Fencheltee gegen blähungen baby

Hausmittel gegen Blähungen beim Baby

Leiden Babys akut unter Blähungen, schreien Sie meist schrill und sind kaum zu trösten. Der Bauch ist gespannt, das Baby windet sich und strampelt gegen das schmerzhafte Druckgefühl an. Eltern versuchen in diesem Fall alles, um die Beschwerden ihres Babys zu lindern. Bewährte Hausmittel können helfen.

Die wohl einfachste Hilfe gegen Blähungen bei Ihrem Baby ist körperliche Nähe und Wärme. Deshalb funktionieren die folgenden Hausmittel bei vielen Säuglingen auch besonders gut.

Der Fliegergriff gegen Blähungen und Bauchweh

Kinder genießen das Umhertragen, beispielsweise in einem Tragetuch. Angenehm für Ihr Kind ist daher auch der so genannte Fliegergriff. Dafür legen Sie es bäuchlings auf Ihren Unterarm und schieben die freie Hand unter seinen Bauch – die Wärme und der leichte Druck erleichtern Ihrem Kind oftmals sein Bauchweh.

Wärme gegen geblähte Bäuche bei Babys

Warme Füße mildern beziehungsweise verhindern Bauchschmerzen. Dafür können Sie Ihr Baby baden und die Füße anschließend in dicke Socken einpacken.

Zum warmen Bauch verhilft ein im Backofen oder in der Mikrowelle erwärmtes Kirschkern- oder Dinkelkornkissen. Aber Vorsicht, es darf nicht zu heiß sein! Das Kissen legen Sie auf den Bauch Ihres Kindes und massieren dann die Körperpartie in kreisenden Bewegungen mit leichtem Druck auf das Kissen. Alternativ legen Sie Ihr Kind mit dem Bauch auf eine mit einem Tuch bedeckte Wärmflasche. Achten Sie dabei darauf, dass der Verschluss richtig zu und die Temperatur nicht zu hoch ist. Die Position des Kindes und die zusätzliche Wärme begünstigen das Entweichen der Luft.

Bauchmassagen für das Baby

Massieren Sie den Bauch Ihres Babys mit etwas Öl oder einer speziellen Salbe, beispielsweise mit Kümmel oder Fenchel. Um die Gase nach draußen zu befördern, ist es wichtig, den Bauch kreisförmig und sanft mit dem Uhrzeigersinn zu massieren. Fragen Sie Ihre Hebamme nach der richtigen Technik oder besuchen Sie einen Babymassagekurs. Im Anschluss an die Bauchmassage können warme Wickel die Wirkung unterstützen.

Tipp: Viele Eltern haben zudem positive Erfahrungen mit Kümmelzäpfchen gemacht, die oft nach nur wenigen Minuten die Winde freilassen. Manchmal reicht auch schon der Reiz eines Fieberthermometers, welches kurz in den After des Babys eingeführt wird.

Leichte Übungen setzen Luft aus dem Bauch frei

Ein gutes Mittel gegen Blähungen sind leichte gymnastische Übungen. Legen Sie Ihr Kind rücklings ohne Windel auf die Wickelunterlage. Drücken Sie die angewinkelten Beine Ihres Babys leicht gegen seinen Bauch. Verharren Sie etwa dreißig Sekunden in dieser Stellung. Anschließend strecken Sie die Beine Ihres Kindes wieder langsam. Diese Übung können Sie mehrere Male wiederholen.

Eine andere Übung ist das so genannte „Abhalten“ des Kindes. Halten Sie Ihr Kind, auch hier wieder ohne Windel, in Abhaltestellung – wie man es von größeren Kindern her kennt – und stützen Sie es mit dem Rücken gegen Ihren eigenen Oberkörper. Ziehen Sie die Beine des Babys an und halten Sie es so einige Minuten.

Durch beide Übungen können sich Verspannungen im Bauch lösen und die Luft entweichen.

Kräutertees beruhigen Baby’s Bauch

Kräutertees zwischen den Mahlzeiten beruhigen die Verdauungsorgane. Sie sollten aber nicht die Milchmahlzeit ersetzen. Einige Löffel Anis-, Fenchel- oder Kümmeltee wirken krampflösend. Diese Kräuter sind als fertige Kombination oder einzeln in jeder Apotheke erhältlich.

Vorsicht: Achten Sie bei der Verwendung von Baby-Instanttees darauf, dass sie keinen Zucker enthalten. Dies kann zu Karies führen.

Blähungen beim Baby
 Dein Baby hat Blähungen? Alle Ursachen, Tipps und Tricks

  • Sorge für eine ruhige und entspannte Atmosphäre. Nimm Dir Zeit für die Mahlzeiten. Zu viel Ablenkung und Stress führt immer zu unregelmäßiger Atmung beim Trinken und das zum vermehrten Verschlucken von Luft.
  • Legt Eurem Kind ein vorgewärmtes Kirschkernkissen auf den Bauch – möglichst immer in ein Handtuch gewickelt, damit es nicht zu viel Wärme auf die zarte Haut trifft.
  • Babymassage: Massiere das Bäuchlein Deines Kindes mit sanften, kreisenden Bewegungen im Uhrzeigersinn. Damit kannst Du die Verdauung fördern. Ein wenig vorgewärmtes Kümmelöl auf den massierenden Händen unterstützt die Wirkung noch.
  • Trage Dein Kind im „Fliegergriff“ herum: Beim Fliegergriff das Kind bäuchlings auf Deinem Unterarm legen, Arme und Beine baumeln seitwärts herab, das Köpfchen liegt in der Ellbogenbeuge. Immer ein Beitrag, den die Papas gut leisten können: Der Fliegergriff stärkt nämlich auch den Bizeps und entlastet nebenbei das Familienleben.
  • Babys kleiner Bauch braucht Sauerstoff und Bewegung, damit die Verdauung funktioniert. Im Tragetuch liegt Dein Kleines entspannt und wird trotzdem bewegt. Ein praktisches Hilfsmittel für müde Mamis und Papis (und weinende Kinder)in den ersten Lebensmonaten ist der Pezziball. Wippt Ihr zu zweit darauf, entweicht überschüssige Luft leichter – als Bäuerchen.
  • Manche schwören auf entblähende Emulsionen wie Lefax oder Sab simplex für Babys Bauch, aber vor der Gabe solltet Ihr unbedigt mit Eurem Kinderarzt Rücksprache halten.
  • Schlafen! – klingt merkwürdig, aber häufig sind schreienede Babys einfach übermüdet und die Schreierei bringt neue Luft in den Bauch. Oft hilft eine kleine Ausfahrt mit dem Kinderwagen, um für Euch alle Ruhe reinzubringen. Den kann ja auch mal wer anders als die Mama schieben. Die braucht nämlich auch Schlaf, um die Belastungen der ersten Wochen durchzuhalten.

