Fingerspiele für den kindergarten

Das kleine „Ich bin Ich“
Ein Fingerspiel und Gedicht.
Nach dem Bilderbuch Das kleine Ich bin Ich von Mira Lobe (Text) und Susi Weigel (Zeichnungen) aus dem Jahr 1972.
Ein kleines buntes Tierchen geht spazieren.
„Wer bin ich? Ist es am sinnieren.
Da kommen fünf andere Tier vorbei
Und rufen laut „Hi!“
Das kleine Bunte schaut das erste Tierchen an
„Ne, ein Fisch bin ich nicht!“
„Hab ja keine bunten Flossen am Rücken dran!“
Das kleine Bunte schaut aufs zweite Tier.
„Einen Schwanz wie das Pony hab ich nicht!“
Jetzt sofort, heute und hier.
Das kleine Bunte wirft einen Blick aufs dritte Tier.
So dick wie das Nilpferd? Nein.
Doch da stehen ja noch Zwei im Spalier.
Das kleine Bunte schaut das vierte Tierchen an
Es erschrak, denn der Hund bellte laut
Das Kleine Bunte noch trairiger schaut.
Das kleine Bunte blickt auf das fünfte – ein Floh
Er ist ja niedlich und doch klein
Es legt sich müde auf einen Haufen Stroh.
Da springt das Kleine Bunte Hoch in die Luft
Es jubelt und lacht.
Ich hab ne schöne Kluft
„Ich habs jetzt raus!“
Ich weiss wer ich bin:
„Ich bin Ich!“ platzt es aus ihm heraus.

Mitmach-Lied zum Morgenkreis oder Zwischendurch: Ich bin ich

Ein Mitmach-Lied, das schnell erlernt ist und sich mit den Kindern auf vielfältige Art ins Tagesprogramm einsetzen lässt? Bitteschön: Beim Ich-bin-ich-Lied können außerdem auch schon die jüngeren Kinder in der Gruppe mitmachen.

Text: Margot Lindner, Bild: Alexandra Junge

Info:

  • Alter: ab 2 Jahren

Dieses Lied können sie sowohl mit Ihren größeren Kindern, als auch mit den Kleinen U3-Kindern zusammen singen!

Bewegungen

Die Kinder bilden einen lockeren Steh- oder Sitzkreis.

Ein Kind steht mit Ihnen in der Mitte. Zur Melodie von „Funkel, funkel, kleiner Stern“ singen Sie beide gemeinsam die ersten beiden Zeilen und zeigen dabei zuerst auf sich selbst, dann auf die Kinder im Kreis. In den beiden nächsten Zeilen denkt sich das Kind mit Ihnen eine bestimmte Bewegung, beispielsweise klatschen aus. Die letzten beiden Zeilen singen dann alle gemeinsam und begleiten ihren Gesang durch rhythmisches Klatschen.

Am Ende des Liedes darf das Kind ein nächstes Kind bestimmen, das nun in die Mitte kommt und sich eine Bewegung ausdenkt, bis zum Schluss alle Kinder in der Mitte bzw. gemeinsam stehen. Mögliche weitere Bewegungen sind beispielsweise hüpfen, stampfen, tanzen, springen, trommeln, trompeten, trippeln, schleichen …

Mitmach-Lied – Text zu Ich bin ich:

Ich bin ich und du bist du.

Schau mich an,

was kannst denn du?

Ich bin ich und du bist du,

ich kann klatschen immerzu.

Wir sind wir und das ist schön,

wollen gerne mit dir geh’n.

Hat Ihnen diese Idee gefallen? Mehr davon gibt es im Erlebnisordner Kita Das bin ich. Gleich hier bestellen!

Hier habe ich euch ein paar Lieder und Fingerspiele zusammengetragen!

Löwenjagd

Geh’n wir heut auf Löwenjagd? Ja wir gehen auf Löwenjagd! Geh’n wir los!

Häh? Was ist das? Ein Löwe? Nein, eine Wiese,

da kommen wir nicht drüber, da kommen wir nicht drunter, wir müssen drumherum, äh-äh, wir müssen mittendurch! (Handflächen reiben)

Geh’n wir heut auf Löwenjagd? Ja wir gehen auf Löwenjagd! Geh’n wir los!

