Frauenarzt wechseln während schwangerschaft

Nach der Geburt
 Der erste Gang zum Frauenarzt

  • Bei der vaginalen Untersuchung wird die Lage und Größe der Gebärmutter untersucht.
  • Untersuchung des Muttermunds, der Scheide und des Dammbereichs
  • Generelle Kontrolle der Rückbildung
  • Kontrolle von Blutdruck und Gewicht
  • Untersuchung der Brüste
  • Abstrich

Im Prinzip handelt es sich um eine gewöhnliche Untersuchung. Ganz wichtig: Hier ist Platz für alle Fragen, die Sie auf dem Herzen haben:

Besprechen Sie bei diesem ersten Frauenarztbesuch nach der Geburt Fragen zur Verhütung nach der Geburt und während der Stillzeit. Wenn Sie schon wieder Sex hatten und dabei Schmerzen verspürt haben: Sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt darauf an. Haben Sie das Gefühl, Ihr Beckenboden ist noch nicht so stabil wie er sein sollte? Nach der Geburt leiden viele Frauen unter dem Problem, dass sie beim Husten, Lachen und Niesen kleine Mengen an Urin verlieren. In den allermeisten Fällen beseitigt ein regelmäßiges Beckenbodentraining dieses lästige Übel. Aber scheuen Sie sich nicht, Ihren Arzt darauf anzusprechen.

Das Ausbleiben der Regel ist bei den meisten Frauen das erste Zeichen der Schwangerschaft (Gravidität). Es ist allerdings kein sicheres Schwangerschaftszeichen, da die wenigsten Frauen einen exakt regelmäßigen Zyklus haben. Prüfungsstress, Flugreisen oder eine Erkältung reichen bei vielen Frauen aus, um die Regel gehörig aus der Bahn zu bringen.

Häufig bemerken Frauen an sich weitere Frühzeichen einer Schwangerschaft, z. B. ein Ziehen in den Brüsten oder deren Größenzunahme. Aber auch dies sind keine verlässlichen Zeichen.

Zu den 09j01sicheren Schwangerschaftszeichen gehören:

  • Der Nachweis des Embryos in seiner Fruchtblase im Ultraschall ab der 5. Schwangerschaftswoche (SSW)
  • Der Nachweis der kindlichen Herztätigkeit im Ultraschall ab der 7. SSW
  • Zu 99 % auch die positive Reaktion eines frei verkäuflichen Schwangerschaftstestes. Dieser misst das von der Plazenta (Mutterkuchen) produzierte Hormon Beta-HCG im Urin der Mutter. Da es jedoch auch HCG-produzierende Tumoren gibt (Blasenmole) ist der HCG-Nachweis kein absolut sicheres Schwangerschaftszeichen.

Schwangerschaftstest. Praktisch und schnell kann jede Frau mit einem Schwangerschaftstest aus der Drogerie oder Apotheke feststellen, ob sie schwanger ist oder nicht. Der Test funktioniert allerdings frühestens am Tag der ausbleibenden Monatsblutung; wer einen unregelmäßigen Zyklus hat, sollte aber 1–3 Tage warten, um den Test nicht wiederholen zu müssen. Der Test weist im Urin das Schwangerschaftshormon Beta-HCG nach. Es empfiehlt sich, den Test morgens nach dem Aufwachen zu machen, da der Urin und das darin enthaltene Beta-HCG dann besonders konzentriert sind. Besteht eine Schwangerschaft, wird dieses Hormon vom Mutterkuchen gebildet. Die Zuverlässigkeit des Urintests ist heute sehr hoch – sie liegt bei rund 99 %.

Wer ganz schnell Gewissheit haben möchte, kann beim Frauenarzt das Blut untersuchen lassen. Im Blut lässt sich bereits elf Tage nach der Befruchtung, also noch vor Ausbleiben der Regelblutung, ein Beta-HCG-Anstieg feststellen.

Sofort zum Frauenarzt beim positiven Schwangerschaftstest? Manche Frauen fühlen sich unsicher oder glauben, sich sofort umfassend auf eventuelle Risiken ihrer Schwangerschaft untersuchen lassen zu müssen. Tatsache jedoch ist: Der Frauenarzt kann die Schwangerschaft erst zwei oder drei Wochen nach dem Ausbleiben der Regel, dann aber mit dem Ultraschall sehr gut beurteilen, insbesondere gelingt dann der Ausschluss einer Eileiterschwangerschaft sicher.

