Gruselige geschichten von kindern

Kinder haben nicht nur eine blühende Phantasie, sondern oft auch ein besonderes Gespür für Unerklärliches. Nicht selten wissen sie Dinge, die sie eigentlich gar nicht wissen können und sollten. Immer wieder findet man gruselige Zitate und Sprüche von Kindern online oder in Magazinen. Wir haben hier die neusten dieser kindlichen Texte zusammengetragen. Ob es sich dabei um kindliche Phantasie handelte oder ob mehr dahinter steckt, muss jeder selbst entscheiden.

OPA

“Mein Sohn hat mit circa zwei Jahren den Opa meiner Frau auf einem Foto erkannt, obwohl der fünf Jahre vor seiner Geburt gestorben ist und er ihn unseres Wissens nach noch nicht gekannt hat. Auf die Nachfrage, ob er diesen Mann schon einmal gesehen hat, rannte er in unser Schlafzimmer und zeigte mit dem Finger auf unser Bett – genauer, auf die Seite meiner Frau – und sagte: “Da, sitzen.” Wir haben das Haus damals geerbt.”

Vorheriges Leben

“Mein damals vierjähriger Sohn fragte mich: ‘Mama, weißt du wo ich war, bevor ich in deinen Bauch kam?’ Ich sagte, ich wüsste es nicht. Darauf er wortwörtlich, mit ernster Miene: ‘Ich bin mit Adlern geflogen. Ich bin mit Orcas geschwommen. Ich habe mit Nilpferden gespielt. Das ist alles.’ Der Spruch hängt jetzt aufgeschrieben bei uns im Wohnzimmer.”

Holocaust

“Wir schauten vor wenigen Monaten gemeinsam mit unserer Tochter S. eine Hindenburg-Dokumentation. Sie ist drei Jahre alt. Wir sprachen während der Sendung nicht miteinander und Sie schaute sich auf meinem Schoß liegend ein Bilderbuch an. Sie muss aber doch die Sendung verfolgt haben, denn während die Bilder vom 30. Januar 1933 mit dem Fackelzug unter dem Brandenburger Tor gezeigt wurde, setzte sie sich plötzlich auf und sagte: ‘Das sind ganz böse Männer. Sie werden mir einen Sack über den Kopf ziehen und mir wehtun.’ Ich fragte sie: ‘Wie kommst Du denn jetzt darauf’? Sie antwortete: ‘Daddy, ich weiß einfach, dass diese Männer mir weh tun wollen.’ Sie war felsenfest davon überzeugt. Uns hat das besonders deshalb getroffen, weil fast meine gesamte Familie mütterlicherseits im Holocaust ermordet wurde, darunter auch zwei kleine Kinder. Sie ist das erste jüdische Kind dieser Familie, das nach 1938 in Deutschland geboren wurde.”

Verstorbener Vorbesitzer

“Wir sanieren ein 140 Jahre altes Haus und unsere damals dreijährige Tochter sah den verstorbenen Vorbesitzer immer wieder durchs Gebäude schleichen. Ich bin für so was überhaupt nicht zu haben. Unsere Tochter zeigte uns genau, wo er durch das Haus ging, auch durch Wände. Aber auf früheren Grundrissen befanden sich dort noch keine Wände – da waren dort Türen. Irgendwann erzählten wir alten Nachbarn davon, die den Vorbesitzer des Hauses kannten. Die malten auf Papier drei unterschiedliche Männer, mit einfachen charakteristischen Merkmalen: Hager, dick, dünn, mit Hut oder Stock. Ohne Vorwarnung stellten wir unsere Tochter vor die Wahl, wie der Mann aus ihrer Vorstellung aussah. Sie tippte ohne zu zögern auf den Vorbesitzer. Ich will das alles bis heute nicht wirklich glauben, kann mir aber die Fakten nicht anders erklären, als dass sie wirklich jemanden gesehen hat.”

Der Tunnel

“Unsere Tochter war etwa drei Jahre alt. Wir spielten. Plötzlich sagte sie: ‘Bevor ich zu euch kam, da war ich in diesem Tunnel.’ Ich wurde hellhörig und fragte, was sie denn in dem Tunnel gemacht hätte. Sie: ‘Ich hab meine Mama gesucht.’ Ich: ‘Und wo war ich?’ Sie: ‘Nein, da warst du doch noch gar nicht meine Mama.’ Ich: ‘Aha…. und was ist dann passiert?’ Sie, ganz sachlich und ruhig: ‘Dann hat mich das Auto überfahren.’ Ich: ‘Was denn für ein Auto?’ Sie: ‘So ein rotes mit einem Pferd drauf.’ Ich: ‘Und was ist dann passiert?’ Sie: ‘Dann bin ich doch zu euch gekommen.’

Tante Lena

Meine beste Freundin Lena ist gestorben, als ich mit meiner Tochter schwanger war. Als sie drei Jahre alt war, habe ich sie immer Lachen und Herumtollen gesehen, aber es war niemand sonst da. Ich habe sie gefragt weswegen sie lacht. Sie sagte: „Meine Tante Lena schneidet mir Grimassen und spielt mit mir.“

Titanic

Als mein Kind vier Jahre alt war, haben wir uns einen Dokumentarfilm über die Titanic angesehen. Dort wurde auch der Kesselraum beschrieben und eine Rekonstruktion davon gezeigt. Mein Kleiner hat auf den Bildschirm gedeutet und gesagt: „Das stimmt nicht. Die Kessel waren auf der anderen Seite und ich war genau da.“ Er hat auf einen kleinen Ort im Kesselraum gedeutet. „Genau da war ich. Und deswegen mag ich kein Wasser.“

Umbringen

Mein kleiner Sohn hat mir einmal in seiner freundlichsten Stimme gesagt: „Keine Sorge, Mama, ich würde niemals dich umbringen.“

Engel

Als mein Bruder klein war, hat er sich benommen, als ob Engel mit ihm die ganze Zeit sprechen würden. Meine Mutter hat einmal gehört, wie er gesagt hat: „Ich kann ihn nicht umbringen! Ich hab nur einen einzigen Papa!“

Der Mann

Als mein Sohn noch klein war, kletterte er eines Tages zu uns ins Bett und weinte. Wir haben ihn gefragt, was denn los wäre. Er sagte, dass der große, fette Mann mit dem blutigen Loch im Kopf ständig versuchen würde, sein Fenster zu öffnen.

Die gruseligsten Zitate unserer Kinder sind weit öfter ein Gesprächtshema unter Eltern und Freunden, als man sich in dem Moment – wenn man es jemandem erzählt – vorstellen kann. Denn diese typischen Begebenheiten kommen in unheimlicher Regelmäßigkeit vor. Und wirklich JEDER von uns fragt sich (gerade Abends unter der Bettdecke), was denn hinter den Sätzen oder dem Verhalten des Kindes steckt:

Der kleine Engel

„Während eines Mittagessens sagte meine Tochter (damals drei Jahre) urplötzlich: ‚Papa, ich war ein Engel, und ich habe dich getragen, als es dir gar nicht gut ging.‘ Ich antwortete schwer verblüfft und eigentlich sprachlos, dass sie kein Engel gewesen sein kann, worauf sie antwortete: ‚Doch, Papa, nur konntest du mich nicht sehen. Ich war bei dir!’“ (Stephan Gröschler)

Das Spukhaus

„Wir wohnten in einem alten Gebäude der evangelischen Kirche unserer Stadt, welches früher als eine Art Pflegestätte für Schwerkranke gedient hat. Mein Mann war häufiger beruflich unterwegs und so schlief mein damals zweijähriger Sohn mit mir in unserem Schlafzimmer. Als er einmal nachts wach wurde, fing er an zu jammern und versteckte sich unter der Decke. Ich fragte ihn, was los sei. Da meinte er: ‚Die Kinder sollen weggehen!‘ Ich fragte, welche Kinder er meinte. Darauf er: ‚Die ums Bett stehen und immer so gucken!‘ Zum Glück sind mir erst nach diesem Abend viele Gruselgeschichten aus dem Haus zu Ohren gekommen, sonst wäre ich wahrscheinlich sofort aus dem Bett gesprungen und samt Kind zu meinen Eltern gezogen.“ (Kati Henneberg)

Das Mädchen im Schlafzimmer

„Mein drei Jahre alter Neffe war oft bei mir in meinem Landhaus. Oft fragte er nach dem Mädchen, das in einem der Schlafzimmer wohne. Das Zimmer war sehr klein, deswegen benutzte ich es nicht und es war definitiv niemand dort. Ich schob es auf seine Fantasie.

