Gymnasium oder gesamtschule

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Realschule Die Realschule ist eine der weiterführenden Schulen im gegliederten deutschen Schulsystem. Von der fünften bis zur siebten Klasse können Kinder mit ausreichend guten Noten von der Grund- oder Hauptschule dorthin wechseln. Ursprünglich gegründet als praxisnäherer Gegenentwurf zum Gymnasium, dient sie heute laut Kultusministerkonferenz dazu, „Schülerinnen und Schülern eine erweiterte allgemeine Bildung“ zu vermitteln und einen mittleren Schulabschluss zu vergeben.

Im Laufe der vier bis sechs Jahre können die Jugendlichen technisch-naturwissenschaftliche, sprachliche, sozialkundliche oder wirtschaftliche Schwerpunkte setzen. Wer nach der zehnten Klasse die Mittlere Reife erwirbt, kann beispielsweise Berufsfachschulen, Fachoberschulen oder auch das Gymnasium besuchen. In mehreren Bundesländern ist die Realschule in Gesamt-, Sekundar-, Regional-, Stadtteil-, Mittel- oder Regelschulen integriert beziehungsweise mit der Hauptschule zusammengeführt worden.

Gesamtschule Die Gesamtschule bedeutet die Abkehr vom dreigliedrigen Schulsystem: Sie vereint Haupt- und Realschule und oft auch die gymnasiale Oberstufe – und damit auch Schüler mit verschiedenen Begabungen unter einem Dach, die dort gemeinsam lernen und sich auf die verschiedenen Schulabschlüsse vorbereiten.

Die Gesamtschule gibt es in mehreren Bundesländern, meist als Alternative zum dreigliedrigen Schulsystem. Die Begriffe werden zwar nicht trennscharf verwendet, aber als Einheitsschule oder Gemeinschaftsschule gilt die Gesamtschule, wenn es außer ihr keine Haupt-, Realschulen oder Gymnasien gibt und alle Schüler eines Jahrgangs teils von der ersten Klasse an bis zum Abschluss zusammen bleiben – es also auch innerhalb der Schule keine Binnendifferenzierung etwa durch unterschiedliche Kursniveaus gibt.

Diese Schulformen sind umstritten: Während die Befürworter sich von der Gesamtschule mehr Bildungsgerechtigkeit und bessere Förderung der schwachen Schüler versprechen, kritisieren sie die Gegner als „Gleichmacherei“ und befürchten Nachteile für leistungsstarke Schüler.

Gymnasium Das Gymnasium ist eine weiterführende Schule, die je nach Bundesland nach acht oder neun Jahren mit dem Abitur abschließt. Wer das Gymnasium erfolgreich hinter sich gebracht hat, besitzt die Allgemeine Hochschulreife und kann an allen Hochschulen, einschließlich der Universitäten, alle Fächer studieren.

Die Gymnasien in Deutschland haben unterschiedliche Schwerpunkte: Die Schüler besuchen entweder den mathematisch-naturwissenschaftlichen (mit mehr Unterricht in Mathe, Physik, Chemie und Bio), den neusprachlichen (mit modernen Fremdsprachen wie Französisch, Italienisch oder Spanisch) oder den humanistischen Zweig (mit Latein und Altgriechisch als Fremdsprachen). Neben diesen Hauptfachrichtungen gibt es auch musische, wirtschaftliche oder Sportgymnasien.

Die Grundschulzeit ist schnell vorüber. Dann steht die Entscheidung über die weiterführende Schulart an. Bei der Wahl zwischen Realschule und Gymnasium gibt es einiges zu beachten.

Der Weg ist das Ziel

Das deutsche Schulsystem ist durchlässig gestaltet. Das heißt, es gibt vielfältige Wechselmöglichkeiten zwischen den einzelnen Schularten. Deshalb brauchen Sie sich nicht zu sorgen, dass das komplette Schicksal Ihres Kindes an der Übertrittsentscheidung hängt. Manche Kinder brauchen noch Zeit und schlagen ihren Weg nach oben erst später ein. Andere sind glücklich mit dem, was sie gewählt haben. So ergibt sich für jedes Kind ein individueller Bildungsweg. Die Aufnahmebedingungen der einzelnen Schularten legen den Rahmen fest und geben Orientierung, damit Ihr Kind weder über- noch unterfordert wird.

Übertrittsmöglichkeiten

In der vierten Klasse erhalten die Kinder Anfang Mai das Übertrittszeugnis. Darin sind die Jahresfortgangsnoten aus der ersten Schuljahreshälfte sowie alle bis dahin erbrachten Leistungen enthalten. Auf dieser Grundlage wird im Zeugnis eine Empfehlung für den Übertritt ausgesprochen. Entscheidend für den Wechsel an Realschule oder Gymnasium sind die Noten in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik sowie Heimat- und Sachunterricht. Aus diesen drei Noten wird eine Durchschnittsnote gebildet. Für den direkten Übertritt auf das Gymnasium wird ein Notendurchschnitt von 2,33, für die Realschule 2,66 benötigt.
Liegt der Notendurchschnitt über dem benötigten Wert, besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an einem dreitägigen Probeunterricht. Sie können sich dann trotzdem für den Übertritt entscheiden, wenn Ihr Kind bei der Aufnahmeprüfung in Deutsch und Mathematik jeweils die Note 4 erreicht hat. Es werden auch mündliche Noten gebildet. Hier fließen Aspekte wie allgemeines Arbeitsverhalten, Auffassungsgabe und Aufgeschlossenheit mit ein.

Von der Grundschule zur weiterführenden Schule

In den ersten vier Schuljahren lernte Ihr Kind neben den Grundfähigkeiten wie Lesen, Schreiben, Rechnen auch wichtige soziale Kompetenzen und eine gewisse Selbstorganisation. Inzwischen kennen Sie die Leistungen und die Lernbereitschaft Ihres Kindes. Versuchen Sie abzuschätzen, welche weiterführende Schule für Ihr Kind besser geeignet ist. Egal ob Realschule oder Gymnasium: Es stehen viele neue Herausforderungen an. Ihr Sprössling muss sich nun an zahlreiche Lehrkräfte und Räumlichkeiten gewöhnen. Intensiveres und konsequentes Lernen für die einzelnen Fächer ist angesagt. Zusätzlich muss sich Ihr Kind in eine neue Klassengemeinschaft einfinden. Bei der Wahl der Schule sollten jedoch nicht die Freunde die Hauptrolle spielen. Vielmehr ist wichtig, dass die Schulart mit ihren Anforderungen zu Ihrem Kind passt. Dadurch werden sich Erfolgserlebnisse einstellen, welche Ihr Kind beflügeln. Neue Freundschaften entstehen meist schnell. Manchmal ist es sogar von Vorteil, wenn bestehende Strukturen gelöst werden.

Realschule

Die Realschule vermittelt jungen Menschen eine erweiterte Allgemeinbildung. Gleichzeitig ist sie berufsorientiert und fördert praktische Fähigkeiten. Nach dem mittleren Bildungsabschluss am Ende der 10. Jahrgangsstufe bieten sich vielfältige Zukunftsmöglichkeiten.

Weiter zur Fachhochschulreife oder zum Abitur

Bei einem Notendurchschnitt von 3,5 in den Fächern Deutsch, Mathe, Englisch kann auf die nächste Bildungsebene wie zum Beispiel die Fachoberschule (FOS) gewechselt werden. Nach zwei Jahren kann dort das Fachabitur beziehungsweise nach erfolgreichem Besuch der 13. Klasse das allgemeine Abitur erworben werden. So steht einem Studium auch auf diesem Bildungsweg nichts im Wege.

Das Abitur kann auch durch den Übertritt nach der 10. Klasse auf ein Gymnasium erreicht werden. An den meisten Gymnasien gibt es eine sogenannte Einführungsklasse. Dort werden die Schüler auf die Anforderungen der Oberstufe vorbereitet. Bedenken Sie, dass sich Ihr Kind in diesem Fall bei der Schwerpunktwahl in der 7. Realschulklasse idealerweise für die zweite Fremdsprache wie zum Beispiel Französisch entscheidet. Sonst hat es in der Oberstufe einen sehr hohen Lernaufwand, um auf das erforderliche Niveau zu kommen.

Lehre und Berufsoberschule

Alternativ kann nach der mittleren Reife ein Ausbildungsberuf erlernt werden. Zuverlässige Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss werden von vielen Unternehmen gesucht und geschätzt. Ein großer Vorteil des Berufseinstiegs ist die frühe Selbständigkeit und finanzielle Unabhängigkeit.

Ferner bietet sich eine berufsspezifische Weiterbildung oder der anschließende Besuch der Berufsoberschule (BOS) an. Auf diesem Weg kann das fachbezogene Abitur auch ohne zweite Fremdsprache gemacht werden. Viele anschließende Studienberechtigungen werden inzwischen von beruflichen Oberschulen vergeben.

Wer den entsprechenden Notenschnitt hat und auf jeden Fall studieren möchte, wird wohl den direkten Weg über das Gymnasium gehen. Die Anforderungen am Gymnasium steigen bereits in der 6. Klasse erheblich an. Die zweite Fremdsprache wie Latein oder Französisch erfordert ein höheres Maß an Lernbereitschaft. Die Zahl der Schulstunden ist außerdem wesentlich höher als an der Realschule. Durch das G8 kommt es in den höheren Jahrgangsstufen nicht selten vor, dass die Jugendlichen an drei Nachmittagen nicht vor 17.00 Uhr zu Hause sind. Danach müssen noch Hausaufgaben erledigt, Projektarbeiten vorbereitet und Unterrichtsinhalte für Prüfungen gelernt werden. Hobbys, Sport und Freunde bleiben da häufig auf der Strecke. Wer solche Werte hoch schätzt, sollte die Entscheidung für das Gymnasium genau überdenken. Überlegen Sie, ob Ihr Kind ausreichend motiviert und belastbar dafür ist.

Hohe Flexibilität mit Abitur

Das Abitur bietet Vorteile gegenüber dem mittleren Bildungsabschluss (der übrigens am Gymnasium nach bestandener 10. Jahrgangsstufe automatisch erworben wird). Neben einer großen Auswahl an Studienrichtungen stehen auch mehr Berufsmöglichkeiten zur Verfügung. Bei bestimmten Ausbildungsberufen wird Abitur vorausgesetzt. Die Jobs werden aufgrund der höheren Qualifikation besser bezahlt. Die Chancen auf eine finanziell abgesicherte Zukunft stehen mit Abitur folglich höher.

Stärken und Interessen des Kindes

Egal für welche Schulart Sie sich entscheiden – wichtig ist, dass sich Ihr Kind an der Schule wohlfühlt. Dies geschieht, wenn es seine Fähigkeiten optimal entwickeln kann und sich dadurch Erfolgserlebnisse einstellen. Berücksichtigen Sie deshalb die Stärken und Interessen Ihres Kindes. Ist es sozial eingestellt? Ist es künstlerisch veranlagt? Fällt es Ihrem Kind leicht, Rechenaufgaben zu lösen oder hat es Spaß an technischen Dingen?

