Gibts den weihnachtsmann

Frage & Antwort, Nr. 50
Sollen Kinder an Weihnachtsmann glauben?

Meine Tochter ist fünf und glaubt an den Weihnachtsmann. Alle Jahre wieder habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich ihr nicht die Wahrheit sage. Auf der anderen Seite hat sie viel Vergnügen am Weihnachtsmann. Ist es für Kinder gut oder schlecht, an den Weihnachtsmann zu glauben? (fragt Jutta M. aus Jena)

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die meisten Kinder glauben an den Weihnachtsmann oder an seine Kollegin, das Christkind. Die meisten Eltern finden das auch in Ordnung: Eine Emnid-Umfrage ergab, dass nur 19 Prozent der Eltern in Deutschland nicht damit einverstanden sind, Kinder an den Weihnachtsmann glauben zu lassen.

„Der Glaube an den Weihnachtsmann gehört zu unserer Kultur einfach dazu“, sagt die Psychologin Felicitas Heyne. „Weihnachtsmann, Nikolaus und Christkind vermitteln auf kindgerechte Weise bestimmte Wahrheiten, moralische Werte, Leitlinien.“ Der Weihnachtsmann sei eine Instanz, mit der das Kind lernen könne, „dass es nicht egal ist, wie es sich verhält, dass es so etwas gibt wie Gut und Böse, Richtig und Falsch“.

Dabei ist es absolut in Ordnung, wenn der Weihnachtsmann Fehler der Kinder anspreche. „Konsequenzen für nicht wünschenswertes Verhalten sind durchaus angebracht. Natürlich keine Rute. Aber wenn ein Kind seine kleine Schwester verdrischt, ist es nicht unangemessen, mit Belohnungsentzug zu drohen.“ Wenn Eltern sagen: „Ich weiß nicht, ob der Weihnachtsmann auch Kindern Geschenke bringt, die ihr Schwesterchen verhauen …“, sei das nicht schwarze Pädagogik, sondern ganz normale Erziehung.

Wichtiger noch ist der Weihnachtsmann jedoch als Vertreter der „guten Mächte“, die über das Kind wachen, die dafür sorgen, dass alles gut wird, betont Felicitas Heyne. „Das sind Grundinformationen, die jedes Kind braucht. Dafür gibt es die Märchen, die Geschichten von Benjamin Blümchen oder Harry Potter – Geschichten, in denen es letztlich immer darum geht, dass jemand in Gefahr gerät, aber daraus gerettet wird, weil er von einer höheren Macht beschützt wird.“

Kinder brauchen Fantasie

Aber gibt es nicht einen Unterschied zwischen der Fiktion von Märchen und Romanen und dem Mythos Weihnachtsmann? Nicht für Kinder, sagt Felicitas Heyne. Und auch für viele Erwachsene nicht: In den achtziger Jahren hielten zahlreiche Fernsehzuschauer Klausjürgen Wussow für „Professor Brinkmann“. Was bei Erwachsenen ein wenig seltsam anmutet, ist für Kinder kein Problem.

Kinder brauchen Fantasie. Das sieht man nicht zuletzt daran, dass kleine Kinder sich mitunter regelrecht weigern, ihren Glauben an den Weihnachtsmann aufzugeben. Selbst Kinder, die den Weihnachtsmann bereits als Onkel oder Nachbarn entlarvt haben, sind im Jahr darauf möglicherweise wieder vollkommen davon überzeugt, dass die Geschenke doch vom Weihnachtsmann kommen. „Das zeigt, dass Kinder an den Weihnachtsmann glauben wollen“, erläutert Felicitas Heyne. Kinder haben keine Probleme damit, gewisse Widersprüche auszuhalten, weil der Weihnachtsmann in der Vorstellungswelt der Kinder Teil der „guten Mächte“ ist. „Die wichtigste Inkarnation dieser ‚guten Mächte‘ sind letztlich die Eltern.“ So gesehen ist der Weihnachtsmann nichts anderes als ein Stellvertreter von Mama und Papa.

„Oh, schade“

Für die meisten Kinder ist es kein Schock, wenn sie erfahren, dass es keinen Weihnachtsmann gibt. Es sei, so Felicitas Heyne, eher ein Gefühl von „Oh, schade“, das jedoch schnell durch das Triumphgefühl aufgewogen werde, hinter ein Geheimnis der Erwachsenen gekommen zu sein. Mütter und Väter müssen nicht befürchten, Glaubwürdigkeit zu verlieren: „Kinder spüren ganz schnell, dass die Eltern sie nicht ‚angelogen‘ haben, sondern ihnen eine schöne Erfahrung vermitteln wollten.“

Eine Altersbeschränkung für den Glauben an den Weihnachtsmann gibt es nicht. „Kinder kommen dahinter, wenn sie so weit sind. Eltern können ihren Kindern dabei vertrauen und ihnen diesen Prozess überlassen.“ Normalerweise passiere das, wenn die Kinder in die Schule kommen. Wenn ein älteres Kind noch an den Weihnachtsmann glaube, sei das kein Grund zur Besorgnis, sondern vermutlich ein Zeichen für eine lebhafte Fantasie. „Ich würde vielleicht mal vorsichtig nachfragen, was die Freunde so über den Weihnachtsmann sagen – aber nur um sicherzustellen, dass das Kind nicht gehänselt wird“, rät die Psychologin.
Eltern sollten genau hinhören, wenn ihr Kind sie fragt, ob es den Weihnachtsmann tatsächlich gibt. Klingt starke Skepsis durch, sollte man mit der Wahrheit rausrücken: „Du hast es also rausgefunden, ist ja toll, erzähl mal!“ Ein Kind das fragt: „Den Weihnachtsmann gibt es doch, oder?“, wünscht sich jedoch Bestätigung.