Dann besuchten mich mal einige Freunde mit ihrer Tochter, die etwa dasselbe Alter wie mein Neffe hatte, den sie aber nie getroffen hatte. Zwei Mal an diesem Tag fragte sie mich nach dem hübschen Mädchen, während sie auf die Tür eben jenen Schlafzimmers deutete. Das fand ich dann schon langsam komisch.

An Weihnachten kam dann meine Familie zu mir nachhause. Mein Neffe deutete mit dem Finger auf ein Foto meiner Frau und fragte, ob sie auch zu Besuch kommen würde, oder ob sie in dem Landhaus bleibe. Meine Frau starb vor zehn Jahren. Ich glaube nicht an paranormale Phänomene, aber das machte mich definitiv aufmerksam.“ (infowin)

Herr Peterson

Als ich etwa vier Jahre alt war, unterhielt ich mich immer mit ‚Herrn Peterson‘, wenn ich bei meiner Oma zuhause war. Er sah wie ein Landstreicher aus dem 19. Jahrhundert aus, hatte eine Gitarre und sang mir Blues-Lieder vor. Er erzählte mir, er sei gestorben, als er von einem Zug herunterfiel. Als ich etwa sechs Jahre alt war, hörte ich auf, ihn zu sehen.

Wie dem auch sei, vor sechs Monaten fand ich die alte Gitarre meines Vaters und begann, darauf zu spielen, als mein kleiner Cousin zu mir kam und sagte: ‚Herr Peterson ist stolz auf dich‘ und dann einfach wieder ging. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll.“ (CarterBransom)

Guten Hunger!

In einer Nacht habe ich meinen damals dreijährigen Sohn in meinem Bett schlafen lassen, denn mein Mann war gerade außer Haus. Es war mucksmäuschenstill im Haus und ich höre meinen Sohn unter der Decke, wie er flüstert: „Ich hab dich, wo ich dich haben will, und jetzt werde ich dich fressen.“ (Delta407)

LESEPAUSE-VIDEO

Horror auf der Familien-Sicherheitskamera

Opa Bernd

Mein Sohn, der damals drei Jahre alt war, kam eines Morgens ziemlich verschlafen zum Frühstück. Als ich ihn gefragt hatte, ob er denn gut geschlafen hätte, sagte er: „Nein! Opa Bernd hat mich die ganze Nacht wachgehalten, weil er in meine Zehen gekniffen hat.“ Mein Vater, sein Opa Bernd, ist vor acht Jahren gestorben, lange, bevor er geboren war. Und genau so hat er mich und meinen Bruder immer geweckt, als wir klein waren.

„Geschwisterliebe“

„Meine Schwester schlafwandelte. Eines Nachts kam sie in mein Zimmer und fragte, ob sie bei mir schlafen kann. Ich spielte Videospiele und sagte ihr, dass sie in ihr Zimmer zurückgehen solle. Sie antwortete mir: ‚Das wird dir leid tun‘ und ging. Ich schaute hoch und stellte fest, dass sie schlafwandelte, weil ihre Augen geschlossen waren, während sie mit mir redete. Ich verbarrikadierte mich in dieser Nacht in meinem Zimmer, mit allen Lampen an.“ (OneofGus)

Reinkarnation

„Mein damals vierjähriger Sohn fragte mich: ‚Mama, weißt du wo ich war, bevor ich in deinen Bauch kam?‘ Ich sagte, ich wüsste es nicht. Darauf er (wortwörtlich!) mit ernster Miene: ‚Ich bin mit Adlern geflogen. Ich bin mit Orcas geschwommen. Ich habe mit Nilpferden gespielt. Das ist alles.‘ Der Spruch hängt jetzt aufgeschrieben bei uns im Wohnzimmer.“ (Monika Martino)

Der Albtraum

„Ich hatte als Kind regelmäßig denselben Alptraum. Ich wachte darin in meinem Kinderbett auf, als ein starker Wind mich in mein Bett drückte. Ich krabbelte raus und musste mich an Gegenständen entlang hangeln, um ins Wohnzimmer zu gelangen. Dort saßen meine Eltern, zeigten mit dem Finger auf mich und lachten. Dann hörte ich Schritte hinter mir und versteckte mich unter dem Esstisch. Es kam ein dunkel gekleideter Mann herein und schwang eine Peitsche. Kurz bevor ich dann panisch aufwachte, sagte die Stimme meiner Großmutter, ich solle keine Angst haben, sie sei bei mir. Ich nannte meine Großmutter immer Oma Brille. Jedenfalls: Vor Monaten ging ich nachts durchs Haus und folgte dem Duft meiner vor Jahren verstorbenen Großmutter. Ich traf meinen vierjährigen Sohn, und im Halbschlaf sagte er: ‚Liebe Grüße von Oma Brille. Der Mann mit der Peitsche kommt nicht mehr.‘ Ich habe noch nie über den Traum gesprochen, außer mit meiner Frau. Und da war mein Sohn noch nicht auf der Welt.“ (Mathias Schacht)

Der Mann, der durch Wände ging

„Wir sanieren ein 140 Jahre altes Haus und unsere damals dreijährige Tochter sah den verstorbenen Vorbesitzer immer wieder durchs Gebäude schleichen. Ich bin für so was überhaupt nicht zu haben. Unsere Tochter zeigte uns genau, wo er durch das Haus ging: auch durch Wände! Aber auf früheren Grundrissen befanden sich dort noch keine Wände – da waren dort Türen. Irgendwann erzählten wir alten Nachbarn davon, die den Vorbesitzer des Hauses kannten. Die malten auf Papier drei unterschiedliche Männer, mit einfachen charakteristischen Merkmalen: Hager, dick, dünn, mit Hut oder Stock etcetera. Ohne Vorwarnung stellten wir unsere Tochter vor die Wahl, wie der Mann aus ihrer Vorstellung aussah. Sie tippte ohne zu zögern auf den Vorbesitzer. Ich will das alles bis heute nicht wirklich glauben, kann mir aber die Fakten nicht anders erklären, als dass sie wirklich jemanden gesehen hat.“ (Sven Zieseniß)

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Gruselige Kindersprüche: Die 10 grausigsten Dinge, die Kinder zu ihren Eltern gesagt haben

„Mama, ich hab dich lieb!“ Wohl das Schönste, das ein Kind seiner Mama sagen kann. „Ich will dir den Kopf abschneiden“ – etwas, das Eltern vielleicht nicht ganz so gern von ihren Kindern zu hören bekommen möchten. Auf Reddit haben Eltern die skurrilsten und gruseligsten Kindersprüche gepostet. Hier das Best-of:

Sie sehen so süß und unschuldig aus, mit ihren kleinen Gesichtern und großen Augen. Aber ganz ehrlich: Manchmal können Kinder auch ganz schön gruselig sein – und ganz schön seltsame Dinge von sich geben. Bei mancherlei Sachen, die der Nachwuchs so von sich gibt, fühlt man sich doch etwas an den ein oder anderen Horrorfilm erinnert. Lust auf ein paar Zitate, die es einem eiskal über den Rücken laufen lässt? Dann aufgepasst:

Die besten gruselige Kindersprüche

  1. Als ich meinen Zweijährigen ins Bett gebracht habe, sagte er: „Leb wohl, Papa.“ Ich antwortete: „Abends sagen wir ‚Gute Nacht‘.“ Darauf erwiderte er: „Ich weiß, aber dieses Mal ist es ein ‚Leb wohl‘.“
  2. „Papa schlafen“ sagte mein Kind und drückte meinen Kopf unter Wasser.
  3. Meine dreijährige Tochter stand neben ihrem neugeborenen Bruder und schaute ihn eine Weile an. Dann drehte sie sich um und sagte zu mir: „Papa, das ist ein Monster. Wir sollten es begraben.“
  4. Mein fünfjähriger Sohn hat mich letzte Woche gefragt: „Was siehst du denn durch die schwarzen Kreise in meinen Augen, wenn du mich kontrollierst, wenn ich in der Schule bin?“
  5. „Also sollte ich ihn nicht ins Feuer werfen?“ Meine 3-jährige Tochter, als sie ihren Babybruder das erste Mal im Arm hält.“
  6. Mama, kann ich mit deinem Handy ein Foto von den Vögeln auf dem Hof ​​machen?“ – „Sicher.“ – „Ich möchte die Vögel zerquetschen und sie töten und an unsere Wand hängen.“ „Ethan!“ „Nein Mama, das ist in Ordnung. Es ist nur für die Deko im Haus.“

    Kindersprüche zum Lachen

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  7. Meine Frau hat unseren zwei Jahre alten Sohn eines Morgens aufgeweckt. Er ist in seinem Kinderbett gestanden. Als sie ‚guten Morgen‘ sagte und zu ihm hinüber gegangen ist, hat er ihr T-Shirt etwas hochgeschoben und seinen Kopf zur Seite gebeugt. Sie fragte ihn, was er da macht und er sagte: „Ich suche nach meiner kleinen Schwester in deinem Bauch.“ Sie hat es als eine seltsame Kindervorstellung abgetan. Später fanden wir dann heraus, dass sie zu der Zeit zwei Wochen schwanger war und es in der Tat ein Mädchen war. Das Kind kommt im September. Wir hatten nie wirklich mit unserem Sohn darüber geredet, woher Babys kommen, noch haben wir darüber gesprochen, dass wir ein weiteres Kind bekommen möchten. So gruselig.
  8. „Bevor ich hier geboren wurde, hatte ich eine Schwester, richtig? Sie und meine andere Mutter sind jetzt so alt. Sie waren okay, als das Auto brannte, aber ich war es wirklich nicht!“
  9. Meine ältere Schwester wurde in dem Jahr geboren, in dem die Mutter meines Vaters gestorben ist. Laut meinem Vater waren ihre ersten Worte, als sie das Sprechen gelernt hatte „Ich bin deine Mutter.“
  10. Das Kind von einem Freund sagte zu ihm: „Papa, ich liebe dich so sehr, dass ich dir den Kopf abschneiden und ihn herumtragen will, damit ich dein Gesicht sehen kann, wann immer ich will.“

1. Vor ein paar Jahren habe ich die Tochter eines Freundes ins Bett gebracht. Sie war damals etwa drei Jahre alt und wollte partout nicht schlafen gehen. Als sie mich fragte, warum sie denn jetzt ins Bett müsse, antwortete ich ihr, dass alle kleinen Mädchen um diese Zeit ins Bett gehen müssen. Daraufhin zeigte sie in eine leere Ecke des Zimmers und fragte mich: „Und was ist mit dem kleinen Mädchen dort drüben?“
2. Vor zwei Jahren sah ich mir mit meinem 5-jährigen Cousin mein Jahrbuch aus der Grundschule an, als er plötzlich auf das Foto eines Jungen zeigte und sagte: „Der sieht genau so aus wie Nikolas!“ Als ich ihn fragte, wer denn Nikolas sei, antwortete er beiläufig „Der Junge in meinem Kleiderschrank!“ und sah sich weiter die Fotos an.
3. Meine Nichte ist 4 Jahre alt und spricht ständig von und mit ihrer „großen Schwester“. Sie ist ein Einzelkind und weiß nicht, dass ihre Mutter ein paar Jahre zuvor eine Fehlgeburt hatte.
4. Ich war gerade auf dem Weg zum Badezimmer im zweiten Stock, als ich meine Cousine April auf der Treppe sitzen sah. Sie war damals vier Jahre alt und schnitt gerade Grimassen. Ich fragte sie, was sie denn da tue. Sie antwortete: „Ich mache dasselbe wie die Frau mit dem Zopf!“ Ich sah mich um, aber außer uns war niemand dort. Ich fragte sie, wo die Frau sei. Sie zeigte auf einen Holzbalken, der parallel zur Treppe verlief. Ich fragte: „Was tut die Frau denn?“ „Grimassen schneiden“, antwortete sie. Ich lächelte und ging weiter die Treppe hinauf, bis April noch etwas sagte: „Ihr Zopf ist um ihren Hals gewickelt!“ Ich drehte mich noch einmal zu ihr um und bat sie, das zu wiederholen. April sagte: „Sie hängt an ihrem Zopf und macht komische Grimassen!“ Dann verzog April das Gesicht auf eine bestimmte Weise und ich begriff, dass das der Gesichtsausdruck einer Person ist, die nach Luft schnappt.
5. Ich habe einmal auf einen Jungen namens Jack aufgepasst, der mir erzählte, dass ein Holzfäller namens Jakob neben mir auf der Couch sitzen würde. Als er sah, wie sehr ich darüber erschrak, versuchte er mich zu beruhigen: „Keine Sorge, er hat keine Arme!“
6. Mein kleiner Neffe hat mir schon oft von der Frau erzählt, die nachts sein Zimmer besucht. Er sagte sie trägt ein rotes Kleid, heißt Frannie und singt ihm jeden Abend etwas vor… und sie schwebt.
7. Ich passte einmal auf ein paar Kinder auf, weil ihre Eltern im Kino waren. Nachdem ich das jüngste Kind, ein 4-jähriges Mädchen, ins Bett gebracht hatte, setzte ich mich ins Wohnzimmer und sah fern. Am nächsten Tag bekam ich einen Anruf der verstörten Eltern. Ihre kleine Tochter hatte ihnen erzählt, dass ich sehr lange Zeit lächelnd an ihrer Tür gestanden hätte. Ich war so verwirrt, dass ich gar nicht wusste, wie ich darauf reagieren sollte.
8. Ich passte einmal mit einer Freundin auf ihren 4-jährigen Cousin Peter auf. Sie glaubte fest an Reinkarnation und wollte dem Kleinen daher ein paar Fragen zur Überprüfung einiger Theorien stellen. Die meisten verstand er nicht, aber als sie ihn fragte, wer er war, bevor er Peter war, da antwortete er „Ich war Dirigent“ und führte sogleich Dirigententypische Bewegungen mit seinen Händen aus. Das sonderbare war jedoch, dass er blind war und es daher nie gesehen haben konnte.
9. Vor etlichen Jahren war ich der Babysitter der Tochter eines Freundes von mir. Sie lebten in einer Wohnung mit einem großen Fenstern zum Innenhof. Nachdem die Kleine mehrere Minuten schweigend am Fenster gestanden und in die Nacht hinaus geblickt hatte, rannte sie zu mir und fiel mir um den Hals. „Gruselig. Das ist so gruselig!“ Sie wollte von mir nicht wieder abgesetzt werden, daher schaukelte ich sie die nächste halbe Stunde in den Armen. Irgendwann fing sie an, immer wieder folgenden Satz zu wiederholen: „Das Dunkle kommt jetzt herein. Das Dunkle kommt jetzt herein.“
10. Nachdem ich ihn zugedeckt hatte sagte er „Weißt du, ich wollte nie jemanden umbringen. Sie hätten mir nicht den Arm nehmen müssen! Der ganze Boden war mit Blut bedeckt!“ Meine Theorie: Reinkarnation eines Soldaten aus dem ersten Weltkrieg.
11. Ich hatte meinen Freund vor ein paar Monaten durch einen Querschläger verloren und war deshalb noch sehr mitgenommen. Als mich mein kleiner Cousin einmal weinend auf der Treppe fand fragte er, warum ich traurig sei. Ich erklärte ihm, dass ich meinen Freund vermisse. Er sagte: „Wieso denn? Er sitzt doch auf der Terrasse!“
12. Immer wenn ich meinen Neffen besuche erzählt er mir von dem „Kriechenden Mann“, der im Schlafzimmer seiner Eltern wohnt. Als ich ihn einmal fragte, wie er denn aussehe, antwortete er: „Oh, er hat gar kein Gesicht!“
13. Als ich einmal Babysitten war, zeichnete mir die 5-Jährige, auf die ich aufpasste, ein Bild von einer Frau, die von der Decke hing. Sie sagte zu mir: „Sie hat mir gesagt, dass ich das zeichnen soll. Sie kommt um dich zu holen. Versteck dich!“

Anna (3) und ihre beste Freundin Jule (4) wollten als Gespenster verkleidet Süßigkeiten an die Kinder der Nachbarschaft verteilen. Zu erst freuten sich die Mädchen. Kleine Hexen und drollige Superhelden standen vor der Haustür und sagten ihre Sprüche auf. Doch dann passierte es: Anna durfte die Tür öffnen und begann sofort schrill und panisch zu schreien. Ein Junge mit Werwolf-Maske hatte sie angeknurrt. Was er nicht wusste – Anna hatte schon vorher ein wenig Angst vor Hunden. Der lebensgroß erscheinende „Wolf“ war für das Mädchen ein wahr gewordener Albtraum.