Ausbildungsrichtungen beachten

Erkundigen Sie sich bei den örtlich in Frage kommenden Realschulen bzw. Gymnasien rechtzeitig nach den angebotenen Ausbildungsrichtungen. Entspricht das Profil der Schule nicht den Neigungen Ihres Kindes, brauchen Sie diese Schule nicht näher in Betracht ziehen.

Zweigangebote Realschule

In der Realschule kann Ihr Kind ab der 7. Jahrgangsstufe, je nach Angebot der Schule, zwischen verschiedenen Ausbildungsrichtungen wählen:

– mathematisch-naturwissenschaftlich-technischer Bereich
– wirtschaftlicher Bereich
– fremdsprachlicher Bereich
– musisch-gestaltender, hauswirtschaftlicher oder sozialer Bereich.

Ausrichtung der Gymnasien

Der Großteil der Schulstunden ist für alle Schüler an den Gymnasien gleich. Ab der 8. Jahrgangsstufe werden jedoch Schwerpunkte in einigen Fächern gesetzt. So werden am Naturwissenschaftlich-technologischen Gymnasium (NTG) vertiefte Kenntnisse in Physik, Chemie sowie Informatik vermittelt. Am Sprachlichen Gymnasium (SG) wird das Erlernen von mindestens drei Fremdsprachen ermöglicht. Ferner gibt es das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Gymnasium (WSG) sowie das Musische Gymnasium (MuG).

Letzteres empfiehlt sich nur für musikalisch sehr talentierte Kinder. Denn Musik ist neben Kunst und Deutsch ein Kernfach, zu dem auch verpflichtender Instrumentalunterricht gehört. Mit erfolgreichem Abitur kann das Kind, wie mit jedem anderen Abitur auch, eine beliebige Berufs- oder Studienrichtung einschlagen.

Strategische Gründe

Achten Sie bei der Wahl der Schule darauf, dass sie nicht zu weit entfernt ist. Ihr Kind gewinnt dadurch wertvolle Zeit. Auch ist sonst der Schulwegtransport nicht immer sichergestellt.

Die Räumlichkeiten der Schule sollten einigermaßen ansprechend für Ihr Kind sein. Sie dürfen aber nicht der ausschlaggebende Grund für die Schulwahl sein.

Gemeinsame Entscheidung

Besichtigen Sie die in Frage kommenden Schulen gemeinsam mit Ihrem Kind. Lassen Sie sich nicht zu sehr von dem Eindruck der Schulleitung und Lehrkräfte an dem Informationstag beeinflussen. Oftmals entsteht durch diese Momentaufnahme ein falsches Bild. Sie wissen vorher nie, welche Lehrer Ihr Kind unterrichten werden. Sammeln Sie die benötigten Informationen bezüglich Angebot und Qualität der Schule, um sich eine Meinung bilden zu können.

Besprechen Sie dann gemeinsam die jeweiligen Pro- und Kontrapunkte mit Ihrem Kind. Berechtigte Gründe und Wünsche Ihres Kindes sollten Sie ernst nehmen und auf Stichhaltigkeit überprüfen. Lenken Sie Ihren Sprössling aber bewusst in die von Ihnen für sinnvoll erachtete Richtung. Gut wäre, wenn Sie auf diesem Wege zu einer gemeinsamen Entscheidungsfindung kommen. Dann ist gewährleistet, dass Ihr Kind seinen Weg gestärkt angeht und Ihnen später keine Vorhaltungen macht.

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Bodelschwingh-Gymnasium Herchen

Bodelschwingh Gymnasium

Besonders toll fand ich die schulische Unterstützung, auch den Gruppenzusammenhalt fand ich sehr gut.

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Kategorie:

  • Bildung

MONTESSORI and WALDORF SCHOOLS

SIMILARITIES

  • Montessori and Waldorf are the fastest growing educational systems in the world today.
  • Both are based on many years of experience, with all kinds of children, the world over.
  • Both have great respect for the child as an individual, spiritual, creative being.
  • Both believe in protecting the child from the stresses of modern life, overuse or misuse of technology such as television and computers.
  • Both emphasize the education of the whole child, spiritual, mental, physical, psychological, over any particular academic curriculum.
  • Both stress the importance of the natural environment, absence of plastic, keeping in touch with nature and natural materials.
  • Both systems base their education on the needs of the child, believing that this will lead to meeting the needs of society as a whole. Incidentally, both Montessori and Waldorf schools were shut down by the Nazi regime during W.W.II because they refused to teach the ideology of the state.
  • Both schools provide a rich variety of art, music, dance, and theater at all ages.

DIFFERENCES

Curriculum

WALDORF: Academic subjects are kept from children in Waldorf schools until a much later age than Montessori. They are thought to be, as in traditional schools, something necessary but not especially enjoyable, and best put off as long as possible. The day is filled with make-believe, fairies, art, music and generally the arts, putting off reading, writing and math until age seven or so.

MONTESSORI: Dr. Montessori on the other hand, filled her first school of 3-6-year-olds with dolls and other traditional make-believe toys but found that when children were given the opportunity to do real work such as cooking, cleaning, caring for themselves, each other, and the environment, they completely lost interest in make-believe and preferred real work.

She later, at the request of parents who were so impressed with the new cleanliness, happiness, and good manners of these slum children, invented manipulative language, math, and other academically-oriented materials and studied the children’s response. Academic lessons were, and are now, never required or forced, but offered to and enjoyed by the children.

Method

WALDORF: In the early years the activities are most often taught and carried out in groups with the teacher leading. When academic subjects are studied they are taught in a more traditional way, the teacher talking, the children at desks being taught in a group. Children are kept together with a group of children their own age with the teacher ideally moving up each year with the children and so getting to know and working with the same group of children for six years. Arts are ideally always a part of the academic studies.

MONTESSORI: Social development is more like that of real life because children are not kept in a group of same-age students, but are grouped in 3-6 year age span (3-6; 6-12, 12-15). The teacher gives lessons individually to one child at a time, and often lessons are given to one child by another child. The choice of what to study or work on at any one time is left to the child, with guidance whenever necessary by the teacher.

A high level of creativity is reached because the children’s experience is based on rich experience in the real world and the exact use of materials. Children learn exact techniques for many of the materials, just as they would learn the exact use of a piano or a violin, each experience considered a “key” which opens a new door of understanding and experience. This use of materials has been taught to the adults, adapted whenever necessary, through the direct and continued observation of children all over the world over the last 100 years.

Also a high. academic level is the norm because of the depth of concentration the children reach while working and because children learn early to do research and to learn beyond the level of the teacher. The child’s choice and concentration is respected and protected from interruption by others,

Fantasy and Imagination

WALDORF: In Waldorf philosophy, play is viewed as the work of the young child and the magic of fantasy, so alive in the young child, is an integral part of how the teacher works with the child. The teacher incorporates storytelling and fantasy into the curriculum. The child can use for the most part any of the materials in any way.

MONTESSORI: In Montessori fantasy and imagination are very much a part of the creative process. However, since the real world is seen as a wonderful creation as it is, children are introduced to the real world in all is variations in the first six years, and then use these experiences to create for the rest of their lives. The word “work” is used to describe the child’s activities instead of “play” because they as respected as adult activities.

5 Facts about Montessori, Waldorf & Reggio Emilia Schools

Updated October 12, 2019 | by Robert Kennedy We take a detailed look at the three popular early childhood methods to help you determine which one best suits your needs and requirements.

Montessori, Waldorf, and Reggio Emilia -inspired schools are three highly-regarded early education methods. Here are five facts about each method together with links and videos to additional materials which I have selected to enhance your research. Choosing the right school for your child is a process. Follow all the steps in that process and you will be rewarded with a good result. Cutting corners or waiting until the last minute will stress you out and not produce the intended results.

Five Facts about Montessori

Montessori is the name of a very popular approach for teaching preschool and primary age children. We’ll explore the reasons for its popularity later. First, let’s examine how Montessori got its start. As with many great movements, Montessori began with an idea and some theories put forth by one of those remarkable visionaries who dot the pages of history.

Dr. Maria Montessori (1870-1952) was born and raised in Italy. She came from a family of modest means. Her father did not approve of his daughter’s desire to be educated much less to become a doctor. Women didn’t do such things back at the end of the 19th century. Despite the many obstacles which stood in her way Maria earned her degree from the University of Rome in 1896. Her specialty was pediatric medicine.

While Dr. Montessori was working towards her degree, she had studied and worked with mentally disabled children. She got her chance to put her experience, observations, and theories into practice when she was invited to open a school for the children of working-class families in a low-income housing project in Rome in 1907. The first Casa dei Bambini was a traditional school with desks and chalkboards and all the other accouterments of classrooms of the day. Dr. Montessori herself did not teach. She left that task to the building porter’s daughter.

Dr. Montessori observed the children becoming deeply involved in their work and their play. She began organizing their day and their classroom environment to encourage self-discipline and responsibility. Her idea was to „follow the child.“ The classroom space, the materials, the desks, the flow of the day all had to flow from this central tenet of Montessori. Teachers were supposed to be guides, not stern taskmasters. Needless to say, Dr. Montessori’s approach was quite different from what was commonly found in elementary classrooms of the day. Yet her first Casa dei Bambini was successful and her methods gained the attention and approval of other educators and civic leaders. Her second Casa dei Bambini opened later in 1907.

Dr. Montessori began to develop the teaching materials we know recognize as Montessori to support reading, writing, and mathematics. She codified her approach in The Method of Scientific Pedagogy Applied to the Education of Children in the Children’s Houses.

Here are then are five facts about Montessori schools to consider when exploring preschools and primary schools for your child.

1. There are over 8,000 Montessori schools in the U.S.

Most Montessori schools belong to the American Montessori Society or the Association Montessori Internationale which was founded in 1929 by Dr. Montessori herself. Depending on which association a school belongs to, if it belongs to one at all, it will also have regional and state associations available to it of which it may be a member.

While Dr. Montessori began her work in the inner city with children from low-income families, her approach has taken root in middle-class America. Search on Private School Review for Montessori schools within, say, a 10-mile radius of a zip code in most urban areas and you will be rewarded with dozens of Montessori schools from which to choose.

2. Not every Montessori school is the genuine article.

Dr. Maria Montessori never trademarked the name ‚Montessori‘. As a result, anybody can call their school Montessori if they so choose. But does that mean the school adheres to Dr. Montessori’s principles and methods? Not exactly. You will only learn if it is the real thing if you know what to look for and what questions to ask.

A trained, credentialed Montessori teacher has been thoroughly trained and is experienced in Montessori principles, concepts and methods. The American Montessori Society offers information about becoming a Montessori teacher.

This video explains the key fundamentals of the Montessori Method.

