Hand- fuß- mund krankheit

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Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Behandlung

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit lässt sich nicht ursächlich behandeln, das heißt: Es gibt keine Medikamente gegen die auslösenden Viren. Das ist aber auch nicht nötig, weil die Erkrankung in der Regel harmlos verläuft. Die Behandlung beschränkt sich darauf, die Symptome zu lindern. So kann man zum Beispiel ein schmerzlinderndes und fiebersenkendes Medikament geben, beispielsweise mit dem Wirkstoff Paracetamol.

Auch Acetylsalicylsäure (ASS) ist ein beliebtes Schmerz- und Fiebermittel. Es eignet sich aber nicht für Kinder: Bei ihnen kann das Medikament in Verbindung mit einer Virusinfektion schwerwiegende Komplikationen wie das Reye-Syndrom auslösen.

Gegen schmerzende Bläschen im Mund kann der Arzt eine milde, schmerzlindernde Tinktur zum Auftupfen oder zum Spülen verschreiben. Diese enthält meist die Wirkstoffe Chlorhexidin oder Lidocain. Auch verschiedene Mittel auf pflanzlicher Basis (Kamille, Melisse, Thymian) können bei Symptomen der Hand-Fuß-Mund-Krankheit Linderung bringen.

Trotz der schmerzhaften Bläschen im Mund sollten Patienten genügend trinken. Besonders bei Kindern besteht sonst die Gefahr von Austrocknung.

Antibiotika sind generell bei viralen Infektionen nicht wirksam, da sie nur gegen Bakterien helfen. In manchen Fällen kann sich aber zusätzlich zur viralen Hand-Fuß-Mund-Krankheit eine bakterielle Infektion (Superinfektion) entwickeln. Dann kann eine Antibiotikabehandlung nötig sein.

Hand-Fuß-Mund Krankheit: Hausmittel

Nicht nur mit schulmedizinischen Maßnahmen, sondern auch mit Hausmitteln lässt sich etwas gegen die Beschwerden der Hand-Fuß-Mund-Krankheit tun. Einige Beispiele für geeignete Hausmittel:

  • Bei Fieber können Hausmittel wie Wadenwickel helfen.
  • Die Bläschen im Mund machen oft das Kauen und Schlucken schmerzhaft. Empfehlenswert sind dann gekühlte oder lauwarme Speisen, die nicht stark gekaut werden müssen (wie Joghurt, Pudding, Suppe) und Getränke wie abgekühlter Kamillen- oder Ringelblumentee.
  • Man kann die schmerzhaften Bläschen im Mund mit einem in Honig getunkten Wattestäbchen betupfen. Das kann lindernd wirken.

Hand-Fuß-Mund Krankheit: Homöopathie

Manche Menschen versuchen zudem den Heilungsprozess der Hand-Fuß-Mund-Krankheit mit Homöopathiezu unterstützen. So soll zum Beispiel Rhus toxicodendron gegen den bläschenartigen Hautausschlag helfen. Generell bei fieberhaften Infekten werden etwa Apis und Belladonna empfohlen. Ein erfahrener Arzt oder Homöopath kann Sie bei der Auswahl, Anwendung und Dosierung von homöopathischen Mitteln bei der Hand-Fuß-Mund-Krankheit beraten.

Das Konzept der Homöopathie und ihre spezifische Wirksamkeit sind in der Wissenschaft umstritten und durch Studien nicht eindeutig belegt.

Wirklich Ruhe hat man vor der Hand-Fuß-Mund-Krankheit eigentlich nie: Sie kann das ganze Jahr über auftreten, mit Schwerpunkt im Spätsommer und Herbst. Zudem sind die verantwortlichen Erreger überall verbreitet. Es handelt sich dabei um verschiedene Enteroviren, vor allem Coxsackie-A-Viren und das Enterovirus A71.

Vor allem Kinder unter zehn Jahren erkranken an der Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Erwachsene können aber ebenfalls betroffen sein. Besonders wenn in Kita, Kindergarten oder Schule ein jemand erkrankt, dauert es meist nicht lange, bis die hochansteckende Krankheit um sich greift.

Besonders gefährdet sind zudem Menschen mit einer Abwehrschwäche. Die Ursache dieses Immundefizits kann eine andere Erkankung (wie HIV) oder eine immunschwächende Therapie (z.B. Einnahme von Immunsuppressiva) sein. Durch die Abwehrschwäche können die Erreger der Hand-Fuß-Mund-Krankheit im schlimmsten Fall eine Hirnhautentzündung hervorrufen oder Organe wie Leber und Herz schädigen.

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit wird oft fälschlicherweise als Maul- und Klauenseuche bezeichnet. Diese Erkrankung kommt jedoch nur bei Rindern, Schafen und Schweinen vor und steht in keinem Bezug zur Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Dennoch wird Letztere oft auch „falsche Maul- und Klauenseuche“ genannt.

Hand-Mund-Fuß-Krankheit: Symptome, Bilder & Behandlung

Wer keine Kinder hat, hat wahrscheinlich noch nie davon gehört. Wer kleine Kinder hat, fürchtet sie: Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit! Es handelt sich dabei um eine Hautinfektion, die vor allem bei Kindern unter 10 Jahren auftritt und kann ganz schön unangenehm sein kann. Wie das Krankheitsbild aussieht, welche Symptome auftreten können und wie sie behandelt wird.

Typischer Ausschlag der Hand-Mund-Fuß-Krankheit an den Händen.

Wie steckt man sich der Hand-Mund-Fuß-Krankheit an?

Die Mund-Hand-Fuß-Krankeit ist eine Virusinfektion, die beim Husten oder Niesen durch sogenannte Tröpfcheninfektion weitergegeben werden kann. Außerdem ist eine Ansteckung über eine Schmierinfektion durch Stuhl möglich. Von der Hand-Mund-Fuß-Krankheit sind deshalb insbesondere Kitas, Kindergärtenund Spielgruppen betroffen. Die Erkrankten sind während der ersten Tage sehr ansteckend. Einige Tage bis zwei Wochen nach der Ansteckung treten die ersten Symptome auf. Sind ältere Kinder oder Erwachsene erkrankt, kann die Hand-Fuß-Mund-Krankheit auch völlig symptomlos sein. Insgesamt dauert die Hand-Mund-Fuß-Krankheit zwischen acht und zwölf Tagen. Eine Impfung gibt es nicht.