Ein extra Tipp noch: Pucken beseitigt Kummer: Straff in ein Tuch eingewickelte Baby haben seltener Bauchweh. In letzter Zeit gibt es kritische Stimmen zum Pucken. Klar, dauernd sollten die Kleinen nicht eingeschnürt werden. Aber: Gepuckte Kolik-Kinder finden oft schneller in den Schlaf, der besten Medizin von allen. Beim Pucken ist das Baby halbnackt, fühlt mit den Händen seine eigene Haut und spürt trotzdem Halt – fast wie in Mamas Bauch. Dosiert wie ein Medikament kann Pucken gut gegen Bauchweh helfen.

Wenn Babies schreien und man sich noch nicht so gut auskennt mit dem neuen Leben als Eltern, kann diese Phase sehr stressig sein. Wichtig ist vor allem, zu verstehen, dass es gerade viele viele Eltern gibt, die das gleiche „Problem“ haben. Ihr macht sicher mehr richtig als falsch, wenn Ihr diese Phase „einfach“ durchhaltet, ohne Euch zu große Sorgen zu machen.

Blähungen beim Baby – was wirklich hilft

  • Bauchmassage: Wie beim Erwachsenen auch hilft auch bei Babys eine sanfte Bauchmassage bei Blähungen. Massieren Sie den kleinen Bauch behutsam mit Zeige- und Mittelfinger im Uhrzeigersinn.
  • „Fliegergriff“: Beim Fliegergriff liegt das Baby auf Ihrem Unterarm. Das Köpfchen liegt entweder in Ihrer Hand – oder umgekehrt in der Ellenbeuge. Ärmchen und Beinchen „baumeln“ seitlich herunter. Diese Stellung erleichtert den Abgang der Luft aus dem Bauch. Alternativ können Sie Ihr Kind auch bäuchlings auf Ihren Oberschenkel legen.
  • Bestimmte Teesorten wirken gut bei Blähungen, etwa ungesüßter Kümmel- oder Fencheltee oder eine Kombination von beidem. Ab wann Fencheltee für Säuglinge verträglich ist, können Sie bei uns nachlesen.
  • Übrigens hilft oft schon Ihre Nähe, das Kind zu beruhigen. Die Blähungen verschwinden dadurch zwar nicht, allerdings kann das Baby besser damit umgehen, wenn es Ihre Liebe und Fürsorge spürt.
  • Typische Bewegungen bei Blähungen sind das krampfhafte Anziehen der kleinen Beinchen, die dann heftig wieder ausgestreckt werden. Dazu sind die Kinder unruhig und schreien. Sollten diese Symptome sehr heftig sein und die genannten Maßnahmen helfen nicht, sollten Sie einen Kinderarzt aufsuchen. Der kann dann klären, ob noch etwas anderes als Blähungen das Kind quält.
  • Zum Arzt sollten Sie auch gehen, wenn die Blähungen mit Schreiattacken nach jeder Mahlzeit oder mit flüssigem, schaumigen oder spritzenden Stuhlgang. Auch bei extrem festem Stuhlgang oder wenn Ihr Kind sich weigert, zu trinken, sollten Sie zeitnah Ihren Kinderarzt konsultieren.

muttermilch mit fencheltee mischen?

Hi,
eine minimale Menge in einer Flasche Muttermilch geht problemlos.
Unter der Voraussetzung, dass die Milch eh aus irgendeinem Grund aus der Flasche gegeben werden würde. Extra abpumpen, nur um den Tee mit der Milch geben zu können würde ich nicht.
Aber wenn du eh einen Teil der MuMi aus der Flasche fütterst, warum auch immer, ist das sogar ein kleiner Trick, damit den Kleinen die Brust schmackhafter bleibt: denn das Original ohne Fencheltee schmeckt besser, und das gibt es dann nur bei Mama. Der Tee macht die abgepumpte Milch etwas bitterer, und Säuglinge sind nun mal Feinschmecker.
War einer der vielen Tricks, dei meine Hebamme für Max (total saugverwirrter Brustverweigerer nach Kinderklinik) empfohlen hatte.
Schaden würde es wohl nicht, es sei denn, es würde sonst gar nicht aus der Flasche gefüttert werden – dann kann es schon zur Saugverwirrung kommen.
Wenn du normalerweise nur stillen würdest, dann kannst du entweder probieren, einen Fenchel-Kümmel-Tee (oder auch gleich Stilltee, enthält daneben noch Kamille und u. U. Anis) zu trinken, ob das was hilft, oder z.B. die Brust mit Kümmelöl massieren (soll auch helfen), oder Tee (Kümmel wäre besser als Fenchel, sollte zumindest enthalten sein) oder auch ein entsprechendes Medikament (im Zweifel den KiA fragen) per Teelöffel zu geben.
Bei uns hatte der Fencheltee halt das Hauptziel, den Geschmack der abgepumpten Milch zu "verschlechtern".
Ansonsten halt mal überprüfen, ob bei deiner Ernährung irgend etwas dabei ist, das blähen könnte – jedes Baby reagiert anders, die einen vertragen Zwiebeln in Mamas Ernährung, die anderen nicht usw. usw.
Viele Grüße
Miau2

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Was tun, wenn das Baby Blähungen hat? 16 Tipps gegen Blähbauch

Das Baby schreit und die Eltern laufen Amok. Kein Witz, so erging es uns auch! Die ersten drei Monaten hatte Claire Blähungen, wir tippen gar auf 3-Monatskoliken. Der Magen-Darm-Trakt des Babys ist noch unausgereift, es kann daher zu Problemen mit der Verdauung und Luftansammlungen kommen. Es ging immer abends los, zu einer festen Uhrzeit, meist gegen 18 Uhr und dann bis 23 Uhr durchgängig. In einer Tour hat sie geschrien, lies sich kaum beruhigen. Ein paar kleine Tipps und Kniffe gibt es zwar, aber meist hilft nur Geduld!

Einen Blähbauch zu erkennen ist leicht

Daran erkennt ihr Blähungen: Das Baby schreit, der Kopf wird purpurrot und es zieht die Beine an und streckt sie dann wieder starr aus. Der Bauch ist hart. Meist geht es gegen Nachmittag oder Abend los, die Uhrzeit ist meistens immer die selbe. Die Babys werden unruhig, weinen und schreien letztlich für Stunden – ohne äußerlich krank zu sein.

