Haarausfall BEI kindern

Inhalte

Haarausfall bei Kindern: Ursachen und Behandlung

Wenn der Kamm voller Haare ist oder sich plötzlich kahle Stellen auf dem Kopf zeigen, ist der Schreck erst einmal groß. Diese Ursachen kann Haarausfall bei Kindern haben und diese Tipps lassen Haare wieder sprießen.

Haare spielen für das Selbstbild und das Selbstbewusstsein eine wichtige Rolle, auch bei Kindern und noch mehr bei Teenagern. Darum kann Haarausfall sie verunsichern, während die Eltern besorgt nach Gründen und Behandlungsmöglichkeiten suchen. Manchmal kann er harmlos sein, in anderen Fällen stecken Mangelerscheinungen oder Krankheiten dahinter. Welche Formen des kindlichen Haarausfalls sind die häufigsten und was kann man dagegen tun?

Haarausfall bei Kindern: Was sind die Ursachen?

Verschiedene Formen von Haarausfall bei Kindern

Grundsätzlich unterscheidet man einerseits zwischen diffusem Haarausfall, bei dem die Haare über den Kopf verteilt mehr oder weniger gleichmäßig ausfallen und dünner werden, und kahlen Stellen andererseits. Die folgenden Formen des Haarausfalls sind bei Kindern die häufigsten:

Tinea capitis oder Ringelflechte: Pilzerkrankung der Kopfhaut

Diese oberflächliche Pilzerkrankung tritt hauptsächlich bei Kindern vor der Pubertät auf und wird von unterschiedlichen Erregern ausgelöst. Man erkennt sie an runden kahlen Stellen und schuppigen Hautveränderungen, die oft entzündlich aussehen können, sowie vielen abgebrochenen Haaren rund um die kahlen Stellen. Bei der Behandlung kommen Antimyotika zur Pilzbekämpfung zum Einsatz.

Wichtig zu wissen: Diese Pilzerkrankung ist ansteckend. Andere sollten nicht direkt mit der betroffenen Region in Kontakt kommen. Handtücher und Kämme sollten nicht gemeinsam benutzt werden und Textilien und Bettwäsche muss man gründlich reinigen, damit der Haarausfall nicht zurückkehrt.

Alopecia areata oder kreisrunder Haarausfall: Autoimmunerkrankung

Kreisrunden Haarausfall erkennt man an kreisrunden oder ovalen kahlen Stellen mit völlig glatter Haut. Die Haare fallen ganz plötzlich aus – der Grund ist eine Fehlfunktion des Immunsystems, bei dem die Haarwurzeln vom Körper fälschlicherweise als Gefahr eingestuft werden, die abgewehrt werden muss. Das löst eine kleine Entzündungsreaktion aus, die die Haarwurzel schwächt und das Haar ausfallen lässt.

Kreisrunder Haarausfall heilt oft spontan und ohne Behandlung wieder ab – allerdings kann er auch zum Dauerzustand werden, immer wieder für kahle Stellen in unterschiedlicher Anzahl und Größe sorgen. Schlimmstenfalls kommt es zum kompletten Haarverlust. Manchmal ist die Neigung zu Autoimmunerkrankungen wie dieser erblich bedingt. Als mögliche Auslöser werden aber auch Stress und Schock, eine gestörte Darmflora, bestimmte Medikamente oder Ernährungsfehler in Betracht gezogen.

Es ist sinnvoll bei Haarausfall bei Kindern, frühzeitig einen Arzt zu Rate zu ziehen, denn je länger die kahlen Stellen bestehen, desto hartnäckiger sind sie oft. Zusätzlich ist es sinnvoll, das Immunsystem und die Darmflora gezielt zu stärken und stark verarbeitete und zuckerhaltige Lebensmittel zu meiden.

Baby

Baby-Haare: Haarausfall, Pflege und Haarfarbe

Weiterlesen Baby Weiterlesen

Traktionshaarausfall: Zu oft Zöpfe geflochten?

Straffe Zöpfe und Pferdeschwänze können auf Dauer so stark an den Haaren zerren, dass sie stellenweise dünner werden. Lass das Kind die Haare also lieber offen tragen und schneide sie gegebenenfalls kürzer, damit sie wieder voller wirken, bis sie nachgewachsen sind. Grundsätzlich spricht nichts gegen Pferdeschwänze und Flechtfrisuren, allerdings sollten sie nicht zu stramm frisiert werden.

Haarausfall aufgrund von Mangelerscheinungen

Gesundes Haar braucht Vitamine und Nährstoffe, um zu wachsen, beispielsweise Vitamin E für die Haarfollikel und Vitamin A für das Sebum (Hauttalg), das der Selbstreinigung der Kopfhaut dient und das Haar geschmeidig hält.

Sehen die Haare dünn und schwach aus, sollte man sich fragen, wie die Ernährung aussieht.

Schlecht fürs Haar:

  • Zuckeraltige Lebensmittel
  • Limonaden und andere gesüßte Getränke
  • Fertiggerichte und stark verarbeitete Lebensmittel

Gut fürs Haar:

  • Abwechslungsreiche frische Kost mit viel Obst und Gemüse
  • Beeren, Avocados, grünes Blattgemüse, Nüsse
  • Probiotika

Trichotillomanie: Psychische Gründe führen zum Zupfen am Haar

Ob Angst vor der Schule, ein Trauerfall, Anspannung durch ein neues Geschwisterkind oder Trennung der Eltern – auch Kinder leiden unter Stress. Das kann dazu führen, dass sie aus Nervosität an den Haaren ziehen oder Ticks entwickeln, beispielsweise konstantes Zwirbeln von Haarsträhnen und Zerren an Zöpfen oder Haarsträhnen. Im Extremfall reißen Kinder sich selbst die Haare aus. Dieser Impulsstörung sollte man mit Verständnis und Zuwendung begegnen. Ein Kinderarzt oder -psychologe kann zusätzlich helfen, dem Problem auf den Grund zu gehen. Hört das Kind auf, an der Haaren zu zupfen, wachsen sie wieder nach.

Hilfe suchen bei Haarausfall

Haarausfall kann Kinder und ihre Familien stark belasten und ratlos machen. Praktische Hilfe, Adressen spezialisierter Ärzte und Kontakte zu anderen Betroffenen bieten Selbsthilfegruppen.

Auch wenn du dir Sorgen machst und möglichst schnell etwas gegen den Haarausfall tun möchtest: Starte, abgesehen von der Ernährungsoptimierung, keine Versuche der Selbstbehandlung, sondern warte die ärztliche Diagnose und Behandlungsvorschläge erst ab. Medikamentöse Behandlung, zum Beispiel mit Kortison, kommt dafür ebenso in Betracht wie naturmedizinische oder homöopathische Therapien. Tröste dein Kind, dass der Haarausfall kein Weltuntergang ist. Jüngere Kinder gehen damit oft gelassener um als Teenager, die sich größere Sorgen machen. Ein Kinderarzt oder Hautarzt sollte den Grund für den Haarausfall schnell erkennen können und wird die Haare hoffentlich bald wieder zum Sprießen bringen.

Haarausfall bei Kindern

Wählen Sie die Naturheilkunde für Ihr Kind

Haarausfall bei Kindern verschwindet oft genauso schnell wieder wie er gekommen ist. Die Schulmedizin verschreibt Kindern mit Haarausfall oft Cortisonpräparate und/oder synthetische Substanzen zur Stimulierung des Haarwuchses. Diese Arzneimittel aber haben oft unangenehme Nebenwirkungen. Wenden Sie daher stattdessen lieber natürliche Behandlungsmethoden an, um Haarausfall bei Kindern zu bekämpfen. Sollten die Symptome dennoch anhalten, suchen Sie einen qualifizierten Homöopathen oder naturheilkundlichen Arzt auf, um das Problem in den Griff zu bekommen.

effective nature
6 Wochen Haarausfall-Kur 79,60 EUR Haarpflege ⟩ Haarkur effective nature
Haarwuchsmittel 49,90 EUR Haarpflege ⟩ Haarwuchsmittel

Gründe für den Haarausfall bei Kindern

Eine Pilzinfektion der Kopfhaut, auch bekannt als Tinea capitis, kann bei Kindern enormen Haarausfall auslösen. Eine solche Infektion ist nicht gefährlich, aber unangenehm. Sie wird durch direkten Kontakt, etwa durch die gemeinsame Benutzung von Kämmen, Bürsten und Handtüchern übertragen.

Kreisrunder Haarausfall bei Kindern

Beim sog. kreisförmigen Haarausfall oder Alopecia areata handelt es sich – wie der Name schon sagt – um scharf begrenzte runde oder auch ovale von Haarausfall betroffene Stellen. Sie können bei Erwachsenen und auch bei Kindern auftauchen. Oft erscheint eine solche kahle Stelle ganz plötzlich, also ohne Vorwarnung wie Juckreiz, Schmerz oder Rötung. Nur in manchen Fällen kündigt sich die Alopecia areata mit Beschwerden an.

Glücklicherweise wachsen die Haare meistens innerhalb eines Jahres wieder nach – ohne jede Behandlung. Die Ursache ist relativ unbekannt und im Augenblick rechnet die Schulmedizin diese Form des Haarausfalls zu den Autoimmunkrankheiten, also einer Fehlfunktion des Immunsystems, bei der das Immunsystem urplötzlich die Haarfollikel angreift. Tatsächlich entsteht kreisrunder Haarausfall in den meisten Fällen aufgrund eines Traumas, das das Kind erlebt hat.

Traktionshaarausfall

Diese Art von Haarausfall ist ein häufiger Grund für Haarverlust bei Kindern, insbesondere bei Mädchen. Diese Art von Haarausfall tritt auf, weil das Haar in irgendeiner Form misshandelt wurde – sei es durch starkes Kämmen oder auch durch ungeeignete Haargummis. Wenn Sie das Haar Ihres Kindes immer zu einem Pferdeschwanz zusammenbinden oder in Zöpfchen flechten, dann kann das – bei entsprechend empfindlichem Haar – bereits zu Haarausfall führen.

In solchen Fällen verliert das Kind Haare besonders am Stirnansatz oder an der Kopfseite. Chemische „Angriffe“ in Form von aggressiven Shampoos und anderen synthetischen „Haarpflege“-Produkten verursachen ebenfalls erheblichen Schaden am Haar Ihres Kindes.

Haarausfall kann auch das Ergebnis von kindlichen Zwangsneurosen sein. Wenn sich Kinder ihr Haar selbst ausreissen, führt das zu ungleichmässigem Haarverlust. Krankheiten und emotionaler Stress können ebenfalls Haarausfall auslösen. In diesem Fall ist der Haarausfall meistens nicht von langer Dauer und die Haare werden wieder nachwachsen, sobald das Kind auf dem Wege der Besserung ist bzw. sobald die Stresssituation überwunden ist.

Viele Menschen glauben, dass Haarausfall bei Kindern mit frühkindlichem Krebs zusammenhängt. Doch verliert ein krebskrankes Kind üblicherweise erst dann sein Haar, wenn es mit Chemotherapie behandelt wurde oder Bestrahlungen erhalten hat. Die Krebsmittel lösen den Haarausfall aus und nicht der Krebs selbst.

Vicopura
Shampoo gegen Haarausfall 19,90 EUR Haarpflege ⟩ Shampoo effective nature
Nu Grow Haar-Tonikum 24,90 EUR Haarpflege ⟩ Haarwuchsmittel

Natürliche Behandlung von Haarausfall bei Kindern

Wenn bei Ihrem Kind Alopecia areata diagnostiziert wurde, konzentrieren Sie sich auf die Stärkung seines Immunsystems. Dazu gehört, dass Sie gefährliche Medikamente vorerst vermeiden.

Geben Sie Ihrem Kinde eine gesunde Ernährung

Sorgen Sie dafür, dass nährwertarme Fertiggerichte und industriell verarbeitete Produkte (Süssigkeiten, Zucker, Kakao, Milchprodukte, Wurst, verpackte Backwaren etc.) vollständig vom Speiseplan – am besten der ganzen Familie – verschwinden. Bereiten Sie Ihrem Kind eine gesunde Ernährung aus Mahlzeiten mit frischen Früchten, Trockenfrüchten, Gemüse, Nüssen und Kartoffeln zu. Besorgen Sie sich Bücher über gesunde Naschereien und leckere, aber gleichzeitig gesunde Gerichte, die Kinder begeistern.

Bei Haarausfall können Sie ätherische Öle verwenden

Massieren Sie die Kopfhaut Ihres Kindes sanft und benutzen Sie dabei eine Kombination ätherischer Öle (z. B. Thymian, Lavendel und Zedernholz), die Sie in ein hochwertiges Basisöl wie z. B. Jojobaöl oder Traubenkernöl mischen.

Bei Traktionshaarausfall seien Sie besonders behutsam, wenn Sie die Haare des Kindes kämmen, bürsten oder trocknen. Benutzen Sie keine Haargummis, die das Haar beschädigen könnten. Vermeiden Sie ausserdem schädliche Haarpflegeprodukte und besorgen Sie Ihrem Kind ein natürliches, reizstoffarmes und chemiefreies Shampoo.

Vorsicht bei einer Pilzinfektion

Bei Pilzinfektionen wie Tinea capitis erlauben Sie Ihrem Kind bitte NICHT die gemeinsame Nutzung von Kämmen, Bürsten oder Handtüchern mit anderen Familienmitgliedern. Waschen Sie regelmässig das Bettzeug in sehr heissem Wasser um es von den Pilzsporen zu befreien.

Mischen Sie ein paar Tropfen ätherischen Öls mit Jojoba-Öl und massieren Sie damit die Kopfhaut Ihres Kindes. Die besten ätherischen Öle, die sich gegen Pilzerkrankungen bewährt haben, sind zum Beispiel Teebaum, Zitronengras, Oregano, Lavendel, Myrtenheide und Patchouli. Verwenden Sie ausschliesslich hochwertige und zu 100 Prozent reine ätherische Öle.

Babys kommen häufig kahl auf die Welt, andere verlieren ihren Flaum, bevor der normale Haarwuchs beginnt. Wenn jedoch ältere Kinder plötzlich unter Haarausfall leiden, sind Eltern in Alarmbereitschaft. Manchmal erledigt sich das Problem nach kurzer Zeit wieder von selbst, ansonsten ist meist eine Therapie mit entsprechenden Medikamenten möglich. Was steckt hinter dem Haarausfall und wie können Sie Ihrem Kind helfen?

Kreisrunder Haarausfall (Alozepie) bei Kindern

Lange wurde kreisrunder Haarausfall als ein Problem betrachtet, das lediglich Frauen im zweiten Lebensdrittel befällt. Schätzungen zufolge sind mittlerweile jedoch etwa 400.000 Kinder in Deutschland betroffen. Die Krankheit tritt plötzlich auf und verläuft schubweise. Zu unterscheiden ist zwischen der Alopecia areata circumscripta, bei der es zu kahlen Herden auf der Kopfhaut sowie einem Verlust der Augenbrauen, Wimpernhaare und anderer behaarter Körperstellen kommt, sowie der Alopecia areata totalis, bei der die Kopfhaare komplett fehlen. Verliert ein Kind seine komplette Körperbehaarung, sprechen Mediziner von einer Alopecia universalis. Betroffene Stellen haben eine ovale bis runde Form. Die Kinder haben in der Regel keinerlei Beschwerden, es treten weder Juckreiz noch Schmerzen auf. Eltern oder der Arzt können lediglich leicht ödematöse Stellen auf der Kopfhaut ertasten. Am Rand sind häufig einzelne, verbliebene Haare zu finden. Die Ursachen dieses kreisrunden Haarausfalls sind noch unbekannt. Manche Wissenschaftler gehen von einer genetischen Ursache aus, andere sehen den Grund in einer Autoimmunkrankheit.

Im Verlauf der Krankheit zeigen sich öfter Lymphknotenschwellungen sowie eine Veränderung der Fuß-und Zehennägel. Bei rund 10 bis 20 Prozent der betroffenen Kinder liegen allergische Atemwegserkrankungen (atopische Diathese) vor. Bei etwa ein bis zwei Prozent der kleinen Patienten wurde oder wird die Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) oder eine Schilddrüsenerkrankung diagnostiziert. Kinder mit Downsyndrom sind häufiger von kreisrundem Haarausfall betroffen. Als Auslöser der Krankheit werden chronische Infekte an den Zähnen sowie im Hals-Nasen-Ohrenbereich vermutet. Auf der psychischen Ebene hat sich gezeigt, dass diese Beschwerden häufig bei traumatisierten Kindern auftreten. Bei der überwiegenden Mehrheit der Kinder wachsen die Haare in einem Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten ohne weitere Therapie von alleine wieder nach, wobei Rückfälle möglich sind. Betroffenen kleinen Patienten hilft bei der Genesung oft eine Stärkung des Immunsystems. Daneben kann während der akuten Phase eine Therapie mit Lösungen auf der Basis von Corticoid durchgeführt werden. Auch eine Behandlung beispielsweise mit Dithranol sowie eine Eisensubstitution ist möglich.