Häh? Was ist das? Ein Löwe? Nein, ein See,

da kommen wir nicht drüber, da kommen wir nicht drunter, wir müssen drumherum, äh-äh, wir müssen mittendurch! (Schwimmbewegungen)

Geh’n wir heut auf Löwenjagd? Ja wir gehen auf Löwenjagd! Geh’n wir los!

Häh? Was ist das? Ein Löwe? Nein, eine Holzbrücke,

da kommen wir nicht drüber, da kommen wir nicht drunter, wir müssen drumherum, äh-äh, wir müssen mittendurch! (mit der Faust auf den Brustkorb trommeln)

Geh’n wir heut auf Löwenjagd? Ja wir gehen auf Löwenjagd! Geh’n wir los!

Häh? Was ist das? Ein Löwe? Nein, eine Straße,

da kommen wir nicht drüber, da kommen wir nicht drunter, wir müssen drumherum, äh-äh, wir müssen mittendurch! (Rechts gucken, links gucken und gehen)

Geh’n wir heut auf Löwenjagd? Ja wir gehen auf Löwenjagd! Geh’n wir los!

Häh? Was ist das? Ein Löwe? Nein, eine Höhle,

da kommen wir nicht drüber, da kommen wir nicht drunter, wir müssen drumherum, äh-äh, wir müssen mittendurch!

Was ist das? Haare, Nase, Ohren….ein Löwe!

Schnell über die Holzbrücke, über die Strasse, über die Wiese, durch den See schwimmen, ins Haus, Tür zu, puuuhh, geschafft! (Alle Bewegungen mitmachen)

Abschlusslied

Gehn in ihr Kämmerlein, lassen das spielen sein,

alle Leut, alle Leut, geh’n jetzt nach Haus.
Sagen „Auf wiedersehn, es war so wunderschön“,

alle Leut, alle Leut, geh’n jetzt nach Haus.
Erst die Rechte, dann die Linke – machen beide winke, winke,

und zum Schuss, einen dicken Abschiedskuss!

Herr Pinz und Frau Panz (gegen Bauchweh)

Herr Pinz und Frau Panz, die gingen zum Tanz,

sie tanzten hin, sie tanzten her,

sie tanzten kreuz, sie tanzten quer,

sie tanzten hoch, sie tanzten runter,

und zum Schluss war’n sie froh und munter!

5 kleine Fische

5 kleine Fische, die schwimmen im Meer,

da sagt der Opa: „Ich will nicht mehr, ich wäre viel lieber

in einem kleinen Teich, denn im Meer da schwimmt der Hai

und der frisst mich gleich!“

Schubidu, bidu, bidu, bidu, Schubidu, bidu, bidu, bidu

4 kleine Fische, die schwimmen im Meer,

da sagt die Oma: „Ich will nicht mehr, …

3 kleine Fische, die schwimmen im Meer,

da sagt der Vater: „Ich will nicht mehr, ….

2 kleine Fische, die schwimmen im Meer,

da sagt Opa: „Ich will nicht mehr, …

1 kleines Fischkind, das schwimmt im Meer,

es sagt zu sich selber: „Ich will nicht mehr, …

1 großer Hai, der schwimmt im Meer,

er sagt zu sich selber: „Ich will nicht mehr, ich wäre auch viel lieber

in einem kleinen Teich, denn im da schwimmen die Fische

und die fresse ich gleich!“

Schubidu, bidu, bidu, bidu, Schubidu, bidu, bidu, bidu

ba Schubidu ba bidu ba bidu, bidu ba SCHUBIDU!

Ich habe einen Kopf

Ich habe einen Kopf, Zwei Beine habe ich auch.

und einen, einen, einen runden Bauch (2x)

Die Augen, die sind hier, Der Mund, mit dem man spricht,

die Nase, Nase ist mitten im Gesicht (2x)

Zehn Finger hab ich hier, Zehn Zehen wackeln froh.

und hinten, hinten, Da hab ich einen Po (2x)

Ich hab ja so viel Haar. Und Füße, um zu stehn.

und Muskeln, Muskeln das kann ein jeder sehn (2x)

Die Beine, um zu gehen. Die Ohren, die sind hier.

Jetzt weißt du, weißt du, weißt du viel von mir (2x)

Wir haben einen Kopf Und in dem Kopf Verstand.

