Gute nacht osterhase

Gute-Nacht-Geschichte: Soffi trifft den Osterhasen

Soffi musste die ganze Zeit nachdenken. Morgen würde sie Eier suchen und hoffentlich jede Menge Süßigkeiten finden. Sie schlenderte so den schönen Waldweg entlang, den sie schon sooft mit Papa gegangen war. Sie schaute sich alles ganz genau an. Denn sie hoffte immer darauf irgendwo den Osterhasen zu treffen. Ihre Oma hatte ihr nämlich erzählt, dass der Osterhase jetzt kurz vor Ostern durch die Städte von Haus zu Haus geht und nachsieht, ob auch alle Kinder brav waren. Wenn ein Kind überhaupt nicht artig war, bekommt es nämlich überhaupt keine Eier zu Ostern.

Soffi war natürlich ganz lieb und sie freute sich riesig auf die Eiersuche. Als sie an eine Lichtung kam sah sie tatsächlich einen Hasen. Er hoppelte geradewegs auf einen Busch zu. Soffi war neugierig. „Kann das der Osterhase sein?“ Sie entschloss sich nachzusehen und folgte dem Hasen in den Busch. Dort war es dunkel und irgendwie war es Soffi mulmig zumute. Doch sie nahm all ihren Mut zusammen und ging weiter vorwärts. Plötzlich kam sie an ein großes Loch. Es sah aus wie ein großes Hasenloch. Soffi schluckte. „Vielleicht ist er ja dort hineingegangen!“ Soffi schaute und kroch langsam in das große Loch. Das Loch war dunkel und es war sehr feucht. „Vielleicht sollte ich lieber wieder umkehren!“ Soffi hatte Angst.

Doch auf einmal hörte sie etwas. Es klang wie Kinderlachen. Soffis Neugierde siegte. Sie ging weiter und sah ein Licht. „Dort muss der Tunnel zu Ende sein.“ Soffi ging schneller und als sie das Ende des Loches erreichte, traute sie ihren Augen nicht. Was sie gehört hatte, war tatsächlich Kinderlachen. Doch sie sah keine Kinder. Sie stand mitten in einem Dorf. Und überall in diesem Dorf lebten Hasen. Große und kleine Hasen, alte Hasen und Kinderhasen. Die Kinderhasen lachten und spielten. Alle trugen Anziehsachen. Die Mädchen trugen Kleider, die Jungen Hosen. Als die kleinen Hasen Soffi bemerkten wurde es ganz still. Ein Hasenjunge rannte weg. Ein kleines Hasenmädchen versteckte sich zitternd hinter dem Bein eines größeren Hasen. Sie stotterte: „Wer bist du? Und wieso hast du gar keine langen Ohren? Wo ist dein Fell und dein Schwanz?“ Soffi schmunzelte und sagte: „Ich bin ein Mensch. Ein Menschenkind. Wir haben keine langen Ohren und auch kein Fell. Seid ihr etwas Osterhasen?“ Soffis Herz klopfte. So etwas hatte sie noch nie gesehen.

Sie hatte davon gehört und auch Oma hat ihr oft eine Geschichte vorgelesen von einem Land, wo die Osterhasen leben, in einem schönen Dorf, wo immer Frühling ist. „Stimmt es das bei euch immer Frühling ist?“, wollte Soffi wissen. Das Hasenmädchen hatte immer noch Angst. Plötzlich kam der Hasenjunge, welcher weggerannt war, zurück zusammen mit einem großen Hasen. Soffi sah, dass es derselbe Hase war, dem sie gefolgt war. „Guten Tag. Wer bist du? Und wie hast du hierher gefunden?“ Der Hase trat näher und schaute Soffi von oben bis unten an. „Normalerweise kann kein Mensch unser Dorf finden. Wie hast du es entdeckt?“ Soffi war verlegen. „Ich bin dir durch das große Loch gefolgt. Ich war doch so neugierig, ob es den Osterhasen wirklich gibt. Tut mir leid!“ „ Ach, wenn du schon mal hier bist, kann ich dir auch alles zeigen.“ Der Hase reichte ihr eine Pfote und zog Soffi hinter sich her. „Ich heiße Mümmelmann. Wie heißt Du?“ „Ich bin Soffi. Soffi Winterbaum.“ Soffi machte einen Knicks. „Freut mich sehr euch kennenzulernen.“