Pilzinfektionen der Kopfhaut

Pilze, seltener Viren oder Entzündungen der Follikel, können Haarausfall im Kindesalter auslösen. Zumeist steckt der Erreger Tinea capitis hinter den Symptomen. Dieser ungefährliche Pilz betrifft Kinder, die auf dem Land leben häufiger als jene in der Großstadt, da der Übertragungsweg über Tiere stattfindet. Die Begleiterscheinungen der Pilzinfektion sind unbequem. Es zeigt sich eine gerötete, stark schuppige und juckende Kopfhaut. An den befallenen Stellen fallen die Haare komplett aus oder brechen ab. Der Arzt wird bei diesem Pilzbefall zu einer lokalen Behandlung raten. Daneben muss auf eine strenge Hygiene im Haushalt geachtet werden, damit die Pilzsporen sich nicht weiter ausbreiten. Waschen Sie alle Handtücher und die Bettwäsche bei mindestens 60 Grad und teilen Sie sich in der Familie keine Haarbürsten und Kämme. Reinigen Sie die Gegenstände nach Gebrauch stets mit heißem Wasser.

Nährstoffmangel

Damit Haare sich gut entwickeln können, werden die richtigen Nährstoffe benötigt. Dafür sind vor allem die Vitamine A und E entscheidend. Wenn Kinder einseitig und zu viel zuckerhaltige Lebensmittel sowie Fertigprodukte essen, fehlen Nährstoffe zur Haarbildung. Eine Ernährungsumstellung mit viel frischem grünem Gemüse, Beeren, Avocados und Nüssen wirkt dem Haarausfall entgegen.

Traktionshaarausfall bei Kindern

Traktionshaarausfall betrifft häufig Mädchen. Aufgrund einer fehlerhaften Haarpflege oder einer übermäßigen Benutzung von ungeeigneten Haargummis kann es bei Kindern und Heranwachsendem zu Haarausfall und Abbrechen der Haare kommen. Typisch für dieses Krankheitsbild sind abgebrochene Haare und Entzündungen der Follikel. Am Kopfrand zeigen sich vernarbte Bereiche. Auch Jugendliche, deren Haar stark gekraust ist, können von Traktionshaarausfall betroffen sein. Vor allem, wenn versucht wird, die Haare permanent mit einem straffen Zug zu glätten oder Kunsthaar und Rastazöpfe eingeflochten werden. Bei Stresssituationen in der Schule und im Privatleben kann es – wie bei Erwachsenen auch – passieren, dass Kindern die Haare ausgehen.

Bei der sogenannten Trichotillomantie reißen sich Kinder zwanghaft selbst die Haare aus, was zu einem Verlust der Haardichte führt. Erkennbar ist das an nicht exakt begrenzten Arealen mit unterschiedlich langen Haaren. Bei einer Untersuchung werden häufig Einblutungen oder Anzeichen von Entzündungen sichtbar. Ursachen, die zu diesem Zwangsverhalten führen, liegen in psychologischen Konflikten.

Wenn die Harre bei Kinder und Jugendliche an einigen Stellen abnormal kurz sind, aber keine weiteren Anzeichen einer Entzündung zu erkennen sind, ist von einer Trichotemnomanie die Rede. Bei dieser psychischen Störung schneiden Kinder heimlich ihre Haare ab, klagen bei ihren Eltern jedoch über Haarausfall. Als Eltern sollten Sie den Rat des Kinderarztes suchen, der eine geeignete Psychotherapie empfehlen kann.

Generalisierter Haarausfall bei Kindern

Das Anagenhaar-Syndrom betrifft häufig blonde Mädchen zwischen vier und sechs Jahren. Ein typisches Symptom sind feine, glanzlose und fast farblose Haare, die sich leicht ausziehen lassen. Ursachen für diese Erkrankung liegen in einem Defekt der inneren Wurzelscheide in den Haarfollikeln begründet. In der Regel hört dieser Haarausfall mit dem Beginn der Pubertät auf, wenn sich die Haare fest in den Haarwurzeln verankern.

Haarausfall bei Kindern in Verbindung mit Narben

Manchmal geht ein Haarausfall bei Kindern auch mit einer Narbenbildung einher. Ursachen können tief sitzende Pilzinfektionen der Kopfhaut sein oder Hauterkrankungen wie Epidermolysis bullosa oder eine Knötcheflechte (Lichen ruber follicularis), bei der sich Bläschen auf der Kopfhaut bilden. Auch eine systemische Autoimmunerkrankung wie Lupus erythematodes kommt in Betracht. Neben Krankheiten und Infektionen kann ein angeborener Hautdefekt wie die seltene Aplasia cutis congenita der Grund für kindlichen Haarausfall sein. Hierbei bildet sich kurz nach der Geburt ein Geschwür auf dem Hinterkopf, das unter Narbenbildung abheilt.

Haarschaftanomalien als Grund für Haarausfall bei Kindern

Kommt es zu einer erhöhten Brüchigkeit der Haarschafte bei Kindern, können genetisch bedingte Haarbildungsstörungen, medizinisch Genotrichosen, der Grund sein. Bei der Form der Monilethrix zeigen sich unter dem Mikroskop perlenartige Verdickungen an den Haarschaften. Die Unterart Pseudomonilethrix ist hingegen charakterisiert von eher knotenartigen Gebilden in Kombination mit Teilen des Haarschaftes von normaler Dicke. Gleichzeitig können Verdickungen der Finger-und Fußnägel auftreten. Ein aufgesplitterter Haarschaft wird als Trichorrhexis nodosa bezeichnet. Es gibt eine angeborene und eine erworbene Form. Manche Kinder leiden so stark an dieser Krankheit, dass der ganze Kopf nur noch mit Stoppeln bedeckt ist. Abgeflachte Haare, die um die Längsachse gedreht sind und bei denen Gruppen von drei bis maximal zehn Haare zusammenstehen, werden als Pili torti bezeichnet. Die Krankheit, für die es keine Therapie gibt, kann angeboren sein oder sich mit Beginn der Pubertät zeigen.

Genetisch bedingter Haarausfall

Das Menkes-Syndrom wird rezessiv vererbt. Es handelt sich dabei um einen Defekt im Kupferstoffwechsel. Während die Kinder sich zunächst normal entwickeln, findet ab dem dritten Lebensmonat eine deutliche Verlangsamung der Psychomotorik statt und das Kopfhaar beginnt, sich zu verändern. Das Haar ist dann sehr kurz, brüchig und sehr hell. Von der Struktur her erinnert es an Stahlwolle. Betroffene Kinder versterben häufig bis zum zweiten Lebensjahr. Die Krankheit betrifft häufiger Jungen als Mädchen. Umgekehrt verhält es sich beim Netherton-Syndrom. Bei dieser Erbkrankheit kommt es zu sogenannten Bambus-Haaren, die glanzlos und stumpf sind sowie leicht brechen. Eine Behandlung mit Etretinat ermöglicht eine normale Keratinbildung. Einen extrem niedrigen Schwefelgehalt und unter dem Lichtmikroskop deutlich helle und dunkle Zonen zeigen die Haare bei einer Trichothiodystrophie. Bei dieser sehr seltenen Erbkrankheit brechen die Haare am Schaft.

5 / 5 ( 2 votes )

Unsere Haare sind ein Zeichen für Vitalität und Wohlergehen. Wenn sie plötzlich ausfallen, ist das häufig besorgniserregend. Nicht immer ist der Verlust der Haarpracht eine Sache des Alters. Auch Kinder können von davon betroffen sein. Welche Ursachen der Haarausfall bei Kindern haben kann und wie die Haare bald wieder wachsen, erfahren Sie hier.

Plötzlich Haarausfall: Das sind die Ursachen

Auch Kinder können von Haarausfall betroffen sein.

Keine Sorge, nicht immer ist der Haarverlust Ihrer Kinder krankheitsbedingt oder besorgniserregend. Denken Sie nur an Säuglinge, die oft nach der Geburt ihre Haare verlieren und bei denen erst nach einigen Monaten selbige wieder zu wachsen beginnen. Teils hat der Haarausfall auch ganz harmlose Ursachen wie die Tatsache, dass der Pferdeschwanz zu fest gebunden wird oder das Shampoo die empfindliche Haarstruktur angreift.

Übrigens: Wenn die Haare ausgehen, ist das kein Anzeichen für Krebs bei kleinen Kindern, denn es ist nicht die Krebserkrankung selbst, die die Haarstruktur angreift, sondern die chemotherapeutische Behandlung.

Vitamin- und Nährstoffmangel

Insbesondere bei Kindern fällt die Ernährung empfindlich ins Gewicht. Essen die Kleinsten nichts außer nährstoffarmer Fertigkost und Süßigkeiten, zeigt sich das nicht selten auch an der Haarstruktur. Wird der Haarboden nicht mit ausreichend Nährstoffen versorgt, ist gesundes Wachstum nicht möglich.

Vitamin A, das in grünem Gemüse wie Spinat oder Brokkoli, aber auch in Ei und Käse enthalten ist, ist wichtig für die Bildung von Sebum. Das natürliche Fett pflegt die Haare bis in die Spitzen. Ist es nicht vorhanden, werden die Haare trocken und spröde und fallen schließlich aus. Vitamin E ist ebenfalls wichtig für die Haargesundheit, stärkt es doch die Haarfollikel.

Grund für den Nährstoffmangel ist nicht zwangsläufig immer falsche Ernährung. Unter Umständen können auch Schilddrüsenprobleme Schuld haben am Haarausfall bei Kindern. Ein Blutbild gibt Aufschluss darüber, ob eine Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion vorliegt.

Pubertät

Bekanntlich schwankt während der Pubertät der Hormonhaushalt. Häufig ist die Folge dann diffuser Haarausfall, der sich einspielt, sobald das Hormonchaos sich wieder gelegt hat. Während der Teenager- und Jugendzeit ist außerdem Eisenmangel häufig die Ursache für den Haarverlust bei Jugendlichen in der Pubertät. Auch in diesem Fall zeigt ein Blutbild, wo die Problematik liegt. Und sie kann ganz einfach behoben werden: Eine Ernährung mit viel Fisch und Fleisch füllt die Reserven auf.

Emotionaler Stress

Haarausfall bei Kindern ist allzu oft auch auf traumatische Ereignisse wie Trennung, Stress und Mobbing in der Schule oder der Tod eines Familienmitglieds zurückzuführen. Nicht immer ist dieser Zusammenhang klar erkennbar, denn die Haare können auch Monate später erst ausfallen, was mit den Wachstumsphasen der Haare in Verbindung steht.

Emotionaler und psychischer Stress zeigt sich bei jeden anders. Auch Haarausfall kann ein Zeichen von Stress sein.

Als Trichotillomanie bezeichnet man die Zwangsneurose von Kindern, dauerhaft an den Haaren zu ziehen, zu zupfen und sie sich schließlich selbst auszureißen. Einerseits kann es eine schlechte Angewohnheit sein, die unterschiedlich lange abgebrochene Haare und lückenhaft-kahle Stellen verursacht, andrerseits reagieren manche Kinder damit auch auf Stress und Anspannung.

Fällt Ihnen ein solches Verhalten bei Ihrem Kind auf, sprechen Sie mit ihm darüber und erlernen Sie gemeinsam, wie mit Stress anders umgegangen werden kann. Im Fall der Fälle kann auch eine Verhaltenstherapie angebracht sein. Die gute Nachricht ist: Ist die Stresssituation vorüber, lässt auch der Haarausfall bald darauf nach.

Tinea capitis

Gerade bei Kindern im Kindergarten- und Schulalter hat Haarausfall oft eine Pilzinfektion namens Tinea capitis (auch als Ringelflechte bekannt) zur Ursache. Die oberflächliche Pilzerkrankung greift die Haarschäfte und Follikel an. Ringartige und schuppige Läsionen und Haarverlust sind die Folge. Nicht selten betrifft das nicht nur das Haupthaar, sondern auch Wimpern und Augenbrauen.

Übertragen wird die Ringelflechte durch direkten Kontakt, etwa indem die Kinder Kämme, Bürsten oder Handtücher miteinander teilen, übertragen. Gefährlich ist die Infektion nicht, aber dafür äußerst unangenehm und höchst ansteckend. Nicht nur aufgrund eines möglichen Läusebefalls, sondern auch wegen der Gefahr einer Pilzinfektion sollten Kinder deshalb möglichst früh lernen, für die Haare nur ihre eigenen Bürsten zu verwenden oder Mützen aufzusetzen.

Formen des Haarausfalls bei Kindern

Wie Erwachsene unter verschiedenen Formen von Alopezie leiden, ist auch bei Kindern Haarausfall nicht gleich Haarausfall. Verschiedene Ursachen und Beschwerden machen sich auf unterschiedlichen Wegen bemerkbar.

Der sogenannte kreisrunde Haarausfall entsteht plötzlich und ohne Vorwarnung. Es zeigen sich runde oder ovale kahle Stellen, die im Normalfall weder jucken noch brennen. Am Rand sind die Haare kurz und brüchig. Für alle, deren Kinder unter dieser Art des Haarverlustes leiden, ist diese Nachricht äußerst beruhigend: Zumeist wachsen die Haare innerhalb eines Jahres wieder nach, ohne dass bleibende Schäden entstehen.

Bisher ist nur wenig erforscht, weshalb die Haare ausgehen. Kreisrunder Haarausfall wird zu den Autoimmunerkrankungen gerechnet, bei denen die weißen Blutkörperchen sich gegen körpereigenes Gewebe richten. Die Darmflora könnte Hinweisen zufolge Grund für lose Haare auf dem Kopfkissen und der Bürste sein.

Die Form des Haarausfalls ausfindig zu machen, ist der erste Schritt in der Behandlung. © Frantab – stock.adobe.com

Vor allem bei Mädchen zeigt sich diese Art des Haarausfalls an der Stirn und auf den Seiten. Werden die Haare zu stark gekämmt oder ungeeignete Haargummis verwendet, ist die Versorgung der Kopfhaut nicht gewährleistet. Auch stramme geflochtene Zöpfe und Pferdeschwänze können die Haarstruktur schädigen. Die Folge: Haarverlust.

Diffuser Haarausfall

Wenn bei Kindern überall am Kopf die Haare ausfallen, spricht man von diffusem Haarausfall. In diesem Fall sind die Haare leicht auszureißen, bleiben in der Bürste oder dem Kamm zurück und sind regelmäßig auf dem gesamten Kopfkissen verteilt. Ursache sind oft traumatische Erlebnisse, die auch in der Vergangenheit liegen können und sich dennoch auf die Gegenwart auswirken.

Behandlung von Haarverlust bei Kindern: Das können Sie tun

Wenn Kinder unter Haarausfall leiden, sollte immer ein Arzt konsultiert werden. So kann nicht nur der beste Behandlungsansatz verfolgt werden, sondern Sie als Eltern und Ihre Kinder können ein wenig beruhigt aufatmen. Von einer medikamentösen Behandlung mit Cortison oder anderen synthetischen Substanzen ist im Normalfall abzuraten, da sie oft mit starken Nebenwirkungen verbunden sind. Andere therapeutische Maßnahmen sind ebenso zielführend, jedoch weitaus natürlicher und schonender.

Gesunde Ernährung – gesunde Haare

Liegt dem Haarausfall bei Kindern ein Nährstoffmangel zu Grunde, sollte der Speiseplan dementsprechend angepasst werden. Chips, Cola und Schokolade werden radikal gestrichen und durch Obst und Gemüse, Nüsse und Kartoffeln ersetzt. Je nach Geschmack des Kindes stellt das die Eltern vor gewisse Herausforderungen. Aber keine Sorge: Schließlich kann ausgewogene Ernährung auch den Kleinsten Spaß machen.

Pilzinfektionen behandeln

Ist die Ringelflechte schuld am Haarverlust, ist das oberste Gebot: Bürste, Kamm und Handtücher dürfen nicht mit Freunden und Familienmitgliedern geteilt werden. Zudem sollte das Bettzeug regelmäßig heiß gewaschen werden, um Pilzsporen abzutöten.

Behandeln Sie die Kopfhaut mehrmals täglich mit Apfelessig, das auf einen Wattebausch getupft wird. Oder massieren Sie mit Jojoba-Öl gemischte ätherische Öle (vor allem Lavendel, Teebaum oder Zitronengras) ein.

Haarausfall bei Kindern ist also im ersten Moment erschreckend, in den häufigsten Fällen allerdings nicht irreversibel. Bewahren Sie die Ruhe und erklären Sie Ihrem Kind, was mit seinem Körper geschieht. Ziehen Sie unter Umständen auch in Erwägung, mit der Schule Kontakt aufzunehmen, um die Situation zu erklären, sodass Ihr Kind ohne Sticheleien seinen Alltag gestalten kann – und die Haare wachsen hoffentlich bald wieder nach.

Wenn Kindern die Haare ausfallen

Dermatologie

Wenn Kindern die Haare ausfallen

von Ulrike Blume-Peytavi und Kristina Zappel, Berlin

Haarausfall bei Kindern kann vielfältige Ursachen haben und ist häufig schwierig zu diagnostizieren und zu behandeln. Genetische, metabolische oder endokrinologische Störungen können zu Grunde liegen. Diese frühzeitig zu erkennen, kann wichtig für die weitere normale körperliche und geistige Entwicklung der kleinen Patienten sein.

