Fruchtbarkeit frau steigern

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Unerfüllter Kinderwunsch – Tipps, um die Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen

Aktualisiert am 19.08.18

Die meisten Paare gehen davon aus, dass sie ein Kind bekommen können, wann immer sie es wollen. Wie klein die Chance jedoch in Wirklichkeit ist, merken sie erst, wenn sie es einige Zeit erfolglos versucht haben. So kann die Befruchtung einer Eizelle nur während des Eisprungs stattfinden, also besteht die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden nur an 4 bis 5 Tagen im Monat. Zudem schmälern Alter, unregelmäßiger Zyklus und bestehende Krankheiten die Chancen.

Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen:

  1. Die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden
  2. Faktoren, die die Fruchtbarkeit beeinflussen
    1. Gesund und Krankheitsfrei
    2. Nicht unter Druck setzen lassen
    3. Stress vermeiden
    4. Gesunde Ernährung und Sport in Maßen
    5. Alkohol, Nikotin und Koffein sind tabu
    6. Wechselspiel aus Sex und Enthaltsamkeit
    7. Optimales Scheidenmilieu
    8. „Eierwärmer“ beeinträchtigen die Spermienqualität
  3. Weitere Möglichkeiten, die Wahrscheinlichkeit der Befruchtung zu erhöhen
  4. Wichtiges bei der Planung einer Schwangerschaft
  5. Neueste Studien und Erkenntnisse

Wahrscheinlichkeit in einem Zyklus liegt unter 30 Prozent

Tatsächlich liegt die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, in jedem Menstruationszyklus bei 20 bis 30 Prozent. Jedoch auch nur, wenn alle Voraussetzungen optimal sind und der Geschlechtsverkehr an den fruchtbaren Tagen stattfindet. Von diesen Frauen, die schwanger werden wollen, klappt es bei circa 50 Prozent während der ersten drei Monate, bei etwa 75 Prozent innerhalb der ersten sechs Monate und 90 Prozent werden binnen eines Jahres schwanger. Im Durchschnitt dauert es circa 4 Monate bis eine Schwangerschaft eintritt.

Schon kleinste Faktoren schmälern die Chancen

Die menschliche Fortpflanzung ist sehr anfällig für Störungen. Denn schon ein kleiner Fehler bei der Eizellreifung, Spermienbildung oder Befruchtung kann die Aussichten auf eine Schwangerschaft für die nächsten vier Wochen zerstören. Zudem hat die Fruchtbarkeit ihr natürliches Limit, weshalb die Chancen bei Frauen über 30 Jahren sinken. Mit 35 Jahren ist die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden, nur noch halb so hoch wie mit 25. Allerdings tickt die biologische Uhr nicht nur für Frauen, auch bei Männern geht die Fruchtbarkeit jenseits des 30. Lebensjahrs Stück für Stück zurück. Zusätzlich kann ein unregelmäßiger Menstruationszyklus eine Schwangerschaft noch länger hinausziehen, da die fruchtbaren Tage schwieriger ermittelt werden können.

Eine Befruchtung klappt nur während des Eisprungs

Das Zeitfenster ist sehr klein, denn eine Frau kann nur zu einem bestimmten Zeitpunkt im Monat schwanger werden. Genauer gesagt kann eine Befruchtung nur während des Eisprungs stattfinden. Und diesen exakt zu ermitteln bzw. zu kennen ist nicht einfach. Helfen können dabei spezielle Zykluscomputer, so genannte Ovulationstests oder die Basaltemperatur-Messmethode, bei der über die Körpertemperatur der Eisprung ermittelt wird. Als allgemeine Richtlinie gilt jedoch: Die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden, ist zwischen dem 9. und 16. Tag eines 28-Tage-Zyklus am Größten.

Clearblue Fertilitätsmonitor 2. 0 1 ST
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Persona Monitor 1 ST
WICK PHARMA
Cyclotest Lh- Sticks Ovulationstest Tes 9 ST
Uebe Medical
Loop Ovulationstest 10 ST
Estrade

Eizelle ist nach dem Eisprung etwa 12 – 24 Stunden befruchtungsfähig

Jedoch überleben die Spermien im Körper der Frau zwei bis fünf Tage, weshalb die größten Chancen auf ein Kind, zwei Tage vor dem Eisprung bis einen Tag danach stehen. Paare, die jeden zweiten oder dritten Tag miteinander schlafen, können sich allerdings das Rechnen ersparen, da sie in jedem Fall einen fruchtbaren Tag erwischen.

Nicht auf dieses eine Mal versteifen

Wichtig ist es, sich nicht auf dieses eine Mal zu versteifen und alle Hoffnungen darauf zu setzen. So stellt man sich selbst unter psychischen Stress und kann den Sex nicht mehr genießen. Das Kinderzeugen sollte Spaß machen und keine Pflichtübung sein.

Faktoren, die die Fruchtbarkeit beeinflussen

Damit alle Voraussetzungen für eine Schwangerschaft geschaffen sind, sollten folgende Faktoren beachtet werden:

1. Gesund und Krankheitsfrei

Diverse Erkrankungen können die Fruchtbarkeit negativ beeinflussen, dazu gehören z. B. Geschlechtskrankheiten, Infektionskrankheiten sowie Stoffwechselerkrankungen. So wirkt sich eine Schilddrüsenunterfunktion oder -überfunktion negativ auf die weibliche Fertilität aus, da die Schilddrüsen- und Sexualhormone durch einen Regelkreis verbunden sind. Wichtig ist auch ein vollständiger Impfschutz. Häufig sind nicht alle nötigen Impfungen vorhanden bzw. müssen aufgefrischt werden. So kann z. B. eine Rötelerkrankung in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen des Babys führen. Aus diesem Grund wird jeder Frau mit Kinderwunsch empfohlen, ihren Impfschutz überprüfen zu lassen. Doch nicht nur die Frauen sollten auf ihre Gesundheit achten und sich regelmäßig durchchecken lassen, auch verschiedene Krankheiten bei Männern beeinflussen die Qualität der Samenzellen (wie z. B. Diabetes), und sollten behandelt werden.

2. Nicht unter Druck setzen lassen!

Der Wunsch nach einem Baby ist sehr oft verbunden mit psychischem Druck, vor allem dann, wenn die erhoffte Schwangerschaft auf sich warten lässt. Unzufriedenheit und Beziehungsstress sind die Folge. Das wiederum hat Auswirkungen auf die sexuelle Lust und Fruchtbarkeit beider Geschlechter. Zusätzlichen Druck löst das soziale Umfeld aus (wie Großeltern, Freunde oder Nachbarn, die auf den ersehnten Nachwuchs warten). Befreien Sie sich von solchen Einflüssen und weihen Sie andere erst gar nicht in Ihre Nachwuchspläne ein. Verwandte und Freunde erfahren schon früh genug wann es wirklich so weit ist.

3. Stress vermeiden!

Dass Stress nicht gesund ist weiß mittlerweile jeder. Aber das körperlicher sowie seelischer Stress gerade bei Kinderwunsch negative Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit hat, ist vielen nicht wirklich bewusst. Dabei wird durch Stress die Abgabe des Hormons Prolaktin gefördert, welches die männliche Samenproduktion hemmt und den weiblichen Zyklus und Hormonhaushalt beeinflusst. Ebenfalls sind zu hohe körperliche und psychische Belastungen schlecht bei Kinderwunsch. Gönnen Sie sich also Ruhepausen und nehmen Sie sich eine Auszeit vom Alltag. Empfehlenswert sind Entspannungstechniken wie z. B. Yoga oder Autogenes Training.

4. Gesunde Ernährung und Sport in Maßen

Eine ausgewogene, vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung sollte nicht erst in der Schwangerschaft erfolgen, sondern schon bei dem Wunsch nach einem Baby. Denn eine einseitige Ernährung bringt den Hormonhaushalt durcheinander und schadet der Fruchtbarkeit. Dies gilt übrigens für beide Partner. Ebenso negativ äußert sich Übergewicht auf den Kinderwunsch. Aus diesem Grund ist auch regelmäßige Bewegung (am besten an der frischen Luft) zu empfehlen. Die Bewegung bringt den Kreislauf auf Trab, begünstigt die Fertilität und senkt das Stressniveau. Aber aufgepasst, wer es übertreibt und allzu großen Ehrgeiz aufweist oder Leistungssport betreibt, bewirkt genau das Gegenteil und sorgt für einen Stressaufbau. Leichte Sportarten wie Radfahren oder Laufen, verbunden mit ausreichend Erholungsphasen sorgen für das Gleichgewicht.

5. Alkohol, Nikotin und Koffein sind tabu!

Genussmittel wie Alkohol, Nikotin oder Koffein sollten bei bestehendem Kinderwunsch von beiden Geschlechtern gemieden werden. Denn Alkohol senkt bei Männern die Spermienproduktion sowie deren Qualität und Schnelligkeit. Bei Frauen verzögert er das Reifen von Eizellen. Nikotin und Koffein schränken ebenfalls bei beiden Partnern die Fruchtbarkeit ein.

6. Der Mix macht´s – Wechselspiel aus Sex und Enthaltsamkeit

Zu seltener Geschlechtsverkehr ist genauso schlecht wie zu häufiger, da sich durch beide Gegensätze die Spermienanzahl verringert. Daher ist wie schon erwähnt, eine kurze Enthaltsamkeit von zwei bis drei Tagen am besten.

7. Optimales Scheidenmilieu

Damit es die Spermien auch bis in die Gebärmutter schaffen, ist ein natürliches Umfeld in der Scheide sehr wichtig. Deshalb sollte auf alles, was das Scheidenklima verändern könnte, verzichtet werden (wie z. B. Gleitmittel, Intimsprays, Spülungen, etc.).

8. „Eierwärmer“ beeinträchtigen die Spermienqualität

Auch Männer können einiges dafür tun, die Chancen auf das Wunschkind zu erhöhen. Kontraproduktiv für die Fruchtbarkeit der Männer sind z. B. Sitzheizungen im Auto, lange Saunagänge oder ausgedehnte heiße Bäder. Diese hohen Temperaturen im Hoden stören die Samenproduktion und -beweglichkeit. Gut sind dagegen lockere Jeans und Boxershorts, da sie für die optimale Belüftung im Schritt sorgen.

Weitere Möglichkeiten, die Wahrscheinlichkeit der Befruchtung zu erhöhen

  • Anders als erwartet spielt die Position beim Liebesakt keine wirkliche Rolle, denn während der fruchtbaren Tage kann eine Frau bei jedem vaginalen Geschlechtsverkehr schwanger werden. Jedoch gibt es einige Stellungen, die eine Befruchtung zusätzlich begünstigen können. Dies ist z. B. bei allen Stellungen der Fall, bei denen der Penis tief in die Scheide eindringen kann (Missionarsstellung, von Hinten). Denn auf diese Weise gelangen die Spermien näher an den Muttermund.
  • Davor sollte jedoch idealerweise die Blase geleert werden, damit man nicht hinterher sofort auf die Toilette muss und noch einige Zeit in Ruhe liegen bleiben kann. Die Spermien haben dann genügend Zeit, durch den Muttermund zu dringen.
  • Ob ein weiblicher Orgasmus sich dabei positiv auswirkt, sei dahin gestellt. Fakt ist jedoch, dass ein männlicher Orgasmus für eine Schwangerschaft zwingend erforderlich ist.
  • Oberste Priorität hat allerdings die Freude, Leidenschaft und Lust am Sex. Die Kinderplanung darf nicht zur Pflichtveranstaltung werden und nach einem strengen Zeitplan verlaufen. Spontanität und Spaß sollten nicht zu kurz kommen.

Wichtiges bei der Planung einer Schwangerschaft

Bei einer geplanten Schwangerschaft sollten zudem im Vorfeld folgende Dinge berücksichtigt werden:

Verhütung rechtzeitig absetzen

Wer plant ein Kind zu bekommen, muss die bisherige Verhütungsmethode absetzen. Obwohl bei jeder Frau die Möglichkeit besteht, danach sofort schwanger zu werden, kann bis dahin aber auch noch einige Zeit verstreichen (bis zu einem Jahr). Insbesondere bei einer 3-Monats-Spritze können manchmal drei Jahre vergehen, bis sich der Zyklus wieder normalisiert hat. Dies ist vor allem bei Paaren wichtig, die zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Schwangerschaft anstreben.