Die erste frauenärztliche Untersuchung

Mit dem ersten Besuch beim Frauenarzt beginnt die Schwangerschaftsvorsorge. Sie sieht in den ersten vier Monaten alle vier Wochen den Gang zum Frauenarzt vor, in den darauf folgenden drei Monaten alle drei Wochen, in den nächsten zwei Monaten alle zwei Wochen und im letzten, zehnten Monat, jede Woche. Die erste Untersuchung umfasst:

  • Die Erfragung allgemeiner und gynäkologischer Vorerkrankungen sowie den Verlauf vorausgegangener Schwangerschaften.
  • Die Errechnung des voraussichtlichen Geburtstermins nach der Naegele-Regel. Die meisten Frauenärzte benutzen dazu eine kleine Drehscheibe, auf der sie nach Einstellen des Datums der letzten Regelblutung den Geburtstermin ablesen.
  • Die Erstberatung zu Ernährung, zu allgemeinen Belastungen und zur Geburt (z. B. Geburtsvorbereitungskurse, Entbindungsabteilungen), gegebenenfalls auch Informationen zu einer genetischen Beratung.
  • Laboruntersuchungen: Urinuntersuchung zur Erfassung einer erhöhten Zuckerausscheidung im Urin (Hinweis auf Schwangerschaftsdiabetes) und eines Harnweginfekts; eine Blutuntersuchung zur Bestimmung der Blutgruppe und des Rhesusfaktors sowie des Hämoglobinwerts zum Ausschluss einer Blutarmut; Antikörperbestimmung im Blut auf Syphilis, Röteln, Hepatitis B und gegebenenfalls auch HIV/AIDS (ein HIV-Test wird nur mit ausdrücklichem Einverständnis der Schwangeren durchgeführt) oder Toxoplasmose (als Selbstzahlerleistung).
  • Körperliche Untersuchung mit Feststellung des Körpergewichts, Blutdruckmessung (da ein erhöhter Blutdruck Mutter und Kind gefährden kann), vaginaler Untersuchung zur Beurteilung der Lage der Gebärmutter im Becken und zur Kontrolle des Muttermunds einschließlich eines Abstrichs zur Untersuchung auf Chlamydien, Tastuntersuchung der Brust, Untersuchung der Beine auf Wassereinlagerungen und Krampfadern.

Auch ein Ultraschall wird durchgeführt, meist über die Scheide (vaginal). Der Vaginalultraschall ist für die meisten Frauen zwar etwas unangenehmer als der Ultraschall durch die Bauchdecke, ergibt aber wesentlich bessere Bilder. Zudem muss beim Vaginalultraschall die Harnblase nicht gefüllt sein – im Gegensatz zum Ultraschall durch die Bauchdecke, bei dem rund eine Stunde vor der Untersuchung reichlich getrunken werden muss ohne zur Toilette zu gehen.

Die Befunde der Schwangerschaftsvorsorge werden in den Mutterpass eingetragen. Bei einer Risikoschwangerschaft mit erhöhter Gefahr für Mutter oder Kind werden zusätzliche Untersuchungen durchgeführt. Die Schwangere sollte auch bei einer gesunden Schwangerschaft keinen Vorsorgetermin verschieben oder ausfallen lassen.

Sieht man vom Ultraschall ab, ist dieses Vorsorgeprogramm seit seiner Einführung durch die Krankenversicherungen in den 1960er Jahren in etwa gleich geblieben. Schwangere und ihre Ärzte erhoffen sich durch all diese Untersuchungen einen Nutzen für Mutter und Kind. Tatsache ist aber auch, dass in Deutschland keine systematischen Untersuchungen zur Brauchbarkeit dieses Systems vorliegen. Daten einzelner Bundesländer zur Gesundheit von Neugeborenen zeigen, dass sich die Zahl der Kindstode während der Schwangerschaft in den letzten 20 Jahren trotz engmaschiger Betreuung nicht messbar verringert hat. Die Müttersterblichkeit halbierte sich zwar im 20. Jahrhundert alle zehn Jahre, doch ohne dass die Einführung der Vorsorgeuntersuchungen diesen Prozess erkennbar beschleunigt hätte. Die Frage, wie oft eine Schwangere ohne erkennbare Risiken zum Arzt gehen sollte, ist also keineswegs endgültig beantwortet.

Sondertext: Berechnung des voraussichtlichen Geburtstermins

Weiterlesen:

  • Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft
  • Beruf und gesetzliche Regelungen in der Schwangerschaft
  • Körperliche Veränderungen in der Schwangerschaft

Autoren

Dr. med. Katja Flieger, Dr. med. Arne Schäffler | zuletzt geändert am 30.04.2019 um 09:23 Uhr

Frauenarzt wechseln in der Schwangerschaft – ist das möglich?

Hin und wieder kommt es vor, dass sich Schwangere bei ihrem behandelnden Frauenarzt nicht mehr wohlfühlen und gern zu einem anderen Arzt wechseln würden. Doch ist das so einfach möglich, auch innerhalb eines Quartals? Hier gibt’s die Antwort.

„Ich fühlte mich nicht ernst genommen, allein gelassen und verunsichert“

Unsere Leserin Jenny berichtet:
Früher hätte ich nichts auf meinen Frauenarzt kommen lassen. Bei den jährlichen Routineuntersuchungen wirkte er auf mich sehr kompetent und sympathisch und nahm sich Zeit. Ich war rundum zufrieden mit ihm.