From the American Montessori Society: „Components necessary for a program to be considered authentically Montessori include multiage groupings that foster peer learning, uninterrupted blocks of work time, and guided choice of work activity. In addition, a full complement of specially designed Montessori learning materials is meticulously arranged and available for use in an aesthetically pleasing environment.“ …An Introduction to Montessori

Beautiful materials which children learn to treasure: „The Montessori school environment is arranged according to subject area — cooking, cleaning, gardening, art, caring for animals, library corner, etc. — children always free to move around the room instead of staying at desks. There is no limit to how long a child can work on something she has chosen.“ …The International Montessori Index

3. Montessori schools are individually owned and operated.

Montessori schools are not a franchise operation. Each Montessori school is individually owned and operated. Many small schools are proprietary schools owned by an individual. Others are not for profit entities governed by a board of trustees. Most Montessori schools are small with less than 100 children. Individual ownership and small size can mean that a school’s viability is very much dependent upon the sound business practice and experience of the owner. A school established as a not-for-profit organization overseen by a board of trustees will have a broader base of interested supporters. Both business models have their advantages and disadvantages. Make sure that the school is well-managed and is fiscally sound.

In this short video, The Montessori Foundation explains how to start a Montessori school.

The degree to which any school can be called Montessori is dependent on several factors. That is why it is so important for parents to read about Montessori and understand all that it entails. Then evaluate each school on your shortlist comparing them with the Montessori tenets and elements which you feel are essential for your child’s education.

4. Montessori schools are considered progressive schools.

If you are looking for a so-called ‚traditional‘ style of teacher-directed learning, then you will be disappointed. Montessori schools are almost always ‚progressive‘ schools. Their classes are multi-age and teacher-guided. The teacher hovers on the sidelines observing, helping and guiding the learning process.

The Teacher’s Role: „The teacher, child, and environment create a learning triangle. The classroom is prepared by the teacher to encourage independence, freedom within limits, and a sense of order. The child, through individual choice, makes use of what the environment offers to develop himself, interacting with the teacher when support and/or guidance is needed.“ American Montessori Association

Is Montessori for all children? „There is no one school that is right for all children, and certainly there are children who may do better in a smaller classroom setting with a more teacher-directed program that offers fewer choices and more consistent external structure. Children who are easily overstimulated, or those who tend to be overly aggressive, may be examples of children who might not adapt as easily to a Montessori program.“ The Montessori Foundation

5. Montessori schools use specially designed materials.

Dr. Montessori designed sensorial materials for the purpose of developing a child’s five senses. The materials include the cylinder blocks, the pink tower, the brown or broad stair, the red rods, the colored cylinders and more. As well there is a host of other materials used for the learning and discovery activities of older children. Upper school teachers are usually expected to develop their own materials.

Learning materials: „In the Montessori classroom, learning materials are arranged invitingly on low, open shelves. Children may choose whatever materials they would like to use and may work for as long as the material holds their interest. When they are finished with each material, they return it to the shelf from which it came.“ North American Montessori Teachers‘ Association

This brief video shows how mathematics is taught to pre-school children in a Montessori class.

Implicit in these five facts about Montessori is the reality that your child is beginning an incredible journey. If you decide to send him to a Montessori school, you must remain involved with his education on a daily basis. His teacher is his guide at school. You are his guide for life. 24/7. You will always know what is best for him. Never forget that.

Five Facts About Waldorf Schools

As you explore your elementary school options, take time to find out about Waldorf education. Waldorf schools, or Steiner schools as they are often called, had their genesis in the writings and philosophy of Austrian philosopher and social reformer Rudolf Steiner (1861-1925). To put Steiner into context, think of him as northern Europe’s equivalent of Dr. Maria Montessori.

These two remarkable people shared something in common which would ultimately lead to the establishment of educational movements based on their philosophies and approaches: namely that children from the less-privileged strata of society were capable of achieving the same levels of academic accomplishment as children from more privileged homes. The key to success was their approach to teaching children as well as their insistence that the traditional ways of educating children not be used. Also both Montessori and Steiner insisted on complete control of their schools. No state or local government interference would be tolerated.

Maria Montessori established her school in the poorest neighborhood of Rome because she was convinced that every child, no matter what his social circumstances, was capable of learning. Dr. Montessori carefully observed the children in her school and recorded the results of her experiment.

Like Dr. Montessori, Rudolf Steiner earned a doctoral degree. He received his Doctor of Philosophy from the University of Rostock in 1891 and established his first school for the children of factory workers in 1919.

Today Waldorf schools offer an alternative to traditional K-12 schools. Whereas in many traditional schools subjects are taught, in a Waldorf school, subjects are experienced. Waldorf schools incorporate the arts into every subject which is taught.

Here are five facts about Waldorf schools to help you find the right school for your child.

1. Waldorf schools can be found worldwide.

With his research into childhood and human development, Rudolf Steiner started the movement known as Waldorf. His first school was established for children of factory workers at a cigarette factory in postwar Germany in 1919. The name Waldorf came from the Waldorf-Astoria Cigarette Company which was owned by Emil Molt. Molt had asked Steiner to lecture his factory workers on education and then to establish a school for their children. Steiner schools spread to other European countries. There are now over 1,000 Waldorf schools worldwide.

Unlike Montessori schools which have multiage classes, Waldorf schools generally are K-12 schools. The Steiner method calls for three levels of education following a child’s natural growth and developmental patterns. The Montessori teacher guides a multi-age classroom. The Waldorf teacher stays with her class across several years, as a rule, seven years.

2. Child-centered and teacher-guided instruction is a hallmark of Waldorf education.

Teaching in Waldorf schools is child-centered and teacher-guided. A focus on the child is something that Waldorf schools share with Montessori and other progressive schools. Whereas Maria Montessori created materials for her students to work with, discover and learn, the Waldorf approach depends on the students to develop their imaginations by creating their own materials. The arts are integrated into every lesson and assignment in a Waldorf classroom.

Another feature of Waldorf is that the teacher moves or grows with the class from 1st through 8th grades. In other words, the class has the same teacher for those important, formative years. Unlike Montessori classes where the teacher is an observer the Waldorf teacher carefully guides and directs his students.

An Ascending Spiral of Knowledge explains the Waldorf curriculum and how it is taught. What is important to you and me as we evaluate a Waldorf school for our children is to understand that Waldorf schools are progressive schools. You will not find teachers teaching to a test or issuing grades to students. That approach does not fit into the Steiner philosophy of education.

The other point to make is that Steiner was a philosopher. A very erudite and very distinguished philosopher. Indeed he developed his own brand of philosophy which is known as anthroposophy. While anthroposophy per se is not taught in Waldorf classrooms, it underpins all that goes on in the classroom. You will notice the positive effect this approach brings to all your child’s activities. Ideas and facts are not confined to educational silos. They are integrated across the curriculum horizontally and vertically over time. It may take you a few minutes to grasp Waldorf concepts as it certainly did for me. My eldest daughter attended a Waldorf school. It was a wonderful experience which opened her mind to so many things.

Another point to note: Waldorf schools are non-sectarian and non-denominational.

3. Each Waldorf school is a free-standing legal entity.

Waldorf schools are individually owned and operated. Waldorf schools are not a franchise operation. Each Waldorf school is individually owned and operated. Most schools are not for profit entities governed by a board of trustees. A unique aspect of a Waldorf school’s governance is that the teachers run everything on a day to day basis. Parents are also actively involved in the school’s life. All genuine Waldorf schools are authorized and accredited by the Association of Waldorf Schools of North America.

Waldorf teacher training programs are available in several locations nationwide. These programs typically run from one to three years depending on the trainee’s background and attainments. Recently there have been more openings for Waldorf teachers than applicants.

4. Waldorf schools are progressive schools.
Waldorf schools are considered progressive schools. Like Montessori schools, you won’t find a regimented, traditional learning environment in a Waldorf school. The classes do follow the traditional grade structure. The Waldorf approach means that the same teacher will stay with the class from 1st through 8th grade.

The value of teacher continuity in the Waldorf setting is enormous. The same set of children which the teacher knows so well moves up with her to the next level. There is no adjusting to a new, unfamiliar teacher. Instead, more layers of knowledge are added with that familiar, trusted guide in charge.

5. Waldorf schools have arts integrated across the curriculum.

The Waldorf curriculum emphasizes the arts and development of children’s imaginations. Music and an artistic form peculiar to Waldorf schools known as eurythmy are integral parts of a curriculum centered on core subjects. English language and writing, poetry, drama, history, foreign languages, mathematics, geography, and the sciences are all components in a Waldorf high school curriculum. AP courses and SAT preparation are not something which you will find in a Waldorf high school. A young adult accustomed to discovery and experiencing learning is the typical Waldorf graduate.

One of the elements of a Waldorf curriculum which is not commonly found in other schools is Eurhythmy. Rudolf Steiner created this performance art which is also used in movement therapy. It is an integral part of Waldorf curricula and complements the gymnastics component. Eurhythmy is a Greek word which means harmonious rhythm.

How do Waldorf students fare with college acceptances?

I know what you are thinking. My child has spent 12 years at this school which I think is wonderful and has done so much for my child. But she has no SAT scores. She hasn’t done any Advanced Placement courses and examinations. Don’t be concerned. Colleges base their decisions on much more than standardized tests. Remember that college admissions offices are looking for applicants who can think critically, who are aware of more than just facts and who can contribute their unique individuality to the college community.

Notable Waldorf graduates include Kenneth Chenault, retired CEO of American Express, Jennifer Aniston and Sondra Bullock, actresses, to name just three.

Five Facts About Reggio Emilia

Reggio Emilia is an approach to early childhood education which originated in Italy after World War II. While not as widely known as the Montessori and Waldorf methods, Reggio Emilia has attracted a small but extremely loyal following in the United States. You will not find many schools styled Reggio Emilia as you will with Montessori or Waldorf schools, for instance. What you will find are schools which draw heavily on Reggio Emilia ideas and philosophy. They often refer to themselves as Reggio Emilia-inspired schools.

This short video gives us an overview of the Reggio Emilia approach.

The foundation of the Reggio Emilia approach can be found in the movement’s principles.

  • Children must have some control over the direction of their learning;
  • Children must be able to learn through experiences of touching, moving, listening, and observing;
  • Children have a relationship with other children and with material items in the world that children must be allowed to explore;
  • Children must have endless ways and opportunities to express themselves.

What then is Reggio Emilia? Here are five facts about it. There’s much more to Reggio Emilia, of course, but this will give you an idea of what it is all about.

1. It is strictly an early childhood education approach.

Reggio Emilia values „the potential of all children to think, learn, and construct knowledge.“ Like Montessori, Reggio Emilia is a progressive, child-centered approach to education. The idea is that the child must be free to discover and to learn for himself. Reggio Emilia does not go any further than the early childhood years. It focuses on toddlers and preschool children.

