Gedichte für kinder weihnachten

Inhalte

Weihnachtsgedichte für Kinder

Kurze und lange, lustige und besinnliche Verse

Es schneit

Es schneit, es schneit,
es geht ein kühler Wind.
Lichter hüpfen auf dem Tännlein
und in der Stube auch das Kind.

(© Hanna Schnyders)

Schokomann

Klingelingeling, jetzt kommt der Schokomann,
er trägt in jeder Hand ein Schokotann.
Die bimbeln hin und her und hin und her,
bis Weihnachten ist nicht lange mehr.

(© Beat Jan)

Wer bist du?

Ich bin Weihnachten und wer bist du?
Ich bin ich, nur ich nur.
Du bist nicht nur, du bist du.
Das ist doch etwas, nicht?
Das ist nicht nichts.

(© Hanna Schnyders)

Weihnacht
ist wie eine leere Schachtel

Ein Bub am Strassenrand
trägt eine Schachtel in der Hand.
Da kommt ein reicher Herr
von sehr weit übers Land.
Er sieht wie wenig Geld
liegen auf der Schachtel Boden.
Er greift in seinen grossen Beutel
und füllt sie auf bis oben.
Der Bub kriegt purpurrote Ohren
unter seiner kargen Mütze.
Er rennt los und halb erfroren,
kommt er zu Mutter’s Hütte.
Freudeschluchzend springt er
ins Stübchen. Hier ist es still:
„Mutter, Mutter, sieh Mutter,
es ist viel zu viel.“
Weihnacht ist wie eine leere Schachtel,
mit Liebe füllen wir sie aus.
Und du mein Kind trägst mit Herz
freudig die Schachtel zu dir nach Haus.

(© Monika Minder)

Weihnachtsrummel

Es treibt ein Kind im Weihnachtsrummel,
die Leute wie Bienen summen,
und manche Tanne ahnt wie balde
sie zersägt wird im nahen Walde
und lauscht hinaus. Dem einsamen Kinde
streckt sie die Zweige hin: befrei mich!
in all dem Glitzerkitsch verlier ich mich
und vergess, was Weihnachten ist.

(© Beat Jan)

Es duftet nach Zimt und Rosinen

Es duftet nach Zimt und Rosinen,
nach Schokolade und Apfelsinen.
Menschen geben sich die Hand,
es wird Zeit sich zu versöhnen.
Liebe zieht durchs Land.

(© Monika Minder)

Weihnachten ist da

Weihnachten ist da, Hurra!
Irgendwo quitscht ein Esel I-a.
Er begrüsst die Sterne,
die leuchten in der Ferne.
Weihnachten ist da, Hurra!

(© Milena A.L.)

© Bild Monika Minder, darf nicht im Internet und nicht kommerziell genutzt werden. Darf für eine private Karte oder Basteln kostenlos ausgedruckt werden.

Bild-Text
Lieber Weihnachtsmann
Zünd uns jetzt ein helles Lichtlein an,
Erzähl uns doch Geschichten
Von den Kindern auf der Tannenfichte,
Von all den Tieren in deinem Wald
Und von deiner guten Hand.
(© Monika Minder)

Frohe Weihnachten

Mein Zimmer ging zum Bach hinaus,
links die Strasse, rechts das Haus.
Da waren Bäume deren vier,
die trugen Schnee gar viel.
Vöglein hatten sich versteckt,
sie piepsten unter dem Verdeck.
Ich ging mit Kernen in der Hand
und sagte, ich bin der Ferdinand.
Wie ihr friert, das ertrag ich schier nicht mehr,
deshalb bring ich euch was zum Knabbern her.
Morgen kommt der Weihnachtsmann,
heute bin ich selber dran.

(© Hanna Schnyders)

© Bild Monika Minder, darf nicht im Internet und nicht kommerziell verwendet werden. Darf für eine private Karte oder Basteln gratis ausgedruckt werden..

Bild-Text
Weihnacht – stille Zeit
Fenster leuchten bunter
Kerzenschein vereint
Wieder neu wird Fest
und Wunder.
(© Monika Minder)

Endlich Weihnachtszeit

Endlich ist es wieder soweit
Wir backen Plätzchen und basteln Sterne
Hurra, hurra, es ist Weihnachtszeit.
Wir haben sie alle gerne.
(© Monika Minder)

Am Weihnachtsbaum

Kerzen bringen Licht,
ein Stern zeigt uns den Weg,
vom Frieden uns ein Glöcklein spricht,
Und seht, auch Schokoladenkugeln dürfen
den Weihnachtsbaum versüssen.
(© Monika Minder)

Verslein

Verslein hin und Verslein her,
jetzt muss der Weihnachtsmann daher.
Ich sing ihm nichts, ich spiel ihm nichts,
sein Sack ist eh schon leer.
Verslein hin und Verslein her,
ich nehm ihn in den Arm und seht!
Er singt mir was und spielt mit mir,
sein Sack füllt sich mit Lieb.

(© Jo M. Wysser)

Schlingelwicht

Ich sage nicht, es ist jetzt Weihnachten,
weil Weihnachten immer sein sollte.
Aber das verstehst du noch nicht,
du kleiner Schlingelwicht.
„Doch, ich versteh das schon,“
sagte der kleine Schlingel im harschen Ton.
„Tu nicht immer so mit mir.
Wenn Weihnachten immer sein soll,
sei lieb mit mir.“

(© Monika Minder)

> mehr Schlingel Weihnachtsgedichte

Es war einmal

Es war einmal, so ungefähr anno dazumal
ein heller Stern mit einem langen Strahl.
Auf diesem ritten süsse Engelein
mit schaurig bunten Flügelein.
Der Mond lachte ziemlich frech:
so viel kitsch, mir wird grad schlecht.

(© Beat Jan)

S’ist Weihnachten heute

Mitten im Zimmer der Baum mit Glitzergehenke,
drunter Geschenke in goldenem Papier,
verziert mit süssen Marzipanfigürchen,
Schnürchen und Schleifchenzier.

Die Sterne funkeln, die Glocken läuten,
s’ist Weihnachten heute.

(© Monika Minder)

S P R U C H
So schön, wenn hübsch verzierte Geschenke auch ein bisschen Inhalt haben.

(© M.B. Hermann)

Das dünne Weihnachtsbäumchen

Ein Weihnachtsbäumchen von gar dünner Art,
Funkelt und leuchtet fröhlich in die Nacht hinein.
Es ist so fein und zart,
Doch seine Freude trägt den hellsten Schein.
(© Monika Minder)

Der Tannenbaum

Es stand eine Tanne, der Kinderwelt Glück,
voll Goldglanz und Kerzengestrahle;
ihr Bild warfen gleißende Spiegel zurück
im mächtigen, prächtigen Saale.
Doch stumm stand voll Harm sie und welkte dahin –
der Wald lag, der traute, ihr einzig im Sinn.
Es sprachen die vornehmen Damen und Herrn,
es spielten die Kinder und lachten –
doch sah sich die Tanne im Waldesgrund fern,
wo frührots die Vöglein erwachten.
Nie wiederum wird sie sie hören und schaun,
wenn zwitschernd am Neste geschäftig sie baun!
Da, plötzlich, bemerkte am Fenster der Baum
ein Vöglein in schweigender Trauer,
das längst ihm bekannt, und sprach, halb schon im Traum:
„Wie kommst du hierher in das Bauer,
hierher in die Knechtschaft, voll Sehnsucht wie ich?
Du armes, gefangenes Vögelein, sprich!“
Da klagte das Vöglein und senkte das Haupt:
„Ich wurde im Sommer gefangen,
und quäl mich hier nun, der Freiheit beraubt;
nie seh ich die Sonne mehr prangen!
So eng ist es hier mir, so schwül und so schwer!
Die Lieder der Freiheit, ich sing sie nicht mehr!“ –
„Ich aber verließ erst vor kurzem den Wald,
und muß ohne Wurzeln nun sterben.
Ich welke, ich dorre, und balde schon, bald
muß hier ich im Kerker verderben.
Gewalt hat entrissen dem Mutterland mich,
Gewalt mich hierher geschleppt. Traurig bin ich!
Du einzig, mein Vögelein, tröstest mich jetzt
in meinem verzehrenden Kummer.
O, sing mir das Lied, das so oft mich ergötzt,
wenn stumm noch der Wald lag im Schlummer.
Im Frührot des Lenzes ertönte der Klang –
der Tod wird mir leicht sein bei deinem Gesang!“ …
Es herrschte im mächtigen, prächtigen Raum
die Nacht voller Dunkel und Schweigen.
Vom Hintergrund hob sich als Schemen der Baum,
und Düfte entströmten den Zweigen.
Und horch – durch die Stille ertönte ein Lied
vom blühenden Lenz in des Waldes Gebiet.
Stumm lauschte die Tanne. Sie fühlte den Duft
des Waldes im lenzigen Weben,
sie lauschte den Vöglein in sonniger Luft –
und welkte und schied aus dem Leben.
Tot fand man am Morgen den Baum an der Wand …
Er wurde zerhackt und im Ofen verbrannt.

(Katharina Andrejewna Beketowa, 1855-1892, russische Dichterin)

Liebe Weihnachtsgrüsse

Dunkle Tage lass heut hinter dir,
Liebe Weihnachtsgrüsse send ich dir.
Fortuna steigt gleich mit ins Boot,
Schau, ein Stern leuchtet dort!
(© Monika Minder)

S P R U C H
Das kluge Kind: „Kannst du einen Stern anrühren?“ fragt man es.
„Ja“, sagt es, neigt sich und berührt die Erde.

(Hugo von Hofmannsthal, 1874-1929)

Ich wünsche mir

Ich wünsche mir einen Weihnachtsbaum
klein und fein mit Schokoladenkugeln dran
und echten Kerzen, meinetwegen
auch so Glitzerzeugs das an den
Tannennadeln hängen bleibt
und manchmal über den Kerzen
sich in den Flammen verbrennt.
Unter dem Weihnachtsbaum wünsche ich mir
Geschenke eins zwei drei vier,
nur klein und fein mit farbigem Papier,
blau grün rot und –
nur ein bisschen,
verziert.
(© Monika Minder)

S P R U C H kurz
Zu Weihnachten getanzt im Schnee, zu Ostern Frost im Zeh.