Zunächst muss man zwischen umschriebenem und generalisiertem Haarverlust unterscheiden. Die umschriebene Form kann vernarbend oder nicht vernarbend verlaufen. Ein generalisierter Haarausfall kann sich als diffuses Effluvium (Ausfall) im Sinne einer Verminderung der Haardichte manifestieren. Es können jedoch auch Haarschaftanomalien verantwortlich sein.

Zur Gruppe des umschriebenen, nicht vernarbenden Haarausfalls werden Alopecia areata, artifizielle Alopezien wie Trichotillomanie und Trichotemnomanie sowie Pilzinfektionen der Kopfhaut (Tinea capitis) gezählt.

Alopecia areata

Die Alopecia areata äußert sich in meist plötzlich auftretendem, umschriebenem, kreisförmigem, nicht vernarbendem Haarausfall, der schubweise rasch progredient verlaufen kann. Die Alopecia areata circumscripta führt zu einzelnen, umschriebenen Herden auf der Kopfhaut, an Augenbrauen, Wimpern oder anderen Körperhaaren; dagegen fehlen bei der Alopecia areata totalis die Kopfhaare fast komplett. Erstreckt sich das Symptom auf die gesamte Körperbehaarung, spricht man von einer Alopecia universalis.

Die Inzidenz wird auf 0,03 bis 0,1 Prozent geschätzt. Jungen und Mädchen sind gleich häufig betroffen. Der Haarverlust an der Kopfhaut findet ohne klinisch sichtbare Entzündung statt; es ist lediglich eine teigige, ödematöse Schwellung zu tasten. Typisch sind so genannte Ausrufezeichen-Haare am Rand.

Neben Lymphknotenschwellungen können sich auch die Nägel verändern (Tüpfelnägel, rote Lunula, Sandpapiernägel). Häufig sind eine atopische Diathese (10 bis 20 Prozent), Vitiligo (1 bis 4 Prozent), Schilddrüsenerkrankungen (1 bis 2 Prozent). Eine Assoziation mit dem Down-Syndrom ist ebenfalls bekannt. Mögliche Triggerfaktoren können chronische Infekte vor allem im Hals-Nasen-Ohrenbereich und an den Zähnen sein.

30 bis 40 Prozent der kleinen Patienten erleben eine Spontanremission innerhalb der ersten sechs Monate. Allerdings ist die Rezidivquote hoch. Verschiedene Kriterien gelten als prognostisch ungünstig: Erstmanifestation vor der Pubertät, Bestandsdauer länger als ein Jahr, positive Familienanamnese, Neigung zu Allergien, Nagelveränderungen, assoziierte Autoimmunerkrankungen und Haarausfall im Nacken (Ophiasis-Typ).

Diagnostisch zeigt sich klinisch ein positiver Zupftest oder ein erhöhter Anteil an Telogenhaaren im Trichogramm (Haarwurzelstatus). Liegt eine histologische Untersuchung vor, sind perifollikuläre Entzündungszeichen um den Haarbulbus zu erkennen.

Vor Therapiebeginn sollten infektiöse Herde saniert und metabolische Störungen (Schilddrüse, Diabetes mellitus) ausgeschlossen werden. Abhängig von Krankheitsaktivität und -progression ist ein stadienorientiertes therapeutisches Vorgehen zu empfehlen.

In der akuten Phase kann zunächst vier bis sechs Wochen lang eine Corticoid-haltige Lösung lokal aufgetragen werden. Bleibt der Haarausfall bestehen oder schreitet langsam fort, ist eine lokale Therapie beispielsweise mit Dithranol möglich. Auch Immunmodulatoren werden eingesetzt. Dies ist jedoch eine experimentelle Therapie, der eine Ethikkommission zustimmen muss und die je nach Bundesland mit unterschiedlichen Altersgrenzen eingesetzt wird. In einigen Fällen mit gering ausgeprägtem Befall und guten prognostischen Kriterien ist abwartendes Verhalten angezeigt.

Unterstützend kann man bei Eisenmangel eine drei- bis sechsmonatige orale Eisensubstitution erwägen. Mitunter hilft eine psychotherapeutische Betreuung, zum Beispiel eine Spieltherapie, die Krankheit zu bewältigen.

Haarausfall selbst verursacht

Bei den artifiziellen Alopezien sind als häufigste Diagnosen die Trichotillomanie, die Trichotemnomanie und die Traktionsalopezie zu nennen.

Bei der Trichotillomanie reißen sich die Patienten zwanghaft selbst Haare aus und mindern so ihre Haardichte. Im Kindesalter sind häufiger Jungen, später häufiger weibliche Jugendliche betroffen. Klinisch sieht man unscharf begrenzte Areale mit abgebrochenen, unterschiedlich langen Haaren und Einblutungen ohne Entzündungszeichen. Der Zupftest ist negativ, im Trichogramm finden sich kaum Haare in der Ruhephase (Telogen). Die histologische Aufarbeitung zeigt eine Trichomalazie (Erweichung der Kopfhaare innerhalb der Follikel) und Einblutungen. Als Ursache kommen psychologische Konflikte, häufig bei einer gestörten Mutter-Tochter-Beziehung, in Frage.

Bei der Trichotemnomanie ist die Haardichte in scharf umschriebenen Arealen künstlich reduziert. Auffällig ist, dass die Haare anormal kurz sind. Der Patienten schneidet sie heimlich selbst mit einer Schere ab, klagt dann aber über Haarausfall. Das Trichogramm weist ausschließlich eine Normalverteilung auf. Auch hier liegen häufig psychologische Konflikte und das Verlangen, Aufmerksamkeit und Beachtung zu erhalten, zu Grunde. Psychotherapeutische Ansätze helfen, die Konfliktsituation zu beherrschen.

Eine wichtige Differenzialdiagnose bei meist am vorderen Haaransatz lokalisiertem, bandförmigen Haarausfall ist die Traktionsalopezie. Dieses Krankheitsbild ist sehr unterschiedlich ausgeprägt. Typisch sind kurze abgebrochene Haare und Follikelentzündungen sowie umschriebene, vernarbende Areale vor allem an den Rändern des behaarten Kopfes. Dieser Haarausfall tritt häufig bei Kindern mit Pferdeschwanzfrisur auf oder bei negroiden Patienten, die zum Glätten ihrer gekräuselten Haare einen straffen Zug ausüben oder an die Kopfhaare schwere Kunsthaare oder Zöpfe anknüpfen. Eine Änderung der Frisiergewohnheiten wirkt sich positiv aus.

Pilze auf der Kopfhaut

Die meisten infektiösen Erkrankungen der Kopfhaut werden durch Pilze ausgelöst, seltener sind Follikelentzündungen oder virale Infektionen. Die häufigste Infektion ist die Tinea capitis. Sie äußert sich in umschriebenen, geröteten, schuppigen Kopfhautveränderungen mit fehlenden oder typischerweise abgebrochenen Haaren.

Als Erreger werden meist Microsporum und Trichophyton in Nativpräparaten oder in Kultur nachgewiesen. Als Ursache kommt häufig ein Haustier oder Aufenthalt in ländlicher Umgebung in Frage. Als Lokaltherapeutika eignen sich Präparate mit Ciclopirox oder Imidazole. Bei ausgedehntem Befall muss systemisch mit Griseofulvin, Ketoconazol oder Itraconazol behandelt werden. Ketoconazol sollte nur bei Kindern ab zwei Jahren verwendet werden, Itraconazol ist erst ab 18 Jahren zugelassen.

Haarausfall mit Narben

Ursache eines umschriebenen, vernarbenden Haarausfalls können tiefe Pilzinfektionen der Kopfhaut, Blasen bildende Hauterkrankungen wie Epidermolysis bullosa, seltener Lichen ruber follicularis oder Autoimmunerkrankungen wie Lupus erythematodes sein. Differenzialdiagnostisch muss eine kongenitale Aplasia cutis abgegrenzt werden.

Die Aplasia cutis congenita ist ein angeborener Hautdefekt, der in 85 Prozent der Fälle am Kopf lokalisiert ist. Nach der Geburt erscheint ein scharf begrenztes Ulkus mit rötlichem Grund, das meist rasch abheilt und eine atrophische Narbe, häufig im Bereich des Hinterkopfwirbels, hinterlässt. Der Befall einzelner oder mehrerer Areale sowie eine familiäre Häufung wurden beschrieben. Dabei handelt es sich meist um einen autosomal dominanten Erbgang.

Die Aplasia cutis congenita ist mit vielen Merkmalen in Verbindung gebracht worden, beispielsweise der Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, Extremitätenfehlbildungen oder ektodermalen Dysplasien.

Generalisierter Haarausfall

Liegt ein generalisierter Haarausfall mit diffus verminderter Haardichte vor, spricht man von einem diffusen Effluvium. Auch bei der Alopecia areata gibt es Verlaufsformen mit diffusem Haarverlust (Alopecia areata diffusa, totalis oder universalis). Bei blonden Mädchen im Vorschulalter findet sich häufiger ein loses Anagenhaar-Syndrom. Differenzialdiagnostisch sind Infektionen, metabolische Störungen oder Intoxikationen auszuschließen.

Typisch für ein loses Anagenhaar-Syndrom ist ein schmerzlos ausziehbares, blondes, feines und glanzloses Haar. Meist sind vier- bis sechsjährige Mädchen betroffen. Im Lichtmikroskop betrachtet, befinden sich fast alle ausgezogenen Haare in der Anagenphase. Die Erkrankung scheint durch eine fehlerhafte Differenzierung in der inneren Wurzelscheide bedingt zu sein. Mit Beginn der Pubertät normalisiert sich der Defekt; es kommt zu einer festen Verankerung der Haarwurzeln.

Anomalien am Haarschaft

Bei Haarausfall durch eine erhöhte Haarschaftbrüchigkeit müssen verschiedene Formen der genetischen Haarbildungsstörungen (Genotrichosen) bedacht werden. Man unterscheidet isolierte Haarschaftanomalien wie Monilethrix, Trichorrhexis nodosa und Pili torti sowie mehrere Syndrome mit assoziierten Haarschaftanomalien. Diese Anomalien können umschrieben oder generalisiert auftreten.

Die Monilethrix ist eine angeborene Haarschaftanomalie mit autosomal dominantem Erbgang und erhöhter Brüchigkeit der Haare. Im Lichtmikroskop sieht man perlschnurartige Verdickungen (Nodi), die sich periodisch abwechseln mit Verschmälerungen (Internodi) des Haarschaftes. Bei der so genannten Pseudomonilethrix folgen knotige Auftreibungen auf Abschnitte von normal dickem Haarschaft. Assoziiert können Nagelveränderungen und ektodermale Dysplasien vorliegen. Eine kausale Therapie ist nicht bekannt.

Bei der Trichorrhexis nodosa gibt es eine angeborene und eine erworbene Form. Bei Kindern treten in der Regel nur angeborene Formen auf. Die Erkrankung, die in den ersten Lebensmonaten sichtbar wird, ist sehr wahrscheinlich autosomal dominant vererbt. Klinisch und lichtmikroskopisch zeigt sich eine Aufsplitterung des Haarschafts, dessen Bruchstellen an zwei ineinander gedrückte Pinsel erinnern. Bei ausgeprägtem Befall ist die Kopfhaut nur noch von kurzen Stoppeln bedeckt.

Eine Trichorrhexis nodosa bei Kindern mit geistiger Retardierung kann auf die Arginin-Bernsteinsäure-Krankheit hinweisen; dies ist eine seltene Stoffwechselerkrankung mit einem Defekt im Harnstoff-Zyklus. Bei einer Argininsuccinase-Defizienz kann eine eiweißarme, Arginin-supplementierte Diät die Haarschaftqualität verbessern.

Als Pili torti bezeichnet man abgeflachte und um die Längsachse gedrehte Haare, die in Gruppen von drei bis zehn Haaren zusammenstehen. Kinder können diese Besonderheit von Geburt an aufweisen. Sie zeigt gelegentlich eine Assoziation mit Keratosis pilaris und Nagelveränderungen. Die Krankheit kann aber auch erst nach der Pubertät beginnen. Eine erfolgreiche Therapie ist nicht verfügbar. Pili torti können außerdem bei verschiedenen Syndromen, wie beispielsweise dem Menkes-Syndrom, auftreten.

Genetisch bedingte Veränderungen

Das Menkes-Syndrom ist ein x-chromosomal rezessiv vererbter Defekt des Kupferstoffwechsels, der zu schwerem Kupfermangel in Serum, Leber und Gehirn der betroffenen Jungen führt. In den ersten Lebensmonaten entwickeln sich die Kinder normal. Ab dem dritten Monat wird eine psychomotorische Verlangsamung deutlich, und das ursprünglich normale Kopfhaar verändert sich. Die Kleinen haben eine blasse Hautfarbe, einen typischen emotionslosen Gesichtsausdruck und helles, kurzes, brüchiges, Pili-torti-ähnliches Haar, das an Stahlwolle erinnert. Infektneigung, Krampfanfälle und Trinkschwäche mit körperlicher und geistiger Retardierung folgen.

Die parenterale Substitution von Kupferhistidin-Komplexen brachte keinen zufrieden stellenden Erfolg. Häufig versterben die Kinder im ersten oder zweiten Lebensjahr.

Das Netherton-Syndrom ist durch das gemeinsame Auftreten einer Ichthyosis linearis circumflexa, einer Allergieneigung (75 Prozent) und der Trichorrhexis invaginata, den so genannten Bambus-Haaren, charakterisiert. Diese autosomal rezessive Erkrankung betrifft häufiger Mädchen und mehr oder weniger ausgeprägt alle Körperhaare. Das Haar wirkt stumpf, glanzlos und bricht. Wird es vor physikalischen oder chemischen Schäden geschützt, bessert sich in einigen Fällen das klinische Bild. Eine weitgehende Normalisierung der Keratinisierung ist mit der systemischen Gabe von Etretinat erzielt worden.

Bei der Trichothiodystrophie handelt sich um eine sehr seltene autosomal rezessive Erkrankung mit einer gesteigerten Haarschaftbrüchigkeit. Die Patienten sind geistig und physisch retardiert, die Hälfte leidet an Lichtempfindlichkeit und Ichthyose. Die Haare haben einen abnorm niedrigen Schwefelgehalt und zeigen im polarisierten Licht abwechselnd helle und dunkle Zonen, was an ein Tigerschwanz-Muster erinnert.

Literatur bei den Verfassern

Anschrift der Verfasser:
Professor Dr. Ulrike Blume-Peytavi
Dr. Kristina Zappel
Kompetenzzentrum Haare und Haarerkrankungen
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am Universitätsklinikum Charité
Campus Mitte
Humboldt-Universität
Schumannstraße 20-21
10117 Berlin

Haarausfall schon bei Kindern

Letzte Änderung: 19.12.2019
Zuletzt bearbeitet von Till von Bracht • Medizinredakteur Dieser Artikel wurde nachNach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst.

Unsere Inhalte basieren auf fundierten wissenschaftlichen Quellen, die den derzeit anerkannten medizinischen Wissensstand widerspiegeln. Wir arbeiten eng mit medizinischen Experten zusammen.

Mehr erfahren

Glatze im Vorschulalter? Haarausfall bei Kindern ist nicht selten. Manchmal stecken Erkrankungen dahinter. Was Eltern tun können.

Schütteres Haar, kahle Stellen am Kopf oder gar eine richtige Glatze – all dies bringt man mit älteren Menschen in Verbindung. Können schon einem Kind die Haare ausgehen? „Das kommt keineswegs selten vor“, sagt der Dermatologe Prof. Henning Hamm vom Universitätsklinikum Würzburg.

Die Bandbreite bei diesem Phänomen ist groß. In einigen Fällen geben sich die Probleme mit der Zeit, andere dagegen lassen sich nur schwer behandeln. Gesundes Haar wird gemeinhin als Zeichen von Vitalität gesehen. „Daher wird Haarausfall immer als etwas Bedrohliches erlebt“, sagt die Haarexpertin Priv.-Doz. Dr. Natalie Garcia Bartels von der Charité-Universitätsmedizin Berlin.

Eltern sind oft sehr beunruhigt, wenn sie merken, dass ihr Kind Haare verliert. „Sie leiden darunter meistens stärker als die Kinder“, sagt die Dermatologin. Diese Erfahrung hat auch Prof. Hamm gemacht. „Wahrscheinlich blicken Erwachsene stärker in die Zukunft und machen sich daher mehr Sorgen. Kinder kommen dagegen oft ganz gut mit der Situation zurecht“, sagt der Dermatologe. Wichtig sei, offen mit dem Problem umzugehen. Hat ein Kind unübersehbare kahle Stellen, sollte auch in der Klasse darüber gesprochen werden. „Das Schlimmste, was passieren könnte, wäre, dass man das verheimlicht und dem Kind dann eines Tages die Perücke vom Kopf gezogen wird“, sagt Hamm.

Die häufigste Form ist bei Kindern der kreisrunde Haarausfall (Alopecia areata), der sich meist recht schnell erkennen lässt. Dabei fallen plötzlich viele Haare aus, sodass sich am Kopf runde kahle Stellen bilden. An deren Rand finden sich kürzere, abgebrochene Haare – sogenannte Ausrufungszeichen-Haare. „Kreisrunder Haarausfall ist eine Autoimmunkrankheit, die genetisch bedingt ist“, erklärt Dr. Garcia Bartels. Aus unbekannten Gründen richtet sich das Abwehrsystem des Körpers also gegen sich selbst. „Heilen kann man die Krankheit nicht, man kann nur versuchen, das Immunsystem zu bremsen“, sagt sie. Menschen, die zu Allergien neigen, sind deutlich häufiger betroffen.