Die Ursachen sind unbekannt, oft ist von Reizüberflutung die Rede, das Kind müsse bestimmte Situationen verarbeiten. Herausgepresst in die Welt, erliegt es einfach den unzähligen Eindrücken, ist angespannt und muss lernen diese zu verarbeiten. Unterstützt wird diese Theorie davon, dass Babys, die unter einen schweren Geburt oder Schwangerschaft litten besonders häufig betroffen sind.

Do´und Dont´s gegen Blähungen

Was kann man aber tun, um das Baby dabei zu unterstützen? Ein Patentrezept gibt es nicht, es gibt sinnvollere und weniger sinnvolle Tipps.

Dont´s

  • Ins Auto setzen: Viele Babys schlafen dabei ein. Auch wir sind teilweise eine Stunde im Kreis gekurvt, nur damit wir mal Ruhe haben. Haben wir gehalten, ging das Schreien allerdings wieder von vorne los. Vom Spritverbrauch und der Umweltschädigung mal abgesehen, wenn es alle Eltern so machen, ist das also nicht so sinnvoll.
  • Das Fieberthermometer in den Po stecken: Oftmals wird dadurch der Stuhlgang ausgelöst, die Luft drückt sich mit raus und dabei entspannt sich das Baby. Allerdings kann man dabei (man bewegt es kreisförmig) dem Baby eher schaden, denn oft bleiben innere Verletzungen der Darmwände nicht aus. Bitte macht das nicht!
  • Nicht versuchen zu füttern: Manche Mütter befürchten ihr Kind könne noch Hunger haben und legen es daher immer wieder an. Das kann aber die Blähungen nur noch mehr verstärken, da bereits zu viel Luft im Bauch ist und frische Nahrung auf halbverdaute trifft.

Do´s:

  1. Bei uns hat sich der Fliegergriff bewährt. Das Kind wird mit dem Bauch auf dem Unterarm der Eltern abgelegt. Stützt den Kopf mit der Hand, oder aber legt das Baby anders herum in den Arm, sodass es im Ellenbogen aufliegt. So tragt ihr es dann durch die Wohnung, aber Obacht: Der Arm wird schnell schwer 😉
  2. Das Bäuchlein massieren! Mit dem Zeige- und Mittelfinger einfach im Uhrzeigersinn kleine Kreise ziehen. Das tat Claire meistens gut. Dazu habe ich Windsalbe genutzt, generell sind Öle oder Salben auf Kümmelbasis perfekt, da sie dazu beitragen Blähungen zu lösen.
  3. Sab Simplex oder Lefax gehören ebenfalls zu den Blähungsbekämpfern. Luftbläschen werden aufgelöst und die Luft kann leichter entweichen.
  4. Ist das Kind ein Flaschenkind, sollte auf Anti-Kolik Sauger geachtet werden. Oft schluckt das Kind beim heftigen Trinken die Luft. Stillmütter sollten darauf achten, dass das Kind möglichst den ganzen Warzenhof in den Mund nimmt, um ebenfalls nicht zu viel Luft zu schlucken.
  5. Trinkt das Kind schon Tee, können Fenchel- oder Kümmeltee Bei Flaschenkindern kann man beispielsweise auch die Milch damit anmischen, wenn das Kind noch keinen Tee trinken möchte.
  6. Ein warmes (nicht heißes) Kirschkernkissen kann Wunder bewirken.
  7. Bei unserer Maus half der Föhn! Sie kannte ihn vom trocken föhnen nach dem Baden. Hatte sie eine sehr starke Schreiattacke, half es sie einfach anzuföhnen (natürlich nicht so, dass es zu heiß wird). Das gibt einem 5 Minuten Ruhe zum Energie tanken.
  8. Oropax: Sorry, aber manchmal geht einem das Geschrei so sehr auf die Nerven, dass die Ohren klingeln. Wieso nicht mit Oropax dagegen steuern? So bleibt man immerhin stressresistenter.
  9. D-Flouretten nur am Morgen verabreichen, diese können auch Blähungen auslösen.
  10. Allein das Kind zu tragen, kann schon helfen. Falls ihr habt, in einem Tragetuch oder einen geeigneten Tragehilfe für Babys (Obacht: Nicht jede Tragehilfe sollte ab Geburt verwendet werden!).
  11. Bei Flaschenkindern kann ein Nahrungswechsel Ggf. reagiert das Baby allergisch oder benötigt besonders schonende Kost. Einen Versuch ist es wert.
  12. Stillende Mamis können versuchen auf bestimmte Nahrungsmittel (Hülsenfrüchte) zu verzichten, auch das könnte helfen.
  13. Setzt euch auf einen Gymnastikball und hüpft rhythmisch auf und ab, auch das kann helfen.
  14. Osteopathie: Eventuell hatte das Kind eine schwere Geburt und hat dadurch innere Blockaden aufgebaut? Bei manch Babys bewirkt ein Besuch beim Osteopathen wahre Wunder. Die meisten Krankenkassen übernehmen dies zudem.
  15. Vergesst das Bäuerchen Es heißt zwar Stillkinder brauchen das nicht, danach ging es unserer Süßen aber immer besser.
  16. Und zu guter Letzt: Nähe, Nähe, Nähe! Euer Kind braucht euch und auch, wenn es wild strampelt und euch wegstößt, es möchte bei euch sein. Wechselt euch zur Not mit dem Tragen/Kuscheln ab, wenn ihr merkt, dass ihr die Nerven verliert (und das passiert gar nicht so selten). Manchmal weint die Mama auch einfach mit dem Kind mit, weil sie nicht mehr kann. Das ist ok! Schämt euch nicht, fühlt euch nicht schlecht deswegen, ihr seid nur Menschen, keine Superhelden.

Ergänzung: BiGaia Tropfen sollen ggf. auch helfen. Das sind quasi Darmbakteien, die wieder aufräumen sollen. Uns halfen sie zwar nicht, aber vielleicht eine Lösung für andere Babys 🙂 (PS: Die werden leider nicht übernommen und sind recht teuer).

Kommen zu den Blähungen weitere Beschwerden wie Fieber oder Blut im Stuhl dazu, muss ein sofortiger Besuch beim Kinderarzt erfolgen!

