Größe mit 4 jahren

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Wie groß wird mein Kind? Größenrechner & Tabelle

Mit unserem Größenrechner kannst du die voraussichtliche Körperendgröße deines Kindes berechnen. Hat dein Kind eine durchschnittliche Körpergröße für sein Alter? Hier kannst du es ganz leicht herausfinden.

Körpergröße berechnen

Eine konkrete Antwort auf die Frage „Wie groß werde ich?“ kann nur der Arzt bei der Bestimmung des Knochenalters geben. Dabei wird eine Röntgenaufnahme der linken Hand erstellt, womit sich das genaue Knochenalter und die Körperendgröße ermitteln lassen.

Anhand der aktuellen Körpergröße kannst du die Endkörpergröße mit Hilfe unseres Wachstumsrechners aber ungefähr berechnen.

Körpergröße: Alles eine Frage der Gene

Wie groß ein Kind wird, hängt von der Körpergröße der Eltern ab. Einen ungefähren Aufschluss über die wahrscheinliche Körpergröße deines Kindes im Erwachsenenalter kannst du deshalb auch mit einer einfachen Faustregel errechnen:

Körpergröße für Jungen berechnen:

Körperendgröße des Kindes =
(Körpergröße der Mutter + Körpergröße des Vaters + 13) : 2

Körpergröße für Mädchen berechnen:

Körperendgröße des Kindes =
(Körpergröße der Mutter + Körpergröße des Vaters – 13) : 2

Wachs, wachs!

Wachstum bei Kindern: Was ist normal?

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Wie wächst ein Kind?

Vor allem in den ersten Lebensjahren verläuft das Wachstum bei Kindern sehr schnell, was ihr besonders schön an einer Messlatte im Kinderzimmer, wie dieser von Goki über Babymarkt* ablesen könnt. Im ersten Lebensjahr wachsen Babys zum Beispiel jeden Tag, bzw. sprichwörtlich über Nacht, denn die meisten Wachstumsschübe passieren nachts. Das ist auch der Grund warum Wachstumssschmerzen vor allem abends und nachts auftreten.

Wachstumsunterschiede zwischen Kindern sind dabei völlig normal. Ob dein Kind eine für sein Alter durchschnittliche Körpergröße hat, kannst du in den Größentabellen ablesen:

Kleidung & Schuhe

Baby-Größentabelle: Alle Babygrößen im Überblick

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Kindergrößen bei Kleidung: Welche Konfektionsgröße passt?

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Geburtsgewicht und -größe Ihres Babys – Fun Facts über Ihren Nachwuchs

Das Geburtsgewicht und die Geburtsgröße des Babys gehören oft zu den ersten Dingen, die über den Nachwuchs bekannt gegeben werden. Denn zu den schönsten Momenten im Elternleben gehört es, stolz über den Nachwuchs zu berichten: Foto, Name, Geburtsgewicht, -größe und -zeit werden mit Familie und Freunden geteilt. Was sagen diese Informationen über das neue Leben aus und wie können Sie die frohe Botschaft besonders schön verpacken? Wir geben Ihnen einige Tipps und Fun Facts zu Durchschnittsgewicht und -größe von Babys bei der Geburt.

Was sagt das Gewicht vom Baby bei der Geburt aus?

Das Geburtsgewicht des Neugeborenen und seine Größe sind für Ärzte und Eltern ein wichtiger Indikator darüber, wie gut entwickelt das Baby ist. Es ist aber ganz natürlich, dass es hier einen großen Spielraum gibt. So liegt ein normales Geburtsgewicht zwischen 2.800 und 4.200 Gramm, das durchschnittliche Geburtsgewicht von Babys liegt laut unseren Auswertungen bei etwa 3.400 Gramm.

Das Gewicht zur Geburt hängt nicht allein, aber mitunter auch vom Geschlecht des Babys ab. Von den männlichen Babys liegt das Geburtsgewicht im Durchschnitt bei 3.490 Gramm, die Mädchen wiegen mit etwa 3.350 Gramm etwas weniger bei der Geburt.

Kann man das Geburtsgewicht berechnen?

Das Geburtsgewicht eines Babys kann ansatzweise berechnet werden. Es genau zu messen ist leider nicht möglich, solange sich das Baby im Mutterleib befindet. In den üblichen drei Ultraschalluntersuchungen während der Schwangerschaft wird das Ungeborene vermessen, um seine Entwicklung zu beobachten. Dabei werden mittels Ultraschall zum Beispiel der Kopfumfang oder die Länge des Oberschenkelknochens ausgemessen.

In der letzten geplanten Ultraschalluntersuchung zwischen der 29. und 32. Schwangerschaftswoche wird anhand der Messwerte das voraussichtliche Geburtsgewicht vom Baby abgeleitet. Hier handelt es sich jedoch um eine Schätzung, die nicht selten bis zu 500 Gramm oder mehr vom tatsächlichen Geburtsgewicht abweichen kann.

Was beeinflusst das Geburtsgewicht Ihres Babys?

Das Geburtsgewicht vom Baby wird am meisten von der Versorgung im Mutterleib beeinflusst. Frauen sollten es sich während der Schwangerschaft also besonders gut gehen lassen, für sich selbst und ihr Baby. Eine gesunde Ernährung mit viel Proteinen, ausreichend Obst und Gemüse, auf seinen Körper zu hören und Bewegung an der frischen Luft sind also in diesen neun Monaten besonders wichtig.

