Haarausfall während der schwangerschaft

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Haarausfall nach der Schwangerschaft

Kaum ist das Baby auf der Welt, ist bei vielen Frauen vorbei mit der Haarpracht. Die Haare werden stumpf – und fallen aus. Was hat es mit dem Haarausfall nach der Schwangerschaft auf sich? Und was kann man dagegen tun?

Ist der Haarausfall nach der Geburt normal?

Haarausfall nach der Schwangerschaft ist kein Grund zu verzweifeln.

Überall Haare: In der Bürste, im Siebchen in der Dusche, auf dem Teppich, auf dem Kopfkissen. Und auf dem Kopf werden sie immer weniger. Viele Frauen beklagen, dass ihnen nach der Geburt Haare ausgehen und reagieren – verständlicherweise – mit Sorge und Panik. Eins gleich vorneweg: Grund zur Sorge besteht nicht. Der sogenannte postpartale Effluvium (vermehrter Haarausfall nach der Geburt) ist völlig normal und leicht zu erklären.

Warum leiden Mütter unter Haarausfall?

Eigentlich ungerecht: Zu den Schwangerschaftsstreifen und Augenringen wegen Schlafentzugs kommt auch noch vermehrter Haarausfall dazu. Und das genau jetzt, wo frisch gebackene Mamas sowieso dünnhäutig sind und keine Zeit für ihr Beautyprogramm finden! Der Grund für den Haarausfall ist relativ simpel – und wie so viele Veränderungen während und nach der Schwangerschaft den Hormonen geschuldet: In der Schwangerschaft werden durch den Östrogenschub mehr Haare als sonst in der Wachstumsphase gehalten.

Nach der Geburt fällt der Östrogenspiegel plötzlich ab – und der Körper schickt die Haare von der Wachstumsphase in die Ruhephase, in der sie einige Zeit stehen bleiben. Und nach ungefähr drei Monaten fallen diese Haare, die dank der Schwangerschaft „Verspätung“ haben, dann aus. Übrigens: Mit dem Stillen hat der Haarausfall nach der Schwangerschaft rein gar nichts zu tun! Hier handelt es sich um ein Ammenmärchen.

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Was hilft bei Haarausfall nach der Schwangerschaft?

Dermatologen raten: Finger weg von Shampoos oder Haarwassern, die vermehrtes Haarwachstum anpreisen. In der Praxis hilft nur eins: Geduld. Achte darauf, dass du dich gesund ernährst und ausreichend Vitamine und Mineralien zu dir nimmst. Und genieße das neue Glück mit deinem Baby! Du wirst sehen: Nach neun Monaten bis einem Jahr hat sich das Problem ganz von alleine erledigt. Bei längerem Haar wird dir dann auffallen, dass am Haaransatz viele kurze Haare nachwachsen – für dich das Zeichen: Jetzt normalisiert sich dein Haarwachstum wieder.

Was tun, wenn der Haarausfall anhält?

Hast du neun Monate nach der Geburt noch immer das Gefühl, dass dein Haarausfall sich nicht deutlich bessert, solltest du deinen Frauenarzt auf das Problem ansprechen oder einen Dermatologen aufsuchen. Er wird untersuchen, ob du aufgrund der Schwangerschaft und Stillzeit unter einem Eiweiß-, Vitamin-, Zink- oder Eisenmangel leidest. Ein Nährstoffdefizit lässt sich problemlos beheben – und eine ernste Erkrankung steckt glücklicherweise fast nie hinter dem unschönen Phänomen des Haarausfalls im ersten Jahr mit Baby.

Spannende Fakten rund um Haare

  • Auf deinem Kopf wachsen ungefähr 100.000 Haare.

  • Haare wachsen zwischen einem und zwei Zentimetern im Monat.

  • Ein Verlust von ungefähr 100 Haaren am Tag ist völlig normal.

  • Blondes Haar ist meist dünner als dunkles oder rotes Haar.

  • Ein Haar wächst durchschnittlich drei bis vier Jahre lang, dann geht es in einen mehrmonatigen Ruhemodus, in dem es nicht mehr wächst – und fällt schließlich aus.

  • Für dein Haar ist es am besten, wenn du das Wasser aus dem Haar herausdrückst und deine Haare nicht trocken rubbelst.

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Haarausfall nach der Geburt: Tipps der Experten

Bild: iStockphoto

Viele frischgebackene Mütter kennen es: In der Schwangerschaft wächst nicht nur der Bauch, sondern auch der Umfang des Dutts: Man hat plötzlich so viele Haare wie noch nie und dieser Glanz! Kaum ist das Baby da, fallen die Haare dann plötzlich büschelweise aus und der Glanz, nun, der ist (wenn überhaupt) nur noch auf der Stirn zu finden …

In der Fachsprache heisst der Haarausfall nach der Geburt „diffuses Effluvium“ und hängt in den meisten Fällen mit dem Hormonabfall zusammen. Unter der Hormoneinwirkung in der Schwangerschaft verändert sich der Lebenszyklus der Haare, und zuerst bleiben die Haare alle in der Wachstumsphase stehen. Nach der Schwangerschaft kommt es zu einem Abfall der Östrogene, der weiblichen Hormone, und die Haare treten vermehrt in die Ruhephase ein und fallen dann oft synchron aus. Normalerweise befinden sich unsere Haare in verschiedenen Wachstumsphasen, so dass diese „Störung“ durch die Schwangerschafts-Hormone dafür sorgt, dass man erst dichtere Haare und dann auf einmal deutlich weniger Haare haben kann. Auch die Struktur kann sich stark verändern, wie übrigens auch bei anderen Hormonumstellungen im Leben einer Frau, wie die Geschlechtsreife oder die Wechseljahre.

