Geburtsurkunde verloren wo beantragen

Inhalte

Die Geburtsurkunde ist die amtliche Bescheinigung über die Geburt eines Kindes. Sie enthält:

  • alle Vornamen des Kindes und den Familiennamen
  • das Geschlecht des Kindes
  • das Datum der Geburt
  • den Geburtsort
  • den Namen der Eltern
  • die Religionszugehörigkeit

Die Anmeldung beim Standesamt

Zuständig ist das Standesamt des Geburtsortes. Oft kann man das Baby schon direkt in der Entbindungsklinik anmelden. Die Geburtsurkunde wird dann auf dem Standesamt abgeholt.

Die Geburt muss innerhalb einer Woche angezeigt werden. Dafür braucht man:

  • die Geburtsbescheinigung der Entbindungsklinik oder der Hebamme
  • den Personalausweis
  • eine Heiratsurkunde oder eine beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch
  • Unverheiratete brauchen den Personalausweis und, falls vorhanden, die Vaterschaftsanerkennung und die Geburtsurkunde der Mutter

Kann nach der Entbindung keine Entscheidung für einen Vornamen getroffen werden, muss dieser innerhalb eines Monats dem zuständigen Standesamt mitgeteilt werden.

Wann wird die Geburtsurkunde benötigt?

Die Geburtsurkunde ist ein wichtiges Dokument und wird für viele Behördengänge, Ämter oder für die Krankenkasse gebraucht. Die Geburtsurkunde bleibt auch für den weiteren Lebensweg des Kindes wichtig und wird immer wieder benötigt. Zum Beispiel, um das Kindergeld zu beantragen oder als Nachweis für die Krankenversicherung.

Ebenso wird die Geburtsurkunde benötigt, um das Elterngeld zu beantragen.

Das Kind muss bei dem Einwohnermeldeamt gemeldet werden, hier kann man auch die Lohnsteuerkarte ändern lassen oder einen Reisepass beantragen. Auch dafür wird die Geburtsurkunde gebraucht.

Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

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Grundsätzlich gibt es keine Frist für die Abgabe einer Geburtsanzeige, jedoch gibt es eine Ausnahme für Kinder, deren Eltern nach dem 31. Dezember 1999 im Ausland geboren wurden. Für weitere Informationen zu dem Thema klicken Sie bitte hier:

Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Geburtsanzeige für Kinder, deren deutsche Elternteile nach dem 31.12.1999 im Ausland geboren wurden

Was müssen wir ausfüllen?

Laden Sie hier den Antrag herunter:

Antragsformular / Application Form PDF / 399 KB

Bitte drucken Sie das Antragsformular aus und füllen es sorgfältig aus (bitte benutzten Sie nicht ausschließlich Großbuchstaben, da dies zu abweichenden Schreibweisen führen kann).

Nach deutschem Recht erhält das Kind den Ehenamen der Eltern als Geburtsnamen, wenn die Eltern zum Zeitpunkt der Geburt miteinander verheiratet waren und einen gemeinsamen Ehenamen geführt haben. In Fällen, wo die Eltern miteinander verheiratet sind, aber keinen gemeinsamen Ehenamen führen, oder die Eltern nicht miteinander verheiratet sind und ein anderer Familienname für das Kind als der der Mutter gewünscht wird, müssen die Eltern eine Namenserklärung im Rahmen der Geburtsanzeige abgeben.

Das Antragsformular für die Geburtsanzeige beinhaltet die Namenserklärung auf Seite 4. Sofern beide Elternteile ausschließlich deutsche Staatsangehörige sind, kann für die Namensführung des Kindes nur deutsches Recht gewählt werden (1. Kästchen auf Seite 4 des Antrags – § 1617/1617b BGB). Wenn einer der Elternteile eine andere Staatsangehörigkeit als die deutsche besitzt, können die Eltern eine Rechtswahl in das Heimatrecht des ausländischen Elternteils treffen (3. Kästchen auf Seite 4 des Antrags – Art. 10 (3) EGBGB). Für allgemeine Informationen zu den Möglichkeiten für die Namenserklärung eines Kindes klicken Sie bitte hier:

Namenserklärung für ein im Ausland geborenes Kind

Wie ist der Antrag einzureichen?

Zuständig für die Bearbeitung Ihres Antrages ist das Standesamt am letzten Wohnort des Kindes in Deutschland bzw., sofern dieses noch nie in Deutschland wohnhaft war, der letzte Wohnort eines Elternteils. Hatten sowohl das Kind als auch beide Eltern zu keiner Zeit einen Inlandswohnsitz, so ist das Standesamt I in Berlin zuständig.

Die deutschen Auslandsvertretungen in den USA hingegen bearbeiten keine Anträge selbst, sondern leiten diese, sofern von Ihnen gewünscht, lediglich weiter an das zuständige Standesamt. Sie haben jedoch auch die Möglichkeit, Ihren Antrag direkt an das zuständige Standesamt zu übersenden, ein Nachteil entsteht Ihnen hierdurch nicht, manchmal führt dies sogar dazu, dass Anträge schneller vorliegen und bearbeitet werden können.

Sollten Sie Ihren Antrag über die Botschaft einreichen, müssen beide sorgeberechtigten Elternteile persönlich bei dem Termin anwesend sein, da Ihre Unterschriften auf dem Antragsformular beglaubigt werden müssen. Wenn Ihr Kind 14 Jahre alt oder älter ist, ist auch die Anwesenheit des Kindes erforderlich.

Welche Unterlagen müssen wir vorlegen?

Wenn Sie den Antrag direkt an das Standesamt senden möchten, übermitteln Sie bitte ein vollständig ausgefülltes Antragsformular sowie unten stehende Unterlagen als beglaubigte Kopie oder im Original an das Standesamt. Die Beglaubigung von Kopien kann durch Botschaft/Generalkonsulat oder durch Notary Public erfolgen, siehe Merkblatt).

Sollten Sie Ihren Antrag hingegen über eine deutsche Auslandsvertretung einreichen, legen Sie bitte zwei vollständig ausgefüllte Antragsformulare sowie unten stehende Unterlagen als beglaubigte Kopie (+1 Satz einfache Kopien) oder im Original (+2 Sätze einfache Kopien) vor.