Aber auch die mütterlichen Gene beeinflussen die Geburtsgröße des Babys. Die Entwicklung ab der 34. Woche hängt zum Teil davon ab, wie viel die Mutter selber bei der Geburt gewogen hat. Aber auch die Dauer der Schwangerschaft, das Alter der Mutter und wie viele Kinder sie bereits geboren hat, beeinflussen das Geburtsgewicht des Babys. Das zweite Baby wiegt beispielsweise durchschnittlich mehr als das erste.

Wie groß ist ein neugeborenes Baby?

Die Durchschnittsgröße eines Babys bei der Geburt liegt bei 51 Zentimetern. Doch wie beim normalen Geburtsgewicht gibt es hier eine breite Spanne, denn jedes Baby ist ein bisschen anders: Alles zwischen 46 und 56 Zentimetern entspricht einer normalen Größe bei der Geburt. Neugeborene Jungen sind oft etwas größer als die Mädchen. Das kann aber selbst unter Geschwistern auch ganz anders ausfallen.

Was sagt die Geburtsgröße des Babys aus?

Die Größe des Neugeborenen bei der Geburt allein sagt nicht allzu viel über die Entwicklung oder Gesundheit des Kindes aus. Vielmehr geht es um die Entwicklung innerhalb der ersten Wochen und Monate sowie das Verhältnis von Geburtsmaßen und genetischer Veranlagung.

Ein eher kleines, leichtes Baby wird nach der Geburt wahrscheinlich schneller wachsen, wenn es große Eltern hat. Ein Baby mit eher zierlichen Eltern, das schon bei der Geburt recht groß und kräftig ist, wird wahrscheinlich langsamer wachsen. Zudem gibt es bestimmte Phasen im ersten Lebensjahr, in denen Babys starke Wachstumsschübe erwarten:

  1. 10. bis 21. Lebenstag
  2. 6. Woche
  3. 3. Monat

So verkünden Sie Geburtsgewicht und Geburtsgröße Ihres Babys besonders schön

Größe und Gewicht vom Baby sowie der Zeitpunkt, in dem es das Licht der Welt erblickte, sind also die wichtigsten Eckdaten, die Freunde und Familie nach der Geburt interessieren. Eine Nachricht über das Smartphone ist die schnellste Möglichkeit, um während der ersten Tage nach der Geburt allen Bescheid zu geben.

Ist die erste Aufregung abgeklungen, gibt es auch ein bisschen mehr Zeit, um noch einmal einen besonderen Gruß zur Geburt vorzubereiten. Besonders Oma, Opa, Tanten und Onkel, aber auch zukünftige Paten und andere gute Familienfreunde werden sich über ein schönes Foto des kleinen Jungen oder Mädchens sehr freuen, das Sie als Karte verschicken.

Arrangieren Sie zum Beispiel einige Requisiten um das Baby, die die entsprechenden Punkte symbolisieren und schreiben Sie die jeweiligen Daten auf einen Zettel dazu:

  1. Geburtsgewicht: eine Waage, Hantel oder Gewichte mit der entsprechenden Grammzahl
  2. Geburtsgröße: ein Maßstab, auf dem die jeweilige Größe markiert ist
  3. Geburtszeit: eine Uhr, auf der die Geburtszeit eingetragen ist
  4. Geburtstag: Kalenderblatt, auf dem der Tag markiert ist
  5. Vorname: vielleicht gibt es eine Blume oder ein anderes Symbol, das den Vornamen repräsentieren kann.

Sicherlich haben Sie noch viele weitere kreative Ideen, um die frohe Botschaft über Ihren Nachwuchs zu verkünden. Wir wünschen Ihnen viel Freude dabei!

Wie groß wird mein Kind wohl werden? Die Rechner auf dieser Seite, erlauben Ihnen eine erste, vorsichtige Schätzung vorzunehmen.

Um eine möglichst realitätsnahe zukünftige Größe Ihres Kindes zu erfahren, empfehlen wir Ihnen grundsätzlich eine Konsultation beim Kinderarzt. Hier kann aufgrund vergangener Wachstumsentwicklungen, die nicht nur die Größe sondern auch Gewicht und Kopfumfang umfassen, eine einigermaßen genaue Vorraussage getroffen werden, in welchem Größenbereich Ihr Kind höchstwahrscheinlich landen wird. Jedoch wird auch hier nur mit Wahrscheinlichkeiten gearbeitet. In sogenannten Perzentilen wird Ihnen hier angeben mit welcher Wahrscheinlichkeit das Kind eine bestimmte Größe erreicht.

Um diese Seite aber nun nicht unverrichteter Dinge wieder verlassen zu müssen, haben wir für Sie zwei verschiedene Rechner vorbereitet. Aber:

Die Ergebnisse basieren auf Durchschnittswerten. Die errechneten Werte dürfen nicht für medizinische Entscheidungen herangezogen werden und ersetzen keinen Arztbesuch.

Kindergrößen-Rechner anhand Größe der Eltern

Dieser Rechner prognostiziert die Größe Ihres Kindes anhand der Größe der Eltern gemäß der folgenden Formel:

Beispiel für Mädchen: Wenn die Mutter 160 cm ist und der Vater 180 cm, dann wird gerechnet. (160 cm + 180 cm – 13 cm) geteilt durch 2, ergibt ca, 163,5 cm.

Beispiel für Jungen: Wenn die Mutter 170 cm ist und der Vater 170 cm, dann wird gerechnet. (170 cm + 170 cm + 13 cm) geteilt durch 2, ergibt ca. 177,5 cm.

