Fruchthöhle 6 ssw

Was ist eine Fehl­ge­burt?

Lebendgeborene Kinder, die nach der 24. Schwangerschaftswoche beziehungsweise mit einem Gewicht über 500 Gramm zur Welt kommen, gelten als Frühgeburten, totgeborene als Totgeburt. Bei einer Fehlgeburt ist die kindliche Anlage in der Gebärmutter entweder nicht regelrecht weitergewachsen oder abgestorben.

Man bezeichnet die kindliche Anlage bis zur zwölften Woche nach der letzten Regel (Schwangerschaftswoche) als Embryo, ab der 13. Woche als Fötus oder Fetus.

Wie häufig Fehlgeburten sind, ist schwierig zu bestimmen. Bei etwa 10 bis 20 Prozent der schwangeren Frauen kommt es zu einer Fehlgeburt. Viele Aborte werden von den Frauen jedoch nicht bemerkt und machen sich womöglich nur durch eine stärkere oder verzögerte Regelblutung bemerkbar.

Bei Fehlgeburten gibt es ein Wiederholungsrisiko. Frauen, die bereits einmal eine Fehlgeburt hatten, haben ein erhöhtes Risiko für weitere Aborte. Ein bis zwei Prozent der Frauen mit Kinderwunsch haben wiederholt einen Abort. So kann die Gefahr einer Fehlgeburt nach drei vorangegangenen Aborten auf bis zu 45 Prozent ansteigen.

Bei einer drohenden Fehlgeburt bestehen Hinweise auf das Eintreten einer Fehlgeburt. Die kindliche Anlage ist aber noch intakt.

Wie kommt es zu einer Fehlgeburt?

In den ersten Lebenstagen des Embryos teilt sich die befruchtete Eizelle normalerweise, bis ein Haufen aus vielen Zellen entstanden ist. Ungefähr neun bis zehn Tage nach der Befruchtung hat sich der bis dahin entstandene Zellhaufen in die Schleimhaut der Gebärmutterhöhle eingenistet. Im Laufe der nächsten Tage und Wochen entwickelt sich an dieser Stelle der Mutterkuchen (Plazenta) – das Versorgungsorgan für das wachsende Kind. Der Mutterkuchen gewährleistet bis zum Ende der Schwangerschaft die Versorgung des Kindes mit Nährstoffen.

Bei einer Fehlgeburt ist häufig die Versorgung der kindlichen Anlage mit Nährstoffen oder Sauerstoff durch den entstehenden Mutterkuchen beeinträchtigt. Dies führt dazu, dass der Embryo oder der Fötus nicht richtig wachsen kann und zugrunde geht.

Die häufigste Ursache für Fehlgeburten scheinen Störungen der Erbanlagen der kindlichen Frucht zu sein. Im ersten Drittel der Schwangerschaft sind 50 bis 60 Prozent der Aborte durch Schäden des Erbgutes bedingt. Daneben kommen zahlreiche äußere Einflussfaktoren infrage wie Stress, Infektionskrankheiten, Stoffwechselerkrankungen, die Einnahme bestimmter Medikamente, Drogen- oder Alkoholkonsum, Strahleneinwirkung, Mangelernährung, körperliche Überanstrengung und auch psychische Belastung. Gründe können auch hormonelle Störungen oder Fehlbildungen der Gebärmutter beziehungsweise des Mutterkuchens sowie Blutgruppenunverträglichkeiten sein.

Sehr selten kann eine Störung im Immunsystem oder im Blutgerinnungssystem das Auftreten von Fehlgeburten verursachen. Auch Infektionen können eine Rolle spielen.

Weitere Ursache sind Veränderungen der Gebärmutterform oder Myome (gutartige Gebärmutterknoten), die die Bedingungen für die Einnistung und das Wachstum der kindlichen Anlage behindern.

Welche Beschwerden können auftreten?

Bei Fehlgeburten gibt es verschiedene Verlaufsformen, die unterschiedliche Beschwerdebilder hervorrufen können.

Oft geht eine Fehlgeburt mit einer allmählich oder plötzlich beginnenden Blutung aus der Scheide einher. Die Blutung kann leicht, aber auch sehr stark sein. Häufig bestehen ziehende, wehenähnliche Unterbauchschmerzen, die ebenfalls leicht bis sehr stark sein können. Bei bereits fortgeschrittener Schwangerschaft kann zudem Fruchtwasser austreten.

Selten können bei einer Fehlgeburt ein gelblich-grüner Ausfluss sowie Fieber, Schüttelfrost und Kreislaufprobleme als Anzeichen für eine beginnende Infektion vorkommen.

Bei einem Teil der Fehlgeburten liegt die Sonderform einer missed abortion vor. Dies wird auch als verhaltene Fehlgeburt bezeichnet. Dabei kommt es unter Umständen erst Wochen nach dem Fruchttod zu einem Abort. Sie verursacht in der Regel keine oder wenig Beschwerden. Leichte Schmierblutungen sind möglich. Diese Form der Fehlgeburt lässt sich nur mittels einer Ultraschalluntersuchung feststellen.

Wie kann eine Fehlgeburt festgestellt werden?

Der Arzt stellt eine Fehlgeburt mittels einer schmerzlosen Ultraschalluntersuchung (Sonografie) fest. Zusätzlich kann die gemessene Größe des Embryos oder Fötus mit Richtwerten verglichen werden, die für das entsprechende Schwangerschaftsalter normal sind.

Die Überwachung der kindlichen Herztöne erfolgt mithilfe der Kardiotokografie (CTG) (Wehenschreiber).

Meistens fällt eine Fehlgeburt durch das Fehlen der kindlichen Herzschläge auf. Sind keine Lebenszeichen vorhanden, liegt eine Fehl- oder Totgeburt vor. Zusätzlich kann aber auch die gemessene Größe unterhalb der zu erwartenden Richtgröße liegen. Wenn bislang noch keine kindlichen Herzschläge darstellbar waren, ist die kindliche Anlage meist nicht zeitentsprechend gewachsen und somit zu klein.

In diesen Fällen kann die Fehlgeburt zusätzlich über eine hormonelle Blutuntersuchung gesichert werden. Das Hormon Humanes Gonadotropin (HCG) kommt nur in der Schwangerschaft vor. Der Wert dieses Hormons steigt in den ersten Schwangerschaftswochen täglich an und hängt vom Alter der Schwangerschaft ab. Der gemessene Wert kann mit Richtwerten für das entsprechende Schwangerschaftsalter verglichen werden und so eine Fehlgeburt anzeigen.

Zusätzlich führt der Arzt eine Untersuchung von Scheide und Gebärmutter durch. So lässt sich feststellen, ob sich das untere Ende der Gebärmutter (Muttermund) bereits geöffnet hat. Dieser kann sich im Verlauf einer Fehlgeburt öffnen, um ein Abbluten der abgestorbenen Schwangerschaft zu ermöglichen.

Welche Maßnahmen sind notwendig?

Um zu gewährleisten, dass alle Gewebereste vollständig aus der Gebärmutter entfernt werden, ist in der Regel eine operative Ausschabung (Kürettage) der Gebärmutter notwendig. In Narkose entfernt der Arzt von der Scheide aus mit einem löffelartigen Instrument noch vorhandene Gewebereste der Frucht.

Ist der Muttermund noch nicht geöffnet, kann vor dem eigentlichen Eingriff ein Medikament (Prostaglandin) in die Scheide gelegt werden. Dies bewirkt eine Auflockerung des Gewebes und macht den Eingriff einfacher und weniger komplikationsträchtig.

Bei späten Fehlgeburten kann es notwendig sein, vor der Ausschabung eine Geburt einzuleiten. Dies ist vom Alter der Schwangerschaft und von der Größe des Fötus abhängig. Zur Unterstützung erhalten betroffene Frauen zusätzliche Medikamente, die einen schmerzlosen Ablauf gewährleisten.

