Flaumhaar des embryos

Schwangerschaft: Vier Nebeneffekte der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft durchlebt der Körper viele Veränderungen. Schwangere unterhalten sich gern über die offensichtlichen Veränderungen, die sie plagen. Von der immer größer werdenden Kugel, die man mit geschwollenen Füßen vor sich herträgt, bis hin zu Schlaflosigkeit oder morgendlicher Übelkeit. Eher selten wird hingegen über die kleineren, unangenehmen Nebeneffekte der Schwangerschaft geredet.

GALA erklärt vier Nebeneffekte der Schwangerschaft und welche Ursachen sie haben.

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Schwangerschaftsbart

Daniela Katzenberger mit Pigmentbart

© facebook / danielakatzenberger

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Daniela Katzenberger hat ihn und Adele hat ihm sogar einen Namen gegeben: Der Schwangerschaftsbart. Gerade Frauen, die zu einer pfirsichflaum-artigen Körperbehaarung neigen, wenn sie nicht schwanger sind, stellen entsetzt fest, dass ihnen Haare wachsen, wo vorher keine Haare waren. Plötzlich entdecken sie dicke Haare um die Brustwarzen herum, auf dem Bauch und eben auch an der Oberlippe.

Das Haarwachstum wird in erster Linie durch Hormone gesteuert. Das Verhältnis und die Verteilung der Hormone verändern sich in der Schwangerschaft. Wenn der Körper vermehrt männliche Hormone ausschüttet, sprießen mehr und dickere Haare. Und das überall.

Linea Nigra

Linea nigra

© James Heilman, MD , via Wikimedia Commons

Linea nigra

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Bei vielen Frauen sieht der Bauch aus wie zweigeteilt: Ungefähr in der 18. Schwangerschaftswoche bildet sich eine dunkle Linie auf dem Bauch, die vom Bauchnabel aus Richtung Schambein führt. Verantwortlich dafür ist die erhöhte Produktion von Melanin. Diese Pigmente führen außerdem dazu, dass sich die Hautpigmentierung an Brustwarzen, in den Achselhöhlen sowie im Genitalbereich verstärkt.

Schnarchen

Etwa ein Drittel der Schwangeren schnarcht gegen Ende der Schwangerschaft. Da Schnarchen oft als unweiblich gilt, ist es vielen Frauen vor ihrem Partner peinlich, wenn sie plötzlich die Nachtruhe mit ihrem Sägen durchbrechen.

Schnarchen. Eine lästige Begleiterscheinung.

© Arielle / Flickr / CC

Schnarchen. Eine lästige Begleiterscheinung.

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Im Laufe der Schwangerschaft lockert sich das gesamte Gewebe im Körper der Frau. Das betrifft auch den Bereich im Nasen-Rachenraum. Zusätzlich dazu können die Hormonveränderungen die Nasenschleimhäute anschwellen lassen. Zusammen mit dem zunehmenden Körpergewicht und dem steigenden Druck im Bauchraum wird das Schnarchen in der Schwangerschaft begünstigt.

Zahnfleischbluten

Gerade am Anfang der Schwangerschaft leiden viele Frauen unter Zahnfleischbluten. Auch dafür das Körpergewebe verantwortlich, das sich lockert und besser durchblutet wird. Dies macht auch das Zahnfleisch empfindlich, sodass es leicht anschwillt und bei kleinen Reizungen schneller blutet. Wird das Zahnfleisch dann auch noch durch häufiges Erbrechen oder veränderte Essgewohnheiten („Lust auf Saures“) gereizt, kann das Zahnfleisch schon durch einfaches Zähneputzen bluten.

Eine Schwangerschaft prägt eine Frau – in jeder Hinsicht. Nicht nur der Bauch wird runder, sondern auch Haut und Haar verändern sich. Und auch wenn die schöne Herzogin Kate ihre Schwangerschaftskilos liebt und nach der anfänglichen Morgenübelkeit nun von innen zu strahlen scheint: Es gibt ein paar Beauty-Fakten über die Schwangerschaft, die nur selten erzählt werden.

Wir baten Dr. Johannes Seidl, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe im Wiener Gesundheitszentrum Woman & Health , um Klärung der wichtigsten Beauty-Mythen rund um die Schwangerschaft.

► Der Mythos: Während der Schwangerschaft ist das Haar dicker und fülliger.

Das sagt der Experte:
Die Haare werden ab der 2. Schwangerschaftshälfte deutlich fülliger und fester, da durch die hohen Östrogenspiegel die Wachstumsrate der Haare verstärkt und damit das Haarwachstum gefördert wird. Der Haarzyklus verlängert sich – es kommen weniger Haare in die Haarausfallsphase. Dadurch wirkt das Haar deutlich fülliger.

► Der Mythos: Nach der Schwangerschaft fallen die Haare stärker aus.

Das sagt der Experte:
Nach der Geburt kommt es durch den Wegfall der Plazenta und Schwangerschaft zu einem massiven Hormonabfall – vor allem der Östrogene. Dadurch entsteht ein sogenanntes Telogeneffluvium – viele Haare kommen rasch in die Haarausfallsphase. Das führt zu einem Haarverlust von mehr als 100-200 Haaren täglich. Auch wenn Frauen das oft massiv beunruhigt: Der Haarausfall nach der Geburt ist zeitlich limitiert und bessert sich nach maximal 3 Monaten wieder von selbst! In besonders schweren Fällen kann eventuell durch die Gabe von östrogenhaltigen Haarwassern der Haarausfall vermindert werden.

► Der Mythos: Während der Schwangerschaft wird die Haut schöner, leuchtet von innen.

