Farben für kinder

Farben Bedeutung, Wirkung und Farbtherapie: So hilft sie Ihrem Kind

Die Wirkung von Farben

Kinder lieben Farben. Während sich viele Jugendliche und Erwachsene heutzutage oft in Grau-Schwarz kleiden, kann es für Kinder nicht bunt genug sein – je bunter, desto besser. Und das ist auch gut so. Denn Kinder haben noch intuitiven Zugang zu Farben. Die Farben, mit denen wir uns umgeben, sei es durch Kleidung, die Möbel oder den Wandanstrich unserer Wohnung, haben direkten Einfluss auf unser Wohlbefinden.

Farbtherapie ist ein sanfter Weg der Heilung und eine der ältesten Heilmethoden überhaupt. Die Farbtherapie basierte ursprünglich auf der heilenden Wirkung des Sonnenlichts, die von vielen alten Kulturen zur Linderung von Beschwerden eingesetzt wurde. Die Wirkung der Farben auf unseren Körper und unsere Seele ist heute sogar wissenschaftlich belegt.

Farben Bedeutung: Was ist das eigentlich genau?

Wir sind von Farben umgeben, vor allem in der Natur. Farbe ist Licht. Alle Lebewesen nehmen über ihre Haut Licht auf. Durch unser Auge fällt das Licht auf den Sehnerv, der uns zum Sehen befähigt. Dieses durch das Auge einfallende Licht trifft auf besondere Zellen in der Netzhaut, die elektrische Impulse an das Gehirn schicken. Das beeinflusst den Hypothalamus, der wiederum wichtige Grundfunktionen unseres Körpers wie den Hormonhaushalt und vieles mehr reguliert. Aber auch über die Haut nehmen wir Farbschwingungen auf, die in den Körper weitergeleitet werden. Auf diese Weise werden energetische Disharmonien ausgeglichen. So beeinflusst Licht unsere Gesundheit und unser Wachstum. Verschiedene Farben besitzen unterschiedliche Schwingungen bzw. Frequenzen, wodurch sie sich auszeichnen. So erzeugt die Farbe Rot durch ihre längste Wellenlänge und langsamste Schwingungsfrequenz ein Gefühl der Wärme, wohingegen die Farbe Blau durch ihre hohe Schwingungsfrequenz ein Gefühl der Kälte ausstrahlt.

So wirken Farben auf Ihre Kinder

Der Anblick von Farben löst in jedem Menschen völlig unterschiedliche Reaktionen aus. Besonders Kinder sind für die Wirkung von Farben sehr empfänglich. So wirken Rot-, Orange- und Gelb- töne auf Kinder wärmend und anregend. Das Grün der Natur wirkt heilend und entspannend, das Blau des Himmels und der Nacht beruhigend, kühlend und erfrischend. Braune Holzfarben vermitteln Gemütlichkeit und Geborgenheit, Rosa strahlt Liebe, Sanftheit und Zärtlichkeit aus. Wie Kinder Farben empfinden, hängt maßgeblich von ihrer eigenen Wesensart ab.

Farb-Therapie: Viele hilfreiche Möglichkeiten für Ihr Kind

Kinder sind besonders farbempfindlich und sensibel für Farbtöne; sie wählen intuitiv die Farben, die sie brauchen. Daher überlassen Sie Ihrem Kind die Entscheidung, mit welchen Farben es sich umgeben möchte. Setzen Sie gezielt Farben ein, um es zu unterstützen, zu aktivieren, zu harmonisieren und/oder zu stärken. Lassen Sie sich hierbei vom Charakter und der Wesensart Ihres Kindes leiten. So brauchen unruhige und aggressive Kinder eher die Farben Grün und Blau als Ausgleich, zu ruhige oder ängstliche Kinder können durch die Farben Rot und Orange aktiviert werden. Bei Säuglingen können Sie daher je nach Temperament Ihres Babys die Farben des Kinderzimmers, der Möbel und der Kleidung auswählen. Die einfachste und natürlichste Möglichkeit ist die Farb-Therapie durch Natur und Pflanzen: Sensibilisieren Sie Ihr Kind bei einem Spaziergang in der Natur – in Wald und Flur – für die Heilfarbe Grün und die vielfältigen Farben der Blumen. Kinder haben oft eine Lieblingsblume, daran lässt sich schon ihre Farbvorliebe erkennen.

Die einfachsten Farb- Anwendungen für zu Hause

  • Überlassen Sie Ihrem Kind die Auswahl der Farben seiner Kleidung.
  • Auch bei der Auswahl der Farben des Kinderzimmers und der Kindermöbel kann Ihr Kind mitentscheiden.
  • Das Gleiche gilt für die Farben der Dekoration, mit der Ihr Kind sich umgeben möchte.
  • Farben der Nahrung: Kinder lieben bunte Salate oder Gemüse. Kombinieren Sie das Essen mit möglichst vielen bunten Komponenten: z. B. in Form von Salat oder grünem Gemüse, roten Tomaten usw.
  • Farbige Badezusätze: Die rein natürlichen Kinder-Badezusätze „Dreckspatz“ sind z. B. in vielen Farben zu erhalten, Kosten ca. 6 €; für Kinder ab drei Jahren geeignet.
  • Malen und Schmieren mit Farben: für Kinder ab zwei Jahren, z. B. mit ÖkoNorm Fingerfarben, Kosten ca. 3,50 €
  • Edelstein-Therapie: Die Heilenergie der Edelsteine ist an bestimmte Farbschwingungen gekoppelt. Edelsteine können intuitiv nach ihrer Farbe ausgewählt und auf die Energiezentren des Körpers aufgelegt werden. Kinder lieben Edelsteine, und auch durch einfaches Betrachten oder In-der-Hand-halten entfalten sie ihre Heilwirkung.