  • US-amerikanische Geburtsurkunde des Kindes
  • falls der Geburtsort des Kindes in der Geburtsurkunde nur als „county“ angegeben ist, legen Sie bitte zusätzlich einen „proof of birth letter“ des Krankenhauses vor
  • Heiratsurkunde der Eltern (ausgestellt vom „Registrar/Clerk of the Court“)
  • Reisepässe beider Elternteile; für Nicht-US-Staatsangehörige Aufenthaltstitel (Visum oder Green Card)
  • Geburtsurkunden beider Elternteile
  • falls die Eltern bei Geburt des Kindes nicht miteinander verheiratet waren, Nachweis einer wirksamen Vaterschaftsanerkennung
  • im Falle der doppelten Staatsangehörigkeit, US-Einbürgerungsurkunde sowie Beibehaltungsgenehmigung
  • falls zutreffend deutsche Einbürgerungsurkunde oder Staatsangehörigkeitsausweis
  • falls zutreffend Scheidungsurteil oder Sterbeurkunde
  • falls zutreffend Abmeldebescheinigung aus Deutschland

Bei dieser Aufstellung handelt es sich um Dokumente, die im Regelfall vorgelegt werden müssen. Bitte beachten Sie, dass es dem zuständigen Standesbeamten obliegt, über die Form der Urkunden (Original/ beglaubigte Kopie; mit/ ohne Übersetzung; mit/ohne Apostille) zu entscheiden. Es empfiehlt sich daher, bereits vorab mit dem Standesamt am letzten deutschen Wohnort Kontakt aufzunehmen, um diese Fragen zu klären und Verzögerungen in der Bearbeitung Ihrer Geburtsanzeige zu vermeiden. Die deutschen Auslandsvertretungen können zu diesen Fragen leider keine Aussage treffen.

Was kostet die Geburtsanzeige?

Bei Ihrem Termin in der Botschaft zahlen Sie zunächst nur die Gebühr für die Beglaubigung Ihrer Unterschriften sowie der mitgebrachten Kopien. Diese können mit Bargeld in US-Dollar zum aktuellen Wechselkurs oder mit Kreditkarte in Euro (Visa oder Mastercard) bezahlt werden:

Beglaubigung der Unterschriften auf dem Antrag

25,00 EUR

Beglaubigung der Kopien der erforderlichen Dokumente bis zu 10 Seiten

Jede weitere Seite

10,00 EUR

1,00 EUR

Die Gebühren für die Beurkundung der Geburt sowie die Ausstellung etwaiger beantragter Geburtsurkunden werden von den einzelnen Bundesländern festgesetzt und können daher unterschiedlich sein. Die folgenden Gebühren werden in dem meisten Fällen erhoben und stellen lediglich eine Orientierungshilfe dar:

Eintragung im Geburtenregister (unabhängig vom Ausgang des Verfahrens)

80,00 EUR

Zusätzlich, wenn ausländisches Recht betroffen ist

80,00 EUR

Ausstellung einer Geburtsurkunde

12,00 EUR

Jede weitere gleichzeitig bestellte Ausfertigung der gleichen Urkunde

6,00 EUR

Die Bezahlung dieser Gebühren kann nicht bei einer Auslandsvertretung geleistet werden, sondern muss unmittelbar an das zuständige Standesamt geleistet werden. Eine Zahlungsaufforderung erhalten Sie von diesem nach Eingang Ihres Antrages.

Wie lange dauert es, bis die Geburtsurkunde ausgestellt wird?

Die Bearbeitungszeit hängt stark vom zuständigen Standesamt ab und ist von Ort zu Ort unterschiedlich.

Bitte beachten Sie, dass die Bearbeitungszeit beim Standesamt I in Berlin aufgrund der nach wie vor steigenden Antragszahlen zurzeit mindestens drei Jahre beträgt. Sofern eine Namenserklärung erforderlich ist, wird der Geburtsname des Kindes unabhängig von der Geburtsanzeige nach etwa zwei bis drei Monaten vom Standesamt I in Berlin bestätigt. Sobald die Namensführung des Kindes bestätigt ist, kann ein deutscher Reisepass ausgestellt werden.

Welche Auslandsvertretung ist für mich zuständig?

Bitte nutzen Sie den interaktiven Konsulatsfinder, um herauszufinden, welche der neun deutschen Auslandsvertretungen in den USA für Sie zuständig ist, wie die korrekte Postanschrift der Auslandsvertretung lautet oder ob Sie einen Termin für die Abgabe der Geburtsanzeige benötigen.

FAQ

Weitere Fragen und Antworten zu Geburt eines Kindes.

Geburtsurkunde beantragen

Sie können über diese Website für alle deutschen Standesämter Ihre Geburtsurkunde beantragen lassen. Das zuständige Standesamt wird eine Kopie Ihrer Urkunde erstellen und per Post an Sie verschicken. Damit vermeiden Sie lange Wartezeiten im Standesamt und erhalten Ihre Geburtsurkunde innerhalb der üblichen Bearbeitungszeit von 3-14 Tagen.

Geburtsurkunde, Abschrift aus dem Geburtsregister oder Abstammungsurkunde

Die Abstammungsurkunde war eine deutsche Personenstandsurkunde zum Nachweis der Geburt eines Kindes. Die Abstammungsurkunde wurde 2009 durch die Geburtsurkunde, beziehungsweise durch die Abschrift aus dem Geburtsregister ersetzt.

Die Geburtsurkunde ist eine Personenstandsurkunde, die aus dem Geburtenregister erstellt wird. Sie enthält aber im Gegensatz zur Abschrift aus dem Geburtsregister, nur den wesentlichen Inhalt des Geburtseintrages. Sie gibt nicht die leibliche Abstammung des Kindes wieder, es fehlen die Angaben zu den Eltern.

Die Abschrift aus dem Geburtsregister ist eine Kopie aus dem Geburtenregister. Sie enthält das Grundregister und alle Veränderungen des Personenstandes (z.B. Namensänderungen, Adoptionen). Die beglaubigte Abschrift aus dem Geburtsregister benötigen Sie für Passanträge, für die Rentenversicherung und auch für die Anmeldung der Eheschließlung. Bei der Anmeldung der Eheschließung darf sie meistens nicht älter als sechs Monate sein.