Das sagt der Experte:
In der ersten Zeit der Schwangerschaft kommt es durch die vermehrte Produktion von weiblichen, aber auch männlichen Geschlechtshormonen oft zu vermehrten Hautunreinheiten. Durch die Talkproduktion verstopfen sich Poren, was Akneveränderungen gerade zu Beginn der Schwangerschaft auslösen kann. Gute Hautreinigung ist daher wichtig!

Ab Mitte der Schwangerschaft wird sie meistens praller, fester und schöner. Da sich das Blut und Herzzeitvolumen, also der Blutfluss, mit zunehmender Schwangerschaft deutlich erhöht, wird auch die Haut meist mehr durchblutet, was sie in manchen Fällen frischer aussehen lässt. Auch wird durch Veränderung des osmotischen Druckes mehr Flüssigkeit ins Unterhautgewebe gezogen. Dadurch wird die Haut meist sehr prall und faltenlos. Allerdings können durch vermehrte Wassereinlagerungen – gerade gegen Ende der Schwangerschaft – Gesicht und Beine oft sehr verquollen wirken.

► Der Mythos: Die Schwangerschaft verstärkt Pigmentflecken .

Das sagt der Experte:
Die hohen Östrogenspiegel sind auch für eine vermehrte Melanozytenproduktion in der Haut. Dies führt zur bekannten Neigung zu Pigmentflecken vor alle im Gesicht – sogenannte Chloasmen. Auch im Bereich des Nabels im Bauchmittebereich bildet sich gegen Ende der Schwangerschaft eine stark pigmentierte Linie – die sogenannte Linea nigra. Daher ist während der Schwangerschaft unbedingt auf ausreichend Sonnenschutz zu achten!!

► Der Mythos: Während der Schwangerschaft drohen Krampfadern.

Das sagt der Experte:
Die stärkere Durchblutung und Östrogene sind auch an einer verstärkten Bildung von kleinen Krampfadern (sogenannten Besenreisern) schuld. Falls vermehrt Krampfadern auftreten: Unbedingt Kompressionsstrümpfe tragen, damit es zu keiner Verschlechterung kommt. Diese verblassen meistens nach Normalisierung der Hormonwerte nach der Geburt.

► Der Mythos: Vor Schwangerschaftsstreifen ist keine Frau sicher.

Das sagt der Experte:
Dehnungsstreifen entstehen durch irreparable Risse der Unterhaut durch Überdehnung des Bindegewebes. Aufgrund der durchscheinenden Blutgefäße sind die Streifen zunächst rötlich gefärbt, blassen jedoch mit der Zeit ab. Als Ursache gilt das Zusammentreffen von Dehnungsbelastung und hormonbedingter Auflockerung des Gewebes. Ca. jede 2. Frau neigt zu Dehnungsstreifen unterschiedlichen Ausmaßes. Besonders betroffen sind Erstgebärende und übergewichtige Schwangere. Frauen, die schon in der Pubertät Dehnungsstreifen bekommen haben, neigen besonders dazu.

Zur Vorbeugung: Bürstenmassagen, Wechselbäder, Cremes mit dem Wirkstoff Centella asiatica – der einzige Wirkstoff, der einen wissenschaftlich erwiesenen Nutzen zur Prophylaxe von Schwangerschaftsstreifen zeigt. Außerdem ist Sport in der Schwangerschaft enorm wichtig.

Auch übermäßige Gewichtszunahme ist einer der größten Risikofaktoren für Dehnungsstreifen. Positiv: Dehnungsstreifen sind jedoch heute durch neue Lasermethoden nach der Geburt gut behandelbar. (Infos unter: Woman&Health .)

► Der Mythos: In der Schwangerschaft wird auch der Po dicker.

Das sagt der Experte:
Das Fett und Bindegewebe der Gesäß- und Oberschenkelregion ist bei Frauen hormonell reguliert. Östrogene und Progesteron fördern die Bildung von Fettgewebe im Po- und Oberschenkelbereich. Sie hemmen gleichzeitig die fettabbauenden Enzyme, so dass selbst durch Sport und Diät in der Schwangerschaft kaum Fett aus dieser Region mobilisiert wird.

Das hat einen evolutionstechnischen Hintergrund: Da Stillen extrem viel Kalorien verbraucht, (bis zu 1500000 Kalorien!!) bunkert der Körper Fettreserven in der Gesäßregion, um im Notfall während der Stillzeit darauf zurückgreifen zu können. Außerdem kommt es durch die östrogenbedingte vermehrte Wasserspeicherung manchmal zu Verstärkung von Cellulite und Zunahme von Bauch und Po.

► Der Mythos: Nach der Geburt purzeln die Kilos.

Das sagt der Experte:
Nach der Schwangerschaft kommt es durch den starken Hormonabfall zunächst zu einer deutlichen Ausschwemmung von Gewebswasser, so dass Frauen nach der Geburt relativ rasch viele Kilos verlieren. Allerdings sind viele Hautareale insbesondere die Bauchregion und Bauchmuskulatur oft sehr stark überdehnt. Sport und Fitness sollten jedoch nicht vor 6 Wochen nach der Geburt begonnen werden und auch dann nicht von Null auf 100. Insbesondere die Bauchmuskulatur braucht Zeit sich zu regenerieren. 2 Monate nach der Geburt sollte jedoch unbedingt ein Mix aus Ausdauer und Krafttraining begonnen werden, um rasch das Gewebe und die Muskulatur wieder in Form zu bringen.

Haut & Haare in der Schwangerschaft

Letzte Änderung: 22.09.2017
Nächste Aktualisierung von Lydia Klöckner • Medizinredakteurin Dieser Artikel wurde nachNach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst.

