Geburt ohne anzeichen

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7 eindeutige Anzeichen, dass die Geburt bevorsteht

1. Der Bauch senkt sich ab

In den letzten Wochen ist es dir immer schwerer gefallen, größere Portionen zu essen und tief durchzuatmen? Auch Sodbrennen war ein ständiger Begleiter? Dies liegt daran, dass dein Baby immer mehr Platz für sich im Bauch beansprucht. Geht es auf die Geburt zu, sorgen die Senkwehen dafür, dass dein Baby tiefer ins Becken rutscht. Das Ergebnis ist ein Bauch, der sich nach unten senkt. Vielleicht fällt es dir nicht gleich auf, möglicherweise wirst du auch von außen darauf angesprochen, dass der Bauch nach unten gewandert ist. Viele Mütter sagen jedoch, dass ihnen in den letzten vier bis sechs Wochen vor der Geburt das Atmen wieder leichter fällt und sie mehr essen können. Der Druck des Babys auf deinen Magen lässt nach, wenn es nach unten rutscht.

Der abgesenkte Bauch weist darauf hin, dass sich dein Baby in Geburtsposition begibt und schon bald startbereit ist.

2. Häufiger Stuhlgang

Um die Geburt in Gang zu bringen, bildet dein Körper vermehrt Wehenhormone. Diese regen den Darm an. Daher berichten Frauen oft davon, dass sie wenige Tage vor der Geburt häufiger Durchfall hatten. Das ist ein interessanter Nebeneffekt der Hormone. Ist der Darm zu stark gefüllt, kann die Geburt erschwert werden. Daher bieten viele Krankenhäuser vor der Geburt einen Einlauf an. Oft ist dieser aber gar nicht notwendig, da ein großer Teil vom Stuhlgang schon vorher durch die vermehrte Darmtätigkeit ausgeschieden wird.

3. Dein Baby wird ruhiger

Auch dein Baby bereitet sich auf die Geburt vor. Es hat nicht mehr so viel Platz im Bauch und spart seine Kräfte, damit es diese bei der Geburt einsetzen kann. Daher kann es gut sein, dass dein Baby sich nicht mehr ganz so viel bewegt, sondern eher ruhiger wird. Achte darauf, dass ihr dennoch in Kontakt bleibt und du dein Baby wenigstens einmal am Tag spürst. Bist du unsicher, lass alles bei der Hebamme kontrollieren.

4. Das Zeichnen

Der Abgang vom Schleimpfropf wird auch als „Zeichnen“ bezeichnet. Der Pfropf verschließt den Zugang zur Gebärmutter und verhindert, dass Keime eintreten können. Mit zunehmenden Vorwehen löst er sich und tritt durch die Vagina aus. Es kann gut sein, dass etwas Blut in der Schleim-Ansammlung ist. Dies ist jedoch normal. Meist löst sich der Pfropf rund 10 Tage vor der Geburt. Einige Frauen bemerken aber auch gar nicht, wenn er abgeht. Es kann gut sein, dass er sich in mehreren Teilen löst. Warte also nicht auf das Zeichnen, bis du dich auf den Weg ins Krankenhaus machst.

5. Der Blasensprung

Wusstest du schon, dass nur bei rund 15% der Schwangeren die Fruchtblase wirklich platzt? Zudem tritt nicht, wie es oft in Filmen gezeigt wird, ein großer Schwall an Fruchtwasser aus. Es kann auch gut sein, dass nur wenige Tropfen kommen. Meist liegt dein Baby mit dem Kopf im Becken und verschließt den Weg. So kann sich nicht so viel Fruchtwasser einen Weg suchen. Ein Blasensprung macht sich meist mit einem leichten Knacken bemerkbar. Bemerkst du, dass Fruchtwasser austritt, ist dies noch nicht unbedingt ein Zeichen dafür, dass es sofort losgeht. Normalerweise hast du noch ausreichend Zeit, dich fertig zu machen und ins Krankenhaus zu fahren. Kommen die Wehen jedoch in einem Abstand von acht Minuten oder weniger, ist Eile geboten.

Wenn du einen Blasensprung hattest und dein Baby noch nicht fest im Becken sitzt, musst du unbedingt liegend ins Krankenhaus gebracht werden. Denn sonst besteht die Gefahr eines Nabelschnurvorfalls, der für dein Baby bedrohlich werden kann.

Falls du starke Wehen verspürst, die Blase aber noch nicht geplatzt ist, solltest du ebenfalls ins Krankenhaus. Oft geht die Fruchtblase erst unter der Geburt auf oder muss manuell durch die Hebamme geöffnet werden.

6. Die Wehen kommen regelmäßig

Vielleicht verspürst du schon seit ein paar Tagen oder Wochen immer wieder Wehen, die jedoch nach einer kurzen Zeit wieder verschwunden sind. Dies bedeutet nur, dass der Körper für den Ernstfall übt und die Muskeln trainiert werden. Setzen die Wehen jedoch richtig ein, ist dies ein untrügliches Zeichen für die Geburt. Du bemerkst echte Wehen daran, dass die Abstände kürzer werden und die Wehen regelmäßig kommen. Zudem dauert eine Wehe zwischen 60 und 90 Sekunden. Hier eine Checkliste, wie du echte Wehen erkennen kannst:

  • Nimmst du ein warmes Bad und die Wehen werden stärker, sind es echte Wehen.
  • Änderst du die Position und lassen die Wehen nicht nach, sind es echte Wehen.
  • Achte auf die Zeitabstände, diese sollten sich verkürzen.
  • Die Wehen wirken nicht nur im Unterbauch, sondern auch im Rücken und bis in den Bauchraum.

Wenn du die Wehen in der Wanne prüfst, solltest du nicht allein sein. Gib deinem Partner oder einer vertrauten Person Bescheid. Das warme Wasser kann möglicherweise dafür sorgen, dass dein Kreislauf zusammenbricht.

7. Rückenschmerzen und Muskelzucken

Es ist gut möglich, dass du einige Tage vor der Geburt Rückenschmerzen verspürst oder deine Muskeln zucken und zittern. Diese Anzeichen treten jedoch nicht bei jeder werdenden Mama auf.