Geburtsurkunde verloren

Haben Sie Ihre Geburtsurkunde verloren, können Sie diese beim zuständigen Standesamt erneut beantragen. Da dies jedoch oft mit Wartezeiten verbunden ist, empfehlen wir Ihnen unser Online Formular zu verwenden.

Sollten Sie die Geburtsurkunde verloren haben, ist das nicht allzu schlimm. Sie können Ihre Geburtsurkunde immer wieder neu und auch mehrmals anfordern. Schließlich benötigen Sie die Geburtsurkunde, beziehungsweise die Abschrift aus dem Geburtsregister für diverse Behördengänge oder auch zur Eheschließung.

Der Verlust einer Geburtsurkunde ist nicht mit zusätzlichen Kosten verbunden. Geburtsurkunden gehen jeden Tag verloren, beim Standesamt können Sie eine Geburtsurkunde erneut beantragen. Wer nicht persönlich zum Standesamt gehen möchte, kann diese auch online anfordern lassen.

Internationale Geburtsurkunde

Für die Verwendung Ihrer Geburtsurkunde im Ausland empfehlen wir eine mehrsprachige Geburtsurkunde, beziehungsweise internationale Geburtsurkunde. In Deutschland wird die internationale Geburtsurkunde in zehn Sprachen ausgestellt:
Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Italienisch, Niederländisch, Spanisch, Türkisch, Jugoslawisch und Polnisch

Geburtsurkunde beantragen: Jetzt schnell & unkompliziert online beantragen

Geburtsurkunde beantragen: Die wichtigen Informationen im Überblick

Eine Geburtsurkunde bescheinigt amtlich die Geburt einer Person und wird von dem Standesamt des Geburtsortes, aus dem jeweiligen Geburtenregister, ausgestellt. Die Geburtsurkunde ist ein wichtiges Dokument und wird in den verschiedensten Fällen benötigt: Unter anderem bei der Ausstellung des Reisepasses, des Personalausweises oder bei der Beantragung von Elterngeld ist die Geburtsurkunde unerlässlich.

Nach §59 des Personenstandsgesetzes beinhaltet die Geburtsurkunde folgende Angaben:

  • die Vornamen und der Geburtsname des Kindes
  • das Geschlecht des Kindes
  • Ort und Tag der Geburt
  • die Vornamen und die Familiennamen der Eltern des Kindes
  • die rechtliche Zugehörigkeit des Kindes und seiner Eltern zu einer Religionsgemeinschaft, sofern sich die Zugehörigkeit aus dem Registereintrag ergibt.

Die Geburtsurkunde und ihre Ausführungen

Art der Urkunde Erklärung
Geburtsurkunde Jede in Deutschland geborene Person besitzt eine Geburtsurkunde: Diese wird innerhalb von einer Woche nach der Geburt des Kindes von dem Standesamt des Geburtsortes ausgestellt. Hierbei sind die Elternteile verpflichtet die genannte Frist von einer Woche zu wahren. Die Geburtsurkunde wird für die verschiedensten Behördengänge benötigt z.B. für die Beantragung des Krankenversicherungsschutzes oder bei der Ausstellung von weiteren Ausweisdokumenten wie Reisepass oder Personalausweis.
Internationale Geburtsurkunde Zur Verwendung der Geburtsurkunde im Ausland benötigen Sie eine internationale Geburtsurkunde. Diese kann im Ausland ohne Übersetzung verwendet werden. Die internationale Geburtsurkunde gilt in den Staaten, die das Übereinkommen über die Ausstellung mehrsprachiger Auszüge aus Personenstandsbüchern vom 8. September 1976 unterzeichnet haben. Bei den sogenannten Unterzeichnerstaaten handelt es sich um 25 europäische Staaten, wie z.B. Frankreich oder Italien. Die internationale Geburtsurkunde wird ebenfalls in dem Standesamt Ihres Geburtsortes ausgefertigt.
Kopie d. Geburtsurkunde beglaubigen lassen Bevor eine Geburtsurkunde verloren geht, empfiehlt es sich im vorhinein, eine beglaubigte Kopie des Dokuments anfertigen zu lassen. Das beglaubigte Exemplar ist eine amtlich oder öffentlich beglaubigte Kopie der originalen Geburtsurkunde und kann ohne Probleme statt des original Dokuments vorgelegt werden. Die amtliche Beglaubigung der Geburtsurkunde nimmt ausschließlich das Standesamt vor, welches die Urkunde ausgestellt hat.

Merke: Ohne Beglaubigung ist die Kopie der Urkunde nicht offiziell anerkannt und kann nicht als amtliches Dokument verwendet werden. Sie können in Ihrem Standesamt die Kopie der Geburtsurkunde beglaubigen lassen.

Geburtsurkunde beantragen: Diese Dokumente benötigen Sie

Bitte beachten Sie: Die Beantragung der Geburtsurkunde Ihres Kindes muss innerhalb einer Woche nach der Geburt des Kindes beim Standesamt des Geburtsortes erfolgen.

Sie haben Ihre Geburtsurkunde verloren oder diese ist nicht mehr auffindbar: Was nun? Die Beantragung der Geburtsurkunde gestaltet sich als recht unkompliziert: Wenn Sie die Geburtsurkunde für sich persönlich beantragen, benötigen Sie lediglich einen gültigen Personalausweis oder Reisepass. Wenn Sie eine Geburtsurkunde neu beantragen möchten und Ihnen eine persönliche Vorsprache beim Standesamt nicht möglich ist, können Sie sich auch von Personen Ihres Vertrauens vertreten lassen. In diesem Fall sind folgende Personen antragsberechtigt:

  • Vorfahren und Abkömmlinge (zum Beispiel Kinder, Enkelkinder)
  • Geschwister, wenn sie ein berechtigtes Interesse glaubhaft machen
  • sonstige Personen, die ein rechtliches Interesse glaubhaft machen
  • Außerdem benötigt das Standesamt, bei nicht persönlichem Erscheinen, neben des Personalausweises oder Reisepasses Ihres Vertreters, eine von Ihnen schriftlich verfasste Vollmacht sowie Ihr Ausweisdokument im Original oder eine beglaubigte Kopie.