Unsere Inhalte basieren auf fundierten wissenschaftlichen Quellen, die den derzeit anerkannten medizinischen Wissensstand widerspiegeln. Wir arbeiten eng mit medizinischen Experten zusammen.

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Etwa ab dem vierten Schwangerschaftsmonat verändern sich bei den meisten Schwangeren Haut und Haare. Hormonelle Veränderungen, Wassereinlagerungen und ein vergrößertes Blutvolumen sorgen häufig dafür, dass die Haut glatter und rosiger erscheint und die Haare dichter und glänzender wirken.

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Inhaltsverzeichnis

  • Allgemeines
  • Haare in der Schwangerschaft
  • Haut in der Schwangerschaft
  • Quellen

Doch nicht alle Frauen haben das Glück, dass sich die Schwangerschaft positiv auf Haut und Haare auswirkt. Viele werdende Mütter neigen zu Pickeln und Mitessern, zu trockener Haut und zu spröden Haaren.

Haut und Haare benötigen daher in der Schwangerschaft eine besondere Pflege. Die meisten Veränderungen verschwinden nach der Geburt von selbst.

Mythos Schwangerschaft – hätten Sie’s gewusst?

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Eine Schwangerschaft bringt viele Veränderungen mit sich.

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Die Füße wachsen — etwa um eine Schuhgröße!

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In den letzten Schwangerschaftswochen kann sich die Linea nigra bilden.

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Das Haar wird dichter und glänzender.

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Der Geruchssinn wird empfindlicher.

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Es können Geschmacksstörungen wie etwa ein metallischer Geschmack auftreten.

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Viele Frauen berichten über Heißhungerattacken.

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Der Speichelfluss nimmt zu.

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Kurzsichtigkeit kann durch die hormonelle Umstellung während Schwangerschaft und Stillzeit noch verstärkt werden.

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Die sexuelle Lust nimmt zu. Wenn es keine Komplikationen gibt, spricht nichts gegen Sex in der Schwangerschaft.

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Für die Dauer der Schwangerschaft werden die Organe neu angeordnet.

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Schwangere müssen öfter zur Toilette.

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Müdigkeit & Schlafprobleme nehmen zu.

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Brustwarzen und Vorhof werden dunkler.

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Aus den Brüsten kann Milch austreten.

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Die Schwangere kann durch Konzentrationsprobleme vergesslicher werden.

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Stimmungsschwankungen nehmen zu.

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Männer können co-schwanger sein.

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Kurz vor der Geburt setzt der Nestbautrieb ein.

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Die Bindung zwischen Mutter und Kind wird von dem Hormon Oxytocin unterstützt.

Haare in der Schwangerschaft

Bei den meisten Schwangeren erscheinen die Haare voller und glänzender. Die Haare wachsen jetzt langsamer. Oft kommt es zwar gerade in der ersten Schwangerschaftshälfte zu einem hormonell bedingten Haarausfall. In der Regel fallen in der Schwangerschaft aber weniger Haare aus als gewöhnlich. Dies kann dazu führen, dass die junge Mutter einen riesigen Schreck bekommt, wenn die Haare nach der Geburt vermehrt ausfallen. Das müssen Sie aber nicht! Die Haare, die Sie nach der Geburt (meistens um den 6. Lebensmonat des Kindes herum) verlieren, sind die Haare, die während der Schwangerschaft nicht ausgefallen sind. Mit der Zeit normalisieren sich das Haarwachstum und Haarausfall wieder.

Es kann nötig sein, dass Sie in der Schwangerschaft ein anderes Pflegeprodukt für Ihre Haare verwenden müssen, da Sie plötzlich trockenes oder fettiges Haar bekommen können. Auch dieser Zustand reguliert sich nach der Geburt wieder.

Trockenes Haar

Falls Sie während der Schwangerschaft zu trockenem Haar neigen, können Sie die widerspenstige Mähne mit kleinen Tricks bändigen:

  • Kräftige Bürstenstriche regen die Kopfhautdurchblutung und die Talgdrüsen an. Außerdem verteilen Sie so den Talg in Längen und Spitzen und können sich über gesund glänzendes Haar freuen.
  • Pflegen Sie Ihr Haar zusätzlich mit einer wöchentlichen Sesamölkur: Massieren Sie drei Esslöffel Sesamöl in die Haarlängen ein und und wickeln Sie die Haare anschließend in ein vorgewärmtes Handtuch. Lassen Sie die Kur etwa 30 Minuten einwirken und waschen Sie sie dann mit einem milden Shampoo aus.

Fettiges Haar

Falls Sie unter fettigem Haar leiden, achten Sie auf Folgendes:

  • Benutzen Sie nicht zu oft den Haartrockner und vermeiden Sie heißes Waschwasser, da beides die Talgproduktion zusätzlich anregt.
  • Auch hier können Sie mit Naturpflegemitteln nachhelfen: Massieren Sie nach dem Waschen zwei Esslöffel Zitronensaft in die Kopfhaut ein. Lassen Sie die Haare nach dem Ausspülen lufttrocknen.

Haare färben

Für das Haare färben in der Schwangerschaft gilt: Verzichten Sie lieber darauf! Wenn Sie das nicht möchten, färben Sie die Haare erst nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel oder verwenden Sie Naturfarben.

Enthaaren

Es ist unbedenklich, während der Schwangerschaft mithilfe eines Nassrasierers Körperstellen zu enthaaren.

Verwenden Sie in der Schwangerschaft keine Enthaarungscremes. Die Inhaltsstoffe können über die Haut ins Blut und weiter über die Plazenta zum Baby gelangen und diesem schaden.

Enthaaren per Wachs ist während der Schwangerschaft unbedenklich, kann aber blaue Flecken hinterlassen.