Die Größe eines Menschen hängt von vielen Faktoren ab. Zum einen ist sie durch die Eltern genetisch vorgegeben. Kinder von großen Eltern werden größer, Kinder von kleinen Eltern eher kleiner. Zudem können Krankheiten und Ernährung das Wachstum verzögern (der Rückstand wird aber nach der Krankheit bzw. bei richtiger Ernährung wieder „aufgeholt“).

Es gibt ganz unterschiedliche Gründe, das Wachstum eines Kindes näher bestimmen zu lassen. Ärzte beurteilen die mehr oder weniger normgerechte Entwicklung eines Kindes anhand der Größe (im Vergleich zum Altersdurchschnitt), Probleme mit dem Hormonhaushalt können sich in einer enormen oder im Vergleich zur Altersgruppe winzigen Wachstum äußern. Eine unterdurchschnittliche oder überdurchschnittliche Körpergröße kann aber auch auf Probleme im Stoffwechsel und eine damit verbundene Mangelernährung zurückzuführen sein. Kinder werden beim Kinderarzt immer zuerst vermessen. Größe und Gewicht spielen ab der Geburt eine wichtige Rolle. Völlig klar, dass es Eltern brennend interessiert, wie groß das Kind dann insgesamt werden wird.

Komplexe Sachlage

Die genaue Körpergröße, die ein Mensch erreichen wird, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Da ist zuerst einmal der genetische Einfluss. Die Kinder bekommen den Genmix vom Vater und die Mischung der Mutter mit. Welche Gene dominant sind, ist noch unzureichend bekannt. Wichtig: Auch bei den Eltern werden nicht alle genetischen Veranlagungen sichtbar. Es gibt immer Gene, die weitergereicht werden, aber nicht aktiv sind. Es kann also sein, dass die Mutter eher zierlich und klein gewachsen ist, obwohl die Großeltern recht kräftig und groß sind. Wie sieht dann das Kind im Erwachsenenalter aus? Biologen vermuten immer noch, was die Bauernweisheit besagt: Die Großeltern schlagen mehr durch als die Eltern. Aber genau sagen kann man es eben doch nicht.

Ein weiterer Parameter, der Einfluss auf die Körpergröße hat, ist die Versorgung während der Schwangerschaft. Wie ging es der Mutter da? Hat sie sich ausreichend und vor allem abwechslungsreich und nährstoffreich ernährt? Wie war der Stressfaktor? Diese Lebensumstände wirken lange nach und haben Einfluss auf den Körperbau und den Stoffwechsel der Kinder. Sogar der Geburtszeitpunkt ist wichtig. Frühgeborene Kinder sind meist zierlicher und kleiner als normalgeboreneKinder. Die frühe Kindheit mitsamt der Ernährungssituation und den da vorhandenen oder fehlenden Stressfaktoren spielt ebenfalls eine Rolle.

Nur Näherungswerte möglich

Diese ganzen verschiedenen Faktoren lassen sich natürlich rechnerisch nicht so einfach bewältigen. Zumal man sich bei vielen auch nicht so sicher ist, wie genau und warum exakt sie die Körpergröße der Kinder mehr oder minder dauerhaft beeinflussen. Daher kann unser Blitzrechner nur Näherungswerte oder Durchschnittswerte herausgeben. Die Rechnerei lohnt sich trotzdem: Meist liegt der Rechner ziemlich nah am tatsächlichen Ergebnis, und wirklich gravierende Ausreisser sind sehr selten.

Zwei verschiedene Rechenwege

Es ist einerseits möglich, die künftige Größe des Kindes anhand der aktuellen Körpergröße und Angaben zu Alter und Geschlecht zu berechnen. Es ist ungefähr bekannt, wie viel ein Kind in einem Jahr wächst und in welchem Alter das Wachstum abgeschlossen ist. Auf die aktuelle Größe wird also je verbleibendem Wachstumsjahr ein bestimmter Wert addiert. So erhält man eine ungefähre Angabe, wie groß das Kind werden wird. Die Anzahl der Wachstumsjahre und die Größe, die das Kind in einem Jahr zulegt, variieren zwischen den Geschlechtern. Daher muss angegeben werden, ob die Größe für einen Jungen oder für ein Mädchen berechnet wird.

Die Wachstumsphase der Kinder dauert in etwa bis zum 18. Lebensjahr. Das ist bei Mädchen und Jungen gleich. Während Jungen aber im Jahr durchschnittlich 5 cm wachsen, sind es bei Mädchen nur 4,3 cm. Die genaue Rechnung nimmt also das jeweilige Alter des Kindes als Ausgangspunkt. Dann werden die verbleibenden Wachstumsjahreerrechnet (18 minus Alter des Kindes). Anschließend werden die verbleibenden Wachstumsjahre mit dem Wachstum je Jahr in Zentimetern multipliziert (also für Jungen verbleibende Jahre mal 5 cm, für Mädchen verbleibende Jahre mal 4,3 cm). Das Ergebnis dieser Rechnung wird zur aktuellen Körpergröße addiert, und damit ist die Rechnung abgeschlossen.

Eine zweite Möglichkeit besteht darin, die künftige Körpergröße eines Kindes anhand der Größe der Eltern zu errechnen. Es wurde ja bereits erwähnt, dass die Gene tendenziell festlegen, ob ein Mensch eher groß oder eher klein ist. Genommen wird jeweils die Größe der Mutter plus die Größe des Vaters. Für Mädchen wird von dem Ergebnis dieser Addition der Wert 13 cm abgezogen. Bei Jungen werden stattdessen 13 cm addiert. Das Ergebnis dieser Rechnung muss nur noch durch zwei geteilt werden, dann ist die voraussichtliche Größe des Kindes im Erwachsenenalter ungefähr bestimmt.

