Fuß hand mund

Ausschlag an Hand, Mund und Fuß

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit äußert sich zunächst mit allgemeinen Krankheitszeichen wie Fieber, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Halsschmerzen und Unwohlsein. Die charakteristischen Geschwüre in Form schmerzhafter Bläschen auf der Mundschleimhaut (Aphthen) treten einige Tage später auf, ebenso bisweilen rote Flecken in oder um die Nase. An den Fußsohlen und den Handinnenflächen zeigt sich ein charakteristisches Exanthem, bisweilen mit Blasenbildung. Vor allem bei erwachsenen Patienten jucken diese Stellen oft, andere Betroffene leiden unter starken Schmerzen. Bei ihnen tut jeder Schritt weh und sie können die Hände kaum benutzen. Wenn die weißlich gefüllten Bläschen aufplatzen, besteht die Gefahr, dass sie sich entzünden.

Ungewöhnliche Symptome

In letzter Zeit beobachten Ärzte auch vermehrt Fälle mit ungewöhnlichen Symptomen. So kann der Hautausschlag verstärkt auftreten. Es zeigen sich dann auch an Körperteilen wie Gesäß, Genitalien, Rücken, Knie und Ellenbogen rote Flecken beziehungsweise Bläschen. Bei einigen Betroffenen lösen sich etwa vier bis acht Wochen nach überstandener Erkrankung die Finger- und Fußnägel ab. Bei Patienten mit solchen Symptomen weisen Wissenschaftler häufig das Coxsackievirus A6 nach und nicht die klassischen Erregertypen Coxsackievirus A16 und Enterovirus 71. Wegen mangelnder epidemiologischer Daten lässt sich aber bislang nicht bestätigen, ob hier Zusammenhänge zwischen speziellen Symptomen und einzelnen Erregern bestehen und ob vielleicht genetische Veränderungen der Viren vorliegen.

Ärzte diagnostizieren die Krankheit in der Regel anhand der offensichtlichen Symptome. Im Zweifelsfall können eine Untersuchung des Inhalts der Hautbläschen, eines Abstrichs von der Rachen- oder Mundschleimhaut oder eine Stuhlanalyse für Klarheit sorgen. Eine kausale Therapie für die Hand-Fuß-Mund-Krankheit gibt es nicht. Sie ist auch nicht unbedingt erforderlich, da die Beschwerden in der Regel nach sieben bis zehn Tagen von alleine wieder verschwinden. Auch verlorene Finger- beziehungsweise Fußnägel wachsen ohne Behandlung wieder normal nach.

Behandelt wird die Erkrankung symp­tomatisch. Gegen das Fieber können Eltern dem Nachwuchs Säfte oder Zäpfchen mit Wirkstoffen wie Paracetamol oder Ibuprofen verabreichen. Schmerzlindernde Tinkturen und Gele etwa mit Kamille verschaffen bei den Geschwüren auf der Mundschleimhaut Erleichterung. Wichtig ist, dass Patienten trotz der schmerzenden Stellen im Mund ausreichend trinken, um einer Austrocknung vorzubeugen. Kühlende Getränke werden von Betroffenen mit Aphthen oft bevorzugt. Zum Essen bieten sich flüssige Speisen an, etwa Breie, Joghurt oder püriertes Obst und Gemüse. Für den Ausschlag an sich ist keine Behandlung erforderlich. Bei starkem Juckreiz ist das Auftragen von antipruriginösen Salben ratsam, um das Kratzen zu reduzieren. Wenn sich offene Bläschen entzünden, kann ein Antibiotikum erforderlich sein.

Hygiene ist entscheidend

Wenn das Kind 24 Stunden lang ohne fiebersenkende Mittel eine normale Körpertemperatur aufweist, darf es in der Regel wieder in Gemeinschaftseinrichtung wie den Kindergarten oder die Schule gehen. Zu bedenken ist, dass die Ansteckungsgefahr nach Abklingen der Symptome zwar stark gesunken ist, die Betroffenen aber immer noch Viren über den Stuhl ausscheiden können. Eine gründliche Hygiene ist daher weiterhin sehr wichtig.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit – Was tun?