2. It is not a formal, doctrinaire approach.

Unlike the Waldorf and Montessori schools, there is no formal teacher training, credentialing and authorization process for Reggio Emilia. The idea is that teachers and parents take the concepts learned by observation and interaction with Reggio Emilia and incorporate them into their classrooms. There is no such thing as a Reggio school. The only Reggio schools are those in the municipality of Reggio Emilia. All other schools which embrace the Reggio philosophy are considered to be „Reggio inspired“.

3. It grew out of the aftermath of World War II.

Much of Italy lay in ruins after World War II. In Reggio Emilia, a young teacher by the name of Loris Malaguzzi developed an approach which valued the ability of children to learn spontaneously. The relationship of child, parent, and teacher is integral to the Malaguzzi approach. The Reggio and Steiner (Waldorf) schools both arose as a result of the aftermath of armed conflict and the need to rebuild society.

4. Reggio Children is the organization which promotes the Reggio approach.

Reggio Children is the formal entity which was founded in 1994. It is headquartered in the municipality of Reggio Emilia in Italy. The ownership is split with 51% of the shares held by the municipality. It offers training materials and courses designed to promote the Reggio approach throughout Italy and the world. It is affiliated with and draws support from dozens of national organizations in countries throughout the world.

5. It is an international movement.

Reggio started in a town in Italy in the 1940s. It has now spread worldwide. In North American Reggio is promoted and supported by the North American Reggio Emilia Alliance. It sponsors The Wonder of Learning, a traveling exhibit which explains the Reggio approach. Reggio Emilia has spread to thirty-four countries where it inspires fifty thousand children and fifteen thousand teachers.

Here is how several schools describe the infusion of Reggio Emilia principles into their early childhood programs.

Carolina Friends Early Schools, Chapel Hill, North Carolina

„Children learn through creating deep and lasting relationships with the world around them.
As they relate to one another, they develop essential social skills such as an understanding of inclusivity and conflict resolution.
The children’s learning grows from their engagement with the rich and varied materials offered in their classrooms.
In the Early Schools, students, teachers, and families collaborate to set the stage for children to become seekers of knowledge all their lives.“

La Scuola International School, San Francisco, California

„At La Scuola, we will offer your child the chance to be immersed in the Italian language and culture; we will teach them using the Reggio Emilia-inspired approach in small classes to optimize their learning, and our curriculum is inquiry-based and is inspired by the International Baccalaureate Primary Years Program (IB-PYP). La Scuola is a candidate school* for the Primary Years Programme and our school is pursuing authorization as an IB World School. These are schools that share a common philosophy-a commitment to high quality, challenging, international education that La Scuola believes is important for our students. This world-class education model is grounded in creative and critical thinking, and is relevant to the global challenges of the 21st century.“

Melrose Avenue Preschool, Jacksonville, Florida

Melrose Avenue Preschool is an example of the blended approach to early childhood education which many schools adopt. In this case Reggio Emilia blends with Waldorf.

„Melrose Avenue Preschool strives to bring a blended educational environment to the community of young children. Our love of children is woven with the philosophies of the Reggio Emilia Approach and Waldorf Education. Our vision is to create just the right combination for a developmentally appropriate early childhood experience.“

Our Neighborhood Child Development Center, Charlottesville, Virginia

„We believe children learn best when they are interested and engaged in their learning. That true learning happens not through our teaching but through creation of a space, environment, and opportunity to learn. We know children’s brains are designed to learn and develop. We support children and families to see the children’s learning and development through their play. Our children learn to communicate through our Reggio inspiration of their 100 languages including art, drama, language, writing, and baby sign. Our role is to support them as they explore the world not to limit their learning by exclusively teaching to our viewpoint or understanding.“

Here is a list of Reggio Emilia-inspired schools. Hopefully, one of these fine schools will be located near you.

Questions? Contact us on Facebook. @privateschoolreview

Was ist eine Realschule eigentlich?

Nach der 4. Klasse wird man, je nach Leistung, final jedoch nach Wunsch der Eltern auf die drei verschiedenen Gruppen eingeteilt :
– Hauptschule. Für die schwächsten Schüler. Läuft für 9/10 Jahre. Orientiert sich soweit ich weiß eher am praktischen und bereitet auf eine Berufslaufbahn wie z.B. Handwerker vor.
– Realschule. Für etwas bessere Schüler. Läuft für 10 Jahre. Bereitet für Ausbildungsjobs wie z.B. Programmierer vor.
– Gymnasium. Für die „besten“ Schüler (mittlerweile aber eine ganz schöne Menge). 12/13 Jahre. Gibt einem Abitur, womit man, je nach erreichter Note, alles studieren kann. Im Vergleich zur Realschule wäre dies z.b. Informatik.
Zusätzlich zur unterschiedlichen Länge ist die Lerngeschwindigkeit unterschiedlich.
Zudem kann man selbstverständlich wenn man auf die Hauptschule geht einen Realschulabschluss noch machen, mit einem Realschulabschluss noch ein Abitur. Häufig macht man ein Fachabitur, welches auf ein bestimmtes Thema fokussiert und nur eine Studienberechtigung zu dem Thema einräumt.

Die Realschule in Bayern

Der Probeunterricht (soweit ein solcher erforderlich ist) für die Aufnahme in die Realschule findet zu folgenden Terminen statt:

  • für die Aufnahme in die Jahrgangsstufe 5 der Realschule im Monat Mai,
  • in begründeten Ausnahmefällen an mindestens zwei Tagen in der Regel in den letzten Tagen der Sommerferien.

Im dreitägigen Probeunterricht werden die Schüler in kleineren Unterrichtsgruppen zusammengefasst. Auf die bisherige Klassen- und Schulzugehörigkeit wird nach Möglichkeit Rücksicht genommen. Für jede Unterrichtsgruppe sind zwei Lehrkräfte verantwortlich, die abwechselnd unterrichten und beobachten.
Dem Probeunterricht werden die Anforderungen der Jahrgangsstufe 4 unter Berücksichtigung der Zielsetzung der Realschule zugrunde gelegt.
Der Probeunterricht besteht aus Unterricht und schriftlichen Arbeiten in den Fächern Deutsch und Mathematik. Die schriftlichen Aufgaben werden zentral gestellt (bayernweit einheitliche Aufgaben). Bei der Festlegung der Arbeitszeit wird auf langsam schreibende Schüler Rücksicht genommen.
Sowohl das Unterrichtsgespräch als auch der schriftliche Teil des Probeunterrichts sollen zur genauen Schülerbeobachtung genutzt werden. Dabei wird vor allem berücksichtigt:

  • Aufgeschlossenheit für Neues, Lerneifer
  • Konzentration und Gedächtnis
  • Auffassungsvermögen und Fähigkeit, logische Zusammenhänge nachzuvollziehen
  • sprachliche Fertigkeiten
  • Fantasie und Kreativität
  • Anwendung und Transfer
  • Arbeitstugenden

WARUM WERDEN ÜBERHAUPT MITTELSCHULEN EINGERICHTET?

Viele der kleinen Hauptschulen können nur ein begrenztes Bildungsangebot bereitstellen. Es soll jedoch allen Schülern der Zugang zum gesamten Bildungsangebot der Mittelschule eröffnet werden. Gleichzeitig sollen möglichst viele Hauptschulstandorte möglichst lange erhalten werden. Die Entscheidung über die Einrichtung der Mittelschule wird vor Ort getroffen.

WIE SIEHT DAS BILDUNGSANGEBOT DER MITTELSCHULE AUS?

Das Gütesiegel „Mittelschule“ erhält eine Hauptschule mit einem breiten Bildungsangebot, wenn sie regelmäßig folgende Merkmale aufweist:

  • die drei berufsorientierenden Zweige Technik, Wirtschaft und Soziales,
  • ein Ganztagsangebot,
  • ein Angebot, das zum mittleren Schulabschluss führt.

Darüber hinaus hält die Mittelschule bereit:

  • ausgestaltete Kooperationen mit einer Berufsschule, der regionalen Wirtschaft und der Arbeitsagentur, sowie
  • eine individuelle/modulare Förderung der Schüler im Klassenverband unter Beibehaltung des Klassenlehrerprinzips.

HABEN ALLE MITTELSCHULEN GANZTAGSANGEBOTE?

Ganztagsangebote gehören verbindlich zum Bildungsangebot jeder Mittelschule.

SIND MITTELSCHULEN BESONDERS GROßE SCHULEN?

Eine Mindestgröße wird vom Kultusministerium nicht vorgegeben. Entscheidend ist allein, dass es an der Schule bzw. an den Schulen im Verbund das gesamte Bildungsangebot der Mittelschule gibt.

WAS BEDEUTET MODULARE FÖRDERUNG IN DER MITTELSCHULE?

Ziel der modularen Förderung ist es, die Schüler in den drei zentralen Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch individuell, d.h. auf der Grundlage des Leistungsstandes der Schüler, zu fördern. Dazu wird das Schuljahr in diesen Fächern in Phasen von regulärem Klassenunterricht und in Modulphasen rhythmisiert. In den Modulphasen wird Stoff einer bestimmten Lerneinheit (= Modul) geübt, wiederholt und vertieft.

WELCHE ABSCHLÜSSE KANN MEIN KIND AN DER MITTELSCHULE MACHEN?

Jede Bayerische Mittelschule wird drei Schulabschlüsse anbieten:

  • Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule,
  • Qualifizierender Abschluss der Mittelschule und
  • Mittlerer Schulabschluss an der Mittelschule

Sollte die Mittelschule über Praxisklassen verfügen, wird zusätzlich der neue theorieentlastete Abschluss an der Mittelschule für die Schülerinnen und Schüler der Praxisklasse angeboten. Der Hauptschulabschluss ist ein bundesweit anerkannter Schulabschluss und wird auch in Ländern vergeben, in denen es keine Hauptschulen mehr gibt.

IST DER MITTLERE SCHULABSCHLUSS DER MITTELSCHULE GLEICHWERTIG ZUM ABSCHLUSS DER REALSCHULE?

Der Mittelschulabschluss ist gegenüber dem Wirtschafts- und Realschulabschluss gleichwertig. Das besondere berufsorientierende Profil der Mittelschule wird dabei berücksichtigt. Alle Mittleren Schulabschlüsse Bayerns entsprechen den bundesweiten Standards der Kultusministerkonferenz, sind im Niveau gleich und verleihen die gleichen Zugangsberechtigungen in Schule und Beruf.

WARUM WIRD MEIN KIND AN DER MITTELSCHULE BESONDERS GUT AUF DEN BERUF VORBEREITET? HAT MEIN KIND BESSERE AUSSICHTEN AUF EINE LEHRSTELLE, WENN ES EINE MITTELSCHULE BESUCHT HAT?

Durch die Betonung der Berufsorientierung (praxisorientierter Unterrichtsansatz, Einführung berufsorientierender Zweige Technik, Wirtschaft, Soziales ab der 7. Jahrgangstufe) können die Schülerinnen und Schüler bereits frühzeitig erste Erfahrungen im beruflichen Umfeld machen. Sie haben so die Möglichkeit, sich umfassend und altersgerecht auf die Anforderungen der Wirtschaft und den Übergang in eine Berufssausbildung vorzubereiten.