Neben den narkosebedingten Risiken ist eine mögliche Komplikation dieses Eingriffs die Verletzung der Gebärmutter. Dies kommt sehr selten vor, kann aber unter Umständen eine weitere Operation notwendig machen. Auch eine Entzündung der Gebärmutterhöhle kann auftreten, ist aber ebenfalls sehr selten.

Hat die Mutter eine Blutgruppe mit negativem Rhesusfaktor, wird nach der Ausschabung eine Spritze mit einem bestimmten Wirkstoff in den Gesäßmuskel verabreicht. Dies ist notwendig, um in einer späteren Schwangerschaft Unverträglichkeiten zwischen mütterlicher und kindlicher Blutgruppe zu vermeiden.

In jedem Fall muss einige Zeit nach dem Eingriff eine Nachuntersuchung durch den Frauenarzt erfolgen. Er empfiehlt auch die Zeitspanne, die bis zu einer möglicherweise geplanten erneuten Schwangerschaft vergehen sollte.

Muss man immer behandeln?

Grundsätzlich ist die vollständige Entfernung aller Gewebeanteile notwendig. Denn verbleibende Gewebeanteile können zu schwerwiegenden Entzündungen der Gebärmutter führen. Solche Infektionen können die Schleimhaut nachhaltig schädigen, sodass keine Schwangerschaften mehr möglich sind. Darüber hinaus können diese Entzündungen sehr kompliziert und unter Umständen lebensbedrohlich verlaufen.

Wann muss man den Arzt aufsuchen?

Ziehende Schmerzen im Unterleib während der Schwangerschaft sollte auf jeden Fall ein Arzt abklären. Meist sind diese harmlos und auf das Wachstum der Gebärmutter zurückzuführen. Dennoch sollten schwangere Frauen besonders bei Symptomen wie krampfartigen und an Stärke zunehmenden Schmerzen den Arzt befragen.

Auch jede Blutung in der Schwangerschaft ist verdächtig. Wenn auch Blutungen in der Schwangerschaft nicht zwangsläufig auf eine Fehlgeburt hinweisen, sollte ein Frauenarzt die Lage beurteilen. Bei Gefahr einer Fehlgeburt sollten Frauen sich ausruhen und schonen.

Auch bei übel riechendem Ausfluss aus der Scheide oder Fieber sollte unverzüglich der Arzt aufgesucht werden, um eine mögliche Entzündung rechtzeitig behandeln zu können.

Was kann man selber tun?

Hat der Arzt eine drohende Fehlgeburt festgestellt, sind körperliche Schonung und Stressvermeidung zu empfehlen. Wert legen sollten betroffene Frauen auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Selbstverständlich sind Nikotin, Alkohol und Drogen zu vermeiden.

Auch nach einer Ausschabung ist eine Erholungsphase wichtig. Die physische und psychische Verarbeitung der Fehlgeburt erfordert Zeit und Ruhe. Häufig kann der Verlust der Schwangerschaft Trauer, Wut und Angst erzeugen. Hier können der Arzt oder auch Initiativen und Selbsthilfegruppen helfen, das Erlebte zu verarbeiten.

Angehende fehlgeburt? embryo wächst nicht mehr

In Antwort auf adhle_12330136

Kind verloren
Hallo erstmal.
Mir ist vor kurzem ähnliches passiert.Ich war am 19.6. 2008 in der 10. Woche schwanger.An diesem Tag habe ich auch das erste Mal den Herzchlag des Babys gesehen.Waren dann vom 20-30.6.2008 überglücklich in den Urlaub geflogen. Wir haben 9 Monate gebraucht, um schwanger zu werden. Bei unserer ersten Tochter hat es 2 Wochen gedauert, sie ist 6 Jahre und gesund.Diesmal war alles anders. Wir waren kaum zurück, hatte ich sehr leichte, bräunliche Blutungen. Auf dem Weg zum Krankenhaus waren die schon wieder weg.Bei meiner ersten Tochter war dies genauso, ich machte mir also keine Sorgen.Im Krankenhaus stellte man dann fest, dass der Embryo 1,56 cm gross war, man aber keine Herztöne feststellte. Am nächsten Tag bei meiner Frauenärztin sagte sie mir, dass das Baby nicht mehr lebt, sie mass plötzlich nur noch 0,5 cm, konnte nichts mehr auf dem Ultraschall erkennen und wir machten einen Termin für eine Ausschabung.
Die war letzte Woche Donnerstag, also vor 8 Tagen
Wir haben viel geweint und es war eine schlimme Zeit.Ich lief 5 Tage mit totem Embryo im Bauch herum.Die Operation war absolut nicht schlimm und ich konnte 3 Stunden danach topfit nach Hause gehen. Danach ging es mir schon besser.Ich habe gedacht: Geschafft. Irgendwann versuchen wir es erneut.
Angeblich sollte man 14 Tage nach der OP noch Blut verlieren.Bei mir war nichts davon zu sehen.Bis heute:
Heute mittag ging ich auf die Toilette, weil ich merkte, es löst sich irgendetwas.Ich wischte mich mit Toilettenpapier ab und mir wurde schlecht. Ein eiskalter Schauer lief mir über den Rücken.n dem Papier lag der Embryo. Wie ein Stückchen Gulasch ohne Arme und zwei lila Augen.Ca. 2 cm gross.Ich realisierte erst garnicht, was mir passierte. Legte es in die Toilette und rief meinen Mann.Der konnte und wollte es sich nicht ansehen. Wir hatten doch eigentlich damit abgeschlossen.Ich spülte es in die Toilette herunter und kann bis jetzt die 2 lila Punkte nicht vergessen.Dienstag gehe ich zum Frauenarzt. Habe jetzt auch Blutungen.
Meine Fragen:
1. Kann soetwas passieren, dass bei einer Absaugung alles abgesaugt wird, nur nicht der Embryo?Wem ist es
ähnlich ergangen?
2.Meine Frauenärztin ist fachlich eigentlich sehr kompetent, sie hat auch mein 1. Kind auf die Welt geholt.
Sie ist Belegärztin im Krankenhaus. Menschlich ist sie oft sehr gereizt und launisch. Ich traue mich ihr das garnicht zu sagen, sie wird doch bestimmt nicht zugeben, das wichtigste vergessen zu haben.Überlege, den Arzt zu wechseln.
Ich freue mich auf viele Antworten. Habt Ihr auch schonmal soetwas erlebt?

© istockphoto, Studio1One

Das humane Choriongonadotropin, kurz HCG genannt, ist ein in der Plazenta gebildetes Hormon, welches aufgrund seiner vielen wichtigen Funktionen für den Erhalt der Schwangerschaft sorgt. Es werden Alpha-HCG und Beta-HCG unterschieden, wobei lediglich letzteres HCG, das Beta-HCG, dem Schwangerschaftshormon seinen spezifischen Charakter verleiht.

HCG zu Beginn einer Schwangerschaft

In der ersten Phase der Schwangerschaft ist HCG bereits an der Einnistung der befruchteten Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut beteiligt. Es bewirkt die Abgabe der sogenannten Gelbkörperhormone Östrogen und Progesteron, welche die Gebärmutterschleimhaut wachsen lassen, und sorgt auch für das Ausbleiben der Regelblutung und den somit möglichen Erhalt der Schwangerschaft. Andernfalls würde der Körper das Ungeborene abstoßen.

