Giftige zimmerpflanzen für kinder

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Giftiger Garten – welche Pflanzen du mit Kindern lieber nicht ansetzen solltest

Unser Garten wurde Prenatal angelegt. Und daher haben wir so ziemlich alles geplanzt, was zwar schön, aber eben auch giftig ist. Und ja – euch Profimüttern muss ich es nicht sagen: Kinder lieben es aus Blättern, Blüten und Wasser eine Suppe zu matschen und damit zu spielen. Das kann aber gefährlich sein, da es selbst im eigenen Garten einige giftige Pflanzen für Kinder gibt. Heute wollen wir euch zeigen welche Pflanzen wirklich eine Bedrohung darstellen und was getan werden sollte, wenn es doch zu einer Vergiftung kommt.

Giftige Pflanzen im Garten

Die häufigen giftigen Pflanzen im Garten werden von den Eltern selbst angepflanzt. Der Garten wird noch bevor man Kinder bekommt angelegt und so macht man sich über giftige Pflanzen kaum Gedanken. Das Aha Ergebnis kommt dann erst, wenn man sich damit beschäftigt. Hier findet ihr die häufigsten giftigsten Pflanzen im Garten.

Gemeiner Efeu (Hedera helix)

MichaelGaida / EFEU

Der gemeine Efeu wird oft als Zierde gepflanzt oder soll als Sichtschutz dienen, da die Ranken des Kletterstrauchs mit der Zeit zu einem dichten Geflecht verwachsen. Zwischen den immergrünen Blättern wachsen kleine schwarze Beeren. Beide Bestandteile, sowohl die Blätter als auch die Beeren des Efeus, gelten als giftig für Kinder. Sie enthalten Triterpensaponine, eine Gruppe von Pflanzengiften, die den Efeu vor Pilzen und Fressfeinden schützen soll.
Wenn Kinder Teile vom wilden Efeu essen, kann es zu Übelkeit, Durchfall und Fieber führen. Häufiges Anfassen der Blätter oder des Stammes kann zudem Hautreizungen verursachen.

Maiglöckchen (Convallaria majalis)

_Alicja_ / MAIGLÖCKCHEN

Die Blumen mit den hängenden, weißen Kelchblüten zählen ebenfalls als giftige Pflanzen für Kinder, obwohl sie gerne als Zier- und Gartenpflanzen im Frühling genutzt werden. Die Schwierigkeit ist auch, dass die Blätter oft mit denen von Bärlauch verwechselt werden. Während Bärlauch aber essbar ist, sollten Kinder von Maiglöckchen weder die Blätter, die Blüten oder auch die roten Beeren essen, die an den Pflanzen wachsen. Alle Bestandteile der Pflanzen enthalten Glycoside. Während der giftige Anteil in den Blättern aber eher gering ist und zu Übelkeit und Durchfall führen kann, kann der Verzehr der Blüten oder der Beeren zu Herzrhythmusstörungen führen, die für Kinder durchaus gefährlich werden können.

Gemeiner Goldregen (Laburnum anagyroides)

MabelAmber / GOLDREGEN

Der gemeine Goldregen – umgangssprachlich als „gewöhnlicher Goldregen“ bezeichnet – ist Zierpflanze, die häufig in Gärten gepflanzt wird, weil ihre gelbe Blütenpracht ein sehr hübscher Anblick ist. Gerade die goldgelben Blüten sind es, die Kinder häufig zum Spielen und auch zum Essen verleiten. In den Blüten befinden sich die Samen des Goldregen. Diese sind mit einem Gift namens Cytisin versehen. Der Verzehr von wenigen Samen sorgt bereits für Übelkeit, Krämpfe im Bauchraum und ein schmerzhaftes Brennen im Mund. Für kleine Kinder reicht aber schon der Verzehr von 5 bis 8 Samen, um eventuell zu einer tödlichen Vergiftung zu führen. Darum sollte Goldregen nicht als Gartenpflanze gewählt werden, wenn kleine Kinder in der Nähe wohnen.

Fingerhut (Digitalis)

Couleur / FINGERHUT

Giftige Pflanzen im Wald sind sehr zahlreich und einige von ihnen sind unverkennbar. Zu den giftigsten Waldpflanzen zählen die Fingerhüte. Ihren Namen tragen Pflanzen dieser Familie, weil ihre herabhängenden Blütenkelche an die Form von Fingerhüten erinnern. Das Problem ist, dass sie sehr farbenfroh sind und deshalb die Aufmerksamkeit von kleinen Kindern schnell auf sich ziehen. Das ist allerdings gefährlich, denn die verschiedenen Sorten von Fingerhut tragen eine Vielzahl an Giften wie Glykoside, Anthranoide oder Sorbitole. Die Gifte wirken bei Verzehr direkt auf den Herzkreislauf und führen zu Herzrhythmusstörungen, Schwindel und Atembeschwerden. Es reichen schon ein bis zwei gegessene Blätter, um tödliche Folgen zu haben. Aus diesem Grund ist es unbedingt zu vermeiden, einen Fingerhut als Zierpflanze im Garten anzupflanzen.

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Abendländischer Lebensbaum (Thuja occidentalis)

Barthwo / THUJA

Dass giftige Pflanzen Garten und Zuhause zieren sollen, kommt sehr häufig vor und viele Pflanzen werden unterschätzt. Das gilt auch für den abendländischen Lebensbaum, der gerne als Sichtschutz im Garten gepflanzt wird. Seine verästelten Blätter bilden ein sehr dichtes Geflecht – ideal für Hecken. Sowohl die Zweige als auch die Zapfen vom Lebensbaum enthalten ein ätherisches Öl namens Thujon. Es kommt in der Heilkunde zum Einsatz, um damit Warzen zu behandeln. Der häufige Kontakt der Zweige kann zu Hautreizungen führen. Werden die Zweige oder Zapfen gegessen, führt das zu Übelkeit, Erbrechen und starken Bauchschmerzen. Auch Krämpfe und Nierenschäden können auftreten. Darum ist es wichtig aufzupassen, dass die Kinder mit den Pflanzen so wenig wie möglich in Berührung kommen.

