Freunde der kinder

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Wahre Freunde

Wahre Freundschaft
Eine Tiergeschichte – ausgedacht und aufgeschrieben
von Dieter Geißler
Hallo und guten Tag, liebe Mädels und Jungs.
Ich freue mich euch alle wiederzusehen.
Und wer mich noch nicht kennt, ich bin der Geschichtenerzähler Dieter.
Auch heute habe ich euch eine neue Geschichte mitgebracht.
Es ist wieder eine Tiergeschichte und handelt von Freundschaft.
Der Ort der Handlung ist ein Wald mit großen und schön gewachsenen
Bäumen, die hoch in den Himmel ragen. Buchen, Eichen und viele
andere Bäume bilden einen herrlichen Mischwald, in denen die Waldtiere
friedlich zusammen leben.
Und es gab zwei Freunde, Pit und Pat. Pit und Pat waren zwei flinke Eichhörnchen, noch jung und verspielt.
Pit hatte ein glänzendes rotbraunes Fell, während Pat´s Fell ins Schwarze
ging.
Beide waren von klein an zusammen und konnten sich kaum von
einander trennen. Alles machten sie gemeinsam. Sie spielten fangen,
hüpften von Ast zu Ast, wetteten, wer am schnellsten oben in der
Baumkrone sei, spielten verstecken. Sie sammelten zusammen Früchte,
und machten es sich bei einem Picknick gemütlich.
Ab und zu ärgerten sie auch andere Tiere mit ihrem jugendlichen
Übermut.
So ging die Zeit dahin. Es war eine schöne Zeit für die beiden Freunde.
Aber je älter sie wurden, zeigte sich auch, das Pit und Pat in ihrem
Charakter unterschiedlich waren.
Pit war reifer als Pat. Er dachte viel über seine Umwelt nach und machte
notwendige Arbeiten, die getan werden mussten. Er machte regelmäßig
seinen Bau sauber und baute sein Heim aus.
Pat jedoch spielte am liebsten, machte gern Unsinn, jagte umher und ließ
den Tag Tag sein. Für Arbeit hatte er nicht viel übrig.
Eines Tages sagte Pit zu seinem Freund: “Pat, du musst nun langsam
anfangen, für den kommenden Winter Früchte zu sammeln. Der Herbst
kommt und dann ist auch schon schnell der Winter da. Du musst für den
Winter vorsorgen.”
Pat hörte es sich an und antwortete Pit: “Warum soll ich mich anstrengen
und Eicheln, Bucheckern und andere Früchte sammeln?
Schau dich doch um. Überall liegt das Zeug herum, wenn ich Hunger
habe, dann hole ich mir etwas, und schon ist mein Hunger gestillt. Dann
kann ich weiter rumtollen und spielen. Das macht doch viel mehr Spaß.”
Pit glaubte, seinen Ohren nicht zu trauen. War das Pat, sein Freund? Er
konnte es nicht fassen.
“Pat”, sagte Pit, “und was machst du im Winter, wenn alles verschneit
ist? Da findest du doch nichts. Hör auf mich und glaub mir, du musst dir
einen Vorrat anlegen, wenn du nicht hungern willst.”
Pat aber winkte nur ab und lachte. “ Ich werde schon was finden, ich
verhungere schon nicht. Der Wald ist groß, da gibt es überall etwas, um
meinen Hunger zu stillen.”
Pit redete weiter auf Pat ein, aber er zeigte keinerlei Interesse dafür. So
spielte Pat lieber weiter mit anderen Tieren und machte sich ein
fröhliches Leben.
Immer wieder versuchte Pit mit Pat zu sprechen, aber ohne Erfolg.
So verging die Zeit. Es wurde Herbst, die Blätter an den Bäumen wurden
bunt und fielen herunter.
Die Früchte wurden reif und fielen auf den Waldboden herab.
Die Tiere des Waldes machten sich an die Arbeit und sammelten die
Früchte auf, oder holten sie sich direkt von den Ästen.
Pit hatte sich einen großen Vorrat angehäuft, sodass er mit ruhigem
Gewissen in die Zukunft blicken konnte.
Pat dagegen sammelte nur ab und an Früchte des Waldes, und legte sie in
seinem zu Hause ab. Spielen und Unsinn machen, waren immer noch
seine liebste Beschäftigung.
Pit aber machte immer wieder Pat darauf aufmerksam, wie wichtig es sei,
für den Winter vorzusorgen.
Doch Pat hatte dazu eine andere Meinung
So vergingen die Tage und Wochen. Die Bäume wurden immer kahler,
und es wurde ständig kälter.
Eines Tages sah Pit am frühen Morgen aus seinem Bau. Tatsächlich hatte
es in der Nacht geschneit. Ein weißer Teppich lag auf dem Waldboden,
und weiße Mützchen wiegten sich auf den Ästen und den Baumwipfeln.
Pit sagte zu sich: “Nun ist es soweit, der Winter ist da, und hoffentlich
wird er nicht so schlimm.” Und dabei dachte er auch an Pat.
Aber da irrte sich Pit. Der Winter wurde schlimmer, als er erwartet hatte.
Fast jeden Tag schneite es, und die Schneehöhe wuchs von Mal zu Mal.
Viele Tiere, die sich keinen Vorrat schaffen konnten, wie die Rehe, hatten
Mühe, etwas Fressbares zu finden. Der Schnee lag hoch, und der
Waldboden war tief gefroren. Am Erdboden fanden die Rehe und Hirsch
kaum noch etwas. Sie knabberten schon an Baumrinden und an den
jungen Bäumchen, die dann bestimmt eingehen würden.
Auch Pat hatte so seine Probleme. Sein kleiner Vorrat an Früchten war
schnell aufgebraucht, sodass er im Wald auf der Suche nach Nahrung
war, um seinen Hunger zu stillen.
Ab und zu fand er mal eine Eichel, oder er knabberte auch an zarten
Ästen. Aber der Hunger wollte nicht vergehen.
Pat war sehr traurig und dachte öfters an seinen Freund Pit. Er merkte,
was Pit ihm gesagt hatte, war richtig. Warum hatte er ihm nicht geglaubt?
Nun hatte er die Bescherung.
Den ganzen Tag streifte Pat durch den Wald, aber der Schnee hatte alles
zugedeckt. Es war sehr kalt, sodass Pat durch sein dickes Fell fror.
Pat fand kaum noch etwas am eisigen Waldboden.
Und so kam es, wie es kommen musste. Der Hunger machte Pat immer
schwächer und schwächer. Er ging kaum noch aus seinem Baumloch
heraus, weil er einfach zu schwach dazu war, und es war im Freien so
bitter kalt. Zu Pit, seinem Freund, traute er sich nicht zu gehen. Er
schämte sich zu sehr, und wollte auch nicht zugeben, dass Pit im Recht
war.
Pit jedoch hatte es gut. Er konnte es sich in seinem Heim gut gehen
lassen. Futter hatte er genug, er war kräftig, und er fror auch nicht.
Er ging nur ins Freie, wenn das Wetter es erlaubte, um sich zu bewegen,
damit er nicht steif wurde.
Pat hatte ihn schon lange nicht mehr besucht, und wenn er kam, sagte Pat
immer, dass es ihm gut ginge.
Pit machte sich nun doch Sorgen um seinen Freund. Der Winter war
streng, und Pit wusste doch auch, dass Pat nicht richtig dafür vorgesorgt
hatte.
Da das Wetter gut war, ging Pit hinaus in den Wald. Er hüpfte von Ast zu
Ast, blieb auf einem Ast sitzen und beschaute sich die Gegend.
Er atmete die frische Luft und machte Gymnastik, um seine Glieder in
Bewegung zu bringen.
Dann ging er zu Pat.
Vor seinem Bau war Pat nicht zu sehen. So kletterte er den Baumstamm
hinauf und klopfte an. Aber keiner meldete sich.
Pit dachte schon, das er bei diesem schönen Wetter unterwegs sei.
Es war windstill, und da hörte Pit ein Geräusch. Jetzt war es wieder weg.
Was war das nur?, so fragte sich Pit.
Da – da war es wieder. Es kam aus dem Baumstamm und hörte sich an,
als ob jemand stöhnte. War etwas mit Pat?
Pit ging nachsehen. Er kroch durch das Baumloch ins Pat´s Behausung.
Er schaute sich um. Und dann sah er es. Pat lag in der hinteren Ecke des
Bau´s zusammengekauert und stöhnte. Man sah das er Schmerzen hatte,
da er sich immer und immer wieder krampfte.
Pit war erschrocken über seinen Freund. Auch Pat erschrak, als er Pit vor
sich sah, und fing an zu weinen.
“Was ist los Pat, bist du krank?” fragte Pit. Pat aber antwortete nicht und
weinte nur noch stärker.
Es tat Pit in der Seele weh, wie er seinen Freund dort liegen, stöhnen und
weinen sah.
“Sag doch etwas Pat, ich bin es doch, Pit dein Freund. Ich möchte dir
doch helfen.” Pat blickte ihn mit traurigen und von Tränen nassen Augen
an. Er murmelte etwas, was aber Pit nicht verstand.
Pit sagte: “Sprich doch lauter, du brauchst doch vor mir keine Angst zu
haben?”.
Das Murmeln wurde lauter, und Pit entnahm aus dem Gewimmer, dass
sich sein Freund schämte.
“Du brauchst dich nicht zu zu schämen, denk doch daran, was wir alles
schon zusammen gemacht haben.” so Pit.
Und jetzt brach es aus Pat heraus. Er sagte, ja er schrie es fast : “Pit hilf
mir bitte, mir tut der Bauch so weh, ich habe solchen großen Hunger.”
Pit sah sich in der Behausung um und fand nichts, was den Hunger des
Kumpels stillen konnte.
“Ich hätte es wissen müssen,” so dachte sich Pit und machte sich
Vorwürfe, “warte, ich komme gleich wieder.” sagte Pit zu seinem Freund,
und machte sich so schnell, wie möglich zurück in seinen Bau. Dort
packte er Eicheln und Bucheckern zusammen und ging in Windeseile
wieder zu Pat.
Pit legte den kleinen Beutel ab, und gab Pat eine Eichel, damit er seinen
Hunger stillen konnte.
Pit sagte nun zu Pat: “Pat iss langsam. Wenn du zu schnell isst, dann
werden deine Bauchschmerzen noch schlimmer.”
Dieses Mal hörte Pat auf seinen Freund, denn er hatte schon längst
eingesehen, das Pat mit der Bevorratung von Früchten für den Winter
recht hatte.
Pat aß langsam, knabberte mal an der einen Seite, mal an der anderen
Seite der Eichel. Nach einiger Zeit ging es Pat besser.
Aber schwach und krank war er noch immer.
Pit sorgte nun erstmal für Pat, bis dieser wieder besser bei Kräften war.
Der Winter war aber noch lange nicht vorbei, und in diesem Jahr war er
besonders hart.
Als Pat wieder einigermaßen bei Kräften war, machte Pit ihm den
Vorschlag: “Pat, komm mit in meinem Bau, der ist groß genug für uns
beide, und Nahrung habe ich auch für uns genug.”
Pat senkte seinen Kopf und schämte sich. “An dem ganzen Schlamassel
bin ich selber Schuld. Ich muss sehen, wie ich jetzt alleine klar komme,”
sagte Pat.
Pit aber antwortete: “Ach Quatsch, was heißt Schuld, das ist jetzt nicht
die Frage. Wir sind Freunde, und das bleiben wir auch. Du kommst mit
zu mir, bis der Winter vorbei ist. Wir werden zusammen essen, spielen
und uns unterhalten. Das wird bestimmt schön werden,” sagte Pit.
Pat wollte erst nicht, ließ sich aber doch überreden.
So verbrachten beide den Rest des Winters zusammen und hatten viel
Spaß miteinander.
Pat wurde wieder kräftig, und so konnten sie sich wieder balgen, spielen
und fangen, wenn es das Wetter zuließ.
Aber das Wichtigste war, beide sprachen miteinander. Es waren oft sehr
ernste Gespräche.
Pat war nun reifer geworden, und er musste einsehen, das man für sein
Leben etwas tun musste. Strolchen und Spielen waren die eine Sache.
Aber Pat sah auch ein, dass das nicht alles im Leben war.
Pat entschuldigte sich bei seinem Freund vor allem, dass er auf Pit´s
Ratschläge nicht eingegangen war, was er sehr bereute. Und er bedankte
sich bei Pit, das er für ihn gesorgt und ihn nicht im Stich gelassen hatte.
Pit sagte zu Pat: “Wir sind Freunde. Freunde sind für Freunde da, egal
was passiert. Du hast eingesehen, was du falsch gemacht hast, und damit
ist es gut. Und ich muss mir den Vorwurf machen, dass ich dich mehr
hätte drängen müssen, dir einen Vorrat für den Winter anzulegen. Auch
hätte ich dich schon eher besuchen sollen. Aus Schaden wird man klug.”
So war ihre Freundschaft erneuert.
Der Winter verging, der Frühling kam, und beide Freunde gingen wieder
ins Freie. Sie wärmten sich im Sonnenschein den Pelz. Sie spielten
fangen, balgten sich und ärgerten auch wieder die anderen Tiere des
Waldes.
Aber als es wieder soweit war, sich um Nahrung für den nächsten Winter
zu kümmern, da sammelten beide Freunde gemeinsam die Früchte des
Waldes und halfen sich gegenseitig.
Nun hatten beide für den kommenden Winter vorgesorgt, und das freute
beide sehr.
Von nun an machten Pit und Pat alles zusammen, und was das Wichtigste
war, sie gaben sich gegenseitig Ratschläge, auch wenn es dabei ab und zu
zu kleinen Streitereien kam.
Es waren
Freunde – echte Freunde – wahre Freunde – Freunde für immer.
Das war meine heutige Geschichte. Ich hoffe ihr lieben Kinder, ihr lernt
etwas daraus. Denkt über meine Geschichte noch einmal nach.
Vielleicht sehen wir uns mal wieder, wenn ich eine neue Geschichte
habe. Und bis dahin bleibe ich
Euer Geschichtenerzähler Dieter
Tschüß
DG
22.10.2012