Das kleine Hasenmädchen war mittlerweile hervorgekommen und stellte sich vor Soffi:“ Komm ich zeige dir wie wir die Ostereier anmalen!“ Soffi freute sich:“ Wirklich? Das wollte ich schon immer wissen!“ Das Hasenmädchen lief voraus und rief:“ Ich heiße übrigens Bunny!“ Soffi lief hinter Bunny her und zu allererst hielten sie an einem großen Stall. „Hier sind die Hühner, die die Eier zu Ostern legen. Das sind ganz besondere Eier, denn sie sind schon gekocht. So sparen wir viel Arbeit.“ Soffi ging hinter Bunny her. Sie sah soviele Hühner wie niemals zuvor. Der Stall schien unendlich zu sein. Die Hühner waren aber keine normalen Hühner. Auch sie trugen Kleidung und es sah so aus, als seien sie ganz normale Familien. Nur das es keine Menschen waren. Ein Huhn war ganz durcheinander:“ Ohjeh. Ohjeh. Morgen ist Ostern. Wie soll ich das alles nur schaffen. Los Mädels wir müssen noch 100000 Eier legen, damit die Häsinnen sie schnell bunt anmalen können!“ Soffi war ganz vertieft in dem Treiben. Bunny sagte:“ Komm hier entlang. Ich zeige dir die Ostereieranmalwerkstatt. Soffi folgte Bunny und sie kamen durch eine riesige Tür. Sie gelangten in eine große Fabrik. Überall standen Tische und an jedem Tisch saßen zwei Hasenfrauen. Sie arbeiteten mühevoll mit den Händen und zauberten die schönsten Eier. Sie waren alle ganz vertieft in Ihrer Arbeit, sie bemerkten Soffi und Bunny nicht. Bunny lief plötzlich los. „Mama. Mama. Schau mal wir haben Besuch!“ „An einem Tisch sitzt also die Mutter von Bunny.“, dachte Soffi. Sie begrüßte die Hasenmutter freundlich. „Na wen haben wir denn hier. Mein Mann hat mir schon erzählt, dass du kommst. Er sagte du seist ein besonderes Kind und das erste welches unser Dorf gefunden hat. Er meinte ich solle dir dafür ein besonders schönes Ei geben!“ Die Hasenfrau hielt Soffi ein goldenes Ei hin. „Das ist ein Ei speziell für dich. Pass gut darauf auf.“ Die Hasenfrau lächelte. Soffi bedankte sich und schaute zu Bunny. Bunny sagte: „Noch eine Station haben wir vor uns. Das ist da, wo die Eierkörbe fertig geschmückt werden. Achja und natürlich kommen wir noch am Blumenfeld vorbei. Da wirst du staunen!“, kicherte Bunny.

Soffi folgte ihr und sie gingen wieder nach draußen. Vor Soffi erstreckte sich eine gewaltige Blumenwiese. „Soviele Blumen habe ich noch niemals gesehen!“ Soffis Augen glänzten. Sie hatte sich viel erhofft, aber so schön hatte sie sich das Osterdorf nicht vorgestellt. Am Ende des Feldes sah Soffi etwas Glänzendes. „Das müssen die Osterkörbe sein!“ Soffi war ganz aufgeregt und sie konnte es kaum erwarten zu sehen, wie die Körbe angefertigt werden. Als sie endlich ankamen schaute sich Soffi alles ganz genau an. Es gab viele verschiedene Körbe in allen erdenklichen Farben und Größen. „Die ganz kleinen Körbe sind für die kleinsten Kinder und die Großen natürlich für größere Kinder. Und dann gibt es noch die Körbe für die Erwachsenen. Sie suchen zwar keine Eier mehr, aber auch Erwachsene genießen die Schönheit von Ostern und Frühling.“ Bunny sah wie glücklich Soffi war und sie freute sich riesig darüber. „Du Soffi? Ich hoffe du wirst mich niemals vergessen. Du bist doch ab jetzt meine richtige liebe Freundin oder?“ Bunny schaute erwartungsvoll. „Aber natürlich kleines Hasenmädchen!“ Soffi streichelte Bunny über das Fell. „Und das da, das ist dein Korb Soffi.“ Bunny hielt Soffi einen wunderschönen Korb hin. In dem Korb lagen bunte Eier und Schokoladenhasen. Geschmückt wurde er von einer roten Schleife und einer Narzisse. „Danke der ist wirklich wunderschön!“ Soffi umarmte Bunny. „So aber ich glaube nun musst du langsam heim gehen. Nachher machen sich deine Eltern noch Sorgen. Und Morgen ist doch Ostern. Das soll doch ein Fest der Freude sein.“ Soffi nickte. Zusammen mit Bunny ging sie zurück zum Dorf. Dort bedankte sich Soffi nochmal beim Osterhasen, seiner Frau und all seinen Gehilfen. Bunny führte Soffi dann zurück zum Hasenloch. „Du wirst mir sehr fehlen Soffi.“ Bunny schluchzte. „Du mir auch Bunny. Ich werde jedes Ostern an Dich denken.“ Soffi winkte und lief los. Die Höhle war noch dunkler und als Soffi endlich zum Ausgang kam, wurde es bereits dunkel.