Europäische Eibe (Taxus baccata)

moka / EIBE

Die europäische Eibe wird sehr gerne als Sichtschutz in Gärten gepflanzt, was daran liegt, dass die immergrünen Nadeln der Sträucher ähnlich dicht wie bei einer Tanne wachsen. Die roten Samenmäntel sorgen zudem für kleine farbliche Tupfer. Aber kleine Kinder verwechseln die Samenmäntel häufig mit essbaren Beeren und stecken sie sich in den Mund. Die eigentliche Gefahr geht allerdings nicht vom roten Fleisch aus, sondern von den Samen, die damit umhüllt werden. Wenn ein Kind diese zerkaut, wird ein Gift im Körper freigesetzt, das Taxin heißt. Es sorgt für Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Schwindelanfälle und später auch zu Durchfall. Schwere Vergiftungen führen zu Herzsagen, Bewusstlosigkeit und eventuell sogar zum Tod. Kleine Kinder sollten deshalb nach Möglichkeit von den Pflanzen ferngehalten werden, um kein Risiko einzugehen.

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Wie können Eltern eine Vergiftung erkennen?

Eine Vergiftung zu erkennen, ist nicht einfach, da die Symptome nicht immer eindeutig sind. Zu den frühen Anzeichen, die auftreten, zählen häufig Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Aber auch Hautrötungen, besonders an den Händen und um den Mund herum sind nicht unüblich. Manche Pflanzengifte wirken sich auf das Nervensystem der Kinder aus. Halluzinationen, Fieber, Schwindel und Verwirrung sind dafür dann typische Indikatoren.
Schwere Fälle von Vergiftungen haben dagegen Taubheit, Probleme bei der Atmung, Schmerzen in Bauchraum und im Mund, Bewusstlosigkeit, Lähmungen und eventuell sogar Atemstillstand zur Folge.

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Notrufnummern bei Vergiftungen

Wenn das Kind sich durch eine giftige Pflanze im Garten vergiftet haben sollte, ist es wichtig die Ruhe zu bewahren und nicht in Panik zu verfallen. Als erster Schritt sollte der Notruf gewählt werden. Hier können Eltern entweder auf die 112 in Deutschland oder die 144 in Österreich zurückgreifen oder sie wählen direkt die Giftnotruf-Nummer. Für Anrufer in Deutschland ist eine zentrale Anlaufstelle der Giftnotruf Berlin mit der Nummer +493019240. Anrufer in Österreich wählen die +4314064343. Es gibt aber auch Notrufnummer aus der eigenen Wohnregion, die sich die Eltern am Besten im Vorfeld heraussuchen sollten und für den Ernstfall einspeichern.

Maßnahmen bei Vergiftungen

Die Reste der Pflanzenteile sollten unbedingt aus der Reichweite der Kinder geschafft werden, um zu vermeiden, dass noch mehr gegessen wird. Außerdem sollten die Eltern es vermeiden, ihre Kinder zum Erbrechen zu bringen, weil das zu Erstickungen führen kann.

Trinken nach Vergiftungen

Gebt den Kindern keine Milch zu trinken, im Glauben, dass sie das Gift bindet und so unschädlich machen soll. Tatsächlich beschleunigt Milch aber nur die Vergiftung, weil durch die Fette die Giftstoffe vom Körper schneller aufgenommen werden. Wasser sollten die Kinder auch nur nach Absprache mit den Helfern vom Notruf zu trinken bekommen.

Wenn sich in der Hausapotheke Aktivkohle* befindet, können die Kinder davon eventuell eine zerdrückte Tablette verabreicht bekommen. Durch die Kohle werden Giftstoffe gebunden und können so später leichter ausgeschieden werden, ohne größere Schäden zu verursachen.

Giftige Zimmerpflanzen: Schütze dein Kind in der oralen Phase

Wenn Babys und Kleinkinder die Welt entdecken, ist nichts vor ihnen sicher. Auch Zimmerpflanzen werden genau untersucht und womöglich in den Mund gesteckt. Doch nicht jedes Gewächs ist gesund – manche sind sogar giftig für dein Kind.

Babys und Kleinkinder entdecken ihre Welt sehr gerne mit dem Mund. In der oralen Phase ist der sensible und mit vielen Nerven bestückte Mund das Körperteil, mit dem Neues am umfassendsten studiert werden kann. Manchmal sogar bis zum 5. Lebensjahr stecken die Kleinen alles was nicht niet- und nagelfest ist dort hinein, um es genau zu untersuchen. So erfassen und entdecken Kinder ihre Umwelt für sich und stärken und trainieren dabei gleichzeitig ihr Immunsystem.

Keine gute Idee: Tulpen sind giftig und nicht zum Verzehr geeignet.

Orale Phase: Was darf nicht in den Kindermund?

Doch nicht alles, was in den Mund wandert, ist auch bedenkenlos. Neben gefährlichen Haushalts-Utensilien wie Reinigern, scharfen und spitzen Gegenständen, verschluckbaren Kleinteilen oder bestimmten Lebensmitteln solltest du ein besonderes Augenmerk auf deine Zimmerpflanzen haben. Nicht nur dornige Rosen oder stachelige Kakteen können deinem Kind schaden. Auch andere Pflanzen können schädlich für dein Kind sein, wenn es ihnen zu nahe kommt. Denn nicht jedes Grün, was schön oder vielleicht unauffällig aussieht, ist auch verträglich. Einiges ist sogar ziemlich giftig. Mal sind es die Blätter, Früchte oder die Blüten, mal der Pflanzensaft oder die unterirdischen Teile wie Wurzel oder Knolle. Bei manchen reicht schon ein Hautkontakt, andere entfalten ihre Schädlichkeit, wenn sie verzehrt werden. Manchmal genügt es aber auch schon, wenn dein Kind eine Pflanze angefasst hat und sich danach die Finger in den Mund steckt.