Schwanger? HCG Werte per Schwangerschaftstest

Bei jedem Schwangerschaftstest wird unter anderem der HCG Wert bestimmt. Zwar kann ein erhöhter HCG Wert eine Schwangerschaft vermuten lassen, doch bietet das alleinige Vergleichen von Einheiten der HCG Tabelle keine Sicherheit hierüber. Ist eine Frau schwanger, so steigt zunächst der HCG Wert im Blut und anschließend im Urin, wobei der Bluttest sicherer ist. So kann ein HCG Schwangerschaftstest des Blutes schon nach einer Woche, also noch vor Ausbleiben der Periode, Sicherheit über die Frage „Schwanger oder nicht?“ geben.

Zudem kann der HCG Wert auch in einem gewissen Maß Informationen über den Verlauf der Schwangerschaft liefern:

  • Ist der HCG Wert trotz Schwangerschaft sehr gering beziehungsweise fällt er ab, könnte dies ein Hinweis auf eine Fehlgeburt oder eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter (beispielsweise eine Eileiterschwangerschaft) sein.
  • Ein sehr hoher HCG Wert hingegen könnte eine Mehrlingsgeburt oder eine bösartige Wucherung der Plazenta anzeigen.
  • Auch auf ein mögliches Vorliegen von Trisomie 21, dem sogenannten Down-Syndrom, gibt insbesondere das freie Beta-HCG Auskunft.

HCG Tabelle: Welcher HCG Wert ist normal?

Viele Frauen, die sich ein Kind wünschen, studieren die Normbereiche der HCG Tabelle – sei es, um zu testen, ob sie schwanger sind, oder zur Kontrolle des Verlaufs einer Schwangerschaft. Da das Hormon auch bei der Kinderwunschbehandlung injiziert wird, kann ein erhöhter HCG Wert gerade hier zu einem falschen Ergebnis beim Schwangerschaftstest führen. Zudem unterliegt der Normbereich vom HCG Wert enormen Abweichungen und kann deshalb nur ein vager Anhaltspunkt sein.

Statt anhand einer HCG Tabelle eine spezifische Zahl einzukreisen, macht es mehr Sinn, die Kurve im Auge zu behalten. In der Regel verdoppelt sich der HCG Wert in den ersten sieben Wochen der Schwangerschaft alle zwei bis drei Tage. Nach einem Höchstwert, der zwischen der achten und elften Woche erreicht wird, sinkt er wieder, bleibt jedoch bis zum Ende der Schwangerschaft nachweisbar. Nach einer Fehlgeburt oder Abtreibung sinkt der HCG Wert erst nach einigen Wochen auf den Normalwert ab.

Aufgrund der großen Spanne lassen die Werte der HCG Tabelle auch keine Rückschlüsse auf die Schwangerschaftswoche zu. HCG Werte spielen nicht nur bei einer möglichen Schwangerschaft, sondern auch als Tumormarker auf dem Gebiet der Krebserkrankungen eine Rolle.

HCG als Tumormarker

Ist eine Schwangerschaft ausgeschlossen, kann der HCG Wert auch Marker für einen hormonbedingten Tumor sein oder Auskunft über den Verlauf einer Tumor-Erkrankung geben. Der HCG Wert wird im Rahmen einer Tumorbehandlung wöchentlich kontrolliert. Am häufigsten gehen bestimmte Formen von Hodenkrebs, Gebärmutterkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs und Brustkrebs mit erhöhten Werten einher. Seltener sind andere bösartige Krebserkrankungen wie etwa Darmkrebs oder Lungenkrebs.

Weitere Anwendung in der Medizin findet das humane Choriongonadotropin bei Jungen, deren Absenkung des Hodensacks gestört ist. Zudem versucht man, Hodenschrumpfungen bei Athleten von Kraftsportarten, die durch die künstliche Gabe von Testosteron verursacht werden, zu vermeiden, denn das Schwangerschaftshormon regt auch die körpereigene Testosteron-Produktion an.

Aktualisiert: 01.08.2017 – Autor: Daniela Heinisch

HCG, HCG-Wert: Rund ums Schwangerschafts­hormon

Letzte Änderung: 22.06.2017
Nächste Aktualisierung von Lydia Klöckner • Medizinredakteurin Dieser Artikel wurde nachNach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst.

Unsere Inhalte basieren auf fundierten wissenschaftlichen Quellen, die den derzeit anerkannten medizinischen Wissensstand widerspiegeln. Wir arbeiten eng mit medizinischen Experten zusammen.

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HCG ist ein wichtiges Hormon, das die Schwangerschaft aufrechterhält. Der HCG-Wert wird während der Schwangerschaft kontrolliert – er erreicht im ersten Drittel sein Maximum. HCG spielt auch für Schwangerschaftstests eine Rolle: Sie beruhen darauf, HCG im Urin nachzuweisen. Die Abkürzung HCG steht für „humanes Choriongonadotropin“.

© Jupiterimages/iStockphoto

Inhaltsverzeichnis

  • Rund ums Schwangerschaftshormon
  • HCG-Tabelle
  • Weitere Informationen

Unabhängig von der Schwangerschaft kennen manche HCG aus dem Zusammenhang mit der HCG-Tropfen-Diät. Hierbei handelt es sich um eine wissenschaftlich fragwürdige, nicht zu empfehlende Methode, um abzunehmen.

Zu therapeutischen Zwecken verschreiben Ärzte HCG mitunter, um eine Unfruchtbarkeit zu behandeln. HCG lässt die weiblichen Eizellen reifen und unterstützt den Eisprung.

Wie entsteht HCG? Etwa eine Woche nach der Befruchtung nistet sich die Eizelle in der Gebärmutter ein, die Keimblase entsteht. Hierbei handelt es sich um Gewebe, aus dem sich später das Kind und die Plazenta entwickeln. Ein spezieller Teil der Keimblase stellt HCG her – der Embryo signalisiert dem Körper der werdenden Mutter auf diese Weise gewissermaßen, dass er existiert.

HCG sorgt dafür, dass im Eierstock der Gelbkörper (Corpus luteum) erhalten bleibt. Der Gelbkörper produziert ein Hormon namens Progesteron, das die Gebärmutterschleimhaut für die Schwangerschaft stabilisiert. Etwa ab der 16. Schwangerschaftswoche (SSW) kann die Plazenta selbst genug Progesteron bilden, sodass die Bedeutung des Gelbkörpers und des HCG abnimmt.

HCG zählt zu den Peptidhormonen und besteht aus zwei Untereinheiten:

  • einer Alpha-Untereinheit und
  • einer Beta-Untereinheit (sog. Beta-HCG).

© Jupiterimages/Stockbyte Schwangerschaftstests können HCG im Urin nachweisen.

Die gängigen Schwangerschaftstests aus der Drogerie oder Apotheke enthalten Antikörper, die mit Beta-HCG reagieren. Die frei verkäuflichen Urintests sind auf verschiedene Empfindlichkeiten eingestellt, dabei gilt: Je empfindlicher der Test, desto früher kann er eine Schwangerschaft nachweisen. Die empfindlichsten Tests können bereits vor der erwarteten Regelblutung HCG nachweisen, ungefähr zehn Tage nach der Empfängnis.

Im Blut lässt sich HCG etwa acht Tage nach der Befruchtung nachweisen. Fragen Sie hierzu Ihren Frauenarzt.

Ergebnis des Bluttests:

  • nicht-schwanger: unter 5 internationale Einheiten pro Liter (IE/l)
  • schwanger: über 20 IE/l (hängt vom Test ab)

HCG-Wert

Vor allem zu Beginn der Schwangerschaft kommen manche Frauen immer wieder mit dem HCG-Wert in Kontakt. Der Arzt misst ihn, da Höhe und Entwicklung des HCG-Wertes zusätzlich zu anderen Untersuchungen wichtige Hinweise liefern können, ob die Schwangerschaft normal verläuft.