(Wilhelm Busch, 1832-1908)

Weihnachtslichter

Hell und wärmend all die Weihnachtslichter
Und die fröhlich staunenden Kindergesichter.
Bald ist es wieder soweit,
Zauberhafte Weihnachtszeit.
(© Monika Minder)

S P R U C H
Ich werde Weihnachten in meinem Herzen ehren und versuchen, es das ganze Jahr hindurch aufzuheben

(Charles Dickens, 1812-1870)

Es war einmal ein Kerzlein

Es war einmal ein Kerzlein
Das leuchtete sehr zart und fein.
Es sass zuoberst auf einem grünen Tännlein
Und fühlte sich ganz einsam und allein.
Da steckte jemand weitere Kerzen ein
Und brachte sie zum Leuchten.
Dem Kerzlein wurde warm vor so viel Schein,
Es dankte nun mit hellstem Leuchten.
(© Monika Minder)

Fleissig reist das Christkind

Fleissig reist das Christkind umher,
verteilt schöne Geschenke.
Die Kinder wollen immer mehr.
Erwachsene sollten mehr denken.
(© Monika Minder)

Eine Kerze anzünden

Ich nehm ein Steichholz mir
und zünd‘ die Kerze auf dem Tisch.
Ein kleines Licht scheint dann zu dir
und sagt: ich denk an dich.
Komm, nimm ein Streichholz dir
und zünd die nächste an.
Ein kleines Licht kommt dann zu mir
und sagt: du denkst an mich.
Wir nehmen uns ein Streichholz nun
und zünden alle Kerzen an.
Viele Lichter funkeln nun
und sagen: wir denken daran.
(© Monika Minder)

Kinderstaunen

Wenn herüber an mein Fenster
Die alten Lieder tönen
Und vor jedem Haus festlich
Kinder staunend stehen,
Dann klingt aus der dunklen Einsamkeit –
Die gnadenreiche Weihnachtszeit.
(© Monika Minder)

Weihnachtsbaum

Wenn es kalt wird am Morgen,
der Wind durch die Gassen fegt,
die Kinder Verse aufsagen,
dann haben sich die Sorgen gelegt.
Die Flocken tänzeln ganz leise,
die Kinder träumen vom Weihnachtsbaum.
Die Nacht scheint klar und weise,
Dann war es doch kein Traum.

(© Monika Minder)

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Strassen dick beschneit

Strassen dick beschneit
Ein Schlitten zieht mit viel Geläut
Durch des Winters Flockenpracht.
Leise summen Weihnachtslieder durch die stille Nacht.
(© Monika Minder)

© Bild Monika Minder, darf nicht im Internet und nicht kommerziell verwendet werden. Darf für eine private Karte oder Basteln kostenlos ausgedruckt werden.

Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen

Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!
Es kam aus dem Walde, das Mützchen voll Schnee,
mit rotgefrorenem Näschen.
Die kleinen Hände taten ihm weh,
denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
schleppte und polterte hinter ihm her.
Was drin war, möchtet ihr wissen?
Ihr Naseweise, ihr Schelmenpack –
denkt ihr, er wäre offen der Sack?
Zugebunden bis oben hin!
Doch war gewiss etwas Schönes drin!
Es roch so nach Äpfeln und Nüssen.
(Anna Ritter, 1865-1921, deutsche Dichterin und Schriftstellerin)

Lustige Weihnachtsgedichte

Tine und Stine

Tine und Stine gingen spazieren
Dazu assen sie Apfelsinen.
Sie wollten ein bisschen gammeln
und schöne Zweige sammeln.
Mutter hatte versprochen mit ihnen zu basteln
und schöne Sachen für Weihnachten zu backen.
Darüber freuten sich Tine und Stine,
denn sie liebten die Mutter – und Apfelsinen.
Und sie liebten Weihnachten und Lieder,
jedes Jahr immer wieder.
(© Monika Minder)

Zwei Schlingel im Schnee

Zwei kleine Schlingel stapfen durch den Schnee,
der jüngere sagt: sieh da, das grosse Meer.
Das ist kein Meer, du Bachelohr,
der See ist zugefroren und glitzert so.
Dann lass uns spielen auf dem See,
der kleinere hüpft wie wild und fleht.
Das geht nicht, das macht keinen Sinn,
das Eis ist viel zu dünn.
Wie langweilig, wir können doch schwimmen.
Bei der Kälte, du wärst der erste, der wimmert.
Die Sonne scheint, das Eis schmilzt,
aber, wenn du unbedingt absaufen willst.
Der kleine zögert und kehrt doch um;
Er läuft jetzt Hand in Hand mit dem grösseren
um den See herum.

(© Monika Minder)

> neue lustige Weihnachtsgedichte

Die Nacht vor dem Heiligen Abend

Die Nacht vor dem Heiligen Abend,
da liegen die Kinder im Traum.
Sie träumen von schönen Sachen
und von dem Weihnachtsbaum.
Und während sie schlafen und träumen,
wird es am Himmel klar,
und durch den Himmel fliegen
drei Engel wunderbar.
Sie tragen ein holdes Kindlein,
das ist der Heilige Geist.
Es ist so fromm und freundlich,
wie keins auf Erden ist.
Und wie es durch den Himmel
still über die Häuser fliegt;
schaut es in jedes Bettchen,
wo nur ein Kindlein liegt.
Es freut sich über alle,
die fromm und freundlich sind,
denn solche liebt von Herzen
das liebe Himmelskind.
Heut schlafen noch die Kinder
und sehen es nur im Traum.
Doch morgen tanzen und springen
sie um den Weihnachtsbaum.
(Robert Reinick, 1805-1852, deutscher Maler und Dichter)

Grossmutter

Grossmutter hat viel gesehn
Im Laufe der wechselnden Jahre.

All, was sie redet, klingt eigen und schön
Und trifft wohl immer das Wahre

Sie weiss noch immer so innig warm
Für ihre Liebe zu sorgen.
Drum spürt auch der Enkel spielender Schwarm
Bei ihr sich wohl und geborgen.

Und blickt sie nach Weise der alten Fraun
Versonnen hinaus in die Weite,
Dann scheint es, als könne den Himmel sie schaun,
Als stünd‘ ihr ein Engel zur Seite.

(Heinrich Hoffmann, 1809-1894, deutscher Lyriker, Kinderbuchautor)

S P R U C H
Wisse, dass du eine zweite kleine Welt bist und dass die Sonne und der Mond in dir selbst sind, und ebenso die Sterne.

(Origines, 185-254)

Vor dem Weihnachtsbaum

Da guck einmal, was gestern Nacht
Christchindlein alles mir gebracht:
ein Räppchen,
ein Wägelein;
ein Käppchen
und ein Krägelein;
ein Tütchen
und ein Rütchen;
Ein Büchlein
voller Sprüchlein;
das Tütchen, wenn ich fleissig lern‘,
ein Rütchen tät‘ ich es nicht gern,
und nun erst gar den Weihnachtsbaum,
ein schönrer steht im Walde kaum.
Ja, schau‘ nur her und schau‘ nur hin
und schau, wie ich so glücklich bin!
(Friedrich Güll, 1812-1879, deutscher Dichter)

Jedesmal

wenn zwei Menschen einander verzeihen,
ist Weihnachten.
Jedesmal,
wenn Ihr Verständnis zeigt für Euere Kinder,
ist Weihnachten.
Jedesmal,
wenn Ihr einem Menschen helft,
ist Weihnachten.
Jedesmal,
wenn ein Kind geboren wird,
ist Weihnachten.
Jedesmal,
wenn Du versuchst, Deinem Leben
einen neuen Sinn zu geben,
ist Weihnachten.
Jedesmal,
wenn Ihr einander anseht
mit den Augen des Herzens,
mit einem Lächeln auf den Lippen,
ist Weihnachten.

(Aus Brasilien, hier gefunden)

Frohe Botschaft

Früh, eh ich`s konnt begreifen,
hört ich schon etwas pfeifen,
hört ich schon etwas brummen,
wie tausend Bienen summen.
Was ist denn los? Ach ja:
Der Weihnachtsmann ist da!
Die Raben und die Spatzen,
sie müssen`s weiterschwatzen;
in alle Häuser dringt es,
von allen Glocken klingt es.
Was läuten sie? O ja:
der Weihnachtsmann ist da!
Mit seinem braven Esel
zieht er von Thorn bis Wesel;
wo Mädels sind und Buben,
tritt er in ihre Stuben
und langt aus Sack und Taschen
zum Spielen was und Naschen.
Wo habt ihr`s her? Na ja:
der Weihnachtsmann war da!
(Paula Dehmel, 1862-1918, deutsche Schriftstellerin)

Weihnachten

Zwar ist das Jahr an Festen reich,
Doch ist kein Fest dem Feste gleich,
Worauf wir Kinder Jahr aus Jahr ein
Stets harren in süsser Lust und Pein.
O schöne, herrliche Weihnachtszeit,
Was bringst du Lust und Fröhlichkeit!
Wenn der heilige Christ in jedem Haus
Teilt seine lieben Gaben aus.
Und ist das Häuschen noch so klein,
So kommt der heilige Christ hinein,
Und Alle sind ihm lieb wie die Seinen,
Die Armen und Reichen, die Großen und Kleinen.
Der heilige Christ an Alle denkt,
Ein Jedes wird von ihm beschenkt.
Drum lasst uns freu’n und dankbar sein!
Er denkt auch unser, mein und dein.
(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, 1798-1874, deutscher Lyriker)