Baby

Die orale Phase: Das Baby steckt alles in den Mund

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Auch Blumensträuße können giftig sein

Neben Topfpflanzen solltest du dabei ebenfalls ein Augenmerk auf Blumen in der Vase haben. Denn auch hier gibt es einige schöne Blüten und Blätter, die auf keinen Fall in Kinderhände und schon gar nicht in den Kindermund gehören. Bei Blumensträußen können sogar schon das Blumenwasser oder herabgefallene Blütenblätter schädlich sein, sollte dein Kind damit in Kontakt kommen. In der Bildergalerie zeigen wir dir, welche Zimmerpflanzen giftig sind:

16 giftige Zimmerpflanzen

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Was kannst du vorbeugend tun?

Damit es erst gar nicht zu einem Zwischenfall mit Kind und Zimmerpflanze kommt, kannst du schon einiges vorbeugend tun.

  • Lass dich vom Blumenhändler deines Vertrauens gut beraten, welche Pflanzen schädlich für Mensch (und womöglich Tier) sind. Am besten verzichtest du ganz auf solche Gewächse – zumindest solange dein Kind noch klein ist und alles in den Mund stecken möchte.

  • Wenn du schon einige Pflanzen zu Hause hast, informiere dich. Sind sie schädlich, verschenke sie oder gib sie in Pflege, solange dein Kind noch klein ist. Du kannst ihnen natürlich auch einen schönen Platz in sicherer Entfernung und außer Reichweite von Kinderhänden geben.

  • Wenn es schon verständig ist, sprich zusätzlich mit deinem Kind und erkläre, dass auch in der Pflanzenwelt nicht alles bekömmlich und gesund ist, was es testen möchte.

Was sind die Symptome einer Pflanzenvergiftung?

Sollte dein Kind trotzdem einmal mit einer verbotenen Pflanze in engeren Kontakt gekommen sein, ist es hilfreich, mögliche Symptome zu kennen. Gezüchtete Pflanzen sind meist weniger giftig als wilde. Doch Vorsicht ist besser als Nachsicht: Manche Symptome können lebensbedrohlich werden. Deshalb solltest du im besten Falle immer die Giftnotrufzentrale anrufen und / oder einen Arzt konsultieren. Die heftigsten Reaktionen kann es geben, wenn dein Kind gefährliche Pflanzenteile gegessen hat. Hierbei kommt es zwar auf den Grad der Giftigkeit der Pflanze an, jedoch solltest du nichts dem Zufall überlassen und auf Nummer sicher gehen und stets einen Arzt konsultieren. Mögliche Symptome einer Pflanzenvergiftung sind:

  • Magen-Darm-Beschwerden: Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Krämpfe, Durchfall

  • Haut: Quaddeln, Juckreiz, Rötung, Blasenbildung

  • Mund: Schwellung der Schleimhäute, Schluckbeschwerden

  • Atemwege: Halskratzen, Schwellungen, Atemnot

  • Augen: Bindehautreizung, Bindehautverätzung und dadurch verursacht krampfende Lider

  • Nervensystem: Schwindel, Taubheit, Verwirrung, Erregtheit, Halluzinationen, Rausch

  • schlimmste Symptome und ein absoluter Notfall: Krämpfe, Bewusstlosigkeit, Herzrhythmusstörungen, Lähmungserscheinungen, Atemstillstand möglich

Kleinkind

Erste Hilfe an Baby und Kind

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Was kannst du bei einer Vergiftung tun?

Ist es doch einmal zu einer Vergiftung gekommen, gibt es einiges, was du auch selbst tun kannst, bevor ein Arzt eintrifft:

  • selbst ruhig bleiben und das Kind beruhigen

  • die Giftnotrufzentrale kontaktieren

  • ärztliche Hilfe alarmieren

  • Pflanzenteile sichern

  • eventuell Erbrochenes aufbewahren

  • Kind nicht aktiv zum Erbrechen bringen, es besteht Erstickungsgefahr

  • etwas Wasser oder Tee anbieten, niemals jedoch Milch!

  • Kohletabletten geben, denn sie binden Giftstoffe. Hierfür: Tabletten zerdrücken und in etwas Wasser auflösen. Empfohlene Menge: ein Gramm Aktivkohle pro Kilo Körpergewicht

Wie lautete die Giftnotrufnummer?

Vor allem wenn Pflanzenteile verschluckt wurden, ist Handlungsbedarf. Der erste Anruf gilt dem Arzt. Wenn du nicht sicher bist, was dein Kind verschluckt hat, solltest du auch bei der Giftnotrufzentrale anrufen. Die Nummer für das Gift Informationszentrum Nord, kurz GIZ Nord, lautet: 0551 – 19240. Diese Nummer ist rund um die Uhr besetzt. Auch diese Giftnotrufzentralen helfen gerne weiter:

Gesundheit

Giftige Pflanzen im Garten: einheimische Giftpflanzen und Exoten

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Auch wenn du aufpassen musst, dass dein Kind nicht alles – und vor allem jede Pflanze – in deiner Wohnung probiert, lass dir den Spaß an blühendem Grün nicht verderben. Es gibt genug ungefährliche Alternativen.

Gefahren für Kinder durch giftige Pflanzen im Haushalt

Schön gewachsene Grünpflanzen und prächtige, in allen Farben des Regenbogens schillernde Blumen erfreuen das Auge und können die Atmosphäre in einem Raum immens aufwerten. Doch was für uns Erwachsene eine harmlose Dekoration ist, stellt für Babys und Kleinkinder in manchen Fällen eine enorme Gefahr dar.

Vorsicht, giftig!

Kleinkinder fassen nicht nur grundsätzlich alles an, was ihnen interessant erscheint, nein, in den meisten Fällen werden sie es sich auch noch in den Mund stecken. Der Grund dafür ist schnell gefunden: Unser Nachwuchs sammelt seine Erfahrungen in den ersten Monaten und Jahren seines Lebens auf diese Weise, da er geistig einfach noch nicht dazu in der Lage ist, Funktionen zu hinterfragen und langatmigen Erklärungen zu lauschen.

