Geburt kind was beantragen

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Checkliste-Bürokratie in der Schwangerschaft

Da hast Du doch eben erst erfahren, dass Du schwanger bist und sehnst nun den Tag herbei, an dem Du Dein kleines Wunder auf dem Arm halten kannst. Die Zeit vertreibst Du Dir mit der Einrichtung des Kinderzimmers, gehst fleißig die Erstausstattung einkaufen und packst die Kliniktasche. Doch leider warten auch einige leidige Formalitäten auf Dich, die es zu erledigen gilt. Im Folgenden erfährst Du, was vor und nach der Geburt an Bürokratie auf Dich zu kommt.

Urkunden, Anträge, Formalitäten – all das lässt sich leider nicht vermeiden und kann lästig sein, möchte man doch lieber die Zeit bis zur Geburt mit Vorbereitungen und vor allem nach der Geburt zum Kuscheln mit dem Neuankömmling nutzen. Viele Anträge kannst Du daher schon vor der Geburt ausdrucken bzw. beantragen und ausfüllen, sodass Du die Zeit nach der Geburt ausgiebiger mit Deinem neuen Familienmitglied nutzen kannst.

Vor der Geburt:

  • Vaterschaftsanerkennung (beim örtlichen Jugendamt, Standesamt, Amtsgericht oder Notar)
  • Mutterschaftsgeld ( online bei Deiner Krankenkasse)
  • Elternzeit beim Arbeitgeber beantragen (muss dem Arbeitgeber spätestens sieben Wochen vor Beginn schriftlich mitgeteilt werden)

Nach der Geburt:

  • Geburtsurkunde und Anmeldung im Einwohnermeldeamt
  • Anmeldung bei der Krankenkasse
  • Elterngeld (sechs Wochen vor dem Geburtstermin des Kindes möglich, bei der jeweils zuständigen Elterngeldstelle)
  • Kindergeld (beim örtlichen Arbeitsamt)

Vaterschaftsanerkennung

Wo: Standesamt oder Jugendamt

Was Du benötigst: Geburtsurkunden und Personalausweise beider Elternteile, voraussichtlicher Geburtstermin (Mutterpass)

Die Vaterschaftsanerkennung muss nur durchgeführt werden, wenn Du nicht mit Deinem Partner verheiratest bist. Erwartet ihr also Nachwuchs und seid nicht miteinander verheiratet, solltet ihr die Vaterschaft anerkennen lassen. Damit sorgt ihr offiziell für ein Verwandtschaftsverhältnis und habt das gemeinsame Sorgerecht für das Kind.

Mutterschaftsgeld

Wo: Krankenkasse

Was Du benötigst: Bescheinigung des Frauenarztes über den errechneten Geburtstermin

Das Mutterschaftsgeld erhalten alle berufstätigen, gesetzlich versicherten Frauen während des gesamten Mutterschutzes, d.h. mindestens 6 Wochen vor und bis zu 8 Wochen nach dem errechneten Geburtstermin. Es kann frühestens 7 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin beantragt werden. Die Höhe des Mutterschaftsgeldes beträgt maximal 13€ pro Kalendertag. Dies wird von der Krankenversicherung gezahlt. Der Arbeitgeber stockt diesen Betrag bis zum durchschnittlichen Nettolohn der letzten 13 Monate, vor Beginn des Mutterschutzes, auf. Für Selbstständige, nicht gesetzlich versicherte Frauen, sowie nicht erwerbstätige und arbeitssuchende Frauen gelten abweichende Regelungen. Dieses können unter www.mutterschaftsgeld.de nachgelesen werden.

Wo: Standesamt bzw. direkt über die Geburtsklinik

Was Du benötigst: Geburtsbescheinigung der Klinik, elterliche Geburtsurkunden und Personalausweise, evtl. die Heiratsurkunde oder die Vaterschaftsanerkennung

In manchen Geburtskliniken wird Dir diese Formalität abgenommen. Sollte dies nicht der Fall sein, melde Dein Kind möglichst innerhalb der ersten Woche beim Standesamt des Geburtsortes an. Dann bekommst Du die Geburtsurkunde Deines Kindes mit der Du alle weiteren Anträge ausführen kannst.

Nicht immer übernimmt das Standesamt die Anmeldung Deines kleinen Schützlings beim Einwohnermeldeamt. Frage dies auf jeden Fall nach und melde Dein Kind mit der Geburtsurkunde dort ggf. an.

Anmeldung bei der Krankenkasse

Wo: Krankenkasse

Was Du benötigst: Geburtsurkunde, Antrag auf Familienversicherung

Dein Baby ist automatisch bei Dir mitversichert, sobald es das Licht der Welt erblickt hat. Die Anmeldung bei der Krankenkasse sollte innerhalb der ersten beiden Lebensmonate stattfinden. Nach der Anmeldung bekommt Dein Kind seine eigene Versicherungskarte. Bist Du oder der andere Elternteil privat und gesetzlich versichert, kann das Kind nicht kostenlos bei der gesetzlichen Krankenkasse mit versichert werden, wenn der privat Versicherte das höhere Einkommen hat. In diesem Fall muss die private Krankenversicherung das Kind mit aufnehmen, dies allerdings gegen einen eigenen Beitrag.

Wo: Arbeitgeber

Was Du benötigst: Formloses Schreiben mit Angabe über die Dauer der Elternzeit und über eine evtl. Teilzeitarbeit mit gewünschter Stundenanzahl

Du kannst Elternzeit im Anschluss an den Mutterschutz beanspruchen. Elternzeit musst Du spätestens 7 Wochen vor Beginn beim Arbeitgeber anmelden und dauert maximal bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres Deines Kindes. Die Mutterschutzfrist wird auf die Elternzeit angerechnet. Während der Elternzeit ist eine Teilzeitarbeit von bis zu 30 Wochenstunden möglich und es besteht weiterhin der Kündigungsschutz.

Wo: Elterngeldstelle Deines Heimatortes

Was Du benötigst: Elterngeldantrag, Geburtsurkunde, Bescheinigung der Krankenkasse und des Arbeitgebers, Kopie des Personalausweises, Meldebescheinigung, Vordruck “Erklärung zum Einkommen”, Steuerbescheide beider Elternteile aus dem Kalenderjahr vor der Geburt des Kindes, Lohn- und Gehaltsnachweise der letzten 14 Monate, evtl. Vaterschaftsanerkennung

Elterngeld solltest Du schnellstmöglich nach der Geburt beantragen, da es nur drei Monate rückwirkend gezahlt wird. Um Deine Nerven zu schonen, fülle den Antrag schon vor der Geburt aus, er ist nämlich durchaus etwas komplizierter. Hier eine Kurzfassung: Das Elterngeld wird für 12 Monate gezahlt, wenn ein Elternteil Elternzeit nimmt. Nehmen beide Eltern Elternzeit, erfolgt die Zahlung über 12 Monate. Die Höhe des Elterngeldes beträgt maximal 76 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens aus den letzten drei Monaten. Dabei werden mindestens 300€ und maximal 1800€ ausgezahlt. Nähere Informationen, vor allem zu den unterschiedlichen Sonderregelungen findest Du unter www.bmfsfg.de

Wo: Familienkasse oder Arbeitsamt

Was Du benötigst: Antrag auf Kindergeld, Geburtsurkunde, Steuer-ID der Eltern und des Kindes

Für Deine ersten beiden Kinder werden monatlich 192€, für Dein drittes Kind 198€ und für jedes weitere Kind 223€ ausgezahlt. Warte mit dem Antrag nicht allzu lange, es wird nur ein halbes Jahr rückwirkend gezahlt.

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Formalitäten nach der Geburt – Ein Überblick

Formalitäten nach der Geburt – ein Überblick

Für Ihr Kind benötigen Sie eine Geburtsurkunde, die ihrerseits für weitere Angelegenheiten vorgelegt werden muss. Ihr Kind muss beim Einwohnermeldeamt eingetragen werden, eventuell sind Regelungen hinsichtlich des Nachnamens, der Vaterschaftsanerkennung und des Sorgerechts zu treffen.

Die zuständige Krankenversicherung ist zu informieren, für den Kinderfreibetrag ist ein Eintrag beim Finanzamt erforderlich, daneben sind Fristen und Formalitäten für das Elterngeld Plus, das Eltern- und Kindergeld zu beachten. Die Elternzeit sollte sieben Wochen vor der Geburt beantragt werden.

Oft ist der Vater bei der Erledigung der Formalitäten gefordert, da die Mutter nach der Entbindung noch zu geschwächt ist. Bei unehelichen Paaren sind einige Besonderheiten zu beachten: Es sind Dokumente der Mutter vorzulegen, gegebenenfalls auch die Vaterschaftsanerkennung und persönliche Dokumente des Vaters.

Geburtsurkunde

Für die Ausstellung der Geburtsurkunde ist ein Gang auf das Standesamt erforderlich, es gilt eine Frist von einer Woche nach der Geburt. Sie benötigen

  • eine Bescheinigung vom Arzt oder der Hebamme über die Geburt Ihres Kindes
  • gültige Ausweisdokumente
  • bei Verheirateten eine Heiratsurkunde (Stammbuch)
  • andernfalls Geburtsurkunde der Mutter

Bei bereits vor der Geburt anerkannter Vaterschaft sind außerdem das entsprechende Dokument und die Geburtsurkunde des Vaters vorzulegen.

Die Geburtsurkunde für Ihr Kind erhalten Sie in vierfacher Ausfertigung. Davon kann eine bei Ihnen verbleiben, die weiteren benötigen Sie zur Vorlage bei anderen Antragstellungen. In einigen Krankenhäusern kümmert sich das Sekretariat um die Formalitäten, Sie erhalten die Geburtsurkunde dann dort und der Gang aufs Standesamt entfällt.

Einwohnermeldeamt

Das Einwohnermeldeamt erhält einige Zeit nach Ausstellung der Geburtsurkunde automatisch eine Meldung vom Standesamt. Dennoch müssen Sie Ihr Neugeborenes unter Vorlage der Geburtsurkunde und Ihres Ausweises, gegebenenfalls auch der Vaterschaftsanerkennung, dort noch persönlich anmelden. Dies erfolgt idealerweise gleich nach dem Gang zum Standesamt beziehungsweise innerhalb kurzer Zeit nach der Geburt.

Vaterschaftsanerkennung und Sorgerecht

Bei unverheirateten Paaren kann die Vaterschaft schon vor der Geburt anerkannt werden. Auch Sorgerechtsregelungen können vorab getroffen werden. Das ist sinnvoll, da der Vater dann nach der Geburt automatisch berechtigt ist, sämtliche Formalitäten für das Kind zu erledigen.

Nach der Geburt erfolgt eine Vaterschaftsanerkennung über das Familiengericht, einen Notar oder das Standesamt. Selbstverständlich ist eine ausdrückliche Zustimmung der Mutter erforderlich. Vorzulegen ist neben den Ausweisdokumenten beider Elternteile die Geburtsurkunde des Vaters.

Regelungen zum Sorgerecht können Sie über das Jugendamt beantragen – bei unverheirateten Paaren hat die Mutter automatisch das alleinige, bei Verheirateten gilt ein gemeinsames Sorgerecht. Unverheiratete können das gemeinsame Sorgerecht beantragen, daneben kann der Vater als teilweise sorgeberechtigt eingetragen werden. Die Teilbereiche betreffen die Personensorge, die Vermögenssorge und das Vertretungsrecht.

Nachname des Kindes

Verheiratete können ebenso wie Unverheiratete unterschiedliche Nachnamen haben. In diesem Fall haben Sie nach der Geburt einen Monat Zeit, über den Nachnamen Ihres Kindes zu entscheiden.

Hat ein Elternteil das alleinige Sorgerecht, erhält das Kind zunächst automatisch dessen Nachnamen. Mit einer beidseitigen Einwilligungserklärung kann aber innerhalb eines Monats im Nachhinein auf Wunsch des Partners eingetragen werden. Zuständig ist das Standesamt. Für verheiratete Paare mit unterschiedlichen Nachnamen ist dieser Gang unumgänglich.

Kindergeld

Kindergeld wird bei der Bundesagentur für Arbeit beantragt, auch hier muss die Geburtsurkunde des Kindes vorgelegt werden.

Sämtliche Antragsformulare rund um das Kindergeld können Sie im PDF-Format herunterladen. Hier ist der aktuelle Link dazu, alternativ stellt die Bundesagentur einen Online-Formulardienst zur Verfügung.

Je eher Sie den Antrag stellen, umso schneller können Sie mit der Auszahlung rechnen. Grundsätzlich erfolgt diese maximal für ein halbes Jahr rückwirkend, diese Frist sollten Sie daher keinesfalls versäumen.

Elternzeit

Die Elternzeit können Sie vor der Geburt beim Arbeitgeber beantragen. Ist dies noch nicht geschehen, müssen Sie eine siebenwöchige Frist einhalten – erst nach Ablauf dieser Frist ab Antragstellung können Sie in Elternzeit gehen.

Elterngeld

Die Beantragung des Elterngeldes (Geburt des Kindes bis 30.06.2015) oder Elterngeld Plus (Geburt des Kindes ab 01.07.2015) erfolgt bei der zuständigen Elterngeldstelle Ihres Bundeslandes. Hier finden Sie die passende Seite dazu.
Auch hier erfolgt eine rückwirkende Zahlung, allerdings nur für drei Monate. Diese Zeit bleibt Ihnen also nach der Geburt.

Neben der Geburtsurkunde müssen Sie Einkommensnachweise vorlegen, der Arbeitgeber muss dazu ein Formular ausfüllen. Haben Sie bereits Kinder, die das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, ist für den Kinderbonus außerdem ein Nachweis für die vorhandenen Kinder erforderlich.

Krankenversicherung

Direkt nach der Geburt ist Ihr Kind in der gesetzlichen Krankenkasse automatisch kostenlos familienversichert, dennoch müssen Sie es innerhalb zwei Monaten nach der Geburt noch schriftlich anmelden. Eventuell erforderliche Formulare erhalten Sie vom Versicherungsträger, gegebenenfalls ist neben diesen eine Vorlage der Geburtsurkunde notwendig.

Sind Sie privat versichert, ist der Versicherungsträger zwar zur Aufnahme Ihres Kindes verpflichtet, die Versicherung ist allerdings kostenpflichtig. Auch hier können Sie erfragen, welche Formalitäten eventuell zu erfüllen sind.

Steuerklasse, Kinderfreibetrag

Für eine eventuelle Änderung der Steuerklasse nach der Geburt oder den Eintrag eines Kinderfreibetrages müssen Sie sich an das zuständige Finanzamt wenden.

Checkliste

Die „Nationale Stillkommission, Bundesinstitut für Risikobewertung“ hat eine Checkliste für die Zeit nach der Geburt erstellt. Neben nützlichen Informationen zu Gesundheit, Stillen und Babypflege sind auch solche zu den Formalitäten nach der Entbindung enthalten.

Die Checkliste kann im PDF-Format hier heruntergeladen werden.

Welche Behördengänge sind nach der Geburt eines Kindes nötig?

Kündigt sich Nachwuchs an, sollten sich werdende Eltern neben der großen Freude und den Vorbereitungen für das Kinderzimmer auch mit den notwendigen Formalitäten befassen. Einige davon sind sogar schon vor der Geburt zu erledigen oder in die Wege zu leiten. Anderes kann erst abgearbeitet werden, wenn der neue Erdenbürger auf der Welt ist. Wichtig ist, Fristen einzuhalten, um alle Ansprüche geltend machen zu können.

Elternzeit – wann und wie beantragen?

Wer plant, in Elternzeit zu gehen, sollte seinen Arbeitgeber so früh wie möglich darüber informieren. Spätestens sieben Wochen vor Beginn des gewünschten Zeitraums muss ein Antrag gestellt werden. Dieser Antrag bedarf der sogenannten gesetzlichen Schriftform, wonach ein vom Antragsteller im Original unterschriebenes Schreiben übersandt werden und dieses rechtzeitig beim Arbeitgeber eingehen muss. Eine Übersendung per Fax oder E-Mail reicht nicht aus und wahrt nicht die Frist.

Da ein gesetzlicher Anspruch auf Elternzeit besteht, darf ein korrekter schriftlicher Antrag nicht abgelehnt werden. Dabei muss für den Beginn der Elternzeit auch nicht zwingend ein festes Datum angegeben werden – der Vermerk „ab Geburt des Kindes“ reicht aus, insofern das Datum naturgemäß bei Antragstellung noch unbekannt ist. Die Elternzeit beträgt maximal drei Jahre pro Elternteil und Kind. Im Antrag muss bereits angeben werden, wie der Antragssteller die ersten 24 Monate der Elternzeit gestalten möchten (zum Beispiel in Teilzeit arbeiten). Musteranträge sind im Internet zu finden, zum Beispiel unter www.elternzeit.de/antrag-elternzeit.

Mutterschaftsgeld wird nur auf Antrag gezahlt

Mutterschaftsgeld wird von der Krankenkasse gezahlt, allerdings nur, wenn es rechtzeitig beantragt wurde. Und das heißt mindestens sieben Wochen vor der Geburt. Ein formloser Brief ist ausreichend, eine Schwangerschaftsbescheinigung des behandelnden Frauenarztes muss mitgeschickt werden. Viele Kassen bieten Formulare des Antrags zum Download. Schwangere, die zu Beginn der sechswöchigen Schutzfrist vor der Entbindung nicht selbst Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse, sondern privat oder bei einer gesetzlichen Krankenkasse familienversichert sind und denen wegen Inanspruchnahme der Mutterschutzfristen kein (Arbeits-)Entgelt gezahlt wird, wenden sich stattdessen fristgerecht an die Mutterschaftsgeldstelle unter www.bundesversicherungsamt.de/mutterschaftsgeld.

Die Anerkennung der Vaterschaft

Sind die Eltern nicht verheiratet, muss der Vater die Vaterschaft erst offiziell anerkennen, um gemeinsam mit der Mutter das Sorgerecht ausüben zu können. Die Anerkennung der Vaterschaft kann bereits vor der Geburt beim Standesamt, Jugendamt, Amtsgericht oder einem Notar erfolgen. Benötigte Unterlagen sind die Geburtsurkunde des Vaters und sein gültiger Personalausweis. Außerdem der Personalausweis der Mutter, wenn sie ihn zum Termin begleitet oder eine schriftliche Zustimmung ihrerseits.

Das gemeinsame Sorgerecht

Verheiratete Eltern erhalten automatisch das gemeinsame Sorgerecht für ein Kind. Ledige Mütter hingegen das alleinige. Auch dann, wenn der Vater seine Vaterschaft bereits juristisch wirksam anerkannt hat (s.o.). Mit Zustimmung der Mutter kann der Vater allerdings das gemeinsame Sorgerecht beim zuständigen Jugendamt beantragen. Dies kann bereits vor der Geburt erfolgen und weitere Amtsgänge nach der Geburt erleichtern.

Die Geburtsurkunde stellt das Standesamt aus

Die Geburtsurkunde wird auf dem Standesamt ausgestellt und kann nur nach der Geburt ausgestellt werden. Für den Antrag hat man eine Woche Zeit. Benötigt wird dafür eine Bescheinigung von einem Arzt oder einer Hebamme, der Personalausweis der Mutter (und gegebenenfalls des Vaters, wenn er den Antrag stellt), bei verheirateten Eltern die Heiratsurkunde, andernfalls die Geburtsurkunde der Mutter.

Haben die Eltern das gemeinsame Sorgerecht, aber unterschiedliche Nachnamen, so muss beim Standesamt auch der Familienname des Kindes eintragen werden. Dafür müssen Einwilligungserklärungen beider Elternteile vorliegen.

Mit der Geburtsurkunde zum Einwohnermeldeamt

Jetzt muss das Kind noch beim Einwohnermeldeamt angemeldet werden. Dafür wird die frisch ausgestellte Geburtsurkunde benötigt.

Den Kinderfreibetrag räumt das Finanzamt ein

Für die Beantragung des Kinderfreibetrages brauchen die Eltern einen gültigen Personalausweis und die Geburtsurkunde des Nachwuchses. Väter unehelicher Kinder müssen außerdem die Vaterschaftsanerkennung mitnehmen.

Das Elterngeld beantragen

Um bei der Elterngeldstelle des Jugendamtes das Elterngeld zu beantragen, benötigt man die Geburtsurkunde des Kindes, die Einkommensnachweise des letzten Jahres und gegebenenfalls den Nachweis für bereits vorhandene Kinder. Elterngeld wird nur drei Monate rückwirkend gezahlt, also sollte der Antrag zeitnah gestellt werden.

Kindergeld bei der Familienkasse oder dem Arbeitsamt beantragen

Der Antrag für Kindergeld kann bereits vor der Geburt ausgefüllt werden. Formulare findet man im Internet unter www.arbeitsagentur.de/familie-und-kinder/anspruch-hoehe-dauer. Mit dem Antrag und der Geburtsurkunde des Kindes kann das Kindergeld dann bei der Familienkasse oder beim Arbeitsamt beantragt werden. Rückwirkend wird es maximal sechs Monate gezahlt.

Das Kind ist automatisch krankenversichert

Mit der Geburt ist das Baby automatisch krankenversichert. Allerdings muss zwischen der Mitversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung und in der privaten Krankenversicherung unterschieden werden. Bei der gesetzlichen Krankenkasse muss für die Familienversicherung lediglich innerhalb von zwei Monaten die Bescheinigung des Standesamts vorgelegt werden. Bei der privaten Krankenkasse besteht dagegen im Regelfall ein Anspruch auf Versicherung des Kindes ohne Gesundheitsprüfung und ohne Wartezeit. Dies gilt zumindest, wenn der Elternteil bei Geburt schon mindestens drei Monate versichert ist und der Aufnahmeantrag für das Kind innerhalb von zwei Monaten nach Geburt gestellt wird. Das Kind ist dann rückwirkend von seiner Geburt an versichert.

Die wichtigsten Anträge und Termine

Checkliste: Die wichtigsten Anträge und Termine

Das kleine Wesen ist noch nicht mal auf der Erde und hält dich schon auf Trab. Du triffst Vorbereitungen und informierst dich. Und es gibt noch so vieles, was du dir vorgenommen hast? Dann nur zu. Und auch wenn du die verbleibende Zeit noch ganz anders nutzen willst. Um im Taumel der Gefühle nicht die wesentlichen bürokratischen Schritte zu verpassen, haben wir diese für dich zusammengestellt. Wirf doch ruhig bereits in der Schwangerschaft einen Blick darauf. Denn wenn das Baby erst da ist, wird die Zeit dafür knapp.

Elternzeit Wo: Arbeitgeber Wann: Spätestens 7 Wochen vor Beginn der Elternzeit Was: Schriftlicher Antrag Mutterschaftsgeld Wo: Krankenkasse Wann: Ab 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt Was: a) Bescheinigung von Arzt/Hebamme über voraussichtl. Geburtstermin b) Erklärung für die Zahlung von Mutterschaftsgeld, Formular erhältst Du bei der Krankenkasse Geburtsurkunde Wo: Standesamt, ggf. auch im Krankenhaus Wann: Innerhalb 1 Woche nach der Geburt Was: a) Geburtsbescheinigung der Klinik b) Personalausweis c) Geburtsurkunden der Eltern d) Heiratsurkunde oder beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch Wenn nicht verheiratet: a) Personalausweis b) Geburtsurkunde der Mutter c) Vaterschaftsanerkennung (falls vorhanden) Krankenversicherung Wo: Krankenkasse des meistverdienenden Elternteils Wann: Schnellstmöglich nach der Geburt Was: a) Krankenkasse telefonisch informieren, dann wird das Formular zugeschickt b) Geburtsurkunde nachweisen c) nach ca. 2 Wochen erhält das Kind eine eigene Versichertenkarte Einwohnermeldeamt Wo: Einwohnermeldeamt des Wohnortes der Eltern Wann: So früh wie möglich nach der Geburt Was: a) Personalausweis b) Geburtsurkunde des Kindes c) Evtl. Urkunde über die Vaterschaftsanerkennung Elterngeld Wo: Elterngeldstelle Wann: Innerhalb der ersten 3 Monate nach der Geburt Was: a) Von beiden Elternteilen unterschriebener Antrag auf Elterngeld. Ausnahme: Ein Elternteil hat das alleinige Sorgerecht. b) Originalgeburtsurkunde des Kindes c) Bescheinigung des Arbeitgebers über Zuschuss zum Mutterschaftsgeld nach der Entbindung d) Einkommenserklärung Kindergeld Wo: Familienkasse des örtlich zuständigen Arbeitsamtes Wann: Spätestens bis zum 4. Lebensjahr des Kindes Was: a) Antragsvordruck (Erhältlich bei der Familienkasse) b) Originalgeburtsurkunde des Kindes Vaterschaft Wo: Standesamt oder Jugendamt Wann: Vor oder nach der Geburt möglich. Zustimmung der Mutter ist nötig Was: a) Ausweise b) Geburtsurkunden oder Abstammungsurkunden beider Eltern c) Geburtsurkunde des Babys

Amtswege vor und nach der Geburt

(Kinga / )

Mit der Geburt eines Kindes sind unterschiedliche Amtswege verbunden. Diverse Dokumente für das Kind müssen ausgestellt und finanzielle Unterstützungen beantragt werden.

Nicht selten verliert man den Überblick, was dabei zu beachten ist und welche Fristen eingehalten werden müssen. Wir haben einen Leitfaden zusammengestellt, der Ihnen dabei helfen soll, alle wichtigen Dokumente in der richtigen Reihenfolge zu beantragen.

Checkliste für Amtswege zum Download für Hauptwohnsitz …

Wochengeld

Während der Zeit der Schutzfrist haben Sie Anspruch auf den Bezug von sogenanntem Wochengeld. Dieses erhalten Sie nicht von Ihrem Arbeitgeber, sondern von Ihrer Krankenkasse.

++ Mehr zum Thema: Mutterschutz ++

Das Wochengeld kann ab dem Beginn der Schutzfrist (d.h. acht Wochen vor dem voraussichtlichen Geburtstermin) bzw. ab dem Beginn des vorzeitigen Mutterschutzes beantragt werden. Die dafür zuständige Stelle ist Ihre Krankenkasse.

Erforderliche Unterlagen für den Antrag auf Wochengeld

  • Arbeits- und Entgeltbestätigung von Ihrem Dienstgeber
  • ärztliche Bestätigung über den voraussichtlichen Geburtstermin (meist auf dem Formular der Arbeits- und Entgeltbestätigung auszufüllen)
  • bei vorzeitigem Mutterschutz: zusätzlich Zeugnis des Amtsarztes bzw. Arbeitsinspektorats

Wichtig: Nach der Geburt Ihres Kindes müssen Sie zusätzlich bestimmte Dokumente nachreichen (siehe unten)!

Anzeige der Geburt

Zunächst muss die Geburt des Kindes beim Standesamt angezeigt werden, und zwar innerhalb einer Woche nach der Geburt. Wenn Sie Ihr Kind in einem Krankenhaus zur Welt bringen, wird diese Meldung der Geburt automatisch vom Krankenhaus vorgenommen.

Auch bei einer Hausgeburt oder einer Geburt im Geburtshaus wird das Formular „Anzeige der Geburt“ von der Hebamme oder dem Arzt ausgefüllt, die bei der Geburt anwesend waren, und anschließend dem Standesamt übermittelt. Nur in seltenen Fällen, wenn bei der Geburt weder Arzt noch Hebamme anwesend waren, müssen Sie die Geburt selbst beim Standesamt melden (ebenfalls innerhalb einer Woche nach der Geburt).

Ist die Anzeige der Geburt erfolgt, können Sie beim Standesamt die Geburtsurkunde Ihres Kindes beantragen.

Wichtig: In Wien ist die zuständige Stelle das Standesamt des Bezirkes, in dem das Kind geboren wurde (nicht das Standesamt Ihres Wohnbezirkes!). Dasselbe gilt für die Bundesländer, hier ist ebenfalls das Standesamt der Gemeinde bzw. des Magistrats, in dem das Kind geboren wurde, zuständig.

Voraussetzung für die Ausstellung der Geburtsurkunde ist, dass Sie einen Vornamen für Ihr Baby ausgewählt haben. Wenn Sie sich nicht gleich nach der Geburt für einen Vornamen entscheiden können, haben Sie dafür maximal einen Monat Zeit.

Unterlagen für die Beantragung der Geburtsurkunde

Zudem müssen Sie folgende Unterlagen für die Beantragung der Geburtsurkunde zum Standesamt mitnehmen:

Bei gemeinsamer Obsorge der Eltern:

  • amtlicher Lichtbildausweis beider Elternteile des Kindes
  • Geburtsurkunde beider Elternteile
  • Meldebestätigung beider Elternteile
  • Staatsbürgerschaftsnachweis beider Elternteile
  • wenn vorhanden, Heiratsurkunde der Eltern
  • wenn vorhanden, Nachweis über akademische Grade beider Elternteile
  • evtl. Vaterschaftsanerkennung; auch wenn ein Kind unehelich geboren wird, kann der leibliche Vater in die Geburtsurkunde des Kindes mit eingetragen werden. Dafür ist es aber erforderlich, dass der Vater persönlich am Standesamt erscheint, die genannten Unterlagen mitbringt und die Urkunde zur Vaterschaftsanerkennung unterschreibt.

Bei alleiniger Obsorge eines Elternteils:

Wenn Sie als Mutter oder Vater ledig, geschieden oder verwitwet sind und die alleinige Obsorge haben, sind die gleichen Unterlagen erforderlich, aber jeweils nur von Ihnen. Sind Sie geschieden, wird zusätzlich der Nachweis über die letzte Ehe und das Scheidungsurteil benötigt. Sind Sie verwitwet, müssen Sie die Sterbeurkunde Ihres Partners vorlegen.

Meldebestätigung

Die Meldebestätigung des Neugeborenen können Sie zeitgleich mit der Geburtsurkunde am Standesamt beantragen. Dazu müssen Sie ein Meldezettel-Formular ausfüllen, das Sie entweder direkt am Standesamt erhalten oder sich schon im Vorhinein aus dem Internet downloaden können (z.B. unter

Zusätzlich zum Meldezettel-Formular sind die gleichen Unterlagen wie für die Beantragung der Geburtsurkunde notwendig, Sie müssen keine weiteren Dokumente mitbringen.

Hinweis: Wenn Sie den Meldezettel nicht zeitgleich mit der Geburtsurkunde, sondern erst später separat beantragen, ist nicht das Standesamt, sondern in Wien das Magistratische Bezirksamt und in den Bundesländern das jeweilige Gemeindeamt bzw. Magistrat zuständig. Das Kind muss aber in jedem Fall spätestens drei Tage nach der Entlassung aus dem Krankenhaus bei der Meldebehörde angemeldet werden!

Staatsbürgerschaftsnachweis

Für die Erlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft gelten prinzipiell folgende Regelungen:

  • Sind die Eltern verheiratet, erhält das Kind automatisch die österreichische Staatsbürgerschaft, auch wenn nur ein Elternteil österreichischer Staatsbürger ist.
  • Sind die Eltern nicht verheiratet, erhält das Kind die österreichische Staatsbürgerschaft, wenn die Mutter Österreicherin ist.

Notwendige Unterlagen für den Staatsbürgerschaftsnachweis

Wenn Sie in Wien leben, kann auch der Staatsbürgerschaftsnachweis gleichzeitig mit der Geburtsurkunde und der Meldebestätigung am Standesamt beantragt werden. In diesem Fall sind keine zusätzlichen Unterlagen als die oben genannten erforderlich.

In den Bundesländern müssen Sie den Staatsbürgerschaftsnachweis gesondert beantragen. Die dafür zuständige Stelle ist das jeweilige Magistrat bzw. Gemeindeamt. In diesem Fall müssen Sie zur Beantragung folgende Unterlagen mitbringen:

  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Meldebestätigung des Kindes
  • Lichtbildausweis des antragstellenden Elternteils
  • Staatsbürgerschaftsnachweis der Mutter
  • wenn das Kind ehelich geboren wurde, zusätzlich Heiratsurkunde der Eltern und Staatsbürgerschaftsnachweis beider Elternteile

Sowohl die Anzeige der Geburt und die Ausstellung einer Geburtsurkunde als auch die Meldebestätigung und die Ausstellung des ersten Staatsbürgerschaftsnachweises sind kostenlos.

Meldung bei der Sozialversicherung

Sobald die Anzeige der Geburt beim Standesamt erfolgt ist, wird diese automatisch an die Sozialversicherung weitergeleitet. Sie müssen die Krankenversicherung für Ihr Kind also nicht extra beantragen, dies wird vom Standesamt vorgenommen.

Das Kind erhält auf diesem Wege eine Sozialversicherungsnummer sowie eine e-card, die Ihnen per Post zugeschickt wird. Sind beide Elternteile krankenversichert, ist das Kind automatisch bei beiden mitversichert (unabhängig davon, ob Sie verheiratet sind oder nicht).

Wochengeld nach der Geburt

Nach der Geburt Ihres Kindes müssen Sie für den Bezug des Wochengeldes zusätzlich folgende Formulare an die Krankenkasse weiterleiten:

  • Geburtsurkunde des Kindes bzw. bei Mehrlingsgeburten aller Kinder
  • bei einer Krankenhausgeburt: Aufenthaltsbestätigung des Krankenhauses, in dem Sie entbunden haben; diese erhalten Sie in der Regal am Tag der Entlassung
  • im Falle einer Kaiserschnittgeburt eine schriftliche Bestätigung darüber
  • im Falle einer Hausgeburt eine schriftliche Bestätigung der Hebamme, die bei der Entbindung anwesend war

Familienbeihilfe

Die Familienbeihilfe kann jederzeit ab dem Tag der Geburt Ihres Kindes bzw. sobald Sie alle dafür erforderlichen Dokumente beisammen haben, beantragt werden.

Die dafür zuständige Stelle ist Ihr Wohnsitzfinanzamt. Sie müssen ein Antragsformular ausfüllen und dieses persönlich am Finanzamt abgeben oder per Post schicken. Das Antragsformular erhalten Sie direkt beim Finanzamt oder z.B. unter folgendem Link: https://www.help.gv.at/linkaufloesung/applikation-flow?flow=FO&quelle=HELP&leistung=LA-HP-GL-FormularBeih1_2004

Mittels FinanzOnline können Sie den Antrag auch elektronisch an das Finanzamt übermitteln; die zusätzlich erforderlichen Unterlagen müssen Sie in diesem Fall persönlich nachreichen oder per Post schicken.

Unterlagen für den Antrag auf Familienbeihilfe

Zusätzlich zum ausgefüllten Antragsformular benötigen Sie für den Antrag folgende Unterlagen:

  • die Geburtsurkunde des Kindes
  • den Meldezettel des Kindes
  • den Meldezettel des Elternteils, der die Familienbeihilfe beantragt

Achtung: Sie müssen den Antrag auf Familienbeihilfe stellen, bevor Sie das Kinderbetreuungsgeld beantragen! Der Anspruch bzw. der tatsächliche Bezug der Familienbeihilfe ist eine der Voraussetzungen für den Erhalt des Kinderbetreuungsgeldes.

Kinderbetreuungsgeld

Nach dem Ende der Schutzfrist bzw. des Wochengeldes haben Sie Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld. Dieses müssen Sie aber gesondert bei Ihrer Krankenkasse beantragen, es wird nicht automatisch mit der Meldung einer Karenz ausbezahlt!

Es wird empfohlen, das Kinderbetreuungsgeld so bald wie möglich nach der Geburt bzw. nach Ausstellung der dafür notwendigen Unterlagen zu beantragen, damit Sie es unmittelbar nach dem Ende des Wochengeldes ausbezahlt bekommen.

Wichtig: Überlegen Sie sich gut, welche Variante Sie wählen! Innerhalb von 14 Tagen nach Antragstellung können Sie die gewählte Bezugsvariante einmalig korrigieren. Danach ist eine Änderung des Modells nicht mehr möglich!

Die Antragstellung kann persönlich, schriftlich oder elektronisch (mit Bürgerkarte bzw. Handy-Signatur oder über FinanzOnline) erfolgen. Das Antragsformular erhalten Sie bei Ihrer zuständigen Krankenkasse oder z.B. unter folgendem Link: https://www.help.gv.at/linkaufloesung/applikation-flow?flow=FO&quelle=HELP&leistung=LA-HP-GL-Kinderbetreuungsgeld_2009

Wenn sich die Eltern beim Bezug abwechseln möchten, müssen beide Elternteile ein eigenes Formular ausfüllen. Der Antrag auf den Wechsel muss spätestens vier bis sechs Wochen vor dem geplanten Wechsel gestellt werden.

Wenn sich die Eltern beim Bezug abwechseln möchten, müssen beide Elternteile ein eigenes Formular ausfüllen. Der Antrag auf den Wechsel muss spätestens vier bis sechs Wochen vor dem geplanten Wechsel gestellt werden.

Zusätzlich notwendige Unterlagen für das Kinderbetreuungsgeld

Zusätzlich zum ausgefüllten Antragsformular kann die Krankenkasse folgende Unterlagen fordern:

  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Mitteilung über den Anspruch auf Familienbeihilfe
  • Hauptwohnsitzmeldung der Eltern und des Kindes
  • bei ausländischen Staatsbürgern zusätzlich Reisepass bzw. Aufenthaltstitel o.Ä.

Fragen Sie vor der Antragstellung bei Ihrer Krankenkasse nach, welche Unterlagen erforderlich sind!

Nachweis der Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen

Damit Sie das Kinderbetreuungsgeld über die gesamte Zeit in vollem Umfang ausbezahlt bekommen, müssen Sie die ersten zehn Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen (fünf während der Schwangerschaft und fünf Untersuchungen des Kindes) durchführen lassen und den Nachweis darüber bei Ihrer Krankenkasse vorbringen.

Im hinteren Teil des Mutter-Kind-Passes befinden sich drei Formblätter, auf denen Ihr Arzt alle Untersuchungen mittels Stempel und Unterschrift bestätigen muss. Diese Blätter können herausgetrennt und an die Krankenkasse geschickt werden. Machen Sie sich unbedingt Kopien, bevor Sie diese Blätter mit der Post verschicken bzw. bei der Krankenkasse abgeben!

Fristen je nach Kinderbetreuungsgeld-Modell

Je nachdem, welches Kinderbetreuungsgeld-Modell Sie wählen, gelten unterschiedliche Fristen, bis wann Sie diese Untersuchungen nachweisen müssen:

  • Variante 30+6: Der Nachweis aller zehn Untersuchungen muss spätestens bis zum vollendeten 18. Lebensmonat des Kindes erbracht werden.
  • Bei allen anderen Varianten erfolgt der Nachweis in zwei Schritten: Die ersten neun Untersuchungen müssen bis zur Vollendung des 10. Lebensmonats und die zehnte Untersuchung bis spätestens zum vollendeten 18. Lebensmonat nachgewiesen werden.

Wichtig: Bringen Sie den Nachweis nicht oder nicht rechtzeitig ein, wird das Kinderbetreuungsgeld halbiert!

Reisepass für das Kind

Haben Sie vor, mit Ihrem Baby eine Auslandsreise zu machen, benötigt Ihr Kind – egal, in welchem Alter – einen eigenen Reisepass. Eine Eintragung des Kindes in den Reisepass eines Elternteils, wie dies früher üblich war, ist heute nicht mehr möglich.

Die zuständige Stelle für die Beantragung eines Reisepasses ist in Wien das Magistratische Bezirksamt, in den Bundesländern die Bezirkshauptmannschaft bzw. Gemeinde oder das Magistrat.

Unterlagen für die Ausstellung eines Reisepasses

Für die Erstausstellung eines Reisepasses für Ihr Kind benötigen Sie folgende Unterlagen:

  • Lichtbildausweis des Antragstellers (Mutter/Vater)
  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Staatsbürgerschaftsnachweis des Kindes
  • Passbild des Kindes nach den derzeit gültigen Kriterien
  • Nachweis über Vertretungsbefugnis (z.B. Heiratsurkunde oder Beschluss über alleinige Obsorge; einzige Ausnahme sind ledige Mütter, da diese automatisch alleine obsorgeberechtigt sind)

Ebenso muss das Kind – egal, in welchem Alter – zur Antragstellung mitgebracht werden. Bis zum 2. Lebensjahr ist die Erstausstellung eines Reisepasses kostenlos.

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Autoren:
Dr.med. Kerstin Lehermayr
Redaktionelle Bearbeitung:
Philip Pfleger

Aktualisiert am: 17.10.2014 | 00:00

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Standesamt

Innerhalb von fünf Werktagen muss die Geburt beim Standesamt des Geburtsortes angezeigt werden. Das Standesamt stellt dann die Geburtsurkunde aus – und auch die wichtigen Kopien, die man für die verschiedenen Anträge benötigt.

Viele Geburtskliniken bieten auch an, dass man dort die Anmeldung vornehmen kann und die Urkunde nur noch beim Standesamt abgeholt werden muss. Erkundigen Sie sich noch vor der Geburt, wie es bei Ihnen vor Ort, bzw. in der Klinik üblich ist. Einige Standesämter senden die Urkunde gegen Nachnahme auch zu.

Egal, ob Sie Ihr Baby in der Klinik oder persönlich im Standesamt anmelden – folgende Unterlagen benötigen Sie:


  • Geburtsbescheinigung der Klinik
  • Personalausweise
  • Heiratsurkunde oder beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch (verheiratete Eltern)
  • Vaterschaftsanerkennung (unverheiratete Eltern), wenn schon vorhanden

Jugendamt

Dieser Behördengang ist nur für Paare ohne Trauschein nötig.

Vaterschaftsanerkennung: Unverheiratete Väter können die Vaterschaft beim Standes- oder Jugendamt des Wohnortes kostenlos anerkennen lassen. Die Vaterschaftsanerkennung kann schon vor der Geburt erledigt werden, das hat den Vorteil, dass der Vater dann auch in die Geburtsurkunde des Kindes mit aufgenommen werden kann.

Gemeinsames Sorgerecht: Hat der Vater die Vaterschaft anerkannt, kann ein Paar das gemeinsame Sorgerecht auf Antrag erhalten. Dies kann beim Notar oder kostenlos beim Jugendamt mit einer übereinstimmenden Sorgerechterklärung geschehen. Auch wenn die Mutter nicht möchte, dass der Vater das gemeinsame oder alleinige Sorgerecht erhält, kann er es bei einem Familiengericht beantragen, das dann über den Antrag entscheidet. Zur Zeit erarbeitet das Bundesjustizministerium eine Neuregelung des gemeinsamen Sorgerechts für nicht verheiratete Eltern.

Benötigte Unterlagen:

  • Eigene Geburtsurkunden
  • Personalausweise
  • Mutterpass bzw. Geburtsurkunde

Einwohnermeldeamt

Normalerweise leitet das Standesamt die Meldung der Geburt weiter. Da eine korrekter Eintrag beim Einwohnermeldeamt wichtig für die Lohnsteuerkarten ist, sollte man telefonisch nachfragen, ob die Meldung wirklich weitergeleitet wurde.

Beim Einwohnermeldeamt kann auch einen Kinderreisepass (früher Kinderausweis genannt) beantragt werden, falls Sie mit dem Kind eine Reise ins Ausland planen. Einen Eintrag in den Pass der Eltern gibt es übrigens seit 2007 nicht mehr. Achtung: Auch für Reisen ins EU-Ausland muss Ihr Kind einen Kinderpass haben, und zwar einen mit biometrischem Foto!

Wenn Sie keine Reisen planen, brauchen Sie keinen Pass beantragen, da Kinder noch nicht der Ausweispflicht unterliegen.

Unterlagen für das Einwohnermeldeamt:

  • Personalausweise
  • Lohnsteuerkarte (bei Änderung der Steuerklasse auch Lohnsteuerkarte des Ehegatten)
  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Evtl. Urkunde über die Vaterschaftsanerkennung

Soll das Kind in den Reisepass eingetragen werden soll, müssen Nichtverheiratete zusätzlich eine Sorgerechtsbescheinigung vorzeigen.

Krankenkasse

Zunächst die Krankenkasse telefonisch informieren, sie schickt dann ein Formular, das wird ausgefüllt und mit der dafür vorgesehnen Kopie der Geburtsurkunde eingeschickt. Ist eines der Elternteile privat versichert, gelten von Kasse zu Kasse unterschiedliche Konditionen – diese noch vor der Geburt genau abklären!

Sind die Eltern nicht verheiratet, kann das Kind in der Kasse der Mutter oder des Vaters aufgenommen werden, soll es bei der Kasse des Vaters aufgenommen werden, ist eine Vaterschaftsanerkennung nötig.

Familienkasse

Das Kindergeld und gegebenenfalls der Kinderzuschlag werden bei der Familienkasse der Agentur für Arbeit beantragt. Ein Antragsformular ist bei der Familienkasse erhältlich. Alternativ kann man es hier aus dem Internet herunterladen und ausdrucken. Die zu diesem Zweck vom Standesamt ausgestellte Geburtsbescheinigung muss mitgeschickt werden.

Unter Umständen kann es günstiger sein statt des Kindergeldes einen Kinderfreibetrag steuerlich geltend zu machen. Hier sollte man sich steuerlich beraten lassen.

Angestellte oder Beamte im öffentlichen Dienst erhalten das Kindergeld von der Kindergeldkasse ihres Arbeitgebers.

Elterngeldstelle

Das Elterngeld sollte rechtzeitig beantragt werden, da es rückwirkend höchstens für drei Monate gewährt wird. Die zuständige Elterngeldstelle findet man auf den Seiten des Bundesministeriums für Familie.

Die Anträge sind recht aufwändig und sollten schon in der Schwangerschaft bearbeitet werden, da sorgfältig überlegt werden muss, welche Elternzeit-Modell für die Familie am besten ist.

Mehr Informationen über das Elterngeld finden Sie in im Artikel Elterngeld

Arbeitgeber

Auch die Geburt sollte dem Arbeitgeber möglichst sofort mitgeteilt werden. In den ersten acht Wochen nach der Entbindung gilt die Mutterschutzfrist und daher ein Beschäftigungsverbot. Bei Früh- und Mehrlingsgeburten beträgt die Frist zwölf Wochen.

Vater oder Mutter müssen die Elternzeit spätestens sieben Wochen vor dem gewünschten Beginn schriftlich beim Arbeitgeber oder der Arbeitgeberin anmelden. Dabei muss verbindlich festgelegt werden, für welche Zeiträume der kommenden zwei Jahre die Elternzeit in Anspruch genommen wird. Das dritte Jahr ist flexibel und kann noch zu einem späteren Zeitpunkt mit einer Frist von sieben Wochen angemeldet werden.

Haftpflichtversicherung

Kinder sind bei Eltern mitversichert. Bei den meisten Versicherungen genügt ein Anruf, damit der Nachwuchs den entsprechenden vollen Versicherungsschutz genießt. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, schickt ein Fax oder Einschreiben und teilt die Geburt des Kindes mit.

Landeserziehungsgeldstelle

In den Bundesländern Sachsen, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg kann unter bestimmten Vorraussetzungen zusätzlich Landeserziehungsgeld beantragt werden. Folgendes muss erfüllt sein:

  • Der Wohnsitz muss in dem Bundesland liegen, in dem das Landeserziehungsgeld beantragt wird
  • Der Antragsteller darf keiner Vollzeitbeschäftigung nachgehen.
  • Landeserziehungsgeld ist einkommensabhängig und setzt voraus, dass das Kind nicht in einer Kindertagesstätte, sondern selbst betreut wird

Informationen und Anträge gibt es in den Erziehungs- und Elterngeldstellen der Städte und Gemeinden der oben genannten Bundesländer.

Unser Tipp: Notieren Sie Adresse, Telefonnummern und Öffnungszeiten der jeweiligen Stellen. Das erspart unnütze Wege und Wartezeiten. Legen Sie zudem alle wichtigen Dokumente gebündelt zum Beispiel in einem Ordner ab, von dem beide Eltern genau wissen, wo er liegt.

Erledigen Sie möglichst viel schon vor der Geburt und fordern sie die entsprechenden Unterlagen vorher an. So können Sie die Formalien schnell hinter sich bringen und können bald zur Ruhe kommen. Drucken Sie sich doch einfach diesen Artikel aus! Dann können Sie alles Erledigte bequem abhaken.

Checkliste Arbeitgeber und Behörden – Was darfst du nicht vergessen?

Daran solltest du denken

  • Du bist zwar nicht verpflichtet, deinen Arbeitgeber über deine Schwangerschaft in Kenntnis zu setzen, aber nur so kannst du deinen Mutterschutz geltend machen. Mancher Arbeitgeber verlangt einen Nachweis über die Schwangerschaft. In diesem Fall musst du seiner Bitte nachkommen. Die Kosten für eine Bescheinigung trägt dann allerdings dein Arbeitgeber.
  • Rede möglichst früh mit deinem Chef auch über deinen Berufseinstieg nach der Elternzeit. Beachte dabei, dass du deine Elternzeit spätestens sieben Wochen vor Beginn schriftlich bei deinem Chef einreichst. Für Mütter beginnt die Elternzeit frühestens nach dem Ende des Mutterschutzes. Das heißt, du musst deinen Antrag spätestens eine Woche nach der Geburt abgeben. Nimmt dein Partner Elternzeit, dann muss der Antrag acht Wochen vor Elternzeitbeginn bei seinem Chef auf dem Tisch liegen. Am besten lasst ihr euch eure Elternzeit-Anträge schriftlich bestätigen.
  • Während der Elternzeit kannst du dir dann in Ruhe überlegen, ob du wieder voll ins Berufsleben einsteigen willst oder lieber in Teilzeit arbeiten gehst. Nach der Elternzeit besteht in den meisten Fällen Anspruch auf eine Teilzeitstelle. Der Antrag muss allerdings drei Monate vor Ablauf der Elternzeit gestellt werden.
  • Damit dein Mutterschaftsgeld berechnet werden kann, musst du eine Bescheinigung über den Entbindungstermin bei der Krankenkasse einreichen. Diese Bescheinigung gibt es ab der 34. Schwangerschaftswoche kostenfrei von deinem Arzt. Die Krankenkasse beantwortet dir auch offene Fragen zum Thema Mutterschaftsgeld.
  • Verschiedene Beratungsstellen stehen dir bei finanziellen oder sozial bedingten Sorgen zur Seite. Kirchen oder private Träger, wie das Jugend- oder Sozialamt, unterstützen dich in schwierigen Situationen. Auch gemeinnützige Stiftungen, wie Caritas oder Diakonie, beraten dich bei deinen Fragen. Beziehst du Arbeitslosengeld II, kannst du einen Antrag beim Arbeitsamt auf Schwangerenmehrbedarf stellen.
  • Nach der Geburt deines Babys hast du eine Woche Zeit, es beim Standesamt eintragen zu lassen. Vergiss nicht die Geburtsbescheinigung mitzubringen, die du im Krankenhaus oder von der Hebamme bekommen hast. Außerdem musst du die Geburtsurkunde beider Elternteile, Kopien eurer Personalausweise und einen Nachweis über eure Eheschließung vorweisen. Auf dem Standesamt wird auch der Vor- und Nachname des Kindes amtlich eingetragen, wozu ihr eine formlose Erklärung abgeben müsst.
    Ihr seid nicht verheiratet? Dann benötigt ihr die Vaterschaftsanerkennung und die Zustimmungserklärung der Mutter im Original.

Beratungsstellen helfen bei den Anträgen

  • Beim Standesamt oder beim Jugendamt deines zuständigen Bezirks kannst du die Vaterschaft anerkennen lassen. Wichtig ist hier die Zustimmung der Mutter.
  • Möglichst kurz nach der Geburt sollte das Baby auf deiner Lohnsteuerkarte eingetragen werden. Erkundige sich bei deiner Gemeinde nach der zuständigen Stelle.
  • Ebenfalls kurz nach der Geburt beantragst du eine Krankenversicherung für dein Kind. Ruf bei deiner Krankenkasse an. Du erhältst dann die notwendigen Formulare. Kurze Zeit später erhält dein Kind eine eigene Versichertenkarte.
  • Den Antrag auf Kindergeld kannst du schriftlich bei der zuständigen Familienkasse stellen. Diese findest du meist in dem für deinen Bezirk oder deiner Gemeinde verantwortlichen Arbeitsamt.
  • Zusätzlich zum Kindergeld gibt es das Elterngeld. Stell den Antrag auf Elterngeld möglichst bald nach der Geburt. Elterngeld wird rückwirkend nur für drei Monate gezahlt.
  • Das Elterngeld ersetzt das Erziehungsgeld für Kinder, die ab dem 1. Januar 2007 geboren wurden. Beachte auch, dass es seit dem 01.01.2011 Änderungen zum Elterngeld gibt. Die wesentliche Struktur bleibt aber erhalten, nur Reiche mit einem Jahreseinkommen über 250.000 Euro und leider auch Hartz4 Empfängerinnen bekommen es nicht mehr.

Tipp: Viele Krankenkassen bieten ihren Mitgliedern spezielle Leistungen. Bist du während der Schwangerschaft oder nach der Geburt körperlich geschwächt, kannst du zum Beispiel eine Haushaltshilfe beantragen.

Wichtiger Behör­den­gang
Geburts­ur­kun­de bean­tra­gen: Kind anmelden beim Stan­des­amt

Wenn ein Kind geboren ist, haben Eltern einige Behördengänge vor sich. Beim Standesamt müssen sie die Geburtsurkunde beantragen und anschließend beim Einwohnermeldeamt das Kind anmelden. Dabei gelten bestimmte Fristen und Vorgaben.

Ein Rechtsschutz sichert Sie bei wichtigen Schritten ab. >>

Geburts­ur­kun­de bean­tra­gen: Wie lange ist Zeit dafür?

Innerhalb von einer Woche beziehungsweise sieben Tagen nach der Geburt müssen Sie als Eltern oder sorgeberechtigte Personen gemäß § 18 Personenstandsgesetz (PStG) zum Standesamt gehen und die Geburtsurkunde beantragen. Dies muss immer in dem Standesamt geschehen, in dessen Zuständigkeitsbereich das Kind geboren ist. Die Frist von sieben Tagen ist unter anderem wichtig, weil Sie damit dem Kind seinen Namen geben, und weil Sie die Geburtsurkunde bei so gut wie jedem weiteren Behördengang, der Ihr Kind betrifft, benötigen – zum Beispiel bei der Beantragung von Kindergeld, Elterngeld und zur Anmeldung des Kindes bei der Krankenkasse.

Sind Sie als Eltern nicht in der Lage, die Geburtsurkunde zu beantragen, dann ist jede Person, die bei der Geburt dabei war, berechtigt, die Anmeldung beim Standesamt für Sie zu übernehmen – etwa ein Arzt oder eine Hebamme. Einige Krankenhäuser bieten einen entsprechenden Service an, der Sie beim Behördengang entlastet.

Geburts­ur­kun­de: Diese Unter­la­gen braucht das Stan­des­amt

Wenn Sie sich auf den Weg ins Standesamt machen und die Geburtsurkunde beantragen möchten, sollten Sie folgende Unterlagen dabei haben: Geburtsurkunden beider Eltern und die Eheurkunde (bei unverheirateten Eltern: die Erklärung über die Anerkennung der Vaterschaft und eventuell die Sorgeerklärung), Ausweise oder Pässe beider Eltern sowie eine Bescheinigung über die Geburt von der Hebamme oder vom Krankenhaus.

Kind anmelden: Wenn die Geburts­ur­kun­de vorliegt

Sobald Sie die Geburtsurkunde in den Händen halten, können Sie alle weiteren notwendigen Behördengänge unternehmen. Einer der nächsten wichtigen Schritte: Auch beim Einwohnermeldeamt müssen Sie das Kind anmelden. Das Standesamt leitet die Informationen zwar auch an das Einwohnermeldeamt weiter, jedoch sollten Sie sich sicherheitshalber erkundigen, ob Sie sich noch selbst an die Meldebehörde wenden müssen.

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  • Bitte lesen Sie zu dem Inhalt auch unsere Rechtshinweise.

    Beantragung der Geburtsurkunde: Fristen, Vorgaben und Unterlagen

    Von der Wiege bis zur Bahre: Formulare, Formulare! Der sprichwörtliche Papierkram beginnt tatsächlich direkt nach der Geburt eines Kindes. Eltern müssen eine Geburtsurkunde beantragen und den Nachwuchs beim Einwohnermeldeamt anmelden. Welche Fristen gelten? Und welche Unterlagen müssen Sie vorlegen?

    Geburtsurkunde beantragen: Diese Fristen gelten

    In welchem Zeitraum nach der Geburt Eltern eine Geburtsurkunde beantragen müssen, regelt das Personenstandsgesetz (PStG). Gemäß § 18 PStG müssen Eltern innerhalb von sieben Tagen nach der Geburt das Standesamt aufsuchen und die Geburtsurkunde beantragen. Zuständig ist das Standesamt, in dessen Einzugsbereich die Geburt erfolgte.

    Es ist wichtig, diese Frist einzuhalten. Bedenken Sie, dass die Geburtsurkunde den Identitätsnachweis Ihres Kindes bei diversen weiteren, demnächst anstehenden Angelegenheiten darstellt. Ohne Geburtsurkunde erhalten Sie weder Kindergeld, noch Elterngeld, noch die kostenlose Mitversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse bzw. die eigene Police in der PKV.

    Grundsätzlich müssen Eltern die Geburtsurkunde ihres Kindes beantragen. Ist dies nicht möglich, kann der Antrag durch jede bei der Geburt anwesende Person gestellt werden. In der Praxis sind dies häufig Ärzte oder Hebammen. Fragen Sie im Krankenhaus nach: Häufig wird ein Service angeboten, der den Behördengang überflüssig macht.

    Welche Unterlagen müssen vorgelegt werden?

    Um eine Geburtsurkunde beantragen zu können, müssen Sie diverse Unterlagen beim Standesamt vorlegen. Bei verheirateten Eltern benötigen Sie die Geburtsurkunden beider Elternteile und die Eheurkunde. Bei unverheirateten Eltern verlangt das Standesamt die Erklärung über die Anerkennung der Vaterschaft und gegebenenfalls die Sorgeerklärung. Unbedingt dabei haben sollten Sie außerdem gültige Personalausweise oder Reisepässe beider Elternteile. Eine Geburtsbescheinigung von Hebamme oder Krankenhaus müssen Sie auch vorlegen.

    Geburtsurkunde ist da: So geht es jetzt weiter

    Nach Aushändigung der Geburtsurkunde existiert Ihr Kind nun endlich auch aus Sicht der Behörden. Sie können ab diesem Zeitpunkt diverse weitere Angelegenheiten regeln. Melden Sie Ihr Kind zunächst beim Einwohnermeldeamt an, sofern das Standesamt dies nicht für Sie unternimmt. Stellen Sie danach sicher, dass ihr Nachwuchs in einer Krankenversicherung versichert ist.

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