Ich habe mich bei drei Experten, einer Frauenärztin, einer Hairstylistin und einer Hautärztin umgehört, was man denn gegen diesen postpartalen Haareausfall tun kann, wann man einen Arzt aufsuchen sollte und wie das Stillen den Haarausfall beeinflusst.

Was hilft gegen den Haarausfall nach der Geburt?
Dr. Adriana Schwander, Gynäkologin: „Der ‚normale’ Haarausfall normalisiert sich meist sechs Monate nach der Geburt von selbst und die Haare wachsen wieder nach. Haarausfall kann jedoch auch im Zusammenhang mit einer Schilddrüsenerkrankung oder einem Eisenmangel stehen, oder aber durch einen Vitamin- und Spurenelementmangel (beispielsweise Vitamin B12, Biotin, Zink ) verursacht werden. Gerade Frauen, die bereits in der Schwangerschaft mit einem Eisenmangel zu kämpfen hatten und bei der Geburt ebenfalls viel Blut verloren haben, empfehlen wir, dies zu kontrollieren. Aber auch eine einseitige, zu radikale Diät, um die vielleicht noch überzähligen Kilos zu verlieren, kann einen vermehrten Haarausfall bewirken. In vielen Fällen reguliert sich die Haarpracht aber von selbst wieder, es braucht einfach Geduld.”

Anna Remund, Hairstylistin: „Die gute Nachricht ist, der Haarausfall nach der Geburt ist meist nur vorübergehend. Ich rate Kundinnen, die unter Haarausfall nach einer Geburt leiden, Geduld zu haben, bis sich der Körper und der Hormonhaushalt sich wieder erholt haben. Ein neuer Haarschnitt verhindert zwar keinen Haarausfall, es fühlt sich aber besser an. Da die Schläfen- oder Stirnpartie oft am sichtbarsten vom Haarausfall betroffen ist, empfehle ich einen schönen Pony oder ein leichter Stufenschnitt zum Kaschieren. Gerne nutze ich auch stärkende und belebende Produkte, die zwar kein neues Haar herzaubern, aber die übriggebliebenen pflegen und etwas aufpeppen.“

Anna Remund empfiehlt diese drei Produkte von Kevin Murphy: Thickening lotion, volumising powder und leave-in plumping treatment. (Alle Produkte sind bei ausgewählten Salons oder über www.perfecthair.ch erhältlich)

Dr. Antonia Fellas, Dermatologin: „Der diffuse Haarausfall nach einer Entbindung weist normalerweise eine Bestandesdauer von sechs Monaten auf und ist in der Regel selbstlimitierend und gewöhnlich vollständig reversibel. Unterstützend können Nahrungsergänzungsmittel auf der Basis von Hirsenextrakt, Pantothensäure, Biotin, L-Cystin sowie Medizinalhefe gegeben werden.“

Ab wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Dr. Adriana Schwander: „Sollten die Haare nach ungefähr sechs Monaten nach der Geburt weiterhin übermässig (mehr als 100 Haare pro Tag sind ein ungefährer Richtwert) ausfallen, empfehlen wir einen Arzt zu konsultieren, um eine andere Ursache des Haarausfalles auszuschliessen.

Dr. Antonia Fellas: „In seiner chronischen Form mit Bestandesdauer über sechs Monate weist der diffuse Haarausfall meist mehrere Ursachen auf, einschliesslich Schilddrüsenunterfunktion, Medikamentennebenwirkung, um die häufigsten Ursachen zu nennen. In diesen Fällen besteht oft zusätzlich ein erblich bedingter Haarausfall, den man weiter abklären sollte.“

Anna Remund: „Ich rate auch nach rund sechs Monaten zu einer Konsultation beim Haus- oder Hautarzt.“

Was hat der Haarausfall mit dem Stillen zu tun?
Dr. Adriana Schwander: „Gute Frage, gegenüber allgemeinen Vorurteilen ist das Stillen dafür nicht verantwortlich. Trotzdem sollte man beim Stillen natürlich auf eine ausgewogene Ernährung achten und einen möglichen Eisenmangel korrigieren. Das hilft ganz grundsätzlich gegen Müdigkeit, Leistungsminderung, und auch die Substitution von Spurenelementen kann in dieser anstrengenden Zeit nach einer Geburt nicht schaden.”

Kann man bei einer erneuten Schwangerschaft dem Haarausfall nach der Geburt vorbeugen? Prophylaktisch irgend etwas tun?
Dr. Antonia Fellas: „Dem postpartalen Haarausfall kann man leider nicht vorbeugen. Wichtig ist in jedem Fall einen Eisenmangel bei erhöhtem Blutverlust nach der Entbindung auszuschliessen sowie Vitaminmängel (Biotin, Vitamin D, Vitamin B12) zu beheben. Eingangs erwähnte Nahrungsergänzungsmittel können ebenfalls eingenommen werden.“

Wird der Haarausfall mit jeder Geburt schlimmer oder kann es auch sein, dass man bei einem weiteren Mal kein Haar mehr verliert?
Anna Remund: „Die meisten meiner Kundinnen bemerken nach der Schwangerschaft eine Veränderung der Haardichte oder je nachdem auch der Haarstruktur. Aus Erfahrung kann der Haarausfall aber von Schwangerschaft zu Schwangerschaft sehr unterschiedlich sein. Eine Kundin zum Beispiel hatte nach der ersten Geburt starken Haarausfall, nach einer zweiten Schwangerschaft allerdings fand dann nur der normale Haarwechsel statt. Bei einer anderen Kundin wiederum haben sich nach zwei Geburten die Haare plötzlich stark zu locken angefangen. Aber auch das Umgekehrte höre ich oft, Kundinnen mit Locken haben plötzlich glattere Haare. Meine Wellen sind übrigens weniger geworden als vor der Schwangerschaft. Ich hoffe, dass sich das noch normalisiert …”