Und denken, denken uns so allerhand (2x)

Ja, alles, was ich hab, Das hast du ebenso.

Drum tanzen, tanzen, Tanzen wir so froh (2x)

Wackelpudding

1. Fassen wir uns an die Hände,
halten wir sie fest,
dann wackelst du, dann wackelst du,
mit mir gleich um die Wett‘.

Refrain:
Wackelpudding, Wackelpudding,
wackelt hin und her.
Wackelpudding, Wackelpudding,
werden immer mehr.
Wackelpudding, Wackelpudding,
niemand hält mehr still,
weil jeder diesen schönen Tanz
noch einmal tanzen will.
2. Fassen wir uns an die Ohren, …

3. Fassen wir uns an die Arme, …

4. Fassen wir uns an die Nase, …

5. Fassen wir uns an die Knie, …

6. Fassen wir uns an die Beine, …

Leise, leise, wie die Katzen schleichen
Leise, leise, wie die Katzen schleichen,
Leise, leise, wie die Katzen schleichen,
auf einmal kommt ein Hund, und der macht Wau Wau Wau
laufen alle Katzen rufen laut: MIAAAAAUUUU!
Laut, laut, laut, wie die Elefanten stampfen,
Laut, laut, laut, wie die Elefanten stampfen,
auf einmal kommt eine Maus, und die macht piep, piep, piep,
laufen alle Elefanten rufen laut TÖÖÖRRRÖÖÖÖ!

Meine Hände sind verschwunden
Meine Hände sind verschwunden,
ich habe keine Hände mehr.
Ei, da sind die Hände wieder,
tra la la la la la la.

Meine Augen sind verschwunden, …

Meine Ohren sind verschwunden, …

Meine Nase ist verschwunden, ….

Das Krokodil

Das Krokodil-dil-dil,

das macht nicht viel, viel, viel,

es hält sein Maul, maul, Maul,

denn es ist faul, faul, faul,

nur dann und wann, wann, wann,

da fängt es an, an, an,

da schnappt es zu, zu, zu,

und weg bist du, du, du!

Was kommt denn da?

Was kommt denn dan was kommt denn da? Das Krokodil aus Afrika. Sperrt sein Maul weit auf, sperrt sein Maul weit auf, und sagt „Jetzt fresse ich die Lena auf“.

Doch die Mama, die sagt „NEIN, Kokodil lass das sein, sonst kommst du in die große Kiste rein!“

Doch die Mama, die sagt „NEIN, Kokodil lass das sein, sonst kommst du in die große Kiste rein!“

Erst tröpfelt es (Fingerspiel)

Erst tröpfelt es,

dann regnet es,

dann hagelt es,

dann donnert es,

dann kommt der Blitz!

und alle Kinder gehen nach Hause, holen sich ihren Regenschirm und gehn darunter spatzieren – bis die Sonne wieder scheint!

Schaukellied

Ich schaukel auf dem Wasser,

erst nach links und dann nach rechts,

die Winde wehn, die Wellen gehn,

mein Boot fährt übers Meer.

Ich wink den andern Fischern, erst …

Ich werfe meine Netze, erst …

Eselchen

Ich bin ein kleines Eselchen und wander um die Welt,

Ich wackel mit dem Hinterteil, so wie es mir gefällt.

I-A, I-A, I-A-I-A-I-A

Es kommt ein Mann…

Es kommt ein Mann aus einem fernen Land,

uuuiii, das ist ja die Hand!

Und diese Dinger, das sind die Finger,

und hier ist es schön warm, das ist der Arm.

Und dann geht es holter die polter, auf die Schulter,

das kommt ihm aber komisch vor, so ein kleines niedliches Ohr!

Dann setzt sich dieser Tropf auf deinen Kopf,

dann rutscht er aus und geht ganz schnell nach Haus!

