Hämorrhoiden BEI schwangerschaft

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Hämorrhoiden in der Schwangerschaft

Was sind Hämorrhoiden?

Hämorrhoiden kann jeder Mensch bekommen. Sie entstehen in einem Gewebepolster um den Darmausgang, das von vielen kleinen Blutgefäßen durchzogen wird und zusammen mit dem Schließmuskel dafür sorgt, dass der Darm abgedichtet wird. Mediziner bezeichnen diesen Schwellkörper als Plexus hämorrhoidalis.

Was wir in der Alltagssprache Hämorrhoiden nennen, sind Erweiterungen der Blutgefäße am Darmausgang – salopp gesprochen: Krampfadern am After. Medizinisch korrekt werden diese Gefäßerweiterungen als „Hämorrhoidalleiden“ bezeichnet.

Die Unterteilung in „innere“ und „äußere“ Hämorrhoiden gilt heute als veraltet, stattdessen unterscheiden Ärzte zwischen vier Erkrankungsgraden. Bei Grad 1 und 2 dringen die erweiterten Gefäße nicht nach außen, solche leichten Hämorrhoiden sind meist nicht sehr schmerzhaft.

Hämorrhoiden 3. und 4. Grades treten beim Stuhlgang oder während der Presswehen aus dem After heraus – zum Teil gleiten sie wieder in den Darm zurück, andere sind äußerlich als Knoten fühlbar und zeigen oft deutliche Entzündungszeichen.

Die Gefäßerweiterungen können zwar bluten, schmerzen oder jucken selber jedoch nicht. Trotzdem sind die Folgen eines Hämorrhoidalleidens ausgesprochen lästig. Durch die erweiterten Gefäße ist der Darmausgang nicht mehr vollständig verschlossen. Die Haut wird permanent durch minimale Stuhlverunreinigungen und Schleim gereizt, was zu Jucken, Brennen oder Schmerzen führen kann. Entzündete größere Hämorrhoiden können zeitweise sehr schmerzhaft sein.

Warum entstehen Hämorrhoiden in der Schwangerschaft?

Eine Schwangerschaft hat gewisse begünstigende Faktoren für Hämorrhoiden:

  • Die Schwangerschaftshormone erweitern die Gefäße und lockern das Gewebe des Körpers auf.
  • Der wachsende Uterus, aber auch Fettpölsterchen oder Wassereinlagerungen erschweren den Rückfluss des Blutes in den Gefäßen, besonders sensibel sind hier die Bein- und Beckenvenen. Oft hat eine Schwangerschaft nicht nur Hämorrhoiden, sondern auch Krampfadern zur Folge.
  • Die wachsende Gebärmutter drückt auf den Darm, was in den Gefäßen des Enddarms zu einem Blutstau führen kann. Daraus resultieren eine verlangsamte Tätigkeit des Darms und in vielen Fällen auch Verstopfung. Das stärkere Pressen beim Toilettengang übt zusätzlichen Druck auf die Blutgefäße am After aus. Den gleichen Effekt haben die Presswehen bei der Geburt.

Lassen sich Hämorrhoiden in der Schwangerschaft vermeiden?

Der effektivste Weg, Hämorrhoiden in der Schwangerschaft zu vermeiden, besteht darin, Verstopfungen zu verhindern. Eine gesunde Vollwertkost mit vielen Ballaststoffen sorgt dafür, dass Ihr Darm trotz der Belastung durch die Schwangerschaft gut funktioniert. Ballaststoffe finden sich beispielsweise in Obst, Gemüse, Vollkornerzeugnissen, Trockenfrüchten oder Müsli. Trockenobst – Pflaumen, Aprikosen, Rosinen, Feigen, Datteln – ist auch bei einer bestehenden Verstopfung oft sehr wirksam.

Eine zusätzliche Dosis an Ballaststoffen können Sie sich in Form von Gummi arabicum – einem geschmacksneutralen Produkt aus dem Saft einiger Akazienarten – aus Reformhaus oder Apotheke holen. Milchprodukte wie Naturjoghurt, Buttermilch oder Molke halten Ihre Darmflora in Balance und wirken auf diese Weise ebenfalls verdauungsfördernd.

Reagieren Sie möglichst sofort auf den Druck des Darmes, lassen Sie sich beim Toilettengang Zeit und versuchen Sie, nicht allzu stark zu pressen. Bei hartnäckigen Verstopfungen können Sie Ihren Arzt um ein Medikament zur Stuhlerweichung bitten.

Ebenso wichtig für eine funktionierende Verdauung sind reichliches Trinken und Bewegung. Ärzte empfehlen in der Schwangerschaft das Trinken von acht bis zehn Gläsern – also zwei bis 2,5 Litern – Flüssigkeit pro Tag. Gut geeignet sind dafür stilles Wasser, ungesüßte Kräutertees und Fruchtsaftschorlen.

Sanfter Sport, Gymnastik, Yoga oder – wenn für ein Sportprogramm Ihre Zeit nicht reicht – ein regelmäßiger, schneller Spaziergang sorgen in der Schwangerschaft für größeres Wohlbefinden und halten auch Ihren Darm „in Form“.

Regelmäßiges Beckenbodentraining ist während der Schwangerschaft und nach der Geburt aus vielen Gründen wichtig. Auch zur Vorbeugung gegen Hämorrhoiden in der Schwangerschaft hervorragend geeignet. Eine sehr wirkungsvolle Übung zur Stärkung des Analschließmuskels und der analen Venen besteht darin, dass Sie den Muskel bis zu 50 Mal in schneller Folge anspannen und wieder entspannen. Am besten absolvieren Sie die Übung jeweils morgens und abends im Liegen und ziehen dabei Ihre Knie so weit wie möglich in Richtung Brust.

