Gebärmutter 18 ssw

18. Schwangerschaftswoche (SSW)

Das Thema „Gesunde Ernährung“ durchzieht die gesamte Schwangerschaft. Sie muss die optimale Versorgung von Mutter und Kind mit allen lebenswichtigen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien garantieren, natürlich soll sie auch schmackhaft sein und Genuss bereiten.

Durch das Skelettwachstum den Kindes wird eine ausreichende Zufuhr von Kalzium ab der 18. Schwangerschaftswoche noch wichtiger als zuvor. Damit das Spurenelement im Körper optimal verwertet werden und für gesunde Knochen und Zähne sorgen kann, muss die Nahrung auch ausreichend Vitamin D enthalten.

Vitamin D reguliert den Kalzium und Phosphor-Spiegel im Körper, es kommt vor allem in Fisch – in besonders hohen Konzentrationen beispielsweise in frischem Hering – und Hühnereiern vor. Im Handel sind auch mit Vitamin D angereicherte Milchprodukte oder Müslimischungen erhältlich. Ein Vitamin-D-Mangel (wie auch ein Magnesiummangel) äußert sich oft durch häufige Wadenkrämpfe. Hebamme oder Arzt werden in diesem Fall zu Nahrungsergänzungsmitteln in Form von Fischöl-Kapseln raten.

Diese Mangelerscheinung kommt jedoch äußerst selten vor – neben der Aufnahme mit der Nahrung wird Vitamin D im menschlichen Organismus auch durch Sonneneinstrahlung gebildet. Bereits 15 Minuten Sonne täglich reichen aus, um unseren Körper mit der erforderlichen Mindestdosis zu versorgen. Ideal ist, wenn schwangere Frauen den täglichen Aufenthalt im Freien mit einem erholsamen Spaziergang oder einem sanften Ausdauersport verbinden.

In der 18. Schwangerschaftswoche sind sportliche Betätigungen wie Joggen, Radfahren oder Nordic Walking noch problemlos möglich. Zum körperlichen und seelischen Wohlbefinden der Schwangeren tragen sie in hohem Maße bei.

Oft zeigen sich in dieser Woche die ersten Dehnungsstreifen an Bauch und Busen – durch regelmäßige Hautpflege, Massagen sowie milde pflanzliche Massageöle bleibt die Haut elastisch und kann die Belastung durch das Wachstum der Körperformen besser kompensieren. Die Brüste wachsen weiter und sind deutlich empfindlicher als bisher. Ein gut sitzender BH, der weder drückt noch spannt, ist daher ein Muss.

Weichspüler sollte für die Dessous ab jetzt nicht mehr verwendet werden, da er die empfindlichen Brustwarzen und Warzenhöfe oft schmerzhaft reizt. Erfahrene Hebammen empfehlen, zur Vorbereitung der Brüste auf das Stillen von Zeit zu Zeit BH-Pausen einzulegen, die allerdings vor allem in persönlichen Entspannungszeiten komfortabel sind.

Durch das Wachstum von Kind und Uterus leiden viele Frauen ab der 18. SSW unter häufigem und starkem Harndrang. Auch das durch die Schwangerschaft aufgelockerte Gewebe des Beckens wird durch das Kind belastet. Ein Beckenbodentraining kompensiert die Folgen durch seine Kombination von Atemtechniken und gezielten Muskelkontraktionen. Nach der Geburt findet es auch in der Rückbildungsgymnastik Verwendung.

Das ist die 18. SSW (Schwanger­schafts­woche) auf einen Blick

In der 18. SSW haben die ersten Schwangerschaftsbeschwerden nachgelassen. Nur wenige Schwangere leiden jetzt noch unter Morgenübelkeit oder anderen Begleiterscheinungen der Hormonumstellung. Jetzt können sich aber das wachsende Gewicht von Baby und Plazenta bemerkbar machen.

Schwangerschaftsgymnastik und Beckenbodentraining können die Probleme momentan noch minimieren, da sie den Rücken und die Muskulatur stärken.

Das Baby ist in der 18. Schwangerschaftswoche etwa 125 Gramm schwer und vom Scheitel bis zum Po rund 12 Zentimeter lang. Es nutzt den Platz, den es in der Gebärmutter jetzt noch reichlich hat, um zu turnen und mit der Nabelschnur zu spielen.

Es gibt eine Differenz zwischen Schwangerschaftswoche und Alter des Babys: Insgesamt umfasst eine Schwangerschaft 40 Wochen oder zehn Monate. Dabei startet die Berechnung etwa zwei Wochen vor der Befruchtung – nämlich mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Die Rechnung hat sich bewährt, weil sich nicht bei jeder Frau der Termin des Eisprungs rückwirkend eindeutig bestimmen lässt. In der 18. SSW ist das Baby daher etwa 16 Wochen alt.

Das Baby in der 18. SSW

In der 18. SSW hat das Baby noch keinen Schlaf-Wach-Rhythmus. Es schläft vielmehr etwa 20 Stunden über den gesamten Tag verteilt. Meistens ist es am Abend wach, wenn die Schwangere sich weniger bewegt, denn tagsüber wiegen deren Bewegungen das Kind in den Schlaf. Wenn die Schwangere zur Ruhe kommen möchte, hören diese Bewegungen auf, und das Baby wird aktiv.

Wenn das Baby wach ist, nutzt es den Platz aus, den es jetzt noch im Bauch hat. Es dreht sich, schlägt Purzelbäume und spielt mit der Nabelschnur und mit Händen und Füßen.

In der 18. Schwangerschaftswoche wiegt das Kind etwa 125 Gramm und misst ungefähr 12 Zentimeter.

Im Verlauf der Schwangerschaft werden sich die Größe und das Gewicht des Babys immer individueller entwickeln. Die hier genannten Werte können deshalb nur Durchschnittswerte sein. Werdende Eltern sollten sich daher keine Sorgen machen, wenn die vom Frauenarzt ermittelten Werte von den hier genannten abweichen.