Ausreichende Folsäurezufuhr

Folsäurepräparate sollten nicht erst während der Schwangerschaft, sondern schon bei der Kinderplanung eingenommen werden. Denn Folsäure spielt bei allen Zellneubildungs- bzw. Zellteilungsprozessen im menschlichen Körper eine wichtige Rolle. Ein Mangel an Folsäure kann zu Fehlbildungen des zentralen Nervensystems (Neuralrohr-Defekte) wie Spina bifida (offener Rücken) führen. Da sich das Neuralrohr bereits in der vierten Schwangerschaftswoche verschließt (in der viele Frauen erst feststellen, dass sie schwanger sind), ist eine prophylaktische Folsäurezufuhr schon einen Monat vor der geplanten Schwangerschaft zu empfehlen. Zwar werden dadurch nicht die Chancen auf eine Befruchtung gesteigert, jedoch wird im Erfolgsfall die gesunde Entwicklung des Fetus von Anfang an sichergestellt. Die folgenden Präparate enthalten Folsäure und können bereits bei Kinderwunsch bis zum Ende des 1. Schwangerschaftsdrittels angewendet werden:

Folio 1 Forte Filmtabletten 90 ST
SteriPharm Pharmazeutische Produkte
Femibion Babyplanung 0 Tabletten 56 ST
Merck Selbstmedikation
Folsäure 800 Plus B12 + Jod Tabletten 120 ST
Avitale
Femibion 1 Kinderwunsch & Schwangerschaft Tabletten 60 ST
Merck Selbstmedikation
Elevit 1 Kinderwunsch & Schwangerschaft Tabletten 30 ST
Bayer Selbstmedikation

Impfschutz gegen Röteln überprüfen

Ab bestehendem Kinderwunsch sollte die werdende Mama ihren Impfstatus prüfen. Besonders bei fehlendem Impfschutz und einer Ansteckung mit Röteln in der Schwangerschaft kann es zu schwerwiegenden Schädigungen beim Ungeborenen kommen. Weitere Informationen erhalten Sie dazu in unserem Röteln-Ratgeber.

Kontrolle der Zähne

Größere Behandlungen müssen unbedingt vor einer Schwangerschaft durchgeführt werden. Zum Beispiel erhöht Parodontitis das Risiko für eine Frühgeburt. Frauen mit Amalgam-Füllungen können seltener Eisprünge haben. Jedoch sollte das Amalgam nicht während der Kinderplanung bzw. der Schwangerschaft entfernt werden, denn dabei steigt die Quecksilber-Belastung im Körper.

Auch wenn Sie alle Faktoren berücksichtigt haben, ist das keine Garantie für eine sofortige Schwangerschaft. Mutter Natur lässt sich dafür auch gerne mal bis zu zwei Jahre Zeit, was absolut im Normbereich ist. Sollte sich nach dieser Zeit trotzdem keine Schwangerschaft einstellen, ist der Gang zum Facharzt ratsam. Gynäkologen und Kinderwunschkliniken können der Natur meist ein wenig auf die Sprünge helfen, damit der Traum vom Wunschkind in Erfüllung geht. Allerdings hat auch die Medizin ihre Grenzen.

Neueste Studie und Erkenntnisse

Kinderwunsch-Medizin: Mediterrane Diät steigert Chance auf erfolgreiche Schwangerschaft (Januar 2018)
Bei unerfülltem Kinderwunsch kann eine in-vitro Fertilisation (IVF, „Befruchtung im Reagenzglas“) in Anspruch genommen werden. Eine Eizelle auf diese Weise zu befruchten, gelingt im Rahmen der modernen Medizin sehr gut – Probleme entstehen allerdings dann, wenn die befruchtete Eizelle sich in die Gebärmutter der Frau einnisten soll. Sollte die Einnistung geklappt haben, passiert es nicht selten, dass die Frau das Kind verliert. In der Studie wurde untersucht, inwieweit das Essverhalten die Chance auf ein lebendiges, gesundes Kind verbessert. Dazu wurden 244 nicht-übergewichtige Frauen zwischen 22 und 41 Jahren, die eine IVF durchführen ließen, befragt. Anhand des MedDietScores wurde beurteilt, in welchem Ausmaß die Frauen einer mediterranen Diät folgten. Frauen mit einem hohen Score, die sich also sehr stark an einer mediterranen Diät orientierten, hatten eine deutlich bessere Chance darauf, dass die Einnistung gelingt und dass sie ein lebendiges Kind gebären. Bei etwa der Hälfte trat nämlich nach der IVF eine Schwangerschaft ein, während es bei Frauen, die kaum einer mediterranen Diät folgten, nur 29,1 % waren. Eine erfolgreich ausgetragene Schwangerschaft war bei 48,8 % der Frauen mit mediterraner Diät zu beobachten, bei den Frauen ohne mediterrane Diät waren es nur 26,6 %. Diese Ergebnisse führen vor Augen, dass kleine Änderungen im Lebensstil die Fruchtbarkeit deutlich beeinflussen können. Hier geht´s zur Studie.

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Chance auf schwanger werden erhöhen

Viele Paare mit unerfülltem Kinderwunsch suchen oft nach Ratschlägen, die die Chance auf schwanger werden und Baby erhöhen. Viele Fragen gehen durch den Kopf, doch im folgenden Text werden Sie mit Sicherheit Antwort darauf finden.

Tipps und Tricks bei Kinderwunsch

Vorab sollten Sie sich bewusst machen, ob Sie wirklich bereit für eine Schwangerschaft sind. Ist der richtige Zeitpunkt gegeben? Sind Sie finanziell in der Lage? Was tun, wenn die Schwangerschaft nicht den erhofften Ausgang findet? Und vor allem: Was, wenn Ihr Partner nicht bereit für einen derartigen Schritt ist?

Wichtig ist sich einig zu sein, ist der Kinderwunsch einseitig, ist auch der Zeitpunkt denkbar schlecht. Außerdem bedeutet ein Baby auch immer eine große finanzielle Belastung. Sie sollten an die Zukunft denken, denn an Nebenausgaben wird es nicht mangeln. Egal ob ein Buggy, ein neues Kinderzimmer, Kleidung, Kindergartengeld, spätere Klassenfahrten oder eine Lebensversicherung, mit Kosten ist zu rechnen. Auch muss immer in Betracht gezogen werden, dass nicht jedes Kind gesund das Licht der Welt erblickt. Einzelne leiden am Down-Syndrom oder am sogenannten „offenen Rücken“. Ein Kind bedeutet Erziehung, Fürsorge und lebenslange Bindung. Sollten Sie jedoch fest überzeugt sein, Ihr Leben durch ein Kind zu bereichern, dann nun zu den eigentlichen Tipps die Chancen auf schwanger werden und Baby erhöhen.

Wie hängen Gewicht und schwanger werden zusammen?

Studien haben ergeben, das Übergewichtige öfter an Unfruchtbarkeit leiden und die Chancen auf schwanger werden und Baby sich durch eine Gewichtsreduktion um 80 % erhöhen. Übergewichtige Frauen leiden oft stärker unter einem unregelmäßigen Zyklus und auch Komplikationen während der Geburt liegen näher. Ebenso Untergewichtige sollten beim Kinderwunsch unbedingt etwas gegen ihr Problem unternehmen, ein Untergewicht des Babys wäre sonst keine Seltenheit. Eine gesunde Ernährung mit vielen Vitaminen wird auch in diesem Falle behilflich sein.

Kinderwunsch und Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung und viel Flüssigkeit sind das A und O, wenn es um Thema Kinderwunsch geht. Ernähren sie sich gesund, und damit sind keinen Crash Diäten gemeint, denn so kommt es nur zu Mangelerscheinungen. Mindestens drei kleinere Mahlzeiten aus allen vier Nahrungsmittelgruppen sind ein Muss. Am besten, Sie versuchen Ihr Gewicht schon vor der Schwangerschaft zu optimieren. Verzichten Sie auf viel Fett und Zucker und probieren stattdessen Obst und Gemüse.
Wichtig für jede Frau, die ihr Chancen auf schwanger werden und Baby erhöhen will: Sport – das heißt ein guter Trainingsplan, den Sie auch wirklich einhalten. Sport strafft ihr Bindegewebe und lässt Sie daher den Wehenschmerz nicht so stark verspüren. Ebenfalls Schwangerschaftsstreifen können durch Sport besser vorgebeugt werden. Besonders geeignete Sportarten, sowohl in der Schwangerschaft als davor und danach sind Schwimmen, Nordic Walking und Gymnastik. Körperliche Übungen verleihen ein tolles Körpergefühl und regen die sexuelle Lust an, doch sollte nicht übertrieben werden. Seien Sie nicht zu hart und gehen Sie es langsam an.

Dank Vitaminen und Mineralstoffen zum Wunschbaby?

Sollten sie während Ihrer Schwangerschaft beispielsweise an Übelkeit leiden, und sich so nicht gesund Ernähren können, sind Vitamine und Mineralien in Form von Nahrungsergänzungsmitteln wirklich ratsam. Besonders Folsäure, auch Vitamin B9 genannt, ist in den ersten Wochen nach der Empfängnis enorm wichtig. Ein Folsäuremangel kann schwere Schädigungen des Ungeborenen hervorrufen, so .B. Herzfehler, Lippen-Kiefer-Gaumen Spalten, einen Neuralrohrdefekt (das ist die Behinderung eines „offenen Rückens“) oder in manchen Fällen sogar zur Frühgeburt führen. Wichtig ist weiters Vitamin D, denn es ist für den Aufbau von Knochen und Nerven verantwortlich. Sprechen Sie jedoch alles genau mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Ihrer Hebamme ab und verschreiben sich nichts auf eigenen Faust.

Verhütung und Sexualität bei Paaren mit Kinderwunsch

Es gibt viele Wege der Verhütung: Kondom, Hormonspritzen, Spiralen oder Verhütungspflaster sind da nur einige von vielen. Sollten Sie mit der Antibabypille verhütet haben, so ist es ganz normal, wenn der Kinderwunsch sich nicht sofort erfüllt. Einige Frauen brauchen länger, bis ihr Körper wieder einen normalen, geregelten Zyklus zeigt. Und auch Hormonspritzen zeigen diese Wirkung. Um aber Ihre Chance auf schwanger werden und Baby zu erhöhen, ist es wirklich ausgesprochen sinnvoll die Fruchtbaren Tage der Frau zu berechnen. Dies kann ganz einfach, mit Hilfe eines Eisprungrechners geschehen, aber auch mit einem Ovulationstests aus der Apotheke. Experten empfehlen zu speziellen Stellungen um den Kinderwunsch leichter zu erfüllen. So soll beispielsweise eine Stellung von hinten oder die Missionarsstellung den Weg der Spermien verkürzen. Es wird außerdem geraten an fruchtbaren Tagen (bei der Frau ca. 3 bis 5 pro Monat) nicht allzu oft, sondern nur jeden zweiten Tag Geschlechtsverkehr zu haben, um die Qualität der Spermien nicht zu beeinträchtigen.

Drogen und Co sind für Frauen die schwanger werden wollen tabu

Dass Drogen, Alkohol und Nikotin sich schädlich auf die Gesundheit auswirken können ist allgemein bekannt. Doch in der Schwangerschaft können diese Stoffe zu scheren Missbildungen des Babys, Frühgeburten und plötzlichem Kindstod führen. Für den Vater gilt: Gegen ein Bier ab und zu mit den Kumpels ist wirklich nichts einzuwenden, doch der tägliche Konsum von Alkohol kann zu geringerer Spermienproduktion führen. Rauchen schadet nicht nur aktiv, auch passives Rauchen kann dem Kind schädigen. Sie aber auch Ihr Partner sollten, um Ihre Chancen auf schwanger werden und Baby zu erhöhen, dieses Laster unbedingt aufgeben. Drogen sind ohnehin tabu und Genussmittel wie Kaffee schon vor der Schwangerschaft stark einzuschränken. Wenn es nötig ist, lassen sie sich vor und während der Schwangerschaft professionell helfen, Ihrem zukünftigen Kind zuliebe!

10 natürliche Mittel, die Ihre Fruchtbarkeit steigern

Wenn Sie dagegen natürliche Hilfsmittel in Ihren Alltag bzw. die Ernährung integrieren, die für eine ausgeglichene Hormonproduktion und gesunde Schleimhaut sorgen, erhöht sich die Chance auf eine Schwangerschaft. Sollten Sie trotz der fruchtbarkeitssteigernden Helfer aus der Natur nicht schwanger werden, ist ein Gespräch mit dem Gynäkologen auf jeden Fall ratsam.

Diese natürlichen Mittel können die Fruchtbarkeit steigern:

1. Knoblauch

Die aromatische Knolle gibt Speisen ein ganz besonderes Aroma, wirkt antibakteriell und hält Blut, Herz sowie Gefäße gesund. Daneben gilt Knoblauch bereits seit Jahrtausenden als fruchtbarkeitsfördernd.

2. Leinsamenöl

Leinsamenöl enthält Omega-3-Säuren, die essentiell für die Fruchtbarkeit sind. Ein Esslöffel des Öls am Morgen kann die Fruchtbarkeit auf natürlichem Weg steigern.

3. Avocado

Die Trend-Frucht liefert dem Körper fruchtbarkeitssteigerndes Vitamin E und kann die Funktion der Sexualorgane verbessern. Wenn Sie den Geschmack von Avocado nicht mögen, lässt sie sich püriert als (recht geschmacksneutraler) Bestandteil von grünen Smoothies verwenden.