Was hilft gegen die Beschwerden?

Wenn alle Vorbeugungsmaßnahmen nichts geholfen haben und sich trotzdem Hämorrhoiden zeigen, helfen Hausmittel und natürliche Arzneien oder Heilverfahren:

  • Warme Bäder lindern bei Hämorrhoiden in der Schwangerschaft oft den Juckreiz und die Schmerzen. Ob Ihnen Wärme oder Kälte besser helfen, können Sie jedoch nur ausprobieren: Manche Frauen schwören auf die warmen Bäder, andere finden, dass Kühlen – beispielsweise das Auflegen eines Eisbeutels – gegen Beschwerden durch die Hämorrhoiden guttut. Auch Quarkkompressen oder Kompressen mit geraspelten Kartoffeln können bei der Behandlung von Hämorrhoiden hilfreich und entzündungshemmend sein.
  • Waschen Sie die Afterregion nach jedem Stuhlgang sanft und gründlich. Am besten dafür geeignet ist ein Bidet. Wenn Sie über kein Bidet verfügen, können Sie Ihr Gesäß stattdessen mit dem Duschschlauch spülen.
  • Verwenden Sie zum Abtrocknen unparfümiertes Papier, da dieses die gereizte Haut am wenigsten irritiert.
  • Vermeiden Sie langes Stehen oder Sitzen – durch beides verstärkt sich der Druck auf Ihren Beckenboden, was bei Hämorrhoiden in der Schwangerschaft zu Schmerzen führen kann.
  • Schlafen Sie möglichst auf der linken Seite, um Ihre Gefäße zu entlasten.
  • Die Reizung der Haut lässt sich bei stärkeren Beschwerden durch Analtampons minimieren.
  • Falls Sie durch die Hämorrhoiden starke Schmerzen haben, können Sie einen aufblasbaren Sitzring oder ein Hämorrhoidenkissen nutzen. Ein Sitzring sollte allerdings nur kurzzeitig Verwendung finden, da er die Durchblutung des Gesäßes einschränkt und die Hämorrhoiden hierdurch schlechter heilen.
  • Salben oder Zäpfchen mit den Wirkstoffen von Rosskastanie, Brennnessel, Johanniskraut, Schafgarbe und anderen Pflanzen können Schmerzen lindern und Blutungen zum Stocken bringen.
  • Sitzbäder mit Eichenrinde haben eine adstringierende (zusammenziehende) Wirkung.
  • Noch wirkungsvoller sind Sitzbäder in einem Absud aus 120 Gramm Hamamelisblättern, 60 Gramm Beinwell-Wurzel und 2,25 Liter Wasser. Die Mischung sollte für etwa acht Stunden auf dem Herd köcheln und wird danach abgeseiht. Sie lässt sich mehrfach verwenden und hilft selbst bei sehr starken Hämorrhoiden. Am besten nehmen Sie das Sitzbad zwei Mal täglich für jeweils 15 Minuten.
  • Vitamin E unterstützt die Heilung gerissener Kapillargefäße – ein Mangel daran fördert das Entstehen von Krampfadern und Hämorrhoiden. Enthalten ist es beispielsweise in Sonnenblumenkernen und Weizenkeimen. Vielleicht lassen Sie sich durch Ihren Arzt auch ein Vitamin-D-Präparat verschreiben.
  • Auch homöopathische Arzneimittel können die Heilung von Hämorrhoiden unterstützen.

Wichtig: Wenn Sie gegen Hämorrhoiden in der Schwangerschaft Medikamente nutzen wollen, klären Sie bitte auch bei pflanzlichen Wirkstoffen ab, ob diese für Ihr Baby ungefährlich sind.

Hebammentipp – Hämorrhoiden

Hämorrhoiden sind für die meisten Schwangeren eine lästige Begleiterscheinung der Schwangerschaft. Durch die gefässauflockernde Wirkung des Hormons Progesteron werden Hämorrhoiden und Krampfadern im Bereich der Scheide begünstigt. Oft wird diese Problematik im Wochenbett durch den Druck während der Geburt noch verstärkt.

Folgende Tipps werden Ihnen helfen, die Hämorrhoiden im Zaum zu halten: Wichtig ist, keine einengende Kleidung zu tragen oder lange in einengenden Positionen zu verweilen, denn dies verhindert den Rückfluss des Blutes aus den gestauten Gefässen. Achten Sie auf ballaststoffreiche Ernährung, um Verstopfung und damit verbundenes starkes Pressen beim Toilettengang zu verhindern. Auch sorgfältige Hygiene nach dem Stuhlgang ist wichtig. Hierbei aber unbedingt auf Feuchttücher verzichten! Feuchttücher trocknen das zarte Gewebe zusätzlich aus und verursachen so Juckreiz. Sehr hilfreich sind Hamamelis-Salben und -Zäpfchen. Auch Eichenrinden-Sitzbäder können Linderung verschaffen. Ein weiteres altes Hausmittel, das Ihnen bei akuten Beschwerden helfen kann, sind kühle Salbeitee-Kompressen. Dafür einfach Kosmetikpads in Salbeitee tränken, in den Kühlschrank legen und bei akutem Juckreiz oder Schmerzen auf die Hämorrhoiden legen. Salbei hat eine leicht gefässzusammenziehende Wirkung.

Sollten die Beschwerden sehr stark sein oder die Hämorrhoiden immer wieder bluten, müssen sie Ihrem Gynäkologen gezeigt werden.