Gut drei Viertel der Erwachsenen in Deutschland (76 Prozent) haben einer Umfrage der Meinungsforschungsfirma YouGov zufolge als Kind an den Weihnachtsmann oder das Christkind geglaubt.

Für fast ein Drittel von ihnen (29 Prozent) verlor Weihnachten ein Stück von seinem Zauber, nachdem ihnen klar wurde, dass es das Geschenke bringende Wesen doch nicht gibt. „Wir glauben ja alle noch gern an Wunder“, sagt der Berliner Psychologe Wolfgang Krüger. Das zeige sich zum Beispiel bei den Religionen, an dem Glauben an eine Institution im Himmel. „Es gibt das Bedürfnis nach einem wohlmeinenden Beschützer, der auf uns aufpasst.“

„Ich würde eigentlich, wenn ich ehrlich bin, heute noch gern an den Weihnachtsmann denken“, sagt Moderator Thore Schölermann. „Das war die schönste Zeit überhaupt.“ Er sei immer begeistert gewesen, wenn der Weihnachtsmann gekommen sei. „Diese Begeisterung bei einem Kind, die hätte ich manchmal gerne heute noch für Dinge“, sagte er. Einfach so naive Freude und Glücklichsein zu empfinden, das vermisse er mitunter.

Auch Schauspielerin Uschi Glas mochte sich nicht von der Idee lösen. „Ich weiß, als ich innerlich schon überzeugt war, dass es das nicht gibt, wollte ich das nicht wissen“, sagt sie. „Ich fand’s dann plötzlich so langweilig, so blöde.“ An den besonderen Zauber der Weihnachtszeit erinnert sich auch die Komikerin Carolin Kebekus gern. „Bei uns wurde das noch immer richtig zelebriert, da lag dann Glitzer auf der Fensterbank und das Fenster war auch noch auf“, sagte sie. „Mein Bruder und ich waren uns auch sehr lange sicher, dass es nur das Christkind sein kann, das die Geschenke bringt.“

Krüger ermutigt Eltern, ihre kleinen Sprösslinge weiter an Weihnachtsmann oder Christkind glauben zu lassen. „Kinder in dem Alter leben ohnehin in einer mystischen Welt, in der Tiere reden können und in der Wunder passieren.“ Es sei auch nicht nötig, sich mit ihnen zu einem bestimmten Zeitpunkt hinzusetzen und ihnen die Wahrheit zu sagen. „Kinder wachsen irgendwann selbst aus bestimmten Annahmen heraus, je nach innerer Reife früher oder später“, erklärt er. „Sie haben dann auch nicht das Gefühl, betrogen worden zu sein, sondern lächeln selbst darüber.“

In der YouGov-Umfrage gaben nur 10 Prozent der derjenigen Erwachsenen, die als Kind an Weihnachtsmann oder Christkind glaubten, an, sich belogen gefühlt zu haben oder verärgert gewesen zu sein, als sie schließlich die Wahrheit erfahren hatten. Bei einem Fünftel (19 Prozent) waren es die Eltern, die schließlich damit rausgerückt waren. Ebenso viele erfuhren von Kita- oder Schulfreunden, dass es gar keinen überirdischen Geschenkebringer gibt. Seltener waren Geschwister (10 Prozent) oder Medien wie Fernsehen und Zeitung (7 Prozent) die Wahrheitsboten.

Und etliche Menschen wissen gar nicht mehr, wie ihnen die schnöden Tatsachen letztlich klar wurden. „Vielleicht war es irgendwann so, dass die Mutter gesagt, okay, ich bringe die Geschenke, aber im Auftrag des Christkindes“, sagt etwa Kebekus. An einen konkreten Moment erinnere sie sich nicht. Auch Schriftsteller Sebastian Fitzek erinnert sich nicht an eine bestimmte Episode. Es sei ihm relativ früh klargewesen, dass es sich nur um eine Legende handle, sagt er. „Ich habe sie aber trotzdem gemocht und geliebt.“ Seinen eigenen Kindern lasse er gern den Glauben – auch wenn er mit Blick auf die Geschenke eines ungerecht finde: „Der Weihnachtsmann heimst das Lob ein und existiert überhaupt gar nicht.“

Kinder sollten an den Weihnachtsmann oder das Christkind glauben dürfen, sind auch 80 Prozent derjenigen von YouGov Befragten überzeugt, die einst selbst daran glaubten. 11 Prozent sind allerdings der Ansicht, man solle Kindern besser von Anfang an die Wahrheit sagen.