Kinderlied zu Weihnachten

Gott’s Wunder, lieber Bu,
Geh, horch ein wenig zu,
Was ich dir will erzählen,
Was geschah in aller Fruh.
Da geh ich über ein Heid,
Wo man die Schäflein weidt,
Da kam ein kleiner Bu gerennt,
Ich hab ihn all mein Tag nicht kennt.
Gott’s Wunder, lieber Bu,
Geh, horch ein wenig zu!
Den alten Zimmermann,
Den schaun wir alle an,
Der hat dem kleinen Kindelein
Viel Gutes angetan.
Er hat es so erkusst,
Es war ein wahre Lust,
Er schafft das Brod, isst selber nicht,
Ist auch sein rechter Vater nicht.
Gott’s Wunder, lieber Bu,
Geh, lausch ein wenig zu.
Hätt‘ ich nur dran gedenkt,
Dem Kind hätt ich was g’schenkt;
Zwei Äpfel hab ich bei mir g’habt,
Es hat mich freundlich angelacht.
Gott’s Wunder, lieber Bu,
Geh, horch ein wenig zu.
(Achim von Arnim, 1781-1831, deutscher Schriftsteller)

Leise rieselt der Schnee

Leise rieselt der Schnee;
still und starr ruht der See,
weihnachtlich glänzet der Wald,
freue dich, Christkind kommt bald!
In dem Herzen ist’s warm,
still schweigt Kummer und Harm,
Sorge des Lebens verhallt:
Freue dich, Christkind kommt bald!
Bald ist heilige Nacht,
Chor der Engel erwacht,
hört nur, wie lieblich es schallt:
Freue dich, Christkind kommt bald!
(Eduard Ebel, 1839-1905, deutscher Dichter, Pfarrer)

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt

Advent, Advent,
ein Lichtlein brennt.
Erst eins, dann zwei,
dann drei, dann vier,
dann steht das Christkind vor der Tür.

(Autor unbekannt)

> Advent, Advent ein Lichtlein brennt

Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen

Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen,
Wie glänzt er festlich, lieb und mild,
Als spräch‘ er: wollt in mir erkennen
Getreuer Hoffnung stilles Bild.
Die Kinder stehn mit hellen Blicken,
Das Auge lacht, es lacht das Herz;
O fröhlich‘, seliges Entzücken!
Die Alten schauen himmelwärts.
Zwei Engel sind hereingetreten,
Kein Auge hat sie kommen sehn,
Sie gehn zum Weihnachtstisch und beten,
Und wenden wieder sich und gehn:
„Gesegnet seid ihr alten Leute,
Gesegnet sei du kleine Schaar!
Wir bringen Gottes Segen heute
Dem braunen, wie dem weißen Haar.
Zu guten Menschen, die sich lieben,
Schickt uns der Herr als Boten aus,
Und seid Ihr treu und fromm geblieben,
Wir treten wieder in dies Haus!“ –
Kein Ohr hat ihren Spruch vernommen,
Unsichtbar jedes Menschen Blick,
Sind sie gegangen, wie gekommen,
Doch Gottes Segen blieb zurück.

(Hermann Kletke, 1813-1886, deutscher Lyriker, Schriftsteller, Publizist)

Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt
und manche Tanne ahnt, wie balde
sie fromm und lichterheilig wird,
und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin – bereit,
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit.

(Rainer Maria Rilke, 1875-1926, österreichischer Erzähler und Lyriker)

> Dieses Gedicht mit Interpretation

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Tipp zum Auswendig lernen
Am Anfang das Gedicht mehrmals lesen. Immer wieder.
Dann eine Strophe lernen. Am besten immer zwei Zeilen
auswendig lernen, die sich reimen.
Und jetzt immer eine oder zwei Zeilen mehr dazu nehmen
bis das ganze Gedicht sitzt.

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Kleine

Weihnachtsgedichte für Kinder

Der alte Weihnachtsmann
Ich bin der alte Weihnachtsmann,
ich hab einen bunten Wunderpelz an
mein Haar ist weiß von Reif und Eis.

Ich komm weit hinter Hamburg her,
mit langen Stiefeln durchs kalte Meer,
meinen Mummelsack huckepack.

Da sind viel gute Sachen drin,
Nüss und Äpfel und große Rosinn
ich bin ein lieber Mann, seht an.

Ich kann aber auch böse sein,
dann fahr ich mit der Rute drein
und schüttel den Bart: na wart!

Nein, seid nicht bang seid lieb und gut,
seid wie das Blümlein Wohlgemut!
Das nimmt beglückt
alles, was der Himmel schickt.

Paula Dehmel (1862-1918)

Knecht Ruprecht

Von drauß vom Walde komm‘ ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
Sah ich goldene Lichtlein sitzen;
Und droben aus dem Himmelstor
Sah mit großen Augen das Christkind hervor,
Und wie ich so strolcht‘ durch den finstern Tann,
Da rief’s mich mit heller Stimme an:
„Knecht Ruprecht“, rief es, „alter Gesell,
Hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
Das Himmelstor ist aufgetan,
Alt‘ und Junge sollen nun
Von der Jagd des Lebens ruhn;
Und morgen flieg‘ ich hinab zur Erden,
Denn es soll wieder Weihnachten werden!“
Ich sprach: „O lieber Herre Christ,
Meine Reise fast zu Ende ist;
Ich soll nur noch in diese Stadt,
Wo’s eitel gute Kinder hat.“ –
„Hast denn das Säcklein auch bei dir?“
Ich sprach: „Das Säcklein, das ist hier;
Denn Äpfel, Nuss und Mandelkern
Essen fromme Kinder gern.“ –
„Hast denn die Rute auch bei dir?“
Ich sprach: „Die Rute, die ist hier;
Doch für die Kinder nur, die schlechten,
Die trifft sie auf den Teil, den rechten.“
Christkindlein sprach: „So ist es recht;
So geh mit Gott, mein treuer Knecht!“
Von drauß vom Walde komm‘ ich her;
Ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie ich’s hierinnen find‘!
Sind’s gute Kind, sind’s böse Kind?

Theodor Storm (1817-1888)

Knecht Ruprecht in Nöten
Knecht Ruprecht kratzt sich seinen Bart
Und rückt zurecht die Brille:
Ihr Engelskinder, lärmt nicht so,
seid mal ein bisschen stille!
Kommt, rückt hübsch artig zu mir ran,
seht euch mal das Bestellbuch an!
Was steht hier auf dem ersten Blatt?
was auf dem zweiten, dritten?
was steht am Ende von dem Buch?
was steht hier in der Mitten? – :
Ach Weihnachtsmann, wir bitten sehr,
schick uns doch mal das Luftschiff her!
Hans möchte nach Amerika,
und Fritz zu Tante Lotte,
Kurt durch die Luft zu Großpapa,
Marie zum lieben Gotte;
Georg will bloß nach Neuruppin
Mit Zeppelin, mit Zeppelin.
Ach Zeppelin, du Zaubermann,
`s ist aus der Haut zu fahren,
das ganz liebe kleine Pack
will bloß noch Luftschiff fahren;
dein Fahrzeug ist ja viel zu klein,
da gehn nicht alle Kinder `rein.
Ihr Engelskinder, helft mir doch
in meinen Weihnachtsnöten,
baut mir ein Luftschiff riesengroß
mit hunderttausend Böten,
lasst lustig die Propeller gehn,
da sollt ihr mal die Freude sehn!
Hurra, schreit da die Engelschar,
wir helfen alle, alle.
Nach dreien Tagen, blitzeblank,
stehts Luftschiff in der Halle.
Dank schön, sagt Ruprecht, fährt hinab,
holt alle Jungs und Mädels ab
zur Flugfahrt durch die Welten.
Ob sie sich nicht erkälten?

Paula Dehmel (1862-1918)

…was im Ofen bratet! Die kalte Jahreszeit rückt immer näher und mit ihr die vielen Leckereien, die man sich insbesonder im Winter gerne gönnt. Besonders beliebt sind bei uns Bratäpfel. Man braucht weder viele Zutaten, noch ist die Zubereitung besonders aufwendig. Schon nach kurzer Zeit wird die Wohnung von einem leckeren süßen Duft durchzogen und aus dem Ofen dringt ein Bruzeln und Zischen

Bratäpfel selber machen

Ein Bratapfel Rezept ist eigentlich kaum nötig, denn die Bratapfel Füllung kann man ganz nach Belieben erstellen. Pro Person benötigt man einen großen Apfel. Mit einem Messer entfernt man großzügig das Kerngehäuse. Und dann wird der Apfel gefüllt. Bei uns besonders beliebt ist eine Marzipan-Nuss-Rosinen-Mischung, mit einem kleinen Schluck Rum. Für Kinder lässt man den Rum natürlich weg. Bei 180° C in den vorgeheizten Ofen schieben und ca. 45 Minuten warten bis die Äpfel goldbraun sind. Vorsichtig auf einem Teller platzieren und mit Vanillesoße übergießen. Und dann genießen 😉

Der Bratapfel

Kinder, kommt und ratet,
was im Ofen bratet!
Hört, wie’s knallt und zischt.
Bald wird er aufgetischt,
der Zipfel, der Zapfel, der Kipfel,
der Kapfel, der gelbrote Apfel.

Kinder, lauft schneller,
holt einen Teller,
holt eine Gabel!
Sperrt auf den Schnabel
für den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den goldbraunen Apfel!

Sie pusten und prusten,
sie gucken und schlucken,
sie schnalzen und schmecken,
sie lecken und schlecken
den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den knusprigen Apfel.

(Volksgut)

Dieses schöne Bratapfel Gedicht kennen sicher die meisten von euch. Ich habe es als Weihnachtsgedicht in der Schule gelernt und mag es auch heute noch sehr gern, so dass zumindest die erste Strophe in meinem Gedächtnis hängengeblieben ist. Ich hoffe ich habe euch ein wenig Appetit auf einen leckeren Bratapfel gemacht und wünsche euch gutes gelingen!

In der Adventszeit sind Weihnachtsgedichte für Kinder eine schöne Möglichkeit, um das Warten auf die Bescherung zu verkürzen. Außerdem können die Sprösslinge die Verse auswendig lernen und ihren Eltern am Heiligabend vortragen. Dies schult nicht nur die Merkfähigkeit, sondern stärkt auch das Selbstbewusstsein der Kleinen. Die Weihnachtsgedichte für Kinder sollten daher kurz sein und einfach zu verstehen. In ihnen werden die unterschiedlichsten Themen angesprochen, die nicht immer religiös sein müssen. So gibt es mit „Der Weihnachtsmaus“ von James Krüss beispielsweise ein Gedicht, welches auf humorvolle Weise auf die Festtage eingeht.