Dr. Adriana Schwander: „Jede Schwangerschaft und auch die Zeit nach der Geburt verlaufen nie gleich. Es kann sein, dass man bei einer Schwangerschaft keine Veränderungen bemerkt bezüglich der Haare, das nächste Mal dafür arg Federn, oder in dem Fall Haare lassen muss.“

Die drei Expertinnen:

Anna Remund, dipl. Hairstylistin und Make-up-Artistin, Kopfstand Hairstyling und Make-up in Bern, www.kopfstand.ch

Dr. med. Adriana Schwander, FMH Gynäkologie/Geburtshilfe, Frauenklinik Inselspital Bern, www.frauenheilkunde.insel.ch

Dr. Antonia Fellas, Fachärztin für Dermatologie und Venerologie, Dermatologische Praxis und Haarcenter Professor Trüeb in Wallisellen, www.derma-haarcenter.ch

Auch ihr habt mir Tipps geliefert, was bei euch gegen Haarausfall geholfen hat:

Eisentabletten oder Walfischplazenta: Eure Tipps gegen Haarausfall nach der Geburt, Teil 1

Chügeli, Hirsebrei und Shampoo: Eure Tipps gegen Haarausfall nach der Geburt, Teil 2

Wie so oft, sind die Hormone schuld:

Warum kommt es zu vermehrtem Haarausfall nach der Schwangerschaft?

Eine Schwangerschaft mit anschließender Geburt ist ein extremer Zustand für den Körper, der sämtliche Hormone komplett durcheinander wirbelt. Es kann mehrere Monate dauern, bis der Körper sich wieder bei seinem ursprünglichen hormonellen Gleichgewicht einpendelt. Und das beeinflusst die extrem empfindlichen Haarwurzeln: sie pausieren unfreiwillig, was zu Haarausfall führt.

Zudem kommt hinzu, dass die Hormonumstellung zum „postpartalen Effluvium“ (= erhöhten Haarausfall nach einer Geburt) führt: während der Schwangerschaft schießt der Östrogenspiegel in die Höhe, was die Haare viel länger in ihrer Wachstumsphase hält. Sie gehen nicht wie üblich in die Ruhephase über und fallen weniger aus. Statt der durchschnittlichen 100 Haare am Tag verlieren Schwangere ca. die Hälfte und freuen sich über eine dichte und glänzende Haarpracht… bis zur Geburt! Denn nach der Entbindung sinkt der Östrogenspiegel plötzlich ab auf sein ursprüngliches Niveau- und die Haare werden vom Körper in die Ruhephase geschickt. Dort verweilen sie bis zu drei Monaten und fallen dann auf einmal aus. Man hat den Eindruck, abnormal viele Haare zu verlieren.

Was kann man gegen Haarausfall nach der Schwangerschaft tun?

Haarausfall nach der Geburt ist ein natürlicher Prozess, der sich innerhalb mehrerer Monate wieder von selbst einpendeln sollte, sobald sich der Hormonhaushalt wieder normalisiert hat. Daher wird der Haarverlust nach und nach schwächer. Doch wenn man die Normalisierung beschleunigen möchte, gibt es spezielle Produkte, die helfen können: Das Plantur 21-Pflegesystem bestehend aus vier aufeinander abgestimmten Produkten (Shampoo, Elixir, Conditioner und Hydro-Spray) versorgt die Haarwurzeln gezielt und genau dort mit Energie, wo sie dringend gebraucht wird. Das Nutri-Coffein-Shampoo und das Nutri-Coffein-Elixir enthalten einen besonders aktiven Energiecomplex aus Coffein und den Mikro-Nährstoffen Biotin, Magnesium, Kalzium und Zink – und führen der Haarwurzel exakt die Energie zu, die sie braucht, um das Wachstum anzuregen und wieder zu verbessern. Die geschwächten Haare werden mit allen nötigen Reserven versorgt, um wieder gesund und kräftig zu wachsen und der Haarausfall wird deutlich verringert.

  • Ursachen für Haarausfall Warum leiden gerade junge Frauen an Haarausfall?
  • Haarausfall in der Stillzeit: Hormone sind schuld

    Die Menge der Haare, die in der Stillzeit ausfallen, ist individuell ganz unterschiedlich. Einige Frauen merken noch nicht einmal, dass sie Haare verlieren. Andere hingegen reagieren panisch. Sie denken, es würden alle Haare ausfallen, bis sie eine Glatze bekommen. So weit geht der Haarausfall aber keinesfalls.

    Haare wachsen auch in der Stillzeit nach

    Haare sind für Frauen ein Symbol ihrer Schönheit. Der Verlust von Haaren geht häufig mit Ängsten, Verunsicherungen und depressiven Stimmungen einher. Gut gemeinte Tipps, wie kräftigende Pflegemittel anzuwenden, helfen nicht weiter. Die gute Nachricht ist jedoch, dass die Haare auch in der Stillzeit nachwachsen. Es kommen sogar genauso viele Haare nach, wie ausfallen. Nur sind die nachwachsenden Haare anfangs nicht zu sehen.

    Normalerweise lässt der Haarausfall sechs Monate nach der Geburt nach, weil sich der Hormonspiegel wieder auf einem normalen Maß eingependelt hat. Hält der Verlust der Haare darüber hinaus an, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Ein Dermatologe ist für diese Fälle zuständig. Haarausfall kann auf Mangelerscheinungen in der Stillzeit hindeuten, eine Diät nach der Geburt kann ebenfalls Haarausfall verursachen.

    Stillen macht Haarausfall und andere Milchmärchen

    Stillen macht einen Hängebusen!

    Falsch! Nicht das Stillen, sondern die Schwangerschaft verändert den Busen. Bereits in den ersten Schwangerschaftsmonaten nimmt das Brustvolumen zu, Milchdrüsen bilden sich und die Brustwarzen werden größer und dunkler.