6 Anzeichen, dass die Geburt losgeht

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Auslöser für die Geburt

Die Ursachen, die eine Geburt auslösen, sind noch nicht bekannt. Vermutet wird jedoch, dass der Geburtsprozess durch hormonelle Veränderungen in Gang gesetzt wird. Ist bei Dir und Deinem Baby in der Schwangerschaft alles reibungslos verlaufen, wird die Geburt beginnen, wenn das Baby ausreichend entwickelt ist.

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Der Geburtstermin

Der errechnete Geburtstermin ist dabei nur ein statistischer Erwartungswert. Denn laut dem schweizerischen statistischen Bundesamtes kommen nur circa vier Prozent der Kinder wirklich an diesem Tag zur Welt. Rund zwei Drittel der Kinder werden in den zehn Tagen vor und nach dem errechneten Termin geboren. Alle anderen Kinder erblicken entweder als Frühgeburten (10%), vorzeitige Geburten (15%) oder mit mehr als zehn Tagen Verspätung (circa 5%) das Licht der Welt.

Da Du Dich nicht auf diesen Termin verlassen kannst, ist es umso wichtiger, dass Du weißt, wann Dein Körper Dir klare Anzeichen für den Beginn der Geburt gibt. Folgende sechs Anzeichen deuten auf einen baldigen Geburtsbeginn hin.

Anzeichen, dass die Geburt bald losgeht: Absenken des Bauches

Wenn der Kopf Deines Kindes in das kleine Becken eintritt, senkt sich Dein Bauch in der Regel etwas ab. Hier verspürst Du meist einen verstärkten Druck auf Blase und Darm. Aufgrund dessen können Schwangere in den meisten Fällen schlechter schlafen.

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Anzeichen: Abgang Schleimpfropf

Den Wehen voraus geht meistens der Abgang des Schleimpfropfs. Allerdings kann der Zeitraum bis zur Geburt immer noch sehr unterschiedlich sein. Bei manchen werdenden Mamas löst sich der Schleimpfropf bereits 14 Tage vor der Geburt, bei anderen erst am Tag der Geburt kurz vor dem Einsetzen der Wehen. Dies ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Wenn der Schleimpfropf abgeht, äußert sich das durch eine klare Flüssigkeit, die abgesondert wird. Diese kann mit einer geringen Blutung einhergehen, der sogenannten Zeichnungsblutung. Grundsätzlich musst Du Dir über diese Blutung keine Sorgen machen. Trotzdem ist es immer besser, wenn Du Dich mit Deiner Hebamme oder Deinem Frauenarzt berätst, um andere Ursachen für die Blutung auszuschließen. Du solltest darauf achten, nach dem Abgang des Schleimpfropfs, Orte oder Aktivitäten zu meiden, bei denen Du vielen Bakterien ausgesetzt bist. Das kann zum Beispiel beim Schwimmen sein.

Anzeichen: Blasensprung

In diesem Fall platzt die Fruchtblase, bevor die Wehen eingesetzt haben. Der Blasensprung äußert sich durch eine klare Flüssigkeit, die aus der Scheide läuft. Diese kann auch grünlich gefärbt sein, was bedeutet, dass Dein Kind bereits Kindspech (Stuhl) ins Fruchtwasser ausgeschieden hat. Das ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass das Ungeborene bereits Stress hatte, zum Beispiel durch Sauerstoffmangel. In einem solchen Fall sollten die Hertöne des Babys so schnell wie möglich überprüft und die Sauerstoffversorgung kontrolliert werden.Wenn die Fruchtblase platzt, ist dies meist kein schmerzhafter Vorgang, da in der Haut der Fruchtblase keine Nerven verlaufen. Auch die Menge der austretenden Flüssigkeit ist gering, wenn der Kopf des Babys bereits sicher im Becken liegt. Die Wehen setzen durchschnittlich 12-18 Stunden nach dem Blasensprung ein. Mehr über einen vorzeitigen Blasensprung und was Du dann tun kannst, erfährst Du in unserem Beitrag „Wenn die Fruchtblase zu früh platzt“.

Anzeichen: nachlassende Kindsbewegungen

Kurz vor der Geburt lassen die Bewegungen Deines Kindes nach. Es ist ein Zeichen dafür, dass auch die Wehen bald einsetzen werden.

Anzeichen: Wehen

Dass es nun bald „richtig“ losgeht, kündigt sich bei ca. 70 bis 80% der Schwangeren durch die Wehen an. Dass es sich dabei nicht um Übungswehen handelt, die du bereits vor einigen Wochen bemerkt hast, kannst Du schnell feststellen, indem Du darauf achtest, ob die Abstände zwischen den Wehen regelmäßig sind und eine Dauer von etwa 5 – 10 Minuten haben. Die Abstände zwischen den Wehen werden außerdem immer kürzer. In der Regel dauern sie eine halbe bis eine Minute. Außerdem unterscheiden sich Geburtswehen in ihrer Intensität von Übungswehen und ziehen nicht nur vorne zwischen Nabel und Schambein, sondern vom Kreuz nach vorne. Mehr darüber, wie Du die verschiedenen Wehenarten unterscheiden kannst, erfährst Du in unserem Beitrag „Wehen erkennen“.

Anzeichen: Weitung des Gebärmutterhalskanals

Wenn die Fruchtblase nicht wie bei einem Blasensprung schon frühzeitig platzt, wird sie es spätestens tun, wenn sich der Gebärmutterhalskanal weitet. Der Geburt steht nun nichts mehr im Wege.

Was können weitere Anzeichen sein, dass die Geburt bald losgeht?

Gerade beim ersten Kind sind Frauen oft unsicher, wann es wirklich soweit ist. Schließlich wollen sie keinen „Fehlalarm“ auslösen und ohne Grund ins Krankenhaus fahren. Doch keine Sorge, selbst wenn Du unverrichteter Dinge wieder nach Hause geschickt wirst, du warst sicher nicht die erste werdende Mama, die sich diesbezüglich schon einmal getäuscht hat.

Von den folgenden Symptomen berichten manche Frauen:

  • Durchfall/weicher Stuhlgang oder Blähungen
  • Rückenschmerzen
  • Ziehender Unterbauch
  • Übelkeit
  • Muskelzittern
  • Plötzliche innere Unruhe und Schlaflosigkeit
  • Ungewohnte Appetitlosigkeit oder Heißhunger

Häufig lassen auch die Kindsbewegungen im Bauch nach. Ein möglicher Grund dafür ist, dass das Baby weniger Platz für Bewegungen hat. Kein Wunder, denn das Kind legt bis zu 400 Gramm an Gewicht in den letzten zwei Wochen zu.