Hämorrhoiden in der Schwangerschaft

Hämorrhoiden in der Schwangerschaft und nach der Geburt sind keine Seltenheit. Diese Krampfadern im Analbereich können Juckreiz und Brennen verursachen und sind für Betroffene eine peinliche und schmerzhafte Angelegenheit, insbesondere dann, wenn sie verletzt werden und dadurch bluten. Aber meistens sind Hämorrhoiden in der Schwangerschaft oder nach der Geburt nicht gefährlich.

Die besten Tipps bei Hämorrhoiden in der Schwangerschaft

Hämorrhoiden in der Schwangerschaft sind häufig

In der Schwangerschaft weiten sich vorhandene, vielleicht noch nicht bemerkte, Hämorrhoiden der Schwangeren zusätzlich. Durch hormonelle Faktoren, die eine Erweiterung der Blutgefäße bewirken, sind Frauen in der Schwangerschaft für Hämorrhoiden anfälliger. Außerdem wird das Bindegewebe bei Schwangeren elastischer, die könnte Hämorrhoiden in der Schwangerschaft begünstigen. Zusätzlich entsteht mit Dauer der Schwangerschaft ein immer höherer Druck im Bauchraum, der sich auf Beckenbodenmuskulatur und auch auf den Schließmuskel auswirkt.

Welche Symptome machen Hämorrhoiden in der Schwangerschaft?

Je nach Schweregrad können Hämorrhoiden in der Schwangerschaft Juckreiz oder Bluten hervorrufen. Häufig verursacht der Stuhlgang Schmerzen und manchmal entdeckt die Schwangere Blut am Toilettenpapier. Auch ein dumpfes Druckgefühl, Brennen oder schleimiges Sekret am After kommen bei Hämorrhoiden vor.

Behandlung von Hämorrhoiden in der Schwangerschaft

Auch die Behandlung von Hämorrhoiden in der Schwangerschaft richtet sich nach dem Schweregrad. Da Hämorrhoiden in erster Linie durch zu starkes Pressen beim Stuhlgang entstehen, kann mit einer Ernährungs- oder Gewohnheitenumstellung der Stuhlgang reguliert werden. Ballaststoffreiche Ernährung und regelmäßige Bewegung wirken hier oft Wunder. Entzündungshemmende Salben oder juckreizstillende Mittel können Betroffenen zu Erleichterung verhelfen. Eine erhöhte Aufmerksamkeit bei der Analpflege und Hygiene sind ebenfalls hilfreich. In schweren Fällen kann mittels verschiedener Operationstechniken eine Verbesserung erreicht werden. Eine Operation sollte jedoch nicht unbedingt in die Schwangerschaft hinein geplant werden. Auch Medikamente wie Salben sollten speziell zur Behandlung in der Schwangerschaft geeignet sein.

Hausmittel bei Hämorrhoiden in der Schwangerschaft

Bei Hämorrhoiden in der Schwangerschaft können Betroffene Sitzbäder mit einem Kamillezusatz durchführen. Sind die Hämorrhoiden bereits nach außen tastbar vorgewölbt, sollten sie behutsam zurückgeschoben werden. Außerdem kann auch eine spezielle Salbe und andere Mittel angewendet werden, die jedoch erst nach Rücksprache mit dem Arzt benutzt werden sollten. Folgende Hausmittel können ebenfalls nach Rücksprache mit der Hebamme oder dem Arzt versucht werden:

  • Kühlen: Mithilfe eines mit kaltem Wasser gefüllten Kondoms kann die Stelle gut gekühlt werden (max. 15 min)
  • Kompresse mit Honig: einen halben Teelöffel festen Honig auf ein Wattepad und auf die schmerzende Stelle legen (2-3 Stunden)
  • Kartoffelauflage: eine Scheibe rohe Kartoffel abschneiden und auf die Hämorrhoide legen (20 min)
  • Kamillensitzbad: eine Handvoll Kamille in einen Liter Wasser, absieben udn ein Sitzbad nehmen (15 min)

Vor allem sollte Verstopfung wenn möglich vermieden werden. Lebensmittel, die gegen Verstopfung helfen können:

  • Unser Darm hat einen Fulltime-Job, da kann es schnell zu einer Verstopfung kommen. Was hilft?

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  • Pflaumen und Birnen: Beide wirken stuhlerweichend und können als Saft getrunken oder als Trockenfrüchte gegessen werden.
  • Apfelsaft und Apfelessig: Täglich ein Glas Apfelsaft oder Wasser mit einem Schuss Apfelessig können den Darm in Schwung bringen.
  • Flohsamen: Gibt es im Bioladen oder Reformhaus und können beispielsweise unter das Müsli oder den Joghurt gemischt werden.

Hämorrhoiden nach der Geburt

Durch eine lange Pressphase unter der Geburt können bestehende Hämorrhoiden nach außen gedrückt werden oder auch erst neu entstehen und sich erstmals nach der Geburt bemerkbar machen.

Bilden sich Hämorrhoiden nach der Geburt zurück?

Da Hämorrhoiden nicht durch die Schwangerschaft selbst verursacht sondern nur begünstigt werden, verschwinden sie nach der Schwangerschaft natürlich nicht sofort. Häufig verschwinden die Hämorrhoiden jedoch im Wochenbett wieder. Wenn die Hämorrhoiden nach der Geburt starke Beschwerden verursachen, können verschiedene Mittel probiert und der Gynäkologe befragt werden.

Hämorrhoiden – was ist das?

Am Darmausgang befinden sich kleine arterielle und venöse Blutgefäße, die unter anderem die Aufgabe haben, zusammen mit der Schließmuskulatur den After abzudichten. Fachleute sprechen hier von einem Schwellkörpersystem oder einem Polster aus Blutgefäßen. Durch überhöhtes Pressen beim Stuhlgang kann es über einen längeren Zeitraum hin zu knotenförmigen Erweiterung dieser Blutgefäße kommen. Hämorrhoiden werden in vier Schweregrade eingeteilt:

Grad 1: leichte Vorwölbung der Blutgefäße ohne sicht- oder tastbaren Hämorrhoidenbefund.