  • In den ersten Wochen der Schwangerschaft steigt die Konzentration von HCG.
  • Der HCG-Wert verdoppelt sich circa ab der 7. SSW etwa alle zwei bis drei Tage – gemessen nach Ausbleiben der Regel.
  • Der höchste HCG-Wert findet sich im Blut etwa in der 10. bis 12. SSW oder grob zwischen dem 60. und 90. Tag der Schwangerschaft.
  • Der HCG-Wert liegt dann bei circa 50.000 bis 100.000 IE/l Blut.
  • Danach fällt der HCG-Wert bis zur 20. SSW kontinuierlich auf Werte um 1.000 bis 20.000 IE/l, die dann bis zur Geburt des Kindes konstant bleiben.

Bestimmte Befunde können auf eine gestörte Schwangerschaft hinweisen:

  • Der HCG-Wert im Serum ist für den Zeitpunkt der Schwangerschaft zu niedrig.
  • Der HCG-Wert steigt zwischen zwei Untersuchungen im Abstand von wenigstens 3 bis 5 Tagen unzureichend oder gar nicht.

Erniedrigter HCG-Wert

Ist der HCG-Wert zu niedrig oder steigt er zu langsam, kommen unter anderem folgende Ursachen in Betracht:

  • falsche Berechnung der aktuellen SSW (Schwangerschaftsalter)
  • sog. EUG (Extrauteringravidität)
  • drohende Frühgeburt oder drohende Fehlgeburt

Bei einer EUG handelt es sich um eine Form der Schwangerschaft, bei der sich eine befruchtete Eizelle außerhalb der Gebärmutter einnistet. In der Ultraschalluntersuchung durch die Scheide lässt sich im Falle einer EUG kein Fruchtsack in der Gebärmutter nachweisen.

Erhöhter HCG-Wert

Ein erhöhter HCG-Wert findet sich bei Mehrlingsschwangerschaften (z.B. Zwillinge), aber auch bei gutartigen oder bösartigen Erkrankungen der Keimblase. Sie gehen meist mit stark bis sehr stark erhöhten HCG-Werten einher. Hierzu zählen:

  • die Blasenmole, eine Entwicklungsstörung der Plazenta (je nach Größe wiederholt HCG-Werte um 500.000 bis 1 Million IE/l),
  • bösartige Tumoren, die sich aus der Zellmembran der Keimblase entwickeln (Chorionkarzinome) sowie
  • Tumoren, die HCG bilden.

© Jupiterimages/iStockphoto HCG gilt als das Schwangerschaftshormon!

HCG-Wert und Ersttrimesterscreening

Beim sogenannten Ersttrimesterscreening handelt es sich um eine Untersuchung, die zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche stattfindet. Das Screening dient dazu, das individuelle Risiko der Mutter zu bestimmen, ob bei dem Kind Abweichungen an den Chromosomen bestehen.

Die Chromosomen tragen die Erbinformationen und können zum Beispiel strukturell verändert sein oder in falscher Anzahl vorliegen. Zusammengefasst sprechen Ärzte in solchen Fällen von Chromosomenaberrationen. Hierzu zählt beispielsweise das Down-Syndrom, bei dem das Chromosom Nummer 21 drei- statt zweifach vorliegt – daher auch der fachliche Name Trisomie 21. Weitere Beispiele sind die Trisomie 13 und die Trisomie 18.

Mithilfe statistischer Tests lässt sich das Risiko anhand zweier Blutwerte, einer Ultraschalluntersuchung und dem Alter der Schwangeren berechnen. Das Ersttrimesterscreening umfasst folgende Untersuchungen:

  • Blutwerte
    • freies Beta-HCG
    • PAPP-A (ein schwangerschaftsspezifisches Eiweiß)
  • im Ultraschall gemessene sog. Nackentransparenz (NT) des Fetus

Die Kombination aus erhöhtem HCG-Wert und erniedrigtem PAPP-A-Wert kann auf ein erhöhtes Risiko für eine Trisomie 21 hinweisen.

Wichtig: Das Testergebnis kann in manchen Fällen auf eine Chromosomenaberration hinweisen, obwohl das Kind völlig gesund ist. Die Tests allein können nie ein sicheres Ergebnis liefern! In Zweifelsfällen und wenn das Risiko stark erhöht ist, kann sich die Mutter überlegen, ob sie ihr Fruchtwasser untersuchen lassen möchte (sog. Amniozentese). Eine Fruchtwasseruntersuchung liefert eine sichere Aussage, geht aber mit einem gewissen Risiko einher. Bei erfahrenen Untersuchern ist es allerdings sehr gering.

HCG-Wert und Triple-Test

Der Dreifach- oder Triple-Test galt früher als wichtigster Risikotest. Er wird inzwischen immer häufiger vom Ersttrimester-Screening abgelöst. Der Triple-Test erfolgt um die 16. SSW, ist aber umstritten, da er zu oft ein erhöhtes Risiko ausweist, obwohl das Kind gesund ist (sog. falsch-positives Ergebnis).

Beim Triple-Test bestimmt der Arzt

  • den HCG-Wert (freies Beta-HCG),
  • das Eiweiß Alphafetoprotein und
  • Estriol, ein weibliches Sexualhormon.

Für das Vorliegen eines Down-Syndroms (Trisomie 21) spricht, wenn der HCG-Wert erhöht und gleichzeitig das Alphafetoprotein und das Estriol vermindert sind. Es kommt dabei aber auf die Zahlenwerte und nicht allein die Tendenz an!

Hintergrund: Normalerweise fällt der HCG-Wert im Verlauf der Schwangerschaft – im Falle einer Trisomie 21 ist der Wert jedoch höher als in nicht betroffenen Schwangerschaften.

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Beta-hCG (Humanes Choriongonadotropin)

Das Beta-hCG kann mit verschiedenen immunologischen Testverfahren im Blut gemessen werden. (jarun011 / iStockphoto)

Bei Männern wird Beta-hCG im Hoden gebildet. Aber auch einige Tumorzellen können Beta-hCG produzieren. Deshalb wird auch zur Diagnostik und Verlaufskontrolle bestimmter Krebserkrankungen, bei denen der Beta-hCG-Spiegel erhöht sein kann, die Menge von Beta-hCG und hCG im Blut gemessen.

Das Beta-hCG kann mit verschiedenen immunologischen Testverfahren (Immunassays) im Blut gemessen werden. Die Grenzwerte der Beta-hCG-Konzentration sind:

  • bei Männern: bis 2 U/l
  • bei Frauen vor der Menopause: bis 1 U/l
  • bei Frauen nach der Menopause: bis 7 U/l

Beta-hCG in der Schwangerschaft

Zu Beginn der Schwangerschaft steigt die Beta-hCG-Konzentration im Blut stetig an, sie verdoppelt sich etwa alle zwei Tage. Der höchste Wert wird zwischen der 8. und 12. Schwangerschaftswoche (SSW) erreicht.

Frühestens 7 bis 14 Tage nach der Befruchtung kann Beta-hCG auch im Harn nachgewiesen werden. Dazu werden Teststreifen der bekannten Schwangerschaftstests verwendet.

+++ Mehr zum Thema: Beta-hCG-Wert beim Schwangerschaftstest +++

Danach ist der Mutterkuchen so weit ausgereift, dass er die schwangerschaftserhaltenden Hormone Östrogen und Gestagen selbst bildet. Es kommt zu einem Abfall des Beta-hCG im Blut, sodass etwa ab der 20. Schwangerschaftswoche die Tests im Urin nur mehr schwach positiv sind.

Da die Konzentration des Beta-hCG individuell von Woche zu Woche sehr unterschiedlich sein kann, müssen in der Regel zwei aufeinanderfolgende Blutuntersuchungen durchgeführt werden. Die Entwicklung der Konzentration des Schwangerschaftshormons ist wesentlich aussagekräftiger als nur ein einzelner gemessener Wert.