Haut in der Schwangerschaft

Durch die hormonelle Umstellung, vermehrte Wassereinlagerungen und ein erhöhtes Blutvolumen erscheint die Haut in der Schwangerschaft meist straffer und rosiger. Fältchen verschwinden in dieser Zeit oft vorübergehend. Auch die Fingernägel strotzen vor Gesundheit und sind widerstandsfähiger.

Die Beschaffenheit der Haut ist jedoch auch bei Schwangeren sehr unterschiedlich. Bei manchen Frauen wird die Haut in der Schwangerschaft trockener, bei anderen fettiger. Bei einigen verschwindet Akne, bei anderen bilden sich vermehrt Pickel und Mitesser.

Neurodermitis kann sich während der Schwangerschaft verschlimmern. Passen Sie daher Ihre Pflegeprodukte (vorübergehend) dem neuen Hauttyp an. Eine Kosmetikerin kann Sie beraten, welche Produkte jetzt die richtigen für Sie sind.

Ihre alten Cremes und Lotions brauchen Sie aber auf keinen Fall wegzuwerfen: Schon kurze Zeit nach der Entbindung haben Sie Ihren alten Hauttyp zurück.

Mit ein paar Tricks unterstützen Sie Ihre Haut während der Schwangerschaft optimal und beugen Hautunreinheiten und Juckreiz vor:

  • Tragen Sie bequeme Kleidung.
  • Ernähren Sie sich fettarm.
  • Trinken Sie viel (mindestens 2,5 Liter am Tag).
  • Verwenden Sie Seifen, die nicht austrocknen.
  • Verwenden Sie reichhaltige Körperlotions, Cremes oder Körperöle.
  • Trinken Sie Pfefferminz- und Schafgarbentee (Achtung: Kurz vor der Geburt kann Pfefferminztee die Milchbildung hemmen).

Pigmentierung

  • Die meisten Schwangeren bemerken eine verstärkte Pigmentierung, besonders an Brustwarzen, Oberschenkeln, Achselhöhlen und im Gesicht (Mutterflecken oder auch Chloasma).
  • Leberflecken und Sommersprossen erscheinen dunkler.
  • Am Bauch kann sich, besonders zum Ende der Schwangerschaft hin, eine dunkle Linie bilden, die Linea nigra, die zwischen Bauchnabel und Schamhaaren verläuft.

Die Pigmentierungen verblassen nach der Geburt wieder und stellen kein gesundheitliches Risiko für Mutter und Kind dar!

Juckreiz

Besonders in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft kann die Haut öfter jucken – besonders am Bauch. Auch das ist hormonell bedingt und wird durch die zunehmende Dehnung der Haut verstärkt. Die erhöhte Schweißbildung reizt die Haut zusätzlich.

Nur selten ist der Juckreiz ein Zeichen für eine Leberstörung. Sprechen Sie aber mit Ihrem Frauenarzt, wenn:

  • der Juckreiz anhält,
  • das Jucken zunehmend stärker wird und
  • sich Entzündungen auf der Haut entwickeln.

UV-Strahlung

Während der Schwangerschaft ist Ihre Haut empfindlicher gegenüber UV-Strahlung. Es kann zu Hautreizungen und übermäßigen Pigmentflecken kommen oder Sie entwickeln eine Sonnenallergie. Vermutlich wird durch UV-Strahlung Folsäure schneller abgebaut – die ist aber gerade in den ersten Schwangerschaftswochen besonders wichtig für das Ungeborene.

Ein kleines Sonnenbad schadet Ihnen nicht, im Gegenteil, Sonne ist gesund und Sie sollen sich nicht im Dunkeln verstecken.

Verzichten Sie aber auf ausgedehnte Sonnenbäder, besonders zur Mittagszeit, und sehen Sie während der Schwangerschaft von Besuchen im Solarium ab!

Kosmetika

Sie können auch in der Schwangerschaft bedenkenlos Kosmetika verwenden. Auch Nagellack ist unbedenklich, allerdings sollten Sie beim Lackieren der Nägel und besonders, wenn Sie Nagellackentferner verwenden, für ausreichend Belüftung sorgen, damit Sie möglichst wenig der giftigen Dämpfe einatmen.

Babyhaare: Was tun mit kurzen nachwachsenden Haaren?

Kurze, feine Babyhaare bäumen sich besonders gerne auf der Stirn auf. Die einen lieben und inszenieren sie, die anderen hassen und kaschieren sie. Kim K hat ihren Frontalflaum gelasert – und bereut es mittlerweile. So oder so – es gibt kein Entrinnen.

Stylistin Susanna Rockenbauer-Uler vom Wiener Salon Uler Private Hairdressing kennt die wichtigsten Beauty-Hacks, um Babyhaare gekonnt in Zaum zu halten oder cool in Szene zu setzen:

Wie man Baby Hair richtig stylt

1. Zahnbürsten-Upcycling

Besprühe eine alte und saubere (!) Zahnbürste mit etwas Haarspray ohne Glanzanteil und streiche damit über die abstehenden Härchen. Wem eine Zahnbürste zu brachial erscheint, der kann auch auf ausgediente Mascara-Bürstchen ausweichen. Das Konzept bleibt gleich: Haarspray aufsprühen und sanft den Stirnflaum zurecht drapieren.

2. Alleskönner Augenbrauengel

Was Augenbrauen in Form bringt, hilft auch bei zarten Babyhärchen. Mit ein wenig multifunktionalem Augenbrauengel vorsichtig über die kleinen Härchen bürsten, fertig! Achtung – das Gel sollte sparsam benutzt werden, sofern es kein Wet-Look werden soll.