    Schießt die Milch ein paar Tage nach der Geburt ein, wird sie noch einmal etwas praller. Seinen ursprünglichen Umfang erreicht der Busen erst nach dem Abstillen wieder. Bis dahin zaubert ein gut sitzender Still-BH ein schönes Dekolleté.

    Stillende dürfen bestimmte Lebensmittel nicht essen!

    Zwiebeln verursachen Blähungen beim Baby, Fruchtsäfte machen einen wunden Po? Das ist wissenschaftlich nicht bewiesen! Blähungen entstehen z.B. bei der Verdauung von Ballaststoffen durch Darmbakterien, und weder Darmgase noch Ballaststoffe gehen in die Muttermilch über.

    Auch der Verdacht, dass Fruchtsäfte Babys Po wund machen, beruht auf Einzelfallbeschreibungen. Eine generelle Stilldiät ist nicht nötig. Deshalb: einfach ausprobieren und nur verzichten, wenn das Baby wirklich empfindlich reagiert!

    Haarausfall Stillzeit: Gründe, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

    Haarausfall nach der Geburt

    Bei Frauen können hormonelle Verschiebungen durch die Einnahme der Antibabypille, von Schwangerschaft, Geburt, Menopause oder Hysterektomie dazu führen, dass mehr Haarfollikel als normal in die Ruhephase übergehen.

    Das telogene Effluvium, so der Fachbegriff, beschreibt einen starken Haarausfall bzw. Ausdünnung des Haarwuchses durch ein frühzeitiges Eintreten der Haarzellen in die telogene Phase (Ruhephase der Haarzelle). Dieses Phänomen kann, aber muss nicht zu einer Alopezie (Glatzenbildung bzw. dauerhafter Haarverlust) führen.

    Während der Schwangerschaft gehen mehr Haarfollikel in die Ruhephase, die Teil des normalen Lebenszyklus der Haare ist. Bis zu 60 % Ihrer Haare, deren Lebenszyklus durch den Hormonanstieg in der Schwangerschaft verlängert wurde, können nach der Geburt in den in den Telogen-Ruhezustand gelangen. Der Haarausfall erreicht in der Regel 3–4 Monate nach der Entbindung einen Höhepunkt, doch ist dieser Zustand nicht schwerwiegend genug, um kahle Stellen zu verursachen, und die Haare wachsen innerhalb eines Jahres wieder nach. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie während der Schwangerschaft einen ungewöhnlichen Haarausfall haben, kann dies an einem Vitamin- oder Mineralstoffmangel liegen.

    Was können Sie beitragen, um Haarausfall nach der Schwangerschaft zu reduzieren?

    Wenden Sie sich an Ihren Arzt, der mithilfe eines Blutbildes Ihren Hormonhaushalt und Ihren Vitaminstatus diagnostizieren wird. Vermeiden Sie Frisuren, die Ihr Haar ziehen und belasten können.

    Essen Sie viel Obst und Gemüse, das Flavonoide und Antioxidantien enthält, welche die Haarfollikel schützen und das Haarwachstum fördern können.

    In Absprache mit Ihrem Arzt können Sie Nahrungsergänzungsmittel in Erwägung ziehen, z. B. Biotin, Kieselsäure, Vitamin B-Komplex, E-Vitamine und Omega-Fettsäuren.

    Im Internet werden zahlreiche Wundermittel angepriesen, von deren Konsum Ärzte jedoch ausdrücklich abraten, da selbst vermeintlich harmlose Nahrungsergänzungsmittel schwere Nebenwirkungen haben können. Gerade in der Stillzeit sollten Sie keinerlei Medikamente oder Nahrungsergänzungen ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen!

    In der Regel bringen solche Mittel nicht den gewünschten Erfolg – besonders dann nicht, wenn der Haarausfall sich außerhalb des normalen Rahmens bewegt und über mehrere Monate alte Haarwurzeln nicht regenerieren. Bei nach 4 Monaten anhaltendem, starkem Haarausfall nach der Schwangerschaft hilft nur noch der Besuch eines Facharztes für Dermatologie und Implantologie, der auf Alopezie spezialisiert ist.

    Haarausfall in Schwangerschaft und Stillzeit

    Nach der Geburt und in der Stillzeit ist Haarausfall wesentlich häufiger. Das liegt daran, dass dem Körper der frisch gebackenen Mama kein zusätzliches Östrogen mehr zugeführt wird. Die Haare, deren Wachstumsphase sich in der Schwangerschaft verlängert hat, fallen nun vermehrt in die Ruhephase (siehe auch Haarzyklus). Nach zwei bis drei Monaten fallen die Haare dann aus und zusätzlich auch noch die Haare, die im normalen Zyklus ausfallen und es macht sich vermehrter Haarverlust bemerkbar.

    Von diesem sogenannten postpartalen Effluvium (post partum = nach der Geburt, Effluvium = gesteigerter Haarausfall) sind fast alle Frauen betroffen, allerdings in unterschiedlicher Ausprägung. Bei manchen Müttern fallen die Haare büschelweise aus, andere bemerken höchstens ein paar Haare mehr in der Bürste.

    Das postpartale Effluvium ist eine Form des diffusen Haarausfalls, der sich normalerweise nach spätestens sechs Monaten, also ca. neun Monate nach der Geburt, wieder normalisiert. Hält der starke Haarausfall jedoch an, so empfiehlt es sich auch hier, einen Dermatologen zu konsultieren. So kann zum Beispiel eine radikale Diät – um die überschüssigen Babypfunde loszuwerden – als Ursache in Frage kommen.

    Unterstützend können Sie die geschwächten Haarwurzeln mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen versorgen. Dies erhöht die Haardichte, steigert das Haarvolumen und verbessert die Haarqualität. Erfahren Sie mehr unter Vitamine Haare.