Mütter und Väter müssen diesen Aspekt der Entwicklung ihres Kindes unbedingt berücksichtigen und sollten die Sicherheit des Nachwuchses dadurch gewährleisten, dass sie Gefahrenquellen wie giftige Zimmerpflanzen weitestgehend eliminieren. Um dies zu bewerkstelligen, ist es von Vorteil, die giftigen Vertreter ihrer Art von harmlosen Zimmerpflanzen unterscheiden zu können.

Als Hilfestellung bei dieser Aufgabe haben wir eine Auswahl einiger bekannter Gewächse, die für den Menschen giftig sind, vorbereitet:

  • GIFTIG
  • SEHR GIFTIG

Hortensie: Die Pflanze enthält verschiedene Stoffe, die bei Verzehr Schwindelgefühle und Beklemmungen auslösen können.

Fensterblatt: Der Verzehr von Teilen dieser Zimmerpflanze kann dazu führen, dass die Zunge anschwillt und Schluckbeschwerden auftreten.

Begonie: Nicht alle Arten der Begonie sind giftig. Dennoch sollte man die Anschaffung des Gewächses vermeiden, solange kleine Kinder im Haushalt leben. Eine Vergiftung zeigt sich in starken Durchfällen, Erbrechen und einer Reizung der Schleimhäute.

Korallenbäumchen: Alle Bestandteile dieser Pflanze sind als giftig einzustufen. Die größte Bedrohung geht für Kinder jedoch von den roten Früchten aus, welche in einem unbeobachteten Moment schnell gegessen werden könnten. Bei einer leichten Vergiftung kommt es zu Übelkeit und Erbrechen, in schlimmeren Fällen kann es sogar zum Atemstillstand kommen.

Becherprimel: Alle Teile dieser Pflanze sind giftig. Schon der Kontakt mit dem Gewächs kann unter Umständen Entzündungen und Reizungen auslösen; wird die Pflanze verzehrt, treten überdies Erbrechen, Durchfall und Magenschmerzen auf.

Alpenveilchen: Die Knolle und die Blätter des Alpenveilchens gelten als sehr giftig – allerdings treten Symptome einer Vergiftung meist nur nach dem Verzehr der Knolle auf. Die Anzeichen der Vergiftung sind vielfältig und äußern sich in Übelkeit, Magenschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Schwindel, Schweißausbrüchen und sogar Krampfanfällen.

Azalee: Sollten Teile der Pflanze verzehrt werden, treten häufig Entzündungen des Verdauungstraktes, Übelkeit und Erbrechen, Kämpfe, Durchfall, Schweißausbrüche und Störungen der Herztätigkeit auf.

Gummibaum / Ficus: Der Milchsaft in den Blättern ist leicht giftig. Sollte er geschluckt werden, führt er zu starken Bauchschmerzen und Erbrechen.

Weihnachtsstern: Dieses Gewächs ist zwar schön anzusehen, sollte jedoch nicht in einen Haushalt mit kleinen Kindern gelangen. Bereits das in den Mund nehmen von kleinen Pflanzenteilen kann die Schleimhäute im Mund stark reizen.

Ritterstern / Amaryllis: Der giftigste Teil ist die Blumenzwiebel. Doch auch der Rest der Blume (Blüten und Blätter) enthält Stoffe, die leicht giftig sind und unter anderem Hautreizungen und Übelkeit auslösen können.

Narzisse: Ein hübscher Strauß Osterglocken auf dem Tisch gefällt dem Auge des Betrachters und täuscht leider schnell über die Gefahr hinweg, die von dem Gewächs ausgeht. Sollten Teile der Blume aus Versehen geschluckt werden, zeigen sich schon bald erste Symptome – wie Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüche und sogar Durchfall. In Fällen starker Vergiftung können sogar Lähmungen auftreten.

Blauer und Gelber Eisenhut: Der Eisenhut gilt als eine der giftigsten Pflanzen Europas. Das Gift ist in der Knolle am stärksten konzentriert, doch der Rest der Pflanze weist ebenfalls bedenkliche Mengen giftiger Stoffe auf. Der Verzehr des Gewächses kann auch für Erwachsene tödlich enden. Was die Pflanze jedoch noch gefährlicher macht, ist die Tatsache, dass das Gift sogar durch die Haut in den Körper aufgenommen werden kann.

Fingerhut: Das starke Gift des Gewächses ist hauptsächlich in den Blättern enthalten. Es löst langanhaltende Übelkeit und Erbrechen aus. Der Verzehr des Fingerhutes kann jedoch auch tödlich enden.

Maiglöckchen: Alle Pflanzenteile des hübschen Blümchens gelten als stark giftig. Schon der Kontakt kann zu Reizungen der Haut führen. Sollten Teile des Gewächses verzehrt werden, treten Übelkeit, Durchfall, Schwindel und Herzrhythmusstörungen auf. Im schlechtesten Fall kann ein Herzstillstand eintreten.

Stechpalme / Christdorn: Während die stachligen Blätter zwar bereits zu kleinen Verletzungen führen können, sind es die roten Beeren, die wirklich gefährlich sind. Ihr Verzehr führt zu Erbrechen und Durchfall.

Dieffenbachie: Das Berühren der Pflanze löst eine Reaktion aus, bei der starke Giftstoffe freigesetzt werden können, welche Haut und Augen verletzen.

Engelstrompete: Die Blätter und Samen dieser Pflanze gelten als hochgiftig. Überdies kann der Duft der prächtig anzusehenden Blume schon erste Vergiftungssymptome wie Kopfschmerzen und Übelkeit auslösen. Werden Teile der Pflanze verzehrt, ist das Aufsuchen eines Arztes unerlässlich.

