Fliegen im ersten schwangerschaftsmonat

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Als Schwan­gere fliegen – was Sie beachten sollten (3/5)

Nach Ansicht von Experten ist die Frage, ob und wie Sie während einer Schwangerschaft verreisen können, immer vom Einzelfall abhängig. Die Entscheidung hängt vor allem vom Verlauf Ihrer Schwangerschaft und von der Einschätzung des Arztes ab.

Grundsätzlich gelten folgende Richtwerte, wenn Sie als Schwangere fliegen:

  • Ab der 28. Schwangerschaftswoche: Sie benötigen ein Attest von der Hebamme oder dem Arzt, das bescheinigt, dass Ihre Flugtauglichkeit nicht eingeschränkt ist.
  • Ab der 30. Schwangerschaftswoche kann die räumliche Enge im Sitz, im Gang und auf der Toilette zum Problem werden.
  • Ab der 34./35. Schwangerschaftswoche sollten Sie möglichst gar nicht mehr fliegen. Die meisten Airlines nehmen Schwangere ab der 35. Woche auch gar nicht mehr mit – manche verlangen bereits vorher schon die Vorlage von Mutterpass und ärztlichem Attest.

Der geringfügig verminderte Sauerstoffdruck im Flugzeug stellt kein Risiko dar. Wenn aber eine eingeschränkte Funktion der Plazenta bekannt ist, sollten Sie als Schwangere sicherheitshalber nicht fliegen.

Die Metalldetektoren bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen sind nicht gefährlich, sie funktionieren magnetisch. Sie sollten allerdings wissen, dass die Strahlenbelastung beim Fliegen generell erhöht ist. Einzelne Langstreckenflüge im Rahmen einer einmaligen Fernreise werden jedoch in der Regel nicht als gefährlich betrachtet.

Im Flugzeug ist Bewegung wichtig

Der Bewegungsmangel behindert den Blutkreislauf und begünstigt Thrombosen, für die Schwangere besonders anfällig sind. Deshalb sollten Sie viel trinken, öfter aufstehen und sich so gut wie möglich Bewegung verschaffen. Auch medizinische Stützstrümpfe können helfen, wenn Sie als Schwangere fliegen.

Zu Beginn einer Schwangerschaft gibt es für die Mutter zahlreiche wichtige Dinge zu beachten. Dazu gehört auch das Fliegen an Bord eines Flugzeuges.

Während der Frühschwangerschaft ist das Risiko einer Fehlgeburt am höchsten. Aus diesem Grund unterlassen verantwortungsbewusste werdende Mütter sämtliche Dinge, die dem ungeborenen Kind Schaden bereiten könnten. Dazu gehören zum Beispiel der Verzicht auf Alkohol, Nikotin oder schädliche Ernährung. Viele schwangere Frauen denken dabei aber nicht an das Fliegen mit einem Flugzeug.

Ist das Fliegen während der Frühschwangerschaft erlaubt?

Auch während einer Schwangerschaft ist es mitunter erforderlich, eine Flugreise anzutreten. Dabei kann es sich zum Beispiel um eine zuvor gebuchte Urlaubsreise oder einen wichtigen geschäftlichen Termin handeln. Allerdings wissen viele schwangere Frauen nicht, ob eine Flugreise ihrem ungeborenen Kind möglicherweise Schaden zufügen könnte.

Bei den meisten Schwangeren gibt es keine Bedenken, mit einem Flugzeug zu reisen. Allerdings wird empfohlen, sich im Vorfeld an den behandelnden Gynäkologen zu wenden, damit dieser „grünes Licht gibt“.

Darüber hinaus sollte auch bedacht werden, ob die Flugreise wirklich unbedingt stattfinden muss. So gibt es durchaus Experten, die einem Flug während der Schwangerschaft ablehnend gegenüber stehen.

Ist Fliegen in der frühen Schwangerschaft gefährlich?

Einige Frauenärzte raten von einer Flugreise in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft ab. Grund dafür ist der Umstand, dass sich in der Atemluft des Flugzeugs weniger Sauerstoff befindet, da sich Verkehrsflugzeuge auf einer Höhe zwischen 9.000 und 12.000 Metern bewegen. Dies hat ein Absinken von Luftdruck und Sauerstoffgehalt zur Folge. Dadurch könnte das Wohl des Kindes gefährdet sein.

Studien zufolge waren jedoch keine Probleme für die Kinder von flugreisenden Schwangeren bei ihrer Herzfrequenz zu verzeichnen.

Aus diesem Grund halten andere Gynäkologen die Gefahren für schwangere Frauen für übertrieben.

Strahlenbelastung

Als weiterer Risikofaktor für schwangere Frauen gilt die zusätzliche Strahlenbelastung während einer Flugreise. So fällt diese um 50 Prozent höher aus als die jährliche durchschnittliche Belastung am Boden, sofern die Person jeden Tag ein Flugzeug benutzen würde. Bei einem einzelnen Flug kommt es allerdings nur zu einem Bruchteil der Zusatzbelastung.

Strahlenexperten gehen daher nicht von größeren Risiken für ungeborene Kinder aus. Darüber hinaus hängt die Strahlenbelastung am Erdboden auch vom Wohnort der Mutter ab. So kann die Belastung von Ort zu Ort sehr unterschiedlich ausfallen. Bei einer höheren Strahlenbelastung ist es sogar möglich, dass diese über der Belastung bei einer Flugreise liegen würde.