Halloween-Verkleidungen sehen manchmal zum fürchten aus (© Thinkstock)

Annas Mutter bedauert heute, dass sie nicht selbst mit an der Tür stand. „Seit diesem Tag ist Anna noch ängstlicher. Und sie freut sich auch gar nicht auf Halloween.“ In diesem Jahr jedenfalls wollte die Familie dem Gruselfest aus dem Weg gehen. Auch wenn allen klar ist, dass davon Annas Angst nicht besser wird.

Angst ist nicht richtig oder falsch

Angst ist kein Gefühl, sie ist ein angeborener Reflex, mit dem der Körper reagiert. Das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt und die Muskeln sind angespannt. Ist die Gefahr bedrohlich? Weglaufen, schreien, weinen oder kämpfen – die Reaktionen sind ganz unterschiedlich. Und die Auslöser von Ängsten auch.

Es gibt Kinder, die fürchten sich vor Hühnern. Anderen vermeiden Dunkelheit oder bekommen einen Heidenschreck, wenn auf einem Jahrmarkt eine überlebensgroße Figur plötzlich zu sprechen beginnt. Auch Figuren in Kinofilmen, etwa das böse Schneemonster in Disneys „Eiskönigin“ oder der böse Junge in „Lauras Stern“ können Kindern Angst machen.


Eine Angstreaktion ist eine wichtige Warnung, die vor Gefahren schützt. Sie lässt sich nicht vermeiden und gehört zur kindlichen Entwicklung. Für Eltern ist das oft nicht einfach. Denn warum bitte fürchtet sich Leon ausgerechnet vor der sprechenden Babypuppe? Und wieso weint Mira, wenn das Licht im Flur aus ist? Und wie sollten die Eltern reagieren? Einfach das Licht anlassen und die Puppe weggeben?

Doch nicht alle angstauslösenden Situationen lassen sich vermeiden. Wenn etwa jetzt Halloween gefeiert wird, kann es passieren, dass kleine Kinder gruselig verkleidete Gestalten etwa einen Mann mit einer Zombie-Maske oder eben einen unheimlich wirkenden Werwolf sehen.

Wenn Kinder sich gruseln (© Thinkstock)

Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin erklärt, warum Angst wichtig ist. „Angst gehört zum Leben dazu. Sie ist ein guter Ratgeber. Kinder testen damit aus, was sie sich zutrauen, welchen Situationen sie sich ausliefern können. Sie fragen sich: Was schaffe ich? Was macht mir Angst?“ Kinder lernen durch eigenen Erfahrung Ängste zu überwinden und Strategien zu entwickeln. „Nach jeder überstanden Angst sind sie einen Schritt weiter.“

Auch Erziehungsberater Jan-Uwe Rogge betont: „Es ist wichtig zu begreifen, dass die Angst einen Teil der gesunden Entwicklung ausmacht und dass es im eigentlichen Sinne nicht gesund ist, Kinder angstfrei aufwachsen zu lassen.“ Kinder müssen lernen, die Welt selbst wahrzunehmen um selbst ein Gespür für echte Gefahren und nur vermeintliche, wie etwa das unangenehme Geräusch der sprechenden Puppe zu entwickeln.

Es gibt viele Dinge, die Kinder ängstigen. Thomas Ollendick, Professor für Psychologie und Leiter des Zentrums für Kindheitsstudien der Virgina Tech, erklärt, dass etwa fünf bis zehn Prozent aller Kinder nicht nur unter Ängsten, sondern unter Phobien leiden. Phobien vor Tieren, Dunkelheit und verkleideten Personen sind darunter am häufigsten. Bekommt ein Kind eine richtige Panikattacke oder hat so ausgeprägte Ängste, dass diese den Alltag prägt, sollten Eltern professionelle Hilfe holen.

Wie können Eltern reagieren?

Ein unheimlicher Schatten, ein gruseliges Gesicht oder eine fiese Fratze – für Kinder wirkt das schrecklich bedrohlich. Der schlimmste Satz den Eltern in so einer Situation sagen können ist: „Du musst keine Angst haben“. Denn er lässt Kinder mit ihren Gefühlen ganz allein. „Ein Kind denkt, dass es doch nun einmal Angst hat und man sagt ihm, dass es einfach keine zu haben braucht. Es glaubt, dass irgendetwas doch nicht mit ihm stimmen kann – es sieht nun einmal das fürchterliche Krokodil hinter der Gardine. Für das Kind ist das eine unverrückbare Tatsache, “ erklärt Jan-Uwe Rogge.

Kinder brauchen Erwachsene, die sie trösten und mit ihnen fühlen. Und nicht jemanden, der über die Maske, vor der sie sich fürchten, lacht. Es ist wichtig, dem Kind zu zeigen, dass seine Angst akzeptiert wird. Es kann helfen, Dinge wie einen Blitz zu erklären. Oder im das Kind im Kino auf den Schoß nehmen. Wenn Trost und Zuwendung nicht helfen, sollten Eltern nach Möglichkeit die Situation – also beispielsweise den Kinosaal – verlassen.

Die Gefühle sind real und müssen ernst genommen werden

„Angst entsteht, wenn wir uns in irgendeiner Wiese bedroht fühlen, “ betont Felicitas Römer im liliput-lounge Interview. „Ob es sich dabei um eine reale oder eine „gefühlte“ Bedrohung geht, ist für das Erleben zunächst unerheblich. Deshalb müssen Angstzustände von Kindern immer ernst genommen werden.“ Die Angst des Kindes dürfe auf keinen Fall ignoriert, herunterzuspielt oder lächerlich gemacht werden.

Es helfe nicht dem Kind zu sagen, dass es sich „nur“ um Masken oder Verkleidungen handelt, denn er kann ja Realität und Fiktion oft noch nicht auseinander halten. Auch für Erwachsene seien Thriller ja oft spannend, weil das Gehirn zwischenzeitlich sozusagen „vergisst“, dass es sich nur um einen Film handelt – und sie das natürlich wissen.

Mädchen schauen gruseligen Film im Kino (© Thinkstock)

In den USA fürchten sich viele Kinder vor verkleideten Weihnachtsmännern oder den gruseligen Halloween-Gestalten. Eine Expertin rät in der Washington Post, dass es helfen könne, ältere Kinder zu bitten, Masken abzunehmen. Damit Kinder sähen, dass es wirklich nur eine Maske sei. Vor allem aber sollten Eltern auf ihren Nachwuchs eingehen und eben nicht darauf drängen, dass er sich unheimlich verkleidet oder sich von einem bärtigen Mann mit rotem Mantel streicheln lässt. Ein „wenn der Weihnachtsmann, das sieht“ baut natürlich Ängste auch erst auf.

Einige Ängste werden mit der Zeit auch abgebaut. Annas Eltern hatten die Werwolf-Maske lange nicht mehr erwähnt. Im Kindergarten war das Spukfest aber ein Thema und vor ein paar Tagen erklärte Anna ganz unerwartet, dass sie in diesem wieder Bonbons verteilen will. „Und wenn noch mal einer als Wolf verkleidet ist, kriegt der Hundefutter.“ Annas Eltern sind schon gespannt. Wer wird sich mehr erschrecken?