4. Brokkoli

Wenn sich im Körper zu viele Giftstoffe ablagern, kann sich dies negativ auf die Fortpflanzungsorgane auswirken. Der regelmäßige Verzehr von Brokkoli unterstützt die Entgiftung und fördert durch die enthaltenen Glucosinolate bei Frauen einen regelmäßigen Zyklus.

5. Mönchspfeffer

Frauen mit Zyklusstörungen, Gelbkörpermangel oder Hyperprolaktinämie (erhöhter Spiegel des Hormons Prolaktin) sollten zu Mönchspfeffer greifen. Der Extrakt aus den Früchten reguliert den Hormonhaushalt und kann bei regelmäßiger Einnahme nach rund zwei bis drei Monaten die Fruchtbarkeit erhöhen. Mönchspfeffer-Präparate sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

6. Brennessel

Die Brennessel ist seit Jahrhunderten als Heilpflanze bei unterschiedlichsten Beschwerden bekannt. Bei unerfülltem Kinderwunsch können sich die in der Pflanze enthaltenen Nährstoffe wie Eisen, Magnesium, Kalzium und Kieselerde, die für die Frauengesundheit wichtig sind, positiv auf die Fruchtbarkeit auswirken. Ein Kinderwunsch-Tee für den täglichen Gebrauch lässt sich aus Brennessel, Frauenmantel und Schafgarbe herstellen.

7. Zitrone

Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt ist die Voraussetzung für einen gesunden Hormonspiegel und somit für eine hohe Fruchtbarkeit. Trotz ihres sauren Geschmacks gehört Zitrone zu den basischen Lebensmitteln und kann dank des enthaltenen Vitamin Cs bei Frauen die Eizellen und bei Männern die Spermien vor Giftstoffen schützen.

8. Rosmarin

Rosmarin verleiht nicht nur mediterranen Gerichten und Fleisch eine aromatische Note. Die Kräuterpflanze wirkt luststeigernd und wird aufgrund ihrer anregenden Wirkung auf den Eisprung zugleich als natürliches Mittel zur Steigerung der Fruchtbarkeit genutzt.

9. Gelée Royale und Pollen

Im ersten Moment erscheint es merkwürdig, dass bei Fruchtbarkeitsproblemen nahegelegt wird, Pollen einzunehmen. Doch der Pollen ist ein wertvoller Lieferant für Nährstoffe wie Zink und kann bei täglicher Einnahme über längere Zeit hinweg fruchtbarkeits- und libidosteigernd wirken. Was junge Bienen stärkt, kann auch bei unerfülltem Kinderwunsch helfen: Gelée Royale, der Futtersaft von Bienen, enthält große Mengen des Proteins Royalactin, das die Fruchtbarkeit steigert. Typischerweise wird Gelée Royale in Form von Kapseln oder Säften verabreicht.

10. Maca

Die Maca-Wurzel stammt aus den Anden und kann den Hormonhaushalt regulieren, da sie positiv auf den Gestagen-Östrogen-Spiegel wirkt. Außerdem wird Maca eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt.

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Mit diesen Tipps können Sie Ihre Fruchtbarkeit zusätzlich steigern:

Um die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, zu erhöhen, sollten Sie allgemein auf eine ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise achten. Über- oder Untergewicht, Rauchen und eine einseitige Ernährung wirken sich sowohl bei Frauen als auch Männern negativ auf die Fruchtbarkeit aus. Bei bestehendem Kinderwunsch vermeiden sollten Sie außerdem

  • die regelmäßige Einnahme von Medikamenten

  • Stress

  • hohen Koffeinkonsum

Hilfreich für eine gesteigerte Fruchtbarkeit wirken hingegen

  • Akupunktur

  • Luna-Yoga

  • geregelte Essgewohnheiten

  • regelmäßige Kontrolle der Zähne – Amalgam-Füllungen etwa wird nachgesagt, dass diese die Fruchtbarkeit verringern

  • ein gutes Bewusstsein für den eigenen Menstruationszyklus: So können Sie anhand des Zeitpunkts Ihrer Ovulation (Eisprung) gezielt planen, wann Sie besonders fruchtbar sind bzw. bei Geschlechtsverkehr besonderes leicht schwanger werden können.

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5 natürliche Fruchtbarkeitsbooster für Frauen mit Kinderwunsch

Schwanger werden ist ein komplexer Prozess. Sanfte Naturheilmittel können dabei helfen (Foto: Unsplash/Heather Mount)

Jede Frau, die sich ein Kind wünscht, kennt das: Monat für Monat wird der Zyklus genauestens beobachtet. Sex wird auf die fruchtbaren Tage rund um den Eisprung gelegt. Und wenn dann doch wieder die Periode einsetzt, folgen Enttäuschung und Niedergeschlagenheit. Doch der weibliche Körper ist eben kein Uhrwerk, dass perfekt funktioniert. Sondern es geht um ein äußerst komplexes und sensibles Zusammenspiel von Hormonen. Hinzu kommen Umwelteinflüsse, zu wenig Schlaf, ungesunde Ernährung und zu viel Stress. Alles Faktoren, die unsere Fruchtbarkeit beeinflussen können. Zum Glück gibt es sanfte Fruchtbarkeitsbooster aus der Natur, die beim schwanger werden helfen können. Wir stellen euch fünf davon vor. Garantie gibt es natürlich keine! Aber sanfte Unterstützung für den Körper.

Frauenmantel

Der Frauenmantel ist ein altbewährtes, traditionelles Heilkraut und ein echter Alleskönner. Die Pflanze wirkt hormonell ausgleichend, menstruationsregulierend und harmonisierend. Zudem hat sie entzündungshemmende Wirkung und lindert viele Arten von Eierstockbeschwerden, die das schwanger werden erschweren können. Als Tee erhält man Frauenmantel in der Apotheke.

Granatapfelsamen enthalten pflanzliches Östrogen (Foto: Unsplash)

Granatapfel

Der Granatapfel ist besonders im arabischen Raum schon lange als jung und schön machende Frucht bekannt. Granatapfelsamen enthalten ein Phytoöstrogen, das mit dem körpereigenen Hormon von Frauen nahezu identisch ist. Da zu wenig Östrogen oft für einen unregelmäßigen (oder keinen) Eisprung verantwortlich ist, wirken Granatapfelsamen eisprungfördernd.

Ingwer

Ingwer ist nur gut für das Immunsystem und stärkt die Abwehrkräfte. Zudem wirkt er als Fruchtbarkeitsbooster. Er regt die Durchblutung der Gebärmutter an, was wichtig ist für die Einnistung der befruchteten Eizelle. Zudem wirkt er entzündungshemmend und soll durchaus auch aphrodisierende Wirkung haben. Am besten als frisch aufgebrühten Tee genießen. Der schmeckt im Sommer auch kalt und erfrischt.

Löwenzahn stimuliert die Gebärmutter (Foto: Unsplash)

Löwenzahn

Der Geheimtipp unter den Fruchtbarkeitsboostern: Löwenzahn. Er wirkt regulierend auf den weiblichen Hormonhaushalt und stimuliert die Gebärmutter. Er kann roh, zum Beispiel als frischer sommerlicher Salat, oder auch in Teeform genossen werden. Nur Vorsicht: Wer zu Magenproblemen und Sodbrennen neigt, sollte wegen der enthaltenden Bitterstoffe etwas vorsichtiger mit dem ünermäßigen Verzehr von Löwenzahn sein.

Mönchspfeffer

Ein Klassiker in der Frauenheilkunde: Mönchspfeffer wird häufig bei Zyklusunregelmäßigkeiten eingesetzt, da er regulierend wirkt. Er fördert zudem die Bildung des Gelbkörperhormons, das für die erfolgreiche Einnistung der befruchteten Eizelle in der Gebärmutter gebraucht wird. Ein Gelbkörpermangel verhindert oft eine Schwangerschaft. Mönchspfeffer gibt es als Kapseln oder Tabletten in der Apotheke.

TIPP: Sollte es mit dem schwanger werden so gar nicht klappen wollen, empfiehlt sich ein Gang zum Arzt. Er kann mögliche körperliche Ursachen für ungewollte Kinderlosigkeit genau untersuchen. Ansonsten gilt: Viel Spaß beim Üben! Die meisten Babys werden übrigens im Herbst gezeugt…

Slider-Foto: Neil Bates/Unsplash

Zehn Tipps, die die Fruchtbarkeit steigern

Der Weg zum Wunschkind ist nicht immer einfach. Doch es gibt Tipps und Tricks, die diesen oft langwierigen Weg verkürzen und vereinfachen können. Mit den folgenden Tipps kannst Du Deine Fruchtbarkeit erhöhen, sodass Deinem Wunschkind eventuell schon bald nichts mehr im Wege steht.

#1 Fruchtbarkeit erhöhen durch Entspannung

Entspanne Dich. Körperliches und seelisches Wohlbefinden begünstigen eine Schwangerschaft in hohem Maße. Es gibt verschiedene Atem- und Entspannungsübungen, die Dir helfen Dich zu entspannen und zu innerlicher Ausgeglichenheit führen.

#2 Stress vermeiden und Fruchtbarkeit steigern

Der zweite Tipp baut direkt auf dem ersten Ratschlag auf: Vermeide Stress. Denn das Stresshormon Adrenalin ist ein Gegenspieler des Fruchtbarkeitshormons, sodass bei lange andauerndem und stetigem Stress die Eizellen zögernder reifen. Es ist also wichtig, Dich zu entspannen. Ausreichend Schlaf, viele Pausen, entspannende Spaziergänge und Meditationstechniken können möglichem Stress entgegenwirken.

Ausreichend Schlaf, Pausen, Spaziergänge und Meditation können Stress entgegenwirken.

#3 Fruchtbarkeit erhöhen durch gesunde Ernährung

Drittens und nicht minder wichtig, ist eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Du solltest eine ausreichende Menge an Vitaminen und Nährstoffen zu Dir nehmen. Unter anderem sind Folsäure (Gibt’s hier*!) und Jod jetzt wichtige Nährstoffe für Deinen Körper. Gut Lieferanten von wichtigen Vitaminen und Nährstoffen sind Obst, Gemüse, Nüsse und Fisch. Zudem solltest Du viel Wasser und Kräutertees trinken und auch Milchprodukte nicht vergessen. Damit ist nicht nur der eigene Körper optimal versorgt, sondern auch die frühe Entwicklung des Embryos gesichert.

#4 Koffeingenuss mindern und Fruchtbarkeit steigern

Fruchtbarkeitstipp Nummer vier: Von übermäßigem Nikotin- und Alkoholkonsum raten Mediziner bei Kinderwunsch übrigens ab. Manche Frauen verzichten sogar auf den Genuss von schwarzem Tee und Kaffee. Inwieweit der Konsum von Koffeein die Fruchtbarkeit reduziert, ist aber nicht eindeutig wissenschaftlich belegt. Einige Studien stellen jedoch dar, dass ein Koffeingenuss ab 300-500 Milligramm am Tag die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft reduzieren kann.

Durch gesunde Ernährung und regelmäßigen Sport kannst Du Deine Fruchtbarkeit erhöhen.

#5 Fruchtbarkeit erhöhen durch Spaß am Sex

Der fünfte Tipp heißt: Habe Spaß am Sex. Sex sollte nicht zu einem reinen Fortpflanzungsakt werden. Liebevoller und leidenschaftlicher Geschlechtsverkehr trägt zu einer entspannten Atmosphäre bei und kann durch eine höhere Durchblutung die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis steigern. Die Spermienbeweglichkeit und Spermienanzahl sind übrigens bei einem Takt von zwei bis drei Tagen am Optimalsten.

#6 Fruchtbarkeit steigern durch gesundes Gewicht

Tipp Nummer sechs: Über- oder Untergewicht schaden der Fruchtbarkeit. Ein Mangel an Nahrung führt dazu, dass der Körper sich auf lebensnotwendige Körperfunktionen konzentriert. Die Fortpflanzung ist keine dieser Funktionen und somit sinkt die Fruchtbarkeit.

#7 Fruchtbarkeit erhöhen durch alternative Medikation

Der siebte Hinweis hängt mit der Einnahme von Medikamenten zusammen. Solltest Du regelmäßig Medikamente einnehmen, konsultiere Deinen Arzt. Manche Medikamente beeinflussen die Fruchtbarkeit und sollten daher durch alternative Medikamente ersetzt werden.

Sollte Dein Kinderwunsch über längere Zeit unerfüllt bleiben, sprich mit Deinem Arzt!

#8 Fruchtbarkeit steigern durch regelmäßigen Sport

Achtens: Treibe regelmäßig Sport! Sport verbessert die körperliche Fitness, bekämpft Stress und verbessert das körperliche Wohlbefinden.