3. Schutzschilder

Beim Haare trocknen einen Gang zurückschalten und den Hitzeschutz nicht vergessen! Zu viel Hitze strapaziert besonders feines Haar und lässt es schon nach kurzer Zeit brüchig und spröde werden. Expertin Susanna Rockenbauer-Uler rät zu einem Sprayprodukt dass auch 230 Grad Hitze standhält und gleichzeitig pflegt.

4. Typveränderung

Schnipp-Schnapp, Haare ab. Lust auf eine Pony-Frisur? Damit werden Babyhaare auf der Stirn unsichtbar und verändern den Typ radikal. Von Experimenten im heimischen Badezimmer wird dringend abgeraten.

5. I do it my way

Der Babyflaum darf auch gefeiert und bewusst in Szene gesetzt werden. Mit Gel oder Spray werden kleine Partien wellig am oberen Rand der Stirn drapiert.

Was tun gegen Babyhaare

Robert Mrosek, Stylist der Friseurmarke KMS, nennt sie liebvoll „Funkstationen“. Was rät er uns als Profi, um die Babyhaare zu bändigen? „Grundsätzlich habe ich sehr gute Erfahrung mit der Einnahme von Kieselerde gemacht, da sie die Stabilität und Kraft der Haare fördert. Auch Biotin ist eine gute Alternative.“ Bedeutet: Die Haare müssen einfach wachsen. Und das braucht Zeit und Geduld. Wer die nicht hat, kann natürlich auch ein paar Schummeltricks anwenden:

  • Robert Mrosek empfiehlt, mit einem Haarspray (mit wenig Glanzanteilen!) und einem feinen Kamm, die Haare zu kämmen und vorsichtig anzulegen.
  • Alternativ kann man auch eine Zahnbürste nehmen.
  • Wer mal kein Haarspray dabei hat, Handcreme funktioniert unterwegs auch gut. Aber bitte nicht zu viel, sonst wirkt das Haar schnell fettig.
  • Oder gleich den Wet-Look stylen – mit ordentlich Gel in die Haare gehen und sie nach hinten kämmen. Das ist stylisch und die Babyhaare sind so auch direkt versteckt.
  • Typveränderung: Hast du Lust auf eine Pony-Frisur? Denn dann kannst du die Babyhaare ganz einfach kaschieren.
  • Video Haare waschen Morgens waschen oder abends: Was ist besser für die Haare?
  • Babyhaare loswerden

    Richtig gehört, Promis wie Kim Kardashian lassen den Laser an ihre Babyhaare. Das ist in Deutschland zwar bisher noch nicht so verbreitet, aber durchaus möglich. Die Anwendung verspricht in 95 Prozent der Fälle Erfolg, also ein Nicht-Nachwachsen.

    Der Haken: Die Behandlung ist nicht schmerzfrei und die Kosten bewegen sich mindestens im dreistelligen Bereich. Bei Interesse solltest du dich unbedingt an einen Profi wenden, also am besten an eine dermatologische Praxis, die Haarentfernung per Laser anbietet.

    Kim Kardashian mit Babyhaaren

    Ein Beitrag geteilt von Kim Kardashian Throwbacks (@kimkardashianthrowbacks) am Jan 27, 2018 um 3:55 PST

    Kim Kardashian ohne Babyhaare

    Ein Beitrag geteilt von Kim Kardashian West (@kimkardashian) am Jul 8, 2018 um 7:10 PDT

    Babyhaare auf keinen Fall zupfen!

    Davon rät Robert Mrosek absolut ab: „Auf keinen Fall zupfen oder schneiden! Die Haare würden dadurch sehr borstig nachwachsen.“

    Einfach den kleinen Babyflaum feiern, das wäre übrigens auch noch eine Alternative… machen die Desigern übrigens auch gerade mit dieser Frisur >>>

  • Baby Hair Bun Unser Dutt bekommt jetzt ein so süßes Update
  • Babyhaare

    Manche Babys kommen mit einem vollen Haarschopf auf die Welt, andere mit einer Glatze. Fakt ist: Der Zustand der Haare zum Zeitpunkt der Geburt ist vom Hormonspiegel während der Schwangerschaft abhängig und sagt in den seltensten Fällen etwas darüber aus, wie die Haare des älteren Kindes oder Erwachsenen sein werden. Farbe oder Struktur des Haares werden hauptsächlich vererbt.

    Auch wenn sie bei der Geburt einen vollen Haarschopf hatten, verlieren Babys normalerweise im 3. Lebensmonat ihr Neugeborenen-Haar. Der Kopfumfang nimmt zu, die Kopfhaut wird gedehnt, der Hormoneinfluss der Mutter lässt nach – und die Haare fallen aus. Was allein schon der Hormonmangel bewirkt, erlebt fast jede junge Mutter an ihrem eigenen Haar. Weil mehr Haare ausfallen als nachwachsen, kann es passieren, dass ein Baby nun mehr oder weniger kahlköpfig wird. Der natürliche Wachstumszyklus der Haare pendelt sich irgendwann innerhalb des ersten Lebensjahres ein.

    Nicht selten lichtet sich das Haar vor allem am Hinterkopf. Das ist zum Teil durch das Liegen auf dem Rücken bedingt, denn Druck und Reibung fördert das Ausfallen. Allerdings auch nur, wenn das Haar sich in einer Wachstumsphase befindet, in der es sowieso bald ausfallen würde. Sobald das Baby sich mehr bewegt und aktiver wird, verschwindet die kahle Stelle. Achten Sie solange darauf, dass Ihr Baby nicht immer in derselben Position liegt. Stellen Sie zum Beispiel eine Spieluhr auf unterschiedlichen Seiten hin, so dass Ihr Baby das Köpfchen in verschiedene Richtungen dreht.

