Geschenk von der zahnfee

Besuch von der Zahnfee: Das steckt hinter dem Brauch

Natürlich hat die Zahnfee als Geschenk heute keine Goldmünzen mehr im Gepäck. Doch mit kleinen Überraschungen weiss sie ihre Anhängerschaft noch immer zu begeistern. Analog zur Goldmünze finden viele Kinder heutzutage unter ihrem Kopfkissen oder auf dem Nachttisch einige Franken für die Spardose.

Sicherlich ist Geld ein praktisches Geschenk. Doch wenn Ihr kleiner Engel nicht gerade für ein spezielles Spielzeug spart, bietet es sich an, ihm eher ein kleines Geschenk zum Anfassen zu hinterlassen. So hat Ihr Nachwuchs nach dem Aufstehen gleich etwas, worüber er sich freuen und womit er sofort spielen kann. Und das Geschenk von der Zahnfee muss nicht teuer sein. Hauptsache, es kommt von Herzen und macht Ihrem Kind Freude. Folgende Ideen sorgen bestimmt für Begeisterung:

  • Milchzahndose
  • Bücher
  • Hörspiele
  • Kuscheltier
  • Stifte und Malbuch
  • Utensilien für die Schule
  • Zahnbürste und Zahnpasta

Wer seinem Nachwuchs eine besondere Überraschung bereiten möchte, legt zum Geschenk noch einen Brief von der Zahnfee dazu. Die meisten Kinder freuen sich über ein paar persönliche und motivierende Worte. Folgender Text kann zum Beispiel in einem Brief von der Zahnfee stehen:

„Hallo XXX, ich habe mich riesig über deinen schönen Zahn gefreut, den du mir hingelegt hast. Den hast du wirklich super gepflegt und er passt ganz hervorragend in meine Sammlung. Wenn du deine Zähne auch weiterhin so fleissig putzt, wirst du immer ein strahlendes Lächeln und noch viel Freude an deinen Zähnen haben. Als Dankeschön für deinen schönen Zahn habe ich dir auch eine kleine Überraschung dagelassen. Ich hoffe, sie gefällt dir und du freust dich darüber. Vielleicht komme ich ja bald wieder bei dir vorbei. Deine Zahnfee“

Übrigens: Viele Kinder – und die Eltern – heben ausgefallene Milchzähne gerne auf, zum Beispiel in einer Milchzahndose. Sie müssen den ausgefallenen Milchzahn nicht vor Ihrem Kleinen verstecken, um glaubhaft zu machen, dass die Zahnfee zu Besuch war. Erklären Sie Ihrem zweifelnden Liebling, dass die Zahnfee nur zu Besuch war, um zu überprüfen, ob er seinen Milchzahn auch gut gepflegt hat. Und weil sie sich so darüber gefreut hat, dass das Zähnchen schön strahlt, hat sie eine Kleinigkeit als Belohnung dagelassen – und natürlich auch den Zahn.

In England, USA aber auch in Deutschland oder in Österreich ist es die Zahnfee (bzw. Englisch „tooth fairy“), die nachts die ausgefallenen Zähne der Kinder sammelt. Dafür legt sie eine Münze oder eine kleine Überraschung unter das Kissen. In Frankreich („La Petite Souris“) aber auch in Spanien „Ratoncito Pérez / ratón de los dientes“ und in Italien („Topolino“ oder auch „Topino“) verrichtet die „Zahnmaus“ das Tauschgeschäft. In der Schweiz wiederum liegt es an einer Ameise den Austausch von Zahn zur Goldmünze auszuführen.
Natürlich legt die Zahnfee beziehungsweise die Zahnmaus auch einen Brief ihrem Geschenk bei:
„Liebe/lieber … ,
ich habe mich über Deinen ersten Milchzahn sehr gefreut! Er ist so schön weiß und glänzend! Vielen Dank, daß Du auf ihn so gut aufgepaßt hast! Ich hoffe, daß Du den Zahn, der nachwachsen wird, auch so gut pflegen wirst. Du weißt bestimmt schon wie es geht: wenig naschen, viel Wasser trinken und zweimal am Tag putzen. Beim Putzen hilft Dir ein Erwachsener sicher gerne. Ich wünsche Dir, daß Dir viele kräftige Zähne nachwachsen!
Liebe Grüße,
Deine Zahnfee/Zahnmaus“