Die Geburtsurkunde neu beantragen: Nach der Geburt

Bei der Beantragung der Geburtsurkunde für Ihr neugeborenes Baby sollten Sie folgende Unterlagen dem zuständigen Standesamt vorlegen, sodass dieses die Geburt Ihres Kindes beurkunden kann:

1. Die Bescheinigung über die Geburt: Wenn das Kind im Krankenhaus geboren wurde, handelt es sich dabei um die ärztliche Bescheinigung. Im Falle einer Hausgeburt oder einer Entbindung im Geburtshaus benötigt das Standesamt das Bescheinigungsschreiben einer Hebamme.
2. Personalausweis oder Reisepass: Die gültigen Ausweisdokumente beider Elternteile müssen, wenn die Geburtsurkunde neu beantragt wird, beim Standesamt vorgelegt werden.
3. Familienbuch oder Heiratsurkunde: Diese Dokumente können Sie nur vorlegen, wenn Sie bereits verheiratet sind.
4. Geburtsurkunden beider Elternteile: Falls Sie nicht verheiratet sind, benötigen Sie die Abstammungsurkunde aus dem Stammbuch bzw. die Geburtsurkunde der Mutter und des Vaters.

Die verschiedenen Arten eine Geburtsurkunde zu beantragen

Wenn Sie eine Geburtsurkunde anfordern möchten, gibt es verschiedene Wege dies zu tun (z.B. können Sie die Geburtsurkunde online beantragen). Die verschiedenen Vorgehensweisen haben wir Ihnen in der folgenden Tabelle aufgelistet sowie deren Vor- und Nachteile.

Art d. Beantragung Erläuterung Vorteile Nachteile
Persönlich beantragen Der wohl gewöhnlichste Weg, um Ihre Geburtsurkunde zu beantragen, ist das persönliche Aufsuchen Ihres Standesamtes. Wenn Sie Ihre Geburtsurkunde anfordern, sollten Sie darauf achten, dass dies ausschließlich bei dem Standesamt Ihres Geburtsortes möglich ist.
  • In manchen Standesämtern kann das Dokument umgehend ausgestellt werden
  • Für die meisten Standesämter benötigt man einen Termin, was meist mit langen Wartezeiten verbunden ist
  • Wenn Sie nicht mehr an Ihrem Geburtsort wohnen, ist die Anfahrt mit einem Zeit- und Geldaufwand verbunden
Postalisch / per Fax beantragen Sie können Ihre Geburtsurkunde auch postalisch oder per Fax beantragen. Diesbezüglich müssen Sie ein formloses Schreiben, in welchem Sie das Standesamt um die Zusendung einer Geburtsurkunde bitten, verfassen. Außerdem sollte das Schreiben folgende Angaben beinhalten:

  • Name, Vorname
  • Geburtsdatum und -ort
  • Name, Vorname der Eltern
  • wenn bekannt: Standesamt und Beurkundungsnummer
  • Des Weiteren sollte dem Schreiben eine beglaubigte Kopie Ihres Personalausweises oder Reisepasses beigefügt werden.
  • Das Standesamt muss nicht persönlich aufgesucht werden
  • Keine Terminvereinabrung notwenig
  • Erhöhter Aufwand durch die Verfassung des persönlichen Schreibens
  • Wartezeit
Geburtsurkunde Online beantragen Einzelne Standesämter bieten bereits über einen sogenannten „Standesamt Online Service“ an, dass die Geburtsurkunde online angefordert werden kann. Außerdem gibt es unabhängige Dienstleister welche gegen eine geringe Bearbeitungsgebühr die Online Beantragung der Urkunde ermöglichen.
  • Hohe Zeitersparnis
  • Keine Terminvereinbarung notwendig
  • Anschreiben wird automatisch online generiert
  • ggf. Bearbeitungsgebühr d. Dienstleisters
  • Wartezeit

Deshalb benötigen Sie eine Geburtsurkunde

In der folgenden Tabelle haben wir einige Anlässe aufgelistet, welche das Vorliegen der Geburtsurkunde unverzichtbar machen.

Anlass Erläuterung
Geburtsurkunde für die Krankenkasse Nach der Geburt müssen Sie die Geburtsurkunde Ihres Neugeborenen einreichen, um den Krankenversicherungsschutz Ihres Kindes zu gewährleisten.
Geburtsurkunde für den Arbeitgeber Der Arbeitgeber braucht die Geburtsurkunde als Nachweis für die Elterneigenschaft bei der Pflegeversicherung. Denn Eltern zahlen weniger für die gesetzliche Pflegeversicherung als kinderlose Arbeitnehmer.
Geburtsurkunde für Elterngeld Erst mit der Bescheinigung über die Geburt Ihres Kindes und die Einreichung der Geburtsurkunde ist die Beantragung auf Elterngeld möglich.
Geburtsurkunde für die Hochzeit Bitte beachten Sie, dass im Zuge einer Eheschließung ab dem 01.01.2009 eine beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister benötigt wird. Wenn bereits gemeinsame Kinder vorhanden sind, benötigen Sie zusätzlich die Geburtsurkunde des Kindes bzw. die beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister.

Die wichtigsten Fragen rund um das Thema Geburtsurkunde im Überblick

In dem folgenden Abschnitt haben wir Ihnen die wichtigsten Fragen rund um das Thema Geburtsurkunde zusammenfassend dargestellt.

1. Wo beantragt man die Geburtsurkunde?

Sie können die Geburtsurkunde persönlich beim Standesamt Ihres Geburtsortes anfordern. Des Weiteren kann über den Standesamt Online Service, welchen einzelne Standesämter anbieten die Geburtsurkunde online beantragt werden. Außerdem gibt es unabhängige online Dienstleister, die eine schnelle und einfache Beantragung der Geburtsurkunde anbieten.