Wichtig: Lass Dich nicht verunsichern, wenn Du keines dieser Symptome hast und sprich im Zweifel mit Deiner Hebamme oder mit Deinem Frauenarzt. Denn einige Frauen nehmen auch – bis zu den Geburtswehen – keine Veränderungen an sich wahr. Die Schwangerschaft ist eine sehr aufregende Zeit und ist einfach bei jeder Frau anders – ebenso die Geburt. Grundsätzlich ist es wichtig, die Ruhe zu bewahren und die zuletzt beschriebenen Anzeichen lediglich als Hinweis zu nehmen: Es könnte eventuell bald losgehen.

In unserem Spezial „Ablauf der Geburt“ erfährst Du mehr über die drei Phasen der Geburt und welche weiteren Entscheidungen in dieser Zeit getroffen werden.

Geburtsanzeichen: So merken Sie, dass es bald losgeht

Letzte Änderung: 25.11.2019
Verfasst von Till von Bracht • Medizinredakteur Dieser Artikel wurde nachNach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst.

Unsere Inhalte basieren auf fundierten wissenschaftlichen Quellen, die den derzeit anerkannten medizinischen Wissensstand widerspiegeln. Wir arbeiten eng mit medizinischen Experten zusammen.

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So eine Schwangerschaft ist eine unglaublich aufregende Zeit – voller Hochs und Tiefs, und bei jeder Frau anders: Die eine fühlt sich schon relativ früh wie Free Willy auf Füßen, die andere hingegen durchlebt die 40 Schwangerschaftswochen relativ beschwerdefrei.

© iStock

Gegen Ende der Schwangerschaft, wenn der kugelrunde Bauch langsam aber sicher Medizinball-ähnliche Ausmaße angenommen hat, wird es für alle besonders spannend! Die Kliniktasche steht schon längst griffbereit im Flur – und die ganze Familie fiebert dem errechneten Geburtstermin des kleinen Lieblings entgegen.

Aber: Über 90 Prozent der Babys werden nicht am errechneten Termin geboren! Daher ist es hilfreich, die wichtigen Anzeichen für die baldige Geburt zu kennen.

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Die verschiedenen Geburtsanzeichen erleben Frauen sehr unterschiedlich. Einige nehmen zum Beispiel überhaupt keine Veränderungen wahr – zumindest bis zu den Geburtswehen. Andere hingegen berichten wenige Tage vor der Geburt von

  • plötzlicher innerer Unruhe (was aber in gewisser Weise normal ist, je näher der Geburtstermin rückt),
  • ziehenden Schmerzen im Rücken/Unterbauch,
  • Appetitlosigkeit oder Heißhunger,
  • Überempfindlichkeit,
  • Blähungen
  • oder Durchfall.

Durch die Abnahme der Fruchtwassermenge lassen häufig die Kindsbewegungen nach – oder werden als schmerzhaft erlebt. Auch eine Gewichtsabnahme infolge einer vermehrten Urinausscheidung gilt als Zeichen dafür, dass es bald losgeht.

Drei relativ sichere Anzeichen für eine baldige Geburt

Abgang des Schleimpfropfens

Während der Schwangerschaft ist der Muttermund (das ist die kleine Öffnung des Gebärmutterhalses) durch einen Schleimpfropf verschlossen. Der Schleimpfropf besteht aus zähflüssigem Zervixschleim, ist überwiegend milchig bis klar (manchmal leicht blutig) und schützt das ungeborene Kind vor Keimen und Bakterien.

Gegen Ende der Schwangerschaft verändern sich Lage und Festigkeit des Gebärmutterhalses: Die Gebärmutter richtet sich auf, der Gebärmutterhals verkürzt sich und der Muttermund beginnt langsam damit, sich zu öffnen. Nach dieser Öffnung werden Sie den Schleimpfropf in Ihrem Slip entdecken.

Wann die Geburt nach dem Abgang des Schleimpfropfens genau losgeht, lässt sich pauschal nicht sagen – lange dauern kann es dann aber nicht mehr.

Vorzeitiger Blasensprung

Über die gesamte Schwangerschaft ist das Baby in einer mit Fruchtwasser gefüllten Eihülle eingebettet – in der sogenannten Fruchtblase. Im Laufe der Geburt wird sich die Fruchtblase irgendwann öffnen – schließlich muss das Kind ja raus. Meist ist dies während oder am Ende der Eröffnungsperiode der Fall.

Gelegentlich kommt es vor, dass die Fruchtblase schon platzt, noch bevor die Wehen überhaupt eingesetzt haben (sog. vorzeitiger Blasensprung). Ein Blasensprung ist ein eindeutiges Geburtsanzeichen. Es kann zwar noch einige Stunden bis sogar einen Tag dauern, bis die Wehen und damit die Geburt tatsächlich losgehen – spätestens 24 Stunden nach dem Blasensprung leiten viele Ärzte die Geburt wegen der erhöhten Infektionsgefahr ein.

Geburtswehen

Wehen sind für viele DAS Geburtsanzeichen überhaupt – na klar, schließlich gilt: Ohne Wehen keine (natürliche) Geburt. Allerdings sind Wehen nicht gleich Wehen. Bereits ab der 20. SSW treten hin und wieder Wehen auf, sogenannte Übungswehen. Die Gebärmutter übt gewissermaßen, sich anzuspannen.

Danach, etwa ab der 36. SSW , kommt es zu Senkwehen. Auch diese sind unregelmäßig und unterschiedlich schmerzhaft – viele verspüren dabei eher ein Spannungsgefühl im Bauch als echte Schmerzen.

Die eigentlichen Geburtswehen hingegen kündigen sehr sicher eine baldige Geburt an. Sie treten zu Beginn etwa alle 10 Minuten auf und dauern meist eine halbe bis eine Minute. Ist das der Fall, sollten Sie sich schleunigst auf den Weg ins Krankenhaus machen – denn schon in wenigen Stunden werden Sie Ihr Kind in den Armen halten können.