Diese Liste mag als erste Orientierung darüber dienen, welche allgemein bekannten Zimmerpflanzen bzw. regelmäßig in Haushalten vorkommende Pflanzen als giftig einzustufen sind und nicht in Haushalte mit kleinen Kindern gehören. Dennoch ist sie nicht vollständig, da sie weder exotische Gewächse noch jene Pflanzen, denen Kinder in der freien Natur begegnen, abdeckt.

Erste Anzeichen für eine Vergiftung

Kein Kind auf dieser Welt wird rund um die Uhr von seinen Eltern bewacht und behütet. Das würde nicht nur Vater und Mutter des Sprösslings in den Wahnsinn treiben, sondern sich auch negativ auf die Entwicklung des Nachwuchses auswirken. Aus diesem Grund kann man davon ausgehen, dass Kinder manchmal unbeaufsichtigt durch die Wohnung laufen und den Verlockungen bunter Zimmerpflanzen ab und an nicht widerstehen können.

Für Eltern ist es also besonders wichtig, die ersten Anzeichen einer beginnenden Vergiftung zu erkennen, denn nicht immer wird das Kind „auf frischer Tat“ ertappt.

Sollte der Nachwuchs sich übergeben oder über Unwohlsein klagen, könnte dies schon ein erster Hinweis auf eine Vergiftung sein. Auch eine plötzlich eintretende, unerklärliche Müdigkeit sollte Eltern aufhorchen lassen. Weitere mögliche Anzeichen für eine Vergiftung durch Zimmerpflanzen sind:

  • Taubheitsgefühle in den Extremitäten
  • Schwindel
  • Krämpfe
  • Atemstörungen
  • Sehstörungen
  • Hautreizungen
  • Bauchschmerzen
  • Halluzinationen

Etwas ältere Kinder werden den Erwachsenen auf Nachfragen hin sicher sagen können, ob sie ein unbekanntes Objekt in den Mund genommen oder sogar verschluckt haben. In diesem Fall kann man rasch geeignete Maßnahmen einleiten.

Ist der Nachwuchs noch nicht in der Lage, von eventuellen Vorfällen zu erzählen, müssen die Eltern den Verlauf der Symptome überwachen und die Wohnung auf mögliche Gefahrenquellen oder Hinweise auf das Geschehen (zum Beispiel abgerissene und angenagte Blätter) absuchen.

Im Notfall: Ruhe bewahren und überlegt handeln

Hat sich der erste Verdacht bestätigt, lautet die wichtigste Regel für den Notfall, nicht in Panik zu geraten. Nur ein kühler, klar denkender Kopf kann in Notsituationen die richtigen Entscheidungen fällen. Dementsprechend sollten Betroffene erst einmal tief einatmen, die aufkeimende Panik zurückdrängen und sich voll und ganz den Rettungsmaßnahmen widmen.

Das bedeutet übrigens auch, vollkommen unwichtige Reaktionen zu unterdrücken. So nutzt es einem Kind, welches durch das Verschlucken giftiger Pflanzenteile in Gefahr geraten ist, überhaupt nicht, wenn Mutter und Vater zu einer geharnischten Standpauke ansetzen!

Zuerst muss geklärt werden, ob das Kleinkind noch Reste von der Pflanze im Mund hat. Ist dies der Fall, müssen sie umgehend ausgespuckt werden.
Oftmals wollen besorgte Eltern, die mitbekommen haben, dass ein Teil der Pflanze verschluckt worden ist, ihre Kinder zum Erbrechen bringen, um die giftigen Stücke aus dem Magen zu bekommen. Dies ist jedoch nicht empfehlenswert, da diese Maßnahme nicht bei jeder Art von Vergiftung die gewünschte Wirkung entfaltet. Im schlimmsten Fall kann das Erbrechen sogar kontraproduktiv wirken und den Notfall verschlimmern.

Bei einer Vergiftung durch Pflanzen ist es daher besser, dem Kind erst einmal sehr viel stilles Wasser zum Trinken zu geben. Die Flüssigkeit wird dabei helfen, auftretende Reizungen des Magentraktes abzumildern. Andere Getränke (wie zum Beispiel Milch) sollten nicht verwendet werden.

Anschließend muss die Zimmerpflanze, von der gegessen wurde, ausfindig gemacht werden, um bestimmen zu können, wie giftig sie tatsächlich ist und um abzuschätzen, welche Menge an Pflanzenmaterial wahrscheinlich in den Körper gelangt ist.

Hat man diese Informationen eingeholt, kann ein Anruf bei einer der öffentlichen Giftnotrufzentralen in Deutschland nicht schaden. Am Telefon müssen alle bisher bekannten Informationen zu dem Vorfall an den Gesprächspartner weiter gegeben werden.

Die Person am anderen Ende der Leitung muss also erfahren:

a) dass es sich beim Opfer um ein Kind handelt (Alter und Gewichtsangabe nicht vergessen)
b) welche Pflanze bzw. welche Teile des Gewächses verzehrt wurden
c) welche Menge sich wahrscheinlich im Magen befindet
d) welche Symptome bereits aufgetreten sind
e) welcher Zeitraum seit der Einnahme (geschätzt) vergangen ist

Die Experten der Giftnotrufzentrale sind nun in der Lage, den besorgten Eltern die korrekten Maßnahmen zur Behandlung der Vergiftung zu erklären.

Zeigen sich schwerwiegende Symptome, die ein medizinisches Eingreifen erforderlich machen, so sollte direkt der Notruf gewählt und ein Notarzt oder Krankenwagen angefordert werden!

Auf alle Blumen und Zierpflanzen verzichten?

Abschließend sei erwähnt, dass natürlich nicht alle Pflanzen als potentielle Gefahrenquelle anzusehen sind. Wer sein Zimmer gerne mit bunten Blumen schmückt, kann dies weiterhin tun. Wichtig ist dabei nur, auf unbedenkliche Exemplare zurückzugreifen.