„ Soffi!“ rief jemand. „Soffi! Wo bist du?“ „Oh nein. Mama und Papa suchen mich!“ Soffi lief schnell auf Ihre Eltern zu. „Entschuldigt Mama und Papa. Ich habe den Osterhasen gesehen und bin ihm in sein Osterdorf gefolgt und habe dort viel erlebt. Ich habe sogar ein goldenes Ei bekommen. Hier schaut!“ Soffi wollte ihren Eltern das Ei zeigen Doch es war nirgends zu finden. Soffi schaute sich um. Auch der wunderschöne Osterkorb war weg. Soffi war traurig und begann zu weinen. „Es ist weg. Alles ist weg!“ schluchzte Soffi. Ihre Mutter nahm sie in den Arm. „Hey nicht weinen Kleines. Lass uns nach Hause gehen. Es ist spät und du hast uns einen richtigen Schrecken eingejagt. Aber nun bist du ja da und bestimmt bist du sehr müde.“ Soffi nickte. Ihr Vater nahm sie Huckepack und trug sie heim. Unterwegs schlief Soffi ein und wurde erst am Ostersonntag früh morgens wieder wach. Sie rieb sich die Augen. „Ob das alles nur ein Traum war?“, fragte sich Soffi und ging ins Bad. Danach zog sie ihr schönstes Kleid an und ging hinunter in den Garten. Ihre Eltern und auch die Großeltern warteten schon. „Der Osterhase war hier. Willst du nicht los laufen und alles suchen?“, fragte ihre Oma und zwinkerte Soffi zu. Sie hielt Soffi einen Korb hin.

Soffi schaute auf den Korb und sah, dass es derselbe Korb war, den sie gestern im Osterdorf geschenkt bekommen hatte. Soffi war glücklich. „Ich laufe sofort los und suche!“ Soffi fand viele bunte Ostereier und viele Süßigkeiten und als sie dachte, das wäre nun alles sah sie in der Nähe des Zaunes zwischen den Blumen etwas glitzern. Sie lief los. In den Blumen lag das goldene Ei. Soffi sah erst jetzt das man das Ei öffnen konnte. Sie machte es auf und darin lagen ein Brief und daneben ein kleiner Kuschelhase, welcher genauso aussah wie Bunny. Auf dem Brief stand:“ Liebe Soffi. Als du losgelaufen bist, hast du wohl vor lauter Eile dein Ei und den Korb stehen lassen. Ich bin heute ganz früh losgegangen, um es dir zu bringen. Leider wusste ich nicht wie ich in den Zimmer komme, aber das war nicht schlimm. Eine liebe nette Frau hat mich entdeckt und mir gesagt, dass sie Dir alles übergeben wird. Ich glaube die Frau war deine Oma! Ich hoffe du vergisst uns nicht und kommst uns irgendwann wieder mal besuchen. Alles Liebe und Frohe Ostern! Deine Bunny.“ Soffi freute sich sehr und sie lief direkt zu ihrer Oma. „Danke Oma, dass du mir mein Ei und meinen Korb wiedergegeben hast.“ „Kein Problem mein Schatz. Ich weiß doch wie sehr du Ostern magst!“ Soffi sagte: Das ist das schönste Ostern, was ich jemals hatte!“ Zusammen mit Ihrer Familie ging Soffi ins Haus. Und am Frühstückstisch erzählte Soffi ihr Erlebnis vom Osterdorf und vor allem erzählte sie von Ihrer neuen Freundin, Bunny!