#9 Fruchtbarkeit erhöhen durch Zahnarztbesuch

Tipp Nummer neun scheint auf den ersten Blick ungewöhnlich, ist aber wissenschaftlich bewiesen. Sollte ein Kinderwunsch existieren, sollte auch der Zahnarzt aufgesucht werden. Denn Plomben mit Amalgam-Füllung können sich negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken. Sie können die Häufigkeit eines Eisprungs verringern.

#10 Fruchtbarkeit steigern durch neue Stellungen

Der letzte Tipp sollte Spaß machen: Probiere mit Deinem Partner neue Stellungen beim Sex aus. Angeblich ist die Missionarsstellung eine gute Position für die Empfängnis, da das Glied tief eindringen kann. Es soll auch helfen, wenn Du nach dem Sex noch einige Zeit still liegen bleibst, damit die Spermien genügend Zeit haben, sich den Weg durch den Muttermund zu bahnen, bevor die Schwerkraft ihnen einen Strich durch die Rechnung macht.

Video: So erkennst du, ob Du schwanger bist

Sieben überraschende Anzeichen, ob eure Anstrengungen zum Erfolg geführt haben, erfährst Du im Video. (Und wir meinen nicht, dass Deine Periode ausbleibt…)

Wichtig ist, dass der Kinderwunsch nicht zum zentralen Punkt im Leben wird. Wenn Du Dich zu sehr auf das Thema und den Wunsch konzentrierst, bis Du leicht zu angespannt. Ab und zu auch mal locker und die Gedanken in eine andere Richtung schweifen lassen, wirkt manchmal schon wahre Wunder. Du wirst sehen, mit Entspannung und einem gesunden Lebensstil klappt es mit der Schwangerschaft im Handumdrehen. Sollte Dein Kinderwunsch dennoch über einen längeren Zeitraum unerfüllt bleiben, sprich auf jeden Fall mit Deinem Arzt!

Hoher Alkoholkonsum vermindert Fruchtbarkeit

/dpa

Aarhus – Ein hoher Alkoholkonsum kann verhindern, dass Frauen schwanger werden. Dies zeigen die Ergebnisse einer prospektiven Kohortenstudie im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2016; 354: i4262), in der ein mäßiger Alkoholkonsum noch keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit hatte.

Fertilitätsstörungen sind in den entwickelten Ländern häufig. Etwa ein Viertel aller Paare benötigt mehr als zwölf Monate bis zur erwünschten Schwangerschaft. Gleichzeitig ist Alkohol ein beliebtes Genussmittel. In Dänemark konsumieren Frauen im gebärfähigen Alter sieben alkoholische Getränke in der Woche oder mehr, berichtet Ellen Mikkelsen von der Universität Aarhus, die der Frage nachging, ob Alkohol einen Einfluss auf Fertilitätsstörungen bei Frauen haben könnte.

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Dazu wertete sie die Daten der „SnartForaeldre.dk” (vormals www.Snart-gravid.dk) aus, einer landesweiten Befragung von Paaren mit Kinderwunsch. Von den 6.120 Frauen wurden zwei Drittel im Verlauf der Studie schwanger. Der Alkoholkonsum verminderte die Chancen auf eine Schwangerschaft erst ab einer Menge von 14 oder mehr alkoho­lischen Getränken in der Woche.

Die Empfängniswahrscheinlichkeit sank um 18 Prozent, ein vergleichsweise geringer Einfluss. Die adjustierte Rate von 0,82 war mit einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 0,60 bis 1,12 zudem nicht signifikant. Mikkelsen kann deshalb nicht sicher behaupten, dass ein hoher Alkoholkonsum eine Schwangerschaft verhindert. Da – glücklicherweise – nur 75 Frauen einen Alkoholkonsum von 14 oder mehr alkoholischen Getränken in der Woche angaben, erklärt der Alkohol nur einen geringen Teil der Fertilitätsstörungen dänischer Frauen. Mikkelsen führte hierzu keine Berechnungen durch.

Die Forscherin weist darauf hin, dass Frauen mit Kinderwunsch auf jeglichen Alkohol­konsum verzichten sollten. Es ist bekannt, dass Alkohol dem Kind auch zu Beginn der Schwangerschaft schadet. Der Begriff fetales Alkoholsyndrom ist hier missverständlich. Die Fetalphase beginnt erst im zweiten Trimenon (etwa 24. Schwangerschaftswoche). Ein Alkoholkonsum davor während der Embryonalphase kann vermutlich noch größere Schäden anrichten, da in dieser Phase die Organe und Körperteile entstehen. Da die meisten Frauen ihre Schwangerschaft erst nach mehreren Wochen bemerken, lässt sich ein sicherer Schutz des ungeborenen Kindes nur durch eine Abstinenz erreichen. © rme/aerzteblatt.de

Der Lebensstil beeinflusst die Fruchtbarkeit

Kinderwunsch ist heute planbar, weshalb viele Paare ihn zurückstellen, bis der Nachwuchs in die aktuelle Lebenssituation hineinpasst. Die Frauen werden so immer älter bei der Geburt ihres ersten Kindes. Ab den späten 20er Jahren nimmt die weibliche Fruchtbarkeit nicht nur immer mehr ab, es besteht auch eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer meist sehr frühen Fehlgeburt kommt. Mehrere wissenschaftliche Studien haben darüber hinaus festgestellt, dass auch die Fruchtbarkeit der Männer in den Industriestaaten im Laufe der letzten Jahrzehnte abgenommen hat.

Neben diesen beiden wohl wichtigsten Gründen für einen zunehmenden Bedarf an Kinderwunschbehandlungen gibt es andere Ursachen, die auf die erhöhte Belastung des Menschen durch verschiedene Umweltgifte zurückzuführen ist. Diese Ursachen sind jedoch schwer fassbar und nur in den seltensten Fällen behandelbar.

Zusätzlich können wir aber auch durch unsere ganz persönliche Lebensweise die Fruchtbarkeit schwächen oder stärken. Der Stoffwechsel unseres Körpers hat einen wichtigen Einfluss auf den Hormonhaushalt. Und er wird sehr stark von unserer Ernährung geprägt. Eine eiweiss- und vitaminreiche Kost ist empfehlenswerter als Fette und Kohlehydrate. Eiweissreich ist beispielsweise mageres Fleisch, Fisch, Ei, Käse und andere Milchprodukte. Vitaminreich ist Obst und Gemüse. Kohlenhydrate (wie Brot, Teigwaren, Zucker und Kartoffeln) sollten ebenso wie Fette (Öl, Butter) nur in mässigen Mengen gegessen werden. Dies gilt vor allem bei Übergewicht.

Alkohol (gleichgültig, ob Bier, Wein oder Spirituosen) ist Gift für die Leber, und da die Leber eine wichtige Rolle im Stoffwechsel spielt, ist er bei Mann und Frau nur in kleinen Mengen vertretbar, wenn Sie eine Schwangerschaft planen. Sofern eine Lebererkrankung besteht oder früher bestand, ist Alkohol ganz verboten.

Es ist seit langem bekannt, dass sich Nikotin sowohl beim Mann, als auch bei der Frau äusserst negativ auf die Fortpflanzungsfähigkeit auswirkt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass bei Paaren, von welchen auch nur ein Partner raucht, die Chance, eine Schwangerschaft zu erzielen bzw. diese ohne Probleme auszutragen, durch das Nikotin um etwa die Hälfte reduziert ist! Zudem schädigt dieses Gift – wie Alkohol – auch das sich entwickelnde Kind während der Schwangerschaft. Kinder von Raucherinnen sind in der Regel kleiner und nach der Geburt anfälliger für Erkrankungen. Sie können sehr viel dazu beitragen, ein gesundes Kind zu bekommen, wenn Sie das Rauchen schon etwa 2 – 3 Monate vor einer Behandlung einstellen. Das gilt gleichermassen für beide Partner!

Um einer angeborenen Fehlbildung der Wirbelsäule und des Gehirns (Neuralrohrdefekt, z.B. offener Rücken) beim Kind vorzubeugen, empfiehlt es sich, täglich mindestens 0,4 mg Folsäure einzunehmen – natürlich nach vorhergehender Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin. Damit kann das Auftreten dieser Entwicklungsstörung um 50 – 70% reduziert werden. Auch andere Defekte, wie Spaltbildungen im Gesicht, krankhafte Veränderungen im Herz-Kreislauf-System, an den ableitenden Harnwegen und an den Extremitäten sind nach Folsäureeinnahme weniger häufig. Diese Vitaminzufuhr sollte idealerweise schon drei Monate vor dem Eintreten einer Schwangerschaft beginnen und bis in die Schwangerschaft hinein (mindestens bis zur 12. Woche) fortgeführt werden.

Das Tragen von enger Beinkleidung, insbesondere eng anliegender Unterwäsche, welche den Hoden unnötig an die Innenseite des Oberschenkels drückt, bzw. an die Dammgegend hebt, ist ungünstig. Der Hoden wird im Laufe der Entwicklung extra aus dem Bauchraum nach aussen in den Hodensack verlagert, obwohl dadurch die Gefahr einer evtl. Verletzung erhöht wird. Dadurch wird dem Hoden eine etwas niedrigere Umgebungstemperatur ermöglicht, was für die Reifung der Samenfäden ganz wichtig ist. Dieser mit zusätzlichen Risiken erkaufte Vorteil würde durch eng anliegende Beinkleidung zunichte gemacht, und es könnte zu einer Störung der Spermienreifung und Spermienproduktion kommen. Von dieser Anweisung selbstverständlich ausgenommen ist die Wäsche, die bei tiefer Aussentemperatur, beim Fahren mit offenen Fahrzeugen usw. zeitweilig getragen wird.

Beachten Sie aber auch ganz allgemeine Dinge in Ihrem täglichen Leben. Versuchen Sie, beruflichen Stress zu umgehen. Insbesondere ist geistige Arbeit unter Zeitdruck ungünstig. Schaffen Sie sich Ausgleichsphasen, in denen Sie sich wirklich erholen können. Nutzen Sie den bestehenden Urlaubsanspruch möglichst ungeteilt und schalten Sie einmal so richtig ab. Der günstige Einfluss von Urlaub, Klima- und Milieuveränderung ist durch zahlreiche Einzelfälle erwiesen. Wenn Sie auf den Ihnen zustehenden Urlaub verzichten, ist das im Zusammenhang mit einem Kinderwunsch oder Potenzschwierigkeiten unvernünftig. In den meisten Fällen ist ein Urlaub in einem Reizklima (Meer und Gebirge) einem Aufenthalt in mittleren Höhenlagen vorzuziehen.

Eine Nachtruhe von mindestens acht Stunden ist empfehlenswert. Menschen, die nachts berufstätig sind, müssen versuchen, den Schlaf tagsüber nachzuholen. Bei rein körperlichen Tätigkeiten sollte nicht auch noch ein körperlich anstrengender Sport in der Freizeit betrieben werden. Bei rein geistigen Tätigkeiten dagegen empfiehlt sich als Ausgleich in der Freizeit Sport oder eine körperliche Arbeit im Freien. Denn körperliche Arbeit ist im allgemeinen gesünder als eine rein geistige Beschäftigung.

Eine Massage mit bestimmten Aromaölen kann die Fruchtbarkeit steigern.

Zuviel ist problematisch | 13.03.2017

Normalgewichtige Frauen, die fast täglich oder bis zur Erschöpfung trainieren, leiden dreimal so häufig unter Zyklusstörungen und Problemen, schwanger zu werden wie ihre Geschlechtsgenossinnen, die es beim Sport etwas ruhiger nehmen. Faktoren wie Alter, Rauchen oder sozialer Status spielen kaum eine Rolle – aber das Körpergewicht. Treiben nämlich Übergewichtige Sport, erhöht dies immer ihre Chance, schwanger zu werden. Die Empfehlung der Experten für alle Frauen mit Kinderwunsch: Moderates Training (etwas 1 Stunde Training/Woche) ist grundsätzlich förderlich für die Fruchtbarkeit. Wie bei allem im Leben, sollte man eben nichts übertreiben!

