Haushalt mit kleinkind

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Haushaltsmanagement mit Kind

Haushalt mit Kind – ein Szenario

Das Baby schläft, also wäre Zeit, den Tisch abzuräumen. Sie gehen mit der leeren Kaffeetasse und dem Frühstücksgeschirr in die Küche. Eigentlich wollten Sie die Spülmaschine ausräumen, da fällt der Blick aber auf die Geschirrtücher, die gewaschen werden müssen.

Noch während Sie diese ins Bad bringen, drehen sich die Gedanken um den späteren Einkauf – die Einkaufsliste muss noch geschrieben werden. Eigentlich könnten Sie schnell die Wäsche in die Maschine packen, gehen aber zurück in die Küche, bevor Sie vergessen, was noch auf die Liste muss.

Die Gedanken sind noch bei der Schmutzwäsche, fällt Ihnen ein, dass das Waschmittel zur Neige gehen könnte, Sie gehen also zurück ins Bad, um nachzusehen.

Im Vorbeigehen blicken Sie zufällig ins Wohnzimmer, das dringend mal wieder gesaugt werden müsste. Da liegt auch noch ein Spucktuch vom Baby, das mit in die Wäsche muss. Sie sehen das Altpapier in der Ecke und bringen es zur Wohnungstür.

Das Spucktuch fällt Ihnen wieder ein, Sie holen es aus dem Wohnzimmer, um es ins Bad zu bringen. Was wollten Sie dort eigentlich noch mal?

Während Sie grübeln, bemerken Sie, dass das Waschbecken auch mal wieder geputzt werden könnte. Gedankenverloren greifen Sie zum Lappen und stellen mit einem Blick fest, dass das Putzmittel fast aufgebraucht ist. Sie legen den Lappen auf die Seite, um die Einkaufsliste in der Küche zu ergänzen.

Dort fällt Ihnen ein, dass Sie im Badezimmer nach dem Waschmittel schauen wollten. Im Badezimmer sehen Sie den Korb mit der Bügelwäsche, den bringen Sie schnell noch ins Wohnzimmer.

Auf diese Weise vergeht die Zeit, das Baby wacht wieder auf, Sie sind einen gefühlten Marathon durch die Wohnung gelaufen, die Spülmaschine ist immer noch nicht ausgeräumt, die Einkaufsliste nicht geschrieben, die Waschmaschine läuft noch nicht, Sie bemerken außerdem die Fenster, die auch mal wieder geputzt werden müssten. Nun hat aber das Baby wieder Priorität.

Mit Kind auf dem Arm holen Sie den Staubsauger und stellen ihn als Gedankenstütze ins Wohnzimmer neben die Bügelwäsche. Es ist Zeit zum Einkaufen – hoffentlich vergessen Sie nichts Wichtiges, so ganz ohne Liste.

Was lässt sich ändern?

Der Haushalt lässt sich auch mit Kind organisieren. Ein Haushaltsplan hilft Ihnen dabei, ebenso ist es hilfreich, wenn Sie sich nicht unter Druck setzen. Schreiben Sie sich in einer ruhigen Minute auf, welche Haushaltsarbeiten wichtig sind und in welchen Intervallen diese erledigt werden müssen.

Anhand dessen lässt sich ein Wochenplan erstellen. Im Anschluss können Sie sich den Tag auf gleiche Weise grob strukturieren – schließlich gibt es auch Dinge, die täglich zu erledigen sind. Lassen Sie in Ihrem Plan alle Dinge aus, die auch mal warten bleiben können – es geht hierbei nicht um Perfektion, sondern um eine grobe Struktur zur Organisation.

Das Kind einbeziehen

Einige Dinge sind gut während der Wachzeiten eines Babys zu erledigen. Haben Sie ein Tragetuch, sind die Hände frei: Da lässt es sich wunderbar staubsaugen oder Staub wischen, während sich Ihr Baby so nah an Ihrem Körper geborgen fühlt. Die Einkaufsliste lässt sich jederzeit ergänzen, auch kleine Aufräumarbeiten können Sie tätigen.

Schon bald wird Ihr Kind älter und kann Ihnen zur Hand gehen. Nutzen Sie seine Neugier, lassen Sie es helfen, die Wäsche nach Farben zu sortieren. Es kann Ihnen Klammern und kleine Wäschestücke zum Aufhängen reichen: Sobald es laufen kann, ist es sicher gerne behilflich, unzerbrechliches Geschirr in die Küche zu bringen – natürlich keine spitzen Gegenstände wie Messer oder Gabeln – sowie den Geschirrspüler ein- und auszuräumen.

Auch herumliegendes Altpapier kann es in die Kiste in der Ecke bringen und andere kleine Handgriffe zwischendurch übernehmen. Das macht Spaß, Sie verbringen die gemeinsame Zeit aktiv, während sogar einige Haushaltsarbeiten erledigt werden.

Der Plan

Ihren Haushaltsplan haben Sie erstellt, an diesen sollten Sie sich halten, wobei einige Dinge in die Wachphasen, andere in die Schlafphasen Ihres Kindes fallen. Sicher bemerken Sie zwischendurch etwas, was Sie auch noch eben machen könnten. Lassen Sie es einfach – nichts muss perfekt sein, nichts läuft weg. Nur, wenn alle wichtigen Aufgaben erledigt sind, sollten Sie sich eventuellen anderen Tätigkeiten widmen.

Es ist aber auch nicht schlimm, wenn die Zeit mal drängt und Sie nicht alles wie vorgesehen schaffen. Beschränken Sie sich dann auf das Notwendigste: Küche, Bad, Wickelplatz und Schlafstätte des Kindes. Alles andere kann warten.

Nehmen Sie sich vorab einmal Zeit, zu notieren, wie lange Sie für welche der wichtigen Tätigkeiten benötigen. Auf einer Liste mögen die täglich anfallenden wichtigen Aufgaben viel erscheinen, zeitlich nehmen sie aber gar nicht so viel Raum ein. Somit haben Sie Gelegenheit, sich die Arbeit sinnvoll einzuteilen und etappenweise in kleinen Schritten zu erledigen.

Die übrige Zeit können Sie, natürlich auf die Tage verteilt für verschiedene Wochenaufgaben wie Böden wischen, gründlichere Reinigung von Bad und Küche, Staubsaugen und Ähnliches nutzen.

Im Allgemeinen dürfte das Pensum eine Stunde am Tag nicht überschreiten – sofern Sie sich tatsächlich auf die Notwendigkeiten beschränken und nicht wie in obigem Szenario aufgescheucht durch die Wohnung laufen, weil Sie hier und dort etwas bemerken.

Mit einem durchdachten Plan als Anhaltspunkt bringen Sie eine Struktur in die Hausarbeit, die Ihnen auch hilft, die Gedanken zu sortieren und die Einkaufsliste zwischendurch zu ergänzen.

Beziehen Sie dann noch Ihr Kind wo es geht mit ein, lässt sich der Haushalt meistern – vorausgesetzt, Sie legen einen eventuellen Hang zur Perfektion ab. Dann können Sie sogar Ruhezeiten Ihres Kindes nutzen, um selbst zur Ruhe zu kommen.

Hilfe benötigt?

Möglicherweise sind Sie dennoch überfordert, dann scheuen Sie sich nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Kündigt sich Besuch an, bitten Sie darum, Einkäufe mitzubringen, Ihre Liste haben Sie ja zur Hand. Wünschen Sie sich zum Geburtstag einfach „eine Stunde bügeln“ oder „Fenster putzen“ statt materieller Dinge.

Wenn möglich, bitten Sie Verwandte oder Bekannte, Ihnen zur Hand zu gehen. Das kann einfach mal zwischendurch oder auch ein vereinbarter Tag in der Woche sein. Ein berufstätiger Partner kann nach der Arbeit ebenfalls noch einige Aufgaben erledigen.

Möglicherweise können Sie eine Haushaltshilfe finanzieren. Die Investition kann sich lohnen, denn Ihr Wohl kommt auch Ihrem Kind zugute. Lässt es das Budget nicht zu, besteht außerdem die Möglichkeit, sich bei Überforderung an das Jugendamt zu wenden.

Dort wird man bestrebt sein, Sie im Sinne des Kindes zu unterstützen, dazu zählt gegebenenfalls sogar Hilfe im Haushalt oder zumindest dabei, Ihnen bei der Organisation zu helfen, möglicherweise haben Sie sich im Eifer des Gefechts einfach nur verzettelt und sich zu viel aufgeladen.

© Martinan – Fotolia.com

Zeit sparen – den Haushalt managen

Als Eltern muss man ein richtiges Organisationstalent sein, um Familie, Freunde, Haushalt und Beruf unter einen Hut zu bringen. Das ist allerdings nur mit einem Zeitmanagement möglich und einer gesunden Einstellung „nicht-alles-perfekt-machen-zu-wollen“…

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Was ist wichtig?

Bevor du entscheiden kannst, welche Zeitmanagement Tipps für dich sinnvoll sind, musst du selber herausfinden, welche Aufgaben täglich anfallen und bewältigt werden müssen. Wichtig ist, dass ihr als verantwortungsvolle Eltern ein Team bildet. Setzt euch daher zusammen und notiert, auf was es bei euch als Familie ankommt. Sobald ihr die individuellen Bedürfnisse von Vater, Mutter und Kind festgelegt habt, könnt ihr mit der Organisation beginnen.

Zeitmanagement Tipps für den Spagat zwischen Familie und Beruf

Damit ihr als Eltern nicht zwischen Familie und Beruf zerrieben werdet, musst du bestimmte Alltagsaufgaben nicht nur zwischen Vater und Mutter aufteilen, sondern auch dein Kind und die restliche Familie einbinden. Hierbei solltest du folgende Tipps prüfen:

Das Kind früh zur Selbstständigkeit erziehen

Es ist nicht notwendig, dass ein Kind ab einem bestimmten Alter noch gefüttert werden muss, oder andere alltägliche Tätigkeiten auf die Eltern überträgt. Sei daher konsequent und leite dein Kind zur Selbstständigkeit an. Hilfreich kann auch eine „Packliste“ sein, so dass dein Kind schon sehr früh seine Sachen selber bereitlegen kann. So z.B. fürs Turnzeug Turnschuhe, T-Shirt, Hosen + Trinkflasche fotografieren, Liste laminieren und am Schrank aufhängen.

Was möglich ist, VORAUSPLANEN

Bereite schon am Vorabend vor, was du vorbereiten kannst. Packe bereits die Tasche für dein Kind für KiTa/Kindergarten/Schule mit dem Znüni und den nötigen Utensilien. Lege deinen Schlüssel und Portemonnaie an einen bestimmten Platz, damit du diese am Morgen nicht suchen musst. Legt bereits die Kleider bereit, welche jeder anziehen will.