Das alles änderte sich leider, als ich das erste Mal schwanger wurde. Nun wollte ich alles genauer wissen, hatte natürlich viele Fragen und auch einige Sorgen. Leider ging mein Arzt nicht darauf ein. Ich war nur eine von vielen Schwangeren, die zu diesem Zeitpunkt auf seiner täglichen Patientenliste standen. Und in seiner jahrzehntelangen Tätigkeit als Frauenarzt hatte er auch schon unzählig viele Schwangerschaften betreut – er war routiniert. Doch leider ging ihm dabei wohl irgendwann das Einfühlungsvermögen verloren.
Es ging damit los, dass er Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit und heftiges Sodbrennen nicht ernst nahm – das wären eben Dinge, die man durchmachen müsse. Deshalb gab er auch keine Tipps zu Hausmitteln geschweige denn möglichen Medikamenten. Stattdessen verunsicherte er mich mit Informationsbrocken zu anderen Symptomen und Untersuchungen und verwies mich auf Internetseiten, auf denen ich mich ja weiter darüber informieren könne. Außerdem verschrieb er mir ein Progesteronmittel, wies mich aber nicht darauf hin, dass man dieses dem geschundenen Magen zuliebe nicht schlucken muss, sondern auch vaginal einnehmen kann – diese Info habe ich mir schließlich er-googelt. Dafür drückte er mir beim nächsten Termin verschiedene Flyer für pränatal-diagnostische Untersuchungen in die Hand, ohne mich so wirklich über die Gründe dafür, die Abläufe und die potentiellen Ergebnisse aufzuklären. Er ließ mich völlig allein bei der Entscheidung für oder gegen die freiwilligen Tests beziehungsweise gab er mir das Gefühl, als gehörten sie mittlerweile zur Standard-Vorsorge und man müsse darüber nicht mehr viele Worte verlieren.
So verbrachte ich die ersten 14 Schwangerschaftswochen, unter schwerstem Sodbrennen und Übelkeit leidend, damit, auf eigene Faust im Internet zu recherchieren und mir den Kopf darüber zu zerbrechen, wie der Arzt dieses und jenes gemeint haben könnte, ob ich bestimmte IGeL in Anspruch nehmen sollte und ob mit mir und meinem Kind alles in Ordnung sei. Statt über alle Maßen glücklich zu sein, war ich ein nervliches Wrack voller Angst und Zweifel.

Schwangerschaft

Frag nicht Google, frag deinen Bauch

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Wichtiges Vertrauensverhältnis zwischen Frauenarzt und schwangerer Patientin

So wie Jenny machen leider immer wieder schwangere Frauen schlechte Erfahrungen mit ihrem Gynäkologen. Dabei ist das Vertrauensverhältnis zwischen einer Schwangeren und ihrem Frauenarzt so unheimlich wichtig! Schließlich geht es nicht nur um das Wohl der Mutter, sondern auch um das Wohl des ungeborenen Kindes. Als werdende Mutter muss man sich bei seinem Arzt einfach gut aufgehoben und umfassend informiert und beraten fühlen, um wichtige Entscheidungen für sich und sein Kind treffen zu können. Außerdem möchte eine werdende Mutter, so wie jeder andere Patient beim Arzt, natürlich in ihren Beschwerden und Sorgen ernst genommen werden – ihr hilft es nicht, wenn ein routinierter Arzt diese lediglich mit einem Schulterzucken als „normal“ abtut.
Doch was können Jenny und andere Betroffene in einer solchen Situation tun? Natürlich sollten sie in erster Linie das Gespräch mit dem Arzt suchen und ihn darauf hinweisen, dass sie sich mehr Aufklärung wünschen. Insbesondere, wenn der Arzt zuvor eigentlich als kompetent und sympathisch empfunden wurde, kann es durchaus sein, dass seine erfahrungsbedingte Routine im Umgang mit Schwangeren von der Patientin einfach falsch aufgefasst wird.
Grundsätzlich hat der Arzt die Pflicht zur Aufklärung über Untersuchungen und Behandlungsmethoden und zwar in verständlicher Sprache. Drückt sich der Arzt für die Patientin unverständlich aus oder fühlt sich die Patientin nicht ausreichend informiert, sollte sie ihrem Arzt dies mitteilen. Er muss sich die Zeit nehmen, alle Unklarheiten in einem persönlichen Gespräch aufzulösen.
Fühlt sich eine Schwangere bei ihrem Frauenarzt (dennoch) nicht gut aufgehoben, steht es ihr zudem frei, sich einen neuen Arzt zu suchen.

Schwangerschaft

Schwangerschaftsvorsorge: Welche Leistungen zahlt die Krankenkasse?