© Dieter Geißler – Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet, vervielfältigt und verbreitet werden.

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Angélique Duvier
minsal

Beschreibung des Autors zu „Wahre Freunde“

Eine Kindergeschichte, die mir mal spontan ein eingefallen ist.
Damit begann ich auch Kindergeschichten zu schreiben.
Aber manchmal frag ich mich – Für wen?
Enkel habe ich nicht, aber den Wunsch nach welchen.

Geschichten über Freundschaft

Es war einmal ein Junge, der einen schlechten Charakter hatte. Sein Vater gab ihm einen Sack voll Nägel und sagte ihm, er müsse jedesmal,wenn er die Geduld mit jemanden verliere, einen Nagel in den Gartenzaun schlagen.
Am ersten Tag schlug der Junge 37 Nägel in den Gartenzaun. In den folgenden Wochen lernte er, sich zu beherrschen. Die Anzahl Nägel im Gartenzaun wurde immer weniger. Er hatte herausgefunden, daß Nägel zu schlagen mühsamer ist als sich zu beherrschen.
Endlich kam der Tag an dem der Junge keinen Nagel mehr schlagen musste. Also ging er zum Vater und sagte ihm das. Der Vater sagte ihm also, er solle jeden Tag einen Nagel aus dem Gartenzaun herausreißen, wenn er sich beherrscht. Endlich konnte der Junge dem Vater sagen, dass er alle Nägel aus dem Gartenzaun herausgezogen hatte.
Der Vater brachte den Jungen vor den Gartenzaun und sagte ihm: „Mein Sohn, du hast dich gut benommen, doch schau dir den Gartenzaun an. Er ist voller Löcher. Der Gartenzaun wird nie mehr so sein wie früher. Wenn du mit jemandem streitest und du sagst ihm was Böses, dann läßt du ihm eine Wunde wie diese hier. Du kannst ein Messer in einen Menschen stecken, und du kannst es nachher herausnehmen, die Wunde bleibt. Es macht nichts aus wievielmal du dich entschuldigst, die Wunde wird bleiben. Eine verbale Wunde, ist gleich schmerzhaft wie eine körperliche Wunde.
Die Freunde sind rare Juwelen, sie bringen dich zum Lachen und sie geben dir Mut. Sie sind bereit dir zuzuhören, wenn du sie brauchst, sie unterstützen dich und sie öffnen ihr Herz.“
_________________
„Die Trübsale dieser Welt gehen vorüber, und was uns bleibt, ist das, was wir aus unserer Seele gemacht haben.“ Shoghi Effendi

Allein unter Eltern: Wenn plötzlich alle Freunde Kinder haben

Irgendwann fing es an im Freundeskreis. Die erste Freundin, die juchzend vor einem stand und verkündete schwanger zu sein. Alles kreischte und freute sich, es vergingen Monate der Vorfreude. So weit so gut. Und dann kam das Kind. Willkommen neuer Erdenbürger, adé liebste Freundin! Denn danach sind beide erstmal von der Bildfläche verschwunden.

Bei der ersten Freundin war das noch OK. Es war ja alles neu und aufregend. Man besuchte sie so oft es ihr als Neu-Mammi möglich war und war vielleicht sogar Patentante. Aber mit der Zeit wurden es mehr.

Zwei Welten mit einer kleinen Schnittmenge

Es war wie bei dem berühmten (heute politisch unkorrekt betitelten) Kinderlied „Zehn schwarze Negerlein“: Nach und nach kamen immer mehr juchzende Freundinnen zu einem, die ein Kind erwarteten und irgendwann hatten alle, die eine Familie gründen wollten, eine Familie gegründet – und tauchten ab.

Seitdem gibt es zwei Lager. Freunde mit Kind und ohne (letztere allerdings eine vom Aussterben bedrohte Spezies). Und es gibt eine tapfere Schnittmenge. Das sind die heldenhaften Freunde, die versuchen, Teil beider Welten zu sein, egal ob mit oder ohne Kind. Und das klappt von beiden Seiten aus gesehen nur mit Bärenkräften.

Neue Aufgaben, neue Prioritäten

Da sind zunächst einmal die frisch gebackenen Eltern. Die neue spannende Aufgabe ein Kind großzuziehen, die Umstellung des eigenen Alltags, der Schlafmangel und die neue Rolle als Elternpaar ist sicherlich nicht zu unterschätzen. Eltern setzen Prioritäten neu, krempeln ihren Lebensstil einmal komplett auf links und haben es sicherlich nicht immer einfach.
Deshalb gebührt ihnen auch der absolute Respekt aller Nicht-Eltern, die vor so einer enormen Energieleistung nur den Hut ziehen können. Deshalb liebe Eltern, Ohren auf: Ihr hinterlasst bei den meisten Kinderlosen eher ein Gefühl der Bewunderung, als dass ihr euch kritisiert fühlen solltet.