2. Wo kann man eine Geburtsurkunde beglaubigen lassen?

Die Kopie einer Geburtsurkunde können Sie ausschließlich in dem Amt beglaubigen lassen, das die Urkunde ausgestellt hat (Standesamt Ihres Geburtsortes).

3. Wie viel kostet eine Geburtsurkunde?

Eine Geburtsurkunde kostet zwischen 10 und 12 Euro. Eine Internationale Geburtsurkunde kostet ebenfalls zwischen 10 und 12 Euro.

4. Wie lange dauert die Bearbeitung einer Geburtsurkunde?

Wenn Sie eine Geburtsurkunde anfordern, variiert die Bearbeitungszeit der jeweiligen Standesämter erheblich: Gewöhnlich erhält man die Urkunde bei persönlicher Vorsprache umgehend, ansonsten um die 3-5 Werktage. Bei stark frequentierten Standesämtern kann sich die Wartezeit schon mal auf einige Wochen ausdehnen.

5. Was ist der Unterschied zwischen einer Geburtsurkunde und einer Abstammungsurkunde?

Die Abstammungsurkunde trägt seit 2009 die Bezeichnung „Abschrift aus dem Geburtenregister“. Diese unterscheidet sich insofern, dass die Geburtsurkunde nicht die leibliche Abstammung der Person wiedergibt. So kann in der Geburtsurkunde z.B. im Falle einer Adoption der Name der Eltern geändert werden. Bei der Abschrift aus dem Geburtenregister ist dies nicht möglich.

In Österreich gibt es auch Krankenhäuser mit Babypoint. Von dort aus können dann die Eltern direkt während des Krankenhausaufenthaltes bei der Geburt die Geburtsurkunde beantragen. Ebenso kann man von dort aus den Staatsbürgernachweis sowie den Meldezettel erhalten.

Der Inhalt der Geburtsurkunde

Die Geburtsurkunde enthält in der Regel den Namen des Kindes, das Geschlecht, den Geburtszeitpunkt, die Namen der Eltern sowie den Geburtsort des Kindes. Wenn sich die Eltern nicht sofort nach der Geburt für einen Vornamen entscheiden können, besteht die Möglichkeit, innerhalb von 10 Tagen ab dem Geburtstag beim dafür zuständigen Standesamt vorzusprechen und dann dort den Vornamen beurkunden zu lassen. Wenn innerhalb von 40 Tagen hier keine Erklärung zu dem Vornamen abgegeben wird, wird vom Standesamt aus das Pflegeschaftsgericht verständigt.

Zur Auswahl des Vornamens sind für ein neugeborenes Kind bei ehelichen Kindern die Eltern und bei den unehelichen Kindern normalerweise die Mutter berechtigt. Hierbei muss schriftlich erklärt werden, welche Vornamen oder welcher Vorname dem Kind gegeben wird. Dabei dürfen Ausführungen, die nicht als Vornamen in Gebrauch oder das Kind schädigen könnten, nicht eingetragen werden. Ebenso muss der Kinder-Vorname dem des Geschlechtes des Kindes entsprechen.

Wenn das Kind während einer Ehe geboren wird, wird als Vatername der Ehegatte in die jeweilige Geburtsurkunde eingetragen. Wenn es sich um ein außerehelich geborenes Kind handelt, erhält der leibliche Vater nur einen Eintrag in die Geburtsurkunde, wenn dieser eine Vaterschaftsanerkenntnis abgibt oder die Vaterschaft vom Gericht aus festgestellt wurde.

Beantragung

Bei der Beantragung einer Geburtsurkunde müssen die dafür erforderlichen Unterlagen durch die Eltern oder die Mutter (bei einem unehelichen Kind) dem Standesamt vorgelegt werden. Da es zwischen Krankenhäusern, in denen Geburten stattfinden, und Standesämtern Kooperationen gibt, können direkt vom Krankenhaus aus die zur Ausstellung einer Geburtsurkunde benötigen Unterlagen mit dem auszufüllenden Formular „Geburtsanzeige“ dem zuständigen Standesamt übermittelt werden. Vom Standesamt stellt außer Geburtsurkunde auch ein Staatsbürgerschaftsnachweis, wenn das Kind die Staatsbürgerschaft in Österreich besitzt, und ein Meldezettel aus.

Die Fristen zur Beantragung einer Geburtsurkunde und die zuständigen Stellen

Die Geburtsurkunde sollte innerhalb von 3 Tagen nach einer Hausgeburt oder nach dem Verlassen eines Krankenhauses beantragt werden. Eine Geburtsurkunde wird für die Wohnsitzanmeldung benötigt. Zuständig ist immer das Standesamt am Geburtsort (beispielsweise das Standesamt am Standort des Krankenhauses) des Kindes. Dabei kann es sich auch um das Standesamt oder der Standesamt-Verband, in der sich die Gemeinde, wo die Geburt stattgefunden hat, handeln. Sollte die Geburt in Wien stattfinden, ist dort das Standesamt des Bezirkes der Stadt zuständig, in dem die Geburt stattgefunden hat.

Die Kosten für die Ausstellung einer Geburtsurkunde

Die Ausstellung einer Geburtsurkunde in Österreich ist gebührenfrei; ab dem 2. Lebensjahr werden 9,30 Euro in Rechnung gestellt. Bei der Erstausstellung einer internationalen Geburtsurkunde in Österreich fallen keine Gebühren an, wenn dieses Dokument innerhalb von 2 Jahren nach der Geburt des Kindes ausgestellt wird. Das bedeutet, es ist bis zum 2. Geburtstag kostenlos. Die Geburtsurkundenzustellung ist in der Regel kostenpflichtig.

Wenn eine zusätzliche Geburtsurkunde erforderlich ist (beispielsweise aufgrund Diebstahls oder Verlust) kann hier ein Antrag auf eine Neu-Ausstellung einer internationalen Geburtsurkunde gestellt werden. Dieses Recht haben die Personen, auf die sich die Eintragung bezieht oder auch Personen, die in Zusammenhang mit der Eintragung stehen sowie Personen, die ein rechtliches Interesse an einer Geburtsurkunde glaubhaft gegenüber dem Standesamt gemacht haben. Eine solche Geburtsurkunde wird dann ausgestellt, wenn kein schutzwürdiges Interesse der Personen vorhanden ist, auf die sich die Eintragung bezieht.