Symptome der Hand-Mund-Fuß-Krankheit

➤ Aussschlag und Bläschen

Nicht-juckender Hautausschlag, vor allem an Handinnenflächen und Fußsohlen. Es bilden sich rötliche Flecken, die sich im Verlauf zu Bläschen entwickeln können und innerhalb von 10 bis 12 Tagen abheilen.

➤ Der Mund ist auch betroffen
An der Mundschleimhaut können sich schmerzhafte Bläschen, sogenannte Aphten, bilden.

➤ Begleiterscheinungen
Leichtes bis mittelstarkes Fieber, Hals- und Bauchschmerzen sowie Erbrechen sind mögliche Begleiterscheinungen der Hand-Mund-Fuß-Krankheit.

➤ Seltene Zusatzinfektion
In seltenen Fällen kann es zu einer Mandelinfektion kommen.

Was kann man gegen die Hand-Mund-Fuß-Krankheit tun?

Leider nicht viel! Der Körper muss ohne Hilfe mit der Infektion fertig werden. Der Gang zum Kinderarzt ist in jedem Fall anzuraten, um die Hand-Mund-Fuß-Krankheit eindeutig zu diagnostizieren und andere Krankheiten auszuschließen.

Achtung: Der Inhalt der Bläschen sowie Speichel und Stuhl des kleinen Patienten sind besonders ansteckend. Deshalb sollten Sie unbedingt ausreichend Hände waschen und auf gründliche Reinigung der Handtücher und Spielsachen achten!

Hautausschlag bei Baby und Kind

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Für Abhilfe bei schmerzenden Bläschen im Mund sorgen Tinkturen aus der Apotheke oder auch Honig, der direkt aufgetragen werden kann, sowie Mundspülungen mit lauwarmem Kamillen- oder Ringelblumentee. Wichtig bei der Diagnose Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist eine ausreichende Versorgung des Kindes mit Flüssigkeit, auch wenn das Trinken schmerzhaft ist. Wasser, Tee oder auch Wasser- oder Milchspeiseeis sorgen dafür, dass die Mundschleimhaut nicht austrocknet und die Wundstellen schnell abheilen können. Dem kranken Kind sollten möglichst keine fruchtsäurehaltigen Speisen und Getränke angeboten werden. Besser: lauwarme Suppen, Brei oder Püree.

Allergisches Handekzem: Anfassen mit Folgen

Ist Ihre Hand rot, juckt und nässt oder erkennen Sie kleine Bläschen? Dann gehören Sie vielleicht zu den zwei bis vier Prozent der Deutschen, die unter einem allergischen Handekzem leiden.

Bei dieser am häufigsten auftretenden Form des Kontaktekzems entzündet sich die Haut, wenn eine normalerweise harmlose Substanz, wie sie zum Beispiel im Haargel oder in einer Pflegecreme enthalten ist, immer wieder an die Hände gelangt. Der Körper hat diesen Stoff dann fälschlicherweise als gefährlich eingestuft, als er ihn zum ersten Mal berührt hat. Nun bekämpft er ihn gezielt bei jedem weiteren Kontakt: Die Haut reagiert über, die Hände entzünden sich.

Wann ein Mensch ein Handekzem entwickelt, hängt ab von inneren und äußeren Faktoren. Zu den inneren zählt vor allem die genetische Veranlagung für Allergien. Zu den äußeren gehören Allergie auslösende Stoffe, sogenannte Allergene. Uns begegnen im Alltag schätzungsweise etwa 60.000 Chemikalien, weitere 13.000 finden sich in Kosmetika, Medikamenten und Unkrautvernichtungsmitteln. Zu den Stoffen, die besonders häufig ein Kontaktekzem verursachen, gehören:

  • Nickel
  • Chrommoleküle in Leder und Zement
  • Konservierungsmittel, insbesondere das in Impfstoffen vorkommende Konservierungsmittel Thiomersal
  • Wollwachsalkohole in Cremes und Salben,
  • Antibiotische und entzündungshemmende Medikamente

Friseure, Maler und Reinigungskräfte haben ein erhöhtes Risiko, ein Handekzem zu entwickeln. Arbeiter in der Metall-, Pflege-, Nahrungsmittel- und Baubranche ebenso. Etwa 80 Prozent der arbeitsbedingten Hautkrankheiten kommen in diesen sieben Berufsgruppen vor. Kein Wunder, haben die Menschen in diesen Berufen doch ständig Kontakt mit Allergie auslösenden Mitteln in Haarfarben, Kunststoffen oder Desinfektionsmitteln.

Die Suche nach dem großen Unbekannten

Das Behandeln entzündeter Hände kann für die Betroffenen weitreichende Konsequenzen haben. Denn die beste Therapie heißt: Lassen Sie die Finger von den Stoffen, die Ihnen nicht gut tun! Dann heilt das allergische Kontaktekzem meist wieder vollständig ab. Das bedeutet aber, dass Sie vielleicht Ihren Job wechseln müssen.

Vorher sollte natürlich ein Arzt erst einmal herausfinden, gegen welche Substanz Sie allergisch sind. Das wird schwierig, weil viele Stoffe als Übeltäter in Frage kommen. Zudem reagieren die Hände meist erst ein bis drei Tage später auf die auslösende Substanz – und wir haben längst vergessen, was wir alles in den Händen hatten.

Symptome

Ein allergisches Kontaktekzem entwickelt sich an Hautstellen, die ein bis drei Tage zuvor mit einem Allergie auslösenden Stoff Kontakt hatten. Da wir meistens mit den Händen Gegenstände und Flüssigkeiten berühren, entwickeln sich die roten, juckenden Stellen hier am häufigsten. Besonders gefährdet sind die Finger- und der Handrücken. Dagegen sind die Innenflächen der Hände durch ihre dicke Hornschicht besser vor diesen Allergenen geschützt.