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Die Geschichte des Osterhasen

Jedes Jahr an Ostern ist er Gesprächsthema Nummer 1 am gedeckten Ostertisch: der Osterhase. Als wichtigstes Ostersymbol neben dem Osterlamm erfreut das Kuscheltier vor allem die Kleinen.

© dpa/ Ursula Düren

Laut Brauch bemalt das Langohr die Eier und versteckt diese im Garten und taucht ebenso als niedliche Figur aus Schokolade in den Einkaufsläden zur Osterzeit auf. Doch woher kommt dieser Brauch eigentlich? Und wieso bringt ausgerechnet ein Hase die Eier? Es gibt viele Geschichten rund um den Osterhasen.

Der Osterhase bringt an Ostern die Eier: So ist es heute allgemein bekannt. Doch das war nicht immer der Fall. Die Eiersuche selbst war bereits im 16. Jahrhundert bekannt. Am Anfang brachte allerdings nicht der Osterhase die Eier.

Je nach Region standen viele verschiedene Tiere an den Osterfeiertagen im Mittelpunkt. In Bayern waren es Fuchs und Hahn, in der Schweiz kam der Storch, in Tirol legte die Osterhenne die Ostereier, und in Thüringen brachte sie sogar der Kuckuck.

Warum gerade ein Hase?

Eine populäre Version der Osterhasen-Geschichte ist die des missglückten Osterbrotes: An Ostern wurde traditionell ein Osterbrot oder Osterkuchen in Form eines Lamms gebacken. Es wird erzählt, dass sich einmal das Gebäck im Ofen sehr stark verformte, sodass er hinterher einem Hasen mehr ähnelte als einem Lamm. Vielerorts wird ebenso das klassische Osternest zu den Osterfeiertagen gebacken.

Wieso sich gerade ein Hase als eines der bedeutsamsten Ostermotive durchgesetzt hat, erklärt eventuell die Tatsache, dass Hasen und Eier Zeichen der Fruchtbarkeit sind. Nach einem harten Winter erwachen im Frühling Tiere und Pflanzen aus ihrem Winterschlaf. Die Natur blüht auf und verwandelt den Wald in ein farbenfrohes und lebendiges Naturspektakel.

Hasen sind die ersten Tiere, die im Frühjahr ihre Jungen bekommen und gelten deshalb als Fruchtbarkeitssymbol. Das Hasenweibchen kann mehrmals im Jahr Nachwuchs zur Welt bringen und bekommt bis zu zwanzig Junge pro Wurf.

Drei Hasen, drei Ohren

Auch das „Dreihasenbild“ könnte bei der Entstehung der unverzichtbaren Rolle des Hasen an Ostern ausschlaggebend gewesen sein. Man findet es in vielen Kirchen und es war auch als Motiv beim Bemalen der Eier beliebt.

Dargestellt werden dabei drei Hasen, die kreisförmig angeordnet sind, sodass die Ohren des einen auch gleichzeitig die Ohren der anderen beiden darstellen. Somit sind insgesamt nur drei Ohren abgebildet.

Die drei miteinander verbundenen Hasen symbolisieren die heilige Dreifaltigkeit. Diese Verschmelzung von Ostereiern und diesem Hasen-Motiv könnte bei der Entstehung des Osterhasen eine große Rolle gespielt haben.