Abweichende Werte

Wer jetzt für das eigene Kind beide Rechnungen durchführt, wird unter Umständen zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Angenommen, die Mutter ist 168 cm groß und der Vater misst 172 cm. Bei der Berechnung der Größe auf der Grundlage der Elterngröße würde für ein Mädchen immer eine zukünftige Körpergröße von 163,5 cm herauskommen. Nehmen wir nun an, das Mädchen ist 11 Jahre alt und bereits 136 cm groß. Das Ergebnis im altersbasierten Rechner wären 166 cm. Die Werte sind also unterschiedlich.

Aus dieser Differenz wird bereits klar, dass die Rechner immer nur Näherungswerte bieten können oder eine Tendenz anzeigen. Dass der Nachwuchs eher zierlich gebauter Eltern selten ein Riese wird, ist ohnehin klar. Umgekehrt dürfte klar sein, dass kräftige Eltern von hohem Wuchs selten extrem kleine und zierliche Kinder haben. Genau diese Tendenzen zeigt der Rechner ebenfalls an. Er kann aber noch mehr: Frühgeborene Kinder tendieren dazu, sich insgesamt etwas zierlicher und kleiner zu entwickeln, das aber nicht unbedingt bis ins Erwachsenenalter beizubehalten. Oft holen sie ab etwa der Pubertät einiges nach und schließen zu Altersgenossen auf. Wenn in einem solchen Fall der Altersrechner eingesetzt wird, kommt eine eher kleine Körpergröße heraus. Wird der Elternrechner genutzt, kommt ein höherer Wert heraus. Die Wahrheit wird in diesem Fall in der Mitte liegen, aber vermutlich näher am höheren Wert. Die beiden Rechner arbeiten also im Vergleich miteinander gar nicht so schlecht.

Bei ernsthaften Sorgen ärztlichen Rat suchen

Da diese Rechner anonym und ohne Rücksicht auf die individuelle körperliche Entwicklung, Vorerkrankungen und andere Parameter arbeiten, ist keine genaue Diagnose zu erwarten. Sollten Sie sich Sorgen um die Gesundheit Ihres Kindes machen, suchen Sie bitte einen Arzt auf und lassen eine umfassende Anamnese erstellen. Vor allem dann, wenn sich ein Kind auffällig klein und zierlich oder extrem groß und grobschlächtig entwickelt, können ernsthafte Erkrankungen dahinterstehen. Werden diese Erkrankungen rechtzeitig erkannt, können sie behandelt werden. Ist beispielsweise der Hormonhaushalt gestört und das Wachstum aus diesem Grund nicht altersgemäß, kann eine hormonbasierte Therapie das Wachstum anregen oder eindämmen.

Bei Stoffwechselerkrankungen ist eine Intervention extrem wichtig, weil diese Krankheiten oft zu Folgeerkrankungen und ernsthaften gesundheitlichen Einschränkungen führen, manchmal sogar zu verfrühtem Tod. Die meisten Neugeborenen in Deutschland nehmen standardmäßig an einem Screening teil, das eine große Anzahl dieser Erkrankungen abtestet. Aber nicht immer wird alles zuverlässig erkannt.

Bestimmung des Knochenalters beim Arzt

Ein weniger rechnerischer als vielmehr anatomischer Weg, die voraussichtliche künftige Körpergröße zu bestimmen, ist die Untersuchung des Knochenalters. Für die Bestimmung wird eine Röntgenaufnahme der linken Hand angefertigt. Die genaue Entwicklung der Handknochen wird anschließend untersucht. Wie groß sind die einzelnen Knochen? Wie viel Knorpel befindet sich noch um die Gelenke herum, wie viel ist schon verknöchert? Wie sieht es bei den Wachstumsspalten in den Knochen aus? Auch diese Angaben können keinen ganz genauen Wert abgeben. Aber das Ergebnis ist dann doch um einiges genauer als das, was unsere Wachstumsrechner können.

Denn das Knochenwachstum steht in einem direkten Zusammenhang mit der gesamten Körpergröße und -breite. Außerdem korreliert das Knochenalter mit der geschlechtlichen Reife und damit mit der gesamten Entwicklung des Körpers. Die Analyse des Knochenalters ist nur möglich, weil Vergleichsdaten aus der Bevölkerung vorliegen. Mediziner wissen anhand von Tabellen ziemlich genau, in welchem Alter die Knochen wie genau entwickelt sind. Die Röntgenaufnahmen der Hand werden also „nur“ mit anderen Aufnahmen von Menschen der gleichen Altersgruppe verglichen. Aufgrund der Abweichungen (oder Übereinstimmungen) kann das Alter dann genauer bestimmt werden. Ist das Knochenalter bekannt, ist auch bekannt, wie viel Wachstum noch verbleibt und wie es ausfallen wird. Damit lässt sich die voraussichtliche finale Körpergröße ganz gut bestimmen.

Wenn kein dringender Verdacht auf Probleme vorliegt, werden diese Röntgenuntersuchungen aber abgelehnt. Denn Röntgenstrahlen gelten immer noch als gesundheitsschädlich, Kinder sollten ihnen nicht zu oft und vor allem nicht in zu hoher Dosis ausgesetzt werden. Daher werden Bestimmungen des Knochenalters nur in wirklich dringenden Fällen gemacht. Die Methode ist in den letzten Jahren in dem Medien immer wieder thematisiert worden, weil sie auch zur Altersbestimmungherangezogen werden kann.