Spezielle Farb-Therapie- Verfahren für Kinder:

Energie-Farbbrillen

Diese für therapeutische Zwecke entwickelten Farbbrillen unterstützen die Augen gezielt mit einer bestimmten Farbe, um Kraft und Energie zu tanken sowie das Wohlbefinden zu steigern. Die Anwendung dieser Farbtherapie- Brillen sollte von einem erfahrenen Therapeuten bzw. Heilpraktiker begleitet sein. Sie können sie bei Ihrem Kind auch selbst anwenden, jedoch bitte nur einige Minuten am Tag (zu bestellen im Internet, z. B. 6-Farben-Farbtherapie- Brillenset von BioTec, Kosten ca. 100€).

Farb-Bestrahlungen

Manche Heilpraktiker verwenden spezielle Bestrahlungslampen mit Farbfiltern, bei denen die Patienten in direktem Kontakt mit der Farbstrahlung kommen. Farbtherapie-Lampen gibt es auch für die Anwendung zu Hause. Bitte beachten Sie, dass die Anwendungszeit für Ihr Kind ca. zwei bis drei Minuten nicht überschreiten sollte.

Aura Soma

„Du bist die Farben, die Du wählst, und diese reflektieren die Bedürfnisse Deines inneren Wesens.“ Nach diesem Prinzip wirkt die Aura-Soma-Therapie auf Körper, Geist und Seele. Die Begründerin von Aura-Soma, Vicky Wall, entwickelte ein System aus pflanzlichen Farben und Düften in einzigartigen Farb-Kombinationen, die im Rahmen einer Beratung durch einen ausgebildeten Aura-Soma-Berater ausgewählt und für eine gewisse Zeitdauer täglich auf die Energiezentren des Körpers aufgetragen werden.

Farben und ihre Wirkung auf Kinder

Gliederung

  1. Wie kann der Mensch Farben sehen?
  2. Wie wirken Farben auf Menschen?
  3. Wie wirken Farben speziell auf Kinder?
  4. Wie kann man die Farberkennung bei Kindern fördern?

1. Wie kann der Mensch Farben sehen?
Farbe existiert in der Natur eigentlich gar nicht, sie wird erst durch unsere Sinnesorgane oder genauer durch das Gehirn als Farbeindruck erzeugt. Das Licht wird auf der Netzhaut des Auges als Farbreiz wahrgenommen und im Gehirn zu einer Farbempfindung (bzw. Farbeindruck) verarbeitet. Über die Pupille fällt das Licht in das Auge und gelangt auf eine Schicht von Sinneszellen, die sich auf der Netzhaut befinden. Die Sehsinneszellen sind winzig: 100 Millionen davon passen in jedes Auge. Es gibt zwei verschiedene Sorten: Stäbchen, damit unterscheiden wir schwarz und weiß und alle Grautöne. Und Farben sehen wir mit den Zapfen. Beide Sehsinneszellensorten sind empfindlich und wachsam: Sobald von irgendwo Lichtwellen ins Auge treffen, schlagen sie Alarm! Dieser Alarm geht direkt ans Gehirn. Zu dem hat unser Auge nämlich eine Verbindung: den Sehnerv! Es melden sich aber nicht immer alle Zapfen. Jede Zapfensorte schlägt nur bei einer bestimmten Lichtwellensorte Alarm! Und für alle Farben der Welt brauchen wir nur drei Sorten Zapfen: blau, grün und rot. Den Rest erledigt unser Gehirn: Aus blau, grün und rot mischt es alle Farben zusammen. Das Zentrum des schärfsten Sehens heißt gelber Fleck. Am blinden Fleck befinden sich keine Sehsinneszellen (Ausgang des Sehnervs zum Gehirn).

2. Wie wirken Farben auf Menschen?
Bereits dem Steinzeitmenschen war Farbe bekannt. Beleg für eine aktive Wahrnehmung sind die steinzeitlichen Höhlenzeichnungen, in denen Menschen die gesehene Farbe der Natur in eigener Schöpfung mit andersartigen Farbstoffen reproduziert haben. Auch in der Antike spielten Farben, besonders in der Heilkunde eine gewisse Rolle. Kranke wurden mit farbigen Pasten bestrichen oder in farbige Tücher eingewickelt. Johann Wolfgang von Goethe beschäftigte sich in seinen naturwissenschaftlichen Schriften eingehend mit Farben und deren Wirkung.

In tagtäglichen Handlungen machen wir Erfahrungen mit Farben, verknüpfen sie mit Situationen und Emotionen und verinnerlichen sie. Dies geschieht zu meist unbewusst und ganz von selbst. Von frühester Kindheit an bekommen wir mit wie andere auf bestimmte Farben reagieren und übernehmen diese Verhaltensmuster.

Wenn man eine Farbe visualisiert, sieht man diese Farbe vor dem geistigen Auge. Das wirkt sich sowohl auf die Sehnerven, das Gehirn sowie das Nervensystem aus – auch wenn die Farbe in der realen Umgebung gar nicht vorkommt. Die Visualisierung, das heißt das Vorstellen der Farbe, kann die Stimmung, das Verhalten des Menschen, die Körperbewegungen, die Sprache und die geschäftlichen Dinge beeinflussen. Auf die Vorstellung der Farbe folgt eine emotionale Kettenreaktion.