  • Des Königs Osterei © Patricia Koelle
  • Moko, das Delfinweibchen © Angelina de Satura
  • Jiggollo aus Hühneregg © Katharina Britzen
  • Nie mehr einsam! © Gaby Schumacher
  • Frau und Herr Igel bereichern das Osterfest © Barbara Pronnet
  • Hops, der kleine Osterhase © Barbara Pronnet
  • Krümel, der Held © Angelina de Satura
  • Patschi und Löffel © Gaby Schumacher
  • Endlich Osterferien! © Angelina de Satura
  • Wie Eberhardt und die Schweinebande das Osterfest retteten Eine schweinische Ostergeschichte © Elfi Saupe
  • Der Hasenstreik © Anke Abbing
  • Amazing grace und die Eiergranaten © Birge Laudi
  • Der Osterhase hat’s Mutsch erzählt © Angelika Lauhoff
  • Hipp, Hopp und Robbienchen und der Osterhase © Jürgen Kleschnitzki
  • Ostereier zum Piepen © Elfi Saupe
  • Verlogene Gestalten zu Ostern und Weihnacht © Ben Peter
  • Eine besondere Gabe für die Hasen © Enrico Andreas Brodbeck
  • Aus … für Osterhasen?? (Eine gute Idee …) © Gaby Schumacher
  • Ein Palmstock mit unbändigen Allüren © Enrico Andreas Brodbeck
  • Der Osteraufstand © Caroline Daniel
  • Osterküken © Karl-Heinz Ganser
  • Ein Hase kommt selten allein © Elfi Saupe
  • Das Drachenei © Anatufila
  • Der kleine Osterhase © Karl-Heinz Ganser
  • Karfreitag © schlagloch
  • Böööser Hase! © Anatufila
  • Das Osterhasenmärchen © Heidrun Gemähling
  • Weihnachtsmann trifft Osterhase in Steilkurve © Andreas Bischoff

Osterhase: Ursprung und Bedeutung

Wieso der Hase?

Der Osterhase gilt als Symbol für Ostern. Vor allem Kinder freuen sich auf die bemalten Eier, die der Osterhase vorbeibringt und versteckt. Tatsächlich gibt es unzählige Varianten über den Ursprung des Osterhasen.

Die erste schriftliche Erwähnung des Osterhasen, der Eier im Garten versteckt, stammt aus 1682 aus einer wissenschaftlichen Arbeit des Medizinprofessors Georg Franck von Franckenau. Hier warnt er die Menschen vor einem zu hohen Eierverzehr. Doch woher kommt das Motiv des Hasen? Wir stellen euch hier die bekanntesten Theorien vor.

Heidnisches Fest

Der germanischen Frühlingsgöttin Ostara war der Hase als heiliges Tier zugeordnet. Er galt durch seine starke Vermehrung als Fruchtbarkeitssymbol. Noch heute wird die etymologische Verwandtschaft des Wortes „Ostern“ mit der Frühlingsgöttin „Ostara“ (deren Name auf „Eostre“ zurückgeht) debattiert.

Ursprünge in Antike und im Christentum

Ob auf Tonlampen oder Mosaiken – das Motiv des Hasen findet sich auf vielen Beispielen in Kunst und Architektur der Antike wieder. Hier galt er als Sinnbild für Leben und Wiedergeburt. Ab dem Späten Mittelalter wurde der Hase und das Ei zum Sinnbild für die Auferstehung Jesu Christi und bekam so eine christliche Bedeutung.

Der Hase gilt als Mondtier

Das Osterfest wird am ersten Sonntag des Frühlingsvollmondes gefeiert. Wenn man den Mond ansieht, kann man mit viel Phantasie einen liegenden Hasen erkennen.

Ein „verbackenes“ Osterlamm

Eine andere Variante zum Ursprung des Hasen handelt von dem missglückten Osterbrot. Traditionell wurde an Ostern ein Osterbrot gebacken, welches die Form eines Lammes haben sollte. Doch eine Legende erzählt, dass sich im Backofen das Osterlamm verformte und schließlich wie ein Hase aussah. Somit soll sich der Osterhase etabliert haben.

Wieso das Ei?

Dass der Osterhase den Kindern die bunten Eier bringt, wird sich seit dem 17. Jahrhundert erzählt. Doch den Brauch des „Eierbringens“ gab es schon früher.

Zuvor sollen vor allem Vögel, wie der Storch oder der Kuckuck die österlichen Gaben mitgebracht haben. Sie sollen am Gründonnerstag nach Rom geflogen sein, um die Ostereier abzuholen und am Karsamstag wieder zurückgereist sein, um die Eier willkürlich zu verteilen. Der Ostersonntag soll dann der große Tag sein, an dem die Kinder Ostereier suchen. Letztendlich setzte sich der Hase im 19. Jahrhundert als Symbol für Ostern durch. Doch auch bei der Geschichte um das Osterei gibt es mehrere Theorien.