Sehr beliebt sind bei Kindern ferner „A, a, a, der Winter der ist da“ von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, „Knecht Ruprecht“ von Martin Boelitz und „Vom Christkind“ von Anna Ritter. Eltern können sie dem Nachwuchs vorlesen und im Anschluss über das Weihnachtsfest, seinen Ursprung und seine Bräuche diskutieren. Einige der Weihnachtsgedichte für Kinder sind zudem mit Musik unterlegt worden, sodass sie sogar gesungen werden können.

Klicke Dich durch unsere Weihnachtsgedichte für Kinder. Los geht’s!

Lieber, guter Weihnachtsmann
Lieber, guter Weihnachtsmann,
zieh die langen Stiefel an,
kämme deinen weißen Bart,
mach‘ dich auf die Weihnachtsfahrt.
Komm‘ doch auch in unser Haus,
packe die Geschenke aus.
Ach, erst das Sprüchlein wolltest du?
Ja, ich kann es, hör mal zu:
Lieber, guter Weihnachtsmann,
guck mich nicht so böse an.
Stecke deine Rute ein,
will auch immer artig sein!

Autor: unbekannt

Nikolausabend
Niklaus, Niklaus, lieber Mann,
Klopf an unsre Türe an!
Wir sind brav, drum bitte schön,
lass den Stecken draußen stehn!
Niklaus, Niklaus, huckepack,
Schenk uns was aus deinem Sack!
Schüttle deine Sachen aus,
Gute Kinder sind im Haus!

Autor: unbekannt

Weihnachtsschnee
Ihr Kinder, sperrt die Näschen auf,
Es riecht nach Weihnachtstorten;
Knecht Ruprecht steht am Himmelsherd
Und bäckt die feinsten Sorten.
Ihr Kinder, sperrt die Augen auf,
Sonst nehmt den Operngucker:
Die große Himmelsbüchse, seht,
Tut Ruprecht ganz voll Zucker.
Er streut – die Kuchen sind schon voll –
Er streut – na, das wird munter:
Er schüttelt die Büchse und streut und streut
Den ganzen Zucker runter.
Ihr Kinder sperrt die Mäulchen auf,
Schnell! Zucker schneit es heute;
Fangt auf, holt Schüsseln – ihr glaubt es nicht?
Ihr seid ungläubige Leute!

Autor: Paula Dehmel

Der Weihnachtsschnee
Ihr Kinder, sperrt die Näschen auf,
Es riecht nach Weihnachtstorten.
Knecht Ruprecht steht am Himmelsherd
Und bäckt die feinsten Sorten.
Ihr Kinder, sperrt die Äuglein auf,
Sonst nehmt den Operngucker:
Die große Himmelsbüchse, seht,
Tut Ruprecht ganz voll Zucker.
Er streut – die Kuchen sind schon voll
Er streut – na, das wird munter!
Er schüttelt die Büchse und streut und streut
Den ganzen Zucker runter.
Ihr Kinder, sperrt die Mäulchen auf,
Schnell! Zucker schneit es heute!
Fangt auf, holt Schüsseln! – Ihr glaubt es nicht?
Ihr seid ungläubige Leute!

Autor: Richard Dehmel

Im Winter, wenn es stürmt und schneit
Im Winter, wenn es stürmt und schneit
Und’s Weihnachtsfest ist nicht mehr weit.
Da kommt weit her aus dunklem Tann‘
Der liebe, gute Weihnachtsmann.

Autor: unbekannt

Knecht Ruprecht
Draußen weht es bitterkalt,
wer kommt da durch den Winterwald?
Stipp – stapp, stipp – stapp und huckepack,
Knecht Ruprecht ist’s mit seinem Sack.
Was ist denn in dem Sacke drin?
Äpfel, Mandeln und Rosin‘
und schöne Zuckerrosen,
auch Pfeffernüss‘ fürs gute Kind
die andern, die nicht artig sind,
die klopft er auf die Hosen.

Autor: Martin Boelitz

Lieber, guter Weihnachtsmann
Lieber, guter Weihnachtsmann
Schau mich nicht so böse an.
Stecke deine Rute ein,
Ich will auch immer artig sein.

Autor: unbekannt

Schenk mir einen Schokoladenmann
Lieber, guter Weihnachtsmann
Schenk mir einen Schokoladenmann.
Nicht so groß und nicht so klein,
Aber niedlich soll er sein.

Autor: unbekannt

Bald ist Weihnacht
Bald ist Weihnacht, wie freu‘ ich mich drauf,
Da putzt uns die Mutter ein Bäumlein schön auf.
Es glänzen die Äpfel, es funkeln die Stern‘,
Wie haben wir doch alle das Weihnachtsfest gern.

Autor: unbekannt

Wenn die Honigkerze brennt
Wenn die Honigkerze brennt
Und ich rieche den Advent,
Öffne ich das erste Tor,
Hol‘ den Stern aus Stroh hervor.
Steche Butterplätzchen aus,
Freu mich auf den Nikolaus,
Such mein graues Kuscheltier,
Pack es ein in Glanzpapier.
Finde Warten schrecklich schwer,
Staun ins Weihnachtslichtermeer.

Autor: unbekannt

Christkindchen, komm
Christkindchen, ich will artig sein,
bescher mir was in mein Schüsselein,
Äpfel, Nüsse, eins, zwei, drei,
und ein Püppchen auch dabei.
Christkindchen, komm in unser Haus
Leer deine große Tasche aus,
Stell dein´ Schimmel untern Tisch,
Dass er Heu und Hafer frisst.
Heu und Hafer frisst er nicht,
Zuckerbrezel kriegt er nicht.

Autor: unbekannt

Lieber heil’ger Nikolaus
Lieber heil’ger Nikolaus,
komm doch auch in unser Haus!
Bring uns, was wir hätten gern;
Äpfel, Nüss‘ und Mandelkern.
Leg in Schuh und Teller ein
Lauter Dinge, die uns freun.
Lieber heil’ger Nikolaus,
komm doch heut in unser Haus.
Lehr uns an die Armen denken,
laß uns teilen und verschenken.
Zeig uns, wie man fröhlich gibt,
wie man hilft und wie man liebt.
Lieber heil’ger Nikolaus,
komm doch heut in jedes Haus.
Alle Kinder, groß und klein,
stimmen dann voll Freude ein:
Gott sei Dank für alle Gaben,
die wir heut empfangen haben.

Autor: unbekannt

Wenn’s schneit
Wenn’s schneit, wenn’s schneit,
ist Weihnacht nicht mehr weit.
Dann geht der alte Nikolaus
mit seinem Sack von Haus zu Haus.
Wenn’s schneit, wenn’s schneit,
ist Weihnacht nicht mehr weit.
Dann kann man durch die Straßen gehn
und all die schönen Sachen sehn.
Wenn’s schneit, wenn’s schneit,
ist Weihnacht nicht mehr weit.
Dann riecht es, ach, so wundersam,
nach Äpfeln und nach Marzipan.

Autor: unbekannt

Wann ist Weihnachtszeit?
Wann ist wohl Weihnachtszeit?
Wenn es draußen tüchtig schneit,
wenn wir Nüsse knacken,
wenn wir Plätzchen backen,
wenn wir mit der Mutter singen,
wenn alle Glocken klingen,
wenn alle Welt sich freut,
ja dann ist Weihnachtszeit!

Autor: unbekannt

Holler boller Rumpelsack
Holler boller Rumpelsack,
Niklaus trug sie huckepack,
Weihnachtsnüsse gelb und braun,
runzlig punzlig anzuschaun.
Knackt die Schale springt der Kern,
Weihnachtsnüsse eß ich gern.
Komm bald wieder in dies Haus,
guter alter Nikolaus.

Autor: Albert Sergel

Lieber Weihnachtsmann
Lieber guter Weihnachtsmann, schau mich nicht so böse an.
Gib mir lieber ein Geschenk, dass ich gern an dich denk‘.
Äpfel oder Nüsse hätte ich gern oder einen Zimtstern.

Autor: Coppenrath

Lieber Weihnachtsmann
Ich sag dir lieber Weihnachtsmann,
was ich schon alles machen kann.
Denn dafür rücke ganz schnell raus,
meine tollen Geschenke, mit Saus und Braus!