Oft haben Kinder nämlich auch Freude am Gruseln. Felicitas Römer rät dazu, dass Kinder an Halloween am besten in kleinen Gruppen – mit Elternbegleitung oder mit einem Handy – losziehen können. Gerade kleine Kinder sollten am besten in der direkten Nachbarschaft bleiben. Bei älteren ist eine feste Uhrzeit und eine genau Kenntnis der geplanten „Route“ wichtig.


Gruselige Dinge die Kinder erzählen…

Hab es mal kopiert
Diese 16 gruseligen Dinge haben Kinder zu ihren Eltern gesagt
Kinder haben Fantasie. Stundenlange Tee-Partys mit unsichtbaren Freunden gehören dazu. Das ist süß und harmlos.
Die Fantasie von Kindern kann aber auch richtig gruselig sein. Nämlich dann, wenn sie völlig aus dem Nichts heraus mit ihren zarten Kinder-Stimmchen die beunruhigendsten Geschichten erzählen. Und danach weiter an ihrem Blumenwiesen-Bild malen, als sei nichts geschehen. Die Plattform Reddit hat ihre Nutzer nun nach solchen Sätzen gefragt.
Lesen Sie hier die gruseligsten Dinge, die Eltern von ihren Kindern gehört haben:
1.“Ich deckte gerade meinen zwei Jahre alten Sohn zu, als er ‚Mach’s gut, Papa‘ zu mir sagte. Ich sagte ihm, ‚Nein, da man sagt Gute Nacht‘. Darauf antwortete er: ‚Ich weiß. Nur dieses Mal ist es ‚Mach’s gut‘. Ich musste mehrmals in der Nacht nach ihm sehen, um sicher zu sein, dass alles in Ordnung ist.“ – UnfortunateBirthMark
2. Meine drei Jahre alte Tochter stand neben ihrem neugeborenen Bruder und betrachtete ihn eine Weile. Dann drehte sie sich um, sah mich an und sagte: „Papa, das ist ein Monster. Wir sollten es begraben.“ -Like_I_was_sayin
3.“Ich schlief tief und fest, als mich gegen sechs Uhr morgens meine vierjährige Tochter weckte – ihr Gesicht nur wenige Zentimeter von meinem entfernt. Sie starrte mir direkt in die Augen und flüsterte mir zu: ‚Ich will dir deine Haut abziehen‘.
Der Hintergrund zu dieser Geschichte ist, dass ich mir eine Woche zuvor einen schlimmen Sonnenbrand zugezogen hatte und meine Haut begann, sich zu schälen. Schlaftrunken wie ich war, fand ich diese Situation jedoch für einige Sekunden sehr gruselig.“ – psalm_69
4. Als ich um die drei Jahre alt war, hatten wir eine Katze, die leider tote Babies zur Welt brachte. Ich fragte meinen Vater, ob wir Kreuze für sie basteln könnten, was er dann auch machte. Als ich ihm dabei zusah, fragte ich ihn: ‚Sind die nicht zu klein?‘ Mein Vater antwortete, ‚Was meinst du?‘, woraufhin ich fragte: ‚Werden wir sie nicht daran nageln?‘
Mein Vater schwieg für einige Momente und antwortete trocken: ‚Das werden wir nicht tun.'“ – Tom_Zarek
5.“Als ich ein kleines Mädchen war, flippte ich einmal komplett aus, als ich mit meiner Mutter einkaufen ging und dort einen Mann sah. Das war ziemlich ungewöhnlich, weil ich ein eher ruhiges Kind war und mich immer gut benahm. Wir wurden schließlich gebeten den Laden zu verlassen.
Als wir ins Auto stiegen und meine Mutter mich fragte, was denn los sei, erzählte ich ihr, dass dieser Mann mich meiner ersten Mama weggenommen habe und mich unter seinem Haus versteckt habe. Er ließ mich dann dort ganz lange schlafen, bis ich wieder aufwachte und meine neue Mutter hatte. Ich weigerte mich daraufhin, normal im Auto sitzen zu bleiben und versteckte mich stattdessen im Fußraum, bis wir zuhause waren. Meine Mutter war total aufgelöst, schließlich ist sie meine biologische und damit offensichtlich meine ‚erste‘ Mutter. – rheabs
6.“Mein drei Jahre alter Neffe war oft bei mir in meinem Landhaus. Oft fragte er nach dem Mädchen, das in einem der Schlafzimmer wohne. Das Zimmer war sehr klein, deswegen benutzte ich es nicht und es war definitiv niemand dort. Ich schob es auf seine Fantasie.
Dann besuchten mich mal einige Freunde mit ihrer Tochter, die etwa dasselbe Alter wie mein Neffe hatte, den sie aber nie getroffen hatte. Zwei Mal an diesem Tag fragte sie mich nach dem hübschen Mädchen, während sie auf die Tür eben jenen Schlafzimmers deutete. Das fand ich dann schon langsam komisch.
An Weihnachten kam dann meine Familie zu mir nachhause. Mein Neffe deutete mit dem Finger auf ein Foto meiner Frau und fragte, ob sie auch zu Besuch kommen würde, oder ob sie in dem Landhaus bleibe. Meine Frau starb vor zehn Jahren. Ich glaube nicht an paranormale Phänomene, aber das machte mich definitiv aufmerksam.“ – infowin
7. „Als meine zweijährige Tochter und ihr Freund miteinander spielten, fingen wir an, über den T-Rex und andere Dinosaurier zu sprechen. Ich fragte ihren Freund: ‚Wenn du ein T-Rex wärst, was würdest du zum Spaß machen?‘ Er antwortete: ‚Ich würde Pflanzenfresser jagen!‘ Dann fragte ich meine Tochter: ‚Wenn du ein T-Rex wärst, was würdest du essen?‘ Sie wurde sehr ernst, blickte mir direkt in die Augen und sagte: ‚Kinder. Ich würde Kinder essen.'“ – bonkus
8. Als ich etwa vier Jahre alt war, unterhielt ich mich immer mit ‚Herrn Peterson‘, wenn ich bei meiner Oma zuhause war. Er sah wie ein Landstreicher aus dem 19. Jahrhundert aus, hatte eine Gitarre und sang mir Blues-Lieder vor. Er erzählte mir, er sei gestorben, als er von einem Zug herunterfiel. Als ich etwa sechs Jahre alt war, hörte ich auf, ihn zu sehen.
Wie dem auch sei, vor sechs Monaten fand ich die alte Gitarre meines Vaters und begann, darauf zu spielen, als mein kleiner Cousin zu mir kam und sagte: ‚Herr Peterson ist stolz auf dich‘ und dann einfach wieder ging. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll.“ – CarterBransom
9. Mein fünfjähriger Sohn: ‚Mami, wenn du mal stirbst, dann will ich dich in ein Glas stecken, damit ich dich für immer behalten und sehen kann.‘ Darauf antwortet mein sechsjähriger Sohn: ‚Das ist doch dumm. Wo willst du denn so ein großes Glas herkriegen?‘ “ – pipperfloats
10. „Mein Frau weckte unseren zwei Jahre alten Sohn eines Morgens auf. Als sie zu seinem Bettchen rüberging und ihm Guten Morgen sagte, schob er ihr T-Shirt etwas hoch und legte seinen Kopf fragend schief. Sie fragte ihn, was er da mache und er antwortete: ‚Ich schaue meine Schwester in deinem Bauch an.‘
Sie lachte, aber später fanden wir heraus, dass sie damals in der zweiten Woche schwanger war und es tatsächlich ein Mädchen werden sollte. Wir hatten ihm bisher noch nicht erklärt, woher Babies kommen und auch nicht darüber gesprochen, ein weiteres Kind zu bekommen. Ziemlich gruselig.“ – Jmersh
11. „‚Bevor ich hier geboren wurde, hatte ich eine Schwester, stimmt’s? Sie und meine andere Mutter sind jetzt so alt. Ihnen ging es gut, als das Auto brannte, aber mir überhaupt nicht.“ Mein Sohn war vielleicht fünf oder sechs Jahre alt, als er diesen Satz sagte. Er sagte das völlig aus dem Nichts heraus.“ – surethingsugar
12. Als ich drei Jahre alt war, kam ich aus dem Bälle-Bad eines Kinderparadieses und sagte meiner Mutter: ‚Ich schwitze wie ein Penis.'“ – Wyway
13. „Meine dreijährige Nichte sagte meiner Frau, sie solle sich in die Mitte des Zimmers stellen und tanzen, während sie sich in einem Schrank versteckte, um sie durch den Spalt zu beobachten.“ – Chester_A_Arthritis
14. „Das Kind von einem Freund von mir sagte zu ihm: ‚Papa, ich hab dich so lieb, ich würde am liebsten deinen Kopf abschneiden und ihn mit mir rumtragen, damit ich dein Gesicht jederzeit sehen kann.'“ – GatorMcGovern
15. „Mein Cousin wurde von der Vorschule geschmissen, weil er sich seinen Schuh auszog und zu einer Nonne sagte: ‚Sei still, oder ich werde dein Auge mit meinem Schuh rausreißen, denn ich bin der Sohn des Teufels.‘ Das war denen wohl zu viel.“ – pelayobesa
16. Mein Sohn war etwa viereinhalb Jahre alt und seine Schwester 18 Monate. Ich sagte ihnen, dass es mir wirklich leid täte, aber ich könne ihnen heute keine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen, weil ich zu einem Meeting musste. Dafür würde ich ihnen morgen zwei vorlesen, um es wieder gut zu machen. Daraufhin sagte mein Sohn: ‚Ist schon ok, Mama. Tante Tracy wird uns vorlesen.‘ Meine Haare stellten sich auf und ich war mir sicher, dass ich mich verhört hatte. Ich fragte nach: ‚Wer?‘ ‚Na Tante Tracy, Mama. Sie sieht genau so aus wie du. Wenn wir ins Bett gehen, liest sie uns vor und singt für uns.‘
Ich hatte ihnen bis dahin noch nie erzählt, dass ich eine eineiige Zwillingsschwester hatte, die aber tot zur Welt gekommen war. Sie hieß Tracy.