Von Bedeutung für die Höhe der Strahlendosis sind zudem die Dauer der Flugreise sowie die Flughöhe.

So fällt die Dosis bei längeren und höheren Flügen erheblich größer aus als auf kürzeren Distanzen und niedrigerer Höhe des Fluges. Die Strahlenbelastung bei einem Flug von München nach San Francisco, der 16 Stunden dauert, beträgt 70 Mikrosievert. Dagegen liegt sie bei einer Flugreise von Frankfurt/Main in Richtung Palma de Mallorca lediglich bei 3 Mikrosievert.

Bis heute ist unter Ärzten jedoch nach wie vor umstritten, ob sich die Strahlung auf Flugreisen auf schwangere Frauen auch tatsächlich negativ auswirkt oder nicht. Wer auf Nummer sicher gehen will, verzichtet besser auf einen Flug.

Unterschätzte Gefahr: Thrombose

Als gesichert gilt jedoch das Risiko einer Thrombose (Blutgerinnsel) für Schwangere. So kam es bei Langstreckenflügen bereits zu Todesfällen von schwangeren Frauen. Zum Absenken dieser Gefahr empfiehlt sich das Tragen von speziellen Kompressionsstrümpfen. Besonders geeignet sind Strümpfe der Klasse 2, da sie sich positiv auf geschwollene Füße auswirken. Des Weiteren ist eine ausreichende Beinfreiheit überaus wichtig.

Ob während der Frühschwangerschaft auch vorbeugende Medikamente eingenommen werden müssen, hängt vom Urteil des Arztes ab.

Eine Rolle spielt natürlich auch die Distanz des Fluges. So ist das Thromboserisiko auf langen Flügen deutlich größer als bei Kurzstreckenflügen. Auf jeden Fall sollte vor der Flugreise eine Beratung des Arztes stattfinden.

In welchen Fällen eine schwangere Frau nicht fliegen sollte

Mediziner sehen nur wenige Gründe für einen Verzicht von schwangeren Frauen auf Flugreisen. Allerdings gibt es auch Ausnahmen.

Liegt zum Beispiel eine Hochrisikoschwangerschaft vor, die mit erheblichen Herz-Kreislauf-Beschwerden oder einer Placenta praevia verbunden ist, dürfen keine Flüge stattfinden.

Das Gleiche gilt für thrombosegefährdete Frauen oder Schwangere, die unter erheblicher Flugangst leiden. Auch wenn in der Vergangenheit bereits eine Fehlgeburt zu verzeichnen war, sollte nach ärztlichem Rat eine Flugreise unterbleiben.

Fazit

Obwohl sich die Mediziner über die Gefahren von Flugreisen für frühschwangere Frauen nicht einig sind, gilt das Fliegen bei einem normalen Verlauf der Schwangerschaft als unbedenklich. Empfohlen werden jedoch Flüge in geringer Flughöhe und mit kurzen Distanzen. Vorab sollte ein Arzt befragt werden.

Schwanger fliegen: Was Sie bei Flugreisen beachten müssen

4Man hat eine Reise schon seit längere Zeit geplant und plötzlich stellt man fest, dass man schwanger ist. Und jetzt? Muss man auf den Urlaub oder die wichtige Geschäftsreise verzichten? Schwanger fliegen ist in der Regel unbedenklich. Die Idee, dass das Fliegen zu einer Fehlgeburt führen kann, schreckt viele Mütter davon ab. Doch keine Studie beweist, dass der geringe Sauerstoffgehalt, die Veränderungen des Luftdruckes oder die niedrige Luftfeuchtigkeit im Flugzeug zu frühzeitigen Wehen oder sogar zu einer Fehlgeburt führen können. Wir können also Entwarnung geben. In der Schwangerschaft fliegen ist für eine gesunde werdende Mutter oder das Baby normalerweise kein Problem. Mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen und Informationen können die meisten Frauen einen ohne Probleme schwanger fliegen.

  • Was sollte eine schwangere Frau vor einer Flugreise wissen?
  • Mit welcher Airline fliegen Sie?
  • Was sollte ein ärztliches Attest enthalten?
  • Kann man an jeden Ort während der Schwangerschaft fliegen?
  • Was passiert, wenn ich für ein bestimmtes Land Reiseimpfungen brauche?
  • Wann ist der ideale Zeitpunkt um in der Schwangerschaft zu fliegen?
  • Ist die Strahlenbelastung für eine Schwangere oder das Baby gefährlich?
  • Wann sollten Schwangere nicht fliegen?
  • 10 Tipps für einen angenehmen und entspannten Flug während der Schwangerschaft

Was sollte schwangere Frau vor einer Flugreise wissen?

Für einen angenehmen Start ohne Überraschungen sollte man sich schon vor der Reise gut vorbereiten.
Wie bereits erwähnt, schwanger fliegen ist nicht schädlich, aber um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie einen Termin mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Gynäkologen vereinbaren, um alle Fragen und Bedenken zu Gesundheitsproblemen oder Schwangerschaftskomplikationen zu besprechen.

Mit welcher Airline fliegen Sie?