Assoziationen der wichtigsten Farben:

  • Rot:
    • Rot ist eine männliche, aktive und warme Farbe. Es entspricht in der Symbolik dem Element Feuer und dem cholerischen Temperament. Personen mit sogenanntem starkem Rotcharakter erkennt man an ihrem Dominanzstreben, an ihrer Leidenschaftlichkeit, Aktivität und Begeisterungsfähigkeit. Aber auch an ihrer schnellen Erregbarkeit, an ihren Wut- und Zornesausbrüchen.
      Empfindungsketten
      aktivierend, sportlich, kämpferisch, gefährlich, bissig, rücksichtslos, brutal, egozentrisch, disharmonisch, kraftvoll, energiegeladen, triebhaft, extrem, vorwärtsdrängend, aufreizend, glühend, energisch, impulsiv.
  • Blau:
    • Blau erzeugt in uns die Empfindung von Ferne, Tiefe, Kühle und Ruhe. Blau ist eine weibliche, passive und kalte Farbe. Es entspricht dem Element Wasser. Tests haben ergeben, dass das tiefe Ultramarin-Blau die Vorzugsfarbe der Erwachsenen ist. Dies lässt sich wohl damit erklären, dass Erwachsene zunehmend ruhebedürftig sind, als Folge von privaten und beruflichen Stresssituationen, und dass sie auch eine Farbe des Verstandes ist. Gemeint ist mehr das ernste, tiefe und konzentrierte Denken, etwa eines Physikers oder Mathematikers. Wir verbinden das dunkle Blau daher auch mit Technik. Menschen, die dem Blau zuordnet sind, sind bescheiden und hilfsbereit. Sie lieben die Ruhe, Entspannung und familiäre Geborgenheit. Die negativen Eigenschaften können Selbstaufgabe und Launenhaftigkeit sein.
      Empfindungsketten
      Fern, tief, kühl, weiblich, passiv, ruhig, ernst, konzentriert, wässrig, beständig, stetig, langsam, häuslich, brav, verinnerlicht, zurückweisend, still, gemütsbetont, verträglich, andächtig, einfühlend, konstruktiv, statisch, zurückhaltend.
  • Gelb:
    • Gelb ist die hellste aller Farben. Sie wirkt leicht, heiter und anregend auf uns. Gelb ist eine männliche, aktive und warme Farbe. Es entspricht dem Element Luft. Menschen mit „Gelb-Charakter“ sind freundlich, kontaktfreudig, unbekümmert, redegewandt und reiselustig. Der negative Gelb-Typ ist realitätsfremd, ruhe- und bindungslos, leichtsinnig und überreizt.
      Empfindungs-Ketten
      Hell, leicht, heiter, anregend, erwärmend, ausstrahlend, ausweitend, erlösend, vorwärtsdrängend, modern, neu, zukünftig, männlich, sanguinisch, freundlich, kontaktfreudig, unbekümmert, redegewandt, kommunikativ, reiselustig, realitätsfremd, ruhe- und bindungslos, leichtsinnig, überreizt, übersteigert, verschwenderisch, aufregend, befreiend, öffnend, vermittelnd, schnell, fortschrittlich, schreiend, nervös, klar, wach, rege, locker, vorspringend.
  • Grün:
    • Wenn man sich die Farbe Grün auch nur in Gedanken vorstellt, entsteht sofort die Verbindung zur Natur. So verbinden wir Grün immer mit natürlichem Wachstum. Helles Grün wirkt belebend auf uns, aber ohne aufzuregen wie etwa Gelb. Dunkles Grün entspannt und beruhigt uns. Grün empfinden wir in jeder Beziehung als Mitte. So auch bei der Zuordnung schwer/leicht; vorn/hinten; und warm/kalt. Grün hat erfrischende Wirkung. Dunkles Grün wirkt regenerierend auf uns. Hier liegt auch der wesentliche Unterschied in der beruhigenden Wirkung zum Blau. Während Blau nur passiv-beruhigend wirkt, versorgt uns das Grün gleichzeitig mit neuen Kräften. Grün ist eine mehr weibliche Farbe, die eher passiv als aktiv, aber weder warm noch kalt ist. Es entspricht dem Element Erde. Den „Grün-Typ“ erkennt man an seiner Lebenskraft und seiner praktischen Veranlagung, seinem Geschäftssinn und seiner Vorliebe für gutes Essen und Trinken. Als negativ gelten Egoismus und all zu große materielle Einstellung.
      Empfindungs-Ketten
      natürlich, wachsend, befriedigend, Mitte zwischen schwer/leicht – vorn/hinten – warm/kalt , erfrischend, regenerierend, beruhigend – aber danach auch aktivierend, erdig, melancholisch, kräftig, praktisch, prestigedenkend, genüsslich, egoistisch, materiell, hoffend, zufrieden, sicher, bequem, genügsam, sinnlich, satt, ursprünglich, unkompliziert, produktiv, praktisch, konventionell, erholsam, ausgleichend, frisch.

3. Wie wirken Farben speziell auf Kinder?
Räumliches Wahrnehmen, scharfes Sehen und Farberkennung sind Fähigkeiten, die ein Mensch erst nach seiner Geburt erwirbt. Es dauert etwa zwei Jahre, bis ein Kind richtig sehen kann. Das Gehirn muss erst lernen die Informationen, die das Auge über den Sehnerv sendet, sinnvoll zu nutzen. Säuglinge und Kleinkinder reagieren viel sensibler auf Farben als Erwachsene. Für Kinder sind die Farben ihrer Umgebung besonders wichtig, damit sich Charakter und Intelligenz schon früh entwickeln können. Die oft eigenwillige Farbgebung in Kinderbildern ist eine Frage der Hirnentwicklung. Denn bis zu einem Alter von fünf Jahren können Kinder Farben und Objekte im Gehirn noch nicht miteinander verknüpfen. Normalerweise können Menschen Farbtöne aus verschiedenen Kategorien – wie Blau und Grün – besser und schneller unterscheiden als zwei Farbtöne der gleichen Kategorie, zum Beispiel zwei unterschiedliche Blautöne. Diese sogenannte kategoriale Farbwahrnehmung findet bei Erwachsenen in der linken Gehirnhälfte statt, während sie bei kleinen Kindern der rechten Gehirnhälfte zugeordnet wird. Wissenschaftler konnten nun erstmals zeigen, dass der Wechsel von der rechten zur linken Hirnhälfte genau dann stattfindet, wenn die Kinder die Namen für verschiedene Farben sicher beherrschen.