Kein Baby wegen Stress? Zu viel Stress kann möglicherweise ein Grund sein für unerfüllten Kinderwunsch. In einer jetzt veröffentlichten Studie blieben Frauen mit den höchsten Werten eines Stress-Hormons (Alpha-Amylase) im Speichel doppelt so häufig ungewollt kinderlos wie Frauen mit den niedrigsten Werten. Die Forscher betonen, dass Stress sicherlich nicht der einzige Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch ist und raten zu Yoga, Meditation und anderen Entspannungstechniken. Ein krampfhaftes Bemühen um eine Schwangerschaft könnte jedenfalls die entgegengesetzte Wirkung haben. (swissmom Newsticker, 6.4.14)

Alkoholwirkung auf Spermien? Männer müssen offenbar nicht um ihre Fruchtbarkeit fürchten, wenn ihr wöchentliches Quantum an Alkohol 250 Gramm nicht überschreitet, ergab eine dänische Studie mit über 8000 Teilnehmern. Bei allen wurden ein Spermiogramm und der Sexualhormonstatus angefertigt und der Alkoholkonsum in der Woche vor den Untersuchungen erhoben. Massvolle Trinker hatten eine ebenso gute Spermaqualität und sogar höhere Testosteronspiegel als Männer, die kaum tranken. Moderate Mengen an Alkohol hiess acht bis zwölf Einheiten pro Woche – eine Einheit entspricht etwa 12 g Alkohol, also einem Glas Wein oder Bier. (swissmom Newsticker, 2.7.14)

Vegetarier haben schlechteres Sperma: Vegetarier leben in mancher Hinsicht gesünder. Viel Obst und Gemüse zu essen, schützt vor vielen Krankheiten und erhöht die Lebenserwartung. Allerdings könnte die Zeugungsfähigkeit darunter leiden. Im Ejakulat von Vegetariern und Veganer fanden Wissenschaftler eine signifikant niedrigere Anzahl von Spermien. Zudem bewegten sich die Spermien langsamer. Ein Grund dafür könnte Soja sein, das vielen Vegetariern und Veganern als Eiweißlieferant dient und Phyto-Östrogene enthält, die ähnlich wirken wie das weibliche Sexualhormon. Der Expertenrat bei Kinderwunsch: Mindestens 74 Tage lang auf Soja zu verzichten – dies ist die Zeitspanne, in der beim Mann neue Spermien produziert würden. (swissmom Newsticker, 13.11.14)

Letzte Aktualisierung : 25-04-16, BH

Welchen Einfluss hat Alkohol auf die weibliche Fruchtbarkeit?

Ohne allzu sehr ins Detail gehen zu wollen, werden jeder Frau, die schwanger werden möchte, zahlreiche Tipps zu Lebensweise und Verhalten gegeben, um die Chancen zu erhöhen. Wollte man all diese Ratschläge ernst nehmen, würde man vermutlich verhungern und verdursten, da alles irgendwie schädlich ist. Aber es gibt ja nun Substanzen, deren Konsum nicht lebensnotwendig ist, so zum Beispiel Kaffee, über dessen Wirkung hier bereits vor einiger Zeit sehr ausführlich berichtet wurde. Für den Konsum von Alkohol gilt dies umso mehr: Man kann ihn auch einfach weglassen. Die Frage ist jedoch: Ist dies zwingend nötig?

Paare mit Kinderwunsch, aber ohne medizinische Behandlung

Dies ist das Ergebnis einer dänisch-amerikanischen Studie, die kürzlich im „British Medical Journal“ publiziert wurde. Dabei wurden über einen Zeitraum von mehr als 8 Jahren die Geschichte von 6120 dänischen Frauen beobachtet, die mit ihrem Partner eine Schwangerschaft anstrebten, dabei aber keine Behandlung in Kinderwunsch-Kliniken in Anspruch nahmen.

Der Alkohol-Konsum wurde von den Probandinnen berichtet und unterteilt in Bier (0,33 Liter), Wein (120 ml), Likör (50 ml) und Stärkeres (20 ml). Die Frauen wurden in Gruppen unterteilt mit „Standardmengen pro Woche“: Abstinent, 1-3, 4-7, 8-13 und ≥14. Die Erfassung der Daten wurde fortgesetzt bis zum Eintritt einer Schwangerschaft, bis zum Beginn einer Kinderwunschbehandlung oder max. 12 Zyklen.

Wieviel Wein verträgt die Fruchtbarkeit? /caption]

Eine komplette Abstinenz scheint nicht notwendig zu sein

In dem Beobachtungszeitraum wurden 4210 Frauen schwanger (69%). Die durchschnittliche Menge aufgenommenen Alkohols war mit 2,0 „Standardmengen pro Woche“ recht übersichtlich, jedoch gab es aufgrund der großen Zahl beobachteter Frauen auch genügend Abstinenzler und Vieltrinker, um eine Korrelation herstellen zu können (Für Statistikfreunde: bei allerdings großem Konfidenzintervall), wie in der Graphik unten erkennbar:

Ob nun Bier oder Wein getrunken wurde, machte keinen Unterschied. Statistisch nicht relevant war der der Einfluss des Alkohols bei bis zu 14 „Drinks“ pro Woche. Die Kurve fällt zwar in der Graphik ab, aber nicht stark genug für Statistiker.

Bei mehr als 14 Drinks pro Woche fiel die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit um 18% im Vergleich zu Frauen, die gar keinen Alkohol zu sich nahmen.

Der negative Einfluss des Alkohols ist – wenn auch nachweisbar – deutlich geringer, als ich es erwartet hätte und es gibt auch einige Studien, die eindeutigere Zusammenhänge herstellen konnten. Es sei aber auch darauf hingewiesen, dass eine ältere Studie mit fast 30.000 Probandinnen (auch aus Dänemark) ergab, dass Weintrinkerinnen unabhängig von der Menge ihres Konsums durchschnittlich schneller schwanger wurden, als Frauen, die keinen Wein tranken . Prösterchen…

Mikkelsen EM, Riis AH, Wise LA, Hatch EE, Rothman KJ, Cueto HT, Sørensen HF
Alcohol consumption and fecundability: prospective Danish cohort study
BMJ 2016;354:i4262 (Published 31 August 2016)

Foto von Wojtek Szkutnik

Noch Fragen?

Dann haben Sie in unserem Kinderwunschforum die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen oder Fragen an unsere Experten zu richten. Und hier finden Sie die Übersicht über zahlreiche andere Foren von wunschkinder.net.
Die am häufigsten gestellten Fragen haben wir nach Themen geordnet in unseren FAQ gesammelt.

Zeugungsfähigkeit kann man steigern

Der erste und wichtigste Tipp: Warten Sie nicht zu lange mit dem Elternwerden. Mit zunehmendem Alter werden Frauen seltener schwanger, bedingt durch Eileiterverschlüsse, Endometriose und Myome. Auch die Eizellqualität wird schlechter, denn der Eizellvorrat einer jeden Frau ist bei der Geburt schon angelegt und altert sozusagen mit ihr.

Daraus ergibt sich die Tatsache, dass es bei älteren Frauen auch sehr viel häufiger zu Fehlgeburten und kindlichen Chromosomenstörungen kommt. Spermien werden zwar nach einem Entstehungszyklus von ca. 70 Tagen immer wieder neu gebildet, dennoch hat bei Frauen ab 30 Jahren auch das Alter des Partners einen geringen Einfluss auf die Fruchtbarkeit, weil der Anteil der weniger beweglichen Spermien mit höherem Alter zunimmt.

Hören Sie möglichst rasch auf zu rauchen, wenn Sie sich ein Kind wünschen. Es ist bewiesen, dass Rauchen die Fruchtbarkeit beeinträchtigt. Qualmende Männer produzieren im Vergleich zu Nichtrauchern nicht nur zahlenmässig weniger Spermien, sondern dazu auch noch weniger bewegliche. Noch wichtiger ist der Verzicht auf die Zigarette dann während der Schwangerschaft, denn Rauchen – auch Passivrauchen – schadet dem Ungeborenen: Passivrauchen schadet der Gesundheit und der Fertilität in einem bisher weit unterschätzten Ausmass. Das Ungeborene gedeiht schlechter, sein Wachstum verzögert sich. Rauchen erhöht ausserdem das Risiko einer Frühgeburt. Die gute Nachricht: Etwa ein Jahr nach der letzten Zigarette ist die normale Fruchtbarkeit wieder hergestellt.

Zusätzlich können wir aber auch durch unsere ganz persönliche Lebensweise die Fruchtbarkeit schwächen oder stärken. Der Stoffwechsel unseres Körpers hat einen wichtigen Einfluss auf den Hormonhaushalt. Und er wird sehr stark von unserer Ernährung geprägt. Eine eiweiss- und vitaminreiche Kost ist empfehlenswerter als Fette und Kohlehydrate. Eiweissreich ist beispielsweise mageres Fleisch, Fisch, Ei, Käse und andere Milchprodukte. Vitaminreich ist Obst und Gemüse. Kohlenhydrate (wie Brot, Teigwaren, Zucker und Kartoffeln) sollten ebenso wie Fette (Öl, Butter) nur in mässigen Mengen gegessen werden. Dies gilt vor allem bei Übergewicht. Übergewicht scheint sich allerdings bei Männern nicht so stark auf die Fruchtbarkeit auszuwirken wie bei Frauen: Der Testosteronspiegel ist bei übergewichtigen Männern durch den Verdünnungseffekt im Blut zwar niedriger, er scheint sich jedoch nur in Extremfällen auf die Fertilität auszuwirken.

Alkohol (gleichgültig, ob Bier, Wein oder Spirituosen) ist Gift für die Leber, und da die Leber eine wichtige Rolle im Stoffwechsel spielt, ist er bei Mann und Frau nur in kleinen Mengen vertretbar, wenn Sie eine Schwangerschaft planen. Sofern eine Lebererkrankung besteht oder früher bestand, ist Alkohol ganz verboten.

Sport sollte nicht regelmässig bis an die Grenzen der Leistungsfähigkeit ausgeübt werden. Wissenschaftler warnen vor niedrigen Hormonspiegeln und schlechterer Spermienqualität. Weil die Fruchtbarkeit von Interaktionen zwischen dem Gehirn, der Hirnanhangdrüse und den Hoden gesteuert wird, könne zu intensives Training dieses System stören, vermuten die Forscher. Daneben könnten auch entzündliche Prozesse als Folge der Belastung für die rasch reversiblen Veränderungen verantwortlich sein.

Das Tragen von enger Beinkleidung, insbesondere eng anliegender Unterwäsche, welche den Hoden unnötig an die Innenseite des Oberschenkels drückt, bzw. an die Dammgegend hebt, ist ungünstig. Der Hoden wird im Laufe der Entwicklung extra aus dem Bauchraum nach aussen in den Hodensack verlagert, obwohl dadurch die Gefahr einer evtl. Verletzung erhöht wird. Dadurch wird dem Hoden eine etwas niedrigere Umgebungstemperatur ermöglicht, was für die Reifung der Samenfäden ganz wichtig ist. Dieser mit zusätzlichen Risiken erkaufte Vorteil würde durch eng anliegende Beinkleidung zunichte gemacht, und es könnte zu einer Störung der Spermienproduktion kommen. Von dieser Anweisung selbstverständlich ausgenommen ist die Wäsche, die bei tiefer Aussentemperatur, beim Fahren mit offenen Fahrzeugen usw. zeitweilig getragen wird.

Beachten Sie aber auch ganz allgemeine Dinge in Ihrem täglichen Leben. Versuchen Sie, beruflichen Stress zu umgehen. Insbesondere ist geistige Arbeit unter Zeitdruck ungünstig. Schaffen Sie sich Ausgleichsphasen, in denen Sie sich wirklich erholen können. Nutzen Sie den bestehenden Urlaubsanspruch möglichst ungeteilt und schalten Sie einmal so richtig ab. Der günstige Einfluss von Urlaub, Klima- und Milieuveränderung ist durch zahlreiche Einzelfälle erwiesen. Wenn Sie auf den Ihnen zustehenden Urlaub verzichten, ist das im Zusammenhang mit einem Kinderwunsch oder Potenzschwierigkeiten unvernünftig. In den meisten Fällen ist ein Urlaub in einem Reizklima (Meer und Gebirge) einem Aufenthalt in mittleren Höhenlagen vorzuziehen.

Eine Nachtruhe von mindestens acht Stunden ist empfehlenswert. Menschen, die nachts berufstätig sind, müssen versuchen, den Schlaf tagsüber nachzuholen. Bei rein körperlichen Tätigkeiten sollte nicht auch noch ein körperlich anstrengender Sport in der Freizeit betrieben werden. Bei rein geistigen Tätigkeiten dagegen empfiehlt sich als Ausgleich in der Freizeit Sport oder eine körperliche Arbeit im Freien. Denn körperliche Arbeit ist im allgemeinen gesünder als eine rein geistige Beschäftigung.

Weitere Infos:

Passivrauchen erschwert Schwangerwerden

Übergewicht macht Männer nicht unfruchtbar

Dicke Männer haben weniger Spermien

Folsäure hält Spermien gesund

Zuviel Training schadet Spermien

Risikofaktoren für die Fruchtbarkeit

Ein Kind zeugen, schwanger werden: Was so einfach und natürlich erscheint, kann durch viele Faktoren erschwert werden. Damit die eigene Fruchtbarkeit möglichst erhalten bleibt, lohnt es sich, auf vermeidbare Risiken zu achten.

Körper und Seele sind ein Leben lang vielfältigen gesundheitsgefährdenden Einflüssen ausgesetzt, die auch die Fruchtbarkeit beeinträchtigen können. Dazu zählen vor allem Umwelt- und Genussgifte und verschiedene Allgemeinerkrankungen, die selbst oder deren medikamentöse Behandlung den Hormonhaushalt durcheinander bringen. Auch das Alter spielt eine wichtige Rolle.