Haarausfall nicht nur am Kopf

Bei etwa der Hälfte der Fälle verschwinden die kahlen Stellen innerhalb eines Jahres von selbst, allerdings können die Probleme später erneut auftauchen. Es gibt schwere Fälle, in denen Kinder nicht nur sämtliche Haare am Kopf, sondern auch am Körper verlieren, sogar Augenbrauen und Wimpern. „Prinzipiell gilt: Je früher der kreisrunde Haarausfall einsetzt und je größer die Ausdehnung ist, desto schlechter ist die Prognose“, sagt Prof. Hamm.

Kreisrunder Haarausfall schwierig zu behandeln

Auch wer zusätzlich zu Allergien neigt und Nagelveränderungen wie Rillen oder Grübchen hat, ist oft schwerer betroffen. Für Ärzte sind solche Fälle eine Herausforderung: „Eine Behandlung der Alopecia areata im Kindesalter ist schwierig bis unmöglich“, sagt Hamm. Es gebe zwar Immunsuppressiva, die relativ gut wirkten, aber auch erhebliche Nebenwirkungen hätten. „Da es sich um eine eigentlich harmlose Erkrankung handelt, muss man sich fragen, welche Therapie gerechtfertigt ist“, sagt der Dermatologe. Inwieweit psychische Faktoren eine Rolle spielen, ist noch unklar. „Meistens beginnen die Probleme aus völliger Gesundheit heraus“, sagt Hamm.

Ausreißen der Haare

Ein rein psychisches Problem ist dagegen die sogenannte Trichotillomanie, nämlich das krankhafte Ziehen, Drehen und Ausreißen der Haare. Offenbar reagieren Kinder und Jugendliche damit auf Anspannung. Das Phänomen, das Psychiater als Impulsstörung einordnen, ist ziemlich häufig – Schätzungen zufolge sind bis zu ein Prozent der Kinder betroffen.

„Die Eltern der betroffenen Kinder sind oft erstaunt, wenn sie diese Diagnose hören“, sagt Natalie Garcia Bartels. Bei jüngeren Kindern ist das Reißen an den Haaren häufig eher eine schlechte Angewohnheit, die von selbst verschwindet. Anders ist das bei Jugendlichen, bei denen meist ernste psychische Probleme, etwa Konfliktsituationen, dahinterstecken. Ihnen wird meist eine Verhaltenstherapie empfohlen.

Diffuser Haarausfall verbreitet

Auch der diffuse Haarausfall, bei dem über den ganzen Kopf hinweg vermehrt Haare ausfallen, kommt bei Kindern relativ häufig vor. In solchen Fällen müssen Dermatologen Detektivarbeit leisten, um die Ursache herauszufinden.

Nicht selten kommt es drei Monate nach einem fieberhaften Infekt, einem Unfall mit Blutverlust oder einer längeren Narkose zu Haarausfall – die Probleme geben sich dann von selbst.

Haarausfall durch Mangelzustände oder Medikamente

Es können aber auch Mangelzustände, etwa eine starke Unterversorgung mit Eisen, dahinterstecken.

Auch Medikamente oder Schilddrüsenprobleme können zu diffusem Haarausfall führen. „Man muss in solchen Fällen die Ursache herausfinden und behandeln, dann reguliert sich der Haarwuchs wieder“, sagt Garcia Bartels.

Wann bei Haarausfall zum Arzt gehen?

Auch bei Kindern gilt:

  • Bis zu hundert Haare am Tag zu verlieren, ist normal. Wird diese Grenze überschritten, kann man ziemlich sicher davon ausgehen, dass etwas nicht stimmt.
  • Deshalb ist es im Zweifelsfall sinnvoll, die ausgefallenen Haare zu zählen – also zum Beispiel die Bürste zu untersuchen.
  • Man sollte aber aufpassen, dass man vollständige Haare erwischt und nicht einzelne Bruchstücke. Sonst erhält man eine falsche Zahl.
  • Sicherer ist das Ergebnis, wenn man mehrere Tage lang zählt.
  • Erste Anlaufstelle bei Fragen ist der Kinderarzt.
  • Wenn sich größere Probleme abzeichnen oder Haaruntersuchungen notwendig sind, wird er in der Regel einen Hautarzt zu Rate ziehen.

Wenn die Haare nicht wachsen wollen

Manchmal wundern sich die Eltern auch darüber, dass die Haare ihrer Kinder einfach nicht wachsen: so etwa beim „losen Anagenhaar“, das man vor allem bei blonden Mädchen im Kindergartenalter beobachtet. Bei ihnen wirken die Haare stumpf und lassen sich leicht ausziehen, ohne dass es Schmerzen bereitet. „Die Ursache dieses Phänomens kennt man nicht“, sagt die Ärztin. „Aber man kann die Eltern beruhigen. Meistens verwächst sich das Problem.“

Haarausfall bei Kindern – Symptome, Ursachen und Behandlung

Haarausfall tritt nur bei älteren Personen auf, lautet die weit verbreitete Meinung. Tatsächlich ist Haarausfall auch bei Kindern möglich und Experten zufolge auch gar nicht so selten. Je nach Art und Ursache des Haarausfalls wächst sich das Problem im wahrsten Sinne des Wortes im Laufe der Zeit von selbst aus, kann behandelt werden oder nicht. Bei den meisten Fällen von Haarausfall bei Kindern handelt es sich um den sogenannten kreisrunden Haarausfall (Alopecia areata).

Wie der Name schon sagt, lässt sich kreisrunder Haarausfall relativ leicht an den runden kahlen Stellen am Kopf erkennen. Insgesamt sind etwa 0,03 bis 0,1 % der Kinder und Jugendlichen von dieser Form des Haarausfalls betroffen, wobei die Häufigkeit bei Jungen und Mädchen etwa gleich hoch ist.

Es gibt verschiedene Varianten: Manchmal führt der Haarverlust zu einem kompletten Verlust der Kopfhaare (Alopecia areata totalis), in anderen Fällen betrifft er auch andere Körperbereiche (Alopecia universalis) wie der Wimpern und Augenbrauen. Dieser relativ plötzlich und oft schubweise auftretende Haarausfall ist auf eine genetisch bedingte Autoimmunkrankheit zurückzuführen, deren Ursache bislang noch unbekannt ist. Fest steht nur, dass sich das Immunsystem der Betroffenen gegen den eigenen Körper richtet und damit unter anderem den Haarausfall auslöst.

Eine Behandlung dieser Immunkrankheit und dem daraus resultierenden Haarausfall ist schwierig. Denn die vorhandenen Immunsuppressiva lösen teilweise erhebliche Nebenwirkungen aus, bei denen sich die Frage stellt, ob der Nutzen hier tatsächlich das Risiko überwiegt. Bei 30 bis 40 % der Betroffenen sind die kahlen Stellen innerhalb von sechs Monaten von selbst wieder verschwunden, nach einem Jahr bei etwa jedem zweiten Kind. Es kann jedoch sein, dass es später erneut zu Haarausfall kommt.

Diffuser Haarausfall bei Kindern

Ebenfalls häufig tritt der diffuse Haarausfall bei Kindern auf. Die möglichen Ursachen hierfür sind zahlreich und für Dermatologen ist der Auslöser im Einzelfall nie leicht zu identifizieren. Es kann sein, dass der Haarausfall durch Mangelzustände (zum Beispiel einer Unterversorgung mit Eisen) verursacht wird oder als Nebenwirkung von Medikamenten oder als Symptom von Erkrankungen (wie zum Beispiel Schilddrüsenproblemen) auftritt. Da die Ursachenbestimmung so schwierig ist, ist auch die Behandlung nicht einfach, da diese auf die Erkrankungsursache abzustimmen ist. Beobachtungen haben jedoch gezeigt: Wenn der Haarausfall nach einem Unfall mit Blutverlust, einer längeren Narkose oder aber etwa 3 Monate nach einem Infekt mit Fieber auftritt, hört er oft nach einiger Zeit von selbst wieder auf.

Haarausfall durch virale, bakterielle oder Pilzinfektionen

Auch bei Kindern kann eine Infektion der Kopfhaut zu Haarausfall führen. Eher selten sind virale oder bakterielle Infektionen, viel häufiger sind es Pilzinfektionen, die den Haarverlust verursachen. In den meisten Fällen handelt es sich um Tinea capitis, eine Hautpilzerkrankung an der Kopfhaut, die vor allem vor der Pubertät auftritt. Sie ist ansteckend und kann sich zum Beispiel im Kindergarten recht schnell verbreiten, wenn die Kinder Bürsten, Mützen oder Kissen miteinander tauschen. Typische Kennzeichen sind eine rötliche schuppige Kopfhaut sowie abgebrochene oder fehlende Haare.

Die Behandlung erfolgt üblicherweise mit lokal oder systemisch eingesetzten Antimykotika und dauert bis zu 3 Monaten. Es ist wichtig, dass mit der Behandlung frühzeitig begonnen wird, denn mit zunehmender Dauer der Erkrankung können sich die Haarwurzeln entzünden und irreversibel geschädigt werden. Die Folge ist vernarbtes Gewebe, auf dem kein Haar mehr wachsen kann. Um eine solche Vernarbung zu verhindern, raten Experten unbedingt dazu, frühzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Ausfallen oder Ausreißen?

Experten halten es für möglich, dass bei Haarausfall im Kindes- und Jugendalter auch psychische Faktoren eine wichtige Rolle spielen könnten. So kann es sein, dass der Haarverlust gar nicht auf ein Ausfallen, sondern vielmehr Ausreißen der Haare zurückzuführen ist. Sich die Haare auszureißen ist bei manchen jüngeren Kindern meist „nur“ eine schlechte Angewohnheit und Trotzreaktion. Bei älteren Kindern und Jugendlichen kann es jedoch Ausdruck ernsthafter psychischer Probleme sein. Experten schätzen, dass bis zu 1 % der Jugendlichen an krankhaftem Ausreißen der Haare („Trichotillomanie„) leiden. Diese psychische Störung erfordert in der Regel eine Verhaltenstherapie bei einem Psychotherapeuten, der sich mit diesem Krankheitsbild auskennt.

Wer ist Ansprechpartner?

Medizinisch bedeutsam ist Haarausfall bei Kindern wie Erwachsenen erst, wenn sie über einen längeren Zeitraum mehr als 100 Haare täglich verlieren. Für Laien ist die Anzahl der ausgefallenen Haare schwer abzuschätzen, deshalb ist es sinnvoll, die Haare tatsächlich zu zählen. Liegt ihre Zahl über mehrere Tage hinweg deutlich über, ist es ratsam, den Kinderarzt aufzusuchen. In vielen Fällen weiß er bereits Rat und kann bei Bedarf entsprechende Behandlungen anordnen. Bei komplizierteren Fällen wird er sich an einen Dermatologen (Hautarzt) wenden, der als Spezialist für Haarausfall gilt und die weitere Behandlung des Haarausfalls einleiten kann.

Haarausfall bei Kindern – Was hilft wirklich?

Kinder trifft der Verlust ihrer Haare besonders schwer. Einerseits können sie nicht verstehen, was in ihrem Körper vorgeht, andererseits sind sie häufig dem Spott ihrer Altersgenossen ausgesetzt. Für das Wohl des Kindes ist es daher besonders wichtig ihnen Sicherheit zu geben und möglich schnell die nötigen Massnahmen zu ergreifen.

Ursachen für Haarausfall bei Kinder

Kinder sind sensible Wesen, die durch eine Änderung im gewohnten Umfeld schnell unter emotionalen Stress geraten. Ein Umzug oder eine neue Schulsituation, und manchmal auch „nur“ ein Streit mit der besten Freundin oder dem besten Freund können zu Haarverlust beitragen. Auch Störungen im Schilddrüsen-Hormonspiegel sind häufig zu beobachten.

Die häufigsten Haarprobleme bei Kindern:

Kreisrunder Haarausfall bei Kindern (alopecia areata)

Haarausfall kommt bei Kindern häufiger vor, als man denkt. Vor allem der kreisrunde Haarausfall – eine sogenannte „Autoimmunerkrankung“- ist weit verbreitet. Dabei wendet sich das eigene Immunsystem des Körpers gegen die Haarwurzeln und lässt die Haare ausfallen. Innerhalb kurzer Zeit entstehen durch den Haarverlust kahle runde oder ovale Stellen. Diese werden rasch auch für Aussenstehende sichtbar, da je nach Frisur die Stellen nicht mehr abgedeckt werden können. Während Mädchen die kahlen Stellen noch mit Stirnbändern und Haarspangen kaschieren können, sind die Stellen bei kurzhaarigen Jungen meist sofort zu sehen.

Bei etwa der Hälfte der betroffenen Kinder wachsen diese kahlen Stellen auch ohne Behandlung mit der Zeit wieder zurück.

Jedoch kann es auch sein, dass der Haarausfall weiter fortschreitet und zum Verlust aller Kopfhaare (Alopecia totalis) führt. Im schlimmsten Fall kann es sogar zum Verlust aller Körperhaare, wie den Augenbrauen, Wimpern und der Schambehaarung führen (Alopecia universalis).

Wenn Ihr Kind von kreisrundem Haarausfall betroffen ist, sollten Sie wöchentlich den Verlauf der kahlen Stellen beobachten.

Sie können bei minimalem Ausbruch – also kleinen Stellen am Kopf die ihr Kind (noch) nicht stören – auch eine Zeit warten. Wie bei Erwachsenen ist der Verlauf meist schleichend. Darum ist es von Vorteil, wenn Sie die Stellen fotografieren um den Verlauf besser beurteilen zu können. Wenn diese kahlen Stellen grösser werden oder Sie unsicher sind, wenden Sie sich an einen Haarwuchs-Spezialisten vor Ort. Denn je früher Sie reagieren, desto schneller ist der Spuk vorbei.

Haarverlust in der Pubertät

In der Pubertät geht so einiges im Körper vor. Der Hormonhaushalt erneuert und erweitert sich enorm. In dieser Umstellung – vor allem bei Mädchen zwischen 16 und 20 Jahren – kann es passieren, dass die Haare dünner werden oder sogar verstärkt ausfallen. Dieser „diffuse“ Haarausfall betrifft meistens den ganzen Kopf und ist verstärkt an den Konturen im Gesicht sichtbar. Da sich der Hormonspiegel im Normalfall wieder von alleine ausbalanciert brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Sie können jedoch den Verlauf positiv beeinflussen. Achten Sie auf eine nährstoffreiche Ernährung (beispielsweise mit Nahrungsergänzungen) und benutzen Sie ein Haarwuchs-Aktivierendes Shampoo. Fragen Sie im Zweifelsfalle einen Haarwuchs-Spezialisten in Ihrer Nähe oder kontaktieren Sie unsere Fachpersonen auch telefonisch.

Welche Ursachen hat Haarausfall beim Kind?

Die Ursachen für Haarausfall beim Kind sind unterschiedlich: Medikamente, Krankheiten, allergische Reaktionen oder Fehlfunktionen, die bis zur Pubertät auch wieder verschwinden können, sind die häufigsten Gründe. Auch ein Mangel an Nährstoffen und Vitaminen kann den Haarverlust beim Kind begünstigen.

Welche Behandlungsmethoden gibt es?

Genauso wie bei den Ursachen, gibt es auch vielfältige Wege zur Behandlung. Die Schulmedizin empfiehlt häufig Kortisonpräparate, die Experten der Homöopathie setzen vornehmlich auf Massagen mit Ölen. Auch kann der Haarausfall beim Kind sich mit der Zeit selbst regulieren, wenn keine schwere Erkrankung dahinter steckt.

Was kann außerdem für den Haarausfall verantwortlich sein?

Auch wenn man es kaum glauben mag, so gibt es Kinder, die sich auch selber ihre Haare ausreißen.

Erinnern Sie sich noch daran, als Ihr Kind auf die Welt kam? Vielleicht hatte es als Säugling eine Glatze, einen Flaum oder war gar behaart wie ein Monchichi? Alles denkbar. Alles ganz normal. Der Flaum kann vor dem eigentlichen Haarwuchs ausgehen und in der Regel wächst das Haar Ihres Kindes irgendwann von ganz allein. Im Alter von 2 Jahren haben die meisten Kinder eine wahre Haarpracht. Was aber, wenn älteren Kindern plötzlich und scheinbar ohne Grund oder Ursache die Haare ausgehen – beispielsweise bei einem 8-jährigem Kind? Aus Ihrer eigenen Zeit des Kinderwunsches kennen Sie den Haarausfall vielleicht noch. Auch wenn ein Kind plötzlich seine Haare verliert, sprechen Mediziner von Haarausfall beim Kind. Welcher Mangel dafür verantwortlich sein kann und, wie Sie Haarausfall stoppen können, erklären wir Ihnen in diesem Beitrag.

1. Haarausfall beim Kind kann krankheitsbedingt sein oder, weil Sie das Kinderhaar falsch behandeln

Der Haarausfall beim Kind kann verschiedene Ursachen haben.