Jede Airline hat ihre eigenen Beförderungsbedingungen, erkundigen Sie sich deshalb im Voraus.

Bei Lufthansa, zum Beispiel, dürfen Schwangere bis Ende der 36. Woche bzw. bis vier Wochen vor dem voraussichtlichen Termin ohne ein Attest mitfliegen, obwohl ein Attest bereits ab der 28. Woche empfohlen wird. Bei Zwillingen, Drillingen etc., verlangt Lufthansa schon ab der 28. Woche ein aktuelles Attest und das Fliegen ist nur bis Ende der 32. Woche gestattet.
Ryanair verpflichtet Frauen mit einer unkomplizierteren Schwangerschaft ab der 28. Woche eine „Fit to Fly“ Bestätigung vom Arzt oder der Hebamme zu haben. Ab der 36. Schwangerschaftswoche ist das Fliegen nicht mehr gestattet. Bei einer Mehrlingsschwangerschaft ist eine Flugreise schon nach der 32. Woche nicht mehr erlaubt.

Bei vielen Fluggesellschaften kann man sich die nötigen Formulare (z.B. Attest, Fit to Fly) auf der Website herunterladen.

Was sollte ein ärztliches Attest enthalten?

Ein Attest enthält den erwarteten Geburtstermin und die Bestätigung von einer Hebamme oder einem Arzt, dass die Schwangerschaft unkompliziert verläuft und die Patientin ohne Probleme schwanger fliegen darf. Bei Mehrlingsschwangerschaften sollte der Gynäkologe ausdrücklich bescheinigen, dass das Fliegen bis mindestens Ende der 28. Woche in Ordnung ist.

Kann man an jeden Ort während der Schwangerschaft fliegen?

Grundsätzlich kann man mit einer unkomplizierten Schwangerschaft fliegen wohin man möchte. Kürzere Flugreisen sind normalerweise weniger anstrengend, denn mit einem Babybauch kann das lange Sitzen auf engem Raum schnell unbequem werden. Wichtige Tipps für einen Langstreckenflug finden Sie hier.

Auch wenn die Airline „grünes Licht“ zum Fliegen gibt, kann es sein, dass man im Zielland Probleme bei der Einreise bekommt. Länder können abweichende Bestimmungen haben. Die USA lässt werdende Mütter ab einem bestimmten Schwangerschaftsmonat nicht mehr einreisen, verlangt eine Krankenversicherung sowie eine Bestätigung über die Rückreiseabsicht ins Heimatland. Viele Länder verlangen ebenfalls ein Attest. Daher ist es wichtig sich rechtzeitig zu informieren, sobald man weiß, wohin man reisen möchte.

Was passiert, wenn Sie für ein bestimmtes Land Reiseimpfungen brauchen?


Erkundigen Sie sich, ob für das Wunschreiseziel Impfungen vorgeschrieben sind. Wenn dies so ist, verzichten Sie lieber auf diesen Zielort, denn eine Ansteckung in der Schwangerschaft kann zu erheblichen Problemen führen. Zudem dürfen viele Impfungen in der Schwangerschaft nicht verabreicht werden.

Wann ist der ideale Zeitpunkt um in der Schwangerschaft zu fliegen?

Das Fliegen im ersten Drittel der Schwangerschaft kann wegen den allgemein bekannten Beschwerden (Morgenübelkeit oder Müdigkeit) sehr unangenehm sein. Für die meisten Frauen liegen die angenehmsten Monate zum Fliegen und Reisen zwischen dem 4. und 7. Monat. Dann ist das Unwohlsein meist vorbei und der Babybauch noch relativ klein.

Ist die Strahlenbelastung im Flugzeug für eine Schwangere oder das Baby gefährlich?

Hinsichtlich der Höhenstrahlung im Flugzeug haben viele werdende Eltern Bedenken. Es stimmt, dass die Strahlenbelastung in der Höhe größer ist als am Boden. Aber für Gelegenheitsflieger ist dies nicht von Bedeutung. Das gilt auch für Schwangere und Kleinkinder.

Auch zweifeln viele daran, ob der Flughafenscanner für das Baby ungefährlich ist. Diese Scanner sind keine Röntgengeräte, sondern Metalldetektoren, die metallische Gegenstände, wie Handys, Tablets etc. erkennen. Die Strahlungen sind so gering, dass Sie für jedermann harmlos sind.

Wann sollten Schwangere nicht fliegen?

    • Wenn man schon mehrere Fehlgeburten erlitten hat oder wenn das Risiko besteht, dass die Wehen früher einsetzen können.
    • Bei Lungen- oder Herzerkrankungen.
    • Wenn Sie unter Blutungen oder schwerer Anämie leiden.
    • Bei Placenta Praevia oder erhöhte Thrombosegefahr sollte man auch auf eine Flugreise verzichten.

Allerdings sollten Sie immer Ihren Frauenarzt oder Ihre Hebamme fragen. Diese können die Risiken am besten einschätzen.