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Treffen von nun an im Bällchenparadies

Dennoch ist bei aller Bewunderung auch ein gewisses Konfliktpotential vorhanden. Und das wird jeder kennen, der plötzlich nur noch von Müttern umgeben ist. Nach der 50. Einladung „kommt doch mal wieder zu uns, man sieht euch gar nicht mehr“ gibt eben auch der beste Freund irgendwann auf.
Denn ständig ist etwas. Sei es ein Zahn, der in Babys Backe vor sich hinwächst und schmerzt, oder einfach die totale Erschöpfung der Eltern, die abends nur noch todmüde ins Bett fallen wollen, anstatt alte Freunde zu treffen.

Resignation oder Kampf um die alte Freundschaft?

Man hat als Freundin ohne eigene Kinder exakt zwei Möglichkeiten: Man trifft die Freundin von nun an zuhause im Jogginganzug mit Babybrei auf dem Pulli und Kind im Arm (wahlweise auch im Müttercafé oder auf dem Spielplatz) oder man resigniert. Die Gespräche ändern sich, die Gemeinsamkeiten nehmen ab.
Da einem die Freundin jedoch wichtig ist, bleibt man dran. Man ist das erste Mal seit den eigenen Kindertagen wieder im Babybecken im Freibad, im Zoo und im Bällchenparadies. Man lässt sich tapfer vom Baby ansabbern und freut sich noch dabei.

Wo ist das alte, gemeinsame Leben?

Denn natürlich ist das toll und spannend, aber irgendwann keimt der Gedanke auf: Man hätte gerne auch mal wieder sein altes Leben mit der Freundin zurück. Als man um die Häuser gezogen ist, nächtelang auf dem Sofa gehockt und gequatscht hat.
Als man länger als fünf Minuten telefonieren konnte, ohne dass sich Lenny und Mia im Hintergrund mit Bauklötzchen beworfen haben. Als sie einen ausgefragt hat, als man noch ähnliche Träume hatte, und eben nicht nur den Wunsch, mal wieder fünf Stunden am Stück schlafen zu können.

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Mamas & Nicht-Mamas: Der Frust wächst

Oft sitze ich mit alten Freundinnen zusammen – allesamt Mütter – und es geht ausnahmslos und abendfüllend um Kinderthemen, um Beißringe und Beikost, um volle Windeln und Kitaplätze. Das ist verständlich und normal, dass man sich unter Müttern austauscht und Ratschläge gibt.
Aber für alle Nicht-Mütter am Tisch ist das natürlich irgendwann nur noch eins: Frust pur. Da man aber mittlerweile zu einer seltenen Minderheit gehört, schweigt man und hört zu und sagt beim nächsten Mal ab.

Klar merken das auch irgendwann die Mütter selbst und hören auf, einem die letzten 30 Bilder von Yannik im Zoo zu zeigen. Sie hören aber auch auf zu fragen, wie es einem geht. Also so wirklich geht. Was man plant. Zum Glück hören sie auch auf, einen ständig zu fragen, wann man denn selbst endlich schwanger wird. (Zumal man auch nicht vergessen sollte, dass eben nicht alle Frauen freiwillig kinderlos sind.)

Leider hat das alles auch seine Folgen: Die Kluft zwischen Nicht-Eltern und Eltern wird größer, die Schnittmengen kleiner. Zumal Eltern bei all der Liebe zu ihrem Kind eben auch nicht nachvollziehen können, dass man selbst nicht diesen Weg geht. Wie oft habe ich gehört „Das hat mein ganzes Leben zum Guten geändert. Das ist das Beste, was mir im Leben passieren konnte. Ich verstehe dich nicht“.

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Das schlechte Gewissen auf beiden Seiten

Das, was das Zusammensein von beiden Lagern eben so schwierig macht, sind nicht unbedingt Schlafmangel und anderer Lebensrhythmus. Und auch nicht meine völlige Unkenntnis von Schulformen und Kinderliedern. Nein, es ist dieses unterschwellige schlechte Gewissen, das man selbst hat, weil man sich fragt: „Bin ich zu egoistisch für ein Kind? Und: Verpasse ich nicht total viel?“ Und gleichzeitig die Wut darüber, dass man sich als Frau dafür rechtfertigen muss, wenn man eben keine Kinder bekommen will.

Und auf der anderen Seite stehen die Eltern, die sich wundern, warum man noch immer in seinem alten Leben verharrt, immer noch bis nachts in Kneipen rumhängt und nicht müde wird, Sport zu machen und seinen Traumjob zu suchen. Und die sich natürlich auch unterbewusst kritisiert fühlen, dass sie eben für genau das nicht mehr so viel Zeit haben, also für Hobbies, Karriere und Geselligkeit.

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Freunde in ähnlichen Lebenssituationen

Und egal, wie lieb man sich hat: Irgendwann resigniert man eben doch auf beiden Seiten. Die Eltern, weil sie sich eben oft kritisiert fühlen. „Freunde ohne Kinder meckern oft rum, wenn man keine Zeit hat“, heißt es dann. „Unsere kinderlosen Freunde haben weniger Verständnis für viele Situationen.“
Mit der Konsequenz, dass sich Mütter neue Freunde suchen, die auch Eltern sind und mehr Verständnis zeigen. Und auch die Kinderlosen rotten sich irgendwann mit Menschen zusammen, die einen ähnlichen Lebensstil führen, ähnliche Träume und Ziele haben.

Es lohnt sich zu kämpfen

Und es ist unendlich schade, dass es oft diese Probleme, Schuldgefühle und das fehlende Verständnis auf beiden Seiten gibt. Denn Freundschaften sollten genau das eigentlich überstehen können. Und sie sollten es wert sein, dafür zu kämpfen.

Auch wenn wir uns gerne Menschen zuwenden, die in ähnlichen Lebenssituationen sind wie wir, so sollten wir doch auch die Freundschaften festhalten, die aus unserem „alten Leben“ stammen. Die nicht zwangsläufig den gleichen Weg gehen wie wir. Sie sind es wert und sie bereichern unser Leben ja auch.
Und noch was: Irgendwann sind die Kinder aus dem Haus. Und dann können wir wieder in Jogginghose auf der Couch hocken und nächtelang quatschen. Über Kinderthemen und alle anderen eben auch. Und darauf sollten wir zählen.

Umfrage bestätigt: Kinder verändern den Freundeskreis

Leider sind meine Erfahrungen kein Einzelfall, wie kürzlich unsere gofeminin-Umfrage unter 1051 Müttern gezeigt hat. Wenn Kinder da sind, ändern sich die Freundschaften – das sagen knapp 70 Prozent der befragten Frauen. Man hat jetzt mehr Verantwortung, einen anderen Lebensstil als früher, deutlich weniger Zeit und andere Gesprächsthemen. Mit der traurigen Folge, dass ein Großteil des Kontakts zu kinderlosen Freunden verloren geht.

> Hier findet ihr alle Ergebnisse unserer Mama-Umfrage.

Freunde oder Partner: Mit wem macht ihr lieber zusammen Urlaub?

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Kinderfreundschaften: So helfen Sie Ihrem Kind Freunde zu finden

Kinderfreundschaften fördern soziale Kompetenzen

Kinderfreundschaften sind wichtig, weil sie ein ideales Übungsfeld zur Entwicklung sozialer Kompetenz darstellen. Nicht zuletzt tun Freunde dem eigenen Selbstbewusstsein gut: Wer Freunde hat, ist weniger einsam und genießt ein höheres soziales Ansehen. Anders als im Umgang mit Erwachsenen begegnen sich Kinder auf gleicher Augenhöhe:

  • Freunde haben gleich viel zu sagen und zu bestimmen.
  • Jedes Kind vertritt seine eigenen Wünsche, muss aber auf den oder die Freunde Rücksicht nehmen und so immer wieder nachgeben oder Kompromisse schließen.
  • Regeln werden gemeinschaftlich ausgehandelt und die Freunde wachen aufmerksam darüber, dass sie von allen eingehalten werden.
  • Freunde lernen, dem anderen zuzuhören, andere Meinungen zu akzeptieren und fair zu diskutieren.

Wie Kinderfreundschaften aussehen, hängt vom Alter der Kinder ab

Kleinkinder: Sie freuen sich meist über die Gesellschaft Gleichaltriger, auch wenn sie häufig nicht mit dem anderen Kind spielen, sondern mehr neben ihm. Doch wenn das eine zu rennen beginnt, macht oft das andere auch gleich mit. Schnell kommt es aber auch zu Streitigkeiten, weil die Kleinen sich sprachlich noch nicht so gut ausdrücken können und mit dem Teilen noch überfordert sind. Wenn der eine dem anderen das begehrte Spielzeug entreißt, werden Kleinkinder schnell handgreiflich, sodass die Eltern schlichtend eingreifen müssen.

  • Echte Kinderfreundschaften entstehen erst ab dem dritten Lebensjahr. Denn erst dann sind Kinder in der Lage, enge Beziehungen zu entwickeln.