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit, umgangssprachlich auch als „Maul-und-Klauen-Seuche“ bezeichnet, ist eine weit verbreitete, aber meist harmlose Infektionskrankheit, die vor allem Kinder unter zehn Jahren betrifft. Charakteristisch für das Krankheitsbild sind rote Flecken und Bläschen an den Hand­innenflächen und den Fußsohlen sowie am und im Mund. Auslöser für die Erkrankung können verschiedene Erreger sein, die alle zu den humanen Enteroviren gehören. Vor allem im Sommer und Herbst steigt die Gefahr einer Infektion. Die gute Nachricht: In der Regel ist die Erkrankung harmlos und heilt innerhalb von etwa sieben bis zehn Tagen von alleine ab.

Therapie meist nicht erforderlich

Meistens fühlen sich die betroffenen Kinder auch kaum krank. Allerdings können die Bläschen Schmerzen verursachen; auch kann es zu Kopf- und Gliederschmerzen, leichtem Fieber und Magen-Darm-Beschwerden kommen. Bei Neugeborenen und Kindern mit einer Abwehrschwäche kann die Hand-Mund-Fuß-Krankheit problematischer sein, da diese Kinder in seltenen Fällen in der Folge eine Hirnhautentzündung entwickeln können.

Da die Symptome normalerweise auch ohne Behandlung innerhalb weniger Tage abklingen, ist in der Regel keine Therapie erforderlich. Unter Umständen können jedoch die Symptome wie Fieber und Schmerzen behandelt werden, beispielsweise mit Ibuprofen oder Paracetamol. Bei starkem Juckreiz kann auch ein Antihistaminikum verabreicht werden. Der Ausschlag selbst muss nicht behandelt werden. Wer es wünscht, kann jedoch die betroffenen Hautstellen mit einer Wund- und Heilsalbe einreiben. Wenn die Bläschen im Mund Schmerzen verursachen, können spezielle Tinkturen und Gele aus der Apotheke, die Myrrhe, Kamille oder ­Salbei enthalten, eingesetzt werden.

Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist hoch ansteckend

Für die Hand-Mund-Fuß-Krankheit besteht keine Meldepflicht, außer es kommt zu einem Ausbruch in Kindertagesstätten. Das Robert Koch-Institut (RKI) rät zudem, erkrankte Kinder zu Hause zu lassen – zumindest solange akute Symptome bestehen, da zu dieser Zeit die Ansteckungsgefahr am höchsten ist. Eine Vorbeugung ist grundsätzlich schwierig, da die Erkrankung hoch ansteckend ist. Die Viren befinden sich vor allem in der Bläschenflüssigkeit sowie in Speichel und Nasensekret. Aber auch noch Wochen, nachdem die Bläschen abgeheilt sind, können die Erreger über den Stuhl ausgeschieden werden.

Auch gründliches Händewaschen kann das Infektionsrisiko nicht völlig eliminieren. Dennoch rät das RKI bei einer Erkrankung zur sorgfältigen Handhygiene – besonders nach dem Windelnwechseln und dem Toilettengang. Auch sollte enger Kontakt mit den Erkrankten sowie das gemeinsame Benutzen von Besteck oder Tassen vermieden werden.

Das sagt die Kinderärztin Dr. med. Nadine McGowan

Kürzlich habe ich einen elfjährigen Jungen gesehen, der mir von seinen Eltern aufgrund einer neu aufgetretenen Schuppung der Fußsohlen vorgestellt wurde. Sie bestand erst seit wenigen Tagen. Was konnte das sein? Sonst war der Junge völlig gesund. Er gab an, dass die Füße jucken würden, aber nur minimal. Wenn sich besonders viel Haut löse, sei das etwas schmerzhaft, sonst aber nicht.

Die oberste Hautschicht löste sich relativ großflächig unter beiden Fußsohlen. Die Zehenzwischenräume sahen unauffällig aus, dort fand sich keine Mazeration (aufgeweichte, beschädigte Haut), was bei einer Pilzinfektion häufig der Fall ist. Die Fußnägel waren unauffällig. Unter einer Fußsohle hatte er eine Dornwarze, die wir bereits seit einiger Zeit mit einem Warzenpflaster und regelmäßiger Kürettage (Abtragung der aufgeweichten Warzenhaut) behandelten. Eine Unverträglichkeitsreaktion auf das Pflaster und den Wirkstoff wäre möglich gewesen, war aber sehr unwahrscheinlich, da sich auch am anderen Fuß die Haut ablöste, wo keine Warze behandelt werden musste.