Nicht aufgeben, keine Schuldgefühle entwickeln

Wir hatten wirklich monatelang mit einem Blähbauch zu kämpfen, wir haben selbst Tränen vergossen, die Flinte ins Korn geworfen und waren auch ziemlich aggressiv aufeinander. Die Zeit ist hart, aber sie geht vorbei. Fühlt euch nicht schuldig, wenn ihr aufgebt, oder das Kind gedanklich gern an die Wand nageln möchtet. Das ist menschlich. Wichtig ist nur tief durchzuatmen und irgendwie weiter zu machen. Und, wenn ihr 5 Minuten aufs Klo geht, um euch zu beruhigen ist das auch legitim! Haltet ihr durch, werdet ihr irgendwann mit einem wunderschönen Lächeln belohnt. Das löst die Probleme zwar nicht, aber macht sie durchaus erträglicher.

Achja, Geheimtipp: Meidet Eltern, die diese Probleme nicht kennen und euch damit zutexten, wie brav ihre Kinder doch sind. Deren Kinder schlafen nämlich meist mit 2 Wochen schon durch, schreien nie und sind immer lieb *haha* 😉

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Vor allem in den ersten drei Monaten bereiten vielen Babys und Eltern Bauchschmerzen und Blähungen große Sorgen. Erkennbar sind diese an der Körperhaltung des Babys: Es zieht die Beine stark an, der Bauch ist hart und gespannt und Luft geht ab. Blähungen treten vorwiegend nachmittags und abends auf. Babys weinen dann mehr, sind unruhiger, ziehen sich krampfhaft zusammen und strecken sich dann wieder. Hinter diesem Phänomen stecken unterschiedliche Ursachen:

Der unreife Magen-Darm-Trakt

Der unreife Magen-Darm-Trakt kann ein Grund sein, warum dein Baby unter Blähungen leidet. Der Stoffwechsel unterscheidet sich deutlich von dem eines Erwachsenen: In den ersten sechs Monaten wird das Baby sein Geburtsgewicht verdoppeln, bis zum ersten Geburtstag verdreifachen. Das ist eine große Leistung und eine Entwicklung, die es so in seinem Leben nicht mehr erfahren wird. Bei der Geburt ist der Magen-Darm-Trakt noch nicht vollständig ausgereift, manche Enzyme sind noch nicht gebildet (etwa die Speichel- und Pankreasalyase oder die Funktion des milchspaltenden Enzyms). Diese können Blähungen verursachen. Erst mit etwa 3-4 Monaten werden diese Enzyme gebildet: Während Eltern gerne vom Zahneinschuss reden, ist in dieser Zeit ein Zuwachs des Enzyms erkennbar – gleichzeitig werden die Blähungen besser.

Gerne wird im Zusammenhang mit Unruhe und Blähungen auch von dem fehlenden vierten Trimester gesprochen, das ein Baby eigentlich noch im Bauch verbringen sollte. Daher kommt auch das ausgeprägte Bedürfnis nach dauerhafter Nähe, Wärme und Körperkontakt in den ersten Wochen, aber auch die Reizung des Magen-Darm-Trakts und damit die Blähungen. Nach etwa drei Monaten wird das Baby sich langsam seiner Umgebung öffnen und signalisiert damit: Jetzt bin ich angekommen und bereit, die Welt zu entdecken. Evolutionär bedingt und auch durch den aufrechten Gang, wäre es anatomisch jedoch nicht mehr möglich, ein Baby drei Monate länger auszutragen.

Psychosomatische Gründe für Blähungen und Bauchschmerzen

Aber nicht nur körperliche Ursachen verbergen sich hinter Blähungen, sondern auch psychosomatische Faktoren wie Unruhe der Eltern, Spannungen und Geburtserlebnisse können damit zusammenspielen. Die Unterscheidung ist nicht immer einfach, denn in beiden Fällen wird der Säugling seinen Unmut durch Weinen ausdrücken und eine angespannte Körperhaltung einnehmen. Ähnlich wie bei Blähungen. Doch wie heißt es so schön? Die Gesundheit beginnt im Darm. Auch die psychische. Instinktiv reagieren Erwachsene auf das Weinen des Babys: das Kortisol (Stresshormon) ist deutlich erhöht und veranlasst Eltern dazu, auf die Bedürfnisse einzugehen. Wichtig ist, dein Baby möchte dich nicht ärgern wenn es weint, sondern es braucht dich. Kortison verhindert jedoch die Arbeit der Spiegelneuronen, die für eine stabile Eltern-Kind-Bindung und Empathiefähigkeit unerlässlich sind.

Was können Eltern für ihr Baby tun?

Es gibt in der Tat einige Möglichkeiten, was Eltern für ihr Baby tun können, damit es von den Blähungen weniger geplagt wird. Das Patentrezept können wir dir leichter nicht bieten, aber eine Liste an Tipps, die du ausprobieren kannst. Wichtig ist, deinem Baby Zeit zu geben: Wenn es beim ersten Mal mit der Babymassage oder dem Fliegergriff nicht gleich klappt, dann gib nicht auf, sondern probiere es wieder und wieder. So können diese Tipps auch Teil eines liebevollen Rituals werden und nebenbei die Blähungen beruhigen.

  • Tragen und Körpernähe, den Fliegergriff ausprobieren
  • Dem Baby zuhören und erlauben, zu erzählen. Weinen hat viel mit Stressabbau zu tun und die Erlebnisse des Tages werden verarbeitet.
  • Eine Federwiege (z.B. Nonomo) sorgt für leichtes Schaukeln und wirkt beruhigend
  • Saugen wirkt beruhigend und hilft bei Blähungen
  • Ihr Kind bekommt Vitamin D? Lassen Sie es ein paar Tage weg, manchmal wird es nicht vertragen
  • Nach Bedarf stillen und eventuell auf Kuhmilch und blähende Lebensmittel verzichten
  • Regelmäßiges Aufstoßen, damit sich nicht zu viel Luft im Bauch sammelt
  • Eine korrekte Anlegetechnik, damit möglichst wenig Luft geschluckt wird
  • Fenchen-Kümmel-Anis-Tees wirken unterstützend und werden auch über die Muttermilch aufgenommen (bei älteren Kindern: alternativ kann die Babynahrung damit zubereitet werden)
  • Bei Flaschenkindern lieber nicht zu stark schütteln und warten, bis der Schaum zurückgegangen ist
  • Massagen für den Bauch: Im Uhrzeigersinn um den Nabel massieren (in Darmrichtung), unterstützend kann ein Bäuchleinöl oder Lavendelöl (reiner Lavendel mit 1EL Speiseöl vermischt) verwendet werden
  • Radfahren mit den Beinen des Babys
  • Pucken ist eine wunderbare Möglichkeit, die Blähungen zu lindern
  • Fußreflexzonenmassage: Vom Mittelfuß über die Ferse hinunter mit leichtem Druck massieren
  • Kümmelzäpfchen aus der Apotheke wirken beruhigend, ebenso Virbucol
  • Wärme tut dem Babybauch gut: Ein Kirschkernkissen oder ein warmes Bad bringen Entspannung
  • Homöopathie: Chamomilla D12 hat eine beruhigende Wirkung
  • Ostheopathie oder Cranio Sacral als Möglichkeit, Verspannungen der Geburt zu lösen
  • Babyshiatsu: Beide Hände überkreuzt auf die Brust des Babys legen und warten, bis sich der Bereich unter den Händen erwärmt. Dann langsam mit ein wenig Druck zum Bauchnabel wandern und dort die Hände ruhen lassen bis sie warm werden. Danach im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel kreisende Bewegungen. Die Hände dann ein paar Sekunden seitlich am Rumpf legen, den Daumen rechts und links vom Bauchnabel und sanft kreisen.