Die Mutter in der 18. SSW

In der 18. SSW drückt das Baby durch sein steigendes Gewicht und die ständigen Turnübungen stark auf die Blase der werdenden Mutter, die daher jetzt vermutlich immer öfter zur Toilette muss. Das Gewebe bereitet sich außerdem auf die Geburt vor und ist jetzt lockerer und weicher. Um unangenehmen Situationen vorzubeugen, sollte die Schwangere darum jetzt mit Beckenbodentraining beginnen – das ist auch eine gute Vorbereitung für die Geburt.

Der obere Rand der Gebärmutter, die jetzt so groß wie eine Melone ist, liegt jetzt etwa in Höhe des Bauchnabels. Auch Brüste und Hüften nehmen nun langsam an Umfang zu. Bei einigen Frauen zeigen sich jetzt die ersten Schwangerschaftsstreifen. Bei den meisten Frauen treten sie aber erst zum Ende der Schwangerschaft hin auf oder bleiben ganz aus.

In der 18. SSW sollte die werdende Mutter vermehrt Kalzium aufnehmen. Das Baby braucht davon jetzt besonders viel, um seine Knochen zu stärken, darum können Schwangere nun einen Kalziummangel bekommen. Wenn öfter Wadenkrämpfe auftreten, ist das ein Zeichen für einen Kalziummangel. Werdende Mütter sollten sich dann mit ihrem Arzt oder der Hebamme besprechen.

Auch Sodbrennen kann sich jetzt schon bemerkbar machen. Der Schließmuskel der Speiseröhre erschlafft wie das restliche Gewebe in der Schwangerschaft, dank der Schwangerschaftshormone. Wenn dann noch die wachsende Gebärmutter auf den Magen drückt, kann Magensaft in die Speiseröhre aufsteigen und die werdende Mutter bekommt Sodbrennen. Das passiert besonders häufig, wenn sie flach liegt. Mehrere kleinere Mahlzeiten am Tag sind jetzt sinnvoller als wenige große. Kopf und Rücken leicht erhöht zu lagern kann außerdem Abhilfe schaffen.

Weitere Informationen zu Schwangerschaftsverlauf und Babys Entwicklung findest du bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Weitere Schwangerschaftswochen im Überblick:

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17./18. Schwangerschaftswoche

In diesem Artikel erwartet dich:

Mit der 17. Schwangerschaftswoche beginnt der fünfte Schwangerschaftsmonat und damit das zweite Drittel der Schwangerschaft. Zwei Wochen vor der Halbzeit der Schwangerschaft sollten sich Mutter und Kind gleichermaßen wohlfühlen. Es ist einfach unglaublich wie die Zeit vergeht. Fast die Hälfte der Schwangerschaft ist schon vorbei. Das in den vergangenen Schwangerschaftswochen absolvierte Bewegungstraining zeigt seine Wirkung. Denn das Kind ist mehr denn je in Bewegung. Es kann seine Arme und Beine nun allmählich immer koordinierter einsetzen.

Weiter zur 19. und 20. SSW →

Entwicklung des Babys

Herztöne

Wie ihr bereits wisst, arbeitet das kleine Herz eures Schatzes bereits seit langem auf Hochtouren. Spätestens ab der 17. Woche können die Herztöne durch den Arzt oder der Hebamme mit dem Stethoskop sicher abgehört werden. Das, was man zu Beginn der Schwangerschaft im Ultraschall-Screening als ein pulsierendes etwas gesehen hat, kann man nun also deutlich hören. Schaut doch bezüglich der Entwicklung des Herzens auch noch mal in den Ratgeberartikeln zur 5./6 SSW und 7./8. SSW vorbei. Hier findet ihr ebenfalls einzelne Entwicklungsschritte des Herzen und Informationen darüber, ob ihr den Herzschlag hören oder sehen könnt.

Ausreichend Platz im Bauch?

Durch den Wachstum des Kindes schrumpft der Platz in der Gebärmutter. In der 17./18. SSW hat euer Baby aber immer noch genug Platz um sich im Fruchtwasser gut bewegen zu können. Es ist jetzt ungefähr so groß wie die Plazenta – vielleicht sogar größer.Ihr werdet merken, dass nunmehr die Zeit ist, in der sich euer Sprössling sehr viel bewegt. Bald wird der Platz gering und die Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Euer Kind trainiert übrigens auch seine sogenannten Reflexe. Reflexe gelten im allgemeinen als angeboren, trotzdem müssen diese im Mutterleib zunächst trainiert und erprobt werden.

Was entwickelt sich außerdem?

Die Halbzeit rückt immer näher, und euer Sprössling wächst und wächst. Auch die Versorgung des Babys passt sich diesen Umständen an. Die Nabelschnur wird daher zunehmend länger, dicker und stabiler. Somit ist die Versorgung des Kindes gesichert.
Jetzt beginnt außerdem die Phase in der die Arme und Hände sowie die Beine und Füße in der Länge zunehmen. Die Proportionen passen sich also immer weiter an den endgültigen Status an. Auch die Feinarbeit reift nach der 17. Schwangerschaftswoche. Es kann der erste Haarwachstum beobachtet werden. Dieser ist oftmals verbunden mit Sodbrennen. Auch die Augen des Babys sind inzwischen gewandert, sie befinden sich nun nicht mehr seitlich des Kopfes sondern vorne. Die Finger- und Zehennägelbildung ist inzwischen abgeschlossen. Sie sind allerdings so weich, dass sie im Mutterleib keinerlei Schaden anrichten können. Wie ihr seht, ist jetzt alles an seinem endgültigem Platz.

Tipp: Wie ihr bereits von der 13./14. SSW wisst, sind auch die Knochen des Babys im Wachstum. Daher solltet ihr euch kalziumreich ernähren. Jetzt in der 17./18. SSW beginnt außerdem die Verknöchelung der Gehörknöchel, also von Hammer, Ambos und Steigbügel. Die Zunehmende Verknöchelung bedeutet, dass euer Kind zunehmend Geräusche wahrnehmen, differenzieren und hören kann. Anders als in der 15./16. SSW nimmt es also so langsam mehr als nur die Stimme der Mutter wahr.