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Frauenarztwechsel in der Schwangerschaft

Gesetzlich versicherte Patientinnen dürfen sich unter den niedergelassenen, an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Haus- und Fachärzten den aussuchen, zu dem sie gehen möchten. Am einfachsten ist der Wechsel zum neuen Quartal, wenn der neue Abrechnungszeitraum für die Ärzte beginnt. Doch auch innerhalb eines Quartals ist ein Facharztwechsel möglich, wenn dafür ein wichtiger Grund vorliegt, erklärt Jann Ohlendorf von der UPD Patientenberatung Deutschland gGmbH. Dazu zählt auch ein gestörtes Arzt-Patienten-Verhältnis. So viel zur Theorie.
In der Praxis sieht es allerdings so aus, dass einige Leistungen im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge durch den Frauenarzt nur einmal abrechenbar sind. Das heißt, dass der neue Frauenarzt im aktuellen Quartal manche Untersuchungen gegebenenfalls nicht mehr abrechnen kann. In Folge dessen kann er die Annahme der neuen Patientin innerhalb des vorliegenden Quartals möglicherweise verweigern. Verständlich, schließlich möchte auch der neue Arzt für seine Leistungen gerecht bezahlt werden. Grundsätzlich ist die Abrechnung beziehungsweise das Budget des Arztes jedoch kein Grund, die Behandlung eines Patienten abzulehnen, informiert der Experte der Unabhängigen Patientenberatung. Da hilft im Zweifel nur: Direkt beim neuen Wunsch-Arzt nachfragen!
Noch ein Tipp vom Experten: Beim Arztwechsel kann es hilfreich sein, eine Kopie der Patientenakte mitzubringen, sodass der neue Arzt die bisherige Behandlung nachvollziehen kann. Die Kopie können Sie beim bisherigen Arzt anfordern, gegebenenfalls fallen dabei jedoch Kosten für Sie an. Alternativ kann auch der neue Arzt die Akten von der alten Praxis anfordern.

Bei Fragen zu Patientenrechten: Individuell beraten lassen

Stecken Sie in einer ähnlichen Situation wie Jenny oder haben andere Fragen zu Ihren Patientenrechten, können Sie sich Auskunft über die UPD Patientenberatung einholen. Die telefonische Beratung der UPD steht über kostenlose Rufnummern auf Deutsch, Türkisch, Russisch und Arabisch zur Verfügung. Zudem gibt es die Möglichkeit einer Online-Beratung per E-Mail oder Online-Plattform.
Beratung in deutscher Sprache unter der Telefonnummer: 0800 011 77 22
(montags bis freitags 8 – 22 Uhr, samstags 8 – 18 Uhr)
Die Adressen der 30 Vor-Ort-Beratungsstellen sowie eine Übersicht über die 100 Städte, in denen das Beratungsmobil Halt macht, finden Sie unter www.patientenberatung.de.

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Hebammen-Tipps für die Schwangerschaft

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Ärztliche Behandlung während der Schwangerschaft

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Frauenarzt wechseln in der SS? Erfahrungen?

Hallo,
du kannst deinen Arzt frei wählen und somit auch während der Schwangerschaft deine Frauenärztin wechseln.
Ich selbst habe meine Frauenärztin nach der 14. SSW gewechselt. Ich habe dazu mit meiner Krankenkasse telefoniert, welche mir mitteilte, dass die neue Frauenärztin zwar keine Pauschale zur Schwangerschaftsbetreuung erhält (die bekommt immer die Frauenärztin/der Frauenarzt, bei der/dem man das erste Mal im Quartal war), aber alle erbrachten Leistungen über die Standardziffern abrechnen kann. Gleichzeitig sagte mir meine Krankenkasse, dass viele Praxen Frauen abweisen, wenn sie die Schwangerschaftspauschale nicht bekommen und sie mir in diesem Fall über Anfrage bei der kassenärztlichen Vereinigung Vorschläge zu Frauenärzten machen können, die auch ohne Erhalt dieser Pauschale behandeln.
Letztlich war es so, dass meine neue Frauenärztin die Pauschale zur Schwangerschaftsbetreuung von mir privat bezahlt bekommen wollte (irgendwas um die 115€) und die Praxis widersprach auch den Ausführungen der Krankenkasse, d.h. sie haben wohl von der kassenärztlichen Vereinigung irgendwann mal ein Hinweisblatt bekommen, dass bei Wechseln im Quartal die Pauschale privat zu zahlen ist. Meine aktuelle Frauenärztin war auch etwas empört, dass meine Krankenkasse Praxen in so einem schlechten Licht dastehen lassen. Was nun richtig ist, keine Ahnung, da mir jeder etwas anderes erzählt hat.
Da ich den Weg aufgrund von Kreislaufproblemen zu meiner vorherigen Frauenärztin nicht mehr sorgenfrei geschafft habe und ich die neue Frauenärztin noch aus Teeniezeiten kannte und zufrieden mit ihr war, habe ich letztlich die Pauschale selbst bezahlt und habe es auch nicht bereut.
Bis auf diese Pauschle gab es aber bei mir keine anderen Fallstricke oder Probleme.
Wenn du aktuell keinen favorisierten neuen Arzt hast, kannst du ja auch mal bei deiner Krankenkasse nach Frauenärzten fragen, wo keine Pauschale durch dich gezahlt werden muss.
Ach so und wenn du einfach zum neuen Quartal wechselst, bekommt dein neuer Frauenarzt auch ganz normal von der Krankenkasse die Pauschale gezahlt und es gibt nicht dieses Problem, ob man die Pauschale ggf. selbst zahlen muss.
Liebe Grüße!