Tab.: Konzentration des Schwangerschaftshormons Beta-hCG im Blut

Bedeutung der Beta-hCG-Bestimmung

Bei Frauen:

  • Diagnostik einer Schwangerschaft
  • Im Rahmen der Schwangerschaft kann der Gynäkologe anhand der Höhe der Beta-hCG-Spiegel abschätzen, ob die Schwangerschaft intakt ist oder eine Eileiterschwangerschaft vorliegt.
    Dazu sind meist wiederholte Messungen notwendig, da hier der Verlauf aussagekräftiger ist als eine Einzelmessung.
  • Sehr selten kann ein erhöhtes Beta-hCG bei nicht schwangeren Frauen auftreten. Das kann ein Hinweis auf einen Keimzelltumor sein.

Bei Männern:

  • Erhöhtes Beta-hCG kann bei Keimzelltumoren des Hodens (z.B. Seminom) nachweisbar sein.

Wird der Beta-hCG-Wert für die Diagnose der genannten Erkrankungen eingesetzt, müssen die Ergebnisse stets im Zusammenhang mit der Krankengeschichte und den anderen Untersuchungsergebnissen (Computertomografie, andere Blutwerte etc.) gewertet werden.

+++ Mehr zum Thema: Eisprung und Befruchtung +++

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Stand der medizinischen Information: August 2019

Parameterkatalog der Klinischen Abteilung für Medizinische und Chemische Labordiagnostik. AKH Wien, Wiener Krankenanstaltsverbund; www.kimcl.at (Zugriff: 18. Jänner 2012)
Diedrich, Holzgreve, Jonat, Schultze-Mosgau, Schneider, Weiss (Hrsg.): Gynäkologie und Geburtshilfe. 2., völlig neu bearbeitete Auflage 2007, Springer Verlag
Sivasubramaiyan K et al: Y-27632 enhances differentiation of blastocyst-like cystic human embryoid bodies to endocrinologically active trophoblast cells on a biomimetic platform. J Biomed Sci 2009 Sep 22; 16: 88
Cole LA: Familial HCG Syndrome. J Reprod Immunol 2012 Jan; 93 (1): 52-7. Epub 2011 Dec 19
Markus Vieten: Laborwerte verstehen leicht gemacht. Trias, Stuttgart, 2009.

5. Schwangerschaftswoche (SSW)

Letzte Änderung: 30.01.2020
Zuletzt bearbeitet von Jasmin Krsteski • Medizinredakteurin Dieser Artikel wurde nachNach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst.

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Mit der 5. Schwangerschaftswoche (SSW) beginnt auch der 2. Schwangerschaftsmonat. In dieser Woche fängt das Herz des Embryos an zu schlagen. Ein Schwangerschaftstest liefert zu dieser Zeit ein zuverlässiges Ergebnis, und häufig sind im Ultraschall schon Embryo und Dottersack sichtbar.

© Getty Images

  • Der 2. Monat
  • Die Mutter
  • Der Embryo
  • Untersuchungen
  • Quellen

Was passiert in der 5. SSW?

In der 5. Schwangerschaftswoche macht sich die Schwangerschaft für die werdende Mutter deutlich bemerkbar: Die Regelblutung bleibt aus. Spätestens jetzt sollten Sie auf Dinge wie Alkohol, Zigaretten, Drogen und auch Medikamente verzichten. Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, sollten Sie das mit ihrem Frauenarzt abklären.

Wenn die Schwangerschaft in der 5. SSW bereits bekannt ist, erfolgt nun die erste Kontrolluntersuchung (Erstuntersuchung) beim Frauenarzt.

Das Herz beginnt zu schlagen

Etwa am 22. Lebenstag des Embryos ziehen sich die frisch gebildeten Herzzellen zusammen und das Herz beginnt zu schlagen.

Ultraschall in der Schwangerschaft

4. SSW: Die befruchtete Eizelle nistet sich ein. Hier ist die Fruchthöhle (schwarz) zu sehen, der Embryo ist noch zu klein.

5. SSW: Rechts im Bild ist die Fruchthöhle (schwarz) zu sehen. Der Embryo ist auf dem Ultraschall zu dieser Zeit oft noch nicht zu erkennen.

6. SSW: Der Embryo ist als kleine Verdickung in der schwarzen Fruchtblase zu erkennen.

7. SSW: Links in der Fruchtblase ist der Embryo sichtbar. Der helle Kreis mit dunklem Fleck über dem Embryo ist der Dottersack.

8. SSW: Der Embryo ist von vorne zu sehen, der Kopf liegt links im Bild. Arm- und Beinansätze lassen den Embryo wie einen kleinen Teddybären aussehen.

9. SSW: Der Fötus liegt links im Bild mit dem Kopf, der auf die Brust gesenkt ist, nach links. Rechts im Bild ist der Dottersack zu sehen.

10. SSW: Der Fötus liegt mit dem Kopf nach rechts. Der Kopf ist auf die Brust geneigt.

11. SSW: Man sieht nur die Beine des Fötus. Sie sind an den Knien im rechten Winkel gebeugt, die Füße zeigen nach oben. In den Beinen sind die langen Röhrenknochen, in den Füßen die Knochen der Zehen gut zu erkennen.

12. SSW: Man sieht den Kopf und einen Teil des Oberkörpers. Im Kopf sieht man die Schädelknochen und die Anlagen von Kiefer und Zähnen, im Oberkörper den Knochen des Schlüsselbeins. Auch die kleine Nase und der Mund sind gut zu erkennen.

13. SSW: Man sieht den Kopf des Fötus von oben. Die beiden Gehirnhälften (hier eine oben, eine unten im Bild) sind gut zu sehen. Sie sind durch eine Mittellinie, das Corpus callosum, getrennt. Die Anlagen des Gehirns zeichnen sich deutlich in den Gehirnhälften ab.

14. SSW: Man sieht eine Zwillingsschwangerschaft mit zwei Fruchtblasen.

15. SSW: Man sieht ein Bein des Fötus. Links im Bild liegt der Po, das Bein streckt sich nach rechts und ist im Knie leicht gebeugt. Die langen Röhrenknochen in Ober- und Unterschenkel sind gut zu erkennen, ebenso die Zehenknochen im Fuß.

16. SSW: Die Nabelschnur ist sichtbar. Der Blutfluss lässt sich mithilfe des sogenannten Dopplerultraschalls farbig darstellen.

17. SSW: Man erkennt das kleine Gesicht des Fötus. Unter dem Kopf sind auch die Hände gut zu sehen. Links am Kopf entlang und dann über die Brust des Babys verläuft von oben nach unten die in sich gedrehte Nabelschnur.

18. SSW: Von rechts unten kommt ein Fuß ins Bild, die Zehen zeigen nach links oben. Der Fuß liegt über den beiden Händen, die überkreuzt sind. Eine Hand kommt dabei von oben rechts ins Bild, die Finger beider Hände fächern sich nach links auf.

19. SSW: Man sieht die Plazenta (gesamter unterer, grauer Bereich), aus der die Nabelschnur entspringt. Die Blutgefäße der Nabelschnur sind dank Dopplerultraschall farbig gekennzeichnet.

20. SSW: Das Baby scheint am Daumen der linken Hand zu nuckeln. Die rechte Hand verdeckt das Gesicht.

21. SSW: Gut sind die zwei kleinen Füße von unten zu sehen. Besonders die Knochen der Zehen und die Mittelfußknochen zeichnen sich deutlich ab.

22. SSW: Links im Bild liegt der Hinterkopf, die Stirn nach oben. Mittig im Bild sieht man Nase, Mund und Kinn. Im Mund sind die Knochen des Kiefers und die Zahnanlagen zu sehen.