Die Fachbezeichnung für Haarausfall beim Kind heißt: Effluvium capillorum beim Kind.Es gibt zahlreiche Ursachen, die den Haarausfall beim Kind bedingen können. Zum einen kann Haarausfall die Folgeerscheinung einer Erkrankung oder bestimmter Medikamente sein. Auch ist es möglich, dass Haarausfall genetisch bedingt ist, eine allergische Reaktion auf einen äußeren Einfluss darstellt oder deswegen auftritt, weil sie das Haar Ihres Kindes falsch behandeln.

  • Mädchen können beispielsweise am sogenannten Traktionshaarausfall leiden, der dann auftritt, wenn das Haar nahezu ausschließlich (und nicht nur zum Sport oder im Sommer) zum Pferdeschwanz gebunden wurde. Den Traktionshaarausfall erkennen Sie daran, dass die Haare zunächst an der Seite des Kopfes und an der Stirn ausgehen.
  • Das Anagenhaar-Syndrom tritt vor allem bei Mädchen auf. In der Regel sind die Vier- bis Sechsjährigen blond und haben recht feines Haar. Farblos und glanzlos präsentiert sich das Haar auf dem Kopf, das sich zudem leicht ausziehen lässt. Mit der Pubertät sollte die Haarwurzeln allerdings so stark sein, dass die Haarfollikel fest verwurzelt sind.
  • Hauterkrankungen oder Infektionen können Haarausfall beim Kind bedingen. Lupus erythematodes oder Aplasia cutis congenita sind zwei typische Krankheitsbilder, die den Haarausfall beim Kind bedingen. Auch Lichen ruber follicularis und Epidermolysis bullosa wirken sich negativ auf den Haarwuchs aus.
  • Bemerken Sie ab dem dritten Lebensmonat bei Ihrem Kind Veränderungen an der Kopfhaut und mit Blick auf die Psychomotorik, kann dies ein Hinweis auf das Menkes-Syndrom sein. Das Haar gleicht der Konsistenz von Stahlwolle. Bambus-Haare sind hingegen eher ein Indiz für das Netherton-Syndrom.

2. Der typische kreisrunde Haarausfall tritt auch bei Kindern auf

Lange Zeit galt die Meinung, dass nur Frauen jenseits der 55 Jahre von der Alozepie (kreisrunder, plötzlicher Haarausfall) betroffen seien. Das stimmt aber mitnichten. Schätzungsweise leiden allein in Deutschland rund 400.000 Kinder unter eben dieser Form des Haarverlusts. Typisch ist ein plötzlicher Haarausfall und ein schubweises Auftreten der Krankheit. Zum Vergleich: Diffuser Haarausfall äußert sich durch lichter werdendes Haar auf dem gesamten Kopf.

Alozepie lässt sich in diese drei Arten des Haarausfalls unterteilen:

  • Bei der Alopecia areata circumscripta bilden sich auf der Kopfhaut kahle Stellen; auch die Wimpern und Augenbrauen fallen aus. Auch die Behaarung an anderen Körperstellen kann in Mitleidenschaft gezogen werden.
  • Bei der Alopecia areata totalis fehlt die Kopfbehaarung komplett.
  • Bei der Alopecia universalis hat Ihr Kind überhaupt keine Körperhaare mehr.

In den allermeisten Fällen setzt der Haarwuchs selbst ohne Therapie innerhalb eines Jahres wieder ein und die Haare wachsen vollständig nach, wobei es gelegentlich Rückfälle geben kann.
Unterstützend können Sie das Immunsystem stärken und kortisonhaltige Lösungen auftragen.

2.1. Beim kreisrunden Haarausfall hat Ihr Kind keine Beschwerden

Meist sind die Stellen, die vom kreisrunden Haarausfall betroffen sind, rund bis oval. Die Krankheit verläuft beschwerdefrei, nichts juckt oder schmerzt. Sie können eventuell leichte Wassereinlagerungen ertasten, an deren Rand oft noch letzte Haare zu erkennen sind. Wissenschaftler sind weiterhin auf der Suche nach der Ursache, gehen unter anderem von einer Autoimmunkrankheit oder einer genetischen Ursache aus. Weitere Vermutungen des Ursprungs sind chronische Infekte, die die Zähne sowie den Bereich der oberen Atemwege betreffen.

Auffällig ist, dass bei vielen Patienten die Lymphknoten anschwellen und sich ihre Zehennägel verändern. Außerdem leidet circa jeder fünfte Patient zusätzlich an einer allergischen Atemwegserkrankung. Interessant ist auch, dass Kinder mit Trisomie 21 (Down Syndrom) häufiger betroffen sind.

3. Spezialfall: Trichotillomantie. Diese Kinder reißen sich die Haare selbst aus

Hat Ihr Kind Trichotillomantie, reißt es sich die Haare selbst aus. Das beeinträchtigt die Dichte des Haarwuchses.

Auch die psychische Verfassung (Stress, Angst, …) von Kindern kann eine Alozepie auslösen. Das zeigt sich mit Blick auf traumatisierte Kinder, die ebenfalls Haare verlieren.

So reißen sich zum Beispiel Kinder, die an Trichotillomantie leiden, Haare aus. Dieses zwanghafte Verhalten kann die Dichte des Haarwuchses stark beeinträchtigen. Man kann das gut dadurch erkennen, dass sich die betroffenen Stellen auf der Kopfhaut verteilen und nicht abgegrenzt sind.

Werden die Haare von Kindern selbst abgeschnitten, spricht man von einer Trichotemnomanie. Betroffene klagen dennoch über Haarausfall. In beiden Fällen wird der Kinderarzt eine geeignete Psychotherapie verschreiben.

4. Weitere Ursachen: Auch Pilze und Viren können Haarausfalle bedingen

Mitunter können auch Pilze oder Viren (sehr selten) für einen Haarausfall verantwortlich sein. In den meisten Fällen ist es ein Pilz namens Tinea Capitis. Er ist ungefährlich und kommt in ländlichen Gegenden häufiger vor als in der Stadt, denn er wird vornehmlich durch Tiere übertragen.

Die Symptome sind eine juckende, gerötete Kopfhaut und Schuppen. An befallenen Regionen brechen die Haare ab oder fallen komplett aus.
Therapiert wird der Pilzbefall meist lokal mit Fungiziden, oft unterstützt durch Tabletten.

Sorgen Sie für strikte Hygiene durch folgende Maßnahmen:

  • Gegenstände, die mit der erkrankten Kopfhaut in Berührung gekommen sind, sollten mit heißem Wasser abgewaschen werden.
  • Häufiges und gründliches Waschen der Hände ist selbstverständlich.
  • Ein separater Kamm (eine eigene Bürste) für jedes Familienmitglied verringert das Risiko, dass der Pilz weitergetragen wird.
  • Die Wäsche sollte bei mindestens 60 Grad Celsius in der Waschmaschine landen.

5. Kümmern Sie sich gut um die Haare Ihres Kindes: Ernährung und Pflege sind hier besonders wichtig

Wer ständig einen Pferdeschwanz trägt, tut seinem Haar nichts Gutes. Ungesundes Essen ist ebenfalls Gift für die Haarpracht.

Für die Gesundheit des Haares können sie Einiges tun. Gesundes Haar braucht die entsprechenden Nährstoffe, die beiden Vitamine A sowie E sind dafür essenziell. Fastfood, Fertigprodukte und zu viel Zucker sollten Sie vom Ernährungsplan streichen bzw. reduzieren. Setzen Sie stattdessen auf frisches grünes Gemüse, gesunde Fette (Nüsse und Avocados) und Beeren. Diese Lebensmittel enthalten große Mengen der benötigten Vitamine. So beugen Sie einem Vitaminmangel vor.

Fragen Sie Ihren Kinderarzt nach einer geeigneten Therapie, wird er Ihnen vermutlich den Haarwuchs stimulierende Präparate verschreiben oder gar Kortisonsalben. Allerdings können diese Medikamente auch Nebenwirkungen mit sich bringen. Alternativ können Sie auf Mittel oder Behandlungsmethoden aus der Homöopathie setzen. Die Massage der Kopfhaut mit ätherischen Ölen (Zedernholz, Lavendel, Thymian), Traubenkernöl oder Jojobaöl kann den Haarwuchs auf ganz natürliche Art und Weise begünstigen. Es gleicht den Mangel an Pflege aus.

6. Gesundheitsratgeber rund ums Kind

Gesundheit für Kinder: Kinderkrankheiten verhüten, erkennen, behandeln: Moderne Medizin – Naturheilverfahren – Selbsthilfe – Aktualisierte und überarbeitete Neuauflage 2017

  • 528 Seiten – 04.02.2020 (Veröffentlichungsdatum) – Kösel-Verlag (Herausgeber)

30,00 EUR Bei Amazon kaufenDas Kinder-Gesundheitsbuch: Kinderkrankheiten ganzheitlich vorbeugen und heilen

  • 416 Seiten – 10.08.2013 (Veröffentlichungsdatum) – GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH (Herausgeber)

29,99 EUR Bei Amazon kaufenKindergesundheit: Wie Sie Krankheiten erkennen. Was Sie selbst tun können

  • 520 Seiten – 14.06.2017 (Veröffentlichungsdatum) – TRIAS (Herausgeber)

14,99 EUR Bei Amazon kaufen(47 Bewertungen, Durchschnitt: 3,98 von 5)
Loading…

Haben Sie Ihr Haar gerade zum strammen Pferdeschwanz gebunden? Und stecken Sie mitten in einer Crash-Diät? Dann hören Sie besser auf, denn Ihre Haarwurzeln können mit beidem nicht umgehen. Die Folge: Haarausfall. Darunter leidet, wer langfristig mehr als 100 Haare pro Tag verliert.

Und dünnes Haar kann zu einem dicken Problem
 werden, weiß Bruce Reith, Facharzt für Chirurgie und Spezialist für Haartransplantationen bei Kö-Hair in Düsseldorf.

Für BILD nennt er die zehn häufigsten Gründe für Haarausfall und erklärt, ob und wie sie behandelt werden können:

Vererbter Haarausfall (Androgenetische Alopezie)

In den meisten Fällen ist Haarausfall – vor allem bei Männern – erblich bedingt. Circa ein Drittel aller Männer zwischen 25 und 40 Jahren sind davon betroffen. Die Gene sorgen dafür, dass die Haare empfindlich auf ein bestimmtes männliches Sexualhormon (Dishydrotestosteron) reagieren. Die Haare fallen schneller aus, irgendwann bleiben manche Stellen völlig kahl. Dies betrifft aber nur die Haare am Oberkopf (kahle Schläfen, Tonsur) – ein fester Haarkranz am Hinterkopf bleibt bestehen.
Behandlung: „Wenn Medikamente nicht mehr weiterhelfen, ist eine Haartransplantation das Mittel der Wahl. Dabei werden Haare vom Hinterkopf entnommen und an den kahlen Bereichen wieder eingesetzt. Die Kosten für eine Haartransplantation liegen je nach Umfang der Behandlung bei 2500 bis 8000 Euro“, erklärt Reith.

Kreisrunder Haarausfall

Dabei bilden sich an verschiedenen Stellen am Kopf oder an den Augenbrauen runde, kahle Stellen, die genaue Ursache ist bis heute ungeklärt. Wahrscheinlich wird der kreisrunde Haarausfall von einer Störung des Immunsystems verursacht: Die eigenen Abwehrzellen attackieren die Haarwurzeln, deren Wachstum wird gestoppt und die Haare fallen aus.
Behandlung: Bei leichtem Verlauf können Steroide (Kortison) helfen, bei anhaltendem, immer wiederkehrenden Haarausfall ist eine Therapie mit Immunsuppressiva möglich. Diese Medikamente vermindern die Funktion des Immunsystems, so dass die Abwehrzellen nicht mehr gegen die eigenen Haare vorgehen.

Auch Interessant

  • Sky Dumont darf sich glücklich schätzen, denn nicht viele Männer sind mit schlohweißem und dennoch vollem Haar gesegnet

    Foto: dpa 1/2

vorheriges Element nächstes Element

Falsche Frisur

Wer ständig einen strammen Zopf trägt, kann seinen Haarwurzeln nachhaltig schaden. Denn durch den starken Zug nach hinten werden die Haarwurzeln auf Dauer krumm und neues Haar wird immer feiner nachgebildet. Die Haarwurzeln können sich zudem entzünden und vernarben – und vernarbte Wurzeln können keine neuen Haare mehr bilden. Folge: Der Haaransatz rutscht weiter nach hinten – hier hilft einzig und allein eine Haartransplantation.

Hormonelle Veränderungen (Schwangerschaft, Wechseljahre)

Die Hauptursache für Haarausfall bei Frauen sind die Wechseljahre: Durch die Hormonumstellung tritt bei vielen Frauen leichter bis starker Haarausfall auf.

Reith: „Bei Haarausfall in der Menopause empfehle ich eine Mesotherapie. In mehreren Sitzungen wird dabei ein spezieller Wirkstoffcocktail in die Kopfhaut gespritzt, der die Haarwurzel stärkt und den Haarausfall eindämmt. Die Kosten liegen pro Sitzung bei 150 bis 200 Euro. Eine Eigenbluttherapie (Dracula-Therapie) kann ebenfalls helfen.“

Auch eine Schwangerschaft hat Einfluss auf das Haarwachstum: Während der Schwangerschaft sind die Haare oft besonders dicht und gesund, danach fallen sie aber stärker aus.

Schilddrüsenüber-/unterfunktion

Eine Schilddrüsenüberfunktion oder -unterfunktion kann bei vielen Betroffenen Haarausfall auslösen. Die Haare werden insgesamt dünner, stumpfer und kraftloser. Wird die Störung behoben, verbessert sich meist auch der Haarausfall. Ganz wichtig: Wer plötzlich unter Haarausfall leidet, sollte in jedem Fall seine Schilddrüse untersuchen lassen, rät Reith.

  • Häufiges Haarewaschen fördert die Glatzenbildung

    Nein! Der Haarausfall ist genetisch bedingt. Wenn die Haarwurzeln nicht mehr genügend Haarzellen produzieren, werden die Haare zunächst feiner, später wird kein neues Haar mehr entwickelt. Zu häufiges Waschen trocknet höchstens die Kopfhaut aus.

  • Zu häufiges Bürsten macht Haarausfall

    Nein! Nur die bereits abgestorbenen Haare können beim Bürsten herausfallen. Unsere Haare wachsen nur eine bestimmte Zeit – in der Regel sind das drei bis fünf Jahre – dann sterben sie ab. Auf diese Weise verliert der Mensch jeden Tag rund 80 Haare.

  • Erblich bedingter Haarausfall trifft nur Männer

    Falsch! Bei bis zu 30 Prozent der Frauen ist Haarausfall ebenfalls erblich (androgenetisch) bedingt. Sie bekommen eher lichteres Haar im Bereich des Mittelscheitels während sich bei Männern Geheimratsecken und Kahlstellen am Hinterkopf bilden.

  • Baseballkappen oder Motorradhelme fördern Haarausfall.

    Falsch! Die Haare können allerdings leichter brechen, insbesondere, wenn die Kopfbedeckung zu eng getragen wird.

  • Stress macht den Haaren nichts aus

    Falsch! Stress setzt in unserem Körper Hormone wie Adrenalin frei. Werden diese Stresshormone nicht abgebaut, kann Haarausfall eine Folge sein. Ist der Stress vorbei, wachsen die Haare in der Regel auch wieder.

  • Eine Schwangerschaft ist ein Haar-Killer

    Falsch! Durch die Hormonumstellung während der Schwangerschaft wachsen die Haare meist besonders üppig. Nach der Geburt fallen sie dafür verstärkt aus. Meist normalisiert sich nach einigen Monaten das Haarwachstum wieder.

  • Dauerwellen und Tönungen fördern Haarausfall

    Falsch! Regelmäßige und intensive Behandlungen können zwar die Kopfhaut reizen; die Haare werden trocken, spröde und verlieren an Glanz. Haarausfall fördern sie jedoch in der Regel nicht.

  • Haare, die mit der Wurzel ausgefallen sind, wachsen nie wieder nach

    Falsch! Sind die Wachstumszellen im zwiebelförmigen Wurzelbalg nicht beschädigt und werden mit Nährstoffen versorgt, wachsen diese Haare auch wieder nach.

  • Diäten schaden Haaren nicht

    Falsch! Diäten mit weniger als 1000 Kalorien pro Tag zehren an den Haarwurzeln. Die Haare werden dünn und können diffus ausfallen. Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind Bausteine für gesunde Haare und sollten über die tägliche Nahrung ausreichend aufgenommen werden.

  • Bei Ärger werden die Haare grau

    Nein, das ist Unsinn! Die Haarfarbe ist genetisch bedingt. Graue Haare bekommen Sie nur dann, wenn die Haarwurzeln keine Melanoyzyten (Farbpigmente) mehr bilden. Die Haare sind auch nicht grau, sondern weiß.