Kriterien für einen guten Frauenarzt

Frauenarzt oder Frauenärztin?

Eine Frage stellen sich die meisten Frauen: Soll es ein Frauenarzt oder eine Frauenärztin sein? Pauschal lässt sich darauf keine Antwort finden. Wenn ein Arzt sich dafür entscheidet, als Gynäkologe und Geburtshelfer zu praktizieren, verbindet er damit ebenso wie eine Frauenärztin hohe Ansprüche an sich selbst, Engagement und oft großen Idealismus.

In schwierigen Situationen wird ein guter Frauenarzt seine Patientinnen ebenfalls emotional begleiten. Um wirksam helfen zu können, brauchen umgekehrt Arzt und Ärztin eine gewisse emotionale Distanz zu ihren Patienten.

Kurz, die fachliche und menschliche Qualität der Behandlung unterscheidet sich zwischen (guten) Frauenärztinnen und Frauenärzten nicht. Dass sich viele Frauen bei einer Frauenärztin besser aufgehoben fühlen, hat vor allem mit der Intimität zu tun, die mit gynäkologischen Untersuchungen und Behandlungen verbunden ist.

Generell gilt: Die „Chemie“ zwischen Ihnen und Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt muss stimmen. Oft hat die Entscheidung für einen bestimmten Arzt und seine Praxis auch mit dem persönlichen „Bauchgefühl“ zu tun.

Einige objektive Kriterien für einen guten Frauenarzt

Trotzdem gibt es einige objektive Kriterien, an denen Sie einen guten Frauenarzt erkennen können. Dabei spielen sowohl die Abläufe in der Praxis als auch die Art und Weise, wie Arzt und Praxispersonal mit den Patientinnen umgehen, eine Rolle. Ein guter Frauenarzt wird in seiner Praxis auf die folgenden Punkte achten:

1. Empfangsbereich, Praxispersonal, Terminvergabe

Ob Sie einen guten Frauenarzt gefunden haben, erkennen Sie oft schon im Empfangsbereich. Behandelt Sie das Praxispersonal respektvoll? Haben Sie den Eindruck, dass auch die Praxismitarbeiter fachlich und menschlich kompetent sind? Ist die Praxis gut organisiert? Und am wichtigsten: Fühlen Sie sich wohl? Ein wichtiges Kriterium für einen guten Frauenarzt ist auch, ob Sie in Notfällen am selben Tag einen Termin erhalten können – in einer gut geführten Praxis eine Selbstverständlichkeit.

2. Das Arztgespräch

Nimmt Ihr Arzt sich Zeit für Sie? Und behandelt er Sie dabei mit Respekt? Ein guter Frauenarzt achtet auf ein ausführliches Vorgespräch, in dem es um Ihr Befinden, beim ersten Besuch in seiner Praxis auch um Ihre Krankengeschichte sowie um Ihre Fragen und Probleme geht. Außerdem separiert er den Gesprächsbereich vom eigentlichen Behandlungsraum und sorgt damit vor der Untersuchung für eine angenehme und entspannte Atmosphäre.

3. Die Untersuchung

Bei einer gynäkologischen Untersuchung in einer guten Praxis sind Sie nie völlig unbekleidet: Während der Vaginaluntersuchung tragen Sie BH und Oberteil, während der Untersuchung Ihrer Brust können Sie Rock oder Hose anbehalten. Dass das Behandlungszimmer sauber ist, alle Instrumente desinfiziert sind und Ihr Arzt Sie nur mit Einweghandschuhen untersucht, sollte selbstverständlich sein.

Ein guter Frauenarzt erklärt während der Untersuchung, was er gerade macht, was er ertastet oder was auf dem Ultraschallbild zu sehen ist, weist Sie darauf hin, wenn es während der Untersuchung etwas unangenehmer wird und akzeptiert auch, wenn Sie Ihm eine Frage stellen. Natürlich klärt er Sie auch über die Ergebnisse der Untersuchung auf, erklärt Ihnen erforderliche Behandlungen oder weitere Untersuchungen und nimmt sich Zeit für Ihre Fragen.

4. Vorsorgeuntersuchungen und kostenpflichtige Behandlungen

Ein guter Frauenarzt behält auch Ihre Vorsorgeuntersuchungen im Blick. Er bietet Ihnen die Vorsorge auch an, wenn Sie nicht explizit danach fragen und weist Sie auf die nächsten Termine für Ihre Gesundheitsvorsorge hin.

Die Kosten für einige individuelle Gesundheitsleistungen – die sogenannten IGeL-Leistungen – werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht getragen. Falls er Ihnen diese als Behandlungsoption oder ergänzende Therapien vorschlägt, wird ein guter Frauenarzt Ihnen die Gründe dafür sowie den Kostenrahmen ausführlich erläutern.

5. Fachliche Kompetenz

Bei den Therapievorschlägen Ihres Frauenarztes geht es natürlich in erster Linie um seine fachliche Kompetenz. Nicht immer werden Sie eine Diagnose oder einen Behandlungsvorschlag sofort nachvollziehen können.