Ob und in welchem Maß äußere Faktoren die Fruchtbarkeit einer Frau oder eines Mannes mindern, lässt sich im Einzelfall oft nicht mit Sicherheit klären. Zumal manche Menschen sehr ungesund leben und trotzdem fruchtbar sind, während andere auf ihre Gesundheit achten und dennoch mit einer Einschränkung ihrer Fruchtbarkeit konfrontiert werden.

Oft ist eine Summe verschiedener Faktoren für Fruchtbarkeitsstörungen ausschlaggebend. Ist die Fruchtbarkeit eines Menschen bereits aus anderen Gründen vermindert, können äußere Einflüsse zur vollständigen Unfruchtbarkeit führen. Umgekehrt kann sich eine eingeschränkte Fruchtbarkeit durch die Vermeidung bestimmter Belastungen unter Umständen verbessern.

Rauchen

© BZgA/HN/Eichhöfer

Rauchen vermindert nachweislich die Fruchtbarkeit von Frauen und Männern, verringert die Erfolgschancen von Fruchtbarkeits-Behandlungen und schadet bei Eintreten einer Schwangerschaft dem ungeborenen Kind.

Die schädigende Wirkung verschiedener Inhaltsstoffe von Zigarettenrauch ist gut dokumentiert. Bei Frauen wirkt sich Rauchen vor allem auf die Eierstockfunktionen und den für die Eizellreifung verantwortlichen Hormonkreislauf aus. Raucherinnen neigen im Vergleich zu Nichtraucherinnen außerdem vermehrt zu Frühgeburten, ihre Kinder haben ein höheres Risiko, unreif zur Welt zu kommen.

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Insgesamt geht man davon aus, dass ein täglicher Konsum von 20 Zigaretten die Wartezeit auf eine erwünschte Schwangerschaft im Vergleich zu Nichtraucherinnen verdoppelt. Vor diesem Hintergrund sinken auch die Erfolgschancen von Raucherinnen bei künstlichen Befruchtungen. Damit verbunden sind durchschnittlich längere und höher dosierte hormonelle Behandlungen, während es zu deutlich weniger Schwangerschaften und Lebendgeburten kommt.

Rauchende Männer produzieren im Vergleich zu Nichtrauchern durchschnittlich weniger Spermien. In ihrer Samenflüssigkeit finden sich außerdem häufiger erhöhte Werte von Cadmium und Blei und eine verminderte Konzentration von Abwehrstoffen wie Vitamin C. Nicht zuletzt lassen sich bei Spermien von Rauchern vermehrt Genschäden feststellen. Wie bei rauchenden Frauen sind die Erfolgschancen von Rauchern bei einer künstlichen Befruchtung deutlich vermindert. Das gilt insbesondere, wenn beide Partner rauchen.

Alkohol- und Drogenkonsum

Ab welcher Schwelle Alkoholkonsum die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigt, ist nicht bekannt. Ab und zu Alkohol zu trinken, hat wahrscheinlich keine starken Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit. Größere Mengen des Zellgifts Alkohol schädigen jedoch nachweislich die allgemeine Gesundheit und somit auch die weiblichen wie die männlichen Fortpflanzungsorgane. Auch Drogen wie Cannabis und LSD stehen im Verdacht, die Fruchtbarkeit vermindern zu können, weil sie den Hormonhaushalt verändern.

Umwelt-Schadstoffe

Schadstoffe in der Umwelt wie Blei, Cadmium oder Quecksilber können ebenfalls die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Vor allem eine hohe Bleibelastung kann zu einer Störung der Hodenfunktionen beitragen. Hat man mit solchen Substanzen im Berufsalltag zu tun, kann ein Bluttest darüber Aufschluss geben, wie hoch die eigene Belastung ist.

Insgesamt kommt die Forschung im Hinblick auf mögliche Fruchtbarkeitsstörungen durch Umweltgifte etwa an industriellen Arbeitsplätzen zu widersprüchlichen Aussagen. Oft lässt sich nicht ermitteln, welcher der meist vielfältigen Einflüsse (Metalldämpfe, Hitze, elektromagnetische Felder etc.) fruchtbarkeitsschädigend ist.

Unklar ist auch die Rolle von Pestiziden, chlororganischen Verbindungen oder radioaktiver Strahlung. Obwohl die schädigende Wirkung auf den menschlichen Körper ab einem bestimmten Maß unbestritten ist, lässt sich der unmittelbare Einfluss auf die Fruchtbarkeit für den Einzelnen nur selten nachweisen. Trotzdem sollten bei einer ausbleibenden Schwangerschaft immer auch die Bedingungen am Arbeitsplatz beider Partner mitbedacht werden.

Allgemeinerkrankungen

Auch Funktionsstörungen der Schilddrüse, Niere oder Leber, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, eine Endometriose und auch eine Krebserkrankung können die Fruchtbarkeit herabsetzen, indem sie den Hormonhaushalt oder Organfunktionen verändern. Bei einer medizinischen Behandlung dieser Erkrankungen sollte daher ein bestehender Kinderwunsch immer so weit wie möglich berücksichtigt werden.

Medikamente

Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte die Ärztin oder den Arzt ansprechen, ob die Mittel die Fruchtbarkeit beeinträchtigen können und ob für die Zeit des Kinderwunsches andere Präparate infrage kommen. Manche Medikamente beispielsweise gegen Bluthochdruck, Depressionen oder Tumorerkrankungen haben einen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit.

Gleitmittel

Es gibt Hinweise, dass herkömmliche Gleitmittel Spermien in ihrer Befruchtungsfähigkeit gefährden können – zumindest, wenn sie im Reagenzglas zusammengebracht werden. Das gilt übrigens auch für Speichel, wenn er als natürliches Gleitmittel beim Sex eingesetzt wird. Ist die männliche Fruchtbarkeit ohnehin (leicht) eingeschränkt, kann man stattdessen vorsichtshalber ein Gleitmittel verwenden, das speziell für die Zeit des Kinderwunsches entwickelt wurde. Solche Mittel verbessern nicht die Befruchtungsfähigkeit des Spermas, bei ihrer Anwendung wurden jedoch bisher keine negativen Auswirkungen auf die männlichen Samenzellen festgestellt. Ob sie die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöhen können, ist noch nicht wissenschaftlich belegt.

Übergewicht und Untergewicht

Stark übergewichtige Frauen haben aufgrund eines hormonellen Ungleichgewichts häufig Zyklusstörungen. Bei übergewichtigen Männern weisen Studien auf das erhöhte Risiko einer gestörten Hodenfunktion und einer verminderten Spermienproduktion hin.

Bei untergewichtigen Frauen kommt es vor, dass sie keinen Eisprung haben und die Monatsblutungen ausbleiben. Vergleichbares gilt für untergewichtige Männer, deren Hodenfunktion eingeschränkt sein kann. Gelingt es stark über- oder untergewichtigen Frauen und Männern, ab- oder zuzunehmen, normalisiert sich meist auch ihr Hormonhaushalt wieder. Ärztinnen und Ärzte sowie Beratungsstellen, die auf Essstörungen spezialisiert sind, bieten bei Gewichtsproblemen Unterstützung an.

Starke körperliche Belastungen

Extreme sportliche Anstrengungen und schwere körperliche Arbeit, auch häufige Nachtschichten und Schlafmangel können bei Frauen und Männern den Hormonhaushalt durcheinander bringen.

Frauen reagieren häufig auf starke körperliche Belastungen mit Zyklusstörungen, etwa Leistungssportlerinnen, die besonders hart für einen Wettkampf trainieren. Tritt eine erwünschte Schwangerschaft nicht ein, kann es einen positiven Effekt haben, eine Zeitlang auf intensives Training zu verzichten. Maßvoller regelmäßiger Sport hält den Körper dagegen fit und wirkt sich somit auch günstig auf die Fruchtbarkeit aus.

Je älter wir werden, desto länger kann es dauern, bis wir schwanger werden. Da kann ein bisschen Unterstützung nicht schaden – vor allem, wenn es ganz nebenbei geht: etwa beim Essen.

Ebenso, wie man sich mit aphrodisierenden Lebensmitteln die sexuelle Lust ernaschen kann, kann man mit einer gezielten Ernährung auch die Fruchtbarkeit von Frauen und Männern steigern. „Drei bis vier Monate vor der Zeugung begünstigt eine ausgewogene Kost die Empfängnisbereitschaft der Frau. Die Produktion männlicher Samen dauert etwa 72 Tage, weshalb es auch für Männer sinnvoll ist, etwa drei Monate vor der Zeugung besonders gesund zu leben“, empfiehlt etwa die Heilpraktikerin Uta König.

Welche Nahrungsmittel sind förderlich beim Schwangerwerden? Und warum? Eine Übersicht, wie euch Nahrungsmittel beim Kinderwunsch helfen.

Spargel, Eier & Co.: Folsäure bildet Östrogen

Folsäure, auch als Vitamin B9 bekannt, kann vom menschlichen Körper nicht von alleine gebildet werden. Umso wichtiger, dass wir Lebensmittel verzehren, die ausreichend Folsäure enthalten. Das Vitamin dient nicht nur der Blutbildung und dem Stoffwechsel, sondern auch Wachstumsprozessen.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollen Frauen mit Kinderwunsch mindestens 400 Mikrogramm Folsäure pro Tag zu sich nehmen. Zum Vergleich: Jugendlichen und Erwachsenen ohne Kinderwunsch reichen schon 300 Mikrogramm täglich. In der Schwangerschaft erhöht sich der Folsäurebedarf nochmal um 50 Prozent.

In diesen Lebensmitteln ist am meisten Folsäure enthalten:

  • Weizenkeime
  • Weizenkleie
  • Roggen
  • grünes Blattgemüse, wie z.B. Spinat, Grünkohl, Feldsalat, Endivie
  • Brokkoli
  • Porree
  • Rosenkohl
  • Kichererbsen
  • Sojabohnen
  • Weiße Bohnen
  • Linsen
  • Mungobohnen
  • Kidneybohnen
  • Erdnüsse
  • Quinoa
  • Leber (v.a. Pute, Rind, Huhn, Kalb)
  • Sauerkirschen
  • Brie

Avocado, Fisch & Co.: Vitamin E für die Gebärmutter

Vitamin E (Tocopherol) hat schon lange den Ruf, „schön und fruchtbar“ zu machen. Da ist auch viel Wahres dran, denn es dient mitunter zur Einnistung der Eizelle in der Gebärmutter. Laut DGE benötigt eine erwachsene Frau ca. 12 mg Vitamin E pro Tag, eine Frau mit Kinderwunsch und Schwangere ca. 13 mg.

In diesen Lebensmitteln ist Vitamin E enthalten:

  • Öle (v.a. aus Weizenkeimen, Sonnenblumen, Disteln, Raps)
  • Vollkornkekse
  • Ölsardinen
  • Roggen
  • Eigelb
  • Paprika
  • Wirsing

Joghurt, Kefir & Co.: Mit Milchprodukten zum Eisprung

Sowohl künftige Mamas als auch Papas in spe sollten möglichst viele Milchprodukte zu sich nehmen. Bei Frauen unterstützen sie den Eisprung, bei Männern die Beweglichkeit und die Anzahl der Spermien, wie eine Studie belegt. Forscher vermuten, dass das darin enthaltene Kalzium ausschlaggebend dafür ist.

Diese Milchprodukte helfen beim Kinderwunsch:

  • Joghurt
  • Quark
  • Kefir
  • Buttermilch
  • Molke
  • Vollmilch
  • Milcheis

Blutwurst, Weizenkleie & Co.: Mit Eisen zum Wunschkind

Eisen gehört zu den wichtigsten Mikronährstoffen, um einer Schwangerschaft auf die Sprünge zu helfen. Eisen dient der Blutbildung, der Sauerstoffversorgung des Körpers (und des Ungeborenen) und unterstützt die Entwicklung des Mutterkuchens.

Übrigens: Vitamin-C-haltige Lebensmittel unterstützen die Eisenaufnahme im Körper. So empfiehlt es sich, eisenhaltige Nahrung mit Vitamin-C-reicher zu kombinieren. Achtung: Einige Nahrungsmittel können die Eisenaufnahme allerdings hemmen, wie etwa Kaffee, Schwarz- und Grüntee, Wein, Milch- und Weißmehlprodukte. Diese Lebensmittel sollten mindestens eine Stunde vor und nach dem Verzehr eisenhaltiger Lebensmittel nicht gegessen werden.