Ein Handekzem kann ganz unterschiedliche Beschwerden verursachen: Die Hände sind gerötet oder geschwollen; sie jucken; die Haut nässt, spannt, brennt oder wirft sogar Blasen. Ist die Haut der Hände schon länger entzündet, kann Sie außerdem noch schuppen, Krusten bilden, sich verdunkeln, einreißen oder verdicken.

So wächst das Handekzem

Unter dem Mikroskop ist gut zu sehen, wie sich die Haut durch das allergische Handekzem mit der Zeit verändert. Innerhalb der ersten sechs Stunden nach Kontakt mit dem auslösenden Stoff erweitern sich zunächst die Blutgefäße. Wasser strömt in das umgebende Gewebe ein. Erste Bläschen entstehen und bilden sich nach weiteren sechs Stunden voll aus.

Nach etwa einem Tag sind die Bläschen auch mit dem bloßen Auge zu erkennen. Bis zum zweiten Tag nehmen sie weiter zu. Zu diesem Zeitpunkt verhornt die Haut auch verstärkt. Die Allergie hat nun ihren Höhepunkt erreicht und flaut innerhalb von drei Tagen wieder ab: Es lösen sich Schuppen von der Haut, die Hände sind gerötet oder erscheinen dunkler.

Diagnose

Wenn Sie mit Ihren Hautbeschwerden zum Arzt gehen, stellt er Ihnen zunächst eine Reihe von Fragen. Damit versucht er, die genaue Ursache für Ihr Handekzem herauszufinden. Er möchte wissen, ob Sie diese Symptome schon öfter hatten, ob Sie vor kurzem mit neuen Substanzen in Berührung gekommen sind und ob Sie Genaueres über die Entstehung des Ekzems sagen können. Von Bedeutung ist auch, ob Sie andere Krankheiten haben und ob Hautprobleme in Ihrer Familie vorkommen.

Erzählen Sie Ihrem Arzt unbedingt, mit welchen Allergie auslösenden Stoffen Sie beruflich und privat regelmäßig zu tun haben. Das können sein: Schmuck, Reinigungsmittel, Klebstoff, Salben und Kosmetika, Wandfarben.

Hauttests bringen Klarheit

Nach dem Gespräch rät der Arzt Ihnen zu einem Hauttest. Mit diesem sogenannten Epikutantest kommt er auch den speziell für Sie in Frage kommenden Allergieauslöser auf die Spur: Er klebt Ihnen geringe Mengen der Testsubstanz mit einem Pflaster auf den Rücken. Nach etwa zwei Tagen nimmt er das Pflaster wieder ab und schaut sich die darunter liegende Haut genau an. Ist sie gerötet, geschwollen oder haben sich Bläschen gebildet, sind Sie wahrscheinlich gegen die entsprechende Testsubstanz allergisch.

Auch mit dem sogenannten Provokationstest kann der Arzt herausfinden, ob Sie einen bestimmten Stoff nicht vertragen. Dafür reibt er den möglichen Allergieauslöser direkt auf die Haut. Verändert die sich, ist die Allergie nachgewiesen.

Es muss nicht immer eine Allergie sein

Nicht immer steckt hinter entzündeten Händen eine Allergie. Rötungen und Bläschen entstehen auch, wenn die Hände immer wieder mit hautreizenden Stoffen wie Reinigungs- oder Spülmittel in Berührung kommen. Dadurch wird die obere Schicht der Haut geringfügig geschädigt. Ärzte sprechen dann von einem subtoxisch-kumulativen Handekzem. Gelegentlich reicht sogar normales Leitungswasser aus, um den sogenannten Säureschutzmantel der Haut zu schädigen und ein Ekzem hervorzurufen.

Die gleiche Wirkung haben Chemikalien, Strahlen oder Lösungsmittel. Bei dem sogenannten toxischen Handekzem entzündet sich die Haut nur an der Stelle, an der die Substanz direkt eingedrungen ist. Und wer Neurodermitis hat, trägt auch die Veranlagung in sich, ein Ekzem zu bekommen. Die Haut von Neurodermitikern ist trocken und oft entzündet. Die chronischen Ekzeme können auch an den Händen auftreten, vor allem an den Handrücken.

Ein Teufelskreis: Wenn die Haut durch ein toxisches oder subtoxisch-kulmulatives Ekzem geschädigt ist, können allergieauslösende Stoffe leichter und tiefer eindringen. Und dann lösen sie vielleicht zusätzlich ein allergisches Handekzem aus.

Therapie

Die beste Therapie bei Handekzemen heißt: Lassen Sie die Finger von den auslösenden Stoffen! Das klingt so einfach, und ist im Einzelfall doch so schwer umzusetzen: Wer kann schon einfach seinen Beruf aufgeben oder wechseln?

Wenn Sie Ihr allergisches Ekzem schon länger haben, es also chronisch geworden ist, wird Ihnen der Arzt wahrscheinlich Kortison als Salbe oder Creme verschreiben. Die sollten Sie aber spätestens nach einer Woche durch eine kortisonfreie Pflegesalbe ersetzen – beispielsweise durch ein Teerpräparat. Denn Kortison macht Ihre Haut auf Dauer dünn und schädigt sie so noch mehr.

Unter Umständen brauchen Sie nach zwei Wochen erneut ein Kortisonpräparat, ein sogenanntes Glukokortikoid. Im Extremfall – also bei akuten, schweren oder nicht heilenden Handekzemen – kommen auch kurzzeitig Kortisontabletten in Frage. Wenn Sie keine Therapie mit Kortison wollen, haben Sie durchaus eine Alternative: eine Kombinationsbehandlung aus dem Medikament Psoralen und UV-A-Licht In einigen Fällen hat sich diese Behandlung bewährt.

Experten diskutieren derzeit darüber, ob Calcineurin-Antagonisten für die Behandlung eines Kontaktekzems in Frage kommen. Das sind Medikamente, die das Immunsystem hemmen, Entzündungen bekämpfen und bei Neurodermitis helfen. Obwohl sie für die Behandlung von Kontaktekzemen in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht zugelassen sind, verschreiben Ärzte sie manchmal trotzdem. Denn diese Mittel verdünnen die Haut nicht so wie Kortison. Aber auch sie sind nicht ungefährlich: In Tierversuchen zeigte sich ein erhöhtes Risiko für Haut- und Lymphknotenkrebs.