Bestimmt zerbrichst du dir auch oft den Kopf, was es denn morgen zum Zmittag geben soll. Setzt euch einmal die Woche (vor dem grossen Einkauf) mit der ganzen Familie an den Tisch und entscheidet, was ihr die nächsten Tage alles kocht. Jeder darf sich einmal etwas wünschen!

Die Familie in den Alltag mit einbinden

Als Eltern seid ihr nicht nur Vater und Mutter, sondern auch ein liebendes Ehepaar. Vereinbare daher mit den Grosseltern oder anderen Teilen der Familie regelmässig die Betreuung von deinem Kind. So schaffst du dir nicht nur persönlichen Freiraum, du kannst auch einmal geruhsame Stunden mit deinem Mann alleine verbringen. Dadurch wird die Harmonie gestärkt und die Entspannung gefördert.

Prioritäten setzen

Als Mutter und Vater solltet ihr schon früh beginnen, Prioritäten zu setzen. Du kannst Familie und Beruf nur unter einen Hut bringen, wenn du deine Zeit nicht mit Nebensächlichkeiten verzettelst. Da du mit deinem Mann an einem „Strang“ ziehen musst, solltet ihr gemeinsam festlegen, was für euch wirklich wichtig ist, und was nicht.

Vielleicht helfen dir auch Listen, einen sinnvollen Ablauf in die anstehenden Aufgaben zu bringen bzw. wichtige von unwichtigen Dingen zu unterscheiden. Ausserdem ist es unheimlich befriedigend, erledigte Dinge abzuhaken!

Ratschläge und Hilfe von anderen annehmen

Nicht alle Zeitmanagement Tipps von anderen kannst du für deine eigene Familie nutzen. Trotzdem solltest du ein offenes Ohr für Ratschläge haben und gut gemeinte Tipps nicht gleich als Kritik aufnehmen. Vielleicht sind einige Anregungen durchaus für euch als Eltern brauchbar, wenn du sie ein wenig abwandelst.

Nimm Hilfe von Familie und Freunden an. So kannst du auch mal in Ruhe eine Arbeit erledigen oder etwas für dich unternehmen. Ergibt sich im Bekanntenkreis keine Betreuungsmöglichkeit, kann auch ein Babysitter Unterstützung bieten.

Es muss nicht alles perfekt sein

Sicher möchtest du in den Bereichen Familie und Beruf gleichermassen perfekt sein, setze aber deine eigenen Ansprüche an dich nicht zu hoch.

Überlege dir: Brauchst du die ganze Wäsche zu bügeln oder reicht es evt. auch, wenn du die Sachen einfach schön aufhängst und zusammenlegst? Geschirrtücher, Unterwäsche und Handtücher am besten gleich beim Abhängen zusammenlegen, so muss man die Wäschestücke nicht nochmals zur Hand nehmen.

Wischt man die Dusche oder das Lavabo sofort nach dem Benutzen sauber, können alle in der Familie mithelfen, damit es im Badezimmer länger sauber bleibt.

Ordnung muss sein

Miste immer mal wieder aus und bewahre nicht zu viel Krimskrams auf. Ein Ablagesystem hilft, die Sachen immer griffbereit zu haben. Dies gilt auch fürs Kinderzimmer! Wenn ständig auf dem Regal alles weggeräumt werden muss, bevor mit Putzen begonnen werden kann, raubt dies Zeit und Nerven.

Mach‘ dir die Arbeit möglichst angenehm…

Lüpfige Musik kann die Stimmung meist schon heben. Kinder helfen im Haushalt gerne mit, wenn man es zusammen mit Spass angeht. Tanzt bei der Arbeit, singt oder macht sonst ein Spiel daraus.

Finde auch die passenden Putzutensilien, mit denen du „gerne“ putzt. Ein feiner Duft und die richtigen Putztücher (alte Tücher wirbeln den Staub oft nur auf) machen die Arbeit leichter.

Ein regelmässiger Tagesablauf

Nicht nur du, sondern auch dein Kind muss sich an einen festen Tagesablauf gewöhnen. Die Regelmässigkeit erleichtert die Planung vor allem deshalb, weil du nicht jeden Tag aufs Neue planen und organisieren musst.

Feste Zeiten für Haushaltsarbeiten

Lege für deine Hausarbeiten einen festen Zeitplan an. Plane einen Putz- und Waschtag. Koche auch mal vor und nutze die Tiefkühltruhe bei knapper Zeit zum Kochen. So kannst du auch mal auf die vorbereiteten Mahlzeiten aus der Tiefkühltruhe zurückgreifen und erwärmen. So sparst du nicht nur Zeit und Kosten, du ernährst deine Familie auch gesund und ausgewogen.

Auch hier kann dir eine Liste mit anstehenden Arbeiten helfen. Nimm dir nicht zu viel auf einmal vor – mit Kindern kommt immer mal wieder etwas dazwischen. Wenn du dir einzelne Arbeiten aufteilst, z.B. Montag Küchenschränke rechts, Donnerstag Küchenschränke links, wird die „To-do“-Liste erträglicher und du fühlst dich besser, weil du etwas erledigen konntest, das vielleicht schon länger mal wieder anstand. Leer wird die Liste aber leider nie – kaum sind 2 Punkte erledigt, kommen 5 neue dazu…;)

Verzweifle nicht gleich, wenn der Grat zwischen Familie und Beruf nicht so spielend überwunden werden kann, wir ihr es als Eltern gehofft habt. Beherzigt als Mutter und Vater die obigen Tipps und passt diese an eure persönlichen Ansprüche an. Und denk‘ daran: Die Kinder werden sich später kaum erinnern, wie sauber es bei euch immer war. Aber sie werden die gemeinsamen Ausflüge und Zeit mit der Familie in schöner Erinnerung behalten…

Schau‘ hier das Video, warum der Haushalt mit Kindern einfach nie erledigt ist…

Mein Sohn ist jetzt 16 Monate alt und hilft mir sogar schon ein wenig im Haushalt. Es ist soo süß, wenn er seine Windeln selbstständig in den Mülleimer wirft oder mir die Wäsche zum Aufhängen bringt. Und tatsächlich ist das Helfen im Haushalt für ein Kleinkind noch viel mehr, als nur eine Beschäftigungsmaßnahme. Warum es richtig und wichtig ist, dass Du Dein Kleinkind im Haushalt mithelfen lässt, erkläre ich Dir hier.

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Helfen im Haushalt ist pädagogisch sinnvoll — schon für Kleinkinder

Das Helfen im Haushalt ist nicht nur eine Arbeitserleichterung für Dich (okay okay, am Anfang vielleicht noch nicht), sondern auch für Dein Kleinkind pädagogisch sinnvoll. Das Erledigen von Aufgaben stärkt das Selbst- und Verantwortungsbewusstsein, da Dein Schatz merkt, dass er ernst genommen und gebraucht wird. Außerdem führt das Einbeziehen in alltägliche Tätigkeiten zu mehr Selbstständigkeit und zeigt Deinem Kleinkind, dass Zusammenleben nur gut funktionieren kann, wenn alle Familienmitglieder ihren Teil dazu beitragen.

Wichtig ist, dass Du nur Haushalts-Aufgaben übertragen solltest, die für Dein Kind seinen Fähigkeiten entsprechend auch tatsächlich machbar sind. Denn wenn Du Dein Engelchen immer wieder überforderst, verliert es auf Dauer den Spaß am Helfen, und das wäre wirklich schade. Denn Spaß und Neugier motivieren Dein Kleinkind, Dir zu helfen.

Aber welche Haushalts-Aufgaben eignen sich für welches Alter? Hier eine Übersicht mit vielen Ideen:

Haushalts-Aufgaben für Kleinkinder: Ab 1 Jahr

1. Windeln wegschmeißen
Schon mit etwas über einem Jahr hat mein Sohn verstanden, was er mit seiner vollen Windel machen muss. Wie selbstverständlich geht er damit zum Mülleimer, öffnet ihn und schmeißt die Windel hinein. Eine tolle Leistung, oder?

2. Hausschuhe bringen
Wenn mein Mann nach Hause kommt und uns begrüßt hat, ist seine erste Frage an unseren Sohn, wo denn seine Hausschuhe sind. Sofort macht sich unser Schatz auf die Suche und findet sie, ganz egal, wo sein Vater sie wieder liegengelassen hat. Schwer bepackt trägt er sie anschließend freudestrahlend zu seinem Papa.

3. Tisch decken
Mein kleiner Schatz ist immer stolz wie Oskar, wenn er kurz vor dem gemeinsamen Essen sein Kindergeschirr zum Tisch tragen darf. Das Abräumen des dreckigen Geschirrs übernehmen wir dagegen lieber noch selbst.

4. Wäsche bringen
Wenn ich Wäsche wasche, lasse ich immer einige Stücke in der Waschmaschine zurück und frage meinen Sohn während des Aufhängens, ob er mir noch die Wäsche aus der Waschmaschine bringen mag. Und schon ist er Richtung Bad verschwunden 😀

5. Staub wischen
Es ist wirklich unglaublich, wie sehr uns die Kleinen beobachten. Schon früh hat mein Schatz beispielsweise damit begonnen, nach dem Essen mit einem Tuch seinen Tisch sauber zu wischen. Und auch Staub in Regalen wird gerne von ihm beseitigt.

6. Spielzeug aufräumen
Mein Sohn liebt es, sämtlich Schubladen tagtäglich auszuräumen und verbreitet damit ganz schön viel Chaos. Und auch sein Spielzeug wird in der ganzen Wohnung verteilt. Wenn ich ihm helfe, klappt es inzwischen schon ganz gut, alles auch wieder in die Schubladen und Regale einzuräumen.

7. Geschirrspüler ausräumen
Bisher habe ich es mich noch nicht getraut, aber wenn Du ein gutes Gefühl hast oder Dein Kleinkind schon ein paar Monate älter ist, kann es Dir auch beim Geschirrspüler ausräumen helfen. Den Besteckkorb sowie weitere spitze oder scharfe Sachen würde ich sicherheitshalber vorher entfernen.

Selbst die Allerkleinsten können mit Mamas Hilfe die Waschmaschine beladen oder ausräumen

Haushalts-Aufgaben für Kleinkinder: Ab 2 Jahre

1. Tee oder Kaffee zubereiten
Das alltägliche Tee- oder Kaffeekochen wird für die Kleinsten zum Erlebnis, wenn sie selbst Tee oder Kaffee in den Filter löffeln und die Kaffeemaschine anschalten dürfen. Das Aufgießen solltest Du natürlich übernehmen.

2. Fegen
Was im zweiten Lebensjahr noch etwas schwierig war, klappt nun schon sehr gut: Draußen oder drinnen Schmutz zusammenfegen, egal ob Blätter oder Krümel vom Kekse backen.

