge auf dem Gewächs befinden, kann es einfach noch einmal geduscht werden.

Häufige Fragen zu Blattläusen

Die Blattlaus ist ein so häufig vorkommender Schädling, dass jeder Gärtner früher oder später Bekanntschaft mit ihr macht. Dadurch ergeben sich einige wichtige Fragen, zu denen nicht nur „Was hilft gegen Blattläuse?“ gehört. Wir liefern Antworten:

Warum beschützen Ameisen Blattläuse?

Ameisen und Blattläuse verbindet eine leckere Beziehung. Die Ameisen schätzen deren süßliche Ausscheidungen, daher schützen sie diese gegen Fraßfeinde wie Marienkäfer. Dabei fressen Ameisen Blattläuse eher selten, schließlich wollen sie ihre Nahrungsquelle nicht versiegen lassen. Deshalb melken sie die Läuse stattdessen und erhalten sie so.

Fressen Wespen Blattläuse?

Ja! Auch wenn Wespen im Garten nicht immer beliebt sind, erweisen sie sich als echte Hilfe im Kampf gegen die Schädlinge. Bedenken Sie dies, wenn bei der nächsten Grillfeier eine Wespe als ungeladener Gast erscheint und Sie sich dieser entledigen wollen.

Können Blattläuse fliegen?

Manche Arten und Exemplare sind dazu in der Lage. Oft entwickeln sie Flügel, wenn die Umgebungsbedingungen es erfordern. Das ermöglichen Mutationen, die bei der Klonung erfolgen.

Sind Blattläuse im Salat gefährlich?

Nein! Natürlich sollten Sie jeden Salat vor dem Verzehr gründlich waschen. Bleibt doch einmal eine Laus an ihm hängen und Sie essen diese mit, stellt das aber kein gesundheitliches Risiko dar.

Befallen Blattläuse Menschen?

Nein! Als Wirt ist der Mensch für die Blattlaus denkbar ungeeignet und daher gänzlich unattraktiv.

Fressen Raupen Blattläuse?

Nein! Raupen sind Pflanzenfresser. Es gibt jedoch einige Larven anderer Insekten, die Raupen äußerlich ähneln und sich gerne an den Läusen gütlich tun.

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