Gönnen Sie Ihren Händen ein Teebad

Pflegen Sie Ihre Haut regelmäßig und gründlich mit geeigneten Cremes und Salben, im akuten Zustand mit einer Lotion. Baden Sie Ihre entzündeten Hände in sogenannten künstlichen Gerbstoffen oder in schwarzem Tee. Haben zusätzlich Keime die erkrankte Haut Ihrer Hände befallen, fragen Sie Ihren Arzt nach Wirkstoffen, die Bakterien bekämpfen und abtöten.

Jucken Ihre Hände sehr stark, lindern Medikamente mit Antihistaminika und Polidocanol den Reiz. Haben Sie Ihr Handekzem schon sehr lange und ist die Hornhaut an den Händen verdickt, weichen Sie diese mit Salicylsäure oder hochprozentigen Harnstoffmitteln auf. Dann können die eigentlichen Medikamente anschließend besser in die Haut eindringen und wirken.

Auch wenn Ihre Hände wieder ganz gesund aussehen: Die Widerstandskraft Ihrer Haut ist noch bis zu fünf Monate geschwächt, nachdem das Handekzem abgeheilt ist. Wenn Sie mögliche Auslöser weiterhin konsequent umgehen und regelmäßig Schutz- und Pflegesalben verwenden, vermeiden Sie einen Rückfall.

Tipps

  • Waschen Sie Ihre Hände nur so oft, wie es unbedingt nötig ist.
  • Lassen Sie an Ihre Hände nur lauwarmes Wasser und rückfettende, seifenfreie Reiniger. Trocknen Sie sich anschließend gut ab.
  • Benutzen Sie nach jedem Händewaschen eine nicht zu wässrige Creme oder Salbe.
  • Tragen Sie Schutzhandschuhe, wenn Sie mit Wasser oder scharfen Substanzen in Berührung kommen. Am besten sind baumwollgefütterte Gummihandschuhe. Lassen Sie die Handschuhe zwischendurch immer wieder trocknen.
  • Bevorzugen Sie hautschonende Naturkosmetika ohne künstlichen Duft- und Farbstoff. Diese erkennen Sie zum Beispiel am Siegel „Kontrollierte Naturkosmetik“ des Bundesverbandes Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und Körperpflegemittel (BDIH).
  • Tragen Sie keine Ringe und Armbänder, solange Ihr Handekzem noch nicht vollständig abgeheilt ist.
  • Meiden Sie Lösungs- und Reinigungsmittel sowie andere hautreizende Substanzen.
  • Nehmen Sie unbedingt und regelmäßig die Medikamente, die Ihr Hautarzt Ihnen verschrieben hat.
  • Auch wenn’s juckt: Kratzen Sie nicht an Ihren Händen! Damit schaden Sie Ihrer Haut nur zusätzlich.
  • Schützen Sie Ihre Hände im Winter mit Handschuhen vor der Kälte und cremen Sie sie besonders gut ein.

Expertenrat

Dr. Axel Schnuch, Leiter des Informationsverbunds Dermatologischer Kliniken in Göttingen, beantwortet Ihre Fragen:

Damit ein Stoff als Allergen wirken kann, müssen seine Moleküle bestimmte Eigenschaften besitzen: Einerseits müssen sie so klein sein, dass sie die Schutzbarriere Haut passieren können. Außerdem müssen sie sogenannte proteinreaktive Strukturelemente wie zum Beispiel Aldehyde besitzen. Sind in einem Molekül mehrere davon vorhanden, kann diese Substanz als Allergen wirken und eine Allergie auslösen. Mehrere tausend Substanzen können aufgrund ihrer Struktureigenschaften als Allergene funktionieren. Davon spielen im Alltag etwa 400 eine Rolle. Vaseline enthält beispielsweise keine solcher proteinreaktiven Strukturelemente und löst deshalb auch keine Allergie aus.

Wenn Sie den Kontakt zur auslösenden Substanz konsequent vermeiden, verschwindet der Juckreiz durch kortisonhaltige Mittel meist sehr schnell und die Haut heilt wieder komplett ab. Gelegentlich kann sich allerdings ein chronisches Handekzem ausprägen, das Sie intensiv weiterbehandeln müssen. Haben Sie einmal auf einen bestimmten Stoff überempfindlich reagiert, bleibt die Allergie in der Regel lebenslang bestehen. Bei sicher vermeidbaren Auslösern kann die Allergie im Laufe der Zeit abnehmen. Sind Sie den Allergenen allerdings erneut ausgesetzt, können Sie rasch wieder ein Ekzem bekommen.

Hatten Sie noch nie ein allergisches Handekzem, müssen Sie keine besonderen vorbeugenden Maßnahmen treffen. Haben Sie schon einmal sensibel gegenüber einem Stoff reagiert, sollten Sie den Kontakt zum bekannten Allergieauslöser strikt meiden. Gehören Sie zu den sogenannten Polysensibilisierten, also zu den wenigen Menschen, die besonders oft Allergien bekommen und auf drei oder mehr Stoffe allergisch reagieren, haben Sie ein erhöhtes Risiko, noch weitere Allergien zu erwerben. Dann reagieren Sie häufig schon bei geringen Konzentrationen und schwachen Allergenen. Auch die Symptome sind bei Ihnen in diesem Fall stärker ausgeprägt. Polysensibilisierte sind also besonders empfindlich. So können sie beispielsweise auch auf Parabene reagieren. Das sind Konservierungsstoffe, die unter anderem in Kosmetika enthalten sind, die bei den meisten Menschen keinerlei Probleme verursachen. Haben Sie bekannte Allergien gegen mehrere Stoffe, sollten Sie nur allergenfreie Produkte verwenden.

Gefährliche Entzündung: Was tun bei Furunkeln?

Bildet sich auf der Haut eine eitrige Pustel, ist es vielleicht nicht nur ein entzündeter Pickel, sondern es handelt sich um ein Furunkel. Das plötzlich auftretende, weiche und entzündete Knötchen tritt um eine Haarwurzel auf und sitzt tief unter der Haut. Nicht nur mangelnde Hygiene, sondern auch ein geschwächtes Immunsystem können die Ursachen für ein Furunkel sein.