3. Fenster putzen
Fenster putzen zählt nicht zu meinen Lieblingsaufgaben, wenn mir mein kleiner Schatz aber hoffentlich bald bei unseren bodentiefen Fenstern zur Hilfe kommen wird, macht es mir ganz sicher mehr Spaß.

3. Wäsche sortieren
Während im zweiten Lebensjahr die Wäsche zum Aufhängen gebracht wird, kann Dein Kleinkind im dritten Lebensjahr die Wäschestücke bereits nach Farben sortieren.

4. Leichte Dinge halten, tragen und bringen
Nicht immer hast Du eine Hand frei, um beispielsweise die Tür aufzuschließen oder eine Tüte zu tragen. Gerne hilft Dir Dein Kleinkind dabei (es kann z.B. eine Packung Windeln oder Toilettenpapier tragen) und springt auch mit Freude als Bote ein, um die ein oder andere Sache für Dich zu holen.

5. Verschüttetes aufwischen
Wenn Dein Kind aus Versehen sein Glas umgekippt hat, darf es selbst ein Tuch holen und die Flüssigkeit aufwischen. Anschließend gibt es natürlich ein dickes Lob!

Dein Kleinkind wird es lieben, wenn es Dir beim Ausräumen der Spülmaschine helfen darf

Haushalts-Aufgaben für Kleinkinder: Ab 3 Jahre

1. Betten machen
Beim Betten machen können Dreijährige schon super helfen, indem sie die Bettwäsche abziehen und zusammen mit Mama wieder neu beziehen, z.B. ihr eigenes kleines Kopfkissen.

2. Blumen gießen
Das Gießen der Blumen macht meinem Sohn riesigen Spaß – natürlich unterstütze ich ihn dabei noch und passe auf, dass die Blumen nicht zu viel gewässert werden. Mit drei Jahren wird er vielleicht sogar schon selbst darauf achten können.

3. Kochen
Auch beim Kochen kann Dein Engel nun immer mehr mithelfen: Gemüse abwaschen und abtrocknen, evtl. auch schon in Stücke schneiden, vorsichtig im Kochtopf rühren usw.

4. Tisch decken
Mit Freude wird Dein Kind nach dem gemeinsamen Kochen den Tisch mit Tellern, Besteck und Gläsern decken, um anschließend zusammen mit der ganzen Familie zu essen. Auch das Helfen beim Abräumen sollte kein Problem mehr sein.

5. Wäsche zusammenlegen
Ab 3 Jahren kannst Du mit Deinem Schatz schon üben, die eigenen T-Shirts, Hosen oder Socken zusammenzulegen. Anschließend kann es die Kleidung gleich in seinen Schrank einräumen.

6. Haustier füttern
Katze, Meerschweinchen, Vogel oder Hamster füttern können auch schon Dreijährige unter Aufsicht der Eltern erledigen und sind ganz sicher stolz darauf.

Kleinkinder lernen durch Nachahmung – zum Beispiel beim Staubsaugen mit Papa

Ab wann brauchen Kinder ein eigenes Zimmer?

Diese Frage stellen sich viele Eltern … Muss ich ein eigenes Zimmer für mein Baby einrichten? Wie lange kann ich mit dem Kind noch in der kleinen Wohnung wohnen bleiben und wann ist ein Kinderzimmer unbedingt notwendig? Und wie sieht’s bei Geschwistern aus – ab wann brauchen Kinder ein eigenes Zimmer? Wir haben uns mal intensiv mit dem Thema beschäftigt und möchten euch in diesem Blogpost die Vor- und Nachteile eines eigenen Kinderzimmers vorstellen.

Ist ein Babyzimmer wirklich notwendig?

Viele neue Mamas und Papas sind sich bei diesem Thema sehr unsicher. Und auch die verschiedenen Meinungen gehen weit auseinander! Fakt ist: Ein Baby braucht viel Körperkontakt und Nähe der Eltern, um sich geborgen zu fühlen. Das Baby zum Spielen alleine in sein eigenes Zimmer zu setzen, ist ja gar nicht möglich. Doch das schließt ein eigenes Zimmer nicht zwangsläufig aus. In den allerersten Wochen auf der Welt schläft das Baby meist sowieso bei den Eltern im Zimmer. Ob im eigenen kleinen Bettchen, im Beistellbett oder komplett mit bei Mama und Papa – nächtliche Schreihälse sind so schnell versorgt und fühlen sich in der Nähe der Eltern beschützt.

Allerdings läuft die gemeinsame Nachtruhe nicht in allen Familien so unkompliziert ab. Es gibt auch viele Eltern, die sich von dem kleinen Gast im Schlafzimmer gestört fühlen. Und dafür muss man sich gar nicht schämen! Denn schließlich ist guter Schlaf auch für uns Erwachsene enorm wichtig. Natürlich gibt es auch Babys, die alleine einfach besser schlafen. Beispielsweise wenn ein Elternteil schnarcht oder zu unterschiedlichen Zeiten aufsteht, wie es häufig in der Schichtarbeit der Fall ist. Eine Musterlösung auf die Frage, ab wann brauchen Kinder ein eigenes Zimmer, gibt es für Babys nicht. Eltern sollten überlegen: Was ist für unsere Familie das Richtige? Wie können alle am besten schlafen? Häufig ist da Ausprobieren angesagt! Allerdings haben gerade junge Eltern zu Beginn kein Zimmer für das Baby übrig. Da kann es allerdings auch helfen, das Babybettchen nachts in eine schöne Ecke im Wohnzimmer zu schieben. Testet, wie ihr alle am besten schlafen könnt.

„Kinder brauchen kein eigenes Zimmer. Ab einem gewissen Alter jedoch ein eigenes Eckchen. Gilt für Mama und Papa auch, meiner Meinung nach!“ – Annika

Kleinkinder im eigenen Zimmer?

Wie sieht’s mit den kleinen Kindern aus? Brauchen diese zum Spielen und Schlafen ein eigenes Zimmer? Auch bei dieser Frage scheiden sich die Geister. Viele Eltern sind der Meinung, dass Kleinkinder ein eigenes Zimmer brauchen. Allerdings spielen Kinder in ganz jungen Jahren noch nicht viel allein. Die meisten von euch kennen es mit Sicherheit, dass euer Kleinkind euch in der Wohnung immer hinterherzieht. Wenn ihr in der Küche steht, dann will das Kind auch in der Küche spielen und schleppt die Spielsachen überall mit hin. Da stellt sich so manch einer natürlich die berechtigte Frage: Ab wann brauchen Kinder ein eigenes Zimmer?

„Ich kenne kein Kind, was mit unter 3 Jahren allein in seinem Kinderzimmer spielt und sein Spielzeug dort lässt. Darum wird unsere Tochter bis sie 3 ist auch kein eigenes Zimmer bekommen.“ – Sophie

Grundsätzlich ist ein eigenes Zimmer für Kleinkinder nicht unbedingt notwendig, allerdings bringt es auch Vorteile mit sich. Das Kinderzimmer ist der Ort, an dem das Spielzeug gelagert wird, und wo euer Kind sein eigenes Reich hat. Genauso ist dann das Wohnzimmer oder das Schlafzimmer ein Ort, in dem die Erwachsenen sich entfalten können und wo keine Spielsachen herumliegen. So eine kleine spielzeugfreie Oase hat nämlich auch was 😉

„Das Kinderzimmer von Anton brauchen eher wir Eltern. Da ist jede Menge Platz für die vielen Spielsachen und wir haben auch gern im Schlafzimmer unsere Ruhe.“ – Karin

Insgesamt kann man also sagen: Nein, auch Kleinkinder brauchen nicht unbedingt ein eigenes Zimmer. Allerdings sind alle Kinder unterschiedlich, daher kann es sein, dass euer Kind sich auch in ganz jungen Jahren schonmal gern zurückzieht und in sein eigenes Spiel vertieft. Wichtig ist in jedem Fall ein fester Schlafplatz sowie ein kleiner eigener Bereich in der Wohnung, wo das Kind die Möglichkeit hat, zu spielen und sich zu beschäftigen. Das kann eine Kiste mit Spielzeug im Wohnzimmer sein, oder eben ein eigenes Zimmer.

Was bringt das eigene Kinderzimmer?

Zu Beginn spielen Kinder im Alter von 1 bis 3 Jahren bis zu einer halben Stunde am Stück allein. Werden die Kinder älter, wird das Spiel ausgiebiger und konzentrierter. Das sollte auf jeden Fall unterstützt werden – mit einer reizvollen Umgebung, die genügend Anregungen zum Spielen bietet. Denn durch das Alleinspielen wird auch die persönliche Entwicklung von Kindern gefördert. Ab einem Alter von ca. 3 Jahren macht ein Kinderzimmer also tatsächlich Sinn. Doch muss jedes Kind sein eigenes Zimmer haben, oder können sich Geschwister auch ein Zimmer teilen, ohne dass eines der Kinder zu kurz kommt?

Bildquelle: ©Inter IKEA Systems B.V. 2017 (*Werbelink)

Ab wann brauchen Kinder ein eigenes Zimmer ohne Geschwister?

Diese Frage stellen sich viele Eltern … Soll jedes meiner Kinder ein eigenes Zimmer bekommen? Oder ist es für die Geschwister sogar schöner, sich gemeinsam ein Zimmer zu teilen? Wie lange geht das gut?

„Ab wann Kinder ein eigenes Zimmer wirklich brauchen – das kann man so genau nicht sagen. Wir haben uns für den Schulanfang entschieden. Wenn aber ein geeigneter Platz für die Hausaufgaben vorhanden ist und die Kinder sich untereinander verstehen – dann spricht meiner Meinung nach nichts dagegen, wenn sie sich ein Zimmer teilen. Das sollte aber dann schon entsprechend groß sein und für jedes Kind einen eigenen Bereich bieten.“ – Stephan

Auch hier gilt: Eine Pauschallösung gibt es nicht. In vielen Familien stellt sich die Frage nach einem eigenen Zimmer auch gar nicht, da die Wohnung einfach nicht für jedes Kind ein Zimmer hergibt. Doch das muss gar kein Nachteil sein – ganz im Gegenteil. Gerade in jungen Jahren kann ein gemeinsames Zimmer nämlich besonders sinnvoll sein. So lernen die kleinen Kinder zu teilen, miteinander zu kommunizieren und gegenseitige Grenzen einzuhalten. Besonders zum Schlafen ist ein gemeinsames Zimmer für Kinder häufig sehr schön. Mit einem vertrauten Geschwisterkind schläft es sich nämlich viel sicherer 🙂

In manchen Familien werden die Zimmer auch nach dem Zweck getrennt: ein Schlafzimmer und ein Spielzimmer. Am besten bezieht ihr eure Kinder in die Entscheidung mit ein und fragt sie, wie sie sich die Zimmersituation wünschen.