Was können Eltern für sich tun?

Nicht immer geht es um die Frage, was dem Baby hilft. Gerade in den ersten Wochen sind Eltern erschöpft, müde und auch leicht gereizt. Vielleicht ist nichts so, wie du es dir vorgestellt hast. Das Stillen klappt noch nicht gut, du kannst dein Baby nicht ablegen, das Tragen im Tuch ist auch noch kompliziert, regelmäßige Mahlzeiten kriegst du gar nicht, die Wäscheberge häufen sich, du fühlst dich erschöpft und ausgelaugt und schlafen ist Mangelware. Damit du aber für dein Baby da sein kannst, musst du auch auf dich schauen.

Wenn dein Baby abends besonders unruhig ist und nur schwer in den Schlaf findet, dann ist das anstrengend. Keine Frage. Mit leerem Magen und einem niedrigen Blutzucker empfinden wir anstrengende Phasen noch schlimmer. Daher: Iss unbedingt etwas! Wenn du dazu neigst aufs Essen zu vergessen, stelle dir den Handywecker auf 17 Uhr und nimm dann eine Kleinigkeit zu dir. Ein Stück Obst, ein Brot eine schnelle Suppe.

Wenn du die Möglichkeit hast, nimm Hilfe an. Kann die eigene Mama dich bekochen, eine Freundin im Haushalt helfen oder der Opa mal eine Runde spazieren gehen? Super, dann leg dich hin und tanke Kraft. Vielleicht kann auch der Papa das Baby nach dem Stillen herumtragen oder ins Tragetuch nehmen – das stärkt auch gleich noch die Papa-Kind-Bindung. Eine Kombination aus Tragetuch und Gymnastikball hat sich für viele Eltern bewährt, denn das regelmäßige Schaukeln erinnert das Baby an die Zeit im Bauch. Es fühlt sich wohl und geborgen. Alternativ kann eine Federwiege, die auf die kleinsten Bewegungen reagiert, Abhilfe schaffen. Besonders bei Babys, die viel weinen, werden damit gute Erfolge erzielt.

Energiekugeln und Energiesuppen auf Vorrat kochen (lassen), damit du schnell darauf zurückgreifen kannst.

Ein letzter Tipp: Mach es dir gemütlich, nimm dein Baby fest in den Arm und höre einfach einmal zu. Am besten liegt dein Baby dann Bauch an Bauch mit dir, fest eingehüllt. Die vielen neuen Eindrücke müssen verarbeitet werden und dein Baby hat noch keine andere Sprache als zu Weinen. Sei für dein Baby da, schaukel es leicht, klopfe leicht auf den Po und höre einfach zu. Gib deinem Baby die Möglichkeit, seinen ganzen Quengelbedarf bei dir abzuladen. Das kann das Bäuchlein und damit auch die Blähungen beruhigen.

Welche Spezialnahrungen gibt es?

Tatsächlich bietet der Markt eine Reihe an alternativen Säuglingsnahrungen an, wenn die herkömmliche pre-Milch nicht vertragen wird und das Baby zu starke Blähungen entwickelt. Stillende Mütter müssen sich darüber keine Gedanken machen, denn es ist nur eine sehr sehr niedrige Prozentzahl, dass Kinder die Muttermilch nicht vertragen (das wäre ja von der Natur aus gesehen unlogisch, denn die Muttermilch ist die beste Nahrung für Babys und genau auf Menschenkinder abgestimmt). Über einen Wechsel der Ernährung sollte auch mit dem Kinderarzt Rücksprache gehalten werden. Ziel der Spezialnahrungen ist es, die Blähungen zu minimieren – wobei hier eher Babys mit einer Drei-Monats-Kolik gemeint sind.

  • Laktosereduzierte Säuglingsnahrungen

Der Einsatz von Nahrungen, bei denen die enthaltene Laktosemenge im Vergleich zu herkömmlichen Säuglingsnahrungen verringert, aber nicht völlig entfernt wurde, wie beispielsweise Novalac, kann das Beschwerdebild von Blähungen und Koliken verhindern oder zumindest bessern. Ein verringerter Laktosegehalt in der Säuglingsnahrung kann dazu führen, dass geringere Laktosemengen in die unteren Darmabschnitte gelangen und die Bildung von Darmgasen hintangehalten wird. Gleichzeitig muss aber auf die wünschenswerten Eigenschaften der Laktose (Förderung der Mineralstoffabsorption und der Darmflora) nicht ganz verzichtet werden.

  • Laktosefreie Spezialnahrungen

Auch wenn die Ursache der Koliken eine eingeschränkte Aktivität des Milchzucker spaltenden Enzyms Laktase ist, ist eine vollständig laktosefreie Spezialnahrung in der Regel nicht notwendig und bringt eher Nachteile mit sich.

  • Sojanahrungen

Üblicherweise werden Säuglingsnahrungen auf der Basis von Kuhmilcheiweiß hergestellt. Sojaeiweiß unterscheidet sich in der Aminosäurezusammensetzung, sodass der Eiweißgehalt von Sojanahrungen etwas höher ist. Laut Empfehlung der Ernährungskommission der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde sollen Sojanahrungen nicht als Routinenahrungen eingesetzt werden. Sojanahrung nimmt man bei bestimmten Erkrankungen wie Galactosämie oder Kuhmilcheiweißallergie oder dann, wenn die Eltern tierisches Eiweiß strikt ablehnen.