Grad 2: Beim Pressen während des Stuhlgangs wölbt sich das knotenförmige Hämorrhoidengebilde kurz nach außerhalb des Afters. Anschließend geht es wieder von alleine nach innen.

Grad 3: Hier bleiben die Hämorrhoiden nach dem sogenannten Vorfall außerhalb des Afters. Sie können nur manuell wieder hineingedrückt werden.

Grad 4: Die Hämorrhoiden befinden sich ständig als Knäuel außerhalb des Afters und können nicht mehr in den After zurückgeschoben werden.

Motherlove Hämorrhoidencreme

Anwendung

Das Produkt wird zur Behandlung von Symptomen bei Hämorrhoiden angewendet.

Wirkstoffe/Inhaltsstoffe

Bei der Herstellung von Motherlove Hämorrhoidencreme wird alleinig auf die seit Jahrhunderten bekannten Wirkweisen von Kräuterextrakten zurückgegriffen. Bei der Produktion von Motherlove Hämorrhoidencreme werden Kräuter und Öle aus kontrolliert biologischem Anbau verwendet, die ohne Tierversuche hergestellt werden.

Motherlove Hämorrhoidencreme enthält folgende Wirkstoffe:

  • Hamamelis-Blätter
  • Wegerich
  • Schafgarbe
  • Ringelblume
  • Olivenöl
  • Bienenwachs

Die Hamamelis, auch „Zaubernuss“ genannt, findet schon seit langer Zeit erfolgreich Verwendung in der Naturheilkunde. Auch der Wegerich wurde schon von Ärzten im alten Griechenland aufgrund seiner schmerzstillenden Wirkung gerne verwendet. Auch die hautpflegende Wirkung der Scharfgabe war schon sei eh und je bei Frauen bekannt und beliebt. Die Ringelblume besitzt heilende Eigenschaften, die schon solange von Menschen genutzt wurde, seit man diese Blume kennt. Kombiniert ergeben diese Wirkstoffe eine sehr gute Wirksamkeit bei den typischen Symptomen (wie Juckreiz, Nässen), die im Zusammenhang mit Hämorrhoiden für Probleme sorgen.

Gegenanzeigen

Grundsätzlich sollte man bei bekannter Allergie gegen einen der Inhaltsstoffe auf die Anwendung von Motherlove Hämorrhoidencreme verzichten.

Nebenwirkungen

Es sind keine Nebenwirkungen bei der Anwendung von Motherlove Hämorrhoidencreme bekannt.

Informationen zur Anwendung

Zum Auftragen auf die Haut im Analbereich.

Weitere Informationen

Durch die natürliche Rezeptur der Motherlove Hämorrhoidencreme ist auch eine Anwendung während der Schwangerschaft völlig problemlos möglich. Dies ist von Vorteil, da viele Frauen in der Schwangerschaft unter Hämorrhoiden leiden. Daher ist es empfehlenswert, bereits bei erstem Auftreten von Juckreiz direkt zu Motherlove Hämorrhoidencreme zu greifen. Bei Blutungen oder Schmerzen ist zunächst ein Besuch beim Arzt ratsam.

Hämorrhoiden in der Schwangerschaft vorbeugen und behandeln

Hämorrhoiden gehören zu den häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden. Dafür gibt es mehrere Gründe. Erfahren Sie, warum eine Schwangerschaft die Entstehung der lästigen Knötchen im Analbereich begünstigt, wie Sie vorbeugen können und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

1. Symptome:So machen sich Hämorrhoiden bemerkbar

Hämorrhoiden sind ringförmige Blutgefäßpolster am After. Sie dichten zusammen mit dem Schließmuskel den Enddarm nach außen ab. Grundsätzlich hat jeder Mensch Hämorrhoiden, erst wenn sich die Gefäßpolster vergrößern, liegt ein Hämorrhoidalleiden vor. Im Volksmund wird dann oft nur von Hämorrhoiden gesprochen. Die Schwellkörper vergrößern sich, wenn Druck auf sie ausgeübt wird und das Blut in den Gefäßen nicht mehr richtig abfließen kann. So erweitern sich die Adern und das Bindegewebe wird gedehnt. Typische Symptome sind dann:

  • Spuren von hellrotem Blut beim Stuhlgang oder auf dem Toilettenpapier
  • brennende Schmerzen
  • Juckreiz am After
  • Nässe im Analbereich
  • ein Gefühl der unvollständigen Darmentleerung
  • Druckgefühl im Darm
  • Fremdkörpergefühl im Analbereich
  • Nachschmieren von Stuhl

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2. Ursachen: Warum entstehen Hämorrhoiden in der Schwangerschaft?

Es gibt mehrere Ursachen, warum bei schwangeren Frauen häufig Hämorrhoidalleiden auftreten. Das heranwachsende Kind im Mutterleib erzeugt Druck im Bauchraum, der sich auf die Blutgefäße am After auswirkt. Es kommt zu einem Blutstau. Da der Fötus auf den Darm drückt, leiden Schwangere außerdem oft an Verstopfungen. Starkes Pressen während des Stuhlgangs oder bei der Geburt erhöht zusätzlich das Risiko für Hämorrhoiden. Zudem bedingt die hormonelle Umstellung während der Schwangerschaft einen erhöhten Blutfluss. Dadurch staut sich das Blut vermehrt in den Gefäßen an und kann dann nicht mehr vollständig abfließen. Dadurch kommt es zum Hämorrhoidalleiden.