Autor: Unbekannt

Der Weihnachtsmann streikt
Still ruht der Schlitten auf seinen Kufen,
Rentier Rudi scharrt ungeduldig mit den Hufen,
es wartet lang schon auf den Weihnachtsmann
und schaut seinen Freund Uhu fragend an:
„Wo steckt er nur, es ist doch soweit,
es naht die herrliche Weihnachtszeit.“
Der Uhu, dieser schlaue Vogel
schaut gleich mal nach im Märchen-Googel.
„Uhuu“, schnarrt er nickend und weiß sofort
wo er den Weihnachtsmann findet am verborgenen Ort.
Der hat sich schlafend ausgestreckt
und will nicht, dass man ihn jetzt weckt.
Im Sturzflug landet der Uhu, dass es kracht
und erreicht so, dass der Alte erwacht.
„Was ist los?“, fragt polternd der Weihnachtsmann
und sieht den Uhu mürrisch an.
„Uhuu, ja weißt du es nicht und willst du nicht starten?
Es weihnachtet schon und die Kinder warten.
Sie warten sehnsüchtig auf deinen Besuch.“
„Ach“, spricht der Alte. „Was für ein Fluch!
Es ist nicht mehr so, wie es einst war,
als mich freudig erwartet die Kinderschar.
Kein Spielzeug kann sie recht lange erfreuen
und wo soll’n sie noch hin, die Geschenke, die neuen?“
„Rappel voll sind inzwischen die Kinderzimmer,
mit neuen Geschenken wird das Chaos noch schlimmer.
Das Aufräumen wird so eine große Last
in der heutigen Zeit mit Eile und Hast.
Nein, ich mag nicht mehr den Schlitten beladen
mit all den vielen schönen Gaben.“
So sprach er und legte sich wieder auf sein Fell.
Er schloss die Augen. Die Sterne über ihn leuchten hell.
Eilig flog der Uhu nun das Stück
zu seinem treuen Freund zurück
und überbrachte zu später Stunde
vom Weihnachtsmann die traurige Kunde.
„Ja, wollen wir zulassen, dass in diesem Jahr
die Kinder vergebens hoffen und warten gar
auf den Weihnachtsmann, den ein jeder kennt
und der nun streikt und das Fest verpennt?“
Sie schütteln die Köpfe und starr’n in den Schnee,
da hat der Uhu eine glanzvolle Idee.
„Wie wär’s“, sagt der Uhu und schaut das Rentier an,
„es könnte doch der Weihnachtsmann
die Tour einmal ganz anders machen.
Er soll nicht verteilen Geschenke und Sachen,
sondern holen von den Kindern am Weihnachtstag
je ein Spielzeug, das es am liebsten mag.“
„Mit diesen Spielsachen im Gepäck
soll der Weihnachtsmann erfüllen einen guten Zweck,
indem sie verteilt werden in fernen Kreisen
an arme Kinder, an Kranke und Waisen.“
Rudi nickt, es ward‘ schnell eine beschlossene Sach‘,
und sie machten gemeinsam den Weihnachtsmann wach.
So kam’s, dass in der heiligen Nacht
gesammelt wurde die teure Fracht.
An jeder Tür hielt der Rudi an:
„Habt ihr was für den Weihnachtsmann?
Er sammelt dies Jahr für die Kinder in Not,
egal ob Puppe, ob Handy oder Boot.“
Schnell hatte der Schlitten ein großes Gewicht.
Der Weihnachtsmann machte ein frohes Gesicht
und hatte sogar eine Träne in den Augen!
„Ich dank euch, ihr Kinder, ich kann es kaum glauben,
dass ihr nicht nur an euch selber denkt
sondern auch anderen Freude schenkt.“

Autor: Regina Weber

Weihnachten ist einfach wunderbar
Weinachten ist einfach wunderbar,
und der Weihnachtsmann ist dann der Star.
Fröhlich zieht er von Haus zu Haus,
und zieht aus seinem Sack die Geschenke hinaus.
Das Rentier wartet schon ganz gespannt,
„Wann fliegen wir wieder ins Weihnachtsland?“
„Sei doch nicht so ein miese Peter,
zurück wir fliegen erst später.“
Ganz erschöpft kommt der Weihnachtsmann,
früh am Morgen am letzten Haus noch an,
er muss sich beeilen aber es ist schon zu spät,
denn er sieht wie jemand die Treppe herunter geht.
Der Weihnachtsmann verschwindet im nu,
und das Kind mit keinem Geschenken,
bist vielleicht du!

Autor: Julia

Weihnachten
Wenn der Weihnachtsmann kommt zur Tür herein.
Dann ist die Weihnachtszeit auch bei euch daheim.
Wenn die Kerzen lodern und die Lichter brennen.
Dann braucht der Weihnachtsmann auch nicht mehr wegzurennen.
Dann gleitet er mit seinem Schlitten von Haus zu Haus –
und teilt all die vielen Geschenke aus.

Autor: T.Stein

weihnacht
Lieber guter Weihnachtsmann,
zieh die warmen Stiefel an
und dein großen und.warmen Mantel.
Lieber guter Weihnachtsmann,
setz dich in dein Schlitten rein,
Rudolf und die andern bringen dich zu uns daheim.

Autor: Sam Maurer

Hinweis:

Eventuell kennen Sie Weihnachtsgedichte für Kinder, die in unserem bunten Gedichte-Sammelsurium noch fehlen? Das wäre prima! Wir freuen uns nämlich über jedes neue Gedicht, das unsere Gedichtesammlung bereichert. Worauf warten Sie also? Klicken Sie einfach auf den folgenden Button und lassen Sie alle Besucher daran teilhaben. Vielen Dank! Gedicht eintragen 3.7 von 5 – Wertungen: 125

Ein Plätzchen-Duft zieht durchs Haus, Wunschzettel werden geschrieben, am Fensterbrett steht ein Rauschgoldengel und die Kinder sagen Gedichte zu Weihnachten auf. Erinnern Sie sich noch an den Advent und Weihnachten Ihrer Kindheitstage?

Erinnerungen an Weihnachten gehören zu den kostbarsten Schätzen unseres Lebens. Damit Sie mit Ihrer Familie den Weihnachtszauber ganz entspannt erleben können, haben die Redakteure von Schule und Familie die allerschönsten Weihnachtsgedichte, Sprüche und Zitate zusammengestellt. Besinnliches, Lustiges, Kurzes oder Langes – von allem ist etwas dabei. Unsere Verse können Sie gemeinsam lesen oder mit Ihrem Kind auswendig lernen und am Heiligen Abend unter dem Christbaum vortragen.

Weihnacht

Ich bin der Tischler Josef,
Meine Frau, die heißet Marie.
Wir finden kein’ Arbeit und Herberg’
Im kalten Winter allhie.

Habens der Herr Wirt vom goldnen Stern
Nicht ein Unterkunft für mein Weib?
Einen halbeten Kreuzer zahlert ich gern,
Zu betten den schwangren Leib.

Ich hab kein Bett für Bettelleut;
Doch scherts euch nur in den Stall.
Gevatter Ochs und Base Kuh
Werden empfangen euch wohl.

Wir danken dem Herrn Wirt für seine Gnad
Und für die warme Stub.
Der Himmel lohns euch und unser Kind,
Seis Madel oder Bub.

Marie, Marie, was schreist du so sehr?
Ach Josef, es sein die Wehn.
Bald wirst du den elfenbeinernen Turm,
Das süßeste Wunder sehn.

Der Josef Hebamme und Bader war
Und hob den lieben Sohn
Aus seiner Mutter dunklem Reich
Auf seinen strohernen Thron.

Da lag er im Stroh. Die Mutter so froh
Sagt Vater Unserm den Dank.
Und Ochs und Esel und Pferd und Hund
Standen fromm dabei.

Aber die Katze sprang auf die Streu
Und wärmte zur Nacht das Kind.
Davon die Katzen noch heutigen Tags
Maria die liebsten Tiere sind.

Klabund (1890-1928)

Knecht Ruprecht

Von drauß vom Walde komm‘ ich her;
Ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
Sah ich goldene Lichtlein sitzen;
Und droben aus dem Himmelstor
Sah mit großen Augen das Christkind hervor,

Und wie ich so strolcht‘ durch den finstern Tann,
Da rief’s mich mit heller Stimme an:
„Knecht Ruprecht“, rief es, „alter Gesell,
Hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
Das Himmelstor ist aufgetan,

Alt‘ und Junge sollen nun
Von der Jagd des Lebens ruhn;
Und morgen flieg‘ ich hinab zur Erden,
Denn es soll wieder Weihnachten werden!
„Ich sprach: „O lieber Herre Christ,
Meine Reise fast zu Ende ist;

Ich soll nur noch in diese Stadt,
Wo’s eitel gute Kinder hat.“
„Hast denn das Säcklein auch bei dir?“
Ich sprach: „Das Säcklein, das ist hier;
Denn Äpfel, Nuß und Mandelkern
Essen fromme Kinder gern.“

„Hast denn die Rute auch bei dir?“
Ich sprach: „Die Rute, die ist hier;
Doch für die Kinder nur, die schlechten
Die trifft sie auf den Teil, den rechten.
„Christkindlein sprach: „So ist es recht;
So geh mit Gott, mein treuer Knecht!“

Theodor Storm (1817-1888)

Es treibt der Wind im Winterwalde

Es treibt der Wind im Winterwalde
Die Flockenherde wie ein Hirt,
Und manche Tanne ahnt, wie balde
Sie fromm und lichterheilig wird,

Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
Streckt sie die Zweige hin – bereit,
Und wehrt dem Wind und wächst entgegen
Der einen Nacht der Herrlichkeit.

Rainer Maria Rilke (1875 – 1926)

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Die besten Weihnachtsgedichte für Kinder

Neben Weihnachtslieder-Flöten gehört in vielen Familien das Aufsagen weihnachtlicher Verse zum traditionellen Festtagsritual. Zur Inspiration haben wir die schönsten Weihnachtsgedichte für Kinder zusammengetragen – zum auswendig Vortragen oder Vorlesen.

Die ersten Adventskalendertürchen sind geöffnet, ein paar Bleche Weihnachtsplätzchen habt ihr schon aus eurem Ofen geholt (und natürlich sofort verputzt), der Wunschzettel ist geschrieben und auf dem Weihnachtsmarkt habt ihr schon eure liebsten Stände abgeklappert. Die Adventszeit ist jedes Jahr aufs Neue etwas ganz Besonderes. In dieser Zeit beginnen wir natürlich auch schon mit den Vorbereitungen für Weihnachten. In vielen Familien ist es Tradition, dass Kinder ihren Eltern ein Gedicht vortragen. Nur welches? Wir haben ein paar alte klassische Weihnachtsgedichte für Kinder in unserer Bildergalerie für euch zusammengestellt. Mit einem Klick auf unsere Bildergalerie kommst du auf unsere Weihnachtsverse.

Weihnachtsgedichte für Kinder: Die schönsten Gedichte zum Aufsagen

Bilderstrecke starten (8 Bilder)

Hier findest du die folgenden Weihnachtsgedichte für Kinder:

  • Christbaum
  • Weihnachtsschnee
  • Zu Weihnachten
  • Die heilige Nacht
  • Bratapfel
  • Das Christkind
  • Der kleine Nimmersatt

Weihnachtslieder statt Weihnachtsgedichte?

Wer das Gefühl hat nicht mehr ganz textsicher zu sein, was die großen Weihnachtsklassiker angeht oder bei Strophe 2 bis 17 von ‚Stille Nacht, heilige Nacht‘ noch nie auswendig konnte, für den haben wir hier alles nochmal zusammengefasst.