Sie wurde bisweilen bei unbegleiteten jungen Flüchtlingen verwendet, um ihr Alter bestimmen zu können. Da ging es dann nicht um die Größe der Jugendlichen im Erwachsenenalter, sondern eher um die Feststellung, ob sie noch minderjährig sind. Und die Schwächen der Knochenalterbestimmung wurden offensichtlich: Das Knochenalter hängt nämlich stark von der Ernährungssituation ab. Und die ist je nach Kulturkreis doch sehr verschieden. Mangelernährung gibt es in Mittel- und Nordeuropa fast nicht mehr, in den Heimatländern der Geflüchteten dagegen schon. Vor allem während der Schwangerschaft und der Kindheit kann eine mangelhafte Ernährung zu einer Verschiebung des Knochenalters führen. Damit ist die Bestimmung des Knochenalters zwecks Ableitung des Gesamtalters eines Menschen in Jahren eine eher unsichere Sache. Dafür wurde die Methode schließlich auch nicht entwickelt.

Alternativen?

Gibt es. Der Zustand von Schlüsselbein, Handgelenk oder Brustbein sagt genauso viel über das Knochenalter aus wie die Handknochen. Aber auch das Gebiss kann zu einer Analyse herangezogen werden. Denn die Zahnentwicklung in Zusammenhang mit dem Kieferwachstum zeigt zwar nicht an, wie viele Zentimeter ein Kind in seinem Gesamtleben noch wachsen wird. Aber es ist doch möglich zu bestimmen, inwieweit das Wachstum schon vorangeschritten ist und wie viel noch fehlt.

Formel: Wachstum von Kindern

Die voraussichtliche Größe Ihres Kindes ergibt sich aus der Addition der jetzigen Größe mit dem Produkt aus verbleibenden Wachstumsjahren und Wachstum pro Jahr. Bei Jungs beträgt das Wachstum pro Jahr 5 cm und bei Mädchen 4,3 cm.

Der Größenrechner für Kinder

Der Kinder-Wachstumsrechner Seitenanfang

Du fragst dich, wie groß dein Kind wohl wird? Unsere Wachstumsrechner haben die Antwort für dich. Einfach die aktuelle Körpergröße des Kindes oder die Größe der Eltern eingeben und einen Blick in die Zukunft werfen.

Körpergröße berechnen anhand:

Du hast zwei Möglichkeiten: Der eine Rechner ermittelt die spätere Größe deines Kindes ausgehend von deiner eigenen Körpergröße und der deines Partners. Der andere Wachstumsrechner errechnet die zukünftige Größe anhand der aktuellen Größe deines Kindes.

Du fragst dich, wie groß dein Kind wohl wird? Unsere Wachstumsrechner haben eine Antwort für dich. Einfach die aktuelle Körpergröße des Kindes oder die Größe der Eltern eingeben und einen Blick in die Zukunft werfen.

Kann ich berechnen, wie groß mein Kind wird?

Es gibt grundsätzlich drei Wege, die zukünftige Körpergröße deines Kindes zu schätzen.

Die WHO hat zwei Formeln für die Berechnung entwickelt – auf ihnen basieren auch die beiden Größenrechner von urbia.

Die erste Möglichkeit ist eine Berechnung anhand der Größe der Eltern.

Für einen Jungen

(Körperlänge der Mutter (cm) + Körperlänge des Vaters (cm)) x 0,5 + 6 cm

Für ein Mädchen

(Körperlänge der Mutter (cm) + Körperlänge des Vaters (cm)) x 0,5 – 6 cm

Die zweite Möglichkeit ist eine Berechnung der Größe des Kindes durch Schätzung des jährlichen Wachstums:

Zukünftige Größe des Kindes = jetzige Größe + (verbleibende Wachstumsjahre x Wachstum pro Jahr)

Achtung: Die Ergebnisse sind nur Schätzungen. Immerhin beeinflussen noch viele andere Faktoren das Wachstum unseres Körpers.

Eine dritte Möglichkeit ist eine Röntgen-Untersuchung der linken Hand. Daraus kann der Arzt das Knochenalter bestimmen und auf Wachstumsverzögerungen und die wahrscheinliche Größe schließen. Diese Variante ist deutlich zuverlässiger als die Ergebnisse des Größenrechners. Eine Röntgenuntersuchung wird aber nur bei medizinischer Notwendigkeit gemacht.

Welche Rolle spielen die Gene bei der Körpergröße?

Unsere Körpergröße ist schon in den Genen festgelegt. Eltern vererben ihre Größe an den Nachwuchs. Ein einziges Größen-Gen gibt es trotzdem nicht. Stattdessen ist eine ganze Menge verschiedener Gene an der voraussichtlichen Größe beteiligt. Forscher der University of Exeter stießen bei der Analyse des Erbguts von rund 700.000 Menschen auf insgesamt 83 Genvarianten, die an unserem Wachstum beteiligt sein könnten. Manche dieser Variationen führen zu statistischen Größenunterschieden von bis zu zwei Zentimetern, andere zu nur wenigen Millimetern mehr auf der Messlatte.

Wodurch wird die Körpergröße außerdem beeinflusst?