  • Probiotische Säuglingsnahrungen

Diese Nahrungen enthalten probiotische Bakterienkulturen, die auch in der menschlichen Darmflora vorkommen. Ziel ist eine „Optimierung“ der Darmflora. Der Einsatz ist allerdings nicht unumstritten, da nur spezielle Bakterienstämme zugesetzt werden und nicht die Vielfalt der Darmflora von gestillten Säuglingen erreicht wird. Bisher hat sich noch kein ärztliches Fachgremium für den generellen Einsatz von probiotischer Säuglingsnahrung ausgesprochen.

  • Prebiotische Säuglingsnahrungen

Das Prinzip dieser Nahrungen beruht auf dem Zusatz von prebiotischen Ballaststoffen, die vor allem den Bifidobakterien im Dickdarm als Nahrung und damit als Wachstumsfaktor dienen. Auch hier hat sich bisher noch kein Fachgremium für den generellen Einsatz von prebiotischen Ballaststoffen in Säuglingsnahrungen ausgesprochen. Zwar sind damit keine Nachteile verbunden, der praktische Nutzen ist aber, wie bei den Probiotika, noch wenig erforscht.

  • HA-Nahrungen

HA steht für hypoallergene Nahrungen, also „wenig allergieauslösend“. Das enthaltene Eiweiß stammt aus unterschiedlichen Quellen (Molke, Kasein, Sojaprotein, Rinderkollagen) und ist besonders stark zerkleinert, sodass es der kindliche Darm nicht als artfremd erkennt. HA-Nahrungen sind zwar zur Vorbeugung geeignet, nicht aber zur Therapie bei bereits diagnostizierter Kuhmilchallergie!

HA-Nahrungen sollten bei Kindern mit erhöhtem Allergierisiko eingesetzt werden. Erhöhtes Allergierisiko ist dann gegeben, wenn mindestens ein Eltern- oder Geschwisterteil an einer Allergie leidet. In allen anderen Fällen ist der Routineeinsatz von HA-Nahrungen nicht gerechtfertigt.

Ihr Baby, 3 Wochen alt: Das hilft bei Koliken

Wahrscheinlich richten Sie sich mittlerweile immer besser mit Ihrem Baby daheim ein. Hat Ihr Baby bereits sein Gewicht von der Geburt wieder erreicht? Manche Säuglinge schreien viel, weil sie unter Bauchschmerzen oder Blähungen zu leiden scheinen. Koliken sind belastend für Kind und Eltern.

Manche Babys leiden in den ersten Wochen unter Koliken. Foto: iStockphoto, Thinkstock

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Von Julia Wohlgemuth

Entwicklung Ihres Babys: Wie sich das Gewicht beim Baby entwickelt

Ihr Baby verbringt zwar noch die meiste Zeit des Tages schlafend, wahrscheinlich haben Sie aber schon festgestellt, dass es in den Wachphasen – die immer länger werden – seine Umgebung bereits interessiert wahrnimmt. Viel sehen kann es allerdings noch nicht. Das Meiste erscheint Ihrem Säugling verschwommen und schemenhaft. Auch Farben kann es, bis auf schwarz-weiss Kontraste, noch nicht erkennen. Nur Dinge, die 20 bis 25 Zentimeter vom Gesicht entfernt sind, kann es bereits scharf sehen. Das entspricht ungefähr der Entfernung zwischen Ihrem Gesicht und dem Ihres Babys, wenn Sie es stillen oder den Schoppen geben. An Gesichtern ist Ihr Kleines auch ganz besonders interessiert. Wenn Sie mit ihm oder ihr sprechen, wird es Sie aufmerksam beobachten und auch zuhören. Am Ende des ersten Monates wird Ihr Kind Ihnen vielleicht schon mit kleinen Gurrlauten „antworten“. Lange konzentrieren kann es sich aber noch nicht, und wenn Sie bemerken, dass es den Kopf von Ihnen wegdreht, dann wissen Sie, dass es jetzt müde ist und fürs Erste genug hat.

Sicherlich haben Sie schon ab und zu gesehen, wie ein Lächeln über das Gesicht Ihres Babys gehuscht ist. Um ein richtiges Lächeln, als eine Reaktion auf seine Umgebung, handelt es sich dabei aber noch nicht. Es wird deshalb auch „Engelslächeln“ genannt. Auf das erste Anlächeln von Ihrem kleinen Schatz werden Sie noch ein paar Wochen warten müssen.

Sehr wahrscheinlich hat Ihr Baby nun bereits sein Geburtsgewicht wieder erreicht. Ab jetzt wird fleissig zugenommen, damit aus Ihrem Neugeborenen bald ein richtiger Wonneproppen wird. Die meisten Babys legen in den ersten drei Monaten wöchentlich zwischen 150 und 200 Gramm zu. Lassen Sie sich allerdings nicht von der Waage verrückt machen und wiegen Sie keinesfalls täglich. Wenn Ihr Kind einen zufriedenen Eindruck macht, ist das wichtiger, als eine bestimmte Grammzahl. Falls Sie sich jedoch Gedanken um das Gewicht Ihres Kindes machen, sprechen Sie das bei Ihrer Mütterberaterin oder Ihrem Kinderarzt an.

Bauchschmerzen und Koliken: Was ist die Dreimonatskolik?

Manche Babys schreien in den ersten Monaten sehr viel. Wenn dazu noch rhythmisch angezogene Beinchen kommen, handelt es sich wahrscheinlich um Koliken, Dreimonatskolik genannt. Was genau die Ursachen für die Bauchschmerzen und Blähungen bei den ganz Kleinen sind, ist noch nicht völlig erwiesen. Man vermutet, dass das noch nicht ganz fertig entwickelte Verdauungssystem daran Schuld ist. Manche Lebensmittel, die über die Muttermilch aufgenommen werden, können sich dann negativ auswirken. Aber auch, wenn Ihr Baby zu schnell trinkt und damit Luft verschluckt, kann es zu schmerzhaften Koliken kommen. Eventuell stecken psychische Ursachen, wie Reizüberflutung, hinter dem Schreien und den Bauchschmerzen.

Was auch immer die Ursache ist: Koliken und damit verbundenes anhaltendes Schreien Ihres Babys kann für Sie als Eltern sehr belastend sein. Suchen Sie sich deshalb unbedingt Hilfe, indem Sie sich zum Beispiel gegenseitig unterstützen und abwechseln, aber auch, indem Sie Hilfe von aussen erbeten, wie durch eine Mütter- und Väterberatung. Und trösten Sie sich: Nach drei Monaten ist, wie es der Name Dreimonatskolik schon verrät, bei den meisten Babys der Spuk vorbei.