Wer viel Zeit in nicht atmungsaktiven Sportschuhen verbringt und Gemeinschaftsduschen benutzt, hat ein erhöhtes Fußpilz-RisikoFoto: Fotolia

Was alles hinter schuppigen Fußsohlen stecken kann

Für mich kamen mehrere Diagnosen in Frage: Da mein Patient täglich Fußball spielte, also viel in nicht besonders atmungsaktiven Sportschuhen steckte und Gemeinschaftsduschen benutzte, dachte ich an einen Fußpilz. Auch nach der Hand-Fuß-Mund-Krankheit – einer Infektion mit Enteroviren – kann es zur Ablösung der Haut und sogar der Nägel an den Füßen kommen – daran hatte der Junge in der letzten Zeit aber nicht gelitten. Ebenso wenig an Scharlach, wobei eher die Fingerkuppen und die Haut an den Zehen Schuppen aufweisen. Die Zehen waren aber nicht betroffen. Es kommen noch einige weitere Virusinfekte infrage, die mit Ablösung der Haut einher gehen können – das müssen auch nicht unbedingt schwerere Erkrankungen mit Fieber gewesen sein. Wie die meisten Kinder in seinem Alter hatte mein junger Patient in der letzten Zeit mehrere solcher harmlosen Infekte gehabt. Differentialdiagnostisch kam noch ein Fußekzem in Frage, doch dabei ist der Juckreiz in der Regel viel stärker und es treten oft auch feine Bläschen auf – auch die konnte ich bei dem Jungen nicht entdecken.

Was tun gegen den Ausschlag an den Füßen?

Am wahrscheinlichsten waren für mich die Möglichkeiten Fußpilz oder Folge eines Virusinfektes. Der Nachweis von Pilzen ist nicht immer ganz einfach, ich hätte einiges an Hautschuppen einsenden müssen. Das kulturelle Anzüchten von Pilzsporen dauert relativ lange – circa vier Wochen – wenngleich man oft unter dem Mikroskop die Hyphen bereits erkennen kann.

Juckende Fußsohlen: Als Ursachen kommen Warzen, Pilze, Ekzeme, Virusinfekte, die Hand-Fuß-Mund-Krankheit oder Scharlach in FrageFoto: shutterstoc

Darum habe ich zunächst auf eine Kultur verzichtet, aber den Eltern empfohlen, dass sie die Dusche nach der Benutzung zunächst immer gut desinfizieren (mit einem Oberflächendesinfektionsmittel) und der Junge eine separate Fußmatte erhält, damit sich nicht die ganze Familie ansteckt. Ich bestellte ihn nach einer Woche wieder in meine Praxis. War ein Virusinfekt ursächlich, müsste es bis dahin von allein deutlich besser geworden sein. War es aber nicht. Somit war für mich ziemlich klar, dass es sich um einen Fußpilzinfekt handeln musste. Wir behandelten mit einer Fußpilzcreme, zusätzlich desinfizierten wir täglich die Schuhe. Er erhielt ein separates Handtuch, mit dem er die Füße nach dem Duschen abtrocknete, welches, ebenso wie die Duschmatte und die Strümpfe, täglich gewechselt und bei mindestens 60° Celsius gewaschen werden mussten.

Nach circa einer Woche waren die Beschwerden verschwunden. Wir behandelten aber noch ein wenig darüberhinaus, da Pilzsporen recht hartnäckig sein können und noch in der Haut persistieren, obwohl alles wieder gesund aussieht.

Falsche Schuhe, Überanstrengung, Fehlstellungen, Sehnen- oder Gelenkerkrankungen – für schmerzende Füße gibt es viele Gründe.

Welche Ursachen es für Fußschmerzen gibt, warum Frauen häufiger betroffen sind, wann man sofort zum Arzt gehen sollte und welche Therapien helfen können, erklärt Dr. Thomas Schneider, leitender Orthopäde und Fuß-Spezialist der Gelenk-Klinik Gundelfingen.
Täglich lastet auf ihnen unser gesamtes Körpergewicht. Im Zusammenspiel mit 20 Muskeln sorgen sie für einen festen Stand, reibungslose Bewegungen sowie die richtige Balance. Als Dank dafür zwängen wir unsere Füße oft in enge, spitze oder hohe Schuhe, nur weil es gerade Mode ist.