23. SSW: Gesichtszüge und Mimik sind im 3-D-Ultraschalls besonders gut zu beobachten. Hier gähnt das Baby ausgiebig.

24. SSW: Ganz deutlich ist hier eine Hand mit Hand- und Fingerknochen zu sehen.

25. SSW: Mittig erkennt man die Wirbelsäule, daneben oben im Bild gut die Rippen, unten das Becken.

26. SSW: Auf dem Bild sieht man gut, wie das Baby weit den Mund öffnet.

27. SSW: Mit dem Dopplerultraschall wird der Blutfluss in den Blutgefäßen im Gehirn farbig dargestellt.

28. SSW: Hier wird der Urinstrahl eines kleinen Jungen dargestellt.

29. SSW: Man sieht einen einen kleinen Fuß, der mit der Sohle nach oben zeigt. Die Zehen zeigen nach rechts. Die Knochen des Fußes sind gut zu erkennen.

30. SSW: Der 3-D-Ultraschall zeigt das Gesicht des Babys und die beiden kleinen Hände, die vor dem Körper verschränkt sind.

31. SSW: Das Gesicht des Babys füllt fast das ganze Bild aus. Die Stirn ist rechts im Bild, das Kinn links. Die Augen sind etwas geöffnet.

32. SSW: Hier sieht man einen kleinen Jungen: Der Penis ragt deutlich nach rechts ins Bild.

33. SSW: Das Baby ist hier im Profil zu sehen. Von rechts nach links erkennt man Stirn, Nase, Mund und Kinn. Die weißen Bereiche zeigen Knochenstrukturen.

34. SSW: Hier ist ein perfektes kleines Ohr zu erkennen.

35. SSW: Auf diesem Bild sieht man den Kopf des Kindes von oben. Die hellen Punkte rechts im Bild sind Haare, die im Fruchtwasser schwimmen.

36. SSW: Dieses Baby ist ein Mädchen. Deutlich sind die äußeren, größeren und die inneren, kleineren Schamlippen zu sehen.

37. SSW: Auch hier wieder ein Baby im Profil. Das Gesicht ist vollständig ausgebildet.

38. SSW: Das Baby, das auch hier im Profil zu sehen ist, lutscht am Daumen.

39. SSW: Auf diesem Bild sind deutlich die vier Herzkammern und die Herzklappen zu erkennen.

40. SSW: Auf diesem 3-D-Ultraschall hält sich das Baby eine Hand vors Gesicht. Der errechnete Geburtstermin steht jetzt kurz bevor.

Was bedeutet 5. SSW?

In der 5. SSW ist der Embryo etwa drei Wochen alt – der Unterschied zwischen Lebensalter und Schwangerschaftswoche kommt daher, dass die ersten zwei Schwangerschaftswochen lediglich der Berechnung dienen. Insgesamt umfasst eine Schwangerschaft 40 Wochen oder zehn Monate. Dabei startet die Berechnung etwa zwei Wochen vor der Befruchtung – nämlich mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Diese Rechnung hat sich bewährt, da sich nicht bei jeder Frau der Termin des Eisprungs rückwirkend eindeutig bestimmen lässt.

In der 5. SSW sind Sie 4 Wochen und x Tage schwanger – die 5. SSW besteht demnach aus den Tagen:

  • 4+0 = 1. Tag der 5. SSW
  • 4+1 = 2. Tag der 5. SSW
  • 4+2 = 3. Tag der 5. SSW
  • 4+3 = 4. Tag der 5. SSW
  • 4+4 = 5. Tag der 5. SSW
  • 4+5 = 6. Tag der 5. SSW
  • 4+6 = 7. Tag der 5. SSW

Bis zum errechneten Entbindungstermin sind es nun noch etwa 35 Wochen.

Die Mutter in der 5. SSW

In der 5. SSW beginnt sich der Körper der werdenden Mutter zu verändern. Die Gebärmutter wächst und wird weicher, auch wenn sich der Schwangerschaftsbauch erst in einigen Wochen zeigt. Der Frauenarzt kann aber nun bereits ertasten, dass die Gebärmutter weicher wird. Der Arzt kann außerdem feststellen, dass der Muttermund zum Schutz vor Krankheitserregern mit einem Schleimpfropf verschlossen ist. Die Vagina ist durch den Einfluss der Hormone weicher und dehnbarer, und es kann jetzt zu vermehrtem Ausfluss kommen.

Das sind typische Anzeichen dafür, dass Sie schwanger sind

Einige Frauen fühlen sich in der 5. SSW, als bekämen sie ihre Menstruation. Der Unterleib zieht und zwickt, sie fühlen sich unwohl und müde. Häufig ziehen und spannen die Brüste. All das sind aber normale Anzeichen der Schwangerschaft.

Vielleicht spüren Sie in der 5. SSW auch erste Schwangerschaftsanzeichen: Besonders ziehende und spannende Brüste und vermehrte Müdigkeit sind zu dieser Zeit normale Anzeichen einer Schwangerschaft. Zu sehen ist in dieser Phase der Schwangerschaft aber noch nichts.

Das sollten Sie in der 5. SSW beachten!

In dieser frühen Entwicklungsphase ist der Embryo sehr empfindlich. Weicht das Entwicklungsprogramm nur geringfügig ab, können fehlgebildete Organe die Folge sein. Drogen-, Zigaretten- und Alkoholkonsum der Schwangeren bedeuten daher besonders in dieser Zeit ein großes Risiko für die normale Entwicklung des Babys. Darum gilt spätestens jetzt: Hände weg!

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Der Embryo in der 5. SSW

Die noch recht unförmige Ansammlung von Zellen formt sich in der 5. Schwangerschaftswoche (SSW) zu einem länglichen, wurmartigen Gebilde von etwa zwei Millimetern Länge. Das äußere Keimblatt des Embryos ist schon zu erahnen. Aus ihm bilden sich im Verlauf weniger Tage zwei Längsfalten. Die Furche zwischen diesen Falten wird sich bald zum sogenannten Neuralrohr zusammenschließen, an dessen Ende bereits einige Zellen eine Vorstufe des Gehirns bilden.

Etwa um den 15. Lebenstag wachsen die ersten Nervenstränge von Gehirnstamm und Rückenmark heran. Diese noch primitiven Nervenzellen steuern später die Körperfunktionen und schaffen die Voraussetzungen für das Bewusstsein. Daher wird dieser Zeitpunkt oftmals mit dem Beginn eines neuen Lebens in Verbindung gebracht.

Die wichtigsten Organe beginnen nun zu wachsen und Arme und Beine beginnen, sich zu entwickeln.

Was ist in der 5. SSW auf dem Ultraschall zu sehen?

Auf dem Ultraschallbild können Sie vermutlich bereits das Herz Ihres Babys deutlich schlagen sehen.

Für die weitere Entwicklung des Embryos ist die Herztätigkeit von herausragender Bedeutung, versorgt sie doch die im Wachstum befindlichen Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen. Das Herz ist bereits in diesem frühen Stadium zweigeteilt und wirkt überdimensional groß, sodass optisch der Eindruck entsteht, es befände sich außerhalb des kleinen Körpers.

Die rechte Kammer empfängt das Blut aus den Organen, die linke leitet das mit Sauerstoff angereicherte Blut an die übrigen Körperteile weiter. Im Unterschied zum späteren Leben erfolgt der Sauerstoffaustausch zwischen den Herzkammern nicht über die Lunge, sondern über die Plazenta. Das Herz des Embryos schlägt ungefähr doppelt so schnell wie das der Mutter. Der Herzrhythmus zählt zu den wichtigsten Kriterien für das Wohlbefinden des Ungeborenen.

Sowohl Größe als auch Gewicht des Babys entwickeln sich mit fortschreitender Schwangerschaft immer individueller. Die genannten Werte können daher nur Durchschnittswerte sein. Wenn die Daten Ihres Kindes von diesen Werten abweichen, ist das kein Grund zur Besorgnis.