Chemo- und Strahlentherapie

Krebspatienten, die mit einer Strahlen- oder Chemotherapie behandelt werden müssen, verlieren oft alle Haare. Meistens sind auch Wimpern, Augenbrauen und Körperhaare betroffen. Das liegt an den Haarfollikeln – sackähnlichen Gebilden, aus denen die Haare wachsen. Reith: „Ihre Zellen vermehren sich ähnlich schnell wie Krebszellen, weshalb sie für die Chemotherapie besonders empfänglich sind. Nach der Therapie wachsen die Haare normalerweise wieder nach – das lässt sich durch eine Eigenblut- oder eine Mesotherapie noch zusätzlich positiv beeinflussen.“

Nährstoffmangel

Auch Crash-Diäten oder Essstörungen (Magersucht, Bulimie) können Haarausfall auslösen, da der Körper zu wenig Nährstoffe bekommt. Vor allem ein Mangel an Eisen, Zink, Biotin und Protein bringt die Haare dazu, auszufallen. Reith: „Liegt eine Essstörung vor, hilft eine Psycho-Therapie, um wieder gesundes Essverhalten zu erlernen. Die Haare wachsen dann im Normalfall wieder nach, zudem kann mit einer Mesotherapie nachgeholfen werden. Auch die Einnahme von Heilkräutern wie etwa Bockshornklee hat positive Auswirkungen.“

  • Ernährung

    Die Ernährung sollte vielfältig und ausgewogen sein. Die Haarwurzeln brauchen Eisen, B-Vitamine und Lysin, um neue Haare zu produzieren. Diese Vitamine und Mineralstoffe sind in Obst und Gemüse enthalten.

  • Shampoos

    Spezielle Shampoos gegen Haarausfall haben eine positive Wirkung. So fördern beispielsweise Shampoos mit Rosmarin oder Koffein die Durchblutung der Kopfhaut und regen so die Haarfollikel an.

  • Kieselerde

    Ein altes Mittel für schöne Fingernägel und Haare ist Kieselerde. Allerdings ist der Effekt, beispielsweise von Kieselerde-Kapseln, erst nach nach zwei bis drei Monaten sichtbar und auch nur bei regelmäßiger Einnahme.

  • Apfelessig

    Seit Jahrzehnten wird Apfelessig als Hausmittel bei Haarausfall eingesetzt. Durch falsche Pflege können Haarfollikel verstopfen, hier kann eine Behandlung mit Apfelessig helfen.

  • Bochshornklee

    Die Samen von Bochshornklee enthalten Vitamin C, Lysin, Kupfer, Saponine und Trigonellin. Sie haben einen positiven Einfluss auf den Hormonhaushalt des Mannes und helfen beim Sauerstofftransport der roten Blutkörperchen. Dadurch wird die Kopfhaut besser mit Nährstoffen versorgt.

  • Medikamente

    Medikamente (rezeptfrei und verschreibungspflichtig) können Haarausfall stoppen. Ein häufiger Wirkstoff ist Alfatradiol. Er blockt das Enzym, das Testosteron in das haarschädigende Hormon Dihydrotestosteron umwandelt.

  • Ganzheitliche Methode

    Die Therapie „Kaya Veda“ vereint Psyche und Körper. Ayurvedische Produkte werden zur Behandlung der Kopfhaut eingesetzt; Tees helfen dem Körper von innen. Ungelöste Probleme und Stressfaktoren werden in einer Gesprächstherapie angegangen.

  • Haartransplantation

    Eine Transplantation hilft, wenn der Haarausfall noch nicht weit fortgeschritten ist. Bei der Transplantation werden eigene gesunde Haarfollikel an die kahlen Stellen verpflanzt.

  • Kreisrunden Haarausfall bekämpfen

    Kreisrunder Haarausfall kommt vermutlich durch Stress oder eine Immunerkrankung. Es gibt mehrere Therapiemöglichkeiten, die Erfolgsaussichten sind jedoch unterschiedlich.

  • Alternative – Absichtliche Glatze

    Akzeptieren Sie sich so wie Sie sind. Stehen Sie zu Ihrer Glatzenbildung. Es hat auch etwas Beruhigendes, selbst zum Rasierer greifen zu können und sich aktiv für die Glatze zu entscheiden.

    Quelle: zehn.de

Medikamente

Medikamente gegen Bluthochdruck, Cholesterinsenker und Blutverdünner können als Nebenwirkung Haarausfall auslösen. Betroffene sollten dann sofort mit ihrem Arzt sprechen, oft hilft es, das Medikament anders zu dosieren.

Krankheit oder Trauma

Bei Haarausfall durch Krankheit oder Verletzung kommt es oft zur Vernarbung der Haarfollikel. Wird das Follikel selbst durch eine Entzündung geschädigt, muss diese Entzündung medizinisch behandelt werden. Eine Haartransplantation ist in diesem Fall nicht zu empfehlen, denn sie könnte die Entzündung verschlimmern. Wird der vernarbende Haarausfall durch (Pilz-)Infektionen, Schuppenflechte, Tumore der Haut, Zugbelastungen oder Verbrennungen ausgelöst, kann er hingegen sehr gut mit einer Haartransplantation behandelt werden.

Stress und psychische Ursachen

Ständige Belastung im Job oder Privatleben kann die Haare vermehrt ausfallen lassen – vor allem Frauenhaar reagiert empfindlich auf Stress. Der Grund liegt in den Genen: Frauenhaar ist dünner und zerbrechlicher als Männerhaar. Die Stresshormone schädigen die Haarfollikel, so dass die Haare meist zwei bis drei Monate nach einen stressigen Ereignis ausfallen. Reith: „Gegen diesen stressbedingten Haarausfall können Betroffene selbst nur eines tun: den Stress vermindern. Zum Beispiel durch autogenes Training, ausreichend Schlaf, eine ausgewogene Ernährung und eine allgemein gesunde Lebensweise.“

Haarmythen

  • 20 Pflege-Mythen Was ist an den Haaren herbeigezogen?

    Kopfmassagen fördern das Wachstum und Bürsten verleiht Glanz – stimmt oder stimmt nicht? Expertin Jana Pätzold klärt auf.

Haarausfall bei Frauen: 8 Ursachen, 13 Maßnahmen + 5 Styling-Tipps

Haarausfall bei Frauen: Fast jede Dritte ist betroffen. Wir helfen dir mit wertvollen Tipps und informieren dich über die Formen und Ursachen von Alopezie. Außerdem verraten wir dir, welche Maßnahmen du ergreifen und wie du vorbeugen kannst. Zusätzlich gibt es fünf Stylingtipps für dünnes Haar.

Tipp: Nachhaltige Abhilfe gegen Haarausfall

Haarausfall bei Frauen ist in vielen Fällen ein Problem des Nährstoffmangels Es gibt inzwischen spezielle Haarkapseln, die alle für gesunde Haare wesentlichen Mineralien und Vitamine in konzentrierter Form beinhalten. Im Folgenden findest du ein solches empfehlenswertes Produkt.

Tipp: Mehr Lebensfreude und Selbstverwirklichung mit *gratis* Ratgeber Zur Entwicklung deiner Persönlichkeit ist es eine gute Idee, sich von erfolgreichen Menschen und ihren Einstellungen inspirieren zu lassen. Das Fachbuch Der Tag an dem sich alles änderte von Top-Autor Thomas Klußmann bietet auf 236 Seiten vielfältige Tipps und Hilfestellungen – von der Wichtigkeit deines Umfeldes für deinen persönlichen Erfolg bis hin zu effizienterem Zeitmanagement und Priorisierung.
Für kurze Zeit ist „Der Tag an dem sich alles änderte“ komplett kostenlos zu beziehen, Interessierte sparen ganze 30 Euro. Es wird lediglich eine kleine Versandpauschale fällig. Gegen einen geringen Aufpreis gibt es außerdem noch ein professionell eingesprochenes Hörbuch des Ratgebers dazu.

Ratgeber gratis bestellen Angebot 444 Bewertungen 29,90 EUR Bei Amazon kaufen

Diese Formen von Haarausfall gibt es bei Frauen

Im Großen und Ganzen gibt es zwei Formen von Haarausfall bei Frauen: den Genetischen (androgenetische Alopezie) und den Nicht-genetischen (diffuse Alopezie und alopecia areata). Wenn du weißt, unter welcher Form von Haarausfall du leidest, kannst du schneller handeln und entgegenwirken.

Erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie)

Der androgenetische Haarausfall ist, wie der Name es schon verrät, genetisch. Frauen die unter dieser Form von Alopezie leiden, haben einfach die Veranlagung dazu, ihre Haare zu verlieren. Ihre Haarfollikel reagieren empfindlich auf Androgene, genauer gesagt auf Dihydrotestosteron, ein Stoffwechselprodukt, das aus dem Männlichkeitshormon Testosteron entsteht.

Was sind Haarfollikel? Haarfollikel regulieren die Haarproduktion und den Haarzyklus. Sie sind eine Art Einstülpung in unserer Haut, die die Haarwurzel umgeben und sie dort verankern.

Das Hormon Dihydrotestosteron sorgt durch seinen Einfluss auf die Haarfollikel dafür, dass sich der Haarzyklus, also das Leben eines Haares, verkürzt. Die Haare wachsen nicht mehr so lang wie vorher und fallen früher aus. Sie werden nicht nur kürzer, sondern auch dünner, manche fallen ganz aus und wachsen nicht mehr nach.

Diffuser Haarausfall (telogenes Effluvium)

Diffuser Haarausfall

Deine Haare sammeln sich neuerdings vermehrt in deiner Bürste, in der Dusche und sogar auf dem Kopfkissen? Du leidest vermutlich unter diffusem Haarausfall. Diese Form der Alopezie verursacht oft Panik bei den Betroffenen, da in extremeren Stadien sogar ganze Haarbüschel ausfallen können. Doch keine Panik: Diffuser Haarausfall ist reversibel. Deine Haare werden sich also wieder regenerieren und du wirst keine Glatze bekommen. Ein wichtiges Anzeichen für diffusen Haarausfall ist, dass deine Haare gleichmäßig verteilt ausfallen. Bei androgenetischem Haarausfall fallen sie vom Scheitel ausgehend aus.

Generell wird zwischen zwei Formen von diffusem Haarausfall unterschieden: Dem akuten und dem chronischen diffusen Haarausfall. Wir informieren dich über beide Formen und verraten dir später, welche Ursachen es gibt und welche Maßnahmen du ergreifen kannst, um deinen Haarausfall schnell wieder loszuwerden.

Akuter diffuser Haarausfall

Bei dieser Form von diffusem Haarausfall ist das Gleichgewicht von Anagen (Wachstumsphase) und Telogen (Ruhephase) gestört. Die Ruhephase verlängert sich und bewirkt, dass deine Haar innerhalb von zwei bis vier Monaten vermehrt ausfallen. Das Wachstum regeneriert sich innerhalb von drei bis sechs, wenn die Ursache ermittelt und entfernt ist.

Chronischer diffuser Haarausfall

Chronischer diffuser Haarausfall

Chronischer diffuser Haarausfall wird durch langfristige Veränderungen im Körper ausgelöst. Organische Erkrankungen wie eine Schilddrüsenfehlfunktion, eine Lebererkrankung, Nierenversagen oder Mangelerscheinungen wie Eisenmangel, eine falsche Ernährung oder sogar Syphilis können dauerhaften Haarausfall auslösen.

Der idiopathische chronische diffuse Haarausfall betritt oft Frauen mittleren Alters mit dichtem Haar. Es lösen sich teilweise sogar länger als sechs Monate lang komplette Haarbüschel ab und es entstehen lichte Schläfen. Diese Form von chronischem Haarausfall ist noch sehr unerforscht, weshalb du unbedingt einen Arzt aufsuchen solltest.

Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall)

Alopecia areata zeichnet sich durch kreisrunde, kahle Stellen an Kopf und Körper aus. Die genaue Ursache für diese Autoimmunerkrankung ist noch nicht bekannt. Der Vorgang ist Folgender: Das Immunsystem richtet sich gegen die Haarwurzeln, die Immunzellen greifen die Haarfollikel an und diese entzünden sich. Sie fallen schließlich aus. Doch nur in den seltensten Fällen werden die Haarfollikel zerstört. In der Regel verschwinden die kahlen Stellen wieder und der Haarwuchs regeneriert sich.

Um das neue Haarwachstum zu beschleunigen, solltest du einen Arzt aufsuchen oder dich in der Apotheke beraten lassen. Möglichkeiten für dich sind: Dithranol (äußerliche Anwendung), Glukokortikoide (äußerliche/innerliche Anwendung), topische Immuntherapie (äußerliche Anwendung), PUVA (äußerliche Anwendung).

Du leidest unter Haarausfall, wenn du mehr als 100 Haare am Tag verlierst. Wenn du ein vermehrtes Ausfallen bemerkt hast, aber dir nicht sicher bist, ob es wirklich Alopezie ist, zähle deine ausgefallenen Haare. Sind es über 100 solltest du einen Arzt aufsuchen.

Androgenetischer Haarausfall bei Frauen: eine Ursache, viele Maßnahmen

Androgenetischer Haarausfall bei Frauen

Die Ursache für erblichen Haarausfall ist bei Frauen und Männern gleich: Testosteron. Denn auch Frauen besitzen das Männlichkeitshormon in geringen Teilen. Östrogen ist der Gegenspieler und sorgt dafür, dass die Haare schneller und kräftiger wachsen. Wenn Frauen unter androgenetischer Alopezie leiden, dann deshalb, weil ihr Hormonspiegel im Ungleichgewicht ist und der Östrogen-Anteil im Körper sinkt.

Der erblich bedingte Haarausfall kann bei Frauen auch schon in jungen Jahren beginnen. Ab 30 wachsen die Haare nicht mehr in ihrer vollen länge und der Scheitel beginnt langsam lichter zu werden. Die Anzeichen werden oft nicht bemerkt oder ignoriert bis es zu spät ist. Ungefähr ab 50, wenn die Wechseljahre beginnen, zeigt sich dann das volle Ausmaß der androgenetischen Alopezie. Wir helfen dir mit den folgenden Maßnahmen gegen den Haarausfall vorzugehen und vorzubeugen.

Früh zum Dermatologen gehen

Die Haarfollikel, die für unser Haarwachstum verantwortlich sind, stecken in unserer Haut. Aus diesem Grund solltest du bei Verdacht auf androgenetische Alopezie zum Hautarzt gehen. Je früher du bemerkst, dass deine Haare schwinden und dünner werden, umso besser. So kann mit Medikamenten gegen Haarausfall vorgegangen werden und du wirst in deinen Wechseljahren nicht mit lichtem Haar überrascht. Führe regelmäßige Kontrollen durch, um dich zu vergewissern, dass die Therapie anschlägt.

Eine Haartransplantation

Haartransplantation gegen Haarausfall

Eine Haartransplantation ist eine extreme, aber wirksame Maßnahme gegen Haarausfall. Sie kann mehrere Tausend Euro kosten und dauert mehrere Stunden, je nachdem wie viele Haare transplantiert werden sollen. Die Haare werden hierbei vom Hinterkopf entnommen und an den ausgewählten Stellen wieder eingesetzt.

Frauen lassen sich gern den Haaransatz weiter nach vorne transplantieren oder füllen so den bereits licht gewordenen Scheitel. Informiere dich gründlich beim Dermatologen, bevor du einen solchen Eingriff vornehmen lässt. Sprich mit ihm auch über eine medikamentöse Behandlung für die restlichen Haare, die noch lichter werden könnten.

Streuhaar

Streuhaar sollte immer von guter Qualität sein, damit es nicht auf deine Kleidung abfärbt oder bei starkem Schwitzen sogar von deinem Kopf herunter in dein Gesicht läuft. Du findest es in der günstigen Variante in der Drogerie oder in der etwas teureren beim Friseur.

Das Haar aus der Dose eignet sich für Frauen, bei denen der Haarausfall noch nicht so weit fortgeschritten ist. Kleine lichte Stellen können damit gut abgedeckt werden, doch bei größeren Flächen wirkt es dann doch sehr unnatürlich. Achte darauf, dass du das Streuhaar in der richtigen Farbe kaufst oder frage deinen Friseur, ob du es vorher testen kannst.

Tipp: Hörbuch-Abo Audible gratis Zur persönlichen Weiterbildung wie zur Unterhaltung erfreuen sich Hörbücher stetig wachsender Beliebtheit. Nicht ohne Grund: Audiobooks sind dank Smartphone-Apps immer dabei und können jederzeit flexibel gehört werden – im Pendlerzug ebenso wie beim Sport oder auch ganz gemütlich auf der heimischen Couch.
Marktführer Audible punktet mit einem konkurrenzlos großen Sortiment an mehr als 200.000 Hörbüchern, darunter zahlreichen ungekürzten Lesungen populärer Romane, die Audible selbst produziert. Audible kann 30 Tage kostenlos getestet werden, eine Kündigung ist in diesem Zeitraum jederzeit über einen Link im Mitgliederbereich möglich.

  • Audible 30 Tage kostenlos testen

Mittel gegen diffusen Haarausfall wirken bei androgenetischer Alopezie nicht

Es gibt diverse Produkte zur Haarstärkung. Deine Haare sollen so schneller und dicker wachsen und der Haarausfall gestoppt werden. Doch Vorsicht ist geboten: Wenn du unter androgenetischer Alopezie leidest, können dir diese Produkte nicht nachhaltig helfen. Sie werden deinen steigenden Haarausfall nicht stoppen oder verlangsamen, sondern lediglich deinen Geldbeutel leeren.