Ein guter Frauenarzt ist in der Lage, Ihnen auch in komplizierteren Situationen alle relevanten Informationen so aufzubereiten, dass diese für Sie verständlich werden und Sie im Hinblick auf medikamentöse Therapien, weitere Untersuchungen oder Operationen eine informierte und bewusste Entscheidung treffen können. Falls medizinisch möglich, bietet er Ihnen nicht nur eine Therapieoption, sondern auch Behandlungsalternativen an.

6. Menschliche Kompetenz

Natürlich ist auch wichtig, wie Ihr Arzt mit Ihren Fragen, Unsicherheiten oder Ängsten umgeht. Ein guter Frauenarzt nimmt Sie und alle Ihre Fragen ernst. Er sorgt für eine positive Kommunikation, informiert Sie sachlich und begegnet Ihnen dabei mit Ruhe und Gelassenheit.

Und wie finde ich einen guten Frauenarzt?

Einen guten Frauenarzt zu finden, ist nicht immer ganz einfach. Adressen von Gynäkologen an Ihrem Wohnort finden Sie natürlich im Telefonbuch, in Branchenbüchern und im Internet. Oft erweist sich auch ein solcher Zufallstreffer als eine sehr gute und in vielen Fällen dauerhafte Wahl. Auch Empfehlungen von Familienangehörigen, Freunden oder Ihrem Hausarzt sprechen oft für einen guten Frauenarzt.

Viele Ärzte stellen sich, ihr Team und ihre Praxis inzwischen auch auf einer eigenen Homepage recht ausführlich vor und geben Ihnen damit ebenfalls wichtige Hinweise für Ihre Arztentscheidung. Ob Sie sich bei einem bestimmten Arzt und in seiner Praxis wirklich in guten Händen fühlen, werden Sie erst nach dem ersten persönlichen Kontakt endgültig wissen.

Geteilte Schwangerenvorsorge

Ein Schreiben von einem Frauenarzt erregte Anfang November 2016 die Gemüter. Eine gesetzlich versicherte Schwangere, die einen Vorsorgetermin in einer gynäkologischen Praxis wahrnehmen wollte, wurde vom untersuchenden Arzt zur Unterschrift auf einer Erklärung genötigt.

In der Erklärung wird formuliert: „Aus diesem Grund ist uns eine Behandlung nur noch möglich, wenn die Schwangeren uns schriftlich versichern, dass weder eine gleichzeitige Hebammenvorsorge noch eine Behandlung durch einen anderen Arzt im gleichen Quartal stattfindet oder stattgefunden hat.“ Weiterhin soll mit der Unterschrift bestätigt werden, dass ein Arztwechsel im Quartal nicht möglich sei, und die erbrachten Leistungen laut Gebührenordnung dann privat in Rechnung gestellt werden würden.

Das Netzwerk der Elterninitiativen für Geburtskultur wendet sich mit einem offenen Brief an den Verfasser des Schriftstückes, die Ärztekammer Westfalen-Lippe, die Bundesärztekammer, die Patientenbeauftrage des Landes Nordrhein Westfalen, das Bundesgesundheitsministerium, das Bundesfamilienministerium, den Familienausschuss im Deutschen Bundestag und den Gesundheitsausschuss im Deutschen Bundestag und bittet um zügige Klärung und Stellungnahme zum Nötigungsversuch in dieser Arztpraxis.

Laut den geltenden Mutterschaftsrichtlinien können alle Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft auch von einer Hebamme durchgeführt werden. Einzige Ausnahme bildet der Ultraschall. Dazu muss die Schwangere eine gynäkologische Praxis aufsuchen. Lässt nun eine werdende Mutter die Vorsorgeuntersuchungen bei einer Hebamme ausführen, geht aber für die Ultraschalluntersuchung zum Gynäkologen, so kann dieser nicht die Quartalspauschale für die gesamte Vorsorge in Anspruch nehmen, sondern kann nur die „Einzelposition Ultraschall“ abrechnen.

Diese Entwicklung ist manchen Frauenärzten ein Dorn im Auge. Es sind sogar Fälle bekannt geworden, wo sich Ärzte geweigert haben die Schwangerenvorsorge mit Hebammen zu teilen, denn das bedeutet auch geteiltes Budget.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat sich in dieser Frage klar positioniert: Weigert sich der Arzt eine Vorsorgeuntersuchung durchzuführen, wie beispielsweise den Ultraschall, weil parallel die Hebamme ebenfalls Vorsorgeuntersuchungen durchführt und im Mutterpass dokumentiert, dann ist das ein Vertragsverstoß und der Arzt riskiert seine Kassenzulassung.

Ein Arztwechsel im Quartal ist auf jeden Fall möglich. Es gibt nicht nur fachliche und sachliche Gründe dafür, einen neuen Arzt mit der weiteren Vorsorge zu beauftragen, sondern auch emotionale. Ist die schwangere Frau unzufrieden mit ihrer bisherigen gynäkologischen Betreuung, zum Beispiel wegen unzureichender Kommunikation, unnötiger Eingriffe, fehlender Aufklärung oder weil es zwischenmenschlich überhaupt nicht passt, kann sie jederzeit den Arzt wechseln.