    Haarausfall nach der Schwangerschaft: Das solltest du wissen

    Wir Frauen sind ultra sensibel, wenn es um unsere Haare geht. Für die meisten von uns sind sie ein Symbol von Weiblichkeit und immer auch ein Spiegel des eigenen Befindens. Kein Wunder also, dass uns der Haarausfall nach der Schwangerschaft eiskalt erwischt und ziemlich verunsichert. Schließlich haben wir noch vor ein paar Wochen die schönste Traummähne gehabt.
    Es besteht aber kein Grund zur Panik, wenn die Haare nach der Geburt vermehrt ausfallen. Denn Haarausfall nach einer Schwangerschaft, medizinisch postpartales Effluvium genannt, ist eine normale Reaktion des Körpers. Warum genau Frauen nach der Geburt die Haare ausfallen, wann der Haarausfall einsetzt, wie lange er dauert und was dagegen helfen kann, sagen wir euch.

    Was sind die Ursachen für Haarausfall nach der Schwangerschaft?

    Schuld am Haarausfall nach der Schwangerschaft sind mal wieder die Hormone, bzw. das Hormon Östrogen. In der Schwangerschaft produziert der Körper der Frau vermehrt Östrogen. Das regt zum einen das Haarwachstum an, sorgt aber auch dafür, dass die Haare nicht so schnell abgestoßen werden, also länger auf dem Kopf ‚gehalten‘ werden. Das Haar wird voller und kräftiger.

    Nach der Geburt sinkt der Östrogenspiegel. Das heißt, das Haarwachstum wird zurückgeschraubt – eigentlich nur auf das Vor-Schwangerschaftslevel – und die Haare werden auch nicht mehr länger ‚gehalten‘. Das bedeutet, wir verlieren augenscheinlich mehr Haare nach der Geburt, weil wir die letzten Monate einfach mehr Haare hatten.

    Haarausfall nach der Schwangerschaft: Ab wann fallen die Haare aus?

    In den Wochen nach der Geburt fällt der Östrogenspiegel auf das ’normale‘ Level zurück. Die meisten Frauen bemerken rund zwei bis drei Monate nach der Schwangerschaft einen vermehrten Haarausfall. Der ist im Übrigen auch völlig unabhängig davon, ob eine Frau stillt oder nicht.

    Haarausfall nach der Schwangerschaft: Wie lange hält er an?

    Der hormonbedingte Haarausfall nach einer Schwangerschaft reguliert sich in den meisten Fällen innerhalb des ersten Jahres nach der Geburt. Der Östrogenspiegel hat sich normalisiert und alle ‚zusätzlichen Haare‘ sind ausgefallen, die Haare wachsen und fallen aus wie vor der Schwangerschaft.
    Sollte auch nach dem ersten Jahr der vermehrte Haarausfall anhalten, kann es helfen, seinen Frauenarzt oder einen Dermatologen um Hilfe zu bitten. Denn Haarausfall kann ein Zeichen für einen Nährstoffmangel sein.

    Was hilft gegen Haarausfall nach der Schwangerschaft?

    Haarausfall nach der Geburt ist eine natürliche Reaktion des Körpers und erst einmal kein Zeichen einer Krankheit. Deshalb bedarf es auch eigentlich keiner Gegenmaßnahmen, um das Ausfallen zu verhindern, bzw. hinauszuzögern.
    Und trotzdem gibt es Dinge, die Haarausfall nach der Schwangerschaft weiter begünstigen. Psychischer Stress kann ein Grund sein. Fühlt sich die Frau nach der Schwangerschaft unwohl, gestresst und überfordert, kann das den Haarausfall nach der Geburt weiter begünstigen. Das Hausmittel heißt also mehr Ruhe. Klingt manchmal leichter als getan, vor allem in den Ohren einer frisch gebackenen Mama, aber es wirkt Wunder. Entschleunigt euer Leben mit Baby. Hört nicht auf andere, sondern macht die Dinge, wie sie euch gefallen.

    Zusätzlich zu mehr Ruhe gibt es Medikamente, die bei starkem Haarausfall nach der Schwangerschaft helfen könnten. Eine Einnahme sollte aber immer mit dem behandelnden Frauenarzt abgestimmt werden und im Idealfall erst nach dem Abstillen begonnen werden.

    Haarausfall nach der Schwangerschaft: Was du wirklich tun solltest!

    Versucht euch nicht an ‚Wundermitteln‘ wie Shampoos, Haarwasser oder Spülungen, die angeben, den Haarausfall nach der Geburt zu stoppen. Denn die halten nicht, was sie versprechen. Habt Geduld. Gönnt euch einen neuen Haarschnitt und genießt euer erstes Jahr als Mama. Achtung, Mama-Phrase: Denn diese Zeit ist so schnell vorbei und kommt nicht wieder.

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    Haarausfall in der Stillzeit

    Die meisten Frauen freuen sich in der Schwangerschaft über dichtes, glänzendes Haar und schöne Fingernägel. Doch spätestens nach der Geburt wandelt sich die Pracht und das Haar wird dünner, die Nägel werden brüchig und die Haut wird unrein. Das ist völlig normal und kein Grund zur Beunruhigung.

    Während der Schwangerschaft und in der Stillzeit verändert sich der Hormonhaushalt im Körper. Das Ungleichgewicht, erzeugt durch den fallenden Östrogenspiegel führt bei vielen Frauen zu Haarausfall. In der Stillzeit kann es u sehr starken Haarverlust bis hin zu sichtbar kahlen Stellen auf dem Oberkopf kommen.

    Lässt sich Haarausfall in der Stillzeit aufhalten?