Video: Geburt

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Quellen

Wehen. Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: April 2017)

Höfer, S., Scholz, A.: Meine Schwangerschaft: Tag für Tag faszinierende Bilder und umfassender Rat. Gräfe und Unzer, München 2014

Mändle, C., Opitz-Kreuter, S.: Das Hebammenbuch: Lehrbuch der praktischen Geburtshilfe. Schattauer, Stuttgart 2014

Weitere Informationen

Onmeda-Lesetipps:

Letzte inhaltliche Prüfung: 25.11.2019
Letzte Änderung: 25.11.2019

Schleimpfropf ist abgegangen: Das sollten Sie jetzt beachten

  • Zudem stabilisiert der Schleimpfropf die Gebärmutter ein wenig. Er dient also auch dazu, eine Frühgeburt zu verhindern.
  • Der Pfropf löst sich, wenn der Körper am Ende der Schwangerschaft Prostaglandine produziert. Die Hormone verändern das Gewebe um den Gebärmutterhals. Dies ist der Fall, sobald das Kind geburtsbereit ist.
  • Manchmal geht der Schleimpfropf auch erst mit Übungswehen oder den ersten Geburtswehen ab.
  • Nicht jede werdende Mutter bemerkt den Abgang. Das liegt daran, dass Größe und Aussehen stark variieren können. In der Regel verspüren Sie den Abgang als etwas stärkeren Ausfluss.
  • Ist kein Blut dabei, ist der Schleim in der Regel weiß. Allerdings ist es auch nicht gefährlich, wenn kleine Blutspuren enthalten sind. Dies ist lediglich ein Zeichen, dass sich der Muttermund langsam öffnet.
  • Der Schleimpfropf kann ab der 38. Schwangerschaftswoche abgehen. Das bedeutet jedoch nicht, dass es gleich losgeht mit der Geburt. Bis die ersten Geburtswehen einsetzen, können noch Tage vergehen.
  • Sie müssen also noch nicht sofort ins Krankenhaus gehen. Der Koffer sollte jedoch schon gepackt sein.

Nach dem Abgang des Schleimpfropfs: Wie bald wird nun das Baby kommen?

Der Abgang des Schleimpfropfs ist eine weitere merkwürdige Sache, die während der Schwangerschaft in deiner Vagina vor sich geht. Und obwohl du vielleicht bis fast zum Ende deiner Schwangerschaft nichts von dem Schleimpfropf wusstest, hat er ganz unauffällig viele Monate lang dein Baby beschützt.

Wenn deine Geburt langsam näher rückt, fragst du dich vielleicht: „Was ist ein Schleimpfropf?“. (Oder was noch viel wichtiger ist: „Wann löst er sich — und was bedeutet das im Hinblick auf die Wehen?“)

Dieser Artikel deckt Folgendes ab:

  • Alles, was du über den Schleimpfropf wissen musst
  • Was passiert, wenn sich dein Schleimpfropf löst
  • Wann du dich mit deinem Arzt in Verbindung setzen solltest

Wichtigste Informationen

  • Dein Schleimpfropf ist ein geleeartiger Pfropf, der deinen Gebärmutterhals verschließt, um Infektionen zu verhindern.
  • Dein Schleimpfropf kann sich mit einem Mal lösen oder ganz allmählich, ohne dass du es bemerkst.
  • Der Abgang kann eines der ersten Anzeichen sein, dass die Wehen einsetzen werden. (Der Abgang des Schleimpfropfs bedeutet jedoch nicht, dass die Geburt unmittelbar bevorsteht, es sei denn, du spürst außerdem Kontraktionen oder deine Fruchtblase ist ebenfalls geplatzt.)
  • Du solltest umgehend deinen Arzt kontaktieren, wenn dein Schleimpfropf vor der 38. Woche abgeht, oder wenn du leuchtend rotes Blut oder einen fauligen Geruch bemerkst.

Was ist ein Schleimpfropf?

Du hast deine Schwangerschaft genau verfolgt und die Geburt geplant, du hast aber trotzdem noch nie etwas von einem Schleimpfropf gehört? Mach dir keine Gedanken, da bist du nicht die Einzige. Viele Frauen beschäftigen sich so lange nicht mit dem Schleimpfropf, bis die Geburt bevorsteht. Ein Schleimpfropf ist genau das, wonach es sich anhört: ein dicker Klumpen Schleim (er hat Ähnlichkeit mit dem, was aus deiner Nase kommt), der von den Zervixdrüsen abgesondert wird.

Erinnerst du dich, dass von Zervixschleim die Rede war, als du versucht hast, schwanger zu werden? Und Zervixschleim transportiert nicht nur das Sperma zur Eizelle, sondern verwandelt sich auch in den Schleimpfropf.

So entwickelt sich der Schleimpfropf

  • Während der Einnistung—, wenn sich die Blastozyste in der Uteruswand einnistet —, stimuliert Östrogen die Schleimproduktion der Drüsen in deinem Gebärmutterhals.
  • Dein Gebärmutterhals wird dann weicher, schwillt an und es wird Schleim in die Hohlräume gepumpt, bis keine Lücken mehr vorhanden sind.
  • Das Progesteron führt dazu, dass der Schleim dicker wird, bis der Gebärmutterhals versiegelt ist.
  • Der Schleimpfropf hat zum Schluss etwa die Größe eines 20-Cent-Stücks mit etwa zwei Esslöffeln Schleim.

Sobald der Gebärmutterhalskanal vollständig durch den Schleimpfropf verschlossen ist, können keine Bakterien mehr in den Gebärmutterhals gelangen. Die Antikörper im Schleim bekämpfen Bakterien, Viren und andere Krankheitserreger.

Was passiert, wenn sich dein Schleimpfropf löst?

Wie bei vielen Dingen im Zusammenhang mit der Schwangerschaft und Geburt gibt es hier viele unterschiedliche Erfahrungen. Dein Schleimpfropf kann im Ganzen als geleeartiger Klumpen abgehen oder es gehen mehrere Klumpen ab. Er kann auch in Form von mehrtägigem vermehrtem Scheidenausfluss abgehen. Und wenn dein Schleimpfropf abgeht, bedeutet das nicht unbedingt, dass die Geburt unmittelbar bevorsteht. Die Geburt kann dann noch Tage oder sogar Wochen dauern.