Die Rechtsgrundlagen für die Ausstellung einer Geburtsurkunde finden sich im Personenstandsgesetz 2013 und in der Personenstandsgesetz-Durchführungsverordnung 2013.

Das Formularwesen bei der Geburtsurkunde des Stadt Wien

Von der Stadt Wien wird hier online ein Formular für eine Vollmacht zur Geburtseintragung sowie zur Anmeldung des neugeborenen Kindes aufgrund dem Meldegesetz sowie die Meldebestätigungs-Entgegennahme und für den Erhalt des Staatsbürgerschaftnachweises angeboten. Bevor jedoch das Formular ausgefüllt wird, ist es sinnvoll, sich mit dem für einen zuständigen Standesamt in Verbindung zu setzen oder sich in dem im Krankenhaus befindlichen Babypoint zu informieren, welche Informationen hier ausgefüllt werden müssen.

Auch ist in den Krankenhäusern der anderen Bundesländer in Österreich zum Teil ein Formular zur Vollmachtserteilung vorhanden, durch das die leibliche Mutter eine andere Person beauftragen kann, die Geburtsurkunde zu beantragen.

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Geburtsurkunde verloren: Was tun?

Mit der Geburtsurkunde besitzt man eine amtliche Bescheinigung über die Geburt einer Person. Das Dokument ist z. B. nötig, wenn erstmals ein Reisepass oder ein Personalausweis beantragt wird. Auch für die Beantragung von Elterngeld und die Eheschließung wird die Urkunde benötigt. Ärgerlich ist es, wenn die Geburtsurkunde verloren wurde.

Bei einem Verlust oder Diebstahl der Urkunde könnt ihr das Dokument allerdings erneut beantragen und anfordern. In unserem Ratgeber erfahrt ihr, wo ihr eine neue Geburtsurkunde bekommen könnt.

Geburtsurkunde verloren oder gestohlen? Dokument neu beantragen

  • Die Geburtsurkunde wird vom Standesamt des Geburtsortes und nicht des Wohnortes neu ausgestellt.
  • Für die Neuanfertigung der Geburtsurkunde können Kosten anfallen.
  • Die Kosten richten sich nach der ausstellenden Behörde. In Köln bezahlt ihr etwa 7 € für eine neue Geburtsurkunde. In Berlin liegen die Gebühren bei 10 €.
  • Für die Neuausstellung des Dokuments solltet ihr einen Personalausweis, eine Kopie der Geburtsurkunde oder ein anderes Dokument mit dem Nachweis über eure Person parat halten, um Daten wie den Geburtsort und den Namen verwerten zu können.
  • Fehlen wichtige Informationen, kann dies zu einem erhöhten Suchaufwand beim Standesamt führen und somit eine längere Wartezeit sowie zusätzliche Kosten für die Bearbeitung verursachen.

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Geburtsurkunde verloren: das sollte man beachten

Bei vielen Standesämtern hat man mittlerweile die Möglichkeit, eine Geburtsurkunde online beantragen zu können. Alternativ findet sich das Formular für den Antrag online bzw. auf Papier beim nächsten Standesamt. Füllt dieses Dokument aus. Das Beantragen der neuen Geburtsurkunde ist für einen selbst sowie für Verwandte gerader Linie, also Kinder, Eltern oder Großeltern, möglich. Auch für die Ehefrau bzw. den Ehemann oder Geschwister kann eine neue Geburtsurkunde beantragt werden. Die Verwandtschaft muss in diesen Fällen ebenfalls durch eine Geburtsurkunde nachgewiesen werden.

Rechtsgrundlagen für die Geburtsurkunde sind folgende Normen:

  • § 61 und 62 Personenstandsgesetz – PStG
  • §§ 53-55 Personenstandsverordnung – PStV

Bei uns erfahrt ihr auch, was man tun sollte, wenn man sein Portemonnaie verloren hat und wie man einen neuen Personalausweis beantragen kann.

Hinweise für die Erstbeurkundung eines neugeborenen Kindes finden Sie hier:

Welche Unterlagen werden benötigt?

Bitte bringen Sie bei Ihrem Besuch auf jeden Fall Ihren Personalausweis oder Reisepass mit.

Kosten und Gebühren

Die Urkunde ist im Regelfall gebührenpflichtig.

Die Gebühr ist vor Ort in bar oder per ec-Karte zu bezahlen.

Wie ist der Ablauf?

Online können Sie die Urkunde unter folgendem Link bestellen und bezahlen:

Persönlich beantragen

Sie können die Urkunde auch persönlich im Amt beantragen, gerne schicken wir sie Ihnen aber auch per Post zu.

Eine persönliche Vorsprache ist während der Öffnungszeiten ohne Termin (Ausnahme: Donnerstagnachmittag) möglich, Sie können aber auch einen Termin vereinbaren.

Zur Terminvereinbarung geht es hier:

Schriftlich beantragen

Die Urkunde kann auch schriftlich beantragt werden; geben Sie dabei bitte neben Ihrer vollständigen Anschrift auch die notwendigen Daten der betroffenen Person (Name, Geburtsdatum, gegebenenfalls Registernummer) an sowie gegebenenfalls das Verwandtschaftsverhältnis oder Ihr rechtliches Interesse. Die Gebühr wird in diesem Fall per Rechnung erhoben.

Hinweise

Berechtigt hierfür sind Sie selbst und auch weitere Personen, wenn diese bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Gesetzlich ist das im Personenstandsgesetz geregelt.

An wen muss ich mich wenden?

Die Zuständigkeit liegt bei dem Standesamt, in dessen Zuständigkeitsbereich die Geburt stattgefunden hat.

Rechtsgrundlagen

Rechtliches Interesse – § 62 Personenstandsgesetz (PStG)

Einsicht in die Personenstandsbücher, Durchsicht dieser Bücher und Erteilung von Personenstandsurkunden kann nur von den Behörden im Rahmen ihrer Zuständigkeit und von Personen verlangt werden, auf die sich der Eintrag bezieht, sowie von deren Ehegatten, Vorfahren und Abkömmlingen. Behörden haben den Zweck anzugeben.