    Grundsätzlich sollten Sie wissen, dass Ihr Hormonhaushalt und der Haarwuchs im direkten Zusammenhang stehen. Bei hohem Östrogenspiegel wächst Ihr Haar dicht und glänzend. Fällt der Östrogenspiegel, kann es zu Haarverlust und unreiner Haut sowie brüchigen Nägeln kommen. In der Stillzeit benötigt der Körper mehr Eisen und Folsäure.

    Die meisten von Haarverlust in der Stillzeit betroffenen Frauen können die Problematik eindämmen, in dem sie die fehlenden Mineralien über Zusatznahrung aufnehmen. Bedenken Sie, dass Sie sich selbst und Ihr Baby versorgen und daher mehr Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe benötigen.

    Gönnen Sie Ihrem Haar viel sanfte Pflege und besprechen schon während der Schwangerschaft mit Ihrem Arzt, ob und in welchem Umfang Tabletten mit Eisen und Folsäure eingenommen werden sollten. Als stillende Mutti sind Sie keinem höheren Haarausfallrisiko ausgesetzt als Frauen, die das Fläschchen geben und auf diesem Weg Haarverlust in der Stillzeit vermeiden möchten.

    Hören Sie auf die Signale Ihres Körpers, der Ihnen jegliche Mangelerscheinungen und jeden Mehrbedarf aufzeigt. Wenn Sie bereits im Anfangsstadium des Haarausfalls reagieren und follikelstärkende Nahrungsmittel essen, muss es gar nicht zum wirklich sichtbaren Haarverlust kommen.

    Haarverlust kommt nicht vom Stillen!

    Es ist ein Trugschluss, dass die Gabe von Muttermilch zu vermehrten Haarausfall führt. Studien von stillenden und nicht stillenden Müttern haben bewiesen, dass es im Bezug auf die Haardichte und den Haarwuchs keinen Unterschied macht. Dennoch sind die ersten fünf Monate nach der Geburt eines Kindes der Zeitraum, in dem viele Frauen beim Kämmen und Haarewaschen erschrecken.

    Da der Haarausfall im Zeitraum des Stillens auftritt, wurde er lange Zeit mit der Gabe der Muttermilch in Verbindung gesetzt. In Wirklichkeit befinden Sie sich jetzt in einer Hormonumstellung und neigen oftmals zu Eisenmangel. Die Rückbildung von Östrogen und der Eisenmangel sind in ihrer Gemeinschaft verantwortlich für den Haarausfall in der Stillzeit. Es ist eine natürliche Reaktion Ihres Körpers, die in dem Moment nachlässt, in dem sich Ihre Hormone wieder stabilisieren und ins Gleichgewicht kommen.

    Die Ursachen für Haarverlust vor und nach der Schwangerschaft

    Wie bereits angeschnitten, stehen Haarausfall und das Stillen nicht im Zusammenhang. Die Ursachen für den Verlust Ihrer vollen Mähne sind in der Versorgung mit lebenswichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen zu suchen. Während der Schwangerschaft blühen Sie durch den sehr hohen Östrogenspiegel sprichwörtlich auf. Fällt dieser rapide ab, wie es nach der Geburt der Fall ist, kann es zum arealweisen Verlust oder zur vollständigen Ausdünnung des Kopfhaares kommen.

    Vor allem Frauen mit von Natur aus feinen Haar sind besonders betroffen. Ein Bluttest bringt die wirkliche Ursache ans Tageslicht und zeigt, dass Sie unter Eisenmangel leiden. Eisen ist ein wichtiger Baustein für den Haarwuchs und Ihre Fingernägel. Fehlt dieser Baustein, haben die Haarfollikel keine Kraft zum wachsen und fallen letztendlich aus.

    Durch die zeitliche Überschneidung mit dem Stillen hat sich die These zum Haarverlust durch die Stillzeit hartnäckig gehalten. Wir können Sie beruhigen und Ihnen versichern, dass Sie Ihrem Baby die Muttermilch nicht verweigern müssen. Auch wenn Ihr Haar vorübergehend ausfällt und dünner wird, es liegt nicht am Stillen und lässt sich daher auch nicht durch die Ernährung mit dem Fläschchen aufhalten. Jede hormonelle Veränderung wirkt sich auf Haut und Haare aus.

    Der Hormonumschwung in der Schwangerschaft und Stillzeit ist so abrupt und gravierend, dass die Haarfollikel sprichwörtlich in einen Schockzustand geraten und aus diesem Grund ausfallen können. Der besagte Eisen- und Folsäuremangel unterfüttert die Problematik und ist die am häufigsten diagnostizierte Ursache bei ausfallendem Haar in der Stillzeit.

    Keine Sorge – das Haar wächst wieder nach

    Der lästige Haarausfall ist ein vorübergehendes Phänomen. Normalisieren sich Ihre Hormone, wächst das Haar wieder nach und die Probleme aus der Stillzeit sind vergessen. Bei den meisten Frauen lässt der Haarausfall etwa fünf bis sechs Monate nach der Geburt nach und das neue Haar beginnt langsam aber kraftvoll zu sprießen.

    Unterstützen können Sie die Bildung neuer Haare durch follikelstärkende Präparate mit Eisen und Folsäure. Das hat den Nebeneffekt, das sich auch Ihr Hautbild verbessert und ebenfalls von der erhöhten Zufuhr der Mineralien profitiert. Aus Erfahrung weiß das Team um Dr. Balwi, dass Haarausfall und unreine Haut in der Stillphase meist in Kombination auftreten.

    Die wenigsten Frauen beklagen sich in dieser Zeit nicht über sehr dünnes und schwer frisierbares Haar. Ein stufiger Haarschnitt gibt mehr Volumen für diesen Zeitraum und ist eine Möglichkeit, um die Ausdünnung optisch zu kaschieren. Wächst neues Haar nach, vergeht bis zur vor der Stillzeit getragenen Löwenmähne nicht mehr viel Zeit. Nur in sehr wenigen Fällen bleibt die gewünschte Haarverdichtung aus. Auch in diesem Fall müssen Sie nicht auf volles Haar und die damit verbundene jugendliche Ausstrahlung verzichten. Eine Haarverpflanzung ist schmerzfrei und überzeugt mit besten Ergebnissen.