3. Diagnose: Wann zum Arzt?

Wenn Schwangere erste Symptome eines Hämorrhoidalleidens bemerken, sollten sie so früh wie möglich handeln. Bei leichten Beschwerden wie Juckreiz und Druckgefühl im Darm können Mittel aus der Apotheke helfen. Bei starken Schmerzen und Blutungen sollte jedoch sofort ein Arzt aufgesucht werden.

  • Ausführlich: Symptome und Schweregrade bei Hämorrhoiden

Sind Hämorrhoiden in der Schwangerschaft gefährlich?
Hämorrhoiden in der Schwangerschaft sind weder für die Mutter noch für das Kind gefährlich. Ein unbehandeltes Hämorrhoidalleiden führt jedoch zu starken Entzündungen, Schmerzen, Infektionen oder Stuhlinkontinenz. Deshalb sollte man Hämorrhoiden so früh wie möglich behandeln, um Komplikationen vorzubeugen.

4. Behandlung: So werden Sie die lästigen Gefäßpolster los

Egal ob die Hämorrhoiden während der Schwangerschaft oder nach der Geburt auftreten: Die Behandlung ist immer dieselbe. Zunächst sollten Sie darauf achten, sich so viel wie möglich zu bewegen, ausreichend Wasser oder Tee zu trinken und sich ballaststoffreich zu ernähren. Das fördert die Verdauung und beugt Verstopfungen vor. Außerdem können spezielle Salben oder Zäpfchen gegen Hämorrhoiden die Beschwerden lindern. Viele Produkte gibt es rezeptfrei in der Apotheke. Die Hämorrhoiden Salbe sollte auf die mit Wasser gereinigten Hämorrhoiden vorsichtigt aufgetragen werden. Stellt sich nach 14 Tagen keine Besserung ein, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Für die Analhygiene bei Hämorrhoiden eignen sich außerdem beruhigende Sitzbäder mit entzündungs- und schmerzhemmenden Wirkstoffen. Sie können bei akuten Beschwerden mehrmals täglich durchgeführt werden. Außerdem sollten Sie feuchtes Toilettenpapier ohne Zusätze und Duftstoffe sowie weiches Toilettenpapier benutzen. Bei der Behandlung von schwangerschaftsbedingten Hämorrhoiden ist meist keine Operation notwendig. Die Gefäßpolster bilden sich nach der Geburt in der Regel von alleine zurück. Falls die Hämorrhoiden doch so weit fortgeschritten sind, dass sie operativ entfernt werden müssen, darf das frühestens zwei Monate nach der Geburt geschehen.

  • Typisches Leiden: Hämorrhoiden in der Schwangerschaft
  • Schmerzhafte Begleiterscheinung: Hämorrhoiden während der Schwangerschaft
  • Grund zur Sorge: Darmprobleme in der Schwangerschaft
  • Lästige Gefäßpolster: Typische Symptome für Hämorrhoiden
  • Blutende Gefäßposter: Alles über Hämorrhoiden
  • Salben, Zäpfchen und Sitzbäder: Ohne OP: Hämorrhoiden auf die sanfte Art behandeln

5. Vorbeugen: Hämorrhoiden in der Schwangerschaft vermeiden

Um Probleme mit Hämorrhoiden in der Schwangerschaft zu vermeiden, können werdende Mütter vorbeugen. Für einen guten Stuhlgang, sollten Sie auf ballaststoffreiche Ernährung und viel Flüssigkeitszufuhr durch Wasser oder Tee achten. Das vermeidet Verstopfungen und verhindert, dass Druck auf die Blutgefäße im Enddarm ausgelöst wird. Außerdem sollten Schwangere nicht zu lange Sitzen und möglichst viel Sport und Bewegung in den Alltag integrieren. Bei langem Sitzen im Job empfiehlt es sich, auf so genannte Hämorrhoiden-Kissen zurück zu greifen. Auch eine starke Beckenbodenmuskulatur beugt Hämorrhoiden vor. Regelmäßiges Beckenbodentraining kann dabei helfen.

Hämorrhoiden in der Schwangerschaft – Ursachen und Behandlung

11. September 2019 5 Min.

Hämorrhoiden gehören nicht zu den Lieblingsthemen einer schwangeren Frau. Die wulstigen Erweiterungen der Venen am After sind zwar ungefährlich, aber trotzdem sehr unangenehm. Wie wird man sie wieder los?

Wie entstehen Hämorrhoiden in der Schwangerschaft?

Hämorrhoiden gehören zu den häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden. Fast jede zweite Schwangere klagt im Laufe ihrer Schwangerschaft darüber. Manche Frauen bleiben die gesamte Schwangerschaft hindurch davon verschont, leiden aber nach der Geburt darunter. Das hat etwas mit dem Pressen unter der Geburt zu tun.

Wie zeigen sich Hämorrhoiden?
Hämorrhoiden ersten und zweiten Grades sind nicht sichtbar und meist kaum schmerzhaft. Beim dritten und vierten Grad treten die Hämorrhoiden nach außen. Sie sind als Knötchen rund um den Schließmuskel erkennbar.

Doch von Anfang an: Während der Schwangerschaft sorgen die Hormone dafür, dass der gesamte Körper flexibler und dehnbarer wird. Nur so kann genug Platz für das wachsende Baby geschaffen werden. Auch für die Geburt muss der Körper möglichst elastisch sein. Ein Nebeneffekt ist, dass sich die Venen im After ungewollt ausdehnen können. Die Gebärmutter und das Baby drücken zudem zunehmend auf den Enddarm. Gleichzeitig erschweren die Wassereinlagerungen in den Beinen den Rückfluss des Blutes. Kommt starkes Pressen hinzu, beispielsweise beim Geburtsvorgang oder während des Stuhlgangs, entsteht eine Art Blutstau. Die Folge sind Krampfadern am Enddarm.