Ein Schnitt beim Rasieren reicht bereits aus

Furunkel entstehen meist durch eine bakterielle Infektion. Auf der Haut befinden sich unzählige Keime. Wird sie verletzt, dringen die Erreger in die Haut ein. Meist reicht bereits ein Schnitt beim Rasieren und die Bakterien gelangen unter die Oberfläche und vermehren sich. Normalerweise werden solche Keime vom Immunsystem bekämpft. Ist es geschwächt, kann es jedoch zu einer Entzündung kommen.

Umliegendes Gewebe entzündet sich

Bei der Entstehung eines Furunkels entzündet sich auch das umliegende Gewebe und Eiter sammelt sich an. Die Folge: Es bildet sich eine rote, schmerzhafte und erwärmte Schwellung – ein so genannter Eiterpfropf. Zunächst entsteht nur ein Knötchen, das sich dann zu einer Pustel entwickelt. Die Pustel wird immer größer bis sie platzt, und es zum Eiterabfluss kommt.

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Bilden sich mehrere Furunkel können diese zu einem so genannten Karbunkel verschmelzen. Dieser kann den darunter liegenden Muskel und das Fettgewebe entzünden, so dass es im schlimmsten Fall zu einer Blutvergiftung kommen kann, wenn sich der Eiter nach innen entleert. Daher sollten Betroffene auch nie versuchen, das Furunkel aufzukratzen oder daran herumzudrücken.

Furunkel treten an behaarten Stellen auf

Furunkel treten um eine Haarwurzel herum auf und bilden sich meist im Gesicht, im Nacken aber auch an der Schenkelbeuge. Bei Männern im Bartbereich sowie an stark behaarten Gesäßen, bei Frauen hingegen in den Achseln und in der Bikinizone. Auch Sportler, die oft Schwitzen, sind betroffen. Häufig wird ein Furunkel mit einem stark entzündeten Pickel verwechselt.

Pickel oder Furunkel?

Eingewachsenes Haar: Eine eitrig entzündete Haarwurzel ist ein Furunkel. (Quelle: Big_Ryan/Getty Images)

Ist das komplette Haarfollikel entzündet, handelt es sich um ein Furunkel. Eine oberflächliche, punktuelle Infektion hingegen ist ein Pickel – beide Erkrankungen verlaufen eitrig. Furunkel bilden bei der Abheilung häufig Narben, während Pickel meist narbenfrei abklingen. Beide Arten von Infektionen werden unter anderem von Staphylococcus Bakterien ausgelöst. Auch bei Pickeln gilt: Nicht selber ausdrücken, da die Entzündung so verschlimmert werden kann.

Zugsalbe kann helfen

Da Furunkel Schmerzen verursachen, ist es zunächst sinnvoll, die Entzündung einzudämmen und die Eiterentleerung des Furunkels zu fördern, damit der Druck vom Gewebe genommen wird. Zudem sollte eine kurzzeitige Behandlung mit Salben erfolgen, zum Beispiel mit Zugsalbe. Diese hat verschiedene Wirkstoffanteile, wie Lärchenterpentin und gereinigtes Terpentinöl.

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Die Wirkstoffe der Salbe fördern den Abfluss von Eiter, zusätzlich wirken sie desinfizierend und helfen gegen die Entzündung. Ist das Furunkel größer, kann es auch von einem Arzt mit einem Skalpell geöffnet oder mit Antibiotika behandelt werden. Eine tägliche Spülung, mit einem desinfizierenden Mittel, verhindert zudem eine neue Ansammlung von Bakterien.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Hochansteckend – meist harmlos

Zu den ersten Krankheitsanzeichen kommt es meist drei bis zehn Tage nach der Ansteckung mit dem Virus. Die Patienten erholen sich in der Regel innerhalb von fünf bis sieben Tagen. In den meisten Fällen zeigen sich gar keine Symptome und die Betroffenen bemerken die Erkrankung gar nicht. Bei Erwachsenen und älteren Kindern verläuft sie oft deutlich schwächer als bei kleinen Kindern. Besteht der Verdacht auf eine Ansteckung mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit, sollten Betroffene den Kontakt zu kleinen Kindern meiden. Um andere Krankheiten auszuschließen, sollten Eltern mit den Kindern zum Kinderarzt gehen.

Zwar kann die Erkrankung das ganze Jahr über auftreten, besonders häufig ist sie aber im Spätsommer und Herbst. Vorbeugen lässt sich mit umfangreichen Hygienemaßnahmen, denn übertragen werden die Viren über Tröpfchen- oder Schmierinfektion – also über Speichel beim Küssen, Niesen, Husten, beim Teilen von Besteck, aber auch über die Flüssigkeit in den Bläschen oder über Kot. Wichtig ist es deshalb, sich regelmäßig die Hände zu waschen, besonders vor und nach dem Wechseln der Windeln, vor und nach dem Toilettengang sowie vor dem Zubereiten von Essen. „Oberflächen und Gegenstände wie Türgriffe und Spielzeug sollten besonders gründlich gereinigt und desinfiziert werden“, rät Ärztin Debrodt. Sinnvoll ist es, auf einen engen Kontakt mit den Erkrankten möglichst zu verzichten. „Um weitere Ansteckungen zu vermeiden, sollten erkrankte Kinder nicht in den Kindergarten und andere Gemeinschaftseinrichtungen gehen“, mahnt Debrodt. Das gilt zumindest bis die infektiösen Bläschen abgeheilt sind. Da die Viren noch mehrere Wochen über den Stuhl ausgeschieden werden können, ist auch nach der akuten Krankheitsphase eine gute Hygiene wichtig.
Zur Linderung der Beschwerden im Mundbereich sowie gegen das Fieber kann der Arzt Medikamente verordnen. „Beispielsweise helfen Wirkstoffe wie Paracetamol, das Fieber zu senken, und gegen die schmerzhaften Entzündungen im Mund gibt es Tinkturen und bestimmte Salben, zum Beispiel mit dem Wirkstoff Lidocain“, erklärt Debrodt. Auch Mundspülungen auf pflanzlicher Basis mit Kamille, Melisse oder Thymian können die Beschwerden lindern. „Besonders wichtig ist, dass die Kinder trotz der Schmerzen im Mund ausreichend trinken. Dafür eignen sich dann am besten kühle Getränke“, so Debrodt. Da der Mund sehr empfindlich ist und die Entzündungen sehr schmerzhaft sind, sollte man auf heißes, hartes oder scharf gewürztes Essen verzichten. Weiche Kost wie Brei, Joghurt und Bananen macht es den kleinen Patienten leichter. Außerdem kann Eis die Schmerzen im Mund lindern.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Symptome, Dauer & Ansteckung

Letzte Änderung: 01.07.2019
Zuletzt bearbeitet von Lydia Klöckner • Medizinredakteurin
Geprüft von Prof. Dr. Wolf-Ingo Worret • Dermatologe Dieser Artikel wurde nachNach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst.