Wie wirken die einzelnen Farben?

  • Rot ist die erste Farbe, die ein Säugling wahrnimmt. Daher gibt es auch viele Spiele für Säuglinge und Kleinkinder in rot. Jedoch kann rot als zum Beispiel Wandfarbe für Kinderzimmer nervös und aggressiv machen.
  • Gelb wirkt harmonisierend und kann fröhlich und ausgeglichen machen. An Orten an denen die Konzentration der Kinder gefragt ist unterstützt Gelb diese und steigert auch die Leistungsfähigkeit.
  • Orange macht träge Kinder munter. Kein dummer Spruch, es ist wirklich so. Außerdem regt Orange den Stoffwechsel an.
  • Blau wirkt entspannend und beruhigend. Davon können besonders ängstliche und nervöse Kinder profetieren.
  • Grün entspannt, schafft Geborgenheit, Sicherheit und auch Ausgleich. Nicht umsonst sind Schultafeln dunkelgrün. Diese Farbe kann den Puls herabsetzten und lebhaften Kindern helfen leichter in den Schlaf zu finden.
  • Violett wirkt ebenfalls besänftigend und beruhigend auf sehr lebhafte Kinder. Es wurde bestätigt das Violett einen positiven Einfluss auf das zentrale Nervensystem hat.

4. Wie kann man die Farberkennung bei Kindern fördern?
Es gibt viele Spiele bei denen die Farberkennung gefördert und erweitert wird. So können Kinder spielerisch und mit Freude neue Farben entdecken, lernen und schon bekannte Farben festigen.

Im Folgenden werden 2 ausgesuchte Spiele kurz vorgestellt:

  • Farbreaktionsspiel
    • Jedes Kind bekommt einen kleinen Becher. Alle setzen sich im Kreis hin. In die Mitte kommt ein großer Haufen mit kleinen, bunten Perlen, Steckern oder Bauklötzen oder ähnliches in verschiedenen Farben. Nun erzählt der Spielleiter eine Geschichte in der viele verschiedene Farben vorkommen, z.B. die Geschichte vom grünen Männchen, das im lila Bademantel in den roten Bus stieg,….. Immer wenn eine Farbe genannt wird, müssen alle schnell ein Teil der genannten Farbe in ihren Becher geben. Zum Schluß wird verglichen.
  • Der Farbenwurm / Der Farbenoktopus
    • Der Farbenwurm und der Farbenoktopus sind Spiele die die gleiche Basis, jedoch eine andere Form haben. Die Kinder bekommen jeweils die Holzringe einer Farbe zugeteilt. Sie würfeln der Reihe nach und wer seine Farbe würfelt darf einen Holzring auf den Wurm bzw. Fangarm setzten. Wer als erstes alle Holzringe weg hat, hat gewonnen.

© istockphoto, helenecanada

Jede Farbe hat eine andere Wirkung auf unsere Psyche und unseren Körper, denn jede Farbe besitzt eine für sie typische Wellenlänge und Energie, die sich auf unsere Körper überträgt. So wirkt zum Beispiel blaues Licht kühlend und beruhigend, rotes Licht hingegen wärmend und anregend.

Eigenschaften der bekanntesten Farben

Immer beliebter wird die Farbtherapie, in der die positive Wirkung der Farben anhand von Bädern, Farbakupunktur, Bestrahlungen aber auch bestrahlten Nahrungsmitteln und Getränken. Doch auch zu Hause kann jeder für positive Stimmung sorgen, indem er die Farben seiner Kleidung, Möbel und Beleuchtung der Stimmung anpasst.

Wir haben für Sie die Eigenschaften der bekanntesten Farben zusammengefasst – allgemeine Charakteristika sowie die Bedeutung in der Mode und für die Inneneinrichtung:

Rot

ist die Farbe des Feuers, von Liebe und Leidenschaft, aber auch des Zorns. Sie erregt Aufmerksamkeit und steht für Vitalität und Energie, Liebe und Leidenschaft. Rot kann aktivieren, erwärmen, aber auch erhitzen. Es regt den Kreislauf, den Stoffwechsel und das Immunsystem an. Rote Kleidung steht für Selbstbewusstsein, in einem roten Kleid wirkt man sexy und fällt sofort auf.

In Räumen sollte Rot nur als Impuls eingesetzt werden, denn zu viel Rot macht unruhig. Rot wirkt appetitanregend und macht Lust auf Sex.

Orange

ist die Symbolfarbe für Optimismus und Lebensfreude. Orange ist ein Stimmungsaufheller und steht für Aufgeschlossenheit, Kontaktfreude und Selbstvertrauen. Ebenso kann es aber auch Leichtlebigkeit und Aufdringlichkeit vermitteln. Orange hilft bei Beschwerden im Bauch und Unterleib und fördert die Nierenfunktion.

Kleider in Orange steigern die Anziehungskraft. In orangefarbenen Räumen wird Geselligkeit gefördert und Gemütlichkeit ausgestrahlt. Orange ist die ideale Farbe für Räume mit wenig Tageslicht sowie für Küchen oder Esszimmer.

Gelb

ist die Farbe der Sonne. Gelb steht für Licht, Optimismus und Freude und lindert Ängste und Depressionen. Da gelbe Farben entgiftend wirken, werden sie bei Rheuma, Leberstörungen und Immunsystemschwächen eingesetzt.

Klares Gelb steht auch für Wissen, Vernunft und Logik. Schmutzige Gelbtöne stehen eher für negative Eigenschaften wie Egoismus, Geiz und Neid. Ein gelbes Outfit strahlt Lebensfreude und Selbstbewusstsein aus.

Gelb lässt kleine Räume größer wirken. Da es Konzentration und Kreativität fördert sowie anregend auf Unterhaltungen wirkt, ist Gelb die ideale Farbe für Kinderzimmer und Konferenzräume.