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Nachrichten-Archiv

September 2009

Baby-Probleme mit Spucken, Pupsen, Bauchweh

Stiftung Kindergesundheit gibt Tipps für den Umgang mit übermäßig schreienden Säuglingen

Alle Babys schreien. Das ist ihre einzige Möglichkeit, mitzuteilen, dass sie Hilfe brauchen. Das verzweifelte Weinen, herzzerreißende Wimmern oder markerschütternde Schreien eines jungen Babys lässt niemanden kalt. Alle Eltern, die das eindringliche Geräusch hören, verspüren den Drang, irgendetwas zu tun, damit endlich wieder Ruhe ist. Bleiben ihre eigenen Bemühungen ohne Erfolg, wird das Baby meist mit dem Verdacht auf „Bauchkrämpfe“ oder „Blähungen“ dem Kinder- und Jugendarzt vorgestellt. Dabei liegen in vielen Fällen der so genannten „Drei-Monats-Koliken“ gar keine Verdauungsstörungen vor, sagt die Stiftung Kindergesundheit.

Kinder- und Jugendärzte zählen Bauchschmerzen zu den so genannten funktionellen Erkrankungen. Mit „funktionell“ wird in der Medizin alles bezeichnet, das Beschwerden macht, ohne dass eine Organerkrankung nachgewiesen werden kann. „Funktionelle Störungen des Verdauungstraktes sind am Anfang des Lebens besonders häufig, denn das Verdauungsapparat eines Babys ist noch unreif und wird jeden Tag mit neuen Herausforderungen konfrontiert – es ‚übt’ noch“, sagt Professor Dr. Sibylle Koletzko, pädiatrische Gastroenterologin der Universitätskinderklinik München und Mitbegründerin der Stiftung Kindergesundheit. „Bei der Beobachtung von 2.879 italienischen Babys über die ersten sechs Monate hinweg registrierten die dortigen Pädiater bei 55 Prozent der Kinder derartige Symptome. Am häufigsten war Speien mit 23 Prozent, gefolgt von Koliken mit 20 Prozent und Verstopfung mit 17 Prozent der betroffenen Kinder“.

„Speien“ – meist kein Grund zur Sorge

Das Problem kann unterschiedlich sein. Professor Sibylle Koletzko: „Manches Baby lässt nur ab und zu nach der Mahlzeit ein paar Teelöffel Milch wieder herauslaufen, andere spucken jedes Mal nach dem Trinken. Dennoch: In den meisten Fällen handelt es sich beim Speien – im Gegensatz zum regelrechten Erbrechen – um einen völlig harmlosen Vorgang, medizinisch ‚Regurgitation’ (flüssiges Aufstoßen) genannt.

Es wächst sich fast immer einfach aus“. Die Ursache ist eine verzögerte Reifung des Schließmechanismus zwischen Magen und Speiseröhre. Bei den Eigenbewegungen des Magens wird die Milch nicht nur in den Darm, sondern auch nach oben in die Speiseröhre gedrückt – das Baby speit. Auch bei älteren Kindern und Erwachsenen ist es ganz normal, dass mehrmals täglich Speisebrei aus dem Magen zurück in die Speiseröhre gelangt, nur fasst die Speiseröhre dann schon so viel Menge dass der Rückfluss (Reflux) nicht zutage tritt und als „Spucken“ sichtbar wird. Dagegen ist die Speiseröhre bei einem Baby so klein, dass die zurücklaufende Milch sehr schnell in den Mund oder als Gespucktes nach außen gelangt.

Die Milchmenge, die das Kind dabei ausspuckt, ist meistens viel geringer, als sie erscheint. Deshalb ist es typisch für das „flüssige Bäuerchen“, dass sich die Kinder sonst bester Gesundheit erfreuen, zufrieden sind und auch an Gewicht zunehmen.

Hinter dem „ständigen Speien“ kann sich allerdings auch eine nicht ganz so harmlose Störung verbergen: Kommt es zu häufig zum Aufstoßen, kann der saure Mageninhalt die Speiseröhre so stark reizen, dass sie sich entzündet. Das Baby hat Sodbrennen, mag nur kurz trinken, bekommt zu wenig und nimmt nicht mehr ausreichend zu. Oft schreit das betroffene Baby besonders in Flachlagerung schon kurze Zeit nach den Mahlzeiten oder hüstelt im Schlaf. Die medizinische Bezeichnung dieser Störung lautet Reflux-Ösophagitis (Reflux = Rückfluss, Ösophagus = Speiseröhre). Wenn das vermehrte Spucken oder Erbrechen erst nach Beginn der Flaschenfütterung beginnt oder vermehrt auftritt, kann auch eine Kuhmilcheiweißallergie die Ursache sein.

Blähungen manchmal ohne Luft im Bauch

Die Wissenschaft spricht von „Darmgasen“ die als „Winde“ abgehen. Doch ob bei Babys, die unter schmerzhaften Püpsen leiden, die Menge der Darmgase tatsächlich erhöht ist, gilt keineswegs als erwiesen. „Der Abgang von Winden könnte eher die Folge des Schreiens sein als ihre Ursache“, sagt Kinder- und Jugendärztin Professor Sibylle Koletzko. Wenn Kinder dieses Alters schreien, so krümmen und strecken sie sich ganz normalerweise und auch das Anziehen der Beine gehört zu den normalen Bewegungen beim Schreien. Während des Schreiens gehen auch Winde ab, daher die Vermutung, dass das Kind unter Blähungen leiden müsse.

Auch der harte Bauch kann ganz normal sein: Die Kinder spannen zum Schreien ihre Bauchmuskulatur stark an.

Wie viel Schreien ist noch normal?

Für Schrei-Babys gilt die so genannte „Dreier-Regel“. Sie lautet nach Angaben der Stiftung Kindergesundheit: Wenn ein Baby im Alter von zwei Wochen bis vier Monaten mindestens drei Stunden pro Tag, an mehr als drei Tagen pro Woche schreit und dieser Zustand länger als drei Wochen anhält, handelt es sich um exzessives Schreien. Ein derartig übermäßiges Schreien ist – sehr zum Leidwesen der geplagten Eltern – gar nicht so selten, sagt Professor Dr. Sibylle Koletzko: „Jedes achte bis zehnte Baby ist davon in den ersten drei Monaten betroffen!“

Für junge Eltern gibt es kaum etwas Schlimmeres als ein schreiendes Baby, das sich nicht beruhigen lässt. Ein über mehrere, insbesondere nächtliche Stunden schreiender Säugling bedeutet eine enorme seelische und körperliche Belastung. Der Stress führt oft zum Streit zwischen den Eltern, kann so zu Störungen der Paarbeziehung führen und manche Eltern lassen sich in ihrer Verzweiflung sogar zu unbedachtem Schütteln mit Verletzung ihres Kindes hinreißen.