(Netzwerk der Elterninitiativen für Geburtskultur, 30.11.2016)

Rubrik: Politik & Gesellschaft

Erscheinungsdatum: 15.12.2016

In der Schwangerschaft muss man zum Frauenarzt

…möglichst direkt nach Feststellung der Schwangerschaft. Nein, muss man nicht. Ob die Schwangerschaft stabil ist, kann mit dem Arztbesuch nicht beeinflusst werden. Die Fälle, in denen Vorerkrankungen eine Medikation zum Halten der Schwangerschaft erforderlich machen, sind hier natürlich ausgenommen.

Besteht keine solche Indikation für einen frühen Arztbesuch, kann dieser die Schwangere im Fall eher beunruhigen als gut tun, wenn man im Ultraschall nämlich noch keinen Embryo sehen kann. Dann gibt es einen Kontrolltermin, es muss nochmals geschaut und gemessen werden…

Zumal wenn Unklarheit über den Empfängnistermin besteht, kann diese Zeit sehr belastend sein, wenn die Schwangere etwa erst in der 5. statt wie angenommen in der 6. Woche ist und es aussieht, als sei die Fruchthöhle leer, weil der Embryo sich nicht entwickelt hätte.

Wenn die Schwangerschaft tatsächlich nicht in Ordnung ist, kann dies auch erst zu einem späteren Zeitpunkt festgestellt werden, auch in diesem Fall hilft der frühe Ultraschall nicht. Auch eine Eileiterschwangerschaft kann mit einem zu frühen Ultraschall (vor der 5.-8. Woche) nicht ausgeschlossen werden. Zur relativ genauen Terminbestimmung durch Längenmessung des Embryos reicht auch eine Ultraschalluntersuchung zwischen der 9. und der 11. Woche.

Für die gesamte Dauer der Schwangerschaft ist Hebammenbetreuung genauso umfassend wie eine Vorsorge beim Arzt, dabei hat die Hebamme in der Regel mehr Zeit für ein Beratungsgespräch. Lediglich die bis zu drei im normalen Leistungskatalog der Krankenkassen enthaltenen Ultraschall-Untersuchungen kann die Hebamme nicht durchführen. Zum Abhören der Herztöne sowie zur Gewicht- und Größenabschätzung des Kindes ist ein Ultraschall nicht nötig.

Die Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft

In der Schweiz gehen die meisten Schwangeren zu ihrer ersten Vorsorgeuntersuchung irgendwann im zweiten Monat der Schwangerschaft, sobald sie den ersten Verdacht oder sogar schon ein positives Ergebnis im selbst durchgeführten Schwangerschaftstest haben. Das kann in der 6.-8. Schwangerschaftswoche (SSW) sein. Wundern Sie sich aber nicht, wenn Ihr Frauenarzt oder Ihre Frauenärztin Sie erst in der 11. oder 12. SSW sehen will. Nach der Krankenpflege-Leistungsverordnung ist vor der 16. SSW nämlich nur eine einzige Vorsorgeuntersuchung vorgesehen.

Weitere Termine folgen dann in vierwöchigen Abständen, im letzten Monat alle ein bis zwei Wochen. In unkomplizierten Schwangerschaften reichen in der Regel sieben Kontrollen bis zum Termin aus. Bei einem entsprechenden Anlass (Verdacht auf Komplikationen, Übertragung) können Sie weitere Termine wahrnehmen. Sollten Sie Ihr zweites Kind erwarten, werden Sie möglicherweise noch weniger Vorsorgeuntersuchungen benötigen. Eine pdf-Datei mit dem Plan für die Routinekontrollen (Quelle: Universitäts-Frauenspital Basel) können Sie sich zum Ausdrucken hier herunterladen.

Bei der ersten Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung werden Sie ausführlich befragt und gründlich untersucht. Ein Krebsabstrich wird durchgeführt, eine extrauterine Schwangerschaft ausgeschlossen. Die Blutgruppe wird bestimmt und nach Antikörpern gesucht, die auf durchgemachte oder akute Infektionen (z.B. Röteln, evtl. Toxoplasmose, Hepatitis B) hinweisen können.

Die nachfolgenden monatlichen Vorsorgeuntersuchungen werden meistens kürzer ausfallen als die Erst-Untersuchung. Routinemässig wird dann hauptsächlich Ihr Gewicht, Ihr Blutdruck, der Fundusstand (Oberkante der Gebärmutter) und der Bauchumfang, eine Urinprobe, der Hämoglobingehalt Ihres Blutes, die kindliche Herzaktion und später die Lage des Kindes kontrolliert. Dazu sind zwei Ultraschalluntersuchungen im Routineprogramm vorgesehen. Manchmal wird auch eine vaginale Untersuchung durchgeführt, um den Muttermund und die Grösse der Gebärmutter zu beurteilen.