Weitere Entwicklungsschritte:

  • Unter der Haut wird das Körperfett weiter angereichert
  • Rückrat beginnt sich auszubilden.
  • Käseschmiere wird nunmehr produziert

Käseschmiere – was ist das?

Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus Talgdrüsensekret, Cholesterol und Epithelzellen, die den Körper des Kindes schließlich vollständig umgibt. Sie hat aber mehr als nur einen Zweck:

  • sie verhindert, dass die Haut des Fötus in der feuchten Umgebung des Uterus verschrumpelt oder aufquillt.
  • bei der Geburt wirkt sie als „Gleitmittel“.
  • nach der Geburt schützt sie das Neugeborene vor Wärmeverlust.

Sie muss nach der Geburt nicht abgewaschen werden – sie zieht von alleine in die Haut des Säuglings ein. Etwas länger bleibt sie am Kopf des Kindes. Ihr kennt vielleicht diese weißen „Schüppchen“ die viele Säuglinge auf dem Kopf haben. Hierbei handelt es sich um Käseschmiere. Auch diese wird schon von alleine Lösen – sie dient zum Schutz des Kindes. Macht euch also keine Gedanken, bei einigen Säuglingen ist schon nach einigen Wochen oder Monaten auf der Kopfhaut nichts mehr von der Käseschmiere übrig, bei anderen kann es bis zu 2 Jahren dauern, bis alles vollständig entfernt ist.

Kälte, Wärme, Licht und Dunkelheit

Doch nicht nur der Fötus selbst entwickelt sich immer weiter. Auch die Gebärmutter selbst macht nun eine kleine Veränderung durch. Denn durch die immer dünner werdende Bauchdecke dringt tatsächlich ab und zu ein bisschen Licht. In der Gebärmutter ist es gar nicht mehr zu dunkel wie am Anfang der Schwangerschaft. Ihr könnt daher vielleicht merken, wie euer Baby auf Licht und Dunkelheit in eurem Bauch reagiert.

Es fängt außerdem ebenso an auch auf Wärme und Kälte zu reagieren. Vielleicht konntet ihr schon einmal bei eurem Frauenarzt beobachten, wie euer Nachwuchs plötzlich tritt, sobald das kalte Gel den Bauch berührt. Manche reagieren auch auf Wärme, z.B. wenn man eine Hand auf die Bauchdecke legt.

Schlafrhythmus des Babys

Euer Schatz schläft ca. 20 Stunden täglich. Das klingt erstmal sehr viel. Doch es kann für euch werdende Mütter aber trotzdem ziemlich anstregend sein mit den Bewegungen eures Kindes umzugehen, da es meistens wach ist, wenn ihr schlaft. Aber warum ist das so? Es liegt ganz einfach daran, dann die Bewegungen der Mutter das Baby zum schlafen bringen. Sobald ihr euch also hinlegt und vielleicht selbst schlafen wollt, kommt ihr zum Stillstand und es kann sein, dass euer kleiner Schatz aufwacht. Dieses nächtliche Aufwachen erfüllt aber auch noch einen weiteren Zweck: Es bereitet die Mutter darauf vor mit weniger Schlaf auszukommen, sobald euer Säugling geboren ist. Es ist also eine Art Training für euch. Ganz schön ausgeklügelt von Mutter Natur, nicht?

Obstsalat – Fötusgröße im Vergleich

In der 18. SSW liegt die Scheitel-Steiß-Höhe des Kindes bei zwölf bis vierzehn Zentimetern. Sein Gewicht beträgt ca. zwischen 120 und 190 Gramm. Um das einfach zu verbildlichen: In der 17./18. Schwangerschaftswoche ist euer Fötus ungefähr so groß wie eine Avocado.

Beschwerden

Da die Gebärmutter immer weiter nach vorne im Bauch verlagert wird, kann es zu Schwindelgefühlen und Gleichgewichtsproblemen kommen. Beides ist das Ergebnis von Kreislaufbeeinträchtigungen und Blutdruckschwankungen, zu denen es durch die Verlagerung kommt. Glücklicherweise dauert das nicht lange.
Durch die vermehrten Hormone in eurem Körper kann es außerdem zu Hitzewallungen und Schweißausbrüchen kommen. Das ist bei jedem aber ganz unterschiedlich. Das lässt sich nicht verhindern,verzichtet während eurer Schwangerschaft einfach auf scharfes Essen, denn dadurch wird das Hitzegefühl nur noch verstärkt. Stellt euch auch kleidungstechnisch darauf ein, dass die Hormone dem körperlichen Temperaturempfinden nun öfter einen Streich spielen. Man sollte also am besten mehrere Lagen Kleidung übereinander tragen (Zwiebelprinzip), um variabel auf solche Zustände reagieren zu können.
Während sich die meisten Veränderungen, die die Schwangerschaft im Körper der Frau hervorgerufen hat sozusagen im Verborgenen stattgefunden haben, verändert sich der Körper nun zusehends auch von Außen. Nicht nur der Bauch nimmt an Größe zu, sondern auch der Busen wird größer und empfindlicher.

Venen

Wie ihr vielleicht bereits zuvor gehört habt, haben viele Schwangere Probleme mit ihren Venen. Vor allem im unteren Bereich des Körpers. Das kommt daher, dass eine erhöhte Blutmenge produziert wird und der Uterus stark wächst. Dadurch arbeitet euer Kreislauf auf Hochtouren. Auch der Hormonhaushalt in eurem Körper hat um einiges zugelegt, bestimmte Hormone lockern dabei die Wände eurer Adern.Das Herz und die Blutgefäße haben es daher nicht einfach, das Blut aus den unteren Körperregionen wieder zurückzuleiten. Die Folge daraus ist eine Venenerweiterung. Hämorrhoiden und Krampfadern die dadurch entstehen, verschwinden zum Glück im Schambereich nach der Schwangerschaft von ganz alleine. Krampfadern in den Beinen können aber leider dauerhaft erhalten bleiben.