„Die Frage nach einem eigenen Zimmer hängt auch von dem Altersabstand und dem Geschlecht der Kinder ab. Für unsere 13jährige Tochter wäre es nicht zumutbar, sich ein Zimmer mit dem 6jährigen Bruder zu teilen. Wenn die Kinder jedoch vom Alter her eng beeinander liegen und gleichgeschlechtlich sind, finde ich eine Mehrfachbelegung absolut okay.“ – Lena Selbstverständlich sollte auch dieses Thema im Einzelfall entschieden werden. Ist der Altersunterschied zu groß oder verstehen sich die Kinder einfach nicht, dann ist ein gemeinsames Zimmer eher nicht die beste Lösung. Auch sollten unbedingt die unterschiedlichen Charaktere der Kinder berücksichtigt werden. Jedes Kind muss die Möglichkeit haben, sich frei zu entfalten und seinen Interessen nachzugehen.

Kreative Kinderzimmergestaltung schafft Freiräume

Ab wann brauchen Kinder ein eigenes Zimmer? Ein gemeinsames Zimmer für Geschwister muss kein Nachteil sein. Jedoch sollte jedes Kind seine eigenen Rückzugsmöglichkeiten haben. Dabei kann die Gestaltung des Kinderzimmers entscheidend sein. Beispielsweise können Regale als Raumteiler eingesetzt werden, und somit eine Grenze zwischen den privaten Bereichen der Kinder bilden. Beliebt ist das KALLAX* von IKEA, da dieses in unterschiedlichen Größen verfügbar ist und daher in großen und kleinen Kinderzimmern eingesetzt werden kann. Zudem bietet es ausreichend Platz für Spielzeug, und die einzelnen Fächer können unter den Kindern aufgeteilt werden, damit jedes Kind seinen privaten Stauraum hat.

Praktisch ist auch das IKEA Kinderhochbett KURA*. Als Hochbett genutzt bleibt unten genügend Platz für einen eigenen Schreibtisch oder eine Spielecke. Zudem bekommt ihr bei uns im Limmaland die passenden Klebefolien, um das KURA dem Alter eures Kindes entsprechend farblich zu gestalten.

Ab der Pubertät brauchen Kinder ein eigenes Zimmer

Unter Kindern klappt ein gemeinsames Zimmer – unter bestimmten Voraussetzungen – also häufig gut. Doch ab wann brauchen Kinder ein eigenes Zimmer? Da sind sich Experten einig: Und zwar auf jeden Fall ab der Pubertät. Vor allem, wenn sich zuvor Kinder unterschiedlichen Geschlechts ein Zimmer geteilt haben. Wenn es räumlich also irgendwie möglich ist, empfiehlt es sich, Jugendlichen in der Pubertät ein eigenes Zimmer zu ermöglichen. Denn in dieser Phase ist ein Rückzugsort unbedingt notwendig. Dieser Zeitraum ist auch ein guter Anlass, das einstige Kinderzimmer umzugestalten und in ein Jugendzimmer zu verwandeln. Bei der Gestaltung solltet ihr eure Teenies unbedingt mitentscheiden lassen, denn schließlich sollen sie sich in dem Zimmer wohlfühlen und ihre Persönlichkeit entfalten.

Fazit: Ab wann brauchen Kinder ein eigenes Zimmer?

Kinder brauchen nicht unbedingt ein eigenes Zimmer, allerdings einen privaten Bereich, in dem sie spielen und sich beschäftigen können. Ab dem Schulalter ist ein ruhiger Rückzugsort für Hausaufgaben wichtig. Spätestens ab der Pubertät sollte aber möglichst ein eigenes Zimmer eingerichtet werden.

Übrigens: Es besteht kein gesetzliches Recht auf ein eigenes Kinderzimmer. Diese Frage wird häufig im Internet gestellt.

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Wann braucht mein Kind ein eigenes Zimmer?

Viele Neugeborene schlafen bei ihren Eltern im Bett oder zumindest in Beistellbett oder Kinderwagen im Zimmer der Eltern. Trotzdem gehört es zu den Lieblingsbeschäftigungen werdender Eltern, den Kleinen ein eigenes Reich einzurichten – am besten mit passendem Kinderbett. Die Voraussetzungen sind da. Kommt noch ein zweites Kind dazu, so teilen sich die Kleinen oft lange Zeit das Zimmer. Ab wann brauchen Babys und Kinder nun wirklich ihr eigenes Reich?

Inhaltsübersicht

  • Das Babyzimmer – notwendig oder nicht?
  • Gemeinsame Kinderzimmer
  • Das Bauchgefühl entscheiden lassen

Das Babyzimmer – notwendig oder nicht?

Ein Babyzimmer ist nicht unbedingt notwendig, sofern das Baby bei den Eltern im Bett oder in einem Beistellbett schlafen kann. Viele Eltern nehmen diese Lösung gern an, manche möchten das aber auch nicht und wollen bereits ein Baby lieber in sein eigenes Schlafzimmer legen.

Beides ist in Ordnung und man kann ein Baby an alles gewöhnen. Das Schlafen im Bett der Eltern funktioniert nur so lange, wie sich das Kind und natürlich auch beide Elternteile damit wohl fühlen. Sobald einer das nicht mehr will, sollte das Kind ins eigene Zimmer gelegt werden. Besonders bei der Frage, wo das Baby schläft und wie lange es das tut, herrschen unterschiedlichste Meinungen vor.

Gemeinsame Kinderzimmer

Beim gemeinsamen oder getrennten Kinderzimmer kommt es auf Alter und Geschlecht der Kinder an. Zwei Mädchen und zwei Jungen können sicherlich länger zusammen im gleichen Zimmer bleiben als ein Mädchen und ein Junge. Spätestens ab der Pubertät entwickelt sich jedoch ein starkes Bedürfnis nach Privatsphäre und einem Raum, der nur dem Kind selbst gehört und in den es sich zurückziehen kann. Das bedeutet, dass auch Geschwisterpaare eigene Zimmer bekommen sollten, die sich noch gut verstehen.

Zudem kann es sein, dass die beiden Kinder im gemeinsamen sich überhaupt nicht gut verstehen und sich schon weit vor der Pubertät ständig streiten. Das bedeutet nicht nur für sie, sondern auch für die Eltern Stress pur. In diesem Fall wäre es ebenfalls besser, die Kleinen voneinander zu trennen und jedem Kind ein eigenes Zimmer zu geben – denn streitende Kinder können sich auch gegenseitig verletzen, wenn die Situation eskaliert.

Das Bauchgefühl entscheiden lassen

Es gibt keine festen, verlässlichen Aussagen darüber, ab welchem Alter und ab welchem Entwicklungspunkt Babys oder Kinder ihre eigenen Zimmer beziehen sollten. Entscheidend ist das Bauchgefühl der Eltern, denn sie kennen ihre Kleinen am besten und würden merken, wenn sie sich nicht mehr mit der Situation wohl fühlen. Ein Baby, das im Bett oder im Zimmer der Eltern nicht mehr gut schläft oder Kinder, die sich in ihrem gemeinsamen Zimmer ständig heftig streiten, brauchen eindeutig mehr Freiräume. Sucht dagegen das Baby noch die Nähe der Eltern oder kommen die Kinder gut miteinander aus, auch wenn sie sich das Zimmer teilen, besteht kein Handlungsbedarf.

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Braucht jedes Kind ein eigenes Zimmer?

Wie wichtig ist das eigenes Kinderzimmer?

Viele junge Eltern sind der Meinung, dass jedes Kind ein eigenes Zimmer braucht. Es werden Stichworte wie „Privatsphäre“ und „persönliche Entfaltung“ in den Raum gestellt. Doch ist ein Raum pro Kind wirklich essentiell für die gesunde Entwicklung? Was machen Familien, denen es schlicht an Räumlichkeiten fehlt? Und gibt es eigentlich auch Vorteile eines gemeinsamen Kinderzimmers?

Kinderzimmer Tür zu und ungestört sein

Für die meisten Erwachsenen gehört das „Alleinesein“ zu den wichtigen Entspannungsmomenten des Tages. Die Arbeit ist erledigt, man zieht hinter sich die Wohnungstür zu und taucht in die Ruhe der eigenen Räumlichkeiten ein. Wohnung oder Haus sind ein Rückzugsort, an dem man ungestört man selbst sein und die Batterien wieder aufladen kann. Der Wunsch nach Rückzugsmöglichkeiten entwickelt sich bei den meisten Menschen bereits mit dem Grundschulalter und sollte daher auch bei Kindern ernst genommen werden.

Wieviel Kinderzimmer braucht ein Kind? Copyright: nastazia, Bigstockphoto

Es kommt jedoch ganz wesentlich darauf an, wie Rückzugsmöglichkeiten gestaltet werden. Dabei muss es sich nicht um ein eigenes Kinderzimmer handeln. Denkbar sind auch vereinbarte Zeiten, in denen ein Kind beim Sportverein und das Zimmer damit „frei“ ist. Viele Eltern bauen auch Spielhöhlen in das Kinderzimmer ein, in die sich zum Lesen oder Träumen zurückgezogen werden kann.

Ein rechtlicher Fakt am Rande: Zwar ist es in Deutschland inzwischen üblich, dass jedes Kind ein eigenes Zimmer hat, dieser kulturelle Trend war jedoch nicht immer so. Lange Zeit waren zwei oder sogar mehr Kinder pro Kinderzimmer die Norm und bis heute gibt es keinen gesetzlichen Anspruch auf ein eigenes Kinderzimmer.

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Babys benötigen kein eigenes Zimmer – im Gegenteil

Selbst wenn genügend Wohnraum vorhanden ist und Sie bereits ein Kinderzimmer für Ihren Familienzuwachs vorgesehen haben, sollten Babys noch kein eigenes Zimmer bekommen. Der beste Platz zum Lernen und Schlafen ist in der Nähe der Eltern. Die meisten Mütter und Väter haben ihr Kind daher am Tag immer bei sich und nehmen es des Nachts mit ins elterliche Schlafzimmer.

Allgemein gilt zur Orientierung: In den ersten zwölf Lebensmonaten sind Körperkontakt und Zuwendung das Wichtigste und erst danach sollten Sie beginnen, über den Umzug ins Kinderzimmer nachzudenken. Aus rein psychologischer Sicht benötigen aber auch Kleinkinder noch kein eigenes Zimmer. Es sind im Regelfall die Eltern, die gern wieder mehr Ruhe im eigenen Schlafzimmer suchen.

Bis zu einem Alter von vier bis fünf Jahren ist es prinzipiell möglich, dass Kinder ein Bettchen im Elternschlafzimmer und beispielsweise im Wohnzimmer eine kleine Spielecke für die Tagesstunden haben. Spätestens mit der Einschulung sollte jedoch mindestens ein gesondertes Zimmer für die Kinder bereitgestellt werden.