Für Krüger ist vor allem wichtig, wie das Fabelwesen von Eltern genutzt wird. Vor 20, 30 Jahren seien mit Weihnachtsmann und Christkind noch massive Erziehungsmaßnahmen verbunden gewesen. „Da hieß es immer zuerst: „Wart ihr auch alle artig?“ und die Rute war immer mit dabei“, sagt der Psychologe. Noch immer drohen manche Eltern ganz gern damit, dass der Weihnachtsmann weniger Geschenke bringt, wenn nicht sofort das Zimmer aufgeräumt oder das Benehmen besser wird. „Unsäglich“ findet Krüger das. „Den Weihnachtsmann zu einer drohenden Instanz aufzubauen, ist ein Zeichen von Ohnmacht in der Erziehung.“

Problematisch sei auch, Kinder intensiv dazu zu nötigen, dem Weihnachtsmann etwas vorzusingen oder ein Gedicht vorzutragen. „Da klingt die Leistungsgesellschaft durch: Man muss sich sein Geschenk erst mal verdienen.“ Weihnachten werde damit etwas Angstbesetztes, von Lampenfieber und Versagensangst geprägt. „Es heißt „Fröhliche Weihnachten“, und genauso sollte Weihnachten auch sein: fröhlich.“

Das dass gelinge, liege allerdings nicht allein am Umgang mit Weihnachtsmann und Christkind. „In rund 60 Prozent der Familien gibt es an Weihnachten Spannungen, in etwa 30 Prozent große Streitigkeiten“, sagt Krüger. Ein Drittel der Trennungen passierten in dieser Zeit. „An Weihnachten geht sehr viel schief.“ Das sei vor allem so, weil es eine ganz genaue Vorstellung davon gebe, wie ein gelungenes Weihnachten abzulaufen habe. „Ganz harmonisch und ganz besonders muss es sein. Eine perfekte Inszenierung – nur eben mit Laiendarstellern. Das kann gar nicht funktionieren.“

Er rät dazu, den Anspruch an Perfektion gehörig herunterzuschrauben und schon zwei Wochen im Voraus mit dem Partner zu bereden, was für ihn ein glückliches Fest bedeute. „Schreiben Sie Weihnachten für sich neu, schaffen Sie ihre eigenen Rituale“, empfiehlt er. „Nicht der Braten, nicht die Geschenke, nicht der Weihnachtsbaum sind wichtig, sondern das Gefühl, dass da jemand ist, der es gut mit einem meint und für einen da ist.“ Weniger Perfektion, mehr Komik und entspanntes Miteinander – „dann werden es wirklich fröhliche Weihnachten“.

Gibt es den Weihnachtsmann wirklich?

Warum glauben Kinder an den Weihnachtsmann? Ist das überhaupt gut? Wir klären die große Glaubens-Frage!

„Der Weihnachtsmann ist 81 Jahre alt und wohnt in der Arktis in einem Iglu. Wenn an Weihnachten alle in der Kirche sind, kommt er mit seinem großen Schlitten. Da sind zehn große Säcke mit Geschenken drauf. Der Schlitten wird von mindestens zwölf Rentieren gezogen und Engel helfen dem Weihnachtsmann beim Geschenke verteilen.“

So malt sich Carl (8) das Prozedere an Weihnachten aus. Und wie sieht er aus? Natürlich mit rotem Mantel, roter Hose – und einem weißen Bart. Außer ihm glaubt nur noch ein anderer Junge aus seiner Klasse an den Weihnachtsmann, „die anderen glauben an Jesus oder so.“

Der Weihnachtsmann ist wichtig

Sobald Kinder ihre eigene Sprache entwickelt haben, sind sie in der Lage, Realität von Fiktion zu trennen. „Dann entwickelt sich ihre Fähigkeit zur Rationalität, die Welt zu begreifen. Und dann entwickelt sich auch die Fähigkeit das Fantastische vom Realen zu trennen“, erklärt Wolfgang Bergmann, Erziehungswissenschaftler und Leiter des Instituts für Kinderpsychologie und Lerntherapie in Hannover. Diese Fähigkeit spielt beim Glauben an den Weihnachtsmann allerdings keine Rolle. Beim Glauben an den Weihnachtsmann geht es nicht um Tatsachen, es geht um Fantasie, um Werte und um Familienkultur.

Denn Fantasie ist alles. Kinder lieben es, sich neue Sachen auszudenken und in imaginäre Spielwelten einzutauchen. Und der Weihnachtsmann ist wie dafür gemacht. In vielen Versionen werden Spiele um den Weihnachtsmann inszeniert, er wird er gemalt und besungen. Carl arrangiert immer wieder mit seiner Schwester den Heiligen Abend. „Ich bin dann der Weihnachtsmann und habe einen großen roten Umhang und die Matilda ist ein liebes Kind. Das bekommt von mir Geschenke.“ Diese Fantasien ausleben zu können, macht Kinder nicht nur glücklich, es werden auch Kreativität und Sprachentwicklung gefördert.

Der Weihnachtsmann bietet innere Sicherheit

Obwohl der Weihnachtsmann den Kindern schon seit dem 19. Jahrhundert die Geschenke bringt, ist er nicht nur Symbol des Schenkens, er bietet den Kindern eine seelische Heimat. Außerdem dient das Ausleben der Fantasien der Selbstfindung. „Wenn ich geheime Schätze über den Weihnachtsmann in mir lebendig halte, dann entfalte ich eine sprachliche und seelische Realität. Das ist ein ganz eigener Zugang zur Wirklichkeit. Das ist auch eine ganz eigene Wirklichkeit. Die bereichert und stabilisiert somit ein Kind, auch in dem Persönlichkeitsbild, das es von sich selber hat. Das bietet innere Sicherheit“, so Bergmann. Nicht nur in seiner sichernden Funktion auch als immer wiederkehrende Figur ist der Weihnachtsmann Teil der Familienkultur. Je stärker das Kind in der Familie verankert ist und Vertrauen und Bindung erfährt, umso größer ist seine Möglichkeit, die Welt wahrzunehmen und sie in Sprache auszudrücken.