Was hilft euch dagegen? Leider nicht viel. Eine gesunde Ernährung, die ihr während der ganzen Schwangerschaft sowieso schon pflegen solltet und ein bisschen Bewegung können dagegen halten. Merkt euch außerdem, dass nicht jede Frau an diesen Beschwerden leidet. Hier geht’s zu unserem Ernährungsratgeber.

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Euer Bauchumfang

Euer Bauch wird ab der 17./18. SSW wahrscheinlich nicht mehr zu übersehen sein. Auch wenn ihr jemand seid, bei dem der Bauch erst in den letzten Wochen der Schwangerschaft schlagartig riesig wird, wird man euch die Schwangerschaft zu diesem Zeitpunkt trotzdem deutlich ansehen.

Dehnungsstreifen

Da euer Bauch immer weiter an Umfang zunimmt, können sich auch die ersten Dehnungsstreifen bemerkbar machen. Denn durch das Wachstum wird das Bindegewebe der Haut überdehnt und es können kleine Risse entstehen, die sich dann als farbig abgehobene Streifen auf der Haut zeigen. Sie verursachen keine Schmerzen, stellen aber ein kosmetisches Problem dar, wenngleich auch die farbliche Abhebung nach der Schwangerschaft wieder leicht zurückgeht. Ob ihr überhaupt Dehnungsstreifen bekommt, kann viele verschiedene Ursachen haben. Zum einen kommt es einfach auf eure Hautstruktur an, wie dehnbar eure Haut ist. Ist das Bindegewebe also genetisch bedingt eher schwach, kommt es natürlich auch leichter zu den Rissen. Zum anderen kann es daran liegen, wie schnell euer Bauch wächst. Macht euer Bauch z.B. schnelle und große Wachstumsschübe, sind Dehnungsstreifen wahrscheinlicher. Wächst euer Bauch langsam und gleichmäßig, ist die Wahrscheinlichkeit Schwangerschaftsstreifen zu bekommen hingegen geringer.

Tipp: Schwangerschaftsstreifen lassen sich nicht vermeiden, aber man kann einiges zur Vorbeugung tun. Die werdende Mutter sollte viel Wasser trinken. Das unterstützt den Feuchtigkeitshaushalt, der wiederum ausschlaggebend ist für die Beschaffenheit des Bindegewebes. Die Ernährung kann positive Einflüsse darauf haben, ebenso Massagen, die die Durchblutung fördern und Sport ist ebenfalls wichtig. Viele Schwangere berichten zudem, dass ihnen während und auch nach der Schwangerschaft gegen die Schwangerschaftsstreifen Bi-Oil oder Massage-Öle gut geholfen haben soll. Auch das ist bei jedem aber sehr unterschiedlich. (Gibt es hier vll. ein Angebot / Deal welchen wir verlinken können??)
Leider kann man all das beachten und trotzdem Schwangerschaftsstreifen bekommen – möglicherweise aber dadurch nicht ganz so schlimm.

Ist die Schwangerschaft sichtbar – kommen die dummen Sprüche!

Natürlich beginnt jetzt außerdem die Zeit, in der ihr euch viel „Gequatsche“ anhören könnt. Sätze wie „du musst aber..“ und „auf keinen Fall darfst du..“ kann man irgendwann wirklich nicht mehr hören. Es ist einfach ein Phänomen, dass alle Menschen (sogar alle die vielleicht noch nie schwanger waren und die Situation daher gar nicht nachempfinden können) sich einfach dazu äußern müssen. Aber denkt einfach daran, diese Äußerungen sind meistens weder persönlich noch böse gemeint. Immer die Ruhe bewahren. Verhaltet euch und handelt so, wie ihr es für richtig haltet. Nur ihr, euer Arzt und eure Hebamme wissen, was am besten für euch und euren kleinen Bauchwurm ist.
Auch bei den Entbindungsgeschichten solltet ihr größtenteils weghören. Andere Mamis neigen dazu, „Entbindungs-Horrorgeschichten“ zu erzählen. Dabei vergessen sie oftmals, dass das bei euch eine große Angst auslösen kann. Natürlich ist eine Geburt kein Spaziergang – aber trotzdem gut machbar. Denkt daran, ihr seid die ganze Zeit gut von Ärzten und Hebammen betreut, die euch bei Seite stehen -ihr werdet es toll meistern.

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Kindslage: So liegt dein Baby im Bauch

„Ich sehe schon das Köpfchen!“, rufen Hebamme oder Arzt, wenn das Baby wie in 96% der Fälle mit dem Kopf voran das Licht der Welt erblickt. Diese Kindslage heisst im Fachjargon Schädellage (SL als Kürzel im Mutterpass) oder noch genauer: vordere Hinterhauptslage. Das Baby liegt mit dem Kopf im Becken, das Gesicht ist nach unten gewandt und der Kopf auf die Brust gebeugt.

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Noch bis zur 36. Woche der Schwangerschaft dürfen werdende Mütter darauf hoffen, dass ihr Baby sich in diese für die natürliche Geburt günstigste Lage dreht. Danach wird es schon schwieriger, ist aber immer noch nicht ausgeschlossen. Hat dein Baby sich noch nicht gedreht, ist das vorerst noch kein Grund zur Sorge. Es gibt einige Tricks, dem Kleinen die Kopflage schmackhaft zu machen.