(Gemeinsames) Kinderzimmer ab dem Grundschulalter

Wird Ihr Kind eingeschult, sollte es die Möglichkeiten haben, im eigenen Kinderzimmer am Schreibtisch die Hausaufgaben zu machen und Besuch von Freundinnen und Freunden im „eigenen, kleinen Reich“ zu empfangen. Das ist wichtig für die Entwicklung schulischer und sozialer Kompetenzen.

Haben Sie nur ein Kinderzimmer für zwei Kinder, beginnt nun eine oft schwierige Phase. Sind die Kinder recht unterschiedlich in ihren Persönlichkeiten, kann es zu vielen Streitereien kommen. Dennoch benötigen die Söhne und Töchter nicht zwangsläufig ein eigenes Kinderzimmer. Durch das Teilen des Raumes, das Finden von Kompromissen und Einhalten von Regeln werden im Gegenteil die Social skills trainiert. Davon werden die Kinder im späteren Leben stark profitieren!

Liegen die Kinder vom Alter nur gering auseinander und teilen ähnliche Interessen, kann ein gemeinsames Kinderzimmer sogar zu einem starken Geschwisterzusammenhalt führen. Vor allem Zwillinge wollen sich häufig sogar freiwillig und bis in die Teenagerzeit hinein ein Zimmer teilen.

Wie wichtig ist das eigenes Kinderzimmer? Copyright: photosvit, Bigstockphoto

Zum Problem wird ein Gemeinschaftszimmer oft in der Pubertät

Sowohl bei Jungen als auch Mädchen ändern sich mit dem Beginn der Pubertät sowohl der Freundeskreis als auch die Interessen. Viele erleben zum ersten Mal ein Schamgefühl für die körperlichen Veränderungen und wollen sich beispielsweise auf keinen Fall im gemeinsamen Kinderzimmer umziehen. Es entstehen Machtkämpfe zwischen den Kindern und lautstarke Auseinandersetzungen sind meist vorprogrammiert.

Da Jugendliche sich in einer (auch für sie) anstrengenden Phase der Selbstfindung befinden, gilt das Alter ab circa 14 Jahren als die Zeit, in der ein eigenes Kinderzimmer zu weniger Familienstress führen kann. Sind die Räumlichkeiten vorhanden, macht es Sinn, jedem Kind ein eigenes Zimmer zu geben. Doch wieder gilt: Die Kinder brauchen es nicht unbedingt! Auch in der Pubertät müssen sie bereit sein, Kompromisse zu finden und diese einzuhalten.

Die Vorteile eines gemeinsamen Kinderzimmers auf den Punkt:

1. Kinder lernen von Anfang an, dass auf ein soziales Gefüge Rücksicht genommen werden muss.

2. Ältere Geschwister lernen früh ein Verantwortungsgefühl für jüngere Menschen.

3. Es entsteht im Idealfall ein starkes Gemeinschaftsgefühl.

Die eventuellen Nachteile

Zwar braucht nicht jedes Kind ein eigenes Zimmer, doch es gibt eine Reihe von Faktoren, die schnell zu Nachteilen führen.

  • Haben die Kinder nicht dasselbe Geschlecht, sind Konflikte häufiger
  • Stehen vier und mehr Jahre Altersunterschied im Raum, sind Interessen und Schlafenszeiten sehr unterschiedlich
  • Bei unterschiedlichen Charakteren kommt es häufiger zu Rivalitäten
  • Ist das Kinderzimmer klein, können nur schwer individuelle Rückzugschancen innerhalb des Raumes geschaffen werden

Tipps für eine harmonische Raumteilung

Zwar braucht ein Kind kein eigenes Zimmer, doch in jedem Fall benötigen Sie ein Bett pro Kind. Separate Schlafmöglichkeiten sind sehr wichtig für die gesunde und altersgerechte Entwicklung.

Im Idealfall bieten Sie auch jedem Kind einen eigenen Kleiderschrank. Ist das platztechnisch nicht möglich, sollte im Schrank eine klare Fächertrennung erfolgen.

Ideal für ein gemeinsames Kinderzimmer sind Raumteiler wie Vorhänge oder in der Mitte platzierte Schränke. Sie sorgen für optische Trennung und erlauben den Kindern eine individuelle Gestaltung des Raumes bis zur „Grenze“.

Die Wohnung kindersicher machen

Wie sichern Eltern den Herd am besten?

Es gibt Herdschutzgitter, die Schalter und Platten schützen, sodass das Kind die Töpfe nicht herunterziehen kann. Trotzdem sollten Eltern grundsätzlich die hinteren Kochplatten benutzen und Pfannenstiele und Griffe immer nach hinten drehen.

Kinder stoßen sich oft, weil sie motorisch noch nicht so fit sind. Vor allem Ecken und Kanten sind gefährlich. Was beugt schlimmen Verletzungen vor?

Wichtig ist, die Laufwege freizuräumen, damit das Kind nicht unnötig stolpert und sich beim Stürzen an scharfen und spitzen Kanten verletzt. Die Kanten also am besten entweder wegdrehen oder mit einem Kantenschutz versehen.

Und in der Tür kann sich das Kind leicht die Finger einklemmen?

Genau. Dort verhindert ein Klemmschutz, dass sich das Kleine die Finger quetscht.

Warum sind Balkon und geöffnete Fenster so gefährlich?

Kleine Kinder haben einen anderen Schwerpunkt als Erwachsene. Ihr Kopf ist im Vergleich zum Körper viel schwerer, deshalb kippen sie leichter nach vorne oder hinten um. Sobald sie sich über das Geländer beugen, ist ihr Schwerpunkt schon so weit vorne, dass sie regelrecht mit ihrem Kopf nach unten gezogen werden. Sitzgarnituren oder Blumentöpfe werden von Kindern als Steighilfe benutzt, um besser über das Geländer schauen zu können. Deshalb dürfen Kinder nicht unbeaufsichtigt auf dem Balkon oder in Zimmern mit geöffneten Fenstern bleiben. Auch wenn das Kind schläft, sollten Fenster nicht sperrangelweit offen stehen.

Und wenn das Fenster hoch oben ist?

Ab einem gewissen Alter sind Kinder sehr findig darin, sich Steighilfen zu beschaffen. Sie klettern auch an Möbeln hinauf – zum Beispiel, um sich einen gewünschten Gegenstand zu holen. Deshalb gilt: Süßigkeiten am besten nicht weit oben im Regal positionieren. Das animiert regelrecht zum Hochklettern. Lieber weiter unten oder in einem abschließbaren Fach verstauen.

Muss man Putzmittel auch wegschließen? Und Medikamente?

Ja, Putzmittel und Medikamente gehören in jedem Fall in abgeschlossene Schränke oder müssen für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden. Auch Medikamente, die gerade regelmäßig in Gebrauch sind – wie zum Beispiel Nasenspray – nicht herumliegen lassen. Und: Keine giftigen Mittel in Getränkeflaschen umfüllen, Kinder könnten versehentlich daraus trinken!

Wie sichert man Treppen am besten?

Man kann oben und unten an der Treppe Schutzgitter befestigen. Da gibt es für fast jede Treppe das passende. Außerdem sollten Eltern so oft wie möglich mit ihrem Kind das Treppensteigen üben. Am sichersten gelangt es rücklings krabbelnd herunter, nicht stehend. Eltern sollten ihrem Kind viel Zeit zum Üben geben, damit es lernt, die Treppe alleine zu bewältigen.

Was fällt noch auf aus der Froschperspektive, das Kindern gefährlich werden könnte?

Kleinteiliges wie Spielsachen älterer Geschwister sollten aus dem Umfeld des Kindes verschwinden – genau wie giftige Zimmerpflanzen. Auch herunterhängende Kabel, zum Beispiel von Wasserkocher oder Bügeleisen, wirken auf Kinder sehr interessant. Denn sie sehen die Geräte von unten nicht, doch wenn sie benutzt wurden, wippen die Kabel oft nach. Das verleitet das Kind, daran zu ziehen. Schwere Gegenstände und heißes Wasser können Kinder gefährlich verletzen. Ähnliches gilt für Tischdecken. Deshalb am besten auf Tischdecken verzichten, Kabel nicht herunterhängen lassen.

Gibt es Sicherungssysteme, die gefährlich sind?

Ja, zum Beispiel Manschetten, um Schlafsäcke oder Decken an den Gitterstäben des Kinderbettchens zu fixieren, damit das Kind sich nicht frei strampelt. Das Kleine kann unter die Decke geraten und ersticken. Außerdem gibt es Gurte, um Kinder zum Beispiel im Hochstuhl zu sichern, wenn sie darin ständig aufstehen. Solche Gurte können gefährlich werden, wenn sie locker sitzen und das Kind in einem unbeaufsichtigten Moment aus dem Hochstuhl stürzt. Es kann sich im Gurt verfangen und eventuell strangulieren. Deshalb sollten Eltern immer in unmittelbarer Nähe des Kinderstuhls bleiben. Entfernen sie sich, sollten sie das Kind aus dem Hochstuhl nehmen.

Wohnung kindersicher machen: Die Checkliste

Die Checkliste für Sicherheitsaspekte in allen Räumen

Die Steckdosen verschließen

Einige Aspekte bei der Sicherheit gelten für alle Räume. Dazu gehört die Steckdosensicherung. Durch eine Kindersicherung mit einer Drehmechanik kannst du die Steckdosen weiter nutzen und dein Kind läuft nicht Gefahr, sich daran zu verletzen. Optimal ist beispielsweise der Einsatz der Offgridtex Kindersicherung. Noch besser wäre ein Fehlerstromschutzschalter (mehr dazu hier). Trotz Sicherungen solltest du jedoch darauf achten, dass dein Kind nicht an die Steckdosen geht.

Regale und Schränke an der Wand befestigen

Wie schon im Punkt Kinderzimmer erwähnt, sollten alle Schranke und Kommoden sicher an der Wand befestigt sein (auf richtige Dübelart und Schraubengröße achten). Du wirst nicht jede Sekunde aufmerksam sein können. Sobald dein Kind beginnt, sich an Möbeln hochzuziehen, kann es zu Unfällen kommen.

Topfpflanzen außer Reichweite platzieren

Herunterhängende Pflanzenteile laden zum Ziehen ein. Ganz abgesehen von der Giftigkeit der meisten Zimmerpflanzen: wenn dann der Blumentopf nach unten saust, kann das richtig schlimm ausgehen. Sorg also dafür, dass dein Kind Ranken, Blätter oder Luftwurzeln nicht erreichen kann. Blumentöpfe sollten so sicher stehen, dass auch ein wackelnder Schrank sie nicht herunterstürzen lässt.

Möbelkanten absichern

Das Stoßen an Möbelkanten ist unangenehm und kann zu Platzwunden und Beulen am Kopf führen. Kinder können Entfernungen oft noch nicht richtig einschätzen und nehmen Hindernisse im Eifer des Gefechts erst sehr spät wahr. Sichere daher alle scharfen Möbelkanten durch einen Kantenschutz (speichelecht und schadstofffrei) ab, der an den Ecken befestigt wird. Wir empfehlen den CalMyotis Kantenschutz.