Dies ist zunächst kein Problem, allerdings ist der Darm nun nicht mehr vollständig verschlossen. Dadurch kann permanent ein wenig Stuhl austreten, was zu Entzündungen rund um den After führen kann. Die Folge: Ein unangenehmes Jucken bis hin zu einem intensiven Brennen.

Hämorrhoiden in der Schwangerschaft vermeiden

Frauen können einiges tun, um Hämorrhoiden in der Schwangerschaft zu vermeiden. Zunächst ist es wichtig, dass erst gar keine Verstopfung entsteht, sodass der Stuhl leicht und ohne zu pressen austreten kann. Das erreicht man am besten mit einer ballaststoffreichen Ernährung.

Wissenswert: Abführmittel sollten während einer Schwangerschaft stets nur in
Absprache mit dem behandelnden Arzt eingenommen werden. Der Darm wird während der Schwangerschaft generell etwas träger. Es ist daher empfehlenswert, dass schwangere Frauen Bewegung in ihren Alltag bringen und mindestens zwei Liter am Tag trinken.

Außerdem sollten schwangere Frauen darauf achten, sich ausreichend Ruhe beim Stuhlgang zu gönnen und dabei möglichst wenig zu pressen, damit keine Hämorrhoiden entstehen. Studien zeigen, dass der Stuhl einfacher austritt, wenn man in der Hocke auf der Toilette sitzt. Dies können Sie leicht erzielen, indem Sie Ihre Füße vor der Toilette auf einen kleinen Hocker stellen.

Damit sich während der Geburt keine Hämorrhoiden bilden, sollte eine möglichst aufrechte Gebärposition gewählt werden. Frauen, die im Liegen gebären, leiden nach der Geburt erfahrungsgemäß häufiger unter den unangenehmen Krampfadern.

Hämorrhoiden wirksam behandeln

Treten Hämorrhoiden in der Schwangerschaft auf, ist Pflege das A und O. Denn solange keine Entzündung entsteht, sind die Gefäßerweiterungen zunächst harmlos und schmerzfrei. Darum ist es besonders wichtig, die Hämorrhoiden sauber zu halten und nach jedem Stuhlgang mit Wasser abzuspülen. Zudem cremt man den Schließmuskel am besten mehrmals täglich mit Vaseline ein. Beim Stuhlgang bleiben dadurch weniger Verunreinigungen hängen.

Salben und Zäpfchen können bei schmerzenden Hämorrhoiden Linderung verschaffen. Welche Medikamente von schwangeren Frauen verwendet werden dürfen, sollten Sie mit dem behandelnden Gynäkologen besprechen.

In vielen Fällen verschwinden Hämorrhoiden nach der Schwangerschaft ganz von alleine. Bleiben die Gefäßerweiterungen bestehen, kann es jedoch notwendig werden, sie chirurgisch zu entfernen oder mit einer Gummibandligatur abzubinden. Ansprechpartner hierfür ist ein Proktologe.

Hämorrhoiden – Schwangerschaft

Behandlung von Hämorrhoiden (Schwangerschaft)

Hämorrhoiden werden während der Schwangerschaft und auch nach der Geburt im sogenannten Wochenbett bevorzugt mit konservativen Maßnahmen behandelt. Beherzigen Sie dazu folgende Ratschläge:

  • Ernähren Sie sich ballaststoffreich.
  • Bewegen Sie sich so viel wie möglich.
  • Trinken Sie ausreichend, vor allem Wasser, Tee oder Saftschorle.

Zusätzlich können Sie mit speziellen „Hämorrhoiden-Salben“ oder „Hämorrhoiden-Zäpfchen“ die Beschwerden lindern. Die Präparate enthalten entzündungshemmende, zusammenziehende oder lokal betäubende Wirkstoffe. Ihr Arzt kann Ihnen ein passendes Präparat verschreiben. Es gibt auch pflanzliche Hämorrhoiden-Salben oder -Zäpfchen (etwa mit Hamamelis). Diese bekommen Sie rezeptfrei in der Apotheke. Informieren Sie Ihren behandelnden Arzt beim nächsten Termin über die Anwendung solcher Präparate.

Häufig bilden sich die Hämorrhoiden nach der Geburt bald zurück. Eine gezielte Entfernung der Hämorrhoiden (etwa durch eine Operation) ist deshalb im Allgemeinen nicht nötig. In Ausnahmefällen kann ein Eingriff aber ratsam sein, zum Beispiel bei starken Blutungen oder einem Vorfall des Afters (Analprolaps). Nach Möglichkeit entfernt man aber frühestens zwei Monate nach der Geburt die Hämorrhoiden. In der Schwangerschaft selbst vermeidet man einen solchen Eingriff.

Hämorrhoiden

In der Schwangerschaft ist erstens die Darmtätigkeit aufgrund der Hormonumstellung verlangsamt und zweitens der Druck der Gebärmutter auf die Blutgefässe gesteigert. Das führt häufig zu Verstopfung und bei etwa der Hälfte aller werdenden Mütter sogar zu Hämorrhoiden. Es handelt sich hierbei um juckende und stechend schmerzende Krampfadern in der Aftergegend, die in manchen Fällen stark hervortreten oder bluten. Die Darmentleerung kann dadurch unangenehm oder sogar schmerzhaft sein. In den allermeisten Fällen bilden sich die Hämorrhoiden nach der Geburt jedoch schnell wieder zurück.