In diesen Lebensmitteln ist am meisten Eisen enthalten:

  • Blutwurst
  • Weizenkleie
  • Erbsen
  • Kürbiskerne
  • Pinienkerne
  • Sojabohnen
  • Linsen
  • Schweineleber
  • rotes Fleisch
  • Hirseflocken
  • Trockenobst (etwa Aprikosen, Feigen, Pflaumen, Datteln, Äpfel, Papaya, Rosinen, Mango)

Kürbiskerne, Nüsse & Co.: Zink für regelmäßigen Zyklus

Zink beeinflusst die Produktion von Geschlechtshormonen wie Östrogen, Progesteron und Testosteron. Bei Frauen unterstützt Zink die Eizellreifung, bei Männern unterstützt Zink die Produktion von Testosteron. Der Eigenbedarf von Zink liegt laut DGE bei erwachsenen Frauen bei 7 mg, bei Männern sind es 10 mg. Schwangere und Stillende haben einen erhöhten Bedarf an diesem Spurenelement. Sie benötigen im Durchschnitt 11 mg Zink am Tag.

Zink unterstützt den Fett-, Eiweiß- und Zuckerstoffwechsel im Körper. Aber auch unsere Hormone benötigen es, um zu funktionieren. Bei Schwangeren senkt ein gedeckter Zinkgehalt nachweislich das Risiko einer Fehlgeburt.

In diesen Lebensmitteln ist am meisten Zink enthalten:

  • rotes Fleisch (v.a. Lamm, Rind)
  • Sojamehl
  • Käse (v.a. Emmentaler, Tilsiter, Gouda)
  • Haferflocken
  • Weizen
  • Walnüsse
  • Pekannüsse
  • getrocknete Linsen
  • getrocknete Sojabohnen
  • Meeresfrüchte
  • Austern
  • Mais

Hülsenfrüchte, Getreide & Co.: Pflanzenstoffe mit östrogener Wirkung

Sogenannte Phytoöstrogene sind Pflanzenstoffe, deren Struktur unserer Östrogene ähnelt. Statt bei einem vermuteten Östrogenmangel direkt auf chemisches Östrogen zurückzugreifen, können es Frauen mit Kinderwunsch erst einmal mit diesem natürlichen Äquivalent versuchen.

In diesen Lebensmitteln sind am meisten Phytoöstrogene enthalten:

  • Sojaprodukte (z.B. Sojabohnen, Sojamilch, Tofu, Miso)
  • Hülsenfrüchte (z.B. Bohnen, Erbsen)
  • Leinsamen
  • Haferflocken
  • Getreidekleie
  • Getreide
  • Flachssamen
  • Hopfen
  • Salbei
  • Knoblauch
  • Spargel

Fleisch, Milch & Co.: B-Vitamine für bessere Fruchtbarkeit

Eine einjährige Studie der Universität von Massachusetts Amherst legt nahe, dass eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B6 die Fruchtbarkeit um bis zu 40 Prozent verbessern kann (vermutlich wegen der Beteiligung von B6 am Stoffwechsel von Aminosäuren). Bei Männern soll das Vitamin dagegen zur Testosteronbildung beitragen.

Vitamin B12 hingegen aktiviert die Folsäure (s.o.) im Körper. Laut DGE sollten Erwachsene 3 Mikrogramm B12 zu sich nehmen, Schwangere und Stillende sogar bis zu 4 Mikrogramm. Das Vitamin spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Nervensystems und Gehirns von Embryos.

In diesen Lebensmitteln ist am meisten Vitamin B12 enthalten:

In diesen Lebensmitteln ist am meisten Vitamin B6 enthalten:

  • Bohnen
  • Erbsen
  • Linsen
  • Kohl
  • Brokkoli
  • Feldsalat
  • Kartoffeln
  • Vollkornmehl
  • Weizenkleie
  • Nüsse (v.a. Cashew, Erdnüsse, Haselnüsse, Walnüsse)
  • Samen (v.a. Lein-, Sesam-, Mohnsamen)
  • Sonnenblumenkerne
  • Avocado
  • Bananen

Aprikosen, Karotten & Co.: Vitamin A fördert Bildung von Sexualhormonen

Das fettlösliche Vitamin A, auch als Retinol bekannt, ist u.a. elementar für die Zell- und Hormonbildung sowie das Immunsystem. Zudem unterstützt es die Sehkraft und die Funktionalität der Schleimhäute. So kann ein Mangel an Retinol Infektionen fördern.

Viel Vitamin A brauchen wir laut DGE aber nicht. Schon 0,8 mg täglich reichen aus, um unseren Tagesbedarf zu decken. Schwangere und Stillende benötigen dagegen zwischen 1,1 mg und 1,5 mg pro Tag. Eine Überdosierung von Vitamin A kann sogar schädlich für das Kind sein – hier ist Vorsicht geboten. Deswegen raten Ärzte und Fachkundige in der Regel von Vitamin-A-Präparaten ab.

In diesen Lebensmitteln ist am meisten Vitamin A enthalten:

  • Karotten
  • Eisbergsalat
  • Süßkartoffeln
  • Leberwurst
  • Paprika (v.a. rote)
  • Mango
  • Kürbis
  • Erbsen
  • Kohlrabi
  • Aprikosen
  • Grünkohl
  • Tomaten
  • Spinat
  • Pfirsich
  • Papaya
  • Eigelb

Paprika, Orangen & Co.: Vitamin C für mehr Spermien

Das wasserlösliche Vitamin C (Ascorbinsäure) ist in erster Linie deswegen so wichtig, weil es die Eisenaufnahme im Körper unterstützt (s.o.). Zudem reduziert Vitamin C den oxidativen Stress im Körper, welcher nachweislich einer Schwangerschaft im Wege stehen kann.

Laut DGE benötigen erwachsene Frauen 95 mg Vitamin C am Tag (erwachsene Männer 110 mg), Schwangere und Stillende sogar bis zu 125 mg täglich.

In diesen Lebensmitteln ist am meisten Vitamin C enthalten:

  • Buschpflaumen
  • Kohlgemüse (v.a. Brokkoli, Rosen- und Grünkohl)
  • Paprika
  • Petersilie
  • Schwarze Johannisbeere
  • Meerrettich
  • Guave
  • Sanddornbeere
  • Hagebutte
  • Acerolakirsche

Algen, Kabeljau & Co.: Mit Jod die Hormonfunktion anfeuern

Für die Schilddrüsenfunktion ist Jod unerlässlich. Und diese Hormondrüse ist es, die beim Schwangerwerden eine große Rolle spielt. Auch für Schwangere ist ein ausreichend gedeckter Jodspiegel ratsam, sonst droht ein Mangel an Schilddrüsenhormonen.

Laut DGE sollten Erwachsene 180 bis 200 Mikrogramm Jod am Tag zu sich nehmen; Schwangere und Stillende sogar 230 bzw. 260 Mikrogramm.

In diesen Lebensmitteln ist am meisten Jod enthalten:

  • Algen
  • jodiertes Speisesalz
  • Kabeljau
  • Schellfisch
  • Seelachs
  • Hering
  • Scholle
  • Meeresfrüchte (z.B. Miesmuscheln, Hummer, Garnelen)
  • jodiertes Brot

Sesam, Gemüse & Co.: Selen für fitte Spermien

Die Beweglichkeit der Spermien wird vom Spurenelement Selen aktiviert. Zudem befindet sich der Antioxidant bei Frauen im Eierstock, genauer gesagt in Eifollikeln. Diese produzieren wiederum Eizellen. Während der Schwangerschaft beugt Selen Komplikationen wie etwa Frühgeburten vor, wie Forscher herausfanden.

Laut DGE ist der Selen-Tagesbedarf bei Frauen gedeckt, wenn sie 60 Mikrogramm davon aufnehmen. Stillende benötigen 75 Mikrogramm, Männer 70 Mikrogramm.

In diesen Lebensmitteln ist am meisten Selen enthalten:

  • Fisch (v.a. Makrelen, Schollen, Heringe)
  • Fleisch (v.a. Rind und Gans)
  • Paranüsse
  • Blumenkohl
  • Getreideprodukte
  • Kohlrabi
  • Kartoffeln
  • Reis
  • Pistazien
  • Kokosnuss

Frauenkraut, Beifuß & Co.: Mit Kräutern zum Wunschbaby

Pflanzliche Heilmittel können zusätzlich auf sanfte Weise den Eisprung anregen – wenn man dem Volksmund Glauben schenken mag.

Diese Kräuter unterstützen beim Kinderwunsch:

  • Frauenkraut
  • Beifuß
  • Falsches Einkorn
  • Arnika
  • Stinkender Storchschnabel
  • Rosmarin
  • Storchschnabel

Übrigens: Brennnesseln stehen im Verdacht, die männliche Potenz zu steigern.

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Fruchtbarkeit natürlich steigern

“Erst Geschlechtsverkehr, dann schwanger”…was für die meisten selbstverständlich scheint, sieht in der Realität oft anders aus.

Bereits kleinste Stressoren können den Körper aus dem Gleichgewicht bringen und das Schwangerwerden zu einem Kampf werden lassen.

Auch die Ernährung hat großen Einfluss auf die Fruchtbarkeit von Mann und Frau. Die richtige Ernährung hilft, die Hormone wieder in ein Gleichgewicht zu bringen und die Chancen einer Schwangerschaft zu erhöhen. Unser Körper benötigt verschiedene Vitamine und Mineralien, um Spermien herzustellen und die befruchtete Eizelle zu schützen.

Es gibt aber auch einige Lebensmittel, die vermieden werden sollten, um die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen.

Lebensmittel, welche die Fruchtbarkeit negativ beeinflussen

Rotes Fleisch: Rotes Fleisch erhöht im Körper die Menge an Ammoniak, was die Einnistung der Eizelle in der Gebärmutter stören kann. Rotes Fleisch steigert außerdem den sauren pH-Wert des Körpers, was sich negativ auf die Spermienaktivität auswirkt. Spermien bevorzugen und überleben eher unter alkalischen Bedingungen.

Zucker: Der übermäßige Verzehr süßer und zuckerhaltiger Speisen kann mit der Zeit zu einer Insulinresistenz führen, was ein Polyzystisches Ovar-Syndrom (PCOS) verursachen oder verstärken kann. Ein PCOS ist eine Stoffwechselstörung, welche den Eisprung beeinflusst und zu der häufigsten Ursache einer Unfruchtbarkeit bei Frauen führt.

Nicht-Bio-Hühnerfleisch: Gezüchtetes Hühnerfleisch ist häufig voller Hormone und Antibiotika. Durch den Verzehr werden beide im Körper aufgenommen und können sich negativ auf den Hormonhaushalt und die Gesundheit auswirken.

Alkohol: Alkohol kann vor allem bei Frauen ab 30 die Fruchtbarkeit beeinflussen.

Lebensmittel für das Gehirn

Lebensmittel, die reich an den Aminosäuren Tryptophan und Tyrosin sind, haben Einfluss auf den Serotonin- und Dopamingehalt im Gehirn. Beide Botenstoffe spielen bei der Hormonproduktion eine wichtige Rolle, welche die Gebärmutter darauf vorbereitet, ein Embryo zu empfangen.

Tryptophan ist vor allem in Petersilie, Papaya, Datteln, Bananen, Sellerie, Spirulina, Karotten, getrocknete Aprikosen, Süßkartoffeln, Sonnenblumenkerne und Mandeln enthalten. Lebensmittel, wie Hafer, Kidneybohnen, Mungobohnen und Kabeljau enthalten die Aminosäure Tyrosin.

Sperma steigernde Lebensmittel

Ein Nährstoffmangel kann die Spermienproduktion eines Mannes beeinflussen. Die drei wichtigsten Nährstoffe, um die Menge und Qualität der Spermien zu verbessern sind Zink, Vitamin C und Vitamin E.

Gute Zinkquellen sind Paranüsse, Eier, Kaltwasserfische und verschiedene Samen. Vitamin C ist wiederum im hohen Mengen in der Camu Camu Beere, Goji Beeren, Erdbeeren, grünem Blattgemüse und Kiwis enthalten. Und Vitamin E liefern Mandeln, Sonnenblumenöl, Lachs, Paprika, grünes Blattgemüse, Grünkohl, Mangos und Avocados.

Lebensmittel für gesundes Sekret

Jeden Monat produziert eine Frau alkalische Sekrete und schafft damit eine Umgebung, in der die Spermien gut überleben können. Basische Lebensmittel helfen, den alkalischen pH-Wert des Sekrets beizubehalten und vor verschiedenen Krankheiten zu schützen.

Lebensmittel, die basisch wirken sind unter anderem: Spargel, Bambussprossen, Brokkoli, Karotten, Kohl, Sellerie, Gurken, Lauch, Zwiebeln und Avocados.

Lebensmittel, die Eizelle und Spermien schützen

Spermien und Eizellen sind sehr anfällig für Schäden durch freie Radikale. Freie Radikale zerstören gesundes Gewebe, verursachen Zellschäden und beschleunigen den Alterungsprozess.