Kindergartenkinder: Kindergartenkinder gehen mit dem Wort „Freund/Freundin“ allerdings recht großzügig um. Jeder, der spontan ihre Sympathie weckt, wird schnell so bezeichnet. Ein Freund ist für Drei- bis Sechsjährige jemand, mit dem man gut spielen kann und der nett ist. Der Freund oder die Freundin sollte also gerne das Gleiche spielen und sich für dieselben Dinge interessieren. So werden etwa zwei begeisterte Lego-Bauer meist gut miteinander auskommen.

  • Je jünger ein Kind, desto weniger spielt dabei das Geschlecht des Freundes eine Rolle. Der beste Freund oder die beste Freundin wechseln in diesem Alter oft schnell, denn wichtig ist, dass der Freund bzw. die Freundin verfügbar ist und man sich nicht gerade zerstritten hat. Streiten und Spielen gehören in diesem Alter noch eng zusammen, doch im ständigen Hin und Her, was „mein“ und „dein“ ist oder wer mit einem Streit angefangen hat und daran schuld ist, entwickeln Kindergartenkinder mehr und mehr soziale Kompetenz.
  • Wichtig ist auch der Vergleich mit Gleichaltrigen: Wer kann schneller laufen oder schon seinen Namen schreiben? Spielkameraden lieben es, sich zu vergleichen. Dabei lernen Kinder sich selbst sowie ihre eigenen Schwächen und Stärken besser kennen. Das Kräftemessen sollte allerdings nicht in bösartige Rivalitäten ausarten, sonst müssen Eltern oder Erzieherinnen eingreifen. Hier kann der Hinweis helfen, dass jedes Kind seine speziellen Stärken hat und es prima ist, wenn man voneinander lernen kann.

Grundschulkinder: Ab dem Grundschulalter suchen Kinder vor allem Verbündete, denn jetzt geht es verstärkt darum, sich einen Platz in einer Gruppe Gleichaltriger zu sichern. Beleidigungen oder der Verrat von Geheimnissen wiegen da besonders schwer, denn der beste Freund oder die beste Freundin müssen loyal sein. Angeber, Besserwisser und Egoisten sind schnell aus dem Rennen, denn auch in diesem Alter kann der beste Freund von gestern heute schon endgültig abgeschrieben sein.

Gerade Mädchen gehen nun eine enge und vertrauensvolle Zweierbeziehung mit ihrer besten Freundin ein – allerdings gibt es neben der besten oft noch eine zweit- und eine drittbeste Freundin. Nicht selten wechselt der Status der jeweiligen Auserwählten auch ziemlich schnell, und der Schmerz der Entthronten sitzt dann tief. Jungenfreundschaften sind häufig weniger eng, aber zuverlässiger und mehr praktisch orientiert. Wichtig ist, dass der oder die Freunde die gleichen Interessen teilen und dieselben Spiele favorisieren.

Freunde finden: Überlassen Sie Ihrem Kind die Wahl!

Ich gebe es offen zu: Manche Kinder würde ich liebend gerne als Freunde meiner Kinder sehen, während ich hoffe, von anderen verschont zu bleiben. Den meisten Eltern wird es ähnlich gehen. Schnell ist man von einer derben Ausdrucksweise oder der wilden Art eines Kindes, das jedes Kinderzimmer innerhalb kürzester Zeit ins Chaos stürzt, abgeschreckt.

Versuchen Sie, die Freunde Ihres Kindes möglichst unbefangen mit dessen Augen zu sehen. Was mag Ihr Kind an diesem Freund so sehr? Vielleicht sprüht gerade der kleine Chaot vor tollen Spielideen und seine Unbeschwertheit färbt auf Ihr vielleicht eher ernstes und schüchternes Kind ab? Der „nette Junge“, den Sie sich wünschen würden, weil er immer so höflich grüßt, folgsam aufräumt und sich sogar ohne Aufforderung vor der Haustür die Straßenschuhe auszieht, ist Ihrem Kind vielleicht zu ruhig und kann beim Spiel nicht recht aus sich herausgehen.

Mischen Sie sich möglichst nicht ein, was die Wahl der Freunde angeht. Versuchen Sie, sich freizumachen von der Vorstellung, wir Eltern könnten am besten beurteilen, welche Freunde für unser Kind gut sind und welche nicht. So lange keine alarmierenden Anzeichen – etwa für Gewalttätigkeiten, Unterdrückung anderer oder kriminelle Handlungen – Ihr sofortiges und unmissverständliches Eingreifen erfordern, sollten Sie sich weitgehend des Kommentars enthalten. Kinder müssen selbst nach eigenen Sympathien entscheiden, wen sie mögen, mit wem sie spielen wollen und mit wem nicht. Nur so können sie ihre sozialen Fähigkeiten entwickeln und lernen, verlässliche Kinderfreundschaften aufzubauen. Natürlich dürfen Sie von dem einen Freund mehr begeistert sein als von einem anderen – das ist Ihr gutes Recht. Doch widerstehen Sie der Versuchung, eine neue Freundin oder einen neuen Freund schlecht zu machen. Auch negative Äußerungen über die Familie des Freundes sollten tabu sein, denn selbst ein „Wie das bei denen immer aussieht!“ könnte Ihr Kind als Affront gegen seinen Spielgefährten verstehen.

  • Mein Tipp bei Kinderfreundschaften: Versuchen Sie tolerant zu sein, wenn der neue Freund Ihres Kindes anderer sozialer Herkunft, Religion, Nation oder Kultur sein sollte. Kinder gehen häufig ganz selbstverständlich und vorurteilsfrei damit um. Sehen Sie eine solche Freundschaft weniger als Gefährdung, sondern mehr als Bereicherung an. Ihr Kind kann sehr von einem solchen Freund profitieren, wie auch dieser viel von Ihrem Kind lernen kann.

So unterstützen Sie Ihr Kind bei Anfangsschwierigkeiten

  • Lassen Sie Ihrem Kind erst einmal Zeit und warten Sie gelassen ab. Meist finden Kinder selbst heraus, wie sie am besten Kontakt zu anderen aufnehmen. Dass manche Kinder anfangs sehr lange zusehen, bevor sie sich trauen, erste Annäherungsschritte zu machen, sollte Sie nicht gleich beunruhigen. Gut gemeinte Aufforderungen wie „Nun geh doch einfach hin und frag, ob du mitspielen kannst!“ bewirken manchmal eher das Gegenteil, denn Ihr Kind wird sich dadurch erst bewusst, dass es Ihren Vorstellungen von Kontaktaufnahme nicht entspricht.
  • Ist Ihr Kind sehr schüchtern, sollten Sie es nicht mit mehreren Kindern auf einmal überfordern. Dann ist es besser, Situationen herzustellen, in denen Ihr Kind mit nur einem Kind zusammenkommt. Laden Sie einen möglichen Spielkameraden, an dem Ihr Kind schon einmal Interesse gezeigt hat oder von dem Sie annehmen, dass Ihr Kind mit ihm zurechtkommen wird (z. B. gleiche Interessen, eher ruhiges Kind), zu sich nach Hause ein. Als „Herrscher über das Kinderzimmer“ hat Ihr Kind einen deutlichen Heimvorteil und wird sich sicherer fühlen. Müssen Sie jedoch befürchten, dass Ihr Kind nur seine Spielsachen verteidigen wird und Streit vorprogrammiert ist, ist es besser, einem anderen Kind gemeinsam einen Besuch abzustatten. Während Sie sich mit dessen Mutter im Wohnzimmer unterhalten, können die Kinder alleine ins Kinderzimmer verschwinden (fremdes Spielzeug hat oft eine fast „magische“ Anziehungskraft), und trotzdem sind Sie da, falls Ihr Kind Rückhalt braucht. Mein Tipp, wie Ihr Kind Freunde findet: Im Kindergartenalter ist die Bindung zu Gleichaltrigen häufig enger als zu jüngeren oder älteren Kindern. Deshalb macht es Sinn, für erste Kontaktaufnahmen Kinder im selben Alter auszuwählen.
  • Fördern Sie die Spielfähigkeit Ihres Kindes. Im Vorschulalter werden Freunde hauptsächlich über das Spielen definiert (deshalb sind Kinder mit guten Spielideen schnell beliebt). Die Spielfähigkeit Ihres Kindes können Sie fördern, indem Sie selbst fantasievoll mit ihm spielen. Sie müssen dazu nicht stundenlang im Kinderzimmer hocken. Besser sind Ideen und Anregungen für lustige Spiele, die Ihr Kind alleine oder später mit einem Freund umsetzen kann. Beliebt sind etwa Klassiker wie Verkleiden oder Höhlen bauen, für die Sie die erforderlichen Utensilien zur Hand haben sollten.
  • Ihr Kind hat kein Interesse an Gleichaltrigen? Manche Kinder spielen gerne alleine und sollten nicht ständig gezwungen werden, mit anderen zu spielen. Vielleicht ist Ihr Kind aber sehr reif für sein Alter. Dann könnte es sein, dass es mit Gleichaltrigen aufgrund anderer Interessen wenig anfangen kann. Versuchen Sie es in diesem Fall einmal mit Kontakten zu jüngeren oder älteren Kindern. Es kann sein, dass es sich in der Rolle als Beschützer und „Lehrer“ eines jüngeren Kindes wohler fühlt oder aber mit einem etwas älteren Kind besser spielen kann. Ist Ihr Sohn z. B. fußballbegeistert, liegt es natürlich nahe, ihn bei einem Fußballverein anzumelden, weil er dort Kinder mit derselben Neigung kennen lernt. Keinesfalls unterschätzen sollten Sie zudem Ihre Vorbildfunktion, denn:

Gesellige Eltern haben aufgeschlossene Kinder

  • Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Freundschaften wertvoll sind. Pflegen Sie selbst viele Kontakte zu Freunden und Verwandten. Ihr Kind sollte erkennen können, dass Ihnen der Umgang mit Freunden Freude bereitet und nicht etwa lästig ist. Wenn Sie beim Anruf einer Freundin die Augen verdrehen, senden Sie eine Doppelbotschaft aus, die Ihr Kind noch nicht verstehen kann. Es versteht lediglich, dass Ihnen ein anderer Mensch auf die Nerven geht.
  • Laden Sie regelmäßig Freunde zu sich ein und zeigen Sie sich in der Rolle des Gastgebers. Hat Ihr Kind Spielkameraden zu Besuch, sollten Sie als guter Gastgeber den Spielkameraden Ihres Kindes ebenso viel Wertschätzung entgegenbringen wie einem Ihrer Freunde. Sofern Sie dafür Zeit haben, werden es die Kinder genießen, wenn Sie sie als kleine VIPs behandeln und Obstspießchen bereitstellen oder extra zu diesem Anlass das Planschbecken neu befüllen. Dann sollten Sie sich aber wieder zurückziehen und die Kinder unter sich sein lassen.
  • Interessieren Sie sich für die Freunde Ihres Kindes, ohne bohrende Fragen zu stellen. War Ihr Kind zum Spielen bei einem anderen Kind, erkundigen Sie sich danach, wie es dort war, ohne Ihr Kind sofort beim Nachhausekommen damit zu überfallen. Besonders geeignet für solche Gespräche ist die abendliche Zeit an der Bettkante, wenn Ihr Kind vor dem Schlafengehen von seinen Tageserlebnissen erzählen kann. Auf diese Weise entwickelt Ihr Kind ein Gespür dafür, dass Freundschaften etwas sind, worüber sich zu sprechen lohnt.

Erste Hilfe bei Konflikten

Wenn Kinder streiten, kann das schnell in Handgreiflichkeiten ausarten, weil im Eifer des Gefechts schnell mal geschubst oder gehauen wird. Natürlich ist es richtig und wichtig, dass Kinder lernen sollen, ihre Konflikte mit Worten statt mit den Fäusten auszutragen. Bis sie sich aber so gut im Griff haben, dass sie nicht mehr handgreiflich werden, sind sie meist schon im Schulalter. Trotzdem erscheint es nicht sinnvoll, sich als Erwachsener sofort in jede Auseinandersetzung unter Kindern einzumischen, sofern die folgenden Streitregeln eingehalten werden:

  • Es dürfen niemals mehrere auf einen losgehen.
  • Schwächere zu verhauen oder einzuschüchtern ist unfair und uncool.
  • Mit harten oder spitzen Gegenständen darf nicht gekämpft werden.
  • Niemand darf an den Kopf getreten werden.
  • Es wird sofort aufgehört, wenn einer weint, am Boden liegt, nicht mehr kann oder will.

Kommt Ihr Kind weinend aus dem Kindergarten nach Hause, weil es sich mit seinem Freund oder seiner Freundin zerstritten hat, sollten Sie erst einmal nur zuhören. Lassen Sie sich von Ihrem Kind erzählen, wie das alles gekommen ist. Sein angeknackstes Selbstbewusstsein können Sie am besten stärken, indem Sie ihm versichern, dass Sie seine Gefühle verstehen und auf die Richtigkeit seiner Entscheidung vertrauen. Versuchen Sie herauszufinden, ob Ihr Kind sich besonders starrsinnig oder rechthaberisch verhalten hat. In diesem Fall können Sie durch Fragen wie „Wie würdest du dich fühlen, wenn dein Freund sich so verhalten hätte?“ Verständnis für die Gefühle des Spielkameraden wecken und so den ersten Schritt für eine Versöhnung vorbereiten.

Besonderen Trost und viel Zuwendung braucht Ihr Kind, wenn es um Eifersucht geht, weil etwa die beste Freundin nun eine neue beste Freundin hat und nicht mehr mit Ihrer Tochter spielen will. Ihr Kind sollte sich seinen ganzen Kummer bei Ihnen von der Seele reden dürfen. Gestehen Sie ihm zu, dass es durch diese Situation sehr verletzt ist, und beschwichtigen Sie es nicht vorschnell mit gut gemeinten Ratschlägen wie „Aber du kannst doch auch mit Lisa spielen, die ist doch auch nett!“ Bestärken Sie es lieber fürs Erste darin, dass es notfalls auch ein paar Tage allein spielen kann und dann, wenn ihm wieder danach ist, auf neue Freunde zugehen kann.

Kinder und Freundschaft

Warum Beziehungen zu Gleichaltrigen so förderlich für die Entwicklung sind, woran Eltern falsche Freunde erkennen und wieso das Internet nicht unbedingt einsam macht.

In einer Freundschaft begegnet man sich auf Augenhöhe, wörtlich und mehr noch im übertragenen Sinn. In der Beziehung zwischen Eltern und Kindern sind zwar alle Beteiligten „gleichwürdig“, wie der dänische Familientherapeut Jesper Juul immer wieder betont, aber eben nicht gleichberechtigt. Das wäre nur möglich, wenn das Kind in der Lage wäre, die Einsicht eines Erwachsenen zu entwickeln und Pflichten und Verantwortung genau wie seine Eltern zu übernehmen. Eltern und Kinder also können keine Freunde sein. Umso wichtiger ist es, dass Kinder außerhalb der Familie die Möglichkeit haben, Freundschaft zu erlernen und zu erleben.

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Erste Freundschaften

Ab dem dritten Lebensjahr bekommen Freundschaft und die Beziehungen zu anderen Kindern eine immer größere Bedeutung. Freunde sind während der ganzen Kindheit die Quelle höchster Freuden und tiefster Frustrationen, sagt der amerikanische Sozialpsychologe Zick Rubin. In den ersten Jahren sind Verfügbarkeit und „Spielkompetenz“ aber noch wichtiger als die Persönlichkeit des Spielkameraden. Als Freund werden in dieser Zeit oft auch noch alle bezeichnet, die nett sind: Mama, der Postbote, oder gar der Hund des Nachbarn.

Eltern beeinflussen Freundschaft ihrer Kinder

Die Anbahnung von Freundschaften außerhalb der Kita ist zudem noch fast vollständig vom Terminkalender der Eltern abhängig. Und manchmal ist es so, dass zwei Kinder sich anfreunden möchten, die Eltern sich aber unsympathisch finden und die Sache blockieren.

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Oder der umgekehrte Fall: Die Eltern mögen sich und versuchen, ihre Kinder „zu verkuppeln“, weil es doch so schön passt. „Manchmal klappt das, aber nicht immer“, hat Erzieherin Astrid Wagner beobachtet, die seit über 17 Jahren in einer Hamburger Kita mit Kindern arbeitet.
Die Freundschaften ihrer Kinder liegen Eltern heute fast immer sehr am Herzen. „Wir erleben sogar häufiger, dass Eltern in diesem Punkt fast etwas überbesorgt sind. Da ist ein Kind gerade mal eingewöhnt und die Eltern fragen schon beunruhigt nach, warum ihr Kind noch keinen festen Freund gefunden hat. Oder Eltern nehmen die Einladungen zu Kindergeburtstagen als wichtigsten Gradmesser für die Beliebtheit ihres Kindes. In den allermeisten Fällen sind Sorgen unnötig. Jedes Kind hat eben sein eigenes Tempo, die Freundschaften aufzunehmen, die zu ihm passen“, beruhigt die Hamburger Erzieherin.

Spiegel und Ergänzung

Im Grundschulalter entwickelt sich Freundschaft nicht mehr so spontan und dauert auch länger an. Kinder sind zunehmend in der Lage, sich in andere hineinzuversetzen, und das verändert auch die Qualität ihrer Freundschaft. Sie tauschen Süßigkeiten und Sticker aus, teilen nun aber auch Gefühle und Geheimnisse. Von einem Freund wird nicht nur Unterstützung bei den Hausaufgaben, sondern auch bei Streit oder anderen Problemen erwartet.
Ab der Vorpubertät zählen bei einer Freundschaft dann immer stärker ähnliche Überzeugungen, Werte und gemeinsame Interessen. Besonders Mädchen wünschen sich tiefes Verstehen und exklusive Intimität in der Freundschaft.

„Darf ich mitspielen?“ Je entspannter und lockerer ein Kind ist, desto leichter gelingen Freundschaften.

Die Wissenschaft unterscheidet zwei Arten von Freundschaft. Einmal die „Spiegelfreundschaft“, in der sich zwei ähnliche Kinder finden, sich gegenseitig anspornen und auch miteinander rivalisieren. Und die „ergänzende Freundschaft“: Da treffen sich ungleiche Kinder, oft unterschiedlichen Alters, die verschiedene Rollen einnehmen. Sie geben sich, was der andere nicht hat. Ein älteres Kind umsorgt zum Beispiel ein jüngeres. Oder ein Kind, das sprachlich schon sehr weit ist, kann wenig mit seinen Altersgenossen anfangen und wendet sich deshalb den Größeren zu.