Der Weihnachtsmann konkret

Soweit die Theorie, aber wie gehe ich als Mutter beziehungsweise Vater mit den Fantasien meines Kindes um? Wie gehe ich auf mein Kind ein? Muss ich es irgendwann aufklären? Und was kann ich falsch machen? Erziehungswissenschaftler Wolfgang Bergmann beantwortet die wichtigsten Fragen:

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Weihnachtslieder: Die deutschen Klassiker

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Beweise für den Weihnachtsmann? … und es gibt Ihn doch!

Gibt es einen Weihnachtsmann?
Die 8jährige Virginia O‘Hanlon aus New York wollte es ganz genau wissen.
Darum schrieb sie an die Tageszeitung „Sun“ einen Brief:
„Ich bin 8 Jahre alt. Einige von meinen Freunden sagen, es gibt keinen Weihnachtsmann. Papa sagt, was in der „Sun“ steht, ist immer wahr.
Bitte, sagen Sie mir: Gibt es einen Weihnachtsmann? „
Virginia O‘Hanlon
Die Sache war dem Chefredakteur Francis Church so wichtig, dass er
selbst antwortete auf der Titelseite der „Sun“:
Gibt es einen Weihnachtsmann?Virginia, Deine kleinen Freunde haben nicht recht. Sie glauben nur, was sie sehen; sie glauben, dass es nicht geben kann, was sie mit ihrem kleinen Geist nicht erfassen können. Aller Menschengeist ist klein, ob er nun einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Im Weltall verliert er sich wie ein winziges Insekt. Solcher Ameisenverstand reicht nicht aus, die ganze Wahrheit zu erfassen und zu begreifen. Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Es gibt ihn so gewiss wie die Liebe und Großherzigkeit und Treue Weil es all das gibt, kann unser Leben schön und heiter sein. Wie dunkel wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe! Es gäbe dann auch keine Virginia, keinen Glauben, keine Poesie gar nichts, was das Leben erst erträglich machte. Ein Flackerrest an sichtbarem Schönen bliebe übrig. Aber das Licht der Kindheit, das die Welt ausstrahlt, müsste verlöschen.
Es gibt einen Weihnachtsmann, sonst könntest Du auch den Märchen nicht glauben. Gewiss, Du könntest Deinen Papa bitten, er solle am Heiligen Abend Leute ausschicken, den Weihnachtsmann zu fangen. Und keiner von ihnen bekäme den Weihnachtsmann zu Gesicht was würde das beweisen? Kein Mensch sieht ihn einfach so. Das beweist gar nichts. Die wichtigsten Dinge bleiben meistens unsichtbar. Die Elfen z.B., wenn sie auf Mondwiesen tanzen. Trotzdem gibt es sie.
All die Wunder zu denken- geschweige denn sie zusehen -‚ das vermag nicht der Klügste auf der Welt.
Wenn Du auch siehst, Du siehst nicht alles. Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönen Farbfiguren suchen. Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter. Warum? Weil es einen Schleier gibt, der die wahre Welt verhüllt, einen Schleier, den nicht einmal die Gewalt auf der Welt zerreißen kann. Nur Glaube, Poesie und Liebe können ihn lüften. Dann werden die Schönheit und Herrlichkeit dahinter auf einmal zu erkennen sein. „Ist das denn auch wahr?“ kannst Du fragen. Virginia, nichts auf der ganzen Welt ist wahrer und nichts beständiger.
Der Weihnachtsmann lebt, und ewig wird er leben.
Sogar in 10mal zehntausend Jahren wird er da sein, um Kinder wie Dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen.
Frohe Weihnacht, Virginia, Dein Francis Church.
Der Briefwechsel zwischen Virginia O‘Hanlon und Francis Church stammt aus dem Jahr 1897. Er wurde über ein halbes Jahrhundert, alle Jahre wieder, zur Weihnachtszeit, auf der Titelseite der Sun abgedruckt.

„Gibt’s den Weihnachtsmann?“ Die Antwort dieser Mutter ist wunderschön

In der Vorweihnachtszeit ist der Weihnachtsmann einfach überall. Im Kaufhaus nimmt er die Wünsche der Kinder entgegen, in der Straße steht er und sammelt Geld für den guten Zweck und auf dem Weihnachtsmarkt um die Ecke trinkt er gerade einen Glühwein. Da werden Kinder irgendwann stutzig und fragen, ob es den Weihnachtsmann eigentlich wirklich gibt.

In so einer Situation ist guter Rat teuer. Anlügen möchte man seine Kinder nicht. Man will ihnen aber auch nicht die schöne Märchenwelt rund um Weihnachten und den Weihnachtsmann nehmen. Und genau da setzt der Brief einer Mutter an, deren Tochter dahinter gekommen ist, dass nicht der Weihnachtsmann die Geschenke bringt, sondern ihre Mutter.

​Eines Tages fragte die kleine Lucy ihre Mama in einem Brief: „Bist du der Weihnachtsmann?“ Mama Martha ließ sich ein wenig Zeit mit ihrer Antwort, schrieb ihrer achtjährigen Tochter dann aber einen Brief, in dem sie ehrliche, aber dennoch sehr schöne Worte fand.