    Fazit: bei starken Haarverlust in der Stillzeit hilft eine Eigenhaarverpflanzung!

    Wenn Sie zu den Frauen mit von Natur aus sehr feinen Haar gehören, können die Probleme mit Haarausfall in der Stillzeitgrößer sein. In diesem Fall haben Sie die Möglichkeit, nach Beendigung der Stillzeit eine Haartransplantation vornehmen zu lassen. Ebenso wirkungsvoll ist die PRP-Therapie mit plättchenreichen Plasma aus Ihrem Blut.

    Ein Gespräch in der Haarklinik von Dr. Balwi lohnt sich und ist Ihre Chance, etwas gegen den Haarverlust in der Stillzeit zu tun und sich nicht langfristig über dünnes Haar zu ärgern. Wenn das Haar ein Jahr nach der Geburt immer noch dünn und fransig wächst oder kahle Stellen auf dem Kopf aufweist, ist ein Eigenhaarimplantat die einzig wirklich erfolgreiche Behandlung gegen Haarverlust. Es handelt sich um einen minimalinvasiven Eingriff, der nach einer Heilungszeit von drei bis sechs Monaten dichte Ergebnisse aufzeigt.

    Die schmerzfreie Behandlung eignet sich für alle Frauen, die während der Stillzeit viel Haar gelassen und in ihrer gefühlten Attraktivität eingebüßt haben. Steigern Sie Ihr Wohlbefinden und Ihr Selbstbewusstsein, in dem Sie aktiv gegen Haarausfall vorgehen und sich im Bedarfsfall für ein Eigenhaarimplantat entscheiden.

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    Etwa ab der zweiten Hälfte der Schwangerschaft haben Sie sicher festgestellt, dass Ihr Haar dicker und glänzender geworden ist. Die Schwangerschaftshormone halten den natürlichen Haarausfall zurück und plustern das einzelne Haar auf.

    Nach der Geburt wird sich das sehr wahrscheinlich leider wieder ändern, und das lässt sich nur wenig beeinflussen. Kamm und Bürste sind voller Haare, manchmal gehen sogar ganze Büschel aus, wenn man sich an den Kopf greift. Eine Situation, die mancher frischentbundenen Mutter grosse Sorgen macht und den Baby-Blues verstärkt. Der sogenannte postpartale Effluvium (vermehrter Haarausfall nach der Geburt) ist jedoch in den allermeisten Fällen völlig normal.

    Häufige Frage zum Thema

    Man sagt, jede Schwangerschaft koste „einen Zopf und einen Zahn“. Kann man den Haarausfall nach der Geburt verhindern?

    Etwa ab der zweiten Hälfte der Schwangerschaft haben Sie sicher festgestellt, dass Ihr Haar dicker und glänzender geworden ist. Die Schwangerschaftshormone halten den natürlichen Haarausfall zurück und plustern das einzelne Haar auf.

    Nach der Geburt wird sich das sehr wahrscheinlich leider wieder…

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    Die meisten jungen Mütter beruhigt diese Aussage kaum. Sie befürchten, dass sie in Zukunft weniger Haare haben werden als vor der Schwangerschaft und möchten etwas gegen den Haarausfall tun, bevor es möglicherweise zu spät ist. Aber was fehlt dem Körper? Was kann und darf man in der Stillzeit einnehmen?

    Eher selten besteht schon so früh ein eindeutiger Mangel an Vitaminen und Spurenelementen, auch wenn das Stillen an Ihrem Körper zehrt. Mit dem Stillen hat der Haarausfall nach der Schwangerschaft deshalb eher nichts zu tun. Hier handelt es sich um ein Ammenmärchen.

    In der Regel ist die „postpartale Alopezie“ auf den starken und plötzlichen Östrogenabfall zurückzuführen. Ihre Haardichte und die Dicke des einzelnen Haares kehrt also lediglich auf den ursprünglichen Stand zurück. Hinzu kommt, dass der Haarzyklus, der eigentlich unorganisiert ist, durch einschneidende Erlebnisse – und dazu zählt die Geburt – kurze Zeit synchron (gleichzeitig) verläuft. Dadurch fallen nach ungefähr drei Monaten mehr Haare gleichzeitig aus. Über eine bestimmte Zeitspanne betrachtet (normalerweise das erste halbe Jahr nach der Entbindung) gleicht sich dies aber aus. Bei längerem Haar wird Ihnen dann auffallen, dass am Haaransatz viele kurze Haare nachwachsen und sich Ihr Haarwachstum wieder normalisiert.

    Prinzipiell ist eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse und Vollkornprodukten sehr wichtig, um das natürliche Gleichgewicht wieder herzustellen. Da die Grundsubstanz der Haare aus Eiweiss besteht, sind eiweissreiche Lebensmittel wichtig, z.B. Fleisch, Milch, Milchprodukte, Fisch und Hülsenfrüchte. Folsäure ist ebenfalls ein für das Zellwachstum unerlässliches Vitamin und ist enthalten in grünem Blattgemüse, Obst, Hülsenfrüchten sowie Vollkornprodukten. Biotin ist ein wasserlösliches Vitamin und als Bestandteil des Eiweissstoffwechsels auch an der Bildung der Eiweissstruktur des Haares beteiligt. Der Tagesbedarf eines Erwachsenen an Biotin liegt zwischen 30 und 60 Mikrogramm, enthalten ist es in tierischem und pflanzlichem Protein. Ebenfalls unerlässlich für ein gesundes Haarwachstum ist das Spurenelement Zink, das an der Bildung von Keratin und Kollagen beteiligt ist. Zinkreiche Lebensmittel sind Rindfleisch, Eier, Käse sowie Austern. Darüber hinaus kann sich auch eine Unterversorgung mit Eisen und Jod durch brüchiges beziehungsweise trockenes Haar äussern.