Natürlich sind die Gene nicht allein für die Körpergröße verantwortlich. Das Wachstum des kindlichen Körpers wird auch durch das Hormon Somatropin angeregt. Es ist für den Knochenwachstum und den Muskelaufbau verantwortlich und wird vor allem im Schlaf ausgeschüttet. Damit das Hormon gut arbeiten kann, braucht der Körper viel Energie. Umso wichtiger ist eine ausgewogener Ernährung und ausreichend Schlaf. Auch Bewegung beeinflusst das Wachstum und die Stabilität unserer Knochen. Stoffwechselstörungen, Tumore und Erkrankungen von lebenswichtigen Organen wie Herz, Niere oder Darm können dagegen das Wachstum hemmen. Auch ein Mangel des Wachstumshormons Somatropin kann ein Grund für Wachstumsstörung sein. In diesem Fall sorgt man durch Medikamente für künstlichen Ersatz.

Wie groß ist mein Kind bei der Geburt?

Ein deutsches Durchschnitts-Baby wiegt bei der Geburt 3.500 Gramm und ist 51 Zentimeter groß. Ob ein Baby bei seiner Geburt größer oder kleiner als die Norm ist, hängt erstaunlich wenig mit der Größe von Mama und Papa zusammen. Die Größe der Eltern beeinflusst erst das spätere Wachstum. Im Mutterleib spielt die gesunde Funktion der Plazenta eine viel wichtigere Rolle. Sie ist für die Versorgung des Säuglings mit Nährstoffen und damit auch für seine Entwicklung verantwortlich. Genau deshalb kommen auch Babys von während der Schwangerschaft rauchenden Mütter oft kleiner und leichter zur Welt. Durch den Tabak-Konsum wird die Plazenta weniger gut durchblutet, die Versorgung des Embryos leidet.

Wie schnell wächst mein Kind?

Das schnellste Wachstum erleben die Kinder in den ersten beiden Lebensjahren. Allein im ersten Lebensjahr wächst das Baby rund 25 Zentimeter. Im zweiten Lebensjahr verlangsamt sich das Wachstum etwas. Trotzdem sind zehn bis 20 Zentimeter normal. Im dritten sind es noch durchschnittlich sieben bis zehn Zentimeter. Ab dem vierten Geburtstag wird die Wachstumskurve etwas flacher – mit fünf Zentimetern pro Jahr. Trotzdem kann es zwischendrin immer wieder kleinere Wachstumsschübe geben. Zwischen dem elften Lebensjahr und der Pubertät wird es nochmal ruhiger und danach gibt es einen erneuten Schub in die Höhe. Natürlich kann es immer wieder Abweichungen von der Norm geben – immerhin wachsen alle Kinder unterschiedlich.

Was hat es mit den Perzentilkurven auf sich?

Bei den U-Untersuchungen wird euer Kind regelmäßig gemessen und gewogen. So behält der Kinderarzt die körperliche Entwicklung genau im Blick und kann sie mit dem durchschnittlichen Wachstum von Kindern im gleichen Alter vergleichen. Zur Vergleichbarkeit nutzen die Mediziner sogenannte Perzentilkurven. Dabei gibt es fünf verschiedene Kurven im Normalbereich des Wachstums:

· 97. Perzentile: Dein Kind ist im Vergleich zu anderen Kindern sehr groß. Nur drei Prozent der gleichaltrigen Kinder sind größer, 97 kleiner als dein Kind.

· 85. Perzentile: 15 Prozent der gleichaltrigen Kinder sind größer, 85 kleiner als dein Kind.

· 50. Perzentile: Ein Kind liegt genau in der Mitte. 50 Prozent der gleichaltrigen Kinder sind größer, 50 kleiner als dein Kind.

· 15. Perzentile: 85 Prozent der gleichaltrigen Kinder sind größer, 15 kleiner als dein Kind.

· 3. Perzentile: 97 Prozent der gleichaltrigen Kinder sind größer, nur 3 kleiner als dein Kind.

Die Kinder von heute werden größer

Das Deutsche Institut für Normung untersucht regelmäßig die Körpergröße der Deutschen. Ein Ergebnis: Heute werden 90 Prozent der Mädchen zwischen 153 und 172 Zentimeter groß, 90 Prozent der Jungen zwischen 165 und 186 Zentimeter. Tendenz klar steigend. Allein in den letzten 100 Jahren sind wir im Schnitt 15 Zentimeter größer geworden. Die Gründe dafür sind vielfältig: Die Jungen und Mädchen müssen nicht mehr in der Wachstumsphase schwer körperlich arbeiten. Die Nahrung ist ausreichend vorhanden und reicher an Eiweiß und Kalzium. Dadurch sind die Menschen heute deutlich gesünder und der Körper hat mehr Energie zum Wachsen. Wie lange das Wachsen noch dauert, darüber gehen die Meinungen auseinander. Es gibt jedoch Schätzungen, die für 2080 eine neue Durchschnittsgröße für Frau von 1,80 Meter und für Männer von 1,94 Meter voraussagen. Sollte das wirklich stimmen, müssten die Autos, Hosen und Bett in Zukunft etwas größer werden.

” Mama, wie groß werde ich, wenn ich mal ausgewachsen bin? “

Die spätere Körpergröße berechnen zu können, ist sicherlich einer der spannendsten Gedanken eines Jugendlichen. Auch Eltern stellen sich häufig die Frage, wie groß ihr Junge oder Mädchen mal werden wird. Ein kleiner Hinweis vorweg, an der Schuhgröße lässt sich die zukünftige Körpergröße nicht berechnen, auch wenn dieser Mythos bis heute bestand hat.

In diesem Artikel möchten wir den Wachstumsverlauf von Kindern bis zum Erwachsenenalter genau beschreiben. Außerdem gibt es die Möglichkeit, die zukünftige Körpergröße eines Kindes oder Jugendlichen mit Hilfe eines Größenrechners berechnen zu lassen.