Wie sieht das aus, wenn dein Schleimpfropf abgeht?

Der Schleimpfropf ähnelt Gelatine und ist meist gelblich-weiß, manchmal mit rosa Streifen. Dein Schleimpfropf hat eventuell auch eine beige oder bräunliche Farbe und auch das ist normal. Es ist ebenfalls normal, wenn dein Schleimpfropf mit etwas Blut vermischt ist. (Es sollte jedoch kein leuchtend rotes Blut zu sehen sein. Wenn du Blutungen oder Schmerzen hast, suche bitte umgehend deinen Arzt auf.)

Viele Frauen denken, dass ihre Fruchtblase geplatzt ist, wenn ihr Schleimpfropf abgeht. Aber der Schleimpfropf ist dickflüssiger. Vielleicht geht er ab, während du Wasser lässt oder duschst oder du findest ihn auf deinem Bettlaken oder in der Unterwäsche.

Oder du bemerkst den Abgang überhaupt nicht und auch das ist okay.

Wann geht der Schleimpfropf ab?

Der Schleimpfropf wird dünner und geht aufgrund des Anstiegs des Östrogens (sowie durch den Druck des Kopfes des Babys, der auf den Gebärmutterhals drückt) ab, wenn das Einsetzen der Wehen näher rückt. Normalerweise passiert das irgendwann ab der 38. Schwangerschaftswoche, es kann aber auch früher sein. In den meisten Fällen geht der Schleimpfropf zwei bis fünf Tage, bevor die Wehen einsetzen, ab.

Geht dein Schleimpfropf vor oder nach dem Platzen der Fruchtblase ab?

Beides ist möglich. Wenn der Schleimpfropf nicht vor der 38. Schwangerschaftswoche abgeht, ist jeder Zeitpunkt okay. Bei manchen Frauen geht er ab, bevor die Fruchtblase platzt, und bei manchen danach.

Geht der Schleimpfropf bei jeder Frau ab?

Ja. Bei allen schwangeren Frauen löst sich zu irgendeinem Zeitpunkt während der Wehen oder der Geburt der Schleimpfropf —, aber nicht alle Frauen bemerken das. Wenn sich dein Schleimpfropf allmählich löst, kann es sein, dass du das nicht bemerkst, da es sich wie gewöhnlicher Ausfluss anfühlt.

Bedeutet es, dass nun meine Wehen einsetzen werden, wenn mein Schleimpfropf abgeht?

Wenn der Abgang nicht durch andere Anzeichen von Wehen begleitet wird, beispielsweise durch Kontraktionen, Wehenschmerzen oder das Platzen der Fruchtblase, bedeutet der Abgang deines Schleimpfropfs nicht unbedingt, dass die Wehen einsetzen. Es kann bedeuten, dass die Wehen innerhalb weniger Stunden einsetzen, aber auch, dass es noch einige Wochen dauern wird. Es ist aber eine gute Idee, deinen Arzt darüber zu informieren, wenn der Schleimpfropf bereits abgegangen ist.

Und wenn deine Fruchtblase platzt, solltest du sofort ins Krankenhaus fahren.

Ist es okay, wenn dein Schleimpfropf früher abgeht?

Wenn dies vor der 38. Schwangerschaftswoche geschieht, solltest du dich sofort mit deinem Arzt in Verbindung setzen, da dies ein Risiko für vorzeitige Wehen oder eine vorzeitige Plazentalösung darstellen kann. Wenn du also noch nicht in der 38. Schwangerschaftswoche bist und vermutest, dass es sich bei deinem Scheidenausfluss um den Schleimpfropf handeln könnte, solltest du dich auf jeden Fall untersuchen lassen.

Was ist eine Zeichenblutung?

Manchmal befinden sich rote oder rosa Streifen in deinem Schleimpfropf, nachdem dieser abgegangen ist. Dies nennt man „Zeichenblutung“ und das ist völlig normal. Bei Frauen, die noch kein Baby geboren haben (Erstgebärende), tritt häufiger eine Zeichenblutung auf, als bei Frauen, die bereits ein Baby geboren haben.

Was ist der Grund dafür? Nachdem du bereits ein Baby geboren hast, ist der Durchmesser des Gebärmutterhalses schmaler und die Gebärmutterwände sind dicker. Daher kann manchmal das Blut von geplatzten Blutgefäßen in den Schleimpfropf übergehen. Bei Frauen, die schon eine Geburt hatten, ist diese Wahrscheinlichkeit geringer.

Wann sollte ich mich mit meinem Arzt in Verbindung setzen?

Setze dich mit deinem Arzt in Verbindung, wenn einer der folgenden Punkte auf dich zutrifft:

  • Wenn dein Schleimpfropf früher als zwei Wochen vor deinem Geburtstermin abgeht
  • Wenn du viel Blut bemerkst
  • Wenn du einen schlechten Geruch bemerkst

Und denke daran: Wenn deine Fruchtblase platzt oder du alle vier bis fünf Minuten leichte bis mäßige Kontraktionen verspürst, solltest du dich mit deinem Arzt oder dem Krankenhaus in Verbindung setzen. Schon bald wirst du dein Baby in den Armen halten.

Von Olga Mecking | Dez 12, 2018 Tags: hormones, pregnancy, Zervixschleim

Olga Mecking

Der Schleimpfropf

Der Schleimpfropf bildet sich zu Beginn der Schwangerschaft im Muttermund und schützt dort die Gebärmutter z.B. vor aufsteigenden Keimen. Wenn dieser Schleimpropf ausgeschieden wird, deutet das zusammen mit den anderen Anzeichen auf das baldige Einsetzen der echten Wehen hin. Ist er mit wenig Blut vermischt ist, wird das „Zeichnen” genannt. Der Muttermund hat sich geweitet und dabei löst sich der Schleim.

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Der Schleimpfropf kann sich schon bis zu zwölf Tage vor Einsetzen der Wehen lösen, in den meisten Fällen geschieht dies allerdings erst ungefähr einen Tag vorher. Wenn Sie den Abgang des Pfropfes etwa zum Zeitpunkt Ihres errechneten Geburtstermins beobachten, ohne jedoch einen Blasensprung bzw. Blutungen oder regelmässig auftretende Kontraktionen zu bemerken, dann brauchen Sie sich noch nicht an Ihren Frauenarzt, Ihre Frauenärztin oder Ihre Hebamme zu wenden. Packen Sie jedoch vorsichtshalber schon einmal Ihren Klinikkoffer, falls Sie sich für eine Geburt im Spital entschieden haben.