Mit der Betonung der Berufsorientierung wird dem Vorwurf, die Schüler kämen unvorbereitet in die berufliche Ausbildung begegnet. Durch die intensivere Berufsorientierung lernen die Schüler Berufsfelder näher kennen, erwerben erste Kenntnisse und Fähigkeiten und werden zur eigenen Berufswahlentscheidung befähigt. Betriebserkundungen und Praktika ermöglichen Schülern und Betrieben enge Kontakte, evtl. auch für eine spätere betriebliche Ausbildung. Eine frühe Festlegung auf ein Berufsfeld oder gar einen Beruf erfolgt nicht.

WELCHEN NOTENSCHNITT MUSS MEIN KIND HABEN, UM AUF DIE MITTELSCHULE ÜBERZUTRETEN?

Die Bayerische Mittelschule ist nach der Grundschulzeit Pflichtschule für alle schulpflichtigen Schülerinnen und Schüler, die nicht Förderschule, Realschule oder Gymnasium besuchen. Die Bayerische Mittelschule bietet mit dem Mittlere-Reife-Zug und den Mittlere-Reife-Kursen den leistungsstärkeren Schülern ab Jahrgangsstufe 7 an, einen Mittleren Schulabschluss zu erwerben.

Pro und Contra Gesamtschule

Bis zur Siebten zusammen

Die integrative Gesamtschule nimmt Eltern und Schülern diese Entscheidung zunächst einmal ab. Hier lernen die Kinder nämlich bis zum siebten Schuljahr alle gemeinsam, unabhängig von individueller schulischer Leistung. Das klingt vielleicht bereits sehr verführerisch. Doch alles hat zwei Seiten. Hier haben wir mögliche Vor- und Nachteile der integrierten Gesamtschule für Ihr Kind zusammengefasst:

Vorteile der integrierten Gesamtschule:

1. Abitur oder Mittlere Reife? Erstmal abwarten

Welchen Abschluss Ihr Kind macht, kann letzten Endes sogar zum Ende des 10. Schuljahrs offenbleiben. Ab der 11. Klasse können Schüler die gymnasiale Oberstufe absolvieren und dann auch das Abitur machen.

2. Spezielle Förderung

Die Jahrgänge sieben und acht werden hier als Differenzierungsstufe betrachtet. Je nach Neigung bekommen die Schüler und Schülerinnen in Englisch, Deutsch und Mathematik auf zwei Leistungsniveaus Unterricht.

3. Praxisnähe

Die Profilierungsstufe umfasst neunte und zehnte Klasse: Ab jetzt werden berufsvorbereitende Wahlpflichtkurse angeboten, z.B. Informatik, Handwerk oder Elektronik – das sorgt für praxisnahes Lernen und erleichtert vielleicht später die Berufswahl.

Empfehlenswert zum Beispiel, wenn Kinder fürs Gymnasium vorgeschlagen werden und ein Abi anstreben, aber der Wunsch nach einem Ausbildungsberuf bereits feststeht

3. Keine Angst vorm Sitzenbleiben

Sinken die Leistungen in bestimmten Fächern, wird nicht wie anderswo üblich vielleicht die ganze Klasse wiederholt. Stattdessen werden Förderkurse angeboten und auf einem niedrigeren oder langsameren Niveau, das dem Kind entgegenkommt, weitergelernt.

4. Längere Schulzeit

Je nach Bundesland ist es trotz Reformen gar nicht so einfach, ein Gymnasium zu finden, das G9 anbietet. Wenn Sie also für Ihr Kind das vielleicht entspanntere Abitur nach 13 Jahren wünschen, ist der Schulabschluss an einer integrierten Gesamtschule eine Überlegung wert – hier gibt es kein G8.

Nachteile:

1. Anonymität

Es kommt auf die einzelne Schule an, aber einige Gesamtschulen sind sehr groß und haben große Klassenverbände. Mache Kinder, die vielleicht individuelle Betreuung bräuchten, gehen dann in der reinen Masse unter.

2. Gemeinsames Lernen

Es kommt nun auf Ihre persönliche Haltung an, ob Sie das gemeinsame Lernen von Kindern auf Gymnasial-, Realschul- und Hauptschulniveau positiv oder negativ bewerten. Wenn Sie zu den eher ehrgeizigen Eltern gehören, könnte Sie das vielleicht stören. Mancherorts werden die leistungsschwächeren Schüler überfordert und die leistungsstärkeren Schüler unterfordert – andererseits ist das soziale Gefüge gemischt, und die Kinder können nicht nur auf sozialer Ebene toll voneinander lernen.

3. Kein G8

Auch hier ein Punkt, der oben als Vorteil genannt wurde und den einen als Grund für die integrative Gesamtschule, für die anderen definitiv als Nachteil dieser Einrichtung gilt.

Was sind Vor- und Nachteile einer Gesamtschule?

Ich bin selber auf einer Gesamtschule und werde vorraussichtlich Abitur machen. Ich kann eine Gesamtschule einfach gar nicht weiter empfehlen, weil man mit den Haupt- und Realschülern zusammenarbeitet (muss). ich habe das gefühl, dass ich auf meiner Schule nichts schaffe, weil wir immer in unseren Tischgruppen den nicht ganz so schlauen Schülern elfen müssen und sie uns einfach nur von der Arbeit ablenken. die meisten Hauptschüler aus meiner Klasse kommen aus den sozialen Unterschichten, deshalb finden sie es tierisch witzig einen auf den dicken Macker zu machen und damit den Unterricht zu stören und uns die Chance weg zu nehmen etwas zu lernen. Wir haben in den verschiedenen Fächer Grund- und Erweiterungskurse. wir im Erweiterungskurs kriegen einfach nur Aufgaben, von denen erwartet, dass wir sie schaffen. ich habe da zwar kein Problem, aber manch anderer schon und wenn er es dann nicht hin kriegt und in den Arbeiten eine schlechte Note bekommt wird einfach runter gestuft. die Hauptschüler haben es aber auch nicht leicht, weil sioe keine Chance haben zu zeigen was sie können. sie bekommen immer super wenig aufgaben und dann auch noch die leichtesten die es gibt. eine Freundin von mir ist auch Haupt, aber wir versuchen sie zu unterstützen in dem wir alles genau erklären und die Lehrer versuchen von ihrer Inteligenz zu überzeugen, der meint aber immer nur das es alles schon richtig wäre, so von wegen „Sche** Kind geht mir am Ars** vorbei“.

meiner Meinung nach funktioniert es einfach nicht Gymnasiasten, Haupt- und Realschüler in eine Klasse zu stecken. Man kann eben nicht allen auf einmal gerecht werden.

ich hoffe ich konnte dir helfen. MLG Fritz0202

Schlechtere Leistungen und Nachteile bei Berufswahl?:
„IGS ist ein Risiko für Schüler und Wirtschaft“

Seit Donnerstag stimmen Eltern über eine IGS für Melle ab. Warum wird erst jetzt vor einer Gesamtschule gewarnt?

Ein über Monate ausgetragener Konflikt hätte die Atmosphäre zerstört. So eine Auseinandersetzung schadet jeder Seite. Dennoch: Die Argumente der Initiative, die eine IGS für Melle fordert, kann man nicht widerspruchslos hinnehmen. Sie nutzt die berechtigten Sorgen und die Unkenntnis vieler Eltern aus. Ich habe erwartet, dass die Eltern sachlich und umfassend über die IGS informiert werden, also nicht nur über die möglichen Vorteile, sondern auch über die meines Erachtens schwerwiegenden Nachteile. Tatsächlich sind die Eltern zu einseitig informiert worden. Selbst das sozialliberale Wochenblatt „Die Zeit“ schrieb im Juni: „Die Gesamtschule als Modell ist gescheitert.“ An Gymnasien würden die Schüler besser gefördert, und die Realschulen seien „supereffizient“.

Warum braucht Melle denn keine IGS?

Die Meller Schulen haben Hervorragendes geleistet, und der Schul-TÜV hat das immer wieder bestätigt. Dabei wurden bei den Schülern so gute Grundlagen gelegt, dass sich durch ihre Arbeit Melle zu einem starken Wirtschaftsraum mit hohem Beschäftigungsgrad entwickeln konnte. Die niedrige Arbeitslosenquote bestätigt das. Ähnlich ist das wohl nur in Bayern und Baden-Württemberg. Viele Meller Realschüler haben nach dem Erweiterten Abschluss der Sekundarstufe I ein Gymnasium besucht und dort das Abitur gemacht. Das heißt, die Grundlagen waren so gut gelegt, dass der Übergang erfolgreich war. Also funktioniert die Durchlässigkeit zwischen den Schulformen.

Sind von einer Gesamtschule trotzdem Vorteile zu erwarten?

Da fällt mir spontan nichts ein. Die letzten PISA-Studien stellen in Bezug auf die Leistungen fest, dass Gymnasiasten und Realschüler in allen Kompetenzbereichen wesentlich besser abschneiden als Gesamtschüler. Auch die Ergebnisse der Abitur-Vergleichsarbeiten waren bei Gesamtschulabiturienten im Durchschnitt 20 Prozent schlechter als bei Absolventen von Gymnasien. Das Max-Planck-Institut veröffentlichte alarmierende Ergebnisse in NRW. Am Ende der Sekundarstufe I hatten Gesamtschüler ein Leistungsdefizit von bis zu zwei Schuljahren gegenüber Realschülern im Fach Mathematik. In Englisch waren die Ergebnisse ähnlich. Diese Defizite sind in der Oberstufe sicher nicht abzubauen. Auf dem Zeugnis steht irgendwann „Hochschulreife“, fit fürs Studium machen die Gesamtschulen aber offensichtlich nicht. Die Eltern sollten sich gut überlegen, ob sie ihre Kinder dem Risiko Gesamtschule aussetzen wollen.

Wie stehen Meller Absolventen denn in der Wirtschaft da?

Sie sind bei den Firmen der Region beliebt. Ganz besonders ist das so in Betrieben mit naturwissenschaftlichem Hintergrund. Von diesen gut ausgebildeten Fachkräften haben viele anschließend das Fachabitur gemacht, an einer Fachhochschule studiert und als Diplom-Ingenieure eine erfolgreiche Laufbahn gestartet. Eltern sollten wissen, dass eine IGS in den naturwissenschaftlichen Fächern bis zur Klasse 9 alle Schüler gemeinsam unterrichtet. Also erst ab dem 9. Schuljahr findet hier eine Differenzierung statt.

In der Vergangenheit wurde versäumt, einen Kompetenzkreis aufzustellen, um ein Anforderungsprofil für eine mögliche andere Schulstruktur zu entwickeln. Allerdings besteht nach den bisherigen Erfahrungen gar keine Notwendigkeit für eine Veränderung. Melle würde eine Kopie eines vielfach gescheiterten Systems bekommen.