„Der Weihnachtsmann ist viel größer als irgendeine Person“

Liebe Lucy,
vielen Dank für deinen Brief. Du hast eine sehr gute Frage gestellt: „Bist du der Weihnachtsmann?“
Ich weiß, dass du schon lange auf die Antwort wartest und ich musste mir einfach ein bisschen Zeit mit der Antwort lassen, um die richtigen Worte zu finden.
Die Antwort ist nein. Ich bin nicht der Weihnachtsmann. Es gibt keinen Weihnachtsmann.
Ich bin diejenige, die die Geschenke unter den Baum legt. Ich suche sie aus, packe sie ein und lege sie unter den Baum, genau so wie es meine Mama für mich gemacht hat und ihre Mama für sie. (Und ja, Papa hilft auch.)
Ich stelle mir vor, wie du das eines Tages für deine Kinder machen wirst, und ich weiß, dass du es lieben wirst, sie am Weihnachtsmorgen die Treppe runter laufen zu sehen. Du wirst es lieben, wie sie unter dem Baum sitzen und ihre kleinen Gesichter von den Weihnachtsbaumkerzen beleuchtet werden.
Aber das macht dich noch nicht zum Weihnachtsmann.
Der Weihnachtsmann ist viel größer als irgendeine Person und seine Arbeit gibt es länger als jeden einzelnen von uns. Was er macht ist einfach, aber sehr beeindruckend. Er bringt Kindern bei, an etwas zu glauben, was sie nicht sehen oder anfassen können.
Das ist eine riesige Aufgabe und eine sehr wichtige noch dazu. Dein ganzes Leben lang wirst du die Fähigkeit brauchen, an etwas glauben zu können: an dich selbst, an deine Freunde, an deine Talente und an deine Familie. Du wirst außerdem an Dinge glauben müssen, die du nicht messen oder in deinen Händen halten kannst. Ich spreche von Liebe – die große Macht, die dein Leben zum Strahlen bringen wird, selbst in den dunkelsten Momenten.

„Der Weihnachtsmann ist ein Lehrer“

​Der Weihnachtsmann ist ein Lehrer und ich war eine seiner Schülerinnen und jetzt kennst auch du das Geheimnis, wie er es schafft, an Weihnachten all die Kamine herunter zu kommen: Er hat Hilfe von all jenen, deren Herzen er einst mit Freude erfüllt hat.
Mit unserem ganzen Herzen helfen Menschen wie dein Papa und ich dem Weihnachtsmann dabei, einen Job zu erledigen, der sonst unmöglich zu bewerkstelligen wäre.
Also nein, ich bin nicht der Weihnachtsmann. Der Weihnachtsmann ist Liebe und Magie und Hoffnung und Glückseligkeit. Ich bin in seinem Team und jetzt bist du es auch.
Ich liebe dich und werde dich immer lieben.
Mama

​​Wir finden die Worte wirklich wunderschön. Sie rücken das Schenken in das richtige Licht. Es geht nicht um den Konsum oder darum, das neueste Teil von irgendetwas zu haben, sondern es geht darum, Freude und Liebe zu schenken.

Im Video: Weihnachtsbasteln mit Kindern – geniale Ideen

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Als dieser Weihnachtsmann bemerkt, dass das kleine Mädchen ihn nicht hören kann, tut er etwas Großartiges

1) Keine bekannte Spezies der Gattung Rentier kann fliegen. ABER es gibt 300.000 Spezies von lebenden Organismen, die noch klassifiziert werden müssen, und obwohl es sich dabei hauptsächlich Insekten und Bakterien handelt, schließt dies nicht mit letzter Sicherheit fliegende Rentiere aus, die nur der Weihnachtsmann bisher gesehen hat.

2) Es gibt 2 Milliarden Kinder (Menschen unter 18) auf der Welt. ABER da der Weihnachtsmann (scheinbar) keine Moslems, Hindu, Juden und Buddhisten beliefert, reduziert sich seine Arbeit auf etwa 15 % der Gesamtzahl – 378 Millionen Kinder (laut Volkszählungsbüro). Bei einer durchschnittlichen Kinderzahl von 3,5 pro Haushalt ergibt das 91,8 Millionen Häuser. Wir nehmen an, dass in jedem Haus mindestens ein braves Kind lebt.

3) Der Weihnachtsmann hat einen 31-Stunden-Weihnachtstag, bedingt durch die verschiedenen Zeitzonen, wenn er von Osten nach Westen reist (was logisch erscheint). Damit ergeben sich 822,6 Besuche pro Sekunde. Somit hat der Weihnachtsmann für jeden christlichen Haushalt mit braven Kindern 1/1000 Sekunde Zeit für seine Arbeit: Parken, aus dem Schlitten springen, den Schornstein runterklettern, die Socken füllen, die übrigen Geschenke unter dem Weihnachtsbaum verteilen, alle übriggebliebenen Reste des Weihnachtsessens vertilgen, den Schornstein wieder raufklettern und zum nächsten Haus fliegen. Angenommen, dass jeder dieser 91,8 Millionen Stops gleichmäßig auf die ganze Erde verteilt sind (was natürlich, wie wir wissen, nicht stimmt, aber als Berechnungsgrundlage akzeptieren wir dies), erhalten wir nunmehr 1,3 km Entfernung von Haushalt zu Haushalt, eine Gesamtentfernung von 120,8 Millionen km, nicht mitgerechnet die Unterbrechungen für das, was jeder von uns mindestens einmal in 31 Stunden tun muss, plus Essen usw.
Das bedeutet, dass der Schlitten des Weihnachtsmannes mit 1040 km pro Sekunde fliegt, also der 3.000-fachen Schallgeschwindigkeit. Zum Vergleich: das schnellste von Menschen gebaute Fahrzeug auf der Erde fährt mit lächerlichen 43,8 km pro Sekunde. Ein gewöhnliches Rentier schafft höchstens 24 km pro STUNDE.