Unsere Inhalte basieren auf fundierten wissenschaftlichen Quellen, die den derzeit anerkannten medizinischen Wissensstand widerspiegeln. Wir arbeiten eng mit medizinischen Experten zusammen.

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Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist nach ihren typischen Symptomen benannt: Wer sich ansteckt, bekommt Hautausschlag und Bläschen an Händen und Füßen. Bemerkbar macht sich die Infektion aber zunächst durch andere Beschwerden. Welche, und was Sie noch über die Erkrankung wissen sollten, erfahren Sie hier.

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Inhaltsverzeichnis

  • Überblick
  • Symptome & Verlauf
  • Ursache & Ansteckung
  • Schwangerschaft
  • Diagnose & Behandlung
  • Vorbeugen
  • Quellen

Was ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit?

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine sehr ansteckende Viruserkrankung, die schmerzhafte Bläschen im Mund und Hautausschlag in den Handflächen und an den Fußsohlen hervorruft. Sie tritt vor allem bei Kindern unter zehn Jahren auf.

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit (kurz HFMK) verläuft in der Regel harmlos. Meist sind die Betroffenen nach etwa fünf bis sieben Tagen wieder gesund – auch ohne ärztliche Behandlung. Da die Erkrankung aber sehr ansteckend ist, kommt es vor allem im Sommer und Herbst gelegentlich zu kleineren Epidemien, etwa in Kindergärten oder Grundschulen.

Ältere Kinder und Erwachsene stecken sich insgesamt seltener mit der Erkrankung an. Wenn, verspüren sie meist schwächere oder überhaupt keine Beschwerden.

© iStock Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit heilt meist ohne Therapie ab. Durch Hygiene-Maßnahmen lässt sich das Risiko einer Ansteckung reduzieren.

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Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Symptome & Verlauf

Oft macht sich eine Infektion mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit beziehungsweise mit den Viren, die sie auslösen, gar nicht bemerkbar. Bei etwa 80 von 100 aller Infizierten zeigen sich keine Symptome.

Beschwerden ruft die Infektion vor allem bei Kindern unter zehn Jahren hervor. Etwa ein bis zwei Wochen nach der Ansteckung zeigen sich bei ihnen erste Symptome wie

  • Fieber,
  • Appetitlosigkeit und
  • Halsschmerzen.

Ein bis zwei Tage nach dem Fieber tritt der für die Hand-Mund-Fuß-Krankheit typische Hautausschlag in Erscheinung:

  • Im Mund entwickeln sich mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen und kleine, schmerzhafte Geschwüre an Zunge, weichem Gaumen und Zahnfleisch, zu Beginn teils auch an der Nase und um den Mund herum.
  • An Handflächen und Fußsohlen – seltener auch an Knien, Ellenbogen, Gesäß oder in der Genitalregion – bilden sich rötliche Knötchen, Flecken und Bläschen, die von einem roten Saum umgeben sind. Der Ausschlag juckt meist nicht.

Die Erkrankung heilt fast immer folgenlos aus. Meist dauert es nicht länger als eine Woche, bis die Betroffenen wieder gesund sind.

Ansteckend: Zu Beginn der Erkrankung können auch um den Mund herum kleine, rötliche Flecken und Bläschen auftreten. (Quelle: Wikimedia Commons, MidgleyDJ at en.wikipedia, CC BY-SA 3.0)

Vorbeugen ist einfach: Wer sich regelmäßig und gründlich die Hände wäscht, reduziert das Risiko, sich mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit zu infizieren. (Quelle: Wikimedia Commons)

Komplikationen

Zu schweren Komplikationen kommt es in der Regel nicht. In seltenen Fällen verlieren Patienten innerhalb der ersten vier Wochen nach der Infektion ihre Fingernägel und Fußnägel. Die Nägel wachsen aber von selbst wieder nach.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Ursache & Ansteckung

Ursache der Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine Infektion mit Viren. In Europa sind meist sogenannte Coxsackie-A-Viren die Auslöser. Die Erkrankung kann zwar auch durch das Humane Enterovirus A71 ausgelöst werden, dass aber vor allem in Asien verbreitet ist (z.B. in Malaysia, Singapur, China und Japan).

Die Erreger gelangen über Körperflüssigkeiten von Mensch zu Mensch, etwa über Speichel beim Husten oder Sprechen. Besonders viele Viren sind in der Flüssigkeit in den Hautbläschen enthalten. Darum kann schon eine Berührung für eine Ansteckung ausreichen. Zudem können die Erreger indirekt, etwa über Gegenstände wie Türklinken, Geländer oder Spielzeug, von Mensch zu Mensch gelangen.

Auch der Stuhl enthält Erreger. Daher stecken sich Eltern mitunter bei ihrem Kind an, wenn sie ihm die Windeln wechseln.

Wie lange ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ansteckend?

Am höchsten ist das Risiko einer Ansteckung in den ersten Tagen nach Ausbruch der Krankheit, vor allem während der Zeit des Ausschlags. Wenn die Bläschen eingetrocknet sind, ist die Ansteckungsgefahr deutlich geringer.

Da Betroffene die Viren aber über den Stuhl bis zu mehrere Wochen ausscheiden, daher können Patienten sehr lange ansteckend sein.