So zählen Rosen beispielsweise zu jenen Blumen, in denen keine schädlichen Stoffe vorhanden sind, die beim versehentlichen Verzehr zu einer Vergiftung führen könnten. Wird der Rosenstrauß in der Reichweite kleiner Kinder aufgestellt, sollten jedoch vorher alle Dornen abgeschnitten werden, um jede Verletzungsgefahr zu vermeiden.

Für weitere, bunte Farbtupfer und frische Akzente sorgen unter anderem unbedenklichen Zimmerpflanzen wie Steckenpalmen, Kamelien, Geranien, Stiefmütterchen, Usambaraveilchen, Blaues Lieschen, Fleißiges Lieschen, Hibiskus, Dahlie oder Pantoffelblume – dies ist bereits eine bunte Auswahl an wunderschönen Blumen und Grünpflanzen, die bedenkenlos im Zimmer aufgestellt werden können, wenn Babys und Kleinkinder durch die Räume toben.

Es ist dennoch anzuraten, dem Nachwuchs so früh wie möglich beizubringen, sich von unbekannten Pflanzen erst einmal fern zu halten und diese nicht in den Mund zu nehmen! Im eigenen Haushalt kann man darauf achten, die Umgebung der Kinder so gefahrlos wie möglich zu gestalten – doch spätestens auf Streifzügen durch die freie Natur wird der Sprössling auf Giftpflanzen wie die Eibe treffen, die mit ihren roten Beeren lockt.
Daher ist es sinnvoll, schon den Kleinsten von Anfang an beizubringen, von unbekannten Pflanzen lieber die Finger zu lassen.

Das sind die gefährlichsten Giftpflanzen in Deutschland

Schöne Blüten laden zum Pflücken ein. Doch Vorsicht: Hinter so manch schöner Blume verbirgt sich eine Giftpflanze. Besonders Eltern mit Kleinkindern oder Haustierbesitzer sollten die Gefahren von Giftpflanzen nicht unterschätzen. Wir stellen Ihnen hier die gefährlichsten Giftpflanzen im Garten vor.

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Im Garten und in der Natur gibt es viele Pflanzen, die zwar toll aussehen, aber giftig sind. So erfreuen Eisenhut und Engelstrompete den Gärtner zwar mit schönen Blüten, gerade Eisenhut zählt jedoch zu den gefährlichsten Giftpflanzen Europas. Eine Vergiftung kann über Hautkontakt oder Verschlucken von Pflanzenteilen hervorgerufen werden. Symptome können etwa Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall sein.

Besonders tückisch ist es, wenn Giftpflanzen ungiftigen Pflanzen zum Verwechseln ähnlich sehen. Die hübschen Maiglöckchen, die hochgiftig sind, sehen beispielsweise Bärlauch sehr ähnlich.

Diese Pflanzen sind giftig

Der Blaue Eisenhut

Der Blaue Eisenhut ist die giftigste Pflanze Europas. Die etwa 1,5 Meter hohe Staude hat dunkelviolette oder -blaue Blüten. Als Zierpflanze ist sie in vielen Gärten zu finden.

Alle Teile der Pflanze sind giftig. Schon zwei Gramm der Wurzel etwa sind tödlich. Hier kann es nicht nur durch Verschlucken von Blättern oder Blüten zu Vergiftungserscheinungen kommen. Das Gift Aconitin kann auch über die Haut aufgenommen werden – es genügt schon, wenn die Blätter zerrieben werden. Das Alkaloid Aconitin führt zu Herzrhythmusstörungen, Krämpfen und Kreislauflähmungen. Frisst etwa ein Pferd die Pflanze beim Grasen, tritt der Tod durch Atemlähmung oder Kreislaufversagen ein.

Blauer Eisenhut: Der alte Name „Ziegentod“ macht klar, dass diese Pflanze eine ganze Reihe an toxischen Stoffen enthält. (Quelle: LianeM/Getty Images)

Der Kalifornische Mohn oder Goldmohn

Bei anderen Pflanzen besteht Gefahr erst, wenn Blüten oder Blätter gegessen werden. So ist das Schlafmützchen, auch Kalifornischer Mohn oder Goldmohn genannt, zwar ein wahrer Hingucker im Garten, doch leider sind alle Teile der Zierpflanze giftig. Das Schlafmützchen wurde 2016 in einer öffentlichen Abstimmung des Botanischen Sondergartens Hamburg-Wandsbek zur Giftpflanze des Jahres gewählt. 2017 war es das Tränende Herz, 2018 der Wunderbaum.

Der Goldmohn blüht von Juni bis September. Wer ihn trotz der Giftigkeit im Garten pflanzen möchte, braucht einen sonnigen und heißen Standort. Die Pflege ist recht einfach. Die Pflanze braucht weder Dünger noch viel Gießwasser. Der Boden sollte sandig-durchlässig sein.

Der Kalifornischer Mohn oder Goldmohn: Alle Teile der Pflanze sind giftig, da sie Alkaloide enthält. (Quelle: EllenSmile/Getty Images)

Giftpflanzen sind auch gefährlich für Tiere

Die Eibe

Die Eibe wird besonders wegen ihrer leuchtend roten Beeren geschätzt. Das Fruchfleisch der Beeren ist zwar ungiftig – dafür sind aber fast alle anderen Pflanzenteile sehr giftig. Sie enthalten die toxischen Taxine. Besonders von Kleinkindern wird da gerne mal etwas verschluckt. Das Gleiche gilt auch für Tiere. Geraten Schnittreste aus dem Garten mit dem Gras vermischt ins Futter oder fressen Rinder oder Pferde Pflanzenteile außerhalb der Weide oder an Waldwegen, sterben sie bereits nach wenigen Minuten.