4) Die Ladung des Schlittens führt zu einem weiteren interessanten Effekt. Angenommen, jedes Kind bekommt nicht mehr als ein mittelgroßes Lego-Set (etwa 1 kg), dann hat der Schlitten ein Gewicht von 378.000 Tonnen geladen, nicht gerechnet den Weihnachtsmann, der übereinstimmend als übergewichtig beschrieben wird.
Ein gewöhnliches Rentier kann nicht mehr als 175 kg ziehen. Selbst bei der Annahme, dass ein „fliegendes Rentier“ (siehe Punkt 1) das ZEHNFACHE normale Gewicht ziehen kann, braucht man für den Schlitten nicht acht oder vielleicht neun Rentiere. Man braucht 216.000 Rentiere. Das erhöht das Gewicht – den Schlitten selbst noch nicht einmal eingerechnet – auf 410.400 Tonnen. Nochmals zum Vergleich: das ist mehr als das vierfache Gewicht der Queen Elizabeth.

5) 410.400 Tonnen bei einer Geschwindigkeit von 1040 km/s erzeugt einen ungeheuren Luftwiderstand – dadurch werden die Rentiere aufgeheizt, genauso wie ein Raumschiff, das wieder in die Erdatmosphäre eintritt. Das vorderste Paar Rentiere muss dadurch 16,6 TRILLIONEN Joule Energie absorbieren. Pro Sekunde. Jedes. Anders ausgedrückt: sie werden praktisch augenblicklich in Flammen aufgehen, das nächste Paar Rentiere wird dem Luftwiderstand preisgegeben, und es wird ein ohrenbetäubender Knall erzeugt.
Das gesamte Team von Rentieren wird innerhalb von 5 Tausendstel Sekunden vaporisiert. Der Weihnachtsmann wird währenddessen einer Beschleunigung von der Größe der 17.500-fachen Erdbeschleunigung ausgesetzt. Ein 120 kg schwerer Weihnachtsmann (was der Beschreibung nach lächerlich wenig sein muss) würde an das Ende seines Schlittens genagelt – mit einer Kraft von 20,6 Millionen Newton.

Damit kommen wir zu dem Schluss: WENN der Weihnachtsmann irgendwann einmal die Geschenke gebracht hat, ist er heute tot.
(von Dragomer Csaba)

Natürlich gibt es den Weihnachtsmann!
Joachim Nawrocki in „Die Welt“ (21.12.2002)

Ein gedankenloser englischer Pfarrer hat neulich die Kinder seiner Gemeinde bitter enttäuscht, so dass sie weinen mussten. Es sei rein wissenschaftlich gesehen unmöglich, dass Santa Claus in einer Nacht 91,8 Millionen Haushalte allein in Europa mit Geschenken versorgt, denn er müsste dabei so hohe Geschwindigkeiten entwickeln, dass er ganz einfach explodieren würde.

Was ist das nur für ein Pfarrer? Wir werden noch beweisen, dass sein Anti-Weihnachtsmann-Beweis auch wissenschaftlich nicht haltbar ist. Zunächst aber empfehlen wir Pfarrer Lee Rayfield aus Maidenhead, in die Türkei zu fahren, nach Myra, das zwischen Fethiye und Antalya liegt. Dort hat im 4. Jahrhundert der Heilige Nikolaus gelebt, vermutlich war er Bischof und ist etwa zwischen 345 und 352 in den Himmel gekommen. Myra ist ungefähr 2500 Jahre alt. Im Jahre 60 hat sich der Apostel Paulus in der Stadt aufgehalten, knapp 300 Jahre später hat hier der Heilige Nikolaus zahlreiche Wunder vollbracht. Er schenkte drei armen Mädchen Gold zur Heirat, rettete drei Unschuldige vor dem Blutrichter und soll drei zerstückelte und eingepökelte Schüler wieder zum Leben erweckt haben. An den Heiligen erinnert nicht nur eine Basilika, die im 19. Jahrhundert mit russischem Geld restauriert worden ist, weil ja auch die Russen den Nikolaus verehren. Selbst sein Sarkophag ist dort noch vorhanden, wenn auch die Gebeine verschwunden sind. Nur ein paar Skelettreste werden noch im nahen Antalya aufbewahrt. Vor allem aber steht in Myra ein Denkmal, das Nikolaus genau so zeigt, wie wir uns den Weihnachtsmann vorstellen. In einem kleinen Park, umgeben von Bäumen, Fächerpalmen und Rosen, steht er auf einem runden Sockel, hat einen Vollbart, einen langen Mantel mit Kapuze und behütet einige Kinder, die sich an ihn schmiegen – vielleicht sind es ja die soeben zum Leben erweckten Knaben.

Nun machen einige Schlaumeier die folgende Rechnung auf: Wenn Santa Claus in Europa am 24. Dezember alle 91,8 Millionen Haushalte beliefern wollte – in Amerika kommt er erst einen Tag später -, dann hätte er selbst bei einem 24-Stunden-Tag für jede Familie eine knappe tausendstel Sekunde übrig, Anfahrt inbegriffen. Für den Transport von etwa 320 000 Tonnen Geschenken würde er 210 000 Rentiere und entsprechend viele Schlitten benötigen. Mindestens 120 Millionen Kilometer müsste er zurücklegen, das würde die 4000fache Schallgeschwindigkeit erfordern. Beim Anfahren müssten er und die Rentiere das 17 500fache der Erdbeschleunigung aushalten – kurzum, sollte er es jemals versucht haben, er wäre sofort zerstoben und anschließend verglüht. Glauben die Besserwisser.