Grün

ist die Farbe der Natur. Es beruhigt, harmonisiert und steht für Sicherheit und Hoffnung. In der Farbtherapie wird grün bei Herzkrankheiten eingesetzt. Auch Trauer, Wut und Liebeskummer können durch grüne Farbtöne gelindert werden.

Grün kann aber auch Gefühle wie Neid, Gleichgültigkeit und Müdigkeit vermitteln. Ein in Grün gekleideter Mensch wirkt großzügig und vertrauenserweckend.

In Räumen sorgt Grün für Ruhe, Sicherheit und Kreativität und ist daher in Arbeitsräumen ideal – auch wenn es „nur“ in Form von Pflanzen auftaucht.

Cyan/Türkis

ist eine kühle, frische Farbe. Türkis vermittelt geistige Offenheit und Freiheit, kann aber auch distanziert wirken. Türkis wird bei Infekten und Allergien aller Art verwendet und schützt das Immunsystem. Ein Outfit in Türkis ist immer etwas Besonderes und wirkt extravagant. Türkisfarbene Räume wirken kühl, aber persönlich.

Blau

Die Farbe des Himmels steht für Ruhe, Vertrauen und Sehnsucht, es kann aber auch melancholisch oder nachlässig wirken. Blau hilft bei Schlafstörungen und Entzündungen. Es fördert Sprachfähigkeiten und klares Denken. Wer blau trägt, weiß was er will, wirkt aber oft unterkühlt.

Kleine Räume wirken durch einen blauen Anstrich größer. Es wird gerne in Räumen verwendet, die der Entspannung dienen, besonders in Schlafzimmern.

Purpur/Violett

steht für Würde, Mystik und Schutz. Die Farbe der Inspiration und der Kunst ist extravagant und wirkt schmerzlindernd, reinigend und entschlackend. Violett kann stolz und arrogant wirken, unterstützt aber auch die Konzentration und das Selbstvertrauen. Violette Kleidung hat eine festliche, edle und geheimnisvolle Wirkung.

In Wohnräumen wirkt Purpur beruhigend, eignet sich aber eher für Empfangsräume. Da es Appetit und sexuelle Lust zügelt, sollte Violett in Ess- und Schlafzimmer nur bedingt eingesetzt werden.

Magenta/ Pink und Rosa

sind sanfte Farben, die in der Natur als Blüten für Freude sorgen. Sie verkörpern Idealismus, Ordnung und Mitgefühl, haben aber auch etwas von Snobismus und Dominanz. Magenta ist eine Schutzfarbe und wird als „Erste Hilfe“ bei körperlichen und seelischen Schocks eingesetzt. Sie gibt innere Freiheit und vermittelt Sicherheit.

Pinkfarbene Kleidung wirkt ausdrucksstark, rosafarbene hingegen unschuldig. Rosa ist laut Experten die geeignetste Farbe für Schlafzimmer, da es besänftigt und Aggressionen abbaut.

Weiß

ist ein Symbol der Reinheit, Klarheit und Unschuld. Die Farbe von Eis und Schnee gilt aber auch als Zeichen der Unnahbarkeit. Weiß ist eine magische Farbe, die für jede andere Farbe eingesetzt werden kann, da ihr Lichtspektrum nahezu alle Farben enthält. In unseren Kulturkreisen gibt es eigentlich keine negative Zuschreibung zu Weiß, in China ist Weiß jedoch die Farbe der Trauer und des Todes.

Ganz in weiß gekleidet wirkt man elegant, aber gilt auch schnell als unnahbar. In Räumen ist weiß die ideale Kombinationsfarbe. Es neutralisiert, hellt auf und belebt.

Grau

ist die Farbe vollkommener Neutralität und Zurückhaltung. Es ist unauffällig und wird auch mit Langeweile, Unsicherheit und Lebensangst in Verbindung gebracht. Graue Businessanzüge stellen die Individualität zurück und wirken nüchtern. In Räumen sollte Grau nur als Kombinationsfarbe eingesetzt werden.

Schwarz

ist die Farbe der Dunkelheit. Sie drückt Trauer, Unergründlichkeit und Geheimnisumwittertes aus, ist aber auch Ausdruck von Würde und Ansehen und kann einen besonders feierlichen Charakter haben. Auch in der Mode wirkt schwarz edel und feierlich. Es vermittelt Seriosität und erzeugt Respekt. Von schwarzen Wänden sollte man absehen, da sie düster und schwer wirken.

Braun

ist die ruhige Erdfarbe. Es vermittelt Geborgenheit und materielle Sicherheit. In der Farbtherapie wird Braun bei Gleichgewichtsstörungen eingesetzt. Auch Braun gilt als modische Businessfarbe. Braune Räume wirken rustikal, beruhigend und ausgleichend. Erdtöne wie Ocker oder Siena können in nahezu allen Räumen eingesetzt werden.

Gold

wird häufig mit der Sonne in Verbindung gebracht und steht für Macht und Reichtum. Gold gibt Kraft und Inspiration. Es hilft gegen Angst, Unsicherheit und Gleichgültigkeit. Gold ist die Farbe von großen Jubiläen (goldene Hochzeit). Es gehört zu den stillen Tugenden, die sich in der Dauer bewähren: Treue und Freundschaft, Wahrheit und Hilfsbereitschaft.

Silber

wirkt reinigend und harmonisierend. Es fördert kommunikative Fähigkeiten soll aber in großen „Mengen“ Redseligkeit und Unwahrheiten fördern. Silber ist eine Farbe der Höflichkeit und steht, wie für Klugheit, Selbstständigkeit, Sicherheit und Pünktlichkeit. Der Glanz des Silbers verdrängt nicht, er spiegelt andere Farben unverfälscht wider, das Silber selbst tritt in den Hintergrund. Silber ist eine Farbe des Modernen, Unkonventionellen, Originellen.