Häufige Frage zum Thema

Der Schleimpfropf ist vor ein paar Tagen abgegangen. Wie lange kann es noch dauern, bis die Geburt beginnt?

Normalerweise ist das „Zeichnen“, also der Abgang des Schleimpfropfs ein deutliches Zeichen, dass jetzt die Wehen unmittelbar bevorstehen.

Aber: Keine Geburt folgt einem klaren Schema, und in einzelnen Fällen kann es auch mal mehrere Tage dauern, bis es richtig losgeht.

vollständige Antwort lesen

Letzte Aktualisierung : 26-04-16, BH / ET / swissmom-Hebammenteam

In meiner Schwangerschaft ging es mir wie vielen Frauen in meinem Umfeld: Ich war fest der Überzeugung, dass mein Baby schon ein wenig vor dem Geburtstermin kommen würde. Etwa ab der 38. Schwangerschaftswoche wartete ich darum gespannt auf die ersten Anzeichen für die Geburt. Tatsächlich ließ sich mein Baby aber, wie tatsächlich in vielen Erstlingsschwangerschaften, Zeit bis nach dem errechneten Entbindungstermin. Erst zwei Tage nach Geburtstermin setzten Wehen ein und etwa 18 Stunden später platzte im Krankenhaus meine Fruchtblase.

Die Zeit des Wartens bis die Geburt beginnt, ist wirklich nervenaufreibend und hat mich innerlich sehr angespannt. Damit Du besser die Zeichen Deines Körpers deuten kannst, möchte ich mit diesem Beitrag folgende Fragen beantworten:

  • Potentielle langfristige Anzeichen für eine Geburt: Woran merke ich, dass die Geburt bald losgeht?
  • Kurzfristige Geburtsanzeichen: Bei welchen sicheren Geburtsanzeichen muss ich schnell reagieren und sofort ins Krankenhaus oder ins Geburtshaus?

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Langfristige & baldige Anzeichen einer Geburt: Es könnte vielleicht in den nächsten Tagen losgehen

Der Schleimpfropf löst sich

Während der Schwangerschaft wird der Muttermund und damit das ungeborene Baby durch den sogenannten Schleimpfropf geschützt. Dabei handelt es sich um extrem zähflüssigen, festen Zervixsschleim, der den verschlossenen Muttermund vor eindringenden Krankheitserregern schützt.

Der Schleimpfropf löst sich einige Stunden bis Tage vor der Geburt. Dabei kann es zu einem schleimigen oder blutigen Ausfluss (Zeichnen) kommen. Bei manchen Frauen geht der Schleimpfropf als Ganzes, also als schleimiger Klumpen ab, andere bemerken ihn nicht einmal.

Ein sicheres Anzeichen für die Geburt ist das Lösen des Schleimpfropfes nicht. Danach kann es noch bis zu zwei Wochen dauern, bis die Geburt beginnt.

Der Schleimpfropf löst sich – Anzeichen für den Geburtsbeginn?

Senkwehen

Bevor das Baby durch den Geburtskanal rutschen kann, muss sich das Kopf des ungeborenen Babys ins Becken senken. Diesen Vorgang sieht man auch äußerlich, denn der Bauch senkt sich merklich. Während das bei manchen Frauen schon einige Wochen vor der Geburt passiert, senkt sich bei anderen der Bauch erst kurz vor oder während der Geburt. Oft ist der Prozess mit wehenartigen Schmerzen, den sogenannten Senkwehen verbunden.

Senkwehen sind nicht geburtsrelevant, darum musst Du deswegen auch nicht ins Krankenhaus.

Das Schöne an den Stunden oder Tagen nach den Senkwehen ist: Deine inneren Organe haben jetzt wieder mehr Platz. Das bedeutet durchatmen, mehr essen und weniger Schmerzen beim Liegen!

Wie fühlen sich Wehen an?

Kurzfristige Geburtsanzeichen – Ab jetzt steht die Geburt kurz bevor

Echte Geburtswehen – Das untrügliche erste Anzeichen einer Geburt

Der Unterschied zwischen Übungswehen und echten, geburtsrelevanten Wehen, ist nicht immer einfach zu bestimmen. Übungswehen können oft schon ab der zweiten Schwangerschaftshälfte auftreten. Vor allem Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind, sind schnell verunsichert, ob das Ziepen im Bauch jetzt noch normal ist, oder ob die Geburt bald losgeht.

Manche Frauen wissen intuitiv, wenn sie zum ersten Mal echte Geburtswehen spüren. Geburtswehen sind in der Intensität viel stärker als Übungswehen. Außerdem kommen sie regelmäßig und lassen sich auch durch ein warmes Bad, Entspannung oder eine Positionsveränderung nicht beeinflussen. In einem Vollbad werden Geburtswehen oft sogar noch stärker, statt wie Übungswehen nachzulassen. Mit der Zeit werden Geburtswehen immer stärker, länger und kommen vor allem häufiger. Die Schmerzen können außerdem in den Rücken oder die Beine ausstrahlen und nicht nur Kontraktionen im Unterleib sein.

Wenn die Wehen alle fünf Minuten oder häufiger kommen und / oder länger als 20 Sekunden und sehr stark sind, solltest Du sofort deine Kliniktasche für die Geburt greifen und ins Krankenhaus bzw. Geburtshaus!

Der Muttermund öffnet sich – Das einleitende Geburtsanzeichen

Bei echten Geburtswehen spricht man außerdem davon, dass diese „muttermundswirksam“ sind. Das heißt in der Regel, mit jeder Wehe öffnet sich der Muttermund ein wenig mit. Dieser Prozess kann sehr schnell gehen oder viele, viele Stunden in Anspruch nehmen.

Die zweite Geburtshälfte und damit auch die Presswehen beginnen, wenn der Muttermund etwa 10 cm geöffnet ist. Wann es so weit ist, überprüft die Hebamme in regelmäßigen Abständen. Auch Du selbst kannst die Öffnung des Muttermundes ertasten wenn Du das möchtest. Allerdings solltest Du das nur mit sauberen Händen oder Einmal-Handschuhen tun.