Falsche Freundschaft

Und ja, es gibt sie, die falschen Freunde. Aber man sollte genau hinschauen, bevor man sich Sorgen macht oder gar in eine Freundschaft eingreift. Denn der wohlerzogene Klassenkamerad mit dem Einserzeugnis kann ein schlechterer Freund sein als der schluffige Nachbarsjunge, der nicht den Mund aufbekommt, wenn man ihn etwas fragt. „Eine gute Freundschaft macht aus, dass das Kind von seinem Freund weder untergebuttert, aber auch nicht zum bewunderten ‚King‘ hochstilisiert wird. Kinder fühlen sich in einer Beziehung wohl, wenn sie sein können, wie sie sind“, sagt die Hamburger Psychologin Dr. Angelika Faas.
Alarmzeichen für schlechte Gesellschaft sind: Das Kind kommt oft übellaunig oder niedergeschlagen nach Hause und erzählt nichts. Oder es klagt: „Immer muss ich machen, was XY sagt.“ Das alles können Signale für Eltern sein, etwas genauer hinzuhören und freundlich nachzufragen, was denn los ist. Vielleicht wird euer Kind ausgenutzt oder von seinem Kameraden nach dem Gummiband-Prinzip (einen Tag bester Kumpel, am nächsten kalte Schulter) gedeckelt.
Untersagen sollte man den Umgang trotzdem nur im Extremfall. Denn das gehört auch zum Großwerden dazu, dass ein Kind lernt, sich aus eigenen Stücken aus einer unschönen Freundschaft zu lösen. „Kinder, die zu Hause genügend Rückhalt haben, sind in der Regel auch stark genug, diesen Schritt zu tun“, sagt die Psychologin Angelika Faas.

Interview mit Prof. Heinz-Hermann Krüger

Der Erziehungswissenschaftler Prof. Heinz-Hermann Krüger von der Uni Halle-Wittenberg untersucht Kinder und ihre Beziehung zu Gleichaltrigen. Wir haben ihn getroffen.

Sind elterliche Befürchtungen, dass Freunde einen schlechten Einfluss haben könnten, berechtigt?
Prof. Heinz-Hermann Krüger: Je nach Schulform unterscheidet sich der Einfluss der Freunde. Auf Gymnasien wirkt er eher stabilisierend und leistungsförderlich, auf Hauptschulen kann die sogenannte Peergruppe Gewalt oder Leistungsunwillen zusätzlich unterstützen. Das sind aber nur Tendenzen. Und man sollte nicht vergessen: Peers sind nie die einzige Ursache für Gewalt oder destruktives Verhalten. Man muss das als Dreigestirn verstehen: Familie, Schule, Freunde. Probleme werden häufiger aus der Familie in die Schule und den Freundeskreis hineingetragen als umgekehrt.
Positiv ausgedrückt heißt das: Eltern, die ihren Kinder ein stabiles und liebesvolles Zuhause geben, müssen nicht befürchten, dass ihr Nachwuchs „Risiko-Freundschaften“ eingeht?
Richtig. Eine leistungsstarke Gymnasiastin, die sich mit einem Drogenabhängigen anfreundet – so etwas ist eine absolute Ausnahme. Wir haben beobachtet: Gleich zu gleich gesellt sich gern. Kinder gehen Freundschaften mit Kindern ein, die aus einem ähnlichen Milieu kommen, die einen ähnlichen Bildungshintergrund und Lebensstil haben. Bevor Eltern sich zu große Sorgen machen, sollten sie an den positiven Einfluss denken, den Freunde viel häufiger haben. Sie sind Tröster, Unterstützer und helfen, die eigene Identität zu finden.
Ist die Schule ein großes Thema?

Eigentlich nicht. Bis zum Alter von 15 Jahren wird das Thema Schule vor allem in der Familie ausgehandelt. Unter Freunden gibt es zwar eine pragmatische Unterstützung beim „Schülerjob“, zum Beispiel Hausaufgaben abschreiben und Hilfe bei Referaten. Aber das dient vor allem dazu, die Sache möglichst schnell hinter sich zu bringen, um sich den wirklich wichtigen Dingen zuwenden zu können.
Und was ist das?
Naja, das andere Geschlecht, Mode, Shoppen, Hamburger essen, Musik. Man muss hier aber zwischen formellen und informellen Peergruppen unterscheiden. Kinder haben heute wöchentlich bis zu vier organisierte Nachmittagsaktivitäten, wo sie Freunde in einem festen Rahmen treffen. Dort ist dann vor allem das gemeinsam ausgeübte Hobby Thema.Können Jungen und Mädchen befreundet sein?
Anscheinend nicht. Zumindest bis sie etwa 13 Jahre alt sind, bleiben Jungen und Mädchen am liebsten unter sich. Und ich war bei unseren Studien überrascht, fast etwas erschüttert, wie lebendig klassische Rollenvorstellungen immer noch sind. Die Mädchen unterhalten sich über Mode und kochen zusammen, die Jungs reden über Fußball.

Freundschaft über das Internet: Geht das?

Ganztagsschulen, Sport- oder Ballettunterricht am Nachmittag: Heute ist es für Kinder immer schwerer geworden, selbsständig Freundschaften zu schließen. Kann das Internet dabei helfen, die Situation wieder zu entschärfen?

Freundschaft als „Entwicklungshelfer“

Heute weiß man: Freunde sind neben der Familie der wichtigste Entwicklungsmotor eines Kindes. Sie sind die „heimlichen Erzieher“, wie der Münchner Pädagoge Hubert Wißkirchen es formuliert. Wenn Kinder versuchen, sich in einer Freundschaft auf Regeln zu einigen, lernen sie dabei mehr, als wenn ein Erwachsener von vornherein alles bestimmt: argumentieren, zuhören, frei sprechen und formulieren und im Team eine Lösung finden. Die klaren, ungeschönten Rückmeldungen, die Kinder in einer Freundschaft bekommen, helfen ihnen, ein realistisches Selbstbild zu entwickeln. Nirgendwo kann man so gut beobachten, spiegeln und vergleichen wie im Kreise Gleichaltriger.
Und ein guter Freund unterstützt bereits durch seine bloße Anwesenheit. Britische Forscher ließen Testpersonen auf einer Bergtour schätzen, wie steil der Weg ist. Das Ergebnis: Sie hielten die Steigung für zehn bis 20 Prozent geringer, wenn ihr bester Freund dabei war oder sie an ihn dachten. Kinderfreundschaften sind zudem das große Übungsfeld für spätere Beziehungen. Kinder erproben in einer Freundschaft, wie man mit Nähe und Trennung, Streit und großen Gefühlen umgehen kann.
In den etwa 7000 kleinen und großen Konflikten mit Gleichaltrigen, die ein Kind nach Schätzungen von Entwicklungspsychologen jährlich durchzustehen hat, üben sie, sich zu vertragen und Regeln auszuhandeln. Sie lernen, mit Anerkennung oder Ablehnung umzugehen, Rücksicht zu nehmen, sich in andere einzufühlen und sich in der Gruppe zu behaupten.

Problem: selbstständig eine Freundschaft knüpfen

Aber in unserer Welt ist es für Kinder schwieriger geworden, selbstständig
eine Freundschaft anzubahnen und zu pflegen. Kita und Schule sind weiterhin die Orte, an denen Kinder sich treffen und im gemeinsamen Alltag zusammenwachsen können. Aber frei das Miteinander zu gestalten, ist heute seltener möglich als früher, in der Stadt ist es noch schwieriger als in ländlichen Gegenden. Kinder besuchen Ganztagsschulen oder gehen in den Hort. Oft sind die Nachmittage mit festen Terminen wie Sporttraining oder Musikunterricht geblockt. Das gemeinsame Spiel findet häufiger daheim unter elterlicher Aufsicht statt. Der Philosoph und „Kinder an die frische Luft“- Aktivist Andreas Weber sagt: „Früher verboten Eltern ihren Sprösslingen, drinnen herumzutoben. Heute untersagen sie ihnen, vor die Tür zu gehen.“

Freundschaft aus dem Netz

Auch das Internet hat das Freundschaftsverhalten verändert: Ab dem Grundschulalter surfen Kinder im Netz. Finden sie dort tatsächlich neue Freunde oder führen sie nur bereits bestehende Freundschaften fort? „Beides“, sagt die Kölner Sozialpsychologin Dr. Catarina Katzer, die seit Jahren zum Thema Kinder und Jugendliche im Internet forscht. „47 Prozent der Kinder, die wir befragt haben, sagten, sie hätten im Chatroom tatsächlich ganz neue Freunde kennengelernt. Aber das nachmittägliche Chatten ist auch eine Fortsetzung der vormittäglichen Beziehungspflege auf dem Schulhof.“
Im Internet hat der Begriff „Freundschaft“ eine andere Bedeutung. „Ohne Frage kommt es hier zu Bekanntschaften, die keinerlei Verbindlichkeit besitzen“, sagt Katzer. „Aber man sollte die Bedeutung und die Tiefe dieses Austausches auch nicht unterschätzen. Nur weil er virtuell ist, ist er nicht gleich oberflächlich. Im Internet gibt es ebenso Gruppenprozesse und Cliquenbildung wie im realen Leben.“
Aber die Expertin für Cybermobbing warnt auch: „Das Medium bietet die Möglichkeit, sich zu verstellen und ein anderes Aussehen oder Alter vorzutäuschen. Kinder wissen nie sicher, ob ihr Gegenüber wirklich elf oder nicht doch 31 Jahre alt ist.“ Eltern sollten auf diese Gefahr nicht mit Verboten, sondern mit Dialog und Aufklärung reagieren. Dafür müssen sie sich allerdings für das Medium interessieren. Wer sich etwa von seinen Kindern die Chatrooms erklären lässt, versteht auch besser die Begeisterung dafür. Chatten hinter verschlossenen Türen sollte es aber nicht geben. Geheimnisse zu haben, gehört zwar zu einer guten Freundschaft dazu – die sind aber im realen Leben immer noch am besten aufgehoben.