    Es hat keinen Zweck, das Haarwachstum fördern zu wollen, indem man die Säuglingshaare abschneidet oder gar rasiert. Haare häufiger zu schneiden, hat auf das Haarwachstum überhaupt keinen Einfluss, weil die aussen sichtbaren Haare totes Hornmaterial sind und nicht mehr mit Nährstoffen versorgt werden. Sie sind nicht mit einem Rasen zu vergleichen, der umso schneller wächst, je öfter man ihn mäht. Ein Haarschnitt macht erst dann Sinn, wenn die Haare ins Gesicht hängen oder nicht mehr zu kämmen sind. Den ersten Schnitt können Sie noch leicht selbst übernehmen, mit einer abgerundeten Schere am besten. So kann nichts passieren, auch wenn Ihr Kind nicht immer stillhält. Optimal ist es, wenn Sie Hilfe haben: Einer lenkt ab und der andere schneidet.

    Babyhaar ist oft lockiger als in der Familie zu erwarten wäre. Diese Babylocken sind aber meist nicht von langer Dauer. Babyhaare sind einfach noch sehr fein und dünn, weswegen sie sich schneller kräuseln und winden. Wird das Kind älter, werden die Haare kräftiger, sodass sie sich nicht mehr leicht aufrollen können. Die Locken verschwinden dann wieder. Zwischen dem ersten und zweiten Lebensjahr entsteht die bleibende Haarstruktur.

    Bei der Haarfarbe lässt sich erst etwa ab dem 4. Lebensmonat absehen, ob ein Kind einmal blond, brünett, rot- oder schwarzhaarig sein wird. Viele Kinder haben erst im Grundschulalter, manche sogar erst mit Einsetzen der Pubertät ihre wahrscheinlich bleibende Haarfarbe. Weil dies auch durch die Gene früherer Generationen mitbestimmt wird, kann es durchaus zu Überraschungen kommen. Gleichzeitig muss die Haarfarbe des Babys nicht die Haarfarbe sein, die es sein Leben lang haben wird. Rothaarige können blond werden und blonde Babys werden oft brünett. Oder sie haben anfangs einen hellen Braunton und später sind die Haare fast schwarz. Der Grund: Die ersten Haare weisen oft nur eine leichte Pigmentierung auf und diese kann von der späteren, genetisch festgelegten Haarfarbe deutlich abweichen – in der Regel zu einem dunkleren Ton hin.

    Auch Babyhaare müssen ab und zu gewaschen werden. In der Regel genügt es, das kleine Köpfchen mit lauwarmen Wasser oder einem feuchten weichen Schwamm zu reinigen. Später können Sie ein mildes Babyshampoo ohne Duftstoffe verwenden. Achten Sie immer darauf, keinen Druck auf den Kopf des Babys auszuüben. Die Schädeldecke ist bei Babys noch nicht geschlossen (Fontanellen) und daher sehr empfindlich. Da es viele Kinder gar nicht mögen, wenn ihnen Wasser in Gesicht läuft, halten Sie Ihr Baby bei der Haarwäsche so, dass das Wasser nach hinten abläuft. Trocknen Sie das Köpfchen nach der Haarwäsche mit einem flauschigen Handtuch vorsichtig ab. Benutzen Sie bitte keinen Föhn, da der warme Luftstrom für die empfindliche Babyhaut zu heiss werden kann. Nach der Haarwäsche gibt es noch eine sanfte Massage mit der weichen Babybürste.

    Häufige Fragen zum Thema

    Wachsen Babyhaare kräftiger, wenn man sie oft schneidet?

    Bei meinem Baby ist der Hinterkopf ziemlich flach. Muss ich mir Sorgen machen?

    Wissen

    Milchschorf und Kopfgneis

    Letzte Aktualisierung : 20-11-19, BH

    Ursachen und Behandlungsmethoden Haarausfall bei Babys

    Vielfach unbemerkt fallen bei Babys in den ersten 3-6 Monaten nach der Geburt Haare aus. Wer ein Baby auf die Welt bringt, dass nur einen leichten Haarflaum hat, wird es wahrscheinlich kaum merken. Haben die Jüngsten aber bei der Geburt schon ein schönes Haupthaar, dann sind Eltern schnell in Sorge.

    Haarausfall bei Babys hat in der Regel eine harmlose Ursache und ist kein Grund zur Sorge. Noch während der Schwangerschaft erhalten die Föten einen Großteil der Hormone von ihren Müttern. Darunter auch das Hormon, dass für das Haarwachstum zuständig ist. Ist die Schwangerschaft vorbei, wird die Bildung dieses Hormons im weiblichen Körper eingestellt. Es kann sein, dass auch die Mutter nun die anstehende Ruhezeit des Haares merkt und plötzlich überdurchschnittlich viele Haare verliert. Die ersten Wochen nach der Geburt gehören dagegen der Wachstumsphase des Haares beim Neugeborenen. Nicht selten kommt eine richtige Pracht auf dem Kopf zum Vorschein und man denkt schon, das Baby sei in Wahrheit etwas älter. Bei Kindern, die mit vollem Haar zur Welt gekommen sind, wird sich der Haarausfall besonders deutlich machen.