10 Tipps für einen angenehmen und entspannten Flug in der Schwangerschaft

Vor dem Flug:

  • Klären Sie, ob Ihre Krankenversicherung Sie auch im Ausland gültig ist. Wenn dies nicht der Fall ist, schließen Sie eine Auslandskrankenversicherung ab. Eine Reiserücktrittsversicherung ist auch sehr empfehlenswert.
  • Wenn Sie nicht in der Nähe des Flughafens wohnen, verbringen Sie die Nacht vor der Reise in einem Hotel in der Nähe des Flughafens, um unnötigen Stress zu vermeiden.
  • Checken Sie, wenn möglich, online ein oder seien Sie frühzeitig am Flughafen um große Wartezeiten beim Check-in zu umgehen.
  • Bei längeren Flügen ist die Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Ziehen Sie deshalb lockere und bequeme Kleidung an.

Und wenn man endlich in das Flugzeug steigt:

  • Setzen Sie sich an den Gang oder in die vorderen Reihen, damit Sie ab und zu ohne Probleme aufstehen können um zur Toilette zu gehen.
  • Der Sicherheitsgurt sollte unter dem Bauch und vor dem Becken verlaufen, um eine Einengung der Gebärmutter zu vermeiden.
  • Alle halbe Stunde sollten Sie Beinübungen machen oder ein paar Schritte laufen.
  • Essen Sie ab und zu einen Snack und trinken Sie regelmäßig Wasser, denn die Luft im Flugzeug ist sehr trocken.
  • Vergessen Sie nicht, ein gutes Nackenkissen mitzunehmen.
  • Tragen Sie spezielle Kompressionsstrümpfe, da sich das Thromboserisiko beim Fliegen in Schwangerschaft erhöht.

Weitere Tipps für einen Langstreckenflug finden Sie hier.

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Fliegen während der Schwangerschaft

(hxdyl / )

Frage: Ich bin in der vierten Schwangerschaftswoche und möchte in der neunten für drei Wochen nach Florida fliegen? Ist das möglich?

Antwort: Bei unauffälliger Schwangerschaft kann eine Schwangere durchaus fliegen. Es sollte allerdings keine Flugreise vor der 14. Schwangerschaftswoche, nach der 36. Woche und bis zu sieben Tage nach einer Entbindung unternommen werden.

++ Mehr zum Thema: 36. Schwangerschaftswoche – Entwicklungen bei Baby & Mutter ++

Die einzelnen Fluglinien haben unterschiedliche Bestimmungen. Generell werden Schwangere ab der 36. Woche nicht mehr befördert, bei manchen Airlines gilt dies schon ab der 32. Schwangerschaftswoche. Einige Fluggesellschaften verlangen ein ärztliches Attest, das die Flugtauglichkeit bestätigt.

Flugverbot gilt für Schwangere mit:

  • Mehrlingsschwangerschaft
  • Placenta praevia
  • Präeklampsie
  • chronischen Herz- und Lungenerkrankungen
  • Thombophilie
  • Hämoglobinopathien

Eine geplante Flugreise sollten Sie in jedem Fall mit Ihrem Gynäkologen bzw. Ihrer Gynäkologin absprechen. Informieren Sie sich auch rechtzeitig bei der jeweiligen Fluggesellschaft über die geltenden Bestimmungen, damit es am Flughafen nicht zu bösen Überraschungen kommt.

Bei einer Flugreise in der Schwangerschaft sollten Sie Folgendes beachten:

  • Schwangere haben während eines mehrstündigen Fluges ein erhöhtes Thromboserisiko. Sie sollten daher unbedingt Kompressionsstrümpfe tragen.
  • Das Tragen von Kompressionsstrümpfen hilft auch, ein Anschwellen der Beine zu verhindern. Am Besten Sie ziehen die Strümpfe schon morgens vor dem Abflug an.
  • Versuchen Sie, während des Fluges Ihre Füße regelmäßig zu bewegen, indem Sie etwa kleine, kreisende Bewegungen machen oder ab und zu kurz aufstehen und auf der Stelle treten.
  • Lassen Sie sich einen Sitzplatz am Gang geben, damit Sie zwischendurch öfter aufstehen können.
  • Achten Sie darauf, ausreichend zu trinken, um Kreislaufprobleme zu vermeiden. Zudem ist die Luft im Flugzeug sehr trocken.

++ Mehr zum Thema: Kreislaufprobleme – Was tun? ++

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Autoren:
Dr. Britta Bürger, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe (Erstautorin 2000)
Medizinisches Review:
Dr. med. Alexander Just
Redaktionelle Bearbeitung:
Dr.med. Kerstin Lehermayr

Aktualisiert am: 05.08.2014 | 13:10

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Darf ich fliegen in der Schwangerschaft?

Ja, im ersten und zweiten Drittel der Schwangerschaft können Sie ohne Bedenken fliegen. Sie sollten aber vorher mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärzin sprechen, wenn Sie eine der folgenden Schwangerschaftskomplikationen hatten:

  • Blutungen
  • Schwangerschaftsdiabetes
  • Bluthochdruck
  • Frühgeburt in einer vorherigen Schwangerschaft