Die Folge: „Die vielen kleinen Muskeln und Sehnen, die bei der Formung des Fußgewölbes aktiv zusammenarbeiten, ‚schwächeln‘ und versagen schließlich als wichtiges Dämpfungssystem im Fuß“, warnt Dr. Schneider.

Fußschmerzen sind „ein biologisch wichtiges Warnsignal, das auf Gefahren für den Fuß hinweist“, betont Dr. Schneider. Halten die Schmerzen länger als drei Tage an, nehmen sie bei Belastung zu oder schränken die Beweglichkeit stark ein.

„Auch wenn die Schmerzen am Fuß zu spüren sind, stecken dahinter nicht immer orthopädische, sondern manchmal auch stoffwechselbezogene Ursachen, wie beispielsweise Diabetes“, so der Experte. Zum medizinischen Notfall wird es, wenn Fieber hinzu kommt oder sich etwa die Form des Fußes, des Fersenbeines oder des Sprunggelenks erheblich verändert.

Lesen Sie auch

  • Beschwerden richtig behandeln Verspannte Muskeln sind oft Grund für Schmerzen

    Viele Rücken- und Nackenschmerzen sind eigentlich Muskelschmerzen. Wie sie entstehen und was dagegen hilft, erklären Experten.

Diese Fußschmerzen machen Frauen zu schaffen

Frauen leiden besonders häufig unter Fußschmerzen. So sind sie beispielsweise zehnmal häufiger als Männer von einer qualvollen Knickzehe betroffen, medizinisch als Hallux valgus bezeichnet – eine schmerzhafte Vergrößerung des Fußballens der großen Zehe.

Was hilft? Im Anfangsstadium lindern Fuß- und Zehengymnastik sowie Schaumstoffpolster und Schienen die Beschwerden. Häufig geht aber an einer Versteifung eines Teils der Fußwurzel kein Weg vorbei.
Auch das Morton Neurom kommt häufiger bei Frauen vor. Durch eine übermäßige Belastung des an der Fußsohle entlang laufenden Nervus medianus kommt es zu einem heftigen Stechen und Brennen im Vorfuß.

Auch Interessant

Was hilft? In der Regel verschwindet der Schmerz nach dem Ausziehen der Schuhe. Oft bringt auch die Wahl weniger spitz zulaufender Schuhe mit flacheren Absätzen schnelle Linderung.

Hohe, spitze Schuhe sind für die Füße häufig eine Tortour Foto: Coka – Fotolia

Auch Schmerzen am Mittelfuß im Bereich der Zehengrundgelenke treten häufiger durch das Tragen zu hoher Absätze auf.

„Dadurch verstärkt sich die Last auf den Zehenballen und die stabilisierenden Bindegewebe“, erklärt Dr. Schneider. Die mögliche Folge: ein schmerzhafter und – aufgrund des abgeflachten Fußgewölbes – nicht belastbarer Spreizfuß.

Was hilft? Fußgymnastik, gepolsterte Einlagen und keine Schuhe mit spitz zulaufenden, engen Zehenräumen.

Fußschmerzen bei Kindern und Jugendlichen

Kinder haben aus unterschiedlichen Gründen Fußschmerzen. Häufig sind Verletzungen oder kleine Unfälle die Ursache – angefangen vom Umknicken bis zum Anstoßen der Zehen.

Ein ganz normales Entwicklungsstadium ist der Knicksenk- oder Plattfuß. „Durch die natürliche Fußreifung richtet sich das Fußlängsgewölbe bei den meisten Kindern bis zum Alter von sechs Jahren auf. Fördern lässt sich dieser Prozess durch Herumtoben und Barfußlaufen“, so Dr. Schneider.

Kinderschuhe haben nur eine kurze Halbwertzeit, da Kinderfüße mitunter sehr schnell wachsenFoto: peter brauers – stock.adobe.com

Bei häufigen Schmerzen oder Muskelkrämpfen im Fuß ist ein Orthopäde gefragt. Kann das Kind den Fuß aufgrund akuter Beschwerden nicht mehr belasten, muss geklärt werden, ob eventuell ein struktureller Schaden oder ein Knochenbruch vorliegen.

Der Experten-Tipp: Oftmals sind zu eng gewordene Schuhe das Problem. Denn Kinderfüße wachsen manchmal sehr schnell und plötzlich hat der Nachwuchs eine andere Schuhgröße als noch vor wenigen Wochen.