Die Fenster und Türen richtig sicher machen

Immer wieder hört man von Kindern, die den Sturz aus einem Fenster nicht überlebt haben. Das muss nicht sein. Denn es gibt spezielle Fenster- und Balkonsicherungen, damit dein Kind diese nicht allein öffnen kann. Entferne auch die Kordeln von Gardinen und sorge dafür, dass die Schnur von Jalousien oder Rollos außer Reichweite hängt. Für die Tür empfiehlt sich ein Türstopper, damit die Finger nicht eingeklemmt werden können.
Ideal zum Verschließen von Fenster und Balkontür ist die Sicherung von reer. Für die Türen bieten sich diese Türstopper an.

Treppen unbedingt mit Gitter versehen

Unterschätze die Gefahr von Treppen nicht, denn Kinder sind schnell und ein Treppensturz gefährlich. Mit Hilfe eines Treppenschutzgitters kannst du diese Gefahrenquelle aus der Welt schaffen. Das Treppenschutzgitter von first baby Safety hat sich bewährt.

Vergiftungen vorbeugen

Beseitige alle Gefahrenquellen, an denen sich dein Baby vergiften könnte. Dazu zählen beispielsweise Putzmittel, Medikamente, Zigarettenkippen, Alkohol oder giftige Pflanzen. Wie du Vergiftungen vorbeugst und behandelst, kannst du hier nachlesen.

Idee: Abschließbarer Medikamentenschrank im Schlafzimmer

Ein Medikamentenschrank hat einige Vorteile. Zum einen kommen Kinder nicht heran. Denn schließlich können viele Medikamente für Kinder tödlich sein. Zum anderen sind die Arzneimittel in einem solchen Schrank immer leicht zu finden. Wenn du ihn im kühlsten Raum der Wohnung (meist das Schlafzimmer) anbringst, gehen die Inhaltsstoffe nicht so leicht kaputt. Wir empfehlen z.B. den Medizinschrank von HS-Lighting.

Haustier-Zubehör nicht vergessen

Viele Familien teilen sich ihr Zuhause mit einem oder mehreren Haustieren. Wenn das bei euch auch so ist, denk daran, Dinge wie Katzentoiletten, Futternäpfe, Leinen oder ähnliches außer Reichweite zu stellen/hängen, sofern das überhaupt möglich ist. Auch Vogel- oder Nagerkäfige sollten nie so stehen, dass das Kind sie herunterreißen kann.

Die Wohnung kindersicher machen: Mehr Schutz für die Kleinsten

Wenn ein Baby auf dem Weg ist, muss an vieles gedacht und vieles vorbereitet werden. Dazu gehört ebenfalls, die Wohnung kindersicher zu machen. So geschehen im Haushalt immer noch eine Vielzahl an Unfällen, die vermeidbar gewesen wären. In diesem Beitrag erfahren Sie alles zum Thema Sicherheit.

  1. Ab wann sollte ein Wohnung kindersicher gemacht werden?
  2. Was sollte alles abgesichert werden?
  3. Fazit

1. Ab wann sollte ein Wohnung kindersicher gemacht werden?

Der ideale Zeitpunkt, um die eigenen vier Wände kindersicher zu gestalten, ist, sobald sich der Nachwuchs ankündigt. Bis zur Geburt ist noch ausreichend Zeit, sodass die diversen Schutzmaßnahmen in aller Ruhe überlegt und angebracht werden können.

Spätestens wenn das Kind anfängt sich zu drehen und die ersten Versuche zum umher Robben unternimmt, ist es ratsam, sofort die Wohnung abzusichern. Im Idealfall sind die diversen Maßnahmen bis zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits abgeschlossen.

2. Was sollte alles abgesichert werden?

In jedem Haushalt steckt ein gewisses Gefahrenpotenzial. Dementsprechend gibt es so einiges, das abgesichert werden sollte.

– Treppen: Treppen zählen sicherlich zu den größten Gefahrenstellen im Haushalt.

Hier bieten zwei Schutzgitter, jeweils eines am oberen beziehungsweise unteren Ende der Treppen, ausreichend Sicherheit.

Sobald das Kind motorisch dazu in der Lage ist, sollte zudem unbedingt das Treppensteigen immer wieder an der Hand der Eltern geübt werden.

– Balkon / Fenster: Für Balkone und Fenster werden spezielle Sicherungen angeboten, die es Kindern unmöglich machen, diese allein zu öffnen. Zudem empfiehlt es sich, Schnüre von Fensterläden sowie Kordeln von Gardinen zu entfernen. Des Weiteren stellt man am besten alles außer Reichweite, was von Kindern als Steighilfe genutzt werden könnte.

– Türen: Hier sind Türstopper eine wertvolle Hilfe. Damit ist es nicht mehr möglich, dass sich die Kleinen die Finger einklemmen.

– Steckdosen: Im Einzelhandel werden hierfür spezielle Steckdosensicherungen angeboten. Diese sind mit einer Drehmechanik ausgestattet und werden ganz einfach in die Steckdosen eingesetzt. Kindern ist es nicht möglich, diese Sicherung zu entfernen.

– Möbelkanten: Kanten von Möbeln können zu schlimmen Kopfverletzungen führen. Aufgrund dessen ist es unbedingt ratsam, diese zu polstern beziehungsweise mit Hilfe von einem Kantenschutz abzusichern.

– Herd: Ein ungeschützter Herd ist eine enorme Gefahrenquelle. So kann sich das Kind an den Herdplatten oder am Backofen verbrennen und kochende Töpfe herunterziehen. Abhilfe schafft hier zum einen ein Herdsc

Häufige Gefahrenquelle für Kinder: ein ungeschützter Herd

hutzgitter und zum anderen ein spezielles Backofen-Schloss. Damit ist es dem Kleinen weder möglich, an den Herd zu gelangen, noch die Knöpfe zu drehen. Dank der Backofen-Kindersicherung ist zudem ein Öffnen des Backofens nicht mehr machbar. Auf diese Weise wird nicht nur verhindert, dass sich das Kind am heißen Inneren verbrennt, sondern ebenfalls, dass die Tür bei einem Hochzieh-Versuch nachgibt und der Nachwuchs hinfällt.

– Schränke / Schubladen: Auch hierfür werden im Einzelhandel spezielle Türsicherungen angeboten. Zudem hat man die Wahl zwischen verschiedenen Varianten, die zum Beispiel mithilfe von Magneten funktionieren oder die mit einem besonderen Klebstoff zu befestigen sind.

Achtung: Es sollte ebenfalls daran gedacht werden, die Türen von Gefrier- und Kühlschrank abzusichern, denn auch diese Öffnen Kinder sehr gerne.

– Elektrogeräte: Am besten werden diese Geräte ganz einfach weit nach oben und somit außerhalb der Reichweite des Kindes aufgestellt. Außerdem ist es ratsam, sämtliche Stecker aus der Steckdose zu ziehen, wenn die Geräte im Moment nicht benutzt werden.

– Babybett: Sobald das Baby etwas agiler wird, ist es ratsam, sämtliche Spieluhren sowie Mobiles und Ähnliches aus seinem Bett zu entfernen.

Zudem ist es generell empfehlenswert, nicht zu viel Spielzeug mit ins Bett zu geben. Dies verführt eher zum Spielen als zum Schlafen. Handelt es sich um ein verstellbares Babybett, dann sollte es unbedingt auf die niedrigste Stufe gestellt werden, wenn das Baby damit beginnt, sich am Gitter hochzuziehen.

Wenn der Nachwuchs jedoch versucht, darüber zu klettern, sollten einige Gitterstäbe herausgenommen werden. So kann das Kleine sein Bett selbstständig verlassen und verletzt sich nicht beim Versuch, über die Gitterstäbe zu klettern.

– Regale / Kommoden / Side- und Lowboards: Bei derartigen Möbelstücken besteht ebenfalls immer die Gefahr, dass das Kind versucht, sich daran hochzuziehen. Gerne werden auch Schubladen geöffnet, um auf diese Weise beispielsweise an der Kommode hochzuklettern. Die Schubladen können wie oben ganz einfach befestigt werden. Die Möbelstücke sollte man am besten mit der Wand befestigen. In vielen Fällen werden Regale und Co. bereits mit einer Sicherung gegen das Umkippen ausgeliefert. Andernfalls ist es jedoch auch möglich, diese nachträglich zu kaufen und anzubringen.

– Badewanne: Sobald der Nachwuchs in die große Badewanne darf, ist es ratsam, hier eine spezielle Antirutsch-Matte hineinzulegen. Da Kinder in der Regel sehr gerne im Wasser spielen und dabei auch aufstehen, vermindert eine solche Matte nicht nur das Risiko des Hinfallens, sondern ebenfalls das Verletzungsrisiko.

– Maniküre / Pediküre: Dinge wie Nagelfeilen, Scheren und ähnliches sollten unbedingt außerhalb der Griffweite des Nachwuchses aufbewahrt werden. Am besten ist es, diese Sachen in einem verschließbaren Badezimmerschrank zu verstauen. Allerdings sollte hier dann natürlich auch der Schlüssel abgezogen werden, denn Kinder lernen schnell und sind bald in der Lage, den Schlüssel zu drehen, um so den Schrank zu öffnen.

– Putzmittel: Dasselbe gilt für Putzmittel. Diese werden am besten ebenfalls in einem verschließbaren Schrank mit abgezogenem Schlüssel aufbewahrt. Hier besteht ein enormes Gefahrenpotenzial, da beispielsweise eine Vielzahl an Putzmitteln giftige Substanzen enthält.

– Kamin: Das lodernde Feuer eines Kamins sorgt zwar für eine behagliche Wärme und ein enormes Wohlbefinden, birgt jedoch auch ein hohes Verletzungsrisiko. Deshalb ist es unbedingt ratsam, diesen mit einem Kaminschutzgitter abzusichern. So kann der Kamin wie üblich verwendet werden, und das Kind verletzt sich dennoch nicht. Selbstverständlich sollten Sie neben den Schutzmaßnahmen auch Ihrem Kind bei der Erziehung erklären, was sich hinter dem Gitter befindet und warum sich das Kind besser davon fernhalten sollte.

– Spiegel: Ein Spiegel wird am besten mit Hilfe von Dübeln und Schrauben an der Wand befestigt; so kann er nicht herunterfallen, sondern hängt sicher und fest. Als Alternative bieten sich aber auch Spiegelfolien an, die nur aufgeklebt werden.

– Fernseher: Moderne Flachbildschirm-Fernseher neigen schnell zum umkippen und sorgen so für eine hohe Verletzungsgefahr. Hier bietet es sich beispielsweise an, den Fernseher an der Wand aufzuhängen oder diesen mithilfe eines Seils fest zu justieren.