Eibe: Die Früchte des Nadelbaums sind ungiftig, alle anderen Pflanzenteile haben schon bei Hautkontakt durch Taxin eine giftige Wirkung. (Quelle: ajt/Getty Images)

Giftpflanzen werden oft als Drogen missbraucht

Die Tollkirsche

Eine der häufigsten Vergiftungen verursacht die Tollkirsche. Dies liegt wohl auch an der bekannten halluzinogenen Wirkung der Beere. Extrakte wurden früher zur Herstellung von Drogen verwendet. Die Tollkirsche soll auch Bestandteil so genannter Hexensalben gewesen sein. Darunter verstand man im Mittelalter Salben, mit denen sich angeblich Hexen einrieben, um zum Hexensabbat zu fliegen.

Tollkirsche: Der süßliche Geschmack lässt die Giftigkeit nicht erahnen, doch bereits drei bis vier Beeren können für Kinder tödlich sein. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Die Engelstrompete

Auch andere Giftpflanzen haben eine bewusstseinsverändernde Wirkung. So werden offenbar die Blüten der Engelstrompete (Brugmansia Hybrid) gegessen oder zu Tees verarbeitet. Andere Pflanzenteile sollen auch geraucht werden. Auf jeden Fall sind diese Experimente nicht zur Nachahmung empfohlen. Schnell kommt es hier zu einer Überdosierung bis hin zur Lebensgefahr.

Die tropische Pflanze blüht von Juli bis Oktober. Ihre Blüten können bis zu 30 Zentimeter groß werden. Die Engelstrompete ist sowohl aus kleiner Baum als auch als Strauchgewächs erhältlich.

Engelstrompete: Alle Pflanzenteile dieses Nachtschattengewächses sind durch den hohen Anteil an Alkaloiden stark giftig. (Quelle: magicflute002/Getty Images)

Gefährliches Spiel mit der Hortensie

Als jüngsten Trend zu hausgemachten Drogen aus dem Garten hat die Cannabis-Szene die Hortensie im Visier. Polizeibehörden melden zunehmende Diebstähle von Hortensien. Als Zierpflanzen sind Hortensien harmlos. Werden sie dagegen verbrannt, wird Blausäure freigesetzt. Experten warnen daher davor, den Rauch zu inhalieren. Die möglichen Folgen reichen von Bewusstlosigkeit und Störungen des Nervensystems bis zum Tod.

Besonders für Haustiere sind Hortensien stark gesundheitsgefährdend. Hunde und Katze leiden unter Magen- und Darmbeschwerden sowie Kreislaufstörungen.

Hortensie: Beim Rauchen dieses Zierstrauches wird hochgiftige Blausäure aus der Pflanze freigesetzt. (Quelle: stigmatize/Getty Images)

Erste Hilfe bei Vergiftungen

Haben Eltern den Verdacht, dass ihr Kind giftige Pflanzenteile im Mund hatte, sollten sie ihm laut der Aktion „Das sichere Haus“ Wasser ohne Kohlensäure zu trinken geben. Dadurch könnten eventuell verschluckte Giftstoffe verdünnt werden. Es empfiehlt sich, medizinische Kohle im Haus zu haben, da Kohle das Gift bindet.

Übergibt sich das Kind oder wirkt es benommen, muss unbedingt der Notarzt alarmiert werden. Dabei ist es hilfreich, so genau wie möglich anzugeben, welche Pflanze das Kind gegessen hat und wie viel davon und welche Symptome es hat. Hilfreich ist es auch, die Nummer der nächst gelegenen Giftnotrufzentrale im Telefon zu speichern und sich von den dortigen Experten im Vergiftungsfall Rat über das beste weitere Vorgehen einzuholen. Vergiftungen gehören zu den häufigsten Ursachen für Unfälle mit Kindern im Haushalt.

  • Todesfallen für Insekten: Fleischfressende Pflanzen
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  • Maiglöckchen, Tulpen und Narzissen: Diese Pflanzen sind für Tiere giftig

Frisst ein Haustier wie etwa Katze, Hund oder Pferd eine giftige Pflanze, sollte der Tierarzt verständigt werden. Symptome einer Vergiftung bei Pferden sind etwa Zittern, starker Speichelfluss, Atemnot oder gar Koliken.

Giftige Zimmerpflanzen im Haushalt

Erfahrungsgemäß buddeln Krabbelkinder gerne mal in der Blumenerde und stecken das eine oder andere Pflanzenteil auch schnell in den Mund. Besonders verlockend sind oft die leuchtend roten Früchte verschiedener Zimmer- und Gartenpflanzen wie Korallenbäumchen, Eberesche oder Feuerdorn.

Kindersichere Wohnung ohne Giftpflanzen

Verzichten Sie Ihrem Kind zuliebe auf Alpenveilchen (nur die Knolle ist giftig!) und Dieffenbachie, denn beide sind giftig. Nur schwach giftig sind Ficus (Gummibaum), Korallenbäumchen und Weihnachtsstern.
Erfreulicherweise sind viele Zimmerpflanzen ungiftig und daher auch für Wohnungen mit kleinen Entdeckern geeignet, so z. B. Bergpalme, Dattelpalme, Dreimasterblume (Tradescantia), Grünlilie, Hibiskus, Mimose, Osterkaktus, Rosen, Usambaraveilchen, Wachsblume (Hoya), Weihnachtskaktus und Zimmerlinde.

Beliebte Giftpflanzen

Besonders gefährlich im Garten oder auf der Terrasse sind hoch giftige Sorten wie blauer und gelber Eisenhut, Engelstrompete (Trompetenbaum oder Brugmansia´), Goldregen, roter und gelber Fingerhut, Rizinus (Wunderbaum oder Palma Christi; ein Samen ist für Kinder tödlich!), Seidelbast und Stechapfel (Datura).
Als giftig eingestuft werden Besen- und Färberginster, Christrose, gemeiner Efeu, Eibe, Kirschlorbeer (Lorbeerkirsche), Lebensbaum (Thuja), Oleander, Osterglocke (gelbe Narzisse), Pfaffenhütchen, Rhododendron-Arten, Rittersporn, Robinie (Scheinakazie oder falsche Akazie), Sadebaum (Sevenstrauch), Wiesen- und Riesenbärenklau (Herkulesstaude).