Andere Personen haben nur dann ein Recht auf Einsicht in die Personenstandsbücher, auf Durchsicht dieser Bücher und auf Erteilung von Personenstandsurkunden, wenn sie ein rechtliches Interesse glaubhaft machen können.

Geburtsurkunde verloren – was tun?

Die Geburtsurkunde gehört in Deutschland zu den wichtigen und dennoch eher selten gebrauchten Dokumenten eines Menschen – weshalb sie gerne mal verloren geht. Was du dann tun kannst …

Mit der Geburtsurkunde bekommt ein neuer Erdenbürger die offizielle Bescheinigung darüber, dass er in diesem Land geboren wurde. Festgehalten sind in dieser Personenstandsurkunde der Name, der Vorname, das Geschlecht, der Ort der Geburt, das Datum der Geburt sowie die rechtlich geltenden Eltern. Ausgestellt wird die Geburtsurkunde vom Standesamt des Geburtsortes. Zur Rechtsgültigkeit gehören außerdem das Siegel des ausstellenden Standesamtes am Geburtsort des Kindes, sowie der Name und die Unterschrift des ausstellenden Standesbeamten.

Die Geburtsurkunde ist die offizielle Bestätigung über die Geburt deines Babys.

Geburtsurkunde – kurze Anmeldefrist

Innerhalb einer Woche nach der Geburt muss der neue Erdenbürger beim Standesamt des Geburtsortes durch die Eltern angemeldet werden. Oftmals geht das sofort nach der Geburt über die Entbindungsstation oder das Geburtshaus. Die Geburtsurkunde muss dann nur noch, innerhalb der Frist von einer Woche, abgeholt werden.

Wofür wird die Geburtsurkunde benötigt?

Auch wenn man sie die meiste Zeit nicht mit sich herumtragen muss, für einige wichtige Ereignisse und Anträge im Leben ist die Vorlage der Geburtsurkunde unumgänglich. Dazu gehören unter anderem:

  • Beantragung von Kindergeld
  • Anmeldung beim Einwohnermeldeamt
  • Beantragung eines Personalausweises für das Kind
  • Nachweis für die Beantragung von Mutterschaftsgeld
  • Antrag einer Zusatzkrankenversicherung
  • Kontoeröffnung im Namen des Kindes
  • Gesonderte Anerkennung der Vaterschaft
  • … oder doch auch bei eigener Heirat

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Die Geburtsurkunde ist weg – was ist zu tun?

Da du die Geburtsurkunde nicht alltäglich zur Hand haben musst, sie aber doch für wichtige Anträge benötigst, solltest du sie unbedingt an einem sicheren Ort aufbewahren, an dem du sie immer wiederfindest. Dafür eignet sich zum Beispiel eine Dokumentenmappe.
Sollte die Geburtsurkunde aber doch einmal verlorengegangen sein, ist das auch kein großes Problem: Als berechtigte Person kannst du jederzeit ein Zweitdokument beantragen. Dies sollte in beglaubigter Version bestellt werden. Die Kosten dafür sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Beantragt wird das beglaubigte Zweitdokument beim gleichen Standesamt, bei dem auch das erste Dokument ausgestellt wurde. Berechtigt dafür bist du sowohl als Elternteil, als Ehepartner oder, wenn es um dich selbst geht. Das beweist du durch Vorlage deines Personalausweises. Mit Nennung des Namens und Geburtsdatums des Kindes, für das die Geburtsurkunde benötigt wird, bekommst du dann das Zweitdokument ausgestellt.

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Geburtsurkunde online bestellen – so geht’s

Um lange Wartezeiten auf der Behörde zu vermeiden, kannst du eine die Geburtsurkunde auch ganz unkompliziert online bestellen. Bitte achte darauf, dass du dich über eine offizielle und deine lokale Bezirksamts-Website anmeldest. Es gibt auch zahlreiche Drittanbieter die den Service liefern, sie sind jedoch ohne besonderen Mehrwert für dich dazwischengeschaltet.

Innerhalb weniger Minuten kannst du den Online-Antrag ausfüllen. Dein zuständiges Standesamt wird dir eine Kopie der gewünschten Urkunde erstellen und per Post an dich verschicken.

Die Kosten für ein Zweitdokument, sei es für eine Geburtsurkunde oder einen beglaubigten Ausdruck aus dem Geburtsregister, sind je nach Bundesland unterschiedlich. Sie belaufen sich zum Beispiel in Baden Württemberg auf zwölf Euro. Eine Bescheinigung über die Geburtszeit kostet dort zehn und eine internationale Geburtsurkunde ebenfalls zwölf Euro. Letztere ist mehrsprachig verfasst und für die Verwendung im Ausland sinnvoll.

Die Geburtsurkunde ist ein bedeutsames Dokument. Sie wird unter anderem für die Eheschließung sowie für die Inanspruchnahme von Elterngeld benötigt. Demzufolge ist beim Verlust der entsprechenden Bescheinigung eine neue Beantragung erforderlich.

Wo erhalte ich eine neue Geburtsurkunde?

Für die Ausstellung einer neuen Urkunde ist das Standesamt zuständig: Oftmals wird dabei der Fehler gemacht, die Beantragung im Amt des aktuellen Wohnortes vornehmen zu wollen. Zu der Anfertigung von Geburtsurkunden sind aber ausnahmslos die Standesämter im jeweiligen Geburtsort berechtigt. Abhängig von der Entfernung müssen Sie demzufolge die Anreise einplanen. Viele Ämter bieten aber mittlerweile einen umfassenden Online-Service an, sodass sich das Dokument auch bequem per Mausklick beantragen lässt. Aufgrund der unterschiedlichen Regelungen und Angebote empfiehlt sich in jedem Fall eine Recherche auf der Website des für Sie zuständigen Standesamts.

Was muss ich bei der Beantragung beachten?