Kleinkind

Die schönsten Weihnachtslied-Klassiker

Weiterlesen Kleinkind Weiterlesen

Noch mehr tolle Ideen zum für Weihnachten mit vielen leckeren Rezepten, hübschen Bastelanleitungen und schönen Geschenkideen gibt’s auf unserer Weihnachtsseite.

Weihnachtsgedichte

Zu Bethlehem, da ruht ein Kind

Zu Bethlehem, da ruht ein Kind,
Im Kripplein eng und klein,
Das Kindlein ist ein Gotteskind,
Nennt Erd‘ und Himmel sein.
Zu Bethlehem, da liegt im Stall,
Bei Ochs und Eselein,
Der Herr, der schuf das Weltenall,
Als Jesuskindchen klein.
Von seinem gold’nen Thron herab
Bringt’s Gnad und Herrlichkeit,
Bringt jedem eine gute Gab‘,
Die ihm das Herz erfreut.
Der bunte Baum, vom Licht erhellt,
Der freuet uns gar sehr,
Ach, wie so arm die weite Welt,
Wenn’s Jesuskind nicht wär‘!
Das schenkt uns Licht und Lieb‘ und Lust
In froher, heil’ger Nacht.
Das hat, als es nichts mehr gewußt,
Sich selbst uns dargebracht.
O wenn wir einst im Himmel sind,
Den lieben Englein nah,
Dann singen wir dem Jesuskind
Das wahre Gloria.

(Annette von Droste-Hülshoff, 1797-1848, deutsche Schriftstellerin)

Stille

Die Stille: wenn es Nacht wird.
Die Stille: wenn wir eine Kerze anzünden.
Die Stille: wenn wir zuhören.
Stille: wenn wir erwachen wollen.

(© Beat Jan)

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Bild-Text

Es sind die Erinnerungen, die einst die Zukunft mit Wärme und Kraft füllen werden..
(© Beat Jan)

Die Dämmerung festhalten

Die Dämmerung festhalten, gedankenvoll
mit dem wiegenden Gelb der Lichter.
Lauschen wie mit der Muschel am Ohr
den Orgelklängen, dem Gebet.
Wie zu Kinderzeiten den Mund offen,
unruhig in spannender Erwartung.

(© Monika Minder)

S P R U C H
Nur grosse Herzen hinterlassen warme Spuren.

(© Monika Minder)

Ein kleiner Weihnachtsbaum

Ein kleiner Weihnachtsbaum in der Ecke steht,
draussen ist es kalt und schneeverweht.
Glocken läuten in die dunkle Nacht:
Kinder singt und lacht!

(© Hanna Schnyders)

W E I H N A C H T S – G E D A N K E
Der Weg zu allem Grossen geht durch die Stille, sagt Paul Keller. Vielleicht könnte Stille auch dort sein, wo man seine Mitte gefunden hat. Die Adventszeit lädt ein, uns einen Raum der Stille zu schaffen und zu versuchen mit den ganz eigenen inneren Bedürfnissen und Sehnsüchten in Berührung zu kommen. Loslassen und zulassen und dabei spüren, welche Akzente mein Leben wieder spannender machen würden, welche Dinge ich klären muss, damit es wieder fliesst.

(© Monika Minder)

Winter liegt auf allen Wegen

Winter liegt auf allen Wegen,
still in lauter Seligkeit.
Ich möcht die Hand in deine legen
Bis es vergeht, das alte Leid.

Lichter leuchten hell vom Baum,
Noch ist kein Glück zerronnen,
Und wenn’s noch lebt im Traum,
Wärmt auch die Wintersonne.

(© Beat Jan)

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GLÜCK IST GEBORGEN SEIN.
(© Monika Minder)

Gleich einen WEIHNACHTSWUNSCH als Idee dazu:
Das Jahr geht langsam zu Ende, Zeit besinnlich zu werden und Danke zu sagen. Es war ein erfahrungsreiches Jahr, und ich danke dir von ganzem Herzen für die Freundschaft. Ich wünsche dir frohe und ruhige Festtage und für das neue Jahr Glück, Gesundheit und Erfolg. Weihnächtliche Grüsse …

Süsse Zeit geborgner Gefühle

Süsse Zeit geborgner Gefühle
Gedanken an die Kinderzeit
Mitten im Weltgewühle
Leise Herrlichkeit.
Noch steh ich da mit Wehmutsschmerz
Staunend in der Dämmerung Stunden
Getrübt mein Blick vom kalten Herz
Klingt vertrauter Klang an alte Wunden.
Geige tönt und Flöte
Und die Kinder singen
Weihnachtlich in der Abendröte.
Mein Herz beginnt zu springen.

(© Monika Minder)

Ein Lichtlein angemacht

Wo Kugeln gross wie Bälle
an den grünen Zweigen hängen,
wo kunterbunt ein Lichtlein angemacht
und hinterm Tisch ein Lausbub
mit den Kerzen um die Wette lacht,
da wirds wohl Weihnachten sein.

(© Monika Minder)

S P R U C H
Der Stern des Glücks zeigt sich dort, wo wir uns einsetzen für das, was zählt, für gemeinschaftliches Leben.

(© Jo M. Wysser)

Wir schiffern durch die Tage

Wir schiffern so durch die Tage,
wie das Wetter und fragen:
Was sind das für Zeiten?
Was sind Vergangenheiten?

(© M.B. Hermann)

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LIEBE IST TEILEN.
(© Monika Minder)

Der Frost haucht

Der Frost haucht zarte Sternenspitzen
Geheimnisvoll ans Fensterglas.
Kunstwerke zieren bis an seine Ritzen
Aus Eisblumen das Scheibenglas.

Plötzlich scheint ein Zauber durch diese weisse Hülle,
Herzen öffnen sich und horchen seiner Stille.
Träume von Weihnachten sind endlich aufgewacht,
Leise fällt der Schnee in eine einsame Nacht.

(© Monika Minder)

S P R U C H
Besinnliche Tage laden jede Freundschaft zur Einkehr ein.

(© Milena A.L.)

Es bleibt ein kleines Glück

Es bleibt ein kleines Glück
Ein Tropfen nur im grossen Strom
Doch weihnachtlich geschmückt
Wächst in jedem Herzen ein neues Samenkorn.

(© Monika Minder)

Engel, Bengel…

Was fliegt nicht alles durch die Lüfte,
Engel, Bengel und so süsse Düfte.
Sternlein gross und Sternlein klein,
Ein Bäumlein gar mit Lichterschein.
Hoffnung, dass sich alles mildet
Und Liebe nie verschwindet.

(© Hanna Schnyders)

Ein Traum

Eines Nachts, ich träumte so vor mich hin
von grünen Tannen mit hellen Lichtern drin.
Mit roten Ohren sass ich auf Mutters Schoss
und flehte: „lass mich bloss nicht los!“

Ich wollte warten bis es Morgen ist,
doch da ein Engel mit weissem Gesicht.
O Herz, das muss ein Zeichen sein
Schau, wie der Weihnachtsbaum sich neigt!

O Welt, da bist du wieder
Komm sing mit mir die schönen Lieder! –
Da wacht ich auf aus meinem Traum
und suchte vergebens nach dem bunten Weihnachtsbaum.

Müde schon im Morgenschein
schlief ich nach dem Traume wieder ein.
Auf den Lippen noch ein zärtlich Lächeln
Mutter sagte: „bald ist Weihnachten
und dein Traum wird immer echter.“

(© Monika Minder)

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Möge dir der Himmel immer nah sein
und stets eine Chancen dir den Weg weisen.

(© Monika Minder)

Weihnachtswunsch

Ich wünsche dir zur Weihnachtszeit
viel Kerzenlicht und Heiterkeit.
Und dass der Schein der Zeit
erwache aus der Dunkelheit.
Lichterglanz und süsser Duft
liegen leicht in dieser Luft.
Leg dein eignes Reich in diese Welt
Sie braucht es – gerade in dieser Zeit.

(© Monika Minder)

> weitere Weihnachtswünsche

Zigeuners Weihnachten

Durch das Dunkel des Waldes überm Tannenreis,
da flackert’s wie Lichter, so brennend und heiss.
Da traben die Wölfe und bellen und schrei’n
mit eine einsame Christnacht ein –
denn heut soll der Heiland geboren sein.
Müd’ lös’ ich die Riemen am rissigen Schuh
und lausch den verlorenen Glocken zu.
Durch so viel Land ich auch schon schritt,
stets zog mir das liebliche Märchen mit,
daß Gott am Kreuze für mich auch litt.
Und plötzlich werden die Augen mir nass,
ich wein’ und bete und weiss nicht was.
„O du Gottessohn, du Marienkind,
erbarm’ dich der Seelen in Wald und Wind,
die so wie ich in der Irre sind!“

(Georg Busse-Plama, 1876-1915, deutscher Literat)

Es wurde viel gehofft

Es wurde viel gehofft
und viel verloren.
Träumen enden oft
und bald sind sie erfroren.
Wärme braucht es doch
Nicht Glanz und Ruhm.
Liebe ist kein Loch
Vielmehr ein Tun.
(© Monika Minder)

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Bild-Text

Ein kleines Wort –
Danke – findet zu dir,
weil grosse Worte für alles,
was ich sagen möchte,
zu klein sind dafür.

(© Monika Minder)

Das Licht, das goldne Licht

Das Licht, das goldne Licht
Vertreibt die Seelenschatten
Im Herzen wird es langsam licht
Vorbei das Irren auf den Totenmatten.
Lass deine Seele aus der Brust
Liebe ist geboren
Küss die Herzenslust!
Das goldne Licht trägt heute eine Krone.

(© Monika Minder)

Können Herzen zur Krippe werden

Schnell eilen die Tage dahin,
Die Natur vergräbt sich in die Nacht.
Was alles neu beginnt,
Hast du dir ausgedacht.
Der Schmerz, die Lust,
Das Leben in der Brust.
Ach, könnten Herzen doch zur Krippe werden
Wieviel Liebe gäbe es mehr auf unsrer Erde!