Wenn Sie in exotische Länder reisen wollen, sollten Sie sich über die Risiken von Reiseimpfungen und Einschränkungen beim Essen im Ausland beraten zu lassen.
Für die meisten Frauen ist das zweite Trimester (Woche 14 bis 27) die beste Reisezeit. Sie haben die Schwangerschaftsübelkeit hinter sich und Ihr Energielevel ist hoch – also gönnen Sie sich ruhig den Luxus, sich mit Ihrem Partner auf einer Reise zu entspannen, auszuschlafen und abends fein essen zu gehen. Es ist zudem für längere Zeit Ihre letzte Möglichkeit, mit leichtem Gepäck zu verreisen – ohne Kindersitz, Kinderwagen, Windeln und Spielsachen. Auch das sollten Sie genießen.
Manche Fluglinien nehmen keine Schwangeren mit, die weiter als Woche 27 sind. Denn ab dann steigt das Risiko von Frühwehen an. Beim Ticketkauf wird Sie niemand fragen, ob und welcher Woche Sie schwanger sind, wohl aber am Flugschalter. Tatsächlich darf eine Fluglinie Sie noch am Gate zurückweisen, wenn das Personal vermutet, dass Sie in Kürze gebären weren.
Um Verzögerungen zu vermeiden und um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie sich in der Spätschwangerschaft ein ärztliches Attest besorgen. Darin muss stehen, dass Ihr Arzt/Ihre Ärztin Sie untersucht hat und dass es unwahrscheinlich ist, dass Ihre Wehen innerhalb der nächsten 72 Stunden einsetzen.
Die Reisebestimmungen sind von Fluglinie zu Fluglinie verschieden, Sie sollten sich also bei der Buchung über Beschränkungen informieren. Rechnen Sie auch mit ein, in welcher Schwangerschaftswoche Sie auf dem Rückflug sein werden. Außerdem sollten Sie als Schwangere keine Kleinflugzeuge ohne Druckausgleich besteigen.
Die AGB der Fluglinien sind natürlich nicht die einzigen Faktoren, die Sie bedenken sollten. Ein Flugzeugsitz ist auf früher oder später unbequem – für Schwangere erst recht. Seien Sie auch realistisch im Hinblick auf einen möglichen medizinischen Notfall. Wollen Sie wirklich das Risiko eingehen, auf einer Afrikasafari durch die Savanne Frühwehen zu bekommen? Am besten reisen Sie gar nicht erst in Gegenden, in denen es keine gute Notfallversorgung gibt.
Fliegen erhöht – nicht nur während der Schwangerschaft – ein wenig Ihr Risiko einer Thrombose oder von Krampfadern. Sie sollten daher während des Fluges Kompressionsstrümpfe tragen. So halten Sie die Blutzirkulation in Gang und entlasten die geschwollenen Venen. Strumpfhosen sind nicht hilfreich, denn sie können in der Schwangerschaft zu einer Pilzinfektion führen. Im Fachhandel gibt es auch spezielle Kompressionsstrümpfe für Flugreisen. Zum optimalen Schutz ziehen Sie die Strümpfe am besten noch vor dem Aufstehen im Bett an und tragen Sie sie den ganzen Tag lang.

Vielleicht haben Sie gehört, dass die erhöhte Strahlenbelastung im Flugzeug zu Fehlgeburten und/oder Fehlbildungen beim Baby führen kann. Doch seien Sie unbesorgt: Dieses Risiko ist nur etwas höher für Schwangeren, die Hunderte von Flügen absolvieren, beispielsweise Flugbegleiterinnen oder Geschäftsreisende. Wenn Sie nur gelegentlich fliegen, sind Sie absolut auf der sicheren Seite.
Lesen Sie weiteren Expertenrat und gute Tipps:

  • Acht gute Reise-Tipps für Schwangere
  • Mit dem Flugzeug auf Reisen
  • Darf ich als Schwangere durch den Scanner am Flughafen gehen?

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Quellen

Dieser Artikel wurde unter Verwendung folgender Quellen geschrieben:
ACOG. 2009. The American College of Obstetricians and Gynecologists. No. 443: Air Travel During Pregnancy. Obstetrics and Gynecology 114(4):954-955
Barish RJ. 2004. In-flight radiation exposure during pregnancy. Obstetrics and Gynecology 103(6):1326-1330. ww.acog.org
RGCG. 2008. Royal College of Obstetricians and Gynaecologists. Air travel and pregnancy. Scientific Advisory Committee Opinion Paper 1.
Kingman CEC, Economides DL. 2002. Air travel in pregnancy. The Obstetrician and Gynaecologist 4:188-192. onlinelibrary.wiley.com

KidsAway – Reisen & Urlaub mit Baby & Kind

Fliegen in der SchwangerschaftSchwanger fliegen – was ihr beachten müsst

Ihr erwartet ein Baby? Glückwunsch! Nun kommt eine Menge Verantwortung auf euch zu – angefangen damit, welchen Belastungen ihr euch in der Schwangerschaft aussetzen könnt und wollt. Ob ihr schwanger fliegen dürft, solltet und könnt, zeigt euch unser Faktencheck.

von KidsAway-Redaktion

  • Reisen in der Schwangerschaft sind kein Problem – gern auch mit dem Flugzeug!

    © pf30 – Fotolia.com

    Eins vorweg: Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit, viele Schwangere erleben diese Zeit fast ohne Einschränkungen und mit viel Freude. Zum normalen Leben gehören natürlich auch der Erholungsurlaub vor der anstrengenden Babyzeit oder die letzte große Reise vor dem Familienzuwachs.

    Wer darf wann fliegen?