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Twitter: Eltern teilen die gruseligsten Geschichten ihrer Kinder

Kindermund tut Wahrheit kund? Bei den fantasievollen Geschichten, die die Kleinen so von sich geben, trifft das (hoffentlich) nicht immer zu. Besonders nicht, wenn sie ihr angebliches früheres Leben beschreiben – und das auch noch sehr detailreich. Da wird das süße Gebrabbel schnell zum blanken Horror für die Eltern.

Eine sehr angsteinflößende Geschichte mit ihrem Kind hat auch Valerie, eine Twitter-Userin, gemacht: „Mein Sohn erzählte mir beiläufig beim Anziehen, dass er vor langer Zeit ein anderes Leben geführt habe. Sein Name sei Gerald gewesen und er habe einen Bruder namens Cole gehabt, der auch sein Geschäftspartner gewesen sei. Sie seien zusammen bei einem Autounfall gestorben“, schreibt sie. „Bitte steht mir bei, ich schlafe heute Nacht sonst nicht. LOL.“

while tucking in my son he casually told me he lived a life a long time ago where his name was Gerald and he had a brother Cole who was also his business partner and they died together in a car crash so plz join me in not sleeping at all tonight lol

— Valerie (@ValeeGrrl) December 28, 2018

In einem weiteren Tweet ergänzt sie die ohnehin schon gruslige Story mit einem Zitat ihres neunjährigen Sohnes: „Cole war so traurig, dass wir gestorben sind, weil er unsere Mama so geliebt hat. Aber ich war nicht so traurig, weil ich dich als meine neue Mama ausgesucht habe.“ Er sei zwar sehr kreativ und habe schon öfters Geschichten erzählt, aber diese habe sie verrückt gemacht.

Auch andere Eltern teilen ihre Horrorstorys auf Twitter

Und damit ist Valerie nicht allein. Unter ihrem Post sammeln sich immer mehr schaurige Geschichten von Eltern, die ihre Kinder ihnen erzählt haben.

My sister used to say the same thing! She lived in Chicago & she was murdered so she picked our mom to be her new mom. She also said she was a different ethnicity in her past life. Used to freak my mom out because she had never taught my sister about Chicago. She was only 3.

— Bridget Komoromi (@BKomo09) December 28, 2018

„Meine Schwester hat dasselbe erzählt. Sie habe in Chicago gelebt und wurde ermordet, also habe sie unsere Mutter als ihre neue ausgewählt. Sie meinte, sie habe außerdem eine andere ethnische Zugehörigkeit in ihrem früheren Leben gehabt. Das hat meine Mutter damals ausflippen lassen, weil sie meiner Schwester nie etwas über Chicago beigebracht hatte. Sie war erst drei.“

Oh my 4year old swears he used to live in China & did all these amazing things before he became my boy….😳😳

— Karmen Curiel (@karmencuriel) December 28, 2018

„Mein Vierjähriger schwört, er habe früher in China gelebt und habe tolle Sachen gemacht, bevor er mein Sohn wurde.“

When my nephew was little, they were on vacation and on a cobblestone street and he said, “Oh, this is like the streets where I used to live.”

— Yoj (@cleverpuddle) December 28, 2018

„Als mein Neffe klein war, waren wir im Urlaub, als er auf einer Straße mit Kopfsteinpflaster sagte: ‚Oh, die ist wie die Straßen, auf denen ich früher gelebt habe.'“

Manche waren selbst die gruseligen Kinder

Eine Twitter-Userin teilt sogar ihre eigene Geschichte, die sie als Kind ihren Eltern erzählt hat:

I did this to my family. When I was 3 I described how to cook bread in a wood stove and how it was different to cooking in an electric oven. My nana who had cooked with a wood stove growing up, confirmed I was describing it accurately. They taped me but the tape got lost.

— jd (@jrduncan2008) December 28, 2018

„Als ich drei war, habe ich beschrieben, wie man Brot in einem Holzofen backt und welche Unterschiede es zu einem Elektroofen gibt. Meine Oma, die mit einem Holzofen aufgewachsen war, konnte bestätigen, dass meine Beschreibung richtig war. Sie hatten mich sogar auf Video aufgenommen, aber die Kassette ging verloren.“

Es muss aber nicht immer das frühere Leben sein, wie dieser Tweet beweist:

My son at the age of about 2 used to tell me in exact detail what his birth was like. How it was warm and dark and then he was suddenly in a bath (I had a water birth) and there were twinkly lights (we had LED tea lights everywhere) and how the ladies put him on me… 😱

— Lisa (@lisagibbs84) December 28, 2018

„Als mein Sohn zwei Jahre alt war, konnte er mir detailgenau erzählen, wie seine Geburt war. Wie warm und dunkel es war und er dann plötzlich in einer Badewanne landete (ich hatte eine Wassergeburt) und überall Lichter waren (wir hatten LED-Teelichter überall) und wie auf mich drauf gelegt wurde.“

Bester Stoff für einen Horrorfilm

Oder es geht gleich in Richtung Horrorfilm, wie hier:

my friend used to hear odd noises in her house and her son one day started asking her if “the strange man” was coming to visit. She asked which man and he said the one he sometimes sees around the house. I would have moved.

— Francis (@caniculee) December 28, 2018

„Eine Freundin von mir hörte in ihrem Haus komische Geräusche. Eines Tages fing ihr Sohn an zu fragen, ob der ‚komische Mann‘ wieder zu Besuch komme. Sie fragte, welcher Mann. Er sagte, der, den er manchmal um das Haus herumlaufen sieht. Ich wäre sofort ausgezogen.“

„Ich habe mal mit einer Frau gearbeitet, deren fünfjähriges Kind ständig zu dem Ort wollte, ‚wo ich gelebt habe, als ich deine Tante war‘. Die Mutter hat irgendwann nachgegeben und das Kind führte sie direkt zu dem Ort, wo ihr verstorbener Onkel und ihre verstorbene Tante gelebt hatten.“

Der Beweis: Kinder sind gruselig

We had a workman visiting our house and my son who was probably 6 or 7 at the time was chatting when he (completely out of the blue) whispered to the workman „you’re going to die today“ queue awkward silence and then nervous laughter. I wasn’t brave enough to look him up!