    Kieselerde bzw. spezielle Mineralstoff-, Aminosäuren- und Vitaminpräparate können die Ernährung ausgewogen ergänzen. Gegen die Einnahme solcher Mittel bestehen in der Stillzeit aus ärztlicher Sicht keine Bedenken. Dermatologen wissen aber, dass Shampoos oder Haarwasser, die vermehrtes Haarwachstum anpreisen, kaum Erfolg haben können.

    Sie sollten auf jeden Fall während dieser Zeit mit der Haarpflege vorsichtig sein: Sorgfältig kämmen statt bürsten, ein sanftes Shampoo benutzen, nur lauwarme Luft beim Trocknen einstellen, auf Dauerwellen und Haare färben verzichten.

    Haben Sie neun Monate nach der Geburt noch immer das Gefühl, dass Ihr Haarausfall sich nicht deutlich bessert, sollten Sie Ihren Frauenarzt oder Ihre Frauenärztin auf das Problem ansprechen oder einen Dermatologen aufsuchen. Er wird untersuchen, ob Sie aufgrund der Schwangerschaft und Stillzeit unter einem Nährstoffmangel leiden, der behoben werden muss.

    Letzte Aktualisierung : 02-05-16, BH

    Etwa drei Monate nach der Geburt des Babys kommt häufig die Ernüchterung. Die Haare verlieren ihren Glanz und fallen sogar büschelweise aus. Doch was passiert da? Und gibt es eine Möglichkeit, den Prozess aufzuhalten? Viele Schwangere erfreuen sich nämlich währender der Schwangerschaft an ihrem ungewöhnlich dichten, glänzenden Haar.

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    Hilfe! Das ganze Kopfkissen ist voller Haare

    Von vielen Dingen, die eine Mutter nach der Geburt erwarten, hat man schon einmal gehört: Dehnungsstreifen, Beckenbodenschwäche oder Babyblues. Aber dass man eines Morgens aufwacht und Kopfkissen von einer Schicht Haare bedeckt ist, erschreckt viele junge Mütter. Schuld daran ist der sinkende Östrogenspiegel.

    Während der Schwangerschaft werden vermehrt Östrogene gebildet. Diese sorgen dafür, dass mehr Haare als üblich in der Wachstumsphase gehalten werden, nämlich ca. 95% statt 85-90%. Sinkt der Östrogenspiegel dann nach der Geburt wieder, werden vermehrt Haare in eine Ruhephase geschickt, um dann nach etwa drei Monaten auszufallen. Diese Reaktion wird von jeder Frau unterschiedlich wahrgenommen, je nach Haarfülle und Haarstruktur.

    Hört der Haarausfall von selbst wieder auf?

    Ein Grund zur Sorge ist der Haarausfall nach einer Schwangerschaft nicht. Die Fachleute nennen diesen Vorgang postpartales Effluvium (post partum: nach der Geburt, Effluvium: gesteigerter Haarausfall). Es ist unmöglich, dass eine Mutter durch diesen Prozess alle Haare verliert. Spätestens nach sechs Monaten, also etwa neun Monate nach der Geburt, ist der Spuk vorbei. Der Haarausfall stoppt also von ganz alleine und es wachsen genauso viele Haare wieder nach, wenngleich man dies nicht sofort merkt, da das Haar nur etwa ein bis zwei Zentimeter pro Monat wächst.

    Sind äussere Einflüsse schuld am Haarausfall?

    Häufig wird der Haarausfall nach einer Schwangerschaft als Reaktion auf Stress in der neuen Lebenssituation gesehen. Es ist nicht auszuschliessen, dass Stress oder Schlafmangel der Mutter in den ersten Lebensmonaten des Babys Einflüsse auf den Haarausfall haben. Allerdings lässt sich diese These schwer belegen. Umso beruhigender ist es, dass weniger die äusseren Einflüsse diese Reaktion hervorrufen, sondern der Hormonhaushalt die Wurzel des Übels ist. Und dieser reguliert sich von alleine wieder.

    Was kann ich gegen Haarausfall tun?

    Äussere Anwendungen:

    • Achte auf eine ausgewogene, mineralstoff- und vitaminreiche Ernährung. Gerade wenn du dein Baby stillst, ist eine ausgewogene und vollwertige Ernährung – wie z.B. mit Fleisch, Fisch und Eier – ohnehin sehr wichtig. Frage deinen Arzt/deine Ärztin, ob du unter einem Vitamin- oder Mineralstoffmangel leidest (Eisenmangel!).
    • Wasche dein Haar mit Biotin- oder koffeinhaltigen Shampoos und verwende nur Shampoos ohne Parfümzusatz
    • Lass deine Haare möglichst offen, Haargummis strapazieren unnötig

    Innere Anwendungen:

    • Nahrungsergänzungsmittel können unterstützen, frage deinen Arzt/deine Ärztin oder in der Apotheker oder Drogerie
    • Auch die Schüssler Salze Calcium fluoratum D12 (Nr. 1), Calcium phosphoricum D6 (Nr. 2) und Silicea D12 (Nr. 11) können hilfreich sein, lass dich in einer Drogerie oder Apotheke beraten.

    Abschliessend lässt sich festhalten, dass die Erfahrung mit ausfallenden Haaren viele Frauen in der Stillzeit verunsichert. Sie muss dich aber nicht beunruhigen. Sehr viele Mütter werden mit diesen Erscheinungen konfrontiert und bisher ist kein Fall bekannt, in dem eine Frau aufgrund eines postpartales Effluvium zu einer Perücke greifen musste.

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