Fußschmerzen bei Sportlern

Besonders häufig leiden aktive Sportler unter Fußschmerzen. Kein Wunder, schließlich sind deren Füße in Training und Wettkampf den größten Überlastungs- und Verletzungsrisiken ausgesetzt. Alle Gewebe des Fußes werden stark belastet: Sehnen, Knochen, Knorpel und Schleimbeutel. „Überlastungen oder Fehlbelastungen können hier zu Knochenbrüchen, Rissen oder zu Entzündungen der Gleitgewebe führen“, so der Fuß- und Sprunggelenksspezialist.
Nicht selten steckt bei Sportlern hinter Vorfuß-Schmerzen eine Schleimbeutelentzündung (Bursitis). Diese entsteht primär durch Trainingsüberlastung, oft aber auch durch zu enge Laufschuhe.

Was hilft? „Falls möglich, sollten Dauerdruckbelastungen vermieden werden“, so Dr. Schneider. „Und vor dem (Lauf)Training immer gut aufwärmen.“

Läufer sollten auf gutes, stabiles Schuhwerk achten, um ihre Füße gesund zu haltenFoto: Getty Images

Schmerzhafte Fußprobleme bekommen Sportler oft auch durch Erkrankungen der Sehnenansätze, insbesondere der Achillessehne.

Was hilft? Im Akutstadium einer Achillodynie: Kälteanwendungen, entzündungshemmende Medikamente, gepolsterte Einlagen, Fersenerhöhungen. Meist lassen sich mit Dehnungsübungen, Stoßwellentherapie und anderen therapeutischen Maßnahmen so gute Ergebnisse erzielen, dass keine OP erforderlich ist.

Fußschmerzen im mittleren und fortgeschrittenem Alter

Fußfehlstellungen, die in jungen Jahren harmlos sind, machen sich im mittleren Alter schmerzhaft bemerkbar. Die Folge: Gelenkversteifung und Arthrose. Grund für die zunehmenden Fußprobleme ist der veränderte Stoffwechsel, unter anderem bedingt durch hormonelle Änderungen und Medikamente. Dadurch wird das wichtige muskuläre Gleichgewicht beeinträchtigt. Es droht ein Gelenkverschleiß (Arthrose) zwischen den Fußgelenken oder in den Zehen.

Was hilft? Im frühen Stadium helfen Einlagen zur Stützung des Fußlängsgewölbes. Günstig beeinflussen lässt sich eine Arthrose auch durch vegetarische Ernährung, Physiotherapie, Muskeltraining und ausreichende Bewegung.

Hand-Fuß-Mund bei Babys: harmlos, aber hochansteckend

Fieber, schmerzende Bläschen im Mund und ein fleckiger Ausschlag an Händen und Füßen: Das sind die Symptome der Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Wie Eltern sich verhalten sollten und was betroffenen Kindern hilft.

Mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit stecken sich im Spätsommer und Herbst mehr Kinder an als sonst. Die hochansteckende Virusinfektion befällt vor allem Babys und Kinder unter zehn Jahren. Auch wenn die gefleckte Kinderhaut Eltern sehr nervös machen kann, besteht erst einmal kein Grund zur Sorge.

Symptome und Krankheitsverlauf

„Die Grunddevise lautet: keine Panik!“, betont Kinder- und Jugendarzt Hermann Josef Kahl aus Düsseldorf. „Die Erkrankung verläuft in aller Regel harmlos.“ Frühe Anzeichen sind laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) Appetitlosigkeit, Fieber und Halsschmerzen.

Nach ein bis zwei Tagen kommen dann schmerzende Bläschen im Mund und ein nicht juckender Hautausschlag hinzu. „Meist sind die Handflächen und Fußsohlen betroffen“, informiert das RKI. Der Ausschlag könne jedoch auch am Gesäß, dem Genitalbereich, den Knien oder an den Ellenbogen auftreten. Vor allem im Mund platzen die Bläschen schnell und es bilden sich schmerzhafte kleine Geschwüre. Bemerken Eltern solche Anzeichen, sollten sie zum Kinderarzt gehen.

Nach drei bis acht Tagen sei die Hand-Fuß-Mund-Krankheit in aller Regel überstanden, sagt Kahl. Wenn sich aber über längere Zeit keine Besserung einstellt, sollte man das Kind von einem Arzt erneut untersuchen lassen. „In dem Fall kann unter Umständen eine weitere Erkrankung hinzugekommen sein“, erklärt der Mediziner.