Wer eine neue Geburtsurkunde beantragt, braucht dafür einen gültigen Personalausweis. Durch den Ausweis können Sie Ihre Identität legitimieren und den Anspruch auf einen Ersatz belegen. Außerdem kann eine Kopie des verlorenen Dokuments hilfreich sein, um die Zusammenstellung der Daten zu erleichtern. Anschließend erstellt das Standesamt das gewünschte Schriftstück auf Basis des Geburtenregisters. Auf Ihren persönlichen Wunsch können folgende Angaben von der Auflistung ausgenommen werden:

  • die Namen der Eltern
  • die Religionszugehörigkeit

Zu den Standardangaben auf jeder Urkunde zählen hingegen Ort und Tag der Geburt sowie der vollständige Name. Des Weiteren gilt es darauf hinzuweisen, dass eine neue Urkunde persönlich oder von den Eltern beantragt werden kann. Unter gewissen Voraussetzungen können aber auch Ehepartner, Kinder oder Enkel eine neues Exemplar ausstellen lassen. Wenn Sie die Beantragung nicht selbst durchführen können oder wollen, muss die andere Person Ihre eigene Geburtsurkunde als Identitätsnachweis vorlegen. Im Optimalfall werden alle benötigten Unterlagen strukturiert vorgelegt, um die Dauer der Bearbeitung zu minimieren.

Kosten und Dauer

Im Gegensatz zur Beantragung eines neuen Personalausweises stellt der Verlust einer Geburtsurkunde ein kleineres Übel dar und ist mit einem deutlich geringerem Zeitaufwand verbunden: So dauert die Bearbeitung im Standesamt in den meisten Fällen lediglich ein bis zwei Wochen. Darüber hinaus müssen Sie für die Ausstellung nur mit geringen Kosten rechnen: Die Gebühren variieren von Bundesland zu Bundesland, aber betragen grundsätzlich ungefähr zehn Euro. Falls allerdings viele wichtige Informationen fehlen und keine Kopie der verlorenen Urkunde verfügbar ist, können sowohl Bearbeitungsdauer als auch Kostenaufwand steigen.

Tipp: Wenn Sie Ihre neue Geburtsurkunde in einer speziellen Ausführung haben möchten, ist eine individuelle Beratung im Standesamt ratsam. Zu den Auswahlmöglichkeiten zählen beispielsweise Urkunden im Stammbuch-Format und mehrsprachige Ausgaben für die Verwendung in verschiedenen Ländern.

Über unseren Autor Mirko Kreißig ist Online-Redakteur bei Wiado. Als studierter Anglist hat er nicht nur ein Faible für Sprachen, sondern auch für Nachhaltigkeit und Verbraucherschutz. Auch in schlechten Zeiten versucht er sich sein Credo „Always look on the bright side of life“ zu bewahren und die Leser mit einem Lächeln sicher durch die kleinen und großen Tücken des Alltags zu lotsen. × Mirko Kreißig ist Online-Redakteur bei Wiado. Als studierter Anglist hat er nicht nur ein Faible für Sprachen, sondern auch für Nachhaltigkeit und Verbraucherschutz. Auch in schlechten Zeiten versucht er sich sein Credo „Always look on the bright side of life“ zu bewahren und die Leser mit einem Lächeln sicher durch die kleinen und großen Tücken des Alltags zu lotsen. Latest Posts

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Die Geburtsurkunde gehört zu den Personenstandsurkunden und wird bei Verlust beim zuständigen Standesamt beantragt. Das zuständige Standesamt befindet sich immer da, wo sich der Geburtsort des Antragstellers befindet. Wenn die Geburtsurkunde verloren gegangen ist, kann diese gegen eine Gebühr neu beantragt werden.

Warum und wozu benötige ich eine Geburtsurkunde?

Bundesbürger benötigen die Geburtsurkunde nur in seltenen Fällen. Ein Beispiel ist die Vorlage der Urkunde bei einer Heirat. Wer seine Meldebescheinigung zur Sozialversicherung nicht mehr lückenlos ad acta hat, benötigt ebenfalls eine Geburtsurkunde zur Beantragung dieser Meldebescheinigung.

Was jedoch vor dem Computerzeitalter und dem Internet etwas umständlicher war, ist heute wesentlich einfacher geworden. Doch kann zu viel Bequemlichkeit auch zu einem Verhängnis werden.

Geburtsurkunde online beantragen

Geburtsurkunden sind beglaubigte Kopien oder entsprechende Auszüge aus dem Personenstandsbuch. Eine Geburtsurkunde steht hierzulande jedem Bundesbürger zur Beantragung und seit dem Jahre 1876 zur Verfügung.

Private Webseiten vermitteln für über 4000 Standesämter Bundesweit die Beantragung einer neuen Geburtsurkunde. Doch Vorsicht. Denn bei diesen Anbietern handelt es sich nicht um eine städtische Behörde. Vielmehr sind diese Anbieter, die bei der Suche durch Internet Suchmaschinen stets unter den ersten Plätzen zu finden sind, i.d.R. private Unternehmen. Es liegt nahe, dass dieses Unternehmen auf diese Weise möglichst viele Informationen von Privatpersonen sammeln. Darüber hinaus wird in vielen Fällen eine Gebühr erhoben, die sich nicht an die zuständigen Standesämter richtet.

Standesamt, erster Ansprechpartner

Wer nicht in der Nähe seines Geburtsortes lebt, muss dennoch nicht verzweifeln. Jedes Standesamt bietet die Möglichkeit, eine Kopie seiner Urkunde telefonisch zu beantragen. Einige zuständigen Standesämter bieten auch die Möglichkeit eine Kopie der Personenstandsurkunde über ein Formular zu beantragen.

Fazit: Ich rate von der Nutzung privater Anbieter ab. Es handelt sich hier um keine städtische Einrichtung, wie dem Standesamt. Hier wird, neben der Gebühr für das zuständige Standesamt eine weitere Gebühr verlangt. Man sollte sich stattdessen selbst, entweder telefonisch oder direkt vor Ort an das zuständige Standesamt wenden. Wer seine Daten über ein Webseiten-Formular eingibt, um eine Geburtsurkunde zu beantragen, der sollte über das Impressum der Seite sicherstellen, dass es sich hier in der Tat um die offizielle Seite des Standesamtes handelt.

Denn niemand kann sagen, was diese Unternehmen mit den privaten Daten eines Antragstellers anstellen.

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