Eine Lange Schlange

Eine lange Schlange, wird früh am Morgen wach,

sie räkelt sich und streckt sich, sagt freundlich „Guten Tag“

Uh lalala, Uh lalala, ksss, ksss, ksss

Uh lalala, Uh lalala, ksss, ksss, ksss

Eine andere Schlange, kommt zufällig vorbei,

sie sieht die erste Schlange und ruft ganz einfach „Hi“

Uh lalala, Uh lalala, ksss, ksss, ksss…

Zwei lange Schlangen, die Schwimmen durch den Fluss,

und geben sich am anderen Ende einen dicken Kuss: „Schmatz“

Uh,lalala, Uh lalala, ksss, ksss, ksss…

Zwei lange Schlangen, die haben auch mal Streit,

sie beißen sich und kratzen sich, solng bis eine Schreit: „Aaaaahhhh!“

Uh lalala, Uh lalala, ksss, ksss, ksss…

Zwei lange schlangen, die Schmusen auch ganz gern,

und wenn sie so verschlungen sind, dann darf man sie nicht stör`n!

Uh lalala, Uh lalala, ksss, ksss, ksss…

Zwei lange Schlangen, die schlängeln viel herum,

und wenn sie müde sind, dann drehn sie sich zum Schlafen um.

Uh lalala, Uh lalala, pssst, pssst, pssst…

Buda reiten

Lara will nach Buda reiten,

wer hat Lust, sie zu begleiten?

Hoppe Hoppe Hoppe Hoo

Hoppe Hoppe Hoo (langsam)

Hoppe Hoppe Hoppe Hoo

Hoppe Hoppe Hoo (schnell)

Hüüüühh

Pferdchen

Mein Pferdchen gallopiert hurra, das geht schnell wie der Wind.

Wer reitet um die Wette mit, wer reitet so geschwind?

Hopp Hopp Hurra, Hopp Hopp Hurra, wer reitet um die Wette mit?

Hopp Hopp Hurra, Hopp Hopp Hurra, wer reitet so geschwind?

Hüüüüüh!

Das Krokodil

Das Krokodil,-dil, dil , das macht nicht viel, viel, viel. Es hält sein Maul, Maul, Maul, denn es ist faul, faul, faul. Nur dann und wann, wann, wann, da fängt es an, an, an, da schnappt es zu, zu, zu, und weg bist Du, Du, Du (kitzeln) Mit Fingerchen….
Mit Fingerchen, mit Fingerchen,
mit flacher, flacher Hand,
mit Fäustchen, mit Fäustchen,
mit Ellebogen – lang
Leg die Hände auf den Kopf,
forme einen Blumentopf,
leg die Finger zu einer Brille,
sei einen Moment ganz stille
– Pssssssst-
Wir klatschen in die Hände,
das Lied ist jetzt zu Ende-
1,2,3, das Lied ist jetzt vorbei!
Die Vögel (mit 2 gebastelten Vögeln an den Händen) Es fliegt ein Vogel, ganz allein, und schau, jetzt sind es zwei, sie fliegen auf, sie fliegen nieder, sie fliegen fort und kommen wieder, sie picken Körner: 1,2,3 Sie fliegen fort und kommen heim. So sieht mein Händchen aus (Hände hinterm Rücken verstecken) So sieht mein Händchen aus! (Eine Hand 4x auf den Boden klopfen) Nummer Zwei Kommt auch heraus! (Andere Hand 4x auf den Boden klopfen) Hörst du wie sie Klopfen? (beide Hände 4x auf den Boden klopfen) Leis wie Regentropfen… (leise mit Fingerspitzen klopfen) Aneinander reiben, (Handflächen aneinander reiben) Sich die Zeit vertreiben… (Hände locker nach rechts und links Schwingen) Trommeln gar auf meinen Bauch, (Bauch klopfen) und auf meinen Rücken auch (Rücken klopfen) Händchen küssen sacht (Fingersp. beider Hände 4x aneinander küssen mit Kussgeräusch) nochmal vier dann sind es acht ( nochmal 4x küssen ) Stehen still und starr vor Schreck (alle Finger abrupt abspreizen und still hatten) … und auf einmal sind sie weg! (Hinterm Rücken verstecken)

Fingerspiel für die Kita – Kinderreime mit vollem Körpereinsatz

Dieses Fingerspiel fördert die Selbstwahrnehmung der Kinder und fordert zugleich vollen Körpereinsatz! Besprechen Sie zuvor mit den Kindern, welche Körperteile es bei uns Menschen gibt. Gemeinsam bewegen Sie kurz jeden genannten Körperteil. Dann kann es losgehen! Je öfter Sie das Spiel und die Kinderreime wiederholen, desto mehr werden die Kinder von selbst mitmachen.