Wie groß wird mein Kind?

Beginnen wir doch mal ganz am Anfang, nämlich im ersten Lebensjahr. In diesem Jahr wächst der Mensch stärker als in jedem anderen Jahr seines Lebens. Im Normalfall sind es zwischen 20 und 25 Zentimeter. ab dem zweiten Lebensjahr verlangsamt sich der Wachstumsprozess fortwährend. Im zehnten Lebensjahr wachsen Kinder dann nur noch zwei bis fünf Zentimeter durchschnittlich.

Während der Pubertät, kommt es dann nochmal zu einem wahren Wachstumsschub. In der Regel sind das 14. und 15. Lebensjahr betroffen. Hier schießen Jungs ca. 10cm in die Höhe. Mädchen wachsen zu dieser Zeit ca. acht Zentimeter im Durchschnitt.

An der folgenden Wachstumstabelle lässt sich der durchschnittliche Wachstumsverlauf von Mädchen und Jungen gut ablesen:

Quelle: WHO Europe 2019

Anhand der Grafik lässt sich gut ableiten, ob ein Junge oder Mädchen zu groß oder zu klein im Vergleich zu seinen Altersgenossen ist. Es ist auch deutlich zu sehen, dass das Wachstum bei Jungen und Mädchen unterschiedlich verläuft. Auffällig ist, dass Mädchen zwischen dem 11. und 13. Lebensjahr sogar stärker wachsen als Jungs. Das liegt daran, dass bei ihnen die Pubertät früher beginnt. Im 14. und 15. Lebensjahr sind dann die Knaben an der Reihe und schießen während der Pubertät nochmal in die Höhe. Während die Wachstumsphase bei Mädchen mit dem vollendeten 16. Lebensjahr bereits weitestgehend abgeschlossen ist, hören Jungs erst mit 19 Jahren auf zu wachsen.

Doch wie erfahre ich, wie groß ich später mal sein werde?

Oder, wie groß wird mein Kind einmal werden?

Auf diese spannende Frage findet der Wachstumsrechner eine Antwort. Anhand einiger bestimmter Kennziffern lässt sich die spätere Körpergröße ziemlich genau bestimmen. Gib einfach die erforderlichen Kennzahlen ein, das Ergebnis wird automatisch errechnet und ganz unten angezeigt!

Mit Hilfe dieses Größenrechners für Deutschland, lässt die voraussichtliche Körpergröße von Jungen und Mädchen als Erwachsene berechnen:

Anhand einer Formel zur Berechnung der Körpergröße haben wir folgenden Wachstumsrechner kreiert. Er berücksichtigt alle relevanten Faktoren.

Gefällt dir der Größenrechner? Dann teile ihn doch mit mit andren!

Wodurch wird das Wachstum eines Kindes beeinflusst?

Grundsätzlich gibt die genetische Veranlagung vor, wie groß ein Kind später mal werden wird. Zusätzlich gibt es jedoch Faktoren, die das Wachstum eines Kindes positiv oder auch negativ beeinflussen können. Auf diese Faktoren möchten wir kurz eingehen:

  • Schlaf – Während der Schlafphase wird das Wachstumshormon Somatropin ausgeschüttet. Regelmäßiger, guter Schlaf ist maßgeblich für die Produktion und Ausschüttung dieses Hormons. Daher können sich Schlafstörungen oder Schlafentzug negativ auf das Wachstum eines Kindes auswirken.
  • Ernährung – Damit ein Kind gesund heranwachsen kann, muss es immer mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt sein. Welche Nahrungsmittel das Wachstum zusätzlich unterstützen erläutern wir in diesem Artikel.
  • Gesundheitszustand – Verschiedene Organ- oder Stoffwechselerkrankungen können das Wachstum eines Kindes hemmen. Daher ist die regelmäßige Überwachung des Gesundheitszustands sehr wichtig.

Schuhe mit unsichtbarer Erhöhung die einen ca. 7cm größer machen findet man hier!

Das oben genannte Faktoren eine wichtige Rolle bei der körperlichen Entwicklung der Menschen spielt, zeigt die Entwicklung der vergangenen 100 Jahre.

Die ständige Verfügbarkeit an einer Vielfalt von Lebensmitteln hat unter anderem dazu geführt, dass Menschen heute ca. 16cm. größer sind, las sie es vor 100 Jahren waren. Auch der medizinische Fortschritt und die medizinische Versorgung haben sich langfristig positiv auf das Körperwachstum von uns Menschen ausgewirkt.

Mein Kind ist zu klein für sein Alter

Wenn das Kind im Vergleich zu seinen Alterskameraden zu klein ist, ist das noch kein Grund zur Beunruhigung. Abweichungen zum regulären Wachstumsverlauf sind keine Seltenheit. Genauer gesagt sind 65% aller Kinder, die aufgrund ihrer Körpergröße beim Hormonspezialisten vorgestellt werden, einfach nur Spätzünder. Hier verspätet sich die Pubertätsphase einfach ein wenig, und somit verzögert sich auch der damit einhergehende Wachstumsschub. Besonders wahrscheinlich ist das, wenn die Eltern zu Jugendzeiten selbst spät in die Pubertät kamen.

Wie groß werde ich noch? Knochen-Lücken verraten es

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Forschung

Von Julia Rudorf, dpa

26. Juli 2013 12:28 Uhr Na, wie viele Zentimeter werden es noch? Der Arzt kann es an diesem Röntgenbild erkennen. Foto: KINA/dpa

.Oh, bist du aber groß geworden! Omas oder Tanten sehen oft etwas, das man selbst manchmal nicht so mitbekommt.