Aber sie sind nicht auf dem neuesten Stand der Forschung. In Amerika wird an einer Aufhebung der Gravitation experimentiert. Die Forscher vermuten, dass durch schnell rotierende Scheiben aus supraleitendem Material die Schwerkraft abgeschirmt werden kann. Das würde bedeuten, dass man einen neuartigen, Energie sparenden Antrieb für Raumschiffe hätte und dass, so ein Physiker wörtlich, „der menschliche Körper auch bei höchsten Beschleunigungen nicht an der Rückwand des Raumschiffes zerquetscht würde.“ Aber was für Astronauten gilt, gilt erst recht für den Weihnachtsmann. Wenn der heilige Nikolaus fragmentierte Knaben zusammensetzen konnte, dann wird er sich doch wohl auch eine Technik zu Nutze machen können, die von unserem begrenzten menschlichen Geist nur angedacht, aber noch nicht durchschaut worden ist. Also, liebe Kinder in Maidenhead, trocknet eure Tränen und tröstet euch: Das stimmt nicht mit dem explodierenden Weihnachtsmann.

Und dann gibt es da noch die Heisenbergsche Unschärferelation. Das ist jetzt für Kinder ein bisschen schwer zu erklären. Ein wenig vereinfacht geht das so: Ein Elektron schwirrt auf seiner Bahn mit einer solchen Geschwindigkeit um den Atomkern, wie sie etwa der Weihnachtsmann bei der Auslieferung der Geschenke bräuchte. Nun gibt es aber keine solche kleine Zeiteinheit, dass man den Standort eines Elektrons zu einem bestimmten Zeitpunkt festmachen könnte – er ist unscharf oder „verschmiert“, wie die Physiker sagen. Mit anderen Worten, das Elektron könnte an mehreren Orten zugleich sein. Und so ist es auch mit dem Weihnachtsmann.

Die Anti-Weihnachtsmann-Theorie ist somit als äußerst fragwürdig entlarvt: Sie hat kurze Beine und tönerne Füße. Der Weihnachtsmann ist ein Mysterium und wird es bleiben. Da beißt auch Pfarrer Lee Rayfield keine Zipfelmütze von ab.

Gibt es den Weihnachtsmann wirklich?

Dieser Frage gehen unzählige Wissenschaftler rund um den Globus nach. Wir haben diese Frage einmal mathematisch betrachtet und haben folgendes herausbekommen :
1) Keine bekannte Spezies der Gattung Rentier kann fliegen. ABER es gibt 300.000 Spezies von lebenden Organismen, die noch klassifiziert werden muessen, und obwohl es sich dabei haupsaechlich Insekten und Bakterien handelt, schliesst dies nicht mit letzter Sicherheit fliegende Rentiere aus, die nur der Weihnachtsmann bisher gesehen hat.
2) Es gibt 2 Milliarden Kinder (Menschen unter 18) auf der Welt. ABER da der Weihnachtsmann (scheinbar) keine Moslems, Hindu, Juden und Buddhisten beliefert, reduziert sich seine Arbeit auf etwa 15 % der Gesamtzahl – 378 Millionen Kinder (laut Volkszaehlungsbuero). Bei einer durchschnittlichen Kinderzahl von 3,5 pro Haushalt ergibt das 91,8 Millionen Haeuser. Wir nehmen an, dass in jedem Haus mindestens ein braves Kind lebt.
3) Der Weihnachtsmann hat einen 31-Stunden-Weihnachtstag, bedingt durch die verschiedenen Zeitzonen, wenn er von Osten nach Westen reist (was logisch erscheint). Damit ergeben sich 822,6 Besuche pro Sekunde.