– Hifi-Anlage: Die Hifi-Anlage mit ihren vielen verschiedenen Knöpfen, interessanten Lautsprechern und Co. übt auf die meisten Kinder eine ungemeine Faszination aus. Dementsprechend sollte man diese am besten entweder in unerreichbarer Höhe aufstellen oder ein Absperrgitter aufstellen. Alternativ hierzu kann aber auch ein Laufstall zweckentfremdet und ganz einfach um die Anlage herum gestellt werden.

– Stolperfallen: Wenn zu viel Spielzeug herumliegt, verwandelt es sich zu Stolperfallen, die zu einem Sturz führen können. Außerdem schmerzt es ungemein, wenn beispielsweise auf Legosteine, Playmobil-Figuren oder ähnliches getreten wird. Deshalb ist es immer besser, dieses nach dem Spielen sofort aufzuräumen.

Tipp: Beim Aufräumen kann der Nachwuchs auch bereits in sehr jungen Jahren mithelfen. So lernt die Kleinen quasi nebenbei, dass man Ordnung halten sollte.

– Dunkelheit: Sobald die Kleinen etwas größer sind, wird gerne auch nachts einmal aus dem Bett gekrabbelt, um beispielsweise zu Mama und Papa oder auch auf das Klo zu gehen. Damit der Nachwuchs sich in der Dunkelheit jedoch nirgends anstößt oder hinfällt, hilft ein sogenanntes Schlummerlicht. Hierbei handelt es sich um ein kleines, abgedunkeltes Licht, das ganz einfach in eine Steckdose gesteckt wird und zumeist mit sehr schönen Motiven versehen ist. Trotz des kleinen Lichts ist es möglich, wunderbar zu schlafen und gleichzeitig ausreichend zu sehen, sollte das Kind nachts aufstehen.

3. Fazit

In einem Haushalt existieren die verschiedensten Gefahren, die jedoch ganz einfach zu beheben sind. Wer hier rechtzeitig vorsorgt, minimiert das Verletzungsrisiko ungemein.

Dennoch sollte man auch in einer abgesicherten Wohnung den Nachwuchs immer im Blick behalten: Die Kleinen sind schnell, neugierig und kommen beständig auf neue Ideen. Doch wer hier die Augen offen hält, vermeidet manchen Unfall.

Des Weiteren ist es ratsam, den Kindern bereits früh beizubringen, was sie dürfen und was nicht. Sollen sich die Kleinen zum Beispiel nicht am Regal hochziehen, nimmt man sie sanft aber bestimmt mit einem deutlichen „Nein“, von dem Möbelstück weg. Dieser Vorgehensweise muss zwar öfters wiederholt werden, aber schlussendlich verstehen es die Kinder, dass sie dort schlichtweg nicht klettern dürfen. Das sorgt nicht nur für mehr Sicherheit in der eigenen Wohnung, sondern auch unterwegs.

Wenn Sie weitere Tipps und Anregungen für die Einrichtung des Kinderzimmers benötigen, lesen Sie gerne unseren Beitrag zum Thema “Babyzimmer – Ab wann sollte Sie mit dem Einrichten starten?”.

Wohnung kindersicher machen: So beugst du Unfällen vor

Viele Kinder-Unfälle im Haushalt sind vermeidbar. Wir zeigen, wie du mit einfachen Einbauten und Verhaltensregeln die Kindersicherheit in Haus und Garten erhöhst.

Kindersicherheit vermeidet Unfälle im Haushalt

Viele der über 200.000 Kinderunfälle pro Jahr im häuslichen Bereich sind vermeidbar (Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder auf Grundlage von Daten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin):

  • 47 Prozent der Unfälle in Haus und Garten betreffen Kinder unter 6 Jahren,mit 58 Prozent mehr Jungen als Mädchen

  • 47 Prozent der Unfälle sind Stürze,

  • 26 Prozent Zusammenstöße,

  • 15 Prozent Verbrennungen und

  • 5 Prozent Verbrühungen.

Damit die lieben Kleinen erst gar nicht in Gefahr kommen, mach deine Wohnung kindersicher.

Unfälle von Kindern im Haushalt nicht selten

Unfälle sind die häufigste Todesursache bei Kindern und Jugendlichen. Nach Ergebnissen der „Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland 2013“ (KIGGS-Studie) hatten rund 16 Prozent der Kinder zwischen 1 und 17 Jahren innerhalb eines Jahres einen Unfall.

Am häufigsten kracht es zu Hause: „So gehen (…) inzwischen knapp die Hälfte (44 Prozent) aller behandlungsbedürftigen Verletzungen, bei den 1- bis 2-Jährigen sogar 85 Prozent, auf einen Hausunfall zurück.“ (KIGGS Broschüre zur Studie 2013). Viele dieser Unfälle hätten nicht sein müssen. Gesundheitsforscherin Anke-Christine Saß vom Robert Koch-Institut sieht die Eltern in der Pflicht, in Wohnung und Garten Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

Wohnung mit Kinderaugen sehen

Gehe in die Knie und schaue dich mit Kinderaugen in der Wohnung um:

  • Was kannst du alles erreichen?

  • Wofür brauchst du Hilfe oder Hilfsmittel?

  • Was ist interessant?

Alle Zimmer und Flure aus Kindersicht zu betrachten, ist der wichtigste Schritt, um für mehr Sicherheit zu sorgen! Mit diesem Blick solltest du deine Kinder auf Gefahren im Haushalt aufmerksam machen.

Dieses Video zeigt dir die Gefahrenquellen in der Wohnung und im Haus:

Rauchmelder können Leben retten

Neben Treppen- und Steckdosensicherungen etc. sollte zum Beispiel auch die Wichtigkeit von Rauchmeldern nicht vernachlässigt werden. Rauchmelder können Leben retten, wenn im Kinderzimmer Feuer ausbricht. „Gerade kleine Kinder geraten schnell in Panik, wenn sie Rauch bemerken. Sie verkriechen sich unter dem Tisch oder gar im Schrank. Das kann eine Falle sein, gerade wenn sich bei einem Schwelbrand der Rauch in Bodennähe sammelt.“, so Martina Abel, Geschäftsführerin der BAG Mehr Sicherheit für Kinder. Dann sei bereits nach wenigen Atemzügen eine Ohnmacht möglich – und dann ginge es tatsächlich um Sekunden.

Wichtig ist es also auch, mit Kindern das richtige Verhalten in Gefahrensituationen zu üben. Im Brandfall heißt das: Schnell raus aus dem Zimmer, Erwachsene alarmieren, die Feuerwehr anrufen, die Wohnung verlassen. „Die 112 am besten groß und gut sichtbar am Telefon anbringen“, rät Martina Abel.

Tipps für ein kindersicheres Kinderzimmer

Im Kinderzimmer wird gespielt, getobt und geschlafen. Wir sagen dir, welche Maßnhamen du treffen sollest, damit dein Kind dabei weitgehend vor Unfällen geschützt ist.

So sorgst du für Sicherheit im Kinderzimmer

1. Möbel kippsicher montieren und kindgerecht einräumen

Man mag gar nicht hinschauen! Deshalb: nur kippsichere Möbel im Kinderzimmer.

Möbel, Regale und Schränke werden gern zum Klettergerüst umfunktioniert. Deshalb sollten sie kippsicher an der Wand fixiert sein, das Kreuz an der Rückseite reicht nicht aus!
Um Kletterversuchen vorzubeugen solltest du aktuell beliebte Spielzeuge am besten weit unten lagern und, wenn nötig, den Kindern den Gebrauch eines Tritthockers nahebringen.
Schwere Gegenstände wie zum Beispiel Puppenhaus oder Autogarage sollten in Regalen generell immer unten gelagert werden oder aber, wenn aktuell nicht mit ihnen gespielt wird, auf „unerkletterbaren“ Möbeln wie dem Kleiderschrank. So verhinderst du, dass das Spielgerät beim Fischen aus dem Regal auf Ihr Kind fällt.

2. Kanten von Möbeln polstern
Kanten von Möbeln lassen sich abpolstern. Dafür gibt es spezielles Kantenschutz-Zubehör oder Sie schützen Ecken und scharfe Kanten mit Schaumstoff oder Kissen. Auf jeden Fall sollten alle Möbel „entschärft“ werden, die entlang der meistgenutzten Laufwege deines Kindes liegen – auch in der Küche und im Wohnzimmer!

3. Ordnung halten und damit Stolperfallen vermeiden
Zu viele Möbel und Spielzeuge, die herum stehen oder liegen, nehmen Platz weg und stellen Stolperfallen dar. Kleinteile, wie Legosteine oder Spielfiguren bergen außerdem ein Verletzungsrisiko, wenn auf sie getreten wird. Deshalb achte auf Ordnung im Kinderzimmer!

4. Achtung bei Teppichen und Läufern
Lose Teppiche und Läufer im Kinderzimmer sollten rutschfest verlegt sein und keine Stolperkanten haben. Achte außerdem auf die entsprechende Pflege der Teppiche, um das Umfeld deines Kindes hygienisch sauber zu halten.

5. Schubladen sichern
Schubladen, auch am Schreibtisch, sollten mit einer Sperre ausgestattet sein, damit sie nicht herausrutschen.

6. Kindersicherung an der Elektrizität
An die Kindersicherungen in den Steckdosen denken die meisten Eltern. Aber wie sieht es mit den Leitungen aus? Stromleitungen sollten unter Putz liegen, die Zuleitungen zu Lampen oder dem Kassettenrekorder sollten fest und stolpersicher montiert sein.

7. Sicherungen am Fenster anbringen
So mancher Schlafwandler wollte schon des Nachts aus dem Fenster klettern. Doch auch tagsüber ist das Geschehen auf der Straße so interessant, dass man sich ganz unbedingt hinauslehnen muss. Also die Fenster möglichst mit Riegeln versehen – am besten mit abschließbaren Griffen. Das gilt natürlich nicht nur für das Kinderzimmer.

8. Balkon absichern
Grenzt ein Balkon an, achten Sie darauf, dass keine Kletterhilfen wie zum Beispiel große Blumentöpfe herumstehen. Und bringe bitte ein Sicherungsgitter an!

9. Schlummerlicht für die Nacht
Viele Kinder wachen in der Nacht auf, müssen auf die Toilette oder wandern ins Schlafzimmer ihrer Eltern. Damit sie sich im Dunkeln zurechtfinden, sich nicht stoßen oder hinfallen, gibt es Schlummerlichter.

Kindersicher in Küche, Bad und Garten

Miniköche, kleine Hobbygärtner und wilde Piratenspiele: Auch Küche, Garten und Badezimmer müssen für unfallfreien Kinderspaß gesichert werden. Darauf solltest du achten.