Vorderhauptslage, Querlage und Beckenendlage

Hebamme oder Arzt dokumentieren die Kindslage bei jeder Untersuchung im Mutterpass. Knapp 15% der Föten liegen bis zur 30. Schwangerschaftswoche noch in Beckenend- oder Steisslage (BL), einige machen es sich auch in der selteneren Querlage (QL) gemütlich. Babys, die zwar in Kopflage aber mit dem Gesicht nach oben zur Welt kommen (Vorderhauptslage), nennt man im Volksmund auch Sternengucker. Die Querlage (das Baby liegt tatsächlich quer in der Gebärmutter) und die Beckenendlage (das Baby sitzt mit dem Po voran, die Beine sind nach oben gestreckt) gelten in der Medizin als Lageanomalien, eine spontane Geburt scheint unmöglich oder erschwert und ein Kaiserschnitt wird vorbereitet. Einige Babys vollziehen das Wendemanöver jedoch erst zur Mitte des 3. Trimesters. Erst ab der 32. Woche wird die Hebamme zusammen mit der Mutter versuchen, ihm beim Drehen zu Hilfe zu kommen bzw. es zur Drehung zu motivieren. Einige Übungen kannst du auch allein zu Haus oder mit deinem Partner vollziehen, und auch wenn du wissen möchtest, wie dein Baby gerade liegt, gibt es spezielle Griffe, das herauszufinden.

Die Kindslage selbst ertasten

Hebammen nutzen die sogenannten Leopold-Handgriffe, benannt nach dem Gynäkologen Christian Leopold, um die Lage des Babys zu bestimmen. Diese Griffe kannst du dir von deiner Hebamme zeigen lassen. Knete und wackle aber nie ohne das nötige Fachwissen an deinem Schwangerschaftsbauch herum! Du könntest eine Ablösung der Plazenta provozieren!

Lege eine Hand an den oberen Rand deines Bauches und versuche, die Beule von Kopf oder Po zu erspüren. Das Pendant dazu müsste sich über deinem Schambein befinden.

Bei der Querlage dagegen liessen sich Kopf und Po etwa in Taillenhöhe ertasten.

Um herauszufinden, welche der Beulen nun Kopf oder Po sind, bedient sich die Hebamme eines einfachen Tricks. Sie wackelt leicht am vermuteten Po des Babys. Schwingt dabei der Körper mit, lag sie mit ihrer Vermutung richtig. Bei einer Bewegung am Kopf hingegen würde das Baby nicht mitschwingen, weil sein beweglicher Hals die Erschütterung ausgleichen würde.

Das Baby zum Drehen bewegen

Es gibt einige Tricks, das Baby zum Wendemanöver zu animieren. Als letzte Methode bleibt die Möglichkeit der äusseren Wendung, die stationär und von einem erfahrenen Arzt durchgeführt wird. Das geschieht ohne Narkose mittels bestimmter Handgriffe und während Herzton und Lage über Ultraschall und CTG ständig kontrolliert werden. Bleibt auch das ohne Erfolg, kann aber auch eine Beckenendlage unter Umständen vaginal entbunden werden. Die Entscheidung dazu liegt nun beim Arzt und dem Fachpersonal. Möchtest du selbst dein Baby zum Drehen ermuntern, helfen vielleicht folgende Tricks, deren Wirkung aber mitunter nicht wissenschaftlich bestätigt ist:

  • Taschenlampe oder Glöckchen – neugierige Babys ändern durch Lichteinfluss oder andere Reize von aussen wie Töne oder die Stimme und das Streicheln der Mutter vielleicht ihre Lage. Der Reiz sollte sich vom Kopf des Babys aus Richtung Schambein bewegen und es dazu verleiten, sich in eben diese Richtung zu drehen.
  • Massage und Akkupunktur – Hebammen wissen um die Punkte, die sich mittels verschiedener Methoden stimulieren lassen und etwaige Blockaden lösen können.
  • Indische Brücke und Tönnchen Stellung – diese Stellungen werden im Geburtsvorbereitungskurs oder mit der Hebamme zusammen eingeübt. Sie zählen zu den sanften Wendemanövern.

Im Allgemeinen solltest du die ganze Schwangerschaft über auf eine richtige Haltung achten! Ständiges und gebeugtes Sitzen begünstigt eine ungünstige Lageposition ebenso wie das unnötige Verdrehen des Beckens oder des Oberkörpers.

Wenn dein Baby sich partout nicht drehen will, könnte es ebenso sein, dass es einen triftigen Grund dafür hat, der sich erst nach der Geburt per Kaiserschnitt zeigen will. Mach dir also nicht zu viele Sorgen und höre auf dein Bauchgefühl! Egal, wie dein Baby das Licht der Welt erblickt, nichts kann dir den Moment nehmen, indem du es das erste Mal im Arm halten darfst. Wir wünschen dir alles Gute!

Es gibt offensichtlich einen neu aufflammenden Trend – und da ich immer häufiger damit konfrontiert werde, muss ich mich dazu jetzt mal äußern, denn ich bin total entsetzt.
Als ich zum ersten Mal die Frage „Ist Bauchstreicheln denn überhaupt erlaubt?“ hörte, dachte ich noch, es sei ein schlechter Scherz. Und nein, ich rede hier nicht davon, dass Schwangeren einfach ungefragt der Bauch getätschelt wird! Der Kern der Frage war nämlich: „Löst Bauchstreicheln Wehen aus?“
Es geht also vielmehr um einen weiteren, unbedachten Angriff auf das Bauchgefühl von Müttern, der zeigt, wie schnell Mythen & Gerüchte entstehen und wie bekloppt die Welt doch sein kann.

Ihr ahnt vielleicht schon, was ich dazu zu sagen habe? Ich meine – ernsthaft?! Ein Verbot, den Bauch zu streicheln? Ich hoffe, ich kann diesen Mythos heute brechen, doch lest selbst…

Den Babybauch tasten

Am ersten Abend meiner Geburtsvorbereitungskurse biete ich den Paaren immer an, gemeinsam mal das Baby im Bauch zu ertasten. Viele Paare liebkosen den Bauch eh bei jeder Gelegenheit und spüren strahlend den kleinen Tritten und Knuffen ihres Babys nach. Manch ein Partner beugt sich zwischendurch immer wieder zum Babybauch und lauscht, oder spricht mit dem Kind. Und meist sind die Paare sehr begierig zu erfahren, wie genau das Kind da im Bauch liegt, und um welche Körperteile es sich bei den kleinen, wandernden „Beulen“ wohl handelt.
Wir beginnen also die Bäuche abzutasten – und dann kommt es fast immer wie es kommen muss, zu der Frage: „Sag mal, ist es eigentlich in Ordnung, den Bauch einfach so zu streicheln und zu betasten? Die Arzthelferin in meiner Gynpraxis hat nämlich gesagt, das könnte vorzeitige Wehen auslösen.“
Als mir die Frage das allererste Mal gestellt wurde, war ich vollkommen perplex. Inzwischen bin ich darauf gefasst. Aber gewöhnen möchte ich mich daran nicht.