Aktualisiert: 04.10.2016 – Autor: beautypress

Rot, gelb, grün und blau – ein Farbprojekt in der Kita

Fotoquelle: Kita Sponholzstraße, Berlin

Altersstufe: Je nach Aufbau 2 bis 6 Jahre

Welche Kompetenzen der Kinder werden gefördert und gestärkt?

  • Bewusstmachung eigener Lieblingsfarben, bestimmte Farben in Bezug zur eigenen Emotionalität setzen.
  • Kennenlernen unterschiedlichster Materialien und Techniken
  • Kennenlernen von Künstlern verschiedener Epochen (Stile der Malerei)
  • In der Diskussion mit Kindern und Erwachsenen lernen, dass es unterschiedliche „Geschmäcker“ gibt.
  • Eigene Meinungen gegenüber anderen selbstbewusst vertreten lernen.
  • Eigene Ausdrucksformen und Ausdrucksmöglichkeiten erfahren.

Ideen

Wie immer ist es auch bei den folgenden Praxisideen wichtig, das Alter der Kinder im Blick zu haben. Darüber hinaus gilt es, die Ideen der Kinder zu berücksichtigen. Also kann es sein, dass ihr mit einer der unten aufgelisteten Ideen beginnt und das Interesse der Kinder dann in eine ganz andere Richtung geht. So wird aus eurem Farbprojekt dann vielleicht ein ganz anderes Projekt.

Einführung von Farbtagen oder auch Farbwochen
Beispiele für die Farbe Rot

  • Alle Kinder kommen mit roter Kleidung in den Kindergarten.
  • In der Kita haben die Kinder die Möglichkeit sich Kopfbedeckungen (Hüte, Stirnbänder, Schleifen), „Schmuck“ (Ketten, Armbänder, Broschen) oder Kleidungsstücke aus rotem Material zu basteln.
  • Ein Teil des Raumes oder ein ganzer Raum wird mit den Kindern rot geschmückt (später einen anderen Teil blau usw.)
  • Besuch eines seltenen Gastes (Erzieherin, Elternteil, Handpuppe oder Marionette) aus dem roten Farbenland. Dieser Gast erzählt den Kindern dann Geschichten und Informationen aus dem fernen roten Farbenland. Zum Beispiel, dass Rot sowohl die Farbe der Liebe als auch der Warnung ist (daher auch die Farbe Rot bei der Ampel!). Und das Besondere an Rot (auch blau und gelb) ist, dass man es nicht aus anderen Farben zusammen mischen kann, da es eine Grundfarbe ist. Somit sind immer alle ein bisschen neidisch auf das rote Land, denn wenn dieses keine rote Farbe an andere „abgibt“, können es sich andere nicht selbst herstellen. Es gibt nicht nur einen Rotton, sondern Abstufungen von Rottönen, die unterschiedliche Namen haben (z.B. Purpur). Je nach Alter der Kinder kann man dann klären, woher die Namen kommen.
    Hier könnt ihr bestimmt noch viele eigene Ideen einbringen……
  • Bekleben einer Wand oder eines Raumes mit weißem Papier/Tapetenrollen. Mit unterschiedlichen Materialien (Plakkafarben, Wasserfarben, Kreiden, Wachsmalstiften usw.) wird das Papier rot bemalt (später kommt blau, gelb etc. dazu, so dass ein farbenprächtiges Kunstwerk entsteht).
  • Auch das Frühstück und Mittagessen in der Kita darf an diesem Tag natürlich nur aus roten Lebensmitteln bestehen (Paprika, rote Beete, rote Nudeln, Tomatensoße, rote Grütze, roter Wackelpudding usw).
  • Im Gruppenraum wird eine „leerer Farbkreis“ aufgehängt, den man mit der Farbe rot beginnt (nach und nach kommen dann die anderen Grund- und Mischfarben dazu).

Kreative Angebote
1. Malen mit Stiften, Kreiden, Wasserfarben, Plakkafarben,………
2. Anwendung verschiedener Techniken (Pustetechnik, Fließtechnik, Stempeltechnik, Batik, Fingerfarbe, Pinsel, Spritztechnik)

Gibt es bei euch Eltern in der Kita, die Erfahrung im Bemalen von Händen mit Henna haben? Vielleicht haben diese mal Zeit und Lust in die Einrichtung zu kommen um den Kindern dazu etwas zu erzählen und zu zeigen.

3. Herstellen farbiger Knete.

Experementieren
– Mischen von Farben mit Wasserfarben, Krepppapier und Wasser oder auch Transparentpapier (Thema Grund – und Mischfarben)
– Färben von Stoffen mit natürlichen Färbemitteln.

Künstler und Kunstwerke
Hier gibt es unzählige Möglichkeiten mit unterschiedlichem Schwerpunkt.
Beispiele:

Franz Marc zeichnete Tiere in den unterschiedlichsten (unrealistischen) Farben – durch die Betrachtung seiner Bilder können die Kinder ermutigt werden, mit Farben zu spielen und darin gestärkt werden, auch mal realitätsferne Bilder zu gestalten.
In dem Buch „Der Löwe im Atelier“ werden den Kindern Käfer, Nashorn, Affe oder Löwe in den Werken großer Künstler vorgestellt, z.B. von da Vinci, Marc oder Menzel. Mithilfe der Tiere können sich die Kinder den verschiedenen Epochen der Malerei nähern.
Beginn und Abschluss des Themas Kunst/Kunstwerke kann der Besuch eines Museums oder die Einladung/Einbeziehung eines ortsansässigen Künstlers sein.Bild:Franz Marc: Blaues Pferd I (1911)(Lizenz: GNU Free Documentation License)

Naturwissenschaft
-Entstehung und Aufbau des Regenbogens
-„Grün ist nicht gleich Grün“ – Sammeln von Blättern im Garten – wie viele verschiedene Grüntöne gibt es? Betrachten der Blätter unter einer Lupe.
Wenn das Projekt im Spätsommer/Herbst stattfindet, kann man sich der Frage nähern, warum Blätter zu dieser Jahreszeit gelb/braun/rot werden.