Vorsorgeuntersuchungen in der 5. SSW

Ist die Schwangerschaft in der 5. Schwangerschaftswoche schon bekannt oder besteht der Verdacht auf eine Schwangerschaft, erfolgt die sogenannte Erstuntersuchung beim Frauenarzt. Dieser wird die Schwangerschaft durch einen Urintest und eine Ultraschalluntersuchung bestätigen und den Mutterpass ausstellen, in dem zunächst die Daten der Schwangeren (z.B. familiäre Krankengeschichte, Gewicht, Blutdruck, Urinwerte, Blutgruppe, …) festgehalten werden. Einige Ärzte legen den Mutterpass erst bei der nächsten Untersuchung in der 8. oder 9. SSW an, wenn beim Ultraschall mehr zu erkennen ist.

Im Rahmen der Erstuntersuchung wird der Frauenarzt zunächst Fragen zu Erkrankungen im familiären Umfeld der Schwangeren stellen sowie die Krankheitsgeschichte der werdenden Mutter erfragen. Wichtig ist bei dieser Anamnese auch, ob es im bisherigen Verlauf der Schwangerschaft (oder bei früheren Schwangerschaften) zu Problemen oder Beschwerden kam und wie soziales und Arbeitsumfeld der Schwangeren aussehen.

Der Arzt bekommt so einen Überblick darüber,

  • worauf er bei der Schwangeren individuell achten muss,
  • ob bestimmte Zusatzuntersuchungen oder Beratungen während der Schwangerschaft nötig sind,
  • ob die Schwangere bestimmte Medikamente einnehmen muss oder
  • ob es sich beispielsweise um eine Risikoschwangerschaft handelt.

Wichtig bei der Erstuntersuchung sind auch Körpergewicht und Blutdruck der Schwangeren. Sie werden im Mutterpass vermerkt – so kann der Arzt die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft kontrollieren und beobachten, ob sich Probleme mit dem Blutdruck entwickeln. Der Urin wird auf Zucker, Eiweiß, Sediment und Chlamydia trachomatis untersucht. Außerdem wird der Arzt eine gynäkologische Untersuchung durchführen, um beispielsweise Größe und Lage (Fundus) der Gebärmutter festzustellen – auch dies wird im Mutterpass festgehalten.

Der Frauenarzt klärt die Schwangere bei der Erstuntersuchung über die ärztliche Begleitung während der Schwangerschaft auf sowie über die möglichen Zusatzuntersuchungen, die bei normalen Schwangerschaften von den Krankenkassen nicht übernommen werden (z.B. Nackenfaltenmessung, Toxoplasmose-Test).

Bei der Erstuntersuchung wird außerdem ein Antikörper-Suchtest durchgeführt, um eine Rhesusunverträglichkeit auszuschließen. Kommt es während der Geburt zu einem Blutkontakt zwischen Mutter und Kind, kann sich eine Unverträglichkeit zwischen den verschiedenen Blutgruppen entwickeln. Das Abwehrsystem der Mutter reagiert auf bestimmte Blutgruppenmerkmale des kindlichen Bluts (sog. Rhesusfaktoren), indem es spezielle Rhesus-Antikörper bildet. Diese wiederum können bei einer weiteren Schwangerschaft die kindlichen roten Blutkörperchen zerstören. Um das zu verhindern, wird frühzeitig der Antikörper-Suchtest durchgeführt und der werdenden Mutter bei Bedarf eine sogenannte Rhesusprophylaxe verabreicht (zwischen der 28. SSW und der 30. SSW. Wenn nötig wird diese Prophylaxe in den ersten 72 Stunden nach der Geburt wiederholt.

Wenn es sich nicht um eine Risikoschwangerschaft handelt, erfolgen die Vorsorgeuntersuchungen nun bis zur 32. SSW alle vier Wochen. Von der 32. SSW bis zum errechneten Geburtstermin verkürzt sich dieser Abstand auf zwei Wochen. Ist der errechnete Termin überschritten, wird bis zum 10. Tag alle zwei Tage, bis zum 14. Tag täglich kontrolliert.

Bei jeder Vorsorgeuntersuchung wird die Schwangere gewogen, der Blutdruck wird gemessen und der Urin wird auf Eiweiß- und Zuckergehalt sowie auf Bakterien untersucht. Außerdem wird der Hämoglobingehalt im Blut ermittelt, um einen möglichen Eisenmangel festzustellen. Der Arzt tastet die Gebärmutter ab, um Größe und Lage festzustellen – im Verlauf der Schwangerschaft wächst die Gebärmutter und sitzt mit ihrem oberen Rand (Fundus) zur Geburt hin nahe den unteren Rippen.

Im späteren Verlauf der Schwangerschaft kann im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen auch ein CTG durchgeführt werden, um die Herztöne des Kindes und eine mögliche vorzeitige Wehentätigkeit zu kontrollieren. Das kann nötig sein, wenn die Gefahr einer Frühgeburt besteht, die Herztöne des Kindes auf dem Ultraschall unregelmäßig erscheinen oder der Verdacht auf vorzeitige Wehentätigkeit besteht.

Ab der zweiten Schwangerschaftshälfte ermittelt der Arzt zusätzlich die Lage des Babys.

Außerdem sind drei große Vorsorgeuntersuchungen mit Ultraschall vorgesehen:

  • 9. SSW-12. SSW
  • 19. SSW-22. SSW
  • 29. SSW-32. SSW

Mithilfe des Ultraschalls kann der Arzt überwachen, ob sich das Baby entsprechend der Schwangerschaftswoche entwickelt beziehungsweise ob die Schwangerschaftswoche angepasst werden muss. Außerdem kann er so folgende Punkte überprüfen:

  • Handelt es sich um eine Mehrlingsschwangerschaft?
  • Lage des Kindes
  • Lage der Plazenta
  • Herzaktion
  • Durchblutung der Nabelschnur
  • Größe des Kindes (und dadurch rechnerisch Gewicht des Kindes)

Auch zur Geburt hin kann der Frauenarzt weitere Ultraschalluntersuchungen vornehmen, um beispielsweise die Fruchtwassermenge zu überprüfen.

Extras wie einen 3-D- oder Organultraschall müssen die werdenden Eltern in der Regel selber tragen.

Quellen

Quellen:

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Abrufdatum: 6.8.2018)

Online-Informationen der BZgA: www.familienplanung.de (Abrufdatum: 6.8.2018)

Online-Informationen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.: www.dge.de (Abrufdatum: 6.8.2018)

Online-Informationen des Gemeinsamen Bundesausschusses: www.g-ba.de (Stand: 20.7.2016)

Weyerstahl, T., Stauber, M.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme, Stuttgart 2013

Schneider, H., Husslein, P., et al.: Die Geburtshilfe. Springer Verlag. Berlin Heidelberg 2011

Letzte inhaltliche Prüfung: 30.01.2020
Letzte Änderung: 30.01.2020

Dein Baby sehen noch bevor du es spüren kannst. Dies und noch vieles mehr ermöglicht dir die moderne Ultraschalldiagnostik. Schon ab dem frühen Beginn der Schwangerschaft kann dein Frauenarzt eine Schwangerschaft mithilfe einer Ultraschalluntersuchung erkennen. Was vor wenigen Jahrzehnten noch Zukunftsmusik war, ist mittlerweile Wirklichkeit. Auch die Auflösung der Geräte nimmt von Jahr zu Jahr an Brillanz zu. In etwa kannst du die Entwicklung der letzten zwanzig Jahre vergleichen mit dem Sprung vom Röhrenfernseher zum HDTV.

Die Schwangerschaft feststellen – Hallo Baby!