Soll der Reflex, den Bauch zu liebkosen, besser unterdrückt werden?

Nein, bitte nicht.

Der Babybauch darf nach Herzenslust gestreichelt werden!

Und ganz egal, ob das nun ständig und ganz unbewusst nebenbei passiert, oder ihr gezielte Mutter-Kind-Kuscheleinheiten einlegt und das Baby durch den Bauch hindurch streichelt, es stupst und dadurch sogar etwas mit ihm „spielt“ – es ist ganz wunderbar, bindungsfördernd und ein schönes Gefühl.
Und ihr streichelt euch ja auch selbst. Das ist einfach angenehm und Balsam für die Seele.
Und ganz nebenbei werden durch solche Berührungen ein paar Glückshormone ausgeschüttet. Sie tun nicht nur euch, sondern auch dem Baby gut, denn es bekommt die Glücksstoffe und Stimmungen von euch ab – es ist ein Teil von euch!
Besonders am Abend, oder zu Zeiten, in denen man grad selbst entspannt, werden die Kinder oft aktiv und machen sich bemerkbar. Dann ist eine gute Zeit, um den Bauch zu streicheln, zu cremen, oder einfach über die kleinen Stupse Kontakt aufzunehmen – pränatales Bonden eben.

Bloggerkollegin Bea suchte kürzlich Fotos von Müttern, die gerade mal nicht ihren schwangeren Bauch mit den Händen einrahmen. Und auch wenn Bea eine gigantische Community anspricht, kamen diesmal gar nicht so viele (dafür aber ein paar sehr witzige) Fotos zusammen. Ich denke, einfach weil das Bauchanfassen und Streicheln und Halten ein so natürlicher Reflex ist. Das zu unterdrücken wäre vollkommen unnatürlich.

Löst Bauchstreicheln Wehen aus?

Nein. Das ist Quatsch. Denn wenn es so einfach wäre, Wehen auszulösen, dann bekämen alle Frauen, bei denen eine Geburtseinleitung ansteht, einfach die Anweisung den Bauch fest zu streicheln. Dem ist aber nicht so. Und selbst mit starken Einleitungsmedikamenten dauert es oft mehrere Tage, bis sich das Baby auf den Weg macht. So einfach ist es eben ganz und gar nicht, das Kind zum Auszug zu bewegen, wenn es noch nicht reif ist. Schon gar nicht, durch ein bisschen liebevolles Bauch streicheln.

Schöne Momente zu dritt

Für viele Paare ist es ein liebgewonnenes Ritual, am Abend kleine Bauch-Liebkosungs-Einheiten einzulegen. Der Partner nimmt Anteil an den Kindsbewegungen, von denen er ja tagsüber in der Regel wenig mitbekommt, spricht mit dem Baby und horcht nach dem Puckern des Herzchens. Das Kind liegt, durch den dicken Gebärmuttermuskel gut geschützt, in der Fruchtblase, umgeben von gut pufferndem Fruchtwasser.
Also, liebe Väter: keine Angst vorm Anfassen! Da geht nichts kaputt. Und wenn es der Mutter zu viel werden sollte, dann kann sie es ja sagen.

Gibt es Ausnahmen?

Natürlich. Keine Regel ohne Ausnahme. Und hier kommt vermutlich auch dieses unsägliche Gerücht her:
Wenn ihr bereits ständig vorzeitige Wehen habt, und deswegen vielleicht auch schon im Krankenhaus aufgenommen seid, und eure Gebärmutter gerade hyperaktiv auf alle Reize reagiert, dann ist es sicher sinnvoll, den Bauch in Ruhe zu lassen. Das wird dann, vernünftiger Weise, auch das Krankenhauspersonal so anweisen. Und Zack! verbreitet sich das generelle Gerücht, dass Bauchstreicheln Wehen auslösen könnte – die Internetforen sind voll davon…
Ich möchte aber behaupten, dass auch sanftes Streicheln hier nicht schadet. Auf kräftigere Massagen sollte man dann jedoch auf jeden Fall verzichten. Aber insgesamt ist das schon ein extremes und vor allem seltenes Szenario.
Bei einer normalen Schwangerschaft schadet Bauchstreicheln, genau wie Sport oder Sex ganz und gar nicht.

Ich hab‘ es doch gewusst!

Zurück zu meinem Geburtsvorbereitungskurs, wo sich dann – nach einer kleinen Aufklärungseinheit – wohlige Erleichterung mit hörbarem Aufatmen einstellt: „Das hab‘ ich mir, tief in meinem Herzen, doch gedacht, dass das totaler Quatsch ist.“ Und: „Na Gott sei Dank, ich streichel meine Kugel doch so gerne!“ Oder: „Siehste, war Blödsinn!“, höre ich dann, bevor sich alle wieder ihren Bäuchen zuwenden und für den Rest der Zeit gar nicht mehr aus dem Kuscheln rauskommen. ♥ Gut so.

Verunsicherung geht schnell

Ich finde die ganze Angelegenheit ja sehr exemplarisch für eine generelle Verunsicherung rund um das Mutter-, bzw. Elternwerden und sein. Man hat intuitiv eigentlich das richtige Gefühl, doch dann lässt man sich leicht verunsichern, sobald ein vermeintlich erfahrener Menschen – oder gar Fachleute – Ratschläge verteilen. Obendrein meist ungefragt. Und dann handelt man schnell gegen jedes Bauchgefühl und den eigenen, gesunden Menschenverstand. Einfach, weil man ja alles richtigmachen und sein Kind auf keinen Fall gefährden will. Das ist nachvollziehbar und traurig zugleich. Und ärgerlich.