Kindersicherheit in der Küche

Hier wird gekocht und gegessen, da wollen alle Miniköche mithelfen!

Lassen Sie keine gefährlichen Gegenstände in greifbarer Nähre Ihrer Kinder herumliegen.

1. Spielbereich in der Küche einrichten
Ein fester Platz zum Spielen, abgegrenzt durch ein Laufgitter oder optisch über eine Unterlage, gibt Kindern das Gefühl, auch hier ein eigenes Reich zu haben. Zum Rennen und Toben ist es der falsche Ort, spritzendes Fett oder Wasser können den Boden sehr glatt werden lassen – Ausrutschgefahr!

2. Elektrische Geräte außer Reichweite stellen
Stelle elektrische Geräte wie Kaffeemaschinen oder Wasserkocher außerhalb der Reichweite der Kinder auf. Und lasse die Kabel nicht herunterhängen!

3. Backofen und Spülmaschine sichern
Spülmaschine und Backofen sollten stets geschlossen sein. Beim Kochen solltest du die Pfannenstiele nach hinten drehen, sonst sind sie schnell heruntergerissen. Am besten sichere den Herd noch mit einem Herdgitter. Vor allem ältere Backöfen brauchen einen Fensterschutz, da sie schnell zu heiß werden!

4. Putzmittel wegsperren
Reinigungs- und Putzmittel gehören in einen abschließbaren Schrank, sie können zu Vergiftungen und Verätzungen führen.

Den Garten kindersicher machen

1. Keine Gartengeräte herumliegen lassen
Ein Klassiker in jedem Slapstickfilm, in der Realität jedoch hochgefährlich: Ein Tritt auf die Harke, der Stiel kippt hoch und haut heftig auf die Nase. Lasse also Gartengeräte nicht herumliegen! Auch der Gartenschlauch sollte sofort nach Gebrauch eingerollt werden, er kann sonst zur Stolperfalle werden und im schlimmsten Fall das Kind beim Spielen strangulieren.

2. Bäume und Zäune vorm Klettern schützen
Bäume immer wieder überprüfen, ob für Kinder erreichbare Äste morsch geworden sind und Stürmen sowie Kletteraktionen nicht mehr standhalten. Auch Zäune sollten für Kinder nicht zu erklettern sein.

3. Gartenteich einzäunen
Ein Gartenteich sollte unbedingt eingezäunt werden – einen Meter Abstand zum Ufer einhalten!

Um den Gartenteich gehört ein Zaun!

Das kindersischere Badezimmer

Planschen und baden – ein Hochgenuss! Damit es auch so bleibt:
1. Kind nie allein im Bad lassen
Lass dein Kind nie allein im Bad! Denn auch in niedrigem Wasser in der Badewanne können Kleinkinder ertrinken. Außerdem haben die meisten Badezimmertüren ein Schloss oder einen Schlüssel stecken, mit denen sich das Kind aus Versehen einschließen könnte.

2. Rutschfallen beseitigen
Der Boden ist meist wischfreundlich mit Fliesen ausgestattet, auf denen man leicht ausrutschen kann. Verwende Anti-Rutsch-Matten – auch in der Badewanne.

3. Armaturen sichern
Die Armaturen lassen sich mit Stoßsicherungen ausstatten. Die Mischbatterie kann man mit einem Temperaturregler ausstatten, damit es nicht über 50 Grad heiß wird und Verbrühungen vermieden werden.

4. Elektrische Geräte wegschließen
Und den Föhn sofort nach Gebrauch vom Stromnetz nehmen und wegräumen!

Fitness und Motorik schützen vor Unfällen

Kindersicherheit im Haushalt ist nicht nur eine Frage der elterlichen Vorsorge und Vorbereitung. Wenn Kinder ein gutes Körpergefühl haben, können sie ihre Umgebung besser einschätzen. So kannst du dabei helfen.

Sport und Bewegung schützen vor Verletzungen

Die meisten Kinder verletzen sich bei Stürzen und Zusammenstößen. „Sie haben nicht gelernt, schnell und richtig auszuweichen, sich abzufangen oder abzurollen“, sagt Susanne Brand, Jugendbildungsreferentin der Deutschen Turnerjugend. Sie meint, etwa 60 Prozent der Unfälle seien vermeidbar. „Kinder haben heute ein eingeschränktes Bewegungsfeld. Sie sitzen mehr statt sich draußen zu bewegen. Dadurch gehen Kondition, Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit immer mehr verloren“, erklärt sie.

Eine gute Motorikschulung macht Kinder mit der Schwerkraft vertraut, vermittelt ein gutes Gefühl für den eigenen Körper. Purzelbaum, sich auf eine Matratze fallen lassen, kopfüber an einer Stange pendeln, an einem Gerüst klettern – all diese klassischen Übungen und Spiele sind hierfür geeignet. In der Gruppe macht das natürlich am meisten Spaß.
Doch nicht nur das Training im Verein hält fit. „Es gilt, die nähere Umgebung als Raum für Bewegungsspiele zu entdecken“, sagt die Jugendbildungsreferentin. Schärfe also den Blick für interessante Bewegungsmöglichkeiten: Vielleicht ist der Vorgarten der Nachbarn mit einem Mäuerchen eingefasst, auf dem man balancieren kann. Bei Regen kann man, statt zu Hause fernzusehen, wunderbar in Gummistiefeln über Pfützen springen. Eltern, die mitmachen, sind immer die allerbeste Motivationshilfe!

Sicherheit beginnt in den eigenen vier Wänden

Elektrogeräte und Strom

Minderwertige oder defekte Elektrogeräte sind ebenso wie unsachgemäß ausgeführte Installationen oder Reparaturen eine besondere Gefahrenquelle. Doch auch Verlängerungskabel und herunterhängende Stromkabel sind mit Unfallrisiken verbunden: Man kann daran hängen bleiben oder darüber stolpern. Und für Kinder bieten sie zusätzliche Gefahren, wenn sie sich zum Beispiel daran festhalten wollen. Auch Steckdosen wecken die kindliche Neugier und sollten deshalb mit geeigneten Steckdosensicherungen versehen werden. Im Handel gibt es „kindersichere“ Steckdosen, die sich nur beim Einstecken des Steckers öffnen.

  • Verwenden Sie nur technisch einwandfreie Elektrogeräte und Stromkabel.
  • Defekte Geräte, Stecker und Kabel sollten sofort fachgerecht repariert oder ausgetauscht werden.
  • Achten Sie beim Kauf von Elektrogeräten auf Qualitätssiegel wie das Prüfzeichen „Geprüfte Sicherheit“ (GS).
  • Elektrokabel sollten möglichst immer fest verlegt sein.
  • Wo Leitungen nicht unter Putz verlegt oder durch Möbel verdeckt sind, sollten sie mit Kabelkanälen oder Kabelschellen befestigt oder hinter spezielle Fußleisten verlegt werden.
  • Lassen Sie Kinderschutzsteckdosen installieren oder versehen Sie vorhandene Steckdosen, auch Mehrfachsteckdosen, mit Kindersicherungen.
  • Halten Sie Elektrogeräte immer außerhalb der Reichweite von Kindern, besonders im Bad.
  • Ziehen Sie nach Gebrauch eines Elektrogeräts immer sofort den Netzstecker und räumen Sie das Gerät weg.
  • Bewahren Sie Elektrogeräte im Bad oder in der Küche nicht in der Nähe von Wasser auf.
  • Verwenden Sie im Kinderzimmer nur Geräte mit einer Netzspannung von maximal 24 Volt. Bei Geräten, die überwiegend von Kindern benutzt werden, ist dies sogar Vorschrift.
  • Installieren Sie gegebenenfalls nachträglich Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schutzschalter), die sehr schnell und bereits bei kleinsten Fehlerströmen den überwachten Stromkreis ausschalten.

Die wichtigsten Sicherheitshinweise zum Thema Strom haben wir für Sie in Form einer praktischen Checkliste zum direkten Herunterladen zusammengefasst.

Wie Eltern die Kindersicherheit im Haushalt erhöhen

Viele werdende Eltern, die ihr erstes Kind erwarten, müssen ganz offen zugeben, dass sie sich über das Thema Kindersicherheit bislang keine großen Gedanken gemacht haben. Dabei ist dies ein ganz wichtiger Punkt, denn noch nie zuvor gab es so viele Gefahren, die Babys und Kleinkinder bedrohen.

Für einige Eltern mag eine solche Aussage etwas übertrieben klingen, allerdings ist dies die Realität. Schon allein wegen des zunehmenden Wohlstands unserer Gesellschaft ist dies ein großes Thema: Noch nie zuvor haben die Menschen so viele Dinge besessen – und so manche Dinge können ernsthafte Gefahren verkörpern. Man denke nur an Kleinteile, die von Kleinkindern in den Mund genommen und verschluckt werden. Aber auch Kabel, Ladegeräte etc. können für Babys und kleine Kinder schnell zur Gefahr werden.

Viele Gefahren lauern im Haushalt

Letzten Endes lauert im Haushalt eine Vielzahl an Gefahren, weshalb Eltern vorsichtig sein müssen. Zwar braucht niemand in Panik verfallen, jedoch ist es empfehlenswert, jeden Raum zumindest einmal genau zu überprüfen. Hierbei geht es darum, mögliche Gefahren zu entdecken und dann nach Lösungen zu finden, um sie anschließend zu beseitigen.

Allerdings lassen sich nicht alle Gefahrenquellen immer direkt beseitigen, weshalb es umso wichtiger ist, dass Eltern ihre Kinder möglichst dauerhaft beaufsichtigen. Doch gerade dies ist leichter gesagt als getan. Zum Glück gibt es Hilfsmittel, welche die Aufsicht maßgeblich erleichtern. Hierzu zählt insbesondere das Babyphone, das in keinem Haushalt mit Baby fehlen sollte. Immerhin ist ein Babyphone ungemein praktisch: Es bietet einem die Chance, sich nicht ständig im selben Raum mit dem Kind aufhalten zu müssen – und dennoch bekommt man sofort mit, wenn das Kind zu schreien beginnt.

Die Auswahl eines Babyphones ist allerdings ein Thema für sich. Werdende Eltern nehmen häufig an, dass ein gutes Babyphone schnell gefunden ist. Doch sobald man sich im Handel umsieht, wird man relativ schnell feststellen, dass eine ungemein große Auswahl existiert. Sie ist so groß, dass man leicht den Überblick verlieren kann. Außerdem existieren Preisunterschiede, die teilweise sehr deutlich ausfallen. Jedoch brauchen sich Interessenten dadurch nicht verunsichern lassen. Ein Babyphone Test hilft dabei, schnell die besten Modelle ausfindig zu machen und mehr über deren Vor- und Nachteile zu erfahren. Wer einen solchen Babyphone Test sucht, kann sich bei windeln.de ausführlich informieren.

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