Fruchtblase platzt – Das sichere Anzeichen dafür, dass die Geburt bald losgeht

Nicht bei allen Schwangerschaften platzt die Fruchtblase vor der Geburt. In ganz seltenen Fällen werden Babys in der intakten Fruchtblase geboren und diese wird erst außerhalb der Gebärmutter eröffnet. In den allermeisten Fällen aber platzt die Fruchtblase nach Einsetzen der Geburtswehen. Spätestens dann solltest Du ins Krankenhaus, Geburtshaus oder Deine Hebamme anrufen.

Wenn die Fruchtblase platzt – Was ist beim Blasensprung zu tun?

Bei manchen Frauen geht das Fruchtwasser nach Platzen der Fruchtblase schwallartig ab. Andere bemerken kaum, dass die Fruchtblase geplatzt ist, weil die Flüssigkeit nur langsam aussickert. Wenn Du also während der letzten Schwangerschaftswochen durchsichtigen, wässrigen Ausfluss beobachtest, solltest Du das sicherheitshalber überprüfen lassen. Fruchtwasser lässt sich im Zweifel anhand eine PH-Messtreifens von Urin unterscheiden. In manchen Fällen kann das Fruchtwasser auch grünlich oder bräunlich sein.

Wenn Dein Bauch sich noch nicht gesenkt hat, der Kopf das Babys also noch nicht im Becken liegt, solltest Du nach dem Blasensprung nur noch liegend transportiert werden. Sonst könnte die Nabelschnur und damit die Versorgung des Babys abgeklemmt werden.

Wenn noch keine Geburtswehen eingesetzt haben, aber die Fruchtblase schon platzt, spricht man von einem vorzeitigen Blasensprung. Dieser sollte unbedingt von einem Gynäkologen überprüft und überwacht werden. Das bedeutet: Immer, wenn die Fruchtblase geplatzt ist, solltest Du ins Krankenhaus oder Geburtshaus!

Weniger wichtige Anzeichen dafür, dass es bis zur Geburt nicht mehr lange dauert

Bei einigen Frauen wird der Geburtsbeginn auch von weiteren Symptomen begleitet. Diese sind aber nicht die Regel und deuten nicht zuverlässig auf das Einsetzen der Geburt hin. Zu diesen Anzeichen für die Geburt zählen:

  • Durchfall
  • Muskelzittern
  • Schlaflosigkeit / Schlafstörungen
  • Übelkeit / Erbrechen
  • Rückenschmerzen
  • leichte Blutungen
  • starke Erschöpfung / Müdigkeit
  • Baby bewegt sich weniger
  • Die Brustwarzen geben Vormilch ab.

Senkwehen: So lassen sie sich erkennen

Einige Wochen vor der Geburt spüren Schwangere die sogenannten Senkwehen. Meist treten sie in unregelmässigen Zeitabständen auf. Sie lassen das Köpfchen des Babys ins Becken rutschen. Dadurch senkt sich der Bauch der Schwangeren.

In den letzten Wochen der Schwangerschaft kommt es zu Senkwehen. Oft sitzt der Bauch dann sichtbar tiefer. Foto: pavlinec, iStock, Thinkstock

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Um die 36. Schwangerschaftswoche herum kommt es zu den sogenannten Senkwehen, von vielen Fachleuten auch „Vorwehen“ genannt. Bei Frauen, die schon Kinder haben, können Senkwehen jedoch bereits etwas früher beginnen. Die Kontraktionen der Gebärmutter führen dazu, dass sie etwas weiter nach unten befördert wird. Infolge dessen rutscht der Kopf des ungeborenen Kindes in das Becken. So bereiten sich der mütterliche Körper und das Baby optimal auf die Geburt vor. Bei grossen Babybäuchen ist die veränderte Lage des Kindes optisch gut wahrnehmbar.

Senkwehen: die positiven Folgen

Senkwehen führen dazu, dass die Organe der Mutter wieder mehr Platz haben. So fällt die Atmung wieder leichter. Viele Schwangere bemerken nach den Senkwehen auch positive Auswirkungen auf die Verdauung.

Senkwehen: die negativen Folgen

Allerdings können die Senkwehen auch Folgen haben, die weniger angenehm sind. Oft drückt das Baby in der nachfolgenden Lage stark auf die Blase, so dass es zu häufigem Harndrang kommen kann. Verspannungen in den Beinen, besonders in den Oberschenkeln, treten ebenfalls häufig auf.

Übungswehen oder Senkwehen?

Übungswehen sind von Senkwehen leicht zu unterscheiden. Während Übungswehen schon ab der 20. Schwangerschaftswoche vorkommen, treten Senkwehen erst wenige Wochen vor der Geburt auf. Darüber sind Übungswehen in regelmässigen Zeitabständen spürbar, mehrmals in der Stunde oder alle paar Stunden. Auch zwischen Senkwehen können Stunden liegen, manchmal aber auch Tage.

Senkwehen Symptome

Senkwehen können zeitweise schmerzhaft sein. Die meisten Schwangeren beschreiben sie als stechendes Ziehen im Bauch, vor allem im Unterleib. Der Bauch kann durch die Anspannung der Muskeln während der Wehen sehr hart werden. Auch unangenehme Schmerzen in der Leisten- und Rückengegend treten oft in Verbindung mit den Kontraktionen auf. Vor allem Frauen, die bereits eine Entbindung hinter sich haben, nehmen Senkwehen stärker wahr.

Obwohl Senkwehen unangenehm sein können, gibt es keinen Grund zur Sorge, denn diese Kontraktionen sind völlig normal. Schwangere sollten dann einen Frauenarzt oder eine Hebamme aufsuchen, wenn die Wehen von Blutungen oder Ausfluss begleitet werden, extrem schmerzhaft sind oder gehäuft auftreten (mehr als drei Wehen pro Stunde). In diesen Fällen könnte sich eine Fehl- oder Frühgeburt anbahnen.

Um den Schmerz durch die Senkwehen etwas zu mildern, ist es sinnvoll, sich besonders zu schonen und Stress zu vermeiden, da Stress die Wehen verstärken kann. Auch ein warmes Vollbad kann entspannend wirken. Werden die Wehen hier allerdings stärker, könnte es sich bereits um Geburtswehen handeln.