Entgegen vieler Werbeversprechungen helfen spezielle und vor allem teure Shampoos laut Expertenmeinung auch nicht gegen diffusen Haarausfall. Das liege daran, dass lediglich die Haaroberfläche behandelt wird, obwohl das Problem im Inneren an den Haarfollikeln zu lösen sei. Was funktionieren kann, sind spezielle Haarwuchs-Präparate, die bewirken, dass deine Haare schneller wachsen. Das schnellere Wachsen rettet dich bei androgenetischer Alopezie allerdings auch nicht davor, dass deine Haarfollikel irgendwann einfach keine neuen Haare mehr produzieren.

Medikamente und ihre Nebenwirkungen

Medikamente und ihre Nebenwirkungen

Erblich bedingter Haarausfall wird in der Regel mit Medikamenten behandelt. Die gängigsten Wirkstoffe für Frauen sind Minoxidil und Androgene. Wir informieren dich über ihre Wirkung und ihre Nebenwirkungen.

Minoxidil ist für Frauen und Männer äußerlich anwendbar. und gilt als eines der wirksamsten Mittel. Es ist in der Apotheke erhältlich und regt das Wachstum der Haarwurzeln an. Die Wirksamkeit von Minoxidil zeigt sich nach 12 Wochen und ist sogar wissenschaftlich belegt. Studien haben bestätigt, dass der Haarausfall bei den meisten Frauen gestoppt wird und die Haare bei etwa 50 Prozent sogar voller nachwachsen.

Es kann zu Beginn der Behandlung zu vermehrtem Haarausfall kommen, doch keine Angst, das ist völlig normal. Weitere Nebenwirkungen sind Juckreiz und Rötungen auf der Kopfhaut. Nach Absetzen dieses Medikaments schreitet der androgenetische Haarausfall in der Regel weiter fort. Eine Einnahme von Minoxidil ist nur für Frauen über 18 Jahren erlaubt und während der Schwangerschaft oder Stillzeit auf keinen Fall einzunehmen.

Antiandrogene unterbinden die Wirkung von Dihydrotestosteron bei Frauen. Diese Wirkstoffe sind unter anderem in Antibabypillen enthalten. Frauen nach den Wechseljahren haben ebenfalls die Möglichkeit Cyproteronacetat einzunehmen. Es stoppt die Wirkung der Androgene (z.B. Dihydrotestosteron) in der Kopfhaut.

Vor den Wechseljahren sollte dieser Wirkstoff lieber nicht eingenommen werden, er schädigt männliche Embryonen stark. Auch Männer müssen auf diesen Wirkstoff verzichten, da sonst ihr gesamter Hormonhaushalt durcheinander gebracht werden würde. Hier erfährst du mehr zum Haarausfall bei Männern. Manche Antiandrogene können die sexuelle Lust verringern. Raucherinnen wird generell von ihnen abgeraten, da das Risiko für Blutgerinnsel höher ist als bei Nichtraucherinnen.

Brennnesseln gegen erblichen Haarausfall

Die Brennnessel ist tatsächlich ein Superfood und sollte nicht unterschätzt werden. Getrocknet oder gekocht lässt sie sich sehr gut verzehren. Sie gilt als Hausmittel gegen Haarausfall und verhindert nachweislich die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron, stoppt also die Quelle, die Haarausfall verursacht. Verwendet werden können sowohl Brennnesselsamen (z.B. als Topping für den Salat) als auch Brennnesselblätter (z.B. in Tee oder als Salat). Das Ergebnis zeigt sich allerdings erst nach einigen Monaten der Einnahme.

Diffuser Haarausfall bei Frauen: Ursachen & Maßnahmen

Diffuser Haarausfall bei Frauen: Ursachen & Maßnahmen

Es gibt viele Möglichkeiten, warum diffuser Haarausfall bei Frauen entsteht. Frisuren, Stress, Krankheiten, radikale Diäten und Hormonumstellungen. Wir informieren dich über alle Ursachen von Haarausfall beim weiblichen Geschlecht, damit du besser vorbeugen kannst und verraten dir im jeweiligen Kapitel direkt die Maßnahmen, die du ergreifen kannst.

Haarausfall durch bestimmte Frisuren

Besonders eng gebundene Zöpfe, Flechtfrisuren und Haarverlängerungen, die an der Kopfhaut angesetzt werden, können ebenfalls Haarausfall verursachen. Sie lösen Haarwurzelschäden aus, weil die Haare über einen längeren Zeitraum zu sehr unter Spannung stehen. Auch zu starkes und häufiges Glätten, extremes Färben und andere chemische Haarbehandlungen wie Dauerwellen können das Haar ausdünnen. Verzichte also auf die genannten Haarstyling-Methoden, wenn du Haarausfall vorbeugen oder ihn loswerden willst.

Schwangerschaft: Haarausfall nach der Geburt

Schwangerschaft: Haarausfall nach der Geburt

Haarausfall nach einer Schwangerschaft tritt auf, weil während der Schwangerschaft besonders viel Östrogen produziert wird. Die Haare wachsen in voller Pracht bis zur Geburt. Danach sinkt der Östrogenspiegel wieder und die Haare fallen vermehrt aus. Nach dieser Phase, die bis zu einem halben Jahr andauern kann, normalisiert sich das Haarwachstum wieder. Unterstütze deinen Körper bis dahin mit allen für ihn wichtigen Nährstoffen. Für das Haarwachstum besonders förderlich sind Zink, Eisen und Biotin.

Haarausfall durch das Absetzen der Pille

Wenn du deine Pille absetzt, sinkt dein Östrogenspiegel. Insbesondere bei höher dosierten Pillen kann sich dein Hormonspiegel nach dem Absetzen stark verändern. Das beeinflusst nicht nur deine Stimmung und deinen Menstruationszyklus, sondern kann sich auch auf deine Haarpracht auswirken. Dadurch, dass sich das Verhältnis von Östrogen und Testosteron verändert, ändert sich auch dein Haarzyklus. Deine Haare fallen schneller aus und wachsen weniger schnell nach.

Lasse dich von deiner Frauenärztin oder einem Dermatologen beraten und ein großes Blutbild machen. So kannst du feststellen, ob deinem Körper wichtige Nährstoffe fehlen, die für das Haarwachstum förderlich sind. Entlaste deine Leber zusätzlich von den Schäden, die ihr die Einnahme der Pille zugefügt hat und verzichte so gut du kannst auf Rauchen, Koffein, Alkohol, Zucker und ungesunde Ernährung. Die Leber unterstützend sind Bitterstoffe, die in Ingwer-, Salbei- oder Brennnesseltee enthalten sind. Auch Chicoreé, Zimt, Artischocke und Kardamom sind hilfreich.

Nährstoffmangel: Radikale Diäten und ungesunde Ernährung

Nährstoffmangel durch radikale Ernährung

Frauen lieben Diäten, die schnelle Ergebnisse liefern. Leider hat das des Öfteren Nährstoffmangel zur Folge. Dieser kann wiederum zu diffusem Haarausfall führen. Der Grund: Es fehlen genau die Nährstoffe, die für das Haarwachstum wichtig sind. Achte deshalb bei einer Diät unbedingt darauf, dass du gesund abnimmst und dich ausgewogen ernährst, damit dein Körper gesund und fit bleibt. Förderlich für das Haarwachstum sind: Eiweiße, Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente.

Diese Nährstoffe sind wichtig für gesunde Haare

Vitamin A (Retinol) ist unentbehrlich für eine gesunde Haarproduktion. Es ist in Milchprodukten, Paprika, Aprikosen, Karotten und Fischöl enthalten. Auch Vitamin B in all seinen Formen ist wichtig für eine gesunde Kopfhaut. Du findest es in Hefe, Fisch, Eigelb, Nüssen, Hülsenfrüchten und Weizenkeimen. Mit Vitamin C gelangt das für den Haaraufbau wichtige Eisen zu den Haarwurzeln und es stärkt die Zellen. Zitrusfrüchte und diverse Kohlgemüsesorten sind hier geeignete Lieferanten. Auf Vitamintabletten solltest du lieber verzichten, damit dein Körper keine ungesunde Überdosis erleidet.

Biotin beugt Spliss und Entzündungen der Haarwurzeln vor. Du findest es in Fleisch, Eigelb, Milch, Vollkornprodukten und Nüssen. Eiweiß ist für die Keratinproduktion also auch für unsere Haarproduktion unentbehrlich. Keratin ist nämlich die Grundsubstanz unserer Haare und Nägel. Beziehe dein Eiweiß in erster Linie aus pflanzlichen Quellen wie Kartoffeln, Getreide oder Soja als aus Fleisch, Eiern und Käse.

Eisen, Zink und Kupfer sind Spurenelemente und ebenfalls wichtig für gesundes Haar. Eisen ist die Basis für das Wachstum in den Haarwurzeln. Der wichtigste Lieferant für Eisen ist Fleisch. Aber auch Kichererbsen, Spinat, Mangold, Möhren und Feldsalat binden für Vegetarier einen guten Ersatz. Zink fördert das Haarwachstum und ist in frischen Austern, Fleisch, Eiern und Käse enthalten. Kupfermangel führt zu brüchigem Haar. Nimm also genügend Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Trockenobst und Hefe zu dir.

Es gibt inzwischen spezielle Haarkapseln, die alle für gesunde Haare wesentlichen Mineralien und Vitamine in konzentrierter Form beinhalten. Im Folgenden findest du ein solches empfehlenswertes Produkt.

Angebot 444 Bewertungen 29,90 EUR Bei Amazon kaufen

Schilddrüsenfehlfunktion

Wenn du unter einer Schilddrüsenüber oder -unterfunktion leidest, kann ein Symptom Haarausfall sein. Der Haarausfall wird in diesem Fall oft von brüchigen Nägeln begleitet. Bei einer Unterfunktion verlangsamt sich dein Stoffwechsel: Du bist müde, obwohl du genug geschlafen hast und nimmst an Gewicht zu. Bei einer Überfunktion erhöht sich dein Blutdruck, dein dein Stoffwechsel beschleunigt sich und du verlierst Gewicht. Mache im Zweifel einen Bluttest beim Arzt. Dieser wird dir im Falle einer Erkrankung Tabletten in einer angemessenen Dosis verschreiben und dein Haarausfall wird sich wieder legen.

Haarausfall durch Stress

Haarausfall durch Stress

Stress beeinflusst unseren Hormonhaushalt und somit auch unseren Haarzyklus. Insbesondere starker, plötzlicher Stress aufgrund von Verlusten oder anderen Schicksalsschlägen und Traumata verursachen Haarausfall. Hier ist es wichtig, den Haarausfall als Warnsignal zu deuten und den Stress schnell zu reduzieren. Psychische Belastungen können durch einen Therapeuten oder Trauerbewältigungsstrategien verarbeitet werden. Sprich mit jemandem und lasse dir auch von Freunden und Familie helfen.

Diffuser Haarausfall und Kieselerde

Wirkt Kieselerde gegen Haarausfall oder nicht? Das Thema Kieselerde ist umstritten und Frauen berichten von den verschiedensten Erfahrungen. Doch laut einer Studie der Universitätsklinik Hamburg kann die Haardicke mit dem in Kieselerde enthaltenen Silizium um bis zu 13 Prozent gesteigert werden. Das Spurenelement Silizium wird von unserem Körper nicht eigens produziert, kann aber in Form von Pulver, Tabletten oder Gel eingenommen werden.

Silizium ist auch als Kieselsäure bekannt und wurde von den Probandinnen in Form von Gel ein halbes Jahr lang eingenommen. Daher wird eine sechs Monate andauernde Silizium-Kur empfohlen, die jederzeit wiederholt werden kann, wenn man den Eindruck hat, dass die Haare wieder dünner werden. Länger als sechs Monate sollte das Spurenelement allerdings nicht in hohen Dosen eingenommen werden. Zudem ist Kieselsäure in seiner natürlichen Form auch in Spinat, Kartoffeln, Hafer, Hirse, Bambussprossen und Sellerie enthalten. Es stärkt zudem die Gelenke und das Bindegewebe.

5 Stylingtipps für dünne Haare

5 Stylingtipps für dünne Haare

Wenn du durch Haarausfall schon unter ausgedünntem Haar leidest, willst du sicherlich nicht nur auf lange Sicht, sondern auch akut etwas dagegen tun. Aus diesem Grund haben wir ein paar Stylingtipps für dich erstellt, die sehr gut für dünnes Haar geeignet sind und dir sofort mehr Volumen verleihen.

Trockenshampoo und Stylingpuder

Trockenshampoo und Stylingpuder helfen nicht nur bei fettigem Ansatz, sondern können auch mehr Volumen in die Haare zaubern. Sie werden bauschiger und bleiben weich. Achte darauf, nicht zu viel von dem hellen Puder aufzutragen, sonst könnte sich eine helle Schicht auf deinen Haaren absetzen. Mittlerweile gibt es einen solchen Puder auch für unterschiedliche Haarfarben.

Eine neue Frisur: der Bob

Der Bob hat sich als zeitlos stylisch erwiesen und ist die perfekte Frisur für Frauen mit dünnem Haar. Die Promi-Frauen machen es vor: Der Bob ist sowohl etwas für jüngere Frauen wie Gigi Hadid, Emma Stone oder Taylor Swift als auch für ältere Frauen wie Cameron Diaz, Gwyneth Paltrow oder Reese Witherspoon. Zudem ist er eine der pflegeleichtesten Frisuren, die es gibt. Ein Tipp: Leicht durchgestuft und mit Volumenschaum im Haar verleiht er noch mehr Fülle.

Die richtige Haarpflege (Shampoo, Kur & Co.)

Es ist wichtig, bei dünnem Haar auf die richtige Haarpflege zu setzen. Auf Intensivkuren, Spülungen und ölhaltige Shampoos solltest du unbedingt verzichten. Sie beschweren dein Haar lediglich und lassen es im schlimmsten Fall sogar fetten. Frag am besten deinen Friseur um Rat, ob er dir ein gutes Shampoo empfehlen kann.

Künstliche Haarteile

Künstliche Haarteile sind heutzutage kein Problem mehr. Lasse sie vom Profi einsetzen oder frisiere sie einfach selbst ein. Es gibt durchaus natürlich wirkende Lösungen, die dann allerdings etwas mehr kosten. Doch wenn du wirklich unter deinem dünnen Haar leidest und dein Selbstbewusstsein durch ein Haarteil steigen würde, lohnt es sich auf jeden Fall für eine bessere Lebensqualität etwas mehr auszugeben.

Toupieren

Toupieren ist zwar eine akute Lösung, aber nicht sonderlich gesund für die Haare. Du setzt einen Kamm am unteren Haar (nicht am Deckhaar) an und kämmst es nach oben. Es entstehen kleine Haarbüschel, die dein Deckhaar oben halten und voluminöser werden lassen. Wenn du zu stark und zu oft toupierst, kann es passieren, dass deine Haare abbrechen. Toupieren sollte also nur die absolute Notlösung für besondere Anlässe sein.

Tipp: Nachhaltige Abhilfe gegen Haarausfall

Haarausfall bei Frauen ist in vielen Fällen ein Problem des Nährstoffmangels Es gibt inzwischen spezielle Haarkapseln, die alle für gesunde Haare wesentlichen Mineralien und Vitamine in konzentrierter Form beinhalten. Im Folgenden findest du ein solches empfehlenswertes Produkt.

Angebot 444 Bewertungen 29,90 EUR Bei Amazon kaufen (13 votes, average: 4,54 out of 5)
You need to be a registered member to rate this. Loading…

Haarausfall: Ursachen für schütteres Haar und was dagegen hilft

Ob Sie es merken oder nicht: Sie verlieren Haare, jederzeit und an allen Stellen des Kopfes. Das ist normal und zunächst kein Grund zur Sorge. Nach sechs Jahren verabschiedet sich jedes Haar. Und ein neues wächst nach. So verlieren wir etwa hundert Haare am Tag. Vorübergehend können es auch mal mehr sein. Im Frühjahr oder Herbst fallen normalerweise mehr Haare aus. Auch hormonelle Schwankungen können den Kopf vorübergehend lichten.

Säumen die Haare jedoch zuhauf Kragen und Kopfkissen oder hängen sie büschelweise in der Bürste, dann ist das ein schlechtes Zeichen. Gründe für den Schwund gibt es viele: Bei manchen Menschen reagieren die Haarwurzeln besonders sensibel auf Hormone. Oder sie leiden unter Eisenmangel. Auch diverse Medikamente können auf die Haare gehen. Von krankhaftem Haarausfall sprechen Fachleute erst, wenn Sie über einen längeren Zeitraum mehr als hundert Haare täglich verlieren.

Haarausfall ist Sache der Hautärzte

Fachleute unterscheiden vier verschiedene Arten von krankhaften Haarausfall. Sie können Männer und Frauen gleichermaßen treffen: Anlagebedingter Haarausfall zeigt sich meistens in Form von Geheimratsecken, lichtem Haar am Hinterkopf oder Haarausfall am Scheitel. Kreisrunder Haarausfall beginnt mit münzengroßen kahlen Flecken. Bei diffusem Haarausfall gehen überall zu viele Haare aus. Narbiger Haarausfall hinterlässt kahle, vernarbte Stellen.