Sollten Sie bereits Hämorrhoiden haben, empfehlen sich die bewährten Massnahmen zur Vorbeugung und Behandlung von Verstopfung, nämlich u. a. eine ballaststoffreiche Ernährung, ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit, vor allem Wasser und verdauungsfördernder Kräutertee, sowie regelmässige Bewegung wie Schwimmen und Schwangerschaftsgymnastik. Das ist generell gut für den Kreislauf und regt die Verdauung an. Schwangere sollten grundsätzlich alles vermeiden, was zu einem erhöhten Druck im Beckenbereich führt, also schweres Heben und Pressen. Gezieltes Training von Becken- und Schließmuskulatur kann sich ebenfalls positiv auf Verdauungs- und gezielt Hämorrhoidialleiden auswirken. Eine einfache Übung ist das Zusammenpressen der Beckenmuskulatur: Hierzu zehnmal täglich Scheide und After fest zusammenpressen und nach einer kurzen Haltephase wieder entspannen. Dies kann zudem einer Blasenschwäche und Harninkontinenz vorbeugen.

Als natürliche Massnahme haben sich Sitzbäder mit lauwarmem Kamillentee, einem Aufguss aus Hamamelisrinde oder -blättern, Eichenrinde oder Breitwegerichblättern bewährt. Auch Lavendelöl im Bad tut wohl. Bei starkem Juckreiz empfiehlt sich eine Eispackung. Dazu nimmt man eine Tiefkühlpackung Erbsen, mit einem Tuch umwickelt. Sie können immer wieder eingefroren und zur Kühlung (aber natürlich nicht mehr zum Verzehr!) verwendet werden! Reinigen Sie den Afterbereich nur mit weichem Toilettenpapier und milden, seifenfreien Produkten.

Zusätzlich kann Ihnen Ihr Frauenarzt, Ihre Frauenärztin eine Salbe oder Zäpfchen zur Linderung von Schmerzen oder Juckreiz verschreiben. Die üblichen Hämorrhoidenmittel (z.B. Sulgan, Isochinol, Hametum, Procto-Glyvenol) haben sich in der Schwangerschaft als unbedenklich erwiesen. Abgeraten wird von Phenol(-derivaten), z.B. Policresulen, wie auch von Dobesilat wegen seiner Wirkung auf die Blutbildung.

Auch an anderen Stellen, insbesondere an den Beinen oder im Scheidenbereich, können sich Krampfadern bilden.

Häufige Fragen zum Thema

Bilden sich Hämorrhoiden nach der Geburt zurück?

Hämorrhoiden bilden sich normalerweise kurz nach der Geburt zurück. Sie können dies mit regelmässiger Beckenbodengymnastik unterstützen.

Hartnäckige Verstopfung führt gegen Ende der Schwangerschaft häufig zu Hämorrhoiden. Der Druck der Gebärmutter oder des kindlichen Köpfchens auf die Blutgefässe…

vollständige Antwort lesen Ich habe Krampfadern an den Schamlippen. Was bedeutet das für die Geburt?

In den letzten Schwangerschaftswochen drückt der Kopf des Babys auf die Beckenvenen. Das venöse Blut wird gestaut, was wiederum zu Krampfadern im Scheidenbereich (Vulvavarizen) führt. Die Haut ist gereizt und juckt, ein dumpfer Schmerz oder Schweregefühl kann auftreten. Meist bilden sich diese…

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Letzte Aktualisierung : 04-05-16, BH

Hämorrhoiden in der Schwangerschaft

Hämorrhoiden kommen in der Schwangerschaft ziemlich häufig vor, etwa bei jeder zweiten Frau. Warum bekommen so viele Schwangere die unangenehmen Knötchen im Analbereich bekommen?

Die Schwangerschaftshormone programmieren den gesamten Körper auf weit, weich und elastisch, damit das Baby Platz hat, wachsen kann und die Geburt ohne Komplikationen verläuft. Diese Wirkung betrifft

  • Haut
  • Blutgefäße
  • Bindegewebe
  • Beckenboden.

Ursachen für Hämorrhoiden in der Schwangerschaft und nach der Geburt

Doch wenn sich Gefäße weiten, Bindegewebe und Beckenboden weich werden, können sich als Nebenwirkung auch die kleinen Blutgefäße im After erweitern. Sie bilden das sogenannte Hämorrhoidalpolster. Dieses Schwellkörpersystem dichtet gemeinsam mit dem Schließmuskel den After ab.

Durch die Schwangerschaft bereits erweitert, reagieren die Blutgefäße auf Druck besonders empfindlich. So drückt die wachsende Gebärmutter zunehmend auf den Enddarm. Vor allem Pressen belastet diesen Bereich stark – etwa bei Verstopfung. Gerade Schwangere leiden häufig an Verstopfung, weil im Zuge der hormonellen Umstellung der Darm träge wird.

Nicht zuletzt kann aber auch das starke und lange Pressen bei der Geburt Hämorrhoiden auslösen. Es entsteht ein Blutstau, die Adern vergrößern sich weiter und kleine Aussackungen sowie Knötchen (Krampfadern) entstehen.

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Hämorrhoiden – Anzeichen und Ausprägung

Hämorrhoiden lösen typische Symptome aus. Der After brennt, juckt und nässt. Nach dem Stuhlgang tut er noch eine Zeitlang weh und kann auch etwas bluten. Dann ist die Hämorrhoide eingerissen.

Wenn bei Ihnen diese Anzeichen auftreten, sollten Sie am besten mit Ihrem Arzt darüber reden. Ansprechpartner ist der Gynäkologe oder aber ein Proktologe, also ein Facharzt für Enddarmerkrankungen.