— TheAmyJohnson (@TheAmyJohnsonSD) December 28, 2018

„Wir hatten einen Handwerker in unserem Haus und mein Sohn, sechs oder sieben Jahre alt, hat mit ihm geredet, als er aus heiterem Himmel zu ihm flüsterte: ‚Du wirst heute sterben.‘ Es gab eine unangenehme Stille – und dann ein nervöses Lachen. Ich habe mich nie getraut nachzuschauen, wie es ihm heute geht.“

Mit diesem Twitter-Thread sollte ein für alle mal bewiesen sein: Kinder sind gruselig. Zumindest manchmal. Nicht ohne Grund sind die gruseligsten Figuren in Horrorfilm-Klassikern wie „Friedhof der Kuscheltiere“, „Shining“, „The Ring“ oder „Der Exorzist“ minderjährig …

Mit diesen Gruselgeschichten machen europäische Eltern ihren Kindern Angst

Anscheinend ist es an keinem Ort dieser Erde wirklich einfach, Kinder dazu zu bringen, auf einen zu hören. Anders kann ich es mir nicht erklären, warum Eltern aus allen möglichen europäischen Ländern (und sicher auch anderswo auf der Welt) ihren Kindern nun schon seit Jahrhunderten Geschichten über Monster, Mörder und Hexen erzählen, die nachts umherziehen und dabei den Kindern schreckliche Dinge antun, die nicht gehorchen wollen oder sich nicht artig verhalten.

Vom Krampus über eine Mörder-Mutter bis hin zum Mann mit dem Sack zeigen wir euch hier nun Land für Land, mit welchen oft schon lange bestehenden Geschichten den Kindern Angst eingejagt sowie Vernunft und Tugend beigebracht werden soll.

Alle Illustrationen: Craig Scott

Die gruselige, blinde Hexe aus Russland (Polen)

Bei Baba Jaga handelt es sich um eine böse Hexe, die in vielen polnischen Kinderbüchern zu finden ist—eine wirklich einheitliche Version gibt es dabei allerdings nicht. Falls du dich jedoch mit deinen Eltern streiten und deshalb von zu Hause abhauen solltest, wirst du dich laut den Erzählungen irgendwann im Wald verlaufen, wo die kinderfressende Baba Jaga entweder in einem Haus mit Hühnerbeinen (ziemlich cool) oder in einem Lebkuchenhaus (ziemlich Standard) schon auf dich wartet. Sie fliegt auf einem eisernen Mörser umher, hat ein Knochenbein und wird eigentlich immer von ihrer Katze, Krähe, Eule oder Schlange begleitet. Dazu ist sie noch blind (entweder komplett oder im Ansatz), kann sich aber dank ihres unglaublich ausgeprägten Geruchssinns ohne Probleme zurechtfinden. Das heißt auch, dass Baba Jaga deinen Geruch ganz leicht verfolgen kann. Bilde dir also bloß nicht ein, dass du ihrem Kochtopf entkommen kannst, mein Freund!

Die genaue Herkunft dieser Gruselgeschichte auszumachen, ist quasi ein Ding der Unmöglichkeit. Forscher sind sich jedoch einig, dass Baba Jaga eine wichtige Gottheit in der slawischen Mythologie war. Diese Mythologie wurde jedoch leider nie richtig aufgeschrieben und kann jetzt nur noch aus Volkssagen zusammengesetzt werden. Dabei war sie dann entweder eine Waldgöttin, die mit dem Tod in Verbindung stand, oder ein mächtiger Tiergeist. Mit der Einführung des Christentums musste die slawische Bevölkerung Baba Jaga jedoch zu einer Dämonin oder einem Monster degradieren (einige Gelehrte sehen das auch als einen Übergang von der matriarchalen zur patriarchalen Gesellschaft an).

Zwar ist Baba Jaga auch in anderen slawischen Kulturen zu finden, aber in Polen wird sie immer als bösartiger Charakter dargestellt. In Russland ist das Ganze doch ein wenig freundlicher, denn dort gibt Baba Jaga den Protagonisten der Geschichten oft nützliche und hilfreiche Tipps. Hier in Polen sind wir allerdings schon immer irgendwie davon ausgegangen, dass Baba Jaga russisch sein muss—wohl wegen des nicht gerade typisch polnischen Namens und weil zwischen den beiden Völkern noch nie große Freundschaft herrschte. Die traurige Wahrheit könnte also auch sein, dass wir unseren Kindern nur mit einer alten Katzen-Russin Angst einjagen wollen. Das Gute ist jedoch, dass in allen mir bekannten modernen Versionen dieser Geschichte doch ein wenig Mitgefühl mit Baba Jaga gezeigt wird.

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Der beste Freund vom Nikolaus ist halb Ziegenbock, halb Dämon (Italien)

Im Norden Italiens gibt es nicht nur den Heiligen Nikolaus, sondern auch seinen teuflischen Begleiter namens Krampus. Laut Geschichten, die uns unsere Großeltern damals immer erzählt haben, taucht der behaarte Teufel—halb Ziegenbock, halb Dämon—um die Weihnachtszeit herum auf und ist dabei mit Ketten, Kuhglocken, einem Bündel Birkenzweige als Rute sowie einem auf dem Rücken getragenen Holzbottich ausgestattet.

Im Gegensatz zum Nikolaus ist der Krampus unterwegs, um unartige Kids mit besagter Rute zu verprügeln. Manchmal klettert er nachts auch durchs Fenster, um seine Klauen und Reißzähne unter die Haut der schlafenden Kinder zu jagen. Damit will er die Wut rauslassen, die sich während seines Jahrs in völliger Einsamkeit angestaut hat. Schließlich packt der Krampus die ungezogenen Kinder in seinen Holzbottich und schleppt sie zurück in seine Höhle, wo er sie noch weiter bestraft. Das alles hat den Zweck, die Freunde dieser Kinder dazu zu bringen, sich artig zu verhalten. Das ist doch eine ganz nette Gute-Nacht-Geschichte, oder? Die Sache ist bloß die: Das Ganze ist mehr als nur eine Geschichte. Am 5. Dezember ziehen viele junge Leute beim sogenannten Krampuslauf als Dämonen verkleidet durch die Straßen alpiner Städte und Dörfer und werden dabei oft vom Alkohol angetrieben.

In Teilen der deutschsprachigen Alpin-Folklore ist die Herkunft des Krampus unklar, aber man ist sich im Allgemeinen einig, dass er eine Verbindung zu vorchristlichen Traditionen hat. Im Jahr 1958 wurde dieses Thema untersucht und dabei stellte man Folgendes fest: „In keiner anderen Form spiegelt sich die volle Aufmachung des gehörnten Hexengotts so gut wider. Abgesehen von der phallischen Bedeutung besteht bei der Rute möglicherweise auch noch ein Zusammenhang mit den Initiationsriten bestimmter Hexenzirkel.“

Enthauptete Ziegen-Kinder und gesteinigte Wölfe (Rumänien)

Das Märchen „Die Geiß mit den drei Geißlein“ lehrt dir, dass du stirbst, wenn du nicht auf deine Eltern hörst. Eine Ziege hat—wie der Name des Märchens schon verrät—drei Kinder. Zwei davon sind ungezogen, eins ist brav. Die Ziege muss eines Tages kurz weg und weist die Kinder an, die Tür verschlossen zu halten, bis sie zurückkommt und ihre Stimme zu hören ist. Ein Wolf bekommt das alles mit und versucht, die Stimme der Ziege nachzuahmen. Allerdings schafft er es nicht, die Kinder zu überzeugen. Deshalb geht er zu einem Schmied, lässt sich seine Zunge sowie seine Zähne anspitzen und versucht sein Glück erneut. Dieses Mal fallen die zwei ungezogenen Kinder auf ihn herein und öffnen die Tür—allerdings verstecken sich die drei kleinen Ziegen dann schnell. Das brave Kind stellt sich dabei am besten an und überlebt deswegen auch den Angriff. Die anderen beiden werden vom Wolf gefressen, der nur ihre Köpfe übrig lässt und damit das Fensterbrett verziert. Dabei setzt er ihnen allerdings ein Lächeln auf, um die Ziegen-Mutter glauben zu lassen, dass sich ihre Kinder freuen und alles gut ist. Danach beschmiert er noch die Wände mit Blut und verlässt das Haus wieder.