    Frauenärzte haben gegen Flugreisen in der Schwangerschaft grundsätzlich nichts einzuwenden – solange einige wichtige Bedingungen erfüllt sind:

    • keine Mehrlingsschwangerschaft
    • keine bestehenden Herz- Kreislauf-Krankheiten
    • keine Blutarmut
    • keine Gerinnungsstörungen (Neigung zu schnellem Bluten)
    • keine vorangegangenen Früh- oder Fehlgeburten
    • Höchstalter 35 Jahre (wegen des Thromboserisikos)
    • Keine Flugangst

    Im ersten Schwangerschaftsdrittel („Trimester“) sehen es Ärzte nicht so gern, wenn ihr fliegt. Das Risiko eines Abgangs ist jetzt statistisch sowieso am höchsten und sollte nicht durch den Stress einer Flugreise weiter gesteigert werden. Außerdem entwickeln sich in dieser Zeit die Organe des Embryos und sind anfällig für schädliche Umwelteinflüsse, die zu Fehlbildungen führen können; ganz zu schweigen von der Schwangerschaftsübelkeit und den durcheinandergewirbelten Gefühlen, unter der viele Frauen in den ersten drei Monaten leiden.

    Besser und entspannter reisen die meisten Schwangeren im zweiten Trimester – die Entwicklung des Fötus ist dann fast abgeschlossen und weniger durch äußere Einflüsse gefährdet. Die Übelkeit lässt nach, man gewöhnt sich an den veränderten Hormonhaushalt und der Bauch ist noch nicht so groß, dass er stört.

    Im letzten Schwangerschaftsdrittel ist der Bauch schließlich so groß, dass er im Alltag eine Einschränkung darstellt; dazu kommen Wassereinlagerungen, ein generell stark belastetes Herz-Kreislauf-System, Kurzatmigkeit und die zunehmende Wahrscheinlichkeit von Wehen und einer Geburt.

    Die International Air Transport Association (IATA), an deren Vorgaben sich die meisten Airlines orientieren, rät von Flügen nach der 36. Schwangerschaftswoche (SSW) ab; Frauen, die später fliegen wollen, müssen ihre Flugtauglichkeit beweisen. Die meisten Ärzte blicken zwar kritisch, wenn ihr in den letzten Schwangerschaftsmonaten ein Flugtauglichkeitsattest von ihnen wollt – aber die Entscheidung liegt bei euch!

    Welche Airline nimmt mich mit?

    Die Airlines gehen allerdings auf Nummer sicher und nehmen Schwangere spätestens vier Wochen vor dem Entbindungstermin gar nicht mehr mit, um Geburten und medizinische Notfälle an Bord zu vermeiden. (Bei einigen Airlines könnt ihr nach der 36. SSW oder bei einer komplizierten Schwangerschaft im „Medical Operation Center“ oder der „Medical Clearing Unit“ eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Dafür benötigt ihr ein ärztliches Attest, das zum Zeitpunkt des Abflugs höchstens drei Tage alt sein darf.)

    Diese Airlines nehmen euch ohne Umstände bis zur 36. SSW mit (die Aufzählung ist natürlich nicht vollständig): Lufthansa, Airberlin, Condor, Germanwings, American Airlines, Air France.

    Emirates befördert euch zwar bis zur 36. SSW, ihr müsst aber ab der 29. SSW ein Attest vorweisen können. Ryanair verlangt ein „Fit to fly“-Attest schon ab der 28. SSW und nimmt euch dann bis zur 36. SSW mit, British Airways möchte ebenfalls ab der 28. SSW ein Attest sehen.

    Easyjet befördert Schwangere generell nur bis zur 35. SSW.

    Werdende Mehrlingsmütter werden noch vorsichtiger behandelt: Sie dürfen bei Lufthansa nur bis zur 28. SSW mitfliegen, bei Ryanair, Easyjet und bei Emirates bis zur 32. SSW (plus natürlich das Attest).

    Wollt oder müsst ihr im letzten Schwangerschaftsdrittel fliegen, dann prüft vor der Buchung die Regelungen der Airline. Die maximal zugelassene Schwangerschaftswoche dürft ihr auch bei der Rückreise noch nicht überschritten haben – sonst verweigert man euch unter Umständen das Einsteigen. Packt euren Mutterpass und, falls notwendig, das ärztliche Attest ein und nehmt diese Dokumente vorsichtshalber zusätzlich in Kopie mit. Schließlich wollt ihr nicht wegen der verlorenen Tasche mit den Reisepapieren in Goa entbinden müssen!

    … und wenn man einfach nichts sagt?

    Wer seine Spätschwangerschaft verschweigt, um trotzdem mitzufliegen zu können, und dann medizinische Probleme bekommt, muss unter Umständen für die Kosten haften, die durch Zwischenlandungen oder andere Mehraufwendungen entstehen. Autsch!

    Einreisebestimmungen

    In einigen Staaten kann euch unter Umständen als Schwangere die Einreise verweigert werden, um „Staatsangehörigkeits-Tourismus“ vorzubeugen: In den USA erhält zum Beispiel jedes geborene Kind automatisch die amerikanische Staatsangehörigkeit, deshalb sind die Immigration-Beamten bei ausländischen (Hoch-)Schwangeren eventuell streng. In Singapur müsst ihr schon ab dem sechsten Schwangerschaftsmonat ein ärztliches Attest und einen „Social Visit Pass“ eures Konsulats vorlegen, um einreisen zu dürfen, Malaysia lässt Schwangere ab dem sechsten Monat überhaupt nicht mehr ins Land (ein Transit-Aufenthalt ist für maximal drei Tage erlaubt).