Wichtig für eine kindersichere Wohnung:

Bitte bedenken Sie, dass auch einige Nutzpflanzen in ungekochtem oder unreifem Zustand giftig sind. Hierzu zählen z. B. alle Arten von rohen Bohnen, unreife (grüne) Tomaten, rohe Holunderbeeren oder die oberirdischen Pflanzenteile der Kartoffel.

Schwach giftig sind Berberitze (die roten Beeren sind ungiftig!), Buchsbaum, Buschwindröschen (Anemone), Eberesche (Vogelbeere), Feuerdorn und Liguster (giftig sind bei beiden vorwiegend die Beeren), Geißblatt-Arten (Heckenkirsche), Ilex (Stechpalme), Klatschmohn, Maiglöckchen, Mahonie, Hahnenfuß (Butterblume), Schneeball (Viburnum opulus und V. lantanea), Schneebeere (Knallerbse) und Zwergmispel (Cotoneaster).
Kindertaugliche, weil ungiftige Pflanzen für Garten, Balkon oder Terrasse sind z. B. Flieder, Forsythie, Fuchsie, Geranie, Gänseblümchen, Haselnuss, Hibiskus, Küchenkräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Basilikum usw., Lavendel, Rosen, sämtliche Obstsorten (auch Zierobst), Sommerflieder (Buddleia) und Stiefmütterchen.

Der Gefahr von Giftpflanzen vorbeugen

Sie können natürlich nicht alle Pflanzen kennen. Aber wissen Sie, welche Pflanzen sich in Ihrer Wohnung oder auf der Terrasse befinden, welche Pflanzen in der näheren Umgebung, am Kindergarten oder auf dem Schulweg wachsen? Versuchen Sie es herauszufinden, bevor der Notfall eintritt und Ihr Kind irgendwelche Pflanzenteile in den Mund steckt. Eine Hilfe bietet Ihnen die Website der Giftinformationszentrale Bonn www.meb.uni-bonn.de/giftzentrale/pflanidx.html, auf der eine Vielzahl von Giftpflanzen auf Farbfotos abgebildet ist.

Kinder stecken schnell mal etwas in den Mund, oder riechen an Bäumen und Sträuchern. Sind diese Pflanzen giftig, kann es gefährlich werden.

© New Africa – Fotolia.comBeim Rundgang durchs Gartencenter oder beim Durchblättern diverser Gartenkataloge, werden Pflanzen oft nur nach Farbe und Wachstumshöhe ausgesucht. Das allerdings kann ziemlich gefährlich werden, vor allem dann, wenn sich Kinder im Garten aufhalten. Es gibt eine Reihe von Gewächsen, die giftig oder gesundheitsgefährdend sind, denen man es aber äußerlich nicht ansieht. Damit nichts passieren hier kann, hier die wichtigsten Giftpflanzen, die Sie gar nicht oder nur unter äußerster Vorsicht im Garten haben sollten.

Efeu – das Gift steckt in der Frucht

© New Africa – Fotolia.com Efeu (Hedera helix) ist ein Kletterstrauch, der bis zu 20 Meter hoch werden kann. Aus diesem Grund, wird die Pflanze gern zur Begrünung von kahlen Häuserwänden oder als Sichtschutz verwendet. Das Gefährliche am Efeu ist die Frucht. Im Fleisch der Beere „verstecken“ sich giftige Saponine. Schon beim Verzehr nur weniger Beeren treten erste Vergiftungserscheinungen auf. Aber auch die Blätter der Rankpflanze sind nicht ganz ungefährlich, sie können Hautausschlag auslösen.

Goldregen – alle Pflanzenteile sind giftig

© M. Schuppich – Fotolia.com Der Goldregen (Laburnum) sieht wunderschön aus wenn er blüht, man sollte ihm nur nicht zu Nahe kommen. Es sind quasi alle Teile der Pflanze giftig, am schlimmsten ist allerdings der Samen. Der Verzehr bewirkt Übelkeit, Erbrechen, Brennen im Mund, Krämpfe im Bauchraum und mehr. Goldregen hat deshalb nichts im heimischen Garten zu suchen.

Stechpalme – nur gering giftig

© MarinoDenisenko – Fotolia.com Auch wenn es erst einmal harmlos klingt, ganz ohne Gefahr ist die Stechpalme (Ilex aquifolium) nicht. Wer die beerenartigen Früchte verzehrt muss mit Magen-Darm-Problemen, Durchfall und Erbrechen rechnen. Es wird empfohlen nach Verzehr viel Wasser zu trinken. Haben Kinder die verlockend roten Früchte gegessen, sollten Sie aber sofort zum Arzt fahren.

Tollkirsche – für Kinder lebensgefährlich

© etfoto – Fotolia.comKinder sollte man schon im Kleinkindalter auf die Gefahren der Tollkirsche (Atropa belladonna) aufmerksam machen. Da die Früchte der Tollkirsche denen der „echten Kirsche“ sehr ähnlich sind, verleiten diese schnell zum Naschen. Erste Vergiftungsanzeichen nach dem Verzehr der Beeren sind erweiterte Pupillen, gerötete Haut, erhöhter Puls, Sprach- und Schluckstörungen, Trockenheit im Mund- und Rachenraum. Allein drei verzehrte Beeren reichen und das Kind schwebt in Lebensgefahr!

Pfaffenhütchen – Vergiftung nicht sofort erkennbar

© Mathias Karner – Fotolia.comDas Pfaffenhütchen ist ein Spindelstrauch, der bis zu 4 Meter hoch werden kann. Von Mai bis Juni trägt das Pfaffenhütchen weiß-grüne Blüten. Das Tückische am Pfaffenhütchen ist, dass sich Vergiftungssymptome erst mehrere Stunden nach dem Verzehr zeigen. Das können Kreislaufstörungen, Bauchkrämpfe und Übelkeit sein. Bei Verdacht einer Vergiftung am besten sofort zum Arzt.

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