(© Monika Minder)

Süsser Friede

Tannen strecken ihre Zweige aus,
Erleuchten jeden Pfad.
Bald bist auch du zu Haus,
Verlässt den langen Tag.
Was will der Schmerz in dieser Nacht,
Was rüttelt er dich nieder?
Wo Herrlichkeit im Herzen lacht,
Lebt süsser Friede!

(© Monika Minder)

Weihnachtlich

Herz, mein Herz, was soll ich sagen
Es duftet weihnachtlich in dieses Tagen.
Zauberfäden funkeln überm Tannenwald
Von Glockenläuten leis durchhallt.
Jeder will den schönsten Baum
Für seinen eigenen Märchentraum.

(© Monika Minder)

Dezemberabend

Dezemberabend, erste Flocken feuchten;
Aus der Ferne zarter Duft.
Hoffnungsvoll durchleuchtet
Ein Stern die flockentrübe Luft.
Glockenklänge beben
Summend durch mein Ohr.
Aus der Masse heben
reinste Klänge sich empor.
Goldne Lichter zittern
Über meine Seele hin.
Seit ich deinem Leuchten
Einst begegnet bin.

(© Monika Minder)

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Bild-Text

Sammle Licht aus jeder Finsternis.
Es heilt den Riss, der in der Liebe ist.

(© Monika Minder)

Dezemberzeit – Weihnachtszeit

Du schöne glitzernde Dezemberzeit
Bringst Weihnachten uns vorbei
Alle Jahre wieder
Wandeln wir in deiner Spur
Singen alte neue Lieder
Denken an die göttliche Natur.

(© Monika Minder)

Weitere moderne Weihnachtsgedichte
Christbaum
Weihnachtszauber

Kurze Weihnachtsgedichte

Weihnachtsmorgen

Über der Wiese leicht schwingend
eine Schneeflocke. Wer weiss wohin,
frei die Gedanken, tänzeln schneeverpackt
und schwinden wieder wie die Flocke.

(© Beat Jan)

Verzaubert liegt die Welt in weiss

Verzaubert liegt die Welt in weiss,
Noch immer fallen Flocken leis.
Verzaubert scheint die Sternenzeit
Und immer wieder werden Herzen weit.

(© Monika Minder)
> neue Weihnachtsgedichte von Monika Minder

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Es bleibt ein kleines Glück,
ein Tropfen nur im grossen Strom.
Doch weihnachtlich geschmückt,
wächst in jedem Herzen ein neues Samenkorn.

(© Monika Minder)

Keine Lampe und doch so viel Licht

Keine Lampe und doch so viel Licht
so nackt und doch so voller Pracht.
Auf Heu und Stroh ganz ärmlich,
und doch vergoldet sich die Welt alljährlich.

(© Monika Minder)

Heilige Nacht

Still ist es in der Heiligen Nacht,
alles hält den Atem an.
Wie wenn jemand über alles wacht,
geht bald ein Lichtlein an.

(© Monika Minder)

Der Zauber dieser Zeit

Der Zauber dieser Zeit, wie kann es sein,
Dass man so lieb sie haben kann,
Was macht sie aus? Erzähle!
Es liegt darin ein weicher Klang,
Viel Kindheit mit Gesang
Und jede Menge Seele.

(© Monika Minder)

Geschrieben nach einer Idee des Gedichtes „Ein kleines Lied“ von Marie von Ebner-Eschenbach.

Dankend

Vielleicht, dass sich das Dunkle jetzt verliert
Und ein Zauber sich ins Herz verirrt,
Dass Zeiten sich verändern –
Dankend, aus unseren Händen.

(© Monika Minder)

Es trägt der Sehnsucht Hoffnung

Es trägt der Sehnsucht Hoffnung
dich in die stille Zeit.
Sie wächst aus dem Geheimnis
und macht die Seele weit.

(© Monika Minder)

Wenn Weihnachten bald schon ist

Wenn Weihnachten bald schon ist,
schreib ich dir ein kleines Gedicht.
Denn dann entzünden sich die ersten Kerzen,
und es glüht weihnachtlich in vielen Herzen.

(© Monika Minder)

> mehr Weihnachtssprüche

Textbeispiele für Weihnachts-Karten

1. Textbeispiel mit kurzem Weihnachtsspruch

Freude ist keine Gabe des Geistes,
sie ist eine Gabe des Herzens.
(Ludwig Börne)

Liebe/r …

Endlich! Weihnachten steht vor der Tür. Das Herz müssen Sie nicht extra öffnen, weil es schon offen ist, und das macht Sie uns zu einer liebevollen Mitarbeiterin.
Ich danke Ihnen von Herzen für Ihre Treue und wünsche Ihnen und Ihren Lieben eine ruhige und erholsame Weihnachtszeit.
Weihnachtliche Grüsse …

(© Textbeispiel von Monika Minder)

2. Textbeispiel mit kurzem Weihnachtsgedicht

Es leuchtet jedes Haus
Die Fenster bunt geschmückt.
Alles zeichnet sich so festlich aus
Viele Kinderherzen sind beglückt.
(Monika Minder)

Liebe/r …

Wie schön, dass es Weihnachten gibt und damit viele schöne Erinnerungen an die Kinderzeit. Auch ein Licht, das wir im Herzen tragen.
Ich möchte diese besondere Zeit nutzen, um dir ein schönes Fest im Kreise deiner Familie zu wünschen und hoffe, dir mit dieser Flasche Wein einen langen Winterabend erhellen zu können.
Herzliche Grüsse …

(© Textbeispiel und Gedicht von Monika Minder)

> mehr Textbeispiele für geschäftliche und private Weihnachtsgrüsse

Bekannte klassische gemeinfreie Weihnachts-Gedichte

Zwei Lichtlein

Es zieht von deinem Fenster
Ein Lichtlein in die Nacht,
Das hat in meinem Herzen
Ein zweites Licht entfacht.
Ich muss es immer denken
Und denk es doch nicht aus:
Fänd doch dies eigne Lichtlein
Zum Licht in deinem Haus!
Das gäbe dann ein Leuchten
Und Strahlen Nacht und Tag,
Zwei Lichtlein brennen heller,
Als eines brennen mag.

(Ernst Goll, 1887-1912, österreichischer Schriftsteller)

Quelle: Ernst Goll, Im bitteren Menschenland, Nachgelassene Gedichte, Leykam Verlag Graz, 1912.

Bethlehem und Golgatha

Er ist in Bethlehem geboren,
der uns das Leben hat gebracht,
und Golgatha hat er erkoren,
durchs Kreuz zu brechen Todes Macht.
Ich fuhr vom abendlichen Strande
hinaus, hin durch die Morgenlande;
und Grösseres ich nirgends sah,
als Bethlehem und Golgatha.
Wie sind die sieben Wunderwerke
der alten Welt dahingerafft,
wie ist der Trotz der ird’schen Stärke
erlegen vor der Himmelskraft!
Ich sah sie, wo ich mochte wallen,
in ihre Trümmer hingefallen,
und steh’n in stiller Gloria
nur Bethlehem und Golgatha.
O Herz, was hilft es, dass du kniest
an seiner Wieg‘ im fremden Land!
Was hilft es, dass du staunend siehst
das Grab aus dem er längst erstand!
Dass er in dir geboren werde
und dass du sterbest dieser Erde
und lebest ihm, nur dieses ja
ist Bethlehem und Golgatha.
(Friedrich Rückert, 1788-1866, deutscher Dichter)

> weitere Klassische Weihnachtsgedichte

Advent, Advent

Advent, Advent,
ein Lichtlein brennt!
Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier,
dann steht das Christkind vor der Tür!

(Volksgut)

Dämmerzeit

In meinem Stüblein sitz‘ ich stille,
Dieweil es an die Fenster schneit. –
Gedankenvolle Dämmerstunde,
Gedankenvolle Einsamkeit!

Und drunten wogt es in den Gassen,
Die Glocken läuten zum Gebet;
Da denk‘ ich dein, die ich verlassen,
Da denk‘ ich dein, wie’s dir wohl geht?
Ich press‘ das Haupt in meine Hände,
Mir wird so weh, so wunderlich …
Als wüßt‘ ich es in dieser Stunde,
Wie du dich härmst daheim um mich!

(Karl Stieler, 1842-1885, deutscher Dichter)

Alles still

Alles still! Es tanzt den Reigen
Mondenstrahl in Wald und Flur,
Und darüber thront das Schweigen
Und der Winterhimmel nur.

Alles still! Vergeblich lauschet
Man der Krähe heisrem Schrei.
Keiner Fichte Wipfel rauschet,
Und kein Bächlein summt vorbei.

Alles still! Die Dorfeshütten
Sind wie Gräber anzusehn,
Die, von Schnee bedeckt, inmitten
Eines weiten Friedhofs stehn.

Alles still! Nichts hör ich klopfen
Als mein Herze durch die Nacht –
Heiße Tränen niedertropfen
Auf die kalte Winterpracht.

(Theodor Fontane, 1819-1898, deutscher Schriftsteller)

Von drauss‘ vom Walde komm ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
Sah ich goldene Lichtlein sitzen;
Und droben aus dem Himmelstor
Sah mit grossen Augen das Christkind hervor,
Und wie ich so strolcht‘ durch den finstern Tann,
Da rief’s mich mit heller Stimme an:
„Knecht Ruprecht“, rief es, „alter Gesell,
Hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
Das Himmelstor ist aufgetan,
Alt‘ und Junge sollen nun
Von der Jagd des Lebens einmal ruhn;
Und morgen flieg‘ ich hinab zur Erden,
Denn es soll wieder Weihnachten werden!
Ich sprach: „O lieber Herr Christ,
Meine Reise fast zu Ende ist;
Ich soll nur noch in diese Stadt,
Wo’s eitel gute Kinder hat.“ –
„Hast denn das Säcklein auch bei dir?“
Ich sprach: „Das Säcklein das ist hier:
Denn Äpfel, Nuss und Mandelkern
Fressen fromme Kinder gern.“ –
„Hast denn die Rute auch bei dir?“
Ich sprach: „Die Rute, die ist hier:
Doch für die Kinder nur, die schlechten,
Die trifft sie auf den Teil den rechten.“
Christkindlein sprach:“So ist es recht;
So geh mit Gott, mein treuer Knecht!“
Von drauss‘ vom Walde komm ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie ich’s hier innen find‘!
Sind’s gute Kind‘, sind’s böse Kind‘?