Je früher Sie zum Arzt gehen, um so größer ist die Chance einer erfolgreichen Behandlung. Haare sind sogenannte Hautanhangs-Gebilde – daher sind Hautärzte für Haarprobleme zuständig. Gehen Sie am besten zu einem Haarspezialisten in der Uniklinik oder in einer Spezialpraxis. Mithilfe verschiedener Tests kann er ziemlich schnell feststellen, welche Art von Haarausfall Sie haben.

Haargenau bestimmt der Arzt die Krankheit

Der Zupftest gibt der Arzt einen ersten Hinweis, wie ausgeprägt Ihr Haarverlust ist. Für den Test greift er sich jeweils zwischen Daumen und Zeigefinger ein Büschel Haare, zieht sanft daran und zupft die Haare aus. Gelingt das schmerzlos an verschiedenen Stellen, dann ist das ein Zeichen für Haarausfall.

Um genauer festzustellen, wie Ihr Haar beschaffen ist und wie es um den Haarausfall bestellt ist, macht der Arzt ein sogenanntes Trichogramm. Auch dafür zupft er Haare aus: Das erste Büschel zieht er da raus, wo sich das Haar bereits lichtet. Die zweite Probe – als Kontrolle – nimmt er von einer gesunden Stelle. Unter dem Lichtmikroskop zählt er die Haare und berechnet, wie viele Haare in der Wachstums- beziehungsweise in der Ruhephase sind. Normalerweise wachsen etwa 85 bis 90 Prozent der Haare.

Auch mit dem sogenannten Trichoscan prüft der Arzt, wie viele Haare in der Wachstumsphase sind und wie schnell sie wachsen. Dafür rasiert er Ihnen einen kleinen Bereich auf der Kopfhaut. Drei Tage später färbt er die rasierten Haare an und speichert davon ein Videobild bei zwanzigfacher Vergrößerung. Eine Software hilft dem Arzt, die Gesamt-Haaranzahl und das Verhältnis der Haare zueinander zu berechnen, die sich in der wachsenden und in der ruhenden Phase befinden.

Bei manchen Formen von Haarausfall wird der Arzt zu einer Biopsie raten. Dafür entnimmt er Ihnen – nach einer örtlichen Betäubung – ein kleines, etwa vier Millimeter großes Stück Gewebe von der Kopfhaut. Dieses Gewebe untersucht er unter dem Mikroskop und kann dann bestimmen, welche Krankheit Sie haben.

Stiftung Warentest hat für stern.de freiverkäufliche Mittel gegen Haarausfall getestet. Das Ergebnis lesen Sie hier.

Erblich bedingter Haarausfall

Hatten Sie schon als junger Mann Geheimratsecken? Oder an Ihrem Hinterkopf lichtet sich das Haar? Vielleicht hatten Ihr Großvater, Vater und Onkel ebenfalls schütteres Haar. Dann leiden Sie wahrscheinlich unter anlagebedingtem Haarausfall. Er ist Ihnen in die Wiege gelegt worden. Mediziner sprechen auch von der androgenetischen Alopezie, die hormonell bedingt ist. Das bedeutet, dass die Haarzellen sensibler auf das männliche Hormon Dihydrotestosteron (DHT) reagieren. Darunter leiden die Haarwurzeln. Sterben sie ganz ab, dann bleiben die entsprechenden Stellen kahl.

Der anlagebedingte Haarausfall ist bei Männern und Frauen der häufigste Grund für ein lichtes Haupt. Männer büßen ihre Haare an Stirn, Scheitel und am Hinterkopf ein. Frauen verlieren ihre Haare entlang des Mittelscheitels.

Unzählige Produkte versprechen Abhilfe: Biotin, Panthenol, Zink, Vitamine, Algen, Phytoflavonoide oder Traubenkernöl. Doch erwiesen ist nur, dass zwei Präparate den Haarausfall tatsächlich stoppen: Tabletten mit dem Wirkstoff Finasterid und die Minoxidil-Lösung. Allerdings: Sobald Sie diese Mittel absetzen, wirken sie nicht mehr.

Dieses Mittel hilft nur Männern

Das verschreibungspflichtige Finasterid ist lediglich für Männer zugelassen. Bei älteren Frauen ist es wirkungslos, bei Schwangeren gefährlich: Es schädigt männliche Föten. Das Mittel verhindert die Umwandlung des Hormons Testosteron in das „haarschädliche“ Sexualhormon DHT. Das Ergebnis: Das Testosteron verursacht keinen Haarausfall mehr. Untersuchungen über einen Zeitraum von fünf Jahren bestätigen die Wirkung. Bei 90 Prozent der Männer konnte Finasterid den Haarausfall stoppen. Bei jedem zweiten Mann verdichtete sich das Haar innerhalb von sechs bis zwölf Monaten sogar sichtbar.

Doch die unerwünschten Wirkungen des Mittels sind mitunter erheblich: So kann die Lust auf Sex nachlassen, und auch die Anzahl der Spermien in der Samenflüssigkeit sinkt. Wird das Mittel abgesetzt, verbessert sich die Samenqualität zwar wieder, dennoch ist die Anwendung des Mittels insbesondere für junge Männer umstritten.

Diese Lösung stoppt den Haarausfall und kurbelt das Haarwachstum an

Das rezept- und hormonfreie Minoxidil unterstützt das Wachstum der Haarzellen. Es wirkt bei Frauen und bei Männern. Frauen verteilen eine zweiprozentige Lösung zweimal täglich auf der Kopfhaut, Männer nehmen eine fünfprozentige Mischung. Studien belegen die Wirkung: Danach stoppte der Haarausfall bei 80 Prozent der Beteiligten. Bei jeder fünften Frau verdichtete sich das Haar sichtbar.

Gelegentlich reagiert die Haut des Kopfes allerdings empfindlich auf das Mittel. Sie juckt, rötet sich oder reagiert allergisch. Selten wachsen vermehrt Haare im Gesicht. Schwangere und stillende Frauen müssen auf Minoxidil verzichten. Auch Menschen mit Herzrhythmusstörungen, niedrigem Blutdruck oder Migräne sollten vorsichtig sein.

Einigen Frauen helfen auch sogenannte Antiandrogene. Sie sollen verhindern, dass aktives Testosteron auf der Kopfhaut wirkt. Es gibt aber keine große wissenschaftliche Studie, die das belegt. Außerdem steigt mit der Einnahme dieser Pillen das Risiko, an Gewicht zuzulegen und eine Thrombose oder Embolie zu bekommen. Das gilt vor allem für Raucherinnen.

Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)

Der kreisrunde Haarausfall ist schockierend: Ohne ersichtlichen Grund fallen büschelweise Haare aus, oft innerhalb weniger Tage. Zurück bleiben kahle Kreise auf der Kopfhaut. Sie sind gesäumt von kurzen Haaren, die zur Spitze hin immer dünner werden – den sogenannten Ausrufezeichen-Haaren.

Es kann sogar passieren, dass das gesamte Haupthaar ausfällt – einschließlich der Brauen, Wimpern und Nasenhärchen. Selten aber verlieren die Betroffenen auch ihre Körperbehaarung. Aber die Fingernägel sind rau wie Sandpapier und von Rillen oder Grübchen durchsetzt.

Wer plötzlich kahl wird, muss sich damit nicht abfinden. Denn es besteht Hoffnung auf Spontanheilung: Bei jedem dritten Leidtragenden wachsen die kahlen Stellen innerhalb eines halben Jahres von ganz allein wieder zu. Nach einem Jahr ist für jeden Zweiten die Sache vergessen. Allerdings können die Haare jeder Zeit erneut ausfallen.

Eine Zinkkur kann gegen kahle Stellen helfen

Experten schätzen, dass etwa ein bis zwei Prozent der Bevölkerung irgendwann im Leben kreisrunden Haarausfall haben, und zwar Männer wie Frauen jeden Alters.

Über die Ursache streitet sich die Fachwelt. Mit großer Sicherheit ist der kreisrunde Haarausfall eine Autoimmunkrankheit: Das Abwehrsystem bewertet die eigenen Haarwurzel-Zellen als fremd. Deshalb wehren sich die Immunzellen gegen die Haarzellen. Die Haarfollikel entzünden sich, und die Haare gehen aus.

Wissenschaftler haben in den vergangenen Jahren viele Studien durchgeführt, um die Wirksamkeit von immunschwächenden Substanzen wie Tacrolimus und Entzündungshemmern wie Sulfasalazin oder Kortison zu testen. Auch die Behandlung mit verschiedenen Lasern wurde untersucht. Bislang gibt es für den kreisrunden Haarausfall jedoch keine Standardtherapie, die sich in wissenschaftlichen Studien als wirklich wirksam erwiesen hat.

Wenn Sie nur wenige kahle Stellen haben, hilft vielleicht eine dreimonatige Zinkkur. Das Spurenelement soll das Immunsystem stimulieren. Sie können die kahlen Stellen auch mit Kortikosteroid-Lösungen oder -cremes bestreichen, die Ihnen Ihr Arzt verschreibt. Diese Behandlung sollte jedoch keine Dauerlösung sein.

Kreisrunder Haarausfall: In schweren Fällen tricksen Ärzte das Immunsystem aus

Falls keine der Therapien bei Ihnen wirkt, wird Ihr Arzt Ihnen eine recht aggressive, aber wirksame Behandlung vorschlagen: die Immun-Therapie mit dem Wirkstoff Diphenylcyclopropenon (DCP). Das Mittel trägt er direkt auf die Kopfhaut auf. Die Chemikalie löst ein allergisches Kontaktekzem aus. Es lockt die Abwehrzellen von den entzündeten Haarwurzeln weg – hin zur Kopfhaut. Dort können sie keinen Schaden mehr anrichten. Bei etwa jedem zweiten Betroffenen schlägt die Therapie an, auch wenn der Haarausfall schon Jahre zurückliegt. Allerdings ist DCP bei kreisrundem Haarausfall nicht offiziell zugelassen. Nur spezielle Behandlungszentren bieten deshalb die Therapie an.

Sie verlieren langsam, aber stetig Ihre Haare, überall auf dem Kopf. Sie können schon Ihre Kopfhaut sehen. Dann haben Sie möglicherweise diffusen Haarausfall. Mit etwas Glück geht er vorüber. Denn Ihre Haare sind nicht zerstört. Ihr Wachstum ist lediglich behindert.

Daran kann eine Krankheit schuld sein, aber auch ein Mangel etwa an Eisen oder an Eiweiß. Hohes Fieber kann den Haarausfall ebenso auslösen wie eine schwere Operation oder eine sogenannte Crash-Diät. Selbst für Spezialisten ist die Ursache nicht leicht zu finden. Infrage kommen auch:

  • Infektionen wie eine Grippe oder eine Tuberkulose,
  • eine gestörte Funktion der Schilddrüse,
  • hormonelle Veränderungen kurz nach der Geburt oder nach Absetzen der Pille,
  • Medikamente, etwa nach einer Chemotherapie, oder blutverdünnende Heparinspritzen,
  • Vergiftungen oder Umwelteinflüsse.

Im Gespräch wird der Arzt Sie deshalb fragen, ob Sie Medikamente nehmen und wenn ja, welche. Er nimmt Ihnen Blut ab und lässt im Labor je nach Verdacht beispielsweise Ihre Eisen- oder Schilddrüsenwerte bestimmen. Bei der Suche nach den Ursachen ist außerdem ein Trichogramm hilfreich: Der Arzt kann mit dieser lichtmikroskopischen Untersuchung feststellen, wie viele Ihrer Haare gerade wachsen und wie viele sich in der Ruhephase befinden. An dem Ergebnis kann er das Ausmaß des Haarausfalls erkennen.

Ist der Grund für den Haarausfall gefunden, dann ist er leicht zu behandeln. Liegt es an einem Arzneimittel, wird Ihnen der Arzt ein anderes empfehlen. Bei Eisenmangel schlägt er Ihnen ein Eisenpräparat vor. Bei einer Krankheit der Schilddrüse verschreibt er geeignete Medikamente. Grundsätzlich gilt: Wenn die Grunderkrankung behandelt oder der Mangel behoben ist, wachsen die Haare meist innerhalb von drei bis sechs Monaten vollständig nach.

Narbiger Haarausfall

Wenn Ihr Arzt von narbigem Haarausfall spricht, heißt das leider für Sie: Die Haaren werden nicht nachwachsen. Dort, wo ihr Haar ausgefallen ist, bilden sich Narben, Pusteln, Schuppen oder haarlose Flecken. Die meist rundlichen Narben können innen blass aussehen. Außen umgibt sie ein entzündlicher, rotgefärbter Rand.

Die Narben entstehen, weil sich die Haarstammzellen entzünden, bevor die Haare ausfallen. Sie liegen in der Haarwurzel am unteren Ende eines schmalen Haartunnels, den Mediziner den Haarfollikel nennen. Die Haarstammzellen steuern das Wachstum der Haare. Werden die Haarfollikel durch die Entzündung zerstört, gehen sie vollständig zugrunde. Zurück bleibt die vernarbte Kopfhaut.

Diese Entzündungen sind eine Folge von

  • Hautschäden, Verletzungen,
  • Verbrennungen, Verbrühungen oder Verätzungen,
  • Autoimmun-Krankheiten wie zum Beispiel Lupus erythematodes,
  • Infektionen durch Viren, Bakterien oder Pilze,
  • Tumorbedingtem Haarausfall etwa bei Basaliomen und Tochtergeschwulsten.

In einigen Fällen gelingt es, die Entzündung rechtzeitig zu stoppen. Der Arzt versucht dann, das Immunsystem zu beruhigen: mit Antibiotika, virushemmenden Mitteln oder Präparaten wie zum Beispiel Kortisonsalben. Nur in ganz schweren Fällen wird er zu Kortison-Tabletten raten, da diese zu viele Nebenwirkungen haben, wenn sie über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Die Behandlung soll verhindern, dass die Haarfollikel komplett untergehen und nur noch Narben zurückbleiben.

Wichtig ist, dass sich der Arzt vor der Behandlung ein exaktes Bild von der Krankheit macht. Helfen kann dabei eine Gewebeprobe aus der Kopfhaut. Außerdem wird er gründlich die übrige Haut, die Mundschleimhaut und die Nägel untersuchen. Um den weiteren Verlauf beobachten zu können, misst er die Größe des betroffenen Areals aus und fotografiert es eventuell auch.

Expertenrat

Hans Wolff, Haarexperte an der Ludwig-Maximilian-Universität München, beantwortet Ihre Fragen:

Ich habe kreisrunden Haarausfall. Muss ich den behandeln lassen oder kann ich abwarten, bis die Haare wieder kommen?

Ein bis zwei Prozent der Menschen sind einmal im Laufe ihres Lebens vom kreisrunden Haarausfall betroffen. Häufig ist die Stelle begrenzt, hat die Größe eines Zwei-Euro-Stücks und wächst oft nach drei bis sechs Monaten wieder zu. Bei dieser Art des Haarausfalls gehen ja erfreulicherweise die Haarwurzeln nicht kaputt. Zunächst können Sie also abwarten. Dann probieren wir es in München mit einer dreimonatigen Zink-Kur. Hilft die nicht, gehen wir über zur Immuntherapie mit Diphenylcyclopropenon, kurz: DCP. Gelegentlich unterspritzen wir auch die Kopfhaut mit Kortisonkristallen. Kortison-Pillen oder -Infusionen hinterlassen im ganzen Körper Spuren. Sie bringen mitunter heftige Nebenwirkungen mit sich wie Gewichtszunahme, Knochenschwund und Hautveränderungen. Diese Behandlung ist daher meist nicht gerechtfertigt.

Wie schnell wirkt eine Behandlung von anlagebedingtem Haarausfall?

Medikamente und andere Therapien können die Haare immer nur während der Wachstumsphase beeinflussen. Sind sie bereits in der Ruhephase, fallen sie auf jeden Fall aus – mit oder ohne Behandlung. Erst beim nachwachsenden Haar kann das Medikament dann wieder wirken und dazu führen, dass weniger Haare ausgehen. Ob die Mittel helfen, lässt sich also frühestens nach drei bis sechs Monaten beurteilen.

Können auch alternative Methoden wie Akupunktur oder chinesische Medizin helfen?

Alternative Verfahren und Akupunktur wirken bei der Behandlung des Haarausfalls überhaupt nicht. Ebenso rate ich davon ab, eine teure Haaranalyse auf fehlende Mineralstoffe machen zu lassen. Eine solche Analyse hat keinerlei Aussagekraft – weder für das Erkennen noch für das Behandeln der Krankheit.

Ich verliere nicht besonders viele Haare und trotzdem wird mein Haar lichter. Woran liegt das?

Bei manchen lichtet sich das Kopfhaar, obwohl ihm kaum merklich Haare ausfallen; bei anderen fallen mehr als hundert Haare täglich aus, und trotzdem bekommen sie keine Glatze. Der anlagebedingte Haarausfall entwickelt sich oft schleichend über Jahre, ohne dass sich starker Haarausfall bemerkbar macht.

Lichten sich die Haare durch häufiges Waschen?

Für den Verlauf des Haarverlustes spielt es keine Rolle, wie oft man sich die Haare wäscht. Hierbei fallen nur die Haare aus, die bereits in der Ruhephase sind.

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.