Bei Eröffnung der IGS Eversburg wurde angeführt, dass alle Schüler da abgeholt werden, wo sie mit ihren speziellen Fähigkeiten und Schwierigkeiten stehen. Wurde das bisher vernachlässigt?

Das ist doch Phrasendrescherei. Solange ich im Schuldienst war, haben wir uns immer intensiv mit den Stärken und Schwächen der neuen Schüler beschäftigt und diese zum Wohle der Schüler bearbeitet. Dass uns das sehr gut gelungen ist, zeigt sich in den eben genannten Ergebnissen. Die fünf IGS, die im Bereich Weser-Ems an den Start gegangen sind, haben im Durchschnitt nur 16 Prozent Schüler mit Gymnasialempfehlung. Bei so einem geringen Anteil ist eine Oberstufe für eine IGS in Melle nicht zu erwarten.

Die neue IGS Osnabrück-Eversburg wird bis zur 8. Klasse von Zeugnisnoten absehen und Berichtszeugnisse ausstellen. Das ist doch interessant.

Solche Maßnahmen schmälern die Berufschancen der Jugendlichen. Fragen Sie mal die Arbeitgeber, was die davon halten, wenn dort die letzten drei Zeugnisse vorgelegt werden müssen. Berichtszeugnisse spiegeln für Schüler und Eltern kein klares Leistungsbild. Diese Schüler werden in den Bewerbungsverfahren größere Probleme bekommen. Wenn Schüler ihren konkreten Leistungsstand nicht kennen, mindert das die Leistungsbereitschaft und damit die Leistungsfähigkeit.

Eine Gesamtschule wird als Ganztagsschule geführt, das hat doch Vorteile?

Natürlich haben Ganztagsschulen Vorteile, aber das hat nichts mit einer Gesamtschule zu tun, denn der Schulträger richtet Ganztagsschulen nach den Wünschen und der Machbarkeit ein. Alle Meller Schulen bietet schon eine Ganztagsbetreuung an oder werden das kurzfristig einrichten. Eine Gesamtschule ist nicht automatisch Ganztagsschule. So ein Angebot muss wie bei jeder anderen Schulform gesondert beantragt werden.

Sie sind pensioniert und könnten sich zurücklehnen. Warum engagieren Sie sich jetzt wieder?

Unseren kompetenten Schulleitern wurde ein Maulkorb verpasst. Was meinen Sie wohl, was in den Lehrerzimmern los ist? Viele Kollegen schlagen bei den IGS-Plänen die Hände über dem Kopf zusammen. Eine Gesamtschule, die diesen Namen wirklich verdient, muss in der Konsequenz das bisherige dreigliedrige Schulsystem ersetzen. Kann sie das?

Als ehemaliger Konrektor der Ratsschule hat mir die Zukunft unserer Schüler immer am Herzen gelegen, und ich wünsche mir eine weitere positive Entwicklung unseres Bildungssystems in Melle ohne IGS. Wenn die IGS eingeführt wird, ist es zu spät.

Was ist der Unterschied zwischen Hauptschule, Realschule und Gymnasium?

Hallo italianagel

Ich möchte dir bei meinem Rat ganz ginau zeigen was der Unterschied zwischen Haupt-, Realschule und Gymnasium ist.

Zunächst einmal schauen wir uns die Aufgaben an, welches uns sagt auf welchem niveau die Zweige sind:

  • Hauptschule:

Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50,- Euro. Die Erzeugerkosten betragen 40,- Euro. Berechne den Gewinn!

Relativ einfach oder?

  • Realschule:

Ein Bauer für 50,- Euro. Die Erzeugerkosten betragen 4/5 des Erlöses. Wie hoch ist der Gewinn?

Etwas schwieriger oder?

  • Gymnasium:

Ein Agrarökonom verkauft eine Menge subterraner Feldfrüchte für eine Menge Geld (G). G hat die Mächtigkeit 50. Für die Elemente aus G gilt: G ist 1. Die Menge hat die Herstellungskosten (H). H ist um 10 Elemente weniger mächtig als die Menge G. Zeichnen Sie das Bild der Menge H als die Tilgungsmenge der Menge G und geben sie die Lösung (L) für die Frage an: Wie mächtig ist die Gewinnsumme?

Viel viel schwerer oder`?

Schlussfolgerung:

Also wie man sieht stellt man den Hauptschüler wesentlich einfacher die Aufgaben da. Den Realschüler wird es etwas schwieriger gemacht und den Gymnasiasten am schwierigsten. Man kann also schlussfolgern, dass sie das selbe tuen, aber nur in einer anderen Leistungsart.

Die Zweige im Überblick:

  • Haupschule: 9 Schuljahre und endet mit dem Hauptschulabschluss.

  • Realschule: 10 Schuljahre und endet mit dem Realschulabschluss.

  • Gymnasium: Bei 12 Schuljahre bekommt man die Fachhochschulreife und bei 13 Schuljahre das Abitur.

Hoffe das ich es dir verbildlichen konnte.

Liebe Grüße

Schulsystem in Deutschland: Wo lernt mein Kind am besten?

Mit dem ersten Schultag beginnt nicht nur für Erstklässler ein neuer Lebensabschnitt, sondern auch für Sie als Eltern. Mit und vor der Einschulung stehen Entscheidungen an – und damit jede Menge Fragen: Welche Schulart ist für mein Kind die beste? Welche pädagogischen Alternativen gibt es?

Abitur, Quali oder Mittlere Reife – welche Möglichkeiten bieten diese Schulabschlüsse? Bildung ist Ländersache, daher unterscheiden sich die Schultypen oft von Bundesland zu Bundesland. Im Dickicht der stark gegliederten deutschen Schullandschaft ist es oft nicht einfach, sich zurechtzufinden und den richtigen Bildungsweg für das eigene Kind zu finden. Ein Überblick über das deutsche Schulsystem.

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Grundschule

Die Grundschule ist die erste und einzige Station, die jedes Schulkind in Deutschland durchläuft. In manchen Bundesländern dauert die sogenannte Primarstufe vier, in anderen sechs Jahre. In dieser Zeit werden in vier bis sechs Unterrichtsstunden täglich die Bildungsgrundlagen für das spätere systematische Lernen gelegt. In Lesen, Schreiben und Mathematik sowie im Sachunterricht, eine Mischung aus kultur-, sozial- und naturwissenschaftlichen Inhalten, wird elementares Wissen vermittelt. Grundlegende soziale Fähigkeiten werden trainiert und Fächer wie Sport, Musik, Werken, Kunst und Religion gehören zur Basis, auf der die spätere Schullaufbahn aufgebaut wird. Doch auch in der Primarstufe gibt es nicht nur Regelschulen. Mit Privatschulen wie der Montessori- oder der Waldorfschule können Eltern eine pädagogische Alternative für ihren Nachwuchs wählen. Zudem gibt es Förderschulen, die bereits ab dem ersten Schuljahr Kindern, die entweder mehr oder weniger leisten können als Gleichaltrige, eine gezielte Förderung ermöglichen.

Privatschulen: Montessori und Waldorf

Unter Privatschule versteht man kostenpflichtige Schulen unter freier Trägerschaft, die aber meist auch staatlich anerkannte Abschlüsse oder die Möglichkeit zum Übertritt auf öffentliche Schulen bieten. Häufig steht eine Privatschule für ein bestimmtes pädagogisches Prinzip oder eine Weltanschauung. Auch Internate sind bis auf wenige Ausnahmen Privatschulen.

Montessorischule

Staatliche Schule oder Privatschule?

Mehr als 400 Schulen in Deutschland unterrichten nach den Grundsätzen von Maria Montessori. Drei Viertel davon sind Grundschulen. Das Konzept gründet sich auf selbstbestimmtes und selbstständiges Lernen, nach persönlichem Rhythmus und Bedürfnissen. Das Kind wird in der Montessori-Pädagogik als „Baumeister seiner selbst“ angesehen, das das Lernen als natürliche Freude begreift. Es gibt keine nach Jahrgängen getrennten Klassen, gelernt wird gemeinsam in altersübergreifenden Gruppen. Die ausgebildeten Montessori-Lehrer geben dabei Hilfestellung und Anregungen. Neben der sogenannten Freiarbeit gibt es im Tagesablauf aber auch gebundenen Unterricht nach amtlichem Lehrplan, um den späteren Übertritt an staatliche weiterführende Schulen zu gewährleisten.
Fazit: Das pädagogische Konzept der Montessorischule stellt das Individuum in den Vordergrund, Kinder werden zur Selbstständigkeit und Selbstverantwortlichkeit erzogen. Kinder von Eltern, deren Erziehungsprinzip mit dieser Philosophie übereinstimmt, sind hier sicher gut aufgehoben. Druck, Kritik und Strafen sind in diesem System unerwünscht, das heißt aber auch, dass der spätere Wechsel für den Schulabschluss auf eine Regelschule mit Prinzipien wie Disziplin und Leistung möglicherweise schwerfällt.

Waldorfschule

Die Pädagogik der Waldorfschulen geht auf den Anthroposophen Rudolf Steiner und dessen ganzheitlichen Ansatz zurück. Das Kind soll in Ehrfurcht aufgenommen, in Liebe erzogen und in Freiheit entlassen werden. Die Schüler sollen sich nicht nur geistiges Wissen aneignen, sondern gleichermaßen musisch, künstlerisch, handwerklich und gymnastisch geschult werden. Auf klassische Lehrpläne und Notengebung wird zugunsten von detaillierten Leistungsbeschreibungen verzichtet. Im Normalfall bleiben die Kinder von Anfang bis zum Ende ihrer Schulzeit, also höchstens zwölf Jahre, auf der Waldorfschule und können dort alle Abschlüsse ablegen, die auch an staatlichen Schulen angeboten werden.
Fazit: Für Kinder mit ausgeprägter kreativer Begabung und für Eltern, die für ihr Kind eine künstlerisch und ganzheitlich geprägte Ausbildung wünschen, ist die Waldorfschule empfehlenswert. Zudem wird auf Auslese, Leistungsdruck und Bewertung in Form von Noten verzichtet. Allerdings gibt es auch keine festgelegten Lehrpläne, ein späterer Schulwechsel auf eine Regelschule könnte daher problematisch sein. Wenn Sie sich für die Erziehung Ihres Kindes in einer Waldorfschule entscheiden, dann sollten Sie diese Entscheidung für die gesamte Schulzeit treffen.

Gymnasium und Gesamtschule

Ob individuelles Lernen in der Gesamtschule oder eher leistungsorientiert Schullaufbahn auf dem Gymnasium – beide Schulformen haben Vor- und Nachteile. Welche das sind, erfahren Sie hier.

Gleich Leistung oder doch ein bisschen entspannter?