(Theodor Storm, 1817-1888, deutscher Schriftsteller)

Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt
und manche Tanne ahnt wie balde
sie fromm und lichterheilig wird;
und lauscht hinaus. Den weissen Wegen
streckt sie die Zweige hin – bereit
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit.

(Rainer Maria Rilke, 1875-1926, Lyriker deutscher Sprache)

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Weihnachtsgedichte: Die schönsten und lustigsten Gedichte

Weihnachtsgedichte an Heiligabend aufsagen – für viele Kinder ein schöner Moment, der sie mächtig stolz macht, für andere eher eine lästige Pflicht an Weihnachten. Welche Weihnachtsklassiker sollten Sie und Ihre Kinder kennen?

Weihnachtsgedichte, kurze Weihnachtssprüche oder Weihnachtsgeschichten haben einen festen Platz in den Ritualen zahlreicher Familien. Hier finden Sie die wichtigsten Gedichtklassiker, die Eltern und Kinder kennen sollten und einige besonders lustige Gedichte.

Weihnachtsgedichte aufsagen – Freude oder Qual?

Bevor es nach dem Festmahl zur heiß ersehnten Bescherung kommt, steht in vielen Familien noch ein ganz anderes Ritual auf der festlichen Tagesordnung: Die Kinder sollen ein Weihnachtsgedicht aufsagen oder eine Geschichte vortragen. Während es manchen Enkeln eine große Freude bereitet, Oma und Opa damit ein Funkeln in die Augen zu zaubern, ist das für andere der schlimmste Moment an Weihnachten.

Eltern sollten ihre Kinder deshalb auf keinen Fall zwingen, ein Gedicht an Weihnachten aufzusagen. Auf diese Weise könnte den Kleinen das doch eigentlich so besinnliche Weihnachtsfest schnell unangenehm werden und ihnen zudem die Lust an Sprache und Poesie vergehen.

Die richtigen Weihnachtsgedichte und Weihnachtsgeschichten finden

Dabei sind es doch gerade Kinder, die den Zauber von Geschichten, Gedichten und Worten noch genau kennen. Wie sonst lässt es sich erklären, dass sie von ihren Eltern immer wieder das gleiche Märchen – am besten im Wortlaut – hören wollen. Daran sollten Eltern denken und ihren Kindern nicht einfach ein Weihnachtsgedicht vorgeben, das sie auswendig lernen sollen.

Stattdessen sollten sie den Kindern Zugang zu einer großen Auswahl an klassischen und modernen, kurzen und langen Weihnachtsgedichten und Weihnachtsgeschichten bieten. Vielleicht verlieben sich die Kids ganz schnell in einen der Texte und können dann ihren Auftritt am Heiligen Abend gar nicht abwarten.

Von Storm bis Rilke: Klassische Weihnachtsgedichte

Die fünf wichtigsten klassischen Weihnachtsgedichte stammen größtenteils auch von bekannten Dichtern wie Theodor Storm oder Joseph von Eichendorff.

Knecht Rupprecht (von Theodor Storm)

Von drauß‘, vom Walde komm´ ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr.
Allüberall auf den Tannenspitzen
sah ich goldene Lichtlein blitzen.
Und droben aus dem Himmelstor
sah mit großen Augen das Christkind hervor.
Und wie ich so strolcht´ durch den finstern Tann,
da rief´s mich mit heller Stimme an:

„Knecht Ruprecht“, rief es, „alter Gesell,
hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
das Himmelstor ist aufgetan,
Alte und Junge sollen nun
von der Jagd des Lebens einmal ruhn:
und morgen flieg´ ich hinab zur Erden,
denn es soll wieder Weihnachten werden!“

Ich sprach: „O lieber Herre Christ,
meine Reise bald zu Ende ist.
Ich soll nur noch in diese Stadt,
wo´s eitel gute Kinder hat.“

„Hast denn das Säcklein auch bei dir?“
Ich sprach: „Das Säcklein, das ist hier;
denn Äpfel, Nuss und Mandelkern
fressen fromme Kinder gern.“

Vom Christkind (von Anna Ritter)

Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!
Es kam aus dem Walde, das Mützchen voll Schnee,
mit rotgefrorenem Näschen.
Die kleinen Hände taten ihm weh,
denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
schleppte und polterte hinter ihm her.

Was drin war, möchtet ihr wissen?
Ihre Naseweise, ihr Schelmenpack –
denkt ihr, er wäre offen der Sack?
Zugebunden bis oben hin!
Doch war gewiss etwas Schönes drin!
Es roch so nach Äpfeln und Nüssen!

Weihnachten (von Joseph von Eichendorff)

Markt und Straßen stehn verlassen,
still erleuchtet jedes Haus
sinnend geh ich durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
sind so wundervoll beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
bis hinaus ins weite Feld,
hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
aus des Schnees Einsamkeit
steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!

Christkind (von Peter Cornelius)

Das einst ein Kind auf Erden war,
Christkindlein kommt noch jedes Jahr;
kommet vom hohen Sternenzelt,
freut und beglückt alle Welt!
Mit Kindern feiert’s froh den Tag,
wo Christkind in der Krippe lag;
den Christbaum zündet’s überall,
weckt Orgelklang und Glockenschall.
Christkindlein kommt zu arm und reich,
die Guten sind ihm alle gleich.
Danket ihm denn und grüßt es fein,
auch euch beglückte Christkindlein!

Es treibt der Wind (von Rainer Maria Rilke)

Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt,
und manche Tanne ahnt, wie balde
sie fromm und lichterheilig wird,
und lauscht hinaus, den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin – bereit,
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Heiligkeit.

Lustige Weihnachtsgedichte

Wenn Ihre Kinder eher wenig Lust aufs Auswendiglernen und Aufsagen klassischer Poesie haben, können Sie sie vielleicht mit lustigen Gedichten begeistern.

Ostern statt Weihnachten

Warten aufs Christkind in diesem Jahr,
ist anders, als es sonst so war.
Mama huscht aufgeregt herum,
Papi fragt sich noch warum,
die Kinder nicht schön artig sind,
und wo bleibt denn das Christkind?
Die Oma lächelt in frohe Runde,
und wartet auf die Feierstunde,
bis Opa schließlich dann entdeckt,
die Geschenke sind versteckt,
statt Weihnachtsmann und Rentierschlitten,
ließ der Osterhase sich bitten,
und hat bestimmt auch mit Bedacht,
Ostern zur Weihnachtszeit gemacht.

Hast du Weihnachten verpennt?

Rote Mütze, Mantel, Stiefel
und dazu ein großer Sack,
der so voll und auch so schwer ist,
dass er ihn trägt huckepack.

Und er schwitzt und schnauft gar sehr
unter der Geschenke Last
und die Menschen rings umher
tuscheln: “Der hat’s echt verpasst!”

Doch er stapft die Straße weiter –
frohen Muts, das Ziel im Blick,
und er stört sich nicht am Lachen,
das ihm hinterhergeschickt.

“Bald schon klopf ich an die Tür,
wo sich brave Kinder freu’n
Das war grade Nummer Vier,
dann kommt sicher gleich die Neun.”

Und als er steht vor Nummer Neun,
ist die Verwunderung gar groß:
“Keine Kinder, die sich freu’n?”,
fragt der Mann ganz atemlos.

“Und was sollen all die Eier
und die Birkenzweige hier?
Ist das nicht die Weihnachtsfeier
heute Nachmittag um vier?”

“Tja”, sagt Vater Schulze-Meier,
“Sie hab’n sich in der Zeit vertan.
Vorbei ist längst die Weihnachtsfeier,
jetzt ist der Osterhase dran…”

Und die Moral von der Geschicht’?
Ob Du’s glaubst oder auch nicht:
Wenn der Hase kommt gerennt,
dann hast Du Weihnachten verpennt.

Weihnachtsgedichte für Karten

Gerade an Weihnachten besinnen sich viele noch einmal auf alte Traditionen zurück. Eine handgeschriebene Weihnachtskarte ist dann viel schöner als eine SMS oder E-Mail. Wenn Sie die Karten auch noch selbst basteln möchten, bietet sich ein weihnachtlicher Spruch oder ein kleines Weihnachtsgedicht auf dem Titel der Karte an.

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Zeit für Weihnachtspost und um DANKE zu sagen🌟 #Weihnachten #Weihnachtskarten #Dankbarkeit #Achtsamkeit

A post shared by Judith Pichler (@judithpichler_mindfulness) on Dec 8, 2019 at 8:22am PST

Die Nacht deckt die Hektik zu,
alle kommen nun zur Ruh.
Und bald geht es so wie nie,
um Liebe, Freundschaft und Harmonie.

+++

In der Heiligen Nacht
sind wir lange wach.
Wir sehen zum Himmelszelt
wie schön ist diese Welt.

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Heute habe ich den verregneten 2. Advent genutzt um noch ein paar Karten zu basteln. . #diy #selbstgemacht #weihnachtspost #weihnachtskarten #deko #basteln #karten #washitape #tonpapier #weihnachten #grüsse #advent #adventszeit

A post shared by Viola (@viola.ist.creativ) on Dec 8, 2019 at 8:14am PST

+++

Siehst Du diesen Mistelzweig,
er hängt für unseren Kuss bereit.

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  • Blütenpracht zu Weihnachten: Barbarazweige – So blühen sie pünktlich zum Fest

Sie können natürlich auch selbst etwas Passendes dichten, das individuell zum Empfänger der Karte passt. Wichtig ist nur, dass die Karte mit dem Gedicht weihnachtliche Stimmung und Freude versprüht.

Sagen Ihre Kinder an Weihnachten Gedichte auf? Erzählen Sie uns davon auf der Facebook-Seite t-online.de Familie

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