Spiele
1. Kreisspiel Obstsalat mit Farben (Je ein Viertel der Kinder bekommt eine Farbe zugewiesen und auf Zuruf wechseln z.B. alle Roten mit den Blauen die Plätze. Wenn der Zuruf Farbensalat ertönt, müssen alle die Plätze wechseln.).
2. Ich sehe was, was du nicht siehst.

Bewegung
Tanzen und Bewegung mit bunten Bändern und Tüchern.

Fingerspiele
Das ist der Daumen, der sagt: „Ich bin weiß wie Schnee!“.
Das ist der Zeigefinger, der sagt: „Ich bin grün wie Klee!“.
Das ist der Mittelfinger, der sagt: „Ich kann blau wie der Himmel sein!“
Das ist der Ringfinger der sagt: „Ich bin gelb wie der Sonnenschein!“
Das ist der kleine Finger, der sagt: „Ich bin rot wie Mama’s Mund!“
Alle Finger sagen: „Wir sind kunterbunt!“

Quelle: überliefert

Weitere Ideen

      • Farben mit Formen verbinden.
      • „Farben in der Stadt“ – mit Fotoapparat ausgerüstet suchen die Kinder Farben im Stadtraum (z.B. Rot – Feuerwehrauto, Stoppschild, Ampel, Stauden und Blüten, Mülleimer, Spielgeräte usw.)
      • Ausstellung der von den Kindern gemalten Kunstwerke in Form einer Vernissage (wenn die Kinderkunstwerke auf Leinwand gezeichnet werden oder hinter Glasrahmen präsentiert werden erhalten die Kunstwerke einen passenden Rahmen!)
      • Je nach Zusammensetzung der beteiligten Kinder: benennen der Farben in den Sprachen der Kinder.
      • Heranführung der Kinder an ein Malprogramm am Computer.
      • Kinderinterviews in der Kindergruppe durchführen (evt. mit Kamera oder Cassettenrekorder): Welche Farbe mag ich gern, welche überhaupt nicht? Wenn ich richtig wütend bin, welche Farbe passt dazu. In welchen Farben möchte ich malen, wenn ich schöne Musik höre? ……….

Bücher

Das kleine Blau und das kleine Gelb von Leo Leonni.
Die Königin der Farben von Jutta Bauer. (Sehr ausdrucksstarke Bilder von Königin Malwida und ihren Untertanen Blau, Rot und Gelb.)
Weiß weiss Bescheid von Paul Köntopp (ein Farben-Entdecker-Buch).
Hallo, roter Fuchs von Eric Carle.
Die Farbe – Meyers kleine Kinderbibliothek Bd.4.
Die wahre Geschichte von allen Farben von Eva Heller. (Schon für die Kleinen wird die Farbenlehre witzig und spannend erklärt)

CD
Himmelblau, Sonnengelb und Rosenrot (Lieder, Gedichte und Geschichten von den Farben).

Farben haben Symbolkraft

Der Mensch ist das einzige Lebewesen, für das Farben Symbolkraft besitzen. Bereits 1810 veröffentlichte Johann Wolfgang von Goethe sein umfangreichstes Werk „Zur Farbenlehre“. Er schrieb den Farbtönen übergeordnete Eigenschaften zu, deren Wirkung wir uns in keinem Lebensbereich entziehen können.

Die psychologische Wirkung von Farben, die Goethe postuliert, ihre Wirkung auf Körper, Geist und Seele, ist zwischenzeitlich wissenschaftlich belegt. Durch die Farbwahl unserer Kleidung und unseres Umfelds können wir bewusst Einfluss auf unsere Stimmung und unsere Gesundheit nehmen. Die Wirkung kann individuell sehr unterschiedlich sein.

Wirkung von Farben auf den Menschen

Jede Farbe löst eine andere Wirkung oder Reaktion aus. Es gibt viele Beobachtungen, wie die einzelnen Farben auf den Menschen wirken:

Rot hat Signalwirkung:
Achtung, Feuer, Gefahr. Rot ist aber auch die Farbe der Vitalität, der Liebe und der Leidenschaft – uns auch des Zorns. Rotes Licht wirkt wärmend und aktivierend. Das Nervensystem schüttet bei Rot verstärkt Adrenalin aus, der Blutdruck steigt an, der Atem geht schneller.

Orange steht für Energie,
Aufgeschlossenheit, Kontaktfreude, Selbstvertrauen und Wärme. Als Stimmungsaufheller stärkt es das Nervensystem und soll die Nierenfunktion fördern. Bei Stress oder belastenden Situationen kann diese Farbe hilfreich sein. Orange regt zudem den Appetit an und kann bei Beschwerden im Bauch und Unterleib lindernd wirken.

Gelb ist die Farbe der Sonne,
wirkt heiter und fröhlich. Gelb steht für Licht, Optimismus, Freude und lindert Ängste. Gelb kann positive Stimmung und gute Laune fördern. Ältere Menschen sollen unter dem Einfluss von Gelb geistig vitaler sein und ein besseres Reaktionsvermögen aufweisen.

Grün ist die Farbe der Natur,
wirkt lebendig und natürlich. Grün steht für Sicherheit und Hoffnung. Die Farbe Grün beruhigt und harmonisiert und kann helfen, die Konzentration und das Denken zu aktivieren.

Blau, die Lieblingsfarbe der Deutschen, wirkt beruhigend.
Der Adrenalinspiegel sinkt, der Puls verlangsamt sich. Muskeln entspannen und entkrampfen. Blau soll bei Schlafstörungen und Entzündungen helfen und klares Denken fördern. Bei geistiger oder körperlicher Erschöpfung sollte man diese Farbe meiden, da die beruhigende Energie dieser Farbe das Erschöpfungsgefühl verstärken kann.