So geht eine Geschichte bis in die vorchristliche Zeit zurück, in der das Ei für Leben bzw. eine Lebensquelle steht. Diesem Glauben passte sich die Kirche an. So ist das Ei auch im christlichen Verständnis ein Sinnbild für Leben und steht für die Auferstehung Jesu. Seit dem 4. Jahrhundert ist außerdem die sogenannte Eiweihe nachzuweisen, bei der das Ei gesegnet und Fruchtbarkeit verliehen wurde.

Wieso bunte Eier?

Das Färben und Bemalen von Eierschalen ist älter als die christliche Tradition. So wurden in antiken Gräbern der Ägypter und Sumerer bemalte Straußeneier gefunden.

Später haben die frühen Christen die Eier ausschließlich rot gefärbt, um auf das Blut hinzuweisen, dass durch den auferstandenen Jesus vergossen wurde. In verschiedenen Kulturen taucht auch immer wieder das Dreihasenbild auf, das auf viele Ostereier gemalt wurde. Hinter den drei Hasen auf dem Dreihasenbild wird die Bedeutung der Dreifaltigkeit verstanden. Übrigens kann das hier vorkommende Hasen-Motiv ebenso ein Entstehungsgrund des Osterhasens sein.

Ab dem 12. Jahrhundert wurden die Ostereier bunt bemalt und dekoriert. Apropos wir haben tolle Ideen fürs Osternest zum Nachmachen: Eier färben und Eier ausblasen. Zu Ostern gibt es neben dem Osterhasen und den Eiern noch weitere österliche Traditionen. Mehr dazu erfahrt ihr hier: Osterbräuche und ihre Bedeutung.

Noch mehr Osterdeko fürs Osterfest findet ihr auf unserer Pinterest-Pinnwand. Nette Ostersprüche oder Geldgeschenke könnt ihr auch einfach in hübsche DIY-Osterkarten legen. Lasst euch von noch mehr Ideen und Anleitungen inspirieren.

Ostern 2019: Warum bringt der Osterhase die Ostereier?

In den meisten Kulturen ist der Osterhase eine zentrale Figur des Osterfestes. Doch sein Ursprung ist nicht eindeutig belegt. Es gibt jedoch verschiedene Theorien darüber, warum der Hase die Ostereier bringt.

Historiker vermuten, dass der Hase als Symbol mit der Fruchtbarkeitsgöttin Eostre verbunden ist. Begründet wird diese Theorie mit der sich schnell vermehrenden Population des Tieres: Da Hasen im Frühjahr außerordentlich fortpflanzungsfreudig sind, werden sie mit Ostern verknüpft. Auch Eier sind ein Symbol für Fruchtbarkeit.

Ursprung im Christentum

Die christlichen Kirchen haben den Osterhasen über viele Jahrhunderte in die Geschichte und Mythologie rund um die Osterzeit eingewoben. Aufgrund seiner starken Vermehrung mit bis zu 20 Jungen pro Jahr gilt er als ein Symbol für Fruchtbarkeit. Die kirchliche Symbolik des Hasen nahm ihren Ursprung im späteren Mittelalter und wurde darauf als Sinnbild für die Auferstehung Jesu Christi dargestellt.

Foto-Serie mit 8 Bildern

Zum Ende des 17. Jahrhunderts lässt sich in der Arbeit des Mediziners Georg Franck von Franckenau eine erste schriftliche Erwähnung des Osterhasen belegen. Es wurde über den Osterhasen berichtet, um die Menschen vor einem zu hohen Eierverzehr zu warnen.

  • Osterfeuer: Was verbirgt sich hinter dem Brauch?
  • Termine & Wissenswertes: Warum wir Ostern feiern

Osterhase in der Moderne

Der Brauch, dass der Osterhase bunt gefärbte Eier und Süßigkeiten versteckt, hat nicht nur etwas mit seinem religiösen Ursprung zu tun. Auch Nicht-Christen folgen dem Osterbrauch und richten ein Fest aus, dass vornehmlich für Kinder gefeiert wird. Vor dem 17. Jahrhundert haben jedoch nicht nur Osterhasen, sondern auch Tiere wie Fuchs, Storch, Hahn, Ostervogel oder Kuckuck die Gaben zu Ostern mitgebracht.