Das übermäßige Schreien wird häufig als „Dreimonatskolik“ bezeichnet – ein eigentlich irreführender Begriff, denn mit Koliken bezeichnet man Verdauungsstörungen, die aber bei Schreikindern nur sehr selten tatsächlich vorliegen.

Normales Babygeschrei oder eine Dreimonatskolik?

„Die meisten Mütter können schon bald nach der Geburt ihres Babys den Charakter des Schreis unterscheiden“, sagt Professor Sibylle Koletzko: „Sie erkennen, ob das Baby Hunger hat oder müde ist, Schmerzen verspürt oder einfach nur Sehnsucht nach Kontakt mit der Mutter hat. Der Kontaktschrei verstummt, wenn das Baby die Stimme der Mutter hört. Das müde Kind lässt sich in den Schlaf wiegen, das hungrige Kind wird in des Wortes schönster Bedeutung gestillt, das gelangweilte Kind durch Zuspruch und Herumtragen beruhigt“.

Anders dagegen die heftigen, stundenlangen Schreiattacken eines Babys mit Dreimonatskoliken:

  • Das Kind schreit plötzlich und herzzerreißend, oft unmittelbar aus scheinbarem Wohlbefinden heraus und ohne erkennbare Ursache.
  • Die Symptome beginnen meist zwei bis drei Wochen nach der Geburt, verstärken sich häufig zwischen der sechsten und achten Woche und nehmen danach allmählich ab. Meist hört das Schreien bis zum vierten Monat auf. Allerdings nicht immer, denn Kinder funktionieren nicht nach „Schema F“.
  • Typischerweise schreit das Baby nachmittags oder in den Abendstunden. Im Volksmund hat sich dafür der Begriff „Schreistunde“ eingebürgert. Die tägliche Schrei –und Quengeldauer kann über fünf Stunden betragen!

Was sind die Ursachen von Dreimonatskoliken?

Das Wichtigste vorweg: Die Koliken werden nicht durch elterliche Fehler im Umgang mit dem Baby hervorgerufen! Eltern sollten sich also nicht von Vorwürfen ihrer Umgebung irritieren lassen, sie würden ihr Kind falsch behandeln. Die genaue Entstehung der Koliken ist nun einmal nicht bekannt. Aus Untersuchungen weiß man:

  • Das exzessive Schreien ist keine Zivilisationskrankheit, Schreibabys gibt es auch bei Naturvölkern.
  • Die Babys schreien nicht deshalb länger und häufiger, weil sie vielleicht zuviel herumgetragen worden sind.
  • Schreiattacken sind bei gestillten Kindern und Flaschenkindern gleich häufig.
  • Die meisten betroffenen Babys sind gesund. Sie leiden später nicht häufiger unter Allergien oder anderen Krankheiten als andere Kinder.
  • Eine Allergie gegen Milcheiweiß oder eine Unverträglichkeit von Milchzucker steckt nur in sehr seltenen Fällen hinter dem übermäßigen Schreien. Auch ein Rückfluss der Magensäure lässt sich nur selten als tatsächliche Ursache finden.

Eine der möglichen Ursachen lässt sich allerdings leicht eliminieren: Die Belastung des Babys durch Passivrauchen. In Haushalten, in denen geraucht wird, sind Schreibabys häufiger. Die Eltern sollten deshalb für eine komplett rauchfreie Umgebung sorgen.

Wie hilft man einem Schreibaby?

Wichtig ist es, dem Kind Ruhe und Geborgenheit zu vermitteln. Schreibabys sind häufig sehr empfindlich gegenüber zu viel Anregung und Unruhe. Die Stiftung Kindergesundheit verweist auf die – unter Mitarbeit von Professor Dr. Sibylle Koletzko erarbeiteten – Elternempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin. Sie lauten:

  • Wenn Ihr Kind unruhig wird oder schreit, klopfen Sie ihm nicht auf den Rücken, vermeiden Sie unruhige, rasche Bewegungen, laute Musik und lärmende Spielgeräte.
  • Wenn Sie es schaukeln, dann ruhig und langsam.
  • Springen Sie nicht immer sofort auf, wenn Ihr Kind schreit, besonders wenn es die Zeit des Einschlafens ist.
  • Nehmen Sie Ihren Säugling nicht in Ihr Bett. Legen Sie sich nicht zu Ihrem Säugling, um ihm damit beim Einschlafen zu helfen.
  • Für manche Kinder ist es hilfreich, wenn das Kinderzimmer nicht total dunkel ist und Ihr Kind Sie noch im benachbarten Raum sprechen hört.
  • Bleiben Sie gelassen und ausgeglichen, auch wenn es schwer fällt.

Bitte keine Bauchlage mehr!

Eltern sollten ihr Baby auch bei Blähungen und Bauchschmerzen zum Schlafen nicht auf den Bauch legen, warnt die Stiftung Kindergesundheit, es sei denn, ihr Kinder- und Jugendarzt hat dieses ausdrücklich empfohlen. Die Bauchlage gilt nämlich in diesem Alter als eine riskante Schlafstellung, denn die meisten Babys, die dem plötzlichen Säuglingstod zum Opfer fallen, werden in dieser Lage aufgefunden.

Ist das Baby wach, kann ein warmes Kirschkernsäckchen eine nützliche Alternative sein. Sie darf aber niemals bei schlafenden Babys eingesetzt werden, weil das Kind während des Schlafes durch ein solches Wärmesäckchen überwärmt werden könnte.

Kräutertees, zum Beispiel mit Fenchel, Kümmel, Anis oder Melisse verschaffen dem Kind manchmal Linderung, weil sie entkrampfend wirken.

Ein letzter, besonders wichtiger Hinweis der Stiftung Kindergesundheit: Auf keinen Fall darf ein schreiendes Baby geschüttelt oder geschlagen werden, wenn die Eltern das Schreien nicht mehr ertragen können! Schütteln kann zur schwersten, lebenslangen Behinderungen durch Hirnblutungen führen. Wenn Eltern das Gefühl haben, die Kontrolle ihrer Nerven zu verlieren, sollten sie lieber für fünf Minuten das Zimmer verlassen, sich besinnen und die lebenslangen Folgen einer Affekthandlung für ihr Kind bedenken.

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