Somit hat der Weihnachtsmann fuer jeden christlichen Haushalt mit braven Kindern 1/1000 Sekunde Zeit fuer seine Arbeit: Parken, aus dem Schlitten springen, den Schornstein runterklettern, die Socken fuellen, die uebrigen Geschenke unter dem Weihnachtsbaum verteilen, alle uebriggebliebenen Reste des Weihnachtsessens vertilgen, den Schornstein wieder raufklettern und zum naechsten Haus fliegen. Angenommen, dass jeder dieser 91,8 Millionen Stops gleichmaessig auf die ganze Erde verteilt sind (was natuerlich, wie wir wissen, nicht stimmt, aber als Berechnungsgrundlage akzeptieren wir dies), erhalten wir nunmehr 1,3 km Entfernung von Haushalt zu Haushalt, eine Gesamtentfernung von 120,8 Millionen km, nicht mitgerechnet die Unterbrechungen fuer das, was jeder von uns mindestens einmal in 31 Stunden tun muss, plus Essen usw.
Das bedeutet, dass der Schlitten des Weihnachtsmannes mit 1040 km pro Sekunde fliegt, also der 3.000-fachen Schallgeschwindigkeit. Zum Vergleich: das schnellste von Menschen gebaute Fahrzeug auf der Erde, der Ulysses Space Probe, faehrt mit laecherlichen 43,8 km pro Sekunde. Ein gewoehnliches Rentier schafft hoechstens 24 km pro STUNDE.
4) Die Ladung des Schlittens fuehrt zu einem weiteren interessanten Effekt. Angenommen, jedes Kind bekommt nicht mehr als ein mittelgrosses Lego-Set (etwa 1 kg), dann hat der Schlitten ein Gewicht von 378.000 Tonnen geladen, nicht gerechnet den Weihnachtsmann, der uebereinstimmend als uebergewichtig beschrieben wird.
Ein gewoehnliches Rentier kann nicht mehr als 175 kg ziehen. Selbst bei der Annahme, dass ein „fliegendes Rentier“ (siehe Punkt 1) das ZEHNFACHE normale Gewicht ziehen kann, braucht man fuer den Schlitten nicht acht oder vielleicht neun Rentiere. Man braucht 216.000 Rentiere. Das erhoeht das Gewicht – den Schlitten selbst noch nicht einmal eingerechnet – auf 410.400 Tonnen. Nochmals zum Vergleich: das ist mehr als das vierfache Gewicht der Queen Elizabeth.
5) 410.400 Tonnen bei einer Geschwindigkeit von 1040 km/s erzeugt einen ungeheuren Luftwiderstand – dadurch werden die Rentiere aufgeheizt, genauso wie ein Raumschiff, das wieder in die Erdatmosphaere eintritt. Das vorderste Paar Rentiere muss dadurch 16,6 TRILLIONEN Joule Energie absorbieren. Pro Sekunde. Jedes. Anders ausgedrueckt: sie werden praktisch augenblicklich in Flammen aufgehen, das naechste Paar Rentiere wird dem Luftwiderstand preisgegeben, und es wird ein ohrenbetaeubender Knall erzeugt.
Das gesamte Team von Rentieren wird innerhalb von 5 Tausendstel Sekunden vaporisiert. Der Weihnachtsmann wird waehrenddessen einer Beschleunigung von der Groesse der 17.500-fachen Erdbeschleunigung ausgesetzt. Ein 120 kg schwerer Weihnachtsmann (was der Beschreibung nach laecherlich wenig sein muss) wuerde an das Ende seines Schlittens genagelt – mit einer Kraft von 20,6 Millionen Newton.
Damit kommen wir zu dem Schluss: WENN der Weihnachtsmann irgendwann einmal die Geschenke gebracht hat, ist er heute tot.

Mehr über den Weihnachtsmann:

Der Weihnachtsmann und seine Geschichte
Wie der Weihnachtsmann zu seinem heutigen Aussehen kam
Weihnachtsmannkostüm – Verkauf, Verleih und selber basteln
Weihnachtspostamt – Briefe an den Weihnachtsmann

Warum es den Weihnachtsmann wirklich gibt

Gibt es den Weihnachtsmann? Viele Eltern bringt diese Frage jedes Jahr in Verlegenheit. Ende des 19. Jahrhunderts fand der Redakteur einer New Yorker Zeitung die richtigen Worte und beantwortete die Frage auf anrührende Art – und ganz eindeutig mit ja. Lest und hört auf Coca-Cola Journey seinen Brief an ein achtjähriges Mädchen.

Im Jahr 1897 wird ein Vater in New York von Tochter gefragt: Gibt es den Weihnachtsmann wirklich? Das Mädchen hat Zweifel: Freunde haben ihm gesagt, dass es den Weihnachtsmann gar nicht gibt. Dem Vater fehlen die Worte für eine gute Erklärung, er lässt seine Tochter Virginia ihre Frage an die New York Sun schreiben, eine damals bedeutende Zeitung. Der Redakteur Francis P. Church nutzt die Gelegenheit, um Kinder und Erwachsene davon zu überzeugen, dass es natürlich einen Weihnachtsmann gibt – und wurde damit berühmt. Hören Sie hier, was er Virginia auf ihre Frage antwortete:
Text: … „Gibt es den Weihnachtsmann wirklich?“ (im englischen Original „Is There a Santa Claus?“, New York Sun vom 21. September 1897)
(…) Virginia, deine kleinen Freunde haben Unrecht. Sie sind beeinflusst von der Skepsis eines skeptischen Zeitalters. Sie glauben an nichts, das sie nicht sehen. Sie glauben, dass nichts sein kann, was ihr kleiner Verstand nicht fassen kann. Der Verstand, Virginia, sei er nun von Erwachsenen oder Kindern, ist immer klein. (…)
Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Er existiert so zweifellos wie Liebe und Großzügigkeit und Zuneigung bestehen, und du weißt, dass beide reichlich vorhanden sind und deinem Leben seine höchste Schönheit und Freude geben. O weh! Wie öde wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe. Sie wäre so öde, als wenn es dort keine Virginias gäbe. Es gäbe dann keinen kindlichen Glauben, keine Poesie, keine Romantik, die diese Existenz erträglich machen. Wir hätten keine Freude, außer durch die Sinne und den Anblick. Das ewige Licht, mit dem die Kindheit die Welt erfüllt, wäre ausgelöscht.
(…) Niemand sieht den Weihnachtsmann, aber das ist kein Zeichen dafür, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt. Die wirklichsten Dinge in der Welt sind jene, die weder Kinder noch Erwachsene sehen können. Sahst du jemals Elfen auf dem Rasen tanzen? Selbstverständlich nicht, aber das ist kein Beweis dafür, dass sie nicht dort sind. Niemand kann die ungesehenen und unsichtbaren Wunder der Welt begreifen oder sie sich vorstellen.
(…)
Kein Weihnachtsman? Gott sei Dank lebt er, und er lebt auf ewig! Noch in tausend Jahren, Virginia, nein, noch in zehnmal zehntausend Jahren wird er fortfahren, das Herz der Kinder zu erfreuen.“

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