Violett gilt als Farbe des Geistes und der Spiritualität.
Ihr werden schmerzstillende Eigenschaften zugesprochen und sie stärkt die Hirnaktivität. Violett wird beispielsweise bei Migräne eingesetzt und fördert den gesunden Schlaf. Violett soll das seelische Gleichgewicht und die Entschlusskraft fördern. Es soll das Unterbewusstsein beeinflussen und dient zur therapeutischen Unterstützung bei tiefenpsychologischen Problemen.

Unser alltägliches Umfeld mit den passenden Farben auszustatten, kann dazu beitragen, die innere Balance zu unterstützen und an Lebensqualität zu gewinnen.

Welche Emotionen lösen Farben in uns aus?

Die Farbenlehre schreibt einzelnen Farben bestimmte Eigenschaften und Wirkungen zu. Diese Effekte sind emotionaler Natur und erwecken im Betrachter bestimmte Gefühlsregungen.

Das Wissen um die Wirkung von Farben spielt unter anderem auch in Unternehmen eine signifikante Rolle.

Interessant: Vor allem bei der Kreierung von Logos und Websites vermögen Farben besondere Assoziationen bei den potenziellen Kunden auszulösen.

Bevor daher mit der Farbgestaltung begonnen wird, lohnt es sich einige Fragen zu beantworten:

  • Was ist die Zielgruppe und welche Aussage soll getroffen werden?
  • Welcher Eindruck bzw. welche Emotionen sollen beim Betrachter geweckt werden?

Als Nächstes empfiehlt sich ein vertiefender Blick auf die entsprechenden Farben. Der Übersicht halber beschränkt sich dieser Artikel auf Blau, Gelb, Grün, Rot und Weiß – und damit auf die besonders häufig genutzten, klassischen Grund-Farben. Einen umfassenden Überblick über das volle Farbspektrum gibt es für Interessierte hier.

Die Wirkung der populärsten Farben

Hier geht es nun um die einzelnen Grundfarben und was sie in den Betrachtern auslösen.

Rot steht für Energie, Liebe, Feuer, Kraft und Sinnlichkeit; je nach Intensität kann Rot auch als aggressiv wahrgenommen werden. Die Farbe gilt als Medium für Energie und Lebendigkeit.

Auf der psychologischen Ebene wirkt sie stimulierend, belebend, steigert das Selbstwertgefühl und schenkt Lebenskraft.

Die Farbe Rot steht zwar auch für Aggression doch die meisten Menschen verbinden Liebe damit

Gelb ist anregend, heiter und wird daher häufig mit Licht und Helligkeit assoziiert. Sie ist die hellste und kommunikativste Farbe von allen.

Psychologen schreiben ihr eine belebende Wirkung zu, die zusätzlich Konzentration fördern, Klarheit bringen und den zwischenmenschlichen Austausch anregen soll. Generell symbolisiert sie Fröhlichkeit und Intelligenz.

Grün gilt weithin als passive und eher weibliche Farbe, denn sie strahlt Natürlichkeit und Jugend aus. Außerdem versinnbildlicht sie häufig natürliche und erdnahe Elemente sowie die Erde selbst.

Mit ihr werden außerdem Erneuerung, Frieden und Hoffnung assoziiert. Auf die Psyche wirkt sie daher beruhigend, ausgleichend und erholsam und soll Körper und Geist in Einklang bringen.

Mit der Farbe Blau wird gemeinhin Ruhe und Konzentration in Verbindung gebracht. Sie steht für Vertrauen, Kompetenz und Beständigkeit. Als das Element des Wassers wird ihr außerdem eine Tiefe, Kälte und Klarheit zugesprochen.

Aus psychologischer Sicht soll sie Frieden bringen, das Unbewusste anregen und die Intuition fördern.

Gut zu wissen: Blau ist außerdem die beste Farbe fürs Schlafzimmer. Sie wirkt stresslösend und hilft sogar auf körperlicher Ebene, indem sie die Herzrate und den Blutdruck senkt.

Weiß steht sinnbildlich für den Frieden, die Reinheit und die Unschuld; sie wirkt leicht und heiter. Weiß eignet sich gut dafür, als Trennung zwischen anderen Elementen zu fungieren und Kontraste zu fördern.

Zweckmäßigkeit

Weiß steht für Unschuld und Reinheit

Neben dem Wissen um die Bedeutung und Wirkung der Farben ist insbesondere auch der zweckmäßige Gebrauch von Bedeutung. Farben dienen immer auch als Information und Leitfaden, an denen sich der Betrachter orientieren kann. Sie wirken häufig unterstützend bei Kommunikationsprozessen und transportieren zusätzliche Nachrichten zum Empfänger.

Innerhalb einer Webpräsenz werden Farben daher genutzt, um den Besucher auf die wichtigsten Elemente aufmerksam zu machen und ihn durch das Angebot zu navigieren.

In diesem Zusammenhang haben sich einige „best-practices“ bewährt:

  • So sollten zum Beispiel nie mehr als 4 Grundfarben genutzt werden, um einer Verwirrung beim Betrachter vorzubeugen.
  • Innerhalb von Sachverhalten, Dokumenten oder anderer Publikationen sollte die Farbgestaltung einheitlich gehalten werden.

So Wirken Farben

Inhaltliche Unterschiede sollten dagegen auch farblich entsprechend durch Kontraste gewürdigt und unterstützt werden. Wichtige Informationen, Angebote, Newsletter oder Downloads – also so genannte Call-To-Actions sollten ebenfalls vom Hintergrund abgehoben werden, zum Beispiel durch einen Warm-Kalt-Kontrast.

Zu guter Letzt sollte immer auf die Lesbarkeit von Texten geachtet werden. Hierfür eignet sich ein traditioneller Hell-Dunkel Kontrast am besten.

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