Weitergehende Untersuchungen werden von den Krankenkassen nur dann bezahlt, wenn bei der Schwangeren spezielle Risiken vorliegen oder Komplikationen auftreten. Das könnte zum Beispiel eine pränataldiagnostische Untersuchung bei höherem Alter der werdenden Mutter oder eine Echokardiographie bei Verdacht auf einen kindlichen Herzfehler sein.

Verläuft die Schwangerschaft unkompliziert, können alle sieben Untersuchungen von einer Hebamme durchgeführt werden. Bei Risikoschwangerschaften ohne schon vorhandene Anzeichen ist jedoch eine Zusammenarbeit der Hebamme mit einer Ärztin oder einem Arzt vorgeschrieben. Sind schon die Anzeichen von Komplikationen vorhanden, darf die Hebamme nur nach ärztlicher Anordnung betreuen.

Während Ihrer Schwangerschaft kommen Sie unter Umständen mit verschiedenen weiteren Spezialisten in Kontakt. Das kann z. B. ein Humangenetiker sein, der Sie hinsichtlich spezieller genetischer Risiken berät, oder eine Ernährungsberaterin, die mit Ihnen spezielle Ernährungsfragen erörtert. Frauen, die an einer chronischen Erkrankung leiden, regelmässig Medikamente nehmen müssen und deshalb als Risikoschwangere gelten, werden in enger Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen medizinischen Fachleuten (wie Diabetologen, Rheumatologen, Neurologen, Psychiater, Hautärzten usw.) betreut.

Newsticker

Hebammenbetreuung | 15.03.2017

Seit dem 1.1.2017 haben schwangere Frauen in der Schweiz die Wahl, sich primär von einem Arzt oder einer Hebamme betreuen zu lassen. In beiden Fällen übernimmt die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) insgesamt sieben Kontrolluntersuchungen. Neben frei praktizierenden Hebammen, die Frauen zu Hause oder in einer eigenen Praxis betreuen, bieten auch einige Spitäler Hebammensprechstunden für gesunde Frauen mit einem normalen Schwangerschaftsverlauf an. Eine Umfrage des Schweizerischen Hebammenverbandes ergab, dass 7% der Frauen sich in der ersten Schwangerschaft hauptsächlich von einer Hebamme betreuen lassen. Beim zweiten Kind sind es bereits 11%, ab dem dritten Kind 21%. Von den ärztlich betreuten Frauen könnten sich 54% vorstellen, zum Hebammenmodell zu wechseln. Frauen mit Risikoschwangerschaften müssen von einem Arzt/einer Ärztin betreut werden. Die neue Regelung sieht auch vor, dass Gynäkologen/-innen schon in der Schwangerschaft für ein Beratungsgespräch zur Hebamme schicken.

Letzte Aktualisierung : 08-04-19, BH

Wann sollte eine Schwan­gere zum Arzt?

Aus folgenden Gründen ist es wichtig, über eine Schwangerschaft Bescheid zu wissen:

  • In wenigen Fällen nistet sich die befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutter, sondern im Eileiter ein (Eileiterschwangerschaft). Dies kann zu schwerwiegenden Komplikationen führen.
  • Die wichtigsten Organe und das Gehirn des Kindes entwickeln sich bereits in den ersten Wochen. Gerade in dieser sensiblen Phase kann durch Einwirkung von Medikamenten und Drogen, Röntgenstrahlen oder Chemikalien die Entwicklung empfindlich gestört werden. Missbildungen oder eine Fehlgeburt sind dann die Folge.
  • Der Arbeitsplatz muss unter Umständen der neuen Situation angepasst werden. Es gilt das Mutterschutzgesetz.
  • Falls es sich um eine unerwünschte Schwangerschaft handelt, kann ein Schwangerschaftsabbruch so früh wie möglich und damit schonender durchgeführt werden.
  • Vorsorgeuntersuchungen sind dazu da, Probleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Wie läuft die erste Untersuchung ab?

Bei der Erstuntersuchung wird die Frau ausführlich nach chronischen und schweren Erkrankungen, Allergien, Operationen, Impfungen und Medikamenten, die sie einnimmt, gefragt. Weiterhin erkundigt der Arzt beziehungsweise die Hebamme sich, ob dies ihre erste Schwangerschaft ist und gegebenenfalls nach dem Verlauf früherer Schwangerschaften.

Im Anschluss findet eine ausführliche körperliche Untersuchung statt. Bei Zweifeln, ob sich das befruchtete Ei am richtigen Ort eingenistet hat oder bei Unsicherheiten über den letzten Regeltermin wird eventuell eine Ultraschalluntersuchung gemacht, die nur ein Arzt durchführen kann.

Der Geburtstermin wird errechnet.

Im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge werden Blut- und Urinuntersuchungen durchgeführt.

Die Ergebnisse des sogenannten Anamnesegesprächs und der Untersuchungen werden im Mutterpass festgehalten. Dieser Pass wird der Schwangeren bei der Erstuntersuchung ausgehändigt und begleitet Sie während der gesamten Schwangerschaft.

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