    Was Schwangere wissen und bedenken sollten

    Den Mutterpass sollte jede Schwangere immer dabei haben – auch im Flugzeug

    © *Sindy* – Fotolia.com

    Nur selten wird der Frauenarzt euch klar empfehlen oder verbieten, in ein bestimmtes Land zu reisen oder generell zu fliegen. Das bedeutet nicht, dass ihr keinen ärztlichen Rat einholen solltet – im Gegenteil, das solltet ihr auf jeden Fall tun! –, aber die meisten Schwangeren müssen die Risiken einer Flugreise selbst gegen den persönlichen Nutzen abwägen.

    Damit ihr eine fundierte Entscheidung treffen könnt, solltet ihr einige Fakten kennen.

    Körperliche Belastungen: Herz-Kreislauf-System

    Je länger der Flug ist, desto anstrengender ist er für den Körper; erst recht, wenn ihr bereits ein Kind dabei habt. Bevor ihr euch für ein Urlaubsziel in der Ferne entscheidet, bedenkt bitte die folgenden Punkte:

    Euer Herz-Kreislauf-System ist zusätzlich belastet, da es den Embryo und die Plazenta mitversorgen muss; ein Langstreckenflug mit langem Sitzen, das die Blutzirkulation im Becken behindert, bedeutet eine weitere Belastung. Mit zunehmendem Bauchumfang wird es auch immer unbequemer, in den Economy-Sitzreihen zu fliegen.

    Da sich in der Schwangerschaft das Blutgerinnungssystem verändert, besteht eine erhöhte Thromboseneigung. Ein Langstreckenflug stellt auch hierfür einen zusätzlichen Belastungsfaktor dar. Werdenden Müttern wird von Reisemedizinern daher generell ein mittleres Thromboserisiko attestiert. Abhängig von eurer generellen Thromboseneigung wird der Frauenarzt euch zu Thrombosestrümpfen der Klasse 1 oder 2 (wenn ihr bereits Krampfadern habt) raten, einige Ärzte empfehlen zusätzlich vorbeugende Medikamente wie Heparin-Spritzen.

    Sauerstoffversorgung und Druckausgleich

    Die Lunge wird während der Schwangerschaft ebenfalls stärker beansprucht. Der Grund: Der Luftdruck ist in 9.000 bis 12.000 Metern Flughöhe für den Menschen zu niedrig, weshalb in der Flugzeugkabine ein künstlich erhöhter Luftdruck erzeugt wird. Der entspricht aber nicht dem gewohnten Wert am Boden, sondern eher einer Höhe von etwa 2.500 Metern.

    Genau wie auf einem hohen Berg ist dann weniger Sauerstoff in der Luft, was der Körper normalerweise mit einer höheren Herzfrequenz ausgleicht. Da Schwangere zusätzlich die Gebärmutter und den Fötus mit Sauerstoff versorgen müssen und wegen des wachsenden Babybauchs flacher atmen, könnte (!) die Sauerstoffversorgung des Embryos in der Flugzeugkabine unter den optimalen Wert sinken.

    Renate Huch, Professorin an der Klinik für Geburtshilfe der Universität Zürich, hat jedoch in wissenschaftlichen Studien gezeigt, dass Schwangere und Bauchbabys genauso mit dem Druckunterschied umgehen wie andere Menschen. Bei Notfällen, bei denen es zu plötzlichem Druckabfall in der Kabine kommt, seid ihr mit den herabfallenden Sauerstoffmasken als Schwangere genauso sicher wie die anderen Passagiere. In modernen Verkehrsflugzeugen treten solche Unfälle ohnehin extrem selten auf.

    Einschränkungen gelten allerdings für Risikoschwangerschaften: Wenn die Sauerstoffversorgung des Embryos generell Grund zur Sorge gibt, sollte die werdende Mutter besser nicht fliegen.

    (Dass ihr mit Babybauch nicht in Kleinflugzeuge ohne Druckausgleich steigen solltet, ist klar, oder?)

    Mehr Flugtipps für Schwangere

    • nicht ohne eine Reiserücktrittsversicherung und eine Auslandskrankenversicherung fliegen
    • prüfen, ob die Versicherung die Kosten durch eine Schwangerschaft oder Geburt im Ausland übernimmt
    • viel trinken, um Thrombose und geschwollenen Füßen vorzubeugen
    • nicht hungern, evtl. beim Flugpersonal um einen Snack bitten, um Übelkeit zu vermeiden
    • Sitzplätze am Mittelgang oder in der ersten Reihe buchen für genug Beinfreiheit
    • Sitzplätze in der Nähe der Toiletten buchen
    • während des Fluges Kompressionsstrümpfe Klasse 1 oder 2 tragen (keine Strumpfhosen, die können Pilzinfektionen verursachen!); noch vor dem Aufstehen im Bett anziehen und während des ganzen Fluges tragen
    • bequeme Schuhe tragen, aber nicht ausziehen (die Füße schwellen während des Fluges an, danach passen die Schuhe vielleicht nicht mehr)
    • Kreislauf in Schwung halten: im Gang auf- und abgehen, Dehnungsübungen der Waden und Fußgelenke machen
    • nur fliegen, wenn eine gute medizinische Versorgung am Zielort gewährleistet ist
    • immer den Mutterpass mitnehmen, am besten mit einer Kopie