Und wenn eine Freundschaft zerbricht?

Realitisch sein: Bis ins Grundschulalter sind Freundschaften oft wechselhaft und zeitlich begrenzt. Das ist normal. Spielkompetenz und Verfügbarkeit sind in dieser Zeit noch wichtiger als Loyalität und Treue. Und: Kinder wollen neue Erfahrungen machen. Deshalb wenden sie sich immer wieder anderen Kindern zu, die ihnen neue Impulse geben. Was Erwachsenen vielleicht hartherzig erscheint, ist Teil der Entwicklung.
Trost spenden: Trotzdem, das Ende einer Freundschaft kann richtig schmerzen. Eltern trösten, indem sie Verständnis für Trauer und Zorn zeigen und den Kummer ernst nehmen, ohne einen Schuldigen zu suchen. So helfen sie, dass Kinder ihre Enttäuschung bewältigen und sich wieder in neue Freundschaften wagen.

Ziemlich beste Freunde: Typologie der Kinder-Freundschaften

Mit einem Freund kann man gemeinsam lachen, spielen oder faulenzen. Einem Freund kann man Geheimnisse anvertrauen und überhaupt verbringt man seine Zeit wahrscheinlich mit niemandem lieber als mit guten Freunden. Doch gerade in der Kindheit sind freundschaftliche Beziehungen nicht immer gleich. Sie müssen erlernt werden und verändern sich im Laufe der Entwicklung. Erst nach und nach wird aus einem Nebeneinander ein Miteinander, das allerdings sehr verschiedenen ausfallen kann. Welche Freundschaftstypen- und Konstellationen es zwischen Kindern gibt, lesen Sie hier.

Kontaktaufnahme zwischen den Jüngsten

Bereits Kleinkinder suchen zu Gleichaltrigen oder älteren Kindern Kontakt. Sie sind neugierig und fühlen sich oftmals magisch von Ihresgleichen angezogen. Doch feste Beziehungen können die Kleinen im Krabbel- oder Lauflernalter mangels verbaler Kommunikation noch nicht knüpfen. Wie Mini-Planeten kreisen die Knirpse dann zwar umeinander, beschäftigen sich aber noch nicht direkt mit ihrem Gegenüber. Es dominiert das „Parallelspiel“, wie es Fachleute nennen, ohne Blickkontakt.

Wenn die Sprachfähigkeit langsam wächst und die Kinder ihr „Ich“ entdecken, versuchen sie aktiver und bewusster Initiative zu ergreifen und wagen von allein zaghafte Annäherungen an potentielle Mitspieler etwa im Sandkasten oder auf dem Spielplatz. Dabei wenden sie häufig noch nonverbale Taktiken an: Zum Beispiel indem ein Kind versucht das Verhalten anderer nachzuahmen, um so ins Spiel zukommen, oder wenn es durch lautes Lachen, Rufen, Klatschen oder Überreichen eines Spielzeugs auf sich aufmerksam macht und so den Bann bricht.

Zweckgemeinschaften im Kindergarten

Intensiveres gemeinsames Spielen entwickelt sich allerdings erst im Kindergarten, wenn die Kinder noch differenzierter miteinander kommunizieren können. Diese Beziehungen, die jetzt meist noch geschlechtsübergreifend funktionieren, sind meist zweckgebunden und nah an das konkrete Spiel gekoppelt. Deshalb sprechen Entwicklungspsychologen hier lieber von Spielgefährten als von Freunden. „In diesem Alter sind Freundschaften noch sehr situations- und emotionsabhängig“, erklärt Diplompsychologe Andreas Engel. „Dann können sie so abrupt enden, wie sie angefangen haben. Tiefe und dauerhafte Beziehungen, wo eher die Persönlichkeit als eine gemeinsame Beschäftigung eine Rolle spielt, sind das aber noch nicht. „

Deshalb gehen die Drei- bis Sechsjährigen mit dem Wort „Freund“ oder „Freundin“ noch recht großzügig um. Jeder, der spontan ihre Sympathie weckt und mit dem man einige Zeit verbringt, wird schnell so bezeichnet. Ein Freund, mit dem man sich verabreden kann, ist dann jemand, mit dem man vor allem gut spielen kann und der sich für die selben Sachen interessiert. So werden wahrscheinlich zwei begeisterte Lego-Bauer immer besonders gut miteinander auskommen.

Gegeneinander und Miteinander fördern soziale Kompetenz

Bei Misstönen und Konflikten kann es allerdings schnell heißen: „Du bist nicht mehr mein Freund“ oder „jetzt lade ich dich nicht zu meinem Geburtstag ein.“ Solche drohenden Ansagen müssen aber nicht viel bedeuten. Oftmals sitzen die Streithähne kurze Zeit später wieder einträchtig zusammen und sind wieder „beste Freunde“.

Der ständige Wechsel von Gegeneinander und Miteinander gehört in diesem Alter zwecks Beziehungsbildung noch eng zusammen. Denn durch das emotionale Hin und Her und Fragestellungen wie „was ist mein, was ist dein?“, „wer ist dran schuld?“ oder „wer hat gewonnen?“ reiben sich die Spielgefährten aneinander, lernen sich so kennen und entwickeln soziale Kompetenz.

Erste feste Bindungen im Grundschulalter

Vom Vorschul- und Grundschulalter an suchen Kinder vor allem Verbündete. Jetzt geht es nämlich verstärkt darum, sich seinen Platz in einer Gruppe Gleichaltriger zu sichern. Dabei differenzieren die Kinder in ihrem neuen Umfeld häufig noch nicht, halten sich Freundschaftsoptionen offen. „Wenn ich mit dieser Altersgruppe zu tun habe“, erzählt Diplompsychologe Engel, „geht es oftmals noch eher um die Quantität der Freunde. Fragt man, ‚wie viele Freunde hast du denn‘, bekommt man häufig zu hören ‚100‘ oder ‚alle in der Klasse‘. Auch die Anzahl der Geburtstagseinladungen als Indiz für Beliebtheit spielt hier eine große Rolle.“

Trotz solcher vermeintlichen Orientierungslosigkeit ist der Beginn des Schullebens auch die Phase, in der erste tiefere Freundschaften entstehen können. Beste Freunde, die viel Zeit miteinander verbringen, finden sich jetzt: Eine loyale innige Gemeinschaft, die man nicht mit anderen teilen möchte. Als verschworenes „Dream-Team“ fühlt man sich stärker, durchsetzungsfähiger und kompetenter.

Die Kinder erleben jetzt bewusst, auch in einem kleineren Verbund zu dritt oder zu viert, dass es Spaß macht etwas gemeinsam zu unternehmen, einander zu vertrauen und gemeinsame Erfahrungen zu sammeln, was wiederum die Bindung festigt. Nun werden Geheimnisse ausgetauscht, Freundschaftsrituale geschaffen, Phantasiewelten aufgebaut oder Versprechungen gegeben und dabei auch eine deutliche Abgrenzung zu anderen – auch zu der Erwachsenenwelt – vollzogen.

Geschlechtsspezifische Freundschaften

Gerade Mädchen gehen etwa ab Schuleintritt enge Zweierbeziehungen zu ihrer besten Freundin ein. Allerdings gibt es neben der besten oft noch eine zweit- oder drittbeste Freundin. Häufig sind diese Hierarchien aber nicht sehr stabil und die Favoritinnen wechseln. Dennoch halten solche dynamischen Freundschaftgebilde oft länger, auch wenn gelegentlich „Zickenkrieg“ herrscht.

„Die Nähe zueinander“, kommentiert Experte Engel, „finden Mädchen vor allem über Sprache. Sie tauschen sich über die Dinge vorwiegend verbal aus und schaffen so eine Bindung zueinander. Jungs sind da eher praktisch und motorisch orientiert, haben gleiche Interessen. Aber auch das schweißt zusammen.“

„Wichtig für die seelische Gesundheit“

Ob aus solchen frühen Kumpaneien schließlich irgendwann eine „Freundschaft fürs Leben“ werden kann, hängt auch von äußeren Umständen ab. Denn freundschaftliche Beziehungen zwischen Kindern halten trotz Zuneigung meist noch keinen großen Belastungen stand. Zieht etwa der beste Freund weg oder die beste Freundin wechselt auf eine andere Schule, verlaufen sich nicht selten solche Kontakte ohne Unterstützung des Elternhauses. Dann kann es sein, dass bald ein anderes Kind an die Stelle des früheren „Best Friend“ tritt.

Das Wichtigste ist, dass Kinder überhaupt Freundschaften schließen und diese auch aktiv pflegen, auch wenn das „Personal“ im Laufe der Kindheit je nach Entwicklungsphase immer wieder wechselt: „Freunde zu suchen ist ein elementares und natürliches Bedürfnis des Menschen“, so Andreas Engel. „Es geht darum, dass man in der Gemeinschaft Anerkennung findet und gemocht wird. Freunde sind deshalb schon in der Kindheit vor allem für unsere seelische Gesundheit unentbehrlich.“

  • Typologie: Zehn Arten von Kinderfreundschaften
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Jedes Kind hat Freunde! Oder?
Jedes Kind braucht doch Freunde! Oder etwa nicht?