Gymnasium

Das Gymnasium ist eine weiterführende Schule, auf der nach acht Jahren die allgemeine Hochschulreife, das Abitur, gemacht werden kann. Damit besitzt der Absolvent die Befähigung, an allen Hochschulen in Deutschland jedes Fach zu studieren. Ab der fünften Klasse wird meist Englisch als erste Fremdsprache unterrichtet, ab der siebten Klasse werden je nach Zweig unterschiedliche Schwerpunkte gelegt:

Im mathematisch-naturwissenschaftlichen Gymnasium haben die Schüler mehr Wochenstunden in Mathe, Physik, Biologie und Chemie.

Im neusprachlichen Zweig liegt, neben Latein ab der siebten Klasse, der Schwerpunkt auf modernen Sprachen wie Französisch, Spanisch oder Italienisch. Zwischen einer dieser Sprachen kann meist ab der neunten Klasse gewählt werden.

Im humanistischen Zweig werden die alten Sprachen Latein und Altgriechisch schwerpunktmäßig unterrichtet

Neben diesen Hauptzweigen gibt es noch sozialwissenschaftliche und Wirtschafts-Gymnasien. Auf Gymnasien mit künstlerischen, musischen oder sportlichen Schwerpunkten sind auch hochbegabte Kinder gut gefördert.

Fazit: Das Gymnasium bietet mit den unterschiedlichen Zweigen Ihrem Kind die Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten gut auszubilden und sich bereits in der Schule mit den persönlichen Stärken auseinanderzusetzen. Mit dem allgemeinen Abitur stehen ihm dann alle Türen für die akademische Weiterbildung offen, und auch als Ausgangspunkt für eine Berufsausbildung ist das Abitur eine gute Voraussetzung.

Die Gesamtschule ist die einzige Möglichkeit, das gegliederte Schulsystem in Deutschland zu umgehen. Hier lernen bis zum siebten Schuljahr alle gemeinsam, unabhängig von individueller schulischer Leistung. Welchen Abschluss das Kind macht, kann bis Ende des 10. Schuljahres offen gelassen werden. In den Jahrgängen sieben und acht, der Differenzierungsstufe, werden die Schüler, je nach Neigung und Leistung, in zwei verschiedenen Ebenen in Englisch, Deutsch und Mathematik unterrichtet. In der neunten und zehnten Klasse, der Profilierungsstufe, wird der Stundenplan um Wahlpflichtkurse zur Spezialisierung und Berufsvorbereitung wie Informatik, Handwerk oder Elektronik erweitert. In der Sekundarstufe II, also der 11. und 12. Klasse, können die Schüler die gymnasiale Oberstufe absolvieren und das Abitur machen.
Fazit: Gerade etwas „verträumten“ Kindern, die nach der Grundschule vielleicht noch nicht gleich für den Leistungsdruck einer weiterführenden Schule bereit sind, gibt die Gesamtschule eine Chance auf eine verlängerte Orientierungszeit. Zudem bietet die Gesamtschule mit dem System der berufsvorbereitenden Wahlpflichtkurse einen etwas praxisnäheren Entwurf als das herkömmliche Gymnasium. Insbesondere, wenn Ihr Kind nach dem Abitur eine Berufsausbildung dem Studium vorzieht.

Förderschule und integrative Schule

Wer „Sonderschule“ hört, denkt meist nichts Gutes. Warum das falsch ist und was Förderschulen und integrative Schulen leisten können, lesen Sie hier.

Man muss nicht „normal“ sein, um in der Schule Erfolg zu haben!

Förderschule/Sonderschule

Unter Förder- oder Sonderschulen versteht man sonderpädagogische Einrichtungen, in denen speziell ausgebildete Lehrer in kleineren Klassen mehr Zeit für die Förderung der einzelnen Schüler aufwenden. Auf Förder- und Sonderschulen wird meist der Hauptschulabschluss oder der Realschulabschluss angeboten. Es gibt mehrere Arten von Förderschulen, deren Lehrangebot speziell auf Kinder mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen oder auf Schüler mit Lernschwäche abgestimmt ist. In einigen Bundesländern werden auch Einrichtungen für Hochbegabte als Förderschule bezeichnet.
Fazit: In der Schule wird das Fundament nicht nur für den Bildungsweg, sondern oftmals auch für das spätere Leben gelegt. Förder- und Sonderschulen können Kindern mit einem Bedürfnis nach besonderer Aufmerksamkeit einen Schutzraum bieten, in welchem sie von den Pädagogen intensiver begleitet werden, als es in einer herkömmlichen Schule möglich ist. Denn der Vergleich mit Gleichaltrigen kann von Kindern, die in irgendeiner Weise von der „Norm“ abweichen, auch als demotivierend und belastend erlebt werden. Und wer will für sein Kind einen Start ins Leben, der von Druck und Misserfolgen geprägt ist? Allerdings gibt es vor allem gegen die Institution Sonderschule viele Vorurteile, oft wird die Trennung von Kindern nach „normal“ und „von der Norm abweichend“ auch als Diskriminierung empfunden. Sollten Sie dieser Meinung sein, ist das vielleicht das Konzept der integrativen Schule eine Alternative für Ihr Kind.

Integrative Schule

Da die schulische Trennung von Kindern mit und ohne Einschränkungen oft als diskriminierend und benachteiligend empfunden wird, gibt es auch Regelschulen, die Integration und Inklusion fördern. Dieser pädagogische Ansatz setzt darauf, dass Kinder mit Beeinträchtigung von der Leistungsfähigkeit ihrer Klassenkameraden profitieren, während diese im integrativen Unterricht an Sozialkompetenz gewinnen. Die integrative Schule zeichnet sich zudem durch kleinere Klassen und intensive Betreuung durch speziell geschulte Lehrer aus.
Fazit: Die integrative Schule funktioniert nach dem Prinzip der Gleichberechtigung und Gegenseitigkeit. Die Schule passt sich dem Kind an und nicht umgekehrt. Dieser Grundsatz funktioniert in der Praxis bei Kindern mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen meist sehr gut. Eltern von Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten und kognitiven Beeinträchtigungen sollten ein Auge darauf haben, ob sich das eigene Kind gut in die Klasse integriert und ob dieses Modell den Bedürfnissen des Kindes gerecht wird.

Privatschulen: kirchliche, internationale und Internat

Last but noch least: Zu den Privatschulen zählen auch kirchliche und internationale Schulen sowie die meisten Internate. Welche Vor- und Nachteile es gibt? Das erfahren Sie hier.

Noch keine zündende Idee? Kein Wunder, bei dem Schul-Wirrwarr.

Kirchliche Schulen

Sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche unterhalten etliche private Schuleinrichtungen von der Grund- bis zur Berufsschule. Die Pädagogik an kirchlichen Schulen stellt das christliche Menschenbild, Werte wie Nächstenliebe und die Gemeinschaft in den Vordergrund. Glaube und Religiosität sind zwar keine Voraussetzung für den Besuch dieser Schulen, auf Religion wird allerdings auch im Unterricht großen Wert gelegt.

Fazit: Trotz aller Negativschlagzeilen der letzten Zeit ist die Qualität einer Ausbildung unter kirchlicher Trägerschaft meist sehr hoch. Auch wenn Religiosität und Glaube keine Voraussetzung für den Schulbesuch darstellen, ist die eigene Einstellung zur Religion aber möglicherweise ein entscheidender Faktor, um sich in diesem Umfeld wohl zu fühlen. Sie sollten diese Umstände in jedem Fall in Ihre Entscheidung über die Erziehung Ihres Kindes in einer kirchlichen Schule einbeziehen.

Internationale Schule

International sind an diesen Schulen meist nicht nur die Schüler, auch der Unterricht wird oft in einer Fremdsprache oder zweisprachig in Englisch und Deutsch abgehalten. Auch wenn der Lehrplan und die Fächer sich nicht unbedingt am deutschen Schulsystem orientieren: Der Abschluss des International Baccalaureate (IB) kann meist problemlos anerkannt werden, wenn eine für das deutsche Abitur übliche Fächerkombination belegt wurde.
Fazit: Wenn Sie in der Bildung Ihres Kindes Wert auf einen Schwerpunkt in Fremdsprachen und auf ein internationales Umfeld legen, ist die Internationale Schule eine gute Alternative zu deutschen Regelschulen. Auch für Kinder mit zweisprachigem oder Migrationshintergrund ist diese Schulart bestens geeignet. Für die spätere Bildungskarriere im deutschen Hochschulsystem sollte allerdings auf eine dem öffentlichen Schulsystem angepasste Fächerwahl geachtet werden.

Internat

Gründe dafür, seine Kinder auf ein Internat zu schicken, gibt es viele. Nicht nur die familiäre Situation kann ausschlaggebend für die Entscheidung sein, sondern auch die Gewissheit, dass das eigene Kind rund um die Uhr betreut wird und dazu noch eine gute Ausbildung bekommt. Neben den staatlich geforderten Lernzielen können im Internat auch zusätzliche Kompetenzen und Fähigkeiten vermittelt werden, wie es in einer externen Regelschule oft gar nicht möglich ist. Viele Internate bieten eine große Auswahl an Sportmöglichkeiten und an handwerklicher und künstlerischer Betätigung. Auch eine persönliche Beziehung zwischen Lehrern und Schülern, die individuelle Förderung und intensive Betreuung durch kleine Klassenverbände ist in Internatsschulen möglich. In der Regel werden, je nach Schule, alle staatlich anerkannten Abschlüsse angeboten.
Fazit: Ein Internat gewährleistet nicht nur für Eltern, die wenig Zeit für die Erziehung Ihres Nachwuchses haben, eine umfassende Betreuung und gute Ausbildung. Im Gegensatz zu externen Schulen weisen die Klassenverbände einen intensiveren Zusammenhalt der Schüler auf. Das stärkt früh das Verantwortungsbewusstsein für andere und die sozialen Kompetenzen. Zudem hat fast jedes Internat für die Zeit nach dem Schulabschluss ein Netzwerk von Ehemaligen, die beim Start ins Berufsleben hilfreich sein können.

Hauptschule oder Realschule?

Was kommt nach der Grundschule? Die Hauptschule hat einen schlechten Ruf, bei der Realschule gibt es einiges zu beachten. Wir haben die Infos auf einen Blick.