    Eventuelle Notfälle

    Das Risiko einer plötzlichen Blutung oder vorzeitiger Wehen kann schließlich bei keiner Schwangeren komplett ausgeschlossen werden. Kommt es auf dem Hinflug oder während des Urlaubs zu Komplikationen, wird ein Rücktransport unter Umständen zu gefährlich; wählt also nur Reiseziele aus, die ein akzeptables Gesundheitssystem bieten und wo ihr im allergrößten Notfall auch entbinden könntet.

    Ein anderes Problem, das ihr vielleicht bereits von euren anderen Kindern kennt, ist der Beckengurt, mit dem sich alle Passagiere anschnallen müssen. Genau wie im Auto wird das Anschnallen mit wachsendem Bauch nicht nur unbequem, sondern es kann auch das Ungeborene im Bauch gefährden: Damit der Gurt bei einem Aufprall nicht in den Bauchraum einschneidet (und dabei das Baby oder die Plazenta schwer verletzt), muss er so weit unten wie möglich geführt werden.

    Ist der Bauch noch nicht allzu groß, könnt ihr euch auf ein kleines Kissen setzen, dann verläuft der Beckengurt automatisch tiefer und verrutscht nicht. Spezielle Gurtadapter, bei denen ein Gurtführungsband an einer Sitzauflage angebracht ist, erleichtern die optimale Gurtführung.

    Strahlungsbelastung – gefährlich oder nicht?

    Genießt eure Schwangerschaft – und reist, wohin ihr wollt!

    © Andres Rodriguez – Fotolia.com

    Lange Zeit stark umstritten war die Frage, welcher Strahlungsbelastung sich Schwangere im Flugzeug aussetzen können und sollten. Hintergrund: Im Flugzeug ist man einem gewissen Maß an Höhenstrahlung ausgesetzt; die Dosis ist auf jedem Flug unterschiedlich, sie schwankt mit der Intensität des Sonnenwindes, steigt mit der Flughöhe und sinkt mit der Nähe zum Äquator.

    Auf einem Flug von München nach San Francisco nimmt der Körper etwa 70 Mikrosievert an Strahlung auf; geht es stattdessen nach Sao Paulo (das weiter südlich liegt), sind es unter 35 Mikrosievert. Ein Kurztrip von Frankfurt nach Palma de Mallorca belastet den Körper dagegen nur mit 3 Mikrosievert Höhenstrahlung.

    Was diese Werte besagen, ist allerdings unklar: Es gibt keine Studien, wie die Höhenstrahlung auf den Körper wirkt. Generell wird davon ausgegangen, dass Embryos in der Frühschwangerschaft eher geschädigt werden können. Viele Fluggesellschaften versetzen schwangere Flugbegleiterinnen vorsichtshalber sofort zum Bodenpersonal.

    Muss sich jetzt jede Frau zum vorsorglichen Schwangerschaftstest vor jedem Flug verpflichtet fühlen? Schließlich muss bei einer ganz ähnlichen Strahlenbelastung, dem Röntgen, eine Schwangerschaft per Unterschrift ausgeschlossen werden, und auch ein Glas Wein kann einen Fötus schädigen.

    Expertin Renate Huch rät zur Entspannung: Jeder Deutsche ist einer natürlichen Strahlenbelastung von etwa 2.500 Mikrosievert pro Jahr ausgesetzt. Künstliche Strahlenquellen wie Röntgenuntersuchungen, Kernkraftwerke, Rauchen oder austretendes Radon (ein radioaktives Edelgas) in Gebäuden fügen noch einmal so viel hinzu, außerdem schwankt die Strahlenbelastung je nach Ort: Im Schwarzwald, der Oberpfalz, aber auch in einigen Gegenden Indiens oder Brasiliens ist sie noch viel höher.

    Sicher ist: Je weniger ihr fliegt, desto geringer ist die Strahlenbelastung. Aber ein oder zwei Flüge während der Schwangerschaft fügen dem Strahlenkonto nicht viel hinzu, besonders nicht, wenn man ohnehin in einer sehr strahlungsstarken Gegend lebt. Ob ihr das unter „das fällt ja kaum ins Gewicht“ abtut oder eher argumentiert, dass jedes Mikrosievert für den Embryo eines zu viel sein könnte, müsst ihr als Schwangere selbst entscheiden.

    Keine Angst vor Röntgenstrahlen

    Die Metalldetektoren, durch die jeder Fluggast am Security Check gehen muss, senden ebenfalls eine elektromagnetische Strahlung aus. Die ist aber so niedrig, dass sie für alle Menschen als unbedenklich gilt. Auch die Handdetektoren sind nicht gefährlich. Keines dieser Geräte sendet Röntgenstrahlen aus, wie oft behauptet wird – damit untersuchen die Flughäfen nur das Gepäck.

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