Besonders freuen sich die Kinder, wenn die Eltern mit ihnen eine kleine Box basteln, in die der ausgefallene Wackelzahn für die Zahnfee reingelegt wird. Die kleine Box kann dann auch für die Geschenke und den Zahnfee-Brief genutzt werden. Kinder nehmen gerne den Zahnfee-Brief in der Kindergarten mit und zeigen ihn stolz her.
Auch bei Kindern ist die Zahnprophylaxe von großer Bedeutung. Zum einen „üben macht den Meister“: integriert das Kind von früh an das Zähneputzen in seinen Alltag, so wird es für ihn als Jugendlichen und später als Erwachsenen auch zur normalen Routine gehören. Dabei ist zu beachten, daß bis zum 9. beziehungsweise bis zum 10. Lebensjahr Nachhilfe beim Zähneputzen angebracht ist, da das Kind in den meisten Fällen erst dann die erforderliche Feinmotorik und die notwendige Konzentration besitzt.

Und weil mit Musik alles leichter geht, kann ein Liedchen das Zähneputzen auch unterstützen:

„Ich putze meine Zähne von rot nach weiß,
und führe meine Bürste stets im Kreis,
Morgens wenn ich früh aufsteh‘,
abends wenn ins Bett ich geh
putz ich meine Zähne so weiß wie Schnee.“

Als Melodie können Mutter oder Vater hier beispielsweise die von „Ein Männlein steht im Walde“ verwenden.

Der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt, auch „Assistent der Zahnfee“ genannt, wird ab dem Durchbruch des ersten Milchzahnes empfohlen. Denn mit dem ersten Zahn beginnt die Vorsorge. Kein oder nur seltenes Naschen, wenig Süsses und Wasser als bevorzugtes Getränk wirken sich auch nachhaltig positiv auf die Zahngesundheit.
Weitere Informationen und Tipps zur Kinderprophylaxe finden Sie auf unserer Seite Zahnprophylaxe Kinder.

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Erster Wackelzahn beim Kleinkind: Was Sie jetzt tun sollten

von Dr. med. dent. Carola Allihn
verfasst am 08.05.2017

Die vorderen Schneidezähne sind oft die ersten Milchzähne die ausfallen (©StefanieB. – fotolia)Wackelzähne sind ein Meilenstein in der Entwicklung von Kindern. Und wackelnde Zähne sind natürlich ziemlich aufregend. Oft werden sie schon sehnlichst herbeigewünscht, weil die Freundinnen und Freunde schon ihre ersten Zähne verloren haben. Doch nicht zuletzt auch, weil sich alle Kinder auf den Besuch der Zahnfee freuen.

  • Wann fallen die ersten Zähne überhaupt aus und welche sind das?
  • Was hat es mit der Zahnfee auf sich?
  • Wie pflege ich die Zähne beim Zahnwechsel richtig?
  • Hilfe, wieso sehen die neuen Zähne ganz anders aus?
  • Wann muss ich zum Zahnarzt und was wird dort passieren?

Wann fallen die ersten Zähne überhaupt aus und welche sind das?

Es gibt einige wenige Kinder, die schon mit vier Jahren ihren ersten Wackelzahn haben. Wieder anderen müssen mit 20 Milchzähne eingeschult werden. Die meisten Kinder verlieren ihren ersten Milchzahn um den sechten Geburtstag herum. Bis zum achten Lebensjahr ist erfahrungsgemäß der erste Wackelzahn auf jeden Fall da. Also entspannt bleiben!

Dass Zähne nicht angelegt, also gar nicht vorhanden sind, ist sehr unwahrscheinlich. Meist fallen die Milchzähne in der Reihenfolge aus, in der sie gekommen sind. Als erstes wackeln die unteren Schneidezähne.

Und aufgepasst: Zeitgleich zum ersten Wackelzahn macht sich am Ende der Milchzahnreihe der erste bleibende Backenzahn auf den Weg. Manchmal unbemerkt, manchmal auch verbunden mit Beschwerden wie einem Druckgefühl, Mundgeruch und Schmerzen beim Zähneputzen und Essen.

Was hat es mit der Zahnfee auf sich?

Die Zahnfee ist ein Fabelwesen, das nachts kommt, wenn kleine Kinder einen Wackelzahn verloren haben. Sie nimmt den ausgefallenen Milchzahn mit, der unter dem Kopfkissen liegt, und lässt eine kleine Überraschung zurück. Ein schöner Brauch, der den neuen Lebensabschnitt feiert.