    Hormonhaushalt der Babys verändert sich

    Während einige Babys ganz ohne Haare geboren werden, oder nur einen kleinen Flaum besitzen, gibt es auch solche, die bereits beim Erblicken der Welt schönes Haar auf dem Kopf haben. Daher merken die Eltern unterschiedlich stark überhaupt etwas von dem natürlichen Prozess und dem Haarausfall bei Babys. Typischerweise werden die Haare zunächst etwas dünner oder bleiben einfach beim Bürsten in der Babybürste hängen. Eltern brauchen sich hier keine Sorgen machen, denn der Hormonhaushalt ist Ursache für den Ausfall. Während direkt nach der Schwangerschaft das Wachstumshormon für kräftiges Haarwachstum sorgt, baut es sich in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt wieder ab. Das Wachstum verlangsamt sich erst und geht nahtlos über zum Ausfall der Haare. Das ist natürlich individuell bei jedem Baby anders stark ausgeprägt und es gibt keine feste Regel dafür. Bei Erwachsenen sind nicht alle Haare gleichzeitig in der Ruhe, Wachstums- oder Ausfallphase. Nur bei den neuen Erdenbürgen liegt dies am Anfang ihres Lebens vor. Alle Haarfollikel geraten gleichzeitig in die Ruhephase und fallen im Anschluss daran auch gleichzeitig aus. Der Zyklus der Haare pendelt sich von alleine ein und die Haare wachsen wieder nach.

    Wechsel der Haarfarbe

    Eine wunderschöne Laune der Natur zeigt sich bei vielen ursprünglich blonden Babys nach dem Haarausfall. Sie werden häufig zu dunkelhaarigen Babys und auch Locken zeigen sich nach dem Ausfall der ersten Haare, obwohl diese glatt waren. Der Grund für den Farbwechsel findet sich in den Pigmenten. Deren Anzahl ist beim Babyhaar noch deutlich geringer als bei der späteren genetisch festgelegten Haarfarbe. Meist sind die nachwachsenden Haare stärker pigmentiert und die Haarfarbe wird dunkler. Bei anfangs hellen Haaren fällt dieser Unterscheid den Eltern meist deutlich eher auf, als bei dunkelhaarigen Babys. Seltener kommt es allerdings vor, dass ein Säugling mit dunklen Haaren auf die Welt kommt und dann rothaarig wird. Die Lockenpracht bei der Geburt verschwindet meist wieder. Babyhaare sind sehr fein und dünn und neigen dazu, sich leicht zu kräuseln. Wächst nach dem Haarausfall das „richtige“ Kopfhaar heran, glättet es sich meist, da es kräftiger ist und nicht mehr so leicht aufrollt. Erst zwischen dem ersten und zweiten Lebensjahr wächst das „Erwachsenen-Haar“ beim Kleinkind. Wie kräftig dies ist, welche Farbe es hat oder ob es lockig ist, hängt von der Vererbung ab und ist nicht von außen beeinflussbar. Auch wenn unter Eltern der Mythos besteht, den Säuglingen den Kopf zu rasieren, damit das Haar besser nachwächst. Das häufige Schneiden eines Haares hat keinerlei Einfluss auf sein Wachstum – auch nicht bei Erwachsenen.

    Kahle Stelle am Hinterkopf

    Sicherlich habt ihr auch schon mal Babys gesehen, die hinten am Kopf eine Halbglatze haben. Diese Kinder liegen meist sehr viel auf dem Rücken und drehen beim Schlafen den Kopf nur selten zur Seite. Eltern sollten das Kind beobachten und ggf. den Seitenwechsel des Babys bewusst anregen. Dazu hilft eine Spieluhr, die von der Seite kommt. Das Baby wird automatisch den Kopf zur spannenden Spieluhr drehen. Auch das nächtliche Drehen des Kindes, mal auf die linke und mal auf die rechte Seite, kann helfen. Grundsätzlich gehen Kinderärzte davon aus, dass die Haare durch den Druck und die Reibung an der Stelle ausfallen. Der kreisrunde Haarausfall am Hinterkopf ist in der Regel ebenfalls total harmlos und regelt sich mit der Zeit oder der Hilfe der Eltern von allein. Habt ihr allerdings das Gefühl, euer Nachwuchs möchte sich so gar nicht auf die Seite drehen, dann könnten Blockaden im Hals oder Nackenbereich dafür verantwortlich sein und ihr solltet mit dem Kinderarzt sprechen.

    Wann wegen Haarausfall beim Baby zum Arzt?

    Sollte sich der Haarausfall auch noch nach dem sechsten Lebensmonat bei eurem Baby zeigen, dann ist zur Vorsicht der Besuch beim Arzt anzuraten. Eine weitere Untersuchung wird zeigen, ob eventuell ein Nährstoffmangel vorliegt. Während dieser Lebensphase kommt es häufig zu einem erhöhten Bedarf an Nährstoffen, da die Mutter vom Stillen selbst unter einer Mangelversorgung leidet. Und sie gibt die Nährstoffe über die Muttermilch an das Baby weiter. Grundsätzlich ist der Haarausfall beim Baby jedoch ein natürlicher Prozess, der sich durch den veränderten Hormonhaushalt erklären lasst. Das Haarwachstum und der Zyklus von Wachstum, Ruhephase und Ausfallen stellt sich nach und nach beim Baby von selbst ein und schon bald lächelt euch euer Nachwuchs mit der vererbten Haarpracht entgegen.

    Alles Kopfsache: Babys erste Haare 

    Das Thema Baby und Haare zeigt, wie unterschiedlich die Kleinen von der ersten Sekunde an sind. Ein Säugling hat bei der Geburt einen dichten dunklen Flaum auf dem Kopf, beim anderen dauert es zwei Jahre, bis die Haarpracht sprießt. Auch die Themen Haarpflege oder Haarausfall beschäftigen junge Eltern. Vieles ist normal und kein Grund zur Sorge.

    wann bekommen babys haare?