Und mir zeigt es erneut, wie groß die Verantwortung ist, wenn man Menschen Ratschläge gibt. Das sollte man sich immer gut überlegen und im Zweifelsfall auch einfach mal die Klappe halten.

Auf Durchzug schalten

Kennt ihr das auch, wenn Menschen euch ungefragt sagen, was für euch und eure Babys am besten ist? Wie geht ihr damit um?
Ich plädiere ja für „auf Durchzug schalten.“

Und ihr?

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Fünf Tipps für eine gute Kindslage zur Geburt – das Baby in sich tragen

Gerade wenn sich das Baby in den letzten Schwangerschaftswochen vielleicht noch in Steißlage oder in Querlage befand, ist man als Schwangere doch froh, wenn das Baby in Richtung Geburtstermin mit dem Köpfchen nach unten liegt. Zwar können Babys gut aus Beckenendlage geboren werden. Doch der Kopf als vorangehender Teil ist günstiger. Denn so wird der Körperbereich mit dem größten Umfang zuerst geboren.

Doch neben der Freude über den „der Kopf ist unten“-Befund gibt es noch ein paar Punkte, die man beachten kann, um dem Baby zu helfen, eine möglichst gute Geburtsposition zu finden. Natürlich finden auch mit Geburtsbeginn noch viele körpereigene Prozesse statt, die die Kindslage positiv beeinflussen können. Aber auch die Zeit davor ist wichtig. Erste Kinder begeben sich circa um die 36. Schwangerschaftswoche mit dem Köpfchen in den Beckeneingangsbereich. Zweite oder noch weiter nachfolgende Kinder lassen sich damit meist mehr Zeit. Sie finden manchmal auch erst mit Wehenbeginn ihre „Startposition“. Das liegt an der etwas runderen Gebärmutterform und den weicheren Bauchmuskeln der Mehrfachmütter.

In den letzten Schwangerschaftswochen sollte man es sich trotz großen Bauches allerdings „nicht zu bequem“ machen bzw. auch beim Liegen und Sitzen ein paar Punkte beachten.

  • „Trage Dein Baby in Dir und nicht vor Dir!“ Diesen Satz hast du vielleicht schon von deiner Hebamme gehört. Er spricht vor allem auf die nach vorne geneigte Haltung an. Diese nehmen viele Frauen zum Ende der Schwangerschaft ein. Dadurch entsteht auch der entenähnliche, typische Gang. Es ist mehr als verständlich, dass man dem Gewicht des Bauches nach vorne einfach nachgeben möchte. Für den Rücken, den Beckenboden aber auch die Kindslage ist das allerdings nicht optimal. Eine aufrechte Haltung ist die beste Prophylaxe gegen Rückenschmerzen in der Spätschwangerschaft. Stell dir dein Becken als ein Körbchen vor, in dem du dein Baby trägst. Wenn du das Becken so kippst, dass dein Steißbein Richtung Boden zeigt, richtet sich dein Becken so auf, dass das Kind „nicht aus dem Körbchen fällt“. Vielleicht hilft dir dieses Bild, dich im Alltag immer wieder an das Aufrichten zu erinnern.
  • Lass das Becken kreisen. Dafür brauchst niemand einen Bauchtanz-Kurs belegen, wobei viele Frauen Bewegungen dieser Art in der Schwangerschaft schätzen. Kippe dein Becken abwechselnd nach vorne und nach hinten und nach rechts und nach links. Mache kleine und große Kreise oder auch eine Acht, wenn dir danach ist. Auch unter den Wehen kreisen viele Gebärende ganz intuitiv so mit dem Becken. Überhaupt ist Bewegung, auch in täglichen kleinen Dosen, eine gute Vorbereitung auf die Geburt.
  • Positive Beeinflussung der Kindslage

  • Vermeide tiefe Sessel und Sofa, auf denen du in einer zurückgelehnten Position sitzt. Wenn sich dabei noch – wie meist üblich – die Knie höher als die Hüften befinden, wird der Winkel zwischen Beckeneingang und Wirbelsäule und damit der Platz für das Kind verkleinert. Lege dich stattdessen zum Ausruhen in Seitenlage und stütze gerne deine Wirbelsäule mit einem stabilen Still- und Lagerungskissen ab. Das obere Bein kannst du anziehen und das Knie Richtung Matratze oder Liegefläche fallen lassen
  • Vermeide lange Autofahrten in den letzten Schwangerschaftswochen. In dem schalenförmigen Sitz hast du eine ähnlich ungute Haltung wie auf dem tiefen Sofa. Bahnfahrten sind ohnehin meist angenehmer, weil du zwischendurch aufstehen und dir die Beine vertreten kannst.
  • Schlage beim Sitzen nicht die Beine übereinander. Dies schränkt wieder das Platzangebot für das Baby ein. Auf einem Stuhl kannst du bequem und babyfreundlich sitzen, indem du dich so darauf setzt, dass die Beine rechts und links vom Stuhl sind und du deine Arme und damit den Oberkörper auf der Stuhllehne abstützen kannst. Du sitzt also quasi umgedreht auf dem Stuhl, so dass die Lehne dabei nach vorne zeigt.
    Auch ein Knien mit nach vorne abgestütztem Oberkörper sowie der Vierfüßlerstand sind meist angenehme Positionen für die letzten Wochen, aber auch unter der Geburt. Wenn Du noch viel am Schreibtisch sitzen musst, kann ein Kniehocker für eine gute aufrechte Position sorgen, bei der die Knie tiefer als die Hüfte sind. Auch das Sitzen auf einem großen Sitzball erfordert durch dessen Instabilität, dass du Becken und Wirbelsäule immer wieder aufrichten musst. Zum Entspannen zwischendurch kannst du auf dem Ball dein Becken immer wieder kreisen lassen.