Je nach Ausprägung werden Hämorrhoiden in vier Schweregrade eingestuft. Diese Einteilung ist wichtig, weil sich danach auch die Behandlung richtet:

Grad 1: Das Hämorrhoidalpolster ist leicht geschwollen.

Grad 2: Beim Pressen wölbt das Gewebe kurz nach außen (Vorfall). Nach dem Stuhlgang verschwindet es wieder nach innen.

Grad 3: Die Hämorrhoiden bleiben außen, lassen sich jedoch manuell vorsichtig wieder innen platzieren.

Grad 4: Die Knötchen befinden sich ständig außerhalb und lassen sich nicht mehr nach innen verschieben.

Hämorrhoiden sanft, aber sicher behandeln

In der Schwangerschaft eignen sich vor allem rezeptfreie Hämorrhoiden-Salben und -Zäpfchen mit milden Wirkstoffen, die desinfizieren, Entzündungen vorbeugen und die Gefäße leicht zusammenziehen. Das sind etwa:

  • Hamamelis
  • Ringelblume
  • Rosskastanie
  • Schafgarbe
  • Zink.

Diese Mittel sind vor allem bei Hämorrhoiden Grad 1 und Grad 2 empfehlenswert. Wenn die Hämorrhoiden jedoch stark stören, also vor allem Grad 3 oder 4 entsprechen, behandelt der Arzt sie mit verschreibungspflichtigen Zäpfchen und Salben, die unter anderem lokal betäubende Wirkstoffe oder Kortison enthalten können. Selbstverständlich achtet der Arzt dabei darauf, ausschließlich Wirkstoffe in einer Dosierung zu empfehlen, die während der Schwangerschaft unbedenklich sind.

Sowohl die rezeptfreien als auch die rezeptpflichtigen Salben und Zäpfchen behandeln jedoch nur die Symptome, nicht die Hämorrhoiden selbst. Ob weitere, invasive Maßnahmen nötig sind, um die erweiterten Gefäße ursächlich zu therapieren, entscheidet der Arzt gemeinsam mit der Patientin. Meistens ist es sinnvoll, damit bis nach der Geburt zu warten.

Sieben Tipps gegen Hämorrhoiden in der Schwangerschaft

Folgende Hausmittel und Tipps helfen Ihnen dabei, Hämorrhoiden in der Schwangerschaft zu lindern oder sogar zu vermeiden:

  1. Kein Pressen beim Stuhlgang! Sorgen Sie deshalb für weichen Stuhl, indem Sie ballaststoffreich essen.
  2. Trinken Sie viel. Flüssigkeit macht den Stuhl weicher.
  3. Bei Verstopfung essen Sie täglich morgens und abends etwas Flohsamen. Die Samenschalen dieser Heilpflanze haben eine enorme Quellkraft, dadurch wird der Stuhl weich. Ihre Schleimstoffe machen den Darminhalt geschmeidig und pflegen die Schleimhaut. Am besten zwei Teelöffel in Joghurt einrühren und viel Wasser dazu trinken.
  4. Vermeiden Sie langes Sitzen und schweres Tragen. Beides belastet den Enddarm.
  5. Bewegen Sie sich viel. Gehen, Schwimmen und Gymnastik bringen auch den Darm in Schwung.
  6. Gerade bei Schwangeren können Hämorrhoiden beim Sitzen schmerzen. In dieser Haltung drückt die Gebärmutter besonders stark auf den Enddarm. Ein Hämorrhoidenkissen oder ein aufblasbarer Sitzring können diese Region entlasten. Benutzen Sie diese Sitzhilfen jedoch nicht zu lange, weil sie die Durchblutung im Analbereich einschränken.
  7. Pflegen Sie Ihren After sorgfältig. Das bedeutet, nach jedem Stuhlgang den Analbereich mit kühlem Wasser aus dem Duschschlauch abbrausen, danach sauber tupfen ohne zu reiben und eine Hämorrhoiden-Salbe auftragen.

Noch ein Tipp zu Verstopfung in der Schwangerschaft: Übrigens haben Eisentabletten, die viele Schwangere zur Blutbildung einnehmen, als Nebenwirkung Verstopfung. Falls Sie betroffen sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Manchmal helfen pflanzliche Alternativen, den bei Schwangerschaft typischen Eisenmangel auszugleichen.

Viele Frauen haben während der ganzen Schwangerschaft keine Hämorrhoiden. Erst nach der Geburt sind sie dann plötzlich da. Die Ursache: Starkes Pressen bei der Geburt. Selbstverständlich lässt sich die Pressphase bei einer Geburt nicht verhindern. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass eine aufrechte Gebärposition das geringste Risiko für Hämorrhoiden bedeutet. Sprechen Sie darüber mit Ihrer Hebamme und Ihrem Arzt.

Hämorrhoiden, die während der Schwangerschaft oder der Geburt aufgetreten sind, verschwinden danach leider meist nicht mehr. Grad 1 und Grad 2 lassen sich jedoch mit der richtigen Pflege sowie der Vermeidung von Verstopfung gut behandeln und sie verstärken sich wenigstens nicht.

Ausgeprägte Hämorrhoiden kann der Proktologe einige Zeit nach der Geburt meist erfolgreich behandeln – etwa mit der Gummibandligatur. Dabei bindet der Arzt die Hämorrhoide fast schmerzfrei ab. Vom Blutfluss abgeschnitten schrumpft sie langsam und fällt nach spätestens einer Woche mitsamt dem Gummiband einfach ab. Eine weitere Möglichkeit ist die Sklerosierung, also die Verödung. Dabei setzt der Arzt eine Injektion in die Hämorrhoide. Sie stirbt ab und das restliche Gewebe zieht sich wieder in den Analkanal zurück.

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