Da die Hand-Fuß-Mund-Krankheit meist keine schweren Symptome hervorruft, ist Bettruhe in der Regel nicht notwendig. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt aber, Kinder mit akuten Symptomen möglichst nicht in in den Kindergarten, die Schule und andere Gemeinschaftseinrichtungen zu schicken, damit sie keine anderen Kinder anstecken.

Kinderkrankheiten

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Welche sind die typischen Kinderkrankheiten?

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Windpocken sind eine sehr ansteckende Viruskrankheit. Am häufigsten sind Kinder zwischen zwei und sechs Jahren von Windpocken betroffen.

Typisch für Scharlach ist die rot gefärbte Zunge, die auch Himbeer- oder Erdbeerzunge genannt wird.

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Gleichzeitig zeigt sich ein rauer, dichter und sehr feinfleckiger Hautausschlag, der am Brustkorb beginnt.

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Masern sind hochansteckend – nicht nur für Kinder! Mit einer Impfung können Sie vorbeugen.

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Dieser kleinfleckige Hautausschlag zählt zu den Symptomen einer weiteren klassischen Kinderkrankheit: Röteln. © Dr.med.J.P.Müller/OKAPIA

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Diese typischen „Hamsterbacken“ deuten auf Mumps hin. © NAS/Biophoto Associates/OKAPIA

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Neben Abgeschlagenheit und Fieber kommt es bei Ringelröteln zu einem typischen Hautausschlag. Quelle: Flicker, csaveanu. CC BY-NC-ND 2.0

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Diphtherie ist eine Infektionskrankheit, die durch die aktive Schutzimpfung zurückgedrängt wurde, bis heute aber nicht nicht verschwunden ist.

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Keuchhusten betrifft Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Mit einer Impfung können Sie sich vor einer Ansteckung schützen.

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Polio (Kinderlähmung) ist hochanstecken. Durch weltweite Impfungen in den letzten Jahrzehnten kommt es immer seltener zu Polio-Infektionen.

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Der Pseudokrupp kommt hauptsächlich beim Baby oder Kleinkind im Alter von neun Monaten bis viereinhalb Jahren vor.

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Das Dreitagefieber ist eine akute, aber meist harmlose Virusinfektion, die häufig und weltweit vorkommt.

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Hinter den meisten Durchfallerkrankungen, die nicht durch Bakterien verursacht werden, stecken Noroviren.

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Auch Rotaviren lösen Durchfall und Erbrechen aus. Von einer Rotavirus-Infektion sind oft Säuglinge betroffen.

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Die häufigste bakterielle Hauterkrankung bei Kindern ist die Impetigo contagiosa. © Neufried/OKAPIA

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Fast jedes Baby entwickelt mindestens einmal eine Windeldermatitis (Dermatitis = Hautentzündung).

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Dies ist ein im Bereich der Windel auftretender entzündlicher Ausschlag.

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Auch Neurodermitis kommt oft bei Kindern vor.

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Eine Mittelohrentzündung hat bei Kindern leichtes Spiel, denn die Keime gelangen durch den kurzen Gehörgang schnell ins Mittelohr.

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Auch mit einer Mandelentzündung haben Kinder und Jugendliche häufiger zu kämpfen als Erwachsene.

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Häufig bei kleinen Kindern: Karies.

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Die Milcheiweißallergie ist in Deutschland, gemeinsam mit einer Allergie gegen Hühnereier, die häufigste Allergie bei Babys und Kindern.

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ADHS ist eine besonders starke Aufmerksamkeitsstörung. Etwa drei bis fünf Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland haben ADHS.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit in der Schwangerschaft

Auch während einer Schwangerschaft verursacht eine Ansteckung mit der Hand-Mund-Fuß-Krankheit nur milde oder keinerlei Symptome. Tritt die Erkrankung um den Geburtstermin herum auf, können Schwangere das Virus auf das Neugeborene übertragen.

Bei den meisten Babys verläuft die Erkrankung ebenso harmlos wie bei älteren Kindern.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Diagnose & Behandlung

Der Arzt kann die Hand-Fuß-Mund-Krankheit in der Regel bereits anhand der charakteristischen Symptome erkennen. Eine Behandlung, die gegen die ursächlichen Viren wirksam wäre, ist nicht möglich. Fast immer heilt die Hand-Fuß-Mund-Krankheit aber ohnehin von selbst ab.

Gegen die teils unangenehmen Beschwerden helfen Schmerzmittel und fiebersenkende Medikamente wie Paracetamol. Wenn die Entzündungen im Mund schmerzen, können kühle Getränke helfen.

Antibiotika helfen bei der Hand-Fuß-Mund-Krankheit nicht, da sie gegen Viren wirkungslos sind.

Video: 6 Fakten über Antibiotika

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Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Vorbeugen durch Hygiene

Vorbeugen lässt sich der Hand-Fuß-Mund-Krankheit durch Hygienemaßnahmen:

  1. Waschen Sie sich die Hände mit Seife (mindestens 30 Sekunden lang), vor allem
    • nach dem Toilettengang (oder dem Ihres Kindes),
    • vor, während und nachdem Sie Essen zubereiten und
    • nach dem Naseputzen, Husten oder Niesen.
  2. Halten Sie Abstand zum Erkrankten. Küsse und Umarmungen sind nicht empfehlenswert. Auch den Kontakt zu benutzten Gegenständen (insbesondere zu Besteck und Tassen) sollten Sie nach Möglichkeit meiden – oder sich direkt danach die Hände gründlich waschen.

Impfung

Gegen die Hand-Fuß-Mund-Krankheit kann man sich nicht impfen lassen. In China wurde zwar vor einigen Jahren ein Impfstoff gegen das Enterovirus 71 entwickelt. In Europa wird die Erkrankung aber meist durch Coxsackie-A-Viren verursacht, gegen die bislang kein Impfstoff zur Verfügung steht.

Quellen

Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: Februar 2019)

Sterry, W.: Kurzlehrbuch Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2018

RKI-Ratgeber: Hand-Fuß-Mund-Krankheit (HFMK). Robert Koch-Institut: www.rki.de (Stand: 1.8.2017)

Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Informationen des Online-Nachschlagewerks Deximed: www.deximed.de (Stand: 13.7.2017)

Onmeda-Lesetipps:

  • Hautausschläge bei Kinderkrankheiten
  • Überblick über Kinderkrankheiten
  • Hautausschlag: Was sind mögliche Ursachen?