Du hältst einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen? Glückwunsch! Wenn du jetzt bei deinem Frauenarzt einen Termin vereinbarst und dieser deine Schwangerschaft nicht als Risikoschwangerschaft einstuft, wird er dich wahrscheinlich ab der 7. Schwangerschaftswoche (ab 6+0 SSW) einbestellen. Es kann auch sein, dass du vorab schon eine kurze Kontrolle bekommst. In den ersten 12 bis 14 Schwangerschaftswochen führt der Frauenarzt nach den aktuell gültigen Schwangerschaftsrichtlinien eine vaginale Ultraschallmessung durch. Wenn die Untersuchung keine befriedigenden Ergebnisse erbringt, kann zudem das Hormon beta-HCG bestimmt werden. Je nach beta-HCG Wert sollten folgende Strukturen erkennbar sein:

Spätestens nach der 14. Schwangerschaftswoche steht die Gebärmutter so hoch, dass der Ultraschall auch über den Bauch, fachsprachlich abdominal, erfolgen kann. Was du in der Frühschwangerschaft bereits erstaunlicherweise erkennen kannst, liest du hier im MamiWiki.

Was kann man in der 5. Schwangerschaftswoche (ab 4+0 SSW) im Ultraschall erkennen?

Deine Schwangerschaft ist noch sehr frisch. Kommst du jetzt zur Untersuchung ist in der Regel eine hoch aufgebaute Gebärmutterschleimhaut sichtbar. Diese entspricht auch der zweiten Zyklushälfte. Gegen Ende dieser Woche ist in manchen Fällen bereits ein kleiner, schwarzer Punkt zu sehen. Dies ist die Fruchthöhle. Ultraschalluntersuchungen in dieser Woche sind jedoch häufig nur sehr vage und verunsichern dich mehr, als sie nutzen, da man in den meisten Fällen noch keine Schwangerschaft erkennen kann.

Was kann man in der 6. Schwangerschaftswoche (ab 5+0 SSW) im Ultraschall erkennen?

Extreme Frühschwangerschaft im Alter von 5+5 Schwangerschaftswochen.

Ab der 6. Schwangerschaftswoche ist es möglich, eine Fruchthöhle zu erkennen. Die Fruchthöhle ist ein kleiner schwarzer Punkt in deiner Gebärmutter. Darin entwickelt sich der Embryo und der Mutterkuchen (Plazenta). Dein Frauenarzt wird prüfen, dass die Fruchthöhle auch tatsächlich in der Gebärmutter angelegt ist. So kann er eine so genannte extrauterine Schwangerschaft (EUG), sprich eine fehlerhafte Schwangerschaftsanlage außerhalb der Gebärmutter erkennen.

Außerdem kann dein Arzt die Anzahl der Fruchthöhlen bestimmen. Mehrere Fruchthöhlen sprechen für eine Mehrlingsschwangerschaft. Zwei beispielsweise für zweieiige Zwillinge. Es kommt jedoch des öfteren vor, dass sich nur eine Fruchthöhle tatsächlich dauerhaft weiter entwickelt.

Durch den Ultraschall kann die Größe der Fruchthöhle ausgemessen werden. Dies dient als ersten Anhaltspunkt für das Alter deiner Schwangerschaft. Die Fruchthöhle sollte zu Beginn rund und gleichmäßig sein; erst später wird sie länglicher.

Ab dem Ende der 6. Schwangerschaftswoche ist der Dottersack erkennbar. Dieses ringförmige Gebilde ersetzt ganz zu Beginn der Schwangerschaft die Leber deines Babys als Stoffwechselorgan. Der Dottersack bildet Blutzellen und versorgt den Embryo. Manchmal – wie im oben gezeigten Bild – hat der Dottersack das Aussehen eines Siegelrings.

Bei extrem hoch auflösenden Geräten ist ab dem Ende der 6. Schwangerschaftswoche eine Darstellung des Embryos möglich. Bei vielen Frauen gelingt dies aber erst frühestens ab der 7. Schwangerschaftswoche. Ab 5+5 SSW beschreibt die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie es für überhaupt erst möglich, das Herz deines Babys schlagen zu sehen.

Was kann man in der 7. Schwangerschaftswoche (ab 6+0 SSW)

Scheitel-Steiß-Länge in der 7. WocheUltraschallbild bei 6+0 SSW

Ab der 7. Schwangerschaftswoche beginnt dein Baby rasant zu wachsen. Jeden Tag wird es ungefähr einen Millimeter größer. Bei der Ultraschalluntersuchung kann der Frauenarzt ab sofort die Größe des Embryos ausmessen. Dein Arzt misst die so genannte Scheitel-Steiß-Länge. Auf dich bezogen betrachtet, ist dies die Größe von deinem Scheitel bis zu deinem Gesäß. Denn die Beine lassen sich zu Beginn der Schwangerschaft nicht ausmessen.

Darüber hinaus kannst du nun mit ein bisschen Glück das Herz deines Babys schlagen sehen. Dies sieht aus, als würden einige kleine Pixel blubbern. Mit einem Doppler, einer speziellen Funktion des Ultraschallgeräts, kann man den Herzschlag sogar mit Geräuschen darstellen. Ein einmaliges und unbeschreibliches Gefühl, zum ersten Mal das Herz deines Babys schlagen zu hören.

Was kann man in der 8. und 9. Schwangerschaftswoche (ab 7+0 SSW)

Ab der 8. und in der 9. Schwangerschaftswoche ist das Schlagen des Herzens sicher und deutlich darstellbar. Es schlägt sehr schnell. Ungefähr doppelt bis dreifach so schnell wie das eines Erwachsenen und pumpt das Blut durch den winzigen Kreislauf.

Mit hoch auflösenden Geräten sind mittlerweile die Arm- und Beinknospen sichtbar zu erkennen. Aktuell lässt sich aber noch keine Aussage treffen, ob dein Kind sich körperlich gesund entwickelt. Dafür ist es noch zu früh. Dein Baby ähnelt im Ultraschall optisch einer Art Gummibärchen.

Noch hat dein Kind in der Fruchthöhle sehr viel Platz. Diese wird zunehmend länglicher und ist nicht mehr so rund wie in den ersten Tagen deiner Schwangerschaft.

Was kann man in der 16. Schwangerschaftswoche (ab 15+0 SSW)

Outing Bild eines Jungen im Ultraschall bei 15+1 SSW.

Ab der 16. Schwangerschaftswoche lässt sich bereits das Geschlecht deines Babys darstellen. Endlich gibt es deutliche Hinweise, ob du ein Mädchen oder einen kleinen Jungen erwarten darfst. Diese Ultraschallbilder nennen viel umgangssprachlich „Outing„.

Dazu versucht dein Frauenarzt einen Querschnitt in Höhe des Gesäßes zu erzielen. Manchmal jedoch sitzt ein Baby so verdreht oder beispielsweise im Schneidersitz, dass es nicht sicher gelingt. Es benötigt also etwas Zeit, Übung und Glück, um so früh das Geschlecht darzustellen.

Handelt es sich um einen kleinen Jungen, lässt sich (siehe Bild oben bei 15+1 Schwangerschaftswochen) der Hodensack und Penis zwischen den Oberschenkeln darstellen.

Bei einem kleinen Mädchen hingegen, siehst du zwei bis drei parallele Linien, die auf das weibliche Genital hindeuten.

Ist nicht ganz klar, ob es sich dabei doch um Nabelschnur zwischen den Beinchen deines Babys handelt? Bitte doch deinen Frauenarzt die Durchblutung darzustellen. Dabei leuchtet die Nabelschnur wie eine dicke Lichterkette in Blau- und Rottönen und ist zweifelsohne von anderen Strukturen wie beispielsweise einem kleinen Penis zu unterscheiden.

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