    Die Annahme, dass alle Babys bei der Geburt blaue Augen und blondes Haar haben, trifft pauschal nicht zu. Dennoch kommen viele Babys mit einer helleren Haarfarbe auf die Welt. Die ersten Haare sind nur leicht pigmentiert, die nachwachsenden stärker. Doch wann wachsen die Haare beim Baby? Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht – zum Leid einiger Eltern. Denn wenn das Haarwachstum des Babys auf sich warten lässt, kennen sie die Frage: „Oh, warum hat es noch keine Haare?“ Unser Tipp: Bleiben Sie entspannt, das kommt noch.
    Ob zarter Flaum oder wilde Löckchen, die Haare bei Neugeborenen sind dünn und weich. In dieser Zeit braucht Ihr Baby nicht viel Pflege für seine Härchen. Es reicht, beim Baden mit einem Schwamm oder Waschlappen behutsam Schmutz, Fett oder Schweiß zu entfernen, zunächst ohne Shampoo. Anschließend freut sich Ihr kleiner Schatz, wenn Sie den Kopf vorsichtig trocken tupfen – nicht abrubbeln, denn Babys Haut ist empfindlich. Für die Babyhaare nehmen Sie eine weiche Bürste.

    so gestalten sie das waschen der babyhaare angenehm:

    • Achten Sie darauf, dass Ihrem Baby bei der Haarwäsche kein Wasser ins Gesicht oder in die Ohren läuft, das macht ihm Angst.
    • Sollte Ihr Baby dichteres Haar haben, wählen Sie ein mildes Baby-Shampoo. Ein kleiner Tropfen genügt. Weitere Pflegeprodukte für die Haare sind noch nicht nötig. Übrigens: Zu dünnes Haar durch Baby-Shampoo ist ein Märchen.
    • Die Kinder-Gießkanne ist eine besondere Freude und sorgt für fröhliches Glucksen und Jauchzen in der Badewanne.
    • Erst wenn Sie Ihren Liebling an die Prozedur gewöhnt haben, verwenden Sie vorsichtig die Duschbrause. Am besten spielerisch und nicht voll aufgedreht.
    • Ein- bis zweimal Haare waschen in der Woche ist absolut ausreichend.

    schuppen und schorf unter babys haaren

    In den ersten Lebensmonaten setzen sich manchmal gelbliche Hautschuppen auf dem Köpfchen fest, der unbedenkliche Kopfgneis. Babyöl ist das Zaubermittel, das durch sanftes Einmassieren unterstützt, dass sich der Gneis schonend löst. Falls sich Ihr Baby kratzt oder die Haut trocken ist, beobachten Sie das gut. Es kann sich um Milchschorf handeln: ein Hautekzem, das der Anfang einer Neurodermitis sein kann. Lassen Sie sich vom Kinderarzt beraten. Oft helfen eine Cortison-Salbe oder ein Umstellen der Ernährung, da Unverträglichkeiten oder Allergien Neurodermitis begünstigen.

    härchen, wechsel dich!

    Besonders süß sind Babylocken, die leider oft nicht von Dauer sind. Zwischen einem halben Jahr und anderthalb Jahren oder später entwickeln sich die normalen Haarstrukturen, die einen Vorgeschmack auf den späteren Haartyp geben. Das lässt sich nicht beschleunigen. Dem Baby die Härchen zu schneiden oder zu rasieren, damit der Haarwuchs schneller in Gang kommt oder die Haare dicker werden, ist ein Irrglaube. Zudem besteht für die zarte Kopfhaut Verletzungsgefahr, vor allem beim Rasieren.

    und nun: der erste haarschnitt

    Wie und wann Sie Kindern die Haare schneiden, hängt davon ab, wie stark der Haarwuchs ist. Spätestens dann, wenn sie die Sicht beeinträchtigen. Bringen Sie ausreichend Zeit, Geduld und gute Laune mit. Die Schere muss scharf sein, um unangenehmes Ziepen zu vermeiden. Indem es Sie beim Friseurbesuch begleitet, kann sich Ihr Baby auch daran gewöhnen. Tipp: Es gibt Salons, die auf Kinder spezialisiert sind. Als Eltern helfen Sie, indem Sie ein ausgeschlafenes und sattes Kind mit zum Frisieren bringen.

    warum verlieren manche babys in ihren ersten lebensmonaten viele haare?

    In den ersten Lebensmonaten verlieren Babys Haare. Dies ist ganz normal. In der ersten Phase des Haarzyklus wachsen die Haare, kommen in der zweiten Phase zur Ruhe und werden in der dritten Phase abgestoßen. Bei einigen Säuglingen fallen die ersten Haare noch vor der Geburt aus oder der Haarausfall ist kaum sichtbar. Zwischenzeitlich können kahle Stellen auftreten, vor allem am Hinterkopf. Das kommt nicht unbedingt von der Liegeposition. Häufig befinden sich die Haare am Hinterkopf bereits in der Ausfallphase und wachsen wieder nach. Grundsätzlich verlieren alle Babys ihre ersten Haare – der Zeitpunkt ist individuell.

    andere faktoren begünstigen den haarausfall beim baby:

    • zu stramme Zöpfe oder Flechtfrisuren
    • Vitamin- und Nährstoffmangel – Vitamin E für die Haarfollikel und Vitamin A für den Hauttalg
    • stressbedingtes „Haarezupfen“

    In allen Punkten sind Sie als Eltern gefragt. Stellen Sie die Ursache ab und unterstützen Sie Ihr Kind, damit nicht nur seine Haare gesund und stark heranwachsen, sondern auch die Kinderseele.

    das wichtigste über babyhaare zusammengefasst

    Eine Faustformel gibt es nicht bei der Frage nach den ersten Haaren, dem Haarausfall oder dem richtigen Zeitpunkt für den ersten Haarschnitt. Jedes Neugeborene entwickelt sich individuell. Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl, tauschen Sie sich mit anderen Eltern aus oder fragen Sie Ihren Kinderarzt – und haben Sie vor allem Geduld.

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