Senkwehen: Kein Zeichen einer baldigen Geburt

Die Kontraktionen, die das Köpfchen des Babys in Richtung Becken bewegen und die Gebärmutter senken, sind übrigens keinesfalls ein Anzeichen für eine baldige Geburt. Es kann noch mehrere Wochen dauern, bis das Baby endlich in den eigenen Armen liegt.

Signale des Körpers 6 Anzeichen einer bevorstehenden Geburt

Neun Monate tragen Sie jetzt schon Ihr Baby in Ihrem Bauch – neun lange Monate, in denen das Kind im Mutterleib ordentlich gewachsen ist. Zum Glück rückt der Geburtstermin immer näher und die körperlichen Beschwerden, wie beispielsweise Rückenschmerzen, werden schon bald vergessen sein. Doch gerade beim ersten Kind fragen sich viele Frauen, wie lange es noch dauern wird, bis zur Geburt und ob es erste Anzeichen gibt, die eindeutig sagen: „Achtung, bald geht’s los!“.

Erkennen Sie anhand dieser sechs Anzeichen einer bevorstehenden Geburt, wann es Zeit wird, ins Krankenhaus zu fahren und in welcher Situation Abwarten lohnenswert ist. Egal in welcher Phase Sie sich gerade befinden, gehen Sie die Dinge mit Ruhe an und üben Sie so wenig Stress wie möglich auf sich und das Baby aus.

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Anzeichen der bevorstehenden Geburt

1. Große Unlust macht sich breit

Sie haben Ihre Schwangerschaft in vollen Zügen genossen, finden aber, dass es jetzt langsam an der Zeit ist, den kleinen Mitbewohner aus seiner engen Behausung zu befreien? Sie haben keine Lust mehr, schwanger zu sein und freuen sich darauf, Ihren Körper bald wieder ganz für sich allein zu haben? Und obendrein verursacht jede noch so kleine Bewegung des Kindes höllische Schmerzen? Dann können wir Sie beruhigen. Diese allgemeine Unlust und der Platzmangel im Bauch sind die ersten Anzeichen der bevorstehenden Geburt. Statt zu fluchen, genießen Sie lieber die letzten Tage der Schwangerschaft und retten sich in Vorfreude.

2. Schlaf- und Appetitlosigkeit

Klar, man kann sich Gemütlicheres vorstellen als mit einer dicken Kugel vorm Bauch ins Bett zu hüpfen – geschweige denn durchzuschlafen. Neben dem körperlichen Handycap hört auch der Kopf einfach nicht auf zu grübeln: Wie wird die Geburt verlaufen? Ist das Kind gesund? Was, wenn ich mein Baby nicht liebe? Fragen über Fragen – da bleibt kaum Zeit für Schlaf. Auch der Appetit nimmt sich in den letzten Tagen der Schwangerschaft zurück. Der Körper bereitet sich auf die bevorstehenden Anstrengungen vor und kann eines dabei ganz und gar nicht gebrauchen: den Verzehr großer Mahlzeiten, deren Verdauung übermäßig viel Energie frisst.

3. Der Magen und der Darm spielen verrückt

Ungefähr eine Woche vor der Geburt fängt der Verdauungstrakt an zu rebellieren. Magenschmerzen, Übelkeit und Durchfall sind unangenehme Anzeichen, die den fiesen Wehenhormonen zu schulden sind. Der Hormonspiegel der Frau fährt zwar während der gesamten Schwangerschaft Achterbahn, doch gerade zum Ende hin wird es noch einmal unangenehm. Die Produktion der Wehenhormone ist allerdings sehr wichtig für den Fortschritt der Geburt und fördert die Entwicklung der Wehen. Da hilft es, einfach cool zu bleiben und immer in der Nähe einer Toilette zu verweilen.

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4. Das Einschießen der Vormilch

Nicht nur der Bauch hat in der Schwangerschaft an Umfang gewonnen, auch die Brüste sind einige Wochen vor der Geburt groß und fest. Die Milchproduktion läuft auf Hochtouren, denn das Neugeborene wird sich nach Geburt erst einmal stärken müssen. Die Generalprobe ist geglückt, sobald einige Tage vor der Geburt vereinzelt gelbliche Tropfen Muttermilch aus der Brustwarze hervorgehen. Die sogenannte Vormilch ist ein sicheres Zeichen dafür, dass das Baby sehr bald das Licht der Welt erblicken wird.

5. Senkwehen bringen die Geburt in Schwung

Schwangere Frauen fürchten sich oft vor den Schmerzen der Wehen. Damit der Schmerz der Wehen nicht plötzlich von Null auf Hundert ansteigt, hat die Natur vorgesorgt: Bevor die ersten Wehen einsetzen, sorgen sogenannte Senkwehen ab der 36. Schwangerschaftswoche dafür, dass sich das Baby dreht und sein Köpfchen tief in das Becken sinkt. Ein eindeutigeres Vorzeichen als Senkwehen gibt es nicht. Also tief durchatmen und schon mal mental auf echte Wehen vorbereiten.

6. Blasensprung und los geht’s!

Sobald die Fruchtblase platzt, können Sie mit sehr großer Sicherheit davon ausgehen, dass Ihr Baby in den nächsten 24 bis 48 Stunden auf die Welt kommen wird und Sie und Ihr Partner endlich Eltern werden. Auch wenn der Muttermund nach dem Blasensprung oft einige Zentimeter geöffnet ist, heißt es, Ruhe bewahren: Setzen die ersten heftigeren Wehen in einem Abstand von acht bis zehn Minuten ein, ist das das Zeichen dafür, sich langsam anzuziehen und dann ab ins Krankenhaus. Wer sich für eine Hausgeburt entschieden hat, der informiert die Hebamme.

Lieber einmal mehr als zu wenig: Vorzeitige Wehen, ein vorzeitiger Blasensprung oder andere Komplikationen sind werdenden Müttern oft ein Grauß. Wenn Sie das Gefühl haben, dass etwas mit Ihnen und dem Baby nicht stimmt, ist ein Anruf beim Gynäkologen oder auf der Geburtsstation nie verkehrt.

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