Mit Freundschaften ist es so eine Sache – wie unter Erwachsenen so auch unter Kindern.
Es gibt die berühmten wahre Freunde, die miteinander durch dick und dünn gehen.
Sicherlich gibt es aber auch einseitige Freundschaften, eher „Zweck-Freundschaften“, um den Schulweg nicht alleine gehen zu müssen und am Nachmittag „irgendwen“ zum Spielen zu haben.

Schnell wird – heutzutage dank sozialer Netzwerke vielleicht mehr denn je – unter Erwachsenen jemand als „Freund“ bezeichnet, obwohl Bezeichnungen wie „Bekannter“, „Kollege“ oder „Nachbar“ treffender wären, weil einen außer gelegentlichem Smalltalk nicht viel verbindet.

Worte wie „Bekannter“ sind Kindern zwar noch nicht geläufig, das gerne und schnell gebrauchte Wort „Freund“ aber auch bei ihnen nicht unbedingt von tieferer Bedeutung.
Wer im Kleinkindalter einmal Süßigkeiten oder eine Stunde lang den Sandkasten auf dem Spielplatz mit einem geteilt hat, ist kurzerhand ein „Freund“.
Und später in der Schulklasse dürfen sich praktisch alle im „Freundebuch“ verewigen, selbst wenn es außer der Klassengemeinschaft keine Gemeinsamkeiten und großen Sympathien gibt und die „Freundschaft“ spätestens dann endet, wenn sich nach der vierten Klasse die Wege trennen.

Das Bild der wahren Freundschaft, der allerbesten Freundinnen oder Kumpel auf Lebenszeit ist jedoch so omnipräsent, dass es fast selbstverständlich erscheint.
In Kinderbüchern, in Kinderfilmen und in Hörspielen gibt es gefühlt immer DIE besten Freundinnen, die auf ewig unzertrennlich sind, oder die besten Freunde, die sich gemeinsam alle Abenteuern stellen, allen Höhen und Tiefen des Lebens Seite an Seite entgegentreten.

Umso schmerzhafter mag es sich dann anfühlen, wenn das eigene Kind sich gerade nicht glücklich schätzen kann, einen solchen Freund oder eine solche Freundin an seiner Seite zu wissen.

Die Gründe dafür können vielfältig sein: Ein Umzug kann dazu führen, dass Freundschaften auseinander gehen, im jungen Kindesalter nach kurzer Zeit gar ganz in Vergessenheit geraten!
Wege können sich trennen, wenn nach der Spielgruppe nicht derselbe Kindergarten, nach dem Kindergarten nicht dieselbe Grundschule, nach der Grundschule nicht mehr dieselbe weiterführende Schule besucht wird.
Andere Kinder können vertraute Konstellationen stören, Vertrauensbrüche das Ende einer Freundschaft einleiten, Interessen schlichtweg auseinander gehen, sodass irgendwann der Freundschaft die gemeinsame Basis fehlt.

Ein Grund kann aber auch sein: Das Kind hat einfach noch nicht Freundschaften schließen können.
„Bekanntschaften“ natürlich. Auch findet es in der Kita vielleicht immer jemanden zum Spielen und steht augenscheinlich nie alleine da.
Aber darüber hinaus gibt es weder Anfragen, das gemeinsame Spiel am Nachmittag fortzusetzen, noch flattern Einladungen zu Kindergeburtstagen ins Haus?

Dann stellt sich vielleicht zunächst die Frage „Braucht mein Kind überhaupt Freunde?“.
Vielleicht ist es ohne ja auch ganz zufrieden?

Folgende 10 Erfahrungen aus Elternsicht, was alles Freundschaft unter Gleichaltrigen so wertvoll macht, sprechen eindeutig für die Wichtigkeit der Freundschaft:

1 „Wir sind Freunde!“
So banal es klingt: Um wissen, was Freundschaft bedeutet, was sie ausmacht, wie man sie erkennt, muss man jemanden treffen, mit dem man dies erfahren kann.

2 „Gemeinsam sind wir stark!“
Sei es, gegenüber den Eltern die gemeinsamen Übernachtungspläne durchzusetzen, Unvorhersehbarkeiten des Schulwegs zu meistern oder sich nachmittags auf dem Spielplatz gegen andere zu behaupten. Einen besten Freund oder eine beste Freundin an der Seite zu wissen, macht mutig, selbstbewusst und stark.

3 „Das wissen nur wir beide!“
Eltern und Geschwister müssen auch nicht alles wissen! Geheimnisse mit der besten Freundin zu haben, das ist spannend, das sorgt für ein Kribbeln im Bauch, das schweißt zusammen und ist einfach ein gutes Gefühl, wenn man weiß, dass die Lippen derer anderen gegenüber felsenfest verschlossen bleiben werden.

4 „Mit dir macht es am meisten Spaß!“
Mit dem Puppenhaus spielen, im Kaufmannsladen verhandeln oder mit Inlineskates auf der Spielstraße herum düsen: Das kann man natürlich auch mit Mama oder Papa, Bruder oder Schwester machen. Richtig Feuer und Flamme dafür werden aber nur Gleichaltrige mit gleichen Interessen sein, mit denen es naturgemäß dann auch am meisten Spaß macht!

5 „Du bist nicht mehr meine Freundin!“
Im Spiel, im Kindergartenalltag oder in der Schulklasse kochen Emotionen schnell hoch; wegen Nichtigkeiten lässt es sich schnell in die Haare geraten.
Eine wahre Freundschaft hält dieses jedoch aus und die Versöhnung wird nicht lange auf sich warten lasen.
Was Kinder daraus lernen: Streit muss man auch mal in Kauf nehmen und aushalten können. Seine Meinung auch mal klar und deutlich vertreten, wenn diese nicht auf Gegenliebe stößt.
Und: Zu einer Freundschaft gehört auch, ein Stück weit nachgeben, sich entschuldigen, vergeben und vergessen zu können. Weil es die Freundschaft einfach wert ist!

6 „Bei euch ist alles ein bisschen anders“
Sich nachmittags zu verabreden bedeutet für Kinder auch, andere Wohnungen, andere Eltern, andere Familienkonstellationen kennenzulernen, andere Kinderzimmer zu sehen, sich mit anderem Spielzeug zu beschäftigen. Kein Familienleben ist wie das andere, für Kinder ist dies einfach sehr spannend zu erleben und manchmal öffnet es auch die Augen, dass unerfüllte Wünsche an das eigene Familienleben (jüngere oder ältere Geschwister, Haustiere …) in der Realität vielleicht so gar nicht den Traum-Vorstellungen entsprechen.

7 „Ich kann schneller laufen, du kannst schöner singen!“
Sich mit anderen messen, mal in etwas besser sein, mal aber auch der besten Freundin gönnen können und neidlos anerkennen, dass sie schönere Haare, das größere Talent beim Zeichnen oder Flötespielen besitzt, ist eine wertvolle Fähigkeit fürs ganze Leben, die sich in einer Freundschaft leicht übt.

8 „Wir sind immer füreinander da!“
Gemeinsam schöne Dinge zu erleben, ist ein Leichtes. Den besten Freund nach der verhauene Mathe-Arbeit trösten zu können, mit ihm zusammen stundenlang nach dem verlorenen Hausschlüssel zu suchen oder den Anblick von Tränen und blutendem Knie zu ertragen, darin zeigt sich die wahre Qualität der Freundschaft.

9 „Hast du heute Zeit?“
Eine Freundschaft ist kein Selbstläufer, sondern will gepflegt sein.
Kindern ist diese „Arbeit“ nicht bewusst, solange sie Kindergartengruppe oder Schulklasse teilen.
In späteren Jahren aber wird sie häufig umso wichtiger: Sich melden, sich verabreden, etwas gemeinsam unternehmen, auch wenn die Zeit eigentlich mal wieder knapp ist.
Nicht immer darauf warten, dass der andere die Freundschaft am Leben erhält, sondern selbst aktiv werden. Die kleinen, sprichwörtlich die Freundschaft erhaltenden Geschenke nicht vergessen, Geburtstage nicht verbummeln, sich „einfach mal so“ nach Stimmung, Wohlergeben und Neuigkeiten erkunden.
Das alles wird immer wertvoller, wenn man sich eines Tages vielleicht nicht mehr tagtäglich selbstverständlich über den Weg läuft, und kann hier und da schon „geübt“ werden, solange dies noch der Fall ist.

10 „Das werden wir nie vergessen!“
Manch eine Kindheitserinnerung verblasst, manch andere bleibt (auch dank eines gut gepflegten Fotoalbums) ewig lebendig. Wie wunderbar, wenn man diese mit Freundschaften verbinden kann, die einem wirklich etwas bedeuten.
Wenn man schöne Ereignisse, besondere Erlebnisse und Highlights der Kindheit nicht nur mit einem Datum in Verbindung bringt, sondern auch mit einem Gesicht vor Augen, einer Stimme im Ohr und der Erinnerung an ein Lachen, das einem auch nach vielen Jahren noch ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern vermag!

Nach diesen vielen guten Argumenten für die wahre Freundschaft beschäftigen wir uns übermorgen hier mit der Frage: „Was tun, wenn das Kind partout keine Freunde zu finden scheint?“

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