Text: Karin Schäufler | Bild: Lenzmann

Alter: ab 3 Jahren

Welchen Körperteil magst du an dir?

Es ist gar nicht so einfach, sich selbst ein Kompliment zu machen. Probieren Sie es doch einmal mit Ihren Kleinen selbst aus. Platzieren Sie dazu einen Standspiegel in der Mitte eines Sitzkreises. Nun stellen Sie sich vor den Spiegel und betrachten sich. Dann sagen Sie: „Ich mag mich, weil ich tolle Haare habe. Meine Haare glänzen in der Sonne.“ Sie können natürlich auch einen anderen Körperteil loben. Setzen Sie sich zurück in den Kreis und übergeben Sie das Wort an ein anderes Kind, das sich vor den Spiegel stellt und ebenfalls erklärt, was es an sich mag: „Ich mag…“

Nacheinander kommen alle Kinder an die Reihe und benennen das, was sie besonders gut an sich finden. Bis die Kinder Übung haben, sollten immer zuerst Sie selbst den Anfang machen. Je öfter Sie diese Aktion mit den Kindern durchführen, umso leichter fällt es den Kindern, selbst anzufangen. Sie werden überrascht sein, wenn plötzlich ruhige Kinder in der Kita selbstbewusst vor dem Spiegel stehen. Jetzt kann es weiter zu unserem Fingerspiel gehen!

Das Fingerspiel mit dem Körper

Mein Kopf ist kugelrund
(mit dem Zeigefinger auf den Kopf deuten)

mit einem wunderschönen Mund.
(mit dem Zeigefinger auf den Mund deuten)

Die Finger zappeln hin und her,
stillehalten, das fällt ihnen schwer.
Auch die Beine bleiben selten stehn,
sie wollen immer weitergehn.
(mit dem Zeigefinger auf die Beine zeigen)

Meine Zunge streck ich raus,
das Fingerspiel, das ist jetzt aus.
(die Kinder dürfen ihre Zunge rausstrecken)

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Fingerspiele sind eine der ersten Spielformen, mit denen Kinder in Berührung kommen. Aus ihr entwickelt sich die Spielfähigkeit der Kinder.

Zu den Fingerspielen gehören Kosespiele, Kitzelverse, Schmusespiele und Kniereiter. Das Kind erhält hier die volle Zuwendung der Erwachsenen, freut sich auf Berührungen, Wiederholungen und zeigt dieses auch. Da der Spielablauf immer gleich ist, kann der Säugling in vorhersehen, wartet gespannt und gewinnt eine gewisse Sicherheit.

Die ersten Fingerspiele für die Säuglinge unterstützen die Sprachentwicklung beim Kind. Zunächst werden einzelne Laute in den Fingerspielen unterstütze (z.B. au, ei), später enthalten sie bereits ganze Geschichten (etwa ab 2 Jahre), die nach gespielt werden können.
Fingerspiele vereinen in sich mehrere Spieltypen:

  • Zuwendungsspiel: Dem Kind kommt während des Spielablaufes die ungeteilte Aufmerksamkeit des Erwachsenen zu. Durch Aktion des Spielenden folgt die Reaktion des Kindes.
  • Funktionsspiel: Kitzeln, Schmusen, Schaukeln, Tragen,… lassen das Kind erste Wahrnehmungs- und Körpererfahrungen sammeln.
  • Fantasiespiel: Im Spiel werden die einzelnen Finger wie in einem kleinen Theater vorgeführt. Jeder Finger hat dabei eine bestimmte Rolle, z.B. Mensch, Tier, Fähigkeit. Diese kleinen Geschichten regen die Fantasie der Kinder an.

Führt man ein Fingerspiel mit Babys durch, benutzt der Erwachsene seine eigenen Finger für das Spiel. Bei Kleinkindern werden dann die Kinderfinger verwendet. Das Kind kann so mitmachen und lernt den Text schnell auswendig.

Fingerspiele im Kindergarten

Fingerspiele und Reime sind für Kinder im Kindergarten sehr spannend. Immer wieder wollen sie, dass man sie wiederholt oder wünschen sich besondere Verse. Der Rhythmus, die Sprachmelodie und die dazugehörigen Bewegungen fördern nicht nur die Sprachentwicklung, die Motorik, das Sprachverständnis und die soziale Kompetenz, sondern machen auch noch Spaß.