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit wird vorwiegend durch Enteroviren der Gruppe A ausgelöst. Dazu zählen unter anderem Coxsackie-A16-Viren, die die häufigste Ursache der Krankheit darstellen.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist sehr ansteckend

Ganz auf die leichte Schulter nehmen sollten Eltern die Krankheit ohnehin nicht. Sie ist hochansteckend und wird unter anderem über Körperflüssigkeiten wie Speichel oder Bläschensekret übertragen. Anstecken können sich Kinder auch durch Kontakt mit kontaminierten Oberflächen. „Eine Übertragung durch die Hände spielt eine wesentliche Rolle“, bestätigt das RKI. Außerdem ist eine Ansteckung über Badegewässer möglich.

In den ersten Tagen nach Infektion ist auch eine aerogene Übertragung möglich. Das bedeutet, dass sich Kinder durch erregerhaltige Schwebstoffe in der Luft anstecken. Erkrankte Kinder dürfen deshalb nicht in den Kindergarten oder in die Schule gehen. Das sollten sie erst dann wieder tun, wenn sie komplett fit und die Bläschen getrocknet sind.

Wie die Krankheit behandelt wird: So können Sie Ihrem Kind helfen

Bettruhe und viel Flüssigkeit sind wichtig, betont Kahl. Zunge, Zahnfleisch und die Mundschleimhaut sind durch die kleinen Geschwüre sehr empfindlich. Deshalb sollte das Kind weder heißes oder hartes noch scharf gewürztes Essen bekommen.

Eis kann die Beschwerden lindern. Bei Fieber können Zäpfchen oder Fiebersäfte die Symptome bekämpfen. „Kleinkinder mit Fieber sollten aber auch immer ärztlich untersucht werden“, sagt Kahl.

Ursächlich lässt sich die Viruserkrankung nicht behandeln, in der Regel heilt sie von alleine wieder ab. Schwerer verlaufen kann die Erkrankung bei Neugeborenen. Erkrankte Geschwisterkinder sollten deshalb möglichst vom Baby ferngehalten werden.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit: Erwachsene können sich anstecken

Auch Erwachsene können sich mit den Erregern infizieren. Bei ihnen verläuft die Krankheit allerdings meist ohne Symptome. Allerdings können sie die Erreger weitergeben. Wenn der eigene Nachwuchs erkrankt ist, sollte man deshalb Kontakt mit anderen Kindern möglichst meiden, rät Mediziner Kahl. Schwangere sollten besonders Acht geben. Denn erkranken sie kurz vor der Geburt, können sie das Virus bei der Geburt auf das Neugeborene übertragen.

  • PFAPA-Syndrom: Wenn Kinder immer wieder Fieber bekommen
  • Die besten Hausmittel: Das kann hinter kleinen Mundgeschwüren stecken
  • Interaktive Grafik: Wann und wie Fieber behandelt werden muss
  • Impfkalender 2017/2018: Diese Impfungen empfiehlt die STIKO für Kinder

Das Kinderkrankheiten-Lexikon bietet einen Überblick über die häufigsten Kinderkrankheiten. In den Artikeln werden Symptome, Behandlung und mögliche Folgen der Kinderkrankheiten erklärt. Eltern erfahren, bei welchen Anzeichen das Kind schnell zum Arzt muss und bei welchen Krankheiten auch Hausmittel helfen können. Sie finden auch die Information, ob und wie lange Kinderkrankheiten ansteckend sind. Manchen Kinderkrankheiten kann man durch Impfung vorbeugen. Einen Überblick über die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Impfungen bietet ergänzend unser Impfkalender.

Hand-Mund-Fuß-Krankheit beim Kind erkennen und behandeln

Neulich im Kindergarten ein Schild an der Tür: „Wir haben HMFK in der Raben-Gruppe“. Doch was genau ist eigentlich diese hochansteckende Infektion? Wie kannst du dein Kind davor schützen und wie kannst du die Hand-Mund-Fuß-Krankheit beim Kind richtig behandeln?

Ein Überblick:

Was ist die Hand-Mund-Fuß-Krankheit?

Abgekürzt spricht man von der sogenannten HMFK – der Hand-Mund-Fuß-Krankheit. Sie ist eine Viruserkrankung und betrifft in der Regel Kinder zwischen zwei und sechs Jahren. Manchmal sind aber auch Säuglinge betroffen. Irrtümlicherweise denken viele, dass die Maul- und Klauenseuche dasselbe ist; dies stimmt nicht. Die Viren der HMFK gehören zur Gruppe der Sommergrippe.