Doch dass man größer wird, sieht man nicht nur von außen. Ärzte erkennen das auch – an Bildern der Knochen.

Auf dem Klassenfoto stehen die großen Schüler hinten. Davor reihen sich die eher kleineren auf. Die unterschiedliche Größe lässt sich leicht erkennen. Aber wie groß wird der Einzelne noch? Das verrät das Klassenfoto nicht. Doch Ärzte wie Dirk Schnabel können es herausfinden. Er ist Experte für Wachstum in einem großen Krankenhaus in Berlin.

Zu ihm kommen Eltern mit ihren Kindern, wenn sie sich Sorgen machen, dass beim Wachsen etwas schiefläuft. Zum Beispiel dass ihr Kind viel zu groß wird oder sehr klein bleibt. Der Experte schaut sich dann erst mal nicht die Kinder an – sondern die Eltern. „Wie groß wir werden, wird uns vor allem von unseren Eltern vererbt“, sagt er. Große Eltern haben meist auch große Kinder. Die Kinder von kleinen Eltern werden dagegen nicht besonders riesig.

Um das einzuschätzen, braucht der Experte zum Beispiel ein Blatt. Auf diesem sind mehrere Linien zu sehen, die geschwungen sind. Unten steht das Alter, oben die Größe. Es gibt ein Blatt für Jungen und eines für Mädchen. Damit lässt sich erkennen, ob ein Kind etwa genauso groß ist, wie viele andere Kinder in seinem Alter. Also: normal groß. Oder ob es wirklich zu klein oder riesig ist.

Meist kann der Arzt dann schon sagen: Alles in Ordnung! Wenn die Größe aber wirklich ungewöhnlich ist, schaut er sich die Hand an. Und zwar eine Röntgen-Aufnahme der linken Hand. Das Bild wird dann vor ein helles Licht gehängt. So kann der Arzt auf der Röntgen-Aufnahme alle Knochen erkennen.

Er sieht außerdem die Stellen, wo der Knochen erst noch wächst. Dort sind bei Kindern dunkle Lücken zwischen den Knochen zu sehen. Je größer die Lücke, desto mehr wird ein Kind wahrscheinlich noch wachsen. Oder der Arzt erkennt: Das Kind ist zwar im Moment das Größte in der Klasse – aber es wird auch nicht mehr viel größer.

Weil wir unterschiedlich wachsen, kann es in der Schule für einige auch noch mal Überraschungen geben, sagt der Experte: „Manchmal sind Kinder, die in der Klasse eher die Kleinen waren, als Erwachsene viel größer als ihre Klassenkameraden.“

Im Allgemeinen ist das körperliche Längenwachstum bei den meisten Menschen spätestens mit 19 Jahren abgeschlossen. Im absoluten Ausnahmefall ist aber auch ein Wachstum bis zum 24. Lebensjahr möglich! Das wichtigste Kriterium für die eigene Körpergröße sind durch Vererbung mitgegebene Faktoren – die tatsächlich zu erreichende Körpergröße lässt sich allerdings auch beeinflussen, zum Beispieldurch die Ernährung. So kann Mangelernährung verhindern, dass man die volle Größe erreicht, eine ausgewogene Ernährung dagegen dafür sorgen, dass ein Mensch voll auswächst.

Zur Feststellung der finalen Größe dient im Kindes- oder Jugendalter als genauester Parameter die Bestimmung des Knochenalters. Durch sie kann die ausgewachsene Körpergröße auf ca. ein bis zwei Zentimeter genau ermittelt werden. Meist wird diese Messung an der linken Hand vorgenommen, da sie besonders viele Wachstumsfugen aufweist. Beurteilt werden die Handwurzelknochen.

Körpergrösse: 11 Spannende Fakten!

  1. In Deutschland werden Männer heute durchschnittlich 1,80 Meter groß, Frauen 1,66 Meter.
  2. Vor 100 Jahren lauteten die entsprechenden Zahlen noch 1,67 Meter (Männer) bzw. 1,56 Meter (Frauen).
  3. Die kleinsten Männer beheimatet heute Ost-Timor (1,60 Meter), die kleinsten Frauen kommen aus Guatemala (1,49 Meter).
  4. In den letzten 100 Jahren gab es im geschichtlichen Vergleich weltweit nachweisbar ein deutlich überproportionales Längenwachstum.
  5. Der größte Mensch der Menschheitsgeschichte: der US-Amerikaner Robert Wadlow (1918-1940) mit 2,72 Meter!
  6. Die größte Frau: die Holländerin Trijntje Keever (1616-1633) mit 2,55 Metern (manche Quellen auch 2,60 Meter)
  7. Über 1,90 Meter groß sind 6,3 Prozent der deutschen Männer – und nur 0,1 Prozent der Frauen.
  8. Bei Mädchen setzt die Pubertät oft schon mit 10 Jahren ein, ca. ein Jahr später gefolgt vom ersten Längenwachstumsschub. Damit sind sie früher dran als die Jungs, bei denen die Vorpubertät erst mit ca. 12 Jahren beginnt.
  9. Das Wachstum der Mädchen endet allerdings auch dementsprechend früher – oft sogar schon mit 16.
  10. Im Liegen sind Erwachsene bis zu zwei Zentimeter länger als im Stehen, morgens einen halben bis zwei Zentimeter größer als abends.
  11. Der Forschungszweig Anthropometrische Geschichte vertritt die These: je wohlhabender eine Gesellschaft, desto größer die Menschen, die in ihr leben!

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