Fingerspiele und Reime sind für Kinder im Kindergarten sehr spannend. Immer wieder wollen sie, dass man sie wiederholt oder wünschen sich besondere Verse. Der Rhythmus, die Sprachmelodie und die dazugehörigen Bewegungen fördern nicht nur die Sprachentwicklung, die Motorik, das Sprachverständnis und die soziale Kompetenz, sondern machen auch noch Spaß.

Die Grundlage eines jeden Fingerspielverses bilden dabei eine Erzählung, ein Reim, ein Gedicht oder ein Lied.
Der Spielende sagt oder singt den Text und bezieht dabei seine Finger mit ein.

Das Fingerspiel fördert die Feinmotorik, hilft dabei die Sprache zu entwickeln und schult die Aufmerksamkeit und Konzentration.
Fingerspiele sind weit über das dritte Lebensjahr hinaus noch beliebt und werden auch von den größeren Kindern mit Freude gespielt. Kinder erfinden zu Reimen oder Liedern auch eigene Bewegungen, die das Gesprochene emotional unterstützt.

Kompetenzerwerb beim Fingerspiel

Kinder machen bei der Durchführung, beim Erlernen von Fingerspielen vielfältige Erfahrungen. Hier sei nur eine kleine Auswahl der geförderten Kompetenzen aufgeführt:

  • Förderung der Ich-Identität:
    Das Kind fühlt sich wahrgenommen und wichtig. Es beginnt sich selbst zu entdecken.
  • Förderung der Selbstwirksamkeit:
    Das Kind erlernt das Nachahmen.
  • Förderung des Körpergefühls:
    Die Finger werden entdeckt. Bei Kitzelreimen lernt das Kind seinen Körper zu spüren und die Reize zuzuordnen.
  • Förderung der Entspannung:
    Fingerspiele sind so aufgebaut, dass sie einen dramaturgischen Höhepunkt haben. Durch das Erwarten dieses Punktes baut das Kind eine innerliche Spannung auf, die sich in Entspannung umwandelt, wenn dieser Punkt erreicht und überwunden ist.
  • Förderung der Sprachkompetenz:
    Das Kind lernt, dass Sprache ein Mittel ist Gefühle auszudrücken und Gefühle kennen zu lernen. Im Spiel wird zum Beispiel laut und leise gesprochen, die Stimme verändert oder ein Akzent verwendet. Jedes eingesetztes sprachliche Mittel verursacht eine bestimmte Reaktion, die von den Kindern im Laufe der Zeit gezielt genutzt werden kann.
    Das Fingerspiel erweitert den Sprachwortschatz des Kindes. Die Rhythmisierung der Sprache wird durch klatschen oder stampfen unterstützt. Wörter werden zu Silben segmentiert und das Kind gewinnt phonologische Sicherheit. Gerade bei Kindern, mit Sprach- und Verständnisschwierigkeiten ist das Fingerspiel ein gutes Schulungsmittel.
  • Förderung der Konzentrationsfähigkeit:
    Durch das Zuhören steigert sich die Konzentrationsfähigkeit der Kinder. Ihr Gedächtnis wird durch das Wiederholen von Reimen und Versen trainiert.
  • Förderung der Motorik:
    Die Handmotorik wird gefördert. Bei Kniereiterspielen werden zusätzlich noch der Gleichgewichtssinn und die Koordination angesprochen.
  • Förderung der Visualisierung:
    Die Kinder beobachten die Bewegungen, die während eines Fingerspiels durchgeführt werden. Sie ahmen diese Bewegungen nach und versuchen durch noch genauere Beobachtungen immer mehr Feinheiten zu erkennen.

Folgende Einteilung der Fingerspiele habe ich vorgenommen:

  • Fingerspiele passend zum Frühling
  • Oster – Fingerspiele
  • Fingerspiele über den Herbst
  • Fingerspiele zum Thema Nikolaus
  • Weihnachten kleine passende Fingerspiele
  • Fingerspiele, die zur Jahreszeit Winter passen
  • Thema Wetter
  • Tiere im Fingerspiel
  • Reime und Fingerspiele, die verschiedene Themen ansprechen
  • Tischsprüche

Und nun viel Spaß beim Ausprobieren mit den Kindern!

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