Als die Mutter dann zurückkommt, erzählt ihr ihr braves Kind alles und sie entschließt sich, den Wolf zu einem Abendessen zu Ehren ihrer beiden toten Ziegen-Kinder einzuladen. Dabei gibt sie vor, nicht zu wissen, wer für deren Tod verantwortlich ist. Beim Essen sitzt der Wolf dann auf einem Wachsstuhl, den die Ziegen-Mutter anzündet. So verbrennt der Wolf bei lebendigem Leib, während er von den beiden Ziegen noch mit Steinen beworfen wird. Ende.

Der berühmte Schriftsteller Ion Creangă schrieb diese Geschichte im Jahr 1875 und sie ist auch heute noch fester Bestandteil der Lehrpläne für Kinder zwischen zweieinhalb und fünf Jahren. Damit soll ihnen gezeigt werden, welche Konsequenzen es haben kann, wenn man nicht auf seine Mutter hört, und was mit den Leuten passiert, die Schlechtes tun. Und irgendwie sollen die Kinder durch diese Geschichte auch lernen, ihre Gefühle besser auszudrücken.

Männer, die sich die Eingeweide von Kindern auf die Brust reiben (Spanien)

In Spanien erzählt man sich die Geschichte vom „Mann mit dem Sack“. Das Ganze ist eigentlich ziemlich selbsterklärend: Darin geht es um einen hässlichen, alten Typen, der nachts mit einem leeren Sack durch die Straßen zieht und dabei Kinder einsammelt, die entweder kein Zuhause haben, die sich tagsüber unartig benommen haben oder die nicht ins Bett gehen wollen. Die steckt er dann in seinen Sack und keiner weiß, wo er sie letztendlich hinbringt oder was er mit ihnen anstellt.

Der verstörendste Teil dieser Geschichte ist der, dass dieser Mann wirklich existiert hat—also auf eine gewisse Art und Weise, denn es waren mehrere Personen beteiligt.

1910 gab es in der südspanischen Stadt Almería laut Polizeiakten einen Mann mit dem Spitznamen „el Moruno“. Dieser Mann bezahlte einen Quacksalber dafür, ihn von seiner Tuberkulose zu befreien. Der „Arzt“ empfahl ihm daraufhin, das Blut eines Kindes zu trinken sowie dessen Eingeweide auf der Brust zu verreiben. Und genau so kam es dann auch. Der Quacksalber entführte zusammen mit zwei anderen Männern ein Kind und steckte es dabei—richtig geraten—in einen Sack. Anschließend schnitt er dessen Achselhöhle auf, um Blut abzuzapfen. Dieses Blut servierte er dann „el Moruno“. Danach schlugen die Männer noch den Schädel des Kindes mit einem Stein ein. Daraufhin folgte die Schlachtung: Der Quacksalber öffnete den Bauch des Jungen, entnahm das Fettgewebe sowie die Innereien und verrieb das Ganze schließlich auf der Brust seines Patienten. Damit war der Job erledigt, aber ein Streit über die Bezahlung brachte einen der involvierten Männer dazu, zur Polizei zu gehen und alles zu gestehen. Jeder, der sich an diesem grauenhaften Mord beteiligt hatte, wurde zum Tode verurteilt.

Einige Bewohner von Almería erinnern sich auch heute noch an die Lieder, die man damals über das schreckliche Verbrechen sang. Das Ganze war so abscheulich, dass wir unseren Kindern immer noch mithilfe des „Mannes mit dem Sack“ Angst einjagen.

Der Vater, der die gekochte Leber seines eigenen Sohns vorgesetzt bekommt (Griechenland)

Die „Mörder-Mutter“ ist eine klassische Volkssage bzw. ein Lied, das griechische Großmütter ihren Enkelinnen vorsingen.

Dabei geht es um Constantin, den einzigen Sohn einer Familie. Er kommt eines Tages von der Schule nach Hause und erwischt seine Mutter dabei, wie sie mit einem fremden Mann schläft. Er droht damit, seinem Vater von der Affäre zu erzählen, und will auch nach verzweifeltem Bitten und Flehen der Mutter nicht davon abweichen. Daraufhin wird er auf sein Zimmer geschickt, wo ihn seine Mutter umbringt und anschließend seine Leber kocht. Als Constantins Vater dann nach Hause kommt, fragt er sich, wo sein Sohn steckt. Die Mutter meint daraufhin, dass er noch in der Schule ist. Dort wird dem Vater aber nur gesagt, dass Constantin schon längst nach Hause gegangen wäre.

Schließlich setzt die Mutter dem Vater Constantins Leber vor. Da erscheint plötzlich der Geist des umgebrachten Jungen und verrät alles—von der Affäre über den Mord bis hin zur Wahrheit über die Leber. Natürlich ist der Vater deswegen leicht angesäuert und entschließt sich dazu, die Mutter mit einem Schwert zu enthaupten.

Viele Historiker gehen davon aus, dass diese Geschichte im 16. oder 17. Jahrhundert geschrieben wurde. Dabei ist sie in unterschiedlichen Versionen in vielen lokalen Volkserzählungsbänden zu finden. Angeblich sollen mit der Moral dieser Geschichte junge Mädchen vor unartigem Benehmen gewarnt werden. Alles klar.

Die Trolle, die in deinem Mund hausen (Dänemark)

Das Märchen von „Karius und Baktus“ (ihr kennt sie alle) soll uns eigentlich beibringen, sich die Zähne zu putzen und gesunde Nahrung zu essen. Im Grunde sagt die Geschichte, dass sonst bedrohliche Trolle deine Zähne aufsprengen, darin kleine Trollhäuser errichten und sich in den Lücken niederlassen.

Die Geschichte geht in etwa so: Ein kleiner Junge namens Jens hat schlechte Zähne und ein Kariesloch, weshalb der schwarzhaarige Zahntroll Karius und sein rothaariger Zahntroll-Bruder Baktus die Zähne aushöhlen, sie zu farbenprächtigen Häusern ausbauen und ein erfolgreiches Leben in Jens‘ Mund führen.

Die sadistischen, Axt schwingenden, kleinen Arschlöcher verbringen ihre Tage damit, Reime über ihre Lieblingssüßigkeiten zu dichten und bedrohlich vor sich hin zu singen, während sie in ihrem Zahnheim herum hämmern und meißeln und nebenbei über die Vorzüge der Niederlassung zwischen Backen- und Schneidezähnen debattieren.

Ihre größte Angst ist, wie ihr euch denken könnt, die Zahnbürste, weshalb sie es sehr begrüßen, dass Jens „sich seit Wochen nicht die Zähne geputzt hat“. Beide Trolle frösteln bei der Erinnerung an die düsteren Zeiten, als Jens noch Karotten und Vollkornbrot zu sich genommen hat.

Am Ende bekommt Jens aber seinen Scheiß auf die Reihe, geht zum Zahnarzt und wird die üblen Zahntrolle ein für alle Mal los.

Diese gemütliche Geschichte stammt ursprünglich vom norwegischen Kinderautor, Liedermacher und Illustrator Thorbjørn Egner aus dem Jahr 1949 und wurde 1958 als folkloristische Kindererzählung für viele kommende Generationen nach Dänemark eingeführt. Heute gibt es sie als Buch und sogar als Hörbuch, erzählt von einem unserer gefeierten dänischen Schauspieler, Dirch Passer, den sonst vermutlich niemand kennt, aber der sich bei uns inzwischen genauso in die Köpfe eingenistet hat wie die Zahntrolle aus der Geschichte in unsere Kinderzähne.

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