Flavonoide sind eine Gruppe von Pflanzenpigmenten, die den Früchten ihre natürliche Farbe verleihen und starke antioxidative Fähigkeiten besitzen. Sie schützen den Körper vor freien Radikalen, unterstützen etliche Zellprozesse und helfen Schäden durch freie Radikale wieder zu neutralisieren.

Neben den Flavonoiden schützen auch das antioxidative Vitamin E und Selen die Spermien und Eizellen vor Schäden durch freie Radikale. Sie schützen vor Bruchstellen an den Chromosomen, die häufige Ursache von Geburtsfehler und Fehlgeburten sind.

Lebensmittel mit vielen Flavonoiden sind Heidelbeeren, Himbeeren, Kirschen, Orangen, Pfirsiche, Pflaumen und Tomaten.

Blutzucker senkende Lebensmittel

Ein hoher Blutzuckerspiegel ist der Anfang vieler Krankheiten. Schwarze Bohnen sind reich an Ballaststoffen, welche den Blutzuckerspiegel regulieren und vor Fruchtbarkeitsproblemen (wie PCOS) schützen.

Die einfach ungesättigten Fettsäuren in Olivenöl und Avocados helfen, die Insulinempfindlichkeit des Körpers zu verbessern und Entzündungen zu verringern. Der regelmäßige Verzehr von Zimt hilft wiederum, den Nüchtern-Blutzuckerspiegel zu verringern, die Insulinempfindlichkeit zu erhöhen und fördert den Glucosestoffwechsel.

Weitere Lebensmittel und Nährstoffe, welche die Fruchtbarkeit steigern:

  • Brauner Reis: Brauner Reis enthält viele komplexe Kohlenhydrate, fördert den regelmäßigen Eisprung, was die Fruchtbarkeit der Frau steigert.
  • Brokkoli: Brokkoli gehört zu den Vitamin-C-reichsten Lebensmitteln und hilft beim Mann die Spermienqualität zu verbessern. Bei Frauen reduziert Brokkoli die Wahrscheinlichkeit von Fehlgeburten.
  • Eier: Eier sind eine gute Vitamin-D-Quelle, liefern viele Antioxidantien und Carotinoide, die einen positiven Einfluss auf die Fruchtbarkeit bei Frauen haben.
  • Avocados: Avocados sind reich an Folsäure, guten Enzymen und einfach ungesättigten Fettsäuren. Vor allem Letztere helfen den Hormonspiegel zu regulieren und erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft.
  • iweiß: Eine Ernährung, die reich an pflanzlichem Eiweiß ist, hat positiven Einfluss auf die Fruchtbarkeit.

Die tägliche Ernährung und Fruchtbarkeit ist stark miteinander verbunden. Integrieren wir mehr gute Lebensmittel in unsere Ernährung und optimieren einige Lebensumstände, wird unser Hormonhaushalt besser gesteuert und die Fruchtbarkeit erhöht.

Gesundheit ist lecker

Gesunde Lebensmittel in die Ernährung zu integrieren ist oft einfacher, als man glaubt. Die Kitchen App macht Gesundheit zu einem Abenteuer. Kombinationen aus gesunden und nährstoffreichen Lebensmitteln beleben den Alltag, sorgen für mehr Energie und Freude beim Essen. Denn Essen soll nicht nur gesund sein, sondern schmecken, Kraft geben und glücklich machen.

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Den Kinderwunsch natürlich unterstützen

Wenn Ihr Baby auf sich warten lässt

Wenn Ihr Baby auf sich warten lässt, ist zunächst Gelassenheit gefragt – setzen Sie sich mit Ihrem bisher unerfüllten Kinderwunsch nicht zu stark unter Druck. Schwangerwerden ist kein rein körperlicher Vorgang, sondern ein ganzheitlicher Prozess, bei dem auch Ihre Psyche eine große Rolle spielt.

Jeder Frauenarzt kennt Paare, bei denen der Schwangerschaftstest erst zu einem Zeitpunkt positiv wird, zu dem die Eltern ihren Kinderwunsch bereits aufgegeben haben und auch Frauen, die nach einer Fertilitätsbehandlung noch ein- oder mehrmals auf natürlichem Wege schwanger wurden.

In beiden Fällen hat sehr wahrscheinlich auch der innere Druck, unbedingt schwanger werden zu „müssen“, das Entstehen einer Schwangerschaft zunächst verhindert.

Medizinstatistiken belegen, dass 70 Prozent aller Paare sich ihren Kinderwunsch im ersten Jahr nach der Entscheidung für ein Baby auch erfüllen können – bei einigen Frauen meldet sich sofort Nachwuchs an, bei anderen dauert es viele Monate, bis die Schwangerschaft zustande kommt.

Rund die Hälfte der verbliebenen Paare können sich im Verlauf des zweiten Jahres – ebenfalls ohne medizinische Unterstützung – über ihr Baby freuen.

Bei offensichtlichen Gründen für Fruchtbarkeitsprobleme wird Sie Ihr Frauenarzt natürlich frühzeitig zum weiteren Vorgehen beraten. In jedem Fall sollten Sie Ihr Leben und Ihre Partnerschaft genießen. Ihren Kinderwunsch können Sie in der „Wartezeit“ auf natürliche Weise unterstützen.

Eine gesunde Lebensweise hilft beim Schwangerwerden

In unserem Alltag begehen die meisten von uns kleinere oder größere Sünden. Wir bewegen uns zu wenig, wir essen zu unregelmäßig, zu fett, zu süß, zu schwer, wir meinen, dass wir dem Alltagsstress nicht viel entgegensetzen können. Auf die Erfüllung Ihres Kinderwunsches hat eine gesunde Lebensweise einen positiven Einfluss.

Sobald Sie schwanger sind, werden dieses Thema und das Wohlergehen Ihres Babys vermutlich so wichtig wie nie zuvor in Ihrem Leben – auch beim Schwangerwerden hilft oft, wenn Sie versuchen, die gleichen Regeln zu beachten und gegebenenfalls für einige Veränderungen in ihrem Alltag zu sorgen. Wenn auch Ihr Partner dabei mitzieht, schaffen Sie damit gute Voraussetzungen für eine Schwangerschaft:

  • Alkohol und Tabak sind Genussgifte, die vor allem bei übermäßigem Konsum auch eine negative Wirkung auf Ihre und die Fruchtbarkeit Ihres Partners haben können. Gegen ein gelegentliches Glas Bier, Wein oder Sekt ist sicherlich bis zum Beginn der Schwangerschaft nichts einzuwenden. Auf Zigaretten & Co. sollten Sie bereits bei bestehendem Kinderwunsch verzichten.
  • Eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit vielen pflanzlichen Lebensmitteln, jedoch wenig Fett und Zucker, fördert auch die Fruchtbarkeit. Für Frauen ist bereits jetzt eine gute Versorgung mit Folsäure (Vitamin B9, B11, Folat) – eventuell auch als Nahrungsergänzung eingenommen – sowie Jod und Omega-3-Fettsäuren wichtig, die später auch für die gesunde Entwicklung des Babys unverzichtbar sind.
  • Bei Männern unterstützt eine reichliche Aufnahme von Zink, Selen und Omega-3-Fettsäuren die Spermienproduktion. Männer sollten beim Verzehr von Sojaprodukten wegen der darin enthaltenen pflanzlichen Östrogene etwas zurückhaltender sein als vor dem Kinderwunsch.
  • Optimal ist, wenn Sie im Vorfeld einer Schwangerschaft Ihr Normalgewicht halten oder wieder erreichen. Starkes Übergewicht hat einen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit. Starkes Untergewicht steht dem Zustandekommen einer Schwangerschaft ebenfalls entgegen.
  • Allgemeine körperliche Fitness und Bewegung unterstützen das Schwangerwerden. Zu intensiv sollten Sie jedoch nicht trainieren. Vor allem echter Leistungssport kann das Schwangerwerden jedoch auch verzögern oder ganz verhindern.
  • Den Alltagsstress zu minimieren, ist oft nicht ganz einfach – versuchen sollten Sie es trotzdem. Das Stresshormon Adrenalin hat bei Dauerstress einen negativen Einfluss auf die Eizellreifung. Gönnen Sie sich ausreichend Schlaf, sorgen Sie für Ausgleich und Entspannung.

Zyklus, Sexualität und Kinderwunsch

Der Eisprung fällt exakt in die Mitte Ihres Zyklus. Die reife Eizelle ist danach für etwa 12 bis 18 Stunden lebens- und befruchtungsfähig. Da die Spermien zwei bis fünf Tage lebensfähig sind, umfassen Ihre fruchtbaren Tage eine knappe Woche. Wenn Sie kurz vor oder nach dem Eisprung Sex mit Ihrem Partner haben, stehen die Chancen für eine Schwangerschaft in diesem Zyklus gut.

Der genaue Tag des Eisprungs lässt sich jedoch nur in den seltensten Fällen exakt bestimmten, zumal nur wenige Frauen einen absolut regelmäßigen Zyklus haben. Trotzdem gibt es einige Methoden, mit denen Sie Ihre fruchtbaren Tage mit recht großer Sicherheit ermitteln können.

  • Mit einem Eisprungkalender dokumentieren Sie über sechs Monate Ihre Zyklusdauer und bilden einen Durchschnittswert. Vor allem bei einem sehr regelmäßigen Zyklus steigt mit der Dauer der Berechnung die Wahrscheinlichkeit, dass Sie den exakten Tag Ihres Eisprungs treffen.
  • Sehr zuverlässig, aber mit etwas Aufwand verbunden, ist das Messen der Basaltemperatur. Dafür messen Sie mit einem speziellen Basalthermometer jeden Morgen vor dem Aufstehen und möglichst täglich zur gleichen Zeit Ihre Körpertemperatur im Mund. Spezielle Basalthermometer und Kurvenblätter für die Aufzeichnung der Werte gibt es in Apotheken. Am Tag des Eisprungs erhöht sich die Basaltemperatur um etwa 0,5 Grad Celsius – in den nächsten 12 bis 18 Stunden liegt Ihre fruchtbarste Zeit in diesem Zyklus.
  • Im Verlauf des Zyklus verändert der Zervixschleim – der sogenannte „Ausfluss“ – seine Konsistenz. An den unfruchtbaren Tagen ist er klebrig oder cremig, in der fruchtbaren Zyklusphase wird er spinnbar, glasig und fast wässrig. In dieser Zeit ist er reich an Glukose, Salz und Eiweiß und bietet den Spermien damit ideale Bedingungen für ihr Überleben bis zum Eisprung. Einige Stunden nach dem Eisprung kehrt der Zervixschleim zu seiner ursprünglichen undurchlässigen Beschaffenheit zurück. Durch seine Untersuchung bestimmen Sie Ihre fruchtbaren Tage sehr exakt.
  • In Apotheken werden inzwischen auch Ovulationsteststreifen sowie Zykluscomputer angeboten, mit denen die Menge des luteinisierenden Hormons (LH) im Urin gemessen wird. 24 bis 36 Stunden vor dem Eisprung wird LH in größeren Mengen ausgeschüttet, womit die fruchtbarste Zeit in diesem Zyklus begonnen hat.
  • Vielleicht machen sich Ihre fruchtbaren Tage auch durch verschiedene körperliche Anzeichen bemerkbar. Viele Frauen verspüren um die Zyklusmitte im Unterleib den sogenannten Mittelschmerz und eine größere Empfindlichkeit der Brüste. Auch leichte Schmierblutungen kommen in dieser Zyklusphase vor. Ein sicheres Zeichen für den Eisprung sind diese Symptome nicht, verweisen jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit auf die fruchtbaren Tage.
  • Wenn Sie mit Ihrem Partner intim zusammen sind, eignen sich bei bestehendem Kinderwunsch vor allem Stellungen, die Ihrem Partner ein tiefes Eindringen erlauben. Nach dem Geschlechtsverkehr können Sie die Wanderung der Spermien durch eine Entspannungszeit in Rückenlage unterstützen. Aber: Machen Sie sich bitte klar, beim Sex geht auch jetzt nicht nur um Ihren Kinderwunsch, sondern vor allem um Liebe, Nähe, Intimität und Zweisamkeit – Sie sollten dabei nicht in erster Linie „um ein Baby kämpfen“, sondern Ihr Zusammensein genießen.

Fruchtbarkeitsmassagen, Yoga und Unterstützung aus der Kräuterapotheke

Hebammen und Heilpraktiker bieten Frauen mit Kinderwunsch auch Fruchtbarkeitsmassagen und Fruchtbarkeitsyoga an. In beiden Verfahren kommt uraltes naturheilkundliches Wissen zum Tragen, gleichzeitig steht durch den ganzheitlichen Ansatz einer solchen Fruchtbarkeitsbehandlung die gesamte bisherige Lebensweise auf dem Prüfstand.

Auch verschiedene Heilkräuter sind – als Kinderwunschtee oder im Rahmen einer gezielten Phytotherapie – in der Lage, die Fruchtbarkeit zu stimulieren.

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