Doch auch in anderen Ländern gibt es interessante Milchzahnbräuche: In Frankreich hinterlässt „La bonne petite souris“, also „das gute Mäuschen“, eine Münze oder eine Süßigkeit für den ersten Milchzahn. In Polen pflanzen die Kinder ihren ersten ausgefallenen Milchzahn im Garten ein. Das soll helfen, das Wachstum der neuen Zähne anzuregen. In der Schweiz holt nachts die Ameise den Wackelzahn ab und lässt ein Geldstück da. In Japan werden die Zähne auf das Hausdach geworfen. Das soll Glück bringen. In Russland legen die Kinder ihr erstes „Mäusezähnchen“ für das Mäuschen unter das Bett.

Eine gute Mundhygiene ist auch im Kindesalter sehr wichtig (© drubig-photo – Fotolia)Wie pflege ich die Zähne beim Zahnwechsel richtig?

Jenseits aller Zahnfee-Begeisterung gilt: Gründliches Zähneputzen ist wichtiger denn je! Weil der erste bleibende Backenzahn häufig nicht bemerkt wird und er sich sehr langsam durchs Zahnfleisch müht, ist er gerade im ersten Jahr besonders kariesgefährdet.

Lockere Milchzähne und Zahnlücken erschweren die Mundhygiene zusätzlich. In dieser sogenannten ersten Wechselgebissphase, in der die vier Frontzähne ausfallen und die ersten Backenzähne wachsen, ist die Unterstützung der Eltern beim Zähneputzen noch einmal entscheidend.

Die herauswachsenden Backenzähne quer zu putzen, von der Kinderzahnpasta auf eine Zahnpasta mit einem höheren Fluoridgehalt umzusteigen und mindestens halbjährliche Kontrollen beim Zahnarzt helfen, dass die Zahnschmelzreifung in Ruhe abgeschlossen werden kann und ein starker Zahn heranwächst, der ein Leben lang bleiben soll.

Hilfe, wieso sehen die neuen Zähne ganz anders aus?

Die neuen Zähne sind größer und nicht mehr so weiß wie die Milchzähne. Außerdem haben sie sogenannte Höcker, weil sie noch ganz neu und unbenutzt sind. Die Zahnstellung der ersten bleibenden Schneidezähne beunruhigt viele Eltern. Sie stehen oft kreuz und quer, haben Lücken oder stehen zu eng. Ist es nun Zeit für eine Zahnspange?

Es gibt einige wenige Fehlstellungen, die schon früh mit einer Zahnspange behandelt oder vom Kieferorthopäden überwacht werden sollten. Meist führt das Wachstum und der Durchbruch weiterer Zähne allerdings schon zu einer Verbesserung. Bleiben Sie auch hier erst einmal gelassen. Ihr Kind ist stolz auf die neuen Zähne und sollte in diesem Gefühl nicht unnötig verunsichert werden.

Wann muss ich zum Zahnarzt und was wird dort passieren?

Ein Wackelzahn und der Zuwachs des ersten bleibenden Backenzahns sind etwas ganz Normales. Der Zahnarzt überwacht in dieser Phase den Zahndurchbruch.

Wenn die bleibenden Zähne es nicht schaffen, an der vorgesehenen Stelle durchzubrechen, kommt es manchmal zu sogenannten „Haifischzähnen“. Das bedeutet, der Milchzahn wackelt noch nicht oder nur leicht und der bleibende Zahn wächst in zweiter Reihe hinter dem Milchzahn. Hier ist Hilfe notwendig: Der Zahnarzt und das Kind wackeln den Milchzahn gemeinsam unter Betäubung heraus. Der neue Zahn wird sich schnell in die Lücke einordnen.

Besuchen Sie mit Ihrem Kind regelmäßig den Zahnarzt um Karies vorzubeugen (©fotolia-84580671-Olesia Bilkei)Außerdem passt der Zahnarzt die Prophylaxemaßnahmen an das individuelle Kariesrisiko Ihres Kindes an. Dazu stehen unter anderem die Zahnputzschule, Fluoridierungsmaßnahmen, kindgerechte Zahnreinigungen, Versiegelungen von Zähnen und die Aufklärung über eine zahngesunde Ernährung zur Verfügung. Nutzen Sie dieses Angebot.