Ein Hase, mehrere Erklärungsversuche

Verschiedene Geschichten versuchen, die Herkunft des Osterhasen zu erklären. Eine Version ist, dass das Osterbrot, das traditionell in der Form eines Lammes gebacken wurde, sich verformte und hinterher mehr einem Hasen ähnelte als einem Lamm. Seither habe man diesen Brauch beibehalten.

Eine andere Erklärung liefert das Dreihasenbild, das man in vielen Kirchen findet: Bei diesem Motiv sind drei Hasen kreisförmig angeordnet, sodass die Ohren jedes der Tiere gleichzeitig die Ohren der anderen beiden sind. Aufgrund dieser „Doppelverwendung“ sind im Bild insgesamt nur drei Ohren dargestellt. Dies ist ein Symbol für die heilige Dreifaltigkeit.

Für alle Hasenfamilien fängt bald die aufregendste und arbeitsreichste Zeit des Jahres an. Das Osterfest steht kurz vor der Tür.

Für jeden Hasen, der ein Osterhase werden möchte, ist Ostern das wichtigste Fest im ganzen Hasenleben. Denn angehende Osterhasen müssen viel lernen und einige Regeln beachten.

Schon einige Wochen vor dem Osterwochenende begannen die Hasenfamilien mit den Vorbereitungen, damit am Ostersonntag auch alles gut klappt und jedes Kind ein buntes, gut verstecktes Ei in seinem Osternest im Garten finden wird.

So war es auch in Hoppels Familie. Alle Verwandten, unter anderem auch Hoppels Tanten und Onkel, Cousinen und Cousins, und alle Hasengeschwister, trafen sich in großer Runde und besprachen mit den Haseneltern die Aufgabenverteilung.

Hoppel war das jüngste von 12 Hasenkindern und durfte bisher noch nicht beim Verstecken der Ostereier mitmachen. Seine Geschwister waren schon älter und hatten die Hasenschule mit dem Osterunterricht schon besucht. Sie hatten alle ihre Aufgaben bekommen und übten schon seit Wochen fleißig, um für den wichtigsten Tag des Jahres fit genug zu sein. Für den kleinen Hoppel hatte jetzt keiner Zeit zum Spielen.

Jedes Jahr kamen junge Hasenkinder aus der ganzen Umgebung und meldeten sich in der Hasenschule an, um sich zu Osterhasen ausbilden zu lassen. Dieses Jahr wollte nun endlich auch das Häschen Hoppel dabei sein. “Das wird doch wohl nicht so schwer sein!”, dachte er sich.

Die Haseneltern fanden die Idee gut und ermunterten ihren Sohn: “Übung macht den Meister, Hoppel! Keiner ist bis jetzt als Osterhase vom Himmel gefallen“, sagte Hoppels Papa. Also wurde er in der Schule angemeldet.

Die erfahrenen Osterhasen übernahmen den Unterricht mit den jungen Hasen.

Sie erklärten wie man die Eier von den Hühnern abholt und wie vorsichtig man sie behandeln muss, damit sie nicht zerbrechen. Für diese wichtige Aufgabe werden die kräftigen, erfahrenen und geschickten Hasen eingesetzt.

Dann war der Malunterricht an der Reihe. “Gar nicht so einfach!”, stellte Hoppel fest. Man braucht eine ruhige Pfote, um ein schönes Muster auf das Ei zu malen. Dafür wurden die gelassenen und kreativen Hasen eingesetzt.

Anschließend übten alle Hasenkinder der Osterschule die Eier ganz sicher zu transportieren. Dafür müssen die Hasen flink, aufmerksam und sehr ausdauernd sein. Ihnen wurde in der Schule erklärt, dass die Wege zu den Osternestern oft sehr weit und holprig sind.

Wohl bemerkt ist diese Strecke mit einem großen, vollgefüllten Korb auf dem Hasenrücken oder einer vollen Schubkarre mit bunten Eiern zurückzulegen.

Der Orientierungssinn war auch sehr wichtig, weil alle Nester auch gefunden werden müssen, um die bunten Ostereier dort zu verstecken.

Das waren keine einfachen Aufgaben, aber alle Hasen waren sehr eifrig und fleißig, um alle Abläufe genau zu lernen.

Vor allem der Sportunterricht mit Wettläufen, Balance- und Springübungen und anderen Geschicklichkeitsübungen machte den meisten Hasen sehr viel Spaß und zählte zu den Lieblingseinheiten auf dem täglichen Stundenplan.