Wie weiter nach der Grundschule? Keine leichte Entscheidung …

Hauptschule/Mittelschule

Die Hauptschule musste aufgrund mangelnder Berufs- und Bildungschancen von Hauptschülern die letzten Jahre viel Kritik einstecken und hat den Stempel „Restschule“ aufgedrückt bekommen. Eine aussterbende Gattung also?
In vielen Bundesländern ist sie als eigenständige Schulform bereits abgeschafft und als Teil der Sekundarstufe I mit der Realschule zur Gesamtschule, zur Regional-, Sekundar- oder Mittelschule zusammengeführt worden. Ziel der Haupt- oder Mittelschule ist es, den Schülern ab der fünften Klasse eine grundlegende allgemeine Bildung zu vermitteln und mit praxisorientiertem Unterricht ein Fundament für die spätere Berufsorientierung zu legen. Mit erfolgreichem Abschluss der neunten Klasse wird automatisch der Hauptschulabschluss und damit die Berufsschulreife erlangt.
In einigen Bundesländern kann über eine zusätzliche freiwillige Prüfung der Qualifizierende Hauptschulabschluss, der „Quali“, erworben werden. Der Quali berechtigt zum Besuch der Berufsfach- und Wirtschaftsschulen und verbessert die Chancen, auf einen Ausbildungsplatz oder eine Lehrstelle. Mit einer entsprechenden Durchschnittsnote im Quali kann zudem die zehnte Klasse besucht werden, nach der bei bestandenem Abschluss der mittlere Schulabschluss (Mittlere Reife) beziehungsweise die Fachoberschulreife winkt. Bei guten Leistungen kann danach die gymnasiale Oberstufe besucht werden.
Fazit: Die Haupt- und Mittelschule ist in vielen Fällen besser als ihr Ruf, denn die vielbeschworene Durchlässigkeit ist im Schulsystem durchaus gegeben. Der Hauptschulabschluss muss also nicht das Ende der Schul- und Bildungskarriere bedeuten, bei Eignung und mit entsprechender Förderung kann Ihr Kind danach weiterführende Schulen besuchen. Für Kinder, die nach der Schule eine Ausbildung oder Lehre machen wollen, ist der Qualifizierende Hauptschulabschluss als Start ins Berufsleben zu empfehlen.

Die Realschule gehört zu den weiterführenden Schulen und wurde ursprünglich als praxisnahe Alternative zum Gymnasium eingeführt. Sie dient laut Kultusministerkonferenz dazu, den Schülern eine erweiterte allgemeine Bildung zu vermitteln. In den vier bis sechs Jahren können Jugendliche technisch-naturwissenschaftliche, sozialkundliche, sprachliche oder wirtschaftliche Schwerpunkte setzen. Zudem steht neben Englisch eine zweite Fremdsprache auf dem Plan und nach der sechsten Klasse ist bei Eignung der Wechsel ins Gymnasium möglich. Nach Erwerb der Mittleren Reife nach der zehnten Klasse können die Berufsfachschule, Fachoberschule oder das Gymnasium besucht werden.
Fazit: Die Realschule bietet ein solide Grundausbildung mit einem von Ausbildungsbetrieben in Deutschland geschätztem Schulabschluss, der entweder als Start ins (Berufs-)Ausbildungsleben genutzt werden kann oder als Sprungbrett für eine weiterführende Schulkarriere oder akademische Ausbildung.

Quereinstieg möglich!

Das Schulsystem in Baden-Württemberg

An die vierjährige Grundschule schließen sich im baden-württembergischen Schulsystem folgende weiterführende Schulen an:

  • die Hauptschule
  • die Werkrealschule
  • die Realschule
  • die Gemeinschaftsschule mit der Option auf eine gymnasiale Oberstufe
  • das Gymnasium

Das klassische dreigliedrige System (von Werkrealschule/Hauptschule, Realschule und Gymnasium, wie es zum Beispiel in Bayern zu finden ist) wird durch die sogenannte Gemeinschaftsschule ergänzt. An jeder Gemeinschaftsschule findet in den Klassenstufen 5 – 10 verpflichtend Ganztagesschule statt. In den Jahrgangsstufen 5 und 6 wird nach dem Bildungsplan der Realschule unter Einbeziehung gymnasialer Standards unterrichtet. Prinzip der Gemeinschaftsschule ist das längere gemeinsame Lernen aller Schüler und die Kooperation der verschiedenen Schulformen unter einem gemeinsamen organisatorischen Dach. Zusätzlich existieren im Moment drei Gesamtschulen in Baden-Württemberg: in Heidelberg, Mannheim und Freiburg.

Folgende Abschlüsse können in Baden-Württemberg an den unterschiedlichen Schulen erworben werden:

  • Hauptschulabschluss
  • Mittlere Reife als Werkrealschulabschluss (Hauptschule / Werkrealschule) oder als Realschulabschluss
  • Fachhochschulreife
  • Allgemeine Hochschulreife

Es existieren verschiedene Wege, die obenstehenden Abschlüsse zu erwerben.

Hauptschulabschluss

Der Abschluss ist ein Einstieg in die weiterführende schulische oder berufliche Bildung. Er kann nach dem neunten oder zehnten Schuljahr an einer Werkrealschule bzw. Hauptschule erworben werden. Ebenso kann er an einer Gemeinschaftsschule oder im Berufsvorbereitungsjahr oder Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf absolviert werden. An der Realschule oder an einem Gymnasium erhält man den Hauptschulabschluss automatisch durch die Versetzung von Klasse neun nach Klasse zehn.

Werkrealschulabschluss

Die Werkrealschule umfasst die Klassen 5 bis 10. Mit erfolgreicher Abschlussprüfung nach Klasse 10 wird ein mittlerer Bildungsabschluss (Werkrealschulabschluss) erworben.
Der Werkrealschulabschluss baut auf den Bildungsplan der Hauptschule auf und beinhaltet die Fächer und Fächerverbünde, die man von der Hauptschule bereits kennt. Der Unterrichtsstoff der Jahrgangsstufe 10 ist Voraussetzung für das Bestehen der Prüfung ist und schließt inhaltlich direkt an den Hauptschulstoff der 9. Klasse an. Der Werkrealschulabschluss kann somit empfohlen werden, wenn vorher eine Hauptschule besucht worden ist. Er beinhaltet insgesamt fünf Prüfungsfächer.
Der Werksrealschulabschluss und der Realschulabschluss gelten in Baden-Württemberg als gleichwertige Mittlere Bildungsabschlüsse; mit beiden erwirbt man somit die „Mittlere Reife“. Durch das Versetzungszeugnis von Klasse 10 in Klasse 11 der allgemeinbildenden Gymnasien sowie der beruflichen Gymnasien der 6jährigen Aufbauform (6BG) erhält man automatisch die „Mittlere Reife“.

Es besteht außerdem die Möglichkeit, den Werksrealschulabschluss als Schulfremder durch Bestehen der Schulfremdenprüfung zu erreichen. Dieser Mittlere Bildungsabschluss baut auf den Bildungsplan der Hauptschule auf und beinhaltet die Fächer und Fächerverbünde, die man von der Hauptschule bereits kennt. Der Unterrichtsstoff der Jahrgangsstufe 10 ist Voraussetzung für das Bestehen der Prüfung und schließt inhaltlich direkt an den Hauptschulstoff der 9. Klasse an. Der Werkrealschulabschluss kann somit empfohlen werden, wenn vorher eine Hauptschule besucht worden ist. Er beinhaltet insgesamt fünf Prüfungsfächer.
Auf die Abschlussprüfung für Schulfremde können Sie sich gezielt durch Vorbereitungskurse, z.B. bei einem privaten Bildungsinstitut oder anderen Bildungsträgern vorbereiten.

Realschulabschluss

Der Realschulabschluss wird nach erfolgreicher Abschlussprüfung nach Klasse 10 der Realschule erworben. Hierbei handelt es sich um einen dem Werkrealschulabschluss gleichgestellten Mittleren Bildungsabschluss.
Der Realschulabschluss baut auf den Bildungsplan der Realschule auf. Zum regulären Fächerkanon kommen ab Jahrgangsstufe 7 entweder der Fächerverbund „Technik, Mensch und Umwelt“ oder Französisch hinzu. Nach der 9. Jahrgangsstufe der Realschule oder des Gymnasiums ist in der Regel ein problemloser Übergang in die 10. Jahrgangsstufe bzw. die Vorbereitung auf den Realschulabschluss in zehn Monaten möglich. Mit einem Hauptschulabschluss nach neun Jahren oder vergleichbaren Hauptschulkenntnissen sollte man dafür mit zusätzlichem Arbeitsaufwand rechnen. Der Realschulabschluss beinhaltet insgesamt sechs Prüfungsfächer. Durch das Versetzungszeugnis von Klasse 10 in Klasse 11 der allgemeinbildenden Gymnasien sowie der beruflichen Gymnasien der 6-jährigen Aufbauform (6BG) erhält man automatisch die „Mittlere Reife“.

Es besteht außerdem die Möglichkeit, den Realschulabschluss als Schulfremder durch Bestehen der Schulfremdenprüfung zu erreichen. Die Schulfremdenprüfung für den Realschulabschluss beinhaltet insgesamt sechs Prüfungsfächer.

Auf die Abschlussprüfung für Schulfremde können Sie sich gezielt durch Vorbereitungskurse, z.B. bei einem privaten Bildungsinstitut oder anderen Bildungsträgern vorbereiten.

Weitere Informationen zur externen Mittleren Reife und zur Vorbereitung bieten wir am folgenden Standort:
Mittlere Reife nachholen in Stuttgart

Fachhochschulreife

Die Fachhochschulreife wird typischerweise an beruflichen Schulen erworben (Berufskolleg, Berufsoberschule u. a.). Den schulischen Teil der Fachhochschulreife bekommt man bei Besuch eines Gymnasiums der Normalform bei Versetzung in die 12. Klasse (G8) oder in die 13. Klasse (G9) zugesprochen.
Die Fachhochschulreife berechtigt Sie zum Studium an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften (ehemals Fachhochschulen), zum Studium des Studiengangs „Frühe Bildung und Erziehung“ (Elementarpädagogik) an einer Pädagogischen Hochschule und – in Verbindung mit einer Eignungsprüfung- zum Studium an der Dualen Hochschule.

Allgemeine Hochschulreife

Die allgemeine Hochschulreife kann an einem Gymnasium der Normalform in der Regel nach 8 Jahren oder in ausgewählten Gymnasien nach 9 Jahren (G8 bzw. G9) durch Bestehen der Abiturprüfung erworben werden. Ebenso besteht die Möglichkeit, an einem beruflichen Gymnasium – nach Erwerb der Mittleren Reife mit gutem Durchschnitt – nach drei Jahren das Abitur zu absolvieren. Alternativ besteht die Möglichkeit, sich auf dem zweiten Bildungsweg an Abendgymnasien oder Kollegs auf die Prüfungen vorzubereiten. In Gemeinschaftsschulen mit Sekundarstufe II kann das Abitur nach insgesamt 13 Schuljahren abgelegt werden, jedoch ist dies erstmalig im Jahr 2021 möglich, da es sich hierbei um eine Schulform handelt, die erst seit dem Schuljahr 2012/2013 existiert. Die allgemeine Hochschulreife berechtigt zum Studium aller Studiengänge an allen Universitäten bzw. Hochschulen in der Bundesrepublik Deutschland.

Auch besteht die Möglichkeit, die Abiturprüfung als Schulfremdenprüfung zu absolvieren. Hierauf können Sie sich gezielt durch Vorbereitungskurse, z.B. bei einem privaten Bildungsinstitut oder anderen Bildungsträgern vorbereiten.

Weitere Informationen zur externen Allgemeinen Hochschulreife und zur Vorbereitung bieten wir am folgenden Standort:
Abitur nachholen in Stuttgart

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