Und natürlich gilt weiterhin: Gesunde und kariesfreie Milchzähne sind die Voraussetzung für ein gesundes bleibendes Gebiss. Bleibende Zähne haben nur dann die Chance, keine Karies zu bekommen, wenn sie in eine gesunde Umgebung „hineinwachsen“ können. Erst in der zweiten Wechselgebissphase, im Alter von etwa neun bis zwölf Jahren, wechseln die Milchbackenzähne und sollten bis zu diesem Zeitpunkt den Platz für die neuen Zähne halten.

Etwa zehn Prozent aller Kinder sind von einer Schmelzfehlbildung betroffen, deren Ursache noch unklar ist. Sie betrifft die Frontzähne und die ersten bleibenden Backenzähne in unterschiedlichem Ausmaß. Von bernsteinfarbenen kleinen und größeren Verfärbungen bis zu Substanzverlusten gibt es sehr unterschiedliche Ausprägungen.

Manchmal klagen die Kinder über Schmerzen an den betroffenen Zähnen. Spezielle Präventions- und Behandlungsmethoden sind hier von Anfang an notwendig. Außerdem ist eine enge Zusammenarbeit mit einem Kieferorthopäden wichtig, sodass der Zahnerhalt zusammen in einem Gesamtkonzept bewertet werden kann.

Zahnfee: Die schönsten Bräuche

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Hat Dein Kind nun auch dieses besondere Lachen, welches bedeutet „Ich werde groß!“? Mit dem ersten Wackelzahn beginnt für die ganze Familie eine besondere Zeit. Die ersten Jahre der Kindheit vergehen für Eltern oft viel zu schnell. Besondere Meilensteine können deshalb mit besonderen Ereignissen hervorgehoben werden. So gibt es die unterschiedlichsten Bräuche, um den ersten verlorenen Milchzahn zu feiern.

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Ein neuer Lebensabschnitt

Für das Kind beginnt mit dem ersten Wackelzahn eine aufregende Zeit, denn eine Zahnlücke ist meist gleichbedeutend mit einer neuen Ära in der Kindheit. 5 bis 7-jährige beschäftigen sich schon mit dem Thema Schule oder sind bereits vollintegrierte Schulkinder. Voller Stolz zeigen sie gerne jedem Menschen ihre Zahnlücke. Daher muss dieses besondere Ereignis auch gefeiert und gerühmt werden. Wir erzählen Dir von den unterschiedlichsten Bräuchen die Zahnlücke zu feiern.

Wenn der Zahn ausfällt

Es ist ein alter Brauch und für Kinder ein ganz besonderer Zauber den verlorenen Milchzahn für die Zahnfee unter das Kopfkissen oder in eine Schale neben das Bett zu legen. Nachts kommt die Zahnfee und nimmt den Zahn mit. Als Austausch lässt sie eine kleine Überraschung für das Kind da.

Die obligatorische Goldmünze: Was früher die Goldmünze war, ist heute ein glitzerndes 1 Euro-Stück, bei manchen vielleicht auch 2.

Einen Brief hinterlassen: Über einen persönlichen Brief der Zahnfee freuen sich kleine Kinder besonders. Zum Beispiel so: „Liebe/r …., ich gratuliere Dir zu Deiner Zahnlücke. Es haben bestimmt alle sehr gestaunt. Ich bin sehr stolz auf Dich und freue mich riesig, dass Du Deinen Wackelzahn so toll geputzt hast. Mach weiter so und pass´ gut auf Deinen neuen Zahn auf. Liebe Grüße, Deine Zahnfee“

Eine kleine Überraschung: Pixibuch, Kuscheltier, kleine Zahndose zum Sammeln, ein kleines Auto, …

Weitere interessante Milchzahn-Bräuche in anderen Ländern:

  • In Russland legen die Kinder ihr erstes „Mausezähnchen“ für die Mäuschen unter das Bett.
  • In Japan wirft man die ausgefallenen Milchzähne des Unterkiefers unter die Veranda und die des Oberkiefers werden auf das Hausdach geworfen.
  • In der Schweiz holt nachts die Ameise den Wackelzahn ab und lässt ein Geldstück da.
  • Und in Polen pflanzen die Kinder ihren ersten ausgefallenen Zahn im Garten ein, damit die neuen Zähne gut wachsen.

Übrigens: Mit dem ersten verlorenen Zahn setzt oft auch die sogenannte Zahnlückenpubertät ein, über die wir im Artikel „Zahnlückenpubertät: Das musst Du wissen“ alles für Dich zusammengefasst haben.

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