Dem kleinen Hasen machte es großen Spaß am Theorieunterricht teilzunehmen, aber manchmal hörte er nicht so recht zu. Während die Anderen übten, träumte er vor sich hin.

Endlich aber kam der große Tag näher und jeder „frisch gebackene” Osterhase bekam einen Korb voller Eier überreicht, die getragen und verteilt werden durften. Die Osterhasen wurden in kleine Gruppen aufgeteilt und verschwanden in kürzester Zeit in alle Himmelsrichtungen.

Plötzlich war Hoppel ganz aufgeregt. Er wusste gar nicht so genau, wohin er laufen sollte. Er hatte ja im Unterricht nicht so genau aufgepasst. Und beim Sport war er auch nicht der fleißigste Schüler gewesen.

“Ach, ich laufe den anderen einfach hinterher!“, beruhigte sich Hoppel.

Nachdem der älteste Osterhase das Startzeichen gab, flitzten alle los.
Es ging über grüne Wiesen, Felder und Wälder in Richtung der Dörfer und Städte, wo die Kinder wohnten.

Hoppel hatte nicht genug geübt und die anderen Hasen liefen ihm schnell davon.

Müde und erschöpft erreichte Hoppel nun auch eine Wiese, auf der Pferde weideten. Hoppel fragte die Pferde: “Wisst ihr vielleicht, wo die Osternester für die Kinder sind?” Die Pferde zeigten auf die Maulwurfhügel. „Dort vielleicht?”, und grasten weiter.

Vorsichtshalber legte Hoppel ein rotes, glänzendes Ei auf den Maulwurfhügel und lief weiter.

Auf dem Weg entdeckte er ein kleines Häufchen aus Laub und Zweigen. Es sah auch wie ein Nest aus. Hoppel legte auch darauf ein Ei und lief weiter.

Jetzt lief er an der Hecke vorbei, die langsam ausschlug, aber noch so durchsichtig war, dass er in der Mitte ein Nest entdeckte. Auch dahin legte er ein buntes Ei.

So verteilte er alle hübschen Ostereier, bis er einen Garten erreichte und unter einem Baum ein wunderschönes grünes Nest aus Gras entdeckte.

„Huch!“ Jetzt erinnerte sich Hoppel. So sollte ein richtiges Osternest aussehen. Der alte Osterhase hatte es im Osterunterricht mehrmals gezeigt.

Traurig saß er neben dem Nest, weil er keine Ostereier mehr hatte, als plötzlich jemand neben ihm angekrochen kam. Er schob ein rotes Ei vor sich her. “Warst du das, der mir das Ei auf mein Luftloch auf meinen Hügel gelegt hat?” fragte der Maulwurf verärgert und lief wieder zu seinem Bau zurück.

Da kam auch schon ein Mäusepaar, und rollte ein buntes Ei zum Häschen.
„Was sollte das denn? Wir brauchen kein Ei vor unserem Bau“, schimpften die beiden Mäuse und liefen weiter.

Und auch ein Igel kam zu Hoppel und brachte auf seinem Stachelrücken ein Osterei zurück, welches Hoppel scheinbar unterwegs verloren hat.

Nun kam eine Meise angeflogen und zwitscherte: „Ich brauche mein Nest selber für meine Eier, die ich bald legen werde. Nimm dein buntes Ei wieder mit und such dir ein eigenes Nest!“

“Danke!”, rief Hoppel den Tieren freudestrahlend hinterher und freute sich. Nun konnte er die zurückgebrachten Ostereier doch noch in die richtigen Nester verteilen.

Im nächsten Jahr würde ihm so etwas nicht mehr passieren, dachte sich Hoppel.

“Morgen früh werden die Kinder meine Ostereier finden und sich bestimmt sehr freuen.“ Hoppel war sehr erleichtert und berichtete im Anschluss seinen großen Geschwistern und seinen Eltern von den Abenteuern, die er heute erlebt hat. Die Osterschule zu besuchen hat sich auf jeden Fall gelohnt, stellten alle gemeinsam fest.

Ganz zufrieden mit sich selbst, hoppelte der kleine Hase Hoppel fröhlich mit seiner Familie nach Hause.

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