Wie kann mein Kind sich mit HMFK anstecken?

Genau wie der Grippevirus ist auch die HMFK sehr ansteckend. Sie verbreitet sich zum Beispiel über Husten und Niesen oder durch den Kontakt mit infizierten Oberflächen, wie zum Beispiel über Türklinken. Aber keine Angst, obwohl die Symptome der Krankheit für das Kind meist sehr unangenehm sind, ist die Krankheit nicht lebensbedrohlich.

25 Tipps, wie dein Kind besser schläft (kostenloser Download)

Abonniere unseren Newsletter und erhalte deine kostenlosen Schlaftipps sofort via E-Mail:

Wir schicken dir in regelmäßigen Abständen E-Mails mit spannenden neuen Artikeln, Neuigkeiten aus unserer Community und Updates von Echte Mamas. Mit dem Absenden deiner Daten abonnierst du unseren kostenlosen E-Mail-Newsletter und akzeptierst unsere Datenschutzerklärung.

Wie kann ich mein Kind davor schützen?

Leider ist ein Kind eine Woche VOR dem Erscheinen der Symptome am ansteckendsten – die HMFK ist daher nur sehr schwer zu vermeiden und du kannst dein Kind kaum davor schützen. Normalerweise beträgt die Inkubationszeit zwischen drei und sechs Tage. Der Kot bleibt allerdings bis zu zwei Wochen ansteckend, weshalb auf dem Klo oder auf dem Wickeltisch höchste Hygiene gefordert ist. Nach etwa einer Woche verschwinden die Symptome wieder.

Woher weiß ich, dass mein Kind es hat?

Ein Säugling oder ein Kind mit der HMFK fühlt sich wirklich schlecht. Die sichtbaren Anzeichen des Virus sind die roten, juckenden Ausschläge, die in kleine weißgraue Bläschen übergehen. Diese treten, wie der Name schon sagt, an den Händen, den Füßen und im und um den Mund auf. Dein Kind könnte auch Halsschmerzen haben, leichtes Fieber und sich einfach unwohl fühlen. Die Blasen können sehr schmerzhaft sein. Vielleicht möchte dein Kind nicht gestillt werden oder verweigert das Essen, weil ihm der Mund so wehtut. Bitte nicht verwechseln: Ähnliche Krankheitszeichen gibt es auch bei der Mundfäule.

Wann gehe ich mit dem Kind zum Arzt?

Auch wenn der Arzt wenig tun kann, ist ein Besuch beim Kinderarzt ratsam. Erst recht, wenn das Fieber über 39 Grad Celsius ansteigt oder nach vier bis fünf Tagen noch nicht verschwunden ist.

Achte unbedingt auf die Anzeichen von Dehydrierung (Austrocknung) deines Kindes. Manchmal möchte das kranke Mäuschen eben aufgrund des Schmerzes im Mund nicht schlucken. Wenn dein Kind also nichts isst oder trinkt und innerhalb von sechs bis acht Stunden kein Pipi kommt, solltest du zum Arzt fahren.

Wie kann ich die Hand-Mund-Fuß-Krankheit beim Kind behandeln?

Obwohl du voraussichtlich ein bis zwei Wochen warten muss, bis das Virus von selbst verschwindet, kannst du die Symptome deines Kindes etwas lindern. Gib ihm fiebersenkende Mittel oder mache Wadenwickel. Auch kalte Kompressen in der Leistengegend können das Fieber senken.

Gegen die Schmerzen im Mund kann ein Gel lindernd helfen. Gegen den Schnupfen und den Husten kannst du dein Kind mit Kamillen- und Wasserdampf inhalieren.

Wichtig: Um eine Austrockung zu vermeiden, stille deinen Säugling regelmäßig oder gib deinem Kind viel Wasser und verdünnten Saft. Vor allem kalte Getränke und Speisen sowie Bananen lindern die Schmerzen. Besonders empfehlenswert ist ein Wasser- oder Fruchteis.

Du wirst in dieser Krankheitsphase sicherlich mit deinen Kräften am Ende sein. Aber sei dir gewiss: Auch diese Kinderkrankheit geht vorbei und ihr werdet es gemeinsam überleben! 😉

Gute Besserung!

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.