ICD-10-Diagnoseschlüssel:

Hier finden Sie den passenden ICD-10-Code zu „Hand-Fuß-Mund-Krankheit“:

  • Sonstige Virusinfektionen, die durch Haut- und Schleimhautläsionen gekennzeichnet sind, anderenorts nicht klassifiziert

Letzte inhaltliche Prüfung: 01.07.2019
Letzte Änderung: 01.07.2019

Hand-Fuß-Mund-Krankheit (HFMK, Falsche Maul- und Klauenseuche)

Die charakteristischen Bläschen bilden sich an Händen, Füßen und im Mund. (GTeam / Fotolia)

Kurzfassung:

  • Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine meist harmlose, aber hochansteckende Viruserkrankung.
  • Sie betrifft vorwiegend Kinder unter zehn Jahren, kann aber auch bei Erwachsenen auftreten.
  • Kennzeichnend sind Bläschen an Händen, Füßen oder im Mund.
  • Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit heilt in der Regel nach etwa acht bis zwölf Tagen folgenlos ab.
  • Bei kleineren Kindern ist darauf zu achten, dass sie trotz der schmerzhaften Bläschen im Mund ausreichend Flüssigkeit und Nahrung zu sich nehmen.

Bei der Hand-Fuß-Mund-Krankheit kann ein Ausschlag im Gesicht, auf den Händen und Fußsohlen auftreten.

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit wird durch verschiedene Viren aus der Gruppe der Enteroviren ausgelöst wird. Die Erkrankung wird fälschlicherweise auch Maul- und Klauenseuche genannt, hat aber mit der echten Maul- und Klauenseuche nichts zu tun. Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit wird ganzjährig diagnostiziert, besondere Häufungen treten jedoch im Spätsommer und Herbst auf.

Wie wird die Krankheit übertragen?

Die Übertragung der Erreger erfolgt von Mensch zu Mensch, meist durch Tröpfcheninfektion beim Husten, Niesen oder Sprechen. Außerdem ist eine Ansteckung über Schmierinfektion durch Speichel, Stuhl oder Bläschenflüssigkeit möglich. Die Inkubationszeit beträgt etwa ein bis zehn Tage.

Wie lange besteht die Gefahr sich mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit anzustecken?

In der Regel besteht für etwa eine Woche Ansteckungsgefahr. Solange Bläschen oder Ausschlag sichtbar sind, werden aus diesen Hautstellen auch Viren abgesondert, die ansteckend sind. Auch nach dem Abklingen der Symptome werden die Viren noch wochenlang über den Stuhl ausgeschieden. Nachdem als Auslöser verschiedene Virentypen infrage kommen, ist eine mehrmalige Erkrankung an der Hand-Fuß-Mund-Krankheit möglich.

Welche Symptome treten bei der Hand-Fuß-Mund-Krankheit auf?

Zu Beginn der Krankheit treten meist folgende allgemeine Symptome auf:

  • Fieber
  • Gliederschmerzen
  • Übelkeit
  • Halsschmerzen

Ein bis zwei Tage danach entwickeln sich in der Regel schmerzhafte Bläschen in der Mundschleimhaut. Nach ein bis zwei Tagen bildet sich ein Ausschlag an Händen und Füßen. Dieser besteht meist aus vielen kleinen roten Flecken in unterschiedlicher Form und Größe.

Der Ausschlag juckt zu Beginn nicht. An den geröteten Stellen bilden sich jedoch Bläschen, die schmerzhaft oder juckend sein können. Nach etwa acht bis zwölf Tagen heilen diese ohne Krustenbildung ab. Häufig verläuft die Infektion symptomlos und daher unbemerkt. Bei älteren Kindern und Erwachsenen sind die Symptome in der Regel schwächer ausgeprägt.

Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Nach einem ausführlichen Gespräch überprüft der Arzt bei einer körperlichen Untersuchung, ob sich im Mundraum Bläschen und an Händen und Füßen ein Ausschlag gebildet hat. Handelt es sich um die Hand-Fuß-Mund-Krankheit, sind in der Regel aufgrund des typischen Krankheitsbildes keine weiteren Untersuchungen notwendig. Die Erreger können im Zweifelsfall auch labordiagnostisch nachgewiesen werden.

Wie wird die Hand-Fuß-Mund-Krankheit behandelt?

Eine ursächliche Therapie gibt es nicht, nur die Symptome werden behandelt. Gegen die schmerzenden Bläschen im Mund helfen schmerzlindernde und entzündungshemmende Tinkturen. Bei Fieber und Schmerzen kommen schmerzstillende Medikamente wie Paracetamol und Ibuprofen zum Einsatz.

Prognose

Nach etwa sieben bis zehn Tagen heilt die Hand-Fuß-Mund-Krankheit in der Regel ohne weitere Komplikationen von selbst aus. Erkrankte Kinder sollten wegen der großen Ansteckungsgefahr erst wieder in Schule oder Kindergarten geschickt werden, wenn sie keine Symptome mehr zeigen. Achten Sie darauf, dass das Kind trotz schmerzhafter Bläschen ausreichend trinkt, da sonst die Gefahr der Austrocknung besteht.

Welche Komplikationen können auftreten?

In Einzelfällen kann es zu Komplikationen wie zu Entzündungen der Lunge, des Gehirns sowie des Herzmuskels kommen. Insgesamt sind Komplikationen bei der Hand-Fuß-Mund-Krankheit aber sehr selten.

Präventive Maßnahmen

Gegen die Hand-Fuß-Mund-Krankheit gibt es keine Impfung. Um eine Ansteckung zu vermeiden, ist äußerst gründliche Hygiene erforderlich. Dazu gehört in erster Linie das regelmäßige Händewaschen mit Seife. Enger Kontakt mit Erkrankten – wie Küssen, Umarmen, Besteck teilen – sollte vermieden werden.

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Autoren:
Silke Brenner
Redaktionelle Bearbeitung:
Nicole Kolisch

Stand der medizinischen Information: Juli 2016

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