Dies sind allgemeine Tipps für die letzten Schwangerschaftswochen, in denen das Kind eine möglichst gute Ausgangslage für die Geburt einnehmen soll. Wenn die Hebamme eine Kindslage ertastet hat, die noch ein bisschen Optimierungsbedarf hat, wird sie vielleicht schon gezielt bestimmte Haltungen oder Übungen gezeigt haben. Auf der englischsprachigen Seite Spinningbabies finden sich ebenfalls viele interessante Informationen und Anregungen zur positiven Beeinflussung der Kindslage. Oft fokussieren wir uns auf die optimalen Gebärpositionen. Das Wissen um günstige und eher zu vermeidende Haltungen für die letzten Schwangerschaftswochen ist aber ebenfalls wichtig und eine gute Geburtsvorbereitung.

Fundusstand in 16.ssw

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Den Begriff “Fundusstand” wirst Du während Deiner Schwangerschaft öfter hören. Aber was verbirgt sich eigentlich dahinter? Und warum ist der Fundusstand in der Schwangerschaft so wichtig?

Der Abstand zwischen deinem Schambein und dem oberen Rand der Gebärmutter heißt in der Fachsprache “Fundusstand”. Am Fundusstand kann der Arzt oder die Hebamme erkennen, wie groß Deine Gebärmutter ist und ob sich Dein Kind seinem Alter entsprechend entwickelt. Dein Frauenarzt kontrolliert den Fundusstand regelmäßig und trägt ihn in den Mutterpass auf Seite 7 ein. Die Zahlen und Buchstaben im Gravidogramm (“Schwangerschaftsaufzeichnung”) stehen für die Orientierungspunkte, mit denen der Arzt die Größe der Gebärmutter bestimmt. Die Zahlen stehen für die Abstände, die in Querfingern gemessen werden, S steht für das Schambein, N für den Nabel und Rb für den Rippenbogen.

Inhalt

Normwerte für den Fundusstand

Im Mutterpass wird der Fundusstand mit Werten wie N/0 angegeben. Die Buchstaben stehen jeweils für die Fixpunkte: Schambein (S), Nabel (N) und Rippenbogen (Rb). Die Zahlen sind die jeweilige Anzahl Querfinger, die sich der Fundus von diesen Fixpunkten entfernt befindet. In der folgenden Tabelle findest Du die Normwerte inklusive der Abkürzungen für die jeweiligen Schwangerschaftswochen:

SSW Wert Lage
12 S/0 Fundus am Schambein
16 2/S Fundus 2 Querfinger über Schambein
20 N/3 Fundus 3 Querfinger unter Nabel
24 N/0 Fundus am Nabel
28 Rb/N Fundus zwischen Rippenbogen und Nabel
32 Rb/3 Fundus 3 Querfinger unter Rippenbogen
36 Rb/0 Fundus am Rippenbogen
40 Rb/2 Fundus 2 Querfinger unter Rippenbogen

Ursachen für einen hohen Fundusstand

Wenn Dein Fundusstand höher ist als der Normbereich, kann das folgende Gründe haben:

  • Messfehler: Falls sich der Arzt in diesem Fall vermisst, kann es zu falschen Werten kommen.
  • Mehrlingsschwangerschaft: Bei Mehrlingsschwangerschaften wachsen zwei oder mehr Kinder gleichzeitig in Deinem Bauch heran und kommen kurz hintereinander zur Welt.
  • Makrosomie: Von diesem Begriff spricht der Arzt, wenn das (errechnete) Geburtsgewicht des Kindes über der sogenannten 95. Perzentile liegt. Dies bedeutet, dass nur 5 % der Babys im selben Alter schwerer sind. Das erhöhte Gewicht stellt einen Risikofaktor für die Geburt dar.
  • Myome: Ein Myom ist ein gutartiger Tumor in oder an der Gebärmutter. Der hormonabhängige Tumor entwickelt sich aus den Muskelzellen der Gebärmutter. Sein Wachstum hängt direkt mit der Funktion der Eierstöcke zusammen, weshalb sich ein Myom nur während der Geschlechtsreife bilden kann und hauptsächlich bei Frauen im Alter zwischen 30 und 40 Jahren auftritt. Myome sind die am häufigsten auftretenden gutartigen Tumore der weiblichen Geschlechtsorgane, von denen in Europa jede vierte bis sechste gebärfähige Frau betroffen ist.
  • Polyhydramnion: Als Polyhydramnion wird eine zu große Menge an Fruchtwasser bezeichnet. Es wird auf der Seite 6 im Mutterpass unter „Besondere Befunde in der Schwangerschaft“ vermerkt. Während der Vorsorgeuntersuchungen kann der Arzt beim Ultraschall die Fruchtwassermenge untersuchen. Er teilt die Aufnahme des Bauches in 4 Quadranten ein, misst die Größe der Fruchtwasserdepots und summiert diese. Anhand der Werte kann er erkennen, ob zu viel Fruchtwasser vorliegt

Ursachen für einen zu niedrigen Fundusstand

Sollte Dein Fundusstand niedriger sein als der Normbereich, könnte Folgendes dahinterstecken:

  • Oligohydramnion: Ein Oligohydramnion liegt vor, wenn Du zu wenig Fruchtwasser hast. Dies ist der Fall, wenn der Fruchtwasserindex (AFI) unter 5,1 cm liegt oder Du weniger als 300 ml Fruchtwasser hast. Nur 0,5 bis 4% aller Schwangeren sind von einem Oligohydramnion betroffen.
  • Abort: Bei einer Fehlgeburt sprechen Mediziner von einem Abort.
  • Messfehler: Falls sich der Arzt in diesem Fall vermisst, kann es zu falschen Werten kommen.
  • Fehlbildungen beim Kind: Falls Dein Baby zu klein ist, kann es zu einem niedrigen Fundusstand kommen.

Am Fundusstand kannst Du — und vor allem Dein Arzt und Deine Hebamme — also gut erkennen, ob sich Dein Baby gesund entwickelt. Ist der Fundusstand zum Beispiel schon ab der 20. SSW am Bauchnabel angekommen, ist er also schneller als üblich gewachsen, so kann es sein, dass Du Zwillinge bekommst. Die brauchen